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	<title>AnthroWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Armilus&amp;diff=626226</id>
		<title>Armilus</title>
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		<updated>2026-07-22T04:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Armilus&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Armilos&#039;&#039; oder &#039;&#039;Armilius&#039;&#039;) erscheint in der späteren [[jüdisch]]en [[Endzeit]]erwartung als der Inbegriff des [[das Böse|Bösen]]. Nach der [[Wikipedia:Encyclopaedia Judaica|Encyclopaedia Judaica]] wird er als großer König erscheinen und viel Unheil über [[Israel]] bringen, ehe er von dem [[Messias]] unterworfen wird. Derart ist er vergleichbar dem [[Antichrist]] der [[christlich]]en Überlieferung oder auch dem [[islam]]ischen [[Daddschal]]. Der Name scheint allerdings eher von [[Ahriman]] abgeleitet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum]] [[Kategorie:Widersacher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Sechsbl%C3%A4ttrige_Lotosblume&amp;diff=626225</id>
		<title>Sechsblättrige Lotosblume</title>
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		<updated>2026-07-21T14:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Chakra2.svg|thumb|Sakralchakra]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;sechsblättrige Lotosblume&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Sexual&#039;&#039;&#039;- oder &#039;&#039;&#039;Sakralchakra&#039;&#039;&#039; ([[Sanskrit|sanskrt.]] &#039;&#039;Svādhisthāna&#039;&#039; „die Liebliche“) liegt etwa eine Hanbreit unter dem Nabel und ist eines der [[sieben]] hauptsächlichen [[Seelische Wahrnehmungsorgane|seelischen Wahrnehmungsorgane]] im [[Astralleib]] des [[Mensch]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des deutschen [[Mystiker]]s und [[Jakob Böhme]]-Schülers [[Johann Georg Gichtel]] steht das Sakralchakra unter der unmittelbaren Wirkung der [[Merkursphäre]]. Seine Farbe ist nach der [[Yoga]]-Lehre &amp;lt;span style=&amp;quot;padding:2px; background:orange;&amp;quot;&amp;gt;orange&amp;lt;/span&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzung zur Ausbildung der sechsblättrigen Lotosblume ist, dass [[Leib]], [[Seele]] und [[Geist]] zur vollkommenen Harmonie gebracht sind. Durch sie gelangt man zum Verkehr mit geistigen Wesenheiten, die den höheren Welten angehören, sich aber in der [[Seelenwelt]] offenbaren. Die Entwicklung dieser Lotosblume ist allerdings nur empfehlenswert, wenn sich der [[Geistesschüler]] mit seinem [[Geist]] bereits bewusst in die höhere [[geistige Welt]] erheben kann, denn nur dann kann er das Geschaute richtig beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Schwieriger als die Ausbildung der beschriebenen Lotusblume&lt;br /&gt;
ist diejenige der sechsblätterigen, welche sich in&lt;br /&gt;
der Körpermitte befindet. Denn zu dieser Ausbildung&lt;br /&gt;
muß die vollkommene Beherrschung des ganzen Menschen&lt;br /&gt;
durch das Selbstbewußtsein angestrebt werden, so&lt;br /&gt;
daß bei ihm Leib, Seele und Geist in einer vollkommenen&lt;br /&gt;
Harmonie sind. Die Verrichtungen des Leibes, die Neigungen&lt;br /&gt;
und Leidenschaften der Seele, die Gedanken und&lt;br /&gt;
Ideen des Geistes müssen in einen vollkommenen Einklang&lt;br /&gt;
miteinander gebracht werden. Der Leib muß so veredelt&lt;br /&gt;
und geläutert werden, daß seine Organe zu nichts&lt;br /&gt;
drängen, was nicht im Dienste der Seele und des Geistes&lt;br /&gt;
geschieht. Die Seele soll durch den Leib nicht zu Begierden&lt;br /&gt;
und Leidenschaften gedrängt werden, die einem reinen&lt;br /&gt;
und edlen Denken widersprechen. Der Geist aber soll&lt;br /&gt;
nicht wie ein Sklavenhalter mit seinen Pflichtgeboten&lt;br /&gt;
und Gesetzen über die Seele herrschen müssen; sondern&lt;br /&gt;
diese soll aus eigener freier Neigung den Pflichten und&lt;br /&gt;
Geboten folgen. Nicht wie etwas, dem er sich widerwillig&lt;br /&gt;
fügt, soll die Pflicht über dem Geheimschüler&lt;br /&gt;
schweben, sondern wie etwas, das er vollführt, weil er es&lt;br /&gt;
liebt. Eine freie Seele, die im Gleichgewichte zwischen&lt;br /&gt;
Sinnlichkeit und Geistigkeit steht, muß der Geheimschüler&lt;br /&gt;
entwickeln. Er muß es dahin bringen, daß er sich seiner&lt;br /&gt;
Sinnlichkeit überlassen darf, weil diese so geläutert&lt;br /&gt;
ist, daß sie die Macht verloren hat, ihn zu sich herabzuziehen.&lt;br /&gt;
Er soll es nicht mehr nötig haben, seine Leidenschaften&lt;br /&gt;
zu zügeln, weil diese von selbst dem Rechten&lt;br /&gt;
folgen. Solange der Mensch es nötig hat, sich zu kasteien,&lt;br /&gt;
kann er nicht Geheimschüler auf einer gewissen Stufe&lt;br /&gt;
sein. Eine Tugend, zu der man sich erst zwingen muß, ist&lt;br /&gt;
für die Geheimschülerschaft noch wertlos. Solange man&lt;br /&gt;
eine Begierde noch hat, stört diese die Schülerschaft, auch&lt;br /&gt;
wenn man sich bemüht, ihr nicht zu willfahren. Und es&lt;br /&gt;
ist einerlei, ob diese Begierde mehr dem Leibe oder&lt;br /&gt;
mehr der Seele angehört. Wenn jemand z. B. ein bestimmtes&lt;br /&gt;
Reizmittel vermeidet, um durch die Entziehung&lt;br /&gt;
des Genusses sich zu läutern, so hilft ihm dies nur dann,&lt;br /&gt;
wenn sein Leib durch diese Enthaltung keine Beschwerden&lt;br /&gt;
erleidet. Ist letzteres der Fall, so zeigt es, daß der Leib&lt;br /&gt;
das Reizmittel begebrty und die Enthaltung ist wertlos. In&lt;br /&gt;
diesem Falle kann es eben durchaus sein, daß der Mensch&lt;br /&gt;
zunächst auf das angestrebte Ziel verzichten muß und&lt;br /&gt;
warten, bis günstigere sinnliche Verhältnisse - vielleicht&lt;br /&gt;
erst in einem anderen Leben - für ihn vorliegen. Ein vernünftiger&lt;br /&gt;
Verzicht ist in einer gewissen Lage eine viel&lt;br /&gt;
größere Errungenschaft als das Erstreben einer Sache, die&lt;br /&gt;
unter gegebenen Verhältnissen eben nicht zu erreichen&lt;br /&gt;
ist. Ja, es fördert solch ein vernünftiger Verzicht die&lt;br /&gt;
Entwickelung mehr als das Entgegengesetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die sechsblätterige Lotusblume entwickelt hat, der&lt;br /&gt;
gelangt zum Verkehr mit Wesen, die den höheren Welten&lt;br /&gt;
angehören, jedoch nur dann, wenn deren Dasein sich in&lt;br /&gt;
der Seelenwelt zeigt. Die Geheimschulung empfiehlt aber&lt;br /&gt;
nicht eine Entwickelung dieser Lotusblume, bevor der&lt;br /&gt;
Schüler nicht auf dem Wege weit vorgeschritten ist, durch&lt;br /&gt;
den er seinen Geist in eine noch höhere Welt erheben&lt;br /&gt;
kann. Dieser Eintritt in die eigentliche Geisteswelt muß&lt;br /&gt;
nämlich immer die Ausbildung der Lotusblumen begleiten.&lt;br /&gt;
Sonst gerät der Schüler in Verwirrung und Unsicherheit.&lt;br /&gt;
Er würde zwar sehen lernen, aber es fehlte ihm die&lt;br /&gt;
Fähigkeit, das Gesehene in der richtigen Weise zu beurteilen.&lt;br /&gt;
- Nun liegt schon in dem, was zur Ausbildung der&lt;br /&gt;
sechsblätterigen Lotusblume verlangt wird, eine gewisse&lt;br /&gt;
Bürgschaft gegen Verwirrung und Haltlosigkeit. Denn&lt;br /&gt;
nicht leicht wird jemand in diese Verwirrung zu bringen&lt;br /&gt;
sein, der das vollkommene Gleichgewicht zwischen Sinnlichkeit&lt;br /&gt;
(Leib), Leidenschaft (Seele) und Idee (Geist) erlangt&lt;br /&gt;
hat. Dennoch ist noch mehr notwendig als diese&lt;br /&gt;
Bürgschaft, wenn durch Entwickelung der sechsblätterigen&lt;br /&gt;
Lotusblume dem Menschen Wesen mit Leben und&lt;br /&gt;
Selbständigkeit wahrnehmbar werden, welche einer Welt&lt;br /&gt;
angehören, die von derjenigen seiner physischen Sinne so&lt;br /&gt;
durchaus verschieden ist. Um Sicherheit in diesen Welten&lt;br /&gt;
zu haben, genügt ihm nicht das Ausbilden der Lotusblumen,&lt;br /&gt;
sondern er muß da noch höhere Organe zu seiner&lt;br /&gt;
Verfügung haben. Es soll nun über die Entwickelung dieser&lt;br /&gt;
noch höheren Organe gesprochen werden; dann kann&lt;br /&gt;
auch von den anderen Lotusblumen und der anderweitigen&lt;br /&gt;
Organisation des Seelenleibes&amp;quot;&#039; die Rede sein.|10|135ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lotosblumen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Lichtkreis.at: [https://www.lichtkreis.at/wissenswelten/chakren-wissen/sakralchakra/ Die 7 Hauptchakren - 2. Chakra, das Sakralchakra]&lt;br /&gt;
* Spirit Science: [https://www.youtube.com/watch?v=sXWhrQkdeKY Seelenwissenschaft: Folgen 1-5, ab Minute 14:50] YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Chakren|207]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lotosblumen|107]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sechsblättrige Lotosblume|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralchakra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Lotosblumen&amp;diff=626224</id>
		<title>Lotosblumen</title>
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		<updated>2026-07-21T13:40:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Lotosblumen und ätherisches Vorgrat */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Siehe auch → [[Ophanim]] bzw. [[Throne]] und → [[Merkaba]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Nelumno nucifera open flower - botanic garden adelaide2.jpg|thumb|[[w:Indische Lotosblume|Indische Lotosblume]] (&#039;&#039;Nelumbo nucifera&#039;&#039;) im botanischen Garten von Adelaide, Australien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakren.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/autoren/rudolf-steiner/die-chakren/}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lotosblumen&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Chakren&#039;&#039;&#039; (von [[Sanskrit]], m., चक्र, {{IAST|cakra}}, [{{IPA|ʧʌkɽʌ}}], wörtl.: „Rad, Diskus, Kreis“) sind Organe des [[Astralleib]]s bzw. &#039;&#039;&#039;Seelenorgane&#039;&#039;&#039;, die der [[Wahrnehmung]] der [[Seelenwelt]] dienen. Dem hellsichtigen Blick zeigen sie sich in kreisrunder, blütenartiger Form, was ihren Namen rechtfertigt. Beim heutigen [[Mensch]]en stehen sie still, können aber durch [[Schulungsweg|geistige Schulung]] in Bewegung gesetzt werden. Beim fortgeschrittenen Geheimschüler drehen sie sich &#039;&#039;im Uhrzeigersinn&#039;&#039; und eröffnen ihm dadurch den Blick in die [[Geistige Welt|geistige Welt]]. Das moderne [[Hellsehen]] ist dabei mit strenger [[Gedankenkontrolle]] verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Atlantier]] waren die Lotosblumen noch beweglich, beim [[Lemurier]] sogar sehr heftig bewegt, drehten sich aber gegen den Uhrzeigersinn. Das ist auch bei heutigen [[Medium|Medien]] mit [[atavistisch]]em Hellsehen der Fall. Das Hellsehen der Medien ist allerdings ein unbewusstes, das keiner Gedankenkontrolle unterliegt {{Lit|{{G|94|173}}}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Chakra&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Sudarshana Chakra&#039;&#039;&#039; ({{SaS|सुदर्शन चक्र|sudarśana cakra}}; deutsch etwa: „leicht sichtbares Rad“ oder „glückverheißendes Rad“) wird auch die Wurfscheibe des [[Hinduismus|hinduistischen]] Gottes [[Vishnu]] bezeichnet, die neben der Keule (&#039;&#039;gada&#039;&#039;), dem [[w:Schneckenhorn|Muschelhorn]] (&#039;&#039;shankha&#039;&#039;) und dem &#039;&#039;&#039;Lotos&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;padma&#039;&#039;) eine seiner vier wesentlichen [[Insignien]] ist. Basierend auf dem [[Rigveda]] gilt im [[Hinduismus]], [[Buddhismus]] und [[w:Sikhismus|Sikhismus]] der rotierende Diskus als Symbol für das [[Rad der Zeit]], für die in immer wiederkehrenden Zyklen verlaufende [[Zeit]], auch [[Kalachakra]] genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Agarwala, Vasudeva Sharana (1965). &#039;&#039;Indian Art: A history of Indian art from the earliest times up to the third century A.D, Volume 1 of Indian Art&#039;&#039;. Prithivi Prakashan. S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das System der 7 Lotosblumen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Lotosbaum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt [[sieben]] &#039;&#039;&#039;Hauptchakren&#039;&#039;&#039; und darüber hinaus noch zahlreiche &#039;&#039;&#039;Nebenchakren&#039;&#039;&#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. in den [[Hand|Händen]], in denen sich die 7 Hauptchakren auf besondere Weise widerspiegeln. Das gesamte, eng miteinander vernetzte System der Haupt- und Nebenchakren bildet den sog. [[Lotosbaum]]. Er entspricht dem [[Bodhibaum]], unter dem der [[Buddha]] seine [[Erleuchtung]] empfing, aber auch dem von [[Christus]] verfluchten [[Feigenbaum]], womit angedeutet werden sollte, dass die Zeit des [[atavistisch]]en [[Hellsehen]]s abgelaufen ist. Auch der Prophet [[Mohammed]] empfing seine Offenbarung durch den [[Gabriel (Erzengel)|Erzengel Gabriel]] &#039;&#039;„beim Lotusbaum am äußersten Ende, an dem das Paradies der Geborgenheit liegt.“&#039;&#039; {{Koran|53|13|14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptchakren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakras.jpg|mini|Die 7 hauptsächlichen Chakren des Menschen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Vorträgen &amp;quot;&#039;&#039;Populärer Okkultismus&#039;&#039;&amp;quot; beschrieb [[Rudolf Steiner]] das System der sieben hauptsächlichen Lotosblumen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man unterscheidet sieben solcher astralen Organe. Die erste, die zweiblättrige Lotusblume, ist in der Gegend der Nasenwurzel; die zweite, die sechzehnblättrige, liegt in der Höhe des Kehlkopfes; die dritte, die zwölfblättrige, in der Höhe des Herzens; die vierte, die acht- bis zehnblättrige, in der Nähe des Nabels; die fünfte, die sechsblättrige, etwas tiefer unten; die sechste, die vierblättrige, noch weiter unten, die Swastika, die mit allem, was Befruchtung ist, zusammenhängt; von der siebenten kann nicht ohne weiteres gesprochen werden. Diese sechs Organe haben für die seelische Welt dieselbe Bedeutung wie die physischen Sinne für die Wahrnehmung der Sinnenwelt. Ein Bild dafür ist die sogenannte Swastika. Durch die genannten Übungen werden sie zuerst heller, dann beginnen sie sich zu bewegen. Beim heutigen Menschen sind sie unbeweglich, beim Atlantier waren sie noch beweglich, beim Lemurier noch sehr lebhaft bewegt. Aber sie drehten sich damals in entgegengesetzter Richtung als heute beim okkult Entwickelten, wo sie sich in der Richtung des Uhrzeigers drehen. Eine Analogie zu dem traumhaft hellseherischen Zustand der Lemurier ist die Tatsache, daß sich auch bei den heutigen Medien mit atavistischem Hellsehen noch immer die Lotusblumen in der Richtung drehen, wie einst in der atlantischen und lemurischen Zeit, nämlich gegen den Uhrzeiger. Das Hellsehen der Medien ist ein unbewußtes, ohne Gedankenkontrolle, das des echten Hellsehers aber bewußt und von den Gedanken genau überwacht. Die Mediumschaft ist sehr gefährlich, die gesunde Geheimschulung aber gänzlich ungefährlich.|94|173}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der orientalischen Überlieferung wird die siebente Lotosblume, von der Rudolf Steiner hier nicht weiter spricht, weitgehend übereinstimmend als tausendblättrige Lotosblume bezeichnet. Sie liegt als [[Scheitelchakra]] in der Nähe der [[Zirbeldrüse]]. Ihre Tätigkeit offenbart sich in der [[Kopfaura]] des [[Mensch]]en, im [[Heiligenschein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man sollte sich diese Organe nicht wie etwas vorstellen, das in der Vorstellung&lt;br /&gt;
seines sinnlichen Bildes ein Abdruck seiner Wirklichkeit hat. Diese Organe sind eben&lt;br /&gt;
übersinnlich und bestehen in einer bestimmt geformten Seelenbetätigung; und sie&lt;br /&gt;
bestehen nur insofern und so lange, als diese Seelenbetätigung geübt wird. Etwas,&lt;br /&gt;
was sich als Sinnenfälliges anschauen läßt, ist mit diesen Organen so wenig am Menschen,&lt;br /&gt;
als irgendein «Dunst» um ihn ist, wenn er denkt. Wer sich das Übersinnliche&lt;br /&gt;
durchaus sinnlich vorstellen will, gerät eben in Mißverständnisse.|13|345}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht indischen Ursprungs ist die Zuordnung der [[Regenbogenfarben]] zu den Chakren, die erst 1927 von [[Charles W. Leadbeater]] in seinem Buch «Die Chakras» eingeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handchakren ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hand}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Handchakren&#039;&#039;&#039; sind bedeutsame Nebenchakren. Durch sie können die sieben Hauptchakren einerseits auf sehr differenzierte Weise ihre besonderen Qualitäten austrahlen, anderseits auch feine Impulse von außen empfangen und wahrnehmbar machen. Es gibt - soweit bekannt - keine Angaben [[Rudolf Steiner]]s, wie sich die 7 Hauptchakren auf den inneren Handflächen widerspiegeln. Allgemein wird davon ausgegangen, dass das [[Wurzelchakra]] vornehmlich auf der Innenseite des Handgelenks zum Ausdruck kommt, und das [[Kronenchakra]] in der Mitte der Handfläche. Die restlichen 5 Chakren werden meist grob den fünf [[Finger]]n zugeordnet, allerdings nicht immer in übereinstimmender Weise. Das ist auch wenig verwunderlich, da das Chakren-System in Wahrheit noch wesentlich differenzierter ist. Jeder Finger empfängt Wirkungen von allen 7 Hauptchakren, von denen er situationsbedingt eine mehr und andere weniger zum Ausdruck bringt. Eine starre Zuordnung wird dem lebendigen Wesen der Hände nicht gerecht, weshalb auch hier darauf verzichtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hand|Hände]] des Menschen sind in aufsteigender Entwicklung begriffen. Sie sind dazu bestimmt, auf dem [[Neuer Jupiter|neuen Jupiter]] zu neuen Denkorganen zu werden {{GZ||156|80ff}}. Schon heute sind sie überaus feine sensitive Empfindungsorgane. Häufiges [[Händewaschen]] fördert diese subtile Empfindungsfähigkeit der Hände. Darüber hinaus sind sie auch subtile Denkorgane für das [[Schicksal]], das [[Karma]] {{GZ||181|94ff}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[Hellsehen|hellsichtigen Blick]] erscheinen die Hände als ganz besonders wundervolle Gebilde. Sie senden [[ätherisch]]e Strahlungen aus durch die [[Finger]], den Handrücken und insbesondere auch durch die inneren Handflächen, die bei geistig entsprechend hochentwickelten Menschen durchaus eine belebende, heilende Wirkung haben können. Dabei spielen auch die Handchakren eine wesentliche Rolle. Das ist die reale Grundlage des [[Segen|Segnens]] und [[Handauflegen]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußchakren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Fußchakren&#039;&#039;&#039; spiegeln auf den Fußsohlen ähnlich wie die Handchakren auf den Handinnenflächen alle sieben Hauptchakren wider, so etwa im Fersenbereich das [[Wurzelchakra]], in der Mitte der Fußsohle das [[Herzchakra]] und im oberen Zehenbereich das [[Kronenchakra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lotosblumen und ätherisches Vorgrat ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GA 266b 119.gif|thumb|Das ätherische Vorgrat, Zeichnung aus [[GA 266/2]], S. 119]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ätherisches Vorgrat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ätherisches Vorgrat|ätherische Vorgrat]], von [[Rudolf Steiner]] gelegentlich auch als [[elementarisches Rückgrat]] bezeichnet {{GZ||147|65f}}, ist ein [[ätherisch]]es Organ, das künftig als Gegenpart und Ergänzung zum [[Rückgrat]], mit dem es sich später zu einem geschlossenen System verbinden wird, an der Vorderseite des [[Mensch]]en ausgebildet wird. Es bildet so gleichsam eine Art von zweiter, allerdings rein [[ätherisch]]er [[Wirbelsäule]]. Durch [[geistige Schulung]], wenn sie in richtiger Weise erfolgt, wird diese Entwicklung heute schon bis zu einem gewissen Grad vorweggenommen {{Lit|{{G|266b|119}}}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorgrat, das vorne vom Kopf aus heruntergeht, wird durch die gemeinsame Tätigkeit der [[Epiphyse]] und der [[Hypophyse]] organisiert und kündigt sich heute schon in der Kette der Lotosblumen an, die allerdings keine ätherischen, sondern [[astral]]e Organe sind. Diese [[Seelenorgane]], die sich im [[Astralleib]] durch die [[Meditation]] ausbilden und aktiviert werden, drücken sich im [[Ätherleib]] ab und bilden so allmählich das Vorgrat aus. Es liegt hinter dem Brustbein, das der Mensch im [[7. nachatlantisches Zeitalter]], wenn das Vorgrat zur Reife gelangt, allerdings nicht mehr haben wird. {{GZ||224|40f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung der moralischen Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die moralische Entwicklung ungenügend, so wird das [[elementarisches Rückgrat|elementarische Rückgrat]] und das System der Lotosblumen sehr leicht zu einem Angriffspunkt der [[Widersacher]]mächte. Die [[Luzifer|luziferischen Mächte]] drängen dabei mehr von außen heran und ergreifen das [[astral]]ische System der Lotosblumen, während die [[Ahriman|ahrimanischen Mächte]] das [[ätherisch]]e Vorgrat ergreifen. Das System der Lotusblumen wird dadurch mit dem ätherischen Vorgrat zusammenschnürt und der Mensch gleichsam in sich gefesselt. Dadurch wird ein Grad von [[Egoismus]], [[Macht]]gelüsten und Liebe zur Täuschung ausgebildet, der ganz undenkbar ist, wenn der Mensch ohne geistige Schulung fest in der physischen Welt stehenbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|So wie schon erwähnt worden ist, daß dasjenige, was – in geistiger Art entwickelt –&lt;br /&gt;
zu hohen Tugenden in der geistigen Welt führen kann, wenn man es in die Sinneswelt&lt;br /&gt;
hinunterströmen läßt, zu den stärksten Lastern führen kann, so ist es auch in bezug&lt;br /&gt;
auf die Lotusblumen und das elementarische Rückgrat. Es ist auch möglich, daß man&lt;br /&gt;
durch gewisse Verrichtungen die Lotusblumen und auch das elementarische Rückgrat&lt;br /&gt;
erweckt, ohne daß man moralische Festigkeit sucht, aber kein gewissenhafter Hellseher&lt;br /&gt;
wird das anempfehlen. In dem Augenblick, wo man die Schwelle zur geistigen Welt&lt;br /&gt;
überschreitet, kommt man in ganz anderer Weise, als man ihnen in der physisch-sinnlichen&lt;br /&gt;
Welt gegenübertritt, in die Nähe der luziferischen und ahrimanischen Wesen.&lt;br /&gt;
Und man erlebt das Eigentümliche, sobald man die Schwelle überschritten hat, das&lt;br /&gt;
heißt, sobald man Lotusblumen und ein Rückgrat hat, daß man sogleich die luziferischen&lt;br /&gt;
Mächte herankommen sieht. Diese haben das Bestreben, die Blätter der Lotusblüten zu ergreifen. Sie strecken die Fangarme aus nach unseren Lotusblüten, und&lt;br /&gt;
man muß in der richtigen Weise sich entwickelt haben, damit man diese Lotusblüten&lt;br /&gt;
zur Erfassung der geistigen Vorgänge verwendet, und daß sie einem nicht erfaßt werden&lt;br /&gt;
von luziferischen Mächten. Dies ist aber nur möglich, wenn man mit Befestigung&lt;br /&gt;
der moralischen Kräfte in die geistige Welt hinaufsteigt. Ich habe schon angedeutet,&lt;br /&gt;
daß in der physisch-sinnlichen Welt die ahrimanischen Kräfte mehr von außen, die luziferischen&lt;br /&gt;
mehr von innen in der Seele an den Menschen herankommen. In der geistigen&lt;br /&gt;
Welt ist es umgekehrt: da kommen die luziferischen Wesenheiten von außen&lt;br /&gt;
und wollen die Lotusblumen ergreifen, und die ahrimanischen Wesenheiten kommen&lt;br /&gt;
von innen und setzen sich fest in dem elementarischen Rückgrat. Und jetzt schließen,&lt;br /&gt;
wenn man nicht in Moraliät hinaufgestiegen ist in die geistige Welt, einen merkwürdigen&lt;br /&gt;
Bund miteinander die ahrimanischen und die luziferischen Mächte. Wenn man&lt;br /&gt;
mit Ehrgeiz, Eitelkeit, mit Machtgelüsten, mit Stolz hinaufgestiegen ist, dann gelingt es&lt;br /&gt;
Ahriman und Luzifer miteinander einen Bund zu schließen. Ich werde zwar ein Bild&lt;br /&gt;
gebrauchen für das, was dann Luzifer und Ahriman tun, aber dieses Bild entspricht&lt;br /&gt;
der Wirklichkeit. Luzifer und Ahriman knüpfen die Blätter der Lotusblumen an das&lt;br /&gt;
elementarische Rückgrat an. Alle Blätter der Lotusblumen werden mit dem elementarischen&lt;br /&gt;
Rückgrat zusammengebunden, der Mensch wird in sich selber zusammengeschnürt,&lt;br /&gt;
in sich selber gefesselt durch seine entwickelten Lotusblumen und durch sein&lt;br /&gt;
elementarisches Rückgrat. Und das hat zur Folge, daß ein Grad von Egoismus und&lt;br /&gt;
Grad von Liebe zur Täuschung eintritt, die ganz undenkbar sind, wenn der Mensch in&lt;br /&gt;
der physischen Welt nur stehenbleibt.|147|65f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbildung des Vorgrates ist verwandt dem Prozess der [[Gedächtnisbildung]]. Diese beruht darauf, daß einerseits ein Strom [[Ätherisation des Blutes|ätherisierten Blutes]] vom [[Herz]]en aufströmt und die [[Zirbeldrüse]] umspielt, die diese Kräfte nun wie feine Lichtstrahlen aussendet. Anderseits strömt mit der [[Lymphe|Lymphflüssigkeit]] aus dem unteren Organismus ein zweiter Ätherstrom aufwärts bis zur [[Hypophyse]]. Das [[Gedächtnis]] bildet sich, indem sich die Spannung zwischen diesen beiden Strömungen ausgleicht und das zu Erinnernde in die Tiefe des Organismus aufgenommen wird. Das gilt auch für jene Kräfte, die in den Organen für die nächste [[Inkarnation]] aufgespeichert werden. Bei der herkömmlichen wird Gedächtnisbildung das, was zunächst dem [[Ätherleib]] eingeprägt wird, bis an den [[Physischer Leib|physischen Leib]] weitergereicht. Bei der [[Schulungsweg|geistigen Schulung]] geschieht das nicht. Da bleiben alle Kräfte im Ätherleib, werden verstärkt und machen dadurch den Ätherleib zum geeigneten lebendigen Spiegelungsorgan, durch das die Erlebnisse der [[Lotosblumen]] bewußt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Lotosblumen als geistige Wahrnehmungsorgane ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sinneserfahrung und Bewusstsein.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/autoren/rudolf-steiner/sinneserfahrung-und-bewusstsein/}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Die geistig-seelischen Organe, die Lotusblumen, bilden sich so, daß sie dem übersinnlichen Bewußtsein an dem in Schulung befindlichen Menschen wie in der Nähe bestimmter physischer Körperorgane erscheinen. Aus der Reihe dieser Seelenorgane sollen hier genannt werden: dasjenige, das wie in der Nähe der Augenbrauenmitte erfühlt wird (die sogenannte zweiblättrige Lotusblume), dasjenige in der Gegend des Kehlkopfes (die sechzehnblättrige Lotusblume), das dritte in der Herzgegend (die zwölfblättrige Lotusblume), das vierte in der Gegend der Magengrube. Andere solche Organe erscheinen in der Nähe anderer physischer Körperteile. (Die Namen «zwei-» oder «sechzehnblättrig» können gebraucht werden, weil die betreffenden Organe sich mit Blumen mit entsprechender Blätterzahl vergleichen lassen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lotusblumen werden an dem astralischen Leibe bewußt. In dem Zeitpunkte, in dem man die eine oder die andere entwickelt hat, weiß man auch, daß man sie hat. Man fühlt, daß man sich ihrer bedienen kann und daß man durch ihren Gebrauch in eine höhere Welt wirklich eintritt. Die Eindrücke, welche man von dieser Welt erhält, gleichen in mancher Beziehung noch denen der physisch-sinnlichen. Wer imaginativ erkennt, wird von der neuen höheren Welt so sprechen können, daß er die Eindrücke als Wärme- oder Kälteempfindungen, Ton- oder Wortwahrnehmungen, Licht- oder Farbenwirkungen bezeichnet. Denn wie solche erlebt er sie. Er ist sich aber bewußt, daß diese Wahrnehmungen in der imaginativen Welt etwas anderes ausdrücken als in der sinnlich-wirklichen. Er erkennt, daß hinter ihnen nicht physisch-stoffliche Ursachen, sondern seelisch-geistige stehen. Wenn er etwas wie einen Wärmeeindruck hat, so schreibt er diesen nicht zum Beispiel einem heißen Stück Eisens zu, sondern er betrachtet ihn als Ausfluß eines seelischen Vorganges, wie er ihn bisher nur in seinem seelischen Innenleben gekannt hat. Er weiß, daß hinter den imaginativen Wahrnehmungen seelische und geistige Dinge und Vorgänge stehen, wie hinter den physischen Wahrnehmungen stofflich-physische Wesen und Tatsachen. — Zu dieser Ähnlichkeit der imaginativen mit der physischen Welt kommt aber ein bedeutsamer Unterschied hinzu. Es ist etwas in der physischen Welt vorhanden, was in der imaginativen ganz anders auftritt. In jener kann beobachtet werden ein fortwährendes Entstehen und Vergehen der Dinge, ein Wechsel von Geburt und Tod. In der imaginativen Welt tritt an Stelle dieser Erscheinung eine fortdauernde &#039;&#039;Verwandlung&#039;&#039; des einen in das andere. Man sieht zum Beispiel in der physischen Welt eine Pflanze &#039;&#039;vergehen&#039;&#039;. In der imaginativen zeigt sich in demselben Maße, in dem die Pflanze dahinwelkt, das Entstehen eines andern Gebildes, das physisch nicht wahrnehmbar ist und in welches sich die vergehende pflanze allmählich verwandelt. Wenn nun die Pflanze dahingeschwunden ist, so ist dieses Gebilde an ihrer Stelle voll entwickelt da. Geburt und Tod sind Vorstellungen, welche in der imaginativen Welt ihre Bedeutung verlieren. An ihre Stelle tritt der Begriff von &#039;&#039;Verwandlung des einen in das andere&#039;&#039;. — Weil dies so ist, deshalb werden für das imaginative Erkennen jene Wahrheiten über die Wesenheit des Menschen zugänglich, welche in diesem Buche in dem Kapitel «Wesen der Menschheit» mitgeteilt worden sind. Für das physisch-sinnliche Wahrnehmen sind nur die Vorgänge des physischen Leibes wahrnehmbar. Sie spielen sich im «Gebiete von Geburt und Tod» ab. Die andern Glieder der Menschennatur: Lebensleib, Empfindungsleib und Ich stehen unter dem Gesetze der Verwandlung, und ihre Wahrnehmung erschließt sich der imaginativen Erkenntnis. Wer bis zu dieser vorgeschritten ist, nimmt wahr, wie sich aus dem physischen Leibe gleichsam herauslöst dasjenige, was mit dem Hinsterben in anderer Daseinsart weiterlebt.|13|258ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für die sinnliche Wahrnehmung physische Sinnesorgane nötig sind, bedarf es zur geistigen Wahrnehmung seelischer Wahrnehmungsorgane. Im gegenwärtigen Entwicklungszustand der [[Menschheit]] sind sie während unseres irdischen Lebens nicht aktiv. Wenn der Mensch mit dem Tod seinen physischen Leib - und damit auch seine physischen Sinne - ablegt, beginnen sie zu erwachen. Sie können aber auch während des Erdendaseins durch gezielte [[Schulungsweg|geistige Schulung]] in Tätigkeit gesetzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Diese Organe sind die sieben Lotusblumen, Chakrams. So entsteht an der Nasenwurzel, zwischen den Augenbrauen die zweiblättrige Lotusblume. Hellsehende Künstler haben das gewußt und ihren Kunstwerken das Symbol dafür gegeben: Michelangelo bildete seinen «Moses» mit zwei Hörnern. Die Lotusblumen sind in folgender Weise verteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::die sechzehnblättrige Lotusblume in der Nähe des Kehlkopfes,&lt;br /&gt;
::die zwölfblättrige Lotusblume in der Nähe des Herzens,&lt;br /&gt;
::die acht- oder zehnblättrige Lotusblume in der Nähe der Magengrube,&lt;br /&gt;
::eine sechs- und eine vierblättrige sind weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese astralen Organe sind beim gewöhnlichen heutigen Menschen kaum angedeutet zu sehen, aber wenn er hellsehend wird, oder im Trancezustand, treten sie scharf hervor in lebhaften, leuchtenden Farben und bewegen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, wo die Lotusblumen sich bewegen, nimmt der Mensch in der Astralwelt wahr. Der Unterschied zwischen physischen und astralen Organen besteht darin, daß die physischen Sinnesorgane des Menschen passiv sind; sie lassen alles von außen auf sich einwirken. Auge, Ohr und so weiter sind zunächst im Zustande der Ruhe, sie müssen warten, bis ihnen etwas geboten wird, Licht, Töne und so weiter. Die geistigen Organe sind im Gegensatz dazu aktiv, sie umfassen klammerartig den Gegenstand. Diese Tätigkeit kann aber erst dann erwachen, wenn die Kräfte des Astralleibes nicht anderweitig, gebraucht werden; dann aber strömen sie in die Lotusblumen ein. Auch in Kamaloka, solange die niederen Teile des Astralleibes noch mit dem Menschen verbunden sind, findet immer noch eine Trübung statt. Wenn aber der astrale Leichnam abgestoßen ist und nur das dauernd Erworbene zurückbleibt, also an der Pforte von Devachan, dann sind diese astralen Sinnesorgane zu voller Tätigkeit erwacht, und im Devachan lebt der Mensch in hohem Maße bewußt mit diesen Sinnesorganen.|95|42f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die selben astralischen Kräfte, die in der Nacht im Schlaf den [[Physischer Leib|physischen Leib]] und den [[Ätherleib]] wieder erfrischen, gebraucht der [[Geistesschüler]], um seine astralen Sinnesorgane auszubilden und zu aktivieren. Er zieht dazu einen Teil dieser Kräfte von seinen unteren leiblichen Wesengliedern ab und formt sie zu geistigen Wahrnehmungsorganen um. Erfolgreich wird er dabei nur sein, wenn er seinem ganzen Leben einen rhythmischen Verlauf gibt. Rhythmus erspart Kraft! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Hat der Mensch diesen devachanischen Zustand erlangt, dann fangen die Lotusblumen, die Chakrams oder Räder, an gewissen Stellen im Astralleib an, sich wie der Zeiger einer Uhr von links nach rechts zu drehen. Sie sind die Sinnesorgane des Astralleibes, aber ihr Wahrnehmen ist ein aktives. Das Auge zum Beispiel ist in Ruhe, es läßt das Licht in sich hereinkommen und nimmt es dann wahr. Dagegen nehmen die Lotusblumen erst dann wahr, wenn sie sich bewegen, wenn sie einen Gegenstand umfassen. Die durch das Drehen der Lotusblumen erregten Schwingungen bewirken dann eine Berührung der Astralmaterie, und so entsteht die Wahrnehmung auf dem Astralplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches sind nun die Kräfte, welche die Lotusblumen ausbilden? Woher kommen diese Kräfte? Wir wissen, daß während des Schlafes die verbrauchten Kräfte des physischen und ätherischen Körpers von dem Astralleibe wieder ersetzt werden; durch seine Regelmäßigkeit kann er im Schlafe Unregelmäßigkeiten des physischen und ätherischen Leibes ausgleichen. Diese Kräfte aber, welche zur Überwindung der Ermüdung verwendet werden, sind es, die die Lotusblumen ausbilden. Ein Mensch, der seine okkulte Entwickelung anfängt, entzieht also dadurch eigentlich seinem physischen und ätherischen Leibe Kräfte. Würden diese Kräfte dauernd dem physischen Leibe entzogen werden, so müßte der Mensch erkranken, ja, es würde sogar eine völlige Erschöpfung eintreten. Will er sich also physisch und moralisch nicht schädigen, so muß er diese Kräfte durch etwas anderes ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß eingedenk sein einer allgemeinen Weltregel: Rhythmus ersetzt Kraft! Das ist ein wichtiger okkulter Grundsatz. Heute lebt der Mensch höchst unregelmäßig, namentlich im Vorstellen und Handeln. Ein Mensch, der bloß die zerstreuende Außenwelt auf sich einwirken ließe und mitmachen würde, könnte dieser Gefahr, in die sein physischer Leib durch die okkulte Entwickelung wegen der Kraftentziehung gestürzt wird, nicht entgehen. Deshalb muß der Mensch daran arbeiten, daß Rhythmus in sein Leben hineinkommt. Natürlich kann er es nicht so einrichten, daß ein Tag wie der andere verläuft. Aber eines kann er tun: gewisse Tätigkeiten kann er ganz regelmäßig ausführen, und das muß nun derjenige tun, der eine okkulte Entwickelung durchmacht. So zum Beispiel sollte er jeden Morgen Meditations- und Konzentrationsübungen zu einer von ihm selbst festgesetzten Zeit verrichten. Rhythmus kommt auch durch eine Abendrückschau über den Tag in sein Leben hinein. Kann man dann noch andere Regelmäßigkeiten einführen, so ist dies um so besser, denn so läuft alles sozusagen im Sinne der Weltgesetze ab. Das ganze Weltensystem verläuft ja rhythmisch. Alles in der Natur ist Rhythmus: der Gang der Sonne, der Verlauf der Jahreszeiten, von Tag und Nacht und so weiter. Die Pflanzen wachsen rhythmisch. Allerdings, je höher wir steigen, desto weniger prägt sich der Rhythmus aus, aber selbst bei den Tieren kann man noch einen gewissen Rhythmus wahrnehmen. Das Tier begattet sich zum Beispiel noch zu regelmäßigen Zeiten. Nur der Mensch kommt in ein unrhythmisches, chaotisches Leben hinein: die Natur hat ihn entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses chaotische Leben muß er nun ganz bewußt wiederum rhythmisch gestalten, und um das zu erreichen, werden ihm bestimmte Mittel an die Hand gegeben, durch die er diese Harmonie, diesen Rhythmus in seinen physischen und ätherischen Leib hineinbringen kann. Nach und nach werden alsdann diese beiden Körper in solche Schwingungen versetzt, daß sie sich beim Heraustreten des Astralleibes selbst korrigieren. Wenn sie bei Tage auch aus dem Rhythmus herausgetrieben werden, so drängen sie in der Ruhe von selbst wieder in die richtige Bewegung.|95|111ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Meditation]] tragen vor allem auch die sechs [[Nebenübungen]] zur richtigen Ausbildung der Lotosblumen, namentlich des [[Herzchakra]]s, bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imagination, Inspiration, Intuition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Tätigkeit der [[Zweiblättrige Lotosblume|zweiblättrigen Lotosblume]] nach innen wendet, entsteht die Fähigkeit zur äußeren, [[sinnlich]]en [[Wahrnehmung]]. Wenden sich ihre „[[astral]]ischen Fangarme“ nach außen, entsteht die [[Imagination]]. Nach innen gewendet ermöglicht die [[sechzehnblättrige Lotosblume]] das [[Gefühl]], nach außen gewendet die [[Inspiration]]. Die nach innen wahrnehmende [[zwölfblättrige Lotosblume]] ermöglicht die [[Gedanke]]nbildung, nach außen zu die [[Intuition]]. Wenn sich die noch tiefer gelegenen Lotosblumen nach innen wenden, enstehen noch feinere Seelentätigkeiten. Am Ende dieser Reihe stehen nicht mehr die bloßen Gedanken, sondern die ganz reinen, logischen Gedanken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;600px&amp;quot; | class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! nach innen !! nach außen !! Lotosblume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sinneswahrnehmung]], [[Vorstellung]] || [[Imagination]] || [[Zweiblättrige Lotosblume]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gefühl]] || [[Inspiration]] || [[Sechzehnblättrige Lotosblume]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gedanke]]nbildung || [[Intuition]] || [[Zwölfblättrige Lotosblume]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn Sie nun&lt;br /&gt;
in der Lage sind, ohne daß eine äußere Veranlassung da ist, Ihre astralischen&lt;br /&gt;
Fangarme herauszustrecken, so tritt das ein, was man im höheren&lt;br /&gt;
Sinne das geistige Wahrnehmen nennen kann. Es bilden sich die&lt;br /&gt;
eigentlichen geistigen Wahrnehmungsorgane. In dem Augenblick, wo&lt;br /&gt;
der Mensch die Fähigkeit erlangt, nicht nur mit seiner Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;
das System der Obertöne zurückzuschieben&amp;lt;ref&amp;gt;Bei der Wahrnehmung der [[Töne]] und [[Laute]] durch den [[Lautsinn]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern wo er an&lt;br /&gt;
einer gewissen Stelle des Vorderhirns - zwischen den Augenbrauen -&lt;br /&gt;
seine astralische Substanz herausschieben kann wie zwei Fangarme, da&lt;br /&gt;
bildet er an dieser Stelle das, was man die zweiblättrige Lotusblume&lt;br /&gt;
nennt, das erste geistige Organ, was man auch nennen kann den imaginativen&lt;br /&gt;
Sinn... Und in demselben&lt;br /&gt;
Maße, als der Mensch immer fähiger und fähiger wird, so aus sich&lt;br /&gt;
selbst heraus, ohne daß er durch die Außenwelt gezwungen wird,&lt;br /&gt;
seine astralische Substanz herauszustrecken, in demselben Maße bildet&lt;br /&gt;
er weitere höhere Sinne aus. In der Gegend des Kehlkopfes bildet&lt;br /&gt;
er aus durch diese Arbeit einen sehr komplizierten Sinn, die sechzehnblättrige&lt;br /&gt;
Lotusblume, den inspirierenden Sinn; weiter in der Herzgegend&lt;br /&gt;
den Sinn, den man auch den intuitiven Sinn nennen kann, die&lt;br /&gt;
zwölfblättrige Lotusblume, und dann noch weitere höhere Sinne, die&lt;br /&gt;
man aber nun, weil man da ins rein Geistige kommt, nicht mehr Sinn&lt;br /&gt;
nennen kann im gewöhnlichen Sinne. Es genügt ja, daß wir zu den&lt;br /&gt;
physischen, eigentlichen Sinnen hinzuzufügen haben den imaginativen&lt;br /&gt;
Sinn, den inspirierenden Sinn und den intuitiven Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fragen wir uns: Sind nun diese drei Sinne nur tätig im hellsichtigen&lt;br /&gt;
Menschen oder gibt es auch beim gewöhnlichen Menschen etwas,&lt;br /&gt;
was er als eine Tätigkeit dieser Sinne auffassen kann? - Ja, auch&lt;br /&gt;
beim gewöhnlichen Menschen gibt es etwas, was als eine Tätigkeit&lt;br /&gt;
dieser Sinne aufzufassen ist, des imaginativen, des inspirierenden und&lt;br /&gt;
des intuitiven Sinnes. Wenn Sie genau aufgefaßt haben, wie diese Sinne&lt;br /&gt;
beim hellsichtigen Menschen wirken, so werden Sie sich sagen, sie&lt;br /&gt;
wirken, indem sie sich wie Fangarme nach außen erstrecken. Beim&lt;br /&gt;
gewöhnlichen Menschen sind sie auch vorhanden, nur mit dem Unterschiede,&lt;br /&gt;
daß sie sich da nicht nach außen, sondern daß sie sich nach&lt;br /&gt;
innen strecken. Genau an der Stelle, wo die zweiblättrige Lotusblume&lt;br /&gt;
beim hellsichtigen Menschen entsteht, da ist beim gewöhnlichen Menschen etwas vorhanden wie zwei solcher Fangarme, die nach innen&lt;br /&gt;
gehen, die sich nur in der Gegend des Vorderhirns kreuzen. So wendet&lt;br /&gt;
das gewöhnliche Bewußtsein einfach diese Fangarme, statt wie beim&lt;br /&gt;
hellsichtigen Menschen nach außen, nach innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasjenige, was hier vorliegt, kann ich Ihnen nur durch einen Vergleich&lt;br /&gt;
klarmachen. Sie müßten viel meditieren, wenn Sie über den&lt;br /&gt;
Vergleich hinauskommen wollten zur Tatsache. Denn eine Tatsache&lt;br /&gt;
ist es. Sie brauchen sich nur klarzumachen, daß der Mensch das, was&lt;br /&gt;
er außer sich hat, sieht, und das, was er in sich hat, nicht sieht. Keiner&lt;br /&gt;
hat noch sein eigenes Herz oder Gehirn gesehen. So ist es auch im&lt;br /&gt;
Geistigen. Die Organe werden nicht nur nicht gesehen, sondern sie&lt;br /&gt;
werden auch nicht bewußt, und sie können daher auch nicht angewendet&lt;br /&gt;
werden. Aber sie wirken. Dadurch, daß etwas nicht bewußt ist, ist&lt;br /&gt;
es noch nicht untätig. Das Bewußtsein entscheidet nicht über die&lt;br /&gt;
Wirklichkeit. Sonst müßte alles dasjenige, was um uns ist in dieser&lt;br /&gt;
Stadt Berlin und was Sie jetzt nicht sehen, nicht da sein. Allerdings ist&lt;br /&gt;
das eine Logik, wonach diejenigen gehen, welche die höheren Welten&lt;br /&gt;
ableugnen, weil sie sie nicht sehen. Tätig sind diese Sinne, aber ihre&lt;br /&gt;
Tätigkeit richtet sich nach innen. Und diese Wirkung der Tätigkeit&lt;br /&gt;
nach innen nimmt jetzt der Mensch wahr. Wie nimmt er sie wahr?&lt;br /&gt;
Indem sich der imaginative Sinn nach innen ergießt, entsteht das,&lt;br /&gt;
was man im gewöhnlichen Leben die Empfindung irgendeiner Sache&lt;br /&gt;
nennt, die äußere Empfindung, die äußere Wahrnehmung. Daß Sie die&lt;br /&gt;
Dinge draußen sehen, das beruht darauf, daß nach innen hinein dieser&lt;br /&gt;
Sinn arbeitet. Was Sie nach draußen als Empfindung, als Wahrnehmung&lt;br /&gt;
haben, das können Sie nur dadurch haben, daß dasjenige in Sie&lt;br /&gt;
hineinarbeitet, was im imaginativen Sinn zum Vorschein kommt.&lt;br /&gt;
Unterscheiden Sie aber wohl, was hier Empfindung genannt ist, von&lt;br /&gt;
dem, was zum Beispiel ein Ton ist. Es ist noch etwas anderes, einen&lt;br /&gt;
Ton zu hören, eine Farbe zu sehen, oder eine Empfindung dabei zu&lt;br /&gt;
haben. Eine Farbe zu sehen und zu sagen, sie ist rot, ist etwas anderes,&lt;br /&gt;
als die Empfindung dabei zu haben: sie ist schön oder häßlich, angenehm&lt;br /&gt;
oder unangenehm im unmittelbaren Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der inspirierende Sinn ergießt seine Tätigkeit nach innen, und&lt;br /&gt;
durch diese Tätigkeit entsteht das, was nun eine kompliziertere Empfindung ist: das Gefühl. Das ganze Gefühlsleben, das mehr Innerlichkeit&lt;br /&gt;
hat als das bloße Empfindungsleben, ist eine Tätigkeit des inspirierenden&lt;br /&gt;
Organes, das nur nach innen tätig ist statt nach außen. Und&lt;br /&gt;
wenn der intuitive Sinn sich nach innen ergießt, dann entsteht das, was&lt;br /&gt;
wir eigentlich jetzt das Denken nennen, das Gedankenbilden. Das ist&lt;br /&gt;
der Erfolg der Tätigkeit des intuitiven Sinnes nach innen. Zuerst hat&lt;br /&gt;
der Mensch eine Empfindung von der Sache, dann kommt das Gefühl,&lt;br /&gt;
und zuletzt bildet er sich seine Gedanken darüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit werden Sie gesehen haben, daß wir aus dem Sinnesleben&lt;br /&gt;
bereits hineingestiegen sind in das Seelenleben. Wir haben von außen,&lt;br /&gt;
aus der Sinnenwelt heraus, im Menschen selber die Seele ergriffen in&lt;br /&gt;
Empfindungen, in Gefühlen, in Gedanken. Wenn wir nun weitergehen&lt;br /&gt;
würden und die höheren Sinne, die wir nun nicht mehr gut&lt;br /&gt;
Sinne nennen können, die den andern Lotusblumen entsprechen, in&lt;br /&gt;
ihrer Wirkung nach innen betrachten, so würden wir das gesamte&lt;br /&gt;
höhere Seelenleben finden. Wenn zum Beispiel die im Organismus&lt;br /&gt;
weiter unten gelegene achtblättrige oder die zehnblättrige Lotusblume&lt;br /&gt;
ihre Tätigkeit nach innen ergießt, dann entsteht eine noch feinere&lt;br /&gt;
Seelentätigkeit. Und am Ende dieser Reihe finden wir jene allerfeinste&lt;br /&gt;
Seelentätigkeit, die wir nun nicht mehr mit dem bloßen Gedanken&lt;br /&gt;
bezeichnen, sondern als den reinen Gedanken, den bloß logischen&lt;br /&gt;
Gedanken. Das ist das, was hervorgebracht wird durch das Hineinwirken&lt;br /&gt;
ins Innere des Menschen durch die verschiedenen Lotusblumentätigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun dieses Hineinarbeiten wiederum aufhört,&lt;br /&gt;
bloßes Hineinarbeiten zu sein und, wie ich angedeutet habe, anfängt&lt;br /&gt;
hinauszuarbeiten, wenn also jene Fangarme, die sich sonst nach innen&lt;br /&gt;
erstrecken, sich überall kreuzen und nach außen sich als Lotusblumen&lt;br /&gt;
ergießen, dann kommt jene höhere Tätigkeit zustande, durch die wir&lt;br /&gt;
von der Seele aufsteigen zum Geiste, wo dasjenige, was uns sonst bloß&lt;br /&gt;
als Innenleben erscheint in Denken, Fühlen und Wollen, nunmehr in&lt;br /&gt;
der Außenwelt auftritt, getragen von geistigen Wesenheiten.|115|53ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Eigenschaften einzelner Lotosblumen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das geistige Sinnesorgan, welches sich in der Nähe des Kehlkopfes befindet, macht es möglich, hellseherisch die Gedankenart eines anderen Seelenwesens zu durchschauen, es gestattet auch einen tieferen Einblick in die wahren Gesetze der Naturerscheinungen. – Das Organ in der Nachbarschaft des Herzens eröffnet eine hellseherische Erkenntnis der Gesinnungsart anderer Seelen. Wer es ausgebildet hat, kann auch bestimmte tiefere Kräfte bei Tieren und Pflanzen erkennen. Durch den Sinn in der Nähe der sogenannten Magengrube erlangt man Kenntnis von den Fähigkeiten und Talenten der Seelen; man kann durchschauen, welche Rolle Tiere, Pflanzen, Steine, Metalle, atmosphärische Erscheinungen und so weiter im Haushalte der Natur spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Organ in der Nähe des Kehlkopfes hat sechzehn «Blumenblätter» oder «Radspeichen», das in der Nähe des Herzens deren zwölf, das in der Nachbarschaft der Magengrube liegende deren zehn.|10|84}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im modernen [[Yoga]] werden den Lotosblumen die [[Regenbogenfarben]], bestimmte [[Laut]]e und [[Mantra|Mantren]] zugeordnet. Die Zuordnung der [[Vokal]]e entspricht deren natürlichem Sitz. Das [[Herzchakra]] wird entweder [[grün]] oder in der [[Komplementärfarbe]] [[pfirsichblüt]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;7&amp;quot; caption=&amp;quot;Die 7 Lotosblumen im traditionellen Yoga&amp;quot; widths=&amp;quot;100px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra7.svg|[[Kronenchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Sahasrara]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[OM]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:violet;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;violett&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra6.svg|[[Stirnchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Ajna]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[I]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:indigo;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;indigo&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra5.svg|[[Halschakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Vishuddha]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[E]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;blau&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra4.svg|[[Herzchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Anahata]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[A]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:green;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;grün&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt; oder &amp;lt;span style=&amp;quot;color:magenta;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;pfirsichblüt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra3.svg|[[Oberbauchchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Manipura]])&amp;lt;br /&amp;gt;offenes «[[O]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:gold;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;gelb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra2.svg|[[Sakralchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Svadhishthana]])&amp;lt;br /&amp;gt;geschlossenes «[[O]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:orange;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;orange&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra1.svg|[[Wurzelchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Muladhara]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[U]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;rot&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Lotosblumen in der abendländischen Überlieferung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gichtel1.png|thumb|[[Johann Georg Gichtel]], Theosophia practica, 7 Tle., Leiden 1722, &amp;quot;Der gantz irdische natürliche finstere Mensch in Sternen und Elementen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gichtel wiedergeborener Mensch.jpg|thumb|Der wiedergeborene Mensch In seiner Geburt in Christo, im Herzen, Welcher die Schlange ganz zermalmet, [[Johann Georg Gichtel]]: Theosophia Practica, Berlin/Leipzig 1736]]&lt;br /&gt;
Ergänzend sollen hier noch einige Informationen gegeben werden, die sich so &#039;&#039;nicht&#039;&#039; im Werk Steiners finden. Das Wissen von den Chakren war durchaus nicht nur auf die morgenländischen Weisen beschränkt, auch in Europa hatten die Eingeweihten davon eine klare Anschauung, wie sie etwa [[Johann Georg Gichtel]], ein Schüler [[Jakob Böhme]]s, geschildert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und Planetensphären ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gichtel setzte die Lotosblumen (allerdings ohne diese namentlich als solche zu bezeichnen) in Beziehung zu den [[Planetensphären]], wobei sich folgende Anordnung ergibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Planet !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Scheitelchakra]] || [[Saturn]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Jupiter]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Halschakra]] ||[[Mars]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Sonne]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Venus]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] ||[[Merkur]]	|| 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Mond]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Blätter der Lotosblumen hängt sehr deutlich mit planetarischen Rhythmen zusammen. So zeigen sich im Wurzelchakra die 4 Mondphasen, im Sakralchakra die drei oberen und die drei unteren Konjunktionen des Merkur ([[Merkur-Hexagramm]]) und dem Nabelchakra liegt das [[Venus-Pentagramm]] zugrunde. Diese Planetenkräfte wirken übrigens auch bei der Gestaltung äußerer Blütenformen mit: Merkur bei den sechsstrahligen Blüten (Liliengewächse) und Venus bei den fünfstrahligen Blüten (Rosengewächse). Im 12-blättrigen Herzlotos bildet sich der Weg der Sonne durch die 12 [[Tierkreiszeichen]] ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist die [[Okkulte Reihenfolge der Planeten|okkulte Reihenfolge der Planeten]] (Mond – Merkur – Venus – Sonne – Mars – Jupiter - Saturn), bei der die Planeten Merkur und Venus gegenüber den heutigen Darstellungen nach dem heliozentrischen System vertauscht sind. Gichtel war diese okkulte Reihung ganz offenbar vertraut. Rudolf Steiner hat auch auf diese Vertauschung der Reihenfolge von Merkur und Venus mehrmals sehr nachdrücklich hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gichtel beschreibt hier die grundlegende und natürliche Zuordnung der Chakren zu den Planetensphären. Tatsächlich bilden die Lotosblumen aber ein ganzheitliches System, in dem &#039;&#039;jede&#039;&#039; Lotosblume mit &#039;&#039;jeder&#039;&#039; Planetensphäre in gewisser Weise korrespondiert. In bestimmten Zusammenhängen sind daher durchaus andere Zuordnungen möglich und sinnvoll. So kann beispielsweise die heilende Liebeskraft der [[Sonne]] oder die kriegerisch-aktive [[Mars]]kraft sehr wohl auch mit dem [[Wurzelchakra]], dem natürlicherweise die [[Mondensphäre]] entspricht, verbunden werden, wodurch sehr unterschiedliche Wirkungen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und meditative Farbzuordnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einmal die meditativen spektralen Farbzuordnungen zu den Lotosblumen für die [[Farbtherapie]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?time_continue=158&amp;amp;v=sXWhrQkdeKY Spirit Science - Selenwissenschaft] YouTube&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Farbzuordnung !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Violett]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Indigo]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Cyan]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Grün]], [[Rosa]], [[Gold]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Gelb]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Orange]] || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Rot]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und endokrine Organe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Chakrenforschung setzt die sieben Chakren in Verbindung mit bestimmten endokrinen Organen, und zwar wie folgt&amp;lt;ref&amp;gt;Shalila Shuramon, Bodo J. Baginski: &#039;&#039;Das Chakren-Handbuch&#039;&#039;, Winterpferd - Reihe Schangrila&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | [[Endokrine Drüse|Endokrines Organ]] !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Zirbeldrüse]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Hypophyse]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Schilddrüse]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Thymus|Thymusdrüse]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Bauchspeicheldrüse]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Nebennieren]] || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Gonade]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kerneigenschaften der Lotosblumen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch eben die Kerneigenschaften der Lotosblumen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?time_continue=158&amp;amp;v=sXWhrQkdeKY Spirit Science - Selenwissenschaft] YouTube&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Kerneigenschaft !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Spiritualität]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Intuition]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Ausdruck]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Liebe]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Macht]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Sexualität]] || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Überleben]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und Kristalltherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuordnung der [[Kristall|Kristalle]] für die [[Kristalltherapie]] (zur Aufladung der Chakren)&amp;lt;ref&amp;gt;Shalila Shuramon, Bodo J. Baginski: &#039;&#039;Das Chakren-Handbuch&#039;&#039;, Winterpferd - Reihe Schangrila&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! [[Edelsteine|Zugeordnete Kristalle]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Amethyst]], [[Bergkristall]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Lapislazuli]], [[Saphir|Indigoblauer Saphir]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Wikipedia:Aquamarin|Aquamarin]], [[Türkis]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Smaragd]], [[Wikipedia:Jade|Jade]], [[Rosenquarz]], [[Turmalin]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Tigerauge]], [[Bernstein]], [[Wikipedia:Citrin|Citrin]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Karneol]], [[Wikipedia:Mondstein|Mondstein]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Achat]], [[Granat]], [[Rubin]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und Klangtherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch eben die Tonzuordnungen für die [[Klangtherapie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Shalila Shuramon, Bodo J. Baginski: &#039;&#039;Das Chakren-Handbuch&#039;&#039;, Winterpferd - Reihe Schangrila&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | [[Tonleiter|Tonzuordnung]] !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || C || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || D || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || E || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || F || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || G || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || A || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || H || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Lotosblumen und die [[Alchemie]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch einige [[Alchemist]]en schrieben über den Zusammenhang der Lotosblumen, die sie &#039;&#039;Brennöfen der Seele&#039;&#039; oder &#039;&#039;Siegel der Planeten&#039;&#039; nannten, mit den Planetensphären. Die Lotosblumen stehen in Zusammenhang mit der [[Schulungsweg|geistigen Schulung]], die  mit der Bereitung des [[Stein der Weisen|Steins der Weisen]], dem [[Opus Magnum]] der [[Alchemie]], verbunden ist. Dieser geistige Weg geht über drei Hauptstufen: die [[Nigredo]], die [[Albedo]] und die [[Rubedo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Nigredo ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Stufe der [[Nigredo]] oder [[Schwärzung]] stirbt die [[Materie]], wird von dem ihr innenwohnenden [[Geist]] befreit und verfällt ganz der [[irdisch]]en Welt. Auf diese Stufe bezieht sich Gichtel, wenn er vom &#039;&#039;gantz irdischen natürlichen finsteren Menschen&#039;&#039; spricht, wie es auch in der oben stehenden Zeichnung aus seiner &#039;&#039;Theosophia practica&#039;&#039; zu sehen ist. Der Mensch ist noch ganz in der geistigen Finsternis befangen, und darum auch in ganz dunkler Gestalt dargestellt. Dieser Stufe entspricht die natürliche Anordnung der Chakren, die mit der [[Okkulte Reihenfolge der Planeten|okkulten Reihenfolge der Planeten]] in unserem gegenwärtigen [[Planetensystem]] korrespondiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Albedo ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Mystisches_lamm.gif|thumb|Das Septagramm als Symbol des mystischen Lammes]]&lt;br /&gt;
Gichtel zeigt aber auch bereits den Weg, der zur Reinigung, zur Erhellung und schließlich zur [[Albedo]], zur [[Weißung]] führt. Dieser Weg ist durch die [[Spirale]] angedeutet, die im [[Herzchakra]] entspringt und im [[Kronenchakra]] endet. Im Ganzen ergibt sich folgende Reihung, die auch als der &#039;&#039;Weg des Herzens&#039;&#039; bezeichnet wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herzchakra]] ([[Sonne]]) - [[Oberbauchchakra]] ([[Venus]]) - [[Halschakra]] ([[Mars]]) - [[Sakralchakra]] ([[Merkur]]) - [[Stirnchakra]] ([[Jupiter]]) - [[Wurzelchakra]] ([[Mond]]) - [[Scheitelchakra]] ([[Saturn]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Siebenstern.jpg|thumb|Der [[Siebenstern]], dem die [[sieben Planeten]] zugeordnet sind, ist einem Kreis eingeschrieben, der mit der bekannten [[Vitriol]]-Formel der [[Alchemist]]en beschriftet ist: &#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;isita &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;nteriora &#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;errae &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ectificando &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;nvenies &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;ccultum &#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;apidem (&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;eram &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;edicinam)&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;«Siehe in das Innere der gereinigten Erde, und du wirst finden den geheimen Stein, die wahre Medizin.»&#039;&#039; Quelle: Lukas Jennis: &#039;&#039;Musaeum Hermeticum&#039;&#039;, Frankfurt 1625]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplementär dazu ist der &#039;&#039;Weg der Mystik&#039;&#039;, der sich ergibt, wenn man der Spirale, beginnend mit dem [[Scheitelchakra]] und dem ihm zugeordneten [[Saturn]] und endend im [[Herzchakra]], von außen nach innen folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rubedo ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rubedo]], die [[Rötung]], die die höchste Stufe des [[Opus Magnum]] ist, ist in Gichtels Zeichnung nicht mehr zu sehen. Der Weg dorthin wurde streng geheim gehalten und nur in symbolisch verschlüsselter Form mitgeteilt. Dem Symbol liegt der [[Siebenstern]] zugrunde, der das [[Lamm Gottes]], den [[Christus]] bezeichnet. Die Spitzen des Siebensterns sind mit den Planetensymbolen versehen, wie es in der nebenstehenden Zeichnung von [[Rudolf Steiner]] zu sehen ist. Beginnt man den Weg an der obersten Spitze des Siebensterns, der das [[Sonne]]nsymbol trägt und schreitet von dort zur unteren rechten Spitze weiter, die mit dem [[Mond]]symbol versehen und geht dann konsequent von Spitze zu Spitze weiter, so ergibt sich die Reihenfolge, die der Rubedo entspricht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herzchakra]] ([[Sonne]]) - [[Wurzelchakra]] ([[Mond]]) - [[Halschakra]] ([[Mars]]) - [[Sakralchakra]] ([[Merkur]]) - [[Stirnchakra]] ([[Jupiter]]) - [[Nabelchakra]] ([[Venus]]) - [[Kronenchakra]] ([[Saturn]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reihenfolge ist leicht zu merken, denn sie entspricht genau der Reihenfolge der Wochentage von &#039;&#039;Sonntag&#039;&#039; bis &#039;&#039;Samstag&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnt man diesen Weg einen Schritt früher, indem man von links unten vom [[Saturn]] zur [[Sonne]] oben weitergeht und dann den Weg wie oben weiter verfolgt, so kommt man, ausgehend vom [[Alter Saturn|alten Saturn]], zu den großen [[Weltentwicklungsstufen|planetarischen Weltentwicklungsstufen]], in denen sich unsere [[Planetenkette]] entwickelt. Diese Anordnung war schon den [[Chaldäer]]n bekannt und wird nach ihnen auch als [[Chaldäische Reihe]] bezeichnet. Die Planetennamen beziehen sich dabei nicht unmittelbar auf unser gegenwärtiges [[Planetensystem]], sondern auf die gleichnamigen, sogenannten [[Okkulte Planeten|okkulten Planeten]], die frühere bzw. zukünftige Verkörperungen unserer [[Erde (Planet)|Erde]] sind. Unser &#039;&#039;gegenwärtiger&#039;&#039; [[Erde (Planet)|Erdenzustand]] wird durch [[Mars]] &#039;&#039;und&#039;&#039; [[Merkur]] gemeinsam repräsentiert, da sich nach den Erkenntnissen [[Rudolf Steiner]]s die [[Erdentwicklung]] in eine [[Mars]]hälfte und eine darauf folgende [[Merkur]]hälfte gliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kronenchakra]] ([[Alter Saturn]]) - [[Herzchakra]] ([[Alte Sonne]]) - [[Wurzelchakra]] ([[Alter Mond]]) - [[Halschakra]] (erste Erdenhälfte = [[Mars]]) - [[Sakralchakra]] (zweite Erdenhälfte = [[Merkur]]) - [[Stirnchakra]] ([[Neuer Jupiter]]) - [[Nabelchakra]] ([[Neue Venus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte, [[sieben]]te Entwicklungsstufe unserer Planetenkette, der künftige [[Vulkan]]zustand fehlt in dieser Aufreihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Chakra}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Bohm: &#039;&#039;Chakras&#039;&#039;. Lebenskräfte und Bewusstseinszentren im Menschen, Otto-Wilhelm-Barth-Vlg., München 1953&lt;br /&gt;
