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	<title>AnthroWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Toleranz&amp;diff=621597</id>
		<title>Toleranz</title>
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		<updated>2025-03-24T13:04:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Toleranz&#039;&#039;&#039; (von [[Latein|lat.]] &#039;&#039;tolerare&#039;&#039;, „ertragen, erdulden“) bzw. &#039;&#039;&#039;Duldsamkeit&#039;&#039;&#039; gegenüber anderen [[wissenschaft]]lichen, [[Kunst|künstlerischen]], [[Religion|religiösen]] und allgemein [[mensch]]lichen [[Meinung]]en, [[Überzeugung]]en und ganzen [[Weltanschauung]]en ist eine berechtigte und notwendige [[Ethik|ethische]] und [[recht]]liche Grundforderung des gegenwärtigen [[Bewusstseinsseelenzeitalter]]s und eine unabdingbare Voraussetzung jeder zeitgemäßen [[Geistesschulung]]. Jede Form von &#039;&#039;&#039;Intoleranz&#039;&#039;&#039; ist für die [[Individuum|individuelle]] und [[gesellschaft]]liche Entwicklung schädlich. Toleranz bzw. Duldsamkeit sind ein wesentlicher Bestandteil der [[Dritte Nebenübung|dritten Nebenübung]] („[[Gelassenheit]]“ bzw. „[[Gleichmut des Gefühls]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ein erster Grundsatz, der gewonnen&lt;br /&gt;
werden soll, ist der alte, schöne Grundsatz des griechischen Weisen:&lt;br /&gt;
Wer zur Wahrheit kommen will, darf der eigenen Meinung nicht&lt;br /&gt;
achten. - Daher werden Sie die Erfahrung machen, daß derjenige,&lt;br /&gt;
der wirklich auf geisteswissenschaftlichen Wegen erfahren ist, sagt:&lt;br /&gt;
Ja, mit Meinungen kann ich nicht dienen; ich kann Beschreibungen&lt;br /&gt;
geben von Erfahrungen, nicht Regulationsprinzipien, keine Postulate&lt;br /&gt;
des Handelns, und solche Beschreibungen sollen als Lehren einfließen&lt;br /&gt;
in die Theorie der Geisteswissenschaft. - Meinungen und&lt;br /&gt;
Standpunkte muß sich der Geisteswissenschafter abgewöhnen. Er&lt;br /&gt;
hat keinen Standpunkt, weil alle Anschauungen sind wie Bilder, die&lt;br /&gt;
von verschiedenen Standpunkten aus entstehen, und die so verschieden&lt;br /&gt;
sind wie die Menschen, welche die Welt von den verschiedensten&lt;br /&gt;
Seiten anschauen. Von einer Seite ist das Bild von materialistischer&lt;br /&gt;
Anschauung, dann von anderen Seiten von einer spirituellen,&lt;br /&gt;
einer mechanistischen, vitalistischen Anschauung. Das alles sind Anschauungen.&lt;br /&gt;
Sie nicht nur theoretisch zu erkennen, sondern so zu&lt;br /&gt;
leben mit einer Weltanschauung, daß sich alle Anschauungen wie&lt;br /&gt;
Bilder von verschiedenen Seiten ausnehmen, das ist die innere Toleranz,&lt;br /&gt;
um die es sich handelt. Es soll nicht Meinung und Meinung&lt;br /&gt;
sich bekämpfen. Dann ergibt sich die innere und aus dieser die äußere&lt;br /&gt;
Toleranz, die wir brauchen, wenn die Menschheit ihrem Heile in&lt;br /&gt;
der Zukunft entgegengehen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch muß besonderer Wert auf die Einsicht gelegt werden, daß&lt;br /&gt;
dasjenige, was an Ideen durch die anthroposophische Weltströmung&lt;br /&gt;
fließt, ein Produkt des Unpersönlichen ist. Dadurch wird man dahin&lt;br /&gt;
kommen, eines auszuschalten aus der anthroposophischen Bewegung&lt;br /&gt;
in dem Sinne, wie es in den früheren Zeiten und auch noch&lt;br /&gt;
heute da ist: [[Autorität]] im schlimmen Sinne.|108|46f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Tolerant sein, heißt in geisteswissenschaftlichem Sinne&lt;br /&gt;
noch etwas anderes, als was man gewöhnlich darunter versteht.&lt;br /&gt;
Es heißt, auch die Freiheit des Gedankens der andern&lt;br /&gt;
zu achten. Einen andern von seinem Platze wegzuschieben,&lt;br /&gt;
ist eine Rüpelhaftigkeit, wenn man aber in Gedanken dasselbe&lt;br /&gt;
tut, so fällt niemandem ein, daß dies ein Unrecht ist.&lt;br /&gt;
Wir sprechen zwar viel von der Schätzung der fremden&lt;br /&gt;
Meinung, sind aber nicht geneigt, dies für uns selbst gelten&lt;br /&gt;
zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wort hat für uns fast noch keine Bedeutung, man&lt;br /&gt;
hört es und hat es doch nicht gehört. Wir müssen aber lernen,&lt;br /&gt;
mit der Seele zuzuhören, wir müssen verstehen, die&lt;br /&gt;
intimsten Dinge mit der Seele zu erfassen. Immer ist erst&lt;br /&gt;
im Geiste vorhanden, was später im physischen Leben wird.&lt;br /&gt;
Unterdrücken müssen wir also unsere Meinung, um den andern&lt;br /&gt;
ganz zu hören, nicht bloß das Wort, sondern sogar das&lt;br /&gt;
Gefühl, auch dann, wenn sich in uns das Gefühl regen sollte,&lt;br /&gt;
daß es falsch ist, was der andere sagt. Es ist viel kraftvoller,&lt;br /&gt;
zuhören zu können, solange der andere spricht, als ihm in&lt;br /&gt;
die Rede zu fallen. Das gibt ein ganz anderes gegenseitiges&lt;br /&gt;
Verständnis. Sie fühlen dann, wie wenn die Seele des andern&lt;br /&gt;
Sie durchwärmte, durchleuchtete, wenn Sie ihr in dieser&lt;br /&gt;
Weise mit absoluter Toleranz entgegentreten. Nicht bloß&lt;br /&gt;
Freiheit der Person sollen wir gewähren, sondern völlige&lt;br /&gt;
Freiheit, ja sogar die Freiheit der fremden Meinung sollen&lt;br /&gt;
wir schätzen. Das ist nur ein Beispiel für vieles. Derjenige,&lt;br /&gt;
der dem andern ins Wort fällt, der tut von einer geistigen&lt;br /&gt;
Weltanschauung aus betrachtet etwas Ähnliches wie der,&lt;br /&gt;
welcher dem andern physisch einen Fußtritt gibt. Bringt&lt;br /&gt;
man es dazu, zu begreifen, daß es eine viel stärkere Beeinflussung&lt;br /&gt;
ist, einem andern ins Wort zu fallen, als ihm einen&lt;br /&gt;
Fußtritt zu geben, dann erst kommt man dazu, die Bruderschaft&lt;br /&gt;
bis in die Seele hinein zu verstehen, dann wird sie&lt;br /&gt;
eine Tatsache. Das ist das Große der geisteswissenschaftlichen&lt;br /&gt;
Bewegung, daß sie uns einen neuen Glauben, eine&lt;br /&gt;
neue Überzeugung von den geistigen Kräften, die von&lt;br /&gt;
Mensch zu Mensch strömen, bringt. Das ist das höhere, geistige&lt;br /&gt;
Bruderschaftsprinzip. Jeder mag sich ausmalen, wie&lt;br /&gt;
weit die Menschheit von solchem geistigem Bruderschaftsprinzip&lt;br /&gt;
entfernt ist.|54|196f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man stellt sich diese Toleranz so ungeheuer leicht vor, aber sie gehört&lt;br /&gt;
zu dem Allerschwierigsten, wenn sie sich der Mensch im höchsten&lt;br /&gt;
Sinne des Wortes erobern soll. Denn ganz leicht kann man glauben,&lt;br /&gt;
daß derjenige, der etwas anderes sagt als man selber, ein Gegner sei.&lt;br /&gt;
Leicht kann man auch die eigene Meinung mit dem verwechseln, was&lt;br /&gt;
allgemein als Wahrheit vertreten wird. Theosophisches Leben aber&lt;br /&gt;
wird blühen und die richtigen Früchte tragen für das geistige Leben&lt;br /&gt;
der Zukunft, wenn es ein umfassender Boden sein wird, auf dem wir&lt;br /&gt;
uns begegnen, in innigem Seelenverständnis begegnen nicht nur mit&lt;br /&gt;
demjenigen, der glaubt, was wir selber glauben, sondern auch mit dem,&lt;br /&gt;
der unter Umständen durch seine eigenen Erfahrungen, durch seinen&lt;br /&gt;
eigenen Lebensweg genötigt ist, vielleicht sogar scheinbar das Entgegengesetzte&lt;br /&gt;
von dem zu vertreten, was wir selber verkündigen. Eine&lt;br /&gt;
alte Moral, welche ihrer Abendröte entgegengeht, hat gelehrt, Liebe&lt;br /&gt;
und Toleranz zu üben zwischen denjenigen, welche die gleichen Gedanken&lt;br /&gt;
und Empfindungen wie wir selber haben. Theosophisches&lt;br /&gt;
Leben wird dagegen in seiner Wahrheit immer mehr und mehr in die&lt;br /&gt;
Herzen der Menschen jene viel tiefergehende Toleranz ausstrahlen,&lt;br /&gt;
welche es ermöglichen wird, daß wir uns auf dem Boden gegenseitigen&lt;br /&gt;
Verständnisses, gegenseitiger menschlicher Anregung und menschlichen&lt;br /&gt;
Zusammenlebens auch da finden, wo wir nicht von vornherein&lt;br /&gt;
in unseren Gedanken und Empfindungen übereinstimmen.|127|171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wahrheit als freies Erzeugnis des Menschengeistes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toleranz entsteht aus dem [[Bewusstsein]] und der Würdigung der [[Freiheit]] des [[Mensch]]en und aus der Einsicht, dass die [[Wahrheit]] nichts fertig Gegebenes, sondern ein frei [[individuell]] zu Schaffendes ist, wie [[Rudolf Steiner]] schon in seinem [[Philosophie|philosophischen]] Grundlagenwerk «[[Wahrheit und Wissenschaft]]» dargelegt hat. Toleranz ist damit absolut der Wahrheit verpflichtet, indem sie jedem Menschen den Freiraum zugesteht, seine eigene individuelle Wahrheit zu entwickeln:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das Resultat dieser Untersuchungen ist, dass die Wahrheit&lt;br /&gt;
nicht, wie man gewöhnlich annimmt, die ideelle&lt;br /&gt;
Abspiegelung von irgendeinem Realen ist, sondern ein freies&lt;br /&gt;
Erzeugnis des Menschengeistes, das überhaupt nirgends&lt;br /&gt;
existierte, wenn wir es nicht selbst hervorbrächten. Die&lt;br /&gt;
Aufgabe der Erkenntnis ist nicht: etwas schon anderwärts&lt;br /&gt;
Vorhandenes in begrifflicher Form zu wiederholen, sondern&lt;br /&gt;
die: ein ganz neues Gebiet zu schaffen, das mit der&lt;br /&gt;
sinnenfällig gegebenen Welt zusammen erst die volle&lt;br /&gt;
Wirklichkeit ergibt. Damit ist die höchste Tätigkeit des&lt;br /&gt;
Menschen, sein geistiges Schaffen, organisch dem&lt;br /&gt;
allgemeinen Weltgeschehen eingegliedert. Ohne diese&lt;br /&gt;
Tätigkeit wäre das Weltgeschehen gar nicht als in sich&lt;br /&gt;
abgeschlossene Ganzheit zu denken. Der Mensch ist dem&lt;br /&gt;
Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger &lt;br /&gt;
Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich&lt;br /&gt;
wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht,&lt;br /&gt;
sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das&lt;br /&gt;
Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des&lt;br /&gt;
Universums.|3|11f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich lässt sich der [[Begriff]] der Wahrheit nur im [[Subjekt]] und [[Objekt]] übergreifenden [[individuell]]en Bezug auf die [[Wirklichkeit]] sinnvoll formulieren, womit aber keineswegs ein willkürlicher Relativismus begründet wird: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In monumentaler Weise hat [[Goethe]] den Gesichtspunkt der höchsten [[Erkenntnis]] in den Worten angedeutet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Kenne ich mein Verhältnis zu mir selbst und zur Außenwelt, so heiß&#039; ich&#039;s Wahrheit. Und so kann jeder seine eigene Wahrheit haben, und es ist doch immer dieselbige.» Jeder hat seine eigene Wahrheit: weil jeder ein individuelles, besonderes Wesen neben und mit anderen ist. Diese anderen Wesen wirken auf ihn durch seine Organe. Von dem individuellen Standpunkte aus, auf den er gestellt ist, und je nach der Beschaffenheit seines Wahrnehmungsvermögens bildet er sich im Verkehr mit den Dingen seine eigene Wahrheit. Er gewinnt sein Verhältnis zu den Dingen. Tritt er dann in die Selbsterkenntnis ein, lernt er sein Verhältnis zu sich selbst kennen, dann löst sich seine besondere Wahrheit in die allgemeine Wahrheit auf; diese allgemeine Wahrheit ist in allen dieselbige.|7|33f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keine Toleranz mit dem Bösen und der Lüge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toleranz bedeutet eben deshalb keineswegs die Toleranz mit dem [[Das Böse|Bösen]] oder der [[Lüge]], weil diese den Menschen seiner individuellen Wahrheit entfremden. Aber sie verurteilt deshalb nicht den Menschen, sondern sie erkennt das Böse und die Lüge als eine Wirkung der [[Widersacher]] - eine Fähigkeit, die sich der Mensch im [[Leben zwischen Tod und neuer Geburt]] zwangsläufig erwirbt, die sich aber der [[Geistesschüler]] schon im irdischen Dasein nach und nach erringen muss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir uns das so recht vergegenwärtigen, so werden wir erkennen,&lt;br /&gt;
daß der Mensch noch etwas anderes ist als das Wesen, das wir&lt;br /&gt;
oftmals in unserer Kritik aus ihm machen. Würden wir schon in der&lt;br /&gt;
physischen Welt die Fähigkeit haben, immer zu sehen, wie das Luziferische&lt;br /&gt;
und Ahrimanische im Menschen wirkt, wir würden ganz&lt;br /&gt;
anders die Menschen beurteilen. Nicht, daß wir vielleicht oftmals&lt;br /&gt;
weniger kritisch wären, denn wir müssen ja, wenn wir unser Urteil&lt;br /&gt;
ablenken vom Menschen, zwar nicht den Menschen, aber Luzifer und&lt;br /&gt;
Ahriman bekämpfen. Aber den Menschen gegenüber als Menschen&lt;br /&gt;
würden wir unendlich toleranter sein. Diese Toleranz übt derjenige,&lt;br /&gt;
der im seelischen Leben lebt in dem Zeitlaufe zwischen dem Tod und&lt;br /&gt;
einer neuen Geburt sowohl gegen diejenigen Wesen, die mit ihm in der&lt;br /&gt;
geistigen Welt sind, wie auch gegenüber denjenigen Wesen, welche&lt;br /&gt;
hier als Menschen noch im physischen Leben verkörpert sind. Und es&lt;br /&gt;
gehört einfach zum Wesen desjenigen, der durch die Pforte des Todes&lt;br /&gt;
gegangen ist, daß er sich diese Toleranz aneignet, daß er immer durchschaut:&lt;br /&gt;
diesen oder jenen Anteil an einem Menschen haben Luzifer&lt;br /&gt;
oder Ahriman. Er sagt nicht: Das ist ein schlechter Mensch, der bösen&lt;br /&gt;
Lüsten folgt -, sondern er durchschaut: Luzifer hat an ihm soundso&lt;br /&gt;
viel Anteil. Er sagt nicht: Das ist ein neidischer Mensch -, sondern er&lt;br /&gt;
sagt: Ahriman hat soundso viel Anteil an ihm. - So urteilt derjenige,&lt;br /&gt;
der da oben lebt zwischen Tod und Geburt, da das zu seinem Wesen&lt;br /&gt;
gehört, wie es zu unserem Wesen gehört, wenn wir naturgemäß gesund&lt;br /&gt;
sind, gesunde Augen zu haben.|168|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soll man sich aller Kritik enthalten? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es liegt folgende Frage vor: «Oft wird behauptet, daß sich&lt;br /&gt;
derjenige aller Kritik enthalten solle, der eine Schulung im&lt;br /&gt;
geheimwissenschaftlichen Sinne durchmacht. Ist damit auch&lt;br /&gt;
jede gerechte Kritik wirklicher schlechter Taten von Menschen&lt;br /&gt;
gemeint? Ist es nicht vielmehr unsere Pflicht, Schäden&lt;br /&gt;
in unserer Umgebung und wo wir sonst Einfluß gewinnen&lt;br /&gt;
können, auszumerzen, damit das Bessere an die Stelle des&lt;br /&gt;
Schlechteren trete? Und sinkt ein Mensch nicht zur völligen&lt;br /&gt;
Tatenlosigkeit herab, der alles mit absoluter Gleichgültigkeit&lt;br /&gt;
betrachtet?»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist darauf zu sagen, daß die Verhaltungsmaßregeln&lt;br /&gt;
für den Geheimschüler Forderungen sind, die strengen&lt;br /&gt;
Gesetzen entsprechen. Und sie besagen als solche nur etwas&lt;br /&gt;
über den Zusammenhang zwischen der Erfüllung einer entsprechenden&lt;br /&gt;
Forderung, und dem Aufwärtssteigen des Schülers&lt;br /&gt;
in die höheren Welten. Du sollst dich der Kritik enthalten,&lt;br /&gt;
heißt: soviel du im Leben in Fällen, in welchen dich die Verhältnisse&lt;br /&gt;
zu einem Tadel, einer Verurteilung reizen, diesem&lt;br /&gt;
Reiz nicht folgst, sondern ohne alle Kritik an der Verbesserung&lt;br /&gt;
des Schädlichen, Schlechten usw. arbeitest, in demselben&lt;br /&gt;
Maße steigst du nach aufwärts. Es schließt die Enthaltung&lt;br /&gt;
von der Kritik durchaus nicht ein, daß du gleichgültig an&lt;br /&gt;
dem Schlechten, Bösen usw. vorbeigehest, und daß du alles&lt;br /&gt;
läßt, wie es ist. Man soll nur suchen, das Schlechte in demselben&lt;br /&gt;
Maße aus seinen Ursachen zu verstehen, wie man das&lt;br /&gt;
Gute versteht. Durch das Begreifen der Ursachen wird man&lt;br /&gt;
sich sogar am besten zur Arbeit für die Verbesserung rüsten.&lt;br /&gt;
Nicht das Blindmachen gegen das Übel nützt, sondern die&lt;br /&gt;
verständnisvolle Toleranz. Am klarsten drückt aus, was darüber&lt;br /&gt;
zu sagen ist, der dritte von den vier ersten Sprüchen in&lt;br /&gt;
«Licht auf den Weg»: «Ehe vor den Meistern kann die&lt;br /&gt;
Stimme sprechen, muß das Verwunden sie verlernen.» Das&lt;br /&gt;
heißt, Wesen einer höheren Welt sprechen zu dem Menschen&lt;br /&gt;
nur, wenn sich seine Worte das lieblose Verletzen, den Tadel,&lt;br /&gt;
der zu schmerzen oder zu betrüben geeignet ist, ganz abgewöhnt&lt;br /&gt;
haben, und nur noch im Dienste liebevollen Umfassens&lt;br /&gt;
der ganzen Welt gesprochen werden. Und mit den&lt;br /&gt;
«Worten» sind hier auch die ungesprochenen Worte, die&lt;br /&gt;
bloßen Gedanken gemeint. In dem Bereiten von Schmerz&lt;br /&gt;
liegt das, worauf es ankommt. Der Meister und höhere Wesen&lt;br /&gt;
sprechen zu uns nicht von außen, sie benutzen als das&lt;br /&gt;
Mittel, sich mit uns zu verständigen, unsere eigenen Worte&lt;br /&gt;
und Gedanken. Der Ton ihrer Stimme dringt durch uns, und&lt;br /&gt;
geht von da durch diese Worte und Gedanken nach außen in&lt;br /&gt;
die Welt. Und nur, wenn er diesen Weg offen und ohne Hemmung&lt;br /&gt;
findet, wird er für uns hörbar. Worte und Gedanken,&lt;br /&gt;
die Schmerz bereiten, sind wie spitzige Pfeile, die von uns&lt;br /&gt;
ausgehen. Und an der Spitze findet der Ton des Meisters ein&lt;br /&gt;
Hemmnis; er prallt zurück und bleibt unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
Worte und Gedanken aber, die von Liebe gestaltet sind, öffnen&lt;br /&gt;
sich wie Blumenkronen nach außen, die sanft die anderen&lt;br /&gt;
Wesen umschließen; und bei ihnen findet des Meisters Stimme&lt;br /&gt;
den Weg offen, um in die Welt zu dringen. Nur dadurch wird&lt;br /&gt;
sie für uns hörbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: ist man aber genötigt, Schmerz zu bereiten, hat&lt;br /&gt;
man etwa gar die Verpflichtung als Richter oder Kritiker,&lt;br /&gt;
dann gilt das Gesetz nicht minder. Auch der Schmerz, zu dem&lt;br /&gt;
man verpflichtet ist, hemmt die Entwickelung. Man muß die&lt;br /&gt;
Sache dann als sein Karma ansehen. Denn wollte man sich&lt;br /&gt;
der Verpflichtung entziehen, um die eigene Entwickelung zu&lt;br /&gt;
fördern, so würde man aus Selbstsucht handeln, und dadurch&lt;br /&gt;
hielte man die Entwickelung in den meisten Fällen mehr auf,&lt;br /&gt;
als man sie durch das Entziehen von der Schmerzbereitung&lt;br /&gt;
fördert. Unter Umständen bringt man sich am besten vorwärts,&lt;br /&gt;
wenn man in notwendigen Fällen auf die direkte&lt;br /&gt;
Beobachtung einer Regel, deren Befolgung Förderung bewirkt,&lt;br /&gt;
verzichtet. Ist man Erzieher, und dadurch genötigt,&lt;br /&gt;
vielleicht fortwährend durch Strafen Schmerz zu bereiten, so&lt;br /&gt;
kann man während dieser Zeit in bezug auf obige Regel gar&lt;br /&gt;
nichts tun. Hat man dann aber den Zögling gebessert, so&lt;br /&gt;
kommt diese gute Wirkung unserem Karma und dadurch&lt;br /&gt;
doch unserer Höherentwickelung mittelbar zustatten. Die&lt;br /&gt;
Gesetze des geistigen Lebens sind unerbittlich, wenn man sie&lt;br /&gt;
aus welchen Gründen immer nicht einhält. Und sie müssen in&lt;br /&gt;
aller Strenge einfach als Geistesgesetze aufgestellt werden, ob&lt;br /&gt;
eine Möglichkeit, sie einzuhalten, vorliegt oder nicht.|34|388ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grundmaxime der freien Menschen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toleranz gründet sich letztlich auf die [[Grundmaxime der freien Menschen]], die [[Rudolf Steiner]] in seiner [[Philosophie der Freiheit]] so formuliert hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.|4|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Toleranz}}&lt;br /&gt;
[[Duldsamkeit (Nebenübung)|Duldsamkeit (Toleranz)]] als eine der sechs Eigenschaften/[[Nebenübungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wahrheit und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 3]] (1980), ISBN 3-7274-0030-7&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1978)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Lucifer – Gnosis&#039;&#039;, [[GA 34]] (1987), ISBN 3-7274-0340-3 {{Vorträge1|33}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;, [[GA 54]] (1983), ISBN 3-7274-0540-6 {{Vorträge|054}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Beantwortung von Welt- und Lebensfragen durch Anthroposophie&#039;&#039;, [[GA 108]] (1986), ISBN 3-7274-1081-7 {{Vorträge|108}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Mission der neuen Geistesoffenbarung&#039;&#039;, [[GA 127]] (1989), ISBN 3-7274-1270-4 {{Vorträge|127}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten&#039;&#039;, [[GA 168]] (1995), ISBN 3-7274-1680-7 {{Vorträge|168}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sechsgliedrige Tugendlehre|103]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethisches Prinzip]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethisches Gut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend|303]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toleranz|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liberalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Soziale Bewegung als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiheitsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ideologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Kategorie:Freiheit</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Dreigliederung des sozialen Organismus|102]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 4a Dokumente zur Philosophie der Freiheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 4 Die Philosophie der Freiheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Über die ästhetische Erziehung des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freier und Demokratischer Sozialismus|101]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Wertvorstellung|E]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie der Freiheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestimmung des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung|102]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freies Geistesleben|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethisches Gut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethisches Prinzip]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiheitsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoexistentialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriff (Wissen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Existentialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homo ludens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltethos|E]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Negative und positive Freiheit</title>
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		<updated>2025-03-24T13:02:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Negative [[Freiheit]]&#039;&#039;&#039; bezeichnet als „Freiheit &#039;&#039;von&#039;&#039;“ allgemein das Freisein von äußeren und inneren Zwängen. Davon unterschieden wird die &#039;&#039;&#039;positive Freiheit&#039;&#039;&#039;, die als „Freiheit &#039;&#039;zu&#039;&#039;“ gefasst wird. Negative und positive Freiheit können sich sowohl auf Willens- als auch auf Handlungsfreiheit beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophiegeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Gottfried Wilhelm Leibniz]] unterscheidet hinsichtlich der Handlungsfreiheit zwischen &#039;&#039;liberté de droit&#039;&#039; als Freiheit von Zwang, durch die sich der Freie vom Sklaven unterscheidet, und &#039;&#039;liberté de fait&#039;&#039; als einer positiven Freiheit, durch die sich der Kranke vom Gesunden unterscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gottfried Wilhelm Leibniz: &#039;&#039;Die Philosophischen Schriften&#039;&#039;, hrsg. v. C. J. Gerhardt. Reprint der Ausgabe Berlin 1890, Hildesheim 1978, Bd. 7, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Artikel: &#039;&#039;Freiheit&#039;&#039;, &#039;&#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&#039;&#039;, Bd. 2, 1090.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jean-Jacques Rousseau]] definiert Freiheit zunächst negativ als das Fehlen eines instinktiven Eingefügtseins des Menschen in die Natur.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jean-Jacques Rousseau: &#039;&#039;[[Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen]]&#039;&#039;, in: ders.: &#039;&#039;Schriften&#039;&#039;, hrsg. v. Hennig Ritter, Fischer Verlag, Frankfurt M. 1988, Bd. 1, S. 203f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Artikel: &#039;&#039;Freiheit&#039;&#039;, &#039;&#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie&#039;&#039;, Bd. 2, 1091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit unterscheidet [[Immanuel Kant]] zwischen negativer und positiver Freiheit (verstanden als Willensfreiheit). Für Kant ist Freiheit zuerst transzendentale Freiheit als &#039;&#039;Spontaneität&#039;&#039;, womit er das Vermögen des Menschen bezeichnet, „einen Zustand von selbst anzufangen“ bzw. einen Anfang machen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &#039;&#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&#039;&#039;, &#039;&#039;Der Antinomie Dritter Widerstreit&#039;&#039;, B 472ff., siehe auch &#039;&#039;[[Grundlegung zur Metaphysik der Sitten]]&#039;&#039;, BA 107ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die transzendentale Freiheit ist eine Idee und insofern begrifflich negativ, d.&amp;amp;nbsp;h. wir können uns dieser Freiheit weder bewusst werden noch aus der Erfahrung auf sie schließen. Auf der transzendentalen Freiheit gründet der praktische Freiheitsbegriff, der von Kant erst einmal negativ als „Unabhängigkeit der Willkür durch die Antriebe der Sinnlichkeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &#039;&#039;Kritik der reinen Vernunft&#039;&#039;, B 562ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestimmt wird. Die negative Freiheit ist die Bedingung für die positive Freiheit als das Vermögen der Vernunft, sich selbst ihre Gesetze zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &#039;&#039;[[Kritik der praktischen Vernunft]]&#039;&#039;, A 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Vermögen des Menschen, sich unabhängig von seinen Neigungen und Trieben bestimmen zu können, befähigt ihn zur sittlichen Selbstbestimmung (Autonomie).&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &#039;&#039;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten&#039;&#039;, BA 107ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kants politischer Freiheitsbegriff orientiert sich an dieser Autonomiebestimmung: Rechtliche Freiheit ist „die Befugnis, keinen äußeren Gesetzen zu gehorchen, als zu denen ich meine Beistimmung habe geben können“.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &#039;&#039;[[Zum ewigen Frieden]]&#039;&#039;, BA 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling]] kritisiert die Freiheitstheorien, die die menschliche Freiheit durch Unabhängigkeit von der Natur bestimmen wollen, und kehrt gleichsam die Fragerichtung um, indem er auch nach der Freiheit des Menschen von einem Gott fragt, dem das Prädikat der Allmacht zugesprochen wird: „Die Vertheidiger der Freiheit denken gewöhnlich nur daran, die Unabhängigkeit des Menschen von der Natur zu zeigen, die freilich leicht ist. Aber seine innere Unabhängigkeit auch von Gott, seine Freiheit auch in Bezug auf Gott lassen sie ruhen, weil dieß eben das Schwerste ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schelling&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: &#039;&#039;Stuttgarter Privatvorlesungen&#039;&#039;, in: ders.: &#039;&#039;Sämtliche Werke&#039;&#039;, hrsg. v. Karl Friedrich August Schelling, Stuttgart 1856–1861, I. Abt., Bd. VII, S. 458.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die spezifisch menschliche Freiheit definiert sich nach Schelling durch eine zweifache negative Freiheit:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Dadurch also, daß der Mensch zwischen […] der Natur und […] Gott in der Mitte steht, ist er von beiden &#039;&#039;frei&#039;&#039;. Er ist frei von Gott dadurch, dass er eine unabhängige Wurzel in der Natur hat, frei von der Natur dadurch, daß das Göttliche in ihm geweckt ist […]|Schelling|Stuttgarter Privatvorlesungen|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schelling&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Positive Freiheit ist für Schelling Religiosität, die er etymologisch von Gebundenheit her versteht und der Moralität entgegensetzt: „Religiosität“ ist die „höchste Entschiedenheit für das Rechte, ohne alle Wahl“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: &#039;&#039;[[Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit]]&#039;&#039;, in: SW I, VII, S. 392.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Schelling ist Freiheit primär Willensfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Heidegger]] nennt in seiner Vorlesung zu Schellings &#039;&#039;[[Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit|Philosophischen Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit]]&#039;&#039; fünf Freiheitsbegriffe. Er bestimmt dort negative Freiheit als „Ungebundenheit, Freiheit &#039;&#039;von&#039;&#039;“ und positive Freiheit „als Sichbinden an, libertas determinationis, Freiheit &#039;&#039;zu&#039;&#039;“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Heidegger: &#039;&#039;Schellings Abhandlung über das Wesen der menschlichen Freiheit (1809)&#039;&#039; hrsg. v. Hildegard Feick, Max Niemeyer Verlag, 2. durchgesehene Aufl. Tübingen 1995, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Isaiah Berlin]] ist negative Freiheit im Gegensatz zu positiver Freiheit ein Zustand der Freiheit, in dem keine von anderen Menschen ausgehenden Zwänge ein Verhalten erschweren oder verhindern. Das Pendant bezeichnet nach Isaiah Berlin einen Zustand der Freiheit, in dem die Möglichkeit der passiven Freiheit auch tatsächlich genutzt werden kann, oder nach noch weitergehender Auffassung einen Zustand, in dem die Möglichkeit tatsächlich genutzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Isaiah Berlin: &#039;&#039;Freiheit. Vier Versuche.&#039;&#039; ISBN 3-596-16860-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für negative Freiheit ist, wenn jemand seine Meinung frei äußern darf, ohne dass die entsprechende Person von anderen z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] daran gehindert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positive Freiheit würde beispielsweise bedeuten, dass die Kommunikationsmittel und der Zugang zu Medien zur Verfügung stehen, um eine freie Meinungsäußerung auszuüben, oder nach weitergehender Auffassung, dass die jeweilige Meinung auch tatsächlich geäußert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Negative und positive Freiheit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Charles Taylor: &#039;&#039;Negative Freiheit?&#039;&#039; Zur Kritik des neuzeitlichen Individualismus. Übersetzt von H. Kocyba. mit einem Nachwort von Axel Honneth. Frankfurt am Main 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiheit]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Nationalliberalismus&amp;diff=621593</id>
		<title>Nationalliberalismus</title>
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		<updated>2025-03-24T13:01:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Nationalliberalismus&#039;&#039;&#039; bezeichnet eine politische Haltung, die sich im 19. Jahrhundert im Streben nach individueller Freiheit ([[Liberalismus]]) und nationaler [[Souveränität]] bildete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Gall]] und [[Dieter Langewiesche]] - &#039;&#039;Liberalismus und Region&#039;&#039;, München 1995, S. 4–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zum [[Sozialliberalismus]] bildete der Nationalliberalismus den eher [[Konservatismus|konservativen]] Flügel des liberalen Milieus. Er war insbesondere in [[Deutschland]] von politischer Bedeutung, weil die anderen europäischen Länder mit größeren liberalen Parteien ihre Nationwerdung bereits abgeschlossen hatten, während die [[Deutsche Frage]] bis weit ins [[20. Jahrhundert]] hinein offenblieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Dahrendorf]] - &#039;&#039;Die Chancen der Krise&#039;&#039;, Stuttgart 1983, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Liberales Lager Kaiserreich Wahlergebnisse.png|mini|hochkant=1.6|Wahlergebnisse liberaler Parteien im Deutschen Kaiserreich 1871–1912]]&lt;br /&gt;
Der politische Ursprung des deutschen Nationalliberalismus geht auf die Folgen des [[Wiener Kongress]] von 1815 zurück. Dort wurde als Nachfolger des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] mit dem [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] ein System von nur lose miteinander verbundenen unabhängigen Staaten geschaffen, was von vielen Zeitgenossen, die vor dem Hintergrund der Befreiungskriege eine [[nationalstaat]]liche Lösung erwartet hatten, als unbefriedigend empfundene Aufteilung Deutschlands wahrgenommen wurde. Gleichzeitig beherrschte die Forderung nach der Gewährung von [[Bürgerrechte]]n die politische Debatte. Die von der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] beeinflussten, Anfang des 19. Jahrhunderts in einigen deutschen Staaten eingeführten Bürgerrechte waren in den Jahren zwischen 1819 und 1830 durch die [[Karlsbader Beschlüsse]] und weitere [[Restauration (Geschichte)|restaurative]] Maßnahmen beschnitten worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderungen nach Bürgerrechten und einem deutschen Nationalstaat wurden von oppositionellen Politikern in ganz Deutschland parallel vertreten und verbanden sich im Kampf gegen die antiliberalen Fürsten der deutschen Staaten miteinander. Frühe Höhepunkte dieser politischen Strömung waren beispielsweise das von [[Burschenschaft]]en veranstaltete [[Wartburgfest]] 1817 und das [[Hambacher Fest]] 1832. Gleichzeitig drückte sich die Begeisterung für Nationalbewegungen anderer Länder in [[Polenschwärmerei]] und [[Philhellenismus]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848/1849]] machten sich die bürgerlich-liberalen Kräfte zusammen mit der radikaldemokratischen Bewegung in der [[Frankfurter Nationalversammlung]] an die Umsetzung der beiden Forderungen, scheiterten jedoch letztlich an der gleichzeitigen Umsetzung eines zu definierenden deutschen Nationalstaats und bürgerlicher Freiheiten vor allem an [[Preußen|preußischem]] Widerstand. Gleichzeitig verfolgte Preußen mit der [[Erfurter Union]] eine konservativere Variante des deutschen Nationalstaats. Führende Vertreter der rechtsliberalen [[Casino (Fraktion)|Casino-Fraktion]] trafen sich Ende Juni 1849 im [[Gothaer Nachparlament]], um über die vorgestellte Unionsverfassung zu beraten. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, trotz Bedenken der Nationalstaatsgründung noch eine Chance zu geben. Diese &#039;&#039;Gothaer&#039;&#039; stellten dann im [[Erfurter Unionsparlament]] 1850 die &#039;&#039;Bahnhofspartei&#039;&#039;. Das Scheitern der Union bedeutete auch einen erheblichen Ansehensverlust der Liberalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Preußen 1866 im [[Deutscher Krieg|Preußisch-Österreichischen Krieg]] die [[Hegemonie]] über Deutschland errungen hatte, gründete sich 1867 im [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]] die [[Nationalliberale Partei]]. Diese Abspaltung von der Fortschrittspartei sah den [[Preußischer Verfassungskonflikt|Verfassungskonflikt]] als beendet an und wollte mit [[Otto von Bismarck]] zusammenarbeiten. Im Reichstag des Norddeutschen Bundes und dann des Kaiserreichs fanden Bismarck und Nationalliberale echte Kompromisse in der Innen- und Justizpolitik, die Deutschland erheblich modernisierten und vereinheitlichten. Diese Periode dauerte etwa ein Jahrzehnt, bis zum Bruch von 1878, als Bismarck durch Einführung [[Protektionismus|protektionistischer]] Maßnahmen wie der [[Schutzzollpolitik]] eine konservative Wende einläutete, die teilweise als „[[Innere Reichsgründung]]“ bezeichnet wird. Über die Frage, wie weit man Bismarck jeweils entgegenkommen konnte, spalteten sich Teile der Nationalliberalen von der Fraktion ab. Seit 1890 verloren die Nationalliberalen Stimmen; sie erreichten bei den folgenden Reichstagswahlen etwa 13 bis 15 % und waren nicht mehr die dominante Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des deutschen [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreiches]] schlossen sich 1918 die Mehrheit der Nationalliberalen unter [[Gustav Stresemann]] sowie der rechte Flügel der früheren [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] im Dezember 1918 zur [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP) zusammen. Gegen Stresemanns pro-republikanischen Kurs bildete sich 1924 die kurzlebige [[Nationalliberale Reichspartei]]. 1933 war mit dem Ende der DVP jedoch die parteibildende Kraft des Nationalliberalismus aufgezehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] gab es vor allem bis in die 50er Jahre teils [[Konservativismus|konservative]], teils [[Reaktion (Politik)|reaktionäre]] nationalliberale Bestrebungen, die insbesondere in einzelnen Landesverbänden stark waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gert-Joachim Glaeßner: &#039;&#039;Politik in Deutschland&#039;&#039;, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006, S. 457 [http://books.google.de/books?id=7wWMkK635_AC&amp;amp;lpg=PA457&amp;amp;dq=Nationalliberalismus%20FDP&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA457#v=onepage&amp;amp;q=Nationalliberalismus%20FDP&amp;amp;f=false online] auf [[Google Bücher]]&amp;lt;/ref&amp;gt; So stimmte sie im Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte [[Entnazifizierung]]sverfahren. Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in [[München]] verlangte sie die Freilassung aller „so genannten [[Kriegsverbrecher]]“ und begrüßte die Gründung des [[Verband deutscher Soldaten|Verbands Deutscher Soldaten]] aus ehemaligen [[Wehrmacht]]s- und [[Schutzstaffel|SS]]-Angehörigen, um die Integration der [[Nationalismus|nationalistischen]] Kräfte in die Demokratie voranzubringen. Die nach [[Werner Naumann]] benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], die Partei zu unterwandern, die in [[Hessen]], [[Nordrhein-Westfalen]] und [[Niedersachsen]] viele rechtskonservative und nationalistische Mitglieder hatte. Nachdem die britischen Besatzungsbehörden sieben prominente Vertreter des [[Naumann-Kreis]]es verhaftet hatten, setzte der FDP-Bundesvorstand eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von [[Thomas Dehler]] ein, die insbesondere die Zustände in der nordrhein-westfälischen FDP rügte. In den folgenden Jahren verlor der rechte Flügel an Kraft, die extreme Rechte suchte sich zunehmend Betätigungsfelder außerhalb der FDP. Seit Mitte der 1960er Jahre definierte sich die FDP unter [[Walter Scheel]] und [[Hans-Dietrich Genscher]] als Partei der Mitte bzw. mit den [[Freiburger Thesen]] als [[linksliberal]]e Partei. Der Großteil der noch verbliebenen Nationalliberalen verließ die Partei zwischen 1969 und 1972 aus Protest gegen die [[Neue Ostpolitik]] und gründete die kurzlebige [[Kleinpartei]] [[Nationalliberale Aktion]] (NLA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch später gab es immer wieder Versuche, die nationalliberale Tradition in der FDP wiederzubeleben, so gründete [[Alexander von Stahl]] gemeinsam mit [[Hermann Oxfort]] 1979 die &#039;&#039;Liberale Gesellschaft&#039;&#039;, die sich eine rechtsliberale Erneuerung zum Ziel setzte. Mit [[Achim Rohde]] und [[Heiner Kappel]] gründete er 1995 die &#039;&#039;Liberale Offensive in der FDP&#039;&#039;. 2009 wurde ein &#039;&#039;Stresemann Club&#039;&#039; als national- und rechtsliberales Netzwerk innerhalb der FDP ins Leben gerufen, der aber mittlerweile nicht mehr existiert. So trat der ehemalige Vorsitzende [[Sven Tritschler]] inzwischen der AfD bei.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www1.wdr.de/fernsehen/westpol/sendungen/afd-nrw-steckbriefe-100.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2013 gegründete [[Alternative für Deutschland]], die sich programmatisch rechts von CDU/CSU und FDP positioniert und auch ehemalige FDP-Wähler an sich binden konnte, wurde von einigen Beobachtern auch als „nationalliberal“ charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.tagesschau.de/inland/patzelt-sachsen-landtagswahl-100.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Abspaltung des liberalen Flügels um [[Bernd Lucke]] im Jahr 2015 neigt die Partei jedoch eher einem [[Nationalkonservatismus]] bzw. [[Rechtspopulismus]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Anders als in Deutschland entwickelten sich im kaiserlichen Österreich nur spärlich liberale Parteien, einzig die [[Deutschliberale Partei]] konnte sich Mitte des 19. Jahrhunderts als nationalliberale Kraft etablieren. Der andauernde Kampf gegen den Katholizismus und die slawischen Bevölkerungsgruppen, sowie der [[Gründerkrach]] führten zum Niedergang der Partei, die sich schließlich in mehrere deutschfreiheitliche und deutschnationale Parteien und Gruppierungen aufsplitterte. In der [[Geschichte Österreichs#Erste Republik und Austrofaschismus (1918–1938)|1. Republik]] spielte dann der Liberalismus nur mehr eine Randerscheinung und wurde zwischen den [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|christlichsozialen]] und [[Sozialdemokratische Partei Österreichs#Bis 1934: Sozialdemokratische Arbeiterpartei|sozialdemokratischen]] Blöcken aufgerieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit bezeichnet sich die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] als nationalliberale Partei in der Tradition des [[Drittes Lager|dritten Lagers]]; sie wird von der Wissenschaft jedoch mehrheitlich als [[Rechtspopulismus|rechtspopulistisch]] eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prominente Vertreter ==&lt;br /&gt;
Führende Vertreter der Nationalliberalen waren [[Rudolf von Bennigsen (Politiker)|Rudolf von Bennigsen]], [[Johannes von Miquel]], [[Ludwig Bamberger]], [[Eduard Lasker]], [[Friedrich Hammacher]], [[Gustav Haarmann]] und [[Arthur Johnson Hobrecht]] im 19. Jahrhundert, [[Ernst Bassermann]], [[Robert Friedberg]], [[Gustav Stresemann]], [[Erich Mende]] und [[Alexander von Stahl]] oder nach [[Ralf Dahrendorf]] auch [[Rudolf Augstein]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Dahrendorf: &#039;&#039;Rudolf Augstein. Der Nationalliberale&#039;&#039;, in: ders. (Hrsg.): &#039;&#039;Liberale und andere. Portraits&#039;&#039;, Stuttgart 1994, S. 292–294.&amp;lt;/ref&amp;gt; im 20. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Nationalliberalismus}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Nationalliberale Reichspartei}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Konstantin Frantz: &#039;&#039;Die Religion des Nationalliberalismus&#039;&#039;. 1970, ISBN 978-3-511-00501-6.&lt;br /&gt;
* Gerhard Gitzler: &#039;&#039;Der Nationalliberalismus in seiner Epoche: Rudolf von Bennigsen: Gedenkschrift anlässlich der Gründung der Rudolf von Bennigsen-Stiftung&#039;&#039;. Nomos Verlag, 1981, ISBN 978-3-789-00735-4.&lt;br /&gt;
* Eberhard Kolb/Ludwig Richter: &#039;&#039;Nationalliberalismus in der Weimarer Republik&#039;&#039;. Droste Verlag, 1999, ISBN 978-3-7700-5219-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalliberalismus|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Neoliberalismus</title>
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		<updated>2025-03-24T13:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Neoliberalismus&#039;&#039;&#039; ist die Bezeichnung einer breiten und heterogenen theoretischen Strömung, zu der die Freiburger Schule ([[Wikipedia:Ordoliberalismus|Ordoliberalismus]]) und die [[Wikipedia:Chicagoer Schule (Ökonomie)|Chicagoer Schule]], aber auch Vertreter der [[Wikipedia:Österreichische Schule|Österreichischen Schule]] wie [[Wikipedia:Friedrich August von Hayek|Friedrich August von Hayek]] gerechnet werden, obwohl die Abgrenzung der einzelnen Schulen und die Zuordnung einzelner Personen strittig ist. Neben der wirtschaftsgeschichtlichen Bedeutung gibt es neuere Begriffsverwendungen von Neoliberalismus als politisches Konzept, Entwicklungsmodell, [[Wikipedia:Ideologie|Ideologie]] und akademisches Paradigma&amp;lt;ref&amp;gt;Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse: Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan. In: Studies in Comparative International Development. 44, Nr. 2, 2009, S. 137–161.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie als [[Wikipedia:politisches Schlagwort|politisches Schlagwort]] bzw. „Kampfbegriff“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Willgerodt: &#039;&#039;Der Neoliberalismus – Entstehung, Kampfbegriff und Meinungsstreit&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Ordo&#039;&#039;, Band 57, 2006, S. 47–89&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „politisches Schimpfwort“.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Marc Hartwich: [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Neoliberalismus erscheint heute als wesensmäßig umstrittener Begriff ([[Wikipedia:Essentially Contested Concept|Essentially Contested Concept]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse: &#039;&#039;Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Studies in Comparative International Development&#039;&#039;. 44, Nr. 2, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neoliberalismus ist eine begriffliche Neuschöpfung (aus {{ELSalt2|νέος}} &#039;&#039;neos&#039;&#039; „neu“, und lat. &#039;&#039;liberalis&#039;&#039; „die Freiheit betreffend“), die zuerst 1938 vom französischen Ökonomen Bernard Lavergne als &#039;&#039;néo-liberalisme&#039;&#039; geprägt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Milène Wegmann |Titel=Früher Neoliberalismus und europäische Integration: Interdependenz der nationalen, supranationalen und internationalen Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (1932–1965) |Verlag=Nomos Verlagsgesellschaft |Datum=2002 |Seiten=104}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und noch im selben Jahr auf Vorschlag von [[Alexander Rüstow]] als Fachausdruck in deutscher Sprache auf dem [[Colloque Walter Lippmann]] in Paris definiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Mirowski, Dieter Plehwe: &#039;&#039;The Road From Mont Pelerin&#039;&#039;, 2009, ISBN 978-0-674-03318-4, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Neoliberalismus, wie er ursprünglich im Colloque Walter Lippmann vorgeschlagen worden war, sollte einen neuen [[Liberalismus]] konzipieren, jedoch nicht im Sinne eines Marktradikalismus, sondern vielmehr als antikommunistischer und antikapitalistischer Dritter Weg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ort.edu.uy&amp;quot;&amp;gt;[[Oliver Marc Hartwich]], [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB), Centre for Independent Studies, 2009, ISBN 1-86432-185-7, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vornehmlich in seiner ordoliberalen Ausprägung gilt der deutsche Neoliberalismus der 1930er und 1940er Jahre als eine wesentliche theoretische Grundlage der [[Soziale Marktwirtschaft|Sozialen Marktwirtschaft]], die allerdings mit größerem Pragmatismus insbesondere hinsichtlich der Konjunktur- und Sozialpolitik eigene Akzente setzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Uwe Andersen und [[Wichard Woyke]] |Titel=Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland – Grundlagen, Konzeption und Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft |Auflage=5. |Verlag=Leske+Budrich |Ort=Opladen |Datum=2003 |Kommentar=Lizenzausgabe Bonn: [[Bundeszentrale für politische Bildung]] 2003 |Online=[http://www.bpb.de/wissen/07366806922938336269163160936993,1,0,Soziale_MarktwirtschaftWirtschaftspolitik.html#art1 Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Duden Wirtschaft von A bis Z. 3. Aufl. Dudenverlag, Mannheim 2008, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wurden im Laufe der Zeit mit Ordoliberalismus und Soziale Marktwirtschaft andere Bezeichnungen für die Philosophie des Dritten Weges zwischen Laissez-faire-Liberalismus und Kommunismus populärer und allgemein gebräuchlich. Außerhalb Deutschlands wandten sich die Wirtschaftsliberalen wieder stärker dem [[Klassischer Liberalismus|Klassischen Liberalismus]] zu und sahen sich daher nicht (mehr) als Neoliberale. In den 1960er Jahren geriet der Begriff Neoliberalismus daher allgemein in Vergessenheit, seitdem gibt es keinen Kreis von Wissenschaftlern mehr, der sich selbst als neoliberal bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Marc Hartwich]], [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB), Centre for Independent Studies, 2009, ISBN 1-86432-185-7, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren wurde der Ausdruck &#039;&#039;Neoliberalismus&#039;&#039; wieder aufgegriffen und erfuhr einen Bedeutungswandel. Oppositionelle Wissenschaftler in Chile benutzten ihn mit negativer Konnotation und kritisierten damit die von Ideen der [[Chicagoer Schule (Ökonomie)|Chicagoer Schule]] sowie [[Friedrich August von Hayek]] beeinflussten [[Wirtschaftsgeschichte Chiles#„Neoliberale Reformen“ unter General Pinochet|radikalen Reformen]] durch die [[Chicago Boys]]. Von hier aus verbreitete sich die neue Wortbedeutung in die angelsächsische Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=150 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird der Begriff vorwiegend als [[Pejorativum|pejorative]] Fremdbezeichnung von „[[Marktfundamentalismus]]“ verwendet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated4&amp;quot; /&amp;gt; nicht selten im Zusammenhang mit der [[New Right]] und der damit verbundenen Wirtschaftspolitik [[Ronald Reagan]]s und [[Margaret Thatcher]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Werner Plumpe 2010&amp;quot;&amp;gt;Werner Plumpe: &#039;&#039;Wirtschaftskrisen. Geschichte und Gegenwart&#039;&#039;. Beck, München 2010, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung ===&lt;br /&gt;
Bereits im 19. Jahrhundert finden sich vereinzelt Autoren, die sowohl den klassischen Liberalismus wie den Sozialismus ablehnen. In diesem Sinne nennt Röpke als Vorläufer [[Jean-Charles-Léonard Simonde de Sismondi]], [[Pierre-Joseph Proudhon]], [[Wilhelm Heinrich Riehl]], [[Pjotr Alexejewitsch Kropotkin]] und [[Pierre Guilleaume Fréderic Le Play]]. Der eigentliche Beginn des Neoliberalismus wird meist auf die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen datiert. Werden [[Ludwig von Mises]], [[Frank Knight]] und [[Edwin Cannan]] auch meist noch nicht als Vertreter des Neoliberalismus geführt, so war doch insbesondere der Einfluss von Mises’ auf die nachfolgende Generation groß: Seine Kritik an der zentral geplanten Wirtschaft und die monetäre Überinvestitionstheorie aus den 1920er Jahren wurden in liberalen Kreisen weithin rezipiert. Als erste Schulen, die meist dem Neoliberalismus zugerechnet werden, entstanden in den 1930ern die [[Wikipedia:Ordoliberalismus|Freiburger Schule]], die [[Wikipedia:School of Cannan|School of Cannan]] und die [[Wikipedia:Chicagoer Schule (Ökonomie)|Chicago School]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Colloque Walter Lippmann ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Walter Lippmann 1914.jpg|mini|Walter Lippmann, einer der Begründer des Neoliberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ar05.jpg|mini|Auf Alexander Rüstow geht der Terminus &#039;&#039;Neoliberalismus&#039;&#039; zurück.]]&lt;br /&gt;
