Vereinigtes Königreich

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Bevölkerungsdichte (Zensus 2011)
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Das Vereinigte Königreich (eng. United Kingdom [juːˌnaɪ̯.tʰɪd ˈkʰɪŋ.dəm] , kurz UK), Langform Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland ), ist ein auf den Britischen Inseln vor der Nordwestküste Kontinentaleuropas gelegener Staat.

Der größte Inselstaat Europas ist eine Union aus den Landesteilen England, Wales, Schottland und Nordirland. Die Isle of Man und die Kanalinseln sind als Kronbesitztümer unmittelbar der britischen Krone unterstellt. Sie sind daher kein Bestandteil des Vereinigten Königreichs. Als parlamentarische Monarchie unterhält das Vereinigte Königreich ferner Beziehungen zu 15 Commonwealth Realms, deren Staatsoberhaupt der britische Monarch ist. Darüber hinaus bestehen 14 Überseegebiete.

Mit rund 64,1 Millionen Einwohnern[1] ist es der drittbevölkerungsreichste Staat der Europäischen Union.

Das Vereinigte Königreich ist Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen. Es ist Atommacht, ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates und Mitgliedstaat der Gruppe der Sieben.

Das Vereinigte Königreich besitzt internationalen Einfluss aufgrund des weit verbreiteten Gebrauchs der englischen Sprache und des Commonwealth of Nations.

Aus der EU ist das Vereinigte Königreich durch eine Volksabstimmung (sogenannter "BREXIT") ausgetreten. Die Austrittsverhandlungen haben aber gegenwärtig noch nicht begonnen.

Die typische Bewußtseinsverfassung des Engländers ist lt. Rudolf Steiner die "Bewußtseinsseele".

England und die assoziative Wirtschaft

Bedeutung der englischen und schottischen Philosophie

„Der Westen ist ja besonders dazu veranlagt, Gedankenformen auszubilden; ich habe sie jetzt in einem etwas unvorteilhaften Lichte geschildert. Sie sind aber auch in einem vorteilhaften Lichte zu schildern, wenn man nämlich dasjenige, was von Baco von Verulam, von Buckle, von Mill, Thomas Reid, von John Locke, von Hume, von Adam Smith, von Spencer oder von ähnlichen Geistern herrührt, Bentham zum Beispiel, wenn man all das nimmt und sich auf der einen Seite gesteht: Ja, das ist ja ganz gewiß nicht geeignet, durch Imagination oder Inspiration in eine geistige Welt einzudringen, die das vorgeburtliche Leben begreift. Aber andererseits muß man sagen, gerade wenn man studiert, wie eingedrungen ist diese Denkweise in unsere Wissenschaft des Abendlandes, wie sie lebt in unserer Wissenschaft des Abendlandes, man muß sagen, das alles zeigt sich besonders geeignet für das wirtschaftliche Denken. Und wenn einmal das wirtschaftliche Glied des sozialen Organismus ausgebildet werden soll, dann wird man in die Schule gehen müssen beim Westen: bei Thomas Reid, John Stuart Mill, Buckle, Adam Smith und so weiter. Sie haben nur den Fehler, daß sie auf die Wissenschaft, auf die Erkenntnis, auf das Geistesleben ihr Denken angewendet haben. Wenn man sich schult an diesem Denken und darüber nachdenkt, wie man Assoziationen zu bilden hat, wie man am besten zu wirtschaften hat, dann ist dieses Denken am Platze. Mill hätte nicht eine Logik schreiben sollen, sondern er hätte die geistige Kapazität, die er gehabt hat, um eine Logik zu schreiben, dazu verwenden sollen, einmal das Gefüge einer gewissen gewerblichen Assoziation in allen Einzelheiten zu beschreiben. Und man muß sagen, wenn man heute so etwas zustande bringen will wie mein Buch «Die Kernpunkte der sozialen Frage», dann muß man gelernt haben, zu verstehen, auf welche Art im orientalischen Sinne man zum Geistigen gelangt, und auf welche Weise man, wenn auch noch jetzt sehr auf Irrpfaden, im Westen zum wirtschaftlichen Denken gelangt. Denn beide Dinge gehören zueinander, beide sind notwendig miteinander.“ (Lit.:GA 199, S. 118f.)