* [[Willi Seiß]]: &#039;&#039;Chakra-Werk&#039;&#039; (Sammelwerk zur Fortsetzung), Achamoth Verlag, Taisersdorf&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;, [[GA 10]] (1993) {{Schriften|10}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989) {{Schriften|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Kosmogonie&#039;&#039;, [[GA 94]] (1979), Leipzig, 9. Juli 1906 (Zwölfter Vortrag aus dem Zyklus &#039;&#039;Populärer Okkultismus&#039;&#039;) {{Vorträge|94}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vor dem Tore der Theosophie&#039;&#039;, [[GA 95]] (1978) {{Vorträge|95}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Psychosophie – Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (2001), ISBN 3-7274-1150-3 {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse der Schwelle&#039;&#039;, [[GA 147]] (1997) {{Vorträge|147}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Okkultes Lesen und okkultes Hören&#039;&#039;, [[GA 156]] (1987), Vierter Vortrag, Dornach, 6. Oktober 1914 {{Vorträge|156}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erdensterben und Weltenleben&#039;&#039;, [[GA 181]] (1967), Berlin, 12. März 1918 {{Vorträge|181}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich.geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.&#039;&#039;, [[GA 224]] (1992) {{Vorträge|224}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266/2]] (1996), S 119 {{Vorträge|266b}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Lichtkreis.at: [https://www.lichtkreis.at/wissenswelten/chakren-wissen/die-sieben-hauptchakren/ Die sieben Hauptchakren]&lt;br /&gt;
* Ulrich Arndt: [http://www.horusmedia.de/2003-siegel/siegel.php Die Siegel der Planeten] - Eine Betrachtung&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=sXWhrQkdeKY Spirit Science - Seelenwissenschaft: Folgen 1-6, darin auch ein Teil zu den sieben Chakren] YouTube&lt;br /&gt;
* [https://www.chakren.net/chakra-farben/uebersicht/ Die Chakren und ihre Farben] auf [https://www.chakren.net chakren.net]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=iQvr6R4PDmI Entspannungsmusik für die sieben Chakren] YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lotosblumen|101]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Chakren|201]] &lt;br /&gt;
[[en:Chakra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinne&amp;diff=626223</id>
		<title>Sinne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinne&amp;diff=626223"/>
		<updated>2026-07-21T12:44:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Innere und äußere Sinne */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Textbox|&amp;lt;poem&amp;gt;Den Sinnen hast du dann zu trauen,&lt;br /&gt;
Kein Falsches lassen sie dich schauen&lt;br /&gt;
Wenn dein Verstand dich wach erhält.&lt;br /&gt;
Mit frischem Blick bemerke freudig,&lt;br /&gt;
Und wandle, sicher wie geschmeidig,&lt;br /&gt;
Durch Auen reichbegabter Welt.&amp;lt;/poem&amp;gt;|aus [[Goethe]]: &#039;&#039;[[s:Vermächtniß_(Goethe)|Vermächtnis]]&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sinne&#039;&#039;&#039; dienen der [[Wahrnehmung]] der [[Sinnliche Welt|sinnlichen Welt]] mittels geeigneter [[physisch]]er [[Sinnesorgan]]e und werden deshalb auch als &#039;&#039;&#039;Wahrnehmungsorgane&#039;&#039;&#039; bezeichnet. [[Rudolf Steiner]] unterscheidet &#039;&#039;&#039;zwölf Sinne&#039;&#039;&#039; des [[Mensch]]en, die ihm als &#039;&#039;&#039;Sinnesorganisation&#039;&#039;&#039; die [[Sinneswahrnehmung]] ermöglichen. Die [[Wachbewusstsein|wachbewusste]] sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit begann sich nach Steiner erst allmählich am Ende der [[Atlantische Zeit|atlantischen Zeit]] herauszubilden und auch heute noch hat die sinnliche Wahrnehmung, sofern sie nicht vom klaren [[Denken]] durchdrungen wird, einen weitgehend nur [[traum]]bewussten Charakter. Davor verfügte die Menschheit über ein natürliches, traumartiges [[Hellsehen|hellsichtiges]] [[Bewusstsein]], von dem sich allerletzte Reste bis in unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]] erhalten haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist ein Sinn? ==&lt;br /&gt;
{{Textbox|&amp;lt;poem&amp;gt;Die Sinne trügen nicht, das Urteil trügt.&amp;lt;/poem&amp;gt;|Goethe: &#039;&#039;Maximen und Reflexionen&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Wolfgang von Goethe]]: &#039;&#039;Maximen und Reflexionen&#039;&#039;, Werke - Hamburger Ausgabe Bd. 12, 9. Aufl. München: dtv, 1981, S. 408, ISBN 3423590386&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:B58_59_026.gif|thumb|350px|&#039;&#039;Eine&#039;&#039; mögliche Zuordnung der 12 Sinne zu den [[Tierkreiszeichen]] nach einer Notizbuchaufzeichnung [[Rudolf Steiner]]s zu den Vorträgen «Anthroposophie als Kosmosophie» Band II ([[GA 208]]) aus dem Jahre 1921 {{Lit|{{BE|058-059|26}}}}. Die &#039;&#039;Reihenfolge&#039;&#039; der Sinne, beginnend mit dem [[Tastsinn]] und endend mit dem [[Ich-Sinn]], folgt dabei nicht dem Kreis, sondern einer [[Lemniskate]], die der [[Umstülpung]] von den &#039;&#039;inneren&#039;&#039; (Tastsinn bis [[Geschmackssinn]]) zu den &#039;&#039;äußeren&#039;&#039; Sinnen ([[Sehsinn]] bis Ich-Sinn) entspricht.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:B58_025.gif|mini|350px|Eine weitere Notizbucheintragung R. Steiners zu den Vorträgen aus [[GA 208]] {{Lit|{{BE|058-059|25}}}}.]]&lt;br /&gt;
{{GZ|In anthroposophischer Beleuchtung darf alles dasjenige ein menschlicher Sinn genannt werden, was den Menschen dazu veranlaßt, das Dasein eines Gegenstandes, Wesens oder Vorganges so anzuerkennen, daß er dieses Dasein in die physische Welt zu versetzen berechtigt ist.|45|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei ein Sinn ganz allgemein etwas ist &amp;quot;..., wo eine [[Erkenntnis]] zustande kommt ohne Mitwirkung des Verstandes, des Gedächtnisses usw.&amp;quot; {{Lit|{{G|45|35}}}} Das [[Urteil]] ist beim reinen Sinneserlebnis ausgeschaltet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sinn ist das,&lt;br /&gt;
wodurch wir uns eine Erkenntnis verschaffen ohne Mitwirken des&lt;br /&gt;
Verstandes.|115|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Sie müssen sich klar sein darüber, daß im Sinn eben etwas Unbewußtes&lt;br /&gt;
- [[Unterbewusstsein|Unterbewußtes]] wenigstens - liegt. Würde das, was bei der&lt;br /&gt;
Sinneswahrnehmung unbewußt vorliegt, bewußt gemacht werden,&lt;br /&gt;
so würde es kein Sinn mehr sein, keine Sinneswahrnehmung, sondern&lt;br /&gt;
man müßte sprechen von einem Urteil, einer Begriffsbildung&lt;br /&gt;
und dergleichen.|115|50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Das andere, was zum Seelenleben gehört, das Urteilen, wird gerade&lt;br /&gt;
beim unmittelbaren Sinneserlebnis ausgeschaltet. Da macht sich das&lt;br /&gt;
Begehren, das Hingebende und Exponierende der Seele gegenüber&lt;br /&gt;
den äußeren Eindrücken allein geltend. Ein Sinneseindruck ist gerade&lt;br /&gt;
dadurch charakterisiert, daß die Aufmerksamkeit bei ihm so hingeordnet&lt;br /&gt;
ist, daß die Urteilsfällung als solche ausgeschaltet wird. Wenn&lt;br /&gt;
sich die Seele dem Rot oder irgendeinem Ton exponiert, lebt in diesem&lt;br /&gt;
Exponieren nur Begehren, und die andere Seelentätigkeit, das Urteilen,&lt;br /&gt;
wird in diesem Falle ausgeschaltet, unterdrückt.|115|160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es Wesen gibt, die zur Sinneswahrnehmung befähigt sind, ist bereits ein klarer Hinweis auf die Existenz einer [[Übersinnliche Welt|übersinnlichen Welt]]. In einer Notizbucheintragung [[Rudolf Steiner]]s (Notizbuch 210/17) heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Der Sinn kann nur geben einen Ausschnitt der Welt; denn in dieser Welt muß liegen&lt;br /&gt;
der Grund für seine eigne Gesetzmäßigkeit: diese Gründe kann er nicht mehr geben. -&lt;br /&gt;
Dadurch, daß der Welt Organismen einverleibt sind, welche diese Welt wahrnehmen,&lt;br /&gt;
liegt der Hinweis auf eine übersinnliche Welt. Ein Sinnesorgan, welches nicht&lt;br /&gt;
bloß seinen Gegenstand, sondern sich selbst wahrnähme, gäbe ein Bild dieser übersinnlichen&lt;br /&gt;
Welt.“ {{Lit|{{BE|034|24}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]] war der Ansicht, dass sich durch &#039;&#039;jeden&#039;&#039; Sinn ungeteilt die &#039;&#039;ganze&#039;&#039; [[Natur]] ausspricht, jedoch auf jeweils &#039;&#039;besondere Weise&#039;&#039;, weshalb er schon im Vorwort seiner [[Farbenlehre]] bezüglich des [[Sehsinn]]s schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genausten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken: denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Ebenso entdeckt sich die ganze Natur einem anderen Sinne. Man schließe das Auge, man öffne, man schärfe das Ohr, und vom leisesten Hauch bis zum wildesten Geräusch, vom einfachsten Klang bis zur höchsten Zusammenstimmung, von dem heftigsten leidenschaftlichen Schrei bis zum sanftesten Worte der Vernunft ist es nur die Natur, die spricht, ihr Dasein, ihre Kraft, ihr Leben und ihre Verhältnisse offenbart, so dass ein Blinder, dem das unendlich Sichtbare versagt ist, im Hörbaren ein unendlich Lebendiges fassen kann. |Goethe|&#039;&#039;Zur Farbenlehre&#039;&#039;, Vorwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sinneslehre ist eines der wesentlichsten Kernstücke der [[Anthroposophie|anthroposophischen]] [[Menschenkunde]] und ein Ergebnis jahrelanger geisteswissenschaftlicher Untersuchungen Rudolf Steiners {{Lit|{{G|93a|67ff}}, {{G|45|31ff}}}} . Nach und nach hat Steiner die Sinneslehre immer weiter modifiziert und verfeinert und dabei den Umkreis der bekannten 5 Sinne zunächst um zwei künftig noch zu entwickelnde auf 7, dann auf 10 und schließlich auf 12 Sinne erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kopf]] mit seinen zwölf Paaren von [[Gehirnnerven]], der eine [[Metamorphose]] des zwölfgliedrigen [[Leib]]es der vorangegangenen [[Inkarnation]] ist, bildet heute das eigentliche Sinneszentrum des Menschen, wenngleich auch manche Sinnesorgane über größere Bereiche des Leibes oder sogar über den ganzen Leib ausgebreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie die äußere Wahrnehmung zustande kommt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mensch]] steckt mit seinem [[Geist]]ig-[[Seele|Seelischen]], d.h. mit seinem [[Ich]] und seinem [[Astralleib]], in den [[Ding]]en und [[Wesen]] drinnen, die er wahrnimmt. [[Bewusstsein|Bewusst]] werden ihm diese [[Erlebnis]]se aber nur dadurch, dass sie an den [[Sinnesorgan]]en des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] zurückgespiegelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wie kommt eigentlich&lt;br /&gt;
die äußere Wahrnehmung zustande? Nun, nicht wahr, da denken&lt;br /&gt;
die Menschen gewöhnlich - besonders Menschen, die sich sehr&lt;br /&gt;
gescheit dünken - , daß die äußere Wahrnehmung dadurch zustande&lt;br /&gt;
kommt, daß die Dinge draußen sind, der Mensch in seiner Haut&lt;br /&gt;
steckt, daß die äußeren Dinge einen Eindruck auf ihn machen, und&lt;br /&gt;
daß dadurch sein Gehirn ein Bild der äußeren Objekte und Formen&lt;br /&gt;
in seinem Innern erzeugt. Nun, es ist ganz und gar nicht so, sondern&lt;br /&gt;
es verhält sich ganz anders. In Wahrheit ist der Mensch gar nicht&lt;br /&gt;
drinnen innerhalb seiner Haut [mit seinem Geistig-Seelischen]; das&lt;br /&gt;
ist er gar nicht. Wenn der Mensch zum Beispiel dieses Rosen-Bukettchen&lt;br /&gt;
sieht, so ist er mit seinem Ich und Astralleib in der Tat da drinnen&lt;br /&gt;
in dem Bukettchen, und sein Organismus ist ein Spiegelungsapparat&lt;br /&gt;
und spiegelt ihm die Dinge zurück. Sie sind in Wahrheit immer&lt;br /&gt;
ausgebreitet über den Horizont, den Sie überschauen. Und im&lt;br /&gt;
Wachbewußtsein stecken Sie eben mit einem wesentlichen Teil Ihres&lt;br /&gt;
Ich und Astralleibes auch im physischen und ätherischen Leibe&lt;br /&gt;
drinnen. Der Vorgang ist nun wirklich so - ich habe das oft in Vorträgen&lt;br /&gt;
erwähnt - : Denken Sie sich, sie gingen in einem Zimmer herum,&lt;br /&gt;
in dem eine Anzahl von Spiegeln an den Wänden angebracht&lt;br /&gt;
wären. Sie können durch den Raum gehen. Wo Sie keinen Spiegel&lt;br /&gt;
haben, sehen Sie sich selber nicht. Sobald Sie aber an einen Spiegel&lt;br /&gt;
kommen, sehen Sie sich. Kommt eine Stelle ohne Spiegel, sehen Sie&lt;br /&gt;
sich nicht, und wenn wieder ein Spiegel da ist, sehen Sie sich wieder.&lt;br /&gt;
So ist es auch mit dem menschlichen Organismus. Er ist nicht der&lt;br /&gt;
Erzeuger der Dinge, die wir in der Seele erleben, er ist nur der Spiegelungsapparat.&lt;br /&gt;
Die Seele ist beisammen mit den Dingen da draußen,&lt;br /&gt;
zum Beispiel hier mit diesem Rosen-Bukettchen. Daß die Seele&lt;br /&gt;
das Bukettchen bewußt sieht, hängt davon ab, daß das Auge in Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Gehirnapparat der Seele das zurückspiegelt, womit&lt;br /&gt;
die Seele zusammenlebt. Und in der Nacht nimmt der Mensch&lt;br /&gt;
nicht wahr, weil er, wenn er schläft, Ich und Astralleib aus seinem&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Leib herauszieht, und diese dadurch aufhören,&lt;br /&gt;
ein Spiegelungsapparat zu sein. Das Einschlafen ist so, als ob&lt;br /&gt;
Sie einen Spiegel, den Sie vor sich hatten, wegnehmen. Solange Sie&lt;br /&gt;
in den Spiegel hineinsehen können, haben Sie Ihr eigenes Antlitz&lt;br /&gt;
vor sich; nehmen Sie den Spiegel weg, flugs ist nichts mehr da von&lt;br /&gt;
Ihrem Antlitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist der Mensch in der Tat mit dem seelisch-geistigen Wesen in&lt;br /&gt;
dem Teil der Welt, den er überschaut, und er sieht ihn dadurch bewußt,&lt;br /&gt;
daß ihn sein Organismus spiegelt. Und in der Nacht wird dieser&lt;br /&gt;
Spiegelungsapparat weggezogen, da sieht er nichts mehr. Der&lt;br /&gt;
Teil der Welt, den wir sehen, der sind wir selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eines der schlimmsten Stücke der Maja, daß der Mensch&lt;br /&gt;
glaubt, er stecke mit seinem Geistig-Seelischen in seiner Haut. Das&lt;br /&gt;
tut er nicht. In Wirklichkeit steckt er in den Dingen, die er sieht.&lt;br /&gt;
Wenn ich einem Menschen gegenüberstehe, so stecke ich in ihm&lt;br /&gt;
drinnen mit meinem Ich und Astralleib. Würde ich nicht meinen&lt;br /&gt;
Organismus ihm entgegenhalten, so würde ich ihn nicht sehen. Daß&lt;br /&gt;
ich ihn sehe, daran ist mein Organismus schuld, aber mit meinem&lt;br /&gt;
Ich und Astralleib stecke ich in ihm drinnen. Daß man das nicht so&lt;br /&gt;
ansieht, das gehört eben zu den, ich möchte sagen, verhängnisvollsten&lt;br /&gt;
Dingen der Maja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verschaffen wir uns eine Art Begriff, wie das Wahrnehmen&lt;br /&gt;
und das Erleben auf dem physischen Plan ist.|156|22f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 171. [[Anthroposophische Leitsätze|anthroposophischen Leitsatz]] - geschrieben im März 1925 kurz vor seinem Tod - spricht [[Rudolf Steiner]] deutlich aus, dass der Mensch bei der [[Wahrnehmung]] sich mit seinem geistig-seelisches Wesen an dem beteiligt, was &#039;&#039;die [[Welt]]&#039;&#039; durch seine Sinne &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; erlebt. Die menschliche Wahrnehmung ist damit zugleich und primär ein &#039;&#039;Weltprozess&#039;&#039; in Form einer &#039;&#039;Selbstwahrnehmung&#039;&#039; der Welt, an der der Mensch teilnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|171. Die menschliche Sinnesorganisation gehört nicht der&lt;br /&gt;
Menschen-Wesenheit an, sondern ist von der Umwelt während&lt;br /&gt;
des Erdenlebens in diese hineingebaut. Das wahrnehmende&lt;br /&gt;
Auge ist räumlich im Menschen, wesenhaft ist es &#039;&#039;in der Welt&#039;&#039;. Und der Mensch streckt sein geistig-seelisches&lt;br /&gt;
Wesen in dasjenige hinein, was die Welt durch seine Sinne&lt;br /&gt;
in ihm erlebt. Der Mensch nimmt die physische Umgebung&lt;br /&gt;
während seines Erdenlebens nicht in sich auf, sondern er&lt;br /&gt;
wächst mit seinem geistig-seelischen Wesen in diese Umgebung&lt;br /&gt;
hinein.|26|236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Tierkreis und die Sinne des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die zwölf Sinne des Menschen.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/thementexte/die-zwoelf-sinne-des-menschen-in-ihrer-beziehung-zu-imagination-inspiration-intuition/}}]]&lt;br /&gt;
Die zwölf Sinne des Menschen wurden durch die Kräfte des [[Tierkreis]]es und der damit verbundenen [[Geistige Wesen|geistigen Wesenheiten]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Erinnern Sie sich daran, daß&lt;br /&gt;
wir erst kürzlich von zwölf Sinnen gesprochen haben, und diese&lt;br /&gt;
zwölf Sinne, die der Mensch in sich trägt, in Zusammenhang gebracht&lt;br /&gt;
haben mit den zwölf Kräften, die den zwölf Sternbildern des&lt;br /&gt;
Tierkreises entsprechen. Wir tragen, sagten wir, in uns mikrokosmisch&lt;br /&gt;
den Makrokosmos mit seinen zunächst aus den zwölf Sternbildern&lt;br /&gt;
wirkenden Kräften. Jede dieser Kräfte ist anders, anders die&lt;br /&gt;
Kräfte des Widders, anders die Kräfte des Stiers, anders die Kräfte&lt;br /&gt;
der Zwillinge und so weiter, wie anders ist die Wahrnehmungsfähigkeit&lt;br /&gt;
des Auges, anders die Wahrnehmungsfähigkeit des Ohres und&lt;br /&gt;
so weiter. Zwölf Sinne entsprechen den zwölf Sternbildern des Tierkreises.&lt;br /&gt;
Aber sie entsprechen ihnen nicht bloß. Wir wissen ja, daß&lt;br /&gt;
die Anlage zu den menschlichen Sinnesorganen schon auf dem alten&lt;br /&gt;
Saturn gelegt worden ist, sich weiter gebildet hat während der Sonnen-,&lt;br /&gt;
während der Mondenzeit bis in unsere Erdenzeit herein. Erst&lt;br /&gt;
während unserer Erdenzeit ist der Mensch mit seinen Sinnen ein so&lt;br /&gt;
abgeschlossenes Wesen geworden, wie er uns entgegentritt. Er war&lt;br /&gt;
viel offener dem großen Kosmos gegenüber in früheren Zeiten, während&lt;br /&gt;
der Mond-, der Sonnen- und der Saturnzeit. Während dieser&lt;br /&gt;
drei der Erdenzeit vorangehenden Zeiten wirkten wirklich herein in&lt;br /&gt;
unsere menschliche Wesenheit die Kräfte der zwölf Zeichen des&lt;br /&gt;
Tierkreises. Während sich die Anlage unserer Sinne bildete, wirkten&lt;br /&gt;
auf sie die Kräfte des Tierkreises. Es ist nicht bloß ein Entsprechen,&lt;br /&gt;
sondern es ist ein Aufsuchen derjenigen Kräfte, die unsere Sinne in&lt;br /&gt;
uns eingebaut haben, wenn wir von dieser Entsprechung der Sinne&lt;br /&gt;
mit den Tierkreisbildern sprechen. Wir sprechen nicht in einer oberflächlichen&lt;br /&gt;
Weise von irgendeinem Entsprechen des [[Ich-Sinn]]es mit&lt;br /&gt;
dem [[Widder (Sternbild)|Widder]] und der anderen Sinne mit diesem oder jenem Tierkreiszeichen,&lt;br /&gt;
sondern sprechen deshalb so, weil die Sinne des Menschen&lt;br /&gt;
während der früheren Vorgänge unseres Erdenplaneten noch nicht&lt;br /&gt;
so ausgebildet waren, daß sie in seinem Organismus saßen und die&lt;br /&gt;
Außenwelt aufnahmen. Sie wurden erst eingebaut von den zwölf&lt;br /&gt;
Kräften her in seinen Organismus. Wir sind aus dem Makrokosmos&lt;br /&gt;
heraus aufgebaut, studieren also, indem wir die menschlichen Sinnesorgane&lt;br /&gt;
studieren, weltumspannende Kräfte, die in uns gewirkt&lt;br /&gt;
haben durch Jahrmillionen und aber Jahrmillionen, und deren Ergebnisse&lt;br /&gt;
solch wunderbare Teile des menschlichen Organismus sind&lt;br /&gt;
wie die Augen oder die Ohren. Es ist wirklich so, daß wir die Teile&lt;br /&gt;
auf ihren geistigen Inhalt hin studieren, wie wenn wir jeden Ziegel&lt;br /&gt;
studieren müßten bei einem Hause, das wir betrachten auf seinen&lt;br /&gt;
kunstvollen Aufbau hin.|169|144f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den vielfältigen Ausführungen und Notizbucheintragungen [[Rudolf Steiner]]s zu den zwölf Sinnen ergibt sich keine in allen Fällen gültige, ein-eindeutige Zuordnung zu den Tierkreiszeichen, sondern diese hängt vom jeweiligen Blickpunkt der Betrachtung ab. Eine einzig gültige starre Zuordnung entspräche auch nicht dem [[leben]]digen, [[ganzheit]]lichen Charakter des Sinnessystems und seines Bezuges zum [[Kosmos]]. Verschiedene Zuordnungen, die Rudolf Steiner gegeben hat, werden in den folgenden Abschnitten besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die zwölf Sinne des Menschen ==&lt;br /&gt;
=== Grundprinzipien der anthroposophischen Sinneslehre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 1916 in Berlin gehaltenen Vortrag über die zwölf Sinne des Menschen schildert Rudolf Steiner das Grundprinzip der anthroposophischen Sinneslehre so: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Bei unserer letzten Betrachtung habe ich bei einer gewissen Gelegenheit wiederum angespielt auf diese Vorträge über Anthroposophie {{GZ||115}}, namentlich darauf, daß ich dazumal betont habe, der Mensch habe eigentlich zwölf Sinne. Und ich habe ja das letztemal ausgeführt, daß dasjenige, was verbreitet ist über die Nervensubstanz des Menschen im Zusammenhange mit seinen Sinnen, nach der Zwölfzahl geordnet ist, weil der Mensch einmal in diesem tiefsten Sinne ein Mikrokosmos ist und den Makrokosmos abbildet. Zwölf Sternbilder, durch die der Sonne Kreislauf im Jahre geht, draußen im Makrokosmos — zwölf Sinne, in denen das Ich des Menschen eigentlich lebt hier auf dem physischen Plan! Gewiß, die Dinge sind draußen, in der Zeit aufeinanderfolgend etwas anders: Die Sonne bewegt sich vom Widder durch den Stier und so weiter bis wieder zurück durch die Fische zum Widder. Aber der jährliche Sonnenkreislauf geht durch diese zwölf Sternbilder. Alles, auch was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf Sinne habe ich dazumal aufgezählt: der [[Tastsinn]], der [[Lebenssinn]], der [[Bewegungssinn]], der [[Gleichgewichtssinn]], der [[Geruchssinn]], der [[Geschmackssinn]], der [[Sehsinn]], der [[Wärmesinn]], der [[Gehörsinn]], der [[Sprachsinn]], der [[Denksinn]], der [[Ichsinn]]. Im Umkreise gleichsam dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so, wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt.|169|58ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA206 025.gif|mini|hochkant=1.3|Zeichnung aus [[GA 206]], S. 25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nun in Wirklichkeit analysieren das Cesamtgebiet, den&lt;br /&gt;
Umkreis unserer äußeren Erlebnisse, die wir in ähnlicher Weise wahrnehmen,&lt;br /&gt;
sagen wir, wie die Seherlebnisse oder wie die Tasterlebnisse&lt;br /&gt;
oder wie die Wärmeerlebnisse, dann kommen wir zu zwölf deutlich&lt;br /&gt;
voneinander unterscheidbaren Sinnen, die ich ja früher öfter in folgender&lt;br /&gt;
Weise aufgezählt habe: erstens der [[Ichsinn]], der, wie gesagt, zu&lt;br /&gt;
unterscheiden ist von dem Bewußtsein des eigenen Ich; mit Ichsinn&lt;br /&gt;
wird nichts anderes bezeichnet als die Fähigkeit, das Ich des andern&lt;br /&gt;
wahrzunehmen. Das zweite ist der [[Gedankensinn]], das dritte ist der&lt;br /&gt;
[[Wortesinn]], das vierte ist der [[Gehörsinn]], das fünfte ist der [[Wärmesinn]],&lt;br /&gt;
das sechste der [[Sehsinn]], das siebente der [[Geschmackssinn]], das achte der&lt;br /&gt;
[[Geruchssinn]], das neunte der [[Gleichgewichtssinn]]. Wer auf diesem Gebiete&lt;br /&gt;
wirklich analysieren kann, der weiß, daß es ein ganz begrenztes&lt;br /&gt;
Gebiet des Wahrnehmens gibt, ebenso wie das Gebiet des Sehens, ein&lt;br /&gt;
begrenztes Gebiet, das uns einfach eine Empfindung davon vermittelt,&lt;br /&gt;
daß wir als Mensch in einem gewissen Gleichgewichte stehen. Ohne&lt;br /&gt;
daß ein Sinn uns vermitteln würde dieses Stehen im Gleichgewichte&lt;br /&gt;
oder dieses Schweben und Tanzen im Gleichgewichte, ohne dies würden&lt;br /&gt;
wir durchaus nicht unser Bewußtsein vollständig aufbauen können.&lt;br /&gt;
Dann ist der [[Bewegungssinn]] das nächste. Der Bewegungssinn ist die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung dessen, ob wir in Ruhe oder in Bewegung sind. Diese&lt;br /&gt;
Wahrnehmung müssen wir genau ebenso in uns erleben, wie wir erleben&lt;br /&gt;
unsere Gesichtswahrnehmung. Elftens der [[Lebenssinn]], zwölftens&lt;br /&gt;
der [[Tastsinn]] (siehe Zeichnung Seite 25).|206|11f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Makart Fuenf Sinne.jpg|mini|hochkant=1.3|&#039;&#039;Die fünf Sinne&#039;&#039;, Gemälde von [[Wikipedia:Hans Makart|Hans Makart]] aus den Jahren 1872–1879: Tastsinn, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;margin-left:30px;&amp;quot; class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;350px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Die zwölf Sinne des Menschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ich-Sinn]]|| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | ausgeprägte äußere Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[vorstellung]]sverwandt &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Denksinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sprachsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gehörsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wärmesinn]] ||rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | äußerlich-innerliche-Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[gefühl]]sverwandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sehsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geruchssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gleichgewichtssinn]] ||rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | ausgeprägte innere Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[wille]]nsverwandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bewegungssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lebenssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tastsinn]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die fünf klassischen Sinnesfähigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[File:Pietro Paolini - Allegory of the Five Senses - Walters 372768.jpg|thumb|hochkant=1.3|[[w:Pietro Paolini|Pietro Paolini]]: &#039;&#039;Allegorie der fünf Sinne&#039;&#039; (ca. 1630); jede Person repräsentiert einen der fünf Sinne.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassischen fünf Sinnesfähigkeiten, die schon [[Aristoteles]] beschrieben hat, sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Sehen]] ([[Visuelle Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Hören]] ([[Auditive Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Riechen]] ([[Olfaktorische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Schmecken]] ([[Gustatorische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Tasten]] ([[Haptische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen entsprechen die fünf [[Tanmatras]] ([[Sanskrit|skrt.]] तन्मात्र) der [[Samkhya]]-Philosophie, die die Grundbausteine aller Dinge sind, insoferne sie auf unsere Sinne wirken, nämlich [[Form]] (&#039;&#039;rupa&#039;&#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu gehört aber vor allem auch die [[Farbwahrnehmung]]; &#039;&#039;rupa&#039;&#039; entspricht hier dem [[Sehsinn]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Geschmack]] (&#039;&#039;rasa&#039;&#039;), [[Geruch]] (&#039;&#039;gandha&#039;&#039;), [[Berührung]] (&#039;&#039;sparsha&#039;&#039;) und [[Ton]] (&#039;&#039;shabda&#039;&#039;). Das macht den Zusammenhang mit der [[Region der fließenden Reizbarkeit]] in der [[Astralwelt]] deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sinne ===&lt;br /&gt;
Dass damit der Kreis der menschlichen Sinne allerdings noch nicht erschöpft ist, hat auch die moderne [[Physiologie]] bestätigt, die nach gegenwärtigem Forschungsstand noch vier weitere Sinne kennt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wärmesinn|Temperatursinn]] ([[Thermozeption]]) &lt;br /&gt;
* [[Schmerzsinn|Schmerzempfindung]] ([[Nozizeption]]), entspricht dem [[Lebenssinn]] Steiners &lt;br /&gt;
* [[Gleichgewichtssinn]] ([[Vestibuläre Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
* [[Tiefensensibiliät]] oder Körperempfindung ([[Propriozeption]]), entspricht dem [[Eigenbewegungssinn]] Steiners, umfasst aber auch einen [[Lagesinn]] oder [[Positionssinn]] und einen [[Kraftsinn]], der den Spannungszustand von Muskeln und Sehnen empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner nennt darüber hinaus noch drei weitere Sinne, die vor allem im [[sozial]]en Zusammenleben der Menschen bedeutsam sind, nämlich den [[Sprachsinn]], den [[Denksinn]] und den [[Ichsinn]], die von der zeitgenössischen Physiologie allerdings noch nicht als eigenständige Sinne anerkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B34_020.gif|thumb|center|1000px|Eine weitere Zuordnung der [[12]] Sinne des [[Mensch]]en zu den 12 [[Tierkreiszeichen]], weiters der [[7]] [[Lebensprozesse]] zu den 7 klassischen [[Planeten]] und von [[Sonne]], [[Mond]] und [[Erde (Planet)|Erde]] zu den [[Seelenvorgänge]]n nach einer Notizbuchaufzeichnung [[Rudolf Steiner]]s (Notizbuch 210/11; {{Lit|{{BE|034|20}}}})]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung in Willenssinne, Gefühlssinne und Erkenntnissinne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachgemäß gliedern sich die zwölf Sinne durch ihren Bezug zu [[Denken]], [[Fühlen]] und [[Wollen]] in drei Gruppen mit je 4 Sinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willenssinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Da haben wir zunächst vier Sinne: Tastsinn, Lebenssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn. Diese Sinne sind hauptsächlich&lt;br /&gt;
durchdrungen von Willenstätigkeit. Der Wille wirkt hinein in das&lt;br /&gt;
Wahrnehmen durch diese Sinne. Fühlen Sie doch, wie in das Wahrnehmen&lt;br /&gt;
von Bewegungen, selbst wenn Sie diese Bewegungen im Stehen&lt;br /&gt;
ausführen, der Wille hineinwirkt! Der ruhende Wille wirkt auch&lt;br /&gt;
in die Wahrnehmung Ihres Gleichgewichtes hinein. In den Lebenssinn&lt;br /&gt;
wirkt er ja sehr stark hinein, und in das Tasten wirkt er auch hinein:&lt;br /&gt;
denn wenn Sie irgend etwas betasten, so ist das im Grunde genommen&lt;br /&gt;
eine Auseinandersetzung zwischen Ihrem Willen und der Umgebung.&lt;br /&gt;
Kurz, Sie können sagen: Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn,&lt;br /&gt;
Lebenssinn und Tastsinn sind Willenssinne im engeren Sinne. Beim&lt;br /&gt;
Tastsinn sieht der Mensch äußerlich, daß er zum Beispiel seine Hand&lt;br /&gt;
bewegt, wenn er etwas betastet: daher ist es für ihn offenbar, daß dieser&lt;br /&gt;
Sinn für ihn vorhanden ist. Beim Lebenssinn, Bewegungssinn und&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn ist es nicht so offenbar, daß diese Sinne vorhanden&lt;br /&gt;
sind. Da sie aber im besonderen Sinne Willenssinne sind, so verschläft&lt;br /&gt;
der Mensch diese Sinne, weil er ja im Willen schläft. Und in&lt;br /&gt;
den meisten Psychologien finden Sie diese Sinne gar nicht angeführt,&lt;br /&gt;
weil die Wissenschaft in bezug auf viele Dinge den Schlaf des äußeren&lt;br /&gt;
Menschen behaglich mitschläft.|293|128|129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tastsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Lebenssinn]]&lt;br /&gt;
*[[Bewegungssinn]]&lt;br /&gt;
*[[Gleichgewichtssinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Willenssinne sind ganz auf das Körperinnere gerichtet, dessen Zustand sie aber ganz [[objektiv]] wahrnehmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nun zu den nächsten vier Sinnen kommen, zu dem Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Lebenssinn und Tastsinn, so kommen&lt;br /&gt;
wir zu ausgesprochen inneren Sinnen. Wir haben es da zunächst mit&lt;br /&gt;
ausgesprochen inneren Sinnen zu tun. Denn das, was uns der Gleichgewichtssinn&lt;br /&gt;
übermittelt, ist unser eigenes Gleichgewicht, was uns der&lt;br /&gt;
Bewegungssinn übermittelt, ist der Zustand der Bewegung, in dem wir&lt;br /&gt;
sind. Unser Lebenszustand ist dieses allgemeine Wahrnehmen, wie&lt;br /&gt;
unsere Organe funktionieren, ob sie unserem Leben förderlich sind&lt;br /&gt;
oder abträglich sind und so weiter. Beim Tastsinn könnte es täuschen;&lt;br /&gt;
dennoch aber, wenn Sie irgend etwas betasten, so ist das, was Sie da als&lt;br /&gt;
Erlebnis haben, ein inneres Erlebnis. Sie fühlen gewissermaßen nicht&lt;br /&gt;
die Kreide, sondern Sie fühlen die zurückgedrängte Haut, wenn ich&lt;br /&gt;
mich grob ausdrücken darf; der Vorgang ist natürlich viel feiner zu&lt;br /&gt;
charakterisieren. Es ist die Reaktion Ihres eigenen Inneren auf einen&lt;br /&gt;
äußeren Vorgang, der da im Erlebnis vorliegt, der in keinem andern&lt;br /&gt;
Sinneserlebnis in derselben Weise vorliegt wie im Tasterlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber wird allerdings diese letztere Gruppe der Sinne durch&lt;br /&gt;
etwas anderes modifiziert. Da müssen Sie sich erinnern an etwas, das&lt;br /&gt;
ich vor einigen Wochen hier gesagt habe. Nehmen Sie den Menschen&lt;br /&gt;
in bezug auf das, was durch diese letzten vier Sinne wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird; es sind, trotzdem wir die Dinge wahrnehmen - unsere eigene&lt;br /&gt;
Bewegung, unser eigenes Gleichgewicht - , es sind, trotzdem wir das,&lt;br /&gt;
was wir wahrnehmen, auf entschieden subjektive Weise nach innen hin&lt;br /&gt;
wahrnehmen, dennoch aber Vorgänge, die ganz objektiv sind. Das ist&lt;br /&gt;
das Interessante an der Sache. Wir nehmen diese Dinge nach innen hin&lt;br /&gt;
wahr, aber was wir da wahrnehmen, sind ganz objektive Dinge, denn&lt;br /&gt;
es ist im Grunde genommen physikalisch gleichgültig, ob, sagen wir,&lt;br /&gt;
ein Holzklotz sich bewegt oder ein Mensch, ob ein Holzklotz im&lt;br /&gt;
Gleichgewicht ist oder ein Mensch. Für die äußere physische Welt&lt;br /&gt;
in ihrer Bewegung ist der sich bewegende Mensch ganz genau ebenso zu&lt;br /&gt;
betrachten wie ein Holzklotz; ebenso mit Bezug auf das Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
Und wenn Sie den Lebenssinn nehmen, so ist es zunächst allerdings&lt;br /&gt;
nicht in bezug auf die äußere Welt - scheinbar allerdings nur - , aber es&lt;br /&gt;
ist so, daß das, was unser Lebenssinn übermittelt, ganz objektive Vorgänge&lt;br /&gt;
sind. Stellen Sie sich vor einen Vorgang in einer Retorte: er verläuft&lt;br /&gt;
nach gewissen Gesetzen, kann objektiv beschrieben werden. Das,&lt;br /&gt;
was der Lebenssinn wahrnimmt, ist ein solcher Vorgang, der nach innen&lt;br /&gt;
gelegen ist. Ist er in Ordnung, dieser Vorgang, ganz als objektiver Vorgang,&lt;br /&gt;
so übermittelt Ihnen dieses der Lebenssinn, oder ist er nicht in&lt;br /&gt;
Ordnung, so überliefert Ihnen der Lebenssinn auch das. Wenn auch der&lt;br /&gt;
Vorgang in Ihrer Haut eingeschlossen ist, der Lebenssinn übermittelt&lt;br /&gt;
es. Ein objektiver Vorgang ist schließlich gar nichts, was zunächst mit&lt;br /&gt;
dem Inhalt Ihres Seelenlebens einen besonderen Zusammenhang hat.&lt;br /&gt;
Und ebenso beim Tastsinn; es ist immer eine Veränderung in der ganzen&lt;br /&gt;
organischen Struktur, wenn wir wirklich tasten. Unsere Reaktion&lt;br /&gt;
ist eine organische Veränderung in unserem Inneren. Wir haben also&lt;br /&gt;
durchaus in dem, was wir mit diesen vier Sinnen gegeben haben, eigentlich&lt;br /&gt;
ein Objektives gegeben, ein solches, was uns als Menschen so in die&lt;br /&gt;
Welt hineinstellt, wie wir im Grunde genommen als objektive Wesen&lt;br /&gt;
sind, die auch in der Sinneswelt äußerlich gesehen werden können.&lt;br /&gt;
So daß wir sagen können, es sind ausgesprochen innere Sinne, aber&lt;br /&gt;
dasjenige, was wir durch sie wahrnehmen, ist an uns genauso wie das,&lt;br /&gt;
was wir äußerlich in der Welt wahrnehmen. Ob wir schließlich einen&lt;br /&gt;
Holzklotz in Bewegung setzen, oder ob der Mensch in äußerer Bewegung&lt;br /&gt;
ist, darauf kommt es nicht an für den physikalischen Fortgang&lt;br /&gt;
der Ereignisse. Der Bewegungssinn ist nur da, damit das, was in der&lt;br /&gt;
Außenwelt geschieht, auch zu unserem subjektiven Bewußtsein kommt,&lt;br /&gt;
wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen also, richtig subjektiv sind gerade die ausgesprochen äußeren&lt;br /&gt;
Sinne. Die müssen dasjenige, was durch sie wahrgenommen wird,&lt;br /&gt;
im ausgesprochenen Sinne in unsere Menschlichkeit hereinbefördern.&lt;br /&gt;
Ich möchte sagen, ein Hin- und Herpendeln zwischen Außen- und&lt;br /&gt;
Innenwelt stellt die mittlere Gruppe der Sinne dar, und ein ausgesprochenes&lt;br /&gt;
Miterleben von etwas, was wir sind, indem wir der Welt angehören,&lt;br /&gt;
nicht uns, ist uns durch die letzte Gruppe der Sinne übermittelt.|206|15ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gefühlssinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die nächsten Sinne: Geruchssinn, Geschmackssinn, Sehsinn, Wärmesinn,&lt;br /&gt;
sind hauptsächlich Gefühlssinne. Das naive Bewußtsein empfindet&lt;br /&gt;
ja ganz besonders beim Riechen und Schmecken die Verwandtschaft&lt;br /&gt;
mit dem Fühlen. Daß man es beim Sehen und der Wärme nicht&lt;br /&gt;
so empfindet, hat eben seine besonderen Gründe. Beim Wärmesinn beachtet&lt;br /&gt;
man nicht, daß er mit dem Gefühl sehr nahe verwandt ist, sondern&lt;br /&gt;
wirft ihn mit dem Tastsinn zusammen. Man konfundiert zugleich&lt;br /&gt;
unrichtig und unterscheidet zugleich unrichtig. Der Tastsinn ist in&lt;br /&gt;
Wahrheit viel mehr willensmäßig, während der Wärmesinn nur gefühlsmäßig&lt;br /&gt;
ist. Daß der Sehsinn auch Gefühlssinn ist, dahinter kommen&lt;br /&gt;
die Menschen deshalb nicht, weil sie nicht solche Betrachtungen&lt;br /&gt;
anstellen, wie sie in Goethes Farbenlehre zu finden sind. Dort haben&lt;br /&gt;
Sie alles Verwandte der Farben mit dem Gefühl, was zuletzt dann&lt;br /&gt;
sogar zu Willensimpulsen führt, deutlich ausgesprochen. Aber warum&lt;br /&gt;
merkt dann der Mensch so wenig, daß beim Sehsinn hauptsächlich&lt;br /&gt;
eigentlich ein Fühlen vorhanden ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen ja im Grunde genommen die Dinge fast immer so, daß&lt;br /&gt;
sie uns, indem sie uns die Farben zuordnen, auch die Grenzen der&lt;br /&gt;
Farben zeigen: Linien, Formen. Wir werden aber gewöhnlich nicht&lt;br /&gt;
darauf aufmerksam, wie wir da eigentlich wahrnehmen, wenn wir&lt;br /&gt;
zugleich Farbiges und Formen wahrnehmen. Wenn der Mensch einen&lt;br /&gt;
farbigen Kreis wahrnimmt, sagt er grob: Ich sehe die Farbe, ich sehe&lt;br /&gt;
auch die Rundung des Kreises, die Kreisform. Da werden aber doch&lt;br /&gt;
zwei ganz verschiedene Dinge durcheinandergeworfen. Durch die&lt;br /&gt;
eigentliche Tätigkeit des Auges, durch die abgesonderte Tätigkeit des&lt;br /&gt;
Auges sehen Sie zunächst überhaupt nur die Farbe. Die Kreisform&lt;br /&gt;
sehen Sie, indem Sie sich in Ihrem Unterbewußtsein des Bewegungssinnes&lt;br /&gt;
bedienen und unbewußt im Ätherleib, im astralischen Leibe&lt;br /&gt;
eine Kreiswindung ausführen und dies dann in die Erkenntnis hinaufheben.&lt;br /&gt;
Und indem der Kreis, den Sie durch Ihren Bewegungssinn&lt;br /&gt;
aufgenommen haben, in die Erkenntnis heraufkommt, verbindet sich&lt;br /&gt;
der erkannte Kreis erst mit der wahrgenommenen Farbe. Sie holen&lt;br /&gt;
also die Form aus Ihrem ganzen Leibe heraus, indem Sie appellieren&lt;br /&gt;
an den über den ganzen Leib ausgebreiteten Bewegungssinn.&lt;br /&gt;
Das kleiden Sie in etwas, was ich schon auseinandergesetzt habe,&lt;br /&gt;
wo ich sagte: Der Mensch vollzieht eigentlich die Formen&lt;br /&gt;
der Geometrie im Kosmos und hebt sie dann in die Erkenntnis&lt;br /&gt;
hinauf.|293|129f|130}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der [[Geruchssinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Sehsinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Wärmesinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefühlssinne vermitteln zwischen Innerem und Äußerem, [[Subjekt]]ives und [[Objekt]]ives vermischt und durchdringt sich hier beständig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Diejenigen Sinne, die sozusagen auf der Kippe&lt;br /&gt;
stehen zwischen Äußerem und Innerem, die ebenso äußeres wie inneres&lt;br /&gt;
Erleben sind, das sind die vier nächsten Sinne: der Wärmesinn, der&lt;br /&gt;
Sehsinn, der Geschmackssinn, der Geruchssinn. Versuchen Sie nur einmal&lt;br /&gt;
die ganze Summe der Erlebnisse, die durch einen dieser Sinne gegeben&lt;br /&gt;
ist, sich vor Augen zu führen, und Sie werden sehen, wie da auf&lt;br /&gt;
der einen Seite bei all diesen Sinnen ein Miterleben mit der Außenwelt&lt;br /&gt;
vorhanden ist, aber zu gleicher Zeit ein Erleben im eigenen Inneren.&lt;br /&gt;
Wenn Sie Essig trinken, also Ihr Geschmackssinn in Betracht kommt,&lt;br /&gt;
haben Sie ganz gewiß auf der einen Seite ein inneres Erlebnis mit dem&lt;br /&gt;
Essig und auf der andern Seite ein Erlebnis, das nach außen gerichtet&lt;br /&gt;
ist, das man vergleichen kann mit dem Erleben eines äußeren Ich zum&lt;br /&gt;
Beispiel oder der Worte. Aber es würde sehr schlimm sein, wenn man&lt;br /&gt;
in demselben Sinne ein subjektives, ein inneres Erlebnis, sagen wir, dem&lt;br /&gt;
Anhören der Worte beimischen würde. Denken Sie sich einmal, wenn&lt;br /&gt;
Sie Essig trinken, Sie verziehen das Gesicht; das deutet Ihnen ganz klar&lt;br /&gt;
an, daß Sie da ein inneres Erlebnis mit dem äußeren Erlebnis haben,&lt;br /&gt;
daß äußeres Erlebnis und inneres Erlebnis ineinanderschwimmen.&lt;br /&gt;
Würde dasselbe bei den Worten der Fall sein, wenn Ihnen zum Beispiel&lt;br /&gt;
einer eine Rede hielte und Sie in derselben Weise innerlich miterleben&lt;br /&gt;
müßten wie beim Essigtrinken oder beim Moselweintrinken oder dergleichen,&lt;br /&gt;
dann würden Sie ja niemals in einer objektiven Weise sich&lt;br /&gt;
über die Worte klar sein, die der andere Ihnen sagt. In demselben&lt;br /&gt;
Maße, wie Sie beim Essig ein unangenehmes und beim Moselwein ein&lt;br /&gt;
angenehmes inneres Erlebnis haben, in demselben Maße tingieren Sie&lt;br /&gt;
ein äußeres Erlebnis. Dieses äußere Erlebnis dürfen Sie nicht tingieren,&lt;br /&gt;
wenn Sie wahrnehmen, sagen wir, die Worte des andern. Man kann&lt;br /&gt;
sagen: Hier sieht man das Hereinragen des Moralischen in dem Augenblicke,&lt;br /&gt;
wo man die Dinge im rechten Lichte sieht. - Denn es gibt allerdings&lt;br /&gt;
Menschen, die namentlich in bezug auf den Ichsinn, aber auch in&lt;br /&gt;
bezug auf den Gedankensinn sich so verhalten, daß man sagen kann,&lt;br /&gt;
die Menschen stecken so stark in ihren mittleren Sinnen, im Wärmesinn,&lt;br /&gt;
Sehsinn, Geschmackssinn und Geruchssinn drinnen, daß sie auch&lt;br /&gt;
die andern Menschen oder deren Gedanken so beurteilen. Dann hören&lt;br /&gt;
sie aber gar nicht die Gedanken oder die Worte des andern, sondern sie&lt;br /&gt;
nehmen sie so wahr, wie zum Beispiel eben, sagen wir, Moselwein oder&lt;br /&gt;
Essig oder irgendein anderes Getränk oder eine Speise wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sehen wir, wie etwas Moralisches einfach aus einer sonst ganz&lt;br /&gt;
amoralischen Betrachtungsweise sich ergibt. Nehmen Sie zum Beispiel&lt;br /&gt;
einen Menschen, bei dem der Gehörsinn, namentlich aber der Wortesinn,&lt;br /&gt;
der Gedankensinn und der Ichsinn schlecht ausgebildet sind. Ein&lt;br /&gt;
solcher Mensch lebt gewissermaßen, sagen wir, ohne Kopf, das heißt,&lt;br /&gt;
er gebraucht seine Kopfsinne auch in einer ähnlichen Weise, wie die&lt;br /&gt;
mehr schon dem Animalischen zugeneigten Sinne. Das Tier kann nicht&lt;br /&gt;
in dieser Weise objektiv wahrnehmen, wie es objektiv-subjektiv wahrnehmen&lt;br /&gt;
kann durch Wärmesinn, Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn.&lt;br /&gt;
Das Tier riecht: Sie können sich vorstellen, daß das Tier in sehr&lt;br /&gt;
geringem Maße objektiv dasjenige sich vergegenständlichen kann, was&lt;br /&gt;
ihm entgegentritt, sagen wir zum Beispiel beim Geruchssinn. Es ist in&lt;br /&gt;
hohem Grade ein subjektives Erlebnis. Nun, natürlich haben ja alle&lt;br /&gt;
Menschen auch Gehörsinn, Wortesinn, Gedankensinn, Ichsinn; aber&lt;br /&gt;
diejenigen, die mehr sich hineinlegen mit ihrer ganzen Organisation in&lt;br /&gt;
den Wärmesinn und Sehsinn, namentlich aber in den Geschmacks- oder&lt;br /&gt;
gar Geruchssinn, die verändern alles nach ihrem subjektiven Geschmack&lt;br /&gt;
oder nach ihrem subjektiven Riechen der Umgebung. Nicht&lt;br /&gt;
wahr, solche Dinge kann man ja täglich im Leben wahrnehmen.|206|13ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnissinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich habe noch hinzuzufügen, daß Ich-Sinn, Gedankensinn, Hörsinn&lt;br /&gt;
und Sprachsinn mehr Erkenntnissinne sind, weil der Wille darin eben&lt;br /&gt;
der schlafende Wille ist, der wirklich schlafende Wille, der in seinen&lt;br /&gt;
Äußerungen mitvibriert mit einer Erkenntnistätigkeit.|293|132|133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gehörsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Denksinn]]&lt;br /&gt;
*[[Ichsinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnissinne sind ganz nach außen gerichtet. Wir sind von dem, was wir durch sie wahrnehmen ganz getrennt und sind mit ihrer eigentlichen [[Objektivität]] nicht unmittelbar verbunden, weshalb Rudolf Steiner gerade die äußeren Sinne mit Recht als [[subjektiv]] bezeichnet: {{&amp;quot;|&#039;&#039;... richtig subjektiv sind gerade die ausgesprochen äußeren Sinne. Die müssen dasjenige, was durch sie wahrgenommen wird, im ausgesprochenen Sinne in unsere Menschlichkeit hereinbefördern.&#039;&#039;||[[#Willenssinne|siehe oben]], {{G|206|17}}}} Damit ist keineswegs gesagt, dass die äußeren [[Sinnesqualitäten]] selbst, also [[Farben]], [[Töne]] usw., subjektiv &#039;&#039;sind&#039;&#039;, wohl aber, dass es uns zunächst schwer fällt, sie objektiv zu „ergreifen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir haben zunächst vier Sinne, die uns in zweifelloser&lt;br /&gt;
Weise mit der Außenwelt verbinden, wenn ich das Wort zweifellos in&lt;br /&gt;
diesem Falle gebrauchen darf; das sind: der Ichsinn, der Gedankensinn,&lt;br /&gt;
der Wortesinn und der Gehörsinn. Es wird Ihnen ohne weiteres klar&lt;br /&gt;
sein, daß wir mit unserem ganzen Erleben gewissermaßen in der Außenwelt&lt;br /&gt;
sind, wenn wir das Ich eines andern wahrnehmen, ebenso&lt;br /&gt;
wenn wir die Gedanken oder die Worte eines andern wahrnehmen.&lt;br /&gt;
Nicht so einleuchtend könnte das sein in bezug auf den Gehörsinn;&lt;br /&gt;
aber das kommt ja nur davon her, weil man in einer Art abstrakter&lt;br /&gt;
Anschauung über alle Sinne so eine gemeinsame Begriffsnuance ausgegossen&lt;br /&gt;
hat, die eben ein gemeinsamer Begriff, eine gemeinsame Idee&lt;br /&gt;
eines Sinneslebens sein soll, und man nicht eigentlich das Spezifische&lt;br /&gt;
der einzelnen Sinne ins Auge faßt. Natürlich kann man diese Dinge&lt;br /&gt;
nicht, ich möchte sagen, im äußeren Experimente auf ihre Begriffe&lt;br /&gt;
bringen, sondern dazu ist schon notwendig, daß man eben die Fähigkeit&lt;br /&gt;
des Anfühlens der Erlebnisse hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gewöhnliche Denken befaßt sich ja zum Beispiel gar nicht damit,&lt;br /&gt;
wie das Hören dadurch, daß der Vermittler des Hörens die bewegte&lt;br /&gt;
Luft, also ein Physisches ist, im Grunde genommen uns unmittelbar&lt;br /&gt;
in die Außenwelt hinausbringt. Und wenn Sie einfach ins Auge&lt;br /&gt;
fassen, wie sehr äußerlich der Gehörsinn eigentlich gegenüber unserem&lt;br /&gt;
ganzen organischen inneren Erleben ist, so werden Sie bald darauf&lt;br /&gt;
kommen, daß Sie den Gehörsinn in dieser Weise anders fassen müssen&lt;br /&gt;
als zum Beispiel den Sehsinn. Beim Sehsinn wird man einfach aus der&lt;br /&gt;
Betrachtung des Organs, des Auges, bald ersehen können, wie dasjenige,&lt;br /&gt;
was da vermittelt wird, doch in einem hohen Maße ein innerer&lt;br /&gt;
Vorgang, wenigstens relativ ein innerer Vorgang ist. Wir schließen das&lt;br /&gt;
Auge, wenn wir schlafen, wir schließen das Ohr nicht, wenn wir&lt;br /&gt;
schlafen. In solchen Dingen, die scheinbar triviale, einfache Tatsachen&lt;br /&gt;
sind, drückt sich aber tief Bedeutsames für das ganze Leben des Menschen&lt;br /&gt;
aus. Und wenn wir beim Schlafen genötigt sind, unser Inneres&lt;br /&gt;
abzuschließen, weil wir nicht wahrnehmen sollen durch das Sehen, so&lt;br /&gt;
sind wir eben nicht genötigt, unser Ohr abzuschließen, weil das in einer&lt;br /&gt;
ganz andern Weise in der Außenwelt drinnen lebt als das Auge. Das&lt;br /&gt;
Auge ist viel mehr Bestandteil unseres Inneren. Die Sehwahrnehmung&lt;br /&gt;
ist viel mehr nach innen gerichtet als die Gehörwahrnehmung. Nicht&lt;br /&gt;
die Empfindung des Gehörten, das ist ja etwas anderes. Die Empfindung&lt;br /&gt;
des Gehörten, die dem Musikalischen zugrunde liegt, das ist etwas&lt;br /&gt;
anderes als der eigentliche Gehörvorgang.|206|12f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Sinne im Detail ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näher charakterisiert Rudolf Steiner die einzelnen Sinne so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie erinnern sich, daß, wenn wir von unseren Sinnen sprechen, von dem, was der Mensch als Besitzer seiner Sinne ist, wir sagen: Diese Sinne haben ihren ersten Anstoß, ihre ersten Keime während der alten Saturnentwickelung erhalten. Das finden Sie ja auch in Zyklen ausgeführt und immer wieder angegeben. Nun, selbstverständlich darf man sich nicht vorstellen, daß die Sinne, wie sie im ersten Anlauf, im ersten Keim während der Saturnzeit aufgetreten sind, schon so waren, wie sie heute sind. Das wäre natürlich eine Torheit. Es ist sogar außerordentlich schwierig, sich die Gestalt der Sinne vorzustellen, die zur Zeit der alten Saturnentwickelung vorhanden war. Denn es ist schon schwierig, sich vorzustellen, wie die Sinne des Menschen waren während der alten Mondenentwickelung. Da waren sie noch ganz anders als heute. Und darauf möchte ich jetzt einiges Licht werfen, wie diese Sinne, die ja während der alten Mondenentwickelung schon sozusagen ihr drittes Entwickelungsstadium durchmachten - Saturn, Sonne, Mond -, zur Zeit der alten Mondenentwickelung waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt, die die menschlichen Sinne heute haben, ist gegenüber der Art, wie sie zur Zeit der alten Mondenentwickelung vorhanden waren, eine viel totere. Die Sinne waren damals viel lebendigere, viel lebensvollere Organe. Dafür aber waren sie nicht geeignet, Grundlagen zu bilden für das vollbewußte Leben des Menschen; sie waren nur geeignet für das alte traumhafte Hellsehen des Mondenmenschen, das dieser Mondenmensch vollzogen hat mit Ausschluß jeder Freiheit, jedes freien Handlungs- oder Begehrungsimpulses. Die Freiheit konnte sich erst während der Erdenentwickelung im Menschen als ein Impuls entwickeln. Also die Sinne waren noch nicht Grundlage für ein solches Bewußtsein, wie wir es während der Erdenzeit haben; sie waren Grundlage nur für ein Bewußtsein, das dumpfer, auch imaginativer war als das heutige Erdenbewußtsein, und das, wie wir das öfter auseinandergesetzt haben, dem heutigen Traumesbewußtsein glich. Der Mensch, so wie er heute ist, nimmt fünf Sinne an. Wir wissen aber, daß das unberechtigt ist, denn in Wahrheit müssen wir zwölf menschliche Sinne unterscheiden. Alle anderen sieben Sinne, die außer den fünf gewöhnlichen Sinnen noch genannt werden müssen, sind genau ebenso berechtigte Sinne hier für die Erdenzeit, wie es die fünf Sinne sind, die immer aufgezählt werden. Sie wissen, man zählt auf: Gesichtssinn, Hörsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn und Gefühlssinn. - Letzteren nennt man oft Tastsinn, wobei man schon beim Tasten nicht recht unterscheidet, was in der neueren Zeit einige nun doch schon unterscheiden wollen, den eigentlichen Tastsinn von dem Wärmesinn. Tastsinn und Wärmesinn hat eine ältere Zeit noch ganz durcheinandergeworfen. Diese beiden Sinne sind natürlich völlig voneinander verschieden. Durch den Tastsinn nehmen wir wahr, ob etwas hart oder weich ist; der Wärmesinn ist etwas ganz anderes. Aber wenn man wirklich einen Sinn hat, wenn ich das Wort so gebrauchen darf, für das Verhältnis des Menschen zur übrigen Welt, dann hat man zwölf Sinne zu unterscheiden. Wir wollen sie heute noch einmal aufzählen, diese zwölf Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tastsinn]] ist gewissermaßen derjenige Sinn, durch den der Mensch in ein Verhältnis zur materiellsten Art der Außenwelt tritt. Durch den Tastsinn stößt gewissermaßen der Mensch an die Außenwelt, fortwährend verkehrt der Mensch durch den Tastsinn in der gröbsten Weise mit der Außenwelt. Aber trotzdem spielt sich der Vorgang, der beim Tasten stattfindet, innerhalb der Haut des Menschen ab. Der Mensch stößt mit seiner Haut an den Gegenstand. Das, was sich abspielt, daß er eine Wahrnehmung hat von dem Gegenstand, an den er stößt, das geschieht selbstverständlich innerhalb der Haut, innerhalb des Leibes. Also der Prozeß, der Vorgang des Tastens geschieht innerhalb des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehr innerhalb des menschlichen Organismus als der Vorgang des Tastsinns liegt dasjenige, was wir nennen können den [[Lebenssinn]]. Es ist ein Sinn innerhalb des Organismus, an den der Mensch sich heute kaum gewöhnt zu denken, weil dieser Lebenssinn, ich möchte sagen, dumpf im Organismus wirkt. Wenn irgend etwas im Organismus gestört ist, dann empfindet man die Störung. Aber jenes harmonische Zusammenwirken aller Organe, das sich in dem alltäglich und immer im Wachzustande vorhandenen Lebensgefühl, in dieser Lebensverfassung ausdrückt, das beachtet man gewöhnlich nicht, weil man es als sein gutes Recht fordert. Es ist dieses: sich mit einem gewissen Wohlgefühl durchdrungen wissen, mit dem Lebensgefühl. Man sucht, wenn das Lebensgefühl herabgedämpft ist, sich ein bißchen zu erholen, daß das Lebensgefühl wieder frischer wird. Diese Erfrischung und Herabdämpfung des Lebensgefühles, die spürt man, nur ist man im allgemeinen zu sehr an sein Lebensgefühl gewöhnt, als daß man es immer spüren würde. Aber es ist ein deutlicher Sinn vorhanden, der Lebenssinn, durch den wir das Lebende in uns geradeso fühlen, wie wir irgend etwas mit dem Auge sehen, was ringsherum ist. Wir fühlen uns mit dem Lebenssinn, wie wir mit dem Auge sehen. Wir wüßten nichts von unserem Lebensverlaufe, wenn wir nicht diesen inneren Lebenssinn hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon noch mehr innerlich, körperlich-innerlich, leiblich-innerlich als der Lebenssinn ist das, was man nennen kann [[Bewegungssinn]]. Der Lebenssinn verspürt gewissermaßen den Gesamtzustand des Organismus als ein Wohlgefühl oder auch als ein Mißbehagen. Aber Bewegungssinn haben, heißt: Die Glieder unseres Organismus bewegen sich gegeneinander, und das können wir wahrnehmen. Hier meine ich nicht, wenn sich der ganze Mensch bewegt - das ist etwas anderes -, sondern wenn Sie einen Arm beugen, ein Bein beugen; wenn Sie sprechen, bewegt sich der Kehlkopf; das alles, dieses Wahrnehmen der innerlichen Bewegungen, der Lageveränderungen der einzelnen Glieder des Organismus, das nimmt man mit dem Bewegungssinn wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter müssen wir wahrnehmen dasjenige, was wir nennen können unser Gleichgewicht. Wir achten auch darauf eigentlich nicht. Wenn wir sogenannten Schwindel bekommen und umfallen, ohnmächtig werden, dann ist der [[Gleichgewichtssinn]] unterbrochen, genau ebenso, wie der Sehsinn unterbrochen ist, wenn wir die Augen zumachen. Ebenso wie wir unsere innere Lageveränderung wahrnehmen, so nehmen wir unser Gleichgewicht wahr, wenn wir einfach uns in ein Verhältnis bringen zu oben und unten, links und rechts, und uns so einordnen in die Welt, daß wir uns drinnen fühlen; daß wir fühlen, wir stehen jetzt aufrecht. Also dieses Gleichgewichtsgefühl wird wahrgenommen von uns durch den Gleichgewichtssinn. Der ist ein wirklicher Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sinne verlaufen in ihren Prozessen so, daß eigentlich alles innerhalb des Organismus bleibt, was vorgeht. Wenn Sie tasten, stoßen Sie zwar an den äußeren Gegenstand, aber Sie kommen nicht hinein in den äußeren Gegenstand. Wenn Sie an einer Nadel sich stoßen, so sagen Sie, die Nadel ist spitz, Sie kommen selbstverständlich nicht hinein in die Spitze, wenn Sie bloß tasten, sonst stechen Sie sich, aber das ist ja nicht mehr Tasten. Aber alles das kann nur in Ihrem Organismus selbst vorgehen. Sie stoßen zwar an den Gegenstand, aber das, was Sie als Tastmensch erleben, vollzieht sich innerhalb der Grenzen Ihrer Haut. Also das ist leiblich-innerlich, was Sie da im Tastsinn erleben. Ebenso ist leiblich-innerlich, was Sie im Lebenssinn erleben. Sie erleben nicht, wie der Verlauf da oder dort ist, außer sich, sondern was in Ihnen ist. Ebenso im Bewegungssinn: nicht die Bewegung, daß man hin und her gehen kann, ist gemeint, sondern diejenigen Bewegungen, wenn ich an mir meine Glieder bewege, oder aber wenn ich spreche, also die innerlichen Bewegungen, die sind mit dem Bewegungssinn gemeint. Wenn ich außer mir mich bewege, bewege ich mich auch innerlich. Sie müssen da die zwei Dinge unterscheiden: meine Vorwärtsbewegung und die Lage der Glieder, das Innerliche. Der Bewegungssinn also wird innerlich wahrgenommen, wie der Lebenssinn und auch der Gleichgewichtssinn. Nichts nehmen Sie da äußerlich wahr, sondern Sie nehmen sich selbst in einem Gleichgewicht wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gehen Sie zunächst aus sich heraus im [[Geruchssinn]]. Da kommen Sie schon in das Verhältnis zur Außenwelt. Aber Sie werden das Gefühl haben, daß Sie da im Geruchssinn noch wenig nach außen kommen. Sie erfahren wenig durch den Geruchssinn von der Außenwelt. Der Mensch will das auch gar nicht wissen, was man durch einen intimeren Geruchssinn von der Außenwelt erfahren kann. Der Hund will es schon mehr wissen. Es ist so, daß der Mensch die Außenwelt durch den Geruchssinn nur zunächst wahrnehmen will, aber wenig mit der Außenwelt in Berührung kommt. Es ist kein Sinn, durch den sich der Mensch so sehr tief mit der Außenwelt einlassen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehr will sich der Mensch mit der Außenwelt einlassen im [[Geschmackssinn]]. Man erlebt das, was Eigenschaft ist des Zuckers, des Salzes, indem man es schmeckt, schon sehr innerlich. Das Äußere wird schon sehr innerlich, mehr als im Geruchssinn. Also es ist schon mehr Verhältnis zu Außenwelt und Innenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr ist es im [[Sehsinn]], im Gesichtssinn. Sie nehmen viel mehr von den Eigenschaften der Außenwelt im Gesichtssinn herein als im Geschmackssinn. Und noch mehr nehmen Sie im [[Wärmesinn]] herein. Das, was Sie durch den Sehsinn, durch den Gesichtssinn wahrnehmen, bleibt Ihnen doch noch fremder, als was Sie durch den Wärmesinn wahrnehmen. Durch den Wärmesinn treten Sie eigentlich schon in ein sehr intimes Verhältnis zu der Außenwelt. Ob man einen Gegenstand als warm oder kalt empfindet, das erlebt man stark mit, und man erlebt es mit dem Gegenstande mit. Die Süßigkeit des Zuckers zum Beispiel erlebt man weniger mit dem Gegenstande mit. Denn schließlich kommt es Ihnen beim Zucker auf das an, was er durch Ihren Geschmack erst wird, weniger auf das, was da draußen ist. Beim Wärmesinn können Sie das nicht mehr unterscheiden. Da erleben Sie schon das Innere dessen, was Sie wahrnehmen, stark mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch intimer setzen Sie sich mit dem Inneren der Außenwelt durch den [[Gehörsinn]] in Beziehung. Der Ton verrät uns schon sehr viel von dem inneren Gefüge des Äußeren, viel mehr noch als die Wärme, und sehr viel mehr als der Gesichtssinn. Der Gesichtssinn gibt uns sozusagen nur Bilder von der Oberfläche. Der Hörsinn verrät uns, indem das Metall anfängt zu tönen, wie es in seinem eigenen Innern ist. Der Wärmesinn geht schon auch in das Innere hinein. Wenn ich irgend etwas, zum Beispiel ein Stück Eis anfasse, so bin ich überzeugt: Nicht bloß die Oberfläche ist kalt, sondern es ist durch und durch kalt. Wenn ich etwas anschaue, sehe ich nur die Farbe der Grenze, der Oberfläche; aber wenn ich etwas zum Tönen bringe, dann nehme ich gewissermaßen von dem Tönenden das Innere intim wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch intimer nimmt man wahr, wenn das Tönende Sinn enthält. Also Tonsinn: [[Sprachsinn]], Wortsinn könnten wir vielleicht besser sagen. Es ist einfach unsinnig, wenn man glaubt, daß die Wahrnehmung des Wortes dasselbe ist wie die Wahrnehmung des Tones. Sie sind ebenso voneinander verschieden wie Geschmack und Gesicht. Im Ton nehmen wir zwar sehr das Innere der Außenwelt wahr, aber dieses Innere der Außenwelt muß sich noch mehr verinnerlichen, wenn der Ton sinnvoll zum Worte werden soll. Also noch intimer in die Außenwelt leben wir uns ein, wenn wir nicht bloß Tönendes durch den Hörsinn wahrnehmen, sondern wenn wir Sinnvolles durch den Wortsinn wahrnehmen. Aber wiederum, wenn ich das Wort wahrnehme, so lebe ich mich nicht so intim in das Objekt, in das äußere Wesen hinein, als wenn ich durch das Wort den Gedanken wahrnehme. Da unterscheiden die meisten Menschen schon nicht mehr. Aber es ist ein Unterschied zwischen dem Wahrnehmen des bloßen Wortes, des sinnvoll Tönenden, und dem realen Wahrnehmen des Gedankens hinter dem Worte. Das Wort nehmen Sie schließlich auch wahr, wenn es gelöst wird von dem Denker durch den Phonographen, oder selbst durch das Geschriebene. Aber im lebendigen Zusammenhange mit dem Wesen, das das Wort bildet, unmittelbar durch das Wort in das Wesen, in das denkende, vorstellende Wesen mich hineinversetzen, das erfordert noch einen tieferen Sinn als den gewöhnlichen Wortsinn, das erfordert den [[Denksinn]], wie ich es nennen möchte. Und ein noch intimeres Verhältnis zur Außenwelt als der Denksinn gibt uns derjenige Sinn, der es uns möglich macht, mit einem anderen Wesen so zu fühlen, sich eins zu wissen, daß man es wie sich selbst empfindet. Das ist, wenn man durch das Denken, durch das lebendige Denken, das einem das Wesen zuwendet, das Ich dieses Wesens wahrnimmt - der [[Ichsinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sinne.gif|thumb|450px|Die zwölf Sinne des Menschen {{GZ||170|113}}]]&lt;br /&gt;