Der Kapitalismus verlor nach der [[Weltwirtschaftskrise]] 1929–1932 erheblich an Popularität, wobei die [[Neoklassische Theorie]] und der mit ihr verbundene [[Klassischer Liberalismus|klassische Liberalismus]] in diesem Kontext als hauptverantwortlich angesehen wurde. Der britische Historiker [[Eric Hobsbawm]] resümierte: „Die Lektion, daß der liberale Kapitalismus der Vorkriegsjahrzehnte tot war, wurde fast überall in der Epoche der beiden Weltkriege und der Weltwirtschaftskrise selbst von denen begriffen, die sich weigerten, ihm ein neues theoretisches Etikett anzuhängen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Butterwegge,Bettina Lösch,Ralf Ptak, &#039;&#039;Kritik des Neoliberalismus&#039;&#039;, Springer, 2008, ISBN 3-531-15809-0, S. 17–19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst bestand auch kaum Kontakt zwischen den einzelnen „neuliberalen“ Schulen. Auf Einladung von [[Louis Rougier]] kam 1938 ein erstes internationales Treffen in Paris zustande, das [[Colloque Walter Lippmann]]. Der offizielle Zweck des Treffens bestand darin die von [[Walter Lippmann]] in seinem Buch &#039;&#039;The Good Society&#039;&#039; aufgeworfenen Ideen zu diskutieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Marc Hartwich]], [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB), Centre for Independent Studies, 2009, ISBN 1-86432-185-7, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Rougier und Lippmann nahmen 24 weitere Intellektuelle teil, unter ihnen [[Raymond Aron]], [[Friedrich August von Hayek]], [[Ludwig von Mises]], [[Michael Polanyi]], [[Wilhelm Röpke (Wirtschaftswissenschaftler)|Wilhelm Röpke]] und [[Alexander Rüstow]]. Die Diskussion drehte sich um die Frage, wie der Liberalismus erneuert werden konnte. Teilnehmer wie Rüstow, Lippmann und Rougier waren der Ansicht, dass der laissez-faire Liberalismus und der Klassische Liberalismus versagt hatten und durch einen neuen Liberalismus ersetzt werden mussten. Andere Teilnehmer wie Mises und Hayek waren von der These weit weniger überzeugt, fühlten sich aber ebenfalls dem Ziel verbunden liberalen Ideen neue Schlagkraft zu verleihen. Die Teilnehmer folgten dem Vorschlag Rüstows den neuen Liberalismus als Neoliberalismus zu bezeichnen. Mit dieser Bezeichnung war ein Liberalismus gemeint, der wirtschaftliche Freiheit unter der Lenkung und Regelsetzung eines starken Staates forderte. In dem Colloque wurde auch beschlossen den Think Tank [[Centre International des Études pour la Rénovation du Libéralisme]] zu gründen, der diese Ideen weiterverfolgen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Marc Hartwich]], [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB), Centre for Independent Studies, 2009, ISBN 1-86432-185-7, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Neoliberalismus war damals weit davon entfernt einen Marktradikalismus zu propagieren, vielmehr war er als antikommunistischer und antikapitalistischer Dritter Weg konzipiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ort.edu.uy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einigkeit unter den frühen Neoliberalen hielt jedoch nur kurz. Während Neoliberale wie Rüstow forderten, dass der Staat bei Fehlentwicklungen in die Wirtschaft korrigierend eingreifen sollte, war Mises der Ansicht, dass der Staat lediglich intervenieren dürfe, um Markteintrittsbarrieren zu beseitigen. Neoliberale wie Rüstow sahen die Entwicklung von Monopolen als Folge des laissez-faire Liberalismus, Neoliberale wie Mises hingegen als Folge staatlicher Intervention. Uneinigkeit herrschte auch in der Frage der Sozialpolitik. Diese Unterschiede waren fundamental und berührten den Kern des neoliberalen Forschungsprojekts. Einige Jahre später wurden die Differenzen zwischen den Neoliberalen und den Altliberalen untragbar. Rüstow war enttäuscht, dass Mises an den alten Vorstellungen vom Liberalismus festhielt, die er für spektakulär gescheitert hielt und als Paleoliberalismus bezeichnete (um zu suggerieren dass es sich um liberale „Dinosaurier“ handelte). In einem Brief an Wilhelm Röpke schrieb Rüstow, die Neoliberalen hätten den Altliberalen „so vieles vorzuwerfen, haben [wir] in solchem Maße einen anderen Geist wie sie, dass es eine völlig verfehlte Taktik wäre […] uns mit dem Ruf der Verranntheit, Überholtheit und Abgespieltheit zu bekleckern, der ihnen mit vollem Recht anhaftet. Diesen ewig gestrigen frisst kein Hund mehr aus der Hand, und das mit Recht.“ Hayek und „sein Meister Mises gehören in Spiritus gesetzt ins Museum als eines der letzten überlebenden Exemplare jener sonst ausgestorbenen Gattung von Liberalen, die die gegenwärtige Katastrophe [die Weltwirtschaftskrise] heraufbeschworen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Marc Hartwich]], [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB), Centre for Independent Studies, 2009, ISBN 1-86432-185-7, S. 19, 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat nach: Katrin Meyer-Rust: Alexander Rüstow – Geschichtsdeutung und liberales Engagement, Stuttgart 1993, ISBN 3-608-91627-X, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mises seinerseits sah im [[Ordoliberalismus]] nicht mehr als einen „ordo-interventionism“, der sich im Ergebnis nicht von totalitärem Sozialismus unterscheide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ort.edu.uy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mont Pèlerin Society ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] vermehrten sich die internationalen Kontakte mit der Gründung der [[Mont Pèlerin Society]]. 15 Teilnehmer des Colloque Walter Lippmann gründeten 1947 die Mont Pèlerin Society, um neoliberale Denker zu sammeln und um die Ideen des Neoliberalismus zu verbreiten. In der Mont Pèlerin Society übernahmen Albert Hunold und [[Friedrich August von Hayek]] bald die Führung.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Mirowski, Dieter Plehwe: &#039;&#039;The Road From Mont Pelerin&#039;&#039;. 2009, ISBN 978-0-674-03318-4, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1960er Jahre kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe um von Hayek und einer Gruppe um Hunold und Wilhelm Röpke um die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft. In der Folge legte Röpke 1962 die Präsidentschaft nieder und Hunold und Röpke traten aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Mirowski, Dieter Plehwe: &#039;&#039;The Road From Mont Pelerin&#039;&#039;. 2009, ISBN 978-0-674-03318-4, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Mont Pèlerin Society wandten sich die Liberalen wieder ganz dem Klassischen Liberalismus zu und identifizierten sich selbst schon deshalb nicht mehr als Neoliberale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hartwich&amp;quot;&amp;gt;Oliver Marc Hartwich,[http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB), Centre for Independent Studies, 2009, ISBN 1-86432-185-7, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Acht Mitglieder der Mont Pèlerin Society wie Friedrich von Hayek, Milton Friedman, George Stigler und James M. Buchanan wurden mit dem [[Wikipedia:Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften|Wirtschaftsnobelpreis]] ausgezeichnet. Das vom MPS-Mitglied Antony Fisher 1981 gestiftete Atlas Network umfasst nach 35 Jahren 451 „free-market organizations“ in 95 Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Schulmeister]], &#039;&#039;Von der Aufklärung zur Gegenaufklärung&#039;&#039;, in &#039;&#039;Die Presse&#039;&#039;, Wien am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland: Soziale Marktwirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Müller-Armack.jpg|mini|Alfred Müller-Armack (Mitte) entwickelte das Konzept der &#039;&#039;Sozialen Marktwirtschaft&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde mit der Sozialen Marktwirtschaft neoliberale Theorie (im ursprünglichen Sinn) angewandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hartwich&amp;quot; /&amp;gt; Die Soziale Marktwirtschaft geht von den Vorstellungen des [[Ordoliberalismus]] aus, setzt aber mit größerem Pragmatismus, z.&amp;amp;nbsp;B. hinsichtlich [[Prozesspolitik|prozesspolitischer Beeinflussung]] in der [[Konjunkturpolitik]], und stärkerer Betonung der [[Wikipedia:Sozialpolitik|Sozialpolitik]] eigene Akzente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Hegner, Alexander Rüstow – Ordnungspolitische Konzeption und Einfluß auf das wirtschaftspolitische Leitbild der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik Deutschland, Lucius und Lucius Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8282-0113-X, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Werk &#039;&#039;Wirtschaftslenkung und Marktwirtschaft (1946)&#039;&#039; entwickelte Alfred Müller-Armack das Konzept der „Sozialen Marktwirtschaft“. Der Markt und das Soziale seien dabei nicht als Gegensätze zu verstehen: Enorme Sozialleistungen seien vielmehr bereits das Ergebnis: Die Effizienz des Marktprozesses ermögliche die permanente Steigerung des Lebensstandards. Damit steige auch das Pro-Kopf-Einkommen und die zur Verfügung stehenden Geldmittel für Sozialleistungen. Die Konsumentensouveränität und der Wettbewerb wirkten Machtkonzentrationen entgegen. Karl Georg Zinn schreibt: „Jedoch bestehen auch erhebliche Differenzen zwischen Müller-Armack und den neoliberalen Anhängern einer freien bzw. liberalen Marktwirtschaft. In vielerlei Hinsicht steht Müller-Armack mit seinen philosophisch übergreifenderen Vorstellungen den beiden Emigranten Röpke und Rüstow näher als dem ordnungstheoretischen Puristen Walter Eucken. Müller-Armack gab der Sozialpolitik und der staatlichen Konjunktur- und Strukturpolitik ein weit größeres Gewicht als Eucken.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Georg Zinn: [http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl2/downloads/material/KarlGeorgZinn.pdf &#039;&#039;Soziale Marktwirtschaft. Idee, Entwicklung und Politik der bundesdeutschen Wirtschaftsordnung&#039;&#039; S. 25] (PDF; 364&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ergänzen sei der Markt um soziale Institutionen wie eine gewisse Einkommensumverteilung, Familienzuschüssen, Ausbau der Sozialversicherungen, sozialen Wohnungsbau und auch betriebliche Mitbestimmung.&amp;lt;ref&amp;gt;Gero Thalemann: Die Soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland – ein realisiertes Konzept?: Analyse von Genesis, theoretischem Gehalt und praktischer Verwirklichung. Disserta, 1. Auflage. 2011, ISBN 978-3-942109-72-7, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Einbeziehung von Elementen der christlichen Sozialethik sollte die Soziale Marktwirtschaft die Mängel eines ungezügelten Kapitalismus ebenso wie die der zentral gelenkten Planwirtschaft vermeiden und stattdessen „das Prinzip der Freiheit auf dem Markte mit dem des sozialen Ausgleichs verbinden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Müller-Armack: &#039;&#039;Soziale Marktwirtschaft&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Handwörterbuch der Sozialwissenschaften&#039;&#039;, 9. Band, Stuttgart u. Tübingen 1956, S. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Vollstrecker der Sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, war „der Markt an sich sozial“ und brauchte nicht erst „sozial gemacht zu werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred C. Mierzejewski: &#039;&#039;Ludwig Erhard : der Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft.&#039;&#039; Siedler, München 2005, ISBN 3-88680-823-8, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhard hatte ein wesentlich stärkeres Engagement für die freiheitliche und marktwirtschaftliche Komponente als die Schöpfer des theoretischen Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Rudolf Peters: &#039;&#039;Wirtschaftspolitik&#039;&#039;. Ausgabe 3. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2000, ISBN 3-486-25502-9, S. 169 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Zielvorstellung war die Utopie einer entproletarisierten Gesellschaft von Eigentumsbürgern, die keiner Sozialversicherungen mehr bedürften.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Habermann, &#039;&#039;Müssen Utopien sozialistisch sein?&#039;&#039; ORDO, Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Lucius &amp;amp; Lucius, Stuttgart 2004, Band 55, ISBN 3-8282-0275-6, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Konzept des Volkskapitalismus versuchte er eine freiere und gleichere Gesellschaft zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kutzenberger: &#039;&#039;Mitbestimmung der Aktionäre.&#039;&#039; Duncker &amp;amp; Humblot, 1964, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelne Versuche, durch Förderung einer breiten Vermögensbildung der Bürger das Konzept des Volkskapitalismus in die Praxis umzusetzen, blieben aber weitgehend wirkungslos. Die Soziale Marktwirtschaft wurde seit 1957 von der Erhardschen Auslegung als Volkskapitalismus zur Marktwirtschaft mit eigenständiger Sozialstaatlichkeit umgedeutet. Erst dadurch wurde der Begriff Soziale Marktwirtschaft zur zentralen Konsens- und Friedensformel des mittleren Weges.&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Leisering: &#039;&#039;Der deutsche Nachkriegssozialstaat – Entfaltung und Krise eines zentristischen Sozialmodells.&#039;&#039; In: Hans-Peter Schwarz (Hrsg.): &#039;&#039;Die Bundesrepublik Deutschland: eine Bilanz nach 60 Jahren.&#039;&#039; Böhlau Verlag, Köln/ Weimar 2008, ISBN 978-3-412-20237-8, S. 425.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde Neoliberalismus zunächst synonym für Ordoliberalismus und Soziale Marktwirtschaft benutzt. Ab Ende der 1960er Jahre geriet der Begriff Neoliberalismus jedoch weitgehend in Vergessenheit. Die deutsche Wirtschaftsordnung wurde allgemein als Soziale Marktwirtschaft bezeichnet, was als positiverer Begriff verstanden wurde und auch besser in die Wirtschaftswundermentalität passte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hartwich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungswandel seit etwa 1980 ===&lt;br /&gt;
==== Hintergrund des Bedeutungswandels: Chile ====&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Wirtschaftsgeschichte Chiles#„Neoliberale Reformen“ unter General Pinochet|titel1=Neoliberale Reformen unter General Pinochet}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Boas/Gans-Morse bezieht sich die ursprüngliche Wortbedeutung von Neoliberalismus auf die Freiburger Schule (Ordoliberalismus), die sich als moderate Alternative zum klassischen Liberalismus ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=145 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie lehnten zwar [[Keynesianismus]] und einen umfangreichen [[Wohlfahrtsstaat]] ab, betonten aber die Bedeutung von Sozialpolitik und lehnten [[Marktfundamentalismus]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=146 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei grenzten sie sich von anderen liberalen Denkern ab, deren Ideen dem Ordoliberalismus fundamental widersprachen. So beschwerte sich z.&amp;amp;nbsp;B. Rüstow 1960, dass sich Vertreter des &#039;&#039;Paleoliberalismus&#039;&#039; als neoliberal bezeichnen, obwohl der Begriff Neoliberalismus von den Ordoliberalen gerade zur Abgrenzung gegenüber dem Paleoliberalismus geschaffen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=147 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während heutige Wissenschaftler oft Friedrich von Hayek und Milton Friedman als Väter des Neoliberalismus ansehen, wurde in den 1950er und 1960er Jahren in wissenschaftlichen Artikeln der Begriff Neoliberalismus spezifisch mit der Freiburger Schule und Ökonomen wie Eucken, Röpke, Rüstow und Müller-Armack in Verbindung gebracht. Wegen seiner fundamentalistischeren Positionen wurde Hayek dagegen damals nur selten und Friedman seinerzeit nie mit Neoliberalismus in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated5&amp;quot; /&amp;gt; Der Einfluss des Neoliberalismus auf die deutsche Wirtschaftspolitik schwand ab Mitte der 1960er Jahre mit dem wachsenden Einfluss des Keynesianismus; die Bezeichnung wurde kaum noch gebraucht. Keine ökonomische Schule bezeichnet sich seitdem mehr als &#039;&#039;neoliberal.&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;renner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Renner |Titel=Die zwei „Neoliberalismen“ |Sammelwerk=Fragen der Freiheit |Nummer=Heft 26 (Oktober/Dezember) |Datum=2000}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boas_gans-more&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=137–161 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend vom als positiv empfundenen Vorbild des Neoliberalismus der Freiburger Schule, des deutschen Modells der Sozialen Marktwirtschaft und dem Wirtschaftswunder, wurde das Wort &#039;&#039;neoliberalismo&#039;&#039; in Lateinamerika in den 1960er Jahren sowohl aus marktfreundlicher als auch marktkritischer Perspektive gebraucht, ohne von seiner neutralen bis positiven Bedeutung abzuweichen. Ein erster Bedeutungswechsel setzte ein, als Kritiker der Reformen unter Pinochet 1973 begannen, den Begriff sporadisch –&amp;amp;nbsp;ohne direkten Bezug zur Freiburger Schule oder einem sonstigen Theoriegebäude&amp;amp;nbsp;– zu gebrauchen. Als zentraler Zeitpunkt für diese Verschiebung wird der Staatsstreich [[Augusto Pinochet]]s in Chile vom 11. September 1973 angesehen: Pinochet besetzte die zentralen Stellen der Wirtschaftspolitik mit Chilenen, die seit 1955 in Chicago bei Friedman studiert hatten, sie wurden als [[Chicago Boys]] bekannt. Die unter Pinochet [[Wirtschaftsgeschichte Chiles#„Neoliberale Reformen“ unter General Pinochet|umgesetzte Wirtschaftspolitik]] war von den mehr fundamentalistischen Theorien Friedman und Hayeks inspiriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=152 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kam innerhalb des autoritären Regimes somit zu einem weitreichenden Rückzug des Staates aus der Wirtschaft, dessen Folgen hochumstritten sind. Bis 1980 kam es so zu einer Bedeutungsverschiebung: Statt den Ordoliberalismus der Freiburger Schule zu bezeichnen, wurde das Präfix &#039;&#039;neo-&#039;&#039; auch in akademischem Kontext gleichbedeutend mit &#039;&#039;radikal&#039;&#039; und zur Abwertung der Gedankengebäude Friedrich von Hayeks und [[Milton Friedman]]s gebraucht, obwohl sich Hayek und Friedman selbst nie als neoliberal bezeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Eine mögliche Erklärung hierfür besteht darin, dass die Militärregierung zu Propagandazwecken für ihre Wirtschaftspolitik den Begriff Soziale Marktwirtschaft benutzte, der mit &#039;&#039;neoliberalismo&#039;&#039; assoziiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Militärdiktatur löste sich &#039;&#039;neoliberalismo&#039;&#039; vollends von seinem ursprünglichen Bezug und sollte die als radikal empfundene Transformation der Wirtschaft bei politischer Repression kennzeichnen. Mit Neoliberalismus wurde eine aus Ansicht der Kritiker reduktionistische Position gekennzeichnet, die soziale Sicherheit im Namen des ökonomischen Primats opfere.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter Bezugnahme auf Miguel Sang Ben und Andrés Van der Horst (1992: 368), Boas/Gans-Morse (2009), S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von hier aus verbreitete sich die neue Bedeutung des Wortes in die angelsächsische Welt, wo es nunmehr fast alles bezeichnen konnte, solange es sich um – normativ negative – Erscheinungen handelt, die mit dem [[Freier Markt|Freien Markt]] in Verbindung gebracht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Andreas Renner habe [[Anthony Giddens]] „den Begriff des Neoliberalismus in seinem heutigen Sinne mit geprägt“. Giddens setzte Neoliberalismus mit [[Thatcherismus]] bzw. der [[New Right]] gleich, worunter er wirtschaftsliberal-konservative Politikkonzeption fasst. Den so verstandenen Neoliberalismus ordne [[Ralf Dahrendorf]] der „neuen wirtschaftspolitischen Orthodoxie“ zu, als deren einflussreichster Vertreter Milton Friedman gelte. Laut Renner ließen sich jedoch die Schlagwörter des „Minimalstaates“ und des „Marktfundamentalismus“ noch treffender den „marktradikalen“, „libertären“ Minimalstaatskonzeptionen [[Murray Rothbard]]s, [[Israel M. Kirzner]]s und anderer zuordnen, welche die Tradition der Österreichischen Schule heute in den USA fortführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andreas Renner 2000&amp;quot;&amp;gt;Andreas Renner: Die zwei Neoliberalismen. In: Fragen der Freiheit. Nr. Heft 256, Okt./Dez. 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird das Wort Neoliberalismus von Wissenschaftlern vorwiegend zur Bezeichnung von Marktfundamentalismus verwendet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;autogenerated4&amp;quot; /&amp;gt; nicht selten im Zusammenhang mit der Wirtschaftspolitik Ronald Reagans ([[Reaganomics]]) und Margaret Thatchers (Thatcherismus).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Werner Plumpe 2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neuere Begriffsverwendungen ====&lt;br /&gt;
Nach Auffassung des Wirtschaftswissenschaftlers Andreas Renner steht Neoliberalismus in der modernen Begriffsverwendung als [[politisches Schlagwort]] für [[Ökonomismus|ökonomistisch]] verengte Politikkonzepte, die soziale und ökologische Probleme nicht lösen, sondern eher verschärfen. Diese ökonomistisch verengten Politikkonzepte haben aber keine Grundlage in der ordoliberalen Theorie von Eucken, Röpke und Rüstow, die sich zu Lebzeiten selbst entschieden gegen ökonomistisch verengte Sichtweisen gewandt haben und insbesondere das Gegenkonzept der „&#039;&#039;Vitalpolitik&#039;&#039;“ entwarfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;renner&amp;quot; /&amp;gt; Renner ruft die deutsche Ordnungsökonomik dazu auf, auf den schwammigen Begriff des Neoliberalismus zu verzichten, da mit Ordoliberalismus ein unverwechselbarer Begriff bereits besteht. Nach dem Ende der Kontroverse um Marktwirtschaft contra Planwirtschaft werde eine differenziertere Betrachtung verschiedener Marktwirtschaftstypen zunehmend bedeutsam. Dabei gelte es, sich von dem auch vertretenen libertären “free-market liberalism” abzugrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Renner, Die zwei Neoliberalismen in: Ingo Pies, Martin Leschke, Walter Euckens Ordnungspolitik, Mohr Siebeck, Tübingen, 2002, ISBN 3-16-147919-X, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Boas/Gans-Morse hat sich der Begriff Neoliberalismus zu einem akademischen Schlagwort entwickelt, dessen Begriffsbedeutung anders als bei anderen gesellschaftswissenschaftlichen Begriffen wie z.&amp;amp;nbsp;B. “Demokratie” nur wenig debattiert wird. Sie zeigen auf, dass der bisherige Gebrauch des Begriffs stark asymmetrisch verteilt ist: In Publikationen wird der Begriff fast nie mit positiver normativer Werthaltigkeit verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boas_gans-more&amp;quot; /&amp;gt; Viele Befürworter des freien Marktes erklärten, dass sie den Begriff Neoliberalismus wegen der negativen Konnotation vermieden und auf andere Begriffe auswichen, so z.&amp;amp;nbsp;B. John Williamson, der sich für den Begriff [[Washington Consensus]] entschied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=141 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass Neoliberalismus in seiner neueren Begriffsverwendung alle Bedingungen eines [[Essentially Contested Concept]] erfülle. Neoliberalismus verweist auf eine Vielzahl von Konzepten, deren vereinigendes Charakteristikum der [[Freier Markt|Freie Markt]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=154, 155 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders als bei anderen Essentially Contested Concepts wie z.&amp;amp;nbsp;B. “Demokratie” wird eine sinnvolle akademische Debatte über Freie Märkte aber dadurch behindert, dass keine gemeinsame Terminologie verwendet wird. Während Gegner von Neoliberalismus sprechen, weichen Befürworter des Freien Marktes auf andere Begriffe aus. Dadurch kommt es nicht zu einer Debatte, die zu einer Einengung der Definition und des dahinterliegenden Konflikts führen könnte, da jede Seite nur unter ihren eigenen Begriffen forscht und publiziert. Somit kommt es auch nicht zu einer Diskussion darüber, ob das eine oder andere negative Phänomen tatsächlich unter den Begriff zu fassen ist. Die Autoren sehen aber keine Notwendigkeit, den Begriff Neoliberalismus zu verwerfen; sie zeigen vielmehr einige Szenarien auf, wie der Begriff Neoliberalismus in der empirischen Forschung nützlicher verwendet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse |Titel=Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan |Sammelwerk=Studies in Comparative International Development |Band=44 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0039-3606 |Seiten=156 |DOI=10.1007/s12116-009-9040-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grob lässt sich der neuere Gebrauch des Begriffs Neoliberalismus, neben der wirtschaftsgeschichtlichen, in vier Kategorien einteilen:&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Politisches Konzept:&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boas_gans-more&amp;quot; /&amp;gt; Am häufigsten ist das Wort im Zusammenhang mit Kritik an wirtschaftspolitischen Reformen verknüpft. So wird der [[Washington Consensus]] oft als Beispiel für ein neoliberales wirtschaftspolitisches Programm genannt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Geoffrey Ingham |Hrsg=B. Turner |Titel=Neoliberalism |Sammelwerk=Cambridge Dictionary of Sociology |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2006}} {{Literatur |Autor=Stavros D. Mavroudeas &amp;amp; Demophanes Papadatos |Titel=Neoliberalism and the&lt;br /&gt;
Washington Consensus |Sammelwerk=Neoliberalism and the Washington Consensus |Band=1 |Nummer=1 |Datum=2005 |Online=[http://www.econ.uoa.gr/UA/files/1435329852.pdf Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Teil wird Washington Consensus sogar synonym mit Neoliberalismus verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Rühling |Titel=Ein Synonym für Neoliberalismus? Zu Geschichte und Inhalt des &#039;Washington Konsensus’ |Sammelwerk=Zeitschrift für Entwicklungspolitik |Nummer=7 |Datum=2004 |Online=[http://www.epd.de/index_27525.htm Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die wirtschaftspolitischen Reformen in den USA unter Reagan ([[Reaganomics]]), in Großbritannien unter Thatcher ([[Thatcherismus]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Nordmann |Titel=Der lange Marsch zum Neoliberalismus |Verlag=VSA |Ort=Hamburg |Datum=2005 |ISBN=3-89965-145-6 |Seiten=17}} {{Literatur |Autor=J.G. Valdes |Titel=Pinochet’s Economists |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=1995 |Seiten=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in [[Neuseeland]] unter [[Roger Douglas]] ([[Rogernomics]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adam Tickell und Jamie A. Peck |Titel=Social regulation after Fordism: regulation theory, neo-liberalism and the global-local nexus |Sammelwerk=Economy and Society |Band=24 |Nummer=3 |Datum=1995 |Seiten=357–386 |DOI=10.1080/03085149500000015}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden oft als neoliberal bezeichnet. Innerhalb der wirtschaftspolitischen Konzepte lassen wiederum drei Kategorien unterscheiden:&lt;br /&gt;
## &#039;&#039;Rückführung der [[Staatsquote]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
## &#039;&#039;Privatisierung&#039;&#039; ehemals staatlicher Aufgaben&lt;br /&gt;
## &#039;&#039;Deregulierung&#039;&#039; des Kapitalverkehrs&lt;br /&gt;
#: Nach [[Joseph Stiglitz]] ist die neoliberale Überzeugung von einer Kombination dieser drei Elemente gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sameer M. Ashar |Titel=Law Clinics and Collective Mobilization |Sammelwerk=Clinical Law Review |Nummer=14 |Datum=2008 |Seiten=355, 360}} unter Verweis auf {{Literatur |Autor=Joseph E. Stiglitz |Titel=Globalization and Its Discontents |Sammelwerk=??? |Band=53 |Datum=2002}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Entwicklungsmodell:&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boas_gans-more&amp;quot; /&amp;gt; Daneben findet sich die Bezeichnung &#039;&#039;neoliberal&#039;&#039; zur Bezeichnung eines umfassenden Staats- und Ordnungsmodells mit festgelegter Rollenverteilung von Gewerkschaften, privaten Unternehmen und Staat, das (vor allem in Südamerika) das staatsinterventionistische Modell der [[Strukturalistische Wirtschaftspolitik|Strukturalistischen Wirtschaftspolitik]] ablöste.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Ideologie:&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boas_gans-more&amp;quot; /&amp;gt; Weiterhin verwenden Autoren das Wort in der Analyse eines bestimmten [[normativ]]en Freiheitsverhältnisses des Individuums gegenüber Kollektiven, insbesondere in Bezug auf Freiheit als allumfassenden sozialen Wert, der durch Verringerung des Staates auf ein Minimum gefördert werde. Zu dieser Kategorie gehört zudem die Übertragung ökonomischer Prinzipien auf Lebensbereiche jenseits der Arbeit und wirtschaftlichen Tätigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher Stark |Titel=Neoliberalyse – Über die Ökonomisierung unseres Alltags |Verlag=Mandelbaum Verlag |Ort=Wien |Datum=2014 |ISBN=978-3-85476-635-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Akademisches Paradigma:&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boas_gans-more&amp;quot; /&amp;gt; Zuletzt findet &#039;&#039;neoliberal&#039;&#039; [[Deskription|deskriptiv]] Anwendung als Bezeichnung eines bestimmten wirtschaftswissenschaftlichen Paradigmas, vor allem der [[Neoklassische Theorie|neoklassischen Theorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Willke sieht in dem Begriff eine „Kampfparole“, aber auch ein politisches „Projekt“ mit den Wegbereitern Hayek und Milton Friedman.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Willke |Titel=Neoliberalismus |Verlag=Campus Verlag |Ort= |Datum=2003 |ISBN=978-3-593-37208-2 |Seiten=11, 107}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Wendy Brown schreibt, dass Neoliberalismus mehr sei als eine Wirtschaftspolitik, eine Ideologie oder eine Neuordnung des Verhältnisses von Staat und Wirtschaft. Vielmehr handle es sich um eine Neuordnung des gesamten Denkens, die alle Bereiche des Lebens sowie den Menschen selbst einem ökonomischen Bild entsprechend verändere – mit fatalen Folgen für die Demokratie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wendy Brown, &#039;&#039;Die schleichende Revolution - Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerstört.&#039;&#039; Suhrkamp, Berlin, 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Neoliberalismus}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Liberalismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Literatur zur Wirtschaftstheorie ===&lt;br /&gt;
==== Primärliteratur ====&lt;br /&gt;
* Walter Eucken: &#039;&#039;Grundsätze der Wirtschaftspolitik&#039;&#039; ISBN 3-8252-1572-5.&lt;br /&gt;
* Milton Friedman: &#039;&#039;Kapitalismus und Freiheit&#039;&#039;, Eichborn, Frankfurt/M. 2002, ISBN 3-8218-3960-0.&lt;br /&gt;
* Friedrich Hayek: &#039;&#039;Die Verfassung der Freiheit&#039;&#039;, Mohr, Tübingen, 1991, ISBN 3-16-145844-3.&lt;br /&gt;
* Louis Rougier: &#039;&#039;Le Néo-Libéralisme&#039;&#039;. In: Synthèses. Dezember 1958.&lt;br /&gt;
* Alexander Rüstow: &#039;&#039;Das Versagen des Wirtschaftsliberalismus&#039;&#039;, Metropolis, Marburg 2001, 3., überarb. Aufl., hrsg. von Frank P. und Gerhard Maier-Rigaud, ISBN 3-89518-349-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sekundärliteratur ====&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans Besters&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Roland Vaubel und Hans D. Barbier&lt;br /&gt;
   |Titel=Neoliberalismus&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Handbuch Marktwirtschaft&lt;br /&gt;
   |Verlag=Neske&lt;br /&gt;
   |Datum=1986&lt;br /&gt;
   |Seiten=107–122}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Willi Alfred Boelcke&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Willi Albers&lt;br /&gt;
   |Titel=Liberalismus: 3b&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Neoliberalismus&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft&lt;br /&gt;
   |Band=Band 5&lt;br /&gt;
   |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht&lt;br /&gt;
   |Datum=1983&lt;br /&gt;
   |Seiten=44–45}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=David J. Gerber&lt;br /&gt;
   |Titel=Constitutionalizing the Economy: German Neoliberalism, Competition Law and the ‚New Europe‘&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=The American Journal of Comparative Law&lt;br /&gt;
   |Band=42&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISSN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=25–84}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=David Harvey&lt;br /&gt;
   |Titel=Kleine Geschichte des Neoliberalismus&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=&lt;br /&gt;
   |Band=2007&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISSN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerrit Meijer&lt;br /&gt;
   |Titel=The History of Neoliberalism: Affinity to Some Developments in Economics in Germany&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=International Journal of Social Economics&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 14&lt;br /&gt;
   |Nummer=7/8/9&lt;br /&gt;
   |Datum=1987&lt;br /&gt;
   |ISSN=1758-6712&lt;br /&gt;
   |Seiten=142–155}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerrit Meijer&lt;br /&gt;
   |Titel=The History of Neoliberalism: A General View and Developments in Several Countries&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Rivista Internazionale di Scienze Economiche e Commerciali&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 34&lt;br /&gt;
   |Datum=1987&lt;br /&gt;
   |ISSN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=577–591}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Christian Müller&lt;br /&gt;
   |Titel=Neoliberalismus und Freiheit – Zum sozialethischen Anliegen der Ordo-Schule&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=ORDO&lt;br /&gt;
   |Band=58&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |Seiten=97–106}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Egon Edgar Nawroth&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Sozial- und Wirtschaftsphilosophie des Neoliberalismus&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kerle&lt;br /&gt;
   |Ort=Heidelberg&lt;br /&gt;
   |Datum=1962}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jürgen Nordmann&lt;br /&gt;
   |Titel=Der lange Marsch zum Neoliberalismus. Vom Roten Wien zum freien Markt – Popper und Hayek im Diskurs.&lt;br /&gt;
   |Verlag=VSA Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-89965-145-4&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Zugleich Diss. Marburg 2004}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=H.M. Oliver Jr&lt;br /&gt;
   |Titel=German Neoliberalism&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Quarterly Journal of Economics&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 74&lt;br /&gt;
   |Datum=1960&lt;br /&gt;
   |ISSN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=117–149}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=A. Peacock und H. Willgerodt&lt;br /&gt;
   |Titel=German Neoliberals and the Social Market Economy&lt;br /&gt;
   |Verlag=MacMillan&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=1989}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Philip Plickert&lt;br /&gt;
   |Titel=Wandlungen des Neoliberalismus. Eine Studie zu Entwicklung und Ausstrahlung der „Mont Pèlerin Society“&lt;br /&gt;
   |Verlag=Lucius &amp;amp; Lucius Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8282-0441-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Andreas Renner&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Walter Bührer&lt;br /&gt;
   |Titel=Neoliberalismus – Versuch einer Begriffsklärung&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Die Schweiz unter Globalisierungsdruck&lt;br /&gt;
   |Verlag=Sauerländer&lt;br /&gt;
   |Ort=Aarau&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |Seiten=35–50}} Auch veröffentlicht als {{Literatur |Titel=Die zwei „Neoliberalismen“ |Sammelwerk=Fragen der Freiheit |Nummer=Heft 26 (Oktober/Dezember) |Datum=2000}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Manfred E. Streit&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Neoliberalismus – Ein fragwürdiges Ideensystem?&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=ORDO&lt;br /&gt;
   |Band=Band 57&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |Seiten=91–98}}&lt;br /&gt;
* Milene Wegmann: &#039;&#039;Früher Neoliberalismus und europäische Integration&#039;&#039;, Nomos, Baden-Baden 2002 ISBN 3-7890-7829-8&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans Willgerodt&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Neoliberalismus – Entstehung, Kampfbegriff und Meinungsstreit&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=ORDO&lt;br /&gt;
   |Band=57&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |Seiten=47–89}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Willke: &#039;&#039;Neoliberalismus&#039;&#039;, Campus, Frankfurt/M. 2003, ISBN 3-593-37208-8&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Joachim Zweynert&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Entstehung ordnungsökonomischer Paradigmen – theoriegeschichtliche Betrachtungen&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Freiburger Diskussionspapiere zur Ordnungsökonomik&lt;br /&gt;
   |Nummer=8&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |ISSN=1437-1510}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wendy Brown&lt;br /&gt;
   |Titel=Die schleichende Revolution - Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerstört &lt;br /&gt;
   |Verlag=Suhrkamp&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-518-58681-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur zum Neoliberalismus als Schlagwort ===&lt;br /&gt;
* Hans Willgerodt: &#039;&#039;Der Neoliberalismus – Entstehung, Kampfbegriff und Meinungsstreit&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Ordo&#039;&#039;, Bd. 57, 2006, S. 47–89&lt;br /&gt;
* Oliver Marc Hartwich: [http://www.ort.edu.uy/facs/boletininternacionales/contenidos/68/neoliberalism68.pdf Neoliberalism: The Genesis of a Political Swearword] (PDF; 316&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Taylor C. Boas und Jordan Gans-Morse: &#039;&#039;Neoliberalism: From New Liberal Philosophy to Anti-Liberal Slogan&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Studies in Comparative International Development&#039;&#039;. 44, Nr. 2, 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption und Kritik ===&lt;br /&gt;
; Primärliteratur&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Silvia Borzutzky&lt;br /&gt;
   |Titel=From Chicago to Santiago: Neoliberalism and Social Security Privatization in Chile&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Governance&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 18&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |Seiten=655–674&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1111/j.1468-0491.2005.00296.x}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Pierre Bourdieu&lt;br /&gt;
   |Titel=L’essence du néolibéralisme&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Le Monde Diplomatique&lt;br /&gt;
   |Datum=1998-03&lt;br /&gt;
   |Online=http://www.monde-diplomatique.fr/1998/03/BOURDIEU/10167}}&lt;br /&gt;
* Christoph Butterwegge, Rudolf Hickel, Ralf Ptak: &#039;&#039;Sozialstaat und neoliberale Hegemonie&#039;&#039;, Elefantenpress, Berlin 1998, ISBN 3-88520-718-4&lt;br /&gt;
* Christoph Butterwegge/Bettina Lösch/Ralf Ptak: &#039;&#039;Kritik des Neoliberalismus&#039;&#039;, Wiesbaden: VS–Verlag 2007, ISBN 978-3-531-15185-4&lt;br /&gt;
* Mario Candeias: &#039;&#039;Neoliberalismus, Hochtechnologie, Hegemonie&#039;&#039;, Argument, Hamburg 2004, ISBN 3-88619-299-7&lt;br /&gt;
* Noam Chomsky: &#039;&#039;Profit over People – Neoliberalismus und globale Weltordnung&#039;&#039;, Europa-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-203-76010-X&lt;br /&gt;
* Colin Crouch: &#039;&#039;Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus&#039;&#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ralf Ptak&lt;br /&gt;
   |Titel=Vom Ordoliberalismus zur Sozialen Marktwirtschaft. Stationen des Neoliberalismus in Deutschland&lt;br /&gt;
   |Verlag=Leske und Budrich&lt;br /&gt;
   |Ort=Opladen&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8100-4111-1}}&lt;br /&gt;
* Patrick Schreiner: &#039;&#039;Unterwerfung als Freiheit.  Leben im Neoliberalismus (Neue Kleine Bibliothek 206)&#039;&#039;, 3. Auflage, PapyRossa, Köln 2016, ISBN 978-3-89438-573-6.&lt;br /&gt;
* Herbert Schui, Stephanie Blankenburg: &#039;&#039;Neoliberalismus: Theorie, Gegner, Praxis&#039;&#039;, VSA-Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-87975-854-9&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert W. McChesney&lt;br /&gt;
   |Titel=Noam Chomsky and the Struggle Against Neoliberalism&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Monthly Review&lt;br /&gt;
   |Band=Vol.50&lt;br /&gt;
   |Nummer=11&lt;br /&gt;
   |Datum=1999-04-01&lt;br /&gt;
   |Seiten=40–47}}&lt;br /&gt;
* Byung-Chul Han: &#039;&#039;Psychopolitik: Neoliberalismus und die neuen Machttechniken.&#039;&#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014. ISBN 978-3-10-002203-5 (Hardcover); ISBN 978-3-10-403060-9 (eBook)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Sekundärliteratur&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Nils Goldschmidt und Hermann Rauchenschwandtner&lt;br /&gt;
   |Titel=The Philosophy of Social Market Economy: Michel Foucault’s Analysis of Ordoliberalism&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Freiburger Diskussionspapiere zur Ordnungsökonomik&lt;br /&gt;
   |Datum=2007-04&lt;br /&gt;
   |ISSN=1437-1510}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert W. McChesney&lt;br /&gt;
   |Titel=Noam Chomsky and the Struggle Against Neoliberalism&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Monthly Review&lt;br /&gt;
   |Band=Vol.50&lt;br /&gt;
   |Nummer=11&lt;br /&gt;
   |Datum=1999-04-01&lt;br /&gt;
   |Seiten=40–47}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ljubiša Mitrović&lt;br /&gt;
   |Titel=Bourdieu’s Criticism of the Neoliberal Philosophy of Development, the Myth of Mondialization and the New Europe&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Facta Universitatis. Philosophy, Sociology and Psychology&lt;br /&gt;
   |Band=Vol. 4&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |Seiten=37–49}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Michael A. Peters&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Susanne Weber und Susanne Maurer&lt;br /&gt;
   |Titel=Neoliberal Governmentality: Foucault on the Birth of Biopolitics&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Gouvernementalität und Erziehungswissenschaft. Wissen – Macht – Transformation&lt;br /&gt;
   |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften&lt;br /&gt;
   |Ort=&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-531-14861-8&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1007/978-3-531-90194-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Philipp Ther: &#039;&#039;[http://docupedia.de/zg/Ther_neoliberalismus_v1_de_2016 Der Neoliberalismus]&#039;&#039;, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 5. Juli 2016&lt;br /&gt;
* Wendy Brown: &#039;&#039;Der totale Homo oeconomicus. Wie der Neoliberalismus den Souverän abschafft.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Blätter für deutsche und internationale Politik.&#039;&#039; 2015/12, S. 69-82. [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/dezember/der-totale-homo-oeconomicus#_ftn13]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171438-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsliberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoklassik|*]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Linksliberalismus&amp;diff=621591</id>
		<title>Linksliberalismus</title>
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		<updated>2025-03-24T13:00:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Linksliberalismus&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Sozialliberalismus&#039;&#039;&#039; wird heute eine politische Strömung bezeichnet, die [[Liberalismus]] und Elemente [[Politische Linke|linker Politik]] verbindet. Der moderne Linksliberalismus versucht, sowohl [[negative Freiheit]] (Freiheit von etwas, z.&amp;amp;nbsp;B. Abwehr staatlicher Eingriffe) als auch [[positive Freiheit]] (Freiheit zu etwas, z.&amp;amp;nbsp;B. Teilhabe an [[öffentliches Gut|öffentlichen Gütern]]) zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gesehen ist linker Liberalismus jedoch nicht das gleiche wie sozialer Liberalismus. So haben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entschiedene Linksliberale wie [[Eugen Richter]] zwar die [[Reaktion (Politik)|reaktionäre]] Politik der konservativen Eliten kritisiert, aber zugleich den Aufbau eines [[Sozialstaat]]s abgelehnt. Erst am Beginn des 20. Jahrhunderts vertraten führende Linksliberale wie [[Theodor Barth]] und [[Friedrich Naumann]] vermehrt sozialpolitische Positionen. Heute bezeichnen sich Linksliberale auch oft als [[Radikaldemokratie|radikaldemokratisch]], worin zum Ausdruck kommt, dass die Bürger wesentlich mehr Einfluss auf das staatliche Handeln erlangen sollen, etwa durch einen Ausbau [[Plebiszit|plebiszitärer Instrumente]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ‚Sozialliberalismus‘ wurde 1891 von [[Theodor Hertzka]] eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Hertzka: &#039;&#039;Socialdemokratie und Socialliberalismus.&#039;&#039; Pierson, Dresden/Leipzig 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatte [[Karl Grün (Journalist)|Karl Grün]] bereits 1845 von ‚sozialem Liberalismus‘ geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Inho Na: &#039;&#039;Sozialreform oder Revolution. Gesellschaftspolitische Zukunftsvorstellungen im Naumann-Kreis 1890-1903/04.&#039;&#039; Tectum Verlag, Marburg 2003, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Linksliberalismus in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Aus der Betrachtung der politischen Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert ergeben sich folgende Charakteristika des linken Liberalismus:&lt;br /&gt;
* „Soziale Öffnung“,&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Langewiesche: &#039;&#039;Liberalismus in Deutschland.&#039;&#039; Frankfurt a. M. 1988, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt; die zunächst zu einer Akzeptanz staatlicher Eingriffe in das Wirtschaftsleben und später zu eigenen Forderungen nach deren Ausweitung führte.&lt;br /&gt;
* Die Bereitschaft, Bündnisse oder Koalitionen mit der [[Sozialdemokratie]] einzugehen, die sich unter anderem in Stichwahlabkommen bei der [[Reichstagswahl 1912]] oder der Bildung der [[Weimarer Koalition]] 1919 manifestierte – geleitet von der Überzeugung der linken Liberalen, „ihr auf die gesamte Gesellschaft gerichtetes Reformprogramm primär gemeinsam mit der Sozialdemokratie realisieren zu können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Holl: &#039;&#039;Überlegungen zum deutschen Sozialliberalismus.&#039;&#039; In: Holl (u. a.) [Hrsg.] &#039;&#039;Sozialer Liberalismus.&#039;&#039; Göttingen 1986, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hohe Affinität zu [[Pazifismus|pazifistischen]] Positionen. Die zunächst als „bürgerliche Reformbewegung“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Holl: &#039;&#039;Pazifismus in Deutschland.&#039;&#039; Frankfurt a. M. 1988, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; anzusehende [[Friedensbewegung]] wurde – abgesehen von religiös motivierten Gruppierungen – überwiegend von Linksliberalen getragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Riesenberger: &#039;&#039;Geschichte der Friedensbewegung in Deutschland. Von den Anfängen bis 1933.&#039;&#039; Göttingen 1985, S.&amp;amp;nbsp;73, mit dem Hinweis, dass die Organisationsstruktur der frühen deutschen Friedensbewegung eine „weitgehende Übereinstimmung mit den Parteigremien der Linksliberalen“ zeige.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Eine als „Sozialliberalismus“ zu bezeichnende Strömung lässt sich in Deutschland schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts beobachten. Die Bestrebungen, eine liberale Antwort auf die soziale Frage zu finden, führten 1873 zur Gründung des [[Verein für Socialpolitik|Vereins für Socialpolitik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus von Beyme: &#039;&#039;Geschichte der politischen Theorien in Deutschland 1300–2000.&#039;&#039; Wiesbaden 2009, S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die 1868 gebildeten [[Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine|Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine]] sind dem sozialliberalen Spektrum zuzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Hans-Georg Fleck: &#039;&#039;Sozialliberalismus und Gewerkschaftsbewegung. Die Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine 1868–1914.&#039;&#039; Köln 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Naumann 1886.jpg|miniatur|hochkant|[[Friedrich Naumann]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Liberales Lager Kaiserreich Wahlergebnisse.png|mini|350px|Wahlergebnisse liberaler Parteien im Deutschen Kaiserreich 1871–1912]]&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] (1871–1918) gab es eine große Zersplitterung des liberalen Parteienspektrums mit zahlreichen Abspaltungen und Neugründungen. Als linksliberal bezeichnet werden für diese Zeit in der Regel die Gruppierungen, die sich – oft unter dem Etikett &#039;&#039;freisinnig&#039;&#039; oder &#039;&#039;fortschrittlich&#039;&#039; – „in bewusster Distanzierung“ von der Bismarck unterstützenden und als konservativ geltenden [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] organisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Konstanze Wegner: &#039;&#039;Linksliberalismus im wilhelminischen Deutschland und in der Weimarer Republik. Ein Literaturbericht.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Geschichte und Gesellschaft]]&#039;&#039; 4 (1978), S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Namhafte linksliberale Politiker dieser Epoche waren [[Eugen Richter]], [[Theodor Barth]], [[Max Hirsch (Politiker)|Max Hirsch]], [[Franz August Schenk von Stauffenberg]] und [[Friedrich Naumann]]. Der von Naumann 1896 gegründete [[Nationalsozialer Verein|Nationalsoziale Verein]] hatte als erste bürgerliche Partei eine sozialliberale Ausrichtung und brachte durch seinen 1903 erfolgten Anschluss an die [[Freisinnige Vereinigung]] diese Strömung im linksliberalen Parteienspektrum stärker zur Geltung, während dort bis dahin der „Kampf um politische Freiheiten eindeutige Priorität“ gegenüber der Sozialen Frage besaß.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleck: &#039;&#039;Sozialliberalismus und Gewerkschaftsbewegung.&#039;&#039; S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1910 schlossen sich die verschiedenen linksliberalen Parteien mit Ausnahme der kleinen [[Demokratische Vereinigung|Demokratischen Vereinigung]] zur [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] zusammen. Seitdem wird in der deutschsprachigen Publizistik und Fachliteratur überwiegend der Begriff „Linksliberalismus“ zur Kennzeichnung dieser Strömung verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul von Hoensbroech: &#039;&#039;Der Linksliberalismus.&#039;&#039; (Leipzig 1912), Felix Rachfahl: &#039;&#039;Eugen Richter und der Linksliberalismus im Neuen Reiche.&#039;&#039; (Berlin 1912) oder Ulrich Zeller: &#039;&#039;Die Linksliberalen.&#039;&#039; (München 1912).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hugo Preuß.jpg|miniatur|hochkant|[[Hugo Preuß]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zeit der [[Weimarer Republik]] (1919–1933) wird die [[Deutsche Demokratische Partei]] (DDP; seit 1930: Deutsche Staatspartei) als linksliberal angesehen, in Abgrenzung zur als rechtsliberal bezeichneten [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP). Zu den Gründern der DDP gehörten der Soziologe [[Max Weber]], der Jurist und Vater der Weimarer Verfassung [[Hugo Preuß]] und der ehemalige Nationalsoziale Friedrich Naumann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für die Entwicklung des Weimarer Linksliberalismus war [[Anton Erkelenz]], von 1923 bis 1929 Vorsitzender des Parteivorstandes der DDP und Vorsitzender der liberalen [[Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine|Hirsch−Dunckerschen Gewerkvereine]] bis zu deren Verbot 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Kellmann: &#039;&#039;Anton Erkelenz. Ein Sozialliberaler im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.&#039;&#039; Berlin 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere bedeutende linksliberale Persönlichkeit in diesem Zeitraum gilt [[Ludwig Quidde]], der [[Friedensnobelpreis]]-Träger des Jahres 1927. Er war 1930 auch beteiligt, als sich der linke Flügel der DDP im Zuge ihrer Umwandlung in die Staatspartei abspaltete und die pazifistisch ausgerichtete [[Radikaldemokratische Partei]] gründete, die in der Endphase der Republik allerdings bedeutungslos blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Gutleben: &#039;&#039;Volksgemeinschaft oder Zweite Republik? Die Reaktionen des deutschen Linksliberalismus auf die Krise der 30er Jahre.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte]]&#039;&#039; 17 (1988), S. 259–284; ders.: &#039;&#039;Das Dilemma der linksliberalen Pazifisten in der ausgehenden Weimarer Republik.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|ZfG]],&#039;&#039; 44 (1996), S. 897–911.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Exil 1933 bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Der organisierte Linksliberalismus hat im Kampf gegen die nationalsozialistische Herrschaft so gut wie keine Spur hinterlassen. Zu erwähnen sind lediglich einzelne Persönlichkeiten und ihr Einsatz, darunter das Wirken [[Hellmut von Gerlach]]s im Pariser Exil, der sich dort in der [[Deutsche Liga für Menschenrechte|Liga für Menschenrechte]] engagierte und Anteil nahm an der Nobelpreis-Kampagne für [[Carl von Ossietzky]],&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Holl: &#039;&#039;Hellmut von Gerlach. Demokrat, Pazifist, Freund Frankreichs im Pariser Exil.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Rechts und links der Seine. Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung 1933–1940.&#039;&#039; Tübingen 2002, S.&amp;amp;nbsp;115–127.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder die vor allem in Norddeutschland operierende [[Robinsohn-Strassmann-Gruppe]], die überwiegend aus ehemaligen Mitgliedern der DDP und ihrer Jugendorganisation bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Horst Sassin: &#039;&#039;Liberale im Widerstand. Die Robinsohn-Strassmann-Gruppe 1934–1942.&#039;&#039; Hamburg 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrepublik Deutschland ===&lt;br /&gt;
