Alles ist im Fluss

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Parmenides nahm „nur“ ein ontologisches Sein an… Er leugnet sowohl das Werden, als auch das Vergehen, als auch das Nicht-Sein von etwas. „Es gibt nur das Sein, aber nicht das Nichtsein…“.

Heraklit sah es genau umgekehrt: Es gibt nur ein Werden: „Alles fließt“ (panta rhei). Heraklit hätte durchaus mit Neale Donald Walsch sagen können: „Es gibt im ganzen Weltall nichts als Bewegung…

Wenn nur Parmenides die These darstellt, so stellt Heraklit ganz logisch die Antithese dar… Beide spitzen ihre Positionen in doppelter Weise zu, Und beide Positionen sind einseitig…

Die wahre Synthese von Parmenides und Heraklit fand ich nun in dem Satz „Alles ist im Fluss“. Dieser Satz wird einem Schüler von Heraklit zugeschrieben… Hier erkennt man die wahre Synthese aus Parmenides und Heraklit, aus einem einseitigen „Es gibt nur das Sein“ und dem ebenfalls einseitigen „Alles fließt“…

Alles ist im Fluss bezieht sich hingegen sowohl auf das Sein der Dinge, wie auch auf das Werden, nämlich dem in der Zeit…

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Alles ist "im" Fluss… Im Fluss der Zeit…

Literatur