Wissenschaftssprache

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Eine Wissenschaftssprache ist eine stark normierte und formalisierte Fachsprache, die der Kommunikation innerhalb eines spezifischen Wissenschaftsbereichs dient und in der Regel einen hohen Anteil genau definierter, häufig fremdsprachlicher Fachwörter enthält.

Als ungeschriebenes Gesetz gilt, dass man sich in den Wissenschaften einer weitesgehend nüchternen, distanzierten und logisch folgerichtigen Ausdrucksweise zu bedienen habe. Weiters besteht die Forderung nach strenger Objektivität; subjektive Einfügungen sind verpönt. Ein entscheidendes Problem ist dabei allerdings, dass jede Art von Objektivität in Wahrheit stets nur im Bezug auf einen ganz bestimmten subjektiven Ausgangspunkt festzulegen ist. Diesbezüglich wird daher zumindest Intersubjektivität gefordert. In den Naturwissenschaften bedeutet das de facto, dass implizit nur eine reduktionistisch-physikalistische Betrachtungsweise als wissenschaftlich vertretbar zugelassen wird, die sich ausschließlich auf physisch konstatierbare Tatsachen und eine weitgehend materialistisch-mechanistische Erklärungsweise beschränkt. Dieser Ansatz ist allerdings gerade in der modernen Physik, namentlich in der Quantenphysik, die die Grenzen des materialistisch-mechanistischen Weltbildes längst gesprengt hat, mehr als problematisch geworden. Darauf haben u.a. Hans-Peter Dürr, Daniel Dahm und Rudolf zur Lippe in ihrem 2005 veröffentlichten und vielbeachteten Potsdamer Manifest 2005 nachdrücklich hingewiesen.

Siehe auch