Wurzelrassen

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Ehe die eigentliche Erdenentwicklung beginnen konnte, wurden der alte Saturn-, der alte Sonnen- und der alte Mondenzustand (siehe -> Weltentwicklungsstufen) in abgekürzter Form wiederholt. Die Erdenentwicklung im engeren Sinn begann erst danach und gliedert sich in 7 Wurzelrassen, wobei der Begriff "Rasse" hier nur im übertragenen Sinne aufgefaßt werden darf. Denn, wenn "Rasse" eine spezifische Gestaltung des physischen Leibes bezeichnet, so kann frühestens seit der späteren Lemuria von alleranfänglichsten Rassen gesprochen werden, denn erst seit dieser Zeit war der Mensch überhaupt auf Erden verkörpert. Besondere Bedeutung erlangt der Rassebegriff erst auf der alten Atlantis, die vorwiegend der geregelten Rassebildung diente. Die dort erreichte Teilung der Menschheit in einzelne Rassen wirkt bis in die Gegenwart fort, wird aber künftig immer unbedeutender werden. Statt von Wurzelrassen sollte man daher besser von großen menschheitlichen und erdgeschichtlichen Entwicklungsepochen sprechen. Tatsächlich hat Rudolf Steiner diese noch aus der Theosophischen Gesellschaft stammende Terminologie später kaum mehr benutzt. In seiner Geheimwissenschaft im Umriß (Lit.: GA 13) und in den Berichten Aus der Akasha-Chronik (Lit.: GA 11) hat Rudolf Steiner diese Erdzustände ausführlich besprochen, so daß hier eine kurze Übersicht genügen mag:

  1. Polarier
  2. Hyperboräer (Austritt der Erde aus der Sonne)
  3. Lemurier (Mondenaustritt)
  4. Atlantier (mit der Sündflut geht die Atlantis unter)
  5. Arier (die 7 "Gemeinden" der nachatlantischen Zeit)
  6. Sechste Wurzelrasse (Zeit der 7 Siegel; Wiedereintritt des Mondes)
  7. Siebente Wurzelrasse (Zeit der 7 Posaunen; Wiedervereinigung mit der Sonne)

In der polarischen Zeit waren Erde und Mond noch mit der Sonne vereinigt, es ist also die eigentliche Sternenzeit der Erde. Erst in der darauffolgenden hyperboräischen Entwicklungstufe löste sich die Erde aus dem Sonnenkörper heraus, und seit der lemurischen Epoche, in der auch der Mond aus der Erde ausgestoßen wurde, begann sich die Erde zu verfestigen und der Grundstein zu den späteren Kontinenten wurde gebildet, die geologische Entwicklung der Erde konnte beginnen. Jetzt waren auch erst die Bedingungen gegeben, daß der Mensch den festen Boden betreten konnte.

Erst seit der lemurischen Zeit können wir von der irdischen Verkörperung des Menschen sprechen. Allerdings war der physische Menschenleib anfangs noch so weich bildsam, daß keine Rassen entstehen konnten; vielmehr paßte sich der Mensch körperlich den wechselnden Erdenbedingungen sehr schnell an. Dieser Zustand hielt sich bis in die atlantische Zeit hinein, aber nach und nach verhärtete sich der Menschenleib immer mehr. Er blieb zwar noch bildsam genug, um von den regionalen rassebildenden Kräften durchformt zu werden, war aber auch bereits genügend versteift, um diese Formen längerfristig beizubehalten. Die Vererbungskräfte Jahves haben dabei die wesentliche Rolle gespielt.

Seit der beginnenden nachatlantischen Zeit war der physische Leib des Menschen bereits so ungefügig geworden, daß er von den rassebildenden Kräften unmittelbar kaum mehr erreicht werden konnte. Die gegenwärtigen fünf Hauptrassen entstanden vielmehr durch geeignete Mischung der ursprünglichen 7 atlantischen Rassen, woran allerdings die Rassegeister, die auf der Atlantis noch unmittelbar formend gewirkt hatten, entscheidend beteiligt waren. Mittlerweile haben sich aber auch diese Kräfte erschöpft, und die Vermischung der heutigen Rassen führt nicht mehr zu neuen Rassen, sondern löst allmählich die bestehenden auf. Die künftige Menschheit wird nicht mehr von den Naturkräften, sondern von den individuellen Geisteskräften geprägt sein.