Sehen Sie, man muß wirklich unterscheiden zwischen dem Ichsinn, der das Ich des anderen wahrnimmt, und dem Wahrnehmen des eigenen Ich. Das ist nicht nur deshalb verschieden, weil man das eine Mal das eigene Ich wahrnimmt, und das andere Mal das Ich des anderen, sondern es ist auch verschieden hinsichtlich des Herkommens. Die Keimanlage, das, was jeder vom anderen wissen kann, wahrnehmen zu können, die wurde schon auf dem alten Saturn uns eingepflanzt mit den Sinnesanlagen. Also, daß Sie einen anderen als ein Ich wahrnehmen können, das wurde Ihnen schon mit den Sinnesanlagen auf dem alten Saturn eingepflanzt. Ihr Ich haben Sie aber überhaupt erst während der Erdenentwickelung erlangt; dieses innerlich Sie beseelende Ich ist nicht das gleiche wie der Ichsinn. Die beiden Dinge müssen streng voneinander unterschieden werden. Wenn wir vom Ichsinn reden, so reden wir von der Fähigkeit des Menschen, ein anderes Ich wahrzunehmen. Sie wissen, ich habe nie anders als voll anerkennend über das Wahre und Große der materialistischen Wissenschaft gesprochen. Ich habe hier Vorträge gehalten, um diese materialistische Wissenschaft voll anzuerkennen; aber man muß dann wirklich so liebevoll sich in diese materialistische Wissenschaft vertiefen, daß man sie auch in ihren Schattenseiten liebevoll anfaßt. Wie diese materialistische Wissenschaft von den Sinnen denkt, das kommt erst heute in eine gewisse Ordnung. Erst heute fangen die Physiologen an, wenigstens Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn zu unterscheiden, und den Wärmesinn vom Tastsinn zu trennen. Das andere, was hier noch angeführt ist, das unterscheidet die äußere materialistische Wissenschaft nicht. Also, was Sie Erleben Ihres eigenen Ichs nennen, das bitte ich Sie sehr zu unterscheiden von der Fähigkeit, ein anderes Ich wahrzunehmen. Bezüglich dieser Wahrnehmung des anderen Ich durch den Ichsinn ist nun - das sage ich aus tiefer Liebe zur materialistischen Wissenschaft, weil diese tiefe Liebe zur materialistischen Wissenschaft einen befähigt, die Sache wirklich zu durchschauen - die materialistische Wissenschaft heute geradezu behaftet mit Blödsinnigkeit. Sie wird blödsinnig, wenn sie von der Art redet, wie sich der Mensch verhält, wenn er den Ichsinn in Bewegung setzt, denn sie redet Ihnen vor, diese materialistische Wissenschaft, daß eigentlich der Mensch, wenn er einem Menschen entgegentritt, aus den Gesten, die der andere Mensch macht, aus seinen Mienen und aus allerlei anderem unbewußt auf das Ich schließt, daß es ein unbewußter Schluß wäre auf das Ich des anderen. Das ist ein völliger Unsinn! Wahrhaftig, so unmittelbar wie wir eine Farbe wahrnehmen, nehmen wir das Ich des anderen wahr, indem wir ihm entgegentreten. Zu glauben, daß wir erst aus der körperlichen Wahrnehmung auf das Ich schließen, ist eigentlich vollständig stumpfsinnig, weil es abstumpft gegen die wahre Tatsache, daß im Menschen ein tiefer Sinn vorhanden ist, das andere Ich aufzufassen. So wie durch das Auge Hell und Dunkel und Farben wahrgenommen werden, so werden durch den Ichsinn die anderen Iche unmittelbar wahrgenommen. Es ist ein Sinnenverhältnis zu dem anderen Ich. Das muß man erleben. Und ebenso, wie die Farbe durch das Auge auf mich wirkt, so wirkt das andere Ich durch den Ichsinn. Wir werden, wenn die Zeit dazu gekommen sein sollte, auch ebenso von dem Sinnesorgan für den Ichsinn sprechen, wie man von den Sinnesorganen für den Sehsinn, für den Gesichtssinn sprechen kann. Es ist da nur leichter, eine materielle Manifestation anzugeben, als für den Ichsinn. Aber vorhanden ist das alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie gewissermaßen sich besinnen auf diese Sinne, so können Sie sagen: In diesen Sinnen spezifiziert sich oder differenziert sich Ihr Organismus. Er differenziert sich wirklich, denn Sehen ist nicht Töne-Wahrnehmen, Tonwahrnehmung ist nicht Hören, Hören ist wiederum nicht Denken-Wahrnehmen, Denken-Wahrnehmen ist nicht Tasten. Das sind gesonderte Gebiete des menschlichen Wesens. Zwölf gesonderte Gebiete des menschlichen Organismus haben wir in diesen Sinnesgebieten. Die Sonderung, daß jedes für sich ein Gebiet ist, das bitte ich Sie besonders festzuhalten; denn wegen dieser Sonderung kann man diese ganze Zwölfheit in einen Kreis einzeichnen, und man kann zwölf getrennte Gebiete in diesem Kreise unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist anders, als es nun mit den Kräften steht, die gewissermaßen tiefer im Menschen liegen als diese Sinneskräfte. Der Sehsinn ist an das Auge gebunden, ist ein gewisser Bezirk im menschlichen Organismus. Der Hörsinn ist an den Hörorganismus gebunden, wenigstens in der Hauptsache; er braucht ihn aber nicht allein; es wird mit viel mehr im Organismus gearbeitet, es wird mit einem viel weiteren Bezirk gehört als durch das Ohr; aber das Ohr ist der normalste Hörbezirk. Alle diese Sinnesbezirke werden von dem Leben gleichmäßig durchflossen. Das Auge lebt, das Ohr lebt, das, was dem Ganzen zugrunde liegt, lebt; was dem Tastsinn zugrunde liegt, lebt - alles lebt. Das Leben wohnt in allen Sinnen, es geht durch alle Sinnesbezirke durch.|170|105ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinneswahrnehmung und Erinnerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An anderer Stelle hat Rudolf Steiner auch eine andere Anordnung der 12 Sinne und entsprechend auch eine andere Zuordnung zu den Tierkreiszeichen gegeben. Hier bespricht er auch den Zusammenhang zwischen der Sinneswahrnehmung und dem Bilden der [[Erinnerung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sehen Sie, Sie richten Ihre Sinne nach außen. Da finden Sie durch&lt;br /&gt;
Ihre Sinne die Außenwelt als eine sinnenfällige ausgebreitet. Ich&lt;br /&gt;
zeichne das schematisch, was da nach außen als sinnenfällig ausgebreitet&lt;br /&gt;
um uns herum liegt. Bitte, es soll das, was da außen herum liegt,&lt;br /&gt;
dieses (siehe Zeichnung, blau) sein. Wenn Sie Ihre Augen, Ihre Ohren,&lt;br /&gt;
wenn Sie Ihren Geruchssinn, was Sie wollen, auf die Außenwelt richten,&lt;br /&gt;
so wendet sich Ihnen gewissermaßen entgegen, es wendet sich&lt;br /&gt;
diesen Sinnen entgegen dasjenige, was die Innenseite dieses Außen ist—&lt;br /&gt;
also bitte: die Innenseite dieses Außen (links). Nehmen Sie an, Sie&lt;br /&gt;
wenden Ihre Sinne dem zu, was ich da gezeichnet habe (siehe Zeichnung,&lt;br /&gt;
Pfeile), so sind diese Sinne auf diese Außenwelt gerichtet und&lt;br /&gt;
Sie sehen das, was sich innen hier hineinneigt. Nun folgt die schwierige&lt;br /&gt;
Vorstellung, auf die ich aber schon kommen muß. Alles das, was&lt;br /&gt;
Sie da anschauen, zeigt sich Ihnen von innen. Denken Sie sich, daß&lt;br /&gt;
das auch eine Außenseite haben muß. Nun, ich will es schematisch dadurch&lt;br /&gt;
vor Ihre Seele rufen, daß ich sage: Wenn Sie so hinausschauen,&lt;br /&gt;
sehen Sie als Grenze Ihres Schauens das Firmament: das hier ist ja&lt;br /&gt;
fast so, nur daß ich es klein gezeichnet habe. Aber jetzt denken Sie&lt;br /&gt;
sich, Sie könnten flugs da hinausfliegen und könnten da durchfliegen&lt;br /&gt;
und von der andern Seite gucken, Ihre sinnenfälligen Eindrücke von&lt;br /&gt;
der andern Seite angucken. Also Sie könnten so hinschauen (siehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA183_085.gif|300px|center|Zeichnung aus GA 183, S 85]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnung, Pfeile oben). Bitte, das sehen Sie natürlich nicht; aber&lt;br /&gt;
könnten Sie so hinschauen, so würde das der andere Aspekt sein.&lt;br /&gt;
Sie würden aus sich heraus müssen und würden von der andern Seite&lt;br /&gt;
Ihre ganze sinnenfällige Welt anschauen müssen. Sie würden also das,&lt;br /&gt;
was sich Ihnen als Farbe zuwendet, von der Rückseite betrachten, das,&lt;br /&gt;
was sich Ihnen als Ton zuwendet, von der Rückseite betrachten und&lt;br /&gt;
so weiter; was sich Ihnen als Geruch zuwendet, würden Sie von der&lt;br /&gt;
Rückseite betrachten, Sie würden von der Rückseite den Geruch in&lt;br /&gt;
die Nase fassen. Also von der andern Seite denken Sie sich die Weltbetrachtung: wie einen Teppich ausgebreitet die sinnenfälligen Dinge,&lt;br /&gt;
und nun den Teppich von der andern Seite einmal angesehen. Ein&lt;br /&gt;
kleines Stück sehen Sie nur, ein sehr, sehr kleines Stück von dieser&lt;br /&gt;
Rückseite. Dieses sehr kleine Stück, das kann ich hier nur dadurch zur&lt;br /&gt;
Darstellung bringen, daß ich die Sache so mache: Denken Sie sich&lt;br /&gt;
jetzt, ich zeichne das, was Sie da von der andern Seite sehen würden,&lt;br /&gt;
rot ein; so daß ich sagen kann, schematisch sieht man das Sinnenfällige&lt;br /&gt;
so: Wie man es gewöhnlich sieht, so sieht es blau aus; sieht man&lt;br /&gt;
es von der andern Seite, so sieht es rot aus, aber das sieht man natürlich&lt;br /&gt;
nicht. In diesem, was man da rot sehen würde, steckt erstens alles&lt;br /&gt;
das drin, was erlebt werden kann zwischen dem Tod und einer neuen&lt;br /&gt;
Geburt, zweitens alles das, was beschrieben ist in der «Geheimwissenschaft&lt;br /&gt;
im Umriß» als Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erdenentwickelung&lt;br /&gt;
und so weiter. Dasjenige liegt da aufgespeichert, was eben verborgen&lt;br /&gt;
ist für die sinnenfällige Anschauung. Das ist da auf der andern Seite&lt;br /&gt;
der Kugel. Aber ein kleines Stück sehen Sie davon; das kann ich nur&lt;br /&gt;
so zeichnen, daß ich jetzt sage: Nehmen Sie dieses kleine Stück von&lt;br /&gt;
dem Roten, das ginge da herüber (siehe Zeichnung, unten) und durchkreuzt&lt;br /&gt;
sich mit dem Blauen, so daß das Blaue, statt daß es jetzt vorne&lt;br /&gt;
ist, dahinter ist. Ich müßte eigentlich hier vierdimensional zeichnen,&lt;br /&gt;
wenn ich es wirklich zeichnen würde, ich kann es daher nur ganz&lt;br /&gt;
schematisch zeichnen. Also da (links) sind die Sinne jetzt hier dem&lt;br /&gt;
Blauen zugewendet; da sind sie nicht zugewendet dem Blauen, sondern&lt;br /&gt;
dem Roten, das Sie sonst nicht sehen. Aber hinter dem Rot hat&lt;br /&gt;
sich jetzt gekreuzt das, was sonst gesehen wird, und das ist jetzt darunter.&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Stück, das da sich kreuzt mit dem andern, das&lt;br /&gt;
sehen Sie fortwährend im gewöhnlichen Bewußtsein. Das sind nämlich&lt;br /&gt;
Ihre aufgespeicherten Erinnerungen. Alles, was als Erinnerung&lt;br /&gt;
entsteht, entsteht nicht nach Gesetzen dieser äußeren Wahrnehmungswelt,&lt;br /&gt;
sondern es entsteht nach den Gesetzen, die dieser hinteren Welt&lt;br /&gt;
da entsprechen. Dieses Innere, das Sie als Ihre Erinnerungen haben, das&lt;br /&gt;
entspricht wirklich dem, was da auf der andern Seite ist (rechts). Indem&lt;br /&gt;
Sie in sich hineinblicken, in alles das, was Ihre Erinnerungen&lt;br /&gt;
sind, sehen Sie tatsächlich die Welt auf einem Stück von der andern&lt;br /&gt;
Seite; da ragt das andere ein wenig herein, da sehen Sie die Welt von&lt;br /&gt;
der andern Seite. Und wenn Sie jetzt durch Ihre Erinnerungen, wie&lt;br /&gt;
sie so aufgeschrieben sind, durchschlüpfen könnten - ich habe vor&lt;br /&gt;
acht Tagen davon gesprochen - , wenn Sie da hinunter könnten, unter&lt;br /&gt;
Ihre Erinnerungen sehen und sie von der andern Seite anschauen&lt;br /&gt;
könnten, von da drüben (siehe Zeichnung, links), da würden Sie die&lt;br /&gt;
Erinnerungen als Ihre Aura sehen. Da würden Sie den Menschen sehen&lt;br /&gt;
als ein geistig-seelisches aurisches Wesen, wie Sie sonst die äußere&lt;br /&gt;
Welt sinnenfällig in den Wahrnehmungen sehen. Nur wäre es ebensowenig&lt;br /&gt;
angenehm - wie ich das vor acht Tagen hier charakterisiert&lt;br /&gt;
habe - , weil da der Mensch noch nicht schön ist von dieser andern&lt;br /&gt;
Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist das Interessante, was man kreuzen muß mit dem andern&lt;br /&gt;
Verständnis des dreigliedrigen Menschen. Diese Kreuzung hier,&lt;br /&gt;
die liegt nun im mittleren Menschen, im Brustmenschen. Sie erinnern&lt;br /&gt;
sich an die Zeichnung, die ich vor acht Tagen gemacht habe, wo ich&lt;br /&gt;
ja die in sich gewundenen Lemniskaten mit den zurückgeschlagenen&lt;br /&gt;
Schleifen hatte: die müßte ich hier zeichnen. Hier müßte ich diesen&lt;br /&gt;
Brustmenschen zeichnen mit den zurückgeschlagenen Lemniskaten&lt;br /&gt;
(siehe Zeichnung Seite 85, links unten): das würde zusammenfallen&lt;br /&gt;
mit der Erinnerungssphäre. So daß dieser dreigliedrige Mensch hier in&lt;br /&gt;
seinem mittleren Teil diese Umwendung des Menschen hat, wo das&lt;br /&gt;
Innere äußerlich und das Äußere innerlich wird, wo Sie ein Tableau,&lt;br /&gt;
das Sie sonst als Welttableau, als die große Welterinnerung sehen&lt;br /&gt;
würden, nun als Ihre eigene kleine mikrokosmische Erinnerung&lt;br /&gt;
sehen. Sie sehen in Ihrem gewöhnlichen Bewußtsein dasjenige, was&lt;br /&gt;
sich zugetragen hat von Ihrem dritten Jahre an bis jetzt: das ist eine&lt;br /&gt;
innere Aufzeichnung, ein kleines Stück für das, was gleichartig mit&lt;br /&gt;
dem ist, was sonst Aufzeichnung für die ganze Weltenevolution ist,&lt;br /&gt;
was auf der andern Seite liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund habe ich seinerzeit, wie den meisten von Ihnen&lt;br /&gt;
wohl bekannt sein wird, davon gesprochen - und ich habe es ja wiederum&lt;br /&gt;
ausgeführt in meinem letzten Buche «Von Seelenrätseln» am&lt;br /&gt;
Schluß in der Anmerkung - , nicht ohne Grund habe ich davon gesprochen,&lt;br /&gt;
daß der Mensch eigentlich zwölf Sinne hat. Diese Sinne&lt;br /&gt;
müssen wir uns so denken, daß eine Anzahl von diesen zwölf Sinnen&lt;br /&gt;
nach dem Sinnenfälligen zugewendet sind, eine andere Anzahl von&lt;br /&gt;
diesen zwölf Sinnen sind aber nach rückwärts gerichtet. Sie sind auch&lt;br /&gt;
da unten (siehe Zeichnung Seite 85) nach dem gerichtet, was schon&lt;br /&gt;
das Gewendete ist. Und zwar sind nach dem äußeren Sinnenfälligen&lt;br /&gt;
gerichtet: Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn, Hörsinn, Sehsinn, Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
Geruchssinn. Diese Sinne sind gerichtet nach dem&lt;br /&gt;
Sinnenfälligen. Die andern Sinne kommen ja eigentlich dem Menschen&lt;br /&gt;
deshalb nicht zum Bewußtsein, weil sie zunächst nach seinem&lt;br /&gt;
eigenen Inneren und dann nach dem Umgekehrten der Welt gerichtet&lt;br /&gt;
sind. Das sind vorzugsweise: Wärmesinn, Lebenssinn, Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Tastsinn. So daß wir sagen können: Für&lt;br /&gt;
das gewöhnliche Bewußtsein liegen sieben Sinne im Hellen (oben)&lt;br /&gt;
und fünf Sinne im Dunkeln (unten). Und diese fünf Sinne, die im&lt;br /&gt;
Dunkeln liegen, die sind der andern Seite der Welt zugewendet, auch&lt;br /&gt;
im Menschen der andern Seite (siehe Zeichnung Seite 85).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können daher einen vollständigen Parallelismus haben zwischen&lt;br /&gt;
den Sinnen und zwischen etwas anderem, wovon wir gleich sprechen&lt;br /&gt;
werden (siehe Zeichnung, Kreis). Also nehmen wir an, wir hätten als&lt;br /&gt;
Sinne zu verzeichnen den Hörsinn, den Sprachsinn, den Denksinn,&lt;br /&gt;
den Ichsinn, den Wärmesinn, den Lebenssinn, den Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
den Bewegungssinn, den Tastsinn, den Geruchssinn, den Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
den Sehsinn, so haben Sie im wesentlichen alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was vom Ichsinn geht bis zum Geruchssinn, im Hellen liegend,&lt;br /&gt;
in dem, was dem gewöhnlichen Bewußtsein zugänglich ist (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung, schraffiert). Und alles dasjenige, was abgewendet ist vom&lt;br /&gt;
gewöhnlichen Bewußtsein, so wie die Nacht vom Tag abgekehrt ist,&lt;br /&gt;
das gehört den andern Sinnen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich die Grenze auch wiederum nur schematisiert; es&lt;br /&gt;
fällt etwas ineinander; es sind die Wirklichkeiten nicht so bequem.&lt;br /&gt;
Aber diese Gliederung des Menschen nach den Sinnen ist so, daß Sie&lt;br /&gt;
schon im Schema an die Stelle der Sinne nur zu zeichnen brauchen die&lt;br /&gt;
Himmelszeichen, so haben Sie: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs,&lt;br /&gt;
Löwe, Jungfrau, Waage - sieben Himmelszeichen für die helle Seite;&lt;br /&gt;
fünf für die dunkle Seite: Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann,&lt;br /&gt;
Fische: Tag, Nacht; Nacht, Tag. Und Sie haben einen vollständigen&lt;br /&gt;
Parallelismus zwischen dem mikrokosmischen Menschen - dem, was&lt;br /&gt;
zugewendet ist seinen Sinnen, und dem, was abgewendet ist, aber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA183_089.gif|500px|center|Die zwölf Sinne des Menschen: Zeichnung aus GA 183, S 89]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eigentlich zugewendet ist seinen unteren Sinnen - und zwischen dem,&lt;br /&gt;
was im äußeren Kosmos den Wechsel bedeutet von Tag und Nacht. Es&lt;br /&gt;
geht gewissermaßen im Menschen dasselbe vor, was im Weltengebäude&lt;br /&gt;
vorgeht. Im Weltengebäude wechseln Tag und Nacht, im&lt;br /&gt;
Menschen wechselt auch Tag und Nacht, nämlich Wachen und&lt;br /&gt;
Schlafen, wenn sich auch beide voneinander emanzipiert haben für&lt;br /&gt;
den gegenwärtigen Bewußtseinszyklus des Menschen. Während des&lt;br /&gt;
Tages ist der Mensch zugewendet den Tagessinnen; wir können&lt;br /&gt;
ebensogut sagen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau,&lt;br /&gt;
Waage, wie wir sagen könnten: Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn und&lt;br /&gt;
so weiter. Sie können jedes Ich eines andern Menschen sehen, Sie&lt;br /&gt;
können die Gedanken des andern Menschen verstehen, Sie können&lt;br /&gt;
hören, sehen, schmecken, riechen: das sind die Tagessinne. In der&lt;br /&gt;
Nacht ist der Mensch so, wie sonst die Erde nach der andern Seite gewendet&lt;br /&gt;
ist, den andern Sinnen zugewendet, nur sind diese noch nicht&lt;br /&gt;
vollentwickelt. Sie werden erst nach der Venuszeit so voll entwickelt&lt;br /&gt;
sein, daß sie wahrnehmen können, was da nach der andern Seite ist.&lt;br /&gt;
Sie sind noch nicht so voll entwickelt, daß sie das wahrnehmen können,&lt;br /&gt;
was da nach der andern Seite ist. Sie sind in Nacht gehüllt, wie&lt;br /&gt;
beim Durchgang durch die andern Himmelsregionen, durch die andern&lt;br /&gt;
Bilder des Tierkreises, die Erde in der Nacht ist. Das Durchschreiten&lt;br /&gt;
des Menschen durch seine Sinne ist ganz zu parallelisieren mit dem&lt;br /&gt;
Gang - ob Sie nun sagen der Sonne um die Erde oder der Erde um&lt;br /&gt;
die Sonne, das ist ja schließlich für diesen Zweck gleichgültig; aber&lt;br /&gt;
diese Dinge hängen zusammen. Und diese Zusammenhänge kannten&lt;br /&gt;
die Weisen der alten Mysterien sehr gut.|183|87ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tages- und Nachtsinne ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Menschkosmos.png|thumb|400px|Mensch und Kosmos - Die zwölf Sinne des Menschen und ihre Zuordnung zu den 12 Tierkreiszeichen, wie sie sich implizit aus den nebenstehenden Ausführungen Rudolf Steiners ergibt. Die Darstellung stimmt bezüglich der Anordnung der Sinne mit der Zeichnung aus {{GZ||170|113}} überein, ist jedoch um 180° verdreht.]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Tagessinne&#039;&#039;&#039; sind nach &#039;&#039;außen&#039;&#039; auf die Welt gerichtet, sind also &#039;&#039;&#039;äußere Sinne&#039;&#039;&#039;. Was sie [[wahrnehmen]], wird im hellen Licht des [[Tagesbewusstsein]]s erlebt und prägt sich auch gut dem [[Gedächtnis]] ein. Die &#039;&#039;&#039;Nachtsinne&#039;&#039;&#039; richten sich als &#039;&#039;&#039;innere Sinne&#039;&#039;&#039; nach &#039;&#039;innen&#039;&#039; auf die körperliche Wahrnehmung, die nur vergleichsweise dumpf, d.h. mehr oder weniger [[Unterbewusstsein|unterbewusst]] miterlebt werden und sich daher auch dem Gedächnis nur wenig einprägen. Bereits mit dem Tastsinn, der hier von [[Rudolf Steiner]] mit dem [[Sternbild]] [[Waage (Sternbild)|Waage]] zusammengeschaut wird, tauchen wir in den Bereich der Nachtsinne ein. Die folgenden Sinne - [[Lebenssinn]], [[Bewegungssinn]] und [[Gleichgewichtssinn]] - führen noch tiefer in das [[Unterbewusstsein]] hinein. Mit dem [[Geruchssinn]] und dem [[Geschmackssinn]] beginnt das [[Seelenleben]] langsam wieder aufzudämmern. Erst mit dem [[Gesichtssinn]] geht die Sonne des Tagesbewusstseins wieder auf und steigt mit dem [[Wärmesinn]] und dem [[Tonsinn]] höher bis zur Mittagsstunde des wachen Bewusstseins, die zwischen dem Tonsinn und dem ihm folgenden [[Sprachsinn]] liegt. Der [[Denksinn]] und der [[Ichsinn]] führen bereits zur Abenddämmerung des Bewusstseins hin. Die nebenstehende Abbildung zeigt die Zuordnung der 12 Sinne zu den 12 [[Tierkreiszeichen]], die sich &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus dieser Darstellung Rudolf Steiners ergibt. An anderen Stellen hat Steiner auch davon abweichende Zuordnungen gegeben. Insbesondere ist hier die [[Umstülpung]] von den inneren zu den äußeren Sinnen, die zu einer umgekehrten Zuordnung der Tagessinne zu den Tierkreiszeichen führt (siehe die Zeichnung Steiners ganz oben), nicht erwähnt und erscheint aus dem hier gewählten Blickpunkt auch nicht plausibel. Im 7. Vortrag desselben Bandes, der aber mit dem hier zitierten Text nicht unmittelbar zusammenhängt, ordnet Steiner zwar, wie auch an anderen Stellen, dem [[Ichsinn]] das Sternbild [[Widder (Sternbild)|Widder]] zu - &#039;&#039;hier&#039;&#039; wäre aber folgerichtig der Sehsinn dem Widder als dem ersten Tagessternzeichen zuzuweisen und der Ichsinn der [[Jungfrau (Sternbild)|Jungfrau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Alles, auch&lt;br /&gt;
was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im&lt;br /&gt;
Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf&lt;br /&gt;
Sinne habe ich dazumal aufgezählt: der Tastsinn, der Lebenssinn,&lt;br /&gt;
der Bewegungssinn, der Gleichgewichtssinn, der Geruchssinn, der&lt;br /&gt;
Geschmackssinn, der Sehsinn, der Wärmesinn, der Gehörsinn, der&lt;br /&gt;
Sprachsinn, der Denksinn, der Ichsinn. Im Umkreise gleichsam&lt;br /&gt;
dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so,&lt;br /&gt;
wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt. Aber&lt;br /&gt;
der äußere Vergleich schon geht auch noch viel weiter. Bedenken&lt;br /&gt;
Sie, daß die Sonne während des Jahres durch die Sternbilder vom&lt;br /&gt;
Widder gehen muß bis hin gegen die Waage, daß die Sonne gleichsam&lt;br /&gt;
im Lichte des Tages durch die oberen Sternbilder, während der&lt;br /&gt;
Nacht durch die unteren Sternbilder geht, und daß dieses Gehen&lt;br /&gt;
der Sonne durch die unteren Sternbilder zunächst dem äußeren&lt;br /&gt;
Lichte verborgen ist. So ist es auch mit dem Leben der Menschenseele&lt;br /&gt;
in diesen zwölf Sinnen. Tagessinne sind eigentlich nur annähernd&lt;br /&gt;
die eine Hälfte davon, wie die eine Hälfte der Sternbilder&lt;br /&gt;
nur Tag-Sternbilder sind, die anderen Nacht-Sternbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, der [[Tastsinn]] ist wirklich etwas, wovon wir sagen&lt;br /&gt;
können, er drängt den Menschen schon hinein in das Nachtleben&lt;br /&gt;
des Seelischen; denn mit dem Tastsinn tappen wir grobsinnlich&lt;br /&gt;
an die äußere Welt an. Und versuchen Sie nur einmal, sich zu&lt;br /&gt;
erklären, wie wenig der Tastsinn im Grunde genommen mit dem&lt;br /&gt;
Tages-, das heißt mit dem wirklichen bewußten Seelenleben&lt;br /&gt;
zusammenhängt. Das können Sie daraus sehen, daß Sie die&lt;br /&gt;
Eindrücke der anderen Sinne leicht werden im Gedächtnisse&lt;br /&gt;
aufbewahren können, aber versuchen Sie selbst, wie wenig Sie&lt;br /&gt;
die Erfahrungen des Tastsinnes im Gedächtnisse aufbewahren&lt;br /&gt;
können. Versuchen Sie, wie wenig Sie sich erinnern, wie irgendein&lt;br /&gt;
Stoff sich angefühlt hat, den Sie vor Jahren anfühlten, ja, wie&lt;br /&gt;
wenig Sie sogar das Bedürfnis haben, sich daran zu erinnern.&lt;br /&gt;
Das taucht schon hinunter, so wie das Licht aufhört und in die&lt;br /&gt;
Dämmerung versinkt, wenn die Sonne in dem Sternbild der&lt;br /&gt;
[[Waage (Sternbild)|Waage]] hinuntergeht in die Nacht, in die Region der Nacht-Sternbilder hinein. Und völlig verborgen, möchte ich sagen, für&lt;br /&gt;
das wache, offene Seelenleben sind dann die anderen Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Lebenssinn]]: In den wenigsten Seelenbetrachtungen der äußeren&lt;br /&gt;
Wissenschaft finden Sie überhaupt von diesem Lebenssinn&lt;br /&gt;
gesprochen. Gewöhnlich redet man ja nur von den fünf Sinnen,&lt;br /&gt;
den Sinnen des Tages, des wachen Bewußtseins. Aber das braucht&lt;br /&gt;
uns ja nicht weiter anzugehen. Es ist dieser Lebenssinn der Sinn,&lt;br /&gt;
durch den wir unser Leben in uns fühlen, aber eigentlich nur, wenn&lt;br /&gt;
es gestört wird, wenn es krank wird, wenn uns dies oder jenes&lt;br /&gt;
schmerzt oder gerade weh tut; dann kommt der Lebenssinn und&lt;br /&gt;
zeigt uns an: Dir tut es da oder dort weh. Wenn das Leben gesund&lt;br /&gt;
ist, ist es getaucht in die Untergründe, so wie das Licht nicht da ist,&lt;br /&gt;
wenn die Sonne im [[Skorpion (Sternbild)|Skorpion]] steht, überhaupt in einem Nacht-Sternbild steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist es beim [[Bewegungssinn]]. Dieser Bewegungssinn ist ja&lt;br /&gt;
dasjenige, wodurch wir wahrnehmen, wie in uns die Tatsachen&lt;br /&gt;
verlaufen dadurch, daß wir irgend etwas in Bewegung bringen.&lt;br /&gt;
Jetzt erst spricht die äußere Wissenschaft etwas von diesem Bewegungssinn.&lt;br /&gt;
Sie weiß jetzt erst, daß von der Art und Weise, wie die&lt;br /&gt;
Gelenke aufeinander drücken - dadurch, daß ich zum Beispiel den&lt;br /&gt;
Finger beuge, drückt diese Gelenkfläche auf die andere -, die Bewegung,&lt;br /&gt;
die unser Körper ausführt, wahrgenommen wird. Wir&lt;br /&gt;
gehen, aber wir gehen unbewußt. Dem liegt ein Sinn zugrunde: die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung der Bewegungsfähigkeit, wiederum in Nacht des&lt;br /&gt;
Bewußtseins gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie weiter den [[Gleichgewichtssinn]]. Wir erringen ihn uns&lt;br /&gt;
ja eigentlich im Leben erst allmählich. Aber wir denken nicht daran,&lt;br /&gt;
weil er in der Nacht des Bewußtseins liegt. Das Kind hat ihn noch&lt;br /&gt;
nicht, es kriecht auf dem Boden. Der Gleichgewichtssinn wird erst&lt;br /&gt;
erworben. Die Wissenschaft hat erst in den letzten Jahrzehnten das&lt;br /&gt;
Sinnesorgan für den Gleichgewichtssinn entdeckt. Ich habe davon&lt;br /&gt;
gesprochen, daß im Ohre die drei halbzirkelförmigen Kanäle sind,&lt;br /&gt;
die in den drei Richtungen des Raumes aufeinander senkrecht&lt;br /&gt;
stehen. Wenn diese beschädigt sind in uns, dann bekommen wir&lt;br /&gt;
Schwindel, das heißt, wir haben das Gleichgewicht nicht mehr. So&lt;br /&gt;
wie wir für das Gehör das äußere Ohr haben, für das Sehen das Auge,&lt;br /&gt;
so haben wir für das Gleichgewicht die drei halbzirkelförmigen Kanäle,&lt;br /&gt;
die nur durch einen besonderen Verwandtschaftsrest von Ton&lt;br /&gt;
und Gleichgewicht an das Ohr gebunden sind. Aber sie sind da drinnen&lt;br /&gt;
in der Felsenbein-Höhle des Ohres. Es sind drei Halbkreise aus&lt;br /&gt;
kleinen, winzigkleinen Knöchelchen gebildet. Aber sie brauchen nur&lt;br /&gt;
beschädigt zu sein, und die Möglichkeit, das Gleichgewicht zu halten,&lt;br /&gt;
ist dahin. Wir erwerben uns die Empfänglichkeit für diesen&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn erst im Laufe unserer ersten Kindheit; aber er ist&lt;br /&gt;
in Nacht des Bewußtseins getaucht. Wir merken ihn nicht.&lt;br /&gt;
Dann kommt die Dämmerung und dämmert herauf ins Bewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie aber, wie wenig eigentlich diejenigen Sinne, die&lt;br /&gt;
nun auch noch etwas verborgen sind - [[Geruchssinn]] und [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
- mit unserem Seelenleben in höherem Sinne zu tun&lt;br /&gt;
haben. Wir müssen schon untertauchen in das Körperleben, um so&lt;br /&gt;
recht uns hineinleben zu können in den Geruch. Geschmackssinn&lt;br /&gt;
ist ja nun schon eine starke Dämmerung für die Menschen, da&lt;br /&gt;
dämmert es schon herauf ins Bewußtsein. Aber Sie können noch&lt;br /&gt;
immer gleichsam das Seelenexperiment machen, das ich vorhin&lt;br /&gt;
angeführt habe für den Tastsinn: Sie werden sich sehr schwer erinnern&lt;br /&gt;
an die Wahrnehmungen des Geruchs- und des Geschmackssinnes.&lt;br /&gt;
Und nur dann, wenn das Seelenleben mehr ins Unbewußte&lt;br /&gt;
hinuntertaucht, kommt gewissermaßen der Geruchssinn für das&lt;br /&gt;
bewußte Seelenleben ein wenig zur Geltung. So wissen Sie ja vielleicht,&lt;br /&gt;
daß es Tonkünstler gegeben hat, die besonders inspiriert&lt;br /&gt;
wurden dadurch, daß sie in die Nähe desselben Wohlgeruchs kamen,&lt;br /&gt;
den sie einmal bei einer anderen Tonschöpfung erlebt haben.&lt;br /&gt;
Es dämmert gar nicht der Wohlgeruch im Gedächtnis herauf, aber&lt;br /&gt;
dieselben Seelenvorgänge dämmern herauf ins volle Bewußtsein,&lt;br /&gt;
die mit dem Geruchssinn zusammenhängen. Geschmackssinn, nun,&lt;br /&gt;
das ist ja schon für die meisten Menschen starke Dämmerung. Aber&lt;br /&gt;
es zeigen doch die meisten Menschen, daß der Geschmackssinn&lt;br /&gt;
doch noch mindestens in der Dämmerung des Seelenlebens, noch&lt;br /&gt;
nicht im vollen Tag des Seelenlebens liegt; denn die wenigsten&lt;br /&gt;
Menschen geben sich zufrieden mit dem rein seelischen Eindruck&lt;br /&gt;
des Geschmackssinnes, sonst müßten wir, wenn uns etwas recht&lt;br /&gt;
geschmeckt hat, ebenso froh sein, wenn wir uns daran erinnern,&lt;br /&gt;
wie wenn wir es wieder zu schmecken kriegen. Und das ist ja, wie&lt;br /&gt;
Sie wissen, für die meisten Menschen nicht so. Sie wollen es wieder&lt;br /&gt;
haben, sind nicht zufrieden damit, sich nur zu erinnern an dasjenige,&lt;br /&gt;
was ihnen gut geschmeckt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommen wir mit dem [[Gesichtssinn]] da herauf, wo die&lt;br /&gt;
Sonne des Bewußtseins aufgeht, wir kommen in das volle Wachbewußtsein&lt;br /&gt;
mit dem Gesichtssinn. Die Sonne geht immer höher und&lt;br /&gt;
höher. Zum [[Wärmesinn]] kommt sie, zum [[Tonsinn]], vom Tonsinn in&lt;br /&gt;
den [[Sprachsinn]]. Die Sonne steht am Mittag. Zwischen Tonsinn und&lt;br /&gt;
Sprachsinn ist die Mittagszeit des Seelenlebens. Nun kommen&lt;br /&gt;
[[Denksinn]], [[Ichsinn]]. Der Ichsinn ist nicht der Sinn für das eigene&lt;br /&gt;
Ich, sondern für die Wahrnehmung des Ich im andern, natürlich -&lt;br /&gt;
es ist ja Wahrnehmung, es ist ja Sinn! Das Bewußtsein vom Ich,&lt;br /&gt;
vom eigenen Ich, ist etwas ganz anderes. Das habe ich dazumal in&lt;br /&gt;
den Anthroposophie-Vorträgen auseinandergelegt. Es kommt hierbei&lt;br /&gt;
nicht darauf an, daß man von seinem eigenen Ich weiß, sondern&lt;br /&gt;
daß man dem anderen Menschen gegenübersteht und daß er einem&lt;br /&gt;
sein Ich öffnet. Die Wahrnehmung für das Ich des anderen, das ist&lt;br /&gt;
der Ichsinn, nicht das eigene Ich-Wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die zwölf Sinne, vor denen sozusagen das Seelenleben&lt;br /&gt;
des Menschen erscheint wie die Sonne vor je einem der zwölf&lt;br /&gt;
Sternbilder.|169|59ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Gebrauch der Sinnesorgane muss erlernt werden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernen ist für alle Sinnestätigkeit von größter Bedeutung. Die Sinneswahrnehmung ist uns nicht fertig gegeben, sondern wir müssen den Gebrauch der Sinne erst mühsam erlernen. So wie wir [[lesen]] lernen müssen (→ [[Sprachsinn]]), müssen wir auch lernen zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu hören, zu tasten usw. Die menschliche Sinnestätigkeit lässt sich im Grunde ein Leben lang verfeinern, sie ist eine erst zu erwerbende und dann beständig weiterzuentwickelnde [[Fähigkeit]]. Ein Maler hat einen differenzierteren Sehsinn entwickelt als der Durchschnittsmensch, der Feinschmecker hat durch Übung einen feineren Geschmacks- und Geruchssinn ausgebildet, Blinde entwickeln meist ein sehr feinfühliges Tastvermögen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch der Sinne ist durch diesen Lernprozess aber auch vielfach mit [[Vorurteil]]en belastet. [[Wahrnehmungsurteile]], durch die wir gegebene [[Wahrnehmung]]en rasch identifizieren, beruhen überwiegend auf lange, oft schon seit der frühen Kindheit eingeübten, unbewusst bleibenden und daher kaum verrückbaren Vorurteilen, die gegebenenfalls auch zu typischen [[Wahrnehmungstäuschung]]en führen, die sich oft selbst dann nicht aufheben lassen, wenn wir sie mit dem wachen [[Verstand]] durchschauen. Bei den uns aus dem Alltagsleben gut vertrauten [[Ding]]en fließen [[Wahrnehmung]] und [[Begriff]] so selbstverständlich und rasch zusammen, dass wir uns dieses Vorgangs gar nicht bewusst werden. Der zugehörige Begriff ist längst in uns vorgebildet und muss nicht erst mühsam suchend der Wahrnehmung entgegengebracht werden. Die Wahrnehmung wird dadurch unvermerkt mit [[Vorstellung]]en durchsetzt. Wir sehen nur, was wir zu sehen erwarten - und so für alle Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eingeübt ist heute, dass Gedanken blitzschnell auf das folgen,&lt;br /&gt;
was die Sinne wahrnehmen. Dabei weiß der Verstand immer&lt;br /&gt;
schon, was die Sinne wahrnehmen werden. Es besteht, so&lt;br /&gt;
gesehen, ein Diktat des Denkens über die Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
Damit entledigt sich der Mensch einer wichtigen Quelle, nämlich&lt;br /&gt;
der eigenen, unvoreingenommenen Erfahrung. Er verliert&lt;br /&gt;
den Zugang zu den Geheimnissen, die sich ihm durch seine&lt;br /&gt;
Sinne offenbaren. Er meint sie zu kennen, weil sie für ihn bereits&lt;br /&gt;
in gedanklicher Form vorliegen. Die Dinge verlieren dadurch&lt;br /&gt;
ihr eigenes Gesicht; sie sind schon gedacht worden , bevor&lt;br /&gt;
sie sich zeigen können. Es geht aber gerade darum, sich der&lt;br /&gt;
Quelle der unmittelbaren Erfahrung wieder zu versichern. Ziel&lt;br /&gt;
ist nicht, nicht mehr zu denken, sondern sein Gedankenleben&lt;br /&gt;
bewusster dem auszusetzen, was dem Menschen von der sinnlichen&lt;br /&gt;
Welt unaufhörlich zukommt. Denn das Sinnliche ist ein&lt;br /&gt;
Strom, eigentlich ein Lebensstrom, eine Lebensquelle, der es&lt;br /&gt;
gegeben ist, die Seele des Menschen tief zu berühren und zu&lt;br /&gt;
verwandeln. Die Geheimnisse der Erde teilen sich in den Sinneserscheinungen&lt;br /&gt;
in einem Gradd mit der den, der geübt ist,&lt;br /&gt;
darauf zu schauen, immer wieder überrascht; also besteht gar&lt;br /&gt;
kein Grund, den Sinnen nicht zu trauen. Vielmehr sollte man&lt;br /&gt;
Gedanken gegenüber kritisch sein, die die Neigung haben, die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung einzuengen. Gedanken sollen erweitern, nicht&lt;br /&gt;
einschränken.|Massei, S. 18f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die rasche routinierte Orientierung im Alltagsleben sind die fertigen Begriffe und Vorstellungen nützlich. Allerdings beziehen sie sich heute, wo wir durch eine stark [[Materialismus|materialistische]] [[Denken|Denkweise]] geprägt sind, meist nur auf das rein [[Gegenstand|gegenständlich]]e [[Raum|räumlich]]-[[Materie|materielle]] Dasein. Wir erkennen auf diese Weise eine bestimmte Gruppe sinnlicher Wahrnehmungen sofort als Eiche, als Buche, als Bergkristall, als Löwe usw. Diese „Dinge“ erscheinen uns derart ganz unmittelbar als gegebene gegenständliche materielle Wirklichkeit und wir glauben ihr ganzes [[Wesen]] darin erschöpft. Das ist aber nicht der Fall. Ihr eigentliches, tieferes Wesen erschließt sich nur, wenn es gelingt, diesen „Erkenntnisautomatismus“ zu durchbrechen. Dazu muss einerseits die Wahrnehmung von den begrifflichen Elementen befreit und zu einer möglichst [[Reine Wahrnehmung|reinen Wahrnehmung]] geläutert werden und andererseits der Begriff geistig vertieft werden, was nur durch eine entsprechende [[geistige Schulung]] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nicht wahr, unser gewöhnliches Geistesleben im wachen Zustande&lt;br /&gt;
verläuft ja so, daß wir wahrnehmen und eigentlich immer im Wahrnehmen&lt;br /&gt;
schon das Wahrgenommene mit Vorstellungen durchtränken,&lt;br /&gt;
im wissenschaftlichen Denken ganz systematisch das Wahrgenommene&lt;br /&gt;
mit Vorstellungen verweben, durch Vorstellungen systematisieren&lt;br /&gt;
und so weiter. Dadurch, daß man sich ein solches Denken angeeignet&lt;br /&gt;
hat, wie es allmählich hervortritt im Verlaufe der «[[Philosophie der Freiheit]]», kommt man nun wirklich in die Lage, so scharf&lt;br /&gt;
innerlich seelisch arbeiten zu können, daß man, indem man wahrnimmt,&lt;br /&gt;
ausschließt das Vorstellen, daß man das Vorstellen unterdrückt,&lt;br /&gt;
daß man sich bloß dem äußeren Wahrnehmen hingibt. Aber damit&lt;br /&gt;
man die Seelenkräfte verstärke und die Wahrnehmungen im richtigen&lt;br /&gt;
Sinne gewissermaßen einsaugt, ohne daß man sie beim Einsaugen mit&lt;br /&gt;
Vorstellungen verarbeitet, kann man auch noch das machen, daß man&lt;br /&gt;
nicht im gewöhnlichen Sinne mit Vorstellungen diese Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
beurteilt, sondern daß man sich symbolische oder andere Bilder schafft&lt;br /&gt;
zu dem mit dem Auge zu Sehenden, mit dem Ohre zu Hörenden, auch&lt;br /&gt;
Wärmebilder, Tastbilder und so weiter. Dadurch, daß man gewissermaßen&lt;br /&gt;
das Wahrnehmen in Fluß bringt, dadurch, daß man Bewegung&lt;br /&gt;
und Leben in das Wahrnehmen hineinbringt, aber in einer solchen&lt;br /&gt;
Weise, wie es nicht im gewöhnlichen Vorstellen geschieht, sondern im&lt;br /&gt;
symbolisierenden oder auch künstlerisch verarbeitenden Wahrnehmen,&lt;br /&gt;
dadurch kommt man viel eher zu der Kraft, sich von der Wahrnehmung&lt;br /&gt;
als solcher durchdringen zu lassen. Man kann sich ja schon gut&lt;br /&gt;
vorbereiten für eine solche Erkenntnis bloß dadurch, daß man wirklich&lt;br /&gt;
im strengsten Sinne sich heranerzieht zu dem, was ich charakterisiert&lt;br /&gt;
habe als den Phänomenalismus, als das Durcharbeiten der Phänomene.&lt;br /&gt;
Wenn man wirklich an der materiellen Grenze des Erkennens&lt;br /&gt;
getrachtet hat, nicht in Trägheit durchzustoßen durch den Sinnesteppich&lt;br /&gt;
und dann allerlei Metaphysisches da zu suchen in Atomen&lt;br /&gt;
und Molekülen, sondern wenn man die Begriffe verwendet hat, um&lt;br /&gt;
die Phänomene anzuordnen, um die Phänomene hin zu verfolgen bis&lt;br /&gt;
zu den Urphänomenen, dann bekommt man dadurch schon eine Erziehung,&lt;br /&gt;
die dann auch alles Begriffliche hinweghalten kann von den&lt;br /&gt;
Phänomenen. Und symbolisiert man dann noch, verbildlicht man die&lt;br /&gt;
Phänomene, dann bekommt man eine starke seelische Macht, um gewissermaßen&lt;br /&gt;
die Außenwelt begriffsfrei in sich einzusaugen.|322|113f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das unterschiedliche Alter der Sinnesorgane ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Anlage zu den Sinnen wurde bereits auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] gelegt; sie sind also entwicklungsgeschichtlich bereits sehr alt. Allerdings waren sie in vergangen Zeiten ihrer Zahl und ihrer Funktion nach noch ganz anders geartet als heute. Das [[Ohr|Gehörorgan]] war in gewissem Sinn sogar schon vorgebildet, als der Mensch aus ganz anderen Welten zum [[Alter Saturn|alten Saturn]] herüberkam. Damals war der [[Physischer Leib|physische Leib]] im Grunde genommen ein einziges großes Ohr, der alles mittönte, was die Welt an Tönen durchklang. Dann spezialisierten sich die Sinne allmählich und verteilten sich auf eigene Organe. So wurde später auf dem alten Saturn die Anlage zum [[Wärmesinn]] hinzugefügt. Während der [[Alte Sonne|alten Sonnenentwicklung]] erwarb sich der Mensch den [[Sehsinn]] und auf dem alten Mond entstand der [[Geschmackssinn]]. Der jüngste und damit unvollkommenste Sinn, der [[Geruchssinn]], kam in der uns gewohnten Form erst auf der [[Erde (Planet)|Erde]] hinzu. Der Gehörssinn ist der vollkommenste aller Sinne, weil er bereits viermal umgebildet und verfeinert wurde und gegenwärtig seine fünfte Umwandlung erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruchssinn steckt heute noch ganz in der [[physisch]]en Entwicklung drinnen. Auf den Geschmackssinn hat der [[Ätherleib]] Einfluss, auf den Sehsinn der [[Astralleib]] und auf den Wärmesinn das [[Ich]]. Was der Mensch durch diese vier niedern Sinne aufnimmt, wird der ewigen [[Seele]] noch nicht einverleibt. Das [[Geistselbst]], soweit es der Mensch bereits entwickelt hat, verbindet sich mit dem [[Gehörsinn]]. Und erst alles, was in [[Wort]]en ausdrückbar ist, wird zum ewigen unvergänglichen geistigen Besitz des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Veranlagung der Sinne auf dem alten Saturn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] wurde der [[Physischer Leib|physische Leib]] des [[Mensch]]en veranlagt, zunächst allerdings nur als reiner [[Wärme]]leib. Die Wärmesubstanz aus der er gebildet wurde, war durch das [[Wille|Willensopfer]] der [[Throne]] entstanden. Durch die Tätigkeit der [[Geister der Form]] wurde diesem Wärmeleib eine fest umrissene [[Form]] gegeben. Nachdem diese Tätigkeit um die Mitte des vierten Saturnkreislaufes vollendet war, setzte die Arbeit der [[Archai]] ein, die auf dem alten Saturn ihre [[Menschheitsstufe]], d.h. ihre [[Ich]]-Entwicklung, absolvierten. Sie pflanzten dem Wärmeleib des Menschen die ersten Keime der [[Sinnesorgane]] ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Dann folgt die Tätigkeit der «[[Geister der Finsternis]]»,&lt;br /&gt;
die auch «[[Geister der Persönlichkeit]]» oder der «Selbstheit» ([[Egoismus]]) genannt werden. Ihnen kommt auf dieser&lt;br /&gt;
Stufe ein Bewußtsein zu, das dem gegenwärtigen&lt;br /&gt;
menschlichen Erdenbewußtsein ähnlich ist. Sie bewohnen&lt;br /&gt;
den geformten menschlichen Stoffleib als «Seelen» in einer&lt;br /&gt;
ähnlichen Art, wie heute die Menschenseele ihren Leib&lt;br /&gt;
bewohnt. Sie pflanzen dem Leib eine Art von Sinnesorganen&lt;br /&gt;
ein, welche der Keim sind zu den Sinnesorganen,&lt;br /&gt;
die sich später während der Erdentwickelung am Menschenkörper&lt;br /&gt;
entwickeln. — Man muß sich nur klarmachen,&lt;br /&gt;
daß sich diese «Sinneskeime» von den heutigen&lt;br /&gt;
Sinneswerkzeugen des Menschen doch noch wesentlich&lt;br /&gt;
unterscheiden. Der Mensch der Erde konnte durch solche&lt;br /&gt;
«Sinneskeime» nichts wahrnehmen. Denn für ihn müssen&lt;br /&gt;
die Bilder der Sinneswerkzeuge erst noch durch einen&lt;br /&gt;
feineren Ätherkörper, der sich auf der Sonne bildet, und&lt;br /&gt;
durch einen Astralkörper, der sein Dasein der Mondenentwickelung&lt;br /&gt;
verdankt, hindurchgehen. (Alles das werden&lt;br /&gt;
die weiteren Ausführungen klarlegen.) Aber die&lt;br /&gt;
«Geister der Persönlichkeit» können die Bilder der «Sinneskeime&lt;br /&gt;
» durch ihre eigene Seele so bearbeiten, daß sie&lt;br /&gt;
mit ihrer Hilfe äußere Gegenstände so wahrnehmen&lt;br /&gt;
können, wie dies der Mensch während seiner Erdentwickelung&lt;br /&gt;
tut. Indem sie so am Menschenleibe arbeiten,&lt;br /&gt;
machen die «Geister der Persönlichkeit» ihre eigene&lt;br /&gt;
«Menschheitsstufe» durch. Sie sind somit von der Mitte&lt;br /&gt;
des vierten bis zur Mitte des fünften Saturnkreislaufes&lt;br /&gt;
Menschen.|11|165f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach setzte die Tätigkeit der «[[Söhne des Feuers]]», der heutigen [[Erzengel]], ein, die damals aber erst ein [[traum]]artiges [[Bewusstsein]] hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie können nicht zu sich sagen: «Ich bin&lt;br /&gt;
da», sondern etwa: «Meine Umgebung läßt mich da sein.»&lt;br /&gt;
Sie nehmen wahr, und zwar bestehen ihre Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
in den geschilderten Lichtwirkungen auf dem Saturn. Diese&lt;br /&gt;
sind in einer gewissen Art ihr «Ich». Das verleiht ihnen eine&lt;br /&gt;
besondere Art des Bewußtseins. Man kann dies als Bilderbewußtsein&lt;br /&gt;
bezeichnen. Es kann vorgestellt werden von der&lt;br /&gt;
Art des menschlichen Traumbewußtseins; nur daß man sich&lt;br /&gt;
den Grad der Lebhaftigkeit sehr viel größer zu denken hat&lt;br /&gt;
als beim menschlichen Träumen und daß man es nicht mit&lt;br /&gt;
wesenlos auf- und abwogenden Traumbildern zu tun hat,&lt;br /&gt;
sondern mit solchen, welche in einem wirklichen Verhältnisse&lt;br /&gt;
zu dem Lichtspiel des Saturn stehen.|13|165}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf der [[Alte Sonne|alten Sonne]] entwickelten sie ihr Ich und wurden zu [[Schöpfer]]n des [[Licht]]s, indem sie den [[Geister der Weisheit]], die einen Teil ihres inneren [[Wesen]]s an sie [[Schenkende Tugend|verschenkten]], äußerlich, aber zeitversetzt zurückstrahlten. Während der fünften [[Runde]] der alten Saturnentwicklung nahmen sie davon schon etwas voraus und konnten dadurch die Sinneskeime des menschlichen Wärmeleibs beleben und zum Leuchten anregen. Dieses ausgestrahlte Licht ermöglicht erst unser heutiges [[Sehen]], bei dem das innerlich erregte Licht dem äußeren Licht entgegenkommen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Arbeit dieser Geister wird um die Mitte des fünften&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes abgelöst von derjenigen der «Söhne des&lt;br /&gt;
Feuers», welche auf dieser Stufe noch ein dumpfes Bilderbewußtsein&lt;br /&gt;
haben, gleich dem Mondenbewußtsein des&lt;br /&gt;
Menschen. Sie erreichen die Stufe der Menschheit erst auf&lt;br /&gt;
dem nächsten Planeten, der Sonne. Ihre Arbeit ist daher&lt;br /&gt;
hier noch in einem gewissen Grade unbewußt, traumhaft.&lt;br /&gt;
Durch sie wird aber die Tätigkeit der «Sinneskeime» aus&lt;br /&gt;
dem vorigen Kreislauf belebt. Die von den «Feuergeistern» erzeugten Lichtbilder scheinen durch diese&lt;br /&gt;
Sinneskeime nach außen. Der Menschenvorfahr wird dadurch&lt;br /&gt;
zu einer Art leuchtender Wesenheit erhoben. Während&lt;br /&gt;
das Saturnleben sonst dunkel ist, leuchtet jetzt der&lt;br /&gt;
Mensch aus der allgemeinen Finsternis auf. — Noch die&lt;br /&gt;
«Geister der Persönlichkeit» wurden dagegen in dieser&lt;br /&gt;
allgemeinen Finsternis zu ihrem Menschendasein erweckt.|11|166f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In diesem Wechselspiel&lt;br /&gt;
zwischen den Feuergeistern und den Saturnwärmekörpern&lt;br /&gt;
werden die Keime der menschlichen Sinnesorgane&lt;br /&gt;
der Entwickelung einverleibt. Die Organe, durch welche&lt;br /&gt;
der Mensch gegenwärtig die physische Welt wahrnimmt,&lt;br /&gt;
leuchten auf in ihren ersten feinen ätherischen Anlagen.&lt;br /&gt;
Menschen-Phantome, welche an sich noch nichts anderes&lt;br /&gt;
zeigen als die Licht-Urbilder der Sinnesorgane, werden&lt;br /&gt;
innerhalb des Saturn dem hellseherischen Wahrnehmungsvermögen&lt;br /&gt;
erkennbar.|13|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch selbst konnte sich damals dieser Leuchtkraft noch nicht bedienen, aber die erhabenen [[Seraphim]], die [[Geister der All-Liebe]], konnten sich durch dieses Leuchten der Sinneskeime offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das Menschenwesen selbst kann sich auf dem Saturn&lt;br /&gt;
aber seiner Leuchtkraft nicht bedienen. Die Lichtkraft&lt;br /&gt;
seiner Sinneskeime würde durch sich selbst nichts ausdrücken&lt;br /&gt;
können, aber es finden durch sie andere erhabenere&lt;br /&gt;
Wesen die Möglichkeit, sich dem Saturnleben zu&lt;br /&gt;
offenbaren. Durch die Leuchtquellen der Menschenvorfahren&lt;br /&gt;
strahlen sie etwas von ihrer Wesenheit auf den&lt;br /&gt;
Planeten nieder. Es sind dies erhabene Wesen aus der&lt;br /&gt;
Reihe jener vier, von denen oben gesagt worden ist, daß&lt;br /&gt;
sie in ihrer Entwickelung bereits über alle Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Menschendasein hinausgewachsen seien. Ohne&lt;br /&gt;
daß für sie selbst eine Notwendigkeit vorläge, strahlen&lt;br /&gt;
sie jetzt durch «freien Willen» etwas von ihrer Natur&lt;br /&gt;
aus. Die christliche Geheimlehre spricht hier von der&lt;br /&gt;
Offenbarung der Seraphime (Seraphim), der «Geister der&lt;br /&gt;
Alliebe». Dieser Zustand dauert bis zur Mitte des sechsten&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes.|11|167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wären sie nicht da, so könnten die Feuergeister&lt;br /&gt;
nicht das oben geschilderte Bewußtsein haben. Sie&lt;br /&gt;
schauen die Saturnvorgänge mit einem Bewußtsein an, das&lt;br /&gt;
es ihnen ermöglicht, diese als Bilder auf die Feuergeister zu&lt;br /&gt;
übertragen. Sie selbst verzichten auf alle Vorteile, welche sie&lt;br /&gt;
durch das Anschauen der Saturnvorgänge haben könnten,&lt;br /&gt;
auf jeden Genuß, jede Freude; sie geben das alles hin, damit&lt;br /&gt;
die Feuergeister es haben können.|13|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Beziehung der Sinne zu den höheren Welten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Licht]] ist nicht bloß [[physisch]]er Natur, sondern in ihm wirken auch [[astral]]e [[Wesenheiten]], deren Tätigkeit sich in den sinnlichen Farben offenbart. Diese astralen Wesenheiten werden durch die schattenwerfenden physischen Gegenstände nicht aufgehalten; sie offenbaren sich dem geistigen Blick daher besonders leicht bei der Betrachtung des Schattens. Im Schatten des Menschen wird in diesem Sinn auch das Wesen seiner eigenen [[Seele]] sichtbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sehsinn]] hängt zusammen mit den höheren Regionen der [[Astralwelt]], der [[Wärmesinn]] mit deren unteren Bereichen. Der bereits sehr hoch entwickelte [[Gehörssinn]] hat eine unmittelbare Beziehung zur [[Physische Welt|physischen Welt]], während gerade die noch wenig ausgereiften Sinne, wie z.B. der [[Geruchssinn]], eng mit den höchsten [[Geistige Welt|geistigen Welten]] zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahrimanische und luziferische Einflüsse auf die Sinne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GA170 253.gif|thumb|300px|Luziferische (unten) und ahrimanische (oben) Umgestaltung der Sinne.]]&lt;br /&gt;
Die oberen Sinne sind durch [[ahrimanisch]]e, die unteren Sinne durch [[luziferisch]]e Kräfte umgestaltet; nur die mittleren Sinnesbereiche, die in etwa den klassischen 5 Sinnen entsprechen, sind von diesen Einflüssen weitgehend frei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die eigentlich für den physischen Plan bestimmten Sinne, Ichsinn,&lt;br /&gt;
Denksinn, Sprachsinn, sind ahrimanisch umgestaltet. Und nur dadurch&lt;br /&gt;
sind wir das geworden, was wir als Menschen auf dem physischen&lt;br /&gt;
Plan sind, daß Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn luziferisch umgestaltet&lt;br /&gt;
sind. Und nur ein mittleres Gebiet haben wir, das gewissermaßen&lt;br /&gt;
sich bewahrt hat vor diesen Einflüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen da, wie es schon notwendig ist, das Augenmerk zu richten&lt;br /&gt;
auf jenen Gleichgewichtszustand, der das Wesentliche, das Bedeutungsvolle&lt;br /&gt;
ist, der hergestellt werden muß zwischen Ahrimanischem und&lt;br /&gt;
Luziferischem in der Welt. Denken Sie, daß gewissermaßen an den&lt;br /&gt;
äußersten Enden das Ich des Menschen beteiligt ist, hier gewissermaßen&lt;br /&gt;
das Ich von außen, am Tastsinn das Ich von innen. (Siehe Zeichnung,&lt;br /&gt;
orange Pfeile.) Ebenso ist der astralische Leib am Denken beteiligt,&lt;br /&gt;
aber am Lebensorganismus wiederum von innen beteiligt (rote Pfeile).&lt;br /&gt;
Der Ätherleib ist beteiligt hier, wenn das Sprechen nicht geschieht,&lt;br /&gt;
aber ebenso beteiligt am Bewegungssinn von innen (blaue Pfeile). In&lt;br /&gt;
der Mitte haben wir gewissermaßen dasjenige, woran «ich taste -&lt;br /&gt;
denke - lebe — spreche - bewege», weniger beteiligt sind, eine Art&lt;br /&gt;
Hypomochlion, wie es die Waage hat in der Mitte, wo sie ruht. Je&lt;br /&gt;
mehr man gegen die Mitte kommt, desto mehr bleibt der Waagebalken&lt;br /&gt;
ruhig. An den Seiten schlägt er aus. So hätten wir in der Mitte eine&lt;br /&gt;
Art Ruheverhältnis.&amp;quot; {{Lit|{{G|170|253}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sinnesprozesse waren einstmals Lebensprozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher waren die Sinne viel lebendiger und sind erst heute zu beinahe physikalischen Apparaten abgestorben. Noch während der alten Mondenzeit glichen die Sinnesprozesse viel eher [[Lebensprozesse]]n. Deshalb aber konnten sie noch keine Grundlage für das vollbewusste Leben des Menschen bilden, sondern waren nur geeignet für das [[Traum|traumartige]] [[Hellsehen]] des Mondenmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ichsinn war auf dem alten Mond noch bedeutungslos und ähnlich auch der Denksinn und der Sprachsinn. Der Gehörssinn war damals allerdings viel lebendiger als heute. Das Hören war mit einem innerlichen Durchbebtsein verbunden; mit einem inneren Vibrieren machte man den Ton lebendig mit in einer Art von innerem Tanz. Und wenn man selbst Töne hervorbrachte, indem man das Gehörte nachahmte, so wurde auch da ein innerer Tanz erregt, den man durch den Bewegungssinn wahrnahm. Ähnlich lebendig war der Wärmesinn, durch den man das Wärmen und Kühlen lebensvoll im Inneren empfand. Was während der Erdenentwicklung zum Geruchssinn geworden ist, war damals noch innig verbunden mit der Lebensttätigkeit. Auch das Schmecken glich einem Lebensprozess ähnlich unserem heutigen [[Atem]]prozess. Es gingen dadurch viel realere Prozesse in uns vor, als wenn wir uns heute des Geschmackssinns bedienen. So war es auch mit dem Sehsinn. Das [[Auge]] war so etwas wie ein Farbatmungsorgan. Die ganze Lebensverfassung hing davon ab, wie wir durch das Auge das Licht aufnahmen. Man dehnte sich aus, wenn man ins Blaue hineinkam und man drückte sich zusammen, wenn man sich ins Rote hineinwagte - der Mensch war ja damals in seiner ganzen Gestalt noch viel beweglicher als heute. Der Lebenssinn, durch den wir heute unsere innere Lebendigkeit spüren, konnte in der Form auf dem alten Mond noch nicht vorhanden  sein, denn man lebte damals noch viel mehr das allgemeine Leben der Umwelt mit. Ein weitgehend abgesondertes inneres Leben gab es noch nicht und indem alle heutigen Sinnesorgane damals Lebensorgane waren, bedurfte es eines besonderen Lebenssinnes nicht. Der Tastsinn entstand in seiner heutigen Form erst auf der [[Erde (Planet)|Erde]] zusammen mit dem [[Mineralreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gab es somit auf dem alten Mond 7 Sinne, die aber damals noch vorwiegend Lebensorgane waren. Das [[Leben]] ist immer siebengliedrig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*[[Gehörsinn]],&lt;br /&gt;
*[[Wärmesinn]],&lt;br /&gt;
*[[Sehsinn]],&lt;br /&gt;
*[[Geschmackssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Geruchssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Gleichgewichtssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Bewegungssinn]]. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren 5 Sinne sind erst auf der Erde dazugekommen. Das Verhältnis der [[Sieben]]zahl zur [[Zwölf]]zahl drückt ein tiefes Geheimnis des [[Dasein]]s aus. Die [[12]]-Zahl enthält das Geheimnis, dass wir ein [[Ich]] aufnehmen können. Das war auf dem alten Mond noch nicht möglich. Damals konnte der Mensch als höchstes [[Wesensglied]] nur den [[Astralleib]] haben. Dem astralischen Seelen&#039;&#039;leben&#039;&#039; liegt die [[7]]-Zahl zugrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|So, wie die Sinne heute im Menschen sind, waren sie nicht während der alten Mondenzeit. Ich sagte, sie waren viel, viel lebendiger. Sie waren die Grundlage für das alte traumhafte Hellsehen während der Mondenzeit. Heute sind die Sinne mehr tot als sie während der alten Mondenzeit waren, sie sind mehr getrennt von dem Einheitlichen, von dem siebengliedrigen und in seiner Siebengliedrigkeit einheitlichen Lebensprozeß. Die Sinnesprozesse waren während der alten Mondenzeit noch selbst mehr Lebensprozesse. Wenn wir heute sehen oder hören, so ist das schon ein ziemlich toter Prozeß, ein sehr peripherischer Prozeß. So tot war die Wahrnehmung während der alten Mondenzeit gar nicht. Greifen wir einen Sinn heraus, zum Beispiel den Geschmackssinn. Wie er auf der Erde ist, ich denke, Sie wissen es alle. Während der Mondenzeit war er etwas anderes. Da war das Schmecken ein Prozeß, in dem der Mensch sich nicht so von der Außenwelt abtrennte wie jetzt. Jetzt ist der Zucker draußen, der Mensch muß erst daran lecken und einen inneren Prozeß vollziehen. Da ist sehr genau zwischen Subjektivem und Objektivem zu unterscheiden. So lag es nicht während der Mondenzeit. Da war das ein viel lebendigerer Prozeß, und das Subjektive und Objektive unterschied sich nicht so stark. Der Schmeckprozeß war noch viel mehr ein Lebensprozeß, meinetwillen ähnlich dem Atmungsprozeß. Indem wir atmen, geht etwas Reales in uns vor. Wir atmen die Luft ein, aber indem wir die Luft einatmen, geht mit unserer ganzen Blutbildung etwas vor in uns; denn das gehört ja alles zur Atmung hinzu, insofern die Atmung einer der sieben Lebensprozesse ist, da kann man nicht so unterscheiden. Also da gehören Außen und Innen zusammen: Luft draußen, Luft drinnen, und indem der Atmungsprozeß sich vollzieht, vollzieht sich ein realer Prozeß. Das ist viel realer, als wenn wir schmecken. Da haben wir allerdings eine Grundlage für unser heutiges Bewußtsein; aber das Schmecken auf dem Mond war viel mehr ein Traumprozeß, so wie es heute für uns der Atmungsprozeß ist. Im Atmungsprozeß sind wir uns nicht so bewußt wie im heutigen Schmeckprozeß. Aber der Schmeckprozeß war auf dem Mond so, wie heute der Atmungsprozeß für uns ist. Der Mensch hatte auf dem Mond auch nicht mehr vom Schmecken als wir heute vom Atmen, er wollte auch nichts anderes haben. Ein Feinschmecker war der Mensch noch nicht und konnte es auch nicht sein, denn er konnte seinen Schmeckprozeß nur vollziehen, insoferne durch das Schmecken in ihm selber etwas bewirkt wurde, was mit seiner Erhaltung zusammenhing, mit seinem Bestehen als Mondes-Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so war es zum Beispiel mit dem Sehprozeß, mit dem Gesichtsprozeß während der Mondenzeit. Da war das nicht so, daß man äußerlich einen Gegenstand anschaute, äußerlich Farbe wahrnahm, sondern da lebte das Auge in der Farbe drinnen, und das Leben wurde unterhalten durch die Farben, die durch das Auge kamen. Das Auge war eine Art Farbenatmungsorgan. Die Lebensverfassung hing zusammen mit der Beziehung, die man mit der Außenwelt durch das Auge in dem Wahrnehmungsprozeß des Auges einging. Man dehnte sich aus während des Mondes, wurde breit, wenn man ins Blaue hineinkam, man drückte sich zusammen, wenn man sich ins Rot hineinwagte: auseinander - zusammen, auseinander - zusammen. Das hing mit dem Wahrnehmen von Farben zusammen. Und so hatten alle Sinne noch ein lebendigeres Verhältnis zur Außenwelt und zur Innenwelt, wie es heute die Lebensprozesse haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ichsinn - wie war er auf dem Monde? Das Ich kam in den Menschen erst auf der Erde hinein, konnte also auf dem Mond gar keinen «Sinn» haben; man konnte kein Ich wahrnehmen, der Ichsinn konnte überhaupt noch nicht da sein. - Auch das Denken, wie wir es heute wahrnehmen, wie ich es vorher geschildert habe, das lebendige Denken, das ist mit unserem Erdenbewußtsein in Zusammenhang. Der Denksinn, wie er heute ist, war auf dem Monde noch nicht da. Redende Menschen gab es auch nicht. In dem Sinne, wie wir heute die Sprache des ändern wahrnehmen, gab es das auf dem Monde noch nicht, es gab also auch den Wortsinn nicht. Das Wort lebte erst als Logos, durchtönend die ganze Welt, und ging auch durch das damalige Menschenwesen hindurch. Es bedeutete etwas für den Menschen, aber der Mensch nahm es noch nicht als Wort wahr am anderen Wesen. Der Gehörsinn war allerdings schon da, aber viel lebendiger, als wir ihn jetzt haben. Jetzt ist er gewissermaßen als Gehörsinn zum Stehen gekommen auf der Erde. Wir bleiben ganz ruhig, in der Regel wenigstens, wenn wir hören. Wenn nicht gerade das Trommelfell platzt durch irgendeinen Ton, wird in unserem Organismus nicht etwas substantiell geändert durch das Hören. Wir in unserem Organismus bleiben stehen; wir nehmen den Ton wahr, das Tönen. So war es nicht während der Monenzeit. Da kam der Ton heran. Gehört wurde er; aber es war jedes Hören mit einem innerlichen Durchbebtsein verbunden, mit einem Vibrieren im Innern, man machte den Ton lebendig mit. Das, was man das Weltenwort nennt, das machte man auch lebendig mit; aber man nahm es nicht wahr. Man kann also nicht von einem Sinn sprechen, aber der Mondenmensch machte dieses Tönen, das heute dem Hörsinn zugrunde liegt, lebendig mit. Wenn das, was wir heute als Musik hören, auf dem Monde erklungen wäre, so würde nicht nur äußerer Tanz möglich gewesen sein, sondern auch noch innerer Tanz; da hätten sich die inneren Organe alle mit wenigen Ausnahmen so verhalten, wie sich heute mein Kehlkopf und das, was mit ihm zusammenhängt, innerlich bewegend verhält, wenn ich den Ton hindurchsende. Der ganze Mensch war innerlich bebend, harmonisch oder disharmonisch, und wahrnehmend dieses Beben durch den Ton. Also wirklich ein Prozeß, den man wahrnahm, aber den man lebendig mitmachte, ein Lebensprozeß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso war der Wärmesinn ein Lebensprozeß. Heute sind wir verhältnismäßig ruhig gegenüber unserer Umgebung: es kommt uns warm oder kalt vor. Wir erleben das zwar leise mit, auf dem Monde aber wurde es so miterlebt, daß immer die ganze Lebensverfassung anders wurde, wenn die Wärme hinauf- oder herunterging. Also ein viel stärkeres Mitleben; wie man mit dem Ton mitbebte, so wärmte und kühlte man im Innern und empfand dieses Wärmen und Kühlen. Sehsinn, Gesichtssinn: Ich habe schon beschrieben, wie er auf dem Monde war. Man lebte mit den Farben. Gewisse Farben verursachten, daß man seine Gestalt vergrößerte, andere, daß man sie zusammenzog. Heute empfinden wir so etwas höchstens symbolisch. Wir schrumpfen nicht mehr zusammen gegenüber dem Rot und blasen uns nicht mehr auf gegenüber dem Blau; aber auf dem Mond taten wir es. Den Geschmackssinn habe ich schon beschrieben. Geruchssinn war auf dem Monde innig verbunden mit dem Lebensprozesse. Gleichgewichtssinn war auf dem Monde vorhanden, den brauchte man auch schon. Bewegungssinn war sogar viel lebendiger. Heute vibriert man nur wenig, bewegt seine Glieder, es ist alles mehr oder weniger zur Ruhe gekommen, tot geworden. Aber denken Sie, was dieser Bewegungssinn wahrzunehmen hatte, wenn alle diese Bewegungen stattfanden wie das Erbeben durch den Ton. Es wurde der Ton wahrgenommen, mitgebebt, aber dieses innere Beben, das mußte erst wiederum durch den Bewegungssinn wahrgenommen werden, wenn der Mensch es selber hervorrief, und er ahmte nach dasjenige, was der Hörsinn in ihm erweckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenssinn: Nun, aus dem, was ich beschrieben habe, können Sie ersehen, daß der Lebenssinn in demselben Sinne, wie er auf der Erde ist, nicht vorhanden gewesen sein kann auf dem Monde. Das Leben muß man viel mehr als ein allgemeines mitgemacht haben. Man lebte viel mehr im Allgemeinen drinnen. Das innere Leben grenzte sich nicht so durch die Haut ab. Man schwamm im Leben drinnen. Indem alle Organe, alle heutigen Sinnesorgane dazumal Lebensorgane waren, brauchte man nicht einen besonderen Lebenssinn, sondern alle waren Lebensorgane und lebten und nahmen sich gewissermaßen selber wahr. Lebenssinn brauchte man nicht auf dem Monde. Der Tastsinn entstand erst mit dem Mineralreich, das Mineralreich ist aber ein Ergebnis der Erdenentwickelung. In demselben Sinne, wie wir auf der Erde den Tastsinn durch das Mineralreich entwickelt haben, gab es ihn auf dem Monde nicht, der hatte dort ebensowenig einen Sinn wie der Lebenssinn. Zählen wir, wieviel Sinne uns übrigbleiben, die nun in Lebensorgane verwandelt sind: sieben. Das Leben ist immer siebengliedrig. Die fünf, die auf der Erde dazukommen und zwölf machen, weil sie ruhige Bezirke werden, wie die Tierkreisbezirke, die fallen beim Monde weg. Sieben bleiben nur übrig für den Mond, wo die Sinne noch in Bewegung sind, wo sie selber noch lebendig sind. Es gliedert sich also auf dem Mond das Leben, in das die Sinne noch hineingetaucht sind, in sieben Glieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nur ein kleiner elementarer Teil dessen, was man sagen muß, um zu zeigen, daß da nicht Willkür zugrunde liegt, sondern lebendige Beobachtung der übersinnlichen Tatsachenwelt, die während des Erdenseins zunächst nicht in die Sinne der Menschen fällt. Je weiter man vordringt und je weiter man sich wirklich auf die Betrachtung der Weltengeheimnisse einläßt, desto mehr sieht man, wie so etwas nicht eine Spielerei ist, dieses Verhältnis von zwölf zu sieben, sondern wie es wirklich durch alles Sein durchgeht, und wie die Tatsache, daß es draußen ausgedrückt werden muß durch das Verhältnis der ruhenden Sternbilder zu den bewegten Planeten, auch ein Ergebnis ist eines Teiles des großen Zahlengeheimnisses im Weltendasein. Und das Verhältnis der Zwölfzahl zur Siebenzahl drückt ein tiefes Geheimnis des Daseins aus, drückt das Geheimnis aus, in dem der Mensch steht als Sinneswesen zum Lebewesen, zu sich als Lebewesen. Die Zwölfzahl enthält das Geheimnis, daß wir ein Ich aufnehmen können. Indem unsere Sinne zwölf geworden sind, zwölf ruhige Bezirke, sind sie die Grundlage des Ich-Bewußtseins der Erde. Indem diese Sinne noch Lebensorgane waren während der Mondenzeit, konnte der Mensch nur den astralischen Leib haben; da waren diese sieben noch Lebensorgane bildenden Sinnesorgane die Grundlage des astralischen Leibes. Die Siebenzahl wird so geheimnisvoll zugrunde gelegt dem astralischen Leib, wie die Zwölfzahl geheimnisvoll zugrunde liegt der Ich-Natur, dem Ich des Menschen.|170|117ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umgestaltung der Sinnesorgane durch die Geister der Form ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Mond|alten Mond]] gab es drei Naturreiche. In der vierten [[Runde]] der [[Erdentwicklung]] traten diese drei Naturreiche zunächst wieder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man hat es also da zu tun mit den Nachkömmlingen&lt;br /&gt;