„Gehen wir jetzt zum westlichen Menschen. Ich habe gestern gesagt, daß der westliche Mensch gerade in seinen erleuchtetsten Geistern, in solchen wie Bentham, John Stuart Mill, Spencer, Buckle, sogar schon Baco von Verulam und andern, Thomas Reid und so weiter, in der Nationalökonomie Adam Smith, daß dieser westliche Mensch besondere Veranlagung hat, dasjenige Denken auszubilden, das man dann verwenden kann im wirtschaftlichen Teile des sozialen Organismus. Wenn man zum Beispiel die Philosophie von Spencer nimmt, dann sagt man sich: das ist ein Denken, welches ganz aus dem Nerven-Sinnesmenschen stammt, ganz und gar Produkt der Sinne und der Nerven ist, welches am besten taugen würde, wirtschaftliche Organisationen und Assoziationen zu machen. Es ist nur deplaciert von Spencer zu der Philosophie verwendet worden. Würde Spencer mit demselben Denken Fabriken einrichten, soziale Organisationen machen, dann wäre das am richtigen Platze. Daß er mit diesem Denken eine Philosophie macht, das ist deplaciert. Das kommt davon her, daß jetzt der westliche Mensch nicht mehr lebt im rhythmischen System, sondern wieder eine Stufe höhergestiegen ist, er lebt selbstverständlich im Nerven-Sinnessystem des Menschen.“ (Lit.:GA 199, S. 135)

„So sind verteilt die menschlichen Fähigkeiten auf die verschiedenen Gebiete der Erde, und notwendig ist, daß ein wirkliches Zusammenwirken geschieht. Heute sind wir so, daß wir in bezug auf die Zivilisation ganz und gar abhängig sind schon von dem Nerven-Sinneswesen des Westens. Ich habe ein Paradoxon gebraucht, aber dieses Paradoxon drückt sehr klar die Wirklichkeit aus. Dasjenige, was in Wien denkt, was in Berlin denkt, sind nicht die Gedanken, die etwa aus dem Volkstum herausgekommen sind und in Fichte oder bei Hegel kulminiert haben. Diese Geister sind überschüttet. Dasjenige, was heute in Mitteleuropa, in Wien oder Berlin in Büchern und Zeitungen steht, sind nicht die Gedankenformen Fichtes; das ist eine Lüge, wenn heute die Leute Fichte zitieren. Die Wahrheit ist vielmehr diese, daß verwandter ist das, was heute in Berlin oder Wien an die Öffentlichkeit dringt, mit dem, was in Chikago oder in New York gedacht wird, als mit dem, was in Fichte oder in Hegel gedacht worden ist.“ (Lit.:GA 199, S. 136f.)

„Wir gelangen auch nicht zu einem Wirtschaftsleben, wenn wir nicht verstehen dasjenige, was nicht angewendet werden soll auf eine Philosophie, wie es Spencer getan hat, auf ein Staatssystem, wie es Adam Smith getan hat, sondern was angewendet werden soll bloß auf die Organisation des Wirtschaftslebens, wenn wir das nicht auf die Organisation des Wirtschaftslebens anwenden. Aber wir müssen dann wissen, wie wir das eingliedern sollen in die beiden andern Systeme. Dazu brauchen wir aber die Wissenschaft der Initiation. Wir können nicht vorwärtskommen, wenn wir nicht uns sagen können: Vom Verstehen, was einstmals orientalische Anlage war, gelangen wir zu dem, was das Wesen des Geisteslebens ist. Indem wir wirklich verstehen, was die Anlage des mittleren Menschen ist, gelangen wir dazu, wirklich zu verstehen, was das Rechts- oder Staatsleben ist. Indem wir das Westliche verstehen, gelangen wir dazu, zu verstehen, was das Wirtschaftsleben ist. Aber die drei fallen auseinander, wenn wir sie nicht in einer höheren Einheit verbinden können. Und wir werden sie nur in einer höheren Einheit verbinden können, wenn wir sie alle drei anschauen von jenem Gesichtspunkte, der sich uns ergibt durch die neuere Mysterik, die hier genannt wird anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft.“ (Lit.:GA 199, S. 141f.)

Zitat - There is no thuch thing as society

„I think we have gone through a period when too many children and people have been given to understand “I have a problem, it is the Government's job to cope with it!” or “I have a problem, I will go and get a grant to cope with it!” “I am homeless, the Government must house me!” and so they are casting their problems on society and who is society? There is no such thing! There are individual men and women and[fo 29] there are families and no government can do anything except through people and people look to themselves first. It is our duty to look after ourselves and then also to help look after our neighbour and life is a reciprocal business and people have got the entitlements too much in mind without the obligations, because there is no such thing as an entitlement unless someone has first met an obligation (...)“ (Lit.: Margaret Thatcher, 1987 Sep 23, Interview for Woman's Own ("no such thing as society")[2])

England und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA)

In alteuropäischer Sicht sind die USA eine Kolonie Englands, die sich staatlich-politisch verselbständigt hat. Es gibt zahlreiche Äußerungen Rudolf Steiners zu England, den USA, dem Angel-Sachsentum, der englischen Sprache, und dem geographisch-politischen "Westen".