Die Scheidung der Geister in eine gute und eine böse Rasse, wie sie Johannes in der Apokalypse schildert, hat bereits begonnen. Im Krieg aller gegen alle wird unsere nachatlantische Epoche zugrunde gehen und die Zeit der 7 Siegel wird beginnen. Wenn das 6. Siegel geöffnet werden wird, so berichtet Johannes, wird sich die Erde wieder mit dem Mond vereinigen und die Menschheit wird in den ätherischen Zustand übergehen:

"Da erhob sich ein großes Erdbeben. Und die Sonne wurde schwarz wie ein härenes Trauergewand, und der volle Mond wurde blutrot, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum im heftigen Wehen des Windes seine unreifen Früchte abschüttelt. Und der Himmel wich zurück wie eine sich zusammenrollende Buchrolle." (Apo 6, 12, übersetzt von E.Bock)

Auf der alten Lemuria, als der Mond die Erde verließ, betrat der Mensch die physische Erde, zur Zeit der 6. Wurzelrasse, wenn sich der Mond wieder mit dem Erdenkörper verbinden wird, darf er sie wieder verlassen. Dann werden die versiegelten Hundervierundvierzigtausend auferstehen, die das Siegel der Lebensbildekräfte auf ihrer Stirn tragen, und die große Schar in den weißen Gewändern, die ätherische Menschheit, wird erscheinen:

"Danach sah ich: Siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen und Rassen und Sprachen." (Apo 7,9)

Dann wird sich, was den regelmäßig fortgeschrittenen Teil der Menschheit betrifft, die einige Menschheit jenseits aller Rassen, Völker und Einzelegoismen verwirklicht haben, eine ätherische Menschheit von engelgleicher Reinheit.

In der darauf folgenden Erdentwicklungsperiode, die Johannes durch die 7 Posaunen kennzeichnet, wird sich die Erde wieder mit der Sonne vereinigen. Den Keim zu dieser Entwicklung hatte der große Sonnengeist, Christus, mit dem Mysterium von Golgatha gelegt. Mit der Ausgießung der 7 Zornesschalen wird die Erde wieder in den astralen Zustand übergehen und die künftige Erdenverkörperung, der neue Jupiter wird vorbereitet werden.

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Chronik, GA 11 (1986)
  2. Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriß, GA 13 (1989)
  3. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik (GA 93a), insbesondere S. 229
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.
  • Adolf Baumann: ABC der Anthroposophie, ISBN 3-7214-0688-5;
  • Dankmar Bosse: Die gemeinsame Evolution von Erde und Mensch. Entwurf einer Geologie und Paläontologie der lebendigen Erde, ISBN 3-7725-1593-2;
  • Andreas Delor: Kampf um Atlantis. Ein Beitrag zur anthroposophischen Atlantis-Diskussion, ISBN 3-924391-30-0;
  • Gisela Gorrissen: Astrosophie des Tierkreises und der Planeten. Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Kosmos und Erde, ISBN 3-8251-7254-6
  • Caroline von Heydebrand: Vom Lehrplan der Freien Waldorfschule,ISBN 3772502008
  • Martin Freksa: Das verlorene Atlantis. Die Geschichte der Auflösung eines alten Rätsels, ISBN 3-86150-301-8
  • Murry Hope: Atlantis. Legende, Mythos und Wirklichkeit des versunkenen Kontinents, ISBN 3-453-14783-9;
  • Hans-Jürgen Bader/Manfred Leist/Lorenzo Ravagli: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Antisemitismusvorwurf, ISBN 3-7725-1916-4;
  • Hans-Jürgen Bader/Lorenzo Ravagli: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Rassismusvorwurf, ISBN 3-7725-1917-2

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