der drei Mondenreiche: dem Mineralreich, das noch&lt;br /&gt;
in gewissem Sinne pflanzlich ist, mit dem Pflanzenreiche, das etwas&lt;br /&gt;
wie tierisches Leben hat, und mit einem Tierreiche, das höher steht&lt;br /&gt;
als das gegenwärtige Tierreich. Diese drei Reiche bilden zusammen&lt;br /&gt;
den von Neuem aus dem Dämmerzustand hervortretenden Planeten:&lt;br /&gt;
die Erde.|262|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im höchsten dieser drei Naturreiche veranlagten Sinneskeime wurde dann von den [[Geister der Form|Geistern der Form]], den [[Elohim]], zu &#039;&#039;geformten&#039;&#039; [[Sinnesorgane]]n umgestaltet. Indem sie nun eine feste Form erhielten, wurden sie zu passiven, beinahe physikalischen Apparaten und verloren ihre lebendige Produktivität. Diese verlagerte sich nach innen und bildete das [[Gehirn]] zum [[Verstand]]esorgan aus. Ein Teil der Produktivkraft musste dabei allerdings in eine niederere Sphäre hinuntergestoßen werden und trat dann als zunächst rein vegetative [[Fortpflanzung]]skraft in Erscheinung. Die Neigung der Geschlechter zueinander, die [[Sexualität|sexuelle]] Anziehungskraft, die [[Liebe]] in ihrer niedersten Form, war damit aber noch nicht gegeben. Diese wurde erst durch [[Venus]]wesenheiten bewirkt und sie sorgten auch dafür, dass der [[Verstand]] fruchtbar wurde. Allerdings wäre der Verstand kalt und leidenschaftslos geblieben, wenn in der Folge nicht auch [[Mars]]wesenheiten befeuernd eingegriffen und dadurch auch die Selbstständigkeit des Menschen befördert hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Herausbildung &#039;&#039;dieses&#039;&#039; physischen Zustandes bei den drei&lt;br /&gt;
genannten Reichen obliegt den «Geistern der Form». Sie bilden&lt;br /&gt;
namentlich bei dem höchsten Reiche, dem Tier-Menschenreiche die&lt;br /&gt;
früheren «Sinneskeime» zu wirklich &#039;&#039;geformten&#039;&#039; Sinnesorganen um.&lt;br /&gt;
In allen früheren physischen Zuständen, welche der Mensch durchgemacht&lt;br /&gt;
hat, hatten die Sinnesorgane noch nicht die festgefügte&lt;br /&gt;
Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hören diese Organe dadurch, dass sie eine feste Form&lt;br /&gt;
erhalten, auf, &#039;&#039;aktiv&#039;&#039; zu sein; sie verlieren ihre Produktivität, sie werden&lt;br /&gt;
rein passiv, geeignet zum bloßen Wahrnehmen des von außen&lt;br /&gt;
als Gegenstände Dargebotenen. Die Produktionskraft zieht sich&lt;br /&gt;
also von den Sinnesorganen zurück; sie geht mehr nach innen; sie&lt;br /&gt;
bildet das Verstandesorgan. - Dieses Organ kann aber nicht gebildet&lt;br /&gt;
werden, ohne dass wieder ein Hinabstoßen eines gewissen Teiles&lt;br /&gt;
der menschlichen Genossen auf eine tiefere Stufe stattfindet. Jetzt&lt;br /&gt;
aber stößt der Mensch einen Teil seines Wesens selbst in eine untergeordnete&lt;br /&gt;
Region hinab. Er sondert einen Teil seines Wesens als&lt;br /&gt;
die eigene niedere Natur ab. Und diese niedere Natur behält die&lt;br /&gt;
Produktionskraft, welche die Sinnesorgane haben abgeben müssen.&lt;br /&gt;
Diese in eine niedrigere Sphäre hinabgestoßene Produktionskraft&lt;br /&gt;
wird zur geschlechtlichen Hervorbringungskraft, wie sie auf der&lt;br /&gt;
Erde auftritt. Die «Geister der Form» würden alle Hervorbringungskraft&lt;br /&gt;
und damit alles Leben erstarren machen, zur bloßen&lt;br /&gt;
Form erhärten, wenn sie nicht diese Kraft auf einen Teil des&lt;br /&gt;
Menschenwesens konzentrierten. Daher bewirken die Geister der&lt;br /&gt;
Form die Geschlechtsbildung. Ohne diese müssten statt lebender&lt;br /&gt;
Menschen Statuen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist der ganze Vorgang mit einer völligen Umbildung der&lt;br /&gt;
Erde verknüpft. Es entstehen solche Verhältnisse, dass die geschilderten&lt;br /&gt;
Wesen leben können. Das wird möglich dadurch, dass die&lt;br /&gt;
Erde - jetzt noch mit dem Monde vereint - aus dem sich abspaltet,&lt;br /&gt;
was als Sonne zurückbleibt. Dadurch tritt die Sonne eben als selbständiger&lt;br /&gt;
Körper der Erde entgegen. Das ist die äußere physische&lt;br /&gt;
Bedingung für das Entstehen der äußeren Wahrnehmung, des Gegenstandsbewusstseins,&lt;br /&gt;
und für die Herausbildung der geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Anlagen. Doch hat man es zu dieser Zeit noch durchaus mit&lt;br /&gt;
einer Doppelgeschlechtigkeit zu tun. Das rührt davon her, dass die&lt;br /&gt;
Mondenkräfte noch alle in der Erde darinnen stecken. Nur ist&lt;br /&gt;
während dieser Zeit das Verstandesorgan, obwohl vorhanden, noch&lt;br /&gt;
ganz untätig. Es wird erst seine Aktivität entfalten können, wenn&lt;br /&gt;
die Geschlechts-Produktionskraft sich um die Hälfte vermindert&lt;br /&gt;
hat, so dass ein jedes Wesen nur die Hälfte der früheren Produktionskraft&lt;br /&gt;
sein eigen nennt. Damit ist dann die Zweigeschlechtigkeit&lt;br /&gt;
gegeben. Äußerlich wird das bewirkt durch das Heraustreten&lt;br /&gt;
derjenigen Kräfte aus der Erde, welche diese dann als der gegenwärtige&lt;br /&gt;
Mond umkreisen. Wäre nun diese Abtrennung nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
dann hätte die ganze Erde zu einer starren Masse, zur bloßen&lt;br /&gt;
Form werden müssen. So aber hat sich nur das aus ihr entfernt, was&lt;br /&gt;
unbedingt fest werden musste, und dies ist eben Mond geworden,&lt;br /&gt;
auf dem eben das menschliche Leben nicht sich entfalten konnte.&lt;br /&gt;
So hat sich, aus der gemeinsamen planetarischen Materie heraus,&lt;br /&gt;
die Erde das gerettet, was produktiv sein konnte, wenn auch nur&lt;br /&gt;
auf dem niederen Gebiete des geschlechtlichen Lebens. Der&lt;br /&gt;
Repräsentant der «Geister der Form» ist Jehova. Er bewirkt somit&lt;br /&gt;
die Formung der Sinnesorgane; aber er bewirkte auch, wenn er&lt;br /&gt;
nun mehr allein wirksam wäre, die vollständige Erstarrung in der&lt;br /&gt;
bloßen Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden für den weiteren Fortgang zwei Ereignisse bedeutsam.&lt;br /&gt;
Das Eine ist die Entstehung der beiden Geschlechter aus dem&lt;br /&gt;
oben angegebenen Grunde. Die Form des Geschlechtlichen rührt&lt;br /&gt;
von den Formgeistern her. Aber damit ist nicht auch schon der Zug&lt;br /&gt;
der beiden Geschlechter für einander, die Neigung derselben zu&lt;br /&gt;
einander gegeben. Diese kommt davon, dass sich in dem Leben der&lt;br /&gt;
beiden Geschlechter besondere Wesen verkörpern, welche von&lt;br /&gt;
einem fremden Schauplatze herabsteigen: von der Venus. Durch sie&lt;br /&gt;
wird jetzt die &#039;&#039;Liebe&#039;&#039; in ihrer untergeordnetsten Form, als Neigung&lt;br /&gt;
der Geschlechter [zu einander], der Erde einverleibt. Diese Liebe&lt;br /&gt;
ist dazu berufen, sich immer mehr zu veredeln, und später die&lt;br /&gt;
höchsten Formen anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie nun die Venuswesen das Element [der Neigung] der&lt;br /&gt;
getrennten Geschlechter [zu einander] abgeben, so bewirken sie&lt;br /&gt;
andrerseits auch, dass der Verstand fruchtbar werden kann. Er erhält&lt;br /&gt;
die Hälfte der an der Geschlechtskraft ersparten Produktionsfähigkeit.&lt;br /&gt;
Aus diesem Grunde können sich jetzt die Monaden -&lt;br /&gt;
zunächst ihr [[Manas]]teil -, die sich, wie gezeigt, während Saturn-,&lt;br /&gt;
Sonne- und Mond-Zyklus gebildet haben, in das Verstandesorgan&lt;br /&gt;
herabsenken. Doch wäre das Wirken der Monaden kalt und trocken&lt;br /&gt;
geblieben, wenn nicht der Astralleib einen solchen Einschlag&lt;br /&gt;
erhalten hätte, dass der Mensch die Tätigkeit seines Verstandes mit&lt;br /&gt;
einer gewissen höheren Leidenschaftlichkeit betriebe. Dieser Einschlag&lt;br /&gt;
kam dem Menschen vom Mars her. Und diejenigen, welche&lt;br /&gt;
ihn vermittelten, sind die luziferischen Wesenheiten, welche auf&lt;br /&gt;
dem Monde zwar über die Stufe des späteren Erd-Menschendaseins&lt;br /&gt;
hinausgekommen sind, es aber doch nicht so weit gebracht&lt;br /&gt;
haben, dass sie wie die Lunar-Pitris ihre Mondentwickelung mit&lt;br /&gt;
dem Mondmanvantara hätten abschließen können. Sie bringen, als&lt;br /&gt;
Eingeweihte, jetzt die Mars-Astralkräfte in den Astralleib des Menschen&lt;br /&gt;
und fachen damit in diesem die Leidenschaft für die Betätigung&lt;br /&gt;
des Intellektes an. Damit &#039;&#039;beleben&#039;&#039; sie die Erkenntnis des&lt;br /&gt;
Menschen; sie fachen ihn zur Selbständigkeit an. Das ist die Hilfe&lt;br /&gt;
in der Fortentwickelung des Menschen, welche durch das luziferische&lt;br /&gt;
Prinzip geleistet wird. Allerdings verbanden sie mit der Erkenntnis&lt;br /&gt;
auch den Eigennutz. Denn sie entfachen ja das Denken&lt;br /&gt;
durch die Leidenschaft, und diese bewirkt den Eigennutz. Aber nur&lt;br /&gt;
dadurch ist es möglich geworden, dass der Mensch die Erde seinen&lt;br /&gt;
Zwecken dienstbar gemacht hat, sie in seinen Nutzen genommen&lt;br /&gt;
hat. Jehova hätte bloß die Form des Verstandesorgans gegeben, und&lt;br /&gt;
die Geister von der Venus hätten bloß in diesem einen leidenschaftslosen&lt;br /&gt;
Sinn erweckt; denn was von ihnen nach dieser Richtung gegeben&lt;br /&gt;
werden konnte, ist ja an die Fortpflanzungskraft abgeliefert&lt;br /&gt;
worden.|262|135ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnliche und übersinnliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
Unsere Sinneswahrnehmungen (Licht, Farbe, Ton usw.) zeigen uns nur eine dünne Oberschicht dessen, was wirklich auf uns einströmt, denn hinter dem Sinnlichen wirken eigentlich [[Imagination|Imaginationen]], [[Inspiration|Inspirationen]] und [[Intuition|Intuitionen]]. Sie dringen in unser Wesen ein, bleiben aber unterhalb der Bewusstseinsschwelle, sodass wir etwa nur ein Viertel dessen bewusst wahrnehmen, was auf uns zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jeder Wahrnehmung entsteht in uns zugleich so etwas wie ein „Leichnam“, ein [[Phantom]] der Wahrnehmung: etwas muß in uns sterben, damit wir überhaupt die sinnliche Welt empfinden können. Das ist auch gut so, denn würden uns auch die übersinnlichen Anteile der Wahrnehmung vollständig bewußt, bekämen wir – verführt durch [[Luzifer]] – den Drang, uns vorschnell zu vergeistigen und Engelwesen zu werden, ohne den weiteren menschlichen Entwicklungsgang zu durchlaufen. Der [[Hüter der Schwelle]] verhindert das, indem er nur die äußere Empfindung ins Bewusstsein lässt, während im Unterbewusstsein ein ständiger Kampf zwischen luziferischen Kräften und ihren Gegenspielern stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das erste, was zu sagen sein wird, ist, daß der Mensch mit den Wahrnehmungen, die er von der äußeren Welt empfängt, so wie sie ihm in seinem Bewußtsein erscheinen, eigentlich nur einen kleinen Teil dessen wirklich aufnimmt, was da auf ihn einstürmt. Indem der Mensch in der physischen Welt darinnensteht, seine Sinnesorgane geöffnet hat, mit seinem Verstand, der an sein Gehirn, an sein Nervensystem gebunden ist, die Welt betrachtet und sich zu erklären versucht, was da auf diese Weise an den Menschen herankommt, gelangt eigentlich nur ein kleiner Teil dessen, was da heranstürmt, wirklich zur menschlichen Vorstellung, tritt nur ein kleiner Teil wirklich in das Bewußtsein des Menschen ein. Im Licht und in den Farben, im Ton und so weiter ist viel mehr enthalten, als dem Menschen zum Bewußtsein kommt. Die äußerliche materialistische Physik spricht in ihrer kindlichen Weltauffassung davon, daß hinter den Farben, hinter dem Licht und so weiter materielle Vorgänge seien, Atomschwingungen und dergleichen. Das ist eben wirklich nur, man kann schon sagen, eine kindliche Weltauffassung. Denn in Wahrheit stellt sich das Folgende ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen mit dem hellseherischen Blick das menschliche Wahrnehmen erforschen, denn von diesem Beobachten des wirklichen Wahrnehmungsvorganges kann erst ein Verständnis über das Verhältnis des Menschen zu der Umwelt, die ihm vorliegt, ausgehen, wenn wir auch nur auf dem physischen Plane bleiben. Etwas höchst Eigentümliches zeigt sich, wenn man den Wahrnehmungsvorgang hellseherisch beobachtet. Sagen wir, irgend etwas wirke auf unser Auge, wir nehmen Licht oder Farbe wahr, wir haben also in unserem Bewußtsein die Empfindung des Lichtes oder der Farbe: das Merkwürdige, was man nun entdeckt durch die Geistesforschung, ist, daß im Menschenwesen nicht nur dieses Licht und diese Farbe auftreten, sondern daß da wie im Gefolge von Licht und Farbe gleichzeitig mit unserer Empfindung von Licht- und Farbenbildern, man möchte sagen, eine Art von Licht- oder Farbenleichnam in uns auftritt. Unser Auge veranlaßt uns, daß wir die Licht- und Farbenempfindung haben. Man könnte also sagen: das Licht strömt zu und bereitet uns die Lichtempfindung, aber tiefer in unser Wesen hineinschauend, entdecken wir, daß, während in unserem Bewußtsein das Licht sitzt, unser Menschenwesen durchzogen wird von etwas, was in diesem Menschenwesen sterben muß, damit wir die Lichtempfindung haben können. Keine Wahrnehmung, keine Empfindung von außen können wir haben, ohne daß sich gleichsam durchdrückt durch diese Empfindung eine Art Leichenbildung, die wie im Gefolge dieser Empfindung auftritt. Geistesforschung muß eben sagen: Da schaue ich mir den Menschen an, ich weiß, jetzt empfindet er rot. Ich sehe aber, daß dieses Rot, das in seinem Bewußtsein lebt, von sich gleichsam etwas ausgießt, sein ganzes Wesen, insofern es in seine Haut und in die Grenzen seines Ätherleibes eingeflossen ist, durchdringt mit etwas, was wie der Leichnam der Farbe ist, was etwas ertötet in dem Menschen. Denken Sie nur einmal, daß wir eigentlich immer, indem wir der physischen Welt gegenüberstehen und unsere Sinnesorgane offen haben, die Leichname aller unserer Wahrnehmungen wie Phantome, aber wirksame Phantome, in uns aufnehmen. Immer stirbt etwas in uns, indem wir die Außenwelt wahrnehmen. Es ist das ein höchst eigentümliches Phänomen. Und der Geistesforscher muß sich fragen: Ja, was geschieht denn da? Was ist denn die Ursache von diesem höchst eigenartigen Phänomen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß man betrachten, wie es sich eigentlich mit dem verhält, was da wie Licht an uns heranstürmt. Dieses Licht hat eben vieles hinter sich. Es ist gleichsam das, was das Licht offenbart, nur der Vorposten desjenigen, was an uns heranstürmt. Hinter dem Licht steht allerdings nicht jene Wellenbewegung, von der die äußere Physik phantasiert, sondern hinter dem Licht, hinter allen Wahrnehmungen, hinter allen Eindrücken steht zunächst das, was wir nur erfassen, wenn wir geisteswissenschaftlich die Welt anschauen durch Imaginationen, durch schöpferische Bilder. In dem Augenblick, wo wir alles sehen würden, alles wahrnehmen würden, was in dem Licht oder in dem Tone oder in der Wärme lebt, würden wir hinter dem, was uns zum Bewußtsein kommt, die schöpferische Imagination wahrnehmen und in dieser sich wieder offenbarend die Inspiration, und in dieser die Intuition. Es ist dasjenige, was uns zum Bewußtsein kommt als Licht- und Tonempfindung, gleichsam die oberste Schicht, gleichsam nur der Schaum dessen, was an uns heranschwingt, aber es lebt darin, was, wenn es uns zum Bewußtsein käme, zur Imagination, Inspiration, Intuition in uns werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich haben wir nur ein Viertel von dem, was an uns heranstürmt, wirklich in der Wahrnehmung gegeben, die anderen drei Viertel dringen in uns ein, ohne daß es uns zum Bewußtsein kommt. Während wir also dastehen und eine Farbenempfindung haben, dringen, gleichsam durch die Fläche der Farbenempfindung, die schöpferische Imagination, die Inspiration, die Intuition in uns ein, versenken sich in uns. Wenn wir sie näher untersuchen, diese drei letzteren Eindringlinge, so finden wir, daß, wenn diese Imagination, Inspiration, Intuition so, wie sie sich durch die Sinnesempfindung in unseren Organismus hereindrängen wollen, wirklich in diesen hereinkämen, sie so wirken würden, daß sie auch noch während der Zeit unseres physischen Erdendaseins zwischen Geburt und Tod eine solche Vergeistigung in uns hervorrufen würden, wie ich sie gestern angedeutet habe als ein mögliches Ergebnis der Verführung Luzifers. Es würden diese Imagination, Inspiration, Intuition so auf uns wirken, daß wir den Drang bekämen, alles, alles Hegen zu lassen, was noch an Anlagen für unser Streben nach fernen Zukünften, zum Menschenideal, in uns vorhanden ist, und wir würden uns vergeistigen wollen mit all dem, wie wir sind. Wir würden geistige Wesenheiten werden wollen auf dem Vollkommenheitsgrade, den wir bis dahin erlangt haben durch unser Vorleben. Wir würden uns gewissermaßen sagen: Mensch zu werden, das ist uns eine zu große Anstrengung, da müßten wir noch einen schwierigen Weg in die Zukunft gehen. Wir lassen das, was noch an Möglichkeiten zum Menschen hin in uns Hegt. Wir werden Heber ein Engel mit all den Unvollkommenheiten, die wir an uns tragen, denn da kommen wir in die geistige Welt unmittelbar hinauf, da vergeistigen wir unser Wesen. Wir werden dann allerdings unvoUkommener, als wir nach unseren Anlagen werden könnten im Kosmos, aber wir werden eben geistige, engelartige Wesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ersehen Sie wiederum an einem Beispiel, wie wichtig das ist, was man nennt : die Schwelle der geistigen Welt, und wie wichtig die Wesenheit ist, die man den Hüter der Schwelle nennt. Denn da steht er schon an dem Punkt, von dem ich eben jetzt gesprochen habe. Er läßt in unser Bewußtsein nur die Empfindung selber herein und läßt nicht dasjenige hereinkommen, was als Imagination, als Inspiration, als Intuition, wenn es in unser Bewußtsein eintreten würde, einen unmittelbaren Drang nach Vergeistigung, so wie wir sind, mit Verzicht auf alles folgende Menschheitsleben in uns erzeugen würde. Das muß uns verhüllt werden, davor wird die Türe unseres Bewußtseins zugeschlossen, aber in unsere Wesenheit dringt es ein. Und indem es in unsere Wesenheit eindringt, ohne daß wir es mit dem Lichte unseres Bewußtseins durchleuchten können, indem wir es hinuntersteigen lassen müssen in die finsteren Untergründe unseres Unterbewußtseins, kommen die geistigen Wesenheiten, deren Gegner Luzifer ist, von der anderen Seite in unser Wesen herein, und es entsteht jetzt in uns der Kampf zwischen Luzifer, der seine Imagination, Inspiration, Intuition hereinsendet, und denjenigen geistigen Wesenheiten, deren Gegner Luzifer ist. Diesen Kampf würden wir immer schauen bei jeder Empfindung, bei jeder Wahrnehmung, wenn nicht für das äußere Wahrnehmen die Schwelle der geistigen Welt gesetzt wäre, der gegenüber sich nur der hellseherische Blick nicht verschließt.|153|106ff}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere und äußere Sinne ===&lt;br /&gt;
==== Die sieben äußeren Sinne und ihre Beziehung zu Imagination, Inspiration und Intuition ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 048.gif|mini|center|800px|Zeichnung aus GA 199, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie wissen, wenn der Mensch aufsteigt von der gewöhnlichen Sinneserkenntnis&lt;br /&gt;
zur höheren Erkenntnis, kann er es dadurch tun, daß er mit&lt;br /&gt;
seinem Geistig-Seelischen aus seinem physischen Leib heraustritt. Dann&lt;br /&gt;
treten die höheren Arten des Erkennens auf: Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition. Ich möchte sagen: beschreibend sind Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition ja geschildert in meiner «[[Geheimwissenschaft im Umriß]]» und&lt;br /&gt;
in meiner Schrift «[[Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]». Aber Sie werden sich leicht vorstellen können, daß wir, gerade&lt;br /&gt;
wenn wir diese Gliederung der Sinne vor uns haben, zu einer besonderen&lt;br /&gt;
Charakteristik dessen gelangen können, was Anschauung der&lt;br /&gt;
höheren Welten ist. Wir dringen aus uns heraus. Über welche Grenze&lt;br /&gt;
schreiten wir denn da? Wenn wir in uns bleiben, wenn wir in uns&lt;br /&gt;
stecken, dann sind die Sinne unsere Grenzen; wenn wir aus uns herausdringen,&lt;br /&gt;
dann dringen wir durch die Sinne nach außen. Es ist ganz, ich&lt;br /&gt;
möchte sagen, selbstverständlich, daß, wenn unser Geistig-Seelisches&lt;br /&gt;
die Leibeshülle verläßt, es durch die Sinne nach außen dringt. Wir kommen&lt;br /&gt;
also durch die äußeren Sinne, durch den Geschmackssinn, den&lt;br /&gt;
Sehsinn, den Wärmesinn, den Hörsinn, den Wortesinn, den Gedankensinn&lt;br /&gt;
und den Ichsinn nach außen. Wir werden nachher sehen, wohin&lt;br /&gt;
wir kommen, wenn wir durch die andere Grenze, wo die Sinne sich&lt;br /&gt;
nach innen öffnen, nach innen dringen. Also wir dringen durch die&lt;br /&gt;
Sinne nach außen, indem wir mit unserem Geistig-Seelischen gewissermaßen&lt;br /&gt;
unsere Leibesgrenze verlassen. Da passieren wir zum Beispiel&lt;br /&gt;
den Sehsinn nach außen: das heißt, wir dringen mit unserem Geistig-&lt;br /&gt;
Seelischen nach außen, indem wir unsere Sehwerkzeuge zurücklassen.&lt;br /&gt;
Indem wir uns bewegen in der Welt, mit dem seelischen Auge sehend,&lt;br /&gt;
aber die physischen Augen zurücklassend, wenn wir also gerade durch&lt;br /&gt;
das Auge verlassen unsere Leiblichkeit, kommen wir in jene Region&lt;br /&gt;
hinein, wo die Imagination waltet (siehe Zeichnung Seite 48).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir wirklich imstande sind, durch die Initiation gerade&lt;br /&gt;
durch das Auge hinauszudringen in die geistige Welt, dann bekommen&lt;br /&gt;
wir reine Imaginationen, Imaginationen, die, ich möchte sagen, Bilder&lt;br /&gt;
sind, so wie der Regenbogen ein Bild ist, reine Bildimaginationen, webend&lt;br /&gt;
und lebend im Seelisch-Geistigen. Noch tingiert mit den letzten&lt;br /&gt;
Resten materiellen Daseins erscheinen die Bilder, wenn wir durch das&lt;br /&gt;
Geschmacksorgan nach außen dringen. So daß wir also sagen können:&lt;br /&gt;
Dringen wir durch das Geschmacksorgan nach außen, so sind die Imaginationen&lt;br /&gt;
tingiert, also förmlich betupft mit Materialität. Wir bekommen&lt;br /&gt;
nicht reine duftige Bilder wie beim Regenbogen, sondern wir bekommen&lt;br /&gt;
etwas, was tingiert ist, was gewissermaßen im Bilde etwas wie&lt;br /&gt;
einen letzten Rest des Materiellen enthält: wir bekommen Gespenster,&lt;br /&gt;
richtige Gespenster, wenn wir durch das Geschmacksorgan den physischen&lt;br /&gt;
Leib verlassen. Verläßt man durch den Wärmesinn den physischen Leib,&lt;br /&gt;
so bekommt man die Bilder auch tingiert. Die Bilder, die sonst rein sind,&lt;br /&gt;
ich möchte sagen, wie der Regenbogen, die erscheinen dann so, daß sie&lt;br /&gt;
uns seelisch in einer gewissen Weise affizieren. Das macht jetzt ihre Tingierung&lt;br /&gt;
aus. Beim Geschmacksorgan verdichtet sich gleichsam das Bild&lt;br /&gt;
zum Gespensterhaften. Wenn wir aber durch den Wärmesinn nach außen&lt;br /&gt;
gehen, bekommen wir allerdings auch Imaginationen, aber Imaginationen,&lt;br /&gt;
welche seelisch wirken, welche sympathisch, antipathisch wirken,&lt;br /&gt;
welche seelisch warm oder kalt wirken. Also die Bilder erscheinen nicht&lt;br /&gt;
in der gleichen Weise gelassen wie die andern, sondern sie erscheinen&lt;br /&gt;
warm oder kalt, aber seelisch warm oder kalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun durch unser Ohr, durch den Gehörsinn unseren Leib&lt;br /&gt;
verlassen, dann kommen wir hinaus in die geistig-seelische Welt und&lt;br /&gt;
erleben die Inspiration. Also hier vorher (in der Zeichnung) erleben&lt;br /&gt;
wir Imaginationen, tingiert mit seelisch Affizierendem; wenn wir durch&lt;br /&gt;
den Gehörsinn unseren Leib verlassen, dringen wir in das Gebiet der&lt;br /&gt;
Inspiration. Während sonst diese Sinne mehr nach außen hin gehen,&lt;br /&gt;
dringt jetzt das, was da vom Wärmesinn zum Gehörsinn herüberkommt,&lt;br /&gt;
wenn wir den Leib verlassen, mehr in unser seelisch-geistiges&lt;br /&gt;
Inneres ein. Denn Inspirationen gehören mehr dem seelisch-geistigen&lt;br /&gt;
Inneren an als Imaginationen, wir werden mehr berührt, nicht nur&lt;br /&gt;
affektiv, sondern wir fühlen uns durchdrungen mit Inspirationen, wie&lt;br /&gt;
wir uns leiblich durchdrungen fühlen mit der Luft, die wir eingeatmet&lt;br /&gt;
haben, so fühlen wir uns seelisch durchdrungen mit den Inspirationen,&lt;br /&gt;
in deren Region wir hineingelangen, wenn wir durch den Gehörsinn&lt;br /&gt;
unseren Leib verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir durch den Wortesinn, durch den Sprachsinn unseren Leib&lt;br /&gt;
verlassen, dann tingieren sich wiederum die Inspirationen. Das ist etwas,&lt;br /&gt;
was ganz besonders wichtig ist, daß man kennenlernt dasjenige Organ,&lt;br /&gt;
das ebenso real da ist in der physischen Organisation, wie der Gehörsinn&lt;br /&gt;
da ist, wenn man sich ein Gefühl erwirbt zunächst für das, was der&lt;br /&gt;
Sprachsinn ist. Wenn man durch dieses Organ den physischen Leib&lt;br /&gt;
mit dem Geistig-Seelischen verläßt, so tingiert sich die Inspiration mit&lt;br /&gt;
innerlichem Erleben, mit dem Sich-Eins-Fühlen mit dem fremden&lt;br /&gt;
Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir durch den Gedankensinn unseren Leib verlassen, dann&lt;br /&gt;
dringen wir in das Gebiet der Intuitionen. Und wenn wir durch den&lt;br /&gt;
Ichsinn unseren Leib verlassen, dann sind die Intuitionen tingiert mit&lt;br /&gt;
Wesenhaftem der geistigen Außenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So dringen wir immer mehr und mehr in das Wesenhafte der geistigen&lt;br /&gt;
Außenwelt ein, sobald wir mit unserem Geistig-Seelischen den&lt;br /&gt;
Leib verlassen, und wir können immer hinweisen darauf, wie eigentlich&lt;br /&gt;
das, was uns umgibt, die geistige Welt ist. Aber der Mensch ist gewissermaßen&lt;br /&gt;
herausgedrängt aus der geistigen Welt. Was da hinter den Sinnen&lt;br /&gt;
ist, nimmt er ja erst wahr, wenn er durch sein Geistig-Seelisches den&lt;br /&gt;
Leib verläßt. Aber es drückt sich ab durch die Sinne: Es erscheinen uns&lt;br /&gt;
die Intuitionen durch den Ich- und den Gedankensinn, aber nur die&lt;br /&gt;
Abdrücke davon; die Inspirationen durch den Wortesinn und den Hörsinn,&lt;br /&gt;
aber wiederum nur Abdrücke davon; die Imaginationen durch den&lt;br /&gt;
Wärmesinn und den Sehsinn, und ein wenig durch den Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
aber abgetönt, hereingenommen, ins Sinnliche verwandelt. Schematisch&lt;br /&gt;
könnte man die Sache so zeichnen: An der Grenze ist die Wahrnehmung&lt;br /&gt;
der Sinneswelt (siehe Zeichnung, rot); gelangt man hinaus mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 052.gif|center|200px|Zeichnung aus GA 199, S. 52]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Geistig-Seelischen, so dringt man in die geistige Welt ein (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung, gelb) durch Imagination, Inspiration und Intuition. Und&lt;br /&gt;
das zu Imaginierende, das zu Inspirierende, zu Intuitierende, das ist da&lt;br /&gt;
draußen. Aber indem es in uns eindringt, wird es zu unserer Sinneswelt.&lt;br /&gt;
Sie sehen: Atome sind nicht da draußen, wie es sich die Materialisten&lt;br /&gt;
phantasieren, sondern da draußen ist die Welt des Imaginativen, des&lt;br /&gt;
Inspirierten, des Intuitiven. Und indem diese Welt auf uns wirkt, entstehen&lt;br /&gt;
die Abdrücke davon in den äußeren Sinneswahrnehmungen.|199|49ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die seelischen Wirkungen der fünf inneren Sinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wie ist es nun, wenn wir durch die inneren Sinne, den Lebenssinn, den&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, den Gleichgewichtssinn, den Tastsinn, den Geruchssinn&lt;br /&gt;
in unser Inneres eindringen, wenn wir - ebenso, wie wir durch die&lt;br /&gt;
äußeren Sinne nach außen dringen - durch diese inneren Sinne in uns&lt;br /&gt;
eindringen? Da nimmt sich die Sache überhaupt anders aus. Schreiben&lt;br /&gt;
wir uns noch einmal diese inneren Sinne auf: Geruchssinn, Tastsinn,&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Lebenssinn. Was da eigentlich in&lt;br /&gt;
uns vorgeht, das wird da nicht wahrgenommen. Wir nehmen im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
Leben eigentlich das, was im Bereiche dieser Sinne vorgeht,&lt;br /&gt;
nicht wahr; das bleibt unterbewußt. Dasjenige, was wir im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
Leben durch diese Sinne wahrnehmen, ist schon heraufgestrahlt&lt;br /&gt;
in das Seelische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn das die äußere geistige Welt der Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition ist (siehe Zeichnung S. 54, rot), so strahlt sie gewissermaßen&lt;br /&gt;
auf unsere Sinne, und durch die Sinne wird vor uns hingestellt,&lt;br /&gt;
wird die sinnliche Welt eben erzeugt. Da wird also um eine Stufe hereingeschoben&lt;br /&gt;
die äußere Geistwelt. Was aber diese Sinne umschließt, und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 054.gif|center|400px|Zeichnung aus GA 199, S. 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was da unten in der Körperlichkeit wühlt (orange), das nimmt man unmittelbar&lt;br /&gt;
nicht wahr. So wie man unmittelbar nicht wahrnimmt die&lt;br /&gt;
objektive äußere Geistwelt, sondern nur in ihrer Hereingeschobenheit&lt;br /&gt;
in unsere Sinne, so nimmt man unmittelbar auch nicht das wahr, was da&lt;br /&gt;
in unserem Körper wühlt, sondern nur das Heraufgeschobensein in das&lt;br /&gt;
Seelische. Man nimmt gewissermaßen die seelischen Wirkungen dieser&lt;br /&gt;
inneren Sinne wahr. Sie nehmen nicht die Vorgänge wahr, welche die&lt;br /&gt;
Lebensvorgänge sind, sondern Sie nehmen wahr vom Lebenssinn (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung Seite 48), was Gefühl ist davon, was Sie nicht wahrnehmen,&lt;br /&gt;
wenn Sie schlafen, was Sie wahrnehmen als innere Behaglichkeit beim&lt;br /&gt;
Wachen, als das Durchbehaglichtsein, was nur gestört ist, wenn einem&lt;br /&gt;
irgend etwas weh tut in seinem Inneren. Da ist der Lebenssinn, der sonst&lt;br /&gt;
als Behaglichkeit heraufstrahlt, so, daß er gestört ist, geradeso wie ein&lt;br /&gt;
äußerer Sinn gestört ist, wenn man zum Beispiel schlecht hört. Aber im&lt;br /&gt;
ganzen lebt sich beim gesunden Menschen der Lebenssinn als Behaglichkeit&lt;br /&gt;
aus. Jenes Durchdrungensein von Behaglichkeit, erhöht nach einer&lt;br /&gt;
würzigen Mahlzeit, etwas herabgestimmt beim Hunger, dieses allgemeine&lt;br /&gt;
innerliche Sich-Fühlen, das ist die in die Seele hineingestrahlte&lt;br /&gt;
Wirkung des Lebenssinnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bewegungssinn (siehe Zeichnung Seite 48), dasjenige, das da in&lt;br /&gt;
uns vorgeht, indem wir durch Verkürzung und Verlängerung unserer&lt;br /&gt;
Muskeln wahrnehmen, ob wir gehen oder stehen, ob wir springen oder&lt;br /&gt;
tanzen, also wodurch wir wahrnehmen, ob und wie wir in Bewegung&lt;br /&gt;
sind, das gibt, in die Seele hineingestrahlt, jenes Freiheitsgefühl des&lt;br /&gt;
Menschen, das ihn sich als Seele empfinden laßt: Empfindung des eigenen&lt;br /&gt;
freien Seelischen. Daß Sie sich als eine freie Seele empfinden, das&lt;br /&gt;
ist die Ausstrahlung des Bewegungssinnes, das ist das Hereinstrahlen&lt;br /&gt;
der Muskelverkürzungen und Muskelverlängerungen in Ihr Seelisches,&lt;br /&gt;
so wie die innere Behaglichkeit oder Unbehaglichkeit das Hereinstrahlen&lt;br /&gt;
der Ergebnisse, der Erfahrungen des Lebenssinnes in Ihr Seelisches ist.&lt;br /&gt;
Wenn der Gleichgewichtssinn hereinstrahlt in das Seelische, da lösen&lt;br /&gt;
wir schon sehr stark dieses Seelische los. Denken Sie nur einmal, wie&lt;br /&gt;
wenig wir darauf aus sind - wenn wir nicht gerade ohnmächtig geworden&lt;br /&gt;
sind, dann wissen wir nichts davon —, unmittelbar wirklich zu&lt;br /&gt;
empfinden, daß wir in die Welt im Gleichgewichte hineingestellt sind.&lt;br /&gt;
Wie empfinden wir denn, in die Seele hineingestrahlt, die Erlebnisse&lt;br /&gt;
des Gleichgewichtssinnes? Das ist schon ganz seelisch: wir empfinden das&lt;br /&gt;
als innere Ruhe, als jene innere Ruhe, welche macht, daß, wenn ich&lt;br /&gt;
von da bis hierher gehe, ich doch nicht zurücklasse den, der da in meinem&lt;br /&gt;
Körper steckt, sondern ihn mitnehme; der bleibt ruhig derselbe.&lt;br /&gt;
Und so könnte ich durch die Luft fliegen, ich würde ruhig derselbe bleiben.&lt;br /&gt;
Das ist dasjenige, was uns unabhängig erscheinen läßt von der Zeit.&lt;br /&gt;
Ich lasse mich auch heute nicht zurück, sondern ich bin morgen derselbe.&lt;br /&gt;
Dieses Unabhängigsein von der Körperlichkeit, das ist das Hineinstrahlen&lt;br /&gt;
des Gleichgewichtssinnes in die Seele. Es ist das Sich-als-Geist-&lt;br /&gt;
Fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch weniger nehmen wir wahr die inneren Vorgänge des Tastsinnes.&lt;br /&gt;
Die projizieren wir ja ganz nach außen. Wir fühlen den Körpern&lt;br /&gt;
an, ob sie hart oder weich sind, ob sie rauh oder glatt sind, ob sie seidig&lt;br /&gt;
sind oder wollen; wir projizieren die Erlebnisse des Tastsinnes ganz&lt;br /&gt;
in den äußeren Raum. Eigentlich ist das, was wir im Tastsinn haben,&lt;br /&gt;
ein inneres Erlebnis, aber was da innerlich vorgeht, das bleibt ganz im&lt;br /&gt;
Unbewußten. Davon ist nur ein Schatten vorhanden in den Eigenschaften&lt;br /&gt;
des Tastsinnes, die wir den Körpern zuschreiben. Aber das&lt;br /&gt;
Organ des Tastsinnes, das macht, daß wir die Gegenstände seiden oder&lt;br /&gt;
wollen, hart oder weich, rauh oder glatt fühlen. Das strahlt auch ins&lt;br /&gt;
Innere herein, das strahlt in die Seele herein; nur merkt der Mensch&lt;br /&gt;
den Zusammenhang seines seelischen Erlebnisses mit dem, was der&lt;br /&gt;
äußere Tastsinn ertastet, nicht, weil die Dinge sich sehr differenzieren -&lt;br /&gt;
was da ins Innere hineinstrahlt und was nach außen hin erlebt wird.&lt;br /&gt;
Aber dasjenige, was da ins Innere hineinstrahlt, ist nichts anderes als&lt;br /&gt;
das Durchdrungensein mit dem Gottgefühl. Der Mensch würde, wenn&lt;br /&gt;
er keinen Tastsinn hatte, das Gottgefühl nicht haben. Was da im&lt;br /&gt;
Tastsinn sich als Rauheit und Glatte, Härte und Weichheit erfühlt, das&lt;br /&gt;
ist das nach außen Strahlende; was sich zurückschlägt in der Seelenerscheinung,&lt;br /&gt;
das ist das Durchdrungensein mit der allgemeinen Weltsubstantialität,&lt;br /&gt;
das Durchdrungensein mit dem Sein als solchem. Wir&lt;br /&gt;
konstatieren das Sein der äußeren Welt gerade durch den Tastsinn. Wir&lt;br /&gt;
glauben noch nicht, wenn wir irgend etwas sehen, daß es auch im Raume&lt;br /&gt;
vorhanden ist; wir überzeugen uns, daß es im Raume vorhanden ist,&lt;br /&gt;
wenn der Tastsinn es ertasten kann. Dasjenige, was alle Dinge durchdringt,&lt;br /&gt;
was auch in uns hereindringt, was Sie alle hält und trägt, diese&lt;br /&gt;
alles durchdringende Gottsubstanz kommt ins Bewußtsein und ist, nach&lt;br /&gt;
innen reflektiert, das Erlebnis des Tastsinnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruchssinn: seine Ausstrahlung nach außen kennen Sie. Wenn&lt;br /&gt;
der Geruchssinn aber seine Erlebnisse nach innen strahlt, dann merkt&lt;br /&gt;
der Mensch schon gar nicht mehr, wie diese inneren Erlebnisse mit den&lt;br /&gt;
äußeren Erlebnissen zusammenfallen. Wenn der Mensch irgend etwas&lt;br /&gt;
riecht, so ist das die Ausstrahlung seines Geruchssinnes nach außen; er&lt;br /&gt;
projiziert die Bilder nach außen. Aber diese Wirkung projiziert sich&lt;br /&gt;
auch nach innen. Der Mensch beachtet sie nur seltener als die Wirkung&lt;br /&gt;
nach außen. Manche Leute riechen gern wohlriechende Dinge, da beobachten&lt;br /&gt;
sie die Ausstrahlung des Geruchssinnes nach außen. Aber es gibt&lt;br /&gt;
auch Leute, die sich dem hingeben, was da als die Wirkung des Geruchssinnes&lt;br /&gt;
nach innen so intensiv das Innere ergreift, was nicht nur wie das&lt;br /&gt;
Gottesgefühl den Menschen durchdringt, sondern was sich so hineinsetzt&lt;br /&gt;
in den Menschen, daß er es als mystisches Einssein mit Gott&lt;br /&gt;
empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::5. [[Geruchssinn]] = mystisches Einssein mit Gott&lt;br /&gt;
::4. [[Tastsinn]] = Durchdrungensein mit dem Gottgefühl&lt;br /&gt;
::3. [[Gleichgewichtssinn]] = innere Ruhe, sich als Geist fühlen&lt;br /&gt;
::2. [[Bewegungssinn]] = Empfindung des eigenen freien Seelischen&lt;br /&gt;
::1. [[Lebenssinn]] = Behaglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, man muß sich, wenn man die Dinge durchschaut, so wie sie&lt;br /&gt;
wirklich in der Welt sind, von manchem sentimentalen Vorurteile losmachen.&lt;br /&gt;
Denn manch einer wird ganz sonderbare Gefühle haben, wenn&lt;br /&gt;
er Mystiker sein will und nun erfährt, was eigentlich dieses mystische&lt;br /&gt;
Erlebnis im Verhältnis zur Sinneswelt ist: es ist das in das Innere der&lt;br /&gt;
Seele einstrahlende Geruchssinn-Erlebnis.“ {{GZ||199|53ff}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Lehrstunden für Teilnehmende der erkenntniskultischen Arbeit vom 20. Mai 1913 in Stuttgart wird nach den Aufzeichnungen von [[Elisabeth Vreede]] allerdings der [[Geruchssinn]] auch als der gefährlichste von allen Sinnen bezeichnet, da er uns unmittelbar in den Bereich der [[Schwarze Magie|schwarzen Magier]] bringt, wenn wir ihn auf [[geistige Wesenheiten]] beziehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Geruchssinn (Skorpion) ist der gefährlichste Sinn, wenn wir versuchen, ihn in Beziehung zu setzen zu geistigen Wesenheiten, denn er bringt uns sofort in das Gebiet der schwarzen Magier.|265a|187}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich die folgende von uns erweiterte Darstellung der Zeichnung zu {{GZ||199|48}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:12 Sinne b.png|mini|center|800px|Erweiterte Darstellung der Zeichnung zu GA 199, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinneslehre Rudolf Steiners}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinn (Wahrnehmung)}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Sinnesorgan}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinnesorgan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]], Cornelius Bohlen (Vorwort): &#039;&#039;Die zwölf Sinne des Menschen in ihrer Beziehung zu Imagination, Inspiration, Intuition&#039;&#039;, Rudolf Steiner Verlag 2017, ISBN 978-3727454127&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung&#039;&#039;, [[GA 2]] (2002), ISBN 3-7274-0020-X {{Schriften|002}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wahrheit und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 3]] (1980), ISBN 3-7274-0030-7 {{Schriften|003}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|004}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1904 - 1908), im Kapitel &#039;&#039;Das Leben des Saturn&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Stufen der höheren Erkenntnis&#039;&#039;, [[GA 12]] (1993), ISBN 3-7274-0120-6 {{Schriften|012}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 3-7274-0130-3 {{Schriften|013}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vom Menschenrätsel&#039;&#039;, [[GA 20]] (1984), ISBN 3-7274-0200-8 {{Schriften|020}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Von Seelenrätseln&#039;&#039;, [[GA 21]] (1983), ISBN 3-7274-0210-5 {{Schriften|021}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophische Leitsätze&#039;&#039;, [[GA 26]] (1998), ISBN 3-7274-0260-1 {{Schriften|026}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mein Lebensgang&#039;&#039;, [[GA 28]] (2000), ISBN 3-7274-0280-6 {{Schriften|028}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910&#039;&#039;, [[GA 45]] (1980) {{Schriften|045}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 81]] (1994), ISBN 3-7274-0810-3 {{Vorträge|081}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundelemente der Esoterik&#039;&#039;, [[GA 93a]] (1972), S 67 ff. (Berlin, 4. Oktober 1905) - In diesem Vortrag spricht Rudolf Steiner bereits davon, dass es in Wahrheit zwölf Sinne gibt. Davon seien fünf schon physisch und zwei andere würden während der weiteren Enwicklung des Menschen auf Erden noch physisch werden. {{Vorträge|093a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (1980) {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt&#039;&#039;, [[GA 153]] (1997), ISBN 978-3-7274-1530-2 {{Vorträge|153}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Okkultes Lesen und okkultes Hören&#039;&#039;, [[GA 156]] (2003), ISBN 3-7274-1561-4 {{Vorträge|156}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Weltwesen und Ichheit&#039;&#039;, [[GA 169]] (1963), Berlin, 20. Juni 1916 {{Vorträge|169}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&#039;&#039;, [[GA 170]] (1978), Siebenter Vortrag, Dornach, 12. August 1916 {{Vorträge|170}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Wissenschaft vom Werden des Menschen&#039;&#039;, [[GA 183]] (1990), ISBN 3-7274-1830-3 {{Vorträge|183}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung&#039;&#039;, [[GA 199]] (1985), ISBN 3-7274-1990-3 {{Vorträge|199}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist – Zweiter Teil&#039;&#039;, [[GA 206]] (1991), ISBN 3-7274-2060-X {{Vorträge|206}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren&#039;&#039;, [[GA 234]] (1994), ISBN 3-7274-2342-0 {{Vorträge|234}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]],[[Marie Steiner-von Sivers]]: &#039;&#039;Briefwechsel und Dokumente 1901–1925&#039;&#039;, 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, [[GA 262]] (2002), ISBN 3-7274-2620-9 {{Briefe|262}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Lehrstunden für Teilnehmende der erkenntniskultischen Arbeit 1906-1924&#039;&#039;, [[GA 265a]] (2024), ISBN 978-3-7274-2655-1&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik&#039;&#039;, [[GA 293]] (1992), ISBN 3-7274-2930-5 {{Vorträge|293}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grenzen der Naturerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 322]] (1981), ISBN 3-7274-3220-9 {{Vorträge|322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 14, Dornach Michaeli 1965 {{BE|014}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-014-1965.pdf]&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 34: &#039;&#039;Aufzeichnungen Rudolf Steiners zur Sinneslehre&#039;&#039;, Dornach Sommer 1971 {{BE|034}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-034-1971.pdf]&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 58/59: &#039;&#039;Aufzeichnungen von Rudolf Steiner zur Heilkunst und zu den Lebensstufen&#039;&#039;, Dornach Weihnachten 1977 {{BE|058-059}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-058.059-1977.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandtafelzeichnungen&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wandtafelzeichnungen Band IV&#039;&#039;, K58/4, Dornach 2000&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wandtafelzeichnungen Band VII&#039;&#039;, K58/7 Dornach 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Andere Autoren&lt;br /&gt;
* Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: &#039;&#039;Die zwölf Sinne in der seelischen Beobachtung  – Eine Exkursion&#039;&#039;. Sentovision, Basel 2019, ISBN 978-3037521083&lt;br /&gt;
* Robert F. Schmidt, Hans-Georg Schaible: &#039;&#039;Neuro- und Sinnesphysiologie&#039;&#039;, 5. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2006, ISBN 978-3540257004, eBook ISBN 978-3540294917&lt;br /&gt;
* Albert Soesman: &#039;&#039;Die zwölf Sinne. Tore der Seele.&#039;&#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1995; 6. überarb. A. 2007, ISBN 978-3-7725-2161-4&lt;br /&gt;
* [[Karsten Massei]]: &#039;&#039;Zwiegespräche mit der Erde: Ein innerer Erfahrungsweg&#039;&#039;, Futurum Verlag, 2014 ISBN 978-3856362461&lt;br /&gt;
* Johannes Weinzirl (Hrsg.), [[Peter Heusser]] (Hrsg.): &#039;&#039;Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter&#039;&#039;, Wittener Kolloquium für Humanismus, Medizin und Philosophie, Band 5, Königshausen u. Neumann 2017, ISBN 978-3826059919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
#[http://www.anthroposophie.net/steiner/bib_steiner_zwoelf_sinne.htm Rudolf Steiner: &#039;&#039;Die zwölf Sinne des Menschen&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
#[http://www.12-sinne.de Materialien zu den zwölf Sinnen des Menschen] - Dr. Martin Errenst&lt;br /&gt;
#[http://www.sinnestaeuschung-gibt-es-nicht.de Sinnestäuschung gibt es nicht]&lt;br /&gt;
# {{Kirchner|Sinn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AnthroWiki:Exzellent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinne|101]]&lt;br /&gt;
[[en:Sense]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinne&amp;diff=626222</id>
		<title>Sinne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinne&amp;diff=626222"/>
		<updated>2026-07-21T12:23:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Innere und äußere Sinne */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Textbox|&amp;lt;poem&amp;gt;Den Sinnen hast du dann zu trauen,&lt;br /&gt;
Kein Falsches lassen sie dich schauen&lt;br /&gt;
Wenn dein Verstand dich wach erhält.&lt;br /&gt;
Mit frischem Blick bemerke freudig,&lt;br /&gt;
Und wandle, sicher wie geschmeidig,&lt;br /&gt;
Durch Auen reichbegabter Welt.&amp;lt;/poem&amp;gt;|aus [[Goethe]]: &#039;&#039;[[s:Vermächtniß_(Goethe)|Vermächtnis]]&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sinne&#039;&#039;&#039; dienen der [[Wahrnehmung]] der [[Sinnliche Welt|sinnlichen Welt]] mittels geeigneter [[physisch]]er [[Sinnesorgan]]e und werden deshalb auch als &#039;&#039;&#039;Wahrnehmungsorgane&#039;&#039;&#039; bezeichnet. [[Rudolf Steiner]] unterscheidet &#039;&#039;&#039;zwölf Sinne&#039;&#039;&#039; des [[Mensch]]en, die ihm als &#039;&#039;&#039;Sinnesorganisation&#039;&#039;&#039; die [[Sinneswahrnehmung]] ermöglichen. Die [[Wachbewusstsein|wachbewusste]] sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit begann sich nach Steiner erst allmählich am Ende der [[Atlantische Zeit|atlantischen Zeit]] herauszubilden und auch heute noch hat die sinnliche Wahrnehmung, sofern sie nicht vom klaren [[Denken]] durchdrungen wird, einen weitgehend nur [[traum]]bewussten Charakter. Davor verfügte die Menschheit über ein natürliches, traumartiges [[Hellsehen|hellsichtiges]] [[Bewusstsein]], von dem sich allerletzte Reste bis in unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]] erhalten haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist ein Sinn? ==&lt;br /&gt;
{{Textbox|&amp;lt;poem&amp;gt;Die Sinne trügen nicht, das Urteil trügt.&amp;lt;/poem&amp;gt;|Goethe: &#039;&#039;Maximen und Reflexionen&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Wolfgang von Goethe]]: &#039;&#039;Maximen und Reflexionen&#039;&#039;, Werke - Hamburger Ausgabe Bd. 12, 9. Aufl. München: dtv, 1981, S. 408, ISBN 3423590386&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:B58_59_026.gif|thumb|350px|&#039;&#039;Eine&#039;&#039; mögliche Zuordnung der 12 Sinne zu den [[Tierkreiszeichen]] nach einer Notizbuchaufzeichnung [[Rudolf Steiner]]s zu den Vorträgen «Anthroposophie als Kosmosophie» Band II ([[GA 208]]) aus dem Jahre 1921 {{Lit|{{BE|058-059|26}}}}. Die &#039;&#039;Reihenfolge&#039;&#039; der Sinne, beginnend mit dem [[Tastsinn]] und endend mit dem [[Ich-Sinn]], folgt dabei nicht dem Kreis, sondern einer [[Lemniskate]], die der [[Umstülpung]] von den &#039;&#039;inneren&#039;&#039; (Tastsinn bis [[Geschmackssinn]]) zu den &#039;&#039;äußeren&#039;&#039; Sinnen ([[Sehsinn]] bis Ich-Sinn) entspricht.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:B58_025.gif|mini|350px|Eine weitere Notizbucheintragung R. Steiners zu den Vorträgen aus [[GA 208]] {{Lit|{{BE|058-059|25}}}}.]]&lt;br /&gt;
{{GZ|In anthroposophischer Beleuchtung darf alles dasjenige ein menschlicher Sinn genannt werden, was den Menschen dazu veranlaßt, das Dasein eines Gegenstandes, Wesens oder Vorganges so anzuerkennen, daß er dieses Dasein in die physische Welt zu versetzen berechtigt ist.|45|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei ein Sinn ganz allgemein etwas ist &amp;quot;..., wo eine [[Erkenntnis]] zustande kommt ohne Mitwirkung des Verstandes, des Gedächtnisses usw.&amp;quot; {{Lit|{{G|45|35}}}} Das [[Urteil]] ist beim reinen Sinneserlebnis ausgeschaltet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sinn ist das,&lt;br /&gt;
wodurch wir uns eine Erkenntnis verschaffen ohne Mitwirken des&lt;br /&gt;
Verstandes.|115|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Sie müssen sich klar sein darüber, daß im Sinn eben etwas Unbewußtes&lt;br /&gt;
- [[Unterbewusstsein|Unterbewußtes]] wenigstens - liegt. Würde das, was bei der&lt;br /&gt;
Sinneswahrnehmung unbewußt vorliegt, bewußt gemacht werden,&lt;br /&gt;
so würde es kein Sinn mehr sein, keine Sinneswahrnehmung, sondern&lt;br /&gt;
man müßte sprechen von einem Urteil, einer Begriffsbildung&lt;br /&gt;
und dergleichen.|115|50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Das andere, was zum Seelenleben gehört, das Urteilen, wird gerade&lt;br /&gt;
beim unmittelbaren Sinneserlebnis ausgeschaltet. Da macht sich das&lt;br /&gt;
Begehren, das Hingebende und Exponierende der Seele gegenüber&lt;br /&gt;
den äußeren Eindrücken allein geltend. Ein Sinneseindruck ist gerade&lt;br /&gt;
dadurch charakterisiert, daß die Aufmerksamkeit bei ihm so hingeordnet&lt;br /&gt;
ist, daß die Urteilsfällung als solche ausgeschaltet wird. Wenn&lt;br /&gt;
sich die Seele dem Rot oder irgendeinem Ton exponiert, lebt in diesem&lt;br /&gt;
Exponieren nur Begehren, und die andere Seelentätigkeit, das Urteilen,&lt;br /&gt;
wird in diesem Falle ausgeschaltet, unterdrückt.|115|160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es Wesen gibt, die zur Sinneswahrnehmung befähigt sind, ist bereits ein klarer Hinweis auf die Existenz einer [[Übersinnliche Welt|übersinnlichen Welt]]. In einer Notizbucheintragung [[Rudolf Steiner]]s (Notizbuch 210/17) heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Der Sinn kann nur geben einen Ausschnitt der Welt; denn in dieser Welt muß liegen&lt;br /&gt;
der Grund für seine eigne Gesetzmäßigkeit: diese Gründe kann er nicht mehr geben. -&lt;br /&gt;
Dadurch, daß der Welt Organismen einverleibt sind, welche diese Welt wahrnehmen,&lt;br /&gt;
liegt der Hinweis auf eine übersinnliche Welt. Ein Sinnesorgan, welches nicht&lt;br /&gt;
bloß seinen Gegenstand, sondern sich selbst wahrnähme, gäbe ein Bild dieser übersinnlichen&lt;br /&gt;
Welt.“ {{Lit|{{BE|034|24}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]] war der Ansicht, dass sich durch &#039;&#039;jeden&#039;&#039; Sinn ungeteilt die &#039;&#039;ganze&#039;&#039; [[Natur]] ausspricht, jedoch auf jeweils &#039;&#039;besondere Weise&#039;&#039;, weshalb er schon im Vorwort seiner [[Farbenlehre]] bezüglich des [[Sehsinn]]s schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genausten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken: denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Ebenso entdeckt sich die ganze Natur einem anderen Sinne. Man schließe das Auge, man öffne, man schärfe das Ohr, und vom leisesten Hauch bis zum wildesten Geräusch, vom einfachsten Klang bis zur höchsten Zusammenstimmung, von dem heftigsten leidenschaftlichen Schrei bis zum sanftesten Worte der Vernunft ist es nur die Natur, die spricht, ihr Dasein, ihre Kraft, ihr Leben und ihre Verhältnisse offenbart, so dass ein Blinder, dem das unendlich Sichtbare versagt ist, im Hörbaren ein unendlich Lebendiges fassen kann. |Goethe|&#039;&#039;Zur Farbenlehre&#039;&#039;, Vorwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sinneslehre ist eines der wesentlichsten Kernstücke der [[Anthroposophie|anthroposophischen]] [[Menschenkunde]] und ein Ergebnis jahrelanger geisteswissenschaftlicher Untersuchungen Rudolf Steiners {{Lit|{{G|93a|67ff}}, {{G|45|31ff}}}} . Nach und nach hat Steiner die Sinneslehre immer weiter modifiziert und verfeinert und dabei den Umkreis der bekannten 5 Sinne zunächst um zwei künftig noch zu entwickelnde auf 7, dann auf 10 und schließlich auf 12 Sinne erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kopf]] mit seinen zwölf Paaren von [[Gehirnnerven]], der eine [[Metamorphose]] des zwölfgliedrigen [[Leib]]es der vorangegangenen [[Inkarnation]] ist, bildet heute das eigentliche Sinneszentrum des Menschen, wenngleich auch manche Sinnesorgane über größere Bereiche des Leibes oder sogar über den ganzen Leib ausgebreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie die äußere Wahrnehmung zustande kommt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mensch]] steckt mit seinem [[Geist]]ig-[[Seele|Seelischen]], d.h. mit seinem [[Ich]] und seinem [[Astralleib]], in den [[Ding]]en und [[Wesen]] drinnen, die er wahrnimmt. [[Bewusstsein|Bewusst]] werden ihm diese [[Erlebnis]]se aber nur dadurch, dass sie an den [[Sinnesorgan]]en des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] zurückgespiegelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wie kommt eigentlich&lt;br /&gt;
die äußere Wahrnehmung zustande? Nun, nicht wahr, da denken&lt;br /&gt;
die Menschen gewöhnlich - besonders Menschen, die sich sehr&lt;br /&gt;
gescheit dünken - , daß die äußere Wahrnehmung dadurch zustande&lt;br /&gt;
kommt, daß die Dinge draußen sind, der Mensch in seiner Haut&lt;br /&gt;
steckt, daß die äußeren Dinge einen Eindruck auf ihn machen, und&lt;br /&gt;
daß dadurch sein Gehirn ein Bild der äußeren Objekte und Formen&lt;br /&gt;
in seinem Innern erzeugt. Nun, es ist ganz und gar nicht so, sondern&lt;br /&gt;
es verhält sich ganz anders. In Wahrheit ist der Mensch gar nicht&lt;br /&gt;
drinnen innerhalb seiner Haut [mit seinem Geistig-Seelischen]; das&lt;br /&gt;
ist er gar nicht. Wenn der Mensch zum Beispiel dieses Rosen-Bukettchen&lt;br /&gt;
sieht, so ist er mit seinem Ich und Astralleib in der Tat da drinnen&lt;br /&gt;
in dem Bukettchen, und sein Organismus ist ein Spiegelungsapparat&lt;br /&gt;
und spiegelt ihm die Dinge zurück. Sie sind in Wahrheit immer&lt;br /&gt;
ausgebreitet über den Horizont, den Sie überschauen. Und im&lt;br /&gt;
Wachbewußtsein stecken Sie eben mit einem wesentlichen Teil Ihres&lt;br /&gt;
Ich und Astralleibes auch im physischen und ätherischen Leibe&lt;br /&gt;
drinnen. Der Vorgang ist nun wirklich so - ich habe das oft in Vorträgen&lt;br /&gt;
erwähnt - : Denken Sie sich, sie gingen in einem Zimmer herum,&lt;br /&gt;
in dem eine Anzahl von Spiegeln an den Wänden angebracht&lt;br /&gt;
wären. Sie können durch den Raum gehen. Wo Sie keinen Spiegel&lt;br /&gt;
haben, sehen Sie sich selber nicht. Sobald Sie aber an einen Spiegel&lt;br /&gt;
kommen, sehen Sie sich. Kommt eine Stelle ohne Spiegel, sehen Sie&lt;br /&gt;
sich nicht, und wenn wieder ein Spiegel da ist, sehen Sie sich wieder.&lt;br /&gt;
So ist es auch mit dem menschlichen Organismus. Er ist nicht der&lt;br /&gt;
Erzeuger der Dinge, die wir in der Seele erleben, er ist nur der Spiegelungsapparat.&lt;br /&gt;
Die Seele ist beisammen mit den Dingen da draußen,&lt;br /&gt;
zum Beispiel hier mit diesem Rosen-Bukettchen. Daß die Seele&lt;br /&gt;
das Bukettchen bewußt sieht, hängt davon ab, daß das Auge in Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Gehirnapparat der Seele das zurückspiegelt, womit&lt;br /&gt;
die Seele zusammenlebt. Und in der Nacht nimmt der Mensch&lt;br /&gt;
nicht wahr, weil er, wenn er schläft, Ich und Astralleib aus seinem&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Leib herauszieht, und diese dadurch aufhören,&lt;br /&gt;
ein Spiegelungsapparat zu sein. Das Einschlafen ist so, als ob&lt;br /&gt;
Sie einen Spiegel, den Sie vor sich hatten, wegnehmen. Solange Sie&lt;br /&gt;
in den Spiegel hineinsehen können, haben Sie Ihr eigenes Antlitz&lt;br /&gt;
vor sich; nehmen Sie den Spiegel weg, flugs ist nichts mehr da von&lt;br /&gt;
Ihrem Antlitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist der Mensch in der Tat mit dem seelisch-geistigen Wesen in&lt;br /&gt;
dem Teil der Welt, den er überschaut, und er sieht ihn dadurch bewußt,&lt;br /&gt;
daß ihn sein Organismus spiegelt. Und in der Nacht wird dieser&lt;br /&gt;
Spiegelungsapparat weggezogen, da sieht er nichts mehr. Der&lt;br /&gt;
Teil der Welt, den wir sehen, der sind wir selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eines der schlimmsten Stücke der Maja, daß der Mensch&lt;br /&gt;
glaubt, er stecke mit seinem Geistig-Seelischen in seiner Haut. Das&lt;br /&gt;
tut er nicht. In Wirklichkeit steckt er in den Dingen, die er sieht.&lt;br /&gt;
Wenn ich einem Menschen gegenüberstehe, so stecke ich in ihm&lt;br /&gt;
drinnen mit meinem Ich und Astralleib. Würde ich nicht meinen&lt;br /&gt;
Organismus ihm entgegenhalten, so würde ich ihn nicht sehen. Daß&lt;br /&gt;
ich ihn sehe, daran ist mein Organismus schuld, aber mit meinem&lt;br /&gt;
Ich und Astralleib stecke ich in ihm drinnen. Daß man das nicht so&lt;br /&gt;
ansieht, das gehört eben zu den, ich möchte sagen, verhängnisvollsten&lt;br /&gt;
Dingen der Maja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verschaffen wir uns eine Art Begriff, wie das Wahrnehmen&lt;br /&gt;
und das Erleben auf dem physischen Plan ist.|156|22f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 171. [[Anthroposophische Leitsätze|anthroposophischen Leitsatz]] - geschrieben im März 1925 kurz vor seinem Tod - spricht [[Rudolf Steiner]] deutlich aus, dass der Mensch bei der [[Wahrnehmung]] sich mit seinem geistig-seelisches Wesen an dem beteiligt, was &#039;&#039;die [[Welt]]&#039;&#039; durch seine Sinne &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; erlebt. Die menschliche Wahrnehmung ist damit zugleich und primär ein &#039;&#039;Weltprozess&#039;&#039; in Form einer &#039;&#039;Selbstwahrnehmung&#039;&#039; der Welt, an der der Mensch teilnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|171. Die menschliche Sinnesorganisation gehört nicht der&lt;br /&gt;