Die meisten Briten und auch die meisten Amerikaner sprechen nur ihre Muttersprache. Dies zeugt noch von vergangenem Kolonialismus und von den beiden Weltkriegen, dass man sich eben immer als Sieger zu gebärden hat.

In der weißen Bevölkerung der USA ist der deutschstämmige Anteil größer als derjenige Englands[3]. Um Unterschiede zu charakterisieren, spricht Rudolf Steiner, entgegen sonst auch vorkommenden abstammungsmäßigen Überlegungen, auch besonders von der "englischsprachlichen" Bevölkerung, die ihrem Charakter nach eine andere Intention habe als diejenige Mitteleuropas, wo die deutsche Sprache vorherrscht.

Diese drei Differenzierungen: Ethnische Abstammung, Sprache, und geographische Region müssen unterschieden werden bei Beurteilungsversuchen, wie die teilweise fragwürdigen Aussagen Rudolf Steiners für eine moderne Sicht auf den politischen Weltzustand heute adaptiert werden könnten.

Zusätzlich zu der Problematik der nicht wirklich verständlich präsentierten Unterschiede zwischen Ethnie, Rasse, Sprachgemeinschaft und (längerfristiger) geographischer Residenz durch Steiner gibt es die Schwierigkeit, Rudolf Steiners Aussagen zu den Zielen und Praktiken "westlicher" Geheimlogen richtig einzuordnen.

Die fünfte nachatlantische Epoche wird von Steiner auch als die "germanische Epoche" beschrieben. Die Angelsachsen gehören mit zu diesen "Germanen". Nachdem Steiner Mitteleuropa durch das Ergebnis des ersten Weltkrieges als "niedergetreten" ansah, sah er dann die zukünftigte Verantwortung für die Weltentwicklung auf das "angloamerikanische Wesen", die englisch sprechenden Völker übergegangen[4].

Schon allein England ist jedoch trotz Wikinger und Angelsachsen-Eroberungen weiter keltisches Gebiet, die Bevölkerung großteils keltischer oder urbritischer Abstammung. Der ethnisch-angelsächsiche Anteil soll 30% betragen[5]. Demgegenüber ist, obwohl es sich um Minderheiten handelte, die gewaltsame Brutalität der Wikinger und Angelsachsen bei ihren Erorberungszügen auffällig, die ihre Fortsetzung bei der Eroberung Amerikas gefunden hat.

Die "Germanen", wie sie schließlich Nordamerika erobert haben, fungieren von dort aber nicht im mitteleuropäischen Sinne. Sie sind verwestlicht, geraten wegen der lokal-geographischen Verhältnisse (Bergketten, Magnetismus<Quelle>) und der geographischen Westlichkeit, sowie der englischen Sprache, in Opposition zu Mitteleuropa (bzw. zum geographischen Osten, mit Europa in der Mitte), zu dem Steiner neben den Niederländern und Belgiern aber andererseits auch die Westslawen[6], wie Polen, Tschechien und Serbien, gerechnet hat.

Verantwortlichkeit im politischen Weltgeschehen kann sich letztlich nur auf die notwendige Wende hin zu einer mehr christlichen (i.S.v. Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Nächstenliebe) Gestaltung der sozialen Verhältnisse beziehen.

Das scheinbar heute kleine England trägt weiter eine große Verantwortung.

Nachweise, Anmerkungen

  1. United Kingdom Mid-year Population Estimates 2014. Abgerufen am 25. Juni 2015.
  2. http://www.margaretthatcher.org/document/106689
  3. Deutschamerikaner - Artikel in der deutschen Wikipedia
  4. GA 194, S. 213f.
  5. http://www.focus.de/wissen/mensch/archaeologie/genetisches-erbe-der-angelsachsen-dna-analyse-enthuellt-briten-sind-zu-30-prozent-deutsch_id_4556640.html
  6. GA 174 (1983), S. 168ff.

Siehe auch

Weblinks

Anmerkungen, Nachweise

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