Vierte (zukünftige) Hierarchie

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Der Mensch ist der potentielle Bildner der vierten (zukünftigen) Hierarchie, mit ihm als "Geist der Freiheit" beginnend. Durch die Erschaffung des "Manas" (Geistselbst) "ist ein höheres Glied der Menschenwesenheit gegeben, ein solches, das in ihr gleichsam keimhaft vorhanden ist und das im Laufe ihrer Arbeit an sich selbst immer mehr herauskommt" (Lit.: GA 13, S. 71 - 72). In gleicher Weise sind im Menschen zu seiner Vervollkommnung keimhaft veranlagt Buddhi und Atma. In der Sprache der Apokalypse des Johannes schafft sich der Mensch durch das Geistselbst seinen Namen, d.i. ein anfängliches selbständiges Existenzrecht in der geistigen Welt. "Wer die Prüfung besteht soll gleicherweise mit weißen Gewändern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens. Ich will mich zu seinem Namen bekennen vor dem Angesichte meines Vaters und vor seinen Engelreichen" (Off 3,5). Die Namensverewigung wird geprüft anhand des Manas, das der geistig fortgeschrittenere Mensch zu diesem Zeitpunkt (5. nachatlantische Kulturepoche = Gemeinde zu Sardes) bereits mehr, als nur keimhaft (-> Bewußtseinsseele) entwickelt hat. Das Wort "Manas" ist mit dem Wort "Manna" aus dem Neuen Testament verwandt. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" (Mt 4,4), sondern immer mehr auch von jedem "Worte (Gottes)", d.h. von geistiger Nahrung, welche das Manna darstellt und die geistig besonders satt macht. "Das Geistige ist die ewige Nahrung des Menschen" (Lit.: GA 9, S. 54).

Siehe auch

Literatur

  • Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriß (GA 13), Dornach 1996, S. 71 - 72
  • Rudolf Steiner: Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung, (GA 9), Dornach 1995, S. 54
  • Das Neue Testament, in der Übersetzung nach Emil Bock (Originalfassung), Stuttgart 1999
  • Hans-Werner Schroeder: Mensch und Engel. Die Wirklichkeit der Hierarchien, Frankfurt a. M. 1982, S. 147 - 150
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