Edelweiß (Leotopodium)

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Edelweiß
Edelweiss auf der Kanisfluh Hanno Thurnher Cinedoku Vorarlberg.JPG

Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. alpinum) auf der Kanisfluh in Vorarlberg

Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Edelweiß
Leontopodium
R.Br. ex Cass.

Die Edelweiß-Arten (Leontopodium) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Einige Sorten von wenigen Arten werden als Zierpflanzen verwendet. Die medizinische Wirkung einiger Arten wurde untersucht.

Beschreibung

Leontopodium-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen aufrecht bis kriechend und erreichen je nach Art Wuchshöhen zwischen (selten nur 1 bis) 5 bis 40 cm. Bei vielen Arten sind viele Pflanzenteile weiß wollig behaart. Die wechselständig und meist spiralig am Stängel verteilten und bei vielen Arten in einer grundständigen Rosette angeordneten Laubblätter sind meist ungestielt. Die Blattspreiten sind beiderseits behaart, oft grauweiß filzig oder wollig. Der Blattrand ist glatt und flach.

Einzeln oder zu dritt bis etwa zu 20-fach sitzen körbchenförmige Teilblütenstände in einem endständigen trugdoldigen Blütenstand zusammengefasst. Der Gesamtblütenstand ist von einem sternförmigen Kranz ausgebreiteter, weiß-wollig behaarter Hochblätter umgeben, die sich meist in Farbe und Größe von den Laubblättern unterscheiden. Die Blütenkörbchen besitzen häutige, bräunliche, transparente Hüllblätter in mehreren Reihen. Die Blütenstandsböden sind flach bis konvex. Es sind Spreublätter vorhanden. Alle Blüten sind eingeschlechtig. In den Blütenkörbchen stehen außen mehr weibliche, fertile Blüten als in der Mitte funktional männliche, fertile Blüten. Die gelben Kronröhren der weiblichen, sehr schlanken Blüten enden in drei bis vier und die der männlichen in fünf aufrechten Kronlappen. Der Griffel trägt im unteren Bereich Haare, während die zwei Griffeläste unbehaart sind.

Die kleinen Früchte sind Achänen und höchstens spärlich behaart. Der Haarkranz oder Pappus besteht aus einer Reihe an der Basis zusammenhängender Borsten. Im Tiefland kultivierte Leontopodien entwickeln nur grauweiße Blüten.

Die Chromosomensätze betragen n = 7.

Zur Systematik und zum Vorkommen siehe auch

Edelweiß auf einer Münze der Nationalbank von Kasachstan

Symbol

Nicht nur das Alpen-Edelweiß, sondern auch andere Arten sind beliebte Symbole, beispielsweise auf Münzen und Briefmarken. Es schmücken sich auch viele Gebirgsvereine im alpenländischen Raum mit dem Edelweiß.

Im Militärwesen ist das Edelweiß seit 1907 anerkanntes Symbol, erst als Abzeichen für die k.k. Gebirgstruppe der Gemeinsamen Armee (genauer k.k. Landwehr) und seit 1915 für das Deutsche Alpenkorps des Deutschen Heeres. Seit Gründung der deutschen Bundeswehr und der Neugründung des österreichischen Bundesheeres im Jahr 1955 ist es wieder an den Uniformen der Gebirgsjäger dieser Armeen zu finden.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Yousheng Chen & Randall J. Bayer: Leontopodium, S. 778 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae., Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011. ISBN 978-1-935641-07-0 (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • M. Qaiser: Asteraceae. in der Flora of Pakistan: Leontopodium - Online. (engl.)
  • Stefan Safer, Karin Tremetsberger, Yan-Ping Guo, Gudrun Kohl, Mary R. Samuel, Tod F. Stuessy, Hermann Stuppner: Phylogenetic relationships in the genus Leontopodium (Asteraceae: Gnaphalieae) based on AFLP data. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 165, 2011, S. 364–377

Weblinks

Commons-logo.png Commons: Edelweiß (Leontopodium) - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. BMLVS - Abteilung Kommunikation - Referat 3: Bundesheer - TRUPPENDIENST - Ausgabe 5/2012 - Das Edelweiß - Alpenblume mit Symbolkraft. Abgerufen am 13. Mai 2017.


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Edelweiß (Leotopodium) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.