Mit der 1948 gegründeten [[Freie Demokratische Partei|FDP]] entstand erstmals eine Partei, die das gesamte liberale Spektrum umfasste. In der Anfangsphase differierte die politische Ausrichtung der Landesverbände teilweise erheblich, wobei linksliberale Traditionen vor allem in Baden-Württemberg und den Stadtstaaten Hamburg und Bremen vorherrschten, während sich besonders in Nordrhein-Westfalen und Hessen starke [[Nationalliberalismus|nationalliberale]] Tendenzen zeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Dittberner: &#039;&#039;Die FDP. Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven.&#039;&#039; Wiesbaden 2005, S.&amp;amp;nbsp;31&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F046796-0032, Mainz, FDP-Bundesparteitag.jpg|mini|[[Hans-Dietrich Genscher]], [[Theo Schiller]] – später stellvertretender Bundesvorsitzender der LD – und [[Helga Schuchardt]] während des FDP-Bundesparteitags 1975]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärker wurde der linke Flügel der FDP seit Mitte der 1960er Jahre in der Zeit der [[Deutsche Notstandsgesetze|Notstandsgesetze]], [[Große Koalition#Große Koalition 1966–1969|Großen Koalition]] und [[Außerparlamentarische Opposition|außerparlamentarischen Opposition]], als ein Teil der [[Studentenbewegung|studentenbewegten]] Kräfte, der weniger revolutionäre als reformorientierte Strategien verfolgte, sich der FDP oder den [[JungdemokratInnen/Junge Linke|Jungdemokraten]] anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am politisch einflussreichsten war der Linksliberalismus in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1969 und 1982, als die FDP mit der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] die [[Sozialliberale Koalition]] bildete und sich mit den 1971 verabschiedeten [[Freiburger Thesen]] – flankiert von der „Streitschrift“ &#039;&#039;Noch eine Chance für die Liberalen&#039;&#039; ihres damaligen Generalsekretärs [[Karl-Hermann Flach]]&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Hermann Flach: &#039;&#039;Noch eine Chance für die Liberalen.&#039;&#039; Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt; – zu einem „demokratischen und sozialen Liberalismus“ bekannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Vorländer: &#039;&#039;Der Soziale Liberalismus der FDP. Verlauf, Profil und Scheitern eines soziopolitischen Modernisierungsprozesses.&#039;&#039; In: Karl Holl (u.&amp;amp;nbsp;a.) [Hrsg.] &#039;&#039;Sozialer Liberalismus.&#039;&#039; Göttingen 1986, S.&amp;amp;nbsp;190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F060665-0011, Köln, FDP-Parteitag, Verheugen, Genscher.jpg|miniatur|[[Günter Verheugen]] und [[Hans-Dietrich Genscher]] beim FDP-Bundesparteitag 1981]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als „[[Wende (Bundesrepublik Deutschland)|Wende]]“ bezeichnete Kurswechsel des Jahres 1982, der zum Ende der sozialliberalen Koalition auf Bundesebene und einem Bündnis der Liberalen mit der CDU/CSU führte, wurde vom linken Flügel der FDP teilweise nicht mitgetragen. In der Folge verließen zahlreiche Linksliberale die Partei und trugen zum in der Geschichte der FDP bislang größten Rückgang der Mitgliederzahl bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Gniss: &#039;&#039;Freie Demokratische Partei.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Handbuch zur Statistik der Parlamente und Parteien in den westlichen Besatzungszonen und in der Bundesrepublik Deutschland.&#039;&#039; Teilbd. III: &#039;&#039;FDP sowie kleinere bürgerliche und rechte Parteien, Mitgliedschaft und Sozialstruktur 1945–1990.&#039;&#039; Düsseldorf 2005, S.&amp;amp;nbsp;67. Die Zahl der Parteimitglieder sank von 1981: 86.073 auf 1983: 71.371 bzw. 1985: 65.425 (a.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;O., S.&amp;amp;nbsp;97/98).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LD Logo.png|mini|hochkant|Logo der [[Liberale Demokraten|Liberalen Demokraten]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Liberale.svg|mini|hochkant|Logo der [[Neue Liberale|Neuen Liberalen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der linken Freidemokraten traten in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ein, darunter [[Günter Verheugen]], [[Ingrid Matthäus-Maier]] und [[Andreas von Schoeler]]. Die von den Jungdemokraten unterstützte Neugründung [[Liberale Demokraten]] unter Führung von [[Ulrich Krüger (Politiker, 1942)|Ulrich Krüger]] und Theo Schiller blieb politisch bedeutungslos; ein Teil ihrer Mitglieder wechselte später zu den [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]], darunter die spätere Bundestagsabgeordnete [[Irmingard Schewe-Gerigk]]. Gescheitert ist der Versuch, durch „Liberale Vereinigungen“, deren Bundesverband zeitweise von der nach ihrem Austritt aus der FDP parteilosen [[Helga Schuchardt]] geleitet wurde, für die in verschiedenen Parteien organisierten Linksliberalen weiterhin eine gemeinsame Plattform zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Budich, Thilo Schelling: &#039;&#039;Die Linksliberalen in den Jahren von 1981 bis 1983.&#039;&#039; In: &#039;&#039;liberale drucksachen&#039;&#039; 1983, H.&amp;amp;nbsp;10, S.&amp;amp;nbsp;19–21, 1984, H.&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;19–21 und H.&amp;amp;nbsp;4, S.&amp;amp;nbsp;19–21 ([http://www.ld-oberhausen.de/Budich.Schelling.pdf pdf-Dokument, ca. 6 MB).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den neuen politischen Organisationen, die sich 1989/1990 aus den oppositionellen Bürgerrechtsbewegungen der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] entwickelten, kann am ehesten das [[Bündnis 90]] als „sozial-“ oder „linksliberal“ eingestuft werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Wielgohs, Marianne Schulz, Helmut Müller-Enbergs: &#039;&#039;Bündnis 90. Entstehung, Entwicklung, Perspektiven. Ein Beitrag zur Parteienforschung im vereinigten Deutschland.&#039;&#039; Berlin 1992, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; das sich 1992/1993 mit den Grünen zum [[Bündnis 90/Die Grünen]] zusammenschloss. Diesem ist es danach gelungen, im linksliberalen Wählerpotenzial Fuß zu fassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bpb.de/themen/CX5CEX,0,0,Ver%E4nderungen_im_Parteiensystem.html Karl-Rudolf Korte: &#039;&#039;Veränderungen im Parteiensystem.&#039;&#039; In: Bundeszentrale für Politische Bildung: &#039;&#039;Dossier zur Bundestagswahl&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bündnis 90/Die Grünen insgesamt ist allerdings eine Sammlung verschiedener Strömungen, darunter auch [[linksalternativ]]er und ehemals kommunistischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 2018 hat die neu gewählte Parteispitze von [[Bündnis 90/Die Grünen]], [[Annalena Baerbock]] und [[Robert Habeck]] das Ziel formuliert, die Grünen mit einem Bekenntnis zur &amp;quot;integrativen Gesellschaft&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.robert-habeck.de/texte/blog/die-integrative-gesellschaft/ &#039;&#039;Die integrative Gesellschaft: Grüne, Demokratie, Links, Liberal, Ökologie, Grundeinkommen&#039;&#039;], Blogeintrag von Robert Habeck, gesehen am 20. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; als linksliberale Partei im deutschen Parteienspektrum positionieren zu wollen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/my/meinung/kommentare/kommentar-zur-neuen-gruenen-spitze-links-und-liberal/20900966.html &#039;&#039;Kommentar zur neuen Grünen-Spitze: Links und liberal&#039;&#039;], gesehen am 20. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit der Europawahl 2009 bekanntgewordene [[Piratenpartei Deutschland|Piratenpartei]] könnte sich aufgrund ihrer Basis eher zu einer linksliberalen als zu einer [[Anarchismus|anarchistischen]] Gruppe entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://adrianlang.de/piratenkompass/ Piratenkompass:] Auswertung der politischen Profile der Piraten (ca. 10 %)&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedene Vertreter der Piraten selbst verwenden die Bezeichnung gern für sich. Der Landesparteitag Nordrhein-Westfalen beschloss am 5. April 2014 ein Positionspapier, dem zufolge er „die Piratenpartei Deutschland im Selbstverständnis […] als sozialliberale Partei“ betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiki.piratenpartei.de/NRW:Landesparteitag_2014.1/Antr%C3%A4ge/PP001 Antrag zur Positionierung des Landesverbandes NRW im Piratenwiki]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die parteiinterne Strömung „Emanzipatorische Linke“ der [[Die Linke|Linkspartei]] wird aufgrund ihrer gesellschaftsliberalen Standpunkte teils als linksliberal bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende August 2014 kündigten der ehemalige Hamburger FDP-Senator [[Dieter Biallas]] und der ehemalige Vize-Parteichef der Hamburger FDP, [[Najib Karim]], die Gründung einer neuen linksliberalen Partei an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-ex-parteimitglieder-wollen-neue-sozialliberale-partei-gruenden-a-988995.html &#039;&#039;Vor Sachsen-Wahl: Ex-FDP-Politiker wollen linksliberale Partei gründen.&#039;&#039;] Spiegel Online, 30.&amp;amp;nbsp;August 2014, abgerufen am gleichen Tage.&amp;lt;/ref&amp;gt; Karim war im Monat zuvor aus der FDP ausgetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg1.de/aktuell/Austritt_aus_der_FDP-21393.html &#039;&#039;Austritt aus der FDP.&#039;&#039;] Hamburg1, 4.&amp;amp;nbsp;Juli 2014, abgerufen am 30.&amp;amp;nbsp;August 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gründungskreis trat unter dem Namen [[Neue Liberale]] an die Öffentlichkeit. Ein erster Bundesparteitag wählte am 28. September 2014 Karim und [[Sylvia Canel]] zu gleichberechtigten Vorsitzenden. Die Partei trat in [[Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015|Hamburg 2015]] erstmals zu einer Wahl an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Januar 2015 kündigte der Bundesvorsitzende der Liberalen Demokraten, Bernd Grothkopp, gemeinsam mit Najib Karim von den Neuen Liberalen und Alexander Drews, dem Vorsitzenden der Verbraucherschutzpartei, die Aufnahme von Gesprächen über eine Zusammenarbeit der drei Organisationen und einen möglichen Zusammenschluss an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://neueliberale.org/sozialliberale-sammeln-sich/ Sozialliberale sammeln sich] publiziert am 6. Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem diese Gespräche zwischenzeitlich ins Stocken gekommen waren, wurden sie Ende 2016 in erweiterter Runde wieder aufgenommen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am 21. März 2017 eine gemeinsame „Sozialliberale Erklärung“ veröffentlicht, an der neben den Liberalen Demokraten und den Neuen Liberalen auch die Piratenpartei, die [[Transhumane Partei]], die Partei der Humanisten und der linksliberale Arbeitskreis [[YourTurn]] der [[Linksjugend Solid|Linksjugend]] beteiligt sind. Weitere Organisationen sollen sich zukünftig anschließen, um eine sozialliberale Kooperation einzugehen und eine geeinte sozialliberale Kraft in Deutschland zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.die-sozialliberalen.de/Sozialliberale-Erkl2.pdf Sozialliberale Erklärung] auf www.die-sozialliberalen.de, gesehen am 8. April 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der FDP existieren heute mit dem [[Freiburger Kreis (Forum)|Freiburger Kreis]] und dem [[Nadja_Hirsch#Dahrendorf-Kreis|Dahrendorf-Kreis]] zwei sozialliberale Gruppierungen. Bekannte Repräsentanten sind [[Nadja Hirsch]], [[Jorgo Chatzimarkakis]], [[Alexander Alvaro]], [[Gesine Meißner]], [[Miriam Gruß]], [[Sebastian Körber (Politiker)|Sebastian Körber]], [[Sabine Leutheusser-Schnarrenberger]], [[Gerhart Baum|Gerhart Rudolf Baum]], [[Burkhard Hirsch]], [[Carola von Braun]] und [[Christoph Giesa]].&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
Die [[Liberalsozialistische Partei]] war eine linksliberale [[Politische Parteien in der Schweiz|Schweizer Partei]], aktiv von 1946 bis 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sozialliberale und später auch ökologisch orientierte Schweizer Partei war der [[Landesring der Unabhängigen]], der von 1936 bis 1999 existierte und seinen Höhepunkt in den Jahren um 1970 hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linksliberale Parteien außerhalb des deutschsprachigen Raums ==&lt;br /&gt;
Über lange Zeit war der Linksliberalismus in Form des [[Radikalismus#Liberaler Radikalismus|Radikalismus]] vor allem in Frankreich stark verwurzelt. Wichtigster historischer Proponent des Radikalismus war die &#039;&#039;[[Parti républicain, radical et radical-socialiste|Radikale Partei]],&#039;&#039; die über viele Jahrzehnte – bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts – die französische Politik dominierte. Der &#039;&#039;Parti Radical&#039;&#039; war im Gegensatz zu [[sozialistisch]]en oder [[kommunistisch]]en Strömungen der Vertreter des „radikalen“ [[Bürgertum]]s, das in Frankreich auf eine lange Tradition zurückblickt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren europäischen Ländern gibt es derzeit in den Parlamenten vertretene liberale Parteien, die sich links der Mitte positionieren und meist einer mehr rechts orientierten liberalen Partei gegenüberstehen. Dies sind zum Beispiel der kleine &#039;&#039;[[Parti radical de gauche|Parti Radical de Gauche]]&#039;&#039; in Frankreich, der sich als ideologische Nachfolgerin der &#039;&#039;Parti Radical&#039;&#039; betrachtet. In Polen sind dies etwa die &#039;&#039;[[Partia Demokratyczna – demokraci.pl|Demokraci]],&#039;&#039; die aus der liberalen und bis Mitte der 1990er Jahre in Regierungsverantwortung stehenden &#039;&#039;[[Unia Wolności]]&#039;&#039; hervorgegangen waren und der als liberalkonservativ angesehenen &#039;&#039;[[Platforma Obywatelska]]&#039;&#039; von [[Donald Tusk]] gegenüberstehen, sowie die auch als progressiv betrachtete Partei &#039;&#039;[[Twój Ruch]]&#039;&#039; von [[Janusz Palikot]], des Weiteren die [[Liberal Democrats]] in Großbritannien, die &#039;&#039;[[Democraten 66]]&#039;&#039; in den Niederlanden oder &#039;&#039;[[Det Radikale Venstre]]&#039;&#039; in Dänemark, die sich als am weitesten links stehende der liberalen Parteien Europas einordnen lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon Franzmann: &#039;&#039;Liberale Parteien zwischen linkem und rechtem Lager&#039;&#039;. In: Suzanne S. Schüttemeyer (Hrsg.): &#039;&#039;Politik im Klimawandel.&#039;&#039; Nomos, Baden-Baden 2011, S.&amp;amp;nbsp;287–320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Bestimmung ihrer politischen Position werden in diesen Ländern an Stelle des in Deutschland gängigen Terminus Linksliberalismus unter anderem Begriffe wie &#039;&#039;sozialer, progressiver, radikaler&#039;&#039; oder &#039;&#039;neuer Liberalismus&#039;&#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Linksliberalismus}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Freiburger Thesen}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Freiburger Kreis (Forum)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Fleck: &#039;&#039;Benevolenz, Missachtung, Misstrauen trotz „Schicksalsgemeinschaft“ – Organisierter Linksliberalismus und sozialliberale Gesellschaftsreform zu Zeiten Eugen Richters.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung&#039;&#039; 19 (2007), S.&amp;amp;nbsp;47–82.&lt;br /&gt;
* Burkhard Gutleben: &#039;&#039;Linksliberale Splitterparteien im 20. Jahrhundert. Eine Skizze.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung&#039;&#039; 4 (1992), S.&amp;amp;nbsp;217–228.&lt;br /&gt;
* Marianne Hochgeschurz: &#039;&#039;Braucht linksliberale Politik eine eigene Parteiorganisation?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Neue Gesellschaft – Frankfurter Hefte&#039;&#039; 30 (1983), S.&amp;amp;nbsp;619–626 ([http://library.fes.de/cgi-bin/neuges.pl?id=02940&amp;amp;dok=1983&amp;amp;f=1983_0619&amp;amp;l=1983_0626 online bei der Friedrich-Ebert-Stiftung]).&lt;br /&gt;
* Karl Holl u. a. (Hrsg.): &#039;&#039;Sozialer Liberalismus.&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1986. ISBN 3-525-01333-7.&lt;br /&gt;
* Marcus Llanque: &#039;&#039;Der Weimarer Linksliberalismus und das Problem politischer Verbindlichkeit. Volksgemeinschaft, demokratische Nation und Staatsgesinnung bei Theodor Heuss, Hugo Preuß und Friedrich Meinecke.&#039;&#039; In: Anselm Doering-Manteuffel, Jörn Leonhard (Hrsg.): &#039;&#039;Liberalismus im 20. Jahrhundert.&#039;&#039; Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2015, S. 157–181. ISBN 978-3-515-11072-3.&lt;br /&gt;
* Detlef Lehnert (Hrsg.): &#039;&#039;Sozialliberalismus in Europa. Herkunft und Entwicklung im 19. und frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&#039;&#039; Böhlau, Wien, Köln, Weimar 2012. ISBN 978-3-412-20927-8. (&#039;&#039;Historische Demokratieforschung. Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung,&#039;&#039; Bd.&amp;amp;nbsp;4.)&lt;br /&gt;
* Reinhard Opitz: &#039;&#039;Der deutsche Sozialliberalismus 1917–1933.&#039;&#039; Pahl-Rugenstein, Köln 1973. ISBN 3-7609-0099-2.&lt;br /&gt;
* Oliver Schmolke: &#039;&#039;Zur Freiheit. Ein linksliberales Manifest.&#039;&#039; Vorwärts Buch, Berlin 2013. ISBN 978-3-86602-756-5.&lt;br /&gt;
* Volker Stalmann (Bearb.): &#039;&#039;Linksliberalismus in Preußen. Die Sitzungsprotokolle der preußischen Landtagsfraktion der DDP und DStP 1919–1932.&#039;&#039; Halbbd.&amp;amp;nbsp;1: März 1919 bis Dezember 1922, Halbbd.&amp;amp;nbsp;2: Januar 1923 bis März 1932. Droste, Düsseldorf 2009. ISBN 978-3-7700-5288-2. (&#039;&#039;Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien:&#039;&#039; Reihe&amp;amp;nbsp;3, &#039;&#039;Die Weimarer Republik;&#039;&#039; Bd.&amp;amp;nbsp;11.)&lt;br /&gt;
* Klaus Weber:&amp;lt;!--ist NICHT «Klaus Weber (Historiker)»--&amp;gt; &#039;&#039;Der Linksliberalismus in der Bundesrepublik um 1969. Konjunktur und Profile.&#039;&#039; Lang, Frankfurt am Main 2012. ISBN 978-3-631-63940-5. (&#039;&#039;Jenaer Beiträge zur Geschichte;&#039;&#039; Bd.&amp;amp;nbsp;11.) &lt;br /&gt;
* Konstanze Wegner (Bearb.): &#039;&#039;Linksliberalismus in der Weimarer Republik. Die Führungsgremien der Deutschen Demokratischen Partei und der Deutschen Staatspartei 1918–1933.&#039;&#039; Droste, Düsseldorf 1980. ISBN 3-7700-5104-1. (&#039;&#039;Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien:&#039;&#039; Reihe&amp;amp;nbsp;3, &#039;&#039;Die Weimarer Republik;&#039;&#039; Bd.&amp;amp;nbsp;5.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Karl-Hermann Flach: [http://www.dr-trier.de/Flach-KH-III-Liberaler-Katechismus.htm &#039;&#039;Kleiner liberaler Katechismus,&#039;&#039;] in ders.: &#039;&#039;Noch eine Chance für die Liberalen oder Die Zukunft der Freiheit: Eine Streitschrift.&#039;&#039; S. Fischer, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1971.&lt;br /&gt;
* Claus Offe: [http://www.frankfurter-hefte.de/upload/Archiv/2007/Heft_03/PDF/0703_28_31.pdf &#039;&#039;Was ist „Sozialliberalismus“? Charakteristik einer neuen Gesellschaftspolitik&#039;&#039;] (PDF). In: &#039;&#039;Neue Gesellschaft, Frankfurter Hefte,&#039;&#039; Jg. 2007, H. 3, S. 28–31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linksliberalismus|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Wirtschaftsliberalismus&amp;diff=621590</id>
		<title>Wirtschaftsliberalismus</title>
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		<updated>2025-03-24T12:59:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wirtschaftsliberalismus&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;wirtschaftlicher Liberalismus&#039;&#039;&#039; ist eine [[Wirtschaft|ökonomische]] Ausprägung des [[Liberalismus]]. Basis des Wirtschaftsliberalismus ist das Buch &#039;&#039;[[Der Wohlstand der Nationen]]&#039;&#039; von [[Adam Smith]], der die Einbettung des wirtschaftlichen Eigennutzes in die gesellschaftliche, sittliche und staatliche Ordnung als notwendig erachtete. Die [[Utopie]] des Wirtschaftsliberalismus war eine Wirtschaft, die sich ohne staatliche Einmischung über den Markt selbst steuert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Albers: &#039;&#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft.&#039;&#039; Band 9 . Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 1982, ISBN 3525102607, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Ewald Nowotny handelt es sich um eine [[Liberalismus|liberale]] Denkrichtung, in deren Mittelpunkt das Konzept der [[Spontane Ordnung|spontanen Ordnung]] steht, nach dem die [[unsichtbare Hand]] des Marktes die Interessen der Individuen und der Gesellschaft in Einklang bringt. Die spontane Ordnung entsteht durch menschliches Handeln, aber nicht nach menschlicher Planung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ewald Nowotny, &#039;&#039;Globalisierung und Liberalismus - Zurück ins 19. Jahrhundert?&#039;&#039; in: &#039;&#039;Von der Theorie zur Wirtschaftspolitik - ein österreichischer Weg&#039;&#039;, Festschrift zum 65. Geburtstag von Erich W. Streissler, Lucius&amp;amp;Lucius Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 1998, ISBN 3-8282-0084-2, Seite 210&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Wirtschaftsliberalismus liegt der [[Negative und positive Freiheit|negative Freiheitsbegriff]] zugrunde, dass Freiheit die Abwesenheit von staatlicher Einschränkung ist. Damit unterscheidet er sich vom [[Liberalismus#Sozialer Liberalismus|politischen Liberalismus]], der Freiheit als Möglichkeit zu einem menschenwürdigen Leben versteht (positiver Freiheitsbegriff).&amp;lt;ref&amp;gt;Ewald Nowotny, &#039;&#039;Globalisierung und Liberalismus - Zurück ins 19. Jahrhundert?&#039;&#039; in: &#039;&#039;Von der Theorie zur Wirtschaftspolitik - ein österreichischer Weg&#039;&#039;, Festschrift zum 65. Geburtstag von Erich W. Streissler, Lucius&amp;amp;Lucius Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 1998, ISBN 3-8282-0084-2, Seite 208&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:JohnStuartMill.JPG|thumb|120px|John Stuart Mill]]&lt;br /&gt;
=== Freiheit des Individuums ===&lt;br /&gt;
Das allgemeine liberale Prinzip lautet: Jeder hat die [[Freiheit]], alles zu tun, was er will, sofern er nicht die Freiheit eines anderen verletzt. [[John Stuart Mill]] formulierte es so: &amp;quot;dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Dass der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer zu verhüten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich, auf den Bereich der wirtschaftlichen Handlungen bezogen, die Forderungen nach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wikipedia:Vertragsfreiheit|Vertragsfreiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Wikipedia:Gewerbefreiheit|Gewerbefreiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Wikipedia:Konsumentenfreiehit|Konsumentenfreiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Wikipedia:Berufsfreiheit|Berufsfreiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Wikipedia:Freihandel|Freihandel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:John Locke.jpg|thumb|120px|John Locke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privateigentum ===&lt;br /&gt;
Liberale betonen das Recht auf privates [[Eigentum]], da nur dieses die Freiheit des Einzelnen gewährleisten könne. Naturrechtliche Begründungen dieser Art finden sich in Ansätzen bei [[Hugo Grotius]] und [[Samuel von Pufendorf|Samuel Pufendorf]] und werden von [[John Locke]] ausformuliert: Der Einzelne besitze Eigentum an seinem Körper und folglich auch an der Arbeit seines Körpers. Er sei auch berechtigt, Dinge aus dem [[Naturzustand]] zu reißen, wenn er diese bearbeitet hat (beispielsweise den Boden, den jemand das erste Mal bearbeitet). Ist das Objekt aus dem Naturzustand gerissen, könne es dann nur noch durch [[Schenkung]] oder [[Tausch]] den Eigentümer wechseln. Zwang sei hiermit ausgeschlossen. In der Tradition dieser Begründung argumentieren beispielsweise die US-amerikanischen [[Gründerväter]], [[Robert Nozick]] oder [[Ayn Rand]]. Weiter wird die Idee des klassischen Liberalismus - explizit ohne naturrechtliche Komponente - von [[Jeremy Bentham]] und [[John Stuart Mill]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AdamSmith.jpg|thumb|120px|Adam Smith]]&lt;br /&gt;
=== Freie Marktwirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wirtschaftsliberaler Überzeugung sorgt der [[Markt (Ökonomie)|Markt]], also die Steuerung von Art, Preis und Menge der Sach- und Dienstleistungen über [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Nachfrage]], für die effizienteste [[Allokation (Wirtschaftswissenschaft)|Allokation]] der [[Ressourcen]]. Bekannt wurde in dem Kontext der Ausdruck der „[[Unsichtbare Hand|unsichtbaren Hand]]“ von [[Adam Smith]] in seinem Werk &#039;&#039;[[Der Wohlstand der Nationen]]&#039;&#039; (Kapitel 4). Mit dem Ausdruck beschrieb er, dass wenn ein Unternehmer aus Eigeninteresse die Produktivität erhöhe, er somit (wie von „unsichtbarer Hand“) auch der Gesellschaft helfe, obwohl er nur den Eigennutz anstrebt. Der Mechanismus der „unsichtbaren Hand“ wurde von [[Friedrich August von Hayek|Friedrich Hayek]] erstmals durch ein Modell eines heuristischen, evolutionären Erkenntnissystems konkretisiert. Aufgabe der Marktordnung ist es unter der Nutzung des Marktes ein Zusammenfallen des Eigennutzens mit dem Gemeinwohl zu erreichen. Diese Idee ist Ausgangspunkt von konstitutionen- und institutionen-ökonomischen Ansätzen, die die Frage nach den geeigneten Regeln bzw. der staatlichen Verfasstheit nachgehen, um eine möglichst gute Marktordnung zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nach [[Jean Baptiste Say]] benannte [[Saysches Theorem|Saysche Theorem]] besagt, dass sich ohne staatlichen Eingriff stets ein [[Marktgleichgewicht]] einstellt und bildet eine Theoriegrundlage des Wirtschaftsliberalismus für das Verhalten auf dem Markt. Ein freier [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] stelle deswegen das optimale Steuerungsinstrument der Wirtschaft dar. Staatliche Eingriffe wie Subventionen oder Schutzzölle werden als Wettbewerbshemmnisse angesehen und insbesondere sofern keine Internalisierung externaler Effekte dadurch realisiert wird, werden sie kritisch gesehen. Bzgl. technologischem Fortschritts und dem zeitlich befristeten Schutz geistigen Eigentums (Patente, Urheberrecht) wird eine Einschränkung des Wettbewerbs durch liberale Denkansätze mitgetragen. Die Thematik der Erziehungszölle wird demgegenüber von den einzelnen Denkströmungen des Wirtschaftsliberalismus uneinheitlich gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:David Ricardo(1).jpg|thumb|120px|David Ricardo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freihandel ===&lt;br /&gt;
[[Adam Smith]] entwickelte im 18. Jh. die Theorie der [[Absoluter Kostenvorteil|Absoluten Kostenvorteile]], wonach bei unterschiedlichen Produktivitäten die Länder vom Handel untereinander profitieren. Historisch wandte sich Smith mit dieser Ansicht gegen den [[Merkantilismus]], in dem staatliche Außenhandelssteuerung dazu diente die Politik absolutistisch regierter Staaten zu stützen. Der klassische Ökonom [[David Ricardo]] versuchte mit seiner Theorie der [[Komparativer Kostenvorteil|komparativen Kostenvorteile]] die Vorteile des [[Freihandel]]s für alle Länder aufzuzeigen. Der freie Handel trage zur Förderung von weltweitem [[Wohlstand]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftsliberale befürworten für die Wohlfahrtsmaximierung einer Gesellschaft die arbeitsteilige Wirtschaft ([[Globalisierung]]) im Sinne des Abbaus von tarifären ([[Zoll (Abgabe)|Schutzzölle]]) und nicht-tarifären Handelshemmnissen bzw. generell dem Abbau von Kosten der Marktbenutzung (direkte und indirekte Steuern, Abgabenlast, Gebühren, Rechtsunsicherheit, ineffiziente, sechs ausufernde Regulierungen). Die [[Subvention]]ierung bestimmter privilegierter Wirtschaftszweige durch den Staat hingegen führen nach liberaler Vorstellung automatisch zu einer Diskriminierung der nicht privilegierten Wirtschaftszweige, die durch zusätzliche Steuer- und Abgabenlast die Privilegierung zu finanzieren haben. Die [[Protektionismus|Protektionierung]] führt zu Allokationsverzerrungen, die unmittelbar zu Netto-Wohlfahrtsverlusten führen, insbesondere im Zusammenspiel zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern wird durch Protektionismus Armut und Perspektivlosigkeit in den wirtschaftlich schwächeren Ländern zementiert. So hätten es zum Beispiel [[Entwicklungsländer]] schwer, gegenüber der hochsubventionierten europäischen Agrarwirtschaft zu konkurrieren, s. [[Agrardumping]]. Liberale werfen den Industriestaaten vor, ihre politische Macht zu Lasten der Entwicklungsländer zu missbrauchen, indem in den Marktsegmenten der Abbau aller Handelsschranken durchgesetzt wird, in denen die Entwicklungsländer nicht wettbewerbsfähig zu den Industrieländern sind, während in allen Bereichen, in denen die Entwicklungsländer sich zu den Industrieländern im Wettbewerb befinden und überlegen sind, massivste Handelshemmnisse auf- und ausgebaut werden. Anhänger des Liberalismus fordern, im Sinne eines fairen und gesamtwohlfahrtsförderlichen Welthandels, sämtliche Handelsschranken zu anderen Ländern abzubauen und die selektive Privilegierung einiger Produkte durch Subventionen einzuschränken. Damit könnten Entwicklungsländer besser am Wohlfahrtsgewinn durch Spezialisierung und Handel profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Nach wirtschaftsliberaler Auffassung ist es nicht Aufgabe des Staates, unternehmerisch tätig zu werden. Der Vorrang von Privateigentum und privatwirtschaftlichen Regelungsformen gegenüber staatlichem Einfluss wird mitunter aus einer bestimmten Sichtweise auf die ökonomische [[Theorie der Verfügungsrechte]] abgeleitet. Demnach steige der volkswirtschaftliche Wohlstand, je mehr Eigentum sich in privater Hand befindet. Bei sozialistischen Regelungsformen komme es hingegen zwangsläufig zur sogenannten [[Tragik der Allmende]]. In der praktischen Umsetzung der Wirtschaftsliberalisierung, also bei der tatsächlich regulär gewährten Freistellung von Gewinnbesteuerung der institutionellen Gewinne zeigt sich jedoch, dass zwar Unternehmen in einen härteren Wettbewerb um bessere Produkte treten können, hierbei aber weder allgemeine Entwicklungsvoraussetzungen noch allgemeine Kostenanteile mitgetragen werden können. Die weitgehende Finanzierung dieser gesellschaftlichen Erfordernisse verbleibt somit den bei verschiedensten Besteuerungsformen privater Einkommen, was nicht nur die wirtschaftliche Grundgerechtigkeit nach Nutznießer und Verursacher Prinzip verletzt, sondern tatsächlich einen zunehmend übermächtigen institutionellen Vermögenszuwachs zur Folge hat. Demgegenüber ist ein Rückgang der durchschnittlichen Privatvermögen zu verzeichnen. Diese Tendenz hat unzweifelhaft einen, die Gesamtwirtschaft von den Endverbrauchermärkten aus drosselnden Kaufkraftverlust zur Folge. Somit sind die Konsequenzen einer übermäßig gestatteten Gewinnsteuer-Befreiung den gesellschaftlichen, den allgemeinen Privatinteressen und im Endeffekt auch dem Interessen der gesamten Privatwirtschaft zuwider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Normativer Individualismus ===&lt;br /&gt;
{{WikipediaDE|Normativer Individualismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordoliberale Kritik am „Versagen des Wirtschaftsliberalismus“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alexander Rüstow]] führte in seinem Werk &#039;&#039;Das Versagen der Wirtschaftsliberalismus als religionsgeschichtliches Problem&#039;&#039; (1945) den weltanschaulichen Hintergrund des klassischen Liberalismus auf die Vorstellung von einer mit der göttlichen Schöpfung in die Welt gesetzten prästabilisierten Harmonie zurück. Der Ursprung dieser „[[Wirtschaftstheologie]]“ sei jedoch weniger christliche Religiosität gewesen, sondern beruhe vielmehr auf der Wiederbelebung antiker Philosophie in der Zeit der [[Aufklärung]]. [[Adam Smith]] sei sich seiner Abhängigkeit von der [[Stoa|stoischen Philosophie]] des allgemeinen Harmonieglaubens bewusst gewesen, als er das symbolkräftige Bild von der [[Unsichtbare Hand|unsichtbaren Hand]] schuf. Die liberale ökonomische Theorie habe dadurch eine geradezu metaphysische Würde erhalten. Jeder menschliche Eingriff in den &amp;quot;göttlichen&amp;quot; Automatismus der Marktwirtschaft musste von Anhängern des [[laissez-faire]] daher als Sakrileg abgelehnt werden. Auch nach Adam Smith habe die Nationalökonomie den Charakter eines Erlösungswissens behalten. Dieser habe sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts dann verflüchtigt, es sei jedoch eine Deformation der Geisteshaltung geblieben, welche die soziologischen Bedingungen für eine funktionierende Marktwirtschaft habe verkennen lassen. Deshalb hatten Vertreter der Wirtschaftsfreiheit selbst die Entartung der Marktwirtschaft im [[Manchesterliberalismus|Manchesterkapitalismus]] als zwar bedauerliche, aber unvermeidbare ökonomische Folge hingenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jähnichen Traugott, &#039;&#039;Wirtschaftsethik&#039;&#039;, W Kollhammer GmbH, Stuttgart, 2008, ISBN 978-3-17-018291-2, Seite 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Meier-Rust, &#039;&#039;Alexander Rüstow&#039;&#039;, Verlag Klett-Cotta, 1993, ISBN 3-608-91627-X,  Seite 251&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ansicht von [[Hans Willgerodt]] ging es Rüstow nicht darum, den Wirtschaftsliberalismus zu ersetzen, sondern „ihn von Monopolismus, Megalomanie, Gruppenanarchie und Proletarisierung zu befreien“. Rüstow habe dabei allerdings Smiths Ansichten überspitzt dargestellt und sich nur auf dessen Äußerungen bezogen, in denen dieser eine Selbststeuerung über den Markt für sinnvoll erachtet, nicht jedoch auf dessen zahllose Hinweise auf Unvollkommenheiten des Marktes.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Willgerodt: &#039;&#039;Der Neoliberalismus - Entstehung, Kampfbegriff und Meinungsstreit.&#039;&#039; in &#039;&#039;Ordo: Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft.&#039;&#039; Band 57, Lucius &amp;amp; Lucius DE, 2006, ISBN 3828203272, S.71&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Rüstow kritisierten auch [[Wilhelm Röpke (Wirtschaftswissenschaftler)|Wilhelm Röpke]] und [[Walter Eucken]] die „[[Ökonomismus|ökonomistische Verengung]]“ des Wirtschaftsliberalismus (im Sinne von libertären Minimalstaatskonzeptionen).&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Renner: Die zwei Neoliberalismen, in: Ingo Pies, Martin Leschke, Walter Euckens Ordnungspolitik, Mohr Siebeck, 2002, ISBN 3-16-147919-X, S. 176&amp;lt;/ref&amp;gt; Rüstow bemühte sich seit 1931 um den Aufbau eines Sammelbeckens für alle, die eine „irgendwie wirtschaftsliberale Einstellung vertreten“. Während der Zeit des [[Nationalsozialismus]] gelang es Eucken, der sich selbst als „wirtschaftspolitisch Liberalen“ bezeichnete, in Freiburg ein Zentrum wirtschaftsliberalen Denkens zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lüder Gerken: &#039;&#039;Walter Eucken und sein Werk: Rückblick auf den Vordenker der sozialen Marktwirtschaft.&#039;&#039; Band 41 von &#039;&#039;Untersuchungen zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik&#039;&#039;. Mohr Siebeck, 2000, ISBN 3161475038, s.76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Liberalismus}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Wirtschaftsliberalismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adam Smith: [http://en.wikisource.org/wiki/The_Wealth_of_Nations The Wealth of Nations]. 1776, [[Der Wohlstand der Nationen|Artikel in Wikipedia]]&lt;br /&gt;
* Milton Friedman: &#039;&#039;Kapitalismus und Freiheit&#039;&#039;, Eichborn, Frankfurt/M. 2002, ISBN 3-8218-3960-0&lt;br /&gt;
* Friedrich Hayek: &#039;&#039;Die Verfassung der Freiheit&#039;&#039;, Mohr, Tübingen, 1991, ISBN 3-16-145844-3&lt;br /&gt;
* Friedrich Hayek: &#039;&#039;Der Weg zur Knechtschaft&#039;&#039;, Olzog, München 2003, ISBN 3-7892-8118-2&lt;br /&gt;
* Ludwig von Mises: &#039;&#039;Liberalismus&#039;&#039;, 1927, ISBN 3-88345-428-1&lt;br /&gt;
* Ludwig von Mises: &#039;&#039;Wirtschaftlicher Liberalismus&#039;&#039; in &#039;&#039;Handwörterbuch der Sozialwissenschaften&#039;&#039;, Bd. 6, 1959, S. 596–603, [http://docs.mises.de/Mises/Mises_Wirtschaftlicher_Liberalismus.pdf Online] (PDF; 179&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Ulrich van Suntum: &#039;&#039;Die unsichtbare Hand&#039;&#039;, Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-41003-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsliberalismus|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politischer -ismus]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Klassischer Liberalismus</title>
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		<updated>2025-03-24T12:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Klassischer Liberalismus&#039;&#039;&#039; werden unterschiedliche frühe Formen des [[Liberalismus]] bezeichnet: zum einen die Lehren der [[Philosophie|philosophischen]] [[Theorie|Theoretiker]] [[John Locke]] und [[Immanuel Kant]], die den Liberalismus als [[politische Ideologie]] systematisch begründeten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayer115&amp;quot;&amp;gt;Thomas Mayer: &#039;&#039;Kant und die Links-Kantianer – Liberale Tradition und soziale Demokratie&#039;&#039;, in: V. Gerhard (Hg.): &#039;&#039;Kant im Streit der Fakultäten&#039;&#039;, De Gruyter, 2005, S.&amp;amp;nbsp;115&amp;lt;/ref&amp;gt; zum anderen hat sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts „klassischer Liberalismus“ auch als Bezeichnung für die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der bedeutendsten Vertreter der [[Klassische Nationalökonomie|klassischen Nationalökonomie]] und [[Freihandel]]slehre eingebürgert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walther1982&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Walther: &#039;&#039;Exkurs: Wirtschaftsliberalismus&#039;&#039; (Art. „Liberalismus“), in: Brunner/Conze/Koselleck: &#039;&#039;Geschichtliche Grundbegriffe&#039;&#039;, Bd. 3, Stuttgart 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für den klassischen Liberalismus in der Tradition [[Immanuel Kant]]s, [[John Locke]]s und [[Montesquieu]] ist eine Legitimationstheorie für politische Herrschaft, die auf den Elementen Menschenrechte, Verfassung und vernünftiger Selbstbestimmung der Bürger beruht. Ein wesentlicher Grundwert für die Begründung öffentlicher Institutionen und für die Verfassung von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur ist die individuelle Freiheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayer115&amp;quot; /&amp;gt; Wichtig für den klassischen Liberalismus ist außerdem der enge Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Freiheit (v.&amp;amp;nbsp;a. Privateigentum und Vertragsfreiheit) und politischer Freiheit. Im Unterschied zum Republikanismus spielen für den klassischen politischen Liberalismus Bürgertugenden keine bedeutende Rolle. Vielmehr vertraut er stärker auf rechtssichernde Institutionen, allgemeine Gesetze und unveräußerliche Grundrechte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayer115&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmte Vertreter oder Vorläufer des &#039;&#039;klassischen Liberalismus&#039;&#039; waren neben den genannten auch der Theoretiker des [[Vertragstheorie|Gesellschaftsvertrag]]s [[Thomas Hobbes]], der [[Demokratietheorie|Demokratietheoretiker]] [[Alexis de Tocqueville]], der Begründer des liberalen [[Bildung]]sideals [[Wilhelm von Humboldt]] und der für die Entwicklung des [[Nationalliberalismus]] einflussreiche [[Johann Gottlieb Fichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird die Ende des 18. Jahrhunderts entstandene schottisch-englische Lehre der klassischen Nationalökonomie als Liberalismus bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Walther: &#039;&#039;Exkurs: Wirtschaftsliberalismus&#039;&#039; (Art. „Liberalismus“), in: Brunner/Conze/Koselleck: &#039;&#039;Geschichtliche Grundbegriffe&#039;&#039;, Bd. 3, Stuttgart 1982, S.&amp;amp;nbsp;787.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wirtschaftspolitische Position wird heute oft ebenfalls mit der Bezeichnung „klassischer Liberalismus“ (auch &#039;&#039;Altliberalismus&#039;&#039; oder abwertend &#039;&#039;Paläoliberalismus&#039;&#039;) versehen. Sie löste die Anschauungen des [[Merkantilismus]] und des [[Physiokratismus]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Albers, Anton Zottmann: &#039;&#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft.&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 1980. ISBN 3-525-10256-9. S.&amp;amp;nbsp;41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Vertreter des klassischen Wirtschaftsliberalismus sind [[Adam Smith]], [[David Ricardo]], [[John Stuart Mill]] und [[Jean-Baptiste Say]]. Smith stellte dem auf unzähligen [[Staatsintervention|Staatseingriffen]] in die Wirtschaft beruhenden Merkantilismus einen wirtschaftlichen Liberalismus entgegen, der weitgehend dem &#039;&#039;freien Spiel der Kräfte&#039;&#039; vertraute. &amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich van Suntum]]: &#039;&#039;Die Unsichtbare Hand: Ökonomisches Denken Gestern Und Heute&#039;&#039;. Ausgabe 3, Springer 2005, ISBN 3-540-25235-5, S.&amp;amp;nbsp;4f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Autoren der klassischen Nationalökonomie traten politisch für eine Befreiung der Wirtschaftstätigkeiten von allen Beschränkungen des Zunft- und Feudalwesens ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Meckenstock: &#039;&#039;Wirtschaftsethik&#039;&#039;. Walter de Gruyter 1997. ISBN 3-110-15559-1 S.&amp;amp;nbsp;22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefordert wurden [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]], [[Freihandel]], das Recht auf [[Privateigentum]] und [[Vertragsfreiheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Beutel: &#039;&#039;Mikroökonomie&#039;&#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2006. ISBN 3-486-58116-3. S.&amp;amp;nbsp;7&amp;lt;/ref&amp;gt; Der klassische Liberalismus wirtschaftlicher Prägung geht davon aus, dass der freie Markt als wirtschaftliche Ausprägung der Freiheit das optimale Steuerungsinstrument der [[Wirtschaft]] sei, das automatisch für eine optimale [[Ressourcenallokation]] sorge. Das eigennützige Streben des Einzelnen diene in einer freien Gesellschaft mit „[[Unsichtbare Hand|unsichtbarer Hand]]“ per se dem Gemeinwohl. Für klassische Liberale hat sich der Staat auf drei Aufgaben zu beschränken: Gewährleistung der äußeren und inneren Sicherheit, die Bereitstellung eines unparteiischen Rechtswesens sowie die Unterhaltung potentiell unrentabler Dienste, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der schulischen Ausbildung. Dies wird polemisch auch als „[[Nachtwächterstaat]]“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auffassung von [[Rudolf_Walther_(Historiker)|Rudolf Walther]] ist die Gleichsetzung von Wirtschaftsliberalismus und Klassischer Nationalökonomie irreführend, da die Begründer der Nationalökonomen selbst den Terminus nicht verwendet haben und außerdem Differenzen zu heutigen Positionen des Wirtschaftsliberalismus beständen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walther1982&amp;quot; /&amp;gt; Sachlich besteht jedoch ein dogmengeschichtlicher Zusammenhang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Karl-Hermann Flach]] war der Liberalismus für die frühen Theoretiker, wie Adam Smith und David Ricardo, keine Privilegien-Theorie, sondern eine Soziallehre, die von der These ausging, „dass der Fortschritt der Gesamtheit dann am wirksamsten wäre, wenn jeder Einzelne versuchen würde, das Beste zu erreichen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flach-grün&amp;quot;&amp;gt; siehe: Karl-Hermann Flach: &#039;&#039;Noch eine Chance für die Liberalen&#039;&#039;, 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht das Glück einiger Einzelner sei der Maßstab dieser Theoretiker, „sondern das Glück der Gesamtheit als Summe des Erfolges strebsamer Einzelner.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flach-grün&amp;quot;/&amp;gt; Flach argumentiert, dass das „freie Spiel der Kräfte nicht zum vollkommenen Wettbewerb“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flach-grün&amp;quot; /&amp;gt; geführt habe, vielmehr wäre dieser zunehmend durch Kartelle und marktbeherrschende Konzentrationen eingeschränkt. Darum hätten sich [[Neoliberalismus|Neoliberale]] wie [[Wilhelm Röpke (Wirtschaftswissenschaftler)|Wilhelm Röpke]] und [[Walter Eucken]] „zum Recht auf Staatsintervention zur Herstellung und Wiederherstellung von Wettbewerb“ durchgerungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flach-grün&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Abgrenzung zum Neoliberalismus}}&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung des Neoliberalismus vom Klassischen Wirtschaftsliberalismus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Bezeichnungen „Alt“- bzw. „Paläoliberalismus“ zur Abgrenzung des [[Neoliberalismus]] vom Klassischen Liberalismus (Wirtschaftsliberalismus) benutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BonnerBeiträge&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Bonner Beiträge zur Soziologie&#039;&#039;, Ausgaben 3–5, F. Enke, 1964, S.&amp;amp;nbsp;100&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff Neoliberalismus wurde damals als Synonym zu [[Ordoliberalismus]] verwendet. Während Neoliberalismus seit den 1990er Jahren auch als Kampfbegriff gegen eine Politik eines unterstellten [[Marktfundamentalismus]] identifiziert wird, vertrat der (deutsche) Neoliberalismus damals die Gegenposition, indem er sich von dem rein marktwirtschaftlichen Denken des Klassischen Liberalismus abgrenzte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Ptak]]: &#039;&#039;Vom Ordoliberalismus zur Sozialen Marktwirtschaft&#039;&#039;, Leske + Budrich, Opladen, 2004, ISBN 3-8100-4111-4, S.&amp;amp;nbsp;14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mit dem Neoliberalismus teilen die Vertreter der Sozialen Marktwirtschaft die Überzeugung, daß der Altliberalismus zwar die Funktionsbedeutung des Wettbewerbs richtig gesehen hat, die sozialen und soziologischen Probleme jedoch nicht ausreichend beachtet.|Alfred Müller-Armack&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Gerhard Stapelfeld: &#039;&#039;Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland: Kritik der ökonomischen Rationalität&#039;&#039;. Zweiter Band, LIT Verlag, ISBN 978-3-8258-3627-6, 1998, S.&amp;amp;nbsp;267.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alexander Rüstow]] benutzte die Bezeichnung Paläoliberalismus auch auf dem [[Colloque Walter Lippmann]]. Dort einigten sich die Teilnehmer auf den Begriff Neoliberalismus, der als Gegenbegriff für einen modernen Liberalismus stehen sollte, der sich vom [[Laissez-faire]] unterscheidet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BonnerBeiträge&amp;quot; /&amp;gt; Seitdem nutzen Autoren,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grossketteler&amp;quot;&amp;gt;Heinz Grossketteler: &#039;&#039;Kritik der Sozialen Marktwirtschaft aus der Perspektive der neuen Institutionenökonomik&#039;&#039; in: Knut Wolfgang Nörr, Joachim Starbatty: &#039;&#039;50 Jahre Soziale Marktwirtschaft&#039;&#039;, Lucius und Lucius, 1999, ISBN 3-8282-0105-9, S.&amp;amp;nbsp;55, [http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1426/273.pdf Digitalisat] (PDF; 2,1 MB, S.&amp;amp;nbsp;3)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Müller-Jentsch: &#039;&#039;Strukturwandel der Industriellen Beziehungen&#039;&#039;, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage 2007, ISBN 978-3-531-15567-8, S.&amp;amp;nbsp;66, 72 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Meyer-Rust: &#039;&#039;Alexander Rüstow – Geschichtsdeutung und liberales Engagement&#039;&#039;, Stuttgart 1993, ISBN 978-3-608-91627-0, S.&amp;amp;nbsp;69&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch z.&amp;amp;nbsp;B. Alexander Rüstow,&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Weidenfeld: &#039;&#039;Wettbewerbstheorie, Wirtschaftspolitik und Mittelstandsförderung: 1948–1963 – die Mittelstandspolitik im Spannungsfeld zwischen wettbewerbstheoretischem Anspruch und wirtschaftspolitischem Pragmatismus&#039;&#039;. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1992. ISBN 3-515-05799-4, S.&amp;amp;nbsp;55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wilhelm Röpke&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Renner: Die zwei Neoliberalismen. In: Fragen der Freiheit. Nr. Heft 256, Okt./Dez. 2000 [http://www.tristan-abromeit.de/pdf/MdB%20Gruene%20Anhang%20I.pdf S.&amp;amp;nbsp;6].&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Alfred Müller-Armack]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grossketteler&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Zehetmaier: &#039;&#039;Politik aus christlicher Verantwortung&#039;&#039;, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage 2007, ISBN 978-3-531-15491-6, S.&amp;amp;nbsp;112, mit Nachweisen bei Rüstow und Müller-Armack.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bezeichnung Altliberalismus, um damit z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Österreichische Schule]] von ihrer Konzeption des Neoliberalismus abzugrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Ptak: &#039;&#039;Vom Ordoliberalismus zur Sozialen Marktwirtschaft&#039;&#039;, Leske + Budrich, Opladen, 2004, ISBN 3-8100-4111-4, S.&amp;amp;nbsp;14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander Rüstow führte in seinem Werk &#039;&#039;Das Versagen des Wirtschaftsliberalismus als religionsgeschichtliches Problem&#039;&#039; (1945) den weltanschaulichen Hintergrund des klassischen Liberalismus und insbesondere die Vorstellung von der [[Unsichtbare Hand|unsichtbaren Hand]] auf einen pseudoreligiösen allgemeinen Harmonieglauben zurück. Diese Überzeugung habe die Grundhaltung des [[laissez-faire]] hervorgerufen, nach der im Vertrauen auf eine mit der Schöpfung gesetzte prästabilisierte Harmonie die Welt ihrem freien Lauf überlassen werden sollte. Dieses Dogma hielt Rüstow für den entscheidenden Grund, warum der Wirtschaftsliberalismus des 19. Jahrhunderts auch angesichts offenkundiger Fehlentwicklungen nicht bereit war, Gegenmaßnahmen einzuleiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jähnichen Traugott: &#039;&#039;Wirtschaftsethik&#039;&#039;, W Kollhammer GmbH, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-018291-2, S.&amp;amp;nbsp;131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Markt hat jedoch einen überwirtschaftlichen Rahmen, der durch Gesetze usw. gebildet wird, und innerhalb dieses Rahmens kann die Sache gar nicht planmäßig genug hergehen. (...) An dieser Planmäßigkeit des Rahmens, insbesondere auf dem Gebiet der Sozialpolitik, fehlt es leider Gottes noch sehr. Dadurch unterscheiden wir Neuliberalen uns ja von den Altliberalen, daß wir uns der Notwendigkeit des Rahmens und seiner Gestaltung bewußt sind. Leider wird dieser Unterschied dadurch verwischt, daß es eine Anzahl von Altliberalen, zum Teil von sehr intransigenten Altliberalen gibt, besonders in Amerika, die sich fälschlicherweise- und irreführenderweise &#039;Neuliberale&#039; nennen und damit große Verwirrung stiften. Leider können wir dagegen nicht mit Patentprozessen und Markenschutz vorgehen.|Alexander Rüstow: &#039;&#039;Sozialpolitik diesseits und jenseits des Klassenkampfes&#039;&#039;. In: Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (Hrsg.): &#039;&#039;Sinnvolle und sinnwidrige Sozialpolitik&#039;&#039;. Ludwigsburg 1959, S.&amp;amp;nbsp;20.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich August von Hayek]] sieht sich in der Verfassung der Freiheit (1960) „ganz explizit in der Nachfolge des klassischen Liberalismus Humes und Smiths und ihrer Vorstellung zur Evolutorik gesellschaftlicher Entwicklung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Kolev in: [http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI_Research_Paper_5-4.pdf Macht und Wissen als Determinanten: Zur Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik bei Walter Eucken und Friedrich August von Hayek], S.&amp;amp;nbsp;14&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ökonom [[John Kenneth Galbraith]] versteht dieses Werk Hayeks als anachronistischen Rückfall in die Gedankenwelt des Laissez-faire-Liberalismus des 19. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Karabelas: &#039;&#039;Freiheit statt Sozialismus: Rezeption und Bedeutung Friedrich August von Hayeks in der Bundesrepublik&#039;&#039;, Campus Verlag, 2010, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ingo Pies]] dagegen betont, dass Hayek den Laissez-faire-Liberalismus systematisch ablehnte. Er wollte „keinen Minimalstaat, sondern einen zweckmäßig eingerichteten Verfassungsstaat, der Wirtschaftspolitik primär als Rechtssetzung betreibt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Pies: &#039;&#039;Ordnungspolitik in der Demokratie: ein ökonomischer Ansatz diskursiver Politikberatung&#039;&#039;, Mohr Siebeck Verlag, 2000, ISBN 3-16-147507-0, S.&amp;amp;nbsp;31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Milton Friedman]] sah sich (später) als klassisch Liberaler, nicht als Neoliberaler.&amp;lt;ref&amp;gt;Taylor C. Boas, Jordan Gans-Morse: [http://people.bu.edu/tboas/neoliberalism.pdf &#039;&#039;Neoliberalism: From New Liberal Philosophyto Anti-Liberal Slogan&#039;&#039;] (PDF; 358 kB) S.&amp;amp;nbsp;14: „In a 1981 interview during a visit to Chile, Hayek stated unequivocally that he was a not a neoliberal and that he was willing to improve upon, but not fundamentally change, the postulates of classical liberalism (El Mercurio April 18, 1981). While Friedman (1951) embraced the neoliberal label and philosophy in one of his earliest political writings, he subsequently distanced himself from the term, trumpeting “old-style liberalism” in later manifestoes (Friedman 1955)“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Klassischer Liberalismus}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Liberalismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Liberalismus|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Grundmaxime_der_freien_Menschen&amp;diff=621588</id>
		<title>Grundmaxime der freien Menschen</title>
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		<updated>2025-03-24T12:58:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Grundmaxime der freien Menschen&#039;&#039;&#039; hat [[Rudolf Steiner]] in seiner [[Philosophie der Freiheit]] so formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Grundmaxime der freien Menschen wird von jedem im modernen Sinn geistig strebenden Menschen beachtet werden müssen und gilt insbesondere für die Art und Weise, wie man [[Anthroposophie]] vor der Welt vertreten sollte. Anthroposophie kann ihren wahren Wert nur im praktischen Tun beweisen, in der Liebe zum Handeln aus geistiger Einsicht und aus den Lebensfrüchten, die sich daraus ergeben, und sie muss frei von Zwang und jeglicher Dogmatik vor die Welt gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Frei ist nur der Mensch, insofern er in jedem Augenblicke seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist. Eine sittliche Tat ist nur meine Tat, wenn sie in dieser Auffassung eine freie genannt werden kann. Hier ist zunächst die Rede davon, unter welchen Voraussetzungen eine gewollte Handlung als eine freie empfunden wird; wie diese rein ethisch gefaßte Freiheitsidee in der menschlichen Wesenheit sich verwirklicht, soll im folgenden sich zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung aus Freiheit schließt die sittlichen Gesetze nicht etwa aus, sondern ein; sie erweist sich nur als höherstehend gegenüber derjenigen, die nur von diesen Gesetzen diktiert ist. Warum sollte meine Handlung denn weniger dem Gesamtwohle dienen, wenn ich sie aus Liebe getan habe, als dann, wenn ich sie nur aus dem Grunde vollbracht habe, weil dem Gesamtwohle zu dienen ich als Pflicht empfinde? Der bloße Pflichtbegriff schließt die Freiheit aus, weil er das Individuelle nicht anerkennen will, sondern Unterwerfung des letztem unter eine allgemeine Norm fordert. Die Freiheit des Handelns ist nur denkbar vom Standpunkte des ethischen Individualismus aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist aber ein Zusammenleben der Menschen möglich, wenn jeder nur bestrebt ist, seine Individualität zur Geltung zu bringen? Damit ist ein Einwand des falsch verstandenen Moralismus gekennzeichnet. Dieser glaubt, eine Gemeinschaft von Menschen sei nur möglich, wenn sie alle vereinigt sind durch eine gemeinsam festgelegte sittliche Ordnung. Dieser Moralismus versteht eben die Einigkeit der Ideenwelt nicht. Er begreift nicht, daß die Ideenwelt, die in mir tätig ist, keine andere ist, als die in meinem Mitmenschen. Diese Einheit ist allerdings bloß ein Ergebnis der Welterfahrung. Allein sie muß ein solches sein. Denn wäre sie durch irgend etwas anderes als durch Beobachtung zu erkennen, so wäre in ihrem Bereich nicht individuelles Erleben, sondern allgemeine Norm geltend. Individualität ist nur möglich, wenn jedes individuelle Wesen vom andern nur durch individuelle Beobachtung weiß. Der Unterschied zwischen mir und meinem Mitmenschen liegt durchaus nicht darin, daß wir in zwei ganz verschiedenen Geisteswelten leben, sondern daß er aus der uns gemeinsamen Ideenwelt andere Intuitionen empfängt als ich. Er will seine Intuitionen ausleben, ich die meinigen. Wenn wir beide wirklich aus der Idee schöpfen und keinen äußeren (physischen oder geistigen) Antrieben folgen, so können wir uns nur in dem gleichen Streben, in denselben Intentionen begegnen. Ein sittliches Mißverstehen, ein Aufeinanderprallen ist bei sittlich freien Menschen ausgeschlossen. Nur der sittlich Unfreie, der dem Naturtrieb oder einem angenommenen Pflichtgebot folgt, stößt den Nebenmenschen zurück, wenn er nicht dem gleichen Instinkt und dem gleichen Gebot folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen. Sie kennen kein anderes Sollen als dasjenige, mit dem sich ihr Wollen in intuitiven Einklang versetzt; wie sie in einem besonderen Falle wollen werden, das wird ihnen ihr Ideenvermögen sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läge nicht in der menschlichen Wesenheit der Urgrund zur Verträglichkeit, man würde sie ihr durch keine äußeren Gesetze einimpfen! Nur weil die menschlichen Individuen eines Geistes sind, können sie sich auch nebeneinander ausleben. Der Freie lebt in dem Vertrauen darauf, daß der andere Freie mit ihm einer geistigen Welt angehört und sich in seinen Intentionen mit ihm begegnen wird. Der Freie verlangt von seinen Mitmenschen keine Übereinstimmung, aber er erwartet sie, weil sie in der menschlichen Natur liegt. Damit ist nicht auf die Notwendigkeiten gedeutet, die für diese oder jene äußeren Einrichtungen bestehen, sondern auf die Gesinnung, auf die Seelenverfassung, durch die der Mensch in seinem Sich-Erleben unter von ihm geschätzten Mitmenschen der menschlichen Würde am meisten gerecht wird.|4|130}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1978) {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie der Freiheit|H]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[en:Basic maxim of free people]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aphorismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aphorismus von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra (Anthroposophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation (Anthroposophie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Grundmaxime_der_freien_Menschen&amp;diff=621587</id>