Menschen-Wesenheit an, sondern ist von der Umwelt während&lt;br /&gt;
des Erdenlebens in diese hineingebaut. Das wahrnehmende&lt;br /&gt;
Auge ist räumlich im Menschen, wesenhaft ist es &#039;&#039;in der Welt&#039;&#039;. Und der Mensch streckt sein geistig-seelisches&lt;br /&gt;
Wesen in dasjenige hinein, was die Welt durch seine Sinne&lt;br /&gt;
in ihm erlebt. Der Mensch nimmt die physische Umgebung&lt;br /&gt;
während seines Erdenlebens nicht in sich auf, sondern er&lt;br /&gt;
wächst mit seinem geistig-seelischen Wesen in diese Umgebung&lt;br /&gt;
hinein.|26|236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Tierkreis und die Sinne des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die zwölf Sinne des Menschen.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/thementexte/die-zwoelf-sinne-des-menschen-in-ihrer-beziehung-zu-imagination-inspiration-intuition/}}]]&lt;br /&gt;
Die zwölf Sinne des Menschen wurden durch die Kräfte des [[Tierkreis]]es und der damit verbundenen [[Geistige Wesen|geistigen Wesenheiten]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Erinnern Sie sich daran, daß&lt;br /&gt;
wir erst kürzlich von zwölf Sinnen gesprochen haben, und diese&lt;br /&gt;
zwölf Sinne, die der Mensch in sich trägt, in Zusammenhang gebracht&lt;br /&gt;
haben mit den zwölf Kräften, die den zwölf Sternbildern des&lt;br /&gt;
Tierkreises entsprechen. Wir tragen, sagten wir, in uns mikrokosmisch&lt;br /&gt;
den Makrokosmos mit seinen zunächst aus den zwölf Sternbildern&lt;br /&gt;
wirkenden Kräften. Jede dieser Kräfte ist anders, anders die&lt;br /&gt;
Kräfte des Widders, anders die Kräfte des Stiers, anders die Kräfte&lt;br /&gt;
der Zwillinge und so weiter, wie anders ist die Wahrnehmungsfähigkeit&lt;br /&gt;
des Auges, anders die Wahrnehmungsfähigkeit des Ohres und&lt;br /&gt;
so weiter. Zwölf Sinne entsprechen den zwölf Sternbildern des Tierkreises.&lt;br /&gt;
Aber sie entsprechen ihnen nicht bloß. Wir wissen ja, daß&lt;br /&gt;
die Anlage zu den menschlichen Sinnesorganen schon auf dem alten&lt;br /&gt;
Saturn gelegt worden ist, sich weiter gebildet hat während der Sonnen-,&lt;br /&gt;
während der Mondenzeit bis in unsere Erdenzeit herein. Erst&lt;br /&gt;
während unserer Erdenzeit ist der Mensch mit seinen Sinnen ein so&lt;br /&gt;
abgeschlossenes Wesen geworden, wie er uns entgegentritt. Er war&lt;br /&gt;
viel offener dem großen Kosmos gegenüber in früheren Zeiten, während&lt;br /&gt;
der Mond-, der Sonnen- und der Saturnzeit. Während dieser&lt;br /&gt;
drei der Erdenzeit vorangehenden Zeiten wirkten wirklich herein in&lt;br /&gt;
unsere menschliche Wesenheit die Kräfte der zwölf Zeichen des&lt;br /&gt;
Tierkreises. Während sich die Anlage unserer Sinne bildete, wirkten&lt;br /&gt;
auf sie die Kräfte des Tierkreises. Es ist nicht bloß ein Entsprechen,&lt;br /&gt;
sondern es ist ein Aufsuchen derjenigen Kräfte, die unsere Sinne in&lt;br /&gt;
uns eingebaut haben, wenn wir von dieser Entsprechung der Sinne&lt;br /&gt;
mit den Tierkreisbildern sprechen. Wir sprechen nicht in einer oberflächlichen&lt;br /&gt;
Weise von irgendeinem Entsprechen des [[Ich-Sinn]]es mit&lt;br /&gt;
dem [[Widder (Sternbild)|Widder]] und der anderen Sinne mit diesem oder jenem Tierkreiszeichen,&lt;br /&gt;
sondern sprechen deshalb so, weil die Sinne des Menschen&lt;br /&gt;
während der früheren Vorgänge unseres Erdenplaneten noch nicht&lt;br /&gt;
so ausgebildet waren, daß sie in seinem Organismus saßen und die&lt;br /&gt;
Außenwelt aufnahmen. Sie wurden erst eingebaut von den zwölf&lt;br /&gt;
Kräften her in seinen Organismus. Wir sind aus dem Makrokosmos&lt;br /&gt;
heraus aufgebaut, studieren also, indem wir die menschlichen Sinnesorgane&lt;br /&gt;
studieren, weltumspannende Kräfte, die in uns gewirkt&lt;br /&gt;
haben durch Jahrmillionen und aber Jahrmillionen, und deren Ergebnisse&lt;br /&gt;
solch wunderbare Teile des menschlichen Organismus sind&lt;br /&gt;
wie die Augen oder die Ohren. Es ist wirklich so, daß wir die Teile&lt;br /&gt;
auf ihren geistigen Inhalt hin studieren, wie wenn wir jeden Ziegel&lt;br /&gt;
studieren müßten bei einem Hause, das wir betrachten auf seinen&lt;br /&gt;
kunstvollen Aufbau hin.|169|144f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den vielfältigen Ausführungen und Notizbucheintragungen [[Rudolf Steiner]]s zu den zwölf Sinnen ergibt sich keine in allen Fällen gültige, ein-eindeutige Zuordnung zu den Tierkreiszeichen, sondern diese hängt vom jeweiligen Blickpunkt der Betrachtung ab. Eine einzig gültige starre Zuordnung entspräche auch nicht dem [[leben]]digen, [[ganzheit]]lichen Charakter des Sinnessystems und seines Bezuges zum [[Kosmos]]. Verschiedene Zuordnungen, die Rudolf Steiner gegeben hat, werden in den folgenden Abschnitten besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die zwölf Sinne des Menschen ==&lt;br /&gt;
=== Grundprinzipien der anthroposophischen Sinneslehre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 1916 in Berlin gehaltenen Vortrag über die zwölf Sinne des Menschen schildert Rudolf Steiner das Grundprinzip der anthroposophischen Sinneslehre so: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Bei unserer letzten Betrachtung habe ich bei einer gewissen Gelegenheit wiederum angespielt auf diese Vorträge über Anthroposophie {{GZ||115}}, namentlich darauf, daß ich dazumal betont habe, der Mensch habe eigentlich zwölf Sinne. Und ich habe ja das letztemal ausgeführt, daß dasjenige, was verbreitet ist über die Nervensubstanz des Menschen im Zusammenhange mit seinen Sinnen, nach der Zwölfzahl geordnet ist, weil der Mensch einmal in diesem tiefsten Sinne ein Mikrokosmos ist und den Makrokosmos abbildet. Zwölf Sternbilder, durch die der Sonne Kreislauf im Jahre geht, draußen im Makrokosmos — zwölf Sinne, in denen das Ich des Menschen eigentlich lebt hier auf dem physischen Plan! Gewiß, die Dinge sind draußen, in der Zeit aufeinanderfolgend etwas anders: Die Sonne bewegt sich vom Widder durch den Stier und so weiter bis wieder zurück durch die Fische zum Widder. Aber der jährliche Sonnenkreislauf geht durch diese zwölf Sternbilder. Alles, auch was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf Sinne habe ich dazumal aufgezählt: der [[Tastsinn]], der [[Lebenssinn]], der [[Bewegungssinn]], der [[Gleichgewichtssinn]], der [[Geruchssinn]], der [[Geschmackssinn]], der [[Sehsinn]], der [[Wärmesinn]], der [[Gehörsinn]], der [[Sprachsinn]], der [[Denksinn]], der [[Ichsinn]]. Im Umkreise gleichsam dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so, wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt.|169|58ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA206 025.gif|mini|hochkant=1.3|Zeichnung aus [[GA 206]], S. 25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nun in Wirklichkeit analysieren das Cesamtgebiet, den&lt;br /&gt;
Umkreis unserer äußeren Erlebnisse, die wir in ähnlicher Weise wahrnehmen,&lt;br /&gt;
sagen wir, wie die Seherlebnisse oder wie die Tasterlebnisse&lt;br /&gt;
oder wie die Wärmeerlebnisse, dann kommen wir zu zwölf deutlich&lt;br /&gt;
voneinander unterscheidbaren Sinnen, die ich ja früher öfter in folgender&lt;br /&gt;
Weise aufgezählt habe: erstens der [[Ichsinn]], der, wie gesagt, zu&lt;br /&gt;
unterscheiden ist von dem Bewußtsein des eigenen Ich; mit Ichsinn&lt;br /&gt;
wird nichts anderes bezeichnet als die Fähigkeit, das Ich des andern&lt;br /&gt;
wahrzunehmen. Das zweite ist der [[Gedankensinn]], das dritte ist der&lt;br /&gt;
[[Wortesinn]], das vierte ist der [[Gehörsinn]], das fünfte ist der [[Wärmesinn]],&lt;br /&gt;
das sechste der [[Sehsinn]], das siebente der [[Geschmackssinn]], das achte der&lt;br /&gt;
[[Geruchssinn]], das neunte der [[Gleichgewichtssinn]]. Wer auf diesem Gebiete&lt;br /&gt;
wirklich analysieren kann, der weiß, daß es ein ganz begrenztes&lt;br /&gt;
Gebiet des Wahrnehmens gibt, ebenso wie das Gebiet des Sehens, ein&lt;br /&gt;
begrenztes Gebiet, das uns einfach eine Empfindung davon vermittelt,&lt;br /&gt;
daß wir als Mensch in einem gewissen Gleichgewichte stehen. Ohne&lt;br /&gt;
daß ein Sinn uns vermitteln würde dieses Stehen im Gleichgewichte&lt;br /&gt;
oder dieses Schweben und Tanzen im Gleichgewichte, ohne dies würden&lt;br /&gt;
wir durchaus nicht unser Bewußtsein vollständig aufbauen können.&lt;br /&gt;
Dann ist der [[Bewegungssinn]] das nächste. Der Bewegungssinn ist die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung dessen, ob wir in Ruhe oder in Bewegung sind. Diese&lt;br /&gt;
Wahrnehmung müssen wir genau ebenso in uns erleben, wie wir erleben&lt;br /&gt;
unsere Gesichtswahrnehmung. Elftens der [[Lebenssinn]], zwölftens&lt;br /&gt;
der [[Tastsinn]] (siehe Zeichnung Seite 25).|206|11f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Makart Fuenf Sinne.jpg|mini|hochkant=1.3|&#039;&#039;Die fünf Sinne&#039;&#039;, Gemälde von [[Wikipedia:Hans Makart|Hans Makart]] aus den Jahren 1872–1879: Tastsinn, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;margin-left:30px;&amp;quot; class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;350px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Die zwölf Sinne des Menschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ich-Sinn]]|| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | ausgeprägte äußere Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[vorstellung]]sverwandt &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Denksinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sprachsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gehörsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wärmesinn]] ||rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | äußerlich-innerliche-Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[gefühl]]sverwandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sehsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geruchssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gleichgewichtssinn]] ||rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | ausgeprägte innere Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[wille]]nsverwandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bewegungssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lebenssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tastsinn]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die fünf klassischen Sinnesfähigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[File:Pietro Paolini - Allegory of the Five Senses - Walters 372768.jpg|thumb|hochkant=1.3|[[w:Pietro Paolini|Pietro Paolini]]: &#039;&#039;Allegorie der fünf Sinne&#039;&#039; (ca. 1630); jede Person repräsentiert einen der fünf Sinne.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassischen fünf Sinnesfähigkeiten, die schon [[Aristoteles]] beschrieben hat, sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Sehen]] ([[Visuelle Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Hören]] ([[Auditive Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Riechen]] ([[Olfaktorische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Schmecken]] ([[Gustatorische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Tasten]] ([[Haptische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen entsprechen die fünf [[Tanmatras]] ([[Sanskrit|skrt.]] तन्मात्र) der [[Samkhya]]-Philosophie, die die Grundbausteine aller Dinge sind, insoferne sie auf unsere Sinne wirken, nämlich [[Form]] (&#039;&#039;rupa&#039;&#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu gehört aber vor allem auch die [[Farbwahrnehmung]]; &#039;&#039;rupa&#039;&#039; entspricht hier dem [[Sehsinn]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Geschmack]] (&#039;&#039;rasa&#039;&#039;), [[Geruch]] (&#039;&#039;gandha&#039;&#039;), [[Berührung]] (&#039;&#039;sparsha&#039;&#039;) und [[Ton]] (&#039;&#039;shabda&#039;&#039;). Das macht den Zusammenhang mit der [[Region der fließenden Reizbarkeit]] in der [[Astralwelt]] deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sinne ===&lt;br /&gt;
Dass damit der Kreis der menschlichen Sinne allerdings noch nicht erschöpft ist, hat auch die moderne [[Physiologie]] bestätigt, die nach gegenwärtigem Forschungsstand noch vier weitere Sinne kennt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wärmesinn|Temperatursinn]] ([[Thermozeption]]) &lt;br /&gt;
* [[Schmerzsinn|Schmerzempfindung]] ([[Nozizeption]]), entspricht dem [[Lebenssinn]] Steiners &lt;br /&gt;
* [[Gleichgewichtssinn]] ([[Vestibuläre Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
* [[Tiefensensibiliät]] oder Körperempfindung ([[Propriozeption]]), entspricht dem [[Eigenbewegungssinn]] Steiners, umfasst aber auch einen [[Lagesinn]] oder [[Positionssinn]] und einen [[Kraftsinn]], der den Spannungszustand von Muskeln und Sehnen empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner nennt darüber hinaus noch drei weitere Sinne, die vor allem im [[sozial]]en Zusammenleben der Menschen bedeutsam sind, nämlich den [[Sprachsinn]], den [[Denksinn]] und den [[Ichsinn]], die von der zeitgenössischen Physiologie allerdings noch nicht als eigenständige Sinne anerkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B34_020.gif|thumb|center|1000px|Eine weitere Zuordnung der [[12]] Sinne des [[Mensch]]en zu den 12 [[Tierkreiszeichen]], weiters der [[7]] [[Lebensprozesse]] zu den 7 klassischen [[Planeten]] und von [[Sonne]], [[Mond]] und [[Erde (Planet)|Erde]] zu den [[Seelenvorgänge]]n nach einer Notizbuchaufzeichnung [[Rudolf Steiner]]s (Notizbuch 210/11; {{Lit|{{BE|034|20}}}})]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung in Willenssinne, Gefühlssinne und Erkenntnissinne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachgemäß gliedern sich die zwölf Sinne durch ihren Bezug zu [[Denken]], [[Fühlen]] und [[Wollen]] in drei Gruppen mit je 4 Sinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willenssinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Da haben wir zunächst vier Sinne: Tastsinn, Lebenssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn. Diese Sinne sind hauptsächlich&lt;br /&gt;
durchdrungen von Willenstätigkeit. Der Wille wirkt hinein in das&lt;br /&gt;
Wahrnehmen durch diese Sinne. Fühlen Sie doch, wie in das Wahrnehmen&lt;br /&gt;
von Bewegungen, selbst wenn Sie diese Bewegungen im Stehen&lt;br /&gt;
ausführen, der Wille hineinwirkt! Der ruhende Wille wirkt auch&lt;br /&gt;
in die Wahrnehmung Ihres Gleichgewichtes hinein. In den Lebenssinn&lt;br /&gt;
wirkt er ja sehr stark hinein, und in das Tasten wirkt er auch hinein:&lt;br /&gt;
denn wenn Sie irgend etwas betasten, so ist das im Grunde genommen&lt;br /&gt;
eine Auseinandersetzung zwischen Ihrem Willen und der Umgebung.&lt;br /&gt;
Kurz, Sie können sagen: Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn,&lt;br /&gt;
Lebenssinn und Tastsinn sind Willenssinne im engeren Sinne. Beim&lt;br /&gt;
Tastsinn sieht der Mensch äußerlich, daß er zum Beispiel seine Hand&lt;br /&gt;
bewegt, wenn er etwas betastet: daher ist es für ihn offenbar, daß dieser&lt;br /&gt;
Sinn für ihn vorhanden ist. Beim Lebenssinn, Bewegungssinn und&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn ist es nicht so offenbar, daß diese Sinne vorhanden&lt;br /&gt;
sind. Da sie aber im besonderen Sinne Willenssinne sind, so verschläft&lt;br /&gt;
der Mensch diese Sinne, weil er ja im Willen schläft. Und in&lt;br /&gt;
den meisten Psychologien finden Sie diese Sinne gar nicht angeführt,&lt;br /&gt;
weil die Wissenschaft in bezug auf viele Dinge den Schlaf des äußeren&lt;br /&gt;
Menschen behaglich mitschläft.|293|128|129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tastsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Lebenssinn]]&lt;br /&gt;
*[[Bewegungssinn]]&lt;br /&gt;
*[[Gleichgewichtssinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Willenssinne sind ganz auf das Körperinnere gerichtet, dessen Zustand sie aber ganz [[objektiv]] wahrnehmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nun zu den nächsten vier Sinnen kommen, zu dem Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Lebenssinn und Tastsinn, so kommen&lt;br /&gt;
wir zu ausgesprochen inneren Sinnen. Wir haben es da zunächst mit&lt;br /&gt;
ausgesprochen inneren Sinnen zu tun. Denn das, was uns der Gleichgewichtssinn&lt;br /&gt;
übermittelt, ist unser eigenes Gleichgewicht, was uns der&lt;br /&gt;
Bewegungssinn übermittelt, ist der Zustand der Bewegung, in dem wir&lt;br /&gt;
sind. Unser Lebenszustand ist dieses allgemeine Wahrnehmen, wie&lt;br /&gt;
unsere Organe funktionieren, ob sie unserem Leben förderlich sind&lt;br /&gt;
oder abträglich sind und so weiter. Beim Tastsinn könnte es täuschen;&lt;br /&gt;
dennoch aber, wenn Sie irgend etwas betasten, so ist das, was Sie da als&lt;br /&gt;
Erlebnis haben, ein inneres Erlebnis. Sie fühlen gewissermaßen nicht&lt;br /&gt;
die Kreide, sondern Sie fühlen die zurückgedrängte Haut, wenn ich&lt;br /&gt;
mich grob ausdrücken darf; der Vorgang ist natürlich viel feiner zu&lt;br /&gt;
charakterisieren. Es ist die Reaktion Ihres eigenen Inneren auf einen&lt;br /&gt;
äußeren Vorgang, der da im Erlebnis vorliegt, der in keinem andern&lt;br /&gt;
Sinneserlebnis in derselben Weise vorliegt wie im Tasterlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber wird allerdings diese letztere Gruppe der Sinne durch&lt;br /&gt;
etwas anderes modifiziert. Da müssen Sie sich erinnern an etwas, das&lt;br /&gt;
ich vor einigen Wochen hier gesagt habe. Nehmen Sie den Menschen&lt;br /&gt;
in bezug auf das, was durch diese letzten vier Sinne wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird; es sind, trotzdem wir die Dinge wahrnehmen - unsere eigene&lt;br /&gt;
Bewegung, unser eigenes Gleichgewicht - , es sind, trotzdem wir das,&lt;br /&gt;
was wir wahrnehmen, auf entschieden subjektive Weise nach innen hin&lt;br /&gt;
wahrnehmen, dennoch aber Vorgänge, die ganz objektiv sind. Das ist&lt;br /&gt;
das Interessante an der Sache. Wir nehmen diese Dinge nach innen hin&lt;br /&gt;
wahr, aber was wir da wahrnehmen, sind ganz objektive Dinge, denn&lt;br /&gt;
es ist im Grunde genommen physikalisch gleichgültig, ob, sagen wir,&lt;br /&gt;
ein Holzklotz sich bewegt oder ein Mensch, ob ein Holzklotz im&lt;br /&gt;
Gleichgewicht ist oder ein Mensch. Für die äußere physische Welt&lt;br /&gt;
in ihrer Bewegung ist der sich bewegende Mensch ganz genau ebenso zu&lt;br /&gt;
betrachten wie ein Holzklotz; ebenso mit Bezug auf das Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
Und wenn Sie den Lebenssinn nehmen, so ist es zunächst allerdings&lt;br /&gt;
nicht in bezug auf die äußere Welt - scheinbar allerdings nur - , aber es&lt;br /&gt;
ist so, daß das, was unser Lebenssinn übermittelt, ganz objektive Vorgänge&lt;br /&gt;
sind. Stellen Sie sich vor einen Vorgang in einer Retorte: er verläuft&lt;br /&gt;
nach gewissen Gesetzen, kann objektiv beschrieben werden. Das,&lt;br /&gt;
was der Lebenssinn wahrnimmt, ist ein solcher Vorgang, der nach innen&lt;br /&gt;
gelegen ist. Ist er in Ordnung, dieser Vorgang, ganz als objektiver Vorgang,&lt;br /&gt;
so übermittelt Ihnen dieses der Lebenssinn, oder ist er nicht in&lt;br /&gt;
Ordnung, so überliefert Ihnen der Lebenssinn auch das. Wenn auch der&lt;br /&gt;
Vorgang in Ihrer Haut eingeschlossen ist, der Lebenssinn übermittelt&lt;br /&gt;
es. Ein objektiver Vorgang ist schließlich gar nichts, was zunächst mit&lt;br /&gt;
dem Inhalt Ihres Seelenlebens einen besonderen Zusammenhang hat.&lt;br /&gt;
Und ebenso beim Tastsinn; es ist immer eine Veränderung in der ganzen&lt;br /&gt;
organischen Struktur, wenn wir wirklich tasten. Unsere Reaktion&lt;br /&gt;
ist eine organische Veränderung in unserem Inneren. Wir haben also&lt;br /&gt;
durchaus in dem, was wir mit diesen vier Sinnen gegeben haben, eigentlich&lt;br /&gt;
ein Objektives gegeben, ein solches, was uns als Menschen so in die&lt;br /&gt;
Welt hineinstellt, wie wir im Grunde genommen als objektive Wesen&lt;br /&gt;
sind, die auch in der Sinneswelt äußerlich gesehen werden können.&lt;br /&gt;
So daß wir sagen können, es sind ausgesprochen innere Sinne, aber&lt;br /&gt;
dasjenige, was wir durch sie wahrnehmen, ist an uns genauso wie das,&lt;br /&gt;
was wir äußerlich in der Welt wahrnehmen. Ob wir schließlich einen&lt;br /&gt;
Holzklotz in Bewegung setzen, oder ob der Mensch in äußerer Bewegung&lt;br /&gt;
ist, darauf kommt es nicht an für den physikalischen Fortgang&lt;br /&gt;
der Ereignisse. Der Bewegungssinn ist nur da, damit das, was in der&lt;br /&gt;
Außenwelt geschieht, auch zu unserem subjektiven Bewußtsein kommt,&lt;br /&gt;
wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen also, richtig subjektiv sind gerade die ausgesprochen äußeren&lt;br /&gt;
Sinne. Die müssen dasjenige, was durch sie wahrgenommen wird,&lt;br /&gt;
im ausgesprochenen Sinne in unsere Menschlichkeit hereinbefördern.&lt;br /&gt;
Ich möchte sagen, ein Hin- und Herpendeln zwischen Außen- und&lt;br /&gt;
Innenwelt stellt die mittlere Gruppe der Sinne dar, und ein ausgesprochenes&lt;br /&gt;
Miterleben von etwas, was wir sind, indem wir der Welt angehören,&lt;br /&gt;
nicht uns, ist uns durch die letzte Gruppe der Sinne übermittelt.|206|15ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gefühlssinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die nächsten Sinne: Geruchssinn, Geschmackssinn, Sehsinn, Wärmesinn,&lt;br /&gt;
sind hauptsächlich Gefühlssinne. Das naive Bewußtsein empfindet&lt;br /&gt;
ja ganz besonders beim Riechen und Schmecken die Verwandtschaft&lt;br /&gt;
mit dem Fühlen. Daß man es beim Sehen und der Wärme nicht&lt;br /&gt;
so empfindet, hat eben seine besonderen Gründe. Beim Wärmesinn beachtet&lt;br /&gt;
man nicht, daß er mit dem Gefühl sehr nahe verwandt ist, sondern&lt;br /&gt;
wirft ihn mit dem Tastsinn zusammen. Man konfundiert zugleich&lt;br /&gt;
unrichtig und unterscheidet zugleich unrichtig. Der Tastsinn ist in&lt;br /&gt;
Wahrheit viel mehr willensmäßig, während der Wärmesinn nur gefühlsmäßig&lt;br /&gt;
ist. Daß der Sehsinn auch Gefühlssinn ist, dahinter kommen&lt;br /&gt;
die Menschen deshalb nicht, weil sie nicht solche Betrachtungen&lt;br /&gt;
anstellen, wie sie in Goethes Farbenlehre zu finden sind. Dort haben&lt;br /&gt;
Sie alles Verwandte der Farben mit dem Gefühl, was zuletzt dann&lt;br /&gt;
sogar zu Willensimpulsen führt, deutlich ausgesprochen. Aber warum&lt;br /&gt;
merkt dann der Mensch so wenig, daß beim Sehsinn hauptsächlich&lt;br /&gt;
eigentlich ein Fühlen vorhanden ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen ja im Grunde genommen die Dinge fast immer so, daß&lt;br /&gt;
sie uns, indem sie uns die Farben zuordnen, auch die Grenzen der&lt;br /&gt;
Farben zeigen: Linien, Formen. Wir werden aber gewöhnlich nicht&lt;br /&gt;
darauf aufmerksam, wie wir da eigentlich wahrnehmen, wenn wir&lt;br /&gt;
zugleich Farbiges und Formen wahrnehmen. Wenn der Mensch einen&lt;br /&gt;
farbigen Kreis wahrnimmt, sagt er grob: Ich sehe die Farbe, ich sehe&lt;br /&gt;
auch die Rundung des Kreises, die Kreisform. Da werden aber doch&lt;br /&gt;
zwei ganz verschiedene Dinge durcheinandergeworfen. Durch die&lt;br /&gt;
eigentliche Tätigkeit des Auges, durch die abgesonderte Tätigkeit des&lt;br /&gt;
Auges sehen Sie zunächst überhaupt nur die Farbe. Die Kreisform&lt;br /&gt;
sehen Sie, indem Sie sich in Ihrem Unterbewußtsein des Bewegungssinnes&lt;br /&gt;
bedienen und unbewußt im Ätherleib, im astralischen Leibe&lt;br /&gt;
eine Kreiswindung ausführen und dies dann in die Erkenntnis hinaufheben.&lt;br /&gt;
Und indem der Kreis, den Sie durch Ihren Bewegungssinn&lt;br /&gt;
aufgenommen haben, in die Erkenntnis heraufkommt, verbindet sich&lt;br /&gt;
der erkannte Kreis erst mit der wahrgenommenen Farbe. Sie holen&lt;br /&gt;
also die Form aus Ihrem ganzen Leibe heraus, indem Sie appellieren&lt;br /&gt;
an den über den ganzen Leib ausgebreiteten Bewegungssinn.&lt;br /&gt;
Das kleiden Sie in etwas, was ich schon auseinandergesetzt habe,&lt;br /&gt;
wo ich sagte: Der Mensch vollzieht eigentlich die Formen&lt;br /&gt;
der Geometrie im Kosmos und hebt sie dann in die Erkenntnis&lt;br /&gt;
hinauf.|293|129f|130}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der [[Geruchssinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Sehsinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Wärmesinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefühlssinne vermitteln zwischen Innerem und Äußerem, [[Subjekt]]ives und [[Objekt]]ives vermischt und durchdringt sich hier beständig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Diejenigen Sinne, die sozusagen auf der Kippe&lt;br /&gt;
stehen zwischen Äußerem und Innerem, die ebenso äußeres wie inneres&lt;br /&gt;
Erleben sind, das sind die vier nächsten Sinne: der Wärmesinn, der&lt;br /&gt;
Sehsinn, der Geschmackssinn, der Geruchssinn. Versuchen Sie nur einmal&lt;br /&gt;
die ganze Summe der Erlebnisse, die durch einen dieser Sinne gegeben&lt;br /&gt;
ist, sich vor Augen zu führen, und Sie werden sehen, wie da auf&lt;br /&gt;
der einen Seite bei all diesen Sinnen ein Miterleben mit der Außenwelt&lt;br /&gt;
vorhanden ist, aber zu gleicher Zeit ein Erleben im eigenen Inneren.&lt;br /&gt;
Wenn Sie Essig trinken, also Ihr Geschmackssinn in Betracht kommt,&lt;br /&gt;
haben Sie ganz gewiß auf der einen Seite ein inneres Erlebnis mit dem&lt;br /&gt;
Essig und auf der andern Seite ein Erlebnis, das nach außen gerichtet&lt;br /&gt;
ist, das man vergleichen kann mit dem Erleben eines äußeren Ich zum&lt;br /&gt;
Beispiel oder der Worte. Aber es würde sehr schlimm sein, wenn man&lt;br /&gt;
in demselben Sinne ein subjektives, ein inneres Erlebnis, sagen wir, dem&lt;br /&gt;
Anhören der Worte beimischen würde. Denken Sie sich einmal, wenn&lt;br /&gt;
Sie Essig trinken, Sie verziehen das Gesicht; das deutet Ihnen ganz klar&lt;br /&gt;
an, daß Sie da ein inneres Erlebnis mit dem äußeren Erlebnis haben,&lt;br /&gt;
daß äußeres Erlebnis und inneres Erlebnis ineinanderschwimmen.&lt;br /&gt;
Würde dasselbe bei den Worten der Fall sein, wenn Ihnen zum Beispiel&lt;br /&gt;
einer eine Rede hielte und Sie in derselben Weise innerlich miterleben&lt;br /&gt;
müßten wie beim Essigtrinken oder beim Moselweintrinken oder dergleichen,&lt;br /&gt;
dann würden Sie ja niemals in einer objektiven Weise sich&lt;br /&gt;
über die Worte klar sein, die der andere Ihnen sagt. In demselben&lt;br /&gt;
Maße, wie Sie beim Essig ein unangenehmes und beim Moselwein ein&lt;br /&gt;
angenehmes inneres Erlebnis haben, in demselben Maße tingieren Sie&lt;br /&gt;
ein äußeres Erlebnis. Dieses äußere Erlebnis dürfen Sie nicht tingieren,&lt;br /&gt;
wenn Sie wahrnehmen, sagen wir, die Worte des andern. Man kann&lt;br /&gt;
sagen: Hier sieht man das Hereinragen des Moralischen in dem Augenblicke,&lt;br /&gt;
wo man die Dinge im rechten Lichte sieht. - Denn es gibt allerdings&lt;br /&gt;
Menschen, die namentlich in bezug auf den Ichsinn, aber auch in&lt;br /&gt;
bezug auf den Gedankensinn sich so verhalten, daß man sagen kann,&lt;br /&gt;
die Menschen stecken so stark in ihren mittleren Sinnen, im Wärmesinn,&lt;br /&gt;
Sehsinn, Geschmackssinn und Geruchssinn drinnen, daß sie auch&lt;br /&gt;
die andern Menschen oder deren Gedanken so beurteilen. Dann hören&lt;br /&gt;
sie aber gar nicht die Gedanken oder die Worte des andern, sondern sie&lt;br /&gt;
nehmen sie so wahr, wie zum Beispiel eben, sagen wir, Moselwein oder&lt;br /&gt;
Essig oder irgendein anderes Getränk oder eine Speise wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sehen wir, wie etwas Moralisches einfach aus einer sonst ganz&lt;br /&gt;
amoralischen Betrachtungsweise sich ergibt. Nehmen Sie zum Beispiel&lt;br /&gt;
einen Menschen, bei dem der Gehörsinn, namentlich aber der Wortesinn,&lt;br /&gt;
der Gedankensinn und der Ichsinn schlecht ausgebildet sind. Ein&lt;br /&gt;
solcher Mensch lebt gewissermaßen, sagen wir, ohne Kopf, das heißt,&lt;br /&gt;
er gebraucht seine Kopfsinne auch in einer ähnlichen Weise, wie die&lt;br /&gt;
mehr schon dem Animalischen zugeneigten Sinne. Das Tier kann nicht&lt;br /&gt;
in dieser Weise objektiv wahrnehmen, wie es objektiv-subjektiv wahrnehmen&lt;br /&gt;
kann durch Wärmesinn, Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn.&lt;br /&gt;
Das Tier riecht: Sie können sich vorstellen, daß das Tier in sehr&lt;br /&gt;
geringem Maße objektiv dasjenige sich vergegenständlichen kann, was&lt;br /&gt;
ihm entgegentritt, sagen wir zum Beispiel beim Geruchssinn. Es ist in&lt;br /&gt;
hohem Grade ein subjektives Erlebnis. Nun, natürlich haben ja alle&lt;br /&gt;
Menschen auch Gehörsinn, Wortesinn, Gedankensinn, Ichsinn; aber&lt;br /&gt;
diejenigen, die mehr sich hineinlegen mit ihrer ganzen Organisation in&lt;br /&gt;
den Wärmesinn und Sehsinn, namentlich aber in den Geschmacks- oder&lt;br /&gt;
gar Geruchssinn, die verändern alles nach ihrem subjektiven Geschmack&lt;br /&gt;
oder nach ihrem subjektiven Riechen der Umgebung. Nicht&lt;br /&gt;
wahr, solche Dinge kann man ja täglich im Leben wahrnehmen.|206|13ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnissinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich habe noch hinzuzufügen, daß Ich-Sinn, Gedankensinn, Hörsinn&lt;br /&gt;
und Sprachsinn mehr Erkenntnissinne sind, weil der Wille darin eben&lt;br /&gt;
der schlafende Wille ist, der wirklich schlafende Wille, der in seinen&lt;br /&gt;
Äußerungen mitvibriert mit einer Erkenntnistätigkeit.|293|132|133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gehörsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Denksinn]]&lt;br /&gt;
*[[Ichsinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnissinne sind ganz nach außen gerichtet. Wir sind von dem, was wir durch sie wahrnehmen ganz getrennt und sind mit ihrer eigentlichen [[Objektivität]] nicht unmittelbar verbunden, weshalb Rudolf Steiner gerade die äußeren Sinne mit Recht als [[subjektiv]] bezeichnet: {{&amp;quot;|&#039;&#039;... richtig subjektiv sind gerade die ausgesprochen äußeren Sinne. Die müssen dasjenige, was durch sie wahrgenommen wird, im ausgesprochenen Sinne in unsere Menschlichkeit hereinbefördern.&#039;&#039;||[[#Willenssinne|siehe oben]], {{G|206|17}}}} Damit ist keineswegs gesagt, dass die äußeren [[Sinnesqualitäten]] selbst, also [[Farben]], [[Töne]] usw., subjektiv &#039;&#039;sind&#039;&#039;, wohl aber, dass es uns zunächst schwer fällt, sie objektiv zu „ergreifen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir haben zunächst vier Sinne, die uns in zweifelloser&lt;br /&gt;
Weise mit der Außenwelt verbinden, wenn ich das Wort zweifellos in&lt;br /&gt;
diesem Falle gebrauchen darf; das sind: der Ichsinn, der Gedankensinn,&lt;br /&gt;
der Wortesinn und der Gehörsinn. Es wird Ihnen ohne weiteres klar&lt;br /&gt;
sein, daß wir mit unserem ganzen Erleben gewissermaßen in der Außenwelt&lt;br /&gt;
sind, wenn wir das Ich eines andern wahrnehmen, ebenso&lt;br /&gt;
wenn wir die Gedanken oder die Worte eines andern wahrnehmen.&lt;br /&gt;
Nicht so einleuchtend könnte das sein in bezug auf den Gehörsinn;&lt;br /&gt;
aber das kommt ja nur davon her, weil man in einer Art abstrakter&lt;br /&gt;
Anschauung über alle Sinne so eine gemeinsame Begriffsnuance ausgegossen&lt;br /&gt;
hat, die eben ein gemeinsamer Begriff, eine gemeinsame Idee&lt;br /&gt;
eines Sinneslebens sein soll, und man nicht eigentlich das Spezifische&lt;br /&gt;
der einzelnen Sinne ins Auge faßt. Natürlich kann man diese Dinge&lt;br /&gt;
nicht, ich möchte sagen, im äußeren Experimente auf ihre Begriffe&lt;br /&gt;
bringen, sondern dazu ist schon notwendig, daß man eben die Fähigkeit&lt;br /&gt;
des Anfühlens der Erlebnisse hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gewöhnliche Denken befaßt sich ja zum Beispiel gar nicht damit,&lt;br /&gt;
wie das Hören dadurch, daß der Vermittler des Hörens die bewegte&lt;br /&gt;
Luft, also ein Physisches ist, im Grunde genommen uns unmittelbar&lt;br /&gt;
in die Außenwelt hinausbringt. Und wenn Sie einfach ins Auge&lt;br /&gt;
fassen, wie sehr äußerlich der Gehörsinn eigentlich gegenüber unserem&lt;br /&gt;
ganzen organischen inneren Erleben ist, so werden Sie bald darauf&lt;br /&gt;
kommen, daß Sie den Gehörsinn in dieser Weise anders fassen müssen&lt;br /&gt;
als zum Beispiel den Sehsinn. Beim Sehsinn wird man einfach aus der&lt;br /&gt;
Betrachtung des Organs, des Auges, bald ersehen können, wie dasjenige,&lt;br /&gt;
was da vermittelt wird, doch in einem hohen Maße ein innerer&lt;br /&gt;
Vorgang, wenigstens relativ ein innerer Vorgang ist. Wir schließen das&lt;br /&gt;
Auge, wenn wir schlafen, wir schließen das Ohr nicht, wenn wir&lt;br /&gt;
schlafen. In solchen Dingen, die scheinbar triviale, einfache Tatsachen&lt;br /&gt;
sind, drückt sich aber tief Bedeutsames für das ganze Leben des Menschen&lt;br /&gt;
aus. Und wenn wir beim Schlafen genötigt sind, unser Inneres&lt;br /&gt;
abzuschließen, weil wir nicht wahrnehmen sollen durch das Sehen, so&lt;br /&gt;
sind wir eben nicht genötigt, unser Ohr abzuschließen, weil das in einer&lt;br /&gt;
ganz andern Weise in der Außenwelt drinnen lebt als das Auge. Das&lt;br /&gt;
Auge ist viel mehr Bestandteil unseres Inneren. Die Sehwahrnehmung&lt;br /&gt;
ist viel mehr nach innen gerichtet als die Gehörwahrnehmung. Nicht&lt;br /&gt;
die Empfindung des Gehörten, das ist ja etwas anderes. Die Empfindung&lt;br /&gt;
des Gehörten, die dem Musikalischen zugrunde liegt, das ist etwas&lt;br /&gt;
anderes als der eigentliche Gehörvorgang.|206|12f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Sinne im Detail ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näher charakterisiert Rudolf Steiner die einzelnen Sinne so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie erinnern sich, daß, wenn wir von unseren Sinnen sprechen, von dem, was der Mensch als Besitzer seiner Sinne ist, wir sagen: Diese Sinne haben ihren ersten Anstoß, ihre ersten Keime während der alten Saturnentwickelung erhalten. Das finden Sie ja auch in Zyklen ausgeführt und immer wieder angegeben. Nun, selbstverständlich darf man sich nicht vorstellen, daß die Sinne, wie sie im ersten Anlauf, im ersten Keim während der Saturnzeit aufgetreten sind, schon so waren, wie sie heute sind. Das wäre natürlich eine Torheit. Es ist sogar außerordentlich schwierig, sich die Gestalt der Sinne vorzustellen, die zur Zeit der alten Saturnentwickelung vorhanden war. Denn es ist schon schwierig, sich vorzustellen, wie die Sinne des Menschen waren während der alten Mondenentwickelung. Da waren sie noch ganz anders als heute. Und darauf möchte ich jetzt einiges Licht werfen, wie diese Sinne, die ja während der alten Mondenentwickelung schon sozusagen ihr drittes Entwickelungsstadium durchmachten - Saturn, Sonne, Mond -, zur Zeit der alten Mondenentwickelung waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt, die die menschlichen Sinne heute haben, ist gegenüber der Art, wie sie zur Zeit der alten Mondenentwickelung vorhanden waren, eine viel totere. Die Sinne waren damals viel lebendigere, viel lebensvollere Organe. Dafür aber waren sie nicht geeignet, Grundlagen zu bilden für das vollbewußte Leben des Menschen; sie waren nur geeignet für das alte traumhafte Hellsehen des Mondenmenschen, das dieser Mondenmensch vollzogen hat mit Ausschluß jeder Freiheit, jedes freien Handlungs- oder Begehrungsimpulses. Die Freiheit konnte sich erst während der Erdenentwickelung im Menschen als ein Impuls entwickeln. Also die Sinne waren noch nicht Grundlage für ein solches Bewußtsein, wie wir es während der Erdenzeit haben; sie waren Grundlage nur für ein Bewußtsein, das dumpfer, auch imaginativer war als das heutige Erdenbewußtsein, und das, wie wir das öfter auseinandergesetzt haben, dem heutigen Traumesbewußtsein glich. Der Mensch, so wie er heute ist, nimmt fünf Sinne an. Wir wissen aber, daß das unberechtigt ist, denn in Wahrheit müssen wir zwölf menschliche Sinne unterscheiden. Alle anderen sieben Sinne, die außer den fünf gewöhnlichen Sinnen noch genannt werden müssen, sind genau ebenso berechtigte Sinne hier für die Erdenzeit, wie es die fünf Sinne sind, die immer aufgezählt werden. Sie wissen, man zählt auf: Gesichtssinn, Hörsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn und Gefühlssinn. - Letzteren nennt man oft Tastsinn, wobei man schon beim Tasten nicht recht unterscheidet, was in der neueren Zeit einige nun doch schon unterscheiden wollen, den eigentlichen Tastsinn von dem Wärmesinn. Tastsinn und Wärmesinn hat eine ältere Zeit noch ganz durcheinandergeworfen. Diese beiden Sinne sind natürlich völlig voneinander verschieden. Durch den Tastsinn nehmen wir wahr, ob etwas hart oder weich ist; der Wärmesinn ist etwas ganz anderes. Aber wenn man wirklich einen Sinn hat, wenn ich das Wort so gebrauchen darf, für das Verhältnis des Menschen zur übrigen Welt, dann hat man zwölf Sinne zu unterscheiden. Wir wollen sie heute noch einmal aufzählen, diese zwölf Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tastsinn]] ist gewissermaßen derjenige Sinn, durch den der Mensch in ein Verhältnis zur materiellsten Art der Außenwelt tritt. Durch den Tastsinn stößt gewissermaßen der Mensch an die Außenwelt, fortwährend verkehrt der Mensch durch den Tastsinn in der gröbsten Weise mit der Außenwelt. Aber trotzdem spielt sich der Vorgang, der beim Tasten stattfindet, innerhalb der Haut des Menschen ab. Der Mensch stößt mit seiner Haut an den Gegenstand. Das, was sich abspielt, daß er eine Wahrnehmung hat von dem Gegenstand, an den er stößt, das geschieht selbstverständlich innerhalb der Haut, innerhalb des Leibes. Also der Prozeß, der Vorgang des Tastens geschieht innerhalb des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehr innerhalb des menschlichen Organismus als der Vorgang des Tastsinns liegt dasjenige, was wir nennen können den [[Lebenssinn]]. Es ist ein Sinn innerhalb des Organismus, an den der Mensch sich heute kaum gewöhnt zu denken, weil dieser Lebenssinn, ich möchte sagen, dumpf im Organismus wirkt. Wenn irgend etwas im Organismus gestört ist, dann empfindet man die Störung. Aber jenes harmonische Zusammenwirken aller Organe, das sich in dem alltäglich und immer im Wachzustande vorhandenen Lebensgefühl, in dieser Lebensverfassung ausdrückt, das beachtet man gewöhnlich nicht, weil man es als sein gutes Recht fordert. Es ist dieses: sich mit einem gewissen Wohlgefühl durchdrungen wissen, mit dem Lebensgefühl. Man sucht, wenn das Lebensgefühl herabgedämpft ist, sich ein bißchen zu erholen, daß das Lebensgefühl wieder frischer wird. Diese Erfrischung und Herabdämpfung des Lebensgefühles, die spürt man, nur ist man im allgemeinen zu sehr an sein Lebensgefühl gewöhnt, als daß man es immer spüren würde. Aber es ist ein deutlicher Sinn vorhanden, der Lebenssinn, durch den wir das Lebende in uns geradeso fühlen, wie wir irgend etwas mit dem Auge sehen, was ringsherum ist. Wir fühlen uns mit dem Lebenssinn, wie wir mit dem Auge sehen. Wir wüßten nichts von unserem Lebensverlaufe, wenn wir nicht diesen inneren Lebenssinn hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon noch mehr innerlich, körperlich-innerlich, leiblich-innerlich als der Lebenssinn ist das, was man nennen kann [[Bewegungssinn]]. Der Lebenssinn verspürt gewissermaßen den Gesamtzustand des Organismus als ein Wohlgefühl oder auch als ein Mißbehagen. Aber Bewegungssinn haben, heißt: Die Glieder unseres Organismus bewegen sich gegeneinander, und das können wir wahrnehmen. Hier meine ich nicht, wenn sich der ganze Mensch bewegt - das ist etwas anderes -, sondern wenn Sie einen Arm beugen, ein Bein beugen; wenn Sie sprechen, bewegt sich der Kehlkopf; das alles, dieses Wahrnehmen der innerlichen Bewegungen, der Lageveränderungen der einzelnen Glieder des Organismus, das nimmt man mit dem Bewegungssinn wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter müssen wir wahrnehmen dasjenige, was wir nennen können unser Gleichgewicht. Wir achten auch darauf eigentlich nicht. Wenn wir sogenannten Schwindel bekommen und umfallen, ohnmächtig werden, dann ist der [[Gleichgewichtssinn]] unterbrochen, genau ebenso, wie der Sehsinn unterbrochen ist, wenn wir die Augen zumachen. Ebenso wie wir unsere innere Lageveränderung wahrnehmen, so nehmen wir unser Gleichgewicht wahr, wenn wir einfach uns in ein Verhältnis bringen zu oben und unten, links und rechts, und uns so einordnen in die Welt, daß wir uns drinnen fühlen; daß wir fühlen, wir stehen jetzt aufrecht. Also dieses Gleichgewichtsgefühl wird wahrgenommen von uns durch den Gleichgewichtssinn. Der ist ein wirklicher Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sinne verlaufen in ihren Prozessen so, daß eigentlich alles innerhalb des Organismus bleibt, was vorgeht. Wenn Sie tasten, stoßen Sie zwar an den äußeren Gegenstand, aber Sie kommen nicht hinein in den äußeren Gegenstand. Wenn Sie an einer Nadel sich stoßen, so sagen Sie, die Nadel ist spitz, Sie kommen selbstverständlich nicht hinein in die Spitze, wenn Sie bloß tasten, sonst stechen Sie sich, aber das ist ja nicht mehr Tasten. Aber alles das kann nur in Ihrem Organismus selbst vorgehen. Sie stoßen zwar an den Gegenstand, aber das, was Sie als Tastmensch erleben, vollzieht sich innerhalb der Grenzen Ihrer Haut. Also das ist leiblich-innerlich, was Sie da im Tastsinn erleben. Ebenso ist leiblich-innerlich, was Sie im Lebenssinn erleben. Sie erleben nicht, wie der Verlauf da oder dort ist, außer sich, sondern was in Ihnen ist. Ebenso im Bewegungssinn: nicht die Bewegung, daß man hin und her gehen kann, ist gemeint, sondern diejenigen Bewegungen, wenn ich an mir meine Glieder bewege, oder aber wenn ich spreche, also die innerlichen Bewegungen, die sind mit dem Bewegungssinn gemeint. Wenn ich außer mir mich bewege, bewege ich mich auch innerlich. Sie müssen da die zwei Dinge unterscheiden: meine Vorwärtsbewegung und die Lage der Glieder, das Innerliche. Der Bewegungssinn also wird innerlich wahrgenommen, wie der Lebenssinn und auch der Gleichgewichtssinn. Nichts nehmen Sie da äußerlich wahr, sondern Sie nehmen sich selbst in einem Gleichgewicht wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gehen Sie zunächst aus sich heraus im [[Geruchssinn]]. Da kommen Sie schon in das Verhältnis zur Außenwelt. Aber Sie werden das Gefühl haben, daß Sie da im Geruchssinn noch wenig nach außen kommen. Sie erfahren wenig durch den Geruchssinn von der Außenwelt. Der Mensch will das auch gar nicht wissen, was man durch einen intimeren Geruchssinn von der Außenwelt erfahren kann. Der Hund will es schon mehr wissen. Es ist so, daß der Mensch die Außenwelt durch den Geruchssinn nur zunächst wahrnehmen will, aber wenig mit der Außenwelt in Berührung kommt. Es ist kein Sinn, durch den sich der Mensch so sehr tief mit der Außenwelt einlassen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehr will sich der Mensch mit der Außenwelt einlassen im [[Geschmackssinn]]. Man erlebt das, was Eigenschaft ist des Zuckers, des Salzes, indem man es schmeckt, schon sehr innerlich. Das Äußere wird schon sehr innerlich, mehr als im Geruchssinn. Also es ist schon mehr Verhältnis zu Außenwelt und Innenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr ist es im [[Sehsinn]], im Gesichtssinn. Sie nehmen viel mehr von den Eigenschaften der Außenwelt im Gesichtssinn herein als im Geschmackssinn. Und noch mehr nehmen Sie im [[Wärmesinn]] herein. Das, was Sie durch den Sehsinn, durch den Gesichtssinn wahrnehmen, bleibt Ihnen doch noch fremder, als was Sie durch den Wärmesinn wahrnehmen. Durch den Wärmesinn treten Sie eigentlich schon in ein sehr intimes Verhältnis zu der Außenwelt. Ob man einen Gegenstand als warm oder kalt empfindet, das erlebt man stark mit, und man erlebt es mit dem Gegenstande mit. Die Süßigkeit des Zuckers zum Beispiel erlebt man weniger mit dem Gegenstande mit. Denn schließlich kommt es Ihnen beim Zucker auf das an, was er durch Ihren Geschmack erst wird, weniger auf das, was da draußen ist. Beim Wärmesinn können Sie das nicht mehr unterscheiden. Da erleben Sie schon das Innere dessen, was Sie wahrnehmen, stark mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch intimer setzen Sie sich mit dem Inneren der Außenwelt durch den [[Gehörsinn]] in Beziehung. Der Ton verrät uns schon sehr viel von dem inneren Gefüge des Äußeren, viel mehr noch als die Wärme, und sehr viel mehr als der Gesichtssinn. Der Gesichtssinn gibt uns sozusagen nur Bilder von der Oberfläche. Der Hörsinn verrät uns, indem das Metall anfängt zu tönen, wie es in seinem eigenen Innern ist. Der Wärmesinn geht schon auch in das Innere hinein. Wenn ich irgend etwas, zum Beispiel ein Stück Eis anfasse, so bin ich überzeugt: Nicht bloß die Oberfläche ist kalt, sondern es ist durch und durch kalt. Wenn ich etwas anschaue, sehe ich nur die Farbe der Grenze, der Oberfläche; aber wenn ich etwas zum Tönen bringe, dann nehme ich gewissermaßen von dem Tönenden das Innere intim wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch intimer nimmt man wahr, wenn das Tönende Sinn enthält. Also Tonsinn: [[Sprachsinn]], Wortsinn könnten wir vielleicht besser sagen. Es ist einfach unsinnig, wenn man glaubt, daß die Wahrnehmung des Wortes dasselbe ist wie die Wahrnehmung des Tones. Sie sind ebenso voneinander verschieden wie Geschmack und Gesicht. Im Ton nehmen wir zwar sehr das Innere der Außenwelt wahr, aber dieses Innere der Außenwelt muß sich noch mehr verinnerlichen, wenn der Ton sinnvoll zum Worte werden soll. Also noch intimer in die Außenwelt leben wir uns ein, wenn wir nicht bloß Tönendes durch den Hörsinn wahrnehmen, sondern wenn wir Sinnvolles durch den Wortsinn wahrnehmen. Aber wiederum, wenn ich das Wort wahrnehme, so lebe ich mich nicht so intim in das Objekt, in das äußere Wesen hinein, als wenn ich durch das Wort den Gedanken wahrnehme. Da unterscheiden die meisten Menschen schon nicht mehr. Aber es ist ein Unterschied zwischen dem Wahrnehmen des bloßen Wortes, des sinnvoll Tönenden, und dem realen Wahrnehmen des Gedankens hinter dem Worte. Das Wort nehmen Sie schließlich auch wahr, wenn es gelöst wird von dem Denker durch den Phonographen, oder selbst durch das Geschriebene. Aber im lebendigen Zusammenhange mit dem Wesen, das das Wort bildet, unmittelbar durch das Wort in das Wesen, in das denkende, vorstellende Wesen mich hineinversetzen, das erfordert noch einen tieferen Sinn als den gewöhnlichen Wortsinn, das erfordert den [[Denksinn]], wie ich es nennen möchte. Und ein noch intimeres Verhältnis zur Außenwelt als der Denksinn gibt uns derjenige Sinn, der es uns möglich macht, mit einem anderen Wesen so zu fühlen, sich eins zu wissen, daß man es wie sich selbst empfindet. Das ist, wenn man durch das Denken, durch das lebendige Denken, das einem das Wesen zuwendet, das Ich dieses Wesens wahrnimmt - der [[Ichsinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sinne.gif|thumb|450px|Die zwölf Sinne des Menschen {{GZ||170|113}}]]&lt;br /&gt;
Sehen Sie, man muß wirklich unterscheiden zwischen dem Ichsinn, der das Ich des anderen wahrnimmt, und dem Wahrnehmen des eigenen Ich. Das ist nicht nur deshalb verschieden, weil man das eine Mal das eigene Ich wahrnimmt, und das andere Mal das Ich des anderen, sondern es ist auch verschieden hinsichtlich des Herkommens. Die Keimanlage, das, was jeder vom anderen wissen kann, wahrnehmen zu können, die wurde schon auf dem alten Saturn uns eingepflanzt mit den Sinnesanlagen. Also, daß Sie einen anderen als ein Ich wahrnehmen können, das wurde Ihnen schon mit den Sinnesanlagen auf dem alten Saturn eingepflanzt. Ihr Ich haben Sie aber überhaupt erst während der Erdenentwickelung erlangt; dieses innerlich Sie beseelende Ich ist nicht das gleiche wie der Ichsinn. Die beiden Dinge müssen streng voneinander unterschieden werden. Wenn wir vom Ichsinn reden, so reden wir von der Fähigkeit des Menschen, ein anderes Ich wahrzunehmen. Sie wissen, ich habe nie anders als voll anerkennend über das Wahre und Große der materialistischen Wissenschaft gesprochen. Ich habe hier Vorträge gehalten, um diese materialistische Wissenschaft voll anzuerkennen; aber man muß dann wirklich so liebevoll sich in diese materialistische Wissenschaft vertiefen, daß man sie auch in ihren Schattenseiten liebevoll anfaßt. Wie diese materialistische Wissenschaft von den Sinnen denkt, das kommt erst heute in eine gewisse Ordnung. Erst heute fangen die Physiologen an, wenigstens Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn zu unterscheiden, und den Wärmesinn vom Tastsinn zu trennen. Das andere, was hier noch angeführt ist, das unterscheidet die äußere materialistische Wissenschaft nicht. Also, was Sie Erleben Ihres eigenen Ichs nennen, das bitte ich Sie sehr zu unterscheiden von der Fähigkeit, ein anderes Ich wahrzunehmen. Bezüglich dieser Wahrnehmung des anderen Ich durch den Ichsinn ist nun - das sage ich aus tiefer Liebe zur materialistischen Wissenschaft, weil diese tiefe Liebe zur materialistischen Wissenschaft einen befähigt, die Sache wirklich zu durchschauen - die materialistische Wissenschaft heute geradezu behaftet mit Blödsinnigkeit. Sie wird blödsinnig, wenn sie von der Art redet, wie sich der Mensch verhält, wenn er den Ichsinn in Bewegung setzt, denn sie redet Ihnen vor, diese materialistische Wissenschaft, daß eigentlich der Mensch, wenn er einem Menschen entgegentritt, aus den Gesten, die der andere Mensch macht, aus seinen Mienen und aus allerlei anderem unbewußt auf das Ich schließt, daß es ein unbewußter Schluß wäre auf das Ich des anderen. Das ist ein völliger Unsinn! Wahrhaftig, so unmittelbar wie wir eine Farbe wahrnehmen, nehmen wir das Ich des anderen wahr, indem wir ihm entgegentreten. Zu glauben, daß wir erst aus der körperlichen Wahrnehmung auf das Ich schließen, ist eigentlich vollständig stumpfsinnig, weil es abstumpft gegen die wahre Tatsache, daß im Menschen ein tiefer Sinn vorhanden ist, das andere Ich aufzufassen. So wie durch das Auge Hell und Dunkel und Farben wahrgenommen werden, so werden durch den Ichsinn die anderen Iche unmittelbar wahrgenommen. Es ist ein Sinnenverhältnis zu dem anderen Ich. Das muß man erleben. Und ebenso, wie die Farbe durch das Auge auf mich wirkt, so wirkt das andere Ich durch den Ichsinn. Wir werden, wenn die Zeit dazu gekommen sein sollte, auch ebenso von dem Sinnesorgan für den Ichsinn sprechen, wie man von den Sinnesorganen für den Sehsinn, für den Gesichtssinn sprechen kann. Es ist da nur leichter, eine materielle Manifestation anzugeben, als für den Ichsinn. Aber vorhanden ist das alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie gewissermaßen sich besinnen auf diese Sinne, so können Sie sagen: In diesen Sinnen spezifiziert sich oder differenziert sich Ihr Organismus. Er differenziert sich wirklich, denn Sehen ist nicht Töne-Wahrnehmen, Tonwahrnehmung ist nicht Hören, Hören ist wiederum nicht Denken-Wahrnehmen, Denken-Wahrnehmen ist nicht Tasten. Das sind gesonderte Gebiete des menschlichen Wesens. Zwölf gesonderte Gebiete des menschlichen Organismus haben wir in diesen Sinnesgebieten. Die Sonderung, daß jedes für sich ein Gebiet ist, das bitte ich Sie besonders festzuhalten; denn wegen dieser Sonderung kann man diese ganze Zwölfheit in einen Kreis einzeichnen, und man kann zwölf getrennte Gebiete in diesem Kreise unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist anders, als es nun mit den Kräften steht, die gewissermaßen tiefer im Menschen liegen als diese Sinneskräfte. Der Sehsinn ist an das Auge gebunden, ist ein gewisser Bezirk im menschlichen Organismus. Der Hörsinn ist an den Hörorganismus gebunden, wenigstens in der Hauptsache; er braucht ihn aber nicht allein; es wird mit viel mehr im Organismus gearbeitet, es wird mit einem viel weiteren Bezirk gehört als durch das Ohr; aber das Ohr ist der normalste Hörbezirk. Alle diese Sinnesbezirke werden von dem Leben gleichmäßig durchflossen. Das Auge lebt, das Ohr lebt, das, was dem Ganzen zugrunde liegt, lebt; was dem Tastsinn zugrunde liegt, lebt - alles lebt. Das Leben wohnt in allen Sinnen, es geht durch alle Sinnesbezirke durch.|170|105ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinneswahrnehmung und Erinnerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An anderer Stelle hat Rudolf Steiner auch eine andere Anordnung der 12 Sinne und entsprechend auch eine andere Zuordnung zu den Tierkreiszeichen gegeben. Hier bespricht er auch den Zusammenhang zwischen der Sinneswahrnehmung und dem Bilden der [[Erinnerung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sehen Sie, Sie richten Ihre Sinne nach außen. Da finden Sie durch&lt;br /&gt;
Ihre Sinne die Außenwelt als eine sinnenfällige ausgebreitet. Ich&lt;br /&gt;
zeichne das schematisch, was da nach außen als sinnenfällig ausgebreitet&lt;br /&gt;
um uns herum liegt. Bitte, es soll das, was da außen herum liegt,&lt;br /&gt;
dieses (siehe Zeichnung, blau) sein. Wenn Sie Ihre Augen, Ihre Ohren,&lt;br /&gt;
wenn Sie Ihren Geruchssinn, was Sie wollen, auf die Außenwelt richten,&lt;br /&gt;
so wendet sich Ihnen gewissermaßen entgegen, es wendet sich&lt;br /&gt;
diesen Sinnen entgegen dasjenige, was die Innenseite dieses Außen ist—&lt;br /&gt;
also bitte: die Innenseite dieses Außen (links). Nehmen Sie an, Sie&lt;br /&gt;
wenden Ihre Sinne dem zu, was ich da gezeichnet habe (siehe Zeichnung,&lt;br /&gt;
Pfeile), so sind diese Sinne auf diese Außenwelt gerichtet und&lt;br /&gt;
Sie sehen das, was sich innen hier hineinneigt. Nun folgt die schwierige&lt;br /&gt;
Vorstellung, auf die ich aber schon kommen muß. Alles das, was&lt;br /&gt;
Sie da anschauen, zeigt sich Ihnen von innen. Denken Sie sich, daß&lt;br /&gt;
das auch eine Außenseite haben muß. Nun, ich will es schematisch dadurch&lt;br /&gt;
vor Ihre Seele rufen, daß ich sage: Wenn Sie so hinausschauen,&lt;br /&gt;
sehen Sie als Grenze Ihres Schauens das Firmament: das hier ist ja&lt;br /&gt;
fast so, nur daß ich es klein gezeichnet habe. Aber jetzt denken Sie&lt;br /&gt;
sich, Sie könnten flugs da hinausfliegen und könnten da durchfliegen&lt;br /&gt;
und von der andern Seite gucken, Ihre sinnenfälligen Eindrücke von&lt;br /&gt;
der andern Seite angucken. Also Sie könnten so hinschauen (siehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA183_085.gif|300px|center|Zeichnung aus GA 183, S 85]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnung, Pfeile oben). Bitte, das sehen Sie natürlich nicht; aber&lt;br /&gt;
könnten Sie so hinschauen, so würde das der andere Aspekt sein.&lt;br /&gt;
Sie würden aus sich heraus müssen und würden von der andern Seite&lt;br /&gt;
Ihre ganze sinnenfällige Welt anschauen müssen. Sie würden also das,&lt;br /&gt;
was sich Ihnen als Farbe zuwendet, von der Rückseite betrachten, das,&lt;br /&gt;
was sich Ihnen als Ton zuwendet, von der Rückseite betrachten und&lt;br /&gt;
so weiter; was sich Ihnen als Geruch zuwendet, würden Sie von der&lt;br /&gt;
Rückseite betrachten, Sie würden von der Rückseite den Geruch in&lt;br /&gt;
die Nase fassen. Also von der andern Seite denken Sie sich die Weltbetrachtung: wie einen Teppich ausgebreitet die sinnenfälligen Dinge,&lt;br /&gt;
und nun den Teppich von der andern Seite einmal angesehen. Ein&lt;br /&gt;
kleines Stück sehen Sie nur, ein sehr, sehr kleines Stück von dieser&lt;br /&gt;
Rückseite. Dieses sehr kleine Stück, das kann ich hier nur dadurch zur&lt;br /&gt;
Darstellung bringen, daß ich die Sache so mache: Denken Sie sich&lt;br /&gt;
jetzt, ich zeichne das, was Sie da von der andern Seite sehen würden,&lt;br /&gt;
rot ein; so daß ich sagen kann, schematisch sieht man das Sinnenfällige&lt;br /&gt;
so: Wie man es gewöhnlich sieht, so sieht es blau aus; sieht man&lt;br /&gt;
es von der andern Seite, so sieht es rot aus, aber das sieht man natürlich&lt;br /&gt;
nicht. In diesem, was man da rot sehen würde, steckt erstens alles&lt;br /&gt;
das drin, was erlebt werden kann zwischen dem Tod und einer neuen&lt;br /&gt;
Geburt, zweitens alles das, was beschrieben ist in der «Geheimwissenschaft&lt;br /&gt;
im Umriß» als Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erdenentwickelung&lt;br /&gt;
und so weiter. Dasjenige liegt da aufgespeichert, was eben verborgen&lt;br /&gt;
ist für die sinnenfällige Anschauung. Das ist da auf der andern Seite&lt;br /&gt;
der Kugel. Aber ein kleines Stück sehen Sie davon; das kann ich nur&lt;br /&gt;
so zeichnen, daß ich jetzt sage: Nehmen Sie dieses kleine Stück von&lt;br /&gt;
dem Roten, das ginge da herüber (siehe Zeichnung, unten) und durchkreuzt&lt;br /&gt;
sich mit dem Blauen, so daß das Blaue, statt daß es jetzt vorne&lt;br /&gt;
ist, dahinter ist. Ich müßte eigentlich hier vierdimensional zeichnen,&lt;br /&gt;
wenn ich es wirklich zeichnen würde, ich kann es daher nur ganz&lt;br /&gt;
schematisch zeichnen. Also da (links) sind die Sinne jetzt hier dem&lt;br /&gt;
Blauen zugewendet; da sind sie nicht zugewendet dem Blauen, sondern&lt;br /&gt;
dem Roten, das Sie sonst nicht sehen. Aber hinter dem Rot hat&lt;br /&gt;
sich jetzt gekreuzt das, was sonst gesehen wird, und das ist jetzt darunter.&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Stück, das da sich kreuzt mit dem andern, das&lt;br /&gt;
sehen Sie fortwährend im gewöhnlichen Bewußtsein. Das sind nämlich&lt;br /&gt;
Ihre aufgespeicherten Erinnerungen. Alles, was als Erinnerung&lt;br /&gt;
entsteht, entsteht nicht nach Gesetzen dieser äußeren Wahrnehmungswelt,&lt;br /&gt;
sondern es entsteht nach den Gesetzen, die dieser hinteren Welt&lt;br /&gt;
da entsprechen. Dieses Innere, das Sie als Ihre Erinnerungen haben, das&lt;br /&gt;
entspricht wirklich dem, was da auf der andern Seite ist (rechts). Indem&lt;br /&gt;
Sie in sich hineinblicken, in alles das, was Ihre Erinnerungen&lt;br /&gt;
sind, sehen Sie tatsächlich die Welt auf einem Stück von der andern&lt;br /&gt;
Seite; da ragt das andere ein wenig herein, da sehen Sie die Welt von&lt;br /&gt;
der andern Seite. Und wenn Sie jetzt durch Ihre Erinnerungen, wie&lt;br /&gt;
sie so aufgeschrieben sind, durchschlüpfen könnten - ich habe vor&lt;br /&gt;
acht Tagen davon gesprochen - , wenn Sie da hinunter könnten, unter&lt;br /&gt;
Ihre Erinnerungen sehen und sie von der andern Seite anschauen&lt;br /&gt;
könnten, von da drüben (siehe Zeichnung, links), da würden Sie die&lt;br /&gt;
Erinnerungen als Ihre Aura sehen. Da würden Sie den Menschen sehen&lt;br /&gt;
als ein geistig-seelisches aurisches Wesen, wie Sie sonst die äußere&lt;br /&gt;
Welt sinnenfällig in den Wahrnehmungen sehen. Nur wäre es ebensowenig&lt;br /&gt;
angenehm - wie ich das vor acht Tagen hier charakterisiert&lt;br /&gt;
habe - , weil da der Mensch noch nicht schön ist von dieser andern&lt;br /&gt;
Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist das Interessante, was man kreuzen muß mit dem andern&lt;br /&gt;
Verständnis des dreigliedrigen Menschen. Diese Kreuzung hier,&lt;br /&gt;
die liegt nun im mittleren Menschen, im Brustmenschen. Sie erinnern&lt;br /&gt;
sich an die Zeichnung, die ich vor acht Tagen gemacht habe, wo ich&lt;br /&gt;
ja die in sich gewundenen Lemniskaten mit den zurückgeschlagenen&lt;br /&gt;
Schleifen hatte: die müßte ich hier zeichnen. Hier müßte ich diesen&lt;br /&gt;
Brustmenschen zeichnen mit den zurückgeschlagenen Lemniskaten&lt;br /&gt;
(siehe Zeichnung Seite 85, links unten): das würde zusammenfallen&lt;br /&gt;
mit der Erinnerungssphäre. So daß dieser dreigliedrige Mensch hier in&lt;br /&gt;
seinem mittleren Teil diese Umwendung des Menschen hat, wo das&lt;br /&gt;
Innere äußerlich und das Äußere innerlich wird, wo Sie ein Tableau,&lt;br /&gt;
das Sie sonst als Welttableau, als die große Welterinnerung sehen&lt;br /&gt;
würden, nun als Ihre eigene kleine mikrokosmische Erinnerung&lt;br /&gt;
sehen. Sie sehen in Ihrem gewöhnlichen Bewußtsein dasjenige, was&lt;br /&gt;
sich zugetragen hat von Ihrem dritten Jahre an bis jetzt: das ist eine&lt;br /&gt;
innere Aufzeichnung, ein kleines Stück für das, was gleichartig mit&lt;br /&gt;
dem ist, was sonst Aufzeichnung für die ganze Weltenevolution ist,&lt;br /&gt;
was auf der andern Seite liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund habe ich seinerzeit, wie den meisten von Ihnen&lt;br /&gt;
wohl bekannt sein wird, davon gesprochen - und ich habe es ja wiederum&lt;br /&gt;
ausgeführt in meinem letzten Buche «Von Seelenrätseln» am&lt;br /&gt;
Schluß in der Anmerkung - , nicht ohne Grund habe ich davon gesprochen,&lt;br /&gt;
daß der Mensch eigentlich zwölf Sinne hat. Diese Sinne&lt;br /&gt;
müssen wir uns so denken, daß eine Anzahl von diesen zwölf Sinnen&lt;br /&gt;
nach dem Sinnenfälligen zugewendet sind, eine andere Anzahl von&lt;br /&gt;
diesen zwölf Sinnen sind aber nach rückwärts gerichtet. Sie sind auch&lt;br /&gt;
da unten (siehe Zeichnung Seite 85) nach dem gerichtet, was schon&lt;br /&gt;
das Gewendete ist. Und zwar sind nach dem äußeren Sinnenfälligen&lt;br /&gt;
gerichtet: Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn, Hörsinn, Sehsinn, Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
Geruchssinn. Diese Sinne sind gerichtet nach dem&lt;br /&gt;
Sinnenfälligen. Die andern Sinne kommen ja eigentlich dem Menschen&lt;br /&gt;
deshalb nicht zum Bewußtsein, weil sie zunächst nach seinem&lt;br /&gt;
eigenen Inneren und dann nach dem Umgekehrten der Welt gerichtet&lt;br /&gt;
sind. Das sind vorzugsweise: Wärmesinn, Lebenssinn, Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Tastsinn. So daß wir sagen können: Für&lt;br /&gt;
das gewöhnliche Bewußtsein liegen sieben Sinne im Hellen (oben)&lt;br /&gt;
und fünf Sinne im Dunkeln (unten). Und diese fünf Sinne, die im&lt;br /&gt;
Dunkeln liegen, die sind der andern Seite der Welt zugewendet, auch&lt;br /&gt;
im Menschen der andern Seite (siehe Zeichnung Seite 85).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können daher einen vollständigen Parallelismus haben zwischen&lt;br /&gt;
den Sinnen und zwischen etwas anderem, wovon wir gleich sprechen&lt;br /&gt;
werden (siehe Zeichnung, Kreis). Also nehmen wir an, wir hätten als&lt;br /&gt;
Sinne zu verzeichnen den Hörsinn, den Sprachsinn, den Denksinn,&lt;br /&gt;
den Ichsinn, den Wärmesinn, den Lebenssinn, den Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
den Bewegungssinn, den Tastsinn, den Geruchssinn, den Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
den Sehsinn, so haben Sie im wesentlichen alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was vom Ichsinn geht bis zum Geruchssinn, im Hellen liegend,&lt;br /&gt;
in dem, was dem gewöhnlichen Bewußtsein zugänglich ist (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung, schraffiert). Und alles dasjenige, was abgewendet ist vom&lt;br /&gt;
gewöhnlichen Bewußtsein, so wie die Nacht vom Tag abgekehrt ist,&lt;br /&gt;
das gehört den andern Sinnen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich die Grenze auch wiederum nur schematisiert; es&lt;br /&gt;
fällt etwas ineinander; es sind die Wirklichkeiten nicht so bequem.&lt;br /&gt;
Aber diese Gliederung des Menschen nach den Sinnen ist so, daß Sie&lt;br /&gt;
schon im Schema an die Stelle der Sinne nur zu zeichnen brauchen die&lt;br /&gt;
Himmelszeichen, so haben Sie: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs,&lt;br /&gt;
