Geister des Willens

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Die Geister des Willens (hebr. גלגלים Galgalim „Räder“, von גַּלְגַּל Galgal „Rad“), von Dionysius Areopagita als Throne[1] (griech. θρόνοι thrónoi; lat. throni) bezeichnet, gehören gemeinsam mit den Cherubim und Seraphim der ersten Hierarchie an, deren physischer Ausdruck der Tierkreis ist. Wie alle Wesenheiten der ersten Hierarchie haben sie den "unmittelbaren Anblick der Gottheit" und handeln nicht aus sich heraus, sondern sind die Vollstrecker des göttlichen Willens. Ihr Herrschaftsgebiet ist die Saturnsphäre.

„Der Name der höchsten und erhabenen Throne bezeichnet, daß sie jeder erdhaften Niedrigkeit ungetrübt enthoben sind, daß sie überweltlich nach oben streben und von jedem untersten Gliede unerschütterlich weggerückt sind, daß sie um das wahrhaft Höchste mit ganzer Vollkraft ohne Wanken und sicherstehend gestellt sind, daß sie der Einkehr Gottes in aller Freiheit von sinnlichen, materiellen Störungen genießen, daß sie Gottesträger und für den Empfang der göttlichen Erleuchtungen ehrfurchtsvoll erschlossen sind.“

Dionysius Areopagita: Himmlische Hierarchie, 7. Kapitel[2]

Die niederste Substanz, aus der die Throne bestehen, ist Wille.

"Wir nehmen dann Wesenheiten wahr, die wir nicht anders charakterisieren können, als indem wir sagen: Sie bestehen nicht aus Fleisch und Blut, auch nicht aus Licht oder Luft, sondern sie bestehen aus dem, was wir nur in uns selber wahrnehmen können, wenn wir uns bewußt werden, daß wir einen Willen haben. Sie bestehen in bezug auf ihre niedrigste Substanz nur aus Wille." (Lit.: GA 136, S. 79)

In dem die Geister des Willens ihre Willens-Substanz als Wärme hingeopfert haben, konnte der der alte Saturn, mit dem die Entwicklung unseres Planetensystems begonnen hat, entstehen. Sie lieferten damit die mineralische Grundsubstanz für die weitere Entwicklung, die sich zunächst aber nur als mineralische Wärme offenbarte. Auf der alten Sonne haben sie diese Grundsubstanz zum Luftelement verdichtet, auf dem alten Mond zum Wässerigen und auf der Erde bis zum festen Erdelement. Die Bezeichnung "Throne" leitet sich gerade davon ab, weil sie mit dem Festen die Throne gebaut haben, auf die sich alles Erdensein stützen kann.

Die Gruppen-Iche der Mineralien sind ihre Nachkommen.

Manchmal werden die Throne gleichgesetzt mit den im apokryphen Buch Henoch beschriebenen Ophanim (hebr. אוֹפַנִּים Räder), die die Räder des Thronwagens Gottes sind, wie sie ähnlich auch in der Apokalypse des Daniel (Dan 7,9 LUT) und in der Vision des Hesekiel (Hes 1,1 LUT) geschildert werden.

Anmerkungen

  1. Dionysius Areopagita: Himmlische Hierarchie. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, S. 32
  2. ebd. S. 33

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen, GA 136 (1996), ISBN 3-7274-1361-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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