		<title>Grundmaxime der freien Menschen</title>
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		<updated>2025-03-24T12:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Dieser verseteckte Artikel sollte unbedingt mehr im Vordregrund stehen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Grundmaxime der freien Menschen&#039;&#039;&#039; hat [[Rudolf Steiner]] in seiner [[Philosophie der Freiheit]] so formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Grundmaxime der freien Menschen wird von jedem im modernen Sinn geistig strebenden Menschen beachtet werden müssen und gilt insbesondere für die Art und Weise, wie man [[Anthroposophie]] vor der Welt vertreten sollte. Anthroposophie kann ihren wahren Wert nur im praktischen Tun beweisen, in der Liebe zum Handeln aus geistiger Einsicht und aus den Lebensfrüchten, die sich daraus ergeben, und sie muss frei von Zwang und jeglicher Dogmatik vor die Welt gestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Frei ist nur der Mensch, insofern er in jedem Augenblicke seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist. Eine sittliche Tat ist nur meine Tat, wenn sie in dieser Auffassung eine freie genannt werden kann. Hier ist zunächst die Rede davon, unter welchen Voraussetzungen eine gewollte Handlung als eine freie empfunden wird; wie diese rein ethisch gefaßte Freiheitsidee in der menschlichen Wesenheit sich verwirklicht, soll im folgenden sich zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung aus Freiheit schließt die sittlichen Gesetze nicht etwa aus, sondern ein; sie erweist sich nur als höherstehend gegenüber derjenigen, die nur von diesen Gesetzen diktiert ist. Warum sollte meine Handlung denn weniger dem Gesamtwohle dienen, wenn ich sie aus Liebe getan habe, als dann, wenn ich sie nur aus dem Grunde vollbracht habe, weil dem Gesamtwohle zu dienen ich als Pflicht empfinde? Der bloße Pflichtbegriff schließt die Freiheit aus, weil er das Individuelle nicht anerkennen will, sondern Unterwerfung des letztem unter eine allgemeine Norm fordert. Die Freiheit des Handelns ist nur denkbar vom Standpunkte des ethischen Individualismus aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist aber ein Zusammenleben der Menschen möglich, wenn jeder nur bestrebt ist, seine Individualität zur Geltung zu bringen? Damit ist ein Einwand des falsch verstandenen Moralismus gekennzeichnet. Dieser glaubt, eine Gemeinschaft von Menschen sei nur möglich, wenn sie alle vereinigt sind durch eine gemeinsam festgelegte sittliche Ordnung. Dieser Moralismus versteht eben die Einigkeit der Ideenwelt nicht. Er begreift nicht, daß die Ideenwelt, die in mir tätig ist, keine andere ist, als die in meinem Mitmenschen. Diese Einheit ist allerdings bloß ein Ergebnis der Welterfahrung. Allein sie muß ein solches sein. Denn wäre sie durch irgend etwas anderes als durch Beobachtung zu erkennen, so wäre in ihrem Bereich nicht individuelles Erleben, sondern allgemeine Norm geltend. Individualität ist nur möglich, wenn jedes individuelle Wesen vom andern nur durch individuelle Beobachtung weiß. Der Unterschied zwischen mir und meinem Mitmenschen liegt durchaus nicht darin, daß wir in zwei ganz verschiedenen Geisteswelten leben, sondern daß er aus der uns gemeinsamen Ideenwelt andere Intuitionen empfängt als ich. Er will seine Intuitionen ausleben, ich die meinigen. Wenn wir beide wirklich aus der Idee schöpfen und keinen äußeren (physischen oder geistigen) Antrieben folgen, so können wir uns nur in dem gleichen Streben, in denselben Intentionen begegnen. Ein sittliches Mißverstehen, ein Aufeinanderprallen ist bei sittlich freien Menschen ausgeschlossen. Nur der sittlich Unfreie, der dem Naturtrieb oder einem angenommenen Pflichtgebot folgt, stößt den Nebenmenschen zurück, wenn er nicht dem gleichen Instinkt und dem gleichen Gebot folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen. Sie kennen kein anderes Sollen als dasjenige, mit dem sich ihr Wollen in intuitiven Einklang versetzt; wie sie in einem besonderen Falle wollen werden, das wird ihnen ihr Ideenvermögen sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läge nicht in der menschlichen Wesenheit der Urgrund zur Verträglichkeit, man würde sie ihr durch keine äußeren Gesetze einimpfen! Nur weil die menschlichen Individuen eines Geistes sind, können sie sich auch nebeneinander ausleben. Der Freie lebt in dem Vertrauen darauf, daß der andere Freie mit ihm einer geistigen Welt angehört und sich in seinen Intentionen mit ihm begegnen wird. Der Freie verlangt von seinen Mitmenschen keine Übereinstimmung, aber er erwartet sie, weil sie in der menschlichen Natur liegt. Damit ist nicht auf die Notwendigkeiten gedeutet, die für diese oder jene äußeren Einrichtungen bestehen, sondern auf die Gesinnung, auf die Seelenverfassung, durch die der Mensch in seinem Sich-Erleben unter von ihm geschätzten Mitmenschen der menschlichen Würde am meisten gerecht wird.|4|130}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1978) {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie der Freiheit|H]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[en:Basic maxim of free people]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aphorismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aphorismus von Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mantra (Anthroposophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation (Anthroposophie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Anch&amp;diff=621585</id>
		<title>Anch</title>
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		<updated>2025-03-24T12:46:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Hieroglyphen&lt;br /&gt;
|TITEL = Anch&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;hiero&amp;gt;S34&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME-TRANSKRIPTION = &lt;br /&gt;
|NAME-ERKLÄRUNG = Das ägyptische Anch-Symbol&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Anch.jpg|thumb|left|Henkelkreuz (Anch)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Tao.gif|thumb|Das [[Tauzeichen]]|110px]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Ankh-Symbol.svg|mini|110px]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anch&#039;&#039;&#039; (&amp;lt;big&amp;gt;{{Unicode|☥}}&amp;lt;/big&amp;gt;, [[Wikipedia:Ägyptische Sprache|ägyptisch]] ʿnḫ, in englischer [[Wikipedia:Transkription (Schreibung)|Transkription]] &#039;&#039;Ankh&#039;&#039;, bekannt auch als &#039;&#039;ägyptisches Kreuz&#039;&#039;, &#039;&#039;Henkelkreuz&#039;&#039;, &#039;&#039;Lebensschleife&#039;&#039;, &#039;&#039;Nilschlüssel&#039;&#039; oder &#039;&#039;koptisches Kreuz&#039;&#039; als gemeinsames Symbol der [[Wikipedia:koptische Kirche|koptischen Kirche]] und der [[Anch-Bewegung]], [[Wikipedia:Latein|lat.]] &#039;&#039;Crux ansata&#039;&#039;) ist eine [[Wikipedia:ägyptische Hieroglyphe|ägyptische Hieroglyphe]] und gilt vor allem als [[Symbol]] für das ewige Leben. Es leitet sich ab von dem &#039;&#039;&#039;Taozeichen&#039;&#039;&#039;, das für die alles durchwebenden Kraft des göttlichen [[Tao]] steht, von der man noch auf der alten [[Atlantis]] umfassende Kenntnis hatte. Das Taozeichen zählt auch zu den [[Symbol]]en des [[Weihnachtsbaum]]s, die von [[Rudolf Steiner]] gegeben wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Darüber steht das Taozeichen, jenes Zeichen, das uns an die Gottesbezeichnung unserer uralten Vorfahren erinnert. Bevor Europa, Asien, Afrika Kulturland war, lebten diese alten Vorfahren in der Atlantis, die in Fluten untergegangen ist. In den germanischen Sagen lebt noch die Erinnerung an diese Atlantis in den Sagen von Niflheim, dem Nebelheim. Denn Atlantis war nicht von reiner Luft umgeben. Große, mächtige Nebelmassen umwogten das Land, ähnlich wie man sie heute sieht, wenn man im Hochgebirge durch Wolken und Nebelmassen zieht. Sonne und Mond standen nicht klar am Himmel, sie waren für die Atlantis umgeben von Regenbogenringen - von der heiligen Iris. Damals verstand der Mensch noch viel mehr die Sprache der Natur. Was heute im Plätschern der Wellen, im Rauschen des Windes, im Säuseln der Blätter, im Grollen des Donners zum Menschen spricht, aber nicht mehr von ihm verstanden wird, das war dem alten Atlantier damals verständlich. Er empfand aus allem heraus ein Göttliches, das zu ihm redete. Innerhalb all dieser sprechenden Wolken und Wasser und Blätter und Winde ertönte den Atlantiern ein Laut: Tao - das bin ich. - In diesem Laut lebte das eigentliche Wesen, das durch die ganze Natur geht. Atlantis vernahm ihn. Dieses Tao drückte sich später aus in dem Buchstaben T. Auf ihm steht ein Kreis, das Zeichen der alles umfassenden göttlichen Vaternatur.&amp;quot; {{Lit|{{G|96|196ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Anch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft&#039;&#039;, [[GA 96]] (1989), Berlin, 17. Dezember 1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptische Hieroglyphen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koptisch-orthodoxe Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbol (Ägypten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oriphiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Goldenes_Dreieck&amp;diff=621584</id>
		<title>Goldenes Dreieck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Goldenes_Dreieck&amp;diff=621584"/>
		<updated>2025-03-24T12:45:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Goldene Dreieck&#039;&#039;&#039; ist ein gleichseitiges [[Dreieck]], das in der [[Tempellegende]] erwähnt wird, die an den Bau des [[Salomonischer Tempel|Salomonischen Tempels]] durch [[Hiram Abif]] anknüpft. Es ist ein [[Symbol]] für die drei höchsten, [[Geistige Wesensglieder|geistigen Wesensglieder]] des [[Mensch]]en: [[Manas]], [[Buddhi]] und [[Atma]]. Dargestellt wird es auch mit Strahlen, die davon ausgehen, umhüllt von Wolken und mit dem [[Auge Gottes]] in der Mitte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA265 371.gif|thumb|250px|Zeichnung aus GA 265, S. 371]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Das Auge ist das göttliche Kraftauge&lt;br /&gt;
hinter aller vergänglichen&lt;br /&gt;
Wesenheit, ja noch hinter der siebengliedrigen&lt;br /&gt;
Menschennatur.&lt;br /&gt;
Man erlangt davon eine Vorstellung,&lt;br /&gt;
wenn man sich erinnert an&lt;br /&gt;
des Augustinus&#039; Worte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;«Der Mensch sieht die Dinge, wie sie sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sind, wie Gott sie sieht.»&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das menschliche Sehen ist passiv, die Dinge müssen da sein, damit&lt;br /&gt;
der Mensch sie sehen könne. Gottes Schauen schafft im Hinschauen&lt;br /&gt;
die Dinge. Das Dreieck um das Auge ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Geistselbst (Manas)&lt;br /&gt;
::Lebensgeist (Budhi)&lt;br /&gt;
::Geistesmensch (Atma)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strahlen sind das «Ich» - es scheint die obere Dreiheit durch das&lt;br /&gt;
Ich in die unteren Glieder der Menschennatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind symbolisiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1. durch den beleuchteten Teil der Wolken: der Astralleib&lt;br /&gt;
::2. durch den unbeleuchteten Teil der Wolken: der Ätherleib&lt;br /&gt;
::3. durch die darumliegende Finsternis: der physische Leib.|265|371}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914&#039;&#039;, [[GA 265]] (1987), ISBN 3-7274-2650-0 {{Vorträge|265}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tempellegende]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Geometrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blume des Lebens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Pantheismus-Panentheismus&amp;diff=621575</id>
		<title>Kategorie:Pantheismus-Panentheismus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Pantheismus-Panentheismus&amp;diff=621575"/>
		<updated>2025-03-24T11:16:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Ich hätte da eine echte Alternative anzubieten. Das könnte tatsächlich was sein&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Philosophisch-theologische Grundhaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pantheismus-Panentheismus|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Hans_Walter&amp;diff=621574</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Hans Walter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Hans_Walter&amp;diff=621574"/>
		<updated>2025-03-24T11:15:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Kategorie:Pantheismus-Panentheismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Philosophie_des_Sozialen&amp;diff=621568</id>
		<title>Kategorie:Philosophie des Sozialen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Philosophie_des_Sozialen&amp;diff=621568"/>
		<updated>2025-03-24T10:43:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Das ist Philosophie, aber keine Sozialwissenschaft&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Kategorie enthält Unterkategorien und Artikel zum Thema &#039;&#039;&#039;[[Philosophie des Sozialen]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Wiki-Kategorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie nach Disziplin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie des Sozialen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialphänomenologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialphilosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Trennbankensystem&amp;diff=621567</id>
		<title>Trennbankensystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Trennbankensystem&amp;diff=621567"/>
		<updated>2025-03-24T10:41:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Irreführende Kategorisierungen vorsorglich rausgenommen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Trennbankensystem&#039;&#039;&#039; ist ein System der Organisation der Geschäftsbanken (Bank) eines Landes, bei dem die institutionelle Trennung zwischen dem Effektengeschäft (Effekten) und dem kommerziellen Kreditgeschäft (Kredit) charakteristisch ist. Über ein Trennbankensystem verfügen die USA, Frankreich und England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreditinstitute eines Trennbankensystems dürfen nur jeweils eine Teilmenge der möglichen Bankleistungen anbieten. Das US-amerikanische Trennbankensystem unterteilt beispielsweise die Kreditinstitute in Commercial und Investment Banks. Die Existenz von Trennbankensystemen wird u.a. damit begründet, daß sie Interessenkonflikte der Kreditinstitute bei der Unternehmensfinanzierung (z.B. Kreditvergabe versus Emissionsunterstützung) lösen können. Ein anderer Vorteil wird darin gesehen, daß das vermeintlich riskantere Investment Banking vom Commercial Banking getrennt wird und so die Sicherheit der Depositen gewährleistet ist. Diese Argumente werden aber nicht durch entsprechende empirische Untersuchungen gestützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsteiliges Bankensystem. Spezialbankensystem (z. B. in USA und Japan) i. S. d. Aufteilung des Bankensystems in Commercial- und Invest-mentbanks; selten auch als Trennsystem von Banken des kurz- und des langfristigen Geschäfts (tendenziell in Grossbritannien). Generell gelten Trennbankensysteme heute aber als weitgehend obsolet und sind in den klassischen Trennbankensystemen zu eher gemischten Systemen geworden. Ggs.: Universalbankensystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankensystem einer Wirtschaft, bei dem die Banken nicht alle typischen Bankgeschäfte zugleich (Universalbanken), sondern nur eine bestimmte Form von Geschäften betreiben können, so z.B. Broker bei Wertpapiergeschäften. Diese Art der Bankenstruktur ist in angelsächsischen Ländern noch vorherrschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblich und gesetzlich vorgeschrieben z. B. in den USA und Großbritannien. Das deutsche Recht lässt die Tätigkeit von Universalbanken gem.&lt;br /&gt;
§ 1 Abs. 1 KWG zu. Dort können die verschiedenen Bankdienstleistungen nicht — wie in Deutschland — in einem Gesamtkonzern integriert werden, sondern sind als rechtlich selbstständige Einzelinstitute tätig (z. B. Commercialbanken, Hypothekenbanken, Corporate, Investmentbanken etc.). (Auszug aus dem Wirtschaftslexikon24.com 24&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/trennbankensystem/trennbankensystem.htm Wirtschaftslexikon24.com: Trennbankensystem] Website&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Bankensystem#Trennbankensystem|Trennbankensystem}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gevestor.de/details/trennbankensystem-eine-definition-fur-sie-646717.html Trennbankensystem - Eine Definition für Sie] Website&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/trennbanken-system-verabschiedet-bundestag-reisst-banken-auseinander-1.1675093 Bundestag reißt Banken auseinander] Website&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trennbankensystem|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Yeshayahu_Ben-Aharon&amp;diff=621566</id>
		<title>Yeshayahu Ben-Aharon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Yeshayahu_Ben-Aharon&amp;diff=621566"/>
		<updated>2025-03-24T10:39:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: A&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ben-Aharon-Yeshayahu.jpg|mini|200px|Yeshayahu Ben-Aharon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yeshayahu&#039;&#039;&#039; (Jesaiah) &#039;&#039;&#039;Ben-Aharon&#039;&#039;&#039; (* [[1955]] in [[Israel]]) promovierte 1998 an der [[W:Universität Haifa|Universität Haifa]] über die [[Phänomenologie]] von [[Edmund Husserl]]. Er ist [[Geisteswissenschaftler]], [[Philosoph]] und Sozialaktivist, Mitbegründer des Kibbuz Harduf in [[Israel]] und des [http://www.globenet3.org/ Globalen Netzwerks für Dreigliederung], Leiter des Global Event College und Mitarbeiter in der unabhängigen Schule für Geisteswissenschaft. Er lehrt, schreibt und hält weltweit Vorträge über die Evolution des menschlichen Bewusstseins in den Wissenschaften, den Geisteswissenschaften und in sozialen und geschichtlichen Ereignissen. Er ist bekannt für seine bahnbrechenden Forschungen über die apokalyptischen spirituellen und geschichtlichen Ereignisse unserer Zeit und als originärer Forscher auf dem Gebiet der von [[Rudolf Steiner]] begründeten [[Anthroposophie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines seiner ureigensten Forschungsgebiete ist das schöpferische Werden: Wie entsteht das Neue und Kreative in allen Bereichen des Wissens, der Kunst und des Lebens? Wie wirken die Zukunftskräfte durch die neue Begegnung von Wissenschaft, Kunst, Religion und sozialer Kreativität? Wie vollzieht sich das schöpferische Abenteuer unserer Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yeshayahu Ben-Aharons Bücher sind auf Deutsch im [[Ereignis Verlag]] und in Englisch bei [https://www.templelodge.com/ Temple Lodge Publishing] veröffentlicht. Sein Blog ist auf seiner Webseite [http://www.ibecoming.co.il/eng Ibecoming] zu finden und einige seiner Einträge seines Blogs in deutscher Übersetzung auf der Webseite [https://das-ereignis.org/ Das Ereignis].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher - Ereignis Verlag ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das spirituelle Ereignis des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: Eine Imagination – Die okkulte Bedeutung der zwölf Jahre von 1933 bis 1945. Zweite erweiterte Neuauflage﻿ 2024, ISBN 978-3-949064-01-2; eBook {{ASIN|B0DG318S8B}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Es ist an der Zeit!&#039;&#039;&#039; Ahrimanische und Michaelische Unsterblichkeit und die Apokalypse des Michael-Zeitalters&#039;&#039;. 2. Auflage 2024, ISBN  978-3-949064-27-2&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die drei Begegnungen&#039;&#039;&#039;. Christus, Michael und Anthroposophia. 1. Auflage. Ereignis Verlag 2022, ISBN 978-3-949064-07-4&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Menschendämmerung und Auferstehung der Menschheit&#039;&#039;&#039;. Die Geschichte der Michael-Bewegung seit dem Tod Rudolf Steiners. Eine esoterische Studie&#039;&#039;. 1. Auflage. Ereignis Verlag 2021, ISBN 978-3-949064-06-7&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Michaelisches Yoga&#039;&#039;&#039;. Sich selbst einen neuen Ätherleib und eine ätherische Individualität erschaffen&#039;&#039;. 2. Auflage 2024, ISBN 978-3-949064-11-1&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Michaelisches Yoga. Wie ein Buch geboren wird&#039;&#039;&#039;. Das himmlische Jerusalem und die Geheimnisse des menschlichen Leibes&#039;&#039;. 1. Auflage 2022, ISBN 978-3-949064-05-0&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Geisteswissenschaft im 21. Jahrhundert&#039;&#039;&#039;. Umwandlung des Bösen, Begegnung mit dem Anderen und Erwachen zur globalen Initiation der Menschheit&#039;&#039;. 1. Auflage 2024, ISBN 978-3949064173&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Jerusalem&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. 1. Auflage 2024, ISBN 978-3-949064-25-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Books in English ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The New Experience of the Supersensible: The Anthroposophical Knowledge Drama of Our Time&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2007, ISBN 978-1902636849&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Spiritual Event of the Twentieth Century: An Imagination: The Occult Significance of the 12 Years 1933-45 in the Light of Spiritual Science&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2011, ISBN 978-1906999315&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cognitive Yoga: Making Yourself a New Etheric Body and Individuality&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2016, ISBN 978-1906999957&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Spiritual Science in the 21st Century: Transforming Evil, Meeting the Other, and Awakening to the Global Initiation of Humanity&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2017, ISBN 978-1912230068&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cognitive Yoga: : How a Book is Born. Heavenly Jerusalem and the Mysteries of the Human Body&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2017, ISBN 978-1912230112&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Event: In Science, History, Philosophy, and Art&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2018, ISBN 978-1912230167&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Jerusalem: The Role of the Hebrew People in the Spiritual Biography of Humanity&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2019, ISBN 978-1912230242&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Twilight and Resurrection of Humanity: The History of the Michaelic Movement since the Death of Rudolf Steiner: An Esoteric Study&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2020, ISBN 978-1912230426&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Three Meetings: Christ, Michael and Anthroposophia&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2022, ISBN 978-1912230914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Time is at Hand! Ahrimanic and Michaelic Immortality and the Apocalypse of the Age of Michael&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2024, ISBN 978-1915776129&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Modern Christ Experience: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 1&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324036546&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Knowledge Drama of the Second Coming, Part 1: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 2&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324117689&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Knowledge Drama of the Second Coming, Part 2: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 3&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324174972&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Creation of the Earthly-Human Sun, the New Human Meeting and Michaelic Community: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 4&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324185893&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Datei:Amazon logo.svg|50px|link=https://www.amazon.de/s?i=digital-text&amp;amp;rh=p_27%3AYeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;s=relevancerank&amp;amp;text=Yeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;ref=dp_byline_sr_ebooks_1]] [https://www.amazon.de/s?i=digital-text&amp;amp;rh=p_27%3AYeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;s=relevancerank&amp;amp;text=Yeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;ref=dp_byline_sr_ebooks_1 Autorenseite auf amazon.de]&lt;br /&gt;
* https://www.ereignisverlag.de&lt;br /&gt;
* https://www.templelodge.com&lt;br /&gt;
* http://www.ibecoming.co.il/eng&lt;br /&gt;
* https://das-ereignis.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geisteswissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Soziale Dreigliederung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1955]]&lt;br /&gt;
[[en:Yeshayahu Ben-Aharon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Sylvain_Coiplet&amp;diff=621565</id>
		<title>Sylvain Coiplet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Sylvain_Coiplet&amp;diff=621565"/>
		<updated>2025-03-24T10:38:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Artikel schlecht kategorisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;&#039;, geb. 1968 in Frankreich, ist ein prominenter Akteur in der [[Soziale Dreigliederung|Sozialen Dreigliederung]] nach [[Rudolf Steiner]]. Er forscht und gibt Grundlagenseminare zur Aktualität der sozialen Dreigliederung und zur Geschichte der Dreigliederungsbewegung. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer des [https://www.dreigliederung.de/ Instituts für soziale Dreigliederung.]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.dreigliederung.de/institut/team&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ Stand 30. Mai 2024 +++ Auf [https://anthro.world anthro.world] findet derzeit eine Projekt mit Sylvain statt zum Thema &amp;quot;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_der_Dreigliederer Das Rätsel der Dreigliederer]&amp;quot;. Beleuchtet werden die Strömungen und Entwicklungen, die es seit der Formulierung des sozialen Hauptgesetz und danach mit den Gedanken zur Dreigliederung und danach mit Inhalten zum Nationalökonomischen Kurs gegeben hat. Dabei wird auch herausgestellt, zu welchem Publikum sich Rudolf Steiner in Bezug auf die vorgenannten Themen seinerzeit gesprochen/ geschrieben hatte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/nationalismus-und-krieg Nationalismus und Krieg, 2024, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/grundfragen-der-sozialen-dreigliederung Grundfragen der sozialen Dreigliederung, 2023, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/postkarte-funktion Postkarte Funktionelle Dreigliederung und weitere Postkarten im Kontext der sozialen Dreigliederung, 2023]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/natuerlicher-und-sozialer-organismus Natürlicher und sozialer Organismus 2023, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/wirtschaftsleben-und-assoziation Wirtschaftsleben und Assoziation, 2022, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/die-ueberwindung-des-nationalismus Die Überwindung des Nationalismus durch die soziale Dreigliederung, 2020, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/was-ist-geld Was ist Geld?, 2019, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/bibliographie/details/bedingungsloses-grundeinkommen Bedingungsloses Grundeinkommen?, 2017, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Piel, U., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/bibliographie/details/ueber-die-steuerfrage Über die Steuerfrage, 2013]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Schmelzer, M., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/bibliographie/details/arbeitslosigkeit Arbeitslosigkeit, 2006, Verlag: Institut für soziale Dreigliederung, Berlin]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Reeder, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/bibliographie/details/ueber-zins-und-alterndes-geld Über Zins und alterndes Geld, 2005]&lt;br /&gt;
* Coiplet, S., Steiner, R.: [https://www.dreigliederung.de/bibliographie/details/ueber-die-globalisierung Über die Globalisierung, 2005,] &lt;br /&gt;
* Coiplet, S.: [https://www.dreigliederung.de/publish/details/anarchismus-und-soziale-dreigliederung Anarchismus und soziale Dreigliederung, 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Soziale Dreigliederung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Flipperautomat&amp;diff=621564</id>
		<title>Kategorie:Flipperautomat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Flipperautomat&amp;diff=621564"/>
		<updated>2025-03-24T10:36:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Überflüssige Schwachsinnskategorie entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Löschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Arcade-Spiele&amp;diff=621563</id>
		<title>Kategorie:Arcade-Spiele</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:Arcade-Spiele&amp;diff=621563"/>
		<updated>2025-03-24T10:35:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Überflüssige Schwachsinnskategorie entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Löschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Rosenkranz&amp;diff=621562</id>
		<title>Rosenkranz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Rosenkranz&amp;diff=621562"/>
		<updated>2025-03-24T10:33:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Kategorisierungen füren nur zu Ablenkungsmanövern... Wer betet heute schon noch den Rosenkranz?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Rosenkranz im Freisinger Diözesanmuseum.jpg|mini|Historischer Rosenkranz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosenkranzring.jpg|mini|Rosenkranzring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039;&#039;, lateinisch &#039;&#039;&#039;Rosarium&#039;&#039;&#039; (von {{laS|rosarium|de=Rosenhecke, Rosengarten, Rosenkranz}}), veraltet auch &#039;&#039;[[#Mittelalter|Paternosterschnur]]&#039;&#039;, ist eine [[Gebetskette|Zähl- oder Gebetskette]], die für das Rosenkranzgebet verwendet wird. Er kann aber auch die Bezeichnung für das Rosenkranzgebet selbst sein. In seiner häufigsten Form werden eine regelmäßige Abfolge aus einem [[Vaterunser]] und je zehn [[Ave Maria]] mit der Betrachtung des Lebens, Sterbens und der Auferstehung [[Jesus Christus|Jesu Christi]] verbunden. Jedes dieser &#039;&#039;Rosenkranzgesätze&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort Gesätz leitet sich dabei aus der hymnischen Dichtung des [[Meistersinger|Meistergesanges]] ab&amp;lt;/ref&amp;gt; schließt mit der [[Doxologie]] [[Gloria Patri|Ehre sei dem Vater]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Johannes XXIII.]] |titel=Il Religioso Convegno |titelerg=la recita del Santo Rosario per la giusta pace tra le Nazioni |datum=1961-09-21 |abruf=2019-11-12 |url=https://w2.vatican.va/content/john-xxiii/it/apost_letters/1961/documents/hf_j-xxiii_apl_19610929_religioso-convegno.html |sprache=it |werk=vatican.va}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rosenkranz kann heute als die am weitesten verbreitete katholische Andachtsform angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{LThK|Michael Rüdiger|Rosenkranz. III. Historisch|3|8|1303–1305}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Heinz: &#039;&#039;Rosenkranz. II. Im Christentum.&#039;&#039; In: Gerhard Müller u.&amp;amp;nbsp;a.: &#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Bd. XXIX&#039;&#039;, Berlin-New York 1998, ISBN 3-11-016127-3, S. 401–407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; stammt vom [[lateinisch]]en Wort [[Rosarium]], das mit ‚Rosengarten‘ übersetzt wird. Rosengewächse symbolisieren in der [[Ikonografie|christlichen Ikonographie]] vor allem [[Maria (Mutter Jesu)|Maria, die Mutter Jesu]]. Das Motiv der [[Madonna im Rosenhag]] als Beispiel für einen [[Hortus conclusus]] steht für die [[Jungfrau|Jungfräulichkeit]] Mariens. Auch ein Kranz aus Rosen auf dem Kopf ist ein Symbol der Jungfräulichkeit. In der [[Lauretanische Litanei|Lauretanischen Litanei]] wird Maria als &#039;&#039;Rosa mystica&#039;&#039; („geheimnisvolle Rose“) angerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kirchenlateinische Begriff &#039;&#039;Rosarium&#039;&#039; wurde später auf die Gebetskette übertragen und erscheint unter seiner deutschen Bezeichnung &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; erstmals im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, wobei der genaue Zusammenhang bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnte. Es wird angenommen, dass die Kette ursprünglich aus Rosenblüten bestand, die auf einer Schnur aneinandergereiht waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. D. Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie – Lemma &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologischer Gehalt ==&lt;br /&gt;
Als „marianische Leben-Jesu-Meditation“ verbindet der Rosenkranz [[Marienverehrung]] und Christusfrömmigkeit, die Jesus Christus in seiner [[Kenosis|Entäußerung]] und seinem Leiden betrachtet. Der thematische Bogen der christologischen Meditationspunkte reicht von der [[Verkündigung des Herrn]] über Geburt, Wirken, Leiden und Sterben Jesu Christi bis zu seiner [[Auferstehung Jesu Christi|Auferstehung]] und der Herabsendung des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] an [[Pfingsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Andreas Heinz (Theologe)|Andreas Heinz]]: &#039;&#039;Rosenkranz. II. Im Christentum.&#039;&#039; In: Gerhard Müller u.&amp;amp;nbsp;a.: &#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Bd. XXIX&#039;&#039;, Berlin-New York 1998, ISBN 3-11-016127-3, S. 404f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= &#039;&#039;Alles, was für das [[Heil]] der [[Welt]] und somit auch für unser persönliches Heil wichtig ist, ist in den Rosenkranzgeheimnissen enthalten. Der Rosenkranz ist eine Kurzfassung des [[Evangelium (Glaube)|Evangeliums]], eine Zusammenfassung der [[Bibel]]. (…) Wenn wir den Rosenkranz beten, betrachten wir das Antlitz [[Jesus Christus|Christi]]. (…) Was ist also die Mystik des Rosenkranzes? Dass uns der Rosenkranz an der Seite [[Maria (Mutter Jesu)|Mariens]] ganz in die Nähe Christi führt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Vošicky (Priester)|Bernhard Johann Vošicky]]: &#039;&#039;Schau auf den Herrn!&#039;&#039;, [[Heiligenkreuz im Wienerwald]]: [[Be&amp;amp;Be]] 2010, ISBN 978-3-902694-19-5, S. 260, 267 und 270 (&#039;&#039;Die Mystik des Rosenkranzes&#039;&#039;) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Sprache= Deutsch&lt;br /&gt;
 |Autor= [[Bernhard Vošicky (Priester)|Bernhard Vošicky OCist]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur und Gebetsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosary 2006-08-14.png|mini|hochkant|Gebetsweise des katholischen Rosenkranzes:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Kreuzzeichen,&amp;lt;br /&amp;gt;Glaubensbekenntnis&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Vater Unser&amp;lt;br /&amp;gt;(3) drei Ave Maria, Ehre sei dem Vater&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Vater Unser&amp;lt;br /&amp;gt;(5) fünf Gesätze mit je einem Vaterunser, zehn Ave Maria und einem Ehre sei dem Vater]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rosenkranz hat als Zählhilfe 59 Perlen oder Knoten, die auf einer Schnur aufgereiht oder mittels Kettengliedern verbunden sind. Die Eröffnung des Rosenkranzgebetes wird an einer am Kranz befestigten Kette mit einem Kreuz und drei kleinen Perlen gebetet, die von zwei großen Perlen gerahmt sind. Darauf folgen auf dem Kranz fünfmal zehn kleinere Kugeln (für die [[Ave Maria]]) und eine davon abgesetzte große (für das [[Vaterunser]] und [[Gloria Patri|Ehre sei dem Vater]]). Ein Vaterunser, zehn Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater bilden ein Gesätz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkleinerte Rosenkranzformen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Finger rosary.svg|mini|links|Fingerrosenkranz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkleinerte Formen des Rosenkranzes sind der sogenannte &#039;&#039;Fingerrosenkranz&#039;&#039; (zuweilen auch als „Pfadfinderrosenkranz“ bezeichnet), der &#039;&#039;Rosenkranzring&#039;&#039; oder das &#039;&#039;Rosenkranzarmband&#039;&#039;. Diese auch &#039;&#039;Soldatenrosenkranz&#039;&#039; genannte Form entstand im Mittelalter im Zuge der [[Kreuzzug|Kreuzzüge]]. An einem solchen Rosenkranz wird ein Gesätz abgezählt; fünfmal gebetet ergibt er einen großen Rosenkranz. Es gibt auch Versionen, bei denen die Anzahl der Perlen auf nur fünf verkürzt ist. Dabei wird an jeder Perle ein Ave Maria gebetet, wobei jeweils ein anderes Geheimnis angefügt wird. Der Ring besteht aus einem Ring mit zehn Erhebungen beziehungsweise zehn kleinen Perlen und einem Kreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebetsweise ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039; [[:Datei:Rosenkranz 2006-05-23.pdf|Anleitung zum Rosenkranzgebet]] – [[:Datei:Rosarium-latinum 2006-05-22.pdf|Anleitung zum lateinischen Rosenkranzgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebetet wird der Rosenkranz wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kreuzzeichen]], „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ ({{B|Mt|28|19}})&lt;br /&gt;
* [[Apostolisches Glaubensbekenntnis]], dabei wird das Kreuz in der Hand gehalten&lt;br /&gt;
* [[Gloria Patri|Ehre sei dem Vater]] und [[Vaterunser]] an der ersten großen Perle&lt;br /&gt;
* drei [[Ave Maria]] mit eingefügten Bitten um [[Glaube, Hoffnung und Liebe|christliche Tugenden]] an den folgenden drei kleinen Perlen,&lt;br /&gt;
*# Jesus, der in uns den Glauben vermehre, &amp;lt;!--(lat. &#039;&#039;Iesus, qui adaugeat in nobis fidem&#039;&#039;)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
*# Jesus, der in uns die Hoffnung stärke, &amp;lt;!--(lat. &#039;&#039;Iesus, qui corroboret in nobis spem&#039;&#039;) und--&amp;gt;&lt;br /&gt;
*# Jesus, der in uns die Liebe entzünde. &amp;lt;!--(lat. &#039;&#039;Iesus, qui perficiat in nobis caritatem&#039;&#039;)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Doxologie]] und anschließend&lt;br /&gt;
* fünfzig Ave Maria, in Zehnergruppen (Gesätze) gegliedert. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein sogenanntes &#039;&#039;Rosenkranzgeheimnis&#039;&#039; eingefügt, ein Glaubenssatz, der das Leben und Sterben Jesu und seiner Mutter [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Gesätz wird eingeleitet mit dem Vater unser (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem Ehre sei dem Vater (vor der nächsten großen Perle). Manchmal wird nach dem Ehre sei dem Vater noch das [[Fatima-Gebet]] eingefügt, das jedoch nicht Bestandteil des Rosenkranzes ist. Im Kompendium des [[Katechismus der katholischen Kirche]] ist ein Schlussgebet formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Versikel|℣]]: „Bitte für uns, heilige Gottesmutter.“&lt;br /&gt;
:℟: „Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.“&lt;br /&gt;
:℣: „Lasset uns beten. Gott, dein eingeborener Sohn hat uns durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung die Schätze des ewigen Heiles erworben. Wir verehren diese Geheimnisse im heiligen Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria. Lass uns nachahmen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.“&lt;br /&gt;
:℟: „Amen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gemeinschaft kann das Rosenkranzgebet eingebettet sein in eine Rosenkranzandacht in einer Kirche oder [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Dabei wird das Gebet des ganzen Rosenkranzes oder einzelner Gesätze von passenden Liedern, marianischen Gebeten und [[Meditation|meditativen Impulsen]] umrahmt. Den Abschluss des Rosenkranzes bildet oft eine [[marianische Antiphon]], mancherorts die [[Lauretanische Litanei]], im Rosenkranz für die Verschiedenen meist die [[Litanei für die Verstorbenen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|geh}}Rosenkranzgeheimnisse ===&lt;br /&gt;
Derzeit gibt es – in Fünfergruppen aufgeteilt – zwanzig Geheimnisse, die beim Rosenkranzgebet betrachtet werden. Der Begriff und die inzwischen traditionellen fünfzehn Geheimnisse gehen zurück auf [[Louis-Marie Grignion de Montfort]] (1673–1716). Den fünfzehn Geheimnissen hat Papst [[Johannes Paul II.]] im Oktober 2002 anlässlich des 24. Jahrestages seiner Wahl zum Papst mit dem apostolischen Schreiben &#039;&#039;[[Rosarium Virginis Mariae]]&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{Internetquelle |url=https://m2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/2002/documents/hf_jp-ii_apl_20021016_rosarium-virginis-mariae.html |titel=Apostolischen Schreiben &#039;&#039;Rosarium Virginis Mariæ&#039;&#039; |datum=2002-10-15 |autor=Johannes Paul II, |abruf=2019-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine vierte Fünfergruppe von Rosenkranzgeheimnissen, die lichtreichen Geheimnisse, hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Johannes Paul II 2002, Nr. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geheimnisse werden traditionell als Schlusswendung (&#039;&#039;&#039;Clausula&#039;&#039;&#039;) in Form eines Relativsatzes an den ersten Teil des &#039;&#039;Ave Maria&#039;&#039; angefügt, z.&amp;amp;nbsp;B.: „…gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus&amp;amp;nbsp;– der von den Toten auferstanden ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freudenreiche Geheimnisse &#039;&#039;(gaudii mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die freudenreichen Geheimnisse (auch &#039;&#039;freudenreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten die [[Menschwerdung Gottes#Christentum|Menschwerdung Gottes]] und das verborgene Leben Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Mariä Verkündigung|vom Heiligen Geist empfangen hast]] {{Bibel|Lk|1|35}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem Virgo concepisti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Maria besucht Elisabeth|zu Elisabeth getragen hast]] {{Bibel|Lk|1|39–56}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem visitando Elisabeth portasti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Jesu Geburt|zu Betlehem geboren hast]] {{Bibel|Lk|2|1–20}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem Virgo genuisti.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Opferung Jesu im Tempel|im Tempel aufgeopfert hast]] {{Bibel|Lk|2|22–24}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem in templo praesentasti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Auffindung Jesu im Tempel|im Tempel wiedergefunden hast]] {{Bibel|Lk|2|41–52}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem in templo invenisti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schmerzhafte Geheimnisse &#039;&#039;(doloris mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die schmerzhaften Geheimnisse (auch &#039;&#039;schmerzhafter&#039;&#039; oder &#039;&#039;schmerzreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten die [[Passion Jesu|Passion]] Jesu Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Ölberggruppe|der für uns Blut geschwitzt hat]] {{Bibel|Lk|22|44}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis sanguinem sudavit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Geißelsäule|der für uns gegeißelt worden ist]] {{Bibel|Joh|19|1}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis flagellatus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Dornenkrönung|der für uns mit Dornen gekrönt worden ist]] {{Bibel|Joh|19|2}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis spinis coronatus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Kreuzweg|der für uns das schwere Kreuz getragen hat]] {{Bibel|Joh|19|17}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis crucem baiulavit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Kreuzigung Christi|der für uns gekreuzigt worden ist]] {{Bibel|Joh|19|18}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis crucifixus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glorreiche Geheimnisse &#039;&#039;(gloriae mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die glorreichen Geheimnisse (auch &#039;&#039;glorreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten die [[Auferstehung Jesu Christi|Auferstehung]] Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Auferstehung Christi|der von den Toten auferstanden ist]] {{Bibel|Lk|24|6}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui resurrexit a mortuis&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Christi Himmelfahrt|der in den Himmel aufgefahren ist]] {{Bibel|Apg|1|9–11}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui in caelum ascendit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Aussendung des Heiligen Geistes|der uns den Heiligen Geist gesandt hat]] {{Bibel|Apg|2|1–13}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui Spiritum Sanctum misit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der dich, o Jungfrau, [[Aufnahme Mariens in den Himmel|in den Himmel aufgenommen hat]] {{Bibel|1 Kor|15|22–23}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui te, Virgo, assumpsit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der dich, o Jungfrau, [[Marienkrönung|im Himmel gekrönt hat]] {{Bibel|Offb|12|1}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui te, Virgo, in caelis coronavit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lichtreiche Geheimnisse &#039;&#039;(lucis mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die lichtreichen Geheimnisse (auch &#039;&#039;lichtreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten einige besonders bedeutende Momente des öffentlichen Lebens und Wirkens Jesu, so seine [[Taufe Jesu|Taufe im Jordan]] durch [[Johannes der Täufer|Johannes]], das Wunder bei der [[Hochzeit zu Kana]], die Verkündigung des [[Reich Gottes|Reiches Gottes]], seine [[Verklärung des Herrn|Verklärung]] auf dem Berg Tabor und die Einsetzung der [[Eucharistie]] beim [[Abendmahl Jesu|letzten Abendmahl]] in Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Taufe Jesu |der von Johannes getauft worden ist]] {{Bibel|Lk|3|21–22}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui apud Iordanem baptizatus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Hochzeit zu Kana|der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat]] {{Bibel|Joh|2|1–12}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui ipsum revelavit apud Canense matrimonium&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Jesus von Nazaret#Verkündigung des Gottesreichs|der uns das Reich Gottes verkündet hat]] {{Bibel|Mk|1|14}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui regnum Dei annuntiavit&#039;&#039;&amp;lt;!--= [[Erstes Auftreten in Galiläa]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Verklärung des Herrn|der auf dem Berg verklärt worden ist]]. {{Bibel|Lk|9|28–36}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui transfiguratus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Abendmahl Jesu|der uns die Eucharistie geschenkt hat]] {{Bibel|Mk|14|17–25}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui eucharistiam instituit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigene Formulierungen ====&lt;br /&gt;
Außerdem ist es möglich, eigene Rosenkranzgeheimnisse zu formulieren. Ein Beispiel dafür bietet das katholische Gebet- und Gesangbuch [[Gotteslob]] (Nr. 4, Abschnitt 8) mit den trostreichen Geheimnissen des &#039;&#039;trostreichen Rosenkranzes&#039;&#039;, die das kommende [[Reich Gottes|Gottesreich]] betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der als König herrscht. {{Bibel|Offb|19|6}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui rex regnat&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt (herrscht). {{Bibel|Eph|1|22–23}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui in ecclesia sua vivit et regnat&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit. {{Bibel|2 Petr|3|8–13}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui iterum venturus est in gloria&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten. {{Bibel|Röm|2|1–11}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui iudicabit vivos et mortuos&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der alles vollenden wird. {{Bibel|1 Kor|15|35–58}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui omnia perficiet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{Anker|Friedens-Rosenkranz}}&lt;br /&gt;
Seit jüngerer Zeit (2015) einige Verbreitung fand der „Friedens-Rosenkranz“ (Deutsches Liturgisches Institut):&amp;lt;ref name=&amp;quot;FriedensRK&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=./pub/oP/Frieden/Friedens-Rosenkranz |werk=liturgie.de, |hrsg=Deutsches Liturgisches Institut |abruf=2019-09-29 |titel=Friedens-Rosenkranz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jesus, bei dessen Geburt Engel den Frieden verkündeten {{Bibel|Lk|2|8–14}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der unsere Schritte auf den Weg des Friedens lenkt {{Bibel|Lk|1|68–79}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der selig gepriesen hat, die Frieden stiften {{Bibel|Mt|5|3–12a}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der seine Jünger gesandt hat, den Frieden zu bringen {{Bibel|Mt|10|7–13}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der uns seinen Frieden hinterlassen hat {{Bibel|Joh|14|23–27}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;FriedensRK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wochenschema ====&lt;br /&gt;
In der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] ist es üblich, die Geheimnisse des Rosenkranzes in wöchentlichem Rhythmus nach dem folgenden Schema zu beten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;RVM&amp;quot;&amp;gt;Apostolischen Schreiben &#039;&#039;Rosarium Virginis Mariæ&#039;&#039;, Nr. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Sonntag&lt;br /&gt;
!Montag&lt;br /&gt;
!Dienstag&lt;br /&gt;
!Mittwoch&lt;br /&gt;
!Donnerstag&lt;br /&gt;
!Freitag&lt;br /&gt;
!Samstag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|glorreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; |freudenreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; |schmerzhafte Geheimnisse&lt;br /&gt;
|glorreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; |lichtreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; |schmerzhafte Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; |freudenreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Einführung der lichtreichen Geheimnisse wurden traditionell donnerstags die freudenreichen und samstags die glorreichen Geheimnisse betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Spätantike ===&lt;br /&gt;
