Albert Steffen

Aus AnthroWiki
Version vom 13. August 2017, 03:03 Uhr von Joachim Stiller (Diskussion | Beiträge) (Weblinks)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Albert Steffen
Albert Steffen.jpg

Albert Steffen (* 10. Dezember 1884 in Wynau, Kanton Bern; † 13. Juli 1963 in Dornach) war ein Anthroposoph und Literat.

Leben

Albert Steffen wurde in Wynau im Kanton Bern in der Schweiz als Sohn eines Landarztes geboren. Mit fünf Jahren verlor er seinen um zwei Jahre älteren Bruder. Mit vierzehn kam er nach Bern, um die Aufnahmeprüfung in das Gymnasium zu bestehen; er fiel zunächst durch und gelangte nur in die unterste Klasse, bestand jedoch das Abitur. In Lausanne studierte er ab 1904/05 auf Wunsch des Vaters, der ihm seine Arztpraxis übergeben wollte, Medizin. In Auseinandersetzung mit dem Medizinstudium gerät Steffen in eine existentielle Krise, in deren Verlauf er 1906 nach Berlin zieht.

Hier bietet er Samuel Fischer seinen ersten Roman Ott, Alois und Werelsche an, der auch verlegt wird. 1907 hört er in Berlin den ersten Vortrag Rudolf Steiners, begegnet ihm jedoch erst drei Jahre später in München, wo er zwischen 1908 und 1920 lebt. Hier entstehen auch die Romane Bestimmung der Roheit (1912), Die Erneuerung des Bundes (1913), Der rechte Liebhaber des Schicksals (1916) und Sibylla Mariana (1917), die alle vom Berliner S. Fischer Verlag veröffentlicht werden.

In seiner Münchner Zeit lernt Albert Steffen auch den Maler Stanislaus Stückgold und seine Frau Elisabeth kennen, deren Tochter halbseitig gelähmt ist. 1920 geht Elisabeth Stückgold nach Dornach, um von Rudolf Steiner Rat für die Tochter zu erbitten, und Albert Steffen folgt ihr ein Jahr später. Dort übernimmt er auf Wunsch Steiners die Redaktion der neugegründeten Wochenschrift «Das Goetheanum».

Zur Jahreswende 1923/24 ernennt Steiner Albert Steffen zum stellvertretenden Vorsitzenden der Anthroposophischen Gesellschaft. Durch die immer engere Verbindung Steffens mit der Anthroposophie werden seine Werke ab 1919 nicht mehr vom S. Fischer Verlag herausgegeben, worauf Steffen 1928 einen eigenen Verlag, den Verlag für schöne Wissenschaften, gründet.

1925, nach Rudolf Steiners Tod, wird er Vorsitzender der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. 1933 stirbt Stanislaus Stückgold und Albert Steffen heiratet 1935 Elisabeth Stückgold († 1961).

Albert Steffen starb am Samstag, den 13. Juli 1963, im Alter von 79 Jahren.

Werke

Dramen

  1. Der Auszug aus Ägypten - Die Manichäer, Zwei Dramen (1916);
  2. Das Viergetier (1920);
  3. Hieram und Salomo (1925);
  4. Der Chef des Generalstabs (1927);
  5. Der Sturz des Antichrist (1928);
  6. Das Todeserlebnis des Manes (1934);
  7. Adonis-Spiel / Eine Herbstesfeier (1935);
  8. Friedenstragödie (1936);
  9. Fahrt ins andere Land (1938);
  10. Pestalozzi (1939);
  11. Märtyrer (1942);
  12. Ruf am Abgrund (1943);
  13. Karoline von Günderode, Einbandzeichnung von Albert Steffen (1946)
  14. Barrabas (1949);
  15. Alexanders Wandlung (1953);
  16. Lin (1957).

Romanähnliche Werke

  1. Lebensgeschichte eines jungen Menschen (1928);
  2. Wildeisen (1929);
  3. Sucher nach sich selbst, Einbandzeichnung von Albert Steffen (1931);
  4. Aus Georg Archibalds Lebenslauf (1950);
  5. Oase der Menschlichkeit (1954);
  6. Altmanns Memoiren (1956);
  7. 33 Jahre (1959);
  8. Mission der Poesie (1962).

Gedichtbände

  1. Wegzehrung (1921);
  2. Gedichte, Einbandzeichnung von Albert Steffen (1931);
  3. Der Tröster, Einbandzeichnung von Albert Steffen (1935);
  4. Passiflora / Ein Requiem für Felicitas, Einbandzeichnung von Albert Steffen (1939);
  5. Wach auf, Du Todesschläfer! (1941);
  6. Epoche (1944);
  7. Spätsaal (1947);
  8. Am Kreuzweg des Schicksals (1952);
  9. Krankheit nicht zum Tode (1955);
  10. Steig auf den Parnass... (1960);
  11. Im Sterben auferstehen (1964)

Essays

  1. Die Krisis im Leben des Künstlers (1922);
  2. Der Künstler zwischen Westen und Osten (1925);
  3. Der Künstler und die Erfüllung der Mysterien (1928);
  4. Begegnungen mit Rudolf Steiner, Mit einem Bildnis Rudolf Steiners (1926; erweitert 1955);
  5. Mani / Sein Leben und seine Lehre, Einbandzeichnung von Albert Steffen (1930/ 1965);
  6. Goethes Geistgestalt (1932/ 1970);
  7. Dramaturgische Beiträge zu den schönen Wissenschaften;
  8. Lebensbildnis Pestalozzis (1939/ 1965);
  9. Conrad Ferdinand Meyers Lebendige Gestalt (1937/ 1965);
  10. Frührot der Mysteriendichtung (1940);
  11. Geistige Heimat (1941);
  12. Krisis, Katharsis, Therapie im Geistesleben der Gegenwart (1944);
  13. Vorhut des Geistes (1945);
  14. Wiedergeburt der schönen Wissenschaften (1946);
  15. Mysterienflug (1948);
  16. Geist-Erkenntnis / Gottes-Liebe (1949);
  17. Zu den Farbfenstern des Goetheanum (1953);
  18. Brennende Probleme (1956);
  19. Dichtung als Weg zur Einweihung (1960);

Weblinks

Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Albert Steffen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.