Löwe, Jungfrau, Waage - sieben Himmelszeichen für die helle Seite;&lt;br /&gt;
fünf für die dunkle Seite: Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann,&lt;br /&gt;
Fische: Tag, Nacht; Nacht, Tag. Und Sie haben einen vollständigen&lt;br /&gt;
Parallelismus zwischen dem mikrokosmischen Menschen - dem, was&lt;br /&gt;
zugewendet ist seinen Sinnen, und dem, was abgewendet ist, aber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA183_089.gif|500px|center|Die zwölf Sinne des Menschen: Zeichnung aus GA 183, S 89]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eigentlich zugewendet ist seinen unteren Sinnen - und zwischen dem,&lt;br /&gt;
was im äußeren Kosmos den Wechsel bedeutet von Tag und Nacht. Es&lt;br /&gt;
geht gewissermaßen im Menschen dasselbe vor, was im Weltengebäude&lt;br /&gt;
vorgeht. Im Weltengebäude wechseln Tag und Nacht, im&lt;br /&gt;
Menschen wechselt auch Tag und Nacht, nämlich Wachen und&lt;br /&gt;
Schlafen, wenn sich auch beide voneinander emanzipiert haben für&lt;br /&gt;
den gegenwärtigen Bewußtseinszyklus des Menschen. Während des&lt;br /&gt;
Tages ist der Mensch zugewendet den Tagessinnen; wir können&lt;br /&gt;
ebensogut sagen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau,&lt;br /&gt;
Waage, wie wir sagen könnten: Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn und&lt;br /&gt;
so weiter. Sie können jedes Ich eines andern Menschen sehen, Sie&lt;br /&gt;
können die Gedanken des andern Menschen verstehen, Sie können&lt;br /&gt;
hören, sehen, schmecken, riechen: das sind die Tagessinne. In der&lt;br /&gt;
Nacht ist der Mensch so, wie sonst die Erde nach der andern Seite gewendet&lt;br /&gt;
ist, den andern Sinnen zugewendet, nur sind diese noch nicht&lt;br /&gt;
vollentwickelt. Sie werden erst nach der Venuszeit so voll entwickelt&lt;br /&gt;
sein, daß sie wahrnehmen können, was da nach der andern Seite ist.&lt;br /&gt;
Sie sind noch nicht so voll entwickelt, daß sie das wahrnehmen können,&lt;br /&gt;
was da nach der andern Seite ist. Sie sind in Nacht gehüllt, wie&lt;br /&gt;
beim Durchgang durch die andern Himmelsregionen, durch die andern&lt;br /&gt;
Bilder des Tierkreises, die Erde in der Nacht ist. Das Durchschreiten&lt;br /&gt;
des Menschen durch seine Sinne ist ganz zu parallelisieren mit dem&lt;br /&gt;
Gang - ob Sie nun sagen der Sonne um die Erde oder der Erde um&lt;br /&gt;
die Sonne, das ist ja schließlich für diesen Zweck gleichgültig; aber&lt;br /&gt;
diese Dinge hängen zusammen. Und diese Zusammenhänge kannten&lt;br /&gt;
die Weisen der alten Mysterien sehr gut.|183|87ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tages- und Nachtsinne ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Menschkosmos.png|thumb|400px|Mensch und Kosmos - Die zwölf Sinne des Menschen und ihre Zuordnung zu den 12 Tierkreiszeichen, wie sie sich implizit aus den nebenstehenden Ausführungen Rudolf Steiners ergibt. Die Darstellung stimmt bezüglich der Anordnung der Sinne mit der Zeichnung aus {{GZ||170|113}} überein, ist jedoch um 180° verdreht.]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Tagessinne&#039;&#039;&#039; sind nach &#039;&#039;außen&#039;&#039; auf die Welt gerichtet, sind also &#039;&#039;&#039;äußere Sinne&#039;&#039;&#039;. Was sie [[wahrnehmen]], wird im hellen Licht des [[Tagesbewusstsein]]s erlebt und prägt sich auch gut dem [[Gedächtnis]] ein. Die &#039;&#039;&#039;Nachtsinne&#039;&#039;&#039; richten sich als &#039;&#039;&#039;innere Sinne&#039;&#039;&#039; nach &#039;&#039;innen&#039;&#039; auf die körperliche Wahrnehmung, die nur vergleichsweise dumpf, d.h. mehr oder weniger [[Unterbewusstsein|unterbewusst]] miterlebt werden und sich daher auch dem Gedächnis nur wenig einprägen. Bereits mit dem Tastsinn, der hier von [[Rudolf Steiner]] mit dem [[Sternbild]] [[Waage (Sternbild)|Waage]] zusammengeschaut wird, tauchen wir in den Bereich der Nachtsinne ein. Die folgenden Sinne - [[Lebenssinn]], [[Bewegungssinn]] und [[Gleichgewichtssinn]] - führen noch tiefer in das [[Unterbewusstsein]] hinein. Mit dem [[Geruchssinn]] und dem [[Geschmackssinn]] beginnt das [[Seelenleben]] langsam wieder aufzudämmern. Erst mit dem [[Gesichtssinn]] geht die Sonne des Tagesbewusstseins wieder auf und steigt mit dem [[Wärmesinn]] und dem [[Tonsinn]] höher bis zur Mittagsstunde des wachen Bewusstseins, die zwischen dem Tonsinn und dem ihm folgenden [[Sprachsinn]] liegt. Der [[Denksinn]] und der [[Ichsinn]] führen bereits zur Abenddämmerung des Bewusstseins hin. Die nebenstehende Abbildung zeigt die Zuordnung der 12 Sinne zu den 12 [[Tierkreiszeichen]], die sich &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus dieser Darstellung Rudolf Steiners ergibt. An anderen Stellen hat Steiner auch davon abweichende Zuordnungen gegeben. Insbesondere ist hier die [[Umstülpung]] von den inneren zu den äußeren Sinnen, die zu einer umgekehrten Zuordnung der Tagessinne zu den Tierkreiszeichen führt (siehe die Zeichnung Steiners ganz oben), nicht erwähnt und erscheint aus dem hier gewählten Blickpunkt auch nicht plausibel. Im 7. Vortrag desselben Bandes, der aber mit dem hier zitierten Text nicht unmittelbar zusammenhängt, ordnet Steiner zwar, wie auch an anderen Stellen, dem [[Ichsinn]] das Sternbild [[Widder (Sternbild)|Widder]] zu - &#039;&#039;hier&#039;&#039; wäre aber folgerichtig der Sehsinn dem Widder als dem ersten Tagessternzeichen zuzuweisen und der Ichsinn der [[Jungfrau (Sternbild)|Jungfrau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Alles, auch&lt;br /&gt;
was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im&lt;br /&gt;
Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf&lt;br /&gt;
Sinne habe ich dazumal aufgezählt: der Tastsinn, der Lebenssinn,&lt;br /&gt;
der Bewegungssinn, der Gleichgewichtssinn, der Geruchssinn, der&lt;br /&gt;
Geschmackssinn, der Sehsinn, der Wärmesinn, der Gehörsinn, der&lt;br /&gt;
Sprachsinn, der Denksinn, der Ichsinn. Im Umkreise gleichsam&lt;br /&gt;
dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so,&lt;br /&gt;
wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt. Aber&lt;br /&gt;
der äußere Vergleich schon geht auch noch viel weiter. Bedenken&lt;br /&gt;
Sie, daß die Sonne während des Jahres durch die Sternbilder vom&lt;br /&gt;
Widder gehen muß bis hin gegen die Waage, daß die Sonne gleichsam&lt;br /&gt;
im Lichte des Tages durch die oberen Sternbilder, während der&lt;br /&gt;
Nacht durch die unteren Sternbilder geht, und daß dieses Gehen&lt;br /&gt;
der Sonne durch die unteren Sternbilder zunächst dem äußeren&lt;br /&gt;
Lichte verborgen ist. So ist es auch mit dem Leben der Menschenseele&lt;br /&gt;
in diesen zwölf Sinnen. Tagessinne sind eigentlich nur annähernd&lt;br /&gt;
die eine Hälfte davon, wie die eine Hälfte der Sternbilder&lt;br /&gt;
nur Tag-Sternbilder sind, die anderen Nacht-Sternbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, der [[Tastsinn]] ist wirklich etwas, wovon wir sagen&lt;br /&gt;
können, er drängt den Menschen schon hinein in das Nachtleben&lt;br /&gt;
des Seelischen; denn mit dem Tastsinn tappen wir grobsinnlich&lt;br /&gt;
an die äußere Welt an. Und versuchen Sie nur einmal, sich zu&lt;br /&gt;
erklären, wie wenig der Tastsinn im Grunde genommen mit dem&lt;br /&gt;
Tages-, das heißt mit dem wirklichen bewußten Seelenleben&lt;br /&gt;
zusammenhängt. Das können Sie daraus sehen, daß Sie die&lt;br /&gt;
Eindrücke der anderen Sinne leicht werden im Gedächtnisse&lt;br /&gt;
aufbewahren können, aber versuchen Sie selbst, wie wenig Sie&lt;br /&gt;
die Erfahrungen des Tastsinnes im Gedächtnisse aufbewahren&lt;br /&gt;
können. Versuchen Sie, wie wenig Sie sich erinnern, wie irgendein&lt;br /&gt;
Stoff sich angefühlt hat, den Sie vor Jahren anfühlten, ja, wie&lt;br /&gt;
wenig Sie sogar das Bedürfnis haben, sich daran zu erinnern.&lt;br /&gt;
Das taucht schon hinunter, so wie das Licht aufhört und in die&lt;br /&gt;
Dämmerung versinkt, wenn die Sonne in dem Sternbild der&lt;br /&gt;
[[Waage (Sternbild)|Waage]] hinuntergeht in die Nacht, in die Region der Nacht-Sternbilder hinein. Und völlig verborgen, möchte ich sagen, für&lt;br /&gt;
das wache, offene Seelenleben sind dann die anderen Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Lebenssinn]]: In den wenigsten Seelenbetrachtungen der äußeren&lt;br /&gt;
Wissenschaft finden Sie überhaupt von diesem Lebenssinn&lt;br /&gt;
gesprochen. Gewöhnlich redet man ja nur von den fünf Sinnen,&lt;br /&gt;
den Sinnen des Tages, des wachen Bewußtseins. Aber das braucht&lt;br /&gt;
uns ja nicht weiter anzugehen. Es ist dieser Lebenssinn der Sinn,&lt;br /&gt;
durch den wir unser Leben in uns fühlen, aber eigentlich nur, wenn&lt;br /&gt;
es gestört wird, wenn es krank wird, wenn uns dies oder jenes&lt;br /&gt;
schmerzt oder gerade weh tut; dann kommt der Lebenssinn und&lt;br /&gt;
zeigt uns an: Dir tut es da oder dort weh. Wenn das Leben gesund&lt;br /&gt;
ist, ist es getaucht in die Untergründe, so wie das Licht nicht da ist,&lt;br /&gt;
wenn die Sonne im [[Skorpion (Sternbild)|Skorpion]] steht, überhaupt in einem Nacht-Sternbild steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist es beim [[Bewegungssinn]]. Dieser Bewegungssinn ist ja&lt;br /&gt;
dasjenige, wodurch wir wahrnehmen, wie in uns die Tatsachen&lt;br /&gt;
verlaufen dadurch, daß wir irgend etwas in Bewegung bringen.&lt;br /&gt;
Jetzt erst spricht die äußere Wissenschaft etwas von diesem Bewegungssinn.&lt;br /&gt;
Sie weiß jetzt erst, daß von der Art und Weise, wie die&lt;br /&gt;
Gelenke aufeinander drücken - dadurch, daß ich zum Beispiel den&lt;br /&gt;
Finger beuge, drückt diese Gelenkfläche auf die andere -, die Bewegung,&lt;br /&gt;
die unser Körper ausführt, wahrgenommen wird. Wir&lt;br /&gt;
gehen, aber wir gehen unbewußt. Dem liegt ein Sinn zugrunde: die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung der Bewegungsfähigkeit, wiederum in Nacht des&lt;br /&gt;
Bewußtseins gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie weiter den [[Gleichgewichtssinn]]. Wir erringen ihn uns&lt;br /&gt;
ja eigentlich im Leben erst allmählich. Aber wir denken nicht daran,&lt;br /&gt;
weil er in der Nacht des Bewußtseins liegt. Das Kind hat ihn noch&lt;br /&gt;
nicht, es kriecht auf dem Boden. Der Gleichgewichtssinn wird erst&lt;br /&gt;
erworben. Die Wissenschaft hat erst in den letzten Jahrzehnten das&lt;br /&gt;
Sinnesorgan für den Gleichgewichtssinn entdeckt. Ich habe davon&lt;br /&gt;
gesprochen, daß im Ohre die drei halbzirkelförmigen Kanäle sind,&lt;br /&gt;
die in den drei Richtungen des Raumes aufeinander senkrecht&lt;br /&gt;
stehen. Wenn diese beschädigt sind in uns, dann bekommen wir&lt;br /&gt;
Schwindel, das heißt, wir haben das Gleichgewicht nicht mehr. So&lt;br /&gt;
wie wir für das Gehör das äußere Ohr haben, für das Sehen das Auge,&lt;br /&gt;
so haben wir für das Gleichgewicht die drei halbzirkelförmigen Kanäle,&lt;br /&gt;
die nur durch einen besonderen Verwandtschaftsrest von Ton&lt;br /&gt;
und Gleichgewicht an das Ohr gebunden sind. Aber sie sind da drinnen&lt;br /&gt;
in der Felsenbein-Höhle des Ohres. Es sind drei Halbkreise aus&lt;br /&gt;
kleinen, winzigkleinen Knöchelchen gebildet. Aber sie brauchen nur&lt;br /&gt;
beschädigt zu sein, und die Möglichkeit, das Gleichgewicht zu halten,&lt;br /&gt;
ist dahin. Wir erwerben uns die Empfänglichkeit für diesen&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn erst im Laufe unserer ersten Kindheit; aber er ist&lt;br /&gt;
in Nacht des Bewußtseins getaucht. Wir merken ihn nicht.&lt;br /&gt;
Dann kommt die Dämmerung und dämmert herauf ins Bewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie aber, wie wenig eigentlich diejenigen Sinne, die&lt;br /&gt;
nun auch noch etwas verborgen sind - [[Geruchssinn]] und [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
- mit unserem Seelenleben in höherem Sinne zu tun&lt;br /&gt;
haben. Wir müssen schon untertauchen in das Körperleben, um so&lt;br /&gt;
recht uns hineinleben zu können in den Geruch. Geschmackssinn&lt;br /&gt;
ist ja nun schon eine starke Dämmerung für die Menschen, da&lt;br /&gt;
dämmert es schon herauf ins Bewußtsein. Aber Sie können noch&lt;br /&gt;
immer gleichsam das Seelenexperiment machen, das ich vorhin&lt;br /&gt;
angeführt habe für den Tastsinn: Sie werden sich sehr schwer erinnern&lt;br /&gt;
an die Wahrnehmungen des Geruchs- und des Geschmackssinnes.&lt;br /&gt;
Und nur dann, wenn das Seelenleben mehr ins Unbewußte&lt;br /&gt;
hinuntertaucht, kommt gewissermaßen der Geruchssinn für das&lt;br /&gt;
bewußte Seelenleben ein wenig zur Geltung. So wissen Sie ja vielleicht,&lt;br /&gt;
daß es Tonkünstler gegeben hat, die besonders inspiriert&lt;br /&gt;
wurden dadurch, daß sie in die Nähe desselben Wohlgeruchs kamen,&lt;br /&gt;
den sie einmal bei einer anderen Tonschöpfung erlebt haben.&lt;br /&gt;
Es dämmert gar nicht der Wohlgeruch im Gedächtnis herauf, aber&lt;br /&gt;
dieselben Seelenvorgänge dämmern herauf ins volle Bewußtsein,&lt;br /&gt;
die mit dem Geruchssinn zusammenhängen. Geschmackssinn, nun,&lt;br /&gt;
das ist ja schon für die meisten Menschen starke Dämmerung. Aber&lt;br /&gt;
es zeigen doch die meisten Menschen, daß der Geschmackssinn&lt;br /&gt;
doch noch mindestens in der Dämmerung des Seelenlebens, noch&lt;br /&gt;
nicht im vollen Tag des Seelenlebens liegt; denn die wenigsten&lt;br /&gt;
Menschen geben sich zufrieden mit dem rein seelischen Eindruck&lt;br /&gt;
des Geschmackssinnes, sonst müßten wir, wenn uns etwas recht&lt;br /&gt;
geschmeckt hat, ebenso froh sein, wenn wir uns daran erinnern,&lt;br /&gt;
wie wenn wir es wieder zu schmecken kriegen. Und das ist ja, wie&lt;br /&gt;
Sie wissen, für die meisten Menschen nicht so. Sie wollen es wieder&lt;br /&gt;
haben, sind nicht zufrieden damit, sich nur zu erinnern an dasjenige,&lt;br /&gt;
was ihnen gut geschmeckt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommen wir mit dem [[Gesichtssinn]] da herauf, wo die&lt;br /&gt;
Sonne des Bewußtseins aufgeht, wir kommen in das volle Wachbewußtsein&lt;br /&gt;
mit dem Gesichtssinn. Die Sonne geht immer höher und&lt;br /&gt;
höher. Zum [[Wärmesinn]] kommt sie, zum [[Tonsinn]], vom Tonsinn in&lt;br /&gt;
den [[Sprachsinn]]. Die Sonne steht am Mittag. Zwischen Tonsinn und&lt;br /&gt;
Sprachsinn ist die Mittagszeit des Seelenlebens. Nun kommen&lt;br /&gt;
[[Denksinn]], [[Ichsinn]]. Der Ichsinn ist nicht der Sinn für das eigene&lt;br /&gt;
Ich, sondern für die Wahrnehmung des Ich im andern, natürlich -&lt;br /&gt;
es ist ja Wahrnehmung, es ist ja Sinn! Das Bewußtsein vom Ich,&lt;br /&gt;
vom eigenen Ich, ist etwas ganz anderes. Das habe ich dazumal in&lt;br /&gt;
den Anthroposophie-Vorträgen auseinandergelegt. Es kommt hierbei&lt;br /&gt;
nicht darauf an, daß man von seinem eigenen Ich weiß, sondern&lt;br /&gt;
daß man dem anderen Menschen gegenübersteht und daß er einem&lt;br /&gt;
sein Ich öffnet. Die Wahrnehmung für das Ich des anderen, das ist&lt;br /&gt;
der Ichsinn, nicht das eigene Ich-Wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die zwölf Sinne, vor denen sozusagen das Seelenleben&lt;br /&gt;
des Menschen erscheint wie die Sonne vor je einem der zwölf&lt;br /&gt;
Sternbilder.|169|59ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Gebrauch der Sinnesorgane muss erlernt werden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernen ist für alle Sinnestätigkeit von größter Bedeutung. Die Sinneswahrnehmung ist uns nicht fertig gegeben, sondern wir müssen den Gebrauch der Sinne erst mühsam erlernen. So wie wir [[lesen]] lernen müssen (→ [[Sprachsinn]]), müssen wir auch lernen zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu hören, zu tasten usw. Die menschliche Sinnestätigkeit lässt sich im Grunde ein Leben lang verfeinern, sie ist eine erst zu erwerbende und dann beständig weiterzuentwickelnde [[Fähigkeit]]. Ein Maler hat einen differenzierteren Sehsinn entwickelt als der Durchschnittsmensch, der Feinschmecker hat durch Übung einen feineren Geschmacks- und Geruchssinn ausgebildet, Blinde entwickeln meist ein sehr feinfühliges Tastvermögen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch der Sinne ist durch diesen Lernprozess aber auch vielfach mit [[Vorurteil]]en belastet. [[Wahrnehmungsurteile]], durch die wir gegebene [[Wahrnehmung]]en rasch identifizieren, beruhen überwiegend auf lange, oft schon seit der frühen Kindheit eingeübten, unbewusst bleibenden und daher kaum verrückbaren Vorurteilen, die gegebenenfalls auch zu typischen [[Wahrnehmungstäuschung]]en führen, die sich oft selbst dann nicht aufheben lassen, wenn wir sie mit dem wachen [[Verstand]] durchschauen. Bei den uns aus dem Alltagsleben gut vertrauten [[Ding]]en fließen [[Wahrnehmung]] und [[Begriff]] so selbstverständlich und rasch zusammen, dass wir uns dieses Vorgangs gar nicht bewusst werden. Der zugehörige Begriff ist längst in uns vorgebildet und muss nicht erst mühsam suchend der Wahrnehmung entgegengebracht werden. Die Wahrnehmung wird dadurch unvermerkt mit [[Vorstellung]]en durchsetzt. Wir sehen nur, was wir zu sehen erwarten - und so für alle Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eingeübt ist heute, dass Gedanken blitzschnell auf das folgen,&lt;br /&gt;
was die Sinne wahrnehmen. Dabei weiß der Verstand immer&lt;br /&gt;
schon, was die Sinne wahrnehmen werden. Es besteht, so&lt;br /&gt;
gesehen, ein Diktat des Denkens über die Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
Damit entledigt sich der Mensch einer wichtigen Quelle, nämlich&lt;br /&gt;
der eigenen, unvoreingenommenen Erfahrung. Er verliert&lt;br /&gt;
den Zugang zu den Geheimnissen, die sich ihm durch seine&lt;br /&gt;
Sinne offenbaren. Er meint sie zu kennen, weil sie für ihn bereits&lt;br /&gt;
in gedanklicher Form vorliegen. Die Dinge verlieren dadurch&lt;br /&gt;
ihr eigenes Gesicht; sie sind schon gedacht worden , bevor&lt;br /&gt;
sie sich zeigen können. Es geht aber gerade darum, sich der&lt;br /&gt;
Quelle der unmittelbaren Erfahrung wieder zu versichern. Ziel&lt;br /&gt;
ist nicht, nicht mehr zu denken, sondern sein Gedankenleben&lt;br /&gt;
bewusster dem auszusetzen, was dem Menschen von der sinnlichen&lt;br /&gt;
Welt unaufhörlich zukommt. Denn das Sinnliche ist ein&lt;br /&gt;
Strom, eigentlich ein Lebensstrom, eine Lebensquelle, der es&lt;br /&gt;
gegeben ist, die Seele des Menschen tief zu berühren und zu&lt;br /&gt;
verwandeln. Die Geheimnisse der Erde teilen sich in den Sinneserscheinungen&lt;br /&gt;
in einem Gradd mit der den, der geübt ist,&lt;br /&gt;
darauf zu schauen, immer wieder überrascht; also besteht gar&lt;br /&gt;
kein Grund, den Sinnen nicht zu trauen. Vielmehr sollte man&lt;br /&gt;
Gedanken gegenüber kritisch sein, die die Neigung haben, die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung einzuengen. Gedanken sollen erweitern, nicht&lt;br /&gt;
einschränken.|Massei, S. 18f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die rasche routinierte Orientierung im Alltagsleben sind die fertigen Begriffe und Vorstellungen nützlich. Allerdings beziehen sie sich heute, wo wir durch eine stark [[Materialismus|materialistische]] [[Denken|Denkweise]] geprägt sind, meist nur auf das rein [[Gegenstand|gegenständlich]]e [[Raum|räumlich]]-[[Materie|materielle]] Dasein. Wir erkennen auf diese Weise eine bestimmte Gruppe sinnlicher Wahrnehmungen sofort als Eiche, als Buche, als Bergkristall, als Löwe usw. Diese „Dinge“ erscheinen uns derart ganz unmittelbar als gegebene gegenständliche materielle Wirklichkeit und wir glauben ihr ganzes [[Wesen]] darin erschöpft. Das ist aber nicht der Fall. Ihr eigentliches, tieferes Wesen erschließt sich nur, wenn es gelingt, diesen „Erkenntnisautomatismus“ zu durchbrechen. Dazu muss einerseits die Wahrnehmung von den begrifflichen Elementen befreit und zu einer möglichst [[Reine Wahrnehmung|reinen Wahrnehmung]] geläutert werden und andererseits der Begriff geistig vertieft werden, was nur durch eine entsprechende [[geistige Schulung]] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nicht wahr, unser gewöhnliches Geistesleben im wachen Zustande&lt;br /&gt;
verläuft ja so, daß wir wahrnehmen und eigentlich immer im Wahrnehmen&lt;br /&gt;
schon das Wahrgenommene mit Vorstellungen durchtränken,&lt;br /&gt;
im wissenschaftlichen Denken ganz systematisch das Wahrgenommene&lt;br /&gt;
mit Vorstellungen verweben, durch Vorstellungen systematisieren&lt;br /&gt;
und so weiter. Dadurch, daß man sich ein solches Denken angeeignet&lt;br /&gt;
hat, wie es allmählich hervortritt im Verlaufe der «[[Philosophie der Freiheit]]», kommt man nun wirklich in die Lage, so scharf&lt;br /&gt;
innerlich seelisch arbeiten zu können, daß man, indem man wahrnimmt,&lt;br /&gt;
ausschließt das Vorstellen, daß man das Vorstellen unterdrückt,&lt;br /&gt;
daß man sich bloß dem äußeren Wahrnehmen hingibt. Aber damit&lt;br /&gt;
man die Seelenkräfte verstärke und die Wahrnehmungen im richtigen&lt;br /&gt;
Sinne gewissermaßen einsaugt, ohne daß man sie beim Einsaugen mit&lt;br /&gt;
Vorstellungen verarbeitet, kann man auch noch das machen, daß man&lt;br /&gt;
nicht im gewöhnlichen Sinne mit Vorstellungen diese Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
beurteilt, sondern daß man sich symbolische oder andere Bilder schafft&lt;br /&gt;
zu dem mit dem Auge zu Sehenden, mit dem Ohre zu Hörenden, auch&lt;br /&gt;
Wärmebilder, Tastbilder und so weiter. Dadurch, daß man gewissermaßen&lt;br /&gt;
das Wahrnehmen in Fluß bringt, dadurch, daß man Bewegung&lt;br /&gt;
und Leben in das Wahrnehmen hineinbringt, aber in einer solchen&lt;br /&gt;
Weise, wie es nicht im gewöhnlichen Vorstellen geschieht, sondern im&lt;br /&gt;
symbolisierenden oder auch künstlerisch verarbeitenden Wahrnehmen,&lt;br /&gt;
dadurch kommt man viel eher zu der Kraft, sich von der Wahrnehmung&lt;br /&gt;
als solcher durchdringen zu lassen. Man kann sich ja schon gut&lt;br /&gt;
vorbereiten für eine solche Erkenntnis bloß dadurch, daß man wirklich&lt;br /&gt;
im strengsten Sinne sich heranerzieht zu dem, was ich charakterisiert&lt;br /&gt;
habe als den Phänomenalismus, als das Durcharbeiten der Phänomene.&lt;br /&gt;
Wenn man wirklich an der materiellen Grenze des Erkennens&lt;br /&gt;
getrachtet hat, nicht in Trägheit durchzustoßen durch den Sinnesteppich&lt;br /&gt;
und dann allerlei Metaphysisches da zu suchen in Atomen&lt;br /&gt;
und Molekülen, sondern wenn man die Begriffe verwendet hat, um&lt;br /&gt;
die Phänomene anzuordnen, um die Phänomene hin zu verfolgen bis&lt;br /&gt;
zu den Urphänomenen, dann bekommt man dadurch schon eine Erziehung,&lt;br /&gt;
die dann auch alles Begriffliche hinweghalten kann von den&lt;br /&gt;
Phänomenen. Und symbolisiert man dann noch, verbildlicht man die&lt;br /&gt;
Phänomene, dann bekommt man eine starke seelische Macht, um gewissermaßen&lt;br /&gt;
die Außenwelt begriffsfrei in sich einzusaugen.|322|113f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das unterschiedliche Alter der Sinnesorgane ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Anlage zu den Sinnen wurde bereits auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] gelegt; sie sind also entwicklungsgeschichtlich bereits sehr alt. Allerdings waren sie in vergangen Zeiten ihrer Zahl und ihrer Funktion nach noch ganz anders geartet als heute. Das [[Ohr|Gehörorgan]] war in gewissem Sinn sogar schon vorgebildet, als der Mensch aus ganz anderen Welten zum [[Alter Saturn|alten Saturn]] herüberkam. Damals war der [[Physischer Leib|physische Leib]] im Grunde genommen ein einziges großes Ohr, der alles mittönte, was die Welt an Tönen durchklang. Dann spezialisierten sich die Sinne allmählich und verteilten sich auf eigene Organe. So wurde später auf dem alten Saturn die Anlage zum [[Wärmesinn]] hinzugefügt. Während der [[Alte Sonne|alten Sonnenentwicklung]] erwarb sich der Mensch den [[Sehsinn]] und auf dem alten Mond entstand der [[Geschmackssinn]]. Der jüngste und damit unvollkommenste Sinn, der [[Geruchssinn]], kam in der uns gewohnten Form erst auf der [[Erde (Planet)|Erde]] hinzu. Der Gehörssinn ist der vollkommenste aller Sinne, weil er bereits viermal umgebildet und verfeinert wurde und gegenwärtig seine fünfte Umwandlung erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruchssinn steckt heute noch ganz in der [[physisch]]en Entwicklung drinnen. Auf den Geschmackssinn hat der [[Ätherleib]] Einfluss, auf den Sehsinn der [[Astralleib]] und auf den Wärmesinn das [[Ich]]. Was der Mensch durch diese vier niedern Sinne aufnimmt, wird der ewigen [[Seele]] noch nicht einverleibt. Das [[Geistselbst]], soweit es der Mensch bereits entwickelt hat, verbindet sich mit dem [[Gehörsinn]]. Und erst alles, was in [[Wort]]en ausdrückbar ist, wird zum ewigen unvergänglichen geistigen Besitz des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Veranlagung der Sinne auf dem alten Saturn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] wurde der [[Physischer Leib|physische Leib]] des [[Mensch]]en veranlagt, zunächst allerdings nur als reiner [[Wärme]]leib. Die Wärmesubstanz aus der er gebildet wurde, war durch das [[Wille|Willensopfer]] der [[Throne]] entstanden. Durch die Tätigkeit der [[Geister der Form]] wurde diesem Wärmeleib eine fest umrissene [[Form]] gegeben. Nachdem diese Tätigkeit um die Mitte des vierten Saturnkreislaufes vollendet war, setzte die Arbeit der [[Archai]] ein, die auf dem alten Saturn ihre [[Menschheitsstufe]], d.h. ihre [[Ich]]-Entwicklung, absolvierten. Sie pflanzten dem Wärmeleib des Menschen die ersten Keime der [[Sinnesorgane]] ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Dann folgt die Tätigkeit der «[[Geister der Finsternis]]»,&lt;br /&gt;
die auch «[[Geister der Persönlichkeit]]» oder der «Selbstheit» ([[Egoismus]]) genannt werden. Ihnen kommt auf dieser&lt;br /&gt;
Stufe ein Bewußtsein zu, das dem gegenwärtigen&lt;br /&gt;
menschlichen Erdenbewußtsein ähnlich ist. Sie bewohnen&lt;br /&gt;
den geformten menschlichen Stoffleib als «Seelen» in einer&lt;br /&gt;
ähnlichen Art, wie heute die Menschenseele ihren Leib&lt;br /&gt;
bewohnt. Sie pflanzen dem Leib eine Art von Sinnesorganen&lt;br /&gt;
ein, welche der Keim sind zu den Sinnesorganen,&lt;br /&gt;
die sich später während der Erdentwickelung am Menschenkörper&lt;br /&gt;
entwickeln. — Man muß sich nur klarmachen,&lt;br /&gt;
daß sich diese «Sinneskeime» von den heutigen&lt;br /&gt;
Sinneswerkzeugen des Menschen doch noch wesentlich&lt;br /&gt;
unterscheiden. Der Mensch der Erde konnte durch solche&lt;br /&gt;
«Sinneskeime» nichts wahrnehmen. Denn für ihn müssen&lt;br /&gt;
die Bilder der Sinneswerkzeuge erst noch durch einen&lt;br /&gt;
feineren Ätherkörper, der sich auf der Sonne bildet, und&lt;br /&gt;
durch einen Astralkörper, der sein Dasein der Mondenentwickelung&lt;br /&gt;
verdankt, hindurchgehen. (Alles das werden&lt;br /&gt;
die weiteren Ausführungen klarlegen.) Aber die&lt;br /&gt;
«Geister der Persönlichkeit» können die Bilder der «Sinneskeime&lt;br /&gt;
» durch ihre eigene Seele so bearbeiten, daß sie&lt;br /&gt;
mit ihrer Hilfe äußere Gegenstände so wahrnehmen&lt;br /&gt;
können, wie dies der Mensch während seiner Erdentwickelung&lt;br /&gt;
tut. Indem sie so am Menschenleibe arbeiten,&lt;br /&gt;
machen die «Geister der Persönlichkeit» ihre eigene&lt;br /&gt;
«Menschheitsstufe» durch. Sie sind somit von der Mitte&lt;br /&gt;
des vierten bis zur Mitte des fünften Saturnkreislaufes&lt;br /&gt;
Menschen.|11|165f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach setzte die Tätigkeit der «[[Söhne des Feuers]]», der heutigen [[Erzengel]], ein, die damals aber erst ein [[traum]]artiges [[Bewusstsein]] hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie können nicht zu sich sagen: «Ich bin&lt;br /&gt;
da», sondern etwa: «Meine Umgebung läßt mich da sein.»&lt;br /&gt;
Sie nehmen wahr, und zwar bestehen ihre Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
in den geschilderten Lichtwirkungen auf dem Saturn. Diese&lt;br /&gt;
sind in einer gewissen Art ihr «Ich». Das verleiht ihnen eine&lt;br /&gt;
besondere Art des Bewußtseins. Man kann dies als Bilderbewußtsein&lt;br /&gt;
bezeichnen. Es kann vorgestellt werden von der&lt;br /&gt;
Art des menschlichen Traumbewußtseins; nur daß man sich&lt;br /&gt;
den Grad der Lebhaftigkeit sehr viel größer zu denken hat&lt;br /&gt;
als beim menschlichen Träumen und daß man es nicht mit&lt;br /&gt;
wesenlos auf- und abwogenden Traumbildern zu tun hat,&lt;br /&gt;
sondern mit solchen, welche in einem wirklichen Verhältnisse&lt;br /&gt;
zu dem Lichtspiel des Saturn stehen.|13|165}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf der [[Alte Sonne|alten Sonne]] entwickelten sie ihr Ich und wurden zu [[Schöpfer]]n des [[Licht]]s, indem sie den [[Geister der Weisheit]], die einen Teil ihres inneren [[Wesen]]s an sie [[Schenkende Tugend|verschenkten]], äußerlich, aber zeitversetzt zurückstrahlten. Während der fünften [[Runde]] der alten Saturnentwicklung nahmen sie davon schon etwas voraus und konnten dadurch die Sinneskeime des menschlichen Wärmeleibs beleben und zum Leuchten anregen. Dieses ausgestrahlte Licht ermöglicht erst unser heutiges [[Sehen]], bei dem das innerlich erregte Licht dem äußeren Licht entgegenkommen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Arbeit dieser Geister wird um die Mitte des fünften&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes abgelöst von derjenigen der «Söhne des&lt;br /&gt;
Feuers», welche auf dieser Stufe noch ein dumpfes Bilderbewußtsein&lt;br /&gt;
haben, gleich dem Mondenbewußtsein des&lt;br /&gt;
Menschen. Sie erreichen die Stufe der Menschheit erst auf&lt;br /&gt;
dem nächsten Planeten, der Sonne. Ihre Arbeit ist daher&lt;br /&gt;
hier noch in einem gewissen Grade unbewußt, traumhaft.&lt;br /&gt;
Durch sie wird aber die Tätigkeit der «Sinneskeime» aus&lt;br /&gt;
dem vorigen Kreislauf belebt. Die von den «Feuergeistern» erzeugten Lichtbilder scheinen durch diese&lt;br /&gt;
Sinneskeime nach außen. Der Menschenvorfahr wird dadurch&lt;br /&gt;
zu einer Art leuchtender Wesenheit erhoben. Während&lt;br /&gt;
das Saturnleben sonst dunkel ist, leuchtet jetzt der&lt;br /&gt;
Mensch aus der allgemeinen Finsternis auf. — Noch die&lt;br /&gt;
«Geister der Persönlichkeit» wurden dagegen in dieser&lt;br /&gt;
allgemeinen Finsternis zu ihrem Menschendasein erweckt.|11|166f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In diesem Wechselspiel&lt;br /&gt;
zwischen den Feuergeistern und den Saturnwärmekörpern&lt;br /&gt;
werden die Keime der menschlichen Sinnesorgane&lt;br /&gt;
der Entwickelung einverleibt. Die Organe, durch welche&lt;br /&gt;
der Mensch gegenwärtig die physische Welt wahrnimmt,&lt;br /&gt;
leuchten auf in ihren ersten feinen ätherischen Anlagen.&lt;br /&gt;
Menschen-Phantome, welche an sich noch nichts anderes&lt;br /&gt;
zeigen als die Licht-Urbilder der Sinnesorgane, werden&lt;br /&gt;
innerhalb des Saturn dem hellseherischen Wahrnehmungsvermögen&lt;br /&gt;
erkennbar.|13|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch selbst konnte sich damals dieser Leuchtkraft noch nicht bedienen, aber die erhabenen [[Seraphim]], die [[Geister der All-Liebe]], konnten sich durch dieses Leuchten der Sinneskeime offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das Menschenwesen selbst kann sich auf dem Saturn&lt;br /&gt;
aber seiner Leuchtkraft nicht bedienen. Die Lichtkraft&lt;br /&gt;
seiner Sinneskeime würde durch sich selbst nichts ausdrücken&lt;br /&gt;
können, aber es finden durch sie andere erhabenere&lt;br /&gt;
Wesen die Möglichkeit, sich dem Saturnleben zu&lt;br /&gt;
offenbaren. Durch die Leuchtquellen der Menschenvorfahren&lt;br /&gt;
strahlen sie etwas von ihrer Wesenheit auf den&lt;br /&gt;
Planeten nieder. Es sind dies erhabene Wesen aus der&lt;br /&gt;
Reihe jener vier, von denen oben gesagt worden ist, daß&lt;br /&gt;
sie in ihrer Entwickelung bereits über alle Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Menschendasein hinausgewachsen seien. Ohne&lt;br /&gt;
daß für sie selbst eine Notwendigkeit vorläge, strahlen&lt;br /&gt;
sie jetzt durch «freien Willen» etwas von ihrer Natur&lt;br /&gt;
aus. Die christliche Geheimlehre spricht hier von der&lt;br /&gt;
Offenbarung der Seraphime (Seraphim), der «Geister der&lt;br /&gt;
Alliebe». Dieser Zustand dauert bis zur Mitte des sechsten&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes.|11|167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wären sie nicht da, so könnten die Feuergeister&lt;br /&gt;
nicht das oben geschilderte Bewußtsein haben. Sie&lt;br /&gt;
schauen die Saturnvorgänge mit einem Bewußtsein an, das&lt;br /&gt;
es ihnen ermöglicht, diese als Bilder auf die Feuergeister zu&lt;br /&gt;
übertragen. Sie selbst verzichten auf alle Vorteile, welche sie&lt;br /&gt;
durch das Anschauen der Saturnvorgänge haben könnten,&lt;br /&gt;
auf jeden Genuß, jede Freude; sie geben das alles hin, damit&lt;br /&gt;
die Feuergeister es haben können.|13|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Beziehung der Sinne zu den höheren Welten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Licht]] ist nicht bloß [[physisch]]er Natur, sondern in ihm wirken auch [[astral]]e [[Wesenheiten]], deren Tätigkeit sich in den sinnlichen Farben offenbart. Diese astralen Wesenheiten werden durch die schattenwerfenden physischen Gegenstände nicht aufgehalten; sie offenbaren sich dem geistigen Blick daher besonders leicht bei der Betrachtung des Schattens. Im Schatten des Menschen wird in diesem Sinn auch das Wesen seiner eigenen [[Seele]] sichtbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sehsinn]] hängt zusammen mit den höheren Regionen der [[Astralwelt]], der [[Wärmesinn]] mit deren unteren Bereichen. Der bereits sehr hoch entwickelte [[Gehörssinn]] hat eine unmittelbare Beziehung zur [[Physische Welt|physischen Welt]], während gerade die noch wenig ausgereiften Sinne, wie z.B. der [[Geruchssinn]], eng mit den höchsten [[Geistige Welt|geistigen Welten]] zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahrimanische und luziferische Einflüsse auf die Sinne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GA170 253.gif|thumb|300px|Luziferische (unten) und ahrimanische (oben) Umgestaltung der Sinne.]]&lt;br /&gt;
Die oberen Sinne sind durch [[ahrimanisch]]e, die unteren Sinne durch [[luziferisch]]e Kräfte umgestaltet; nur die mittleren Sinnesbereiche, die in etwa den klassischen 5 Sinnen entsprechen, sind von diesen Einflüssen weitgehend frei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die eigentlich für den physischen Plan bestimmten Sinne, Ichsinn,&lt;br /&gt;
Denksinn, Sprachsinn, sind ahrimanisch umgestaltet. Und nur dadurch&lt;br /&gt;
sind wir das geworden, was wir als Menschen auf dem physischen&lt;br /&gt;
Plan sind, daß Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn luziferisch umgestaltet&lt;br /&gt;
sind. Und nur ein mittleres Gebiet haben wir, das gewissermaßen&lt;br /&gt;
sich bewahrt hat vor diesen Einflüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen da, wie es schon notwendig ist, das Augenmerk zu richten&lt;br /&gt;
auf jenen Gleichgewichtszustand, der das Wesentliche, das Bedeutungsvolle&lt;br /&gt;
ist, der hergestellt werden muß zwischen Ahrimanischem und&lt;br /&gt;
Luziferischem in der Welt. Denken Sie, daß gewissermaßen an den&lt;br /&gt;
äußersten Enden das Ich des Menschen beteiligt ist, hier gewissermaßen&lt;br /&gt;
das Ich von außen, am Tastsinn das Ich von innen. (Siehe Zeichnung,&lt;br /&gt;
orange Pfeile.) Ebenso ist der astralische Leib am Denken beteiligt,&lt;br /&gt;
aber am Lebensorganismus wiederum von innen beteiligt (rote Pfeile).&lt;br /&gt;
Der Ätherleib ist beteiligt hier, wenn das Sprechen nicht geschieht,&lt;br /&gt;
aber ebenso beteiligt am Bewegungssinn von innen (blaue Pfeile). In&lt;br /&gt;
der Mitte haben wir gewissermaßen dasjenige, woran «ich taste -&lt;br /&gt;
denke - lebe — spreche - bewege», weniger beteiligt sind, eine Art&lt;br /&gt;
Hypomochlion, wie es die Waage hat in der Mitte, wo sie ruht. Je&lt;br /&gt;
mehr man gegen die Mitte kommt, desto mehr bleibt der Waagebalken&lt;br /&gt;
ruhig. An den Seiten schlägt er aus. So hätten wir in der Mitte eine&lt;br /&gt;
Art Ruheverhältnis.&amp;quot; {{Lit|{{G|170|253}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sinnesprozesse waren einstmals Lebensprozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher waren die Sinne viel lebendiger und sind erst heute zu beinahe physikalischen Apparaten abgestorben. Noch während der alten Mondenzeit glichen die Sinnesprozesse viel eher [[Lebensprozesse]]n. Deshalb aber konnten sie noch keine Grundlage für das vollbewusste Leben des Menschen bilden, sondern waren nur geeignet für das [[Traum|traumartige]] [[Hellsehen]] des Mondenmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ichsinn war auf dem alten Mond noch bedeutungslos und ähnlich auch der Denksinn und der Sprachsinn. Der Gehörssinn war damals allerdings viel lebendiger als heute. Das Hören war mit einem innerlichen Durchbebtsein verbunden; mit einem inneren Vibrieren machte man den Ton lebendig mit in einer Art von innerem Tanz. Und wenn man selbst Töne hervorbrachte, indem man das Gehörte nachahmte, so wurde auch da ein innerer Tanz erregt, den man durch den Bewegungssinn wahrnahm. Ähnlich lebendig war der Wärmesinn, durch den man das Wärmen und Kühlen lebensvoll im Inneren empfand. Was während der Erdenentwicklung zum Geruchssinn geworden ist, war damals noch innig verbunden mit der Lebensttätigkeit. Auch das Schmecken glich einem Lebensprozess ähnlich unserem heutigen [[Atem]]prozess. Es gingen dadurch viel realere Prozesse in uns vor, als wenn wir uns heute des Geschmackssinns bedienen. So war es auch mit dem Sehsinn. Das [[Auge]] war so etwas wie ein Farbatmungsorgan. Die ganze Lebensverfassung hing davon ab, wie wir durch das Auge das Licht aufnahmen. Man dehnte sich aus, wenn man ins Blaue hineinkam und man drückte sich zusammen, wenn man sich ins Rote hineinwagte - der Mensch war ja damals in seiner ganzen Gestalt noch viel beweglicher als heute. Der Lebenssinn, durch den wir heute unsere innere Lebendigkeit spüren, konnte in der Form auf dem alten Mond noch nicht vorhanden  sein, denn man lebte damals noch viel mehr das allgemeine Leben der Umwelt mit. Ein weitgehend abgesondertes inneres Leben gab es noch nicht und indem alle heutigen Sinnesorgane damals Lebensorgane waren, bedurfte es eines besonderen Lebenssinnes nicht. Der Tastsinn entstand in seiner heutigen Form erst auf der [[Erde (Planet)|Erde]] zusammen mit dem [[Mineralreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gab es somit auf dem alten Mond 7 Sinne, die aber damals noch vorwiegend Lebensorgane waren. Das [[Leben]] ist immer siebengliedrig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*[[Gehörsinn]],&lt;br /&gt;
*[[Wärmesinn]],&lt;br /&gt;
*[[Sehsinn]],&lt;br /&gt;
*[[Geschmackssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Geruchssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Gleichgewichtssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Bewegungssinn]]. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren 5 Sinne sind erst auf der Erde dazugekommen. Das Verhältnis der [[Sieben]]zahl zur [[Zwölf]]zahl drückt ein tiefes Geheimnis des [[Dasein]]s aus. Die [[12]]-Zahl enthält das Geheimnis, dass wir ein [[Ich]] aufnehmen können. Das war auf dem alten Mond noch nicht möglich. Damals konnte der Mensch als höchstes [[Wesensglied]] nur den [[Astralleib]] haben. Dem astralischen Seelen&#039;&#039;leben&#039;&#039; liegt die [[7]]-Zahl zugrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|So, wie die Sinne heute im Menschen sind, waren sie nicht während der alten Mondenzeit. Ich sagte, sie waren viel, viel lebendiger. Sie waren die Grundlage für das alte traumhafte Hellsehen während der Mondenzeit. Heute sind die Sinne mehr tot als sie während der alten Mondenzeit waren, sie sind mehr getrennt von dem Einheitlichen, von dem siebengliedrigen und in seiner Siebengliedrigkeit einheitlichen Lebensprozeß. Die Sinnesprozesse waren während der alten Mondenzeit noch selbst mehr Lebensprozesse. Wenn wir heute sehen oder hören, so ist das schon ein ziemlich toter Prozeß, ein sehr peripherischer Prozeß. So tot war die Wahrnehmung während der alten Mondenzeit gar nicht. Greifen wir einen Sinn heraus, zum Beispiel den Geschmackssinn. Wie er auf der Erde ist, ich denke, Sie wissen es alle. Während der Mondenzeit war er etwas anderes. Da war das Schmecken ein Prozeß, in dem der Mensch sich nicht so von der Außenwelt abtrennte wie jetzt. Jetzt ist der Zucker draußen, der Mensch muß erst daran lecken und einen inneren Prozeß vollziehen. Da ist sehr genau zwischen Subjektivem und Objektivem zu unterscheiden. So lag es nicht während der Mondenzeit. Da war das ein viel lebendigerer Prozeß, und das Subjektive und Objektive unterschied sich nicht so stark. Der Schmeckprozeß war noch viel mehr ein Lebensprozeß, meinetwillen ähnlich dem Atmungsprozeß. Indem wir atmen, geht etwas Reales in uns vor. Wir atmen die Luft ein, aber indem wir die Luft einatmen, geht mit unserer ganzen Blutbildung etwas vor in uns; denn das gehört ja alles zur Atmung hinzu, insofern die Atmung einer der sieben Lebensprozesse ist, da kann man nicht so unterscheiden. Also da gehören Außen und Innen zusammen: Luft draußen, Luft drinnen, und indem der Atmungsprozeß sich vollzieht, vollzieht sich ein realer Prozeß. Das ist viel realer, als wenn wir schmecken. Da haben wir allerdings eine Grundlage für unser heutiges Bewußtsein; aber das Schmecken auf dem Mond war viel mehr ein Traumprozeß, so wie es heute für uns der Atmungsprozeß ist. Im Atmungsprozeß sind wir uns nicht so bewußt wie im heutigen Schmeckprozeß. Aber der Schmeckprozeß war auf dem Mond so, wie heute der Atmungsprozeß für uns ist. Der Mensch hatte auf dem Mond auch nicht mehr vom Schmecken als wir heute vom Atmen, er wollte auch nichts anderes haben. Ein Feinschmecker war der Mensch noch nicht und konnte es auch nicht sein, denn er konnte seinen Schmeckprozeß nur vollziehen, insoferne durch das Schmecken in ihm selber etwas bewirkt wurde, was mit seiner Erhaltung zusammenhing, mit seinem Bestehen als Mondes-Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so war es zum Beispiel mit dem Sehprozeß, mit dem Gesichtsprozeß während der Mondenzeit. Da war das nicht so, daß man äußerlich einen Gegenstand anschaute, äußerlich Farbe wahrnahm, sondern da lebte das Auge in der Farbe drinnen, und das Leben wurde unterhalten durch die Farben, die durch das Auge kamen. Das Auge war eine Art Farbenatmungsorgan. Die Lebensverfassung hing zusammen mit der Beziehung, die man mit der Außenwelt durch das Auge in dem Wahrnehmungsprozeß des Auges einging. Man dehnte sich aus während des Mondes, wurde breit, wenn man ins Blaue hineinkam, man drückte sich zusammen, wenn man sich ins Rot hineinwagte: auseinander - zusammen, auseinander - zusammen. Das hing mit dem Wahrnehmen von Farben zusammen. Und so hatten alle Sinne noch ein lebendigeres Verhältnis zur Außenwelt und zur Innenwelt, wie es heute die Lebensprozesse haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ichsinn - wie war er auf dem Monde? Das Ich kam in den Menschen erst auf der Erde hinein, konnte also auf dem Mond gar keinen «Sinn» haben; man konnte kein Ich wahrnehmen, der Ichsinn konnte überhaupt noch nicht da sein. - Auch das Denken, wie wir es heute wahrnehmen, wie ich es vorher geschildert habe, das lebendige Denken, das ist mit unserem Erdenbewußtsein in Zusammenhang. Der Denksinn, wie er heute ist, war auf dem Monde noch nicht da. Redende Menschen gab es auch nicht. In dem Sinne, wie wir heute die Sprache des ändern wahrnehmen, gab es das auf dem Monde noch nicht, es gab also auch den Wortsinn nicht. Das Wort lebte erst als Logos, durchtönend die ganze Welt, und ging auch durch das damalige Menschenwesen hindurch. Es bedeutete etwas für den Menschen, aber der Mensch nahm es noch nicht als Wort wahr am anderen Wesen. Der Gehörsinn war allerdings schon da, aber viel lebendiger, als wir ihn jetzt haben. Jetzt ist er gewissermaßen als Gehörsinn zum Stehen gekommen auf der Erde. Wir bleiben ganz ruhig, in der Regel wenigstens, wenn wir hören. Wenn nicht gerade das Trommelfell platzt durch irgendeinen Ton, wird in unserem Organismus nicht etwas substantiell geändert durch das Hören. Wir in unserem Organismus bleiben stehen; wir nehmen den Ton wahr, das Tönen. So war es nicht während der Monenzeit. Da kam der Ton heran. Gehört wurde er; aber es war jedes Hören mit einem innerlichen Durchbebtsein verbunden, mit einem Vibrieren im Innern, man machte den Ton lebendig mit. Das, was man das Weltenwort nennt, das machte man auch lebendig mit; aber man nahm es nicht wahr. Man kann also nicht von einem Sinn sprechen, aber der Mondenmensch machte dieses Tönen, das heute dem Hörsinn zugrunde liegt, lebendig mit. Wenn das, was wir heute als Musik hören, auf dem Monde erklungen wäre, so würde nicht nur äußerer Tanz möglich gewesen sein, sondern auch noch innerer Tanz; da hätten sich die inneren Organe alle mit wenigen Ausnahmen so verhalten, wie sich heute mein Kehlkopf und das, was mit ihm zusammenhängt, innerlich bewegend verhält, wenn ich den Ton hindurchsende. Der ganze Mensch war innerlich bebend, harmonisch oder disharmonisch, und wahrnehmend dieses Beben durch den Ton. Also wirklich ein Prozeß, den man wahrnahm, aber den man lebendig mitmachte, ein Lebensprozeß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso war der Wärmesinn ein Lebensprozeß. Heute sind wir verhältnismäßig ruhig gegenüber unserer Umgebung: es kommt uns warm oder kalt vor. Wir erleben das zwar leise mit, auf dem Monde aber wurde es so miterlebt, daß immer die ganze Lebensverfassung anders wurde, wenn die Wärme hinauf- oder herunterging. Also ein viel stärkeres Mitleben; wie man mit dem Ton mitbebte, so wärmte und kühlte man im Innern und empfand dieses Wärmen und Kühlen. Sehsinn, Gesichtssinn: Ich habe schon beschrieben, wie er auf dem Monde war. Man lebte mit den Farben. Gewisse Farben verursachten, daß man seine Gestalt vergrößerte, andere, daß man sie zusammenzog. Heute empfinden wir so etwas höchstens symbolisch. Wir schrumpfen nicht mehr zusammen gegenüber dem Rot und blasen uns nicht mehr auf gegenüber dem Blau; aber auf dem Mond taten wir es. Den Geschmackssinn habe ich schon beschrieben. Geruchssinn war auf dem Monde innig verbunden mit dem Lebensprozesse. Gleichgewichtssinn war auf dem Monde vorhanden, den brauchte man auch schon. Bewegungssinn war sogar viel lebendiger. Heute vibriert man nur wenig, bewegt seine Glieder, es ist alles mehr oder weniger zur Ruhe gekommen, tot geworden. Aber denken Sie, was dieser Bewegungssinn wahrzunehmen hatte, wenn alle diese Bewegungen stattfanden wie das Erbeben durch den Ton. Es wurde der Ton wahrgenommen, mitgebebt, aber dieses innere Beben, das mußte erst wiederum durch den Bewegungssinn wahrgenommen werden, wenn der Mensch es selber hervorrief, und er ahmte nach dasjenige, was der Hörsinn in ihm erweckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenssinn: Nun, aus dem, was ich beschrieben habe, können Sie ersehen, daß der Lebenssinn in demselben Sinne, wie er auf der Erde ist, nicht vorhanden gewesen sein kann auf dem Monde. Das Leben muß man viel mehr als ein allgemeines mitgemacht haben. Man lebte viel mehr im Allgemeinen drinnen. Das innere Leben grenzte sich nicht so durch die Haut ab. Man schwamm im Leben drinnen. Indem alle Organe, alle heutigen Sinnesorgane dazumal Lebensorgane waren, brauchte man nicht einen besonderen Lebenssinn, sondern alle waren Lebensorgane und lebten und nahmen sich gewissermaßen selber wahr. Lebenssinn brauchte man nicht auf dem Monde. Der Tastsinn entstand erst mit dem Mineralreich, das Mineralreich ist aber ein Ergebnis der Erdenentwickelung. In demselben Sinne, wie wir auf der Erde den Tastsinn durch das Mineralreich entwickelt haben, gab es ihn auf dem Monde nicht, der hatte dort ebensowenig einen Sinn wie der Lebenssinn. Zählen wir, wieviel Sinne uns übrigbleiben, die nun in Lebensorgane verwandelt sind: sieben. Das Leben ist immer siebengliedrig. Die fünf, die auf der Erde dazukommen und zwölf machen, weil sie ruhige Bezirke werden, wie die Tierkreisbezirke, die fallen beim Monde weg. Sieben bleiben nur übrig für den Mond, wo die Sinne noch in Bewegung sind, wo sie selber noch lebendig sind. Es gliedert sich also auf dem Mond das Leben, in das die Sinne noch hineingetaucht sind, in sieben Glieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nur ein kleiner elementarer Teil dessen, was man sagen muß, um zu zeigen, daß da nicht Willkür zugrunde liegt, sondern lebendige Beobachtung der übersinnlichen Tatsachenwelt, die während des Erdenseins zunächst nicht in die Sinne der Menschen fällt. Je weiter man vordringt und je weiter man sich wirklich auf die Betrachtung der Weltengeheimnisse einläßt, desto mehr sieht man, wie so etwas nicht eine Spielerei ist, dieses Verhältnis von zwölf zu sieben, sondern wie es wirklich durch alles Sein durchgeht, und wie die Tatsache, daß es draußen ausgedrückt werden muß durch das Verhältnis der ruhenden Sternbilder zu den bewegten Planeten, auch ein Ergebnis ist eines Teiles des großen Zahlengeheimnisses im Weltendasein. Und das Verhältnis der Zwölfzahl zur Siebenzahl drückt ein tiefes Geheimnis des Daseins aus, drückt das Geheimnis aus, in dem der Mensch steht als Sinneswesen zum Lebewesen, zu sich als Lebewesen. Die Zwölfzahl enthält das Geheimnis, daß wir ein Ich aufnehmen können. Indem unsere Sinne zwölf geworden sind, zwölf ruhige Bezirke, sind sie die Grundlage des Ich-Bewußtseins der Erde. Indem diese Sinne noch Lebensorgane waren während der Mondenzeit, konnte der Mensch nur den astralischen Leib haben; da waren diese sieben noch Lebensorgane bildenden Sinnesorgane die Grundlage des astralischen Leibes. Die Siebenzahl wird so geheimnisvoll zugrunde gelegt dem astralischen Leib, wie die Zwölfzahl geheimnisvoll zugrunde liegt der Ich-Natur, dem Ich des Menschen.|170|117ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umgestaltung der Sinnesorgane durch die Geister der Form ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Mond|alten Mond]] gab es drei Naturreiche. In der vierten [[Runde]] der [[Erdentwicklung]] traten diese drei Naturreiche zunächst wieder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man hat es also da zu tun mit den Nachkömmlingen&lt;br /&gt;
der drei Mondenreiche: dem Mineralreich, das noch&lt;br /&gt;
in gewissem Sinne pflanzlich ist, mit dem Pflanzenreiche, das etwas&lt;br /&gt;
wie tierisches Leben hat, und mit einem Tierreiche, das höher steht&lt;br /&gt;
als das gegenwärtige Tierreich. Diese drei Reiche bilden zusammen&lt;br /&gt;
den von Neuem aus dem Dämmerzustand hervortretenden Planeten:&lt;br /&gt;
die Erde.|262|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im höchsten dieser drei Naturreiche veranlagten Sinneskeime wurde dann von den [[Geister der Form|Geistern der Form]], den [[Elohim]], zu &#039;&#039;geformten&#039;&#039; [[Sinnesorgane]]n umgestaltet. Indem sie nun eine feste Form erhielten, wurden sie zu passiven, beinahe physikalischen Apparaten und verloren ihre lebendige Produktivität. Diese verlagerte sich nach innen und bildete das [[Gehirn]] zum [[Verstand]]esorgan aus. Ein Teil der Produktivkraft musste dabei allerdings in eine niederere Sphäre hinuntergestoßen werden und trat dann als zunächst rein vegetative [[Fortpflanzung]]skraft in Erscheinung. Die Neigung der Geschlechter zueinander, die [[Sexualität|sexuelle]] Anziehungskraft, die [[Liebe]] in ihrer niedersten Form, war damit aber noch nicht gegeben. Diese wurde erst durch [[Venus]]wesenheiten bewirkt und sie sorgten auch dafür, dass der [[Verstand]] fruchtbar wurde. Allerdings wäre der Verstand kalt und leidenschaftslos geblieben, wenn in der Folge nicht auch [[Mars]]wesenheiten befeuernd eingegriffen und dadurch auch die Selbstständigkeit des Menschen befördert hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Herausbildung &#039;&#039;dieses&#039;&#039; physischen Zustandes bei den drei&lt;br /&gt;
genannten Reichen obliegt den «Geistern der Form». Sie bilden&lt;br /&gt;
namentlich bei dem höchsten Reiche, dem Tier-Menschenreiche die&lt;br /&gt;
früheren «Sinneskeime» zu wirklich &#039;&#039;geformten&#039;&#039; Sinnesorganen um.&lt;br /&gt;
In allen früheren physischen Zuständen, welche der Mensch durchgemacht&lt;br /&gt;
hat, hatten die Sinnesorgane noch nicht die festgefügte&lt;br /&gt;
Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hören diese Organe dadurch, dass sie eine feste Form&lt;br /&gt;
erhalten, auf, &#039;&#039;aktiv&#039;&#039; zu sein; sie verlieren ihre Produktivität, sie werden&lt;br /&gt;
rein passiv, geeignet zum bloßen Wahrnehmen des von außen&lt;br /&gt;
als Gegenstände Dargebotenen. Die Produktionskraft zieht sich&lt;br /&gt;
also von den Sinnesorganen zurück; sie geht mehr nach innen; sie&lt;br /&gt;
bildet das Verstandesorgan. - Dieses Organ kann aber nicht gebildet&lt;br /&gt;
werden, ohne dass wieder ein Hinabstoßen eines gewissen Teiles&lt;br /&gt;
der menschlichen Genossen auf eine tiefere Stufe stattfindet. Jetzt&lt;br /&gt;
aber stößt der Mensch einen Teil seines Wesens selbst in eine untergeordnete&lt;br /&gt;
Region hinab. Er sondert einen Teil seines Wesens als&lt;br /&gt;
die eigene niedere Natur ab. Und diese niedere Natur behält die&lt;br /&gt;
Produktionskraft, welche die Sinnesorgane haben abgeben müssen.&lt;br /&gt;
Diese in eine niedrigere Sphäre hinabgestoßene Produktionskraft&lt;br /&gt;
wird zur geschlechtlichen Hervorbringungskraft, wie sie auf der&lt;br /&gt;
Erde auftritt. Die «Geister der Form» würden alle Hervorbringungskraft&lt;br /&gt;
und damit alles Leben erstarren machen, zur bloßen&lt;br /&gt;
Form erhärten, wenn sie nicht diese Kraft auf einen Teil des&lt;br /&gt;
Menschenwesens konzentrierten. Daher bewirken die Geister der&lt;br /&gt;
Form die Geschlechtsbildung. Ohne diese müssten statt lebender&lt;br /&gt;
Menschen Statuen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist der ganze Vorgang mit einer völligen Umbildung der&lt;br /&gt;
Erde verknüpft. Es entstehen solche Verhältnisse, dass die geschilderten&lt;br /&gt;
Wesen leben können. Das wird möglich dadurch, dass die&lt;br /&gt;
Erde - jetzt noch mit dem Monde vereint - aus dem sich abspaltet,&lt;br /&gt;
was als Sonne zurückbleibt. Dadurch tritt die Sonne eben als selbständiger&lt;br /&gt;
Körper der Erde entgegen. Das ist die äußere physische&lt;br /&gt;
Bedingung für das Entstehen der äußeren Wahrnehmung, des Gegenstandsbewusstseins,&lt;br /&gt;
und für die Herausbildung der geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Anlagen. Doch hat man es zu dieser Zeit noch durchaus mit&lt;br /&gt;
einer Doppelgeschlechtigkeit zu tun. Das rührt davon her, dass die&lt;br /&gt;
Mondenkräfte noch alle in der Erde darinnen stecken. Nur ist&lt;br /&gt;
während dieser Zeit das Verstandesorgan, obwohl vorhanden, noch&lt;br /&gt;
ganz untätig. Es wird erst seine Aktivität entfalten können, wenn&lt;br /&gt;
die Geschlechts-Produktionskraft sich um die Hälfte vermindert&lt;br /&gt;
hat, so dass ein jedes Wesen nur die Hälfte der früheren Produktionskraft&lt;br /&gt;
sein eigen nennt. Damit ist dann die Zweigeschlechtigkeit&lt;br /&gt;
gegeben. Äußerlich wird das bewirkt durch das Heraustreten&lt;br /&gt;
derjenigen Kräfte aus der Erde, welche diese dann als der gegenwärtige&lt;br /&gt;
Mond umkreisen. Wäre nun diese Abtrennung nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
dann hätte die ganze Erde zu einer starren Masse, zur bloßen&lt;br /&gt;
Form werden müssen. So aber hat sich nur das aus ihr entfernt, was&lt;br /&gt;
unbedingt fest werden musste, und dies ist eben Mond geworden,&lt;br /&gt;
auf dem eben das menschliche Leben nicht sich entfalten konnte.&lt;br /&gt;
So hat sich, aus der gemeinsamen planetarischen Materie heraus,&lt;br /&gt;
die Erde das gerettet, was produktiv sein konnte, wenn auch nur&lt;br /&gt;
auf dem niederen Gebiete des geschlechtlichen Lebens. Der&lt;br /&gt;
Repräsentant der «Geister der Form» ist Jehova. Er bewirkt somit&lt;br /&gt;
die Formung der Sinnesorgane; aber er bewirkte auch, wenn er&lt;br /&gt;
nun mehr allein wirksam wäre, die vollständige Erstarrung in der&lt;br /&gt;
bloßen Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden für den weiteren Fortgang zwei Ereignisse bedeutsam.&lt;br /&gt;
Das Eine ist die Entstehung der beiden Geschlechter aus dem&lt;br /&gt;
oben angegebenen Grunde. Die Form des Geschlechtlichen rührt&lt;br /&gt;
von den Formgeistern her. Aber damit ist nicht auch schon der Zug&lt;br /&gt;
der beiden Geschlechter für einander, die Neigung derselben zu&lt;br /&gt;
einander gegeben. Diese kommt davon, dass sich in dem Leben der&lt;br /&gt;
beiden Geschlechter besondere Wesen verkörpern, welche von&lt;br /&gt;
einem fremden Schauplatze herabsteigen: von der Venus. Durch sie&lt;br /&gt;
wird jetzt die &#039;&#039;Liebe&#039;&#039; in ihrer untergeordnetsten Form, als Neigung&lt;br /&gt;
der Geschlechter [zu einander], der Erde einverleibt. Diese Liebe&lt;br /&gt;
ist dazu berufen, sich immer mehr zu veredeln, und später die&lt;br /&gt;
höchsten Formen anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie nun die Venuswesen das Element [der Neigung] der&lt;br /&gt;
getrennten Geschlechter [zu einander] abgeben, so bewirken sie&lt;br /&gt;
andrerseits auch, dass der Verstand fruchtbar werden kann. Er erhält&lt;br /&gt;
die Hälfte der an der Geschlechtskraft ersparten Produktionsfähigkeit.&lt;br /&gt;
Aus diesem Grunde können sich jetzt die Monaden -&lt;br /&gt;
zunächst ihr [[Manas]]teil -, die sich, wie gezeigt, während Saturn-,&lt;br /&gt;
Sonne- und Mond-Zyklus gebildet haben, in das Verstandesorgan&lt;br /&gt;
herabsenken. Doch wäre das Wirken der Monaden kalt und trocken&lt;br /&gt;
geblieben, wenn nicht der Astralleib einen solchen Einschlag&lt;br /&gt;
erhalten hätte, dass der Mensch die Tätigkeit seines Verstandes mit&lt;br /&gt;
einer gewissen höheren Leidenschaftlichkeit betriebe. Dieser Einschlag&lt;br /&gt;
kam dem Menschen vom Mars her. Und diejenigen, welche&lt;br /&gt;
ihn vermittelten, sind die luziferischen Wesenheiten, welche auf&lt;br /&gt;
dem Monde zwar über die Stufe des späteren Erd-Menschendaseins&lt;br /&gt;
hinausgekommen sind, es aber doch nicht so weit gebracht&lt;br /&gt;
haben, dass sie wie die Lunar-Pitris ihre Mondentwickelung mit&lt;br /&gt;
dem Mondmanvantara hätten abschließen können. Sie bringen, als&lt;br /&gt;
Eingeweihte, jetzt die Mars-Astralkräfte in den Astralleib des Menschen&lt;br /&gt;
und fachen damit in diesem die Leidenschaft für die Betätigung&lt;br /&gt;
des Intellektes an. Damit &#039;&#039;beleben&#039;&#039; sie die Erkenntnis des&lt;br /&gt;
Menschen; sie fachen ihn zur Selbständigkeit an. Das ist die Hilfe&lt;br /&gt;
in der Fortentwickelung des Menschen, welche durch das luziferische&lt;br /&gt;
Prinzip geleistet wird. Allerdings verbanden sie mit der Erkenntnis&lt;br /&gt;
auch den Eigennutz. Denn sie entfachen ja das Denken&lt;br /&gt;
durch die Leidenschaft, und diese bewirkt den Eigennutz. Aber nur&lt;br /&gt;
dadurch ist es möglich geworden, dass der Mensch die Erde seinen&lt;br /&gt;
Zwecken dienstbar gemacht hat, sie in seinen Nutzen genommen&lt;br /&gt;
hat. Jehova hätte bloß die Form des Verstandesorgans gegeben, und&lt;br /&gt;
die Geister von der Venus hätten bloß in diesem einen leidenschaftslosen&lt;br /&gt;
Sinn erweckt; denn was von ihnen nach dieser Richtung gegeben&lt;br /&gt;
werden konnte, ist ja an die Fortpflanzungskraft abgeliefert&lt;br /&gt;
worden.|262|135ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnliche und übersinnliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