In das spirituelle Leben des [[Spätantike|spätantiken]] orientalischen Mönchtums, etwa im 3. oder 4. Jahrhundert, fand die Anwendung einer [[Gebetsschnur]] ([[Komboskini]], {{elS|κομποσκοίνι}}) Aufnahme in das Gebetsritual, um etwa kurze Bibelzitate meditativ zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosary-Madonna-Atzwang.jpg|mini|Der [[Dominikus|hl. Dominikus]] und die [[Katharina von Siena|hl. Katharina von Siena]] mit [[Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz|Unserer lieben Frau vom Rosenkranz]] (Atzwangkirche)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das katholische Rosenkranzgebet entwickelte sich aus frühmittelalterlichen Gebeten, bei denen zunächst das [[Vater unser]] &#039;&#039;(Paternosterschnur)&#039;&#039; und ab dem 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zunehmend das [[Ave Maria]] einhundertfünfzigmal in Zehnergruppen gegliedert wiederholt und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten über das Leben und Heilswerk [[Jesus Christus|Jesu Christi]] verbunden wurde. Die älteste schriftliche Erwähnung einer Schnur mit aufgezogenen Steinen als Zählkette für wiederholt gesprochene Gebete in der [[Lateinische Kirche|Lateinischen Kirche]] schreibt diese Gebetsschnur der angelsächsischen Adligen [[Lady Godiva]] (†&amp;amp;nbsp;um&amp;amp;nbsp;1085) zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=...circulum gemmarum, quem filo insuerat, ut singularum contactu singulas orationes incipiens numerum non praetermitteret, hunc ergo gemmarum circulum collo imaginis sanctae Mariae appendi jussit.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Wilhelm von Malmesbury|William of Malmesbury]]: &#039;&#039;Gesta Pontificum Anglorum&#039;&#039;, 1125, Rolls Series 311.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Godiva&amp;quot;&amp;gt;William of Malmesbury: &#039;&#039;Gesta Pontificum Anglorum&#039;&#039;, 1125, Rolls Series 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert schuf [[Petrus Damiani]] (um 1006–1072) die Form des &#039;&#039;Ave Maria&#039;&#039;, wobei der Engelsgruß aus dem [[Lukasevangelium]] im Wortlaut verwendet wurde:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ave Maria, gratia plena. Dominus tecum. Benedicta tu in mulieribus.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|Lk|1|28}}}} Im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert kam der Brauch auf, dass in [[Kloster|Klöstern]] die [[Konverse]]n, die meist nicht lesen bzw. kein Latein konnten, statt der lateinischen [[Psalm]]en des [[Stundengebet]]s andere Gebete verrichteten. Neben dem Vaterunser tritt auch das Ave Maria als Ersatzgebet für die Psalmen auf, letzteres insbesondere bei den [[Zisterzienser]]n und [[Kartäuser (Orden)|Kartäusern]]. Für eine Reihe von 150 Ave Maria kam in Anlehnung an die 150 Psalmen der Bibel der Name [[Marienpsalter]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{LThK|Michael Rüdiger|Rosenkranz. III. Historisch|3|8|1303f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Alte Passional&#039;&#039;, eine mittelhochdeutsche Legendensammlung ohne Angabe des Verfassers, vergleicht das Ave Maria mit einer himmlischen Rose. Hierin gründet wohl die Bezeichnung &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; für die Zählkette und eine Ave-Maria-Gebetsreihe. Eine der Legenden handelt von einem Marienverehrer, der eine Marienstatue mit einem geflochtenen Kranz aus Rosen zu schmücken pflegte. In einer Erscheinung soll er eines Tages die Botschaft bekommen haben, dass sich Maria über einen anderen Rosenkranz mehr freue, nämlich über 50 gebetete Ave Maria. Diese würden in ihren Händen zu Rosen, aus denen sie den schönsten Kranz flechten könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zisterzienser]]abt [[Stephan von Sallay]] († 1252) formulierte eine Vorform der fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse. Durch den [[Kartäuser]] [[Heinrich von Kalkar]] (1328–1408) kam die Gewohnheit auf, fünfmal zehn Ave Maria zu beten und jeden Zehnerblock mit einem Vaterunser zu beginnen und mit der Doxologie zu beenden. Noch im späten Mittelalter gab es den Beruf des [[Paternostermacher]]s, der aus Knochen und anderen Materialien Perlen für Rosenkränze fertigte. Rosenkränze aus dieser Zeit trugen oft statt eines Kreuzes eine farbige [[Quaste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MaryRose-rosary-81A1414h.jpg|mini|Hölzerner Rosenkranz, gefunden auf der [[Mary Rose]] (England, 16. Jh.)]]&lt;br /&gt;
Die heute gebräuchliche Form des Rosenkranzes entstand im [[Advent]] 1409. Der [[Kloster Karthaus (Konz)|Trierer Kartäuser]] [[Dominikus von Preußen]] († 1460) fasste die Ereignisse des Lebens Jesu in fünfzig Schlusssätzen &#039;&#039;(Clausulae)&#039;&#039; zusammen, die sich an den (damals allein üblichen) ersten Teil des Ave Maria anschlossen. [[Adolf von Essen]], ebenfalls aus dieser [[Kartause]], verkürzte die &#039;&#039;Clausulae&#039;&#039; auf fünfzehn. Weit verbreitet ist die von [[Alanus de Rupe]] um 1468 zuerst verbreitete Legende, dass der heilige [[Dominikus]], Gründer des [[Dominikaner]]ordens, die heutige Form des Rosenkranzes 1208 bei einer [[Marienerscheinung]] empfangen und sie in seinem Orden eingeführt haben soll. Die Legende erzählt, dass Maria den Rosenkranz dem hl. Dominikus als Waffe im Kampf gegen die [[Albigenser]] geschenkt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner [[Päpstliche Bulle|Bulle]] &#039;&#039;Ea quae&#039;&#039; vom 9. Mai 1479 empfahl Papst [[Sixtus IV.]] das tägliche Beten des Rosenkranzes. 1508 wurde dem Ave Maria die Bitte „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder“ hinzugefügt. In seinem [[Breve (Schriftstück)|Breve]] &#039;&#039;Consueverunt&#039;&#039; vom 17. September 1569 legte Papst [[Pius V.]] den Text des Ave Marias endgültig fest und regelte die Form des Rosenkranzgebets für die ganze Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert (Papst Leo XIII.) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leo XIII.]] war ein großer Verehrer des Rosenkranzgebetes, dem er zahlreiche [[Enzyklika|Enzykliken]] und [[Lehrschreiben|apostolische Schreiben]] widmete:&lt;br /&gt;
* [[Enzyklika]] &#039;&#039;[[Supremi apostolatus officio]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz in Geschichte und Gegenwart (1. September 1883)&lt;br /&gt;
* [[apostolisches Schreiben]] &#039;&#039;[[Salutaris ille]]:&#039;&#039; Es wird die Bitte &#039;&#039;Regina sacratissimi Rosarii – ora pro nobis&#039;&#039; („Du Königin des Heiligen Rosenkranzes, bitte für uns“) in die [[Lauretanische Litanei]] eingefügt. (24. Dezember 1883)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Superiore anno]]:&#039;&#039; Formalien bezüglich des Rosenkranzgebetes (30. August 1884)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Octobri mense]]:&#039;&#039; Rosenkranzmonat (22. September 1891)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Magnae Dei matris]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz und das christliche Leben (8. September 1892)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Laetitiae sanctae]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz und die rechte Ordnung der menschlichen Sozialgemeinschaft (8. September 1893)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Iucunda semper expectatione]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz als Betrachtung und als Gebet (8. September 1894)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Fidentem piumque animum]]:&#039;&#039; Das Gebet zur Vermittlerin der Gnaden (20. September 1896)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Vi è ben noto]]:&#039;&#039; Über den Rosenkranz und das öffentliche Leben (nur für Italien 20. September 1887)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Augustissimae virginis mariae]]:&#039;&#039; Die [[Rosenkranzbruderschaft]] und die [[Engel]] des Himmels (12. September 1897)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Diuturni temporis]]&#039;&#039; Der Rosenkranz (5. September 1898)&lt;br /&gt;
* apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Parta humano generi]]:&#039;&#039; Zur Weihung der Rosenkranzbasilika in [[Lourdes]] und der Rosenkranz als Schutz gegen [[Häresie]]n (8. September 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Nach Leo XIII. erschienen noch folgende päpstliche Schriften zum Rosenkranz:&lt;br /&gt;
* Papst [[Pius XI.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Ingravescentibus malis]]:&#039;&#039; Das Gebet des Rosenkranzes als Zuflucht der Kirche (29. September 1937)&lt;br /&gt;
* Papst [[Pius XII.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Ingruentium malorum]]:&#039;&#039; Das Rosenkranzgebet in der Not der Zeit (15. September 1951)&lt;br /&gt;
* Papst [[Johannes XXIII.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Grata recordatio]]:&#039;&#039; Der Rosenkranzmonat Oktober als Vorbereitung auf das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]] (26. September 1959)&lt;br /&gt;
* Papst Johannes XXIII: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Il religioso convegno]] auch als „Marialis Rosarii“ bekannt:&#039;&#039; Der Rosenkranz als Gebet für den Frieden (29. September 1961)&lt;br /&gt;
* Papst [[Paul VI.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Christi matri rosarii]]:&#039;&#039; Aufruf zum Rosenkranz als Friedensgebet (15. September 1966)&lt;br /&gt;
* Papst Paul VI.: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Recurrens mensis october]]:&#039;&#039; Der Oktober als Rosenkranzmonat (7. Oktober 1969)&lt;br /&gt;
* Papst Paul VI.: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Marialis cultus]]&#039;&#039; (Nr. 42–55): Hinweis auf den biblischen Charakter der Gebetsworte und Betrachtungsmotive (2. Februar 1974)&lt;br /&gt;
* Papst [[Johannes Paul II.]]: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Rosarium Virginis Mariae]]:&#039;&#039; Einführung der „lichtreichen Geheimnisse“ und Ausrufung des Jahres vom Oktober 2002 bis Oktober 2003 zum „Jahr des Rosenkranzes“ (16. Oktober 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosenkranzfest und Rosenkranzmonat ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rosenkranzfest}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[7. Oktober]] [[1571]] besiegte die katholische Seestreitmacht unter [[Juan de Austria]] die türkische Mittelmeerflotte in der [[Seeschlacht von Lepanto]] vernichtend. Der Sieg wurde dem „Gebetssturm“ zugerechnet, bei dem in ganz Europa im Vorfeld der Seeschlacht das Rosenkranzgebet gebetet wurde. In der Folge stiftete Papst [[Gregor XIII.]] 1573 das Rosenkranzfest als [[Gedenktag]] &#039;&#039;Unserer Lieben Frau vom Sieg&#039;&#039; und fügte es in den liturgischen Kalender ein. Nach dem Sieg über die Türken bei [[Peterwardein]] am 5. August 1716 erhob Papst [[Klemens XI.]] das Fest zu einem [[Fest (Liturgie)|Fest]] der ganzen Kirche, das am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wurde. Papst Pius X. führte diesen Gedenktag mit dem [[Gedenktag der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz]] &#039;&#039;(Beatae Mariae Virginis a Rosario)&#039;&#039; zusammen und legte ihn auf den 7. Oktober fest. Das Fest wird seit 1960 als &#039;&#039;Fest unserer Lieben Frau vom Rosenkranz&#039;&#039; begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Schott (Messbuch)|Schott]]: &#039;&#039;Das vollständige römische Messbuch&#039;&#039;, Ausgabe 1963, S. 1076.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 führte Papst Leo XIII. den Oktober als Rosenkranzmonat ein. Papst [[Johannes XXIII.]] empfahl 1959 den Rosenkranzmonat Oktober als Vorbereitung auf das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]]. Papst Paul VI. widmete 1969 dem Oktober als Rosenkranzmonat ein apostolisches Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Formen des Rosenkranzes ==&lt;br /&gt;
Neben der gebräuchlichen Form des Rosenkranzes gibt es in der katholischen Kirche noch verschiedene andere Rosenkranzformen, die sich in der Anzahl der Perlen und der Anordnung der Gebete unterscheiden. Auch in der evangelisch-lutherischen Kirche gibt es Ansätze, den Rosenkranz zum Gebet zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barmherzigkeitsrosenkranz ===&lt;br /&gt;
Der [[Barmherzigkeitsrosenkranz]] enthält ebenfalls fünf Gesätze; es wird jedoch nur ein Ave Maria am Beginn gesprochen. Die &#039;&#039;Clausulae&#039;&#039; beziehen sich auf die göttliche [[Barmherzigkeit]] in Jesus Christus und der Eucharistie. Der Barmherzigkeitsrosenkranz geht auf [[Vision (Religion)|Visionen]] der polnischen [[Ordensschwester]] [[Maria Faustyna Kowalska|Faustyna Kowalska]] (1905–1938) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkranz Unserer Lieben Frau von den Tränen ===&lt;br /&gt;
Der [[Rosenkranz Unserer Lieben Frau von den Tränen]] besteht aus 49 kleinen Perlen, er wird jeweils durch sieben größere Perlen für die sieben Gesätze unterteilt. Zusätzlich sind an einer kleinen Kettenverlängerung drei kleine Perlen und die Medaille Unserer Lieben Frau von den Tränen angebracht. In der Gebetsfolge wird kein [[Glaubensbekenntnis]], kein [[Vaterunser|Vater Unser]] und auch nicht das [[Ave Maria]] gebetet, sie werden durch andere &amp;lt;!-- welche? Es wäre schon günstig, wenn man wüßte, was da überhaupt gebetet wird.--&amp;gt; Gebete ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleiner Rosenkranz zum Jesuskind ===&lt;br /&gt;
Der [[Kleiner Rosenkranz zum Jesuskind|kleine Rosenkranz zum Jesuskind]] besteht aus 15 Perlen, aufgeteilt in eine Dreier- und eine Zwölfergruppe. Jesus selbst soll 1636 der [[Unbeschuhte Karmelitinnen|Unbeschuhten Karmelitin]] Margarita Parigot vom Heiligsten Sakrament diesen „kleinen Rosenkranz“ offenbart haben mit der Aufforderung, ihn unter den Gläubigen bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus-Rosenkranz ===&lt;br /&gt;
Der [[Christus-Rosenkranz]] entstand in den 1960er-Jahren durch das Bemühen der Mitglieder der [[Berneuchener Bewegung#Michaelsbruderschaft|Evangelischen Michaelsbruderschaft]], Rudolf Ehrat, Herben Golzen und Walter Stökl, ein eng an das katholische Rosenkranzgebet angelehntes Gebet zu schaffen, das im Gegensatz zum traditionellen Rosenkranzgebet das &#039;&#039;[[Ave Maria]]&#039;&#039; nicht enthält und somit auch von evangelischen Christen gebetet und ökumenisch verwendet werden kann. Stattdessen wird dabei das aus der [[Kreuzwegandacht]] stammende Gebet „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst“ wiederholt gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Wundenrosenkranz ===&lt;br /&gt;
Der Wundenrosenkranz geht zurück auf Visionen der Laienschwester [[Marie-Marthe Chambon]] (1841–1907). Sie soll die Gebete der Anrufung und Aufopferung der [[fünf Wunden Christi]] von [[Jesus Christus]] selbst empfangen haben. Durch das Gebet des Wundenrosenkranz sollen Sünder die Bekehrung erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rosenkranzgebete.de/jesu-blut-und-wunden/rosenkranz-zu-den-heiligen-wunden-jesu/index.php |werk=rosenkranzgebete.de |titel=Rosenkranz von den heiligen Wunden |abruf=2019-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Gebetsformen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gebetskette}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in anderen christlichen [[Konfession]]en und nicht-christlichen [[Religion]]en gibt es Gebete, die an Zählketten verrichtet werden. Dabei wird gelegentlich die Bezeichnung &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; auch unabhängig vom Ursprung des Begriffs in der Marienverehrung verwendet. In der [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirche]] hat der Rosenkranz als Zählkette für das [[Jesusgebet]] eine lange Tradition. Die &#039;&#039;Anglican Prayer Beads&#039;&#039; kombinieren Elemente des katholischen und orthodoxen Rosenkranzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Islam]], im [[Buddhismus]], im [[Hinduismus]] und anderen nicht-christlichen Religionen gibt es Gebetsketten, mit denen meditative Gebete verrichtet werden. Im Islam ist das der [[Tasbih]], im Buddhismus und Hinduismus die [[Mala (Gebetskette)|Mala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die orthodoxe Gebetsschnur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Eastern-Orthodox-prayer-rope 2006-06-02.jpg|mini|Komboskini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebetsschnur, russisch &#039;&#039;Tschotki&#039;&#039; und griechisch &#039;&#039;[[Komboskini]]&#039;&#039; genannt, besteht in ihrer ursprünglichen Form nicht aus Perlen, sondern aus einer Schnur, in die Knoten geknüpft werden, an der das [[Jesusgebet]] verrichtet wird. Die geschlossene Schnur steht als Zeichen für das nie endende Gebet („Betet ohne Unterlass“). Sie wird in der orthodoxen Tradition beim Jesusgebet verwendet, weniger, um die Gebete zu zählen, sondern als Hilfe zur Konzentration und für einen gleichmäßigen Rhythmus. In der orthodoxen Kirche erhalten [[Mönch]]e und [[Nonne]]n die Gebetsschnur zur [[Profess]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach russischem Brauch können Gebetszeiten des [[Stundengebet]]s oder der Besuch der Liturgie durch die Rezitation einer bestimmten Anzahl von Jesusgebeten ersetzt werden. Auf diese Weise kann das Stundengebet auch gehalten werden, wenn die entsprechenden Bücher nicht zur Hand sind. Die Gebetsschnur hilft in solchen Fällen, die Gebete zu zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die (alt-)orthodoxe Lestowka ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Поморская лестовка.jpg|mini|links|Eine russische Lestowka]]&lt;br /&gt;
Vor allem bei den sog. [[Altorthodoxe]]n ist die [[Lestowka]], eine Art Rosenkranz aus Leder oder sonstigem Material, in Gebrauch. Diese Gebetshilfe ist an den beiden Enden meist verbreitert, womit eine besondere Symbolik zum Ausdruck gebracht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der anglikanische Rosenkranz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Anglican prayer beads-2006 04 08.jpg|mini|&#039;&#039;Anglican prayer beads&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;[[Anglikanischer Rosenkranz|anglikanische Rosenkranz]]&#039;&#039; &#039;&#039;(Anglican prayer beads)&#039;&#039; ist eine verhältnismäßig neue Gebetsform, die Elemente des katholischen und orthodoxen Rosenkranzes enthält. [[Lynn Bauman]] entwickelte in den 1980er-Jahren die Form des anglikanischen Rosenkranzes, der aus einem Kreuz und 33 Perlen besteht. Für das anglikanische Rosenkranzgebet gibt es keine feststehende Form. Jeder Beter kann sich die Gebete, die er an den einzelnen Perlen spricht, selbst zusammenstellen. Bekannt ist beispielsweise eine Gebetsfolge, die das [[Trisagion]] und das [[Jesusgebet]] einbezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Perlen des Glaubens ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pearls of Life.jpg|mini|Perlen des Glaubens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt wurden die &#039;&#039;„[[Perlen des Glaubens]]“&#039;&#039; 1996 von [[Martin Lönnebo]], einem Bischof der [[Schwedische Kirche|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Schweden]]. Bei der aus 18 Perlen bestehenden Kette hat jede Perle eine Bedeutung, steht für eine Lebensfrage, einen Gedanken oder ein Gebet. Feste Gebetsformulierungen gibt es nicht. Bei jeder Perle wird zum entsprechenden Thema eine Meditation gehalten oder ein Gebet gesprochen. Anfang und Ende der Kette ist eine große goldene Perle, die Gottesperle. Darauf folgt eine Perle des Schweigens, eine Ich-Perle, eine Taufperle, eine weitere Perle des Schweigens, eine Wüstenperle, wiederum eine Perle des Schweigens, eine Perle der Gelassenheit, eine weitere Perle des Schweigens, zwei Perlen der Liebe, drei Geheimnisperlen, eine Perle der Nacht, eine weitere Perle des Schweigens, eine Perle der Auferstehung und eine weitere Perle des Schweigens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;[[British Medical Journal]]&#039;&#039; berichtete im Jahr 2001 von einer Studie der [[Universität Pavia]], bei der herausgefunden wurde, dass Rosenkranzgebete und [[Mantra]]s, bei denen sechs Mal pro Minute geatmet wird, positive psychologische und möglicherweise physiologische Effekte hervorrufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ-2001-323&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[psychologisch]]en Gesichtspunkten ist das Rosenkranzgebet als &#039;&#039;repetitives [[Meditation]]straining&#039;&#039; einzuordnen, obwohl dieser Begriff erst in jüngster Zeit entstanden ist. Die von dem [[Musikpädagoge]]n [[Hermann Rauhe]] und dem [[Präventivmedizin]]er [[Gerd Schnack]] entwickelte [[Entspannungsmethode]] des repetitiven Meditationstrainings ist quasi die säkularisierte Form sowohl des Rosenkranzgebets als auch des [[Jesusgebet]]s, weil sie auf demselben [[Prinzip]] beruht, nämlich der [[Rhythmus (Musik)|rhythmischen]] Wiederholung einer Formel, die sich nach und nach an der [[Atmung]] orientiert und bei regelmäßiger Übung sehr positiv auf das vegetative Nervensystem und hier auf den [[Parasympathicus]] wirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hermann Rauhe, Gerd Schnack: &#039;&#039;Topfit durch Nichtstun. RMT – die Formel für optimale Energie.&#039;&#039; Kösel, München 2002, ISBN 3-466-34446-8, S. 40–41, 100 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosenkränze in Kunst und Musik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mariä Verkündigung Faistenau 1721.jpg|mini|&#039;&#039;[[Annunciation]]&#039;&#039;, [[Pfarrkirche Faistenau|Faistenau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
Darstellungen der Rosenkranzgeheimnisse gibt es als &#039;&#039;&#039;Rosenkranzaltar&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Werner Scheurer]]: &#039;&#039;Die Altäre der Offenburger Altarbauer [[Moroder]].&#039;&#039; In: &#039;&#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&#039;&#039; Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 147–182, hier: S. 154–156 (&#039;&#039;„Im Namen Gottes“ – Die Motive und Stile der Moroder-Altäre.&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; in einigen Kirchen, wie etwa in [[Pfarrkirche Frastanz|St. Sulpitius ]] in Frastanz. Der Hochaltar stellt die Geheimnisse des schmerzhaften Rosenkranzes dar, der linke Seitenaltar die des freudenreichen und der rechte Seitenaltar die des glorreichen. In der Pfarrkirche Faistenau befinden sich 15 Rundbilder mit Rahmen in Blütenform (als Ringgirlanden) und verbunden mit geschnitzten Schleifen. In ihnen sind die 15 Geheimnisse der drei Rosenkränze mit ihren jeweils fünf Gesätzen dargestellt. Die Darstellungen wurden 1721 von [[Paul Mödlhammer]] aus [[Neumarkt am Wallersee]] angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es vor allem die Darstellung der Rosenkranzmadonna, die besonders in Spanien und Italien verbreitet ist, wo es in vielen Kirchen eigene Kapellen Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gibt. Bekannte Darstellungen von Rosenkranzmadonnen schufen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Lorenzo Lotto]], [[Bartolomé Esteban Murillo]], [[Guido Reni]], [[Luca Giordano]] und [[Michelangelo Merisi da Caravaggio]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.khm.at/objektdb/detail/425/?offset=21&amp;amp;lv=list |titel=Caravaggio: Rosenkranzmadonna in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien |abruf=2021-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rosenkranzgebet ist in Verbindung mit dem Kirchengebäude [[St. Konrad (Gelsenkirchen-Middelich)|St. Konrad]] Gelsenkirchen-Middelich bildlich in fünfzehn Einzelkunstwerken erstmals im Stil der Moderne von [[Willi Dirx]] dargestellt. In jeweils fünf Buntglasfenstern wird auf der linken Seite der Kirche das erste Geheimnis, der Freudenreiche Rosenkranz, auf der rechten Seite das dritte Geheimnis, der Glorreiche Rosenkranz dargestellt. Sie sind Teile des Gesamtkunstwerkes. Das Auferstehungskreuz zusammen mit vier Bildtafeln 1,00 m × 1,00 m groß an der Altarwand bebildern das zweite Geheimnis, den Schmerzhaften Rosenkranz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stationswege (Rosenkranzwege) ===&lt;br /&gt;
[[Stationsweg]]e (auch: Stationenwege) für die Rosenkranzgeheimnisse gibt es beispielsweise in [[Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain|Maria Plain]] bei Salzburg (Barockzeit, fünfzehn Stationen) – in [[Maria Plain]] befindet sich auch ein weiterer [[Kalvarienberg]] der Barockzeit mit fünf Stationen der schmerzhaften Geheimnisse. Ein [[Rosenkranzpark Katzelsdorf|Rosenkranzpark]] mit 16 Stationen befindet sich im niederösterreichischen [[Katzelsdorf (Gemeinde Bernhardsthal)|Katzelsdorf]]. Der Weinhauser Rosenkranzweg beginnt hinter der [[Pfarrkirche Weinhaus]] im 18. Wiener Gemeindebezirk. Auch zwischen [[Waldsassen]] und dem [[Dreifaltigkeitskirche Kappl|Kappl]] gibt es einen Stationenweg mit 15 [[Barock|barocken]] [[Stele]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmuck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Four Kombologia.jpg|mini|Das [[Komboloi]] gehört in vielen orientalisch geprägten Ländern zum männlichen Accessoire und Spielzeug.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rosenkränze wurden bereits im Mittelalter als Schmuck getragen. Im [[Barock]] erfreute sich dies ebenfalls großer Beliebtheit, wird aber heute von Katholiken eher als anstößig empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen orientalisch geprägten Ländern gehören die ursprünglich religiösen Ketten zum männlichen Accessoire und Spielzeug. Dazu gehören zum Beispiel die griechischen [[Komboloi|Kombologia]], die auch &#039;&#039;Sorgenperlen&#039;&#039; genannt werden. Sie gleichen dem islamischen [[Tasbih]], der ebenfalls vor allem bei männlichen Jugendlichen zum Modeschmuck geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Der Barockgeiger und Komponist [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (1644–1704) komponierte einen Zyklus von 15 Violin-[[Sonate]]n (mit [[basso continuo]]) und einer [[Passacaglia]] über den Rosenkranz: die sogenannten Rosenkranzsonaten. Es handelt sich um eines der schwierigsten Werke für Solo[[violine]], weil diese für jede Sonate in eine andere Stimmung gebracht werden muss (sogenannte [[Skordatur]]). Sie entstanden möglicherweise im Zusammenhang mit der Salzburger [[Rosenkranzbruderschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosenkränze als Geschenk ==&lt;br /&gt;
Als Zeichen besonderen Wohlwollens haben manche Päpste an bedeutende Herrscherpersönlichkeiten goldene Rosenkränze verschenkt. Die Weihe dieser Rosarien pflegten sie gewöhnlich am Sonntag [[Laetare]] vorzunehmen. Ein besonders schönes Exemplar ließ Papst [[Sixtus V.]] 1588 [[Ferdinand II. (Tirol)|Erzherzog Ferdinand II.]] in Innsbruck zukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Pater Wolfgang Lebersorgs Chronik des Klosters Stams.&#039;&#039; Stiftsarchiv Stams, Codex D 40, S. 575 in der Edition und Übersetzung von Christoph Haidacher, Innsbruck 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst Franziskus ließ 2014 auf dem Petersplatz Schachteln verteilen, die wie Arzneimittelverpackungen aufgemacht waren. Auf der Schachtel mit dem Produktnamen „Misericordina“ war ein menschliches Herz zu sehen, das von einem Dornenkranz umgeben ist. Im Inneren befand sich unter anderem ein Rosenkranz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/21/papst_%E2%80%9Emexikos_familien_vorbild_f%C3%BCr_den_glauben%E2%80%9C/1210245 |text=Rosenkranzverteilung |wayback=20160302064830}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit diesem Ereignis wird dieser Rosenkranz tausendfach in den verschiedensten Ländern verkauft. In Deutschland wird er unter dem Namen „Rosenkranz forte“ vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Rosenkranz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Papst Johannes Paul II.: &#039;&#039;Apostolisches Schreiben ROSARIUM VIRGINIS MARIAE über den Rosenkranz.&#039;&#039; (Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): &#039;&#039;Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 156.&#039;&#039;) Bonn 2002 (online verfügbar: [http://www.liturgie.de/liturgie/pub/op/dok/download/ve156.pdf]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten&#039;&#039;. Katalog Salzburg Dommuseum 2008.&lt;br /&gt;
* Torsten Cress: &#039;&#039;Die Rosenkranzandacht&#039;&#039;, in: ders.: Sakrotope. Studien zur materiellen Dimension religiöser Praktiken. Bielefeld 2019. S. 99–115.&lt;br /&gt;
* Urs-Beat Frei, Fredy Bühler (Hrsg.): &#039;&#039;Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst&#039;&#039;. Benteli, Bern 2003.&lt;br /&gt;
* Ludwig Maria Grignion von Montfort: Le secret admirable du très saint Rosaire – Pour se convertir et se sauver. Flavigny (F) 2005. ISBN 2-87810-052-2. Deutsch: Der heilige Rosenkranz – Das wunderbare Geheimnis der Bekehrung und des Heils.&lt;br /&gt;
* Elmar Grube]: &#039;&#039;Der Rosenkranz. Stationen des Glaubens.&#039;&#039; München 1978, 9. Auflage 2000.&lt;br /&gt;
* Romano Guardini: &#039;&#039;Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau – Gedanken über das Rosenkranzgebet&#039;&#039;. Würzburg 1940.&lt;br /&gt;
* Leonard Holtz: &#039;&#039;[[Mysterium]] und [[Meditation]]. Rosenkranzbeten heute&#039;&#039;. Paulinus, Trier 1976, ISBN 3-7902-0117-0.&lt;br /&gt;
* Heribert Holzapfel: &#039;&#039;St. Dominikus und der Rosenkranz.&#039;&#039; (Veröffentlichungen aus dem Kirchenhistorischen Seminar München; 12) München 1903.&lt;br /&gt;
* Heinrich Janssen: &#039;&#039;Perlen des Gebets. Der Rosenkranz, Hinführung und geistliche Deutung&#039;&#039;. Herder, Freiburg i. Br. 2003, ISBN 3-451-28232-1.&lt;br /&gt;
* Willibald Kirfel: &#039;&#039;Der Rosenkranz. Ursprung und Ausbreitung&#039;&#039;. Bonn 1947, Walldorf 1949, (Neudruck 2003).&lt;br /&gt;
* Wilfried Kirsch: &#039;&#039;Handbuch des Rosenkranzes&#039;&#039;. Dom-Verlag, Wien 1950.&lt;br /&gt;
* Karl Joseph Klinkhammer: &#039;&#039;Ein wunderbares Beten. So entstand der Rosenkranz&#039;&#039;. Johannes-Verlag, Leutesdorf 1980, ISBN 3-7794-1158-X.&lt;br /&gt;
* Christoph Kühn: &#039;&#039;Der Rosenkranz nach Johannes Paul II. Eine Darstellung der 20 Rosenkranzgeheimnisse&#039;&#039;. Illustrationen von Gian C Olcuire. Naumann, Würzburg 2003, ISBN 3-88567-088-7.&lt;br /&gt;
* Anne Mariss: &#039;&#039;Materielle Differenzen. Soziale und konfessionelle Einschreibepraktiken an frühneuzeitlichen Rosenkränzen&#039;&#039;. In &#039;&#039;WerkstattGeschichte&#039;&#039; (2020), Heft 82, S. 55–73 ([https://werkstattgeschichte.de/wp-content/uploads/2020/10/WG82_055-073_MARISS_DIFFERENZEN.pdf pdf]).&lt;br /&gt;
* Pietro Principe: &#039;&#039;Der Rosenkranz&#039;&#039;. Liberia Editrice Vaticana, Vaticano 2002, ISBN 88-209-7410-X.&lt;br /&gt;
* Gislind Ritz: &#039;&#039;Der Rosenkranz.&#039;&#039; München 1962.&lt;br /&gt;
* Rainer Scherschel: &#039;&#039;Der Rosenkranz – das Jesusgebet des Westens&#039;&#039;. 2. Auflage. Herder, Freiburg i. Br. 1982, ISBN 3-451-18396-X.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Rosenkränze und Gebetsschnüre&#039;&#039; . Die Sammlung Weihbischof Heinrich Janssen; Bestandskatalog, Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.&amp;amp;nbsp;V. Kevelaer. Kevelaer, 2013. ISBN 978-3-925747-16-8.&lt;br /&gt;
* Jakob Hubert Schütz: &#039;&#039;Die Geschichte des Rosenkranzes. Unter Berücksichtigung der Rosenkranz-Geheimnisse und der Marienlitaneien.&#039;&#039; Paderborn 1909.&lt;br /&gt;
* Daniel Tibi: &#039;&#039;Glaubensperlen. Hinführung zum Rosenkranzgebet.&#039;&#039; EOS, St. Ottilien 2009, ISBN 978-3-8306-7338-5.&lt;br /&gt;
* Daniel Tibi: &#039;&#039;Rosenkranz. Betrachtung des Lebens Jesu mit den Augen Marias&#039;&#039; (PDF-Datei; 842 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Jetzt und in der Stunde des Todes&#039;&#039; (Dokumentarfilm, Polen 2017, polnischer Titel: &#039;&#039;Teraz i w godzinę śmierci&#039;&#039;, spanisch: &#039;&#039;Ahora y en la hora de la muerte. Historias del rosario&#039;&#039;, Regie: Mariusz Pilis und Dariusz Walusiak, 95 min, ISBN 978-83-7569-996-8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rosaries|Rosenkranz}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [http://www.liturgie.de/liturgie/pub/op/dok/download/ve156.pdf Johannes Paul II.: Schreiben „Rosarium virginis Mariae“ über den Rosenkranz (2002)] (PDF-Datei, 153 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ-2001-323&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.bmj.com/content/323/7327/1446.abstract | titel=Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study | autor=Luciano Bernardi, et al. | hrsg=British Medical Journal | werk=323 | seiten=1446–1449 | datum=2001 | abruf=2019-09-29 | sprache=en }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4050563-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienverehrung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebetskette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosenkranz|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vaterunser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ave Maria]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Rosenkranz</title>
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		<updated>2025-03-24T10:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Kategorisierungen füren nur zu Ablenkungsmanövern... Wer betet heute schon noch den Rosenkranz?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Rosenkranz im Freisinger Diözesanmuseum.jpg|mini|Historischer Rosenkranz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosenkranzring.jpg|mini|Rosenkranzring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039;&#039;, lateinisch &#039;&#039;&#039;Rosarium&#039;&#039;&#039; (von {{laS|rosarium|de=Rosenhecke, Rosengarten, Rosenkranz}}), veraltet auch &#039;&#039;[[#Mittelalter|Paternosterschnur]]&#039;&#039;, ist eine [[Gebetskette|Zähl- oder Gebetskette]], die für das Rosenkranzgebet verwendet wird. Er kann aber auch die Bezeichnung für das Rosenkranzgebet selbst sein. In seiner häufigsten Form werden eine regelmäßige Abfolge aus einem [[Vaterunser]] und je zehn [[Ave Maria]] mit der Betrachtung des Lebens, Sterbens und der Auferstehung [[Jesus Christus|Jesu Christi]] verbunden. Jedes dieser &#039;&#039;Rosenkranzgesätze&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort Gesätz leitet sich dabei aus der hymnischen Dichtung des [[Meistersinger|Meistergesanges]] ab&amp;lt;/ref&amp;gt; schließt mit der [[Doxologie]] [[Gloria Patri|Ehre sei dem Vater]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Johannes XXIII.]] |titel=Il Religioso Convegno |titelerg=la recita del Santo Rosario per la giusta pace tra le Nazioni |datum=1961-09-21 |abruf=2019-11-12 |url=https://w2.vatican.va/content/john-xxiii/it/apost_letters/1961/documents/hf_j-xxiii_apl_19610929_religioso-convegno.html |sprache=it |werk=vatican.va}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rosenkranz kann heute als die am weitesten verbreitete katholische Andachtsform angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{LThK|Michael Rüdiger|Rosenkranz. III. Historisch|3|8|1303–1305}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Heinz: &#039;&#039;Rosenkranz. II. Im Christentum.&#039;&#039; In: Gerhard Müller u.&amp;amp;nbsp;a.: &#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Bd. XXIX&#039;&#039;, Berlin-New York 1998, ISBN 3-11-016127-3, S. 401–407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; stammt vom [[lateinisch]]en Wort [[Rosarium]], das mit ‚Rosengarten‘ übersetzt wird. Rosengewächse symbolisieren in der [[Ikonografie|christlichen Ikonographie]] vor allem [[Maria (Mutter Jesu)|Maria, die Mutter Jesu]]. Das Motiv der [[Madonna im Rosenhag]] als Beispiel für einen [[Hortus conclusus]] steht für die [[Jungfrau|Jungfräulichkeit]] Mariens. Auch ein Kranz aus Rosen auf dem Kopf ist ein Symbol der Jungfräulichkeit. In der [[Lauretanische Litanei|Lauretanischen Litanei]] wird Maria als &#039;&#039;Rosa mystica&#039;&#039; („geheimnisvolle Rose“) angerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kirchenlateinische Begriff &#039;&#039;Rosarium&#039;&#039; wurde später auf die Gebetskette übertragen und erscheint unter seiner deutschen Bezeichnung &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; erstmals im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, wobei der genaue Zusammenhang bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnte. Es wird angenommen, dass die Kette ursprünglich aus Rosenblüten bestand, die auf einer Schnur aneinandergereiht waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. D. Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie – Lemma &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologischer Gehalt ==&lt;br /&gt;
Als „marianische Leben-Jesu-Meditation“ verbindet der Rosenkranz [[Marienverehrung]] und Christusfrömmigkeit, die Jesus Christus in seiner [[Kenosis|Entäußerung]] und seinem Leiden betrachtet. Der thematische Bogen der christologischen Meditationspunkte reicht von der [[Verkündigung des Herrn]] über Geburt, Wirken, Leiden und Sterben Jesu Christi bis zu seiner [[Auferstehung Jesu Christi|Auferstehung]] und der Herabsendung des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] an [[Pfingsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Andreas Heinz (Theologe)|Andreas Heinz]]: &#039;&#039;Rosenkranz. II. Im Christentum.&#039;&#039; In: Gerhard Müller u.&amp;amp;nbsp;a.: &#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Bd. XXIX&#039;&#039;, Berlin-New York 1998, ISBN 3-11-016127-3, S. 404f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= &#039;&#039;Alles, was für das [[Heil]] der [[Welt]] und somit auch für unser persönliches Heil wichtig ist, ist in den Rosenkranzgeheimnissen enthalten. Der Rosenkranz ist eine Kurzfassung des [[Evangelium (Glaube)|Evangeliums]], eine Zusammenfassung der [[Bibel]]. (…) Wenn wir den Rosenkranz beten, betrachten wir das Antlitz [[Jesus Christus|Christi]]. (…) Was ist also die Mystik des Rosenkranzes? Dass uns der Rosenkranz an der Seite [[Maria (Mutter Jesu)|Mariens]] ganz in die Nähe Christi führt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Vošicky (Priester)|Bernhard Johann Vošicky]]: &#039;&#039;Schau auf den Herrn!&#039;&#039;, [[Heiligenkreuz im Wienerwald]]: [[Be&amp;amp;Be]] 2010, ISBN 978-3-902694-19-5, S. 260, 267 und 270 (&#039;&#039;Die Mystik des Rosenkranzes&#039;&#039;) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Sprache= Deutsch&lt;br /&gt;
 |Autor= [[Bernhard Vošicky (Priester)|Bernhard Vošicky OCist]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur und Gebetsweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosary 2006-08-14.png|mini|hochkant|Gebetsweise des katholischen Rosenkranzes:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) Kreuzzeichen,&amp;lt;br /&amp;gt;Glaubensbekenntnis&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Vater Unser&amp;lt;br /&amp;gt;(3) drei Ave Maria, Ehre sei dem Vater&amp;lt;br /&amp;gt;(4) Vater Unser&amp;lt;br /&amp;gt;(5) fünf Gesätze mit je einem Vaterunser, zehn Ave Maria und einem Ehre sei dem Vater]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rosenkranz hat als Zählhilfe 59 Perlen oder Knoten, die auf einer Schnur aufgereiht oder mittels Kettengliedern verbunden sind. Die Eröffnung des Rosenkranzgebetes wird an einer am Kranz befestigten Kette mit einem Kreuz und drei kleinen Perlen gebetet, die von zwei großen Perlen gerahmt sind. Darauf folgen auf dem Kranz fünfmal zehn kleinere Kugeln (für die [[Ave Maria]]) und eine davon abgesetzte große (für das [[Vaterunser]] und [[Gloria Patri|Ehre sei dem Vater]]). Ein Vaterunser, zehn Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater bilden ein Gesätz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkleinerte Rosenkranzformen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Finger rosary.svg|mini|links|Fingerrosenkranz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkleinerte Formen des Rosenkranzes sind der sogenannte &#039;&#039;Fingerrosenkranz&#039;&#039; (zuweilen auch als „Pfadfinderrosenkranz“ bezeichnet), der &#039;&#039;Rosenkranzring&#039;&#039; oder das &#039;&#039;Rosenkranzarmband&#039;&#039;. Diese auch &#039;&#039;Soldatenrosenkranz&#039;&#039; genannte Form entstand im Mittelalter im Zuge der [[Kreuzzug|Kreuzzüge]]. An einem solchen Rosenkranz wird ein Gesätz abgezählt; fünfmal gebetet ergibt er einen großen Rosenkranz. Es gibt auch Versionen, bei denen die Anzahl der Perlen auf nur fünf verkürzt ist. Dabei wird an jeder Perle ein Ave Maria gebetet, wobei jeweils ein anderes Geheimnis angefügt wird. Der Ring besteht aus einem Ring mit zehn Erhebungen beziehungsweise zehn kleinen Perlen und einem Kreuz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebetsweise ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039; [[:Datei:Rosenkranz 2006-05-23.pdf|Anleitung zum Rosenkranzgebet]] – [[:Datei:Rosarium-latinum 2006-05-22.pdf|Anleitung zum lateinischen Rosenkranzgebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebetet wird der Rosenkranz wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kreuzzeichen]], „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ ({{B|Mt|28|19}})&lt;br /&gt;
* [[Apostolisches Glaubensbekenntnis]], dabei wird das Kreuz in der Hand gehalten&lt;br /&gt;
* [[Gloria Patri|Ehre sei dem Vater]] und [[Vaterunser]] an der ersten großen Perle&lt;br /&gt;
* drei [[Ave Maria]] mit eingefügten Bitten um [[Glaube, Hoffnung und Liebe|christliche Tugenden]] an den folgenden drei kleinen Perlen,&lt;br /&gt;
*# Jesus, der in uns den Glauben vermehre, &amp;lt;!--(lat. &#039;&#039;Iesus, qui adaugeat in nobis fidem&#039;&#039;)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
*# Jesus, der in uns die Hoffnung stärke, &amp;lt;!--(lat. &#039;&#039;Iesus, qui corroboret in nobis spem&#039;&#039;) und--&amp;gt;&lt;br /&gt;
*# Jesus, der in uns die Liebe entzünde. &amp;lt;!--(lat. &#039;&#039;Iesus, qui perficiat in nobis caritatem&#039;&#039;)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Doxologie]] und anschließend&lt;br /&gt;
* fünfzig Ave Maria, in Zehnergruppen (Gesätze) gegliedert. In jeder Zehnergruppe wird jeweils nach dem Wort „Jesus“ ein sogenanntes &#039;&#039;Rosenkranzgeheimnis&#039;&#039; eingefügt, ein Glaubenssatz, der das Leben und Sterben Jesu und seiner Mutter [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Gesätz wird eingeleitet mit dem Vater unser (an der großen Perle) und abgeschlossen mit dem Ehre sei dem Vater (vor der nächsten großen Perle). Manchmal wird nach dem Ehre sei dem Vater noch das [[Fatima-Gebet]] eingefügt, das jedoch nicht Bestandteil des Rosenkranzes ist. Im Kompendium des [[Katechismus der katholischen Kirche]] ist ein Schlussgebet formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Versikel|℣]]: „Bitte für uns, heilige Gottesmutter.“&lt;br /&gt;
:℟: „Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.“&lt;br /&gt;
:℣: „Lasset uns beten. Gott, dein eingeborener Sohn hat uns durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung die Schätze des ewigen Heiles erworben. Wir verehren diese Geheimnisse im heiligen Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria. Lass uns nachahmen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.“&lt;br /&gt;
:℟: „Amen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gemeinschaft kann das Rosenkranzgebet eingebettet sein in eine Rosenkranzandacht in einer Kirche oder [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Dabei wird das Gebet des ganzen Rosenkranzes oder einzelner Gesätze von passenden Liedern, marianischen Gebeten und [[Meditation|meditativen Impulsen]] umrahmt. Den Abschluss des Rosenkranzes bildet oft eine [[marianische Antiphon]], mancherorts die [[Lauretanische Litanei]], im Rosenkranz für die Verschiedenen meist die [[Litanei für die Verstorbenen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|geh}}Rosenkranzgeheimnisse ===&lt;br /&gt;
Derzeit gibt es – in Fünfergruppen aufgeteilt – zwanzig Geheimnisse, die beim Rosenkranzgebet betrachtet werden. Der Begriff und die inzwischen traditionellen fünfzehn Geheimnisse gehen zurück auf [[Louis-Marie Grignion de Montfort]] (1673–1716). Den fünfzehn Geheimnissen hat Papst [[Johannes Paul II.]] im Oktober 2002 anlässlich des 24. Jahrestages seiner Wahl zum Papst mit dem apostolischen Schreiben &#039;&#039;[[Rosarium Virginis Mariae]]&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{Internetquelle |url=https://m2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/2002/documents/hf_jp-ii_apl_20021016_rosarium-virginis-mariae.html |titel=Apostolischen Schreiben &#039;&#039;Rosarium Virginis Mariæ&#039;&#039; |datum=2002-10-15 |autor=Johannes Paul II, |abruf=2019-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine vierte Fünfergruppe von Rosenkranzgeheimnissen, die lichtreichen Geheimnisse, hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Johannes Paul II 2002, Nr. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geheimnisse werden traditionell als Schlusswendung (&#039;&#039;&#039;Clausula&#039;&#039;&#039;) in Form eines Relativsatzes an den ersten Teil des &#039;&#039;Ave Maria&#039;&#039; angefügt, z.&amp;amp;nbsp;B.: „…gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus&amp;amp;nbsp;– der von den Toten auferstanden ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freudenreiche Geheimnisse &#039;&#039;(gaudii mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die freudenreichen Geheimnisse (auch &#039;&#039;freudenreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten die [[Menschwerdung Gottes#Christentum|Menschwerdung Gottes]] und das verborgene Leben Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Mariä Verkündigung|vom Heiligen Geist empfangen hast]] {{Bibel|Lk|1|35}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem Virgo concepisti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Maria besucht Elisabeth|zu Elisabeth getragen hast]] {{Bibel|Lk|1|39–56}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem visitando Elisabeth portasti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Jesu Geburt|zu Betlehem geboren hast]] {{Bibel|Lk|2|1–20}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem Virgo genuisti.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Opferung Jesu im Tempel|im Tempel aufgeopfert hast]] {{Bibel|Lk|2|22–24}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem in templo praesentasti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, den du, o Jungfrau, [[Auffindung Jesu im Tempel|im Tempel wiedergefunden hast]] {{Bibel|Lk|2|41–52}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;quem in templo invenisti&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schmerzhafte Geheimnisse &#039;&#039;(doloris mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die schmerzhaften Geheimnisse (auch &#039;&#039;schmerzhafter&#039;&#039; oder &#039;&#039;schmerzreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten die [[Passion Jesu|Passion]] Jesu Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Ölberggruppe|der für uns Blut geschwitzt hat]] {{Bibel|Lk|22|44}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis sanguinem sudavit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Geißelsäule|der für uns gegeißelt worden ist]] {{Bibel|Joh|19|1}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis flagellatus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Dornenkrönung|der für uns mit Dornen gekrönt worden ist]] {{Bibel|Joh|19|2}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis spinis coronatus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Kreuzweg|der für uns das schwere Kreuz getragen hat]] {{Bibel|Joh|19|17}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis crucem baiulavit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Kreuzigung Christi|der für uns gekreuzigt worden ist]] {{Bibel|Joh|19|18}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui pro nobis crucifixus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glorreiche Geheimnisse &#039;&#039;(gloriae mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die glorreichen Geheimnisse (auch &#039;&#039;glorreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten die [[Auferstehung Jesu Christi|Auferstehung]] Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Auferstehung Christi|der von den Toten auferstanden ist]] {{Bibel|Lk|24|6}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui resurrexit a mortuis&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Christi Himmelfahrt|der in den Himmel aufgefahren ist]] {{Bibel|Apg|1|9–11}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui in caelum ascendit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Aussendung des Heiligen Geistes|der uns den Heiligen Geist gesandt hat]] {{Bibel|Apg|2|1–13}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui Spiritum Sanctum misit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der dich, o Jungfrau, [[Aufnahme Mariens in den Himmel|in den Himmel aufgenommen hat]] {{Bibel|1 Kor|15|22–23}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui te, Virgo, assumpsit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der dich, o Jungfrau, [[Marienkrönung|im Himmel gekrönt hat]] {{Bibel|Offb|12|1}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui te, Virgo, in caelis coronavit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lichtreiche Geheimnisse &#039;&#039;(lucis mysteria)&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die lichtreichen Geheimnisse (auch &#039;&#039;lichtreicher Rosenkranz&#039;&#039;) betrachten einige besonders bedeutende Momente des öffentlichen Lebens und Wirkens Jesu, so seine [[Taufe Jesu|Taufe im Jordan]] durch [[Johannes der Täufer|Johannes]], das Wunder bei der [[Hochzeit zu Kana]], die Verkündigung des [[Reich Gottes|Reiches Gottes]], seine [[Verklärung des Herrn|Verklärung]] auf dem Berg Tabor und die Einsetzung der [[Eucharistie]] beim [[Abendmahl Jesu|letzten Abendmahl]] in Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Taufe Jesu |der von Johannes getauft worden ist]] {{Bibel|Lk|3|21–22}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui apud Iordanem baptizatus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Hochzeit zu Kana|der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat]] {{Bibel|Joh|2|1–12}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui ipsum revelavit apud Canense matrimonium&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Jesus von Nazaret#Verkündigung des Gottesreichs|der uns das Reich Gottes verkündet hat]] {{Bibel|Mk|1|14}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui regnum Dei annuntiavit&#039;&#039;&amp;lt;!--= [[Erstes Auftreten in Galiläa]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Verklärung des Herrn|der auf dem Berg verklärt worden ist]]. {{Bibel|Lk|9|28–36}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui transfiguratus est&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, [[Abendmahl Jesu|der uns die Eucharistie geschenkt hat]] {{Bibel|Mk|14|17–25}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui eucharistiam instituit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigene Formulierungen ====&lt;br /&gt;
Außerdem ist es möglich, eigene Rosenkranzgeheimnisse zu formulieren. Ein Beispiel dafür bietet das katholische Gebet- und Gesangbuch [[Gotteslob]] (Nr. 4, Abschnitt 8) mit den trostreichen Geheimnissen des &#039;&#039;trostreichen Rosenkranzes&#039;&#039;, die das kommende [[Reich Gottes|Gottesreich]] betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|deutsch&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&#039;&#039;lateinisch&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der als König herrscht. {{Bibel|Offb|19|6}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui rex regnat&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt (herrscht). {{Bibel|Eph|1|22–23}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui in ecclesia sua vivit et regnat&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit. {{Bibel|2 Petr|3|8–13}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui iterum venturus est in gloria&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten. {{Bibel|Röm|2|1–11}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui iudicabit vivos et mortuos&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Jesus, der alles vollenden wird. {{Bibel|1 Kor|15|35–58}}&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;qui omnia perficiet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{Anker|Friedens-Rosenkranz}}&lt;br /&gt;
Seit jüngerer Zeit (2015) einige Verbreitung fand der „Friedens-Rosenkranz“ (Deutsches Liturgisches Institut):&amp;lt;ref name=&amp;quot;FriedensRK&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.liturgie.de/liturgie/index.php?datei=./pub/oP/Frieden/Friedens-Rosenkranz |werk=liturgie.de, |hrsg=Deutsches Liturgisches Institut |abruf=2019-09-29 |titel=Friedens-Rosenkranz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jesus, bei dessen Geburt Engel den Frieden verkündeten {{Bibel|Lk|2|8–14}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der unsere Schritte auf den Weg des Friedens lenkt {{Bibel|Lk|1|68–79}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der selig gepriesen hat, die Frieden stiften {{Bibel|Mt|5|3–12a}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der seine Jünger gesandt hat, den Frieden zu bringen {{Bibel|Mt|10|7–13}}&lt;br /&gt;
* Jesus, der uns seinen Frieden hinterlassen hat {{Bibel|Joh|14|23–27}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;FriedensRK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wochenschema ====&lt;br /&gt;
In der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] ist es üblich, die Geheimnisse des Rosenkranzes in wöchentlichem Rhythmus nach dem folgenden Schema zu beten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;RVM&amp;quot;&amp;gt;Apostolischen Schreiben &#039;&#039;Rosarium Virginis Mariæ&#039;&#039;, Nr. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Sonntag&lt;br /&gt;
!Montag&lt;br /&gt;
!Dienstag&lt;br /&gt;
!Mittwoch&lt;br /&gt;
!Donnerstag&lt;br /&gt;
!Freitag&lt;br /&gt;
!Samstag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|glorreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; |freudenreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; |schmerzhafte Geheimnisse&lt;br /&gt;
|glorreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot; |lichtreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot; |schmerzhafte Geheimnisse&lt;br /&gt;
| class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; |freudenreiche Geheimnisse&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Einführung der lichtreichen Geheimnisse wurden traditionell donnerstags die freudenreichen und samstags die glorreichen Geheimnisse betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Spätantike ===&lt;br /&gt;
