Zaddik

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Ein Zaddik (hebr. צדיק, „Rechtschaffener“ oder „Gerechter“), ist ein religiöser Titel für einen hoch angesehenen, als heilig oder moralisch herausragend geachteten Mann im Chassidismus.

Im Alten Testament (Tanach) ist ein Zaddik ein rechtschaffener Mann, im Talmud und Midrasch einer, der in der Frage der Gerechtigkeit mehr tut als Gottes Gesetze verlangen. Von ihm heißt es:

„Wenn der Sturm daherbraust, ist der Frevler verloren, der Gerechte ist fest gegründet für immer.“

Spr 10,25 EU

Schon im Mittelalter wurde die Bezeichnung Zaddik als eine Ehrenbezeichnung für besonders fromme Juden geführt, denen eine besondere Beziehung zu Gott nachgesagt wurde. Im ursprünglich osteuropäischen Chassidismus wurde ein Zaddik als Vermittler zwischen Gott und den Menschen betrachtet. Man hielt Versammlungen bei ihm, er fungierte als Ratgeber, vollbrachte Wunder und war berechtigt, Unterstützung von seiner Gemeinde zu empfangen. In der Zeit der Ausbildung des Chassidismus wurde die Würde eines Zaddik erblich und es bildeten sich Dynastien aus.

Literatur

  • R. Mach: Der Zaddik in Talmud und Midrasch. Frankfurt/Main 1957.
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