Unsere Sinneswahrnehmungen (Licht, Farbe, Ton usw.) zeigen uns nur eine dünne Oberschicht dessen, was wirklich auf uns einströmt, denn hinter dem Sinnlichen wirken eigentlich [[Imagination|Imaginationen]], [[Inspiration|Inspirationen]] und [[Intuition|Intuitionen]]. Sie dringen in unser Wesen ein, bleiben aber unterhalb der Bewusstseinsschwelle, sodass wir etwa nur ein Viertel dessen bewusst wahrnehmen, was auf uns zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jeder Wahrnehmung entsteht in uns zugleich so etwas wie ein „Leichnam“, ein [[Phantom]] der Wahrnehmung: etwas muß in uns sterben, damit wir überhaupt die sinnliche Welt empfinden können. Das ist auch gut so, denn würden uns auch die übersinnlichen Anteile der Wahrnehmung vollständig bewußt, bekämen wir – verführt durch [[Luzifer]] – den Drang, uns vorschnell zu vergeistigen und Engelwesen zu werden, ohne den weiteren menschlichen Entwicklungsgang zu durchlaufen. Der [[Hüter der Schwelle]] verhindert das, indem er nur die äußere Empfindung ins Bewusstsein lässt, während im Unterbewusstsein ein ständiger Kampf zwischen luziferischen Kräften und ihren Gegenspielern stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das erste, was zu sagen sein wird, ist, daß der Mensch mit den Wahrnehmungen, die er von der äußeren Welt empfängt, so wie sie ihm in seinem Bewußtsein erscheinen, eigentlich nur einen kleinen Teil dessen wirklich aufnimmt, was da auf ihn einstürmt. Indem der Mensch in der physischen Welt darinnensteht, seine Sinnesorgane geöffnet hat, mit seinem Verstand, der an sein Gehirn, an sein Nervensystem gebunden ist, die Welt betrachtet und sich zu erklären versucht, was da auf diese Weise an den Menschen herankommt, gelangt eigentlich nur ein kleiner Teil dessen, was da heranstürmt, wirklich zur menschlichen Vorstellung, tritt nur ein kleiner Teil wirklich in das Bewußtsein des Menschen ein. Im Licht und in den Farben, im Ton und so weiter ist viel mehr enthalten, als dem Menschen zum Bewußtsein kommt. Die äußerliche materialistische Physik spricht in ihrer kindlichen Weltauffassung davon, daß hinter den Farben, hinter dem Licht und so weiter materielle Vorgänge seien, Atomschwingungen und dergleichen. Das ist eben wirklich nur, man kann schon sagen, eine kindliche Weltauffassung. Denn in Wahrheit stellt sich das Folgende ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen mit dem hellseherischen Blick das menschliche Wahrnehmen erforschen, denn von diesem Beobachten des wirklichen Wahrnehmungsvorganges kann erst ein Verständnis über das Verhältnis des Menschen zu der Umwelt, die ihm vorliegt, ausgehen, wenn wir auch nur auf dem physischen Plane bleiben. Etwas höchst Eigentümliches zeigt sich, wenn man den Wahrnehmungsvorgang hellseherisch beobachtet. Sagen wir, irgend etwas wirke auf unser Auge, wir nehmen Licht oder Farbe wahr, wir haben also in unserem Bewußtsein die Empfindung des Lichtes oder der Farbe: das Merkwürdige, was man nun entdeckt durch die Geistesforschung, ist, daß im Menschenwesen nicht nur dieses Licht und diese Farbe auftreten, sondern daß da wie im Gefolge von Licht und Farbe gleichzeitig mit unserer Empfindung von Licht- und Farbenbildern, man möchte sagen, eine Art von Licht- oder Farbenleichnam in uns auftritt. Unser Auge veranlaßt uns, daß wir die Licht- und Farbenempfindung haben. Man könnte also sagen: das Licht strömt zu und bereitet uns die Lichtempfindung, aber tiefer in unser Wesen hineinschauend, entdecken wir, daß, während in unserem Bewußtsein das Licht sitzt, unser Menschenwesen durchzogen wird von etwas, was in diesem Menschenwesen sterben muß, damit wir die Lichtempfindung haben können. Keine Wahrnehmung, keine Empfindung von außen können wir haben, ohne daß sich gleichsam durchdrückt durch diese Empfindung eine Art Leichenbildung, die wie im Gefolge dieser Empfindung auftritt. Geistesforschung muß eben sagen: Da schaue ich mir den Menschen an, ich weiß, jetzt empfindet er rot. Ich sehe aber, daß dieses Rot, das in seinem Bewußtsein lebt, von sich gleichsam etwas ausgießt, sein ganzes Wesen, insofern es in seine Haut und in die Grenzen seines Ätherleibes eingeflossen ist, durchdringt mit etwas, was wie der Leichnam der Farbe ist, was etwas ertötet in dem Menschen. Denken Sie nur einmal, daß wir eigentlich immer, indem wir der physischen Welt gegenüberstehen und unsere Sinnesorgane offen haben, die Leichname aller unserer Wahrnehmungen wie Phantome, aber wirksame Phantome, in uns aufnehmen. Immer stirbt etwas in uns, indem wir die Außenwelt wahrnehmen. Es ist das ein höchst eigentümliches Phänomen. Und der Geistesforscher muß sich fragen: Ja, was geschieht denn da? Was ist denn die Ursache von diesem höchst eigenartigen Phänomen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß man betrachten, wie es sich eigentlich mit dem verhält, was da wie Licht an uns heranstürmt. Dieses Licht hat eben vieles hinter sich. Es ist gleichsam das, was das Licht offenbart, nur der Vorposten desjenigen, was an uns heranstürmt. Hinter dem Licht steht allerdings nicht jene Wellenbewegung, von der die äußere Physik phantasiert, sondern hinter dem Licht, hinter allen Wahrnehmungen, hinter allen Eindrücken steht zunächst das, was wir nur erfassen, wenn wir geisteswissenschaftlich die Welt anschauen durch Imaginationen, durch schöpferische Bilder. In dem Augenblick, wo wir alles sehen würden, alles wahrnehmen würden, was in dem Licht oder in dem Tone oder in der Wärme lebt, würden wir hinter dem, was uns zum Bewußtsein kommt, die schöpferische Imagination wahrnehmen und in dieser sich wieder offenbarend die Inspiration, und in dieser die Intuition. Es ist dasjenige, was uns zum Bewußtsein kommt als Licht- und Tonempfindung, gleichsam die oberste Schicht, gleichsam nur der Schaum dessen, was an uns heranschwingt, aber es lebt darin, was, wenn es uns zum Bewußtsein käme, zur Imagination, Inspiration, Intuition in uns werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich haben wir nur ein Viertel von dem, was an uns heranstürmt, wirklich in der Wahrnehmung gegeben, die anderen drei Viertel dringen in uns ein, ohne daß es uns zum Bewußtsein kommt. Während wir also dastehen und eine Farbenempfindung haben, dringen, gleichsam durch die Fläche der Farbenempfindung, die schöpferische Imagination, die Inspiration, die Intuition in uns ein, versenken sich in uns. Wenn wir sie näher untersuchen, diese drei letzteren Eindringlinge, so finden wir, daß, wenn diese Imagination, Inspiration, Intuition so, wie sie sich durch die Sinnesempfindung in unseren Organismus hereindrängen wollen, wirklich in diesen hereinkämen, sie so wirken würden, daß sie auch noch während der Zeit unseres physischen Erdendaseins zwischen Geburt und Tod eine solche Vergeistigung in uns hervorrufen würden, wie ich sie gestern angedeutet habe als ein mögliches Ergebnis der Verführung Luzifers. Es würden diese Imagination, Inspiration, Intuition so auf uns wirken, daß wir den Drang bekämen, alles, alles Hegen zu lassen, was noch an Anlagen für unser Streben nach fernen Zukünften, zum Menschenideal, in uns vorhanden ist, und wir würden uns vergeistigen wollen mit all dem, wie wir sind. Wir würden geistige Wesenheiten werden wollen auf dem Vollkommenheitsgrade, den wir bis dahin erlangt haben durch unser Vorleben. Wir würden uns gewissermaßen sagen: Mensch zu werden, das ist uns eine zu große Anstrengung, da müßten wir noch einen schwierigen Weg in die Zukunft gehen. Wir lassen das, was noch an Möglichkeiten zum Menschen hin in uns Hegt. Wir werden Heber ein Engel mit all den Unvollkommenheiten, die wir an uns tragen, denn da kommen wir in die geistige Welt unmittelbar hinauf, da vergeistigen wir unser Wesen. Wir werden dann allerdings unvoUkommener, als wir nach unseren Anlagen werden könnten im Kosmos, aber wir werden eben geistige, engelartige Wesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ersehen Sie wiederum an einem Beispiel, wie wichtig das ist, was man nennt : die Schwelle der geistigen Welt, und wie wichtig die Wesenheit ist, die man den Hüter der Schwelle nennt. Denn da steht er schon an dem Punkt, von dem ich eben jetzt gesprochen habe. Er läßt in unser Bewußtsein nur die Empfindung selber herein und läßt nicht dasjenige hereinkommen, was als Imagination, als Inspiration, als Intuition, wenn es in unser Bewußtsein eintreten würde, einen unmittelbaren Drang nach Vergeistigung, so wie wir sind, mit Verzicht auf alles folgende Menschheitsleben in uns erzeugen würde. Das muß uns verhüllt werden, davor wird die Türe unseres Bewußtseins zugeschlossen, aber in unsere Wesenheit dringt es ein. Und indem es in unsere Wesenheit eindringt, ohne daß wir es mit dem Lichte unseres Bewußtseins durchleuchten können, indem wir es hinuntersteigen lassen müssen in die finsteren Untergründe unseres Unterbewußtseins, kommen die geistigen Wesenheiten, deren Gegner Luzifer ist, von der anderen Seite in unser Wesen herein, und es entsteht jetzt in uns der Kampf zwischen Luzifer, der seine Imagination, Inspiration, Intuition hereinsendet, und denjenigen geistigen Wesenheiten, deren Gegner Luzifer ist. Diesen Kampf würden wir immer schauen bei jeder Empfindung, bei jeder Wahrnehmung, wenn nicht für das äußere Wahrnehmen die Schwelle der geistigen Welt gesetzt wäre, der gegenüber sich nur der hellseherische Blick nicht verschließt.|153|106ff}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere und äußere Sinne ===&lt;br /&gt;
==== Die sieben äußeren Sinne und ihre Beziehung zu Imagination, Inspiration und Intuition ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 048.gif|mini|center|800px|Zeichnung aus GA 199, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie wissen, wenn der Mensch aufsteigt von der gewöhnlichen Sinneserkenntnis&lt;br /&gt;
zur höheren Erkenntnis, kann er es dadurch tun, daß er mit&lt;br /&gt;
seinem Geistig-Seelischen aus seinem physischen Leib heraustritt. Dann&lt;br /&gt;
treten die höheren Arten des Erkennens auf: Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition. Ich möchte sagen: beschreibend sind Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition ja geschildert in meiner «[[Geheimwissenschaft im Umriß]]» und&lt;br /&gt;
in meiner Schrift «[[Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]». Aber Sie werden sich leicht vorstellen können, daß wir, gerade&lt;br /&gt;
wenn wir diese Gliederung der Sinne vor uns haben, zu einer besonderen&lt;br /&gt;
Charakteristik dessen gelangen können, was Anschauung der&lt;br /&gt;
höheren Welten ist. Wir dringen aus uns heraus. Über welche Grenze&lt;br /&gt;
schreiten wir denn da? Wenn wir in uns bleiben, wenn wir in uns&lt;br /&gt;
stecken, dann sind die Sinne unsere Grenzen; wenn wir aus uns herausdringen,&lt;br /&gt;
dann dringen wir durch die Sinne nach außen. Es ist ganz, ich&lt;br /&gt;
möchte sagen, selbstverständlich, daß, wenn unser Geistig-Seelisches&lt;br /&gt;
die Leibeshülle verläßt, es durch die Sinne nach außen dringt. Wir kommen&lt;br /&gt;
also durch die äußeren Sinne, durch den Geschmackssinn, den&lt;br /&gt;
Sehsinn, den Wärmesinn, den Hörsinn, den Wortesinn, den Gedankensinn&lt;br /&gt;
und den Ichsinn nach außen. Wir werden nachher sehen, wohin&lt;br /&gt;
wir kommen, wenn wir durch die andere Grenze, wo die Sinne sich&lt;br /&gt;
nach innen öffnen, nach innen dringen. Also wir dringen durch die&lt;br /&gt;
Sinne nach außen, indem wir mit unserem Geistig-Seelischen gewissermaßen&lt;br /&gt;
unsere Leibesgrenze verlassen. Da passieren wir zum Beispiel&lt;br /&gt;
den Sehsinn nach außen: das heißt, wir dringen mit unserem Geistig-&lt;br /&gt;
Seelischen nach außen, indem wir unsere Sehwerkzeuge zurücklassen.&lt;br /&gt;
Indem wir uns bewegen in der Welt, mit dem seelischen Auge sehend,&lt;br /&gt;
aber die physischen Augen zurücklassend, wenn wir also gerade durch&lt;br /&gt;
das Auge verlassen unsere Leiblichkeit, kommen wir in jene Region&lt;br /&gt;
hinein, wo die Imagination waltet (siehe Zeichnung Seite 48).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir wirklich imstande sind, durch die Initiation gerade&lt;br /&gt;
durch das Auge hinauszudringen in die geistige Welt, dann bekommen&lt;br /&gt;
wir reine Imaginationen, Imaginationen, die, ich möchte sagen, Bilder&lt;br /&gt;
sind, so wie der Regenbogen ein Bild ist, reine Bildimaginationen, webend&lt;br /&gt;
und lebend im Seelisch-Geistigen. Noch tingiert mit den letzten&lt;br /&gt;
Resten materiellen Daseins erscheinen die Bilder, wenn wir durch das&lt;br /&gt;
Geschmacksorgan nach außen dringen. So daß wir also sagen können:&lt;br /&gt;
Dringen wir durch das Geschmacksorgan nach außen, so sind die Imaginationen&lt;br /&gt;
tingiert, also förmlich betupft mit Materialität. Wir bekommen&lt;br /&gt;
nicht reine duftige Bilder wie beim Regenbogen, sondern wir bekommen&lt;br /&gt;
etwas, was tingiert ist, was gewissermaßen im Bilde etwas wie&lt;br /&gt;
einen letzten Rest des Materiellen enthält: wir bekommen Gespenster,&lt;br /&gt;
richtige Gespenster, wenn wir durch das Geschmacksorgan den physischen&lt;br /&gt;
Leib verlassen. Verläßt man durch den Wärmesinn den physischen Leib,&lt;br /&gt;
so bekommt man die Bilder auch tingiert. Die Bilder, die sonst rein sind,&lt;br /&gt;
ich möchte sagen, wie der Regenbogen, die erscheinen dann so, daß sie&lt;br /&gt;
uns seelisch in einer gewissen Weise affizieren. Das macht jetzt ihre Tingierung&lt;br /&gt;
aus. Beim Geschmacksorgan verdichtet sich gleichsam das Bild&lt;br /&gt;
zum Gespensterhaften. Wenn wir aber durch den Wärmesinn nach außen&lt;br /&gt;
gehen, bekommen wir allerdings auch Imaginationen, aber Imaginationen,&lt;br /&gt;
welche seelisch wirken, welche sympathisch, antipathisch wirken,&lt;br /&gt;
welche seelisch warm oder kalt wirken. Also die Bilder erscheinen nicht&lt;br /&gt;
in der gleichen Weise gelassen wie die andern, sondern sie erscheinen&lt;br /&gt;
warm oder kalt, aber seelisch warm oder kalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun durch unser Ohr, durch den Gehörsinn unseren Leib&lt;br /&gt;
verlassen, dann kommen wir hinaus in die geistig-seelische Welt und&lt;br /&gt;
erleben die Inspiration. Also hier vorher (in der Zeichnung) erleben&lt;br /&gt;
wir Imaginationen, tingiert mit seelisch Affizierendem; wenn wir durch&lt;br /&gt;
den Gehörsinn unseren Leib verlassen, dringen wir in das Gebiet der&lt;br /&gt;
Inspiration. Während sonst diese Sinne mehr nach außen hin gehen,&lt;br /&gt;
dringt jetzt das, was da vom Wärmesinn zum Gehörsinn herüberkommt,&lt;br /&gt;
wenn wir den Leib verlassen, mehr in unser seelisch-geistiges&lt;br /&gt;
Inneres ein. Denn Inspirationen gehören mehr dem seelisch-geistigen&lt;br /&gt;
Inneren an als Imaginationen, wir werden mehr berührt, nicht nur&lt;br /&gt;
affektiv, sondern wir fühlen uns durchdrungen mit Inspirationen, wie&lt;br /&gt;
wir uns leiblich durchdrungen fühlen mit der Luft, die wir eingeatmet&lt;br /&gt;
haben, so fühlen wir uns seelisch durchdrungen mit den Inspirationen,&lt;br /&gt;
in deren Region wir hineingelangen, wenn wir durch den Gehörsinn&lt;br /&gt;
unseren Leib verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir durch den Wortesinn, durch den Sprachsinn unseren Leib&lt;br /&gt;
verlassen, dann tingieren sich wiederum die Inspirationen. Das ist etwas,&lt;br /&gt;
was ganz besonders wichtig ist, daß man kennenlernt dasjenige Organ,&lt;br /&gt;
das ebenso real da ist in der physischen Organisation, wie der Gehörsinn&lt;br /&gt;
da ist, wenn man sich ein Gefühl erwirbt zunächst für das, was der&lt;br /&gt;
Sprachsinn ist. Wenn man durch dieses Organ den physischen Leib&lt;br /&gt;
mit dem Geistig-Seelischen verläßt, so tingiert sich die Inspiration mit&lt;br /&gt;
innerlichem Erleben, mit dem Sich-Eins-Fühlen mit dem fremden&lt;br /&gt;
Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir durch den Gedankensinn unseren Leib verlassen, dann&lt;br /&gt;
dringen wir in das Gebiet der Intuitionen. Und wenn wir durch den&lt;br /&gt;
Ichsinn unseren Leib verlassen, dann sind die Intuitionen tingiert mit&lt;br /&gt;
Wesenhaftem der geistigen Außenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So dringen wir immer mehr und mehr in das Wesenhafte der geistigen&lt;br /&gt;
Außenwelt ein, sobald wir mit unserem Geistig-Seelischen den&lt;br /&gt;
Leib verlassen, und wir können immer hinweisen darauf, wie eigentlich&lt;br /&gt;
das, was uns umgibt, die geistige Welt ist. Aber der Mensch ist gewissermaßen&lt;br /&gt;
herausgedrängt aus der geistigen Welt. Was da hinter den Sinnen&lt;br /&gt;
ist, nimmt er ja erst wahr, wenn er durch sein Geistig-Seelisches den&lt;br /&gt;
Leib verläßt. Aber es drückt sich ab durch die Sinne: Es erscheinen uns&lt;br /&gt;
die Intuitionen durch den Ich- und den Gedankensinn, aber nur die&lt;br /&gt;
Abdrücke davon; die Inspirationen durch den Wortesinn und den Hörsinn,&lt;br /&gt;
aber wiederum nur Abdrücke davon; die Imaginationen durch den&lt;br /&gt;
Wärmesinn und den Sehsinn, und ein wenig durch den Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
aber abgetönt, hereingenommen, ins Sinnliche verwandelt. Schematisch&lt;br /&gt;
könnte man die Sache so zeichnen: An der Grenze ist die Wahrnehmung&lt;br /&gt;
der Sinneswelt (siehe Zeichnung, rot); gelangt man hinaus mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 052.gif|center|200px|Zeichnung aus GA 199, S. 52]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Geistig-Seelischen, so dringt man in die geistige Welt ein (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung, gelb) durch Imagination, Inspiration und Intuition. Und&lt;br /&gt;
das zu Imaginierende, das zu Inspirierende, zu Intuitierende, das ist da&lt;br /&gt;
draußen. Aber indem es in uns eindringt, wird es zu unserer Sinneswelt.&lt;br /&gt;
Sie sehen: Atome sind nicht da draußen, wie es sich die Materialisten&lt;br /&gt;
phantasieren, sondern da draußen ist die Welt des Imaginativen, des&lt;br /&gt;
Inspirierten, des Intuitiven. Und indem diese Welt auf uns wirkt, entstehen&lt;br /&gt;
die Abdrücke davon in den äußeren Sinneswahrnehmungen.|199|49ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die seelischen Wirkungen der fünf inneren Sinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wie ist es nun, wenn wir durch die inneren Sinne, den Lebenssinn, den&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, den Gleichgewichtssinn, den Tastsinn, den Geruchssinn&lt;br /&gt;
in unser Inneres eindringen, wenn wir - ebenso, wie wir durch die&lt;br /&gt;
äußeren Sinne nach außen dringen - durch diese inneren Sinne in uns&lt;br /&gt;
eindringen? Da nimmt sich die Sache überhaupt anders aus. Schreiben&lt;br /&gt;
wir uns noch einmal diese inneren Sinne auf: Geruchssinn, Tastsinn,&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Lebenssinn. Was da eigentlich in&lt;br /&gt;
uns vorgeht, das wird da nicht wahrgenommen. Wir nehmen im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
Leben eigentlich das, was im Bereiche dieser Sinne vorgeht,&lt;br /&gt;
nicht wahr; das bleibt unterbewußt. Dasjenige, was wir im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
Leben durch diese Sinne wahrnehmen, ist schon heraufgestrahlt&lt;br /&gt;
in das Seelische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn das die äußere geistige Welt der Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition ist (siehe Zeichnung S. 54, rot), so strahlt sie gewissermaßen&lt;br /&gt;
auf unsere Sinne, und durch die Sinne wird vor uns hingestellt,&lt;br /&gt;
wird die sinnliche Welt eben erzeugt. Da wird also um eine Stufe hereingeschoben&lt;br /&gt;
die äußere Geistwelt. Was aber diese Sinne umschließt, und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 054.gif|center|400px|Zeichnung aus GA 199, S. 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was da unten in der Körperlichkeit wühlt (orange), das nimmt man unmittelbar&lt;br /&gt;
nicht wahr. So wie man unmittelbar nicht wahrnimmt die&lt;br /&gt;
objektive äußere Geistwelt, sondern nur in ihrer Hereingeschobenheit&lt;br /&gt;
in unsere Sinne, so nimmt man unmittelbar auch nicht das wahr, was da&lt;br /&gt;
in unserem Körper wühlt, sondern nur das Heraufgeschobensein in das&lt;br /&gt;
Seelische. Man nimmt gewissermaßen die seelischen Wirkungen dieser&lt;br /&gt;
inneren Sinne wahr. Sie nehmen nicht die Vorgänge wahr, welche die&lt;br /&gt;
Lebensvorgänge sind, sondern Sie nehmen wahr vom Lebenssinn (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung Seite 48), was Gefühl ist davon, was Sie nicht wahrnehmen,&lt;br /&gt;
wenn Sie schlafen, was Sie wahrnehmen als innere Behaglichkeit beim&lt;br /&gt;
Wachen, als das Durchbehaglichtsein, was nur gestört ist, wenn einem&lt;br /&gt;
irgend etwas weh tut in seinem Inneren. Da ist der Lebenssinn, der sonst&lt;br /&gt;
als Behaglichkeit heraufstrahlt, so, daß er gestört ist, geradeso wie ein&lt;br /&gt;
äußerer Sinn gestört ist, wenn man zum Beispiel schlecht hört. Aber im&lt;br /&gt;
ganzen lebt sich beim gesunden Menschen der Lebenssinn als Behaglichkeit&lt;br /&gt;
aus. Jenes Durchdrungensein von Behaglichkeit, erhöht nach einer&lt;br /&gt;
würzigen Mahlzeit, etwas herabgestimmt beim Hunger, dieses allgemeine&lt;br /&gt;
innerliche Sich-Fühlen, das ist die in die Seele hineingestrahlte&lt;br /&gt;
Wirkung des Lebenssinnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bewegungssinn (siehe Zeichnung Seite 48), dasjenige, das da in&lt;br /&gt;
uns vorgeht, indem wir durch Verkürzung und Verlängerung unserer&lt;br /&gt;
Muskeln wahrnehmen, ob wir gehen oder stehen, ob wir springen oder&lt;br /&gt;
tanzen, also wodurch wir wahrnehmen, ob und wie wir in Bewegung&lt;br /&gt;
sind, das gibt, in die Seele hineingestrahlt, jenes Freiheitsgefühl des&lt;br /&gt;
Menschen, das ihn sich als Seele empfinden laßt: Empfindung des eigenen&lt;br /&gt;
freien Seelischen. Daß Sie sich als eine freie Seele empfinden, das&lt;br /&gt;
ist die Ausstrahlung des Bewegungssinnes, das ist das Hereinstrahlen&lt;br /&gt;
der Muskelverkürzungen und Muskelverlängerungen in Ihr Seelisches,&lt;br /&gt;
so wie die innere Behaglichkeit oder Unbehaglichkeit das Hereinstrahlen&lt;br /&gt;
der Ergebnisse, der Erfahrungen des Lebenssinnes in Ihr Seelisches ist.&lt;br /&gt;
Wenn der Gleichgewichtssinn hereinstrahlt in das Seelische, da lösen&lt;br /&gt;
wir schon sehr stark dieses Seelische los. Denken Sie nur einmal, wie&lt;br /&gt;
wenig wir darauf aus sind - wenn wir nicht gerade ohnmächtig geworden&lt;br /&gt;
sind, dann wissen wir nichts davon —, unmittelbar wirklich zu&lt;br /&gt;
empfinden, daß wir in die Welt im Gleichgewichte hineingestellt sind.&lt;br /&gt;
Wie empfinden wir denn, in die Seele hineingestrahlt, die Erlebnisse&lt;br /&gt;
des Gleichgewichtssinnes? Das ist schon ganz seelisch: wir empfinden das&lt;br /&gt;
als innere Ruhe, als jene innere Ruhe, welche macht, daß, wenn ich&lt;br /&gt;
von da bis hierher gehe, ich doch nicht zurücklasse den, der da in meinem&lt;br /&gt;
Körper steckt, sondern ihn mitnehme; der bleibt ruhig derselbe.&lt;br /&gt;
Und so könnte ich durch die Luft fliegen, ich würde ruhig derselbe bleiben.&lt;br /&gt;
Das ist dasjenige, was uns unabhängig erscheinen läßt von der Zeit.&lt;br /&gt;
Ich lasse mich auch heute nicht zurück, sondern ich bin morgen derselbe.&lt;br /&gt;
Dieses Unabhängigsein von der Körperlichkeit, das ist das Hineinstrahlen&lt;br /&gt;
des Gleichgewichtssinnes in die Seele. Es ist das Sich-als-Geist-&lt;br /&gt;
Fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch weniger nehmen wir wahr die inneren Vorgänge des Tastsinnes.&lt;br /&gt;
Die projizieren wir ja ganz nach außen. Wir fühlen den Körpern&lt;br /&gt;
an, ob sie hart oder weich sind, ob sie rauh oder glatt sind, ob sie seidig&lt;br /&gt;
sind oder wollen; wir projizieren die Erlebnisse des Tastsinnes ganz&lt;br /&gt;
in den äußeren Raum. Eigentlich ist das, was wir im Tastsinn haben,&lt;br /&gt;
ein inneres Erlebnis, aber was da innerlich vorgeht, das bleibt ganz im&lt;br /&gt;
Unbewußten. Davon ist nur ein Schatten vorhanden in den Eigenschaften&lt;br /&gt;
des Tastsinnes, die wir den Körpern zuschreiben. Aber das&lt;br /&gt;
Organ des Tastsinnes, das macht, daß wir die Gegenstände seiden oder&lt;br /&gt;
wollen, hart oder weich, rauh oder glatt fühlen. Das strahlt auch ins&lt;br /&gt;
Innere herein, das strahlt in die Seele herein; nur merkt der Mensch&lt;br /&gt;
den Zusammenhang seines seelischen Erlebnisses mit dem, was der&lt;br /&gt;
äußere Tastsinn ertastet, nicht, weil die Dinge sich sehr differenzieren -&lt;br /&gt;
was da ins Innere hineinstrahlt und was nach außen hin erlebt wird.&lt;br /&gt;
Aber dasjenige, was da ins Innere hineinstrahlt, ist nichts anderes als&lt;br /&gt;
das Durchdrungensein mit dem Gottgefühl. Der Mensch würde, wenn&lt;br /&gt;
er keinen Tastsinn hatte, das Gottgefühl nicht haben. Was da im&lt;br /&gt;
Tastsinn sich als Rauheit und Glatte, Härte und Weichheit erfühlt, das&lt;br /&gt;
ist das nach außen Strahlende; was sich zurückschlägt in der Seelenerscheinung,&lt;br /&gt;
das ist das Durchdrungensein mit der allgemeinen Weltsubstantialität,&lt;br /&gt;
das Durchdrungensein mit dem Sein als solchem. Wir&lt;br /&gt;
konstatieren das Sein der äußeren Welt gerade durch den Tastsinn. Wir&lt;br /&gt;
glauben noch nicht, wenn wir irgend etwas sehen, daß es auch im Raume&lt;br /&gt;
vorhanden ist; wir überzeugen uns, daß es im Raume vorhanden ist,&lt;br /&gt;
wenn der Tastsinn es ertasten kann. Dasjenige, was alle Dinge durchdringt,&lt;br /&gt;
was auch in uns hereindringt, was Sie alle hält und trägt, diese&lt;br /&gt;
alles durchdringende Gottsubstanz kommt ins Bewußtsein und ist, nach&lt;br /&gt;
innen reflektiert, das Erlebnis des Tastsinnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruchssinn: seine Ausstrahlung nach außen kennen Sie. Wenn&lt;br /&gt;
der Geruchssinn aber seine Erlebnisse nach innen strahlt, dann merkt&lt;br /&gt;
der Mensch schon gar nicht mehr, wie diese inneren Erlebnisse mit den&lt;br /&gt;
äußeren Erlebnissen zusammenfallen. Wenn der Mensch irgend etwas&lt;br /&gt;
riecht, so ist das die Ausstrahlung seines Geruchssinnes nach außen; er&lt;br /&gt;
projiziert die Bilder nach außen. Aber diese Wirkung projiziert sich&lt;br /&gt;
auch nach innen. Der Mensch beachtet sie nur seltener als die Wirkung&lt;br /&gt;
nach außen. Manche Leute riechen gern wohlriechende Dinge, da beobachten&lt;br /&gt;
sie die Ausstrahlung des Geruchssinnes nach außen. Aber es gibt&lt;br /&gt;
auch Leute, die sich dem hingeben, was da als die Wirkung des Geruchssinnes&lt;br /&gt;
nach innen so intensiv das Innere ergreift, was nicht nur wie das&lt;br /&gt;
Gottesgefühl den Menschen durchdringt, sondern was sich so hineinsetzt&lt;br /&gt;
in den Menschen, daß er es als mystisches Einssein mit Gott&lt;br /&gt;
empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::5. [[Geruchssinn]] = mystisches Einssein mit Gott&lt;br /&gt;
::4. [[Tastsinn]] = Durchdrungensein mit dem Gottgefühl&lt;br /&gt;
::3. [[Gleichgewichtssinn]] = innere Ruhe, sich als Geist fühlen&lt;br /&gt;
::2. [[Bewegungssinn]] = Empfindung des eigenen freien Seelischen&lt;br /&gt;
::1. [[Lebenssinn]] = Behaglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, man muß sich, wenn man die Dinge durchschaut, so wie sie&lt;br /&gt;
wirklich in der Welt sind, von manchem sentimentalen Vorurteile losmachen.&lt;br /&gt;
Denn manch einer wird ganz sonderbare Gefühle haben, wenn&lt;br /&gt;
er Mystiker sein will und nun erfährt, was eigentlich dieses mystische&lt;br /&gt;
Erlebnis im Verhältnis zur Sinneswelt ist: es ist das in das Innere der&lt;br /&gt;
Seele einstrahlende Geruchssinn-Erlebnis.“ {{GZ||199|53ff}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Lehrstunden für Teilnehmende der erkenntniskultischen Arbeit vom 20. Mai 1913 in Stuttgart wird nach den Aufzeichnungen von [[Elisabeth Vreede]] allerdings der [[Geruchssinn]] auch als der gefährlichste von allen Sinnen bezeichnet, da er uns unmittelbar in den Bereich der [[Schwarze Magie|schwarzen Magier]] bringt, wenn wir ihn auf [[geistige Wesenheiten]] beziehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Geruchssinn (Skorpion) ist der gefährlichste Sinn, wenn wir versuchen, ihn in Beziehung zu setzen zu geistigen Wesenheiten, denn er bringt uns sofort in das Gebiet der schwarzen Magier.|265a|187}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich die folgende von uns erweiterte Darstellung der Zeichnung zu {{GZ||199|48}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:12 Sinne b.png|mini|center|900px|Erweiterte Darstellung der Zeichnung zu GA 199, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinneslehre Rudolf Steiners}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinn (Wahrnehmung)}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Sinnesorgan}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinnesorgan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]], Cornelius Bohlen (Vorwort): &#039;&#039;Die zwölf Sinne des Menschen in ihrer Beziehung zu Imagination, Inspiration, Intuition&#039;&#039;, Rudolf Steiner Verlag 2017, ISBN 978-3727454127&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung&#039;&#039;, [[GA 2]] (2002), ISBN 3-7274-0020-X {{Schriften|002}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wahrheit und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 3]] (1980), ISBN 3-7274-0030-7 {{Schriften|003}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|004}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1904 - 1908), im Kapitel &#039;&#039;Das Leben des Saturn&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Stufen der höheren Erkenntnis&#039;&#039;, [[GA 12]] (1993), ISBN 3-7274-0120-6 {{Schriften|012}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 3-7274-0130-3 {{Schriften|013}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vom Menschenrätsel&#039;&#039;, [[GA 20]] (1984), ISBN 3-7274-0200-8 {{Schriften|020}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Von Seelenrätseln&#039;&#039;, [[GA 21]] (1983), ISBN 3-7274-0210-5 {{Schriften|021}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophische Leitsätze&#039;&#039;, [[GA 26]] (1998), ISBN 3-7274-0260-1 {{Schriften|026}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mein Lebensgang&#039;&#039;, [[GA 28]] (2000), ISBN 3-7274-0280-6 {{Schriften|028}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910&#039;&#039;, [[GA 45]] (1980) {{Schriften|045}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 81]] (1994), ISBN 3-7274-0810-3 {{Vorträge|081}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundelemente der Esoterik&#039;&#039;, [[GA 93a]] (1972), S 67 ff. (Berlin, 4. Oktober 1905) - In diesem Vortrag spricht Rudolf Steiner bereits davon, dass es in Wahrheit zwölf Sinne gibt. Davon seien fünf schon physisch und zwei andere würden während der weiteren Enwicklung des Menschen auf Erden noch physisch werden. {{Vorträge|093a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (1980) {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt&#039;&#039;, [[GA 153]] (1997), ISBN 978-3-7274-1530-2 {{Vorträge|153}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Okkultes Lesen und okkultes Hören&#039;&#039;, [[GA 156]] (2003), ISBN 3-7274-1561-4 {{Vorträge|156}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Weltwesen und Ichheit&#039;&#039;, [[GA 169]] (1963), Berlin, 20. Juni 1916 {{Vorträge|169}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&#039;&#039;, [[GA 170]] (1978), Siebenter Vortrag, Dornach, 12. August 1916 {{Vorträge|170}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Wissenschaft vom Werden des Menschen&#039;&#039;, [[GA 183]] (1990), ISBN 3-7274-1830-3 {{Vorträge|183}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung&#039;&#039;, [[GA 199]] (1985), ISBN 3-7274-1990-3 {{Vorträge|199}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist – Zweiter Teil&#039;&#039;, [[GA 206]] (1991), ISBN 3-7274-2060-X {{Vorträge|206}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren&#039;&#039;, [[GA 234]] (1994), ISBN 3-7274-2342-0 {{Vorträge|234}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]],[[Marie Steiner-von Sivers]]: &#039;&#039;Briefwechsel und Dokumente 1901–1925&#039;&#039;, 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, [[GA 262]] (2002), ISBN 3-7274-2620-9 {{Briefe|262}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Lehrstunden für Teilnehmende der erkenntniskultischen Arbeit 1906-1924&#039;&#039;, [[GA 265a]] (2024), ISBN 978-3-7274-2655-1&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik&#039;&#039;, [[GA 293]] (1992), ISBN 3-7274-2930-5 {{Vorträge|293}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grenzen der Naturerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 322]] (1981), ISBN 3-7274-3220-9 {{Vorträge|322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 14, Dornach Michaeli 1965 {{BE|014}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-014-1965.pdf]&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 34: &#039;&#039;Aufzeichnungen Rudolf Steiners zur Sinneslehre&#039;&#039;, Dornach Sommer 1971 {{BE|034}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-034-1971.pdf]&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 58/59: &#039;&#039;Aufzeichnungen von Rudolf Steiner zur Heilkunst und zu den Lebensstufen&#039;&#039;, Dornach Weihnachten 1977 {{BE|058-059}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-058.059-1977.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandtafelzeichnungen&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wandtafelzeichnungen Band IV&#039;&#039;, K58/4, Dornach 2000&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wandtafelzeichnungen Band VII&#039;&#039;, K58/7 Dornach 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Andere Autoren&lt;br /&gt;
* Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: &#039;&#039;Die zwölf Sinne in der seelischen Beobachtung  – Eine Exkursion&#039;&#039;. Sentovision, Basel 2019, ISBN 978-3037521083&lt;br /&gt;
* Robert F. Schmidt, Hans-Georg Schaible: &#039;&#039;Neuro- und Sinnesphysiologie&#039;&#039;, 5. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2006, ISBN 978-3540257004, eBook ISBN 978-3540294917&lt;br /&gt;
* Albert Soesman: &#039;&#039;Die zwölf Sinne. Tore der Seele.&#039;&#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1995; 6. überarb. A. 2007, ISBN 978-3-7725-2161-4&lt;br /&gt;
* [[Karsten Massei]]: &#039;&#039;Zwiegespräche mit der Erde: Ein innerer Erfahrungsweg&#039;&#039;, Futurum Verlag, 2014 ISBN 978-3856362461&lt;br /&gt;
* Johannes Weinzirl (Hrsg.), [[Peter Heusser]] (Hrsg.): &#039;&#039;Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter&#039;&#039;, Wittener Kolloquium für Humanismus, Medizin und Philosophie, Band 5, Königshausen u. Neumann 2017, ISBN 978-3826059919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
#[http://www.anthroposophie.net/steiner/bib_steiner_zwoelf_sinne.htm Rudolf Steiner: &#039;&#039;Die zwölf Sinne des Menschen&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
#[http://www.12-sinne.de Materialien zu den zwölf Sinnen des Menschen] - Dr. Martin Errenst&lt;br /&gt;
#[http://www.sinnestaeuschung-gibt-es-nicht.de Sinnestäuschung gibt es nicht]&lt;br /&gt;
# {{Kirchner|Sinn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AnthroWiki:Exzellent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinne|101]]&lt;br /&gt;
[[en:Sense]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinne&amp;diff=626221</id>
		<title>Sinne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinne&amp;diff=626221"/>
		<updated>2026-07-21T12:21:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Die sieben äußeren Sinne und ihre Beziehung zu Imagination, Inspiration und Intuition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Textbox|&amp;lt;poem&amp;gt;Den Sinnen hast du dann zu trauen,&lt;br /&gt;
Kein Falsches lassen sie dich schauen&lt;br /&gt;
Wenn dein Verstand dich wach erhält.&lt;br /&gt;
Mit frischem Blick bemerke freudig,&lt;br /&gt;
Und wandle, sicher wie geschmeidig,&lt;br /&gt;
Durch Auen reichbegabter Welt.&amp;lt;/poem&amp;gt;|aus [[Goethe]]: &#039;&#039;[[s:Vermächtniß_(Goethe)|Vermächtnis]]&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sinne&#039;&#039;&#039; dienen der [[Wahrnehmung]] der [[Sinnliche Welt|sinnlichen Welt]] mittels geeigneter [[physisch]]er [[Sinnesorgan]]e und werden deshalb auch als &#039;&#039;&#039;Wahrnehmungsorgane&#039;&#039;&#039; bezeichnet. [[Rudolf Steiner]] unterscheidet &#039;&#039;&#039;zwölf Sinne&#039;&#039;&#039; des [[Mensch]]en, die ihm als &#039;&#039;&#039;Sinnesorganisation&#039;&#039;&#039; die [[Sinneswahrnehmung]] ermöglichen. Die [[Wachbewusstsein|wachbewusste]] sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit begann sich nach Steiner erst allmählich am Ende der [[Atlantische Zeit|atlantischen Zeit]] herauszubilden und auch heute noch hat die sinnliche Wahrnehmung, sofern sie nicht vom klaren [[Denken]] durchdrungen wird, einen weitgehend nur [[traum]]bewussten Charakter. Davor verfügte die Menschheit über ein natürliches, traumartiges [[Hellsehen|hellsichtiges]] [[Bewusstsein]], von dem sich allerletzte Reste bis in unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]] erhalten haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist ein Sinn? ==&lt;br /&gt;
{{Textbox|&amp;lt;poem&amp;gt;Die Sinne trügen nicht, das Urteil trügt.&amp;lt;/poem&amp;gt;|Goethe: &#039;&#039;Maximen und Reflexionen&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Wolfgang von Goethe]]: &#039;&#039;Maximen und Reflexionen&#039;&#039;, Werke - Hamburger Ausgabe Bd. 12, 9. Aufl. München: dtv, 1981, S. 408, ISBN 3423590386&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:B58_59_026.gif|thumb|350px|&#039;&#039;Eine&#039;&#039; mögliche Zuordnung der 12 Sinne zu den [[Tierkreiszeichen]] nach einer Notizbuchaufzeichnung [[Rudolf Steiner]]s zu den Vorträgen «Anthroposophie als Kosmosophie» Band II ([[GA 208]]) aus dem Jahre 1921 {{Lit|{{BE|058-059|26}}}}. Die &#039;&#039;Reihenfolge&#039;&#039; der Sinne, beginnend mit dem [[Tastsinn]] und endend mit dem [[Ich-Sinn]], folgt dabei nicht dem Kreis, sondern einer [[Lemniskate]], die der [[Umstülpung]] von den &#039;&#039;inneren&#039;&#039; (Tastsinn bis [[Geschmackssinn]]) zu den &#039;&#039;äußeren&#039;&#039; Sinnen ([[Sehsinn]] bis Ich-Sinn) entspricht.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:B58_025.gif|mini|350px|Eine weitere Notizbucheintragung R. Steiners zu den Vorträgen aus [[GA 208]] {{Lit|{{BE|058-059|25}}}}.]]&lt;br /&gt;
{{GZ|In anthroposophischer Beleuchtung darf alles dasjenige ein menschlicher Sinn genannt werden, was den Menschen dazu veranlaßt, das Dasein eines Gegenstandes, Wesens oder Vorganges so anzuerkennen, daß er dieses Dasein in die physische Welt zu versetzen berechtigt ist.|45|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei ein Sinn ganz allgemein etwas ist &amp;quot;..., wo eine [[Erkenntnis]] zustande kommt ohne Mitwirkung des Verstandes, des Gedächtnisses usw.&amp;quot; {{Lit|{{G|45|35}}}} Das [[Urteil]] ist beim reinen Sinneserlebnis ausgeschaltet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sinn ist das,&lt;br /&gt;
wodurch wir uns eine Erkenntnis verschaffen ohne Mitwirken des&lt;br /&gt;
Verstandes.|115|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Sie müssen sich klar sein darüber, daß im Sinn eben etwas Unbewußtes&lt;br /&gt;
- [[Unterbewusstsein|Unterbewußtes]] wenigstens - liegt. Würde das, was bei der&lt;br /&gt;
Sinneswahrnehmung unbewußt vorliegt, bewußt gemacht werden,&lt;br /&gt;
so würde es kein Sinn mehr sein, keine Sinneswahrnehmung, sondern&lt;br /&gt;
man müßte sprechen von einem Urteil, einer Begriffsbildung&lt;br /&gt;
und dergleichen.|115|50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Das andere, was zum Seelenleben gehört, das Urteilen, wird gerade&lt;br /&gt;
beim unmittelbaren Sinneserlebnis ausgeschaltet. Da macht sich das&lt;br /&gt;
Begehren, das Hingebende und Exponierende der Seele gegenüber&lt;br /&gt;
den äußeren Eindrücken allein geltend. Ein Sinneseindruck ist gerade&lt;br /&gt;
dadurch charakterisiert, daß die Aufmerksamkeit bei ihm so hingeordnet&lt;br /&gt;
ist, daß die Urteilsfällung als solche ausgeschaltet wird. Wenn&lt;br /&gt;
sich die Seele dem Rot oder irgendeinem Ton exponiert, lebt in diesem&lt;br /&gt;
Exponieren nur Begehren, und die andere Seelentätigkeit, das Urteilen,&lt;br /&gt;
wird in diesem Falle ausgeschaltet, unterdrückt.|115|160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es Wesen gibt, die zur Sinneswahrnehmung befähigt sind, ist bereits ein klarer Hinweis auf die Existenz einer [[Übersinnliche Welt|übersinnlichen Welt]]. In einer Notizbucheintragung [[Rudolf Steiner]]s (Notizbuch 210/17) heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Der Sinn kann nur geben einen Ausschnitt der Welt; denn in dieser Welt muß liegen&lt;br /&gt;
der Grund für seine eigne Gesetzmäßigkeit: diese Gründe kann er nicht mehr geben. -&lt;br /&gt;
Dadurch, daß der Welt Organismen einverleibt sind, welche diese Welt wahrnehmen,&lt;br /&gt;
liegt der Hinweis auf eine übersinnliche Welt. Ein Sinnesorgan, welches nicht&lt;br /&gt;
bloß seinen Gegenstand, sondern sich selbst wahrnähme, gäbe ein Bild dieser übersinnlichen&lt;br /&gt;
Welt.“ {{Lit|{{BE|034|24}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]] war der Ansicht, dass sich durch &#039;&#039;jeden&#039;&#039; Sinn ungeteilt die &#039;&#039;ganze&#039;&#039; [[Natur]] ausspricht, jedoch auf jeweils &#039;&#039;besondere Weise&#039;&#039;, weshalb er schon im Vorwort seiner [[Farbenlehre]] bezüglich des [[Sehsinn]]s schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genausten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken: denn sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will.&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Ebenso entdeckt sich die ganze Natur einem anderen Sinne. Man schließe das Auge, man öffne, man schärfe das Ohr, und vom leisesten Hauch bis zum wildesten Geräusch, vom einfachsten Klang bis zur höchsten Zusammenstimmung, von dem heftigsten leidenschaftlichen Schrei bis zum sanftesten Worte der Vernunft ist es nur die Natur, die spricht, ihr Dasein, ihre Kraft, ihr Leben und ihre Verhältnisse offenbart, so dass ein Blinder, dem das unendlich Sichtbare versagt ist, im Hörbaren ein unendlich Lebendiges fassen kann. |Goethe|&#039;&#039;Zur Farbenlehre&#039;&#039;, Vorwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sinneslehre ist eines der wesentlichsten Kernstücke der [[Anthroposophie|anthroposophischen]] [[Menschenkunde]] und ein Ergebnis jahrelanger geisteswissenschaftlicher Untersuchungen Rudolf Steiners {{Lit|{{G|93a|67ff}}, {{G|45|31ff}}}} . Nach und nach hat Steiner die Sinneslehre immer weiter modifiziert und verfeinert und dabei den Umkreis der bekannten 5 Sinne zunächst um zwei künftig noch zu entwickelnde auf 7, dann auf 10 und schließlich auf 12 Sinne erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kopf]] mit seinen zwölf Paaren von [[Gehirnnerven]], der eine [[Metamorphose]] des zwölfgliedrigen [[Leib]]es der vorangegangenen [[Inkarnation]] ist, bildet heute das eigentliche Sinneszentrum des Menschen, wenngleich auch manche Sinnesorgane über größere Bereiche des Leibes oder sogar über den ganzen Leib ausgebreitet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie die äußere Wahrnehmung zustande kommt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mensch]] steckt mit seinem [[Geist]]ig-[[Seele|Seelischen]], d.h. mit seinem [[Ich]] und seinem [[Astralleib]], in den [[Ding]]en und [[Wesen]] drinnen, die er wahrnimmt. [[Bewusstsein|Bewusst]] werden ihm diese [[Erlebnis]]se aber nur dadurch, dass sie an den [[Sinnesorgan]]en des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] zurückgespiegelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wie kommt eigentlich&lt;br /&gt;
die äußere Wahrnehmung zustande? Nun, nicht wahr, da denken&lt;br /&gt;
die Menschen gewöhnlich - besonders Menschen, die sich sehr&lt;br /&gt;
gescheit dünken - , daß die äußere Wahrnehmung dadurch zustande&lt;br /&gt;
kommt, daß die Dinge draußen sind, der Mensch in seiner Haut&lt;br /&gt;
steckt, daß die äußeren Dinge einen Eindruck auf ihn machen, und&lt;br /&gt;
daß dadurch sein Gehirn ein Bild der äußeren Objekte und Formen&lt;br /&gt;
in seinem Innern erzeugt. Nun, es ist ganz und gar nicht so, sondern&lt;br /&gt;
es verhält sich ganz anders. In Wahrheit ist der Mensch gar nicht&lt;br /&gt;
drinnen innerhalb seiner Haut [mit seinem Geistig-Seelischen]; das&lt;br /&gt;
ist er gar nicht. Wenn der Mensch zum Beispiel dieses Rosen-Bukettchen&lt;br /&gt;
sieht, so ist er mit seinem Ich und Astralleib in der Tat da drinnen&lt;br /&gt;
in dem Bukettchen, und sein Organismus ist ein Spiegelungsapparat&lt;br /&gt;
und spiegelt ihm die Dinge zurück. Sie sind in Wahrheit immer&lt;br /&gt;
ausgebreitet über den Horizont, den Sie überschauen. Und im&lt;br /&gt;
Wachbewußtsein stecken Sie eben mit einem wesentlichen Teil Ihres&lt;br /&gt;
Ich und Astralleibes auch im physischen und ätherischen Leibe&lt;br /&gt;
drinnen. Der Vorgang ist nun wirklich so - ich habe das oft in Vorträgen&lt;br /&gt;
erwähnt - : Denken Sie sich, sie gingen in einem Zimmer herum,&lt;br /&gt;
in dem eine Anzahl von Spiegeln an den Wänden angebracht&lt;br /&gt;
wären. Sie können durch den Raum gehen. Wo Sie keinen Spiegel&lt;br /&gt;
haben, sehen Sie sich selber nicht. Sobald Sie aber an einen Spiegel&lt;br /&gt;
kommen, sehen Sie sich. Kommt eine Stelle ohne Spiegel, sehen Sie&lt;br /&gt;
sich nicht, und wenn wieder ein Spiegel da ist, sehen Sie sich wieder.&lt;br /&gt;
So ist es auch mit dem menschlichen Organismus. Er ist nicht der&lt;br /&gt;
Erzeuger der Dinge, die wir in der Seele erleben, er ist nur der Spiegelungsapparat.&lt;br /&gt;
Die Seele ist beisammen mit den Dingen da draußen,&lt;br /&gt;
zum Beispiel hier mit diesem Rosen-Bukettchen. Daß die Seele&lt;br /&gt;
das Bukettchen bewußt sieht, hängt davon ab, daß das Auge in Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Gehirnapparat der Seele das zurückspiegelt, womit&lt;br /&gt;
die Seele zusammenlebt. Und in der Nacht nimmt der Mensch&lt;br /&gt;
nicht wahr, weil er, wenn er schläft, Ich und Astralleib aus seinem&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Leib herauszieht, und diese dadurch aufhören,&lt;br /&gt;
ein Spiegelungsapparat zu sein. Das Einschlafen ist so, als ob&lt;br /&gt;
Sie einen Spiegel, den Sie vor sich hatten, wegnehmen. Solange Sie&lt;br /&gt;
in den Spiegel hineinsehen können, haben Sie Ihr eigenes Antlitz&lt;br /&gt;
vor sich; nehmen Sie den Spiegel weg, flugs ist nichts mehr da von&lt;br /&gt;
Ihrem Antlitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist der Mensch in der Tat mit dem seelisch-geistigen Wesen in&lt;br /&gt;
dem Teil der Welt, den er überschaut, und er sieht ihn dadurch bewußt,&lt;br /&gt;
daß ihn sein Organismus spiegelt. Und in der Nacht wird dieser&lt;br /&gt;
Spiegelungsapparat weggezogen, da sieht er nichts mehr. Der&lt;br /&gt;
Teil der Welt, den wir sehen, der sind wir selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eines der schlimmsten Stücke der Maja, daß der Mensch&lt;br /&gt;
glaubt, er stecke mit seinem Geistig-Seelischen in seiner Haut. Das&lt;br /&gt;
tut er nicht. In Wirklichkeit steckt er in den Dingen, die er sieht.&lt;br /&gt;
Wenn ich einem Menschen gegenüberstehe, so stecke ich in ihm&lt;br /&gt;
drinnen mit meinem Ich und Astralleib. Würde ich nicht meinen&lt;br /&gt;
Organismus ihm entgegenhalten, so würde ich ihn nicht sehen. Daß&lt;br /&gt;
ich ihn sehe, daran ist mein Organismus schuld, aber mit meinem&lt;br /&gt;
Ich und Astralleib stecke ich in ihm drinnen. Daß man das nicht so&lt;br /&gt;
ansieht, das gehört eben zu den, ich möchte sagen, verhängnisvollsten&lt;br /&gt;
Dingen der Maja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verschaffen wir uns eine Art Begriff, wie das Wahrnehmen&lt;br /&gt;
und das Erleben auf dem physischen Plan ist.|156|22f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 171. [[Anthroposophische Leitsätze|anthroposophischen Leitsatz]] - geschrieben im März 1925 kurz vor seinem Tod - spricht [[Rudolf Steiner]] deutlich aus, dass der Mensch bei der [[Wahrnehmung]] sich mit seinem geistig-seelisches Wesen an dem beteiligt, was &#039;&#039;die [[Welt]]&#039;&#039; durch seine Sinne &#039;&#039;in ihm&#039;&#039; erlebt. Die menschliche Wahrnehmung ist damit zugleich und primär ein &#039;&#039;Weltprozess&#039;&#039; in Form einer &#039;&#039;Selbstwahrnehmung&#039;&#039; der Welt, an der der Mensch teilnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|171. Die menschliche Sinnesorganisation gehört nicht der&lt;br /&gt;
Menschen-Wesenheit an, sondern ist von der Umwelt während&lt;br /&gt;
des Erdenlebens in diese hineingebaut. Das wahrnehmende&lt;br /&gt;
Auge ist räumlich im Menschen, wesenhaft ist es &#039;&#039;in der Welt&#039;&#039;. Und der Mensch streckt sein geistig-seelisches&lt;br /&gt;
Wesen in dasjenige hinein, was die Welt durch seine Sinne&lt;br /&gt;
in ihm erlebt. Der Mensch nimmt die physische Umgebung&lt;br /&gt;
während seines Erdenlebens nicht in sich auf, sondern er&lt;br /&gt;
wächst mit seinem geistig-seelischen Wesen in diese Umgebung&lt;br /&gt;
hinein.|26|236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Tierkreis und die Sinne des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die zwölf Sinne des Menschen.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/thementexte/die-zwoelf-sinne-des-menschen-in-ihrer-beziehung-zu-imagination-inspiration-intuition/}}]]&lt;br /&gt;
Die zwölf Sinne des Menschen wurden durch die Kräfte des [[Tierkreis]]es und der damit verbundenen [[Geistige Wesen|geistigen Wesenheiten]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Erinnern Sie sich daran, daß&lt;br /&gt;
wir erst kürzlich von zwölf Sinnen gesprochen haben, und diese&lt;br /&gt;
zwölf Sinne, die der Mensch in sich trägt, in Zusammenhang gebracht&lt;br /&gt;
haben mit den zwölf Kräften, die den zwölf Sternbildern des&lt;br /&gt;
Tierkreises entsprechen. Wir tragen, sagten wir, in uns mikrokosmisch&lt;br /&gt;
den Makrokosmos mit seinen zunächst aus den zwölf Sternbildern&lt;br /&gt;
wirkenden Kräften. Jede dieser Kräfte ist anders, anders die&lt;br /&gt;
Kräfte des Widders, anders die Kräfte des Stiers, anders die Kräfte&lt;br /&gt;
der Zwillinge und so weiter, wie anders ist die Wahrnehmungsfähigkeit&lt;br /&gt;
des Auges, anders die Wahrnehmungsfähigkeit des Ohres und&lt;br /&gt;
so weiter. Zwölf Sinne entsprechen den zwölf Sternbildern des Tierkreises.&lt;br /&gt;
Aber sie entsprechen ihnen nicht bloß. Wir wissen ja, daß&lt;br /&gt;
die Anlage zu den menschlichen Sinnesorganen schon auf dem alten&lt;br /&gt;
Saturn gelegt worden ist, sich weiter gebildet hat während der Sonnen-,&lt;br /&gt;
während der Mondenzeit bis in unsere Erdenzeit herein. Erst&lt;br /&gt;
während unserer Erdenzeit ist der Mensch mit seinen Sinnen ein so&lt;br /&gt;
abgeschlossenes Wesen geworden, wie er uns entgegentritt. Er war&lt;br /&gt;
viel offener dem großen Kosmos gegenüber in früheren Zeiten, während&lt;br /&gt;
der Mond-, der Sonnen- und der Saturnzeit. Während dieser&lt;br /&gt;
drei der Erdenzeit vorangehenden Zeiten wirkten wirklich herein in&lt;br /&gt;
unsere menschliche Wesenheit die Kräfte der zwölf Zeichen des&lt;br /&gt;
Tierkreises. Während sich die Anlage unserer Sinne bildete, wirkten&lt;br /&gt;
auf sie die Kräfte des Tierkreises. Es ist nicht bloß ein Entsprechen,&lt;br /&gt;
sondern es ist ein Aufsuchen derjenigen Kräfte, die unsere Sinne in&lt;br /&gt;
uns eingebaut haben, wenn wir von dieser Entsprechung der Sinne&lt;br /&gt;
mit den Tierkreisbildern sprechen. Wir sprechen nicht in einer oberflächlichen&lt;br /&gt;
Weise von irgendeinem Entsprechen des [[Ich-Sinn]]es mit&lt;br /&gt;
dem [[Widder (Sternbild)|Widder]] und der anderen Sinne mit diesem oder jenem Tierkreiszeichen,&lt;br /&gt;
sondern sprechen deshalb so, weil die Sinne des Menschen&lt;br /&gt;
während der früheren Vorgänge unseres Erdenplaneten noch nicht&lt;br /&gt;
so ausgebildet waren, daß sie in seinem Organismus saßen und die&lt;br /&gt;
Außenwelt aufnahmen. Sie wurden erst eingebaut von den zwölf&lt;br /&gt;
Kräften her in seinen Organismus. Wir sind aus dem Makrokosmos&lt;br /&gt;
heraus aufgebaut, studieren also, indem wir die menschlichen Sinnesorgane&lt;br /&gt;
studieren, weltumspannende Kräfte, die in uns gewirkt&lt;br /&gt;
haben durch Jahrmillionen und aber Jahrmillionen, und deren Ergebnisse&lt;br /&gt;
solch wunderbare Teile des menschlichen Organismus sind&lt;br /&gt;
wie die Augen oder die Ohren. Es ist wirklich so, daß wir die Teile&lt;br /&gt;
auf ihren geistigen Inhalt hin studieren, wie wenn wir jeden Ziegel&lt;br /&gt;
studieren müßten bei einem Hause, das wir betrachten auf seinen&lt;br /&gt;
kunstvollen Aufbau hin.|169|144f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den vielfältigen Ausführungen und Notizbucheintragungen [[Rudolf Steiner]]s zu den zwölf Sinnen ergibt sich keine in allen Fällen gültige, ein-eindeutige Zuordnung zu den Tierkreiszeichen, sondern diese hängt vom jeweiligen Blickpunkt der Betrachtung ab. Eine einzig gültige starre Zuordnung entspräche auch nicht dem [[leben]]digen, [[ganzheit]]lichen Charakter des Sinnessystems und seines Bezuges zum [[Kosmos]]. Verschiedene Zuordnungen, die Rudolf Steiner gegeben hat, werden in den folgenden Abschnitten besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die zwölf Sinne des Menschen ==&lt;br /&gt;
=== Grundprinzipien der anthroposophischen Sinneslehre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem 1916 in Berlin gehaltenen Vortrag über die zwölf Sinne des Menschen schildert Rudolf Steiner das Grundprinzip der anthroposophischen Sinneslehre so: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Bei unserer letzten Betrachtung habe ich bei einer gewissen Gelegenheit wiederum angespielt auf diese Vorträge über Anthroposophie {{GZ||115}}, namentlich darauf, daß ich dazumal betont habe, der Mensch habe eigentlich zwölf Sinne. Und ich habe ja das letztemal ausgeführt, daß dasjenige, was verbreitet ist über die Nervensubstanz des Menschen im Zusammenhange mit seinen Sinnen, nach der Zwölfzahl geordnet ist, weil der Mensch einmal in diesem tiefsten Sinne ein Mikrokosmos ist und den Makrokosmos abbildet. Zwölf Sternbilder, durch die der Sonne Kreislauf im Jahre geht, draußen im Makrokosmos — zwölf Sinne, in denen das Ich des Menschen eigentlich lebt hier auf dem physischen Plan! Gewiß, die Dinge sind draußen, in der Zeit aufeinanderfolgend etwas anders: Die Sonne bewegt sich vom Widder durch den Stier und so weiter bis wieder zurück durch die Fische zum Widder. Aber der jährliche Sonnenkreislauf geht durch diese zwölf Sternbilder. Alles, auch was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf Sinne habe ich dazumal aufgezählt: der [[Tastsinn]], der [[Lebenssinn]], der [[Bewegungssinn]], der [[Gleichgewichtssinn]], der [[Geruchssinn]], der [[Geschmackssinn]], der [[Sehsinn]], der [[Wärmesinn]], der [[Gehörsinn]], der [[Sprachsinn]], der [[Denksinn]], der [[Ichsinn]]. Im Umkreise gleichsam dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so, wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt.|169|58ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA206 025.gif|mini|hochkant=1.3|Zeichnung aus [[GA 206]], S. 25]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nun in Wirklichkeit analysieren das Cesamtgebiet, den&lt;br /&gt;
Umkreis unserer äußeren Erlebnisse, die wir in ähnlicher Weise wahrnehmen,&lt;br /&gt;
sagen wir, wie die Seherlebnisse oder wie die Tasterlebnisse&lt;br /&gt;
oder wie die Wärmeerlebnisse, dann kommen wir zu zwölf deutlich&lt;br /&gt;
voneinander unterscheidbaren Sinnen, die ich ja früher öfter in folgender&lt;br /&gt;
Weise aufgezählt habe: erstens der [[Ichsinn]], der, wie gesagt, zu&lt;br /&gt;
unterscheiden ist von dem Bewußtsein des eigenen Ich; mit Ichsinn&lt;br /&gt;
wird nichts anderes bezeichnet als die Fähigkeit, das Ich des andern&lt;br /&gt;
wahrzunehmen. Das zweite ist der [[Gedankensinn]], das dritte ist der&lt;br /&gt;
[[Wortesinn]], das vierte ist der [[Gehörsinn]], das fünfte ist der [[Wärmesinn]],&lt;br /&gt;
das sechste der [[Sehsinn]], das siebente der [[Geschmackssinn]], das achte der&lt;br /&gt;
[[Geruchssinn]], das neunte der [[Gleichgewichtssinn]]. Wer auf diesem Gebiete&lt;br /&gt;
wirklich analysieren kann, der weiß, daß es ein ganz begrenztes&lt;br /&gt;
Gebiet des Wahrnehmens gibt, ebenso wie das Gebiet des Sehens, ein&lt;br /&gt;
begrenztes Gebiet, das uns einfach eine Empfindung davon vermittelt,&lt;br /&gt;
daß wir als Mensch in einem gewissen Gleichgewichte stehen. Ohne&lt;br /&gt;
daß ein Sinn uns vermitteln würde dieses Stehen im Gleichgewichte&lt;br /&gt;
oder dieses Schweben und Tanzen im Gleichgewichte, ohne dies würden&lt;br /&gt;
wir durchaus nicht unser Bewußtsein vollständig aufbauen können.&lt;br /&gt;
Dann ist der [[Bewegungssinn]] das nächste. Der Bewegungssinn ist die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung dessen, ob wir in Ruhe oder in Bewegung sind. Diese&lt;br /&gt;
Wahrnehmung müssen wir genau ebenso in uns erleben, wie wir erleben&lt;br /&gt;
unsere Gesichtswahrnehmung. Elftens der [[Lebenssinn]], zwölftens&lt;br /&gt;
der [[Tastsinn]] (siehe Zeichnung Seite 25).|206|11f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Makart Fuenf Sinne.jpg|mini|hochkant=1.3|&#039;&#039;Die fünf Sinne&#039;&#039;, Gemälde von [[Wikipedia:Hans Makart|Hans Makart]] aus den Jahren 1872–1879: Tastsinn, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;margin-left:30px;&amp;quot; class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;350px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Die zwölf Sinne des Menschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ich-Sinn]]|| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | ausgeprägte äußere Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[vorstellung]]sverwandt &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Denksinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sprachsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gehörsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wärmesinn]] ||rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | äußerlich-innerliche-Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[gefühl]]sverwandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sehsinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geruchssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gleichgewichtssinn]] ||rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | ausgeprägte innere Sinne&amp;lt;br /&amp;gt;[[wille]]nsverwandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bewegungssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lebenssinn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tastsinn]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die fünf klassischen Sinnesfähigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[File:Pietro Paolini - Allegory of the Five Senses - Walters 372768.jpg|thumb|hochkant=1.3|[[w:Pietro Paolini|Pietro Paolini]]: &#039;&#039;Allegorie der fünf Sinne&#039;&#039; (ca. 1630); jede Person repräsentiert einen der fünf Sinne.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassischen fünf Sinnesfähigkeiten, die schon [[Aristoteles]] beschrieben hat, sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Sehen]] ([[Visuelle Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Hören]] ([[Auditive Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Riechen]] ([[Olfaktorische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Schmecken]] ([[Gustatorische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
# [[Tasten]] ([[Haptische Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen entsprechen die fünf [[Tanmatras]] ([[Sanskrit|skrt.]] तन्मात्र) der [[Samkhya]]-Philosophie, die die Grundbausteine aller Dinge sind, insoferne sie auf unsere Sinne wirken, nämlich [[Form]] (&#039;&#039;rupa&#039;&#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu gehört aber vor allem auch die [[Farbwahrnehmung]]; &#039;&#039;rupa&#039;&#039; entspricht hier dem [[Sehsinn]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Geschmack]] (&#039;&#039;rasa&#039;&#039;), [[Geruch]] (&#039;&#039;gandha&#039;&#039;), [[Berührung]] (&#039;&#039;sparsha&#039;&#039;) und [[Ton]] (&#039;&#039;shabda&#039;&#039;). Das macht den Zusammenhang mit der [[Region der fließenden Reizbarkeit]] in der [[Astralwelt]] deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sinne ===&lt;br /&gt;
Dass damit der Kreis der menschlichen Sinne allerdings noch nicht erschöpft ist, hat auch die moderne [[Physiologie]] bestätigt, die nach gegenwärtigem Forschungsstand noch vier weitere Sinne kennt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wärmesinn|Temperatursinn]] ([[Thermozeption]]) &lt;br /&gt;
* [[Schmerzsinn|Schmerzempfindung]] ([[Nozizeption]]), entspricht dem [[Lebenssinn]] Steiners &lt;br /&gt;
* [[Gleichgewichtssinn]] ([[Vestibuläre Wahrnehmung]])&lt;br /&gt;
* [[Tiefensensibiliät]] oder Körperempfindung ([[Propriozeption]]), entspricht dem [[Eigenbewegungssinn]] Steiners, umfasst aber auch einen [[Lagesinn]] oder [[Positionssinn]] und einen [[Kraftsinn]], der den Spannungszustand von Muskeln und Sehnen empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner nennt darüber hinaus noch drei weitere Sinne, die vor allem im [[sozial]]en Zusammenleben der Menschen bedeutsam sind, nämlich den [[Sprachsinn]], den [[Denksinn]] und den [[Ichsinn]], die von der zeitgenössischen Physiologie allerdings noch nicht als eigenständige Sinne anerkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B34_020.gif|thumb|center|1000px|Eine weitere Zuordnung der [[12]] Sinne des [[Mensch]]en zu den 12 [[Tierkreiszeichen]], weiters der [[7]] [[Lebensprozesse]] zu den 7 klassischen [[Planeten]] und von [[Sonne]], [[Mond]] und [[Erde (Planet)|Erde]] zu den [[Seelenvorgänge]]n nach einer Notizbuchaufzeichnung [[Rudolf Steiner]]s (Notizbuch 210/11; {{Lit|{{BE|034|20}}}})]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung in Willenssinne, Gefühlssinne und Erkenntnissinne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachgemäß gliedern sich die zwölf Sinne durch ihren Bezug zu [[Denken]], [[Fühlen]] und [[Wollen]] in drei Gruppen mit je 4 Sinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Willenssinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Da haben wir zunächst vier Sinne: Tastsinn, Lebenssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn. Diese Sinne sind hauptsächlich&lt;br /&gt;
durchdrungen von Willenstätigkeit. Der Wille wirkt hinein in das&lt;br /&gt;
Wahrnehmen durch diese Sinne. Fühlen Sie doch, wie in das Wahrnehmen&lt;br /&gt;
von Bewegungen, selbst wenn Sie diese Bewegungen im Stehen&lt;br /&gt;
ausführen, der Wille hineinwirkt! Der ruhende Wille wirkt auch&lt;br /&gt;
in die Wahrnehmung Ihres Gleichgewichtes hinein. In den Lebenssinn&lt;br /&gt;
wirkt er ja sehr stark hinein, und in das Tasten wirkt er auch hinein:&lt;br /&gt;
denn wenn Sie irgend etwas betasten, so ist das im Grunde genommen&lt;br /&gt;
eine Auseinandersetzung zwischen Ihrem Willen und der Umgebung.&lt;br /&gt;
Kurz, Sie können sagen: Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn,&lt;br /&gt;
Lebenssinn und Tastsinn sind Willenssinne im engeren Sinne. Beim&lt;br /&gt;
Tastsinn sieht der Mensch äußerlich, daß er zum Beispiel seine Hand&lt;br /&gt;
bewegt, wenn er etwas betastet: daher ist es für ihn offenbar, daß dieser&lt;br /&gt;
Sinn für ihn vorhanden ist. Beim Lebenssinn, Bewegungssinn und&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn ist es nicht so offenbar, daß diese Sinne vorhanden&lt;br /&gt;
sind. Da sie aber im besonderen Sinne Willenssinne sind, so verschläft&lt;br /&gt;
der Mensch diese Sinne, weil er ja im Willen schläft. Und in&lt;br /&gt;
den meisten Psychologien finden Sie diese Sinne gar nicht angeführt,&lt;br /&gt;
weil die Wissenschaft in bezug auf viele Dinge den Schlaf des äußeren&lt;br /&gt;
Menschen behaglich mitschläft.|293|128|129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tastsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Lebenssinn]]&lt;br /&gt;
*[[Bewegungssinn]]&lt;br /&gt;
*[[Gleichgewichtssinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Willenssinne sind ganz auf das Körperinnere gerichtet, dessen Zustand sie aber ganz [[objektiv]] wahrnehmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nun zu den nächsten vier Sinnen kommen, zu dem Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Lebenssinn und Tastsinn, so kommen&lt;br /&gt;
wir zu ausgesprochen inneren Sinnen. Wir haben es da zunächst mit&lt;br /&gt;
ausgesprochen inneren Sinnen zu tun. Denn das, was uns der Gleichgewichtssinn&lt;br /&gt;
übermittelt, ist unser eigenes Gleichgewicht, was uns der&lt;br /&gt;
Bewegungssinn übermittelt, ist der Zustand der Bewegung, in dem wir&lt;br /&gt;
sind. Unser Lebenszustand ist dieses allgemeine Wahrnehmen, wie&lt;br /&gt;
unsere Organe funktionieren, ob sie unserem Leben förderlich sind&lt;br /&gt;
oder abträglich sind und so weiter. Beim Tastsinn könnte es täuschen;&lt;br /&gt;
dennoch aber, wenn Sie irgend etwas betasten, so ist das, was Sie da als&lt;br /&gt;
Erlebnis haben, ein inneres Erlebnis. Sie fühlen gewissermaßen nicht&lt;br /&gt;
die Kreide, sondern Sie fühlen die zurückgedrängte Haut, wenn ich&lt;br /&gt;
mich grob ausdrücken darf; der Vorgang ist natürlich viel feiner zu&lt;br /&gt;
charakterisieren. Es ist die Reaktion Ihres eigenen Inneren auf einen&lt;br /&gt;
äußeren Vorgang, der da im Erlebnis vorliegt, der in keinem andern&lt;br /&gt;
Sinneserlebnis in derselben Weise vorliegt wie im Tasterlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber wird allerdings diese letztere Gruppe der Sinne durch&lt;br /&gt;
etwas anderes modifiziert. Da müssen Sie sich erinnern an etwas, das&lt;br /&gt;
ich vor einigen Wochen hier gesagt habe. Nehmen Sie den Menschen&lt;br /&gt;
in bezug auf das, was durch diese letzten vier Sinne wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird; es sind, trotzdem wir die Dinge wahrnehmen - unsere eigene&lt;br /&gt;