In das spirituelle Leben des [[Spätantike|spätantiken]] orientalischen Mönchtums, etwa im 3. oder 4. Jahrhundert, fand die Anwendung einer [[Gebetsschnur]] ([[Komboskini]], {{elS|κομποσκοίνι}}) Aufnahme in das Gebetsritual, um etwa kurze Bibelzitate meditativ zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosary-Madonna-Atzwang.jpg|mini|Der [[Dominikus|hl. Dominikus]] und die [[Katharina von Siena|hl. Katharina von Siena]] mit [[Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz|Unserer lieben Frau vom Rosenkranz]] (Atzwangkirche)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das katholische Rosenkranzgebet entwickelte sich aus frühmittelalterlichen Gebeten, bei denen zunächst das [[Vater unser]] &#039;&#039;(Paternosterschnur)&#039;&#039; und ab dem 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zunehmend das [[Ave Maria]] einhundertfünfzigmal in Zehnergruppen gegliedert wiederholt und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten über das Leben und Heilswerk [[Jesus Christus|Jesu Christi]] verbunden wurde. Die älteste schriftliche Erwähnung einer Schnur mit aufgezogenen Steinen als Zählkette für wiederholt gesprochene Gebete in der [[Lateinische Kirche|Lateinischen Kirche]] schreibt diese Gebetsschnur der angelsächsischen Adligen [[Lady Godiva]] (†&amp;amp;nbsp;um&amp;amp;nbsp;1085) zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=...circulum gemmarum, quem filo insuerat, ut singularum contactu singulas orationes incipiens numerum non praetermitteret, hunc ergo gemmarum circulum collo imaginis sanctae Mariae appendi jussit.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Wilhelm von Malmesbury|William of Malmesbury]]: &#039;&#039;Gesta Pontificum Anglorum&#039;&#039;, 1125, Rolls Series 311.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Godiva&amp;quot;&amp;gt;William of Malmesbury: &#039;&#039;Gesta Pontificum Anglorum&#039;&#039;, 1125, Rolls Series 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert schuf [[Petrus Damiani]] (um 1006–1072) die Form des &#039;&#039;Ave Maria&#039;&#039;, wobei der Engelsgruß aus dem [[Lukasevangelium]] im Wortlaut verwendet wurde:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ave Maria, gratia plena. Dominus tecum. Benedicta tu in mulieribus.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|Lk|1|28}}}} Im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert kam der Brauch auf, dass in [[Kloster|Klöstern]] die [[Konverse]]n, die meist nicht lesen bzw. kein Latein konnten, statt der lateinischen [[Psalm]]en des [[Stundengebet]]s andere Gebete verrichteten. Neben dem Vaterunser tritt auch das Ave Maria als Ersatzgebet für die Psalmen auf, letzteres insbesondere bei den [[Zisterzienser]]n und [[Kartäuser (Orden)|Kartäusern]]. Für eine Reihe von 150 Ave Maria kam in Anlehnung an die 150 Psalmen der Bibel der Name [[Marienpsalter]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{LThK|Michael Rüdiger|Rosenkranz. III. Historisch|3|8|1303f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Alte Passional&#039;&#039;, eine mittelhochdeutsche Legendensammlung ohne Angabe des Verfassers, vergleicht das Ave Maria mit einer himmlischen Rose. Hierin gründet wohl die Bezeichnung &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; für die Zählkette und eine Ave-Maria-Gebetsreihe. Eine der Legenden handelt von einem Marienverehrer, der eine Marienstatue mit einem geflochtenen Kranz aus Rosen zu schmücken pflegte. In einer Erscheinung soll er eines Tages die Botschaft bekommen haben, dass sich Maria über einen anderen Rosenkranz mehr freue, nämlich über 50 gebetete Ave Maria. Diese würden in ihren Händen zu Rosen, aus denen sie den schönsten Kranz flechten könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zisterzienser]]abt [[Stephan von Sallay]] († 1252) formulierte eine Vorform der fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse. Durch den [[Kartäuser]] [[Heinrich von Kalkar]] (1328–1408) kam die Gewohnheit auf, fünfmal zehn Ave Maria zu beten und jeden Zehnerblock mit einem Vaterunser zu beginnen und mit der Doxologie zu beenden. Noch im späten Mittelalter gab es den Beruf des [[Paternostermacher]]s, der aus Knochen und anderen Materialien Perlen für Rosenkränze fertigte. Rosenkränze aus dieser Zeit trugen oft statt eines Kreuzes eine farbige [[Quaste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MaryRose-rosary-81A1414h.jpg|mini|Hölzerner Rosenkranz, gefunden auf der [[Mary Rose]] (England, 16. Jh.)]]&lt;br /&gt;
Die heute gebräuchliche Form des Rosenkranzes entstand im [[Advent]] 1409. Der [[Kloster Karthaus (Konz)|Trierer Kartäuser]] [[Dominikus von Preußen]] († 1460) fasste die Ereignisse des Lebens Jesu in fünfzig Schlusssätzen &#039;&#039;(Clausulae)&#039;&#039; zusammen, die sich an den (damals allein üblichen) ersten Teil des Ave Maria anschlossen. [[Adolf von Essen]], ebenfalls aus dieser [[Kartause]], verkürzte die &#039;&#039;Clausulae&#039;&#039; auf fünfzehn. Weit verbreitet ist die von [[Alanus de Rupe]] um 1468 zuerst verbreitete Legende, dass der heilige [[Dominikus]], Gründer des [[Dominikaner]]ordens, die heutige Form des Rosenkranzes 1208 bei einer [[Marienerscheinung]] empfangen und sie in seinem Orden eingeführt haben soll. Die Legende erzählt, dass Maria den Rosenkranz dem hl. Dominikus als Waffe im Kampf gegen die [[Albigenser]] geschenkt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner [[Päpstliche Bulle|Bulle]] &#039;&#039;Ea quae&#039;&#039; vom 9. Mai 1479 empfahl Papst [[Sixtus IV.]] das tägliche Beten des Rosenkranzes. 1508 wurde dem Ave Maria die Bitte „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder“ hinzugefügt. In seinem [[Breve (Schriftstück)|Breve]] &#039;&#039;Consueverunt&#039;&#039; vom 17. September 1569 legte Papst [[Pius V.]] den Text des Ave Marias endgültig fest und regelte die Form des Rosenkranzgebets für die ganze Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert (Papst Leo XIII.) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leo XIII.]] war ein großer Verehrer des Rosenkranzgebetes, dem er zahlreiche [[Enzyklika|Enzykliken]] und [[Lehrschreiben|apostolische Schreiben]] widmete:&lt;br /&gt;
* [[Enzyklika]] &#039;&#039;[[Supremi apostolatus officio]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz in Geschichte und Gegenwart (1. September 1883)&lt;br /&gt;
* [[apostolisches Schreiben]] &#039;&#039;[[Salutaris ille]]:&#039;&#039; Es wird die Bitte &#039;&#039;Regina sacratissimi Rosarii – ora pro nobis&#039;&#039; („Du Königin des Heiligen Rosenkranzes, bitte für uns“) in die [[Lauretanische Litanei]] eingefügt. (24. Dezember 1883)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Superiore anno]]:&#039;&#039; Formalien bezüglich des Rosenkranzgebetes (30. August 1884)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Octobri mense]]:&#039;&#039; Rosenkranzmonat (22. September 1891)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Magnae Dei matris]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz und das christliche Leben (8. September 1892)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Laetitiae sanctae]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz und die rechte Ordnung der menschlichen Sozialgemeinschaft (8. September 1893)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Iucunda semper expectatione]]:&#039;&#039; Der Rosenkranz als Betrachtung und als Gebet (8. September 1894)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Fidentem piumque animum]]:&#039;&#039; Das Gebet zur Vermittlerin der Gnaden (20. September 1896)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Vi è ben noto]]:&#039;&#039; Über den Rosenkranz und das öffentliche Leben (nur für Italien 20. September 1887)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Augustissimae virginis mariae]]:&#039;&#039; Die [[Rosenkranzbruderschaft]] und die [[Engel]] des Himmels (12. September 1897)&lt;br /&gt;
* Enzyklika &#039;&#039;[[Diuturni temporis]]&#039;&#039; Der Rosenkranz (5. September 1898)&lt;br /&gt;
* apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Parta humano generi]]:&#039;&#039; Zur Weihung der Rosenkranzbasilika in [[Lourdes]] und der Rosenkranz als Schutz gegen [[Häresie]]n (8. September 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Nach Leo XIII. erschienen noch folgende päpstliche Schriften zum Rosenkranz:&lt;br /&gt;
* Papst [[Pius XI.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Ingravescentibus malis]]:&#039;&#039; Das Gebet des Rosenkranzes als Zuflucht der Kirche (29. September 1937)&lt;br /&gt;
* Papst [[Pius XII.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Ingruentium malorum]]:&#039;&#039; Das Rosenkranzgebet in der Not der Zeit (15. September 1951)&lt;br /&gt;
* Papst [[Johannes XXIII.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Grata recordatio]]:&#039;&#039; Der Rosenkranzmonat Oktober als Vorbereitung auf das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]] (26. September 1959)&lt;br /&gt;
* Papst Johannes XXIII: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Il religioso convegno]] auch als „Marialis Rosarii“ bekannt:&#039;&#039; Der Rosenkranz als Gebet für den Frieden (29. September 1961)&lt;br /&gt;
* Papst [[Paul VI.]]: Enzyklika &#039;&#039;[[Christi matri rosarii]]:&#039;&#039; Aufruf zum Rosenkranz als Friedensgebet (15. September 1966)&lt;br /&gt;
* Papst Paul VI.: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Recurrens mensis october]]:&#039;&#039; Der Oktober als Rosenkranzmonat (7. Oktober 1969)&lt;br /&gt;
* Papst Paul VI.: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Marialis cultus]]&#039;&#039; (Nr. 42–55): Hinweis auf den biblischen Charakter der Gebetsworte und Betrachtungsmotive (2. Februar 1974)&lt;br /&gt;
* Papst [[Johannes Paul II.]]: apostolisches Schreiben &#039;&#039;[[Rosarium Virginis Mariae]]:&#039;&#039; Einführung der „lichtreichen Geheimnisse“ und Ausrufung des Jahres vom Oktober 2002 bis Oktober 2003 zum „Jahr des Rosenkranzes“ (16. Oktober 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosenkranzfest und Rosenkranzmonat ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rosenkranzfest}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[7. Oktober]] [[1571]] besiegte die katholische Seestreitmacht unter [[Juan de Austria]] die türkische Mittelmeerflotte in der [[Seeschlacht von Lepanto]] vernichtend. Der Sieg wurde dem „Gebetssturm“ zugerechnet, bei dem in ganz Europa im Vorfeld der Seeschlacht das Rosenkranzgebet gebetet wurde. In der Folge stiftete Papst [[Gregor XIII.]] 1573 das Rosenkranzfest als [[Gedenktag]] &#039;&#039;Unserer Lieben Frau vom Sieg&#039;&#039; und fügte es in den liturgischen Kalender ein. Nach dem Sieg über die Türken bei [[Peterwardein]] am 5. August 1716 erhob Papst [[Klemens XI.]] das Fest zu einem [[Fest (Liturgie)|Fest]] der ganzen Kirche, das am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wurde. Papst Pius X. führte diesen Gedenktag mit dem [[Gedenktag der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz]] &#039;&#039;(Beatae Mariae Virginis a Rosario)&#039;&#039; zusammen und legte ihn auf den 7. Oktober fest. Das Fest wird seit 1960 als &#039;&#039;Fest unserer Lieben Frau vom Rosenkranz&#039;&#039; begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Schott (Messbuch)|Schott]]: &#039;&#039;Das vollständige römische Messbuch&#039;&#039;, Ausgabe 1963, S. 1076.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 führte Papst Leo XIII. den Oktober als Rosenkranzmonat ein. Papst [[Johannes XXIII.]] empfahl 1959 den Rosenkranzmonat Oktober als Vorbereitung auf das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]]. Papst Paul VI. widmete 1969 dem Oktober als Rosenkranzmonat ein apostolisches Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Formen des Rosenkranzes ==&lt;br /&gt;
Neben der gebräuchlichen Form des Rosenkranzes gibt es in der katholischen Kirche noch verschiedene andere Rosenkranzformen, die sich in der Anzahl der Perlen und der Anordnung der Gebete unterscheiden. Auch in der evangelisch-lutherischen Kirche gibt es Ansätze, den Rosenkranz zum Gebet zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barmherzigkeitsrosenkranz ===&lt;br /&gt;
Der [[Barmherzigkeitsrosenkranz]] enthält ebenfalls fünf Gesätze; es wird jedoch nur ein Ave Maria am Beginn gesprochen. Die &#039;&#039;Clausulae&#039;&#039; beziehen sich auf die göttliche [[Barmherzigkeit]] in Jesus Christus und der Eucharistie. Der Barmherzigkeitsrosenkranz geht auf [[Vision (Religion)|Visionen]] der polnischen [[Ordensschwester]] [[Maria Faustyna Kowalska|Faustyna Kowalska]] (1905–1938) zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rosenkranz Unserer Lieben Frau von den Tränen ===&lt;br /&gt;
Der [[Rosenkranz Unserer Lieben Frau von den Tränen]] besteht aus 49 kleinen Perlen, er wird jeweils durch sieben größere Perlen für die sieben Gesätze unterteilt. Zusätzlich sind an einer kleinen Kettenverlängerung drei kleine Perlen und die Medaille Unserer Lieben Frau von den Tränen angebracht. In der Gebetsfolge wird kein [[Glaubensbekenntnis]], kein [[Vaterunser|Vater Unser]] und auch nicht das [[Ave Maria]] gebetet, sie werden durch andere &amp;lt;!-- welche? Es wäre schon günstig, wenn man wüßte, was da überhaupt gebetet wird.--&amp;gt; Gebete ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleiner Rosenkranz zum Jesuskind ===&lt;br /&gt;
Der [[Kleiner Rosenkranz zum Jesuskind|kleine Rosenkranz zum Jesuskind]] besteht aus 15 Perlen, aufgeteilt in eine Dreier- und eine Zwölfergruppe. Jesus selbst soll 1636 der [[Unbeschuhte Karmelitinnen|Unbeschuhten Karmelitin]] Margarita Parigot vom Heiligsten Sakrament diesen „kleinen Rosenkranz“ offenbart haben mit der Aufforderung, ihn unter den Gläubigen bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus-Rosenkranz ===&lt;br /&gt;
Der [[Christus-Rosenkranz]] entstand in den 1960er-Jahren durch das Bemühen der Mitglieder der [[Berneuchener Bewegung#Michaelsbruderschaft|Evangelischen Michaelsbruderschaft]], Rudolf Ehrat, Herben Golzen und Walter Stökl, ein eng an das katholische Rosenkranzgebet angelehntes Gebet zu schaffen, das im Gegensatz zum traditionellen Rosenkranzgebet das &#039;&#039;[[Ave Maria]]&#039;&#039; nicht enthält und somit auch von evangelischen Christen gebetet und ökumenisch verwendet werden kann. Stattdessen wird dabei das aus der [[Kreuzwegandacht]] stammende Gebet „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst“ wiederholt gebetet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Wundenrosenkranz ===&lt;br /&gt;
Der Wundenrosenkranz geht zurück auf Visionen der Laienschwester [[Marie-Marthe Chambon]] (1841–1907). Sie soll die Gebete der Anrufung und Aufopferung der [[fünf Wunden Christi]] von [[Jesus Christus]] selbst empfangen haben. Durch das Gebet des Wundenrosenkranz sollen Sünder die Bekehrung erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rosenkranzgebete.de/jesu-blut-und-wunden/rosenkranz-zu-den-heiligen-wunden-jesu/index.php |werk=rosenkranzgebete.de |titel=Rosenkranz von den heiligen Wunden |abruf=2019-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Gebetsformen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gebetskette}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in anderen christlichen [[Konfession]]en und nicht-christlichen [[Religion]]en gibt es Gebete, die an Zählketten verrichtet werden. Dabei wird gelegentlich die Bezeichnung &#039;&#039;Rosenkranz&#039;&#039; auch unabhängig vom Ursprung des Begriffs in der Marienverehrung verwendet. In der [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirche]] hat der Rosenkranz als Zählkette für das [[Jesusgebet]] eine lange Tradition. Die &#039;&#039;Anglican Prayer Beads&#039;&#039; kombinieren Elemente des katholischen und orthodoxen Rosenkranzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Islam]], im [[Buddhismus]], im [[Hinduismus]] und anderen nicht-christlichen Religionen gibt es Gebetsketten, mit denen meditative Gebete verrichtet werden. Im Islam ist das der [[Tasbih]], im Buddhismus und Hinduismus die [[Mala (Gebetskette)|Mala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die orthodoxe Gebetsschnur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Eastern-Orthodox-prayer-rope 2006-06-02.jpg|mini|Komboskini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebetsschnur, russisch &#039;&#039;Tschotki&#039;&#039; und griechisch &#039;&#039;[[Komboskini]]&#039;&#039; genannt, besteht in ihrer ursprünglichen Form nicht aus Perlen, sondern aus einer Schnur, in die Knoten geknüpft werden, an der das [[Jesusgebet]] verrichtet wird. Die geschlossene Schnur steht als Zeichen für das nie endende Gebet („Betet ohne Unterlass“). Sie wird in der orthodoxen Tradition beim Jesusgebet verwendet, weniger, um die Gebete zu zählen, sondern als Hilfe zur Konzentration und für einen gleichmäßigen Rhythmus. In der orthodoxen Kirche erhalten [[Mönch]]e und [[Nonne]]n die Gebetsschnur zur [[Profess]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach russischem Brauch können Gebetszeiten des [[Stundengebet]]s oder der Besuch der Liturgie durch die Rezitation einer bestimmten Anzahl von Jesusgebeten ersetzt werden. Auf diese Weise kann das Stundengebet auch gehalten werden, wenn die entsprechenden Bücher nicht zur Hand sind. Die Gebetsschnur hilft in solchen Fällen, die Gebete zu zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die (alt-)orthodoxe Lestowka ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Поморская лестовка.jpg|mini|links|Eine russische Lestowka]]&lt;br /&gt;
Vor allem bei den sog. [[Altorthodoxe]]n ist die [[Lestowka]], eine Art Rosenkranz aus Leder oder sonstigem Material, in Gebrauch. Diese Gebetshilfe ist an den beiden Enden meist verbreitert, womit eine besondere Symbolik zum Ausdruck gebracht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der anglikanische Rosenkranz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Anglican prayer beads-2006 04 08.jpg|mini|&#039;&#039;Anglican prayer beads&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;[[Anglikanischer Rosenkranz|anglikanische Rosenkranz]]&#039;&#039; &#039;&#039;(Anglican prayer beads)&#039;&#039; ist eine verhältnismäßig neue Gebetsform, die Elemente des katholischen und orthodoxen Rosenkranzes enthält. [[Lynn Bauman]] entwickelte in den 1980er-Jahren die Form des anglikanischen Rosenkranzes, der aus einem Kreuz und 33 Perlen besteht. Für das anglikanische Rosenkranzgebet gibt es keine feststehende Form. Jeder Beter kann sich die Gebete, die er an den einzelnen Perlen spricht, selbst zusammenstellen. Bekannt ist beispielsweise eine Gebetsfolge, die das [[Trisagion]] und das [[Jesusgebet]] einbezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Perlen des Glaubens ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pearls of Life.jpg|mini|Perlen des Glaubens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt wurden die &#039;&#039;„[[Perlen des Glaubens]]“&#039;&#039; 1996 von [[Martin Lönnebo]], einem Bischof der [[Schwedische Kirche|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Schweden]]. Bei der aus 18 Perlen bestehenden Kette hat jede Perle eine Bedeutung, steht für eine Lebensfrage, einen Gedanken oder ein Gebet. Feste Gebetsformulierungen gibt es nicht. Bei jeder Perle wird zum entsprechenden Thema eine Meditation gehalten oder ein Gebet gesprochen. Anfang und Ende der Kette ist eine große goldene Perle, die Gottesperle. Darauf folgt eine Perle des Schweigens, eine Ich-Perle, eine Taufperle, eine weitere Perle des Schweigens, eine Wüstenperle, wiederum eine Perle des Schweigens, eine Perle der Gelassenheit, eine weitere Perle des Schweigens, zwei Perlen der Liebe, drei Geheimnisperlen, eine Perle der Nacht, eine weitere Perle des Schweigens, eine Perle der Auferstehung und eine weitere Perle des Schweigens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;[[British Medical Journal]]&#039;&#039; berichtete im Jahr 2001 von einer Studie der [[Universität Pavia]], bei der herausgefunden wurde, dass Rosenkranzgebete und [[Mantra]]s, bei denen sechs Mal pro Minute geatmet wird, positive psychologische und möglicherweise physiologische Effekte hervorrufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ-2001-323&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[psychologisch]]en Gesichtspunkten ist das Rosenkranzgebet als &#039;&#039;repetitives [[Meditation]]straining&#039;&#039; einzuordnen, obwohl dieser Begriff erst in jüngster Zeit entstanden ist. Die von dem [[Musikpädagoge]]n [[Hermann Rauhe]] und dem [[Präventivmedizin]]er [[Gerd Schnack]] entwickelte [[Entspannungsmethode]] des repetitiven Meditationstrainings ist quasi die säkularisierte Form sowohl des Rosenkranzgebets als auch des [[Jesusgebet]]s, weil sie auf demselben [[Prinzip]] beruht, nämlich der [[Rhythmus (Musik)|rhythmischen]] Wiederholung einer Formel, die sich nach und nach an der [[Atmung]] orientiert und bei regelmäßiger Übung sehr positiv auf das vegetative Nervensystem und hier auf den [[Parasympathicus]] wirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hermann Rauhe, Gerd Schnack: &#039;&#039;Topfit durch Nichtstun. RMT – die Formel für optimale Energie.&#039;&#039; Kösel, München 2002, ISBN 3-466-34446-8, S. 40–41, 100 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosenkränze in Kunst und Musik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mariä Verkündigung Faistenau 1721.jpg|mini|&#039;&#039;[[Annunciation]]&#039;&#039;, [[Pfarrkirche Faistenau|Faistenau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
Darstellungen der Rosenkranzgeheimnisse gibt es als &#039;&#039;&#039;Rosenkranzaltar&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Werner Scheurer]]: &#039;&#039;Die Altäre der Offenburger Altarbauer [[Moroder]].&#039;&#039; In: &#039;&#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&#039;&#039; Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 147–182, hier: S. 154–156 (&#039;&#039;„Im Namen Gottes“ – Die Motive und Stile der Moroder-Altäre.&#039;&#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; in einigen Kirchen, wie etwa in [[Pfarrkirche Frastanz|St. Sulpitius ]] in Frastanz. Der Hochaltar stellt die Geheimnisse des schmerzhaften Rosenkranzes dar, der linke Seitenaltar die des freudenreichen und der rechte Seitenaltar die des glorreichen. In der Pfarrkirche Faistenau befinden sich 15 Rundbilder mit Rahmen in Blütenform (als Ringgirlanden) und verbunden mit geschnitzten Schleifen. In ihnen sind die 15 Geheimnisse der drei Rosenkränze mit ihren jeweils fünf Gesätzen dargestellt. Die Darstellungen wurden 1721 von [[Paul Mödlhammer]] aus [[Neumarkt am Wallersee]] angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es vor allem die Darstellung der Rosenkranzmadonna, die besonders in Spanien und Italien verbreitet ist, wo es in vielen Kirchen eigene Kapellen Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gibt. Bekannte Darstellungen von Rosenkranzmadonnen schufen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Lorenzo Lotto]], [[Bartolomé Esteban Murillo]], [[Guido Reni]], [[Luca Giordano]] und [[Michelangelo Merisi da Caravaggio]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.khm.at/objektdb/detail/425/?offset=21&amp;amp;lv=list |titel=Caravaggio: Rosenkranzmadonna in der Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien |abruf=2021-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rosenkranzgebet ist in Verbindung mit dem Kirchengebäude [[St. Konrad (Gelsenkirchen-Middelich)|St. Konrad]] Gelsenkirchen-Middelich bildlich in fünfzehn Einzelkunstwerken erstmals im Stil der Moderne von [[Willi Dirx]] dargestellt. In jeweils fünf Buntglasfenstern wird auf der linken Seite der Kirche das erste Geheimnis, der Freudenreiche Rosenkranz, auf der rechten Seite das dritte Geheimnis, der Glorreiche Rosenkranz dargestellt. Sie sind Teile des Gesamtkunstwerkes. Das Auferstehungskreuz zusammen mit vier Bildtafeln 1,00 m × 1,00 m groß an der Altarwand bebildern das zweite Geheimnis, den Schmerzhaften Rosenkranz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stationswege (Rosenkranzwege) ===&lt;br /&gt;
[[Stationsweg]]e (auch: Stationenwege) für die Rosenkranzgeheimnisse gibt es beispielsweise in [[Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain|Maria Plain]] bei Salzburg (Barockzeit, fünfzehn Stationen) – in [[Maria Plain]] befindet sich auch ein weiterer [[Kalvarienberg]] der Barockzeit mit fünf Stationen der schmerzhaften Geheimnisse. Ein [[Rosenkranzpark Katzelsdorf|Rosenkranzpark]] mit 16 Stationen befindet sich im niederösterreichischen [[Katzelsdorf (Gemeinde Bernhardsthal)|Katzelsdorf]]. Der Weinhauser Rosenkranzweg beginnt hinter der [[Pfarrkirche Weinhaus]] im 18. Wiener Gemeindebezirk. Auch zwischen [[Waldsassen]] und dem [[Dreifaltigkeitskirche Kappl|Kappl]] gibt es einen Stationenweg mit 15 [[Barock|barocken]] [[Stele]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmuck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Four Kombologia.jpg|mini|Das [[Komboloi]] gehört in vielen orientalisch geprägten Ländern zum männlichen Accessoire und Spielzeug.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rosenkränze wurden bereits im Mittelalter als Schmuck getragen. Im [[Barock]] erfreute sich dies ebenfalls großer Beliebtheit, wird aber heute von Katholiken eher als anstößig empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen orientalisch geprägten Ländern gehören die ursprünglich religiösen Ketten zum männlichen Accessoire und Spielzeug. Dazu gehören zum Beispiel die griechischen [[Komboloi|Kombologia]], die auch &#039;&#039;Sorgenperlen&#039;&#039; genannt werden. Sie gleichen dem islamischen [[Tasbih]], der ebenfalls vor allem bei männlichen Jugendlichen zum Modeschmuck geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Der Barockgeiger und Komponist [[Heinrich Ignaz Franz Biber]] (1644–1704) komponierte einen Zyklus von 15 Violin-[[Sonate]]n (mit [[basso continuo]]) und einer [[Passacaglia]] über den Rosenkranz: die sogenannten Rosenkranzsonaten. Es handelt sich um eines der schwierigsten Werke für Solo[[violine]], weil diese für jede Sonate in eine andere Stimmung gebracht werden muss (sogenannte [[Skordatur]]). Sie entstanden möglicherweise im Zusammenhang mit der Salzburger [[Rosenkranzbruderschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rosenkränze als Geschenk ==&lt;br /&gt;
Als Zeichen besonderen Wohlwollens haben manche Päpste an bedeutende Herrscherpersönlichkeiten goldene Rosenkränze verschenkt. Die Weihe dieser Rosarien pflegten sie gewöhnlich am Sonntag [[Laetare]] vorzunehmen. Ein besonders schönes Exemplar ließ Papst [[Sixtus V.]] 1588 [[Ferdinand II. (Tirol)|Erzherzog Ferdinand II.]] in Innsbruck zukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Pater Wolfgang Lebersorgs Chronik des Klosters Stams.&#039;&#039; Stiftsarchiv Stams, Codex D 40, S. 575 in der Edition und Übersetzung von Christoph Haidacher, Innsbruck 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst Franziskus ließ 2014 auf dem Petersplatz Schachteln verteilen, die wie Arzneimittelverpackungen aufgemacht waren. Auf der Schachtel mit dem Produktnamen „Misericordina“ war ein menschliches Herz zu sehen, das von einem Dornenkranz umgeben ist. Im Inneren befand sich unter anderem ein Rosenkranz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/21/papst_%E2%80%9Emexikos_familien_vorbild_f%C3%BCr_den_glauben%E2%80%9C/1210245 |text=Rosenkranzverteilung |wayback=20160302064830}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit diesem Ereignis wird dieser Rosenkranz tausendfach in den verschiedensten Ländern verkauft. In Deutschland wird er unter dem Namen „Rosenkranz forte“ vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Rosenkranz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Papst Johannes Paul II.: &#039;&#039;Apostolisches Schreiben ROSARIUM VIRGINIS MARIAE über den Rosenkranz.&#039;&#039; (Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): &#039;&#039;Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 156.&#039;&#039;) Bonn 2002 (online verfügbar: [http://www.liturgie.de/liturgie/pub/op/dok/download/ve156.pdf]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Edelsteine, Himmelsschnüre. Rosenkränze und Gebetsketten&#039;&#039;. Katalog Salzburg Dommuseum 2008.&lt;br /&gt;
* Torsten Cress: &#039;&#039;Die Rosenkranzandacht&#039;&#039;, in: ders.: Sakrotope. Studien zur materiellen Dimension religiöser Praktiken. Bielefeld 2019. S. 99–115.&lt;br /&gt;
* Urs-Beat Frei, Fredy Bühler (Hrsg.): &#039;&#039;Der Rosenkranz. Andacht – Geschichte – Kunst&#039;&#039;. Benteli, Bern 2003.&lt;br /&gt;
* Ludwig Maria Grignion von Montfort: Le secret admirable du très saint Rosaire – Pour se convertir et se sauver. Flavigny (F) 2005. ISBN 2-87810-052-2. Deutsch: Der heilige Rosenkranz – Das wunderbare Geheimnis der Bekehrung und des Heils.&lt;br /&gt;
* Elmar Grube]: &#039;&#039;Der Rosenkranz. Stationen des Glaubens.&#039;&#039; München 1978, 9. Auflage 2000.&lt;br /&gt;
* Romano Guardini: &#039;&#039;Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau – Gedanken über das Rosenkranzgebet&#039;&#039;. Würzburg 1940.&lt;br /&gt;
* Leonard Holtz: &#039;&#039;[[Mysterium]] und [[Meditation]]. Rosenkranzbeten heute&#039;&#039;. Paulinus, Trier 1976, ISBN 3-7902-0117-0.&lt;br /&gt;
* Heribert Holzapfel: &#039;&#039;St. Dominikus und der Rosenkranz.&#039;&#039; (Veröffentlichungen aus dem Kirchenhistorischen Seminar München; 12) München 1903.&lt;br /&gt;
* Heinrich Janssen: &#039;&#039;Perlen des Gebets. Der Rosenkranz, Hinführung und geistliche Deutung&#039;&#039;. Herder, Freiburg i. Br. 2003, ISBN 3-451-28232-1.&lt;br /&gt;
* Willibald Kirfel: &#039;&#039;Der Rosenkranz. Ursprung und Ausbreitung&#039;&#039;. Bonn 1947, Walldorf 1949, (Neudruck 2003).&lt;br /&gt;
* Wilfried Kirsch: &#039;&#039;Handbuch des Rosenkranzes&#039;&#039;. Dom-Verlag, Wien 1950.&lt;br /&gt;
* Karl Joseph Klinkhammer: &#039;&#039;Ein wunderbares Beten. So entstand der Rosenkranz&#039;&#039;. Johannes-Verlag, Leutesdorf 1980, ISBN 3-7794-1158-X.&lt;br /&gt;
* Christoph Kühn: &#039;&#039;Der Rosenkranz nach Johannes Paul II. Eine Darstellung der 20 Rosenkranzgeheimnisse&#039;&#039;. Illustrationen von Gian C Olcuire. Naumann, Würzburg 2003, ISBN 3-88567-088-7.&lt;br /&gt;
* Anne Mariss: &#039;&#039;Materielle Differenzen. Soziale und konfessionelle Einschreibepraktiken an frühneuzeitlichen Rosenkränzen&#039;&#039;. In &#039;&#039;WerkstattGeschichte&#039;&#039; (2020), Heft 82, S. 55–73 ([https://werkstattgeschichte.de/wp-content/uploads/2020/10/WG82_055-073_MARISS_DIFFERENZEN.pdf pdf]).&lt;br /&gt;
* Pietro Principe: &#039;&#039;Der Rosenkranz&#039;&#039;. Liberia Editrice Vaticana, Vaticano 2002, ISBN 88-209-7410-X.&lt;br /&gt;
* Gislind Ritz: &#039;&#039;Der Rosenkranz.&#039;&#039; München 1962.&lt;br /&gt;
* Rainer Scherschel: &#039;&#039;Der Rosenkranz – das Jesusgebet des Westens&#039;&#039;. 2. Auflage. Herder, Freiburg i. Br. 1982, ISBN 3-451-18396-X.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Rosenkränze und Gebetsschnüre&#039;&#039; . Die Sammlung Weihbischof Heinrich Janssen; Bestandskatalog, Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.&amp;amp;nbsp;V. Kevelaer. Kevelaer, 2013. ISBN 978-3-925747-16-8.&lt;br /&gt;
* Jakob Hubert Schütz: &#039;&#039;Die Geschichte des Rosenkranzes. Unter Berücksichtigung der Rosenkranz-Geheimnisse und der Marienlitaneien.&#039;&#039; Paderborn 1909.&lt;br /&gt;
* Daniel Tibi: &#039;&#039;Glaubensperlen. Hinführung zum Rosenkranzgebet.&#039;&#039; EOS, St. Ottilien 2009, ISBN 978-3-8306-7338-5.&lt;br /&gt;
* Daniel Tibi: &#039;&#039;Rosenkranz. Betrachtung des Lebens Jesu mit den Augen Marias&#039;&#039; (PDF-Datei; 842 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Jetzt und in der Stunde des Todes&#039;&#039; (Dokumentarfilm, Polen 2017, polnischer Titel: &#039;&#039;Teraz i w godzinę śmierci&#039;&#039;, spanisch: &#039;&#039;Ahora y en la hora de la muerte. Historias del rosario&#039;&#039;, Regie: Mariusz Pilis und Dariusz Walusiak, 95 min, ISBN 978-83-7569-996-8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rosaries|Rosenkranz}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [http://www.liturgie.de/liturgie/pub/op/dok/download/ve156.pdf Johannes Paul II.: Schreiben „Rosarium virginis Mariae“ über den Rosenkranz (2002)] (PDF-Datei, 153 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ-2001-323&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.bmj.com/content/323/7327/1446.abstract | titel=Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms: comparative study | autor=Luciano Bernardi, et al. | hrsg=British Medical Journal | werk=323 | seiten=1446–1449 | datum=2001 | abruf=2019-09-29 | sprache=en }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4050563-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienverehrung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebetskette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosenkranz|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Kategorie:Hobbes</title>
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		<updated>2025-03-24T10:25:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Philosoph als Thema|Hobbes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph als Thema (Barock)|Hobbes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universalgelehrter als Thema|G]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hobbes|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Thomas_Hobbes&amp;diff=621559</id>
		<title>Thomas Hobbes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Thomas_Hobbes&amp;diff=621559"/>
		<updated>2025-03-24T10:23:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Thomas Hobbes (portrait).jpg|mini|Thomas Hobbes (Ausschnitt aus einem Gemälde von [[Wikipedia:John Michael Wright|John Michael Wright]], circa 1669–1670)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Thomas Hobbes&#039;&#039;&#039; ([{{IPA|hɔbz}}]; * [[Wikipedia:5. April|5. April]] [[Wikipedia:1588|1588]] in [[Wikipedia:Malmesbury|Westport]], [[Wikipedia:Wildshire|Wiltshire]]; † [[Wikipedia:4.Dezember|4. Dezember]] [[Wikipedia:1679|1679]] in [[Wikipedia:Hardwick Hall|Hardwick Hall]], [[Wikipedia:Derbyshire|Derbyshire]]) war ein [[Wikipedia:Königreich England|englischer]] [[Mathematiker]], [[Wikipedia:Staatstheorie|Staatstheoretiker]] und [[Philosoph]]. Er wurde durch sein Hauptwerk &#039;&#039;[[Leviathan (Thomas Hobbes)|Leviathan]]&#039;&#039; bekannt, in dem er eine Theorie des „[[Wikipedia:Absolutismus|Absolutismus]]“ entwickelte. Er gilt als Begründer des „[[Wikipedia:Aufgeklärter Absolutismus|aufgeklärten Absolutismus]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Paul Noack: &#039;&#039;Was ist Politik?&#039;&#039; Droemer Knaur, München 1973, S. 41: &#039;&#039;„Dieses Ziel vor Augen, ist Hobbes zum Begründer des aufgeklärten Absolutismus geworden.“&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Des Weiteren ist er neben [[John Locke]] und [[Jean-Jacques Rousseau]] einer der bedeutendsten Theoretiker des [[Wikipedia:Vertragstheorie|Gesellschaftsvertrags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hobbes wurde 1588 als Sohn eines einfachen Landpfarrers in Malmesbury in der [[Wikipedia:Grafschaft|Grafschaft]] Wiltshire geboren. Seine Mutter stammte aus einer Bauernfamilie. Die beängstigende Situation vor dem Angriff der [[Wikipedia:Spanische Armada|Spanischen Armada]] auf England im selben Jahr soll Ursache seiner Frühgeburt gewesen sein. Thomas Hobbes zeigt in seiner [[Wikipedia:Autobiografie|Autobiografie]] auf: „(She) did bring forth Twins at once, both Me and Fear.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Thomas Hobbes: &#039;&#039;Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines bürgerlichen und kirchlichen Staates.&#039;&#039; Hrsg. und eingeleitet von Iring Fetscher, Luchterhand, Berlin 1966, Einleitung S.&amp;amp;nbsp;XI.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Angst vor der Gewalt infolge politischer Auseinandersetzungen – im England des 17. Jahrhunderts vor allem als Bürgerkrieg zwischen König und Parlament, zwischen verschiedenen gesellschaftlich und religiös differenzierten Gruppen – ist ein bestimmendes Element im Leben wie in der politischen Philosophie Thomas Hobbes’ geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er bereits mit vier Jahren lesen, schreiben und rechnen konnte, wurde er als [[Wikipedia:Wunderkind|Wunderkind]] &#039;&#039;(child prodigy)&#039;&#039; bezeichnet. Mit acht Jahren wurde Hobbes in einer [[Wikipedia:Privatschule|Privatschule]] in den [[Wikipedia:Klassische Sprachen|klassischen Sprachen]] unterrichtet. Schon sechs Jahre später, im Alter von vierzehn Jahren, begann er sein Studium an der traditionell-scholastischen Universität [[Wikipedia:Oxford|Oxford]], wo er 1603–1607 vor allem [[Logik]] und [[Physik]] studierte. Resultate der klassischen Ausbildung waren Hobbes’ genaue Kenntnisse des Griechischen und Lateinischen, aber auch seine vehemente Ablehnung der Universitätsphilosophie, der mittelalterlich-aristotelischen Logik und Staatstheorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem [[Wikipedia:Bachelor|Bachelor]]-Abschluss 1608 in Oxford wurde er Hauslehrer bei der [[Wikipedia:Adel|adligen]] Familie [[Wikipedia:Cavendish (Familie)|Cavendish]]. Diesen Posten hatte er mit Unterbrechungen bis zu seinem Lebensende inne. Er unterrichtete hier u.&amp;amp;nbsp;a. den kleinen [[Wikipedia:William Cavendish, 3. Earl of Devonshire|William Cavendish]], der später Graf von [[Wikipedia:Devon (England)|Devonshire]] wurde. Seine Erziehertätigkeit in einer der führenden Adelsfamilien Englands, die ihn lebenslang unterstützen sollte, verschaffte ihm die Möglichkeit zu ausgedehnten Reisen und zum Kontakt zu führenden Politikern und Denkern seiner Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für kurze Zeit war Hobbes Sekretär des Philosophen [[Francis Bacon]], für den er einige seiner Schriften ins [[Latein]]ische übersetzte. Der Arbeit für Bacon, den Begründer des englischen [[Empirismus]], wird einiger Einfluss auf die mechanisch-materialistische Konzeption seiner Philosophie zugeschrieben. Auf den Auslandsreisen, der klassischen [[Wikipedia:Grand Tour|Grand Tour]], die er mit seinen Schülern aus der Cavendish-Familie unternahm, lernte er in [[Wikipedia:Pisa|Pisa]] [[Galileo Galilei]] kennen. Ferner schloss er auf seinen Reisen Bekanntschaft mit [[René Descartes]], [[Wikipedia:Marin Mersenne|Marin Mersenne]] und [[Pierre Gassendi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner dritten Europareise als Erzieher entwickelte Hobbes den Plan, seine Philosophie aus drei systematisch aufeinander aufbauenden Teilen zu konstruieren: der Lehre von der körperlichen Substanz &#039;&#039;(de corpore)&#039;&#039;, der Lehre vom Menschen im Naturzustand &#039;&#039;(de homine)&#039;&#039; und schließlich die Lehre vom Menschen in der Gesellschaft &#039;&#039;(de cive)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische Entwicklung in England zerschlug jedoch Hobbes’ Pläne eines systematischen Aufbaus seiner [[Sozialphilosophie]]. In den Jahren 1603 bis 1629 verschärften sich die Spannungen: Die absolutistischen Vorstellungen der Könige  [[Wikipedia:Jakob I. (England)|Jakobs I.]] und [[Wikipedia:Karl I. (England)|Karls I.]] brachten sie in Gegensatz zum Landadel, der sich zu einer agrarischen Kapitalistenklasse entwickelt hatte, und zum Bürgertum der Handelsstädte, dessen Bedeutung im 17. Jahrhundert in England stetig wuchs. Dazu kamen Auseinandersetzungen zwischen anglikanischer Staatskirche, den [[Wikipedia:Puritaner|Puritaner]]n, die eine stärkere Abgrenzung vom Katholizismus, asketische Lebensführung und ein System freier, an der Bibel orientierter Gemeinden forderten, sowie schottischen Calvinisten und irischen Katholiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1629 bis 1640 regierte Karl I. ohne Parlament. Sein Versuch, dem calvinistischen Schottland die anglikanische Kirchenordnung aufzuzwingen, führte zu einem Aufstand der Schotten und zur ersten militärischen Niederlage des Königs. Karl I. sah sich 1640 gezwungen, das Parlament einzuberufen, das Steuermittel für den Krieg bewilligen sollte. Die Mehrheit der Abgeordneten machte die Hilfe aber von Reformen abhängig, die verhindern sollten, dass der König das Parlament noch einmal entmachten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbes hatte sich im Streit zwischen Krone und Parlament anonym für die Rechte von König Karl I. und gegen das Unterhaus eingesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Humane Nature; or the Fundamental Elements of Policie&#039;&#039; und &#039;&#039;De Corpore Politico, or the Elements of Law&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und musste deshalb 1640 nach [[Frankreich]] ins Exil fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der König 1642 gesetzwidrig versuchte, die Anführer der Opposition persönlich im Unterhaus zu verhaften, löste dies den [[Wikipedia:Englischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] zwischen Krone und Parlament aus. Mit seinem Werk &#039;&#039;De cive&#039;&#039; versuchte Hobbes erneut, Einfluss auf die Entwicklung in England zu Gunsten einer absolutistischen Monarchie auszuüben. Wie auch später im &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039; (1651) argumentierte er für die Übertragung aller Gewalt auf einen souveränen Herrscher, da im „Naturzustand“ ein egoistischer „Krieg aller gegen alle“ &#039;&#039;([[bellum omnium contra omnes]])&#039;&#039; um Besitz und Ansehen herrsche, der nur durch die Angst vor der Strafe durch eine übermächtige Gewalt verhindert werden könne. In einem [[Wikipedia:Gesellschaftsvertrag|Gesellschaftsvertrag]] sollten demzufolge die Einzelnen ihre [[Naturrecht|natürlichen Rechte]] auf eine zentrale Gewalt übertragen, die am vollkommensten in einer Person, dem absoluten Herrscher, repräsentiert werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Argumentation verschaffte Hobbes jedoch wenig Freunde. [[Wikipedia:Karl II. (England)|Karl II.]], der als Kronprinz 1646 in Paris Mathematikunterricht bei ihm genommen hatte, verübelte ihm später, dass er für jede de facto souveräne Regierung eintrat. Und dies nach der Niederlage und Hinrichtung Karls I., als England zur Republik erklärt worden war und von [[Wikipedia:Oliver Cromwell|Oliver Cromwell]] als [[Wikipedia:Lordprotektor|Lordprotektor]] regiert wurde. Hobbes’ Materialismus und seine Kritik an der katholischen Kirche, die er als „Reich der Finsternis“ bezeichnete, ließen ihn eine Verfolgung in Frankreich befürchten. Daher kehrte er 1651 nach England zurück und arrangierte sich mit der Regierung Cromwells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Veröffentlichung seines Hauptwerks, des &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039;, wurde Hobbes in England wegen des angeblich [[Atheismus|atheistischen]] und [[Häresie|häretischen]] Charakters seines Werks vielfach von Seiten der [[Kirche (Organisation)|Kirche]], des [[Wikipedia:Adel|Adel]]s und von Privatpersonen  angefeindet. Zahlreiche Freunde brachen mit ihm, die Staatsmacht ließ ihn jedoch weitgehend unbehelligt. Dies mochte insbesondere damit zusammenhängen, dass er – gegen [[Wikipedia:Church of England|Anglikaner]] und [[Wikipedia:Presbyterianismus|Presbyterianer]] – für die von Cromwell und den Puritanern favorisierte Kirchenverfassung eintrat, den [[Wikipedia:Independents|Independentismus]]. In den Jahren 1655 und 1658 erschienen &#039;&#039;De corpore&#039;&#039; und &#039;&#039;De homine&#039;&#039;, die beiden fehlenden Teile seines Systems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschärfen sollte sich die Situation für ihn indes nach der [[Wikipedia:Stuart-Restauration|Restauration des Stuart-Königtums]] 1660. Insbesondere nach der [[Wikipedia:Große Pest von London|Großen Pest]] und dem [[Wikipedia:Großer Brand von London|Brand von London]] sah er sich Verfolgungen durch anglikanische und presbyterianischen Kreise ausgesetzt, insbesondere durch die neuen Minister [[Wikipedia:Edward Hyde, 1. Earl of Clarendon|Edward Hyde]] und [[Wikipedia:Gilbert Sheldon|Gilbert Sheldon]]. Um ihn wegen angeblicher [[Häresie]] juristisch belangen zu können, wurde sogar mehrfach versucht, eigens dafür eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Dank einflussreicher Freunde, etwa des Earls von Arlington, der ein Ministeramt in der sogenannten [[Wikipedia:Cabal-Regierung|Cabal-Regierung]] bekleidete, gelang es Hobbes indes, die gegen ihn gerichteten Intrigen unversehrt zu überstehen. Zudem schützte ihn die Sympathie König Karls II., der ohnehin heimlich zum [[Katholizismus]] konvertiert war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1668 verfasste Geschichte der Bürgerkriegsepoche &#039;&#039;Behemoth oder Das Lange Parlament&#039;&#039; erhielt keine Druckerlaubnis, und seine lateinischen Schriften musste Hobbes in Amsterdam verlegen lassen. Dennoch lebte er bis zu seinem Tod in gesicherten und komfortablen Verhältnissen auf einem Landsitz der befreundeten Familie Cavendish. In seinem Todesjahr 1679 setzte ein starkes Parlament seine Vorstellungen in der [[Wikipedia:Habeas Corpus|Habeas-Corpus-Akte]] gegen Karl II. durch. Hobbes starb in Hardwick Hall/Derbyshire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Philosoph wird Hobbes eher der [[Aufklärung]] zugerechnet, als Staatstheoretiker aber dem Absolutismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rudolf Steiner über Thomas Hobbes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In eine 1890 geschriebenen Besprechung von [[Wikipedia:Eduard Grimm|Eduard Grimm]]s (1848-1932) soeben erschienen Buch &#039;&#039;«Zur Geschichte des Erkenntnisproblems»&#039;&#039; schrieb [[Rudolf Steiner]] über Thomas Hobbes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Baconsche Denkrichtung hatte bei all ihrer hohen Bedeutung&lt;br /&gt;
sich einer einseitigen Überschätzung der bloßen Beobachtung&lt;br /&gt;
der Dinge auf Kosten des selbständigen, aus der eigenen Brust des&lt;br /&gt;
Menschen schöpfenden Denkens schuldig gemacht. Dieser Mangel&lt;br /&gt;
wurde noch größer bei Thomas Hobbes, der in dem Denken&lt;br /&gt;
nichts sah als eine durch die Sprache vermittelte Fähigkeit. «Verstand&lt;br /&gt;
ist das Verstehen der Worte.» (Grimm, S. 87.) Daß das&lt;br /&gt;
Denken von sich aus und durch sich selbst zu Erkenntnissen kommen&lt;br /&gt;
kann, leugnet Hobbes. «Die sinnliche Wahrnehmung, die&lt;br /&gt;
Imagination und die Aufeinanderfolge unserer Vorstellungen, die&lt;br /&gt;
wir Erfahrung nennen, ist das uns von der Natur Gegebene.»&lt;br /&gt;
(Grimm, S. 85-86.) «Als Vernunft bezeichnet Hobbes jene Tätigkeit,&lt;br /&gt;
durch welche wir Vorstellungen und Worte zusammensetzen.» (Grimm, S. 87.) So beruht nach Hobbes die Wissenschaft&lt;br /&gt;
nicht auf einem denkenden Begreifen der Welt, sondern&lt;br /&gt;
lediglich auf vernünftigem Gebrauch und richtigem Verständnis&lt;br /&gt;
der Worte. Daß die Worte Ideen vermitteln und erst auf diesen&lt;br /&gt;
unsere Erkenntnis beruht, ist ein Satz, der für Hobbes nicht existiert.&lt;br /&gt;
Daß unter solchen Umständen das Wissen keinen selbständigen&lt;br /&gt;
Zweck mehr haben kann, ist wohl begreiflich. Daher findet&lt;br /&gt;
Hobbes: «Das Wissen ist um des Könnens willen da, die Mathematik&lt;br /&gt;
um der Mechanik, alle Spekulation um irgendeines Werkes,&lt;br /&gt;
irgendwelchen Handelns willen.» (Grimm, S. 99.) Gewiß: ein Wissen,&lt;br /&gt;
das nur aus Worten besteht, kann keinen selbständigen Wert&lt;br /&gt;
haben. Allerdings glaubte Hobbes, das, was er wollte, nur dadurch&lt;br /&gt;
erreichen zu können, daß er der Wissenschaf t diese Wendung gab.&lt;br /&gt;
Was wir in einzelnen Fällen beobachten, erfahren, hat ja nur eine&lt;br /&gt;
eingeschränkte Wahrheit. Wir können nie wissen, ob es sich auch&lt;br /&gt;
in allen den Fällen bewahrheitet, die wir nicht beobachtet haben.&lt;br /&gt;
Die Worte aber stellen wir willkürlich fest; bei ihnen wissen wir&lt;br /&gt;
also genau, wie weit das Gültigkeit hat, was sie behaupten. Verhängnisvoll&lt;br /&gt;
wurde diese Ansicht Hobbes für seine Grundlegung&lt;br /&gt;
der Sitten- und Staatslehre. Denn beruht alles, was objektive Gültigkeit&lt;br /&gt;
hat, nur auf der Willkür der Worte, so hört jeder wirkliche&lt;br /&gt;
Unterschied von «Gut» und «Bös» auf. Auch diese Begriffe werden&lt;br /&gt;
zu willkürlichen Geschöpfen des Menschen. «Es gibt keine&lt;br /&gt;
allgemeine Regel über Gut und Böse, die aus dem Wesen der&lt;br /&gt;
Dinge selbst genommen wäre.» (Grimm, S. 135—136.) Und im&lt;br /&gt;
Staate kann die Ordnung nicht dadurch aufrechterhalten werden,&lt;br /&gt;
daß die Menschen durch Vernunft, durch freie Einsicht ihre&lt;br /&gt;
Triebe beherrschen, sondern allein dadurch, daß ein despotischer&lt;br /&gt;
Herrscher die Beobachtung der willkürlich aufgestellten Sittengesetze&lt;br /&gt;
erzwingt.|30|490f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehren ==&lt;br /&gt;
=== Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
Insbesondere in seinem Werk &#039;&#039;De Corpore&#039;&#039;, dem ersten Teil der [[Wikipedia:Trilogie|Trilogie]] &#039;&#039;Elementa Philosophiae&#039;&#039;, von 1655 entwickelt Hobbes zentrale Thesen zu [[Naturwissenschaft|naturwissenschaftlichen]] Fragen. Ausgehend von einer [[Materialismus|materialistischen]] Grundhaltung und dem – exemplarisch durch [[René Descartes]] vertretenen – [[mechanistisch]]en Denken seiner Zeit, schreibt er allein den [[Körper (Physik)|Körpern]] und deren [[Bewegung (Physik)|Bewegung]] Wirklichkeit zu. Dabei entsteht keine Bewegung aus sich selbst heraus, sondern ist Folge einer anderen Bewegung. Der Bewegung unterliegen nur Körper; sie können ausschließlich durch andere Körper bewegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbes vertrat auch eine frühe Version des [[Computationalismus]], wonach der [[Rationalismus|rationale]] [[Verstand]] des [[Mensch]]en auf [[Berechnung]]svorgängen beruhe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Unter rationeller Erkenntnis vielmehr verstehe ich Berechnung.&lt;br /&gt;
Berechnen heißt entweder die Summe von zusammengefügten&lt;br /&gt;
Dingen finden oder den Rest erkennen, wenn eins vom andern&lt;br /&gt;
abgezogen wird. Also ist rationelle Erkenntnis dasselbe wie&lt;br /&gt;
Addieren und Subtrahieren; wenn jemand Multiplizieren, und&lt;br /&gt;
Dividieren hinzufügen will, so habe ich nichts dagegen, da&lt;br /&gt;
Multiplikation dasselbe ist wie Addition gleicher Posten, Division&lt;br /&gt;
dasselbe wie eine bestimmte Subtraktion gleicher Posten. Aber&lt;br /&gt;
rationelle Erkenntnis geht jedenfalls auf zwei Geistesoperationen&lt;br /&gt;
zurück: Addition und Subtraktion.|Thomas Hobbes|&#039;&#039;Grundzüge der Philosophie&#039;&#039;, 1. Teil: &#039;&#039;Lehre vom Körper&#039;&#039;, S. 14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage dieser Körper-Lehren entwickelt Hobbes mitunter erstaunlich modern anmutende Theorien etwa zum Phänomen des [[Licht]]s, das sich seiner Ansicht gemäß in [[Materie (Physik)|materieartigen]] Impulsen bewegt, und veröffentlichte auch ein Werk über [[Optik]]. Auch beschäftigte er sich vor diesem Hintergrund mit der Natur des [[Vakuum]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommen einige Werke über [[Mathematik]]; in einem davon schlägt er ein Verfahren zur [[Quadratur des Kreises]] vor. Begeistern konnte sich Hobbes insbesondere auch für [[Euklidische Geometrie]], die ihm als Vorbild für jegliche exakte [[Wissenschaft]] galt und deren Grundsätze er entsprechend dem &#039;&#039;[[mos geometricus]]&#039;&#039; auch auf seine Philosophie übertragen wollte. Gleichwohl konnte sich Hobbes auf diesem Gebiet nicht durchsetzen; um ihn auch als Philosophen zu diskreditieren, setzte die Kirche Mathematiker ein, um seine Bemühungen der Lächerlichkeit preiszugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erkenntnistheorie ===&lt;br /&gt;
Im zweiten und dritten Teil der genannten Trilogie, dem 1658 veröffentlichten &#039;&#039;De Homine&#039;&#039;, aber auch bereits in seinem Hauptwerk [[Leviathan (Thomas_Hobbes)|Leviathan]] von 1651 überträgt Hobbes seine Körpertheorie auf den menschlichen Erkenntnisapparat und entwickelt eine eigene mechanistische [[Erkenntnistheorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Vorgänge im [[Bewusstsein]] sind nach Hobbes lediglich Folge der Bewegung von Körpern. Durch Druck auf die jeweiligen [[Sinnesorgan]]e lösen sie [[Wahrnehmung|Sinneswahrnehmungen]] aus, die wiederum zu „Einbildungen“ (Imagination) führen. Diese setzen schließlich mannigfaltige psychische Prozesse wie Denken, Verstehen, Erinnern und dergleichen in Gang. Neben den geordneten, etwa auf das Auffinden von Kausalbeziehungen gerichteten Gedankengängen gibt es auch ungeordnete, wie sie etwa dem Prozess des [[Traum|Träumens]] innewohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Vorstellung eines von jeder [[Sinneswahrnehmung]] abgetrennten, „frei im Raum schwebenden“ [[Solipsismus|Solipsisten]] zeigt Hobbes, dass die psychischen Prozesse auch bei ausbleibenden Sinneseindrücken weitergehen. Letzte Ursache hierfür sei aber weiterhin der einmal erfolgte Anstoß von außen durch die Bewegung von Körpern. Nur den Bewegungen selbst komme Realität zu, nicht den Wirkungen, die sie im Bewusstsein verursachen. Daraus folge u.&amp;amp;nbsp;a., dass die Eigenschaften, von deren Vorhandensein der Mensch aufgrund seiner Sinneswahrnehmung ausgeht, in Wahrheit nicht vorhanden sind, sondern nur scheinbar und als [[Erscheinung#Philosophie|Erscheinungen]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbes begründet seine These, dass der menschlichen [[Wahrnehmung]] keine gesicherten Erkenntnisse über eine Außenwelt möglich sind. Aufgrund der weitverbreiteten Lehre des [[Skeptizismus]] wurde diese Auffassung von seinen Zeitgenossen vielfach geteilt, etwa von [[René Descartes]]. Dessen Einwand, dass infolge der eingreifenden Güte Gottes die Wahrnehmung trotzdem weitgehend der Realität entspreche, lässt Hobbes nicht gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Inhalte des menschlichen Bewusstseins letztlich nur die Folge von außen einwirkender Bewegung sind, verneint Hobbes auch konsequent die [[Willensfreiheit|Freiheit des Willens]] und gilt damit als Verfechter des [[Determinismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethik ===&lt;br /&gt;
Hatten Philosophen in der Tradition [[Platon]]s und [[Aristoteles]]’ sittliche [[Ideal (Philosophie)|Ideale]] angenommen, etwa in Form einer [[Ideenlehre|Idee]] des [[Das Gute|Guten]] oder eines [[Höchstes Gut|Summum Bonum]], so überwog zu Hobbes’ Lebzeiten ein mehr den Vorstellungen der [[Sophisten]] und [[Kynismus|Kyniker]] verpflichteter [[Skeptizismus]], der die Existenz universell verbindlicher [[Moral]]standards ablehnt. Als typische Vertreter dieser Auffassung galten etwa [[Wikipedia:Justus Lipsius|Justus Lipsius]], [[René Descartes]] oder [[Wikipedia:Michel de Montaigne|Michel de Montaigne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Hobbes vertritt diesen moralischen [[Relativismus]] und überträgt seine [[Thomas Hobbes#Erkenntnistheorie|erkenntnistheoretische]] These, mittels menschlicher Wahrnehmung sei keine gesicherte Erkenntnis über die Welt möglich, auf das Feld der Ethik. So heißt es etwa in den &#039;&#039;Elements of Law,&#039;&#039; jedermann nenne „das, was ihm gefällt und Vergnügen bereitet, gut, und das, was ihm missfällt, schlecht“. Entsprechend ihrer unterschiedlichen körperlichen Beschaffenheit unterschieden sich die Menschen auch in ihrer Auffassung von Gut und Böse. Ein ἀγαϑόν ἁπλόος (kontr. ἁπλοῦς) &#039;&#039;agathón haplóos&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;haploũs,&#039;&#039; das schlechthin Gute, gebe es deshalb nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anknüpfung an Gedanken seines Zeitgenossen, des [[Vordenker der Aufklärung|Frühaufklärers]] [[Wikipedia:Hugo Grotius|Hugo Grotius]], nimmt Hobbes einschränkend zumindest insofern einen moralischen Minimalkonsens an, als nach allgemeiner Meinung jedes Individuum ein [[Naturrecht]] auf [[Selbsterhaltung]] hat und sich gegen Angriffe auf seine Person verteidigen darf. Daraus folgt die Verpflichtung, niemanden zu verletzen (Lehre vom [[Naturrecht|Naturgesetz]] im &#039;&#039;Leviathan).&#039;&#039; Anders als Grotius glaubt Hobbes aber, dass – während des [[Wikipedia:Naturzustand#Zur Auffassung des Naturzustands bei Thomas Hobbes|Naturzustands]] – jeder als sein eigener Richter auftreten konnte und musste, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Rücksichtnahme auf das Lebensrecht des Mitmenschen. Dieser Auffassung wurde vielfach widersprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits des Minimalkonsenses über das Selbsterhaltungsrecht müssen laut Hobbes moralische Konflikte verbindlich durch eine übergeordnete Instanz, den absoluten Herrscher, entschieden werden, womit Hobbes den Grundstein für seine politische Philosophie und insbesondere das absolutistische Staatsmodell des &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039; legt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatskunde ===&lt;br /&gt;
