Lory Maier-Smits

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Lory Maier-Smits

Eleonore Clara Maria Lory Maier-Smits (geb. Smits; * 6. März 1893 in Höntrop; † 19. September 1971 in Laufenburg am Rhein) war die Tochter der Anthroposophin Clara Smits. Sie war die erste Eurythmistin (Darstellerin und Lehrerin) und wurde durch Rudolf Steiner ausgebildet. Nach ersten Ansätzen über diese neue Bewegungskunst durch Rudolf Steiner ab 1908 entwickelte Lory Maier-Smits gemeinsam mit Rudolf Steiner die Eurythmie zwischen 1912 und 1924.[1]

Leben

Beispielsatz zum Tanzen von Rudolf Steiner für Lory Maier-Smits. Bar-: Ruck nach oben; -bara saß: gedehnte Laute; stracks: Ruck nach unten; am Abhang: wellenförmige Bewegungen (nach Beltle/Vierl)[2]

Am 15. Dezember 1911 fand ein Gespräch zwischen Clara Smits und Rudolf Steiner statt, mit der Bitte, für ihre Tochter Lory einen geeigneten Beruf vorzuschlagen. [3]

Ab dem 30. März 1912 war Lory Smits Mitglied der Theosophischen Gesellschaft.

Ab 16. September 1912 gab Steiner in Bottmingen neun Unterrichtsstunden in Eurythmie für Marie von Sivers, Mieta Waller und Lory Maier-Smits. Steiner trug dabei auf, vorwärts und rückwärts Alliterationen zu schreiten und dabei auf die alliterierenden Taktteile einen kräftigen Schritt, bei denjenigen ohne alliterierenden Konsonanten eine gefällige Armbewegung zu machen.

Am 24. Sept 1912, am Ende der Unterweisungen, wurde der Begriff Eurythmie durch Marie von Sivers eingeführt. Am 26. April 1913 fand die erste Eurythmie-Darbietung in Düsseldorf durch Lory Smits statt, in Anwesenheit von Rudolf Steiner, Annemarie Donath, Erna Wolfram und ihre Geschwister. Die erste öffentliche Eurythmieaufführung wurde erstmals während der Aufführung des vierten Mysteriendramas 1913 in München aufgeführt. Eine interne Eurythmieaufführung vor Mitgliedern fand am 28. August 1913 in München von Erna van Deventer-Wolfram, Lory Maier-Smits und L. Stahlbusch statt. Es folgten regelmäßige Eurythmievorführungen, u. a. jede Woche[4] in der Schreinerei am Goetheanum vor Vorträgen Rudolf Steiners. Ab 1915 wurden Szenen aus Goethes "Faust" und aus den Mysteriendramen mit Rudolf Steiners Hilfe eurythmisch-dramatisch gestaltet und zur Aufführung gebracht.[5] Im Oktober 1913 erteilte Lory Smits acht jungen Frauen den ersten Eurythmie-Ausbildungskurs in Düsseldorf. Ab Juni 1914 folgte der erste Eurythmie-Unterricht durch Lory Smits. In der Zeit zwischen dem 18. August und dem 11. September 1915 fand ein Kurs von Rudolf Steiner für die vier zu dieser Zeit tätigen Eurythmielehrerinnen statt. Am 24. Februar 1919 fand in Zürich die erste öffentliche Eurythmie-Aufführung im Pfauentheater statt. Am 31. Mai 1917 heiratete sie Alfred Maier und brachten drei Kinder zur Welt, Anna-Sophia, Johanna Maria und Johannes Immanuel. In der Zeit des Dritten Reiches wurden ihr Eurythmie-Aufführungen in Deutschland verboten. Ende der 60er Jahre kam es zu einem Comeback[6] Am 19. September 1971 starb Lory Maier-Smits und fand ihre letzte Ruhestätte in Laufenburg/Rhein. In den 70er und 80er Jahren war sie nachträglich recht beliebt, vor allem durch Else Klink in Stuttgart (Else Klink war von 1935 bis 91 Leiterin des Eurythmeum Stuttgart, der ersten von Marie Steiner 1923 begründeten Ausbildungsstätte für Eurythmie[7])

Literatur

  • Magdalene Siegloch: How the New Art of Eurythmy Began: Lory Maier-Smits, the First Eurythmist, Temple Lodge Publishing, ISBN 0904693902
  • Magdalene Siegloch: Lory Maier-Smits, Verlag am Goetheanum (1993), ISBN 3723506895
  • Rudolf Steiner: Die Entstehung und Entwicklung der Eurythmie, GA 277A, Rudolf Steiner Verlag, ISBN 3-7274-2775-2

Einzelnachweise

  1. http://wiki.anthroposophie.net/Eurythmie
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Eurythmie
  3. http://michaelzweig.wordpress.com/4/
  4. http://www.bewegteworte.ch/marie_steiner.htm
  5. http://www.anthromedia.net/uploads/media/AM_Eurythmie.pdf/
  6. http://faust.goetheanum-buehne.ch/853.html
  7. http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=193
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