Wala Heilmittel

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WALA Heilmittel GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1935
Sitz Bad Boll, Deutschland
Leitung Johannes Stellmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung
Mitarbeiter > 800 (2013)
Umsatz 112 Mio. EUR (2012)
Branche Pharma und Kosmetik
Website www.wala.de

Die Wala Heilmittel GmbH (kurz: Wala) ist ein von Dr. Rudolf Hauschka im Jahr 1935 begründetes deutsches Unternehmen, das nach den Erkenntnissen der anthroposophischen Weltanschauung Arznei- und Heilmittel (etwa 1000 Produkte) und Kosmetik (etwa 100 Produkte) herstellt. Der Name WALA leitet sich aus den Initialen der Verfahrensweisen WärmeAsche, LichtAsche ab.

Siehe auch: Anthroposophisch erweiterte Medizin

Produkte und Marken

Zu dem Unternehmen Wala Heilmittel GmbH gehören die Marken:

  • Wala Arzneimittel
  • Dr. Hauschka Kosmetik
  • WalaVita

Die WALA Arzneimittel werden in Apotheken, die nicht apothekenpflichtigen Arzneimittel auch in Bioläden verkauft; Dr.Hauschka Kosmetik und WalaVita ist in Bioläden, Reformhäusern, bei Dr.Hauschka Naturkosmetikerinnen und in Apotheken zu kaufen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in über 30 Ländern.

Unternehmensgeschichte

In den 1920er Jahren suchte der Chemiker Hauschka nach neuen Formen der Arzneimittelzubereitung und kam in Kontakt mit dem Begründer der Anthroposophie, Dr. Rudolf Steiner. Auf dessen Hinweis: "Studieren Sie die Rhythmen, Rhythmus trägt Leben" gelang es Hauschka, einen rhythmischen Herstellungsprozess zu entwickeln, mit dem er einen über 30 Jahre haltbaren wässrigen Pflanzenauszug fertigen konnte, ohne dabei die traditionelle Konservierung mit Alkohol verwenden zu müssen (Rosen, 1929).

Auf der Basis dieses Verfahrens stellte Hauschka mit großem Erfolg Arzneimittel her und gründete 1935 das erste WALA Laboratorium in Ludwigsburg. In dieser Zeit wurden die bis heute geltenden Unternehmensgrundsätze formuliert, darunter die Gewährleistung des Landschafts- und Naturschutzes, die Pflege und Erhaltung der Artenvielfalt, die "Gestaltung des Arbeitslebens durch Partnerschaft" sowie die "Auflösung des Gegensatzes von Arbeit und Kapital".

Wegen Verbot der Anthroposophie im Dritten Reich und Gestapo-Haft Hauschkas musste das WALA Laboratorium 1941 schließen.

1947 eröffnete Hauschka nach dem Krieg die WALA erneut, damals auf dem Gelände des biologisch-homöopathischen Krankenhauses in Höllriegelskreuth bei München, das bis 1950 von Dr. med. Margarethe Hauschka-Stavenhagen geleitet wurde. 1950 zog das Unternehmen nach Eckwälden bei Bad Boll um.

Zum 1. Januar 1953 wandelten Dr. Rudolf Hauschka, die Ärztin Dr. Margarethe Hauschka-Stavenhagen, die Laborleiterin Maja Mewes und den Kaufmann Max Kaphahn die WALA in eine Offene Handelsgesellschaft (OHG), die WALA-Heilmittellaboratorium Dr. R. Hauschka OHG um, die 1979 in eine Besitzgesellschaft (WALA-Heilmittel Dr. Hauschka OHG) und eine Betriebsgesellschaft (WALA-Heilmittel GmbH) aufgespalten wurde.

Ab 1967 wurde die Kosmetik-Produktlinie durch Elisabeth Sigmund aufgebaut.

1986 wurde die WALA in zwei Stiftungsunternehmen, die WALA Stiftung (100%ige Gesellschafterin der Wala Heilmittel GmbH) und die Dr.Hauschka Stiftung umgewandelt. Das Unternehmen dient dem Stiftungszweck und kann nicht wie Ware ge- oder verkauft bzw. vererbt werden. Der Gewinn wird nur als Mittel zum Zweck, nicht als Zweck des Unternehmens selbst verstanden.

WALA Arzneimittel

Die WALA Arzneimittel werden aus natürlichen Substanzen gewonnen, die aus dem eigenen biologisch-dynamisch bewirtschafteten Heilpflanzengarten, kontrolliert-biologischem Anbau oder aus Wildsammlungen stammen. Durch Wärme-, Rhythmisierungs- und Potenzierungsverfahren werden die Heilsubstanzen in bewusster Handarbeit aufbereitet. Indem die Substanzen bei der Extraktion im rhythmischen Wechsel natürlichen Polaritäten wie hell-dunkel, warm-kalt oder Ruhe und Bewegung ausgesetzt werden, gelingt es, die Zersetzungsprozesse so zurückzudrängen, dass Arzneimittel zur innerlichen Anwendung ohne konservierenden Alkoholzusatz hergestellt werden können, was namentlich für die Behandlung von Kindern besonders bedeutsam ist. In enger Zusammenarbeit mit dem Ärztekreis um Ita Wegman konnte Dr. Hauschka aus den so gewonnenen wässrigen Pflanzenauszügen eine Reihe von Arzneimitteln mit überzeugender Wirkkraft entwickeln. Noch heute werden nach diesem Verfahren die Urtinkturen hergestellt, aus denen durch Potenzierung entsprechende homöopathische Arzneimittel gewonnen werden. Heute stehen etwa 900 verschiedenen WALA Arzneimittel zur Therapie chronischer und akuter Erkrankungen zur Verfügung.

Weblinks


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