Hobbes’ [[Staatstheorie|staatstheoretische Lehren]] bilden aus heutiger Sicht den zentralen Teil seines Werkes. Sie sind es, die ihm einen herausgehobenen Platz in der Philosophiegeschichte sichern. Einerseits legt er sie in &#039;&#039;Elements of Law&#039;&#039; von 1640 sowie in &#039;&#039;[[De Cive]]&#039;&#039; von 1642 dar, dem dritten Teil der Trilogie &#039;&#039;Elementa Philosophiae&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber sind sie Gegenstand seines Hauptwerks, des &#039;&#039;[[Leviathan (Thomas_Hobbes)|Leviathan]]&#039;&#039; von 1651. Dort beschäftigt er sich mit der Überwindung des von Furcht, Ruhmsucht und Unsicherheit geprägten gesellschaftlichen [[Wikipedia:Naturzustand#Zur Auffassung des Naturzustands bei Thomas Hobbes|Naturzustands]] durch die Gründung des [[Staat]]es, also der Übertragung der Macht auf einen [[Wikipedia:Souverän|Souverän]]. Dies geschieht durch einen Gesellschaftsvertrag, in dem alle Menschen unwiderruflich und freiwillig ihr Selbstbestimmungs- und Selbstverteidigungsrecht auf den Souverän übertragen, der sie im Gegenzug voreinander schützt.&lt;br /&gt;
Rechtlich gesehen wird  der Gesellschaftsvertrag &#039;&#039;zu Gunsten&#039;&#039; des kommenden Souveräns geschlossen. Weil dieser aber selbst kein Vertragspartner ist, gibt der Vertrag also den ihn Schließenden gegenüber dem Souverän weder ein [[Wikipedia:Kündigung|Kündigung]]s- noch ein [[Wikipedia:Widerstandsrecht|Widerstandsrecht]]. Will man den Souverän stürzen, ist dies immer [[Wikipedia:Hochverrat|Hochverrat]]. Stürzt man ihn dennoch und ersetzt ihn, so schließen die kommenden Untertanen einen neuen entsprechenden „[[Wikipedia:Vertrag zu Gunsten Dritter|Vertrag zu Gunsten Dritter]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbes wird oft wegen seines &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039; angeführt, jedoch wird seine Theorie als Rechtfertigung absolutistischer Herrschaft auch kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Naturzustand hat sich Hobbes schließlich im Gegenstück zum &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039; befasst, dem &#039;&#039;[[Wikipedia:Behemoth (Thomas Hobbes)|Behemoth]]&#039;&#039; von 1668, der erst postum 1682 veröffentlicht werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sein erkenntnistheoretisches Postulat, dass der menschlichen Wahrnehmung eine Erkenntnis der Welt nicht möglich sei, erstreckt Hobbes auch auf [[Gott]]; er nimmt also eine [[Wikipedia:Agnostizismus|agnostische]] Position ein. Ausgehend von seiner Vorstellung der Welt als [[Wikipedia:Kausalität|geschlossener Kausalzusammenhang]], in dem jede Zustandsveränderung auf den Einfluss [[Bewegung (Physik)|bewegter]] Körper zurückzuführen sei, nimmt er aber konsequenterweise eine erste, selbst nicht bewegte Ursache an, die diese Kausalprozesse in Gang setzt, bei der es sich aber nicht notwendigerweise um Gott handeln müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbes zweifelte auch die (alleinige) Urheberschaft [[Wikipedia:Mose|Mose]]s am [[Wikipedia:Pentateuch|Pentateuch]] ([[Wikipedia:Tora|Tora]]) an, so stellte er zahlreiche Aussagen aus dem Pentateuch zusammen, aber er sammelte nicht nur die Fakten sondern zog auch den Schluss daraus, dass Mose eben nicht der alleinige Autoren habe sein können.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Elliot Friedman: &#039;&#039;Wer schrieb die Bibel. So entstand das Alte Testament.&#039;&#039; Anaconda Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-86647-144-3, S.&amp;amp;nbsp;21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobbes war daher, obwohl ihm dies häufig vorgehalten wurde, nicht [[Atheismus|Atheist]], sondern vertrat eher [[Wikipedia:Deismus|deistische]] Positionen. Er unterschied streng zwischen Glauben und Wissen. Religion im Allgemeinen und Christentum im Besonderen lehnte er nicht ab, sondern erklärte sie zu einer Sache des [[Glauben]]s, was für ihn in streng rationalistischer Denktradition konkret das Vertrauen auf die fehlerfreie Weitergabe religiös-historischer Tatsachen bedeutet. Von der [[Bibel|biblischen Überlieferung]] betrachtete er nur ein Minimum als verbindlichen Glaubensinhalt, nämlich dass Jesus der [[Messias]] sei, der die Menschheit durch seinen [[Kreuzigung|Kreuzestod]] [[Erlösung|erlöst]] habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der starken Stellung des Staates in Hobbes’ politischer Philosophie weist er als [[Wikipedia:Ahasiten|Ahasit]] diesem auch die Entscheidungsbefugnis in religiösen Dingen zu und fordert insbesondere eine einheitliche [[Wikipedia:Staatskirche|Staatskirche]]. Dementsprechend stand er sowohl dem [[Papst]]tum als außerhalb des Nationalstaates stehender Institution und auch den verschiedenen englischen [[Sekte]]n kritisch gegenüber. Hatte er ursprünglich zumindest noch die Zuständigkeit für die verbindliche Auslegung von Glaubensfragen der [[Kirche (Organisation)|Kirche]] selbst zugesprochen, billigte er im &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039; erstmals auch diese dem als absolut betrachteten Staat mit seinem Alleinherrscher zu. Im [[Wikipedia:Leviathan (Thomas Hobbes)#Dritter_und_vierter_Teil|dritten und vierten Buch des &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039;]] befasst er sich ausführlich mit der institutionellen Ausgestaltung der [[Wikipedia:Church of England|anglikanischen Kirche]] ([[Wikipedia:Kirchenverfassung|Kirchenverfassung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Thomas Hobbes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Eight Books of the Peloponnesian Warre Written by Thucydides … Interpreted&#039;&#039; (Übersetzung und Interpretation des Peloponnesischen Krieges Thukydides, 1629)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;A Briefe of the Art of Rhetorique&#039;&#039; (1637)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Elements of Law, Natural and Politic&#039;&#039; (1640)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Objectiones tertiae ad Cartesii Meditationes&#039;&#039;, in Descartes: &#039;&#039;Meditationes de prima philosophia&#039;&#039; (1641)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;De Motu, Loco et Tempore&#039;&#039; (erste Ausgabe im Jahr 1973 unter dem Titel &#039;&#039;Thomas White’s De Mundo Examined&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Of Libertie and Necessitie&#039;&#039; (1654)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Elementorum philosophiae]]&#039;&#039; (Trilogie)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;De Corpore&#039;&#039; (1655)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;De homine&#039;&#039; (1658)&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;[[De Cive]]&#039;&#039; (1642)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Leviathan (Hobbes)|Leviathan or The Matter, Forme and Power of a Common Wealth Ecclesiasticall and Civil]]&#039;&#039; (1651 englische Fassung, 1670 editierte lateinische Fassung)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Quadratura circuli, cubatio spherae, duplicatio cubi&#039;&#039; (1669)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;A Dialogue between a Philosopher and a Student of the Common Laws of England&#039;&#039; (1681)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Behemoth: the History of the Causes of the Civil Wars of England and of the Counsels and Artifices by which they were carried on from the year 1640 to the year 1662&#039;&#039; (vollendet 1668, aber auf Wunsch von Karl II. nicht veröffentlicht; 1681 postum erschienen)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Le corps politique ou Les éléments de la loy morale et civile. Avec des reflexions sur la loy de nature, sur les serments, les pacts, &amp;amp; les diverses sortes de gouvernements; leurs changemens, &amp;amp; leurs révolutions&#039;&#039;. Traduit d’anglais en français par un de s n.O. (1652)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neuausgaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vom Menschen. – Vom Bürger.&#039;&#039; Hrsg. v. Günter Gawlick, 3. Aufl. Meiner, Hamburg 1994, ISBN 978-3-7873-1166-8.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leviathan, oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates. Teil I und II.&#039;&#039; Aus dem Englischen von Walter Euchner, hrsg. mit einem Kommentar von Lothar R. Waas, Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-27018-9.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leviathan.&#039;&#039; Übers. v. Jutta Schlösser, hrsg. v. Hermann Klenner. Meiner, Hamburg 1996, ISBN 978-3-7873-1303-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Elemente der Philosophie. Erste Abteilung: Der Körper.&#039;&#039; Übers. u. hrsg. v. Karl Schuhmann. Meiner, Hamburg 1997, ISBN 978-3-7873-1459-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Leviathan. Eine Auswahl&#039;&#039; Englisch/Deutsch, Übers. Holger Hanowell, hrsg. v. Jürgen Klein. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018595-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Behemoth oder das Lange Parlament&#039;&#039;, übersetzt und mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Peter Schröder. Felix Meiner Verlag, Hamburg 2015, ISBN 978-3-7873-2807-9.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Grundzüge der Philosophie: Vom Körper / Vom Menschen / Vom Bürger&#039;&#039;, übersetzt von  Max Frischeisen-Köhler. Hofenberg Verlag 2017, ISBN 978-3743722026, eBook Jazzybee Verlag 2012 {{ASIN|B00B4ON904}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Geismann, Karlfriedrich Herb (Hrsg.): &#039;&#039;Hobbes über die Freiheit.&#039;&#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1988, ISBN 3-88479-337-3.&lt;br /&gt;
* Jean Hampton: &#039;&#039;Hobbes and the Social Contract Tradition.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge 1988, ISBN 0-521-36827-8.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629224753/http://www.bautz.de/bbkl/h/hobbes_t.shtml |band=2|spalten=907-911|autor=Michael Hanst|artikel=Hobbes, Thomas}}&lt;br /&gt;
* Alfred Hirsch: &#039;&#039;Recht auf Gewalt? Spuren philosophischer Gewaltrechtfertigung nach Hobbes.&#039;&#039; Fink, München 2004, ISBN 978-3-7705-3869-0.&lt;br /&gt;
* [[Otfried Höffe]]: &#039;&#039;Thomas Hobbes&#039;&#039; (= &#039;&#039;Beck&#039;sche Reihe Denker.&#039;&#039; Bd. 580). Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60021-0.&lt;br /&gt;
* Dieter Hüning: &#039;&#039;Freiheit und Herrschaft in der Rechtsphilosophie des Thomas Hobbes.&#039;&#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1998, ISBN 3-428-09046-2.&lt;br /&gt;
* Dieter Hüning (Hrsg.): &#039;&#039;Der lange Schatten des Leviathan. Hobbes’ politische Philosophie nach 350 Jahren.&#039;&#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11820-0.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kersting: &#039;&#039;Thomas Hobbes zur Einführung.&#039;&#039; 4., aktualisierte Auflage. Junius, Hamburg 2009, ISBN 978-3-88506-673-6. &lt;br /&gt;
* Reinhart Koselleck: &#039;&#039;Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt.&#039;&#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main ²1976 (u.&amp;amp;nbsp;a. ein Abschnitt über Thomas Hobbes, der sein Plädoyer für den absolutistischen Staat mit der Angst vor den religiösen Bürgerkriegen erklärt).&lt;br /&gt;
* Bernd Ludwig: &#039;&#039;Die Wiederentdeckung des Epikureischen Naturrechts. Zu Thomas Hobbes’ philosophischer Entwicklung von „De Cive“ zum „Leviathan“ im Pariser Exil 1640–1651.&#039;&#039; Klostermann, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-465-02998-4.&lt;br /&gt;
* Herfried Münkler: &#039;&#039;Thomas Hobbes&#039;&#039; (&#039;&#039;Campus-Einführungen&#039;&#039;). Campus, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2001, ISBN 3-593-36831-5.&lt;br /&gt;
* Eva Odzuck: &#039;&#039;Thomas Hobbes&#039; körperbasierter Liberalismus. Eine kritische Analyse des Leviathan.&#039;&#039; Duncker und Humblot, Beiträge zur Politischen Wissenschaft, Band 184, Berlin, ISBN 978-3-428-14748-9, ([http://www.duncker-humblot.de/index.php/thomas-hobbes-korperbasierter-liberalismus.html?q=odzuck Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* Philip Pettit: &#039;&#039;Made with Words: Hobbes on Mind, Society and Politics.&#039;&#039; Princeton University Press, Princeton 2008.&lt;br /&gt;
* Talcott Parsons: &#039;&#039;The Structure of Social Action. A Study in Social Theory with Special Reference to a Group of Recent European Writers.&#039;&#039; McGraw Hill, New York 1937.&lt;br /&gt;
* Carl Schmitt: &#039;&#039;Der Leviathan in der Staatslehre des Thomas Hobbes. Sinn und Fehlschlag eines politischen Symbols.&#039;&#039; Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1938.&lt;br /&gt;
* Peter Schröder: &#039;&#039;Hobbes&#039;&#039; (&#039;&#039;Grundwissen Philosophie&#039;&#039;). Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-020271-5.&lt;br /&gt;
* Quentin Skinner: &#039;&#039;Freiheit und Pflicht. Thomas Hobbes’ politische Theorie. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2005&#039;&#039; (Originaltitel: &#039;&#039;Hobbes and Republican Liberty&#039;&#039;, übersetzt von Karin Wördemann). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-58498-9 ([http://d-nb.info/986477656/04 Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* Leo Strauss: &#039;&#039;The Political Philosophy of Hobbes. Its Basis and Its Genesis.&#039;&#039; Clarendon Press, Oxford 1936.&lt;br /&gt;
* Dieter Thomä: &#039;&#039;Puer robustus. Eine Philosophie des Störenfrieds.&#039;&#039; Suhrkamp, Berlin 2016, ISBN 978-3-518-58690-7.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Tönnies: &#039;&#039;Thomas Hobbes, der Mann und der Denker.&#039;&#039; Frommann, Stuttgart [1896, ²1910] (erw.) ³1924, Faksimile 1971.&lt;br /&gt;
* Richard Tuck: &#039;&#039;Hobbes.&#039;&#039; (= Herder Spektrum. Meisterdenker. Bd. 4742). Herder, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-926642-41-6.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Methodische Grundlagen der Anthroposophie&#039;&#039;, [[GA 30]] (1989), ISBN 3-7274-0300-4 {{Vorträge|030}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Thomas Hobbes}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor Biography|id=Hobbes}}&lt;br /&gt;
* Gerhild Tesak: [http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=23&amp;amp;tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&amp;amp;tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&amp;amp;no_cache=1 Artikel &#039;&#039;Thomas Hobbes&#039;&#039;] im UTB-Online-Wörterbuch Philosophie&lt;br /&gt;
* [http://www.thomas-hobbes.de/ Website zu Thomas Hobbes]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=bWSShrPiZR4&amp;amp;list=PLLDsGZDNnTvBr60lqaUe7pCVy8grm7rvR&amp;amp;index=6 Dietmar Hübner:Vorlesung zur Politischen Philosophe] 06. Vorlesung zu den Vertragstheoretikern (Leibniz-Universität Hannover)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Werke&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Author:Thomas Hobbes|Thomas Hobbes|lang=en}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Thomas Hobbes}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Philosophie/M/Hobbes,+Thomas}}&lt;br /&gt;
* [http://www.welcker-online.de/Links/link_957.html &#039;&#039;Leviathan&#039;&#039;], Teil 1 und 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sekundärliteratur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/hobbes/|Thomas Hobbes|Stewart Duncan}}.&lt;br /&gt;
* {{IEP|http://www.iep.utm.edu/h/hobmoral.htm|Thomas Hobbes (1588–1679) – Moral and Political Philosophy|Garrath Williams}}.&lt;br /&gt;
* Ingo Elbe: &#039;&#039;[http://www.sozialtheorie.de/IMG/pdf/Elbe_Hobbes.pdf Thomas Hobbes’ politische Philosophie]&#039;&#039; (PDF; 375&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118551698|LCCN=n/79/59190|NDL=00443458|VIAF=59083895}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hobbes, Thomas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (Barock)|Gx]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rationalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph|I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheoretiker]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Staatsphilosoph]] &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vertragstheoretiker]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Autor (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1588]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1679]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Ich bin ein riesen Fan. Danke.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Mysterientheater an der Schaubühne am Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dramatisches Werk von Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tragödie]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Kategorie enthält Unterkategorien und Artikel zum Thema &#039;&#039;&#039;Mysteriendramen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mysterientheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mysteriendramen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Odysseetheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Wolfgang Peter</title>
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		<updated>2025-03-24T10:12:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: /* Kontakt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wolfgang Peter 2022a.jpg|thumb|240px|Wolfgang Peter&amp;lt;br /&amp;gt;Foto: &#039;&#039;[https://Françoishagdorn.com François Hagdorn]&#039;&#039; (2022)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. &#039;&#039;&#039;Wolfgang Peter&#039;&#039;&#039; wurde geboren am 13.11.1957 in Österreich, er ist tätig als Schauspieler, Vortragender und [[Anthroposoph]] und lebt in Perchtoldsdorf bei Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er absolvierte eine naturwissenschaftliche Ausbildung (Studium) mit Promotion als Chemiker und und liess sich später zusätzlich als Waldorfpädagoge ausbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 stolperte er „zufällig&amp;quot; in die damals von [[Karl Rössel-Majdan]] geleiteten Kurse für „[[Sprachgestaltung]]&amp;quot; und lernte auch bald die [[Waldorfpädagogik]] und die [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners kennen, die seitdem seinen Lebensweg entscheidend mitgeprägt hat und die er durch seine Vortragstätigkeit weiterzugeben versucht. Seit vielen Jahren unterrichtet er nun auch selbst Sprachgestaltung am Goetheanistischen Konservatorium und staunt immer wieder über das „Wunder&amp;quot;, wie aus anfangs „Unbegabten&amp;quot; - wie er selbst - recht ansprechende Künstler werden können. Dieses innere Entwicklungsmoment fasziniert ihn auch bei jeder neuen Rollenarbeit im Odyssee-Theater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AnthroWiki Anthroposophie weltweit 3-18.png|mini|240px|Artikel über AnthroWiki in: &#039;&#039;Anthroposophie weltweit&#039;&#039; 3/18 (März 2018)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den künstlicheren Inszenierungen obliegt es ihm, die Arbeit der einzelnen Darsteller zu einem für das Publikum vergnüglichen Gesamtbild zu integrieren, was letztlich nur dadurch möglich ist, daß die einzelnen Mitglieder weitgehend vertrauensvoll und tolerant miteinander umgehen - darin sieht er die besondere Stärke seiner Spielgemeinschaft (Odyssee-Theater) - und dann wirkt auch zugleich der Gruppengeist als Quelle kreativer Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wolfgang Peter&#039;&#039; ist Mitglied der [[Anthroposophische_Gesellschaft_in_Österreich_(1913)|Anthroposophischen Gesellschaft in Österreich (1913)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im neuen Jahrtausend (etwa ab dem Jahre 2002) begründete Wolfgang Peter zunächst ein &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;, sodann eine Diskussionsseite zur Anthroposophie (die aber kurz darauf wieder eingestellt wurde) sowie später (ab 2004) die enzyklopädische Seite [[Anthrowiki]]. Er ist dort Medieninhaber und Administrator und fertigte einen Großteil der heute in Anthrowiki bestehenden Artikel selbst an. Er wird darin unterstützt von einer recht kleinen Schar von &amp;quot;Editoren&amp;quot;, die gleichfalls Artikel auf Anthrowiki schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthrowiki wurde entwickelt mit Hilfe der Wiki-Technologie, die es prinzipiell erlaubt, dass viele Menschen dazu etwas beisteuern können. Aufgrund von wiederholten Vandalismus-Vorfällen in Anthrowiki, werden dort jedoch nur noch ausgewählte Mitglieder als Editoren (Autoren) zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber ernsthaft und &amp;quot;guten Willens&amp;quot; die Enzyklopädie &amp;quot;Anthrowiki&amp;quot; verbessern will, der wird als &amp;quot;Editor&amp;quot; (Autor) dort auch zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Peter kann über folgende E-Mail-Adresse kontaktiert werden: [mailto:wolfgang@anthrowiki.at?subject=AnthroWiki wolfgang@anthrowiki.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
Wolfgang Peter hält seit Jahrzehnten regelmäßig Vorträge, hier ein kleiner Auszug: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
laufende Vortragsreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_(GA_104)_-_alle_Vortr%C3%A4ge_von_Wolfgang_Peter Vortragsreihe «Die Apokalypse des Johannes». Ein wöchentlicher Vortragszyklus] - Transkriptionen teilweise vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/2._Mysteriendrama,_Die_Pr%C3%BCfung_der_Seele_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2025 2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025] - Rohtranskription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Vom_rettenden_Wesen_der_Sch%C3%B6nheit_mit_praktischen_Sprach%C3%BCbungen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2025#Vom_rettenden_Wesen_der_Sch%C3%B6nheit_am_Beispiel_des_Spracherlebens_00:00:10 Vom rettenden Wesen der Schönheit - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Dr. Wolfgang Peter (Wien, 22. Feb 2025)] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024 Wie tot sind die Toten? - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Essen, 2024] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Der_H%C3%BCter_der_Schwelle_(Mysteriendramen)_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2024 Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/M%C3%B6glichkeiten_der_Kunst_-_Sprachgestaltung._Ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2024 Möglichkeiten der Kunst - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Dr. Wolfgang Peter (Wien, 24. Feb 2024)] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023 Faust spricht über Faust (27. Dez 2023)] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/2._Mysteriendrama,_Die_Pr%C3%BCfung_der_Seele_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023 2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_(GA_104)_als_Kurzvortrag_von_Wolfgang_Peter Die Apokalypse des Johannes als Kurzvortrag in 2 Teilen] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Transhumanismus_-_ein_Vortrag_von_Dr._Wolfgang_Peter_am_30._August_2021 Transhumanismus (30. August 2021]) - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurse/ Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wöchentliche Vorträge - [https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_-_alle_Vortr%C3%A4ge_von_Wolfgang_Peter Die Apokalypse des Johannes], Dienstags 19h live, mit der Möglichkeit in der Videoschalte dabei zu sein&lt;br /&gt;
* Sprachgestaltung - auf persönliche Anfrage &lt;br /&gt;
* Theaterschauspiel - auf persönliche Anfrage&lt;br /&gt;
* Lebendiges Denken - [https://anthro.world/Experimentierfeld_Lebendiges_Denken Experimentierfeld Lebendiges Denken]  - abgeschlossen&lt;br /&gt;
* Die Nebenübungen - [https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit Die Nebenübungen in Gruppenarbeit] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lesekreise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://biodyn.wiki/Landwirtschaftlicher_Kurs_(GA_327)_als_online_Lesekreis Der Landwirtschaftliche Kurs (GA 327) von Rudolf Steiner] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://anthro.world/Die_Kernpunkte_der_sozialen_Frage_(GA_23)_als_online_Lesekreis Kernpunkte der sozialen Frage (GA 23) (auch Dreigliederung genannt)] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://anthro.world/Die_Philosophie_der_Freiheit_(GA_4)_als_online_Lesekreis Die Philosophie der Freiheit (GA 4)] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://anthro.world/Theosophie_(GA_9)_als_online_Lesekreis Theosophie (GA 9)] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://anthro.world - Anthroposophie erlebbar machen&lt;br /&gt;
* https://anthroposophie.net - Forum für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft&lt;br /&gt;
* https://mysteriendramen.org - Eine Inszenierung von Rudolf Steiners Mysteriendramen in Wien&lt;br /&gt;
* https://odysseetheater.com - Homepage des ODYSSEE Theaters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &amp;lt;poem&amp;gt;[[Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
Ketzergasse 261/3&lt;br /&gt;
A-2380 Perchtoldsdorf&lt;br /&gt;
Austria  &amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Email&#039;&#039;&#039;: || [mailto:wolfgang@anthrowiki.at?subject=AnthroWiki wolfgang@anthrowiki.at]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Telefon&#039;&#039;&#039;: || +43 (1) 86 59 103&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fax&#039;&#039;&#039;: || +43 (1) 86 59 103&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Mobil&#039;&#039;&#039;: || +43 (676) 9 414 616&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Skype&#039;&#039;&#039;: || odysseetheater&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Peter, Wolfgang}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophischer Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sprachgestaltung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldorfpädagoge]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldorflehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schauspieler]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universalgelehrter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apokalyptiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoenzyklopädist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1957]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolfgang Peter|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Wolfgang_Peter&amp;diff=621555</id>
		<title>Wolfgang Peter</title>
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		<updated>2025-03-24T10:11:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wolfgang Peter 2022a.jpg|thumb|240px|Wolfgang Peter&amp;lt;br /&amp;gt;Foto: &#039;&#039;[https://Françoishagdorn.com François Hagdorn]&#039;&#039; (2022)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. &#039;&#039;&#039;Wolfgang Peter&#039;&#039;&#039; wurde geboren am 13.11.1957 in Österreich, er ist tätig als Schauspieler, Vortragender und [[Anthroposoph]] und lebt in Perchtoldsdorf bei Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er absolvierte eine naturwissenschaftliche Ausbildung (Studium) mit Promotion als Chemiker und und liess sich später zusätzlich als Waldorfpädagoge ausbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 stolperte er „zufällig&amp;quot; in die damals von [[Karl Rössel-Majdan]] geleiteten Kurse für „[[Sprachgestaltung]]&amp;quot; und lernte auch bald die [[Waldorfpädagogik]] und die [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners kennen, die seitdem seinen Lebensweg entscheidend mitgeprägt hat und die er durch seine Vortragstätigkeit weiterzugeben versucht. Seit vielen Jahren unterrichtet er nun auch selbst Sprachgestaltung am Goetheanistischen Konservatorium und staunt immer wieder über das „Wunder&amp;quot;, wie aus anfangs „Unbegabten&amp;quot; - wie er selbst - recht ansprechende Künstler werden können. Dieses innere Entwicklungsmoment fasziniert ihn auch bei jeder neuen Rollenarbeit im Odyssee-Theater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AnthroWiki Anthroposophie weltweit 3-18.png|mini|240px|Artikel über AnthroWiki in: &#039;&#039;Anthroposophie weltweit&#039;&#039; 3/18 (März 2018)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den künstlicheren Inszenierungen obliegt es ihm, die Arbeit der einzelnen Darsteller zu einem für das Publikum vergnüglichen Gesamtbild zu integrieren, was letztlich nur dadurch möglich ist, daß die einzelnen Mitglieder weitgehend vertrauensvoll und tolerant miteinander umgehen - darin sieht er die besondere Stärke seiner Spielgemeinschaft (Odyssee-Theater) - und dann wirkt auch zugleich der Gruppengeist als Quelle kreativer Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wolfgang Peter&#039;&#039; ist Mitglied der [[Anthroposophische_Gesellschaft_in_Österreich_(1913)|Anthroposophischen Gesellschaft in Österreich (1913)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im neuen Jahrtausend (etwa ab dem Jahre 2002) begründete Wolfgang Peter zunächst ein &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;, sodann eine Diskussionsseite zur Anthroposophie (die aber kurz darauf wieder eingestellt wurde) sowie später (ab 2004) die enzyklopädische Seite [[Anthrowiki]]. Er ist dort Medieninhaber und Administrator und fertigte einen Großteil der heute in Anthrowiki bestehenden Artikel selbst an. Er wird darin unterstützt von einer recht kleinen Schar von &amp;quot;Editoren&amp;quot;, die gleichfalls Artikel auf Anthrowiki schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthrowiki wurde entwickelt mit Hilfe der Wiki-Technologie, die es prinzipiell erlaubt, dass viele Menschen dazu etwas beisteuern können. Aufgrund von wiederholten Vandalismus-Vorfällen in Anthrowiki, werden dort jedoch nur noch ausgewählte Mitglieder als Editoren (Autoren) zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aber ernsthaft und &amp;quot;guten Willens&amp;quot; die Enzyklopädie &amp;quot;Anthrowiki&amp;quot; verbessern will, der wird als &amp;quot;Editor&amp;quot; (Autor) dort auch zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Peter kann über folgende E-Mail-Adresse kontaktiert werden: [mailto:wolfgang@anthrowiki.at?subject=AnthroWiki wolfgang@anthrowiki.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
Wolfgang Peter hält seit Jahrzehnten regelmäßig Vorträge, hier ein kleiner Auszug: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
laufende Vortragsreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_(GA_104)_-_alle_Vortr%C3%A4ge_von_Wolfgang_Peter Vortragsreihe «Die Apokalypse des Johannes». Ein wöchentlicher Vortragszyklus] - Transkriptionen teilweise vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/2._Mysteriendrama,_Die_Pr%C3%BCfung_der_Seele_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2025 2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025] - Rohtranskription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Vom_rettenden_Wesen_der_Sch%C3%B6nheit_mit_praktischen_Sprach%C3%BCbungen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2025#Vom_rettenden_Wesen_der_Sch%C3%B6nheit_am_Beispiel_des_Spracherlebens_00:00:10 Vom rettenden Wesen der Schönheit - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Dr. Wolfgang Peter (Wien, 22. Feb 2025)] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024 Wie tot sind die Toten? - ein Vortrag von Wolfgang Peter in Essen, 2024] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Der_H%C3%BCter_der_Schwelle_(Mysteriendramen)_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2024 Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/M%C3%B6glichkeiten_der_Kunst_-_Sprachgestaltung._Ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2024 Möglichkeiten der Kunst - Sprachgestaltung. Ein Vortrag von Dr. Wolfgang Peter (Wien, 24. Feb 2024)] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023 Faust spricht über Faust (27. Dez 2023)] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/2._Mysteriendrama,_Die_Pr%C3%BCfung_der_Seele_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023 2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_(GA_104)_als_Kurzvortrag_von_Wolfgang_Peter Die Apokalypse des Johannes als Kurzvortrag in 2 Teilen] - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://anthro.world/Transhumanismus_-_ein_Vortrag_von_Dr._Wolfgang_Peter_am_30._August_2021 Transhumanismus (30. August 2021]) - Transkription vorhanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurse/ Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wöchentliche Vorträge - [https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_-_alle_Vortr%C3%A4ge_von_Wolfgang_Peter Die Apokalypse des Johannes], Dienstags 19h live, mit der Möglichkeit in der Videoschalte dabei zu sein&lt;br /&gt;
* Sprachgestaltung - auf persönliche Anfrage &lt;br /&gt;
* Theaterschauspiel - auf persönliche Anfrage&lt;br /&gt;
* Lebendiges Denken - [https://anthro.world/Experimentierfeld_Lebendiges_Denken Experimentierfeld Lebendiges Denken]  - abgeschlossen&lt;br /&gt;
* Die Nebenübungen - [https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit Die Nebenübungen in Gruppenarbeit] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lesekreise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://biodyn.wiki/Landwirtschaftlicher_Kurs_(GA_327)_als_online_Lesekreis Der Landwirtschaftliche Kurs (GA 327) von Rudolf Steiner] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://anthro.world/Die_Kernpunkte_der_sozialen_Frage_(GA_23)_als_online_Lesekreis Kernpunkte der sozialen Frage (GA 23) (auch Dreigliederung genannt)] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://anthro.world/Die_Philosophie_der_Freiheit_(GA_4)_als_online_Lesekreis Die Philosophie der Freiheit (GA 4)] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
* Online Lesekreis [https://anthro.world/Theosophie_(GA_9)_als_online_Lesekreis Theosophie (GA 9)] - abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://anthro.world - Anthroposophie erlebbar machen&lt;br /&gt;
* https://anthroposophie.net - Forum für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft&lt;br /&gt;
* https://mysteriendramen.org - Eine Inszenierung von Rudolf Steiners Mysteriendramen in Wien&lt;br /&gt;
* https://odysseetheater.com - Homepage des ODYSSEE Theaters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &amp;lt;poem&amp;gt;[[Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
Ketzergasse 261/3&lt;br /&gt;
A-2380 Perchtoldsdorf&lt;br /&gt;
Austria  &amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Email&#039;&#039;&#039;: || [mailto:wolfgang@anthrowiki.at?subject=AnthroWiki wolfgang@anthrowiki.at]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Telefon&#039;&#039;&#039;: || +43 (1) 86 59 103&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Fax&#039;&#039;&#039;: || +43 (1) 86 59 103&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Mobil&#039;&#039;&#039;: || +43 (676) 9 414 616&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Skype&#039;&#039;&#039;: || odysseetheater&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Peter, Wolfgang}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophischer Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sprachgestaltung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldorfpädagoge]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldoeflehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schauspieler]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universalgelehrter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apokalyptiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neoenzyklopädist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1957]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wolfgang Peter|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Heinz_Grill&amp;diff=621540</id>
		<title>Heinz Grill</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Heinz_Grill&amp;diff=621540"/>
		<updated>2025-03-24T08:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Kategorisierungen vernünftig angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Heinz Grill.png|thumb|350px|Heinz Grill prägt einen spirituell-künstlerischen Yogastil]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heinz Grill&#039;&#039;&#039; (* 1960 in Wasserburg am Inn) ist Schriftsteller, Kletterer, Anthroposophischer Heilpraktiker und Begründer des spirituellen Schulungsweges „Neuer Yogawille“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Heinz Grill ist seit seiner Jugend ein außergewöhnlicher Kletterer. Ende der 1980er Jahre fängt er an, sich intensiv mit Yoga zu beschäftigen und entwickelt einen eigenen Übungs-Weg, den er später als [[Neuer Yogawille]] bezeichnet. Er ist bestrebt, die Inhalte des Yoga in das alltägliche Leben zu integrieren. Seine Lehre wie auch seine Person sind hart umkämpft. Es finden sich glühende Anhänger wie erbitterte Gegner. Im Jahr 2019 wird er von der Süddeutschen Zeitung in Verbindung mit einem Tötungsdelikt gebracht.&amp;lt;ref name=Süddeutsche&amp;gt;Süddeutsche Zeitung, Nr. 88, 13./14.4.2019, Buch 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/kolumne/der-guru-streit-um-den-ruf-eines-lehrers-1.4456831 &#039;&#039;Der Guru. Streit um den Ruf eines Lehrers.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;sueddeutsche.de&#039;&#039;. Artikel vom 21. Mai 2019, abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beweise werden allerdings keine genannt. Auf seiner Homepage nimmt er persönlich zu diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung Stellung.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://heinz-grill.de/guru-gefahr-sz/ Die Gefährlichkeit falscher Informationen.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;heinz-grill.de.&#039;&#039; Abgerufen am 6. Februar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend mit außergewöhnlichen Klettererfahrungen ===&lt;br /&gt;
Heinz Grill beginnt mit 12 Jahren das Felsklettern in den bayrischen Alpen. Erstes Aufsehen erregt er als 17-Jähriger mit seinen Free-Solo-Begehungen berühmter Kletterrouten im schwierigsten Gelände. So klettert er ohne Seil und Sicherung und mit geringstem Materialaufwand die klassischen Kletterrouten im Wilden Kaiser. Es folgen Alleingänge im brüchigen Karwendelgebirge und in den Dolomiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;heidorn&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20240614043504/https://services.alpenverein.de/chameleon/public/140a0865-39dd-9b10-c6a3-5ebf08f2b345/Panorama-1-2013-Portraet-Heinz-Grill_21591.pdf &#039;&#039;Das Spiel mit dem Felsen von Gerd Heidorn.&#039;&#039;] Portrait über Heinz Grill. In: &#039;&#039;services.alpenverein.de,&#039;&#039; Panorama Nr. 01/2013. Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist auf der Suche nach einem leichten und eleganten Kletterstil, bei dem es nicht um Selbstbestätigung, sondern um eine elegante Bewegung und Beziehung zum Felsen geht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jochum&amp;quot;&amp;gt;[https://heinz-grill.de/wp-content/uploads/2018/11/Gutachten-Heinz-Grill-25.Sept_.18-final.pdf &#039;&#039;Der grundrechtliche Schutz der Lehren des Heinz Grill.&#039;&#039;] Gutachten von Prof. Dr. Georg Jochum und Dr. Nuria Schaub vom November 2018. Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=heidorn&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Alleingänge ohne Seil und Sicherung sind damals noch nicht üblich. Sie werden erst mit dem Aufkommen des Sportkletterns in den 1980er Jahren populär. Die Gefährlichkeit dieser Alleingänge entfacht deshalb in der Kletterszene heftige Kontroversen, die 1977 zum Ausschluss von Heinz Grill aus dem Deutschen Alpenverein (DAV) führen. Zwei Jahre später wird er aber wieder vom gleichen Alpenverein für seine außergewöhnlichen Pionierleistungen als Free-Solo-Kletterer mit der Auszeichnung des „Goldenen Karabiner“ geehrt.&amp;lt;ref name=jochum&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Erfahrungen auf dem Gebiet des Yoga ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sarvangasana, Heinz Grill (1992).jpg|mini|Schulterstand in der Ausführung von Heinz Grill (1992). Die anmutige Aufrichtung des Körpers ist das Ergebnis eines bildhaften Denkens gegenüber dem eigenen Körper. Lebendige fließende Ätherkräfte werden erzeugt und die Bewegung geschieht nicht durch unmittelbaren vitalen Willenseinsatz.]]&lt;br /&gt;
Ab 1987 widmet sich Heinz Grill der Heilkunde und eröffnet nach bestandener Heilpraktikerprüfung eine Praxis in Trostberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Karl Elbert| Titel=Vom Wesen des Berges| Auflage=1.| Verlag=‎ Lammers-Koll-Verlag| Jahr=2001| ISBN=978-3935925808}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgt eine Ausbildung zum Yogalehrer bei Swami Vishnu Devananda in Kanada. Weitere Lehrer im Yoga sind Sri Yogi Hari in den USA sowie der in Deutschland bekannte Yogalehrer Sukadev Volker Bretz.&amp;lt;ref name=jochum&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon beim Klettern entwickelt er auch im Yoga einen eigenen Übungs-Weg.&amp;lt;ref name=jochum&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Er strebt auch mit den [[Yoga|Yogaübungen]] eine leichte und elegante Bewegung an und möchte mit ihnen einen individuellen künstlerischen Ausdruck schaffen.&amp;lt;ref name=jochum&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1988 entstehen erste schriftstellerische Werke. Diese sind zunächst Aufzeichnungen seiner frühen Klettererlebnisse, welche später in dem Buch „Vom Wesen Berges“ von Karl Elberg veröffentlicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Zum Yoga erscheinen im Hugendubel Verlag München die Bücher „Harmonie im Atmen“ sowie „Die Seelendimension des Yoga“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1989 und 1995 bildet er zunächst in Bayern und später in Tirol zahlreiche Yogalehrer aus. Gleichzeitig veröffentlicht er Schriften zum Yoga und zur Spiritualität. Er distanziert sich aber schon bald (1997) wieder von den von ihm ausgebildeten Yogalehrern, da er jegliche Form institutionalisierter Gruppenbildung für die spirituelle Entwicklung als hinderlich erachtet. Im Jahr 2000 übersiedelt er nach Arco in Italien, wo er bis heute lebt.&lt;br /&gt;
{{Zitat| Eine geistige Entwicklung konnte für ihn nur erfolgreich sein, wenn jeder Einzelne seine individuelle Grundlage in der Welt selbst erschafft. Herr Grill meidet heute institutionelle oder gruppenähnliche Einrichtungen. Der Unterschied zwischen eigenständiger geführter Spiritualität und gruppenorientierter Spiritualität ist für ihn so bedeutsam, wie zwischen einem Bergsteiger, der mit der Seilbahn auf den Berg fährt und die Bergluft eratmet zu jenem, der selbst den Berg mit jedem Schritt eigenständig erklimmt.| Dr. Jochum und Dr. Schaub&amp;lt;ref name=jochum&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tötungsversuch ===&lt;br /&gt;
Ein tiefgreifender Einbruch in die Biografie markiert ein Tötungsversuch an Heinz Grill im Jahr 2003 durch seine damalige Ärztin. Diese versucht, ihn mit einer Überdosis eines hochgefährlichen Digitalispräparates zu vergiften und ihn in einer Grube ihres Gartens zu verscharren. Nur durch einen glücklichen Umstand wird er von einem Kletterkameraden entdeckt und in einer Klinik reanimiert. Die Umstände dieses Tötungsversuchs sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es folgt für Heinz Grill ein Krankenlager über mehrere Monate und ein Abbruch seines künstlerischen Schaffens.&amp;lt;ref name=jochum&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eröffnung rhythmischer Klettertouren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sipz di Lagunàz.jpg|mini|300px|Nach der Erstbegehung des Massarotto-Pfeilers am Spiz di Lagunàz/Dolomiten (v.l.n.r: Ivo Rabanser, Heinz Grill und [http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=24648 Stefan Comploi])]]&lt;br /&gt;
Erst 2006 kehrt er zu seinen künstlerischen, sportlichen und spirituellen Tätigkeiten zurück. Er eröffnet zunächst zusammen mit Kletterkameraden neue Kletterrouten im Sarcatal am Gardasee. Diese gelangen bald zur überregionalen Bekanntheit und gelten als besonders rhythmische Routen mit einem charakteristischen Kletterstil, der eine Mitte zwischen dem heute üblichen Sportklettern und dem eher traditionellen alpinistischen Klettern mit wenig Sicherungen anstrebt.&amp;lt;ref name=heidorn&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Kletterrouten folgen in den Dolomiten und in Sizilien. Zwei dieser Touren, die er zusammen mit den Kletterkameraden [http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=52473 Florian Kluckner] und [http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=52474 Franz Heiß], [[w:Ivo Rabanser|Ivo Rabanser]] und [http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=57603 Barbara Holzer] eröffnet, werden 2012 und 2017 von der Fondazione Silla Ghedina als die schönsten Kletterrouten des Jahres ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fondazionesillaghedina.it/2015/08/premio-del-2013-2-2/ &#039;&#039;Premio Silla Ghedina – Albo d’oro.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;fondazionesillaghedina.it.&#039;&#039; Abgerufen am 6. Februar 2020 (italienisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; 2017 wird er in den [[w:Club Alpino Accademico Italiano|Club Alpino Accademico Italiano]] aufgenommen, eine Auszeichnung, die ihn in den Kreis der besten Kletterer Italiens aufnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.clubalpinoaccademico.it/index.php/chi-siamo-2/soci-2/item/131-gruppo-orientale-elenco-soci-ordinari/ &#039;&#039;Mitgliederliste des Club Academico.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;clubalpinoaccademico.it.&#039;&#039; Artikel vom vom 18. Oktober 2015, abgerufen am 6. März 2020 (italienisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Führer „Dolomiten – 53 Routen und Erlebnisse. Die Erstbegeher erzählen“, verfasst von Heinz Grill und Florian Kluckner, wurde 2024 von der Jury von &#039;&#039;Leggimontagna&#039;&#039; ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leggimontagna.it/opere-premiate-2024-premio-letterario/ &#039;&#039;Opere premiate 2024 – Premio letterario.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;leggimontagna.it.&#039;&#039; Artikel vom 28. Oktober 2024, abgerufen am 28. Januar 2025 (italienisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung einer rhythmischen Architektur ===&lt;br /&gt;
Ebenfalls ab 2006 entwickelt er auf der Basis seines spirituellen Welt- und Menschenbildes eine künstlerische Innenarchitektur, bei der die Formen des Wohnraums rhythmisch aufeinander abgestimmt werden. Diese Architektur findet in einem Privathaus in Tenno am Gardasee, einem Palazzo aus dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, eine erste Umsetzung. Es folgen weitere Umsetzungen in verschiedenen Privat- und Geschäftsräumen, die ihn zu einem gefragten Referenten zu diesem Thema machen. Ideen zu dieser Architektur werden in dem Buch „Die Idee der Synthese von Spiritualität und Baukunst“ publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftstellerische und rhetorische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 nimmt Heinz Grill seine Tätigkeit als Schriftsteller wieder auf. Es erscheinen Bücher zu Themen der Spiritualität, Heilkunde, Pädagogik und des Kletterns. Von einigen Büchern existieren auch Übersetzungen ins Englische, Italienische, Slowakische, Kroatische und Niederländische. Zudem nimmt er als Referent an vielen Tagungen in diesen Themenbereichen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bücher über Yoga und Spiritualität ===&lt;br /&gt;
Seine Hauptwerke auf dem Gebiet des Yoga und der Spiritualität sind:&lt;br /&gt;
* Das Wesensgeheimnis der Seele&lt;br /&gt;
* Übungen für die Seele – Die Entwicklung eines reichhaltigen Gefühlslebens und das Erlangen erster übersinnlicher Erkenntnisse&lt;br /&gt;
* Meditationen – Die Erfahrung des Christus im Ätherischen&lt;br /&gt;
* Die Seelendimension des Yoga – Praktische Grundlagen zu einem spirituellen Übungsweg&lt;br /&gt;
* Der Freie Atem und der Lichtseelenprozess&lt;br /&gt;
* Ein Neuer Yogawille und seine therapeutische Anwendung&lt;br /&gt;
* Die 7 Lebensjahrsiebte und die 7 Chakren – Ein praktischer Weg zur übersinnlichen Erkenntnisbildung&lt;br /&gt;
* Die Signaturen der Planeten und die seelisch-geistige Entwicklung in der Pädagogik&lt;br /&gt;
* Erkenntnisgrundlagen zur Bhagavad Gita&lt;br /&gt;
=== Bücher über Heilkunde und Ernährung ===&lt;br /&gt;
* Kosmos und Mensch&lt;br /&gt;
* Die Heilkraft der Seele – Der Lichtäther und der Lichtseelenprozess&lt;br /&gt;
* Bewusstsein und Immunsystem – Beiträge zur anthroposophischen Heilkunde&lt;br /&gt;
* Ernährung und die gebende Kraft des Menschen – Die geistige Bedeutung der Nahrung&lt;br /&gt;
=== Bücher über das Bergsteigen === &lt;br /&gt;
Die Bücher von Heinz Grill zum Thema Bergsteigen sind:&lt;br /&gt;
* Kunst und Klettern (zusammen mit dem Kletterer Florian Kluckner)&lt;br /&gt;
* Der Archai und der Weg in die Berge – Eine spirituell-praktische Anleitung in der Ergründung der Wesensnatur des Berges&lt;br /&gt;
* Das Licht und die Seele beim Bergsteigen&lt;br /&gt;
* Alpinismus, die Eroberung des Unnützen – Werte im Bergsteigen&lt;br /&gt;
* Wie überträgt man seelische Erfahrungen im Klettern (zusammen mit dem italienischen Kletterer Giuliano Stenghel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgewählte Vorträge ==&lt;br /&gt;
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Heinz Grill als Referent bei verschiedenen Veranstaltungen tätig, beispielsweise bei Tagungen mit dem Friedensforscher [https://www.danieleganser.ch/lebenslauf/ Dr. Daniele Ganser],&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://www.youtube.com/watch?v=5i51NfarkcM „Gesprächsrunde“ Daniele Ganser und Heinz Grill, Tagung Krieg und Frieden, Bamberg, 02.09.2017.]&#039;&#039; Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=tL7tdgy8zPg &#039;&#039;„Gesprächsrunde“ Daniele Ganser und Heinz Grill, Energie und Humanismus, Salzburg, 27.10.18, Teil 4.&#039;&#039;] Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Theologen und Kirchenkritiker [[w:Hubertus Mynarek|Prof. Dr. Hubertus Mynarek]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=9MZ2APVzrzo &#039;&#039;Missbrauch durch Kirche. Neue Formen der Selbstbestimmung.&#039;&#039;] Gespräch zwischen Heinz Grill und Dr. Hubertus Mynarek vom 30. Januar 2019. Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Mathematiker und Anthroposophen [[Axel Burkart]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=02BS6FDY6Nc&amp;amp;list=PLsUwlvJSFca6fBFqFeD_0vk82ajlgxbOs&amp;amp;index=2&amp;amp;t=0s &#039;&#039;Podiumsgespräch mit Axel Burkart und Heinz Grill, Tagung Heffterhof Salzburg, 29.09.2018&#039;&#039;.] Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem Pädagogen und Waldorflehrer Othmar Asam,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=yMtTlYsIzGk &#039;&#039;Mut zur Erziehung durch Selbsterziehung.&#039;&#039;] Pädagogische Tagung mit Othmar Asam vom 23. November 2019 in Bruneck, abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit [[Christian Kreiß|Prof. Christian Kreiß]], Ökonom und Professor für Finanzen an der Hochschule Aalen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=t8ZGEgy9lT0 &#039;&#039;Gesundes Wirtschaften.&#039;&#039;] Tagung mit Prof. Christian Kreiß. Abgerufen am 7. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder mit [http://www.christian-schubert.at/ueber-mich/ Univ.-Prof. Dr. Dr. Christian Schubert], Psychotherapeut und Wissenschaftler.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Hh5IYINM8S4 &#039;&#039;Beziehung als Ziel. Teil 1.&#039;&#039;] Tagung in Innsbruck am 12. März 2023. Abgerufen am 7. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gibt auch Fortbildungen beim Schweizer Yoga-Verband&amp;lt;ref&amp;gt; [https://web.archive.org/web/20240614043449/https://www.swissyoga.ch/home/sy/files/Dokumente/Yoga_Seminarprogramm_2019.pdf &#039;&#039;Yoga University Villeret. Seminarprogramm 2019.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;swissyoga.ch.&#039;&#039; Archivlink abgerufen am 6. Februar 2025, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder beim Demeter Bauernverband in Österreich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.anthroposophie.or.at/demeter-bildungstage-am-wegwartehof-ueber-den-aufbau-von-aetherkraeften/ &#039;&#039;Demeter Bildungstage am Wegwartehof: Über den Aufbau von Ätherkräften.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;anthroposophie.or.at&#039;&#039;. Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinz Grill führt selbst kein spirituelles Zentrum, es besteht aber die Möglichkeit zu Dialog und fachlichem Gespräch zu spirituellen Themen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/ &#039;&#039;Gespräche zur spirituellen Orientierung.&#039;&#039;] Angebot auf der Website (linke Spalte). Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Seine Spiritualität und Lehre ==&lt;br /&gt;
Heinz Grill schreibt in seinen Büchern über spirituelle Themen, wie zum Beispiel über das sogenannte Geistige Schauen, über Karma und den Weg der Seele nach dem Tode. Er geht dabei von einem ganzheitlichen Menschenbild aus, nach dem alles Physische auch von seelisch-geistigen Dimensionen durchdrungen ist. So schreibt er nicht nur über die physische oder gesundheitliche Aspekte des Lebens, sondern auch über die geistige Bedeutung des Schlafes, der Nahrung und der Pflanzen und Tiere. Auch der unbelebten Materie, wie den Bergen, dem Wetter und anderen Naturphänomenen schreibt er eine geistige Bedeutung zu. Immer geht es ihm dabei um eine tiefere Beziehung, die der Einzelne zu diesen Phänomenen des Lebens knüpfen kann. Das Buch „Übungen für die Seele“ hat er als praktisches Anwenderbuch zur Entwicklung eines tieferen Beziehungslebens verfasst. Heinz Grill geht in seiner Lehre davon aus, dass der Einzelne freier von den Manipulationen des gesellschaftlichen Lebens werden kann, je mehr er zu den verschiedenen Lebensbereichen eigene Erkenntnisse und Empfindungen entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Grill |Titel=Die Seelendimension des Yoga |Auflage=5. erweiterte |Verlag=Lammers-Koll-Verlag |Datum=2018 |ISBN=978-3-941995-48-2 |Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Errungenschaften in den verschiedenen Schaffensgebieten ==&lt;br /&gt;
Heinz Grill gelangen besondere Errungenschaften in seinen verschiedenen Schaffensgebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der freie Atem ===&lt;br /&gt;
Der sogenannte „Freie Atem“ ist ein von Heinz Grill entwickeltes Konzept der Atemschulung, bei der der Atem nicht durch Atemtechniken direkt beeinflusst wird, sondern indirekt durch Bewegung und Vorstellungsbilder. Diese Vorstellungsbilder (Imaginationen) sollen das Bewusstsein zu einer „kosmischen Dimension“ erheben und damit auch den Atem in seiner kosmisch-geistigen Dimension erfahrbar werden lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arzt Dr. Günter Weis spricht diesen Übungen zum „Freien Atem“ positive gesundheitliche Effekte zu, vor allem bei gesundheitlichen Problemen, die durch Erschöpfung oder nervliche Überlastung mitverursacht sind. Auch bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen sollen mit diesem Übungskonzept Heilerfolge erzielt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20211201074056/http://www.der-freie-atem.com/ &#039;&#039;Der freie Atem.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;der-freie-atem.com&#039;&#039;. Archivlink abgerufen am 6. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wissenschaftliche Studien, die diese Angaben belegen, sind bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Yoga-Kunst ===&lt;br /&gt;
Heinz Grill sieht Yogaübungen nicht nur als Methode zur Entspannung und Harmonisierung von Körper und Psyche, sondern er schreibt auch jeder Yoga-Stellung einen bestimmte seelische Qualität zu und möchte diese mit dem Körper zum Ausdruck bringen. Die Yoga-Stellungen werden dadurch zu einer Art Kunstform mit dem Körper. In seinen Büchern zum Thema Yoga demonstriert er sowohl die Grundstellungen als auch die fortgeschrittenen Yogaübungen mit diesem künstlerischen Ansatz. Seit 2011 gibt es in mehreren europäischen Städten Ausstellungen mit Fotos zu seiner Kunstform der [[Asana]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schramberg-aesthetische-bewegungen.a2f81407-e106-430d-9ed4-76ffbb99115b.html/ &#039;&#039;Ästhetische Bewegungen&#039;&#039;.] In: &#039;&#039;schwarzwaelder-bote.de&#039;&#039;. Artikel vom 19. Oktober 2017, abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ingoseufert.com/ausstellungen/6694-2/?lang=en &#039;&#039;Martin Sinzinger・The Beauty of Movement.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;Galerie für Fotografie der Gegenwart. Ingo Seufert.&#039;&#039; Abgerufen am 6. März 2020 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein spirituell-sozialer Prozess ===&lt;br /&gt;
Damit sich die Inhalte der Yogaübungen und allgemein spirituelle Inhalte besser in das alltägliche Leben übertragen lassen, hat Heinz Grill zusammen mit dem Anthroposophen und ehemaligen Bahndirektor Karl-Dieter Bodack den sogenannten spirituell-sozialen Prozess entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=rMr2DLJfuxU &#039;&#039;Spirituelles Bauen - K.D. Bodack u. Heinz Grill im Dialog.&#039;&#039;] Video vom 8. September 2018, abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser bedeutet, dass Menschen ihre persönlich Bedürfnisse abstimmen und sich gleichzeitig aktiv zu einem Thema begegnen. Der spirituell-soziale Prozess möchte Menschen dazu befähigen, ungünstige Autoritätsformen im Miteinander zu überwinden und die Dialogfähigkeit zu fördern. Die Grundzüge dieses spirituell-sozialen Prozesses finden sich in seinem Hauptwerk „Das Wesensgeheimnis der Seele“. Dieser Prozess wurde von Karl-Dieter Bodack auch als Studienfach an der Hochschule Coburg etabliert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[w:Karl-Dieter_Bodack|&#039;&#039;Karl Dieter Bodack.&#039;&#039;]] In: &#039;&#039;de.wikipedia.org&#039;&#039;. Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begründung einer rhythmischen Architektur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Atrium_im_Spazio_d&#039;Incontro_in_Tenno.jpg|mini|Das Atrium des [https://casa-della-bellezza-trentino.it/de/das-haus/ Casa della Bellezza] in Tenno/Italien mit rhythmisch abgestimmten Formelementen. Das Haus ist ein Museum und ein zukunftsorientiertes Projekt zur Förderung der Beziehungskraft des Menschen.]]&lt;br /&gt;
Mit seiner „rhythmischen Baukunst“ möchte Heinz Grill vor allem das Interesse zur seelischen Entwicklung anregen. Der Wohnraum soll seine Bewohnern nicht beschweren, sie nicht zu sehr an das Physische binden, sondern sie eine Art „kosmische Wirklichkeit“ empfinden lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Heinz Grill| Titel=Die Idee der Synthese von Spiritualität und Baukunst| Auflage=3. erweiterte| Verlag=Stephan Wunderlich Verlag| Datum=2023| ISBN=978-3-948803-14-8| Seiten=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat| Der Rhythmus in einem Raum erlöst den Raum leichter aus dem sogenannten sinnlichen Schweresein. Das, was dem Rhythmus entgegengesetzt ist, ist das Wesen der Schwere, der Verhaftungen, des ganz Passivseins. Rhythmus selbst macht aktiv, während viele Formen, die unrhythmisch oder monoton sind, die Seele passiv stimmen. Rhythmische Strukturen beleben das Gemüt und sie fordern auf, sich mit den Sinnen mit der Außenwelt zu verbinden. Die rhythmische Struktur bewirkt auf den Sinnesprozess und seine Erlebnisweise immer eine Anregung, so dass der Mensch im Allerinnersten das Verbindende suchen möchte.| Heinz Grill}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Italien sind mehrere Häuser nach den Architekturideen von Heinz Grill gestaltet und können besichtigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=z5ymZl77CGw &#039;&#039;Architektur nach Heinz Grill – Hausführung im Spazio d&#039;Incontro.&#039;&#039;] Video vom 19. September 2009, abgerufen am 4. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://yoga-und-synthese.de/haeuser-und-wohnkultur/#Cavedine &#039;&#039;Häuser und Wohnkultur.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;yoga-und-synthese.de&#039;&#039;. Abgerufen am 31. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Heinz Grill ==&lt;br /&gt;
Die Kritik der Kirchen richtet sich vor allem gegen das geistige Schauvermögen von Heinz Grill. Der Theologe Georg O. Schmid schreibt auf seiner Webseite Relinfo: „Am Schluss eines Vortrags vor Priestern, der das christliche Sakrament mit den Einweihungen in Yoga vergleicht, meint Grill: &#039;&#039;All diese Eindrücke und Erfahrungsschilderungen sind nicht aus der Exegese gewonnen, sondern aus einer fundierten Methode der reinen Geisteserkenntnis und Geistesschau.&#039;&#039; Gerade weil dem so ist, bewegt sich Grill in einer Dimension, in der sich keiner seiner Gesprächspartner bewegen kann oder will.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmidt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.relinfo.ch/lexikon/theosophie-und-esoterik/theosophische-gemeinschaften/yogaschule-heinz-grill/ &#039;&#039;Heinz Grill.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;relinfo.ch&#039;&#039;. Abgerufen am 6. März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;  An anderer Stelle gesteht Schmid ihm zu, dass er seine Erkenntnisse in die praktischen Lebensgebiete integriert. Er attestiert ihm ein „offensichtliches Gespür für spirituelle Bedürfnisse moderner Sinnsucher und ein ebenso offenkundiges Talent, mit [[Rudolf Steiner|Steinerscher]] Optik in allen Lebensbereichen den verborgenen Sinn zu erkennen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref name=schmidt&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Indologe [[w:Wilfried Huchzermeyer|Wilfried Huchzermeyer]] schreibt über Heinz Grill, dass das Ziel seiner Schulung darin liege, „geistige Gesetzmäßigkeiten, die dem Leben zugrundeliegen zu verstehen, den Charakter zu läutern und positive Eigenschaften zu entwickeln. Ein Hauptaspekt dabei ist die &#039;Individuation&#039;. Darunter versteht Heinz Grill, dass sich Sucher aus eigener Entscheidung und Verantwortung mit guter inspirierter Literatur beschäftigen und deren Inhalt durch inneres Nachvollziehen aktiv erschließen, nicht nur passiv aufnehmen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Winfried Huchzermeyer| Titel=Das Yoga-Wörterbuch: Sanskrit-Begriffe - Übungsstile - Biographien| Auflage=1.| Verlag=edition sawitri| Datum=2013| ISBN=978-3-931172-25-1| Seiten=65}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Medien finden sich sowohl Befürworter wie auch Gegner. Die deutsche Presse reagiert vorwiegend negativ, während die österreichische und italienische Presse Heinz Grill zu rehabilitieren sucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ladige.it/territori/riva-arco/2016/04/08/heinz-grill-se-ne-va-1.2680504 &#039;&#039;Heinz Grill se ne va,&#039;&#039;] deutsch „Heinz Grill verlässt uns“. In: &#039;&#039;ladige.it&#039;&#039;. Artikel vom 8. April 2016, abgerufen am 20. Juni 2023 (italienisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Süddeutsche Zeitung schreibt in einem dreiseitigen Artikel mit dem Titel „Der Guru“ in der Wochenendausgabe vom 13./14.4.2019, dass es Verbindungen zu einem mutmaßlichen Tötungsdelikt in Frankreich gäbe, bei dem ein Schwiegersohn seine Schwiegereltern im Zuge von Familienstreitigkeiten getötet haben soll. Fakten werden nicht genannt.&amp;lt;ref name=Süddeutsche&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der österreichische Journalist Gerald Lehner erwidert in der Zeitschrift des Österreichischen Alpenvereins „Bergundsteigen“ in seinem Artikel vom 15.1.2020: „Dazu die rechtliche Lage und der aktuelle Blickwinkel der Justizbehörden in Frankreich und Deutschland: Grill wurde bei dem Doppelmord nie als Verdächtiger geführt, auch nicht in Bezug zu einer möglichen Anstiftung oder Beihilfe. Es wurde nie gegen ihn ermittelt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;lehner&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bergundsteigen.com/magazinartikel/wie-aus-einem-bayern-ein-trentiner-wurde/ &#039;&#039;Wie aus einem Bayern ein Trentiner wurde.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;bergundsteigen.com,&#039;&#039; Nr. 109. Artikel von Gerald Lehner, abgerufen am 31. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lehner zitiert darin den weltberühmten Kletterer Bernd Arnold: „Ich habe Heinz Grill bei unserem Festival 2016 kennengelernt. Er war meiner Einladung zum Thema &#039;Die Seilschaft&#039; gefolgt und bereicherte die Veranstaltung mit einem rhetorisch genauen Beitrag. […] Böse, und wie sich inzwischen herausstellt, auch falsche Nachreden über ihn erfuhr ich immer nur aus zweiter Hand. Sie sind für mich nicht nachvollziehbar. Gut, dass Heinz so stark ist.“&amp;lt;ref name=lehner&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinz Grill begegnet den Anschuldigungen in der deutschen Presse auf seiner eigenen Internetseite mit einer Artikelserie zum Thema „Die Kunst der individuellen Spiritualität“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://heinz-grill.de/indivduelle-spiritualiaet/ &#039;&#039;Die Kunst der individuellen Spiritualität.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;heinz-grill.de&#039;&#039;. Abgerufen am 4. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Süddeutsche Zeitung musste den besagten Artikel im Jahr 2021 schließlich aus der Onlineausgabe entfernen, nachdem Sie gerichtlich zur Unterlassung zahlreicher Falschaussagen verpflichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Urteile: &#039;&#039;LG Hamburg AZ 324 O 569/19&#039;&#039; und &#039;&#039;OLG Hamburg 7 U 48/21.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur über Heinz Grill ==&lt;br /&gt;
* Karl Elberg: &#039;&#039;Vom Wesen des Berges&#039;&#039; (Biografie über Heinz Grill)&lt;br /&gt;
* Diego Filippi: &#039;&#039;Hohe Wände bei Arco, Klassische und moderne Routen im Sarcatal&#039;&#039;. Mit einem Beitrag zu Heinz Grill, Edizioni Versante Sud &lt;br /&gt;
* Ivo Rabanser: &#039;&#039;Klettern in Arco Sarcatal, Klassische und moderne Routen am Gardasee&#039;&#039;. Mit einem Beitrag zu Heinz Grill, Athesia&lt;br /&gt;
* Florian Kluckner: &#039;&#039;Arco Plasir&#039;&#039;. Mit Erzählungen von Heinz Grill, Idea Montagna &lt;br /&gt;
* Florian Kluckner: &#039;&#039;Die Kunst der empfindsamen Bewegung beim Klettern&#039;&#039;.  Lammers-Koll-Verlag&lt;br /&gt;
* Günther Pauli: &#039;&#039;Geist Materie&#039;&#039;, tredition&lt;br /&gt;
* Günther Pauli: &#039;&#039;Die Ordnung der Kräfte&#039;&#039;, tredition&lt;br /&gt;
* Hansjörg Bögle: &#039;&#039;Formen und ihre Beziehung zum Menschen&#039;&#039;, Lammers-Koll-Verlag&lt;br /&gt;
* Frank Albert: &#039;&#039;Lebensprozesse: Die universellen Gesetze der Gesundheit und Langlebigkeit&#039;&#039;, Via Nova &lt;br /&gt;
* Murat Örs: &#039;&#039;Yoga und Krebs.&#039;&#039; Lammers-Koll-Verlag&lt;br /&gt;
* Murat Örs: &#039;&#039;Traumatherapie und Yoga&#039;&#039;, Lammers-Koll-Verlag&lt;br /&gt;
* Wilfried Huchzermeyer: &#039;&#039;Das Yoga-Wörterbuch, Sanskrit-Begriffe – Übungsstile – Biographien&#039;&#039;. edition sawriti&lt;br /&gt;
* [[Harald Feller (Musiker)|Harald Feller]]: &#039;&#039;Musik nach Texten von Heinz Grill&#039;&#039;. Stephan Wunderlich Verlag &lt;br /&gt;
* Walter Buckel: &#039;&#039;Schönheit – Idee einer neuen Baukultur&#039;&#039;. Michael Imhof Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte und Forschungsergebnisse auf AnthroWiki ==&lt;br /&gt;
Im Artikel [[Asana#Einzelne Asanas|Asana]] sind verschiedene Yogaübungen gelistet, über die man zu Ausarbeitungen einzelner Asana gelangt. Dort sind auch Imaginationen von Heinz Grill zur seelischen Bedeutung der betreffenden Asana integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedanken zu Persönlichkeiten, Ergebnisse zur Karmaforschung oder zum nachtodlichen Wirken:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Sri Aurobindo]], [[Edward Bach]], [[Sathya Sai Baba]], [[Jakob Böhme]], [[Bonaventura]], [[Dietrich Bonhoeffer]], [[Georg Elser]], [[Harald Feller (Musiker)|Harald Feller]], [[Mahatma Gandhi]], [[Johann Wolfgang von Goethe]], ‎[[Otto Albrecht Isbert]], [[Tirumalai Krishnamacharya]], [[Martin Luther]], [[Omar Mukhtar]], [[Udo Renzenbrink]], [[Sivananda]], [[Vishnudevananda]], [[Otto Wolff]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[ADHS]], [[Adipositas]], [[Bach-Blütentherapie]], [[Bakterien]], [[Depression]], [[Epidemie]], [[Erkältung]], [[Furcht]], [[Hysterie]], [[Infektionskrankheit]], [[Krankheitserreger]], [[Lüge]], [[Lunge]], [[Migräne]], [[Organtransplantation]], [[Viren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiritualität und Entwicklung des Menschen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Astralleib]], [[Bhakti]], [[Bhakti-Yoga]], [[Friedensforschung]], [[Glaube]], [[Horus (Ägyptische Mythologie)|Horus]], [[Kairos]], [[Klangäther]], [[Lichtäther]], [[Liebe]], [[Maat (ägyptische Mythologie)|Maat]], [[Nichts]], [[Osiris]], [[Rhythmus]], [[Schönheit]], [[Seele]], [[Seelentod]], [[Spiritismus]], [[Spiritualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernährung und tiefere Beziehung zu Nahrungs- und Gewürzmitteln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Brennnesseln|Brennnessel]], [[Essig]], [[Geschmackssinn]], [[Getreide]], [[Gewürze]], [[Kartoffel]], [[Echter Lorbeer (Laurus nobilis)|Lorbeer]], [[Mais]], [[Olivenbaum (Olea europaea)|Olive]],  [[Weinreben (Vitis)|Weinrebe]], [[Weizen]], [[Zitrone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berge, Seen, Alpenflora, Natur:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Alpenflora]], [[Arnika (Arnica montana)|Arnika]], [[Bach (Gewässer)]], [[Bäume|Baum]], [[Berg]], [[Edelweiß (Leontopodium)|Edelweiß]], [[Enziane (Gentiana)|Enzian]], [[Forsythie]], [[Aurikel|Gebirgsschlüsselblume]], [[Goldruten|Goldrute]], [[Himmelsrichtungen#Himmelsrichtung und spezifische Lichtqualität|Himmelsrichtung und spezifische Lichtqualität]], [[Gewöhnliche Kuhschelle|Kuhschelle]], [[Lilien (Lilium)|Lilie]], [[Rosen (Rosa)|Rose]], [[Sauerklee]], [[See]], [[Tennosee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Neuer Yogawille]]&lt;br /&gt;
* [[Prana]]&lt;br /&gt;
* [[Bonaventura#Die Stufen der Demut|Die Stufen der Demut]] und deren Aktualität bei Angriffen gegen Spiritualität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Heinz Grill (Alpinist)|Heinz Grill}}&lt;br /&gt;
* [https://heinz-grill.de/ &#039;&#039;Beiträge zu einem Neuen Yogawillen&#039;&#039;], Website von Heinz Grill&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/channel/UCv1YILcamPU7bFwRMJ_9Z0w/videos &#039;&#039;Der neue Yogawille und die seelische Empfindungsentwicklung&#039;&#039;], Lehrvideos von Heinz Grill zu verschiedenen Asana (YouTube)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/channel/UC9DaDkJqKwhhHSQHlzhxFvw/videos &#039;&#039;Yoga Arte&#039;&#039;], Yoga als Kunstform (YouTube)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=_20AW1lhODI &#039;&#039;Yoga und Anthroposophie - Teil 1&#039;&#039;] und [https://www.youtube.com/watch?v=EWyhCmXUWlU &#039;&#039;Teil 2&#039;&#039;], auf dem YouTube-Kanal: [https://www.youtube.com/@Rudolf-Steiner-Anthroposophie/featured &#039;&#039;Rudolf Steiner und die Anthroposophie&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.alpinwiki.at/portal/navigation/erst-besteiger/erstbesteigerdetail.php?erstbesteiger=17806 &#039;&#039;Heinz Grill&#039;&#039;]  auf &#039;&#039;AlpinWiki&#039;&#039;, Internetplattform für Erstbesteiger und Erstbegeher&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12024991X|NAME=Heinz Grill}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Grill}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor (Pädagogik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor (Medizin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eingeweihter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpraktiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoteriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kletterer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Yoga)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor (Yoga)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Yogalehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universalgelehrter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [https://secret-wiki.de/wiki/Heinz_Grill Heinz Grill] aus der [https://secret-wiki.de/wiki/Hauptseite SecretWiki] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ „Creative Commons Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“]. In SecretWiki ist eine [https://secret-wiki.de/mediawiki/index.php?title=Heinz_Grill&amp;amp;action=history Liste der Autoren] verfügbar.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<updated>2025-03-24T08:54:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Das Auge isst bekanntlich mit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Spiritueller Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritueller Lehrer als Thema|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[https://de.imedwiki.org/wiki/Kategorie:Neue_christliche_Mysterien Neue christliche Mysterien im Imedwiki]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mysterien|C]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2025-03-24T08:51:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Das Auge isst bekanntlich mit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Diese Kategorie enthält Unterkategorien und Artikel zum Thema &#039;&#039;&#039;[[Schulungsweg]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Wiki-Kategorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophischer Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosenkreuzerischer Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mysterien|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erleuchtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einweihung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hellsehen|R]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulung|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schülerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Christliche Mysterien|1301]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Der Abstieg in die Erdschichten auf dem anthroposophischen Schulungsweg (Buch)</title>
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		<updated>2025-03-24T08:49:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Problematische Kategorisierungen vorsorglich entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Judith von Halle Abstieg in die Erdschichten.jpg|mini|[https://www.v-f-a.ch/Alle-Buecher.919.0.html Verlag für Anthroposophie]|link=https://www.v-f-a.ch/Alle-Buecher.919.0.html]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Abstieg in die Erdschichten auf dem anthroposophischen Schulungsweg&#039;&#039;&#039; ist ein kleines Buch von [[Judith von Halle]], dass sie vorab parallel zu ihrem ersten großen Hauptwerk [[DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung. Eine Rosenkreuz-Meditation]] geschrieben und veröffentlicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klappentext ==&lt;br /&gt;
Judith von Halle lenkt den geistigen Blick in das Innere der Erde, das als ein Spiegel vergangener, gebenwärtiger und zukünftiger Seelenzustände der Menschheit selbst einen lebendigen Organismus darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von den Andeutungen Rudolf Steiners über das Erdinnere wird der Gang des Christus durch die Erdschichten verfolgt. Dabei enthüllt sich die Ursache der drei Erdbeben in der Nacht zum Ostersonntag der Zeitenwende, die mit dem Aufbegehren des Anti-Christen zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geheimnis der Höllenfahrt durch die neun Schichten der Erde darf zusammengeschaut werden mit dem siebenstufigen Einweihungsweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesem notwendigen Niederstieg in den geistigen Erdorganismus trifft der Geheimschüler nicht nur auf das Wesen des Anti-Christen, sondern unter anderem auch auf die Geburtsstätte der Substanz der Gralsschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
* Geleitwort&lt;br /&gt;
* Vorwort - Vorwarnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I Aphoristisches zum Schulungsweg&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;persönliche Höllenfahrt&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;überpersönliche Höllenfahrt&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Über den Antritt des Schulungsweges&lt;br /&gt;
* Von der Auseinandersetzung mit den Widersachermächten auf dem Schulungsweg&lt;br /&gt;
* Die lebendige Chronik des Erdinnern&lt;br /&gt;
* Vom Gesetz der Zeit im Erdinnern und vom Verhältnis des Geistschülers zum Erd-Organismus&lt;br /&gt;
* Die unter-physische Vergeistigung im Mikrokosmos der Erde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II Die neun Erdschichten&lt;br /&gt;
* Zum Vortrag Rudolf Steiners über das Erdinnere&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;vorgeschrittensten Partien des Okkultismus&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Der siebenstufige Einweihungsweg&lt;br /&gt;
* Die neun Schichten der Erde und die Geburtsstätte des Gralskelches&lt;br /&gt;
* Sieben Einweihungsstufen - Neun Erdschichten&lt;br /&gt;
* Christus, der Durchdringer der neun Erdschichten&lt;br /&gt;
* Die zwei Pläne des Anti-Christ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III Geheimnisse des Erdinnern - Christ und Anti-Christ&lt;br /&gt;
* Das dreimalige Hineintreten des soratischen Tieres in die Erde in der Osternacht&lt;br /&gt;
* Die drei Begegnungen zwischen Mensch und Anti-Christ&lt;br /&gt;
* Eine Imagination des Geistschülers auf der siebenten Einweihungsstufe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhang&lt;br /&gt;
* Auszug au dem Vortrag von Rudolf Steiner vom 16. April 1906&lt;br /&gt;
* Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Judith von Halle]]: &#039;&#039;Der Abstieg in die Erdenschichten auf dem anthroposophischen Schulungsweg&#039;&#039;, Verlag für Anthroposophie 2009, ISBN 978-3037690079&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophisches Werk von Judith von Halle|Ab]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdinneres]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:%C3%96kosoziale_Marktwirtschaft&amp;diff=621535</id>
		<title>Kategorie:Ökosoziale Marktwirtschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Kategorie:%C3%96kosoziale_Marktwirtschaft&amp;diff=621535"/>
		<updated>2025-03-24T08:40:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Dito&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{SORTIERUNG:Okosoziale Marktwirtschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophische Wirtschaftswissenschaft|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologieorientierte Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Wertvorstellung|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Wertvorstellung|P]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosoziale Marktwirtschaft|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verantwortungswirtschaft|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weiße Dreigliederung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsmodell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:21. Jahrhundert|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltökonomik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachhaltigkeit|P]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humanökologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grüne Politik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologie|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Aufklärung|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Club of Rome]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Aufklärung|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die vier Säulen des Sozialismus|101]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heterodoxe Ökonomie|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktwirtschaft|O]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbsozialismus|101]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=%C3%96kosoziale_Marktwirtschaft&amp;diff=621534</id>
		<title>Ökosoziale Marktwirtschaft</title>
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		<updated>2025-03-24T08:37:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Ist gegenwärtig nicht mehr aktuell. Daher aus der Kategorisierung entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;Ökologisch-soziale Marktwirtschaft&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Ökologische Marktwirtschaft&#039;&#039;&#039;, ist eine [[Wirtschaftspolitik|wirtschafts-]], [[Umweltpolitik|umwelt-]] und [[w:Gesellschaftspolitik|gesellschaftspolitische]] Zielvorstellung, die ein [[Nachhaltigkeit|nachhaltiges]] Wirtschaften und den [[Umweltschutz]] als politische Kategorien in die [[Soziale Marktwirtschaft]] mit einbezieht. Sie sieht sich als eine Weiterentwicklung der [[Soziale Marktwirtschaft|Sozialen Marktwirtschaft]] und soll einen Ausgleich zwischen [[Ökonomie|ökonomischen]] und [[Ökologie|ökologischen]] Zielsetzungen bringen, indem sie Umweltschutz mit marktwirtschaftlichen Mitteln durchzusetzen versucht, statt ausschließlich mit Verboten und Geboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie ==&lt;br /&gt;
Die natürliche Umwelt wurde bis in die 1970er-Jahre gemeinhin als unbegrenzt verfügbares Gut angesehen. Seit dem Bericht „[[Die Grenzen des Wachstums]]“ des [[Club of Rome]] wisse man jedoch, dass die Menschheit &#039;&#039;vom „Kapital“ der Naturschätze und nicht von den „Zinsen“ der Erträge, welche uns die Natur schenkt&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Riegler2&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|text=Josef Riegler: &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft – Ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit&#039;&#039;, S. 2. |url=http://www.globalmarshallplan.org/e5095/e8213/e8430/e9239/osm_803_ger.pdf |wayback=20090617092343}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, lebe. Die Umwelt ökonomisch als [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)#Freie Güter|freies]] und [[öffentliches Gut]] zu betrachten, darin liegen die Ursachen für ökologische Fehlentwicklungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Wehling: &#039;&#039;Umweltpolitik in der Sozialen Marktwirtschaft&#039;&#039;, in: Günther Rüther (Hrsg.): &#039;&#039;Ökologische und Soziale Marktwirtschaft&#039;&#039;. [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], Bonn 1997, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb sei eine Integration ökologischer [[Nachhaltigkeit]] in das gesamte [[Wirtschaftssystem|Wirtschafts-]] und [[Gesellschaftssystem]], insbesondere in Hinblick auf die [[Generationengerechtigkeit]], überfällig. Das Fundament der ökosozialen [[Wirtschaftsordnung]] ist eine leistungsfähige, innovative [[Marktwirtschaft]]. Die beiden anderen tragenden Säulen sind [[soziale Gerechtigkeit]] und ökologische Verantwortung. Der soziale Ausgleich sei die Voraussetzung für gesellschaftlichen Konsens, die ökologische Nachhaltigkeit für das Überleben der Zivilisation schlechthin. Daher sei eine [[Wirtschaftsethik]] vonnöten, welche u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Christliche Soziallehre]] in das Modell einbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ökosoziale Marktwirtschaft versteht sich als ein [[Ordoliberalismus|ordoliberales]] Konzept&amp;lt;ref name=&amp;quot;Radermacher 111&amp;quot;&amp;gt;Franz Josef Radermacher: &#039;&#039;Global Marshall Plan – Warum der Marktfundamentalismus die Welt arm macht&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Welt in Balance&#039;&#039;, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das sich ausdrücklich auf die [[Soziale Marktwirtschaft]] bezieht, deren Errungenschaften jedoch durch die [[Globalisierung]] ausgehöhlt würden und die deshalb weiterentwickelt werden müsse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Riegler2&amp;quot; /&amp;gt; Aufgrund des behaupteten [[Marktversagen]]s grenzt sie sich von als „[[Marktfundamentalismus|marktfundamentalistisch]]“ bezeichneten [[Wirtschaftspolitik|wirtschaftspolitischen Konzepten]] ab, denen mangelnde Fähigkeit, Wirtschaft und sozialen Frieden in Balance zu halten, vorgeworfen wird. Abgelehnt werden auch [[Sozialismus|sozialistische]] Wirtschaftstheorien wegen ihrer mangelnden [[Wirtschaftlichkeit|Effizienz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Lenkungsabgabe]]n, eine verschärfte [[Haftung (Recht)|Umwelthaftung]] und andere [[Steuerungsinstrument]]e sollen die [[Externer Effekt|externen Kosten]], die einer [[Volkswirtschaft]] aufgrund des einzelwirtschaftlichen Nutzungskalküls entstehen, in die einzelwirtschaftliche [[Kostenrechnung]] des Verursachers einbezogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uwe Jens]]: &#039;&#039;Die Wettbewerbsordnung als Kern einer Öko-sozialen Marktwirtschaft und die langfristige Sicherung eines wirksamen Wettbewerbs,&#039;&#039; in: Uwe Jens (Hrsg.): &#039;&#039;Der Umbau. Von der Kommandowirtschaft zur Öko-sozialen Marktwirtschaft&#039;&#039;, S. 213.&amp;lt;/ref&amp;gt; So soll [[Umweltschutz]] betriebswirtschaftlich billiger werden als [[Umweltverschmutzung]]. Konkrete Forderungen sind die Schaffung ökologischer Kostenwahrheit (z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Gemeingut|Gemeingüter]] wie Luft, Wasser und Boden), Durchsetzung eines strikten [[Verursacherprinzip]]s, Durchsetzung einer [[Umweltsteuer|Ökosteuer]] und ökologisch orientierter Gesetze sowie klare [[Produktdeklaration]] mit wahren und vergleichbaren Angaben zu [[Ausbeutung]] von Arbeitskräften, [[Umweltzerstörung]], [[Kinderarbeit]], [[Gentechnik]] und [[Hormon]]einsatz bei Lebensmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Josef Riegler: &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft – Ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit&#039;&#039;, S. 3. |url=http://www.globalmarshallplan.org/e5095/e8213/e8430/e9239/osm_803_ger.pdf |wayback=20090617092343}}; Josef Riegler: &#039;&#039; Der Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Welt in Balance&#039;&#039;, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen und Säulen-Modell ==&lt;br /&gt;
Um vorhandene Ressourcen ideal einzusetzen, sollen die Marktkräfte genutzt werden, die für den effektivsten Einsatz sorgen. Voraussetzung dafür ist, dass das Gut Umwelt einen [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] hat. Dadurch werden Produktionsmethoden, die die Umwelt stärker belasten, weniger rentabel. Die Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, für die sich insbesondere die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. einsetzt, bedeutet, dass mit der „Dynamik des Marktes gemäß dem Verursacherprinzip ökologischere Weichenstellungen getroffen werden“ – so der Vorsitzende der Stiftung für Ökologie und Demokratie e. V., Hans-Joachim Ritter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Umwelt mit Marktpreisen zu bewerten. Beispielsweise kann man eine begrenzte Zahl von Lizenzen zur Umweltbelastung ausgeben, die wie Aktien gehandelt werden können (Umweltlizenzen). Auch [[Umweltsteuer]]n wie die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-/Energiesteuer (Energiesteuer/Ökosteuer) sind marktwirtschaftliche Instrumente der Umweltpolitik. Eine solche Steuerreform kann [[Aufkommensneutralität|aufkommensneutral]] sein, um die gesamte Steuerbelastung nicht ansteigen zu lassen. Die dann [[Lenkungsabgabe]]n genannten Ökosteuern werden mit dem [[CO2-Preis mit Klimadividende|Ökobonus]]-Prinzip zu etwa je einem Drittel rückverteilt:&lt;br /&gt;
* als &#039;&#039;Klima-Bonus&#039;&#039; in Form von Zuschüssen für private, energieeffizientere Geräte etc. direkt pro Kopf an die Verbraucher (bezahlbarer Technologiewechsel),&lt;br /&gt;
* als &#039;&#039;Sozial-Bonus&#039;&#039; an die Empfänger von Transferleistungen (in gleicher Höhe), damit diese nicht unter den steigenden Energiepreisen leiden,&lt;br /&gt;
* als &#039;&#039;Beschäftigungs-Bonus&#039;&#039; (Arbeitsplatz-Bonus) an die Unternehmen je sozialversicherungspflichtigem Arbeitsplatz, in Form einer Reduzierung der Sozialbeitragszahlungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FÖS Eckpunktepapier 2008&amp;quot;&amp;gt;Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) / Green Budget Germany: &#039;&#039;Sozial ausgestaltete Ökologische Finanzreform&#039;&#039;, Eckpunktepapier, 7. November 2008. ([http://www.files.foes.de/de/downloads/Veranstaltungen2008/Eckpunktepapier.pdf (PDF; 197&amp;amp;nbsp;kB)])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ökobonus bezüglich der Energiesteuern wird auch &#039;&#039;[[CO2-Preis mit Klimadividende|Energiegeld]]&#039;&#039; genannt. In manchen Staaten (Dänemark)&lt;br /&gt;
gibt es den &#039;&#039;Green check&#039;&#039;, oder eine Verrechnung mit dem Krankenkassenbeitrag ([[Lenkungsabgabe (Schweiz)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Modell der Ökologischen Marktwirtschaft wird grundsätzlich zwischen der Umweltnutzung auf der einen Seite und dem Energieverbrauch auf der anderen Seite unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Säule ===&lt;br /&gt;
Zentrale Idee der ersten Säule ist dabei, die Nutzung des Faktors Umwelt zu quantifizieren und als handelbares „Produkt“ in einen Markt zu überführen. Die Umwelt soll der produzierenden Industrie nicht mehr kostenlos als freies Gut zur Verfügung stehen, sondern durch staatliche Gesamtmengenbeschränkung zu einem knappen Gut werden. Der Faktor Umwelt erhält so das, was alle knappen Güter auszeichnet: einen Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Säule ===&lt;br /&gt;
Die zweite Säule ist die Besteuerung des Energie- und Energieträgerverbrauchs. Diese, insbesondere für die Erfassung des privaten Bereichs wichtige Steuer, verteuert den Verbrauch von Sekundärenergieträgern (Strom, Mineralöl, Heizöl etc.). Es wird deutlich, dass also auch grundsätzlich zwischen privatem und unternehmerischen Umweltverbrauch unterschieden werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft&#039;&#039; geht zurück auf wissenschaftliche Untersuchungen von [[Hans Christoph Binswanger]] (St.&amp;amp;nbsp;Gallen) in 1970er- und 1980er-Jahren. Mit seiner mehrjährigen Forschungsarbeit zum Thema &#039;&#039;Wege aus der Wohlstandsfalle – Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Umweltkrisen&#039;&#039; und seinen Buchveröffentlichungen, wie &#039;&#039;Arbeit ohne Umweltzerstörung&#039;&#039;, &#039;&#039;Geld und Magie&#039;&#039;, &#039;&#039;Geld und Natur&#039;&#039;, legte er die Grundlage für die ökologische Steuerreform und für eine ökologisch-sozial orientierte Marktwirtschaft. Die [[Ökologisch-Demokratische Partei]]&amp;amp;nbsp;(ÖDP), 1982 als Bundespartei gegründet, hat unter ihrem Vorsitzenden [[Herbert Gruhl]] diese Ideen als erste deutsche Partei aufgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geprägt wurde der Begriff im Österreich der 1980er, als nach der [[Kernkraftwerk Zwentendorf|Zwentendorf-Volksabstimmung]]&amp;amp;nbsp;1978 und noch mehr den Ereignissen der [[Besetzung der Hainburger Au]]&amp;amp;nbsp;1984 und dem [[Konrad-Lorenz-Volksbegehren]]&amp;amp;nbsp;1985, und einem breiten neuen Umweltbewusstsein der Bevölkerung, eine Neuorientierung der Paradigmen erarbeitete wurde, die bis heute die Grundlage der Energie-, Wirtschafts- und Umweltpolitik Österreichs bilden. Der seinerzeitige Umweltschutzsprecher [[Walter Heinzinger]] sprach (zwei Monate nach Hainburg) auf einer Umweltschutzenquete im Rahmen des Forum&amp;amp;nbsp;90 der [[ÖVP]] von der {{&amp;quot;|[[Sozialpartnerschaft|sozialen]] Marktwirtschaft auf ihrem Weg in eine öko-soziale Marktwirtschaft.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mittagsjournal 19840605&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.mediathek.at/oe1_journale/popup/popup_media_manager.php?fileId=1117776 | archive-is=20130114214234 | text=ÖVP-Umweltschutzenquete}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ÖVP war damals Opposition der [[Rot-Blaue Koalition|rot-blauen]] [[Bundesregierung Sinowatz|Regierung Sinowatz]]. Als [[Kampfbegriff]] gegen die sozialdemokratisch-liberale Wirtschaftspolitik dieser Tage, aber auch gegen die Angst der wirtschaftsnahen Kräfte und der Arbeitenden gegen Ökologie als Hemmschuh des ökonomischen [[Fortschritt]]s und Bedrohung der [[Arbeitsplatzsicherheit]], und damit des sozialen Friedens, fand der Ausdruck bis heute besonders unter [[Christdemokratie|christdemokratischen]] und [[Konservatismus|konservativen]] Politikern Anhänger. Dass dabei die konservative Partei als erste auf die Anliegen der nach den Hainburg-Ereignissen erstarkenden [[Die Grünen – Die Grüne Alternative|Grünen]] (1986 erstes Nationalratsmandat) reagiert hat, ist ein österreichisches Spezifikum, auf dem bis heute eine Nähe zwischen Konservatismus und Grünalternative beruht, in der die landwirtschaftlichen Interessensvertretungen der ersteren mit den ökologischen Anliegen der zweiteren in Synergie treten. So hat etwa [[Oberösterreich]] seit 2003 eine [[schwarz-grüne Koalition]], und [[ökologische Landwirtschaft]] gehört seit den schwarzen Regierungen um [[Wolfgang Schüssel]] zum ausgewiesenen politischen Programm Österreichs.&amp;lt;ref&amp;gt;Dass Österreich seit 15 Jahren, und unter ÖVP wie SPÖ, ein gemeinsames Ministerium für Umwelt- und Wirtschaftsagenden hat, das &#039;&#039;Lebensministerium ([[Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft]])&#039;&#039;, ist symptomatisch.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2014 haben vier von neun Ländern eine schwarz-grüne Regierung. Die Gemeinsamkeit äußert sich etwa darin, das Österreich einen Anteil von knapp 20 % [[Biobauer]]n hat.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[https://web.archive.org/web/20141225210545/http://www.bmlfuw.gv.at/land/bio-lw/Bioweltmeister.html Österreich hat einen Weltmeister. Österreich ist unangefochtener Weltmeister in Sachen Bio-Landwirtschaft.]&#039;&#039; Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, bmlfuw.gv.at &#039;&#039;&amp;gt; Land &amp;gt; Biologische Landwirtschaft&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle großen Lebensmittelketten haben eigene stark positionierte Bio-Marken im mittelpreislichen Sektor (15 % Marktanteil der Bio-Produkte insgesamt),&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;{{Webarchiv|url=http://www.bio-austria.at/partner/markt__1/marktberichte/aktuelle_marktsituation |wayback=20141225210550 |text=Aktuelle Marktsituation}}&#039;&#039;, BIO Austria; &#039;&#039;{{Webarchiv|text=Bio-Anteil wächst auf hohem Niveau |url=http://www.ama-marketing.at/ama-marketing/presse/details/?no_cache=1&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=693&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=553 |wayback=20141225210550}}&#039;&#039;, Presseaussendung Arbeitsmarkt Austria, 4. September 2013, af ama-marketing.at; beide abgerufen 14. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Nahrungsmittelangebot ist die ökosoziale Marktwirtschaft also schon Alltag. Auch die [[Energiewirtschaft]] (seit vielen Jahren 75 % Anteil erneuerbarer Energie)&amp;lt;ref&amp;gt;Wegen der dominanten Wasserkraft; &#039;&#039;{{Webarchiv|text=Erneuerbare Energie: Hoher Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung in Österreich |url=http://oesterreichsenergie.at/daten-fakten/statistik/erneuerbare.html |wayback=20141129022634}}&#039;&#039;, oesterreichsenergie.at, o.&amp;amp;nbsp;D., abgerufen 14. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die treibenden arbeitsplatzschaffenden Wirtschaftssektoren Österreichs, [[Tourismuswirtschaft|Tourismus]] wie auch [[Forschung und Entwicklung]] – für ein kleines Land mit wenig Großindustrie zentral – sind auf den ökologischen Gedanken angewiesen und forcieren diesen seit gut zwei Jahrzehnten (5 % Anteil [[Green Job]]s&amp;amp;nbsp;i.&amp;amp;nbsp;e.&amp;amp;nbsp;S.)&amp;lt;ref&amp;gt;EU-Definition, aktuelle Schätzungen: 200.000 von 4,3 Mio.; &#039;&#039;{{Webarchiv|url=http://www.bmlfuw.gv.at/greentec/green-jobs/greenjobs.html |wayback=20141225210548 |text=green jobs in Österreich}}&#039;&#039;, bmlfuw.gv.at, abgerufen 14. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Europaebene bekannte sich die [[Europäische Demokratische Union]] 1991 zu diesem Modell,&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|Es ist unsere Aufgabe als EDU, der Sozialen Marktwirtschaft eine weitere Dimension zu verleihen: Ökologische Zielsetzungen. Sie sollen die Soziale Marktwirtschaft in eine Ökosoziale Marktwirtschaft verwandeln. Die in der EDU vereinten Parteien wollen die treibende Kraft bei der Umsetzung dieser Grundsätze in eine internationale Strategie für eine tragbare und umweltverträgliche Entwicklung sein.}} EDU, Bulletin 43, Bericht zur Umweltpolitik, 1991; zitiert nach Josef Riegler: &#039;&#039;Der Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Welt in Balance&#039;&#039;, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; das bald darauf jedoch im politischen Tagesgeschäft durch die damalige [[Wirtschaftskrise]] an den Rand gedrängt wurde. Deutlich bezieht sich die [[Österreichische Volkspartei]] (ÖVP), mit [[Josef Riegler]], österreichischer Landwirtschaftsminister und späterer Vizekanzler, und [[Franz Fischler]], nachfolgender Landwirtschaftsminister und zeitweise EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, auf die Ökosoziale Marktwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;So im Europaprogramm der Österreichischen Volkspartei. ÖVP, vom 9. Juli 1993 [http://www.cvce.eu/obj/europaprogramm_der_osterreichischen_volkspartei_ovp_9_juli_1993-de-8f7ac315-d01d-4004-89fa-918bf7df9522.html cvce.eu], &amp;lt;nowiki&amp;gt;http://www.oevp.at/lopatka/index.aspx?pageid=36071&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (Link nicht abrufbar)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland forderte besonders der Wissenschaftler [[Franz Josef Radermacher]] die Verfolgung der Ökosozialen Marktwirtschaft als Leitidee weltweiter Wirtschaftspolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Riegler: &#039;&#039;Der Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Welt in Balance&#039;&#039;, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[CDU]]-Politiker wie der ehemalige [[Bundesumweltminister]] und spätere Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ([[UNEP]]) [[Klaus Töpfer]],&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Farmer: &#039;&#039;Beiträge zur wirtschaftstheoretischen Fundierung ökologischer und sozialer Ordnungspolitik,&#039;&#039; S. 3. LIT Verlag Berlin, Hamburg, Münster 2005. ISBN 3-8258-8444-9&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Friedbert Pflüger]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-fraktionsvorsitzende-kandidiert-nun-auch-als-parteichef---und-legt-ein-strategiepapier-vor-pflueger-will-die-ganze-cdu-fuer-sich,10810590,10584416.html |titel=Pflüger will die ganze CDU für sich |autor=Martin Klesmann, Jan Thomsen |werk=[[Berliner Zeitung]] |datum=2008-09-05 |zugriff=2015-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Heiner Geißler]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wiwo.de/politik/geissler-fordert-weltweite-oeko-soziale-marktwirtschaft-236552/ Bericht] der [[Wirtschaftswoche]] vom 31. Mai 2007 basierend auf einer Meldung der [[dpa]].&amp;lt;/ref&amp;gt; sehen in der Ökosozialen Marktwirtschaft die [[Ordnungspolitik|ordnungspolitische]] Antwort auf die Herausforderungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Ansatzweise findet sich das Konzept bei einigen europäischen [[Liste grüner Parteien|grünen Parteien]]. Zu den Gründern eines [[Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft|Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft]] gehört [[Ernst Ulrich von Weizsäcker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;http://www.natur.de/scripts/basics/econews/basics.prg?nap=natur&amp;amp;a_no=18740&amp;amp;main=drucken&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (Link nicht abrufbar)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit dem Jahre 2000 ist der [[12.&amp;amp;nbsp;September]] der &#039;&#039;Tag der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft&#039;&#039;. Mit diesem Tag wird daran erinnert, dass die Ökologie stärker auf marktwirtschaftlichen Wegen realisiert werden soll.&lt;br /&gt;
Seit 1994 und der Ergänzung im Jahr 2002 kann man davon sprechen, dass die ökosoziale Marktwirtschaft im Grundgesetz der Bundesrepublik durch [[Artikel 20a des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Artikel 20a]] ihren Ausdruck findet („Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die &#039;&#039;[[Global Marshall Plan Initiative]]&#039;&#039;, deren österreichischer Koordinator Josef Riegler ist, hat eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft zu ihrem Anliegen gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Welt in Balance&#039;&#039;, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ansatz zur Durchsetzung ihrer Ziele werden die [[Millennium-Gipfel#Hauptziele|Millenniumsziele]] der [[UNO]] unterstützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Radermacher 111&amp;quot; /&amp;gt; Teilweise sei das Konzept bereits erfolgreich in der [[Sozialordnung|Sozial-]] und [[Wirtschaftsordnung]] der [[EU]] verwirklicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Radermacher 111&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2019 bekannte sich [[Bündnis 90/Die Grünen]] erneut und deutlich zu einer ökosozialen Marktwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bündnis 90/Die Grünen |Titel=Zukunftsfähig wirtschaften für nachhaltigen Wohlstand - Rahmen setzen für die sozial-ökologische Marktwirtschaft |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2019 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So betonte Bundeswirtschaftsminister [[Robert Habeck]] bei seinem Amtseintritt im Jahr 2021, dass es die „sehr hoch gesteckte Zielvorgabe“ sei, in Deutschland aus der sozialen Marktwirtschaft eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft zu formen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.stern.de/news/habeck-uebernimmt-amt-als-wirtschaftsminister-31399730.html | titel=Habeck übernimmt Amt als Wirtschaftsminister | autor= | werk=[[Stern (Zeitschrift)|stern.de]] | datum=2021-12-08 |abruf=2021-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Ökosoziale Marktwirtschaft}}&lt;br /&gt;
* [[w:Green Economy|Green Economy]]&lt;br /&gt;
* [[w:Drei-Säulen-Modell (Nachhaltigkeit)|Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[w:Ökosozialprodukt|Ökosozialprodukt]]&lt;br /&gt;
* [[w:Green New Deal|Green New Deal]]&lt;br /&gt;
* [[w:Faktor 4|Faktor 4]]&lt;br /&gt;
* [[w:Humane Marktwirtschaft|Humane Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[w:Zivilisierte Marktwirtschaft|Zivilisierte Marktwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[w:Förderverein Ökologische Steuerreform|Förderverein Ökologische Steuerreform]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Eichhorn (Hrsg.): &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft. Ziele und Wege.&#039;&#039; Wiesbaden, Gabler, 1995. ISBN 3-409-13778-5.&lt;br /&gt;
* Global Marshall Plan Initiative (Hrsg.): &#039;&#039;Welt in Balance. Zukunftschance Ökosoziale Marktwirtschaft.&#039;&#039; Hamburg, 2004. ISBN 3-9809723-1-3.&lt;br /&gt;
* Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): &#039;&#039;Grüne Marktwirtschaft&#039;&#039;. Berlin 2007, ISBN 978-3-927760-69-1 &amp;lt;nowiki&amp;gt;http://www.boell.de/downloads/Reihe_Wirtschaft_Soziales_Band1_Gruene_Marktwirtschaft_2007.pdf&amp;lt;/nowiki&amp;gt; (Link nicht abrufbar).&lt;br /&gt;
* Uwe Jens (Hrsg.): &#039;&#039;Der Umbau. Von der Kommandowirtschaft zur Öko-sozialen Marktwirtschaft.&#039;&#039; Baden-Baden, Nomos-Verlag, 1991. ISBN 3-7890-2469-4&lt;br /&gt;
* Christoph Moser: &#039;&#039;Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen einer Verwirklichung des Konzeptes der ökosozialen Marktwirtschaft am Beispiel der Landwirtschaft.&#039;&#039; Innsbruck, Forschungsinstitut für Alpenländische Land- u. Forstwirtschaft der Universität Innsbruck, 1993 (Grünes Forum, Bd. 11)&lt;br /&gt;
* Franz Josef Radermacher: &#039;&#039;Balance oder Zerstörung. Ökosoziale Marktwirtschaft als Schlüssel zu einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung.&#039;&#039; Wien, Ökosoziales Forum Europa, 3. Auflage 2004. ISBN 3-7040-1950-X&lt;br /&gt;
* Franz Josef Radermacher: &#039;&#039;Global Marshall Plan. Ein Planetary Contract für eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft.&#039;&#039; Wien, Ökosoziales Forum Europa, 2004. ISBN 3-9501869-2-1&lt;br /&gt;
* Franz Josef Radermacher: &#039;&#039;Globalisierung gestalten. Die neue zentrale Aufgabe der Politik. Das Wirken des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Aussenwirtschaft für eine globale Rahmenordnung einer Ökosozialen Marktwirtschaft.&#039;&#039; Berlin, Terra Media Verlag, 2006. ISBN 3-89483-110-3&lt;br /&gt;
* Franz Josef Radermacher, Josef Riegler, Hubert Weiger: &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft – Historie, Programmatik und Alleinstellungsmerkmale eines zukunftsfähigen globalen Wirtschaftssystems&#039;&#039;. München, oekom Verlag 2011. ISBN 978-3-86581-259-9.&lt;br /&gt;
* Josef Riegler (Hrsg.): &#039;&#039;Antworten für die Zukunft. Ökosoziale Marktwirtschaft&#039;&#039;. Politische Akademie der Österreichischen Volkspartei. Wien, Verlag für Geschichte und Politik, 1990.&lt;br /&gt;
* Josef Riegler: &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft. Denken und Handeln in Kreisläufen.&#039;&#039; Hrsg. vom Ökosozialen Forum Steiermark. Graz, Stocker, 2. Auflage 1997. ISBN 3-7020-0732-6.&lt;br /&gt;
* Josef Riegler: &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft – Ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit&#039;&#039; ([http://www.globalmarshallplan.org/e5095/e8213/e8430/e9239/osm_803_ger.pdf PDF-Datei, 21 kB]; auf globalmarshallplan.org)&lt;br /&gt;
* Rolf Schröder: &#039;&#039;Jenseits des Marktes. Ansätze öko-sozialen Wirtschaftens aus neo-libertärer Sicht.&#039;&#039; Frankfurt am Main, Haag + Herchen, 1992. ISBN 3-89228-759-7&lt;br /&gt;
* Ingeborg Stadler: &#039;&#039;Ökosoziale Marktwirtschaft. Eine neue ordnungspolitische Alternative?&#039;&#039; Graz, Karl-Franzens-Universität, Nationalökonomisches Institut 1991.&lt;br /&gt;
* Lutz Wicke, Lothar de Maizière, Thomas de Maizière: &#039;&#039;Öko-soziale Marktwirtschaft für Ost und West. Der Weg aus Wirtschafts- und Umweltkrise.&#039;&#039; München, dtv 1990. ISBN 3-423-05809-9&lt;br /&gt;
* Ulrich Schneider-Wedding: &#039;&#039;Ökologisch-soziale Marktwirtschaft. Wie man den Wachstumszwang aushebelt. Wohlstand für alle – weltweit und nachhaltig!&#039;&#039;. Marburg, Büchner-Verlag, 2020. ISBN 978-3-96317-192-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.globalmarshallplan.org/ Global Marshall Plan]&lt;br /&gt;
* [http://foes.de/de/startseite.html Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft] (Deutschland)&lt;br /&gt;
* [http://www.oekosozial.at/index.php?id=13514 Ökosoziales Forum Österreich]&lt;br /&gt;
* [http://www.netzwerkvonchristen.at/ Netzwerk von Christen für eine gerechte Welt] (Österreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4244977-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophische Wirtschaftswissenschaft]]&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Okosoziale Marktwirtschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökosoziale Marktwirtschaft|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsordnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftssystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<title>Benutzer:Hans Walter</title>
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		<author><name>Hans Walter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hans Walter: Die Seite wurde neu angelegt: „Hallo.  Danke für die Freischaltung.“&lt;/p&gt;
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