Bewegung, unser eigenes Gleichgewicht - , es sind, trotzdem wir das,&lt;br /&gt;
was wir wahrnehmen, auf entschieden subjektive Weise nach innen hin&lt;br /&gt;
wahrnehmen, dennoch aber Vorgänge, die ganz objektiv sind. Das ist&lt;br /&gt;
das Interessante an der Sache. Wir nehmen diese Dinge nach innen hin&lt;br /&gt;
wahr, aber was wir da wahrnehmen, sind ganz objektive Dinge, denn&lt;br /&gt;
es ist im Grunde genommen physikalisch gleichgültig, ob, sagen wir,&lt;br /&gt;
ein Holzklotz sich bewegt oder ein Mensch, ob ein Holzklotz im&lt;br /&gt;
Gleichgewicht ist oder ein Mensch. Für die äußere physische Welt&lt;br /&gt;
in ihrer Bewegung ist der sich bewegende Mensch ganz genau ebenso zu&lt;br /&gt;
betrachten wie ein Holzklotz; ebenso mit Bezug auf das Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
Und wenn Sie den Lebenssinn nehmen, so ist es zunächst allerdings&lt;br /&gt;
nicht in bezug auf die äußere Welt - scheinbar allerdings nur - , aber es&lt;br /&gt;
ist so, daß das, was unser Lebenssinn übermittelt, ganz objektive Vorgänge&lt;br /&gt;
sind. Stellen Sie sich vor einen Vorgang in einer Retorte: er verläuft&lt;br /&gt;
nach gewissen Gesetzen, kann objektiv beschrieben werden. Das,&lt;br /&gt;
was der Lebenssinn wahrnimmt, ist ein solcher Vorgang, der nach innen&lt;br /&gt;
gelegen ist. Ist er in Ordnung, dieser Vorgang, ganz als objektiver Vorgang,&lt;br /&gt;
so übermittelt Ihnen dieses der Lebenssinn, oder ist er nicht in&lt;br /&gt;
Ordnung, so überliefert Ihnen der Lebenssinn auch das. Wenn auch der&lt;br /&gt;
Vorgang in Ihrer Haut eingeschlossen ist, der Lebenssinn übermittelt&lt;br /&gt;
es. Ein objektiver Vorgang ist schließlich gar nichts, was zunächst mit&lt;br /&gt;
dem Inhalt Ihres Seelenlebens einen besonderen Zusammenhang hat.&lt;br /&gt;
Und ebenso beim Tastsinn; es ist immer eine Veränderung in der ganzen&lt;br /&gt;
organischen Struktur, wenn wir wirklich tasten. Unsere Reaktion&lt;br /&gt;
ist eine organische Veränderung in unserem Inneren. Wir haben also&lt;br /&gt;
durchaus in dem, was wir mit diesen vier Sinnen gegeben haben, eigentlich&lt;br /&gt;
ein Objektives gegeben, ein solches, was uns als Menschen so in die&lt;br /&gt;
Welt hineinstellt, wie wir im Grunde genommen als objektive Wesen&lt;br /&gt;
sind, die auch in der Sinneswelt äußerlich gesehen werden können.&lt;br /&gt;
So daß wir sagen können, es sind ausgesprochen innere Sinne, aber&lt;br /&gt;
dasjenige, was wir durch sie wahrnehmen, ist an uns genauso wie das,&lt;br /&gt;
was wir äußerlich in der Welt wahrnehmen. Ob wir schließlich einen&lt;br /&gt;
Holzklotz in Bewegung setzen, oder ob der Mensch in äußerer Bewegung&lt;br /&gt;
ist, darauf kommt es nicht an für den physikalischen Fortgang&lt;br /&gt;
der Ereignisse. Der Bewegungssinn ist nur da, damit das, was in der&lt;br /&gt;
Außenwelt geschieht, auch zu unserem subjektiven Bewußtsein kommt,&lt;br /&gt;
wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen also, richtig subjektiv sind gerade die ausgesprochen äußeren&lt;br /&gt;
Sinne. Die müssen dasjenige, was durch sie wahrgenommen wird,&lt;br /&gt;
im ausgesprochenen Sinne in unsere Menschlichkeit hereinbefördern.&lt;br /&gt;
Ich möchte sagen, ein Hin- und Herpendeln zwischen Außen- und&lt;br /&gt;
Innenwelt stellt die mittlere Gruppe der Sinne dar, und ein ausgesprochenes&lt;br /&gt;
Miterleben von etwas, was wir sind, indem wir der Welt angehören,&lt;br /&gt;
nicht uns, ist uns durch die letzte Gruppe der Sinne übermittelt.|206|15ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gefühlssinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die nächsten Sinne: Geruchssinn, Geschmackssinn, Sehsinn, Wärmesinn,&lt;br /&gt;
sind hauptsächlich Gefühlssinne. Das naive Bewußtsein empfindet&lt;br /&gt;
ja ganz besonders beim Riechen und Schmecken die Verwandtschaft&lt;br /&gt;
mit dem Fühlen. Daß man es beim Sehen und der Wärme nicht&lt;br /&gt;
so empfindet, hat eben seine besonderen Gründe. Beim Wärmesinn beachtet&lt;br /&gt;
man nicht, daß er mit dem Gefühl sehr nahe verwandt ist, sondern&lt;br /&gt;
wirft ihn mit dem Tastsinn zusammen. Man konfundiert zugleich&lt;br /&gt;
unrichtig und unterscheidet zugleich unrichtig. Der Tastsinn ist in&lt;br /&gt;
Wahrheit viel mehr willensmäßig, während der Wärmesinn nur gefühlsmäßig&lt;br /&gt;
ist. Daß der Sehsinn auch Gefühlssinn ist, dahinter kommen&lt;br /&gt;
die Menschen deshalb nicht, weil sie nicht solche Betrachtungen&lt;br /&gt;
anstellen, wie sie in Goethes Farbenlehre zu finden sind. Dort haben&lt;br /&gt;
Sie alles Verwandte der Farben mit dem Gefühl, was zuletzt dann&lt;br /&gt;
sogar zu Willensimpulsen führt, deutlich ausgesprochen. Aber warum&lt;br /&gt;
merkt dann der Mensch so wenig, daß beim Sehsinn hauptsächlich&lt;br /&gt;
eigentlich ein Fühlen vorhanden ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen ja im Grunde genommen die Dinge fast immer so, daß&lt;br /&gt;
sie uns, indem sie uns die Farben zuordnen, auch die Grenzen der&lt;br /&gt;
Farben zeigen: Linien, Formen. Wir werden aber gewöhnlich nicht&lt;br /&gt;
darauf aufmerksam, wie wir da eigentlich wahrnehmen, wenn wir&lt;br /&gt;
zugleich Farbiges und Formen wahrnehmen. Wenn der Mensch einen&lt;br /&gt;
farbigen Kreis wahrnimmt, sagt er grob: Ich sehe die Farbe, ich sehe&lt;br /&gt;
auch die Rundung des Kreises, die Kreisform. Da werden aber doch&lt;br /&gt;
zwei ganz verschiedene Dinge durcheinandergeworfen. Durch die&lt;br /&gt;
eigentliche Tätigkeit des Auges, durch die abgesonderte Tätigkeit des&lt;br /&gt;
Auges sehen Sie zunächst überhaupt nur die Farbe. Die Kreisform&lt;br /&gt;
sehen Sie, indem Sie sich in Ihrem Unterbewußtsein des Bewegungssinnes&lt;br /&gt;
bedienen und unbewußt im Ätherleib, im astralischen Leibe&lt;br /&gt;
eine Kreiswindung ausführen und dies dann in die Erkenntnis hinaufheben.&lt;br /&gt;
Und indem der Kreis, den Sie durch Ihren Bewegungssinn&lt;br /&gt;
aufgenommen haben, in die Erkenntnis heraufkommt, verbindet sich&lt;br /&gt;
der erkannte Kreis erst mit der wahrgenommenen Farbe. Sie holen&lt;br /&gt;
also die Form aus Ihrem ganzen Leibe heraus, indem Sie appellieren&lt;br /&gt;
an den über den ganzen Leib ausgebreiteten Bewegungssinn.&lt;br /&gt;
Das kleiden Sie in etwas, was ich schon auseinandergesetzt habe,&lt;br /&gt;
wo ich sagte: Der Mensch vollzieht eigentlich die Formen&lt;br /&gt;
der Geometrie im Kosmos und hebt sie dann in die Erkenntnis&lt;br /&gt;
hinauf.|293|129f|130}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der [[Geruchssinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Sehsinn]]&lt;br /&gt;
*der [[Wärmesinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefühlssinne vermitteln zwischen Innerem und Äußerem, [[Subjekt]]ives und [[Objekt]]ives vermischt und durchdringt sich hier beständig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Diejenigen Sinne, die sozusagen auf der Kippe&lt;br /&gt;
stehen zwischen Äußerem und Innerem, die ebenso äußeres wie inneres&lt;br /&gt;
Erleben sind, das sind die vier nächsten Sinne: der Wärmesinn, der&lt;br /&gt;
Sehsinn, der Geschmackssinn, der Geruchssinn. Versuchen Sie nur einmal&lt;br /&gt;
die ganze Summe der Erlebnisse, die durch einen dieser Sinne gegeben&lt;br /&gt;
ist, sich vor Augen zu führen, und Sie werden sehen, wie da auf&lt;br /&gt;
der einen Seite bei all diesen Sinnen ein Miterleben mit der Außenwelt&lt;br /&gt;
vorhanden ist, aber zu gleicher Zeit ein Erleben im eigenen Inneren.&lt;br /&gt;
Wenn Sie Essig trinken, also Ihr Geschmackssinn in Betracht kommt,&lt;br /&gt;
haben Sie ganz gewiß auf der einen Seite ein inneres Erlebnis mit dem&lt;br /&gt;
Essig und auf der andern Seite ein Erlebnis, das nach außen gerichtet&lt;br /&gt;
ist, das man vergleichen kann mit dem Erleben eines äußeren Ich zum&lt;br /&gt;
Beispiel oder der Worte. Aber es würde sehr schlimm sein, wenn man&lt;br /&gt;
in demselben Sinne ein subjektives, ein inneres Erlebnis, sagen wir, dem&lt;br /&gt;
Anhören der Worte beimischen würde. Denken Sie sich einmal, wenn&lt;br /&gt;
Sie Essig trinken, Sie verziehen das Gesicht; das deutet Ihnen ganz klar&lt;br /&gt;
an, daß Sie da ein inneres Erlebnis mit dem äußeren Erlebnis haben,&lt;br /&gt;
daß äußeres Erlebnis und inneres Erlebnis ineinanderschwimmen.&lt;br /&gt;
Würde dasselbe bei den Worten der Fall sein, wenn Ihnen zum Beispiel&lt;br /&gt;
einer eine Rede hielte und Sie in derselben Weise innerlich miterleben&lt;br /&gt;
müßten wie beim Essigtrinken oder beim Moselweintrinken oder dergleichen,&lt;br /&gt;
dann würden Sie ja niemals in einer objektiven Weise sich&lt;br /&gt;
über die Worte klar sein, die der andere Ihnen sagt. In demselben&lt;br /&gt;
Maße, wie Sie beim Essig ein unangenehmes und beim Moselwein ein&lt;br /&gt;
angenehmes inneres Erlebnis haben, in demselben Maße tingieren Sie&lt;br /&gt;
ein äußeres Erlebnis. Dieses äußere Erlebnis dürfen Sie nicht tingieren,&lt;br /&gt;
wenn Sie wahrnehmen, sagen wir, die Worte des andern. Man kann&lt;br /&gt;
sagen: Hier sieht man das Hereinragen des Moralischen in dem Augenblicke,&lt;br /&gt;
wo man die Dinge im rechten Lichte sieht. - Denn es gibt allerdings&lt;br /&gt;
Menschen, die namentlich in bezug auf den Ichsinn, aber auch in&lt;br /&gt;
bezug auf den Gedankensinn sich so verhalten, daß man sagen kann,&lt;br /&gt;
die Menschen stecken so stark in ihren mittleren Sinnen, im Wärmesinn,&lt;br /&gt;
Sehsinn, Geschmackssinn und Geruchssinn drinnen, daß sie auch&lt;br /&gt;
die andern Menschen oder deren Gedanken so beurteilen. Dann hören&lt;br /&gt;
sie aber gar nicht die Gedanken oder die Worte des andern, sondern sie&lt;br /&gt;
nehmen sie so wahr, wie zum Beispiel eben, sagen wir, Moselwein oder&lt;br /&gt;
Essig oder irgendein anderes Getränk oder eine Speise wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sehen wir, wie etwas Moralisches einfach aus einer sonst ganz&lt;br /&gt;
amoralischen Betrachtungsweise sich ergibt. Nehmen Sie zum Beispiel&lt;br /&gt;
einen Menschen, bei dem der Gehörsinn, namentlich aber der Wortesinn,&lt;br /&gt;
der Gedankensinn und der Ichsinn schlecht ausgebildet sind. Ein&lt;br /&gt;
solcher Mensch lebt gewissermaßen, sagen wir, ohne Kopf, das heißt,&lt;br /&gt;
er gebraucht seine Kopfsinne auch in einer ähnlichen Weise, wie die&lt;br /&gt;
mehr schon dem Animalischen zugeneigten Sinne. Das Tier kann nicht&lt;br /&gt;
in dieser Weise objektiv wahrnehmen, wie es objektiv-subjektiv wahrnehmen&lt;br /&gt;
kann durch Wärmesinn, Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn.&lt;br /&gt;
Das Tier riecht: Sie können sich vorstellen, daß das Tier in sehr&lt;br /&gt;
geringem Maße objektiv dasjenige sich vergegenständlichen kann, was&lt;br /&gt;
ihm entgegentritt, sagen wir zum Beispiel beim Geruchssinn. Es ist in&lt;br /&gt;
hohem Grade ein subjektives Erlebnis. Nun, natürlich haben ja alle&lt;br /&gt;
Menschen auch Gehörsinn, Wortesinn, Gedankensinn, Ichsinn; aber&lt;br /&gt;
diejenigen, die mehr sich hineinlegen mit ihrer ganzen Organisation in&lt;br /&gt;
den Wärmesinn und Sehsinn, namentlich aber in den Geschmacks- oder&lt;br /&gt;
gar Geruchssinn, die verändern alles nach ihrem subjektiven Geschmack&lt;br /&gt;
oder nach ihrem subjektiven Riechen der Umgebung. Nicht&lt;br /&gt;
wahr, solche Dinge kann man ja täglich im Leben wahrnehmen.|206|13ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnissinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich habe noch hinzuzufügen, daß Ich-Sinn, Gedankensinn, Hörsinn&lt;br /&gt;
und Sprachsinn mehr Erkenntnissinne sind, weil der Wille darin eben&lt;br /&gt;
der schlafende Wille ist, der wirklich schlafende Wille, der in seinen&lt;br /&gt;
Äußerungen mitvibriert mit einer Erkenntnistätigkeit.|293|132|133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gehörsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsinn]]&lt;br /&gt;
*[[Denksinn]]&lt;br /&gt;
*[[Ichsinn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnissinne sind ganz nach außen gerichtet. Wir sind von dem, was wir durch sie wahrnehmen ganz getrennt und sind mit ihrer eigentlichen [[Objektivität]] nicht unmittelbar verbunden, weshalb Rudolf Steiner gerade die äußeren Sinne mit Recht als [[subjektiv]] bezeichnet: {{&amp;quot;|&#039;&#039;... richtig subjektiv sind gerade die ausgesprochen äußeren Sinne. Die müssen dasjenige, was durch sie wahrgenommen wird, im ausgesprochenen Sinne in unsere Menschlichkeit hereinbefördern.&#039;&#039;||[[#Willenssinne|siehe oben]], {{G|206|17}}}} Damit ist keineswegs gesagt, dass die äußeren [[Sinnesqualitäten]] selbst, also [[Farben]], [[Töne]] usw., subjektiv &#039;&#039;sind&#039;&#039;, wohl aber, dass es uns zunächst schwer fällt, sie objektiv zu „ergreifen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir haben zunächst vier Sinne, die uns in zweifelloser&lt;br /&gt;
Weise mit der Außenwelt verbinden, wenn ich das Wort zweifellos in&lt;br /&gt;
diesem Falle gebrauchen darf; das sind: der Ichsinn, der Gedankensinn,&lt;br /&gt;
der Wortesinn und der Gehörsinn. Es wird Ihnen ohne weiteres klar&lt;br /&gt;
sein, daß wir mit unserem ganzen Erleben gewissermaßen in der Außenwelt&lt;br /&gt;
sind, wenn wir das Ich eines andern wahrnehmen, ebenso&lt;br /&gt;
wenn wir die Gedanken oder die Worte eines andern wahrnehmen.&lt;br /&gt;
Nicht so einleuchtend könnte das sein in bezug auf den Gehörsinn;&lt;br /&gt;
aber das kommt ja nur davon her, weil man in einer Art abstrakter&lt;br /&gt;
Anschauung über alle Sinne so eine gemeinsame Begriffsnuance ausgegossen&lt;br /&gt;
hat, die eben ein gemeinsamer Begriff, eine gemeinsame Idee&lt;br /&gt;
eines Sinneslebens sein soll, und man nicht eigentlich das Spezifische&lt;br /&gt;
der einzelnen Sinne ins Auge faßt. Natürlich kann man diese Dinge&lt;br /&gt;
nicht, ich möchte sagen, im äußeren Experimente auf ihre Begriffe&lt;br /&gt;
bringen, sondern dazu ist schon notwendig, daß man eben die Fähigkeit&lt;br /&gt;
des Anfühlens der Erlebnisse hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gewöhnliche Denken befaßt sich ja zum Beispiel gar nicht damit,&lt;br /&gt;
wie das Hören dadurch, daß der Vermittler des Hörens die bewegte&lt;br /&gt;
Luft, also ein Physisches ist, im Grunde genommen uns unmittelbar&lt;br /&gt;
in die Außenwelt hinausbringt. Und wenn Sie einfach ins Auge&lt;br /&gt;
fassen, wie sehr äußerlich der Gehörsinn eigentlich gegenüber unserem&lt;br /&gt;
ganzen organischen inneren Erleben ist, so werden Sie bald darauf&lt;br /&gt;
kommen, daß Sie den Gehörsinn in dieser Weise anders fassen müssen&lt;br /&gt;
als zum Beispiel den Sehsinn. Beim Sehsinn wird man einfach aus der&lt;br /&gt;
Betrachtung des Organs, des Auges, bald ersehen können, wie dasjenige,&lt;br /&gt;
was da vermittelt wird, doch in einem hohen Maße ein innerer&lt;br /&gt;
Vorgang, wenigstens relativ ein innerer Vorgang ist. Wir schließen das&lt;br /&gt;
Auge, wenn wir schlafen, wir schließen das Ohr nicht, wenn wir&lt;br /&gt;
schlafen. In solchen Dingen, die scheinbar triviale, einfache Tatsachen&lt;br /&gt;
sind, drückt sich aber tief Bedeutsames für das ganze Leben des Menschen&lt;br /&gt;
aus. Und wenn wir beim Schlafen genötigt sind, unser Inneres&lt;br /&gt;
abzuschließen, weil wir nicht wahrnehmen sollen durch das Sehen, so&lt;br /&gt;
sind wir eben nicht genötigt, unser Ohr abzuschließen, weil das in einer&lt;br /&gt;
ganz andern Weise in der Außenwelt drinnen lebt als das Auge. Das&lt;br /&gt;
Auge ist viel mehr Bestandteil unseres Inneren. Die Sehwahrnehmung&lt;br /&gt;
ist viel mehr nach innen gerichtet als die Gehörwahrnehmung. Nicht&lt;br /&gt;
die Empfindung des Gehörten, das ist ja etwas anderes. Die Empfindung&lt;br /&gt;
des Gehörten, die dem Musikalischen zugrunde liegt, das ist etwas&lt;br /&gt;
anderes als der eigentliche Gehörvorgang.|206|12f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Sinne im Detail ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näher charakterisiert Rudolf Steiner die einzelnen Sinne so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie erinnern sich, daß, wenn wir von unseren Sinnen sprechen, von dem, was der Mensch als Besitzer seiner Sinne ist, wir sagen: Diese Sinne haben ihren ersten Anstoß, ihre ersten Keime während der alten Saturnentwickelung erhalten. Das finden Sie ja auch in Zyklen ausgeführt und immer wieder angegeben. Nun, selbstverständlich darf man sich nicht vorstellen, daß die Sinne, wie sie im ersten Anlauf, im ersten Keim während der Saturnzeit aufgetreten sind, schon so waren, wie sie heute sind. Das wäre natürlich eine Torheit. Es ist sogar außerordentlich schwierig, sich die Gestalt der Sinne vorzustellen, die zur Zeit der alten Saturnentwickelung vorhanden war. Denn es ist schon schwierig, sich vorzustellen, wie die Sinne des Menschen waren während der alten Mondenentwickelung. Da waren sie noch ganz anders als heute. Und darauf möchte ich jetzt einiges Licht werfen, wie diese Sinne, die ja während der alten Mondenentwickelung schon sozusagen ihr drittes Entwickelungsstadium durchmachten - Saturn, Sonne, Mond -, zur Zeit der alten Mondenentwickelung waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt, die die menschlichen Sinne heute haben, ist gegenüber der Art, wie sie zur Zeit der alten Mondenentwickelung vorhanden waren, eine viel totere. Die Sinne waren damals viel lebendigere, viel lebensvollere Organe. Dafür aber waren sie nicht geeignet, Grundlagen zu bilden für das vollbewußte Leben des Menschen; sie waren nur geeignet für das alte traumhafte Hellsehen des Mondenmenschen, das dieser Mondenmensch vollzogen hat mit Ausschluß jeder Freiheit, jedes freien Handlungs- oder Begehrungsimpulses. Die Freiheit konnte sich erst während der Erdenentwickelung im Menschen als ein Impuls entwickeln. Also die Sinne waren noch nicht Grundlage für ein solches Bewußtsein, wie wir es während der Erdenzeit haben; sie waren Grundlage nur für ein Bewußtsein, das dumpfer, auch imaginativer war als das heutige Erdenbewußtsein, und das, wie wir das öfter auseinandergesetzt haben, dem heutigen Traumesbewußtsein glich. Der Mensch, so wie er heute ist, nimmt fünf Sinne an. Wir wissen aber, daß das unberechtigt ist, denn in Wahrheit müssen wir zwölf menschliche Sinne unterscheiden. Alle anderen sieben Sinne, die außer den fünf gewöhnlichen Sinnen noch genannt werden müssen, sind genau ebenso berechtigte Sinne hier für die Erdenzeit, wie es die fünf Sinne sind, die immer aufgezählt werden. Sie wissen, man zählt auf: Gesichtssinn, Hörsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn und Gefühlssinn. - Letzteren nennt man oft Tastsinn, wobei man schon beim Tasten nicht recht unterscheidet, was in der neueren Zeit einige nun doch schon unterscheiden wollen, den eigentlichen Tastsinn von dem Wärmesinn. Tastsinn und Wärmesinn hat eine ältere Zeit noch ganz durcheinandergeworfen. Diese beiden Sinne sind natürlich völlig voneinander verschieden. Durch den Tastsinn nehmen wir wahr, ob etwas hart oder weich ist; der Wärmesinn ist etwas ganz anderes. Aber wenn man wirklich einen Sinn hat, wenn ich das Wort so gebrauchen darf, für das Verhältnis des Menschen zur übrigen Welt, dann hat man zwölf Sinne zu unterscheiden. Wir wollen sie heute noch einmal aufzählen, diese zwölf Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tastsinn]] ist gewissermaßen derjenige Sinn, durch den der Mensch in ein Verhältnis zur materiellsten Art der Außenwelt tritt. Durch den Tastsinn stößt gewissermaßen der Mensch an die Außenwelt, fortwährend verkehrt der Mensch durch den Tastsinn in der gröbsten Weise mit der Außenwelt. Aber trotzdem spielt sich der Vorgang, der beim Tasten stattfindet, innerhalb der Haut des Menschen ab. Der Mensch stößt mit seiner Haut an den Gegenstand. Das, was sich abspielt, daß er eine Wahrnehmung hat von dem Gegenstand, an den er stößt, das geschieht selbstverständlich innerhalb der Haut, innerhalb des Leibes. Also der Prozeß, der Vorgang des Tastens geschieht innerhalb des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehr innerhalb des menschlichen Organismus als der Vorgang des Tastsinns liegt dasjenige, was wir nennen können den [[Lebenssinn]]. Es ist ein Sinn innerhalb des Organismus, an den der Mensch sich heute kaum gewöhnt zu denken, weil dieser Lebenssinn, ich möchte sagen, dumpf im Organismus wirkt. Wenn irgend etwas im Organismus gestört ist, dann empfindet man die Störung. Aber jenes harmonische Zusammenwirken aller Organe, das sich in dem alltäglich und immer im Wachzustande vorhandenen Lebensgefühl, in dieser Lebensverfassung ausdrückt, das beachtet man gewöhnlich nicht, weil man es als sein gutes Recht fordert. Es ist dieses: sich mit einem gewissen Wohlgefühl durchdrungen wissen, mit dem Lebensgefühl. Man sucht, wenn das Lebensgefühl herabgedämpft ist, sich ein bißchen zu erholen, daß das Lebensgefühl wieder frischer wird. Diese Erfrischung und Herabdämpfung des Lebensgefühles, die spürt man, nur ist man im allgemeinen zu sehr an sein Lebensgefühl gewöhnt, als daß man es immer spüren würde. Aber es ist ein deutlicher Sinn vorhanden, der Lebenssinn, durch den wir das Lebende in uns geradeso fühlen, wie wir irgend etwas mit dem Auge sehen, was ringsherum ist. Wir fühlen uns mit dem Lebenssinn, wie wir mit dem Auge sehen. Wir wüßten nichts von unserem Lebensverlaufe, wenn wir nicht diesen inneren Lebenssinn hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon noch mehr innerlich, körperlich-innerlich, leiblich-innerlich als der Lebenssinn ist das, was man nennen kann [[Bewegungssinn]]. Der Lebenssinn verspürt gewissermaßen den Gesamtzustand des Organismus als ein Wohlgefühl oder auch als ein Mißbehagen. Aber Bewegungssinn haben, heißt: Die Glieder unseres Organismus bewegen sich gegeneinander, und das können wir wahrnehmen. Hier meine ich nicht, wenn sich der ganze Mensch bewegt - das ist etwas anderes -, sondern wenn Sie einen Arm beugen, ein Bein beugen; wenn Sie sprechen, bewegt sich der Kehlkopf; das alles, dieses Wahrnehmen der innerlichen Bewegungen, der Lageveränderungen der einzelnen Glieder des Organismus, das nimmt man mit dem Bewegungssinn wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter müssen wir wahrnehmen dasjenige, was wir nennen können unser Gleichgewicht. Wir achten auch darauf eigentlich nicht. Wenn wir sogenannten Schwindel bekommen und umfallen, ohnmächtig werden, dann ist der [[Gleichgewichtssinn]] unterbrochen, genau ebenso, wie der Sehsinn unterbrochen ist, wenn wir die Augen zumachen. Ebenso wie wir unsere innere Lageveränderung wahrnehmen, so nehmen wir unser Gleichgewicht wahr, wenn wir einfach uns in ein Verhältnis bringen zu oben und unten, links und rechts, und uns so einordnen in die Welt, daß wir uns drinnen fühlen; daß wir fühlen, wir stehen jetzt aufrecht. Also dieses Gleichgewichtsgefühl wird wahrgenommen von uns durch den Gleichgewichtssinn. Der ist ein wirklicher Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sinne verlaufen in ihren Prozessen so, daß eigentlich alles innerhalb des Organismus bleibt, was vorgeht. Wenn Sie tasten, stoßen Sie zwar an den äußeren Gegenstand, aber Sie kommen nicht hinein in den äußeren Gegenstand. Wenn Sie an einer Nadel sich stoßen, so sagen Sie, die Nadel ist spitz, Sie kommen selbstverständlich nicht hinein in die Spitze, wenn Sie bloß tasten, sonst stechen Sie sich, aber das ist ja nicht mehr Tasten. Aber alles das kann nur in Ihrem Organismus selbst vorgehen. Sie stoßen zwar an den Gegenstand, aber das, was Sie als Tastmensch erleben, vollzieht sich innerhalb der Grenzen Ihrer Haut. Also das ist leiblich-innerlich, was Sie da im Tastsinn erleben. Ebenso ist leiblich-innerlich, was Sie im Lebenssinn erleben. Sie erleben nicht, wie der Verlauf da oder dort ist, außer sich, sondern was in Ihnen ist. Ebenso im Bewegungssinn: nicht die Bewegung, daß man hin und her gehen kann, ist gemeint, sondern diejenigen Bewegungen, wenn ich an mir meine Glieder bewege, oder aber wenn ich spreche, also die innerlichen Bewegungen, die sind mit dem Bewegungssinn gemeint. Wenn ich außer mir mich bewege, bewege ich mich auch innerlich. Sie müssen da die zwei Dinge unterscheiden: meine Vorwärtsbewegung und die Lage der Glieder, das Innerliche. Der Bewegungssinn also wird innerlich wahrgenommen, wie der Lebenssinn und auch der Gleichgewichtssinn. Nichts nehmen Sie da äußerlich wahr, sondern Sie nehmen sich selbst in einem Gleichgewicht wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gehen Sie zunächst aus sich heraus im [[Geruchssinn]]. Da kommen Sie schon in das Verhältnis zur Außenwelt. Aber Sie werden das Gefühl haben, daß Sie da im Geruchssinn noch wenig nach außen kommen. Sie erfahren wenig durch den Geruchssinn von der Außenwelt. Der Mensch will das auch gar nicht wissen, was man durch einen intimeren Geruchssinn von der Außenwelt erfahren kann. Der Hund will es schon mehr wissen. Es ist so, daß der Mensch die Außenwelt durch den Geruchssinn nur zunächst wahrnehmen will, aber wenig mit der Außenwelt in Berührung kommt. Es ist kein Sinn, durch den sich der Mensch so sehr tief mit der Außenwelt einlassen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehr will sich der Mensch mit der Außenwelt einlassen im [[Geschmackssinn]]. Man erlebt das, was Eigenschaft ist des Zuckers, des Salzes, indem man es schmeckt, schon sehr innerlich. Das Äußere wird schon sehr innerlich, mehr als im Geruchssinn. Also es ist schon mehr Verhältnis zu Außenwelt und Innenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr ist es im [[Sehsinn]], im Gesichtssinn. Sie nehmen viel mehr von den Eigenschaften der Außenwelt im Gesichtssinn herein als im Geschmackssinn. Und noch mehr nehmen Sie im [[Wärmesinn]] herein. Das, was Sie durch den Sehsinn, durch den Gesichtssinn wahrnehmen, bleibt Ihnen doch noch fremder, als was Sie durch den Wärmesinn wahrnehmen. Durch den Wärmesinn treten Sie eigentlich schon in ein sehr intimes Verhältnis zu der Außenwelt. Ob man einen Gegenstand als warm oder kalt empfindet, das erlebt man stark mit, und man erlebt es mit dem Gegenstande mit. Die Süßigkeit des Zuckers zum Beispiel erlebt man weniger mit dem Gegenstande mit. Denn schließlich kommt es Ihnen beim Zucker auf das an, was er durch Ihren Geschmack erst wird, weniger auf das, was da draußen ist. Beim Wärmesinn können Sie das nicht mehr unterscheiden. Da erleben Sie schon das Innere dessen, was Sie wahrnehmen, stark mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch intimer setzen Sie sich mit dem Inneren der Außenwelt durch den [[Gehörsinn]] in Beziehung. Der Ton verrät uns schon sehr viel von dem inneren Gefüge des Äußeren, viel mehr noch als die Wärme, und sehr viel mehr als der Gesichtssinn. Der Gesichtssinn gibt uns sozusagen nur Bilder von der Oberfläche. Der Hörsinn verrät uns, indem das Metall anfängt zu tönen, wie es in seinem eigenen Innern ist. Der Wärmesinn geht schon auch in das Innere hinein. Wenn ich irgend etwas, zum Beispiel ein Stück Eis anfasse, so bin ich überzeugt: Nicht bloß die Oberfläche ist kalt, sondern es ist durch und durch kalt. Wenn ich etwas anschaue, sehe ich nur die Farbe der Grenze, der Oberfläche; aber wenn ich etwas zum Tönen bringe, dann nehme ich gewissermaßen von dem Tönenden das Innere intim wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch intimer nimmt man wahr, wenn das Tönende Sinn enthält. Also Tonsinn: [[Sprachsinn]], Wortsinn könnten wir vielleicht besser sagen. Es ist einfach unsinnig, wenn man glaubt, daß die Wahrnehmung des Wortes dasselbe ist wie die Wahrnehmung des Tones. Sie sind ebenso voneinander verschieden wie Geschmack und Gesicht. Im Ton nehmen wir zwar sehr das Innere der Außenwelt wahr, aber dieses Innere der Außenwelt muß sich noch mehr verinnerlichen, wenn der Ton sinnvoll zum Worte werden soll. Also noch intimer in die Außenwelt leben wir uns ein, wenn wir nicht bloß Tönendes durch den Hörsinn wahrnehmen, sondern wenn wir Sinnvolles durch den Wortsinn wahrnehmen. Aber wiederum, wenn ich das Wort wahrnehme, so lebe ich mich nicht so intim in das Objekt, in das äußere Wesen hinein, als wenn ich durch das Wort den Gedanken wahrnehme. Da unterscheiden die meisten Menschen schon nicht mehr. Aber es ist ein Unterschied zwischen dem Wahrnehmen des bloßen Wortes, des sinnvoll Tönenden, und dem realen Wahrnehmen des Gedankens hinter dem Worte. Das Wort nehmen Sie schließlich auch wahr, wenn es gelöst wird von dem Denker durch den Phonographen, oder selbst durch das Geschriebene. Aber im lebendigen Zusammenhange mit dem Wesen, das das Wort bildet, unmittelbar durch das Wort in das Wesen, in das denkende, vorstellende Wesen mich hineinversetzen, das erfordert noch einen tieferen Sinn als den gewöhnlichen Wortsinn, das erfordert den [[Denksinn]], wie ich es nennen möchte. Und ein noch intimeres Verhältnis zur Außenwelt als der Denksinn gibt uns derjenige Sinn, der es uns möglich macht, mit einem anderen Wesen so zu fühlen, sich eins zu wissen, daß man es wie sich selbst empfindet. Das ist, wenn man durch das Denken, durch das lebendige Denken, das einem das Wesen zuwendet, das Ich dieses Wesens wahrnimmt - der [[Ichsinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sinne.gif|thumb|450px|Die zwölf Sinne des Menschen {{GZ||170|113}}]]&lt;br /&gt;
Sehen Sie, man muß wirklich unterscheiden zwischen dem Ichsinn, der das Ich des anderen wahrnimmt, und dem Wahrnehmen des eigenen Ich. Das ist nicht nur deshalb verschieden, weil man das eine Mal das eigene Ich wahrnimmt, und das andere Mal das Ich des anderen, sondern es ist auch verschieden hinsichtlich des Herkommens. Die Keimanlage, das, was jeder vom anderen wissen kann, wahrnehmen zu können, die wurde schon auf dem alten Saturn uns eingepflanzt mit den Sinnesanlagen. Also, daß Sie einen anderen als ein Ich wahrnehmen können, das wurde Ihnen schon mit den Sinnesanlagen auf dem alten Saturn eingepflanzt. Ihr Ich haben Sie aber überhaupt erst während der Erdenentwickelung erlangt; dieses innerlich Sie beseelende Ich ist nicht das gleiche wie der Ichsinn. Die beiden Dinge müssen streng voneinander unterschieden werden. Wenn wir vom Ichsinn reden, so reden wir von der Fähigkeit des Menschen, ein anderes Ich wahrzunehmen. Sie wissen, ich habe nie anders als voll anerkennend über das Wahre und Große der materialistischen Wissenschaft gesprochen. Ich habe hier Vorträge gehalten, um diese materialistische Wissenschaft voll anzuerkennen; aber man muß dann wirklich so liebevoll sich in diese materialistische Wissenschaft vertiefen, daß man sie auch in ihren Schattenseiten liebevoll anfaßt. Wie diese materialistische Wissenschaft von den Sinnen denkt, das kommt erst heute in eine gewisse Ordnung. Erst heute fangen die Physiologen an, wenigstens Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn zu unterscheiden, und den Wärmesinn vom Tastsinn zu trennen. Das andere, was hier noch angeführt ist, das unterscheidet die äußere materialistische Wissenschaft nicht. Also, was Sie Erleben Ihres eigenen Ichs nennen, das bitte ich Sie sehr zu unterscheiden von der Fähigkeit, ein anderes Ich wahrzunehmen. Bezüglich dieser Wahrnehmung des anderen Ich durch den Ichsinn ist nun - das sage ich aus tiefer Liebe zur materialistischen Wissenschaft, weil diese tiefe Liebe zur materialistischen Wissenschaft einen befähigt, die Sache wirklich zu durchschauen - die materialistische Wissenschaft heute geradezu behaftet mit Blödsinnigkeit. Sie wird blödsinnig, wenn sie von der Art redet, wie sich der Mensch verhält, wenn er den Ichsinn in Bewegung setzt, denn sie redet Ihnen vor, diese materialistische Wissenschaft, daß eigentlich der Mensch, wenn er einem Menschen entgegentritt, aus den Gesten, die der andere Mensch macht, aus seinen Mienen und aus allerlei anderem unbewußt auf das Ich schließt, daß es ein unbewußter Schluß wäre auf das Ich des anderen. Das ist ein völliger Unsinn! Wahrhaftig, so unmittelbar wie wir eine Farbe wahrnehmen, nehmen wir das Ich des anderen wahr, indem wir ihm entgegentreten. Zu glauben, daß wir erst aus der körperlichen Wahrnehmung auf das Ich schließen, ist eigentlich vollständig stumpfsinnig, weil es abstumpft gegen die wahre Tatsache, daß im Menschen ein tiefer Sinn vorhanden ist, das andere Ich aufzufassen. So wie durch das Auge Hell und Dunkel und Farben wahrgenommen werden, so werden durch den Ichsinn die anderen Iche unmittelbar wahrgenommen. Es ist ein Sinnenverhältnis zu dem anderen Ich. Das muß man erleben. Und ebenso, wie die Farbe durch das Auge auf mich wirkt, so wirkt das andere Ich durch den Ichsinn. Wir werden, wenn die Zeit dazu gekommen sein sollte, auch ebenso von dem Sinnesorgan für den Ichsinn sprechen, wie man von den Sinnesorganen für den Sehsinn, für den Gesichtssinn sprechen kann. Es ist da nur leichter, eine materielle Manifestation anzugeben, als für den Ichsinn. Aber vorhanden ist das alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie gewissermaßen sich besinnen auf diese Sinne, so können Sie sagen: In diesen Sinnen spezifiziert sich oder differenziert sich Ihr Organismus. Er differenziert sich wirklich, denn Sehen ist nicht Töne-Wahrnehmen, Tonwahrnehmung ist nicht Hören, Hören ist wiederum nicht Denken-Wahrnehmen, Denken-Wahrnehmen ist nicht Tasten. Das sind gesonderte Gebiete des menschlichen Wesens. Zwölf gesonderte Gebiete des menschlichen Organismus haben wir in diesen Sinnesgebieten. Die Sonderung, daß jedes für sich ein Gebiet ist, das bitte ich Sie besonders festzuhalten; denn wegen dieser Sonderung kann man diese ganze Zwölfheit in einen Kreis einzeichnen, und man kann zwölf getrennte Gebiete in diesem Kreise unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist anders, als es nun mit den Kräften steht, die gewissermaßen tiefer im Menschen liegen als diese Sinneskräfte. Der Sehsinn ist an das Auge gebunden, ist ein gewisser Bezirk im menschlichen Organismus. Der Hörsinn ist an den Hörorganismus gebunden, wenigstens in der Hauptsache; er braucht ihn aber nicht allein; es wird mit viel mehr im Organismus gearbeitet, es wird mit einem viel weiteren Bezirk gehört als durch das Ohr; aber das Ohr ist der normalste Hörbezirk. Alle diese Sinnesbezirke werden von dem Leben gleichmäßig durchflossen. Das Auge lebt, das Ohr lebt, das, was dem Ganzen zugrunde liegt, lebt; was dem Tastsinn zugrunde liegt, lebt - alles lebt. Das Leben wohnt in allen Sinnen, es geht durch alle Sinnesbezirke durch.|170|105ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinneswahrnehmung und Erinnerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An anderer Stelle hat Rudolf Steiner auch eine andere Anordnung der 12 Sinne und entsprechend auch eine andere Zuordnung zu den Tierkreiszeichen gegeben. Hier bespricht er auch den Zusammenhang zwischen der Sinneswahrnehmung und dem Bilden der [[Erinnerung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sehen Sie, Sie richten Ihre Sinne nach außen. Da finden Sie durch&lt;br /&gt;
Ihre Sinne die Außenwelt als eine sinnenfällige ausgebreitet. Ich&lt;br /&gt;
zeichne das schematisch, was da nach außen als sinnenfällig ausgebreitet&lt;br /&gt;
um uns herum liegt. Bitte, es soll das, was da außen herum liegt,&lt;br /&gt;
dieses (siehe Zeichnung, blau) sein. Wenn Sie Ihre Augen, Ihre Ohren,&lt;br /&gt;
wenn Sie Ihren Geruchssinn, was Sie wollen, auf die Außenwelt richten,&lt;br /&gt;
so wendet sich Ihnen gewissermaßen entgegen, es wendet sich&lt;br /&gt;
diesen Sinnen entgegen dasjenige, was die Innenseite dieses Außen ist—&lt;br /&gt;
also bitte: die Innenseite dieses Außen (links). Nehmen Sie an, Sie&lt;br /&gt;
wenden Ihre Sinne dem zu, was ich da gezeichnet habe (siehe Zeichnung,&lt;br /&gt;
Pfeile), so sind diese Sinne auf diese Außenwelt gerichtet und&lt;br /&gt;
Sie sehen das, was sich innen hier hineinneigt. Nun folgt die schwierige&lt;br /&gt;
Vorstellung, auf die ich aber schon kommen muß. Alles das, was&lt;br /&gt;
Sie da anschauen, zeigt sich Ihnen von innen. Denken Sie sich, daß&lt;br /&gt;
das auch eine Außenseite haben muß. Nun, ich will es schematisch dadurch&lt;br /&gt;
vor Ihre Seele rufen, daß ich sage: Wenn Sie so hinausschauen,&lt;br /&gt;
sehen Sie als Grenze Ihres Schauens das Firmament: das hier ist ja&lt;br /&gt;
fast so, nur daß ich es klein gezeichnet habe. Aber jetzt denken Sie&lt;br /&gt;
sich, Sie könnten flugs da hinausfliegen und könnten da durchfliegen&lt;br /&gt;
und von der andern Seite gucken, Ihre sinnenfälligen Eindrücke von&lt;br /&gt;
der andern Seite angucken. Also Sie könnten so hinschauen (siehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA183_085.gif|300px|center|Zeichnung aus GA 183, S 85]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnung, Pfeile oben). Bitte, das sehen Sie natürlich nicht; aber&lt;br /&gt;
könnten Sie so hinschauen, so würde das der andere Aspekt sein.&lt;br /&gt;
Sie würden aus sich heraus müssen und würden von der andern Seite&lt;br /&gt;
Ihre ganze sinnenfällige Welt anschauen müssen. Sie würden also das,&lt;br /&gt;
was sich Ihnen als Farbe zuwendet, von der Rückseite betrachten, das,&lt;br /&gt;
was sich Ihnen als Ton zuwendet, von der Rückseite betrachten und&lt;br /&gt;
so weiter; was sich Ihnen als Geruch zuwendet, würden Sie von der&lt;br /&gt;
Rückseite betrachten, Sie würden von der Rückseite den Geruch in&lt;br /&gt;
die Nase fassen. Also von der andern Seite denken Sie sich die Weltbetrachtung: wie einen Teppich ausgebreitet die sinnenfälligen Dinge,&lt;br /&gt;
und nun den Teppich von der andern Seite einmal angesehen. Ein&lt;br /&gt;
kleines Stück sehen Sie nur, ein sehr, sehr kleines Stück von dieser&lt;br /&gt;
Rückseite. Dieses sehr kleine Stück, das kann ich hier nur dadurch zur&lt;br /&gt;
Darstellung bringen, daß ich die Sache so mache: Denken Sie sich&lt;br /&gt;
jetzt, ich zeichne das, was Sie da von der andern Seite sehen würden,&lt;br /&gt;
rot ein; so daß ich sagen kann, schematisch sieht man das Sinnenfällige&lt;br /&gt;
so: Wie man es gewöhnlich sieht, so sieht es blau aus; sieht man&lt;br /&gt;
es von der andern Seite, so sieht es rot aus, aber das sieht man natürlich&lt;br /&gt;
nicht. In diesem, was man da rot sehen würde, steckt erstens alles&lt;br /&gt;
das drin, was erlebt werden kann zwischen dem Tod und einer neuen&lt;br /&gt;
Geburt, zweitens alles das, was beschrieben ist in der «Geheimwissenschaft&lt;br /&gt;
im Umriß» als Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erdenentwickelung&lt;br /&gt;
und so weiter. Dasjenige liegt da aufgespeichert, was eben verborgen&lt;br /&gt;
ist für die sinnenfällige Anschauung. Das ist da auf der andern Seite&lt;br /&gt;
der Kugel. Aber ein kleines Stück sehen Sie davon; das kann ich nur&lt;br /&gt;
so zeichnen, daß ich jetzt sage: Nehmen Sie dieses kleine Stück von&lt;br /&gt;
dem Roten, das ginge da herüber (siehe Zeichnung, unten) und durchkreuzt&lt;br /&gt;
sich mit dem Blauen, so daß das Blaue, statt daß es jetzt vorne&lt;br /&gt;
ist, dahinter ist. Ich müßte eigentlich hier vierdimensional zeichnen,&lt;br /&gt;
wenn ich es wirklich zeichnen würde, ich kann es daher nur ganz&lt;br /&gt;
schematisch zeichnen. Also da (links) sind die Sinne jetzt hier dem&lt;br /&gt;
Blauen zugewendet; da sind sie nicht zugewendet dem Blauen, sondern&lt;br /&gt;
dem Roten, das Sie sonst nicht sehen. Aber hinter dem Rot hat&lt;br /&gt;
sich jetzt gekreuzt das, was sonst gesehen wird, und das ist jetzt darunter.&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Stück, das da sich kreuzt mit dem andern, das&lt;br /&gt;
sehen Sie fortwährend im gewöhnlichen Bewußtsein. Das sind nämlich&lt;br /&gt;
Ihre aufgespeicherten Erinnerungen. Alles, was als Erinnerung&lt;br /&gt;
entsteht, entsteht nicht nach Gesetzen dieser äußeren Wahrnehmungswelt,&lt;br /&gt;
sondern es entsteht nach den Gesetzen, die dieser hinteren Welt&lt;br /&gt;
da entsprechen. Dieses Innere, das Sie als Ihre Erinnerungen haben, das&lt;br /&gt;
entspricht wirklich dem, was da auf der andern Seite ist (rechts). Indem&lt;br /&gt;
Sie in sich hineinblicken, in alles das, was Ihre Erinnerungen&lt;br /&gt;
sind, sehen Sie tatsächlich die Welt auf einem Stück von der andern&lt;br /&gt;
Seite; da ragt das andere ein wenig herein, da sehen Sie die Welt von&lt;br /&gt;
der andern Seite. Und wenn Sie jetzt durch Ihre Erinnerungen, wie&lt;br /&gt;
sie so aufgeschrieben sind, durchschlüpfen könnten - ich habe vor&lt;br /&gt;
acht Tagen davon gesprochen - , wenn Sie da hinunter könnten, unter&lt;br /&gt;
Ihre Erinnerungen sehen und sie von der andern Seite anschauen&lt;br /&gt;
könnten, von da drüben (siehe Zeichnung, links), da würden Sie die&lt;br /&gt;
Erinnerungen als Ihre Aura sehen. Da würden Sie den Menschen sehen&lt;br /&gt;
als ein geistig-seelisches aurisches Wesen, wie Sie sonst die äußere&lt;br /&gt;
Welt sinnenfällig in den Wahrnehmungen sehen. Nur wäre es ebensowenig&lt;br /&gt;
angenehm - wie ich das vor acht Tagen hier charakterisiert&lt;br /&gt;
habe - , weil da der Mensch noch nicht schön ist von dieser andern&lt;br /&gt;
Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist das Interessante, was man kreuzen muß mit dem andern&lt;br /&gt;
Verständnis des dreigliedrigen Menschen. Diese Kreuzung hier,&lt;br /&gt;
die liegt nun im mittleren Menschen, im Brustmenschen. Sie erinnern&lt;br /&gt;
sich an die Zeichnung, die ich vor acht Tagen gemacht habe, wo ich&lt;br /&gt;
ja die in sich gewundenen Lemniskaten mit den zurückgeschlagenen&lt;br /&gt;
Schleifen hatte: die müßte ich hier zeichnen. Hier müßte ich diesen&lt;br /&gt;
Brustmenschen zeichnen mit den zurückgeschlagenen Lemniskaten&lt;br /&gt;
(siehe Zeichnung Seite 85, links unten): das würde zusammenfallen&lt;br /&gt;
mit der Erinnerungssphäre. So daß dieser dreigliedrige Mensch hier in&lt;br /&gt;
seinem mittleren Teil diese Umwendung des Menschen hat, wo das&lt;br /&gt;
Innere äußerlich und das Äußere innerlich wird, wo Sie ein Tableau,&lt;br /&gt;
das Sie sonst als Welttableau, als die große Welterinnerung sehen&lt;br /&gt;
würden, nun als Ihre eigene kleine mikrokosmische Erinnerung&lt;br /&gt;
sehen. Sie sehen in Ihrem gewöhnlichen Bewußtsein dasjenige, was&lt;br /&gt;
sich zugetragen hat von Ihrem dritten Jahre an bis jetzt: das ist eine&lt;br /&gt;
innere Aufzeichnung, ein kleines Stück für das, was gleichartig mit&lt;br /&gt;
dem ist, was sonst Aufzeichnung für die ganze Weltenevolution ist,&lt;br /&gt;
was auf der andern Seite liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund habe ich seinerzeit, wie den meisten von Ihnen&lt;br /&gt;
wohl bekannt sein wird, davon gesprochen - und ich habe es ja wiederum&lt;br /&gt;
ausgeführt in meinem letzten Buche «Von Seelenrätseln» am&lt;br /&gt;
Schluß in der Anmerkung - , nicht ohne Grund habe ich davon gesprochen,&lt;br /&gt;
daß der Mensch eigentlich zwölf Sinne hat. Diese Sinne&lt;br /&gt;
müssen wir uns so denken, daß eine Anzahl von diesen zwölf Sinnen&lt;br /&gt;
nach dem Sinnenfälligen zugewendet sind, eine andere Anzahl von&lt;br /&gt;
diesen zwölf Sinnen sind aber nach rückwärts gerichtet. Sie sind auch&lt;br /&gt;
da unten (siehe Zeichnung Seite 85) nach dem gerichtet, was schon&lt;br /&gt;
das Gewendete ist. Und zwar sind nach dem äußeren Sinnenfälligen&lt;br /&gt;
gerichtet: Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn, Hörsinn, Sehsinn, Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
Geruchssinn. Diese Sinne sind gerichtet nach dem&lt;br /&gt;
Sinnenfälligen. Die andern Sinne kommen ja eigentlich dem Menschen&lt;br /&gt;
deshalb nicht zum Bewußtsein, weil sie zunächst nach seinem&lt;br /&gt;
eigenen Inneren und dann nach dem Umgekehrten der Welt gerichtet&lt;br /&gt;
sind. Das sind vorzugsweise: Wärmesinn, Lebenssinn, Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, Tastsinn. So daß wir sagen können: Für&lt;br /&gt;
das gewöhnliche Bewußtsein liegen sieben Sinne im Hellen (oben)&lt;br /&gt;
und fünf Sinne im Dunkeln (unten). Und diese fünf Sinne, die im&lt;br /&gt;
Dunkeln liegen, die sind der andern Seite der Welt zugewendet, auch&lt;br /&gt;
im Menschen der andern Seite (siehe Zeichnung Seite 85).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können daher einen vollständigen Parallelismus haben zwischen&lt;br /&gt;
den Sinnen und zwischen etwas anderem, wovon wir gleich sprechen&lt;br /&gt;
werden (siehe Zeichnung, Kreis). Also nehmen wir an, wir hätten als&lt;br /&gt;
Sinne zu verzeichnen den Hörsinn, den Sprachsinn, den Denksinn,&lt;br /&gt;
den Ichsinn, den Wärmesinn, den Lebenssinn, den Gleichgewichtssinn,&lt;br /&gt;
den Bewegungssinn, den Tastsinn, den Geruchssinn, den Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
den Sehsinn, so haben Sie im wesentlichen alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was vom Ichsinn geht bis zum Geruchssinn, im Hellen liegend,&lt;br /&gt;
in dem, was dem gewöhnlichen Bewußtsein zugänglich ist (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung, schraffiert). Und alles dasjenige, was abgewendet ist vom&lt;br /&gt;
gewöhnlichen Bewußtsein, so wie die Nacht vom Tag abgekehrt ist,&lt;br /&gt;
das gehört den andern Sinnen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist natürlich die Grenze auch wiederum nur schematisiert; es&lt;br /&gt;
fällt etwas ineinander; es sind die Wirklichkeiten nicht so bequem.&lt;br /&gt;
Aber diese Gliederung des Menschen nach den Sinnen ist so, daß Sie&lt;br /&gt;
schon im Schema an die Stelle der Sinne nur zu zeichnen brauchen die&lt;br /&gt;
Himmelszeichen, so haben Sie: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs,&lt;br /&gt;
Löwe, Jungfrau, Waage - sieben Himmelszeichen für die helle Seite;&lt;br /&gt;
fünf für die dunkle Seite: Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann,&lt;br /&gt;
Fische: Tag, Nacht; Nacht, Tag. Und Sie haben einen vollständigen&lt;br /&gt;
Parallelismus zwischen dem mikrokosmischen Menschen - dem, was&lt;br /&gt;
zugewendet ist seinen Sinnen, und dem, was abgewendet ist, aber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA183_089.gif|500px|center|Die zwölf Sinne des Menschen: Zeichnung aus GA 183, S 89]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eigentlich zugewendet ist seinen unteren Sinnen - und zwischen dem,&lt;br /&gt;
was im äußeren Kosmos den Wechsel bedeutet von Tag und Nacht. Es&lt;br /&gt;
geht gewissermaßen im Menschen dasselbe vor, was im Weltengebäude&lt;br /&gt;
vorgeht. Im Weltengebäude wechseln Tag und Nacht, im&lt;br /&gt;
Menschen wechselt auch Tag und Nacht, nämlich Wachen und&lt;br /&gt;
Schlafen, wenn sich auch beide voneinander emanzipiert haben für&lt;br /&gt;
den gegenwärtigen Bewußtseinszyklus des Menschen. Während des&lt;br /&gt;
Tages ist der Mensch zugewendet den Tagessinnen; wir können&lt;br /&gt;
ebensogut sagen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau,&lt;br /&gt;
Waage, wie wir sagen könnten: Ichsinn, Denksinn, Sprachsinn und&lt;br /&gt;
so weiter. Sie können jedes Ich eines andern Menschen sehen, Sie&lt;br /&gt;
können die Gedanken des andern Menschen verstehen, Sie können&lt;br /&gt;
hören, sehen, schmecken, riechen: das sind die Tagessinne. In der&lt;br /&gt;
Nacht ist der Mensch so, wie sonst die Erde nach der andern Seite gewendet&lt;br /&gt;
ist, den andern Sinnen zugewendet, nur sind diese noch nicht&lt;br /&gt;
vollentwickelt. Sie werden erst nach der Venuszeit so voll entwickelt&lt;br /&gt;
sein, daß sie wahrnehmen können, was da nach der andern Seite ist.&lt;br /&gt;
Sie sind noch nicht so voll entwickelt, daß sie das wahrnehmen können,&lt;br /&gt;
was da nach der andern Seite ist. Sie sind in Nacht gehüllt, wie&lt;br /&gt;
beim Durchgang durch die andern Himmelsregionen, durch die andern&lt;br /&gt;
Bilder des Tierkreises, die Erde in der Nacht ist. Das Durchschreiten&lt;br /&gt;
des Menschen durch seine Sinne ist ganz zu parallelisieren mit dem&lt;br /&gt;
Gang - ob Sie nun sagen der Sonne um die Erde oder der Erde um&lt;br /&gt;
die Sonne, das ist ja schließlich für diesen Zweck gleichgültig; aber&lt;br /&gt;
diese Dinge hängen zusammen. Und diese Zusammenhänge kannten&lt;br /&gt;
die Weisen der alten Mysterien sehr gut.|183|87ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tages- und Nachtsinne ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Menschkosmos.png|thumb|400px|Mensch und Kosmos - Die zwölf Sinne des Menschen und ihre Zuordnung zu den 12 Tierkreiszeichen, wie sie sich implizit aus den nebenstehenden Ausführungen Rudolf Steiners ergibt. Die Darstellung stimmt bezüglich der Anordnung der Sinne mit der Zeichnung aus {{GZ||170|113}} überein, ist jedoch um 180° verdreht.]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Tagessinne&#039;&#039;&#039; sind nach &#039;&#039;außen&#039;&#039; auf die Welt gerichtet, sind also &#039;&#039;&#039;äußere Sinne&#039;&#039;&#039;. Was sie [[wahrnehmen]], wird im hellen Licht des [[Tagesbewusstsein]]s erlebt und prägt sich auch gut dem [[Gedächtnis]] ein. Die &#039;&#039;&#039;Nachtsinne&#039;&#039;&#039; richten sich als &#039;&#039;&#039;innere Sinne&#039;&#039;&#039; nach &#039;&#039;innen&#039;&#039; auf die körperliche Wahrnehmung, die nur vergleichsweise dumpf, d.h. mehr oder weniger [[Unterbewusstsein|unterbewusst]] miterlebt werden und sich daher auch dem Gedächnis nur wenig einprägen. Bereits mit dem Tastsinn, der hier von [[Rudolf Steiner]] mit dem [[Sternbild]] [[Waage (Sternbild)|Waage]] zusammengeschaut wird, tauchen wir in den Bereich der Nachtsinne ein. Die folgenden Sinne - [[Lebenssinn]], [[Bewegungssinn]] und [[Gleichgewichtssinn]] - führen noch tiefer in das [[Unterbewusstsein]] hinein. Mit dem [[Geruchssinn]] und dem [[Geschmackssinn]] beginnt das [[Seelenleben]] langsam wieder aufzudämmern. Erst mit dem [[Gesichtssinn]] geht die Sonne des Tagesbewusstseins wieder auf und steigt mit dem [[Wärmesinn]] und dem [[Tonsinn]] höher bis zur Mittagsstunde des wachen Bewusstseins, die zwischen dem Tonsinn und dem ihm folgenden [[Sprachsinn]] liegt. Der [[Denksinn]] und der [[Ichsinn]] führen bereits zur Abenddämmerung des Bewusstseins hin. Die nebenstehende Abbildung zeigt die Zuordnung der 12 Sinne zu den 12 [[Tierkreiszeichen]], die sich &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus dieser Darstellung Rudolf Steiners ergibt. An anderen Stellen hat Steiner auch davon abweichende Zuordnungen gegeben. Insbesondere ist hier die [[Umstülpung]] von den inneren zu den äußeren Sinnen, die zu einer umgekehrten Zuordnung der Tagessinne zu den Tierkreiszeichen führt (siehe die Zeichnung Steiners ganz oben), nicht erwähnt und erscheint aus dem hier gewählten Blickpunkt auch nicht plausibel. Im 7. Vortrag desselben Bandes, der aber mit dem hier zitierten Text nicht unmittelbar zusammenhängt, ordnet Steiner zwar, wie auch an anderen Stellen, dem [[Ichsinn]] das Sternbild [[Widder (Sternbild)|Widder]] zu - &#039;&#039;hier&#039;&#039; wäre aber folgerichtig der Sehsinn dem Widder als dem ersten Tagessternzeichen zuzuweisen und der Ichsinn der [[Jungfrau (Sternbild)|Jungfrau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Alles, auch&lt;br /&gt;
was wir in uns tragen, was wir in uns seelisch erleben, steht im&lt;br /&gt;
Verhältnis zur Außenwelt durch unsere zwölf Sinne. Diese zwölf&lt;br /&gt;
Sinne habe ich dazumal aufgezählt: der Tastsinn, der Lebenssinn,&lt;br /&gt;
der Bewegungssinn, der Gleichgewichtssinn, der Geruchssinn, der&lt;br /&gt;
Geschmackssinn, der Sehsinn, der Wärmesinn, der Gehörsinn, der&lt;br /&gt;
Sprachsinn, der Denksinn, der Ichsinn. Im Umkreise gleichsam&lt;br /&gt;
dieser zwölf Sinne bewegt sich unser ganzes Seelenleben, gerade so,&lt;br /&gt;
wie die Sonne sich im Umkreis der zwölf Sternbilder bewegt. Aber&lt;br /&gt;
der äußere Vergleich schon geht auch noch viel weiter. Bedenken&lt;br /&gt;
Sie, daß die Sonne während des Jahres durch die Sternbilder vom&lt;br /&gt;
Widder gehen muß bis hin gegen die Waage, daß die Sonne gleichsam&lt;br /&gt;
im Lichte des Tages durch die oberen Sternbilder, während der&lt;br /&gt;
Nacht durch die unteren Sternbilder geht, und daß dieses Gehen&lt;br /&gt;
der Sonne durch die unteren Sternbilder zunächst dem äußeren&lt;br /&gt;
Lichte verborgen ist. So ist es auch mit dem Leben der Menschenseele&lt;br /&gt;
in diesen zwölf Sinnen. Tagessinne sind eigentlich nur annähernd&lt;br /&gt;
die eine Hälfte davon, wie die eine Hälfte der Sternbilder&lt;br /&gt;
nur Tag-Sternbilder sind, die anderen Nacht-Sternbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, der [[Tastsinn]] ist wirklich etwas, wovon wir sagen&lt;br /&gt;
können, er drängt den Menschen schon hinein in das Nachtleben&lt;br /&gt;
des Seelischen; denn mit dem Tastsinn tappen wir grobsinnlich&lt;br /&gt;
an die äußere Welt an. Und versuchen Sie nur einmal, sich zu&lt;br /&gt;
erklären, wie wenig der Tastsinn im Grunde genommen mit dem&lt;br /&gt;
Tages-, das heißt mit dem wirklichen bewußten Seelenleben&lt;br /&gt;
zusammenhängt. Das können Sie daraus sehen, daß Sie die&lt;br /&gt;
Eindrücke der anderen Sinne leicht werden im Gedächtnisse&lt;br /&gt;
aufbewahren können, aber versuchen Sie selbst, wie wenig Sie&lt;br /&gt;
die Erfahrungen des Tastsinnes im Gedächtnisse aufbewahren&lt;br /&gt;
können. Versuchen Sie, wie wenig Sie sich erinnern, wie irgendein&lt;br /&gt;
Stoff sich angefühlt hat, den Sie vor Jahren anfühlten, ja, wie&lt;br /&gt;
wenig Sie sogar das Bedürfnis haben, sich daran zu erinnern.&lt;br /&gt;
Das taucht schon hinunter, so wie das Licht aufhört und in die&lt;br /&gt;
Dämmerung versinkt, wenn die Sonne in dem Sternbild der&lt;br /&gt;
[[Waage (Sternbild)|Waage]] hinuntergeht in die Nacht, in die Region der Nacht-Sternbilder hinein. Und völlig verborgen, möchte ich sagen, für&lt;br /&gt;
das wache, offene Seelenleben sind dann die anderen Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Lebenssinn]]: In den wenigsten Seelenbetrachtungen der äußeren&lt;br /&gt;
Wissenschaft finden Sie überhaupt von diesem Lebenssinn&lt;br /&gt;
gesprochen. Gewöhnlich redet man ja nur von den fünf Sinnen,&lt;br /&gt;
den Sinnen des Tages, des wachen Bewußtseins. Aber das braucht&lt;br /&gt;
uns ja nicht weiter anzugehen. Es ist dieser Lebenssinn der Sinn,&lt;br /&gt;
durch den wir unser Leben in uns fühlen, aber eigentlich nur, wenn&lt;br /&gt;
es gestört wird, wenn es krank wird, wenn uns dies oder jenes&lt;br /&gt;
schmerzt oder gerade weh tut; dann kommt der Lebenssinn und&lt;br /&gt;
zeigt uns an: Dir tut es da oder dort weh. Wenn das Leben gesund&lt;br /&gt;
ist, ist es getaucht in die Untergründe, so wie das Licht nicht da ist,&lt;br /&gt;
wenn die Sonne im [[Skorpion (Sternbild)|Skorpion]] steht, überhaupt in einem Nacht-Sternbild steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist es beim [[Bewegungssinn]]. Dieser Bewegungssinn ist ja&lt;br /&gt;
dasjenige, wodurch wir wahrnehmen, wie in uns die Tatsachen&lt;br /&gt;
verlaufen dadurch, daß wir irgend etwas in Bewegung bringen.&lt;br /&gt;
Jetzt erst spricht die äußere Wissenschaft etwas von diesem Bewegungssinn.&lt;br /&gt;
Sie weiß jetzt erst, daß von der Art und Weise, wie die&lt;br /&gt;
Gelenke aufeinander drücken - dadurch, daß ich zum Beispiel den&lt;br /&gt;
Finger beuge, drückt diese Gelenkfläche auf die andere -, die Bewegung,&lt;br /&gt;
die unser Körper ausführt, wahrgenommen wird. Wir&lt;br /&gt;
gehen, aber wir gehen unbewußt. Dem liegt ein Sinn zugrunde: die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung der Bewegungsfähigkeit, wiederum in Nacht des&lt;br /&gt;
Bewußtseins gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie weiter den [[Gleichgewichtssinn]]. Wir erringen ihn uns&lt;br /&gt;
ja eigentlich im Leben erst allmählich. Aber wir denken nicht daran,&lt;br /&gt;
weil er in der Nacht des Bewußtseins liegt. Das Kind hat ihn noch&lt;br /&gt;
nicht, es kriecht auf dem Boden. Der Gleichgewichtssinn wird erst&lt;br /&gt;
erworben. Die Wissenschaft hat erst in den letzten Jahrzehnten das&lt;br /&gt;
Sinnesorgan für den Gleichgewichtssinn entdeckt. Ich habe davon&lt;br /&gt;
gesprochen, daß im Ohre die drei halbzirkelförmigen Kanäle sind,&lt;br /&gt;
die in den drei Richtungen des Raumes aufeinander senkrecht&lt;br /&gt;
stehen. Wenn diese beschädigt sind in uns, dann bekommen wir&lt;br /&gt;
Schwindel, das heißt, wir haben das Gleichgewicht nicht mehr. So&lt;br /&gt;
wie wir für das Gehör das äußere Ohr haben, für das Sehen das Auge,&lt;br /&gt;
so haben wir für das Gleichgewicht die drei halbzirkelförmigen Kanäle,&lt;br /&gt;
die nur durch einen besonderen Verwandtschaftsrest von Ton&lt;br /&gt;
und Gleichgewicht an das Ohr gebunden sind. Aber sie sind da drinnen&lt;br /&gt;
in der Felsenbein-Höhle des Ohres. Es sind drei Halbkreise aus&lt;br /&gt;
kleinen, winzigkleinen Knöchelchen gebildet. Aber sie brauchen nur&lt;br /&gt;
beschädigt zu sein, und die Möglichkeit, das Gleichgewicht zu halten,&lt;br /&gt;
ist dahin. Wir erwerben uns die Empfänglichkeit für diesen&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn erst im Laufe unserer ersten Kindheit; aber er ist&lt;br /&gt;
in Nacht des Bewußtseins getaucht. Wir merken ihn nicht.&lt;br /&gt;
Dann kommt die Dämmerung und dämmert herauf ins Bewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie aber, wie wenig eigentlich diejenigen Sinne, die&lt;br /&gt;
nun auch noch etwas verborgen sind - [[Geruchssinn]] und [[Geschmackssinn]]&lt;br /&gt;
- mit unserem Seelenleben in höherem Sinne zu tun&lt;br /&gt;
haben. Wir müssen schon untertauchen in das Körperleben, um so&lt;br /&gt;
recht uns hineinleben zu können in den Geruch. Geschmackssinn&lt;br /&gt;
ist ja nun schon eine starke Dämmerung für die Menschen, da&lt;br /&gt;
dämmert es schon herauf ins Bewußtsein. Aber Sie können noch&lt;br /&gt;
immer gleichsam das Seelenexperiment machen, das ich vorhin&lt;br /&gt;
angeführt habe für den Tastsinn: Sie werden sich sehr schwer erinnern&lt;br /&gt;
an die Wahrnehmungen des Geruchs- und des Geschmackssinnes.&lt;br /&gt;
Und nur dann, wenn das Seelenleben mehr ins Unbewußte&lt;br /&gt;
hinuntertaucht, kommt gewissermaßen der Geruchssinn für das&lt;br /&gt;
bewußte Seelenleben ein wenig zur Geltung. So wissen Sie ja vielleicht,&lt;br /&gt;
daß es Tonkünstler gegeben hat, die besonders inspiriert&lt;br /&gt;
wurden dadurch, daß sie in die Nähe desselben Wohlgeruchs kamen,&lt;br /&gt;
den sie einmal bei einer anderen Tonschöpfung erlebt haben.&lt;br /&gt;
Es dämmert gar nicht der Wohlgeruch im Gedächtnis herauf, aber&lt;br /&gt;
dieselben Seelenvorgänge dämmern herauf ins volle Bewußtsein,&lt;br /&gt;
die mit dem Geruchssinn zusammenhängen. Geschmackssinn, nun,&lt;br /&gt;
das ist ja schon für die meisten Menschen starke Dämmerung. Aber&lt;br /&gt;
es zeigen doch die meisten Menschen, daß der Geschmackssinn&lt;br /&gt;
doch noch mindestens in der Dämmerung des Seelenlebens, noch&lt;br /&gt;
nicht im vollen Tag des Seelenlebens liegt; denn die wenigsten&lt;br /&gt;
Menschen geben sich zufrieden mit dem rein seelischen Eindruck&lt;br /&gt;
des Geschmackssinnes, sonst müßten wir, wenn uns etwas recht&lt;br /&gt;
geschmeckt hat, ebenso froh sein, wenn wir uns daran erinnern,&lt;br /&gt;
wie wenn wir es wieder zu schmecken kriegen. Und das ist ja, wie&lt;br /&gt;
Sie wissen, für die meisten Menschen nicht so. Sie wollen es wieder&lt;br /&gt;
haben, sind nicht zufrieden damit, sich nur zu erinnern an dasjenige,&lt;br /&gt;
was ihnen gut geschmeckt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommen wir mit dem [[Gesichtssinn]] da herauf, wo die&lt;br /&gt;
Sonne des Bewußtseins aufgeht, wir kommen in das volle Wachbewußtsein&lt;br /&gt;
mit dem Gesichtssinn. Die Sonne geht immer höher und&lt;br /&gt;
höher. Zum [[Wärmesinn]] kommt sie, zum [[Tonsinn]], vom Tonsinn in&lt;br /&gt;
den [[Sprachsinn]]. Die Sonne steht am Mittag. Zwischen Tonsinn und&lt;br /&gt;
Sprachsinn ist die Mittagszeit des Seelenlebens. Nun kommen&lt;br /&gt;
[[Denksinn]], [[Ichsinn]]. Der Ichsinn ist nicht der Sinn für das eigene&lt;br /&gt;
Ich, sondern für die Wahrnehmung des Ich im andern, natürlich -&lt;br /&gt;
es ist ja Wahrnehmung, es ist ja Sinn! Das Bewußtsein vom Ich,&lt;br /&gt;
vom eigenen Ich, ist etwas ganz anderes. Das habe ich dazumal in&lt;br /&gt;
den Anthroposophie-Vorträgen auseinandergelegt. Es kommt hierbei&lt;br /&gt;
nicht darauf an, daß man von seinem eigenen Ich weiß, sondern&lt;br /&gt;
daß man dem anderen Menschen gegenübersteht und daß er einem&lt;br /&gt;
sein Ich öffnet. Die Wahrnehmung für das Ich des anderen, das ist&lt;br /&gt;
der Ichsinn, nicht das eigene Ich-Wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die zwölf Sinne, vor denen sozusagen das Seelenleben&lt;br /&gt;
des Menschen erscheint wie die Sonne vor je einem der zwölf&lt;br /&gt;
Sternbilder.|169|59ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Gebrauch der Sinnesorgane muss erlernt werden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernen ist für alle Sinnestätigkeit von größter Bedeutung. Die Sinneswahrnehmung ist uns nicht fertig gegeben, sondern wir müssen den Gebrauch der Sinne erst mühsam erlernen. So wie wir [[lesen]] lernen müssen (→ [[Sprachsinn]]), müssen wir auch lernen zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu hören, zu tasten usw. Die menschliche Sinnestätigkeit lässt sich im Grunde ein Leben lang verfeinern, sie ist eine erst zu erwerbende und dann beständig weiterzuentwickelnde [[Fähigkeit]]. Ein Maler hat einen differenzierteren Sehsinn entwickelt als der Durchschnittsmensch, der Feinschmecker hat durch Übung einen feineren Geschmacks- und Geruchssinn ausgebildet, Blinde entwickeln meist ein sehr feinfühliges Tastvermögen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch der Sinne ist durch diesen Lernprozess aber auch vielfach mit [[Vorurteil]]en belastet. [[Wahrnehmungsurteile]], durch die wir gegebene [[Wahrnehmung]]en rasch identifizieren, beruhen überwiegend auf lange, oft schon seit der frühen Kindheit eingeübten, unbewusst bleibenden und daher kaum verrückbaren Vorurteilen, die gegebenenfalls auch zu typischen [[Wahrnehmungstäuschung]]en führen, die sich oft selbst dann nicht aufheben lassen, wenn wir sie mit dem wachen [[Verstand]] durchschauen. Bei den uns aus dem Alltagsleben gut vertrauten [[Ding]]en fließen [[Wahrnehmung]] und [[Begriff]] so selbstverständlich und rasch zusammen, dass wir uns dieses Vorgangs gar nicht bewusst werden. Der zugehörige Begriff ist längst in uns vorgebildet und muss nicht erst mühsam suchend der Wahrnehmung entgegengebracht werden. Die Wahrnehmung wird dadurch unvermerkt mit [[Vorstellung]]en durchsetzt. Wir sehen nur, was wir zu sehen erwarten - und so für alle Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eingeübt ist heute, dass Gedanken blitzschnell auf das folgen,&lt;br /&gt;
was die Sinne wahrnehmen. Dabei weiß der Verstand immer&lt;br /&gt;
schon, was die Sinne wahrnehmen werden. Es besteht, so&lt;br /&gt;
gesehen, ein Diktat des Denkens über die Wahrnehmungen.&lt;br /&gt;
Damit entledigt sich der Mensch einer wichtigen Quelle, nämlich&lt;br /&gt;
der eigenen, unvoreingenommenen Erfahrung. Er verliert&lt;br /&gt;
den Zugang zu den Geheimnissen, die sich ihm durch seine&lt;br /&gt;
Sinne offenbaren. Er meint sie zu kennen, weil sie für ihn bereits&lt;br /&gt;
in gedanklicher Form vorliegen. Die Dinge verlieren dadurch&lt;br /&gt;
ihr eigenes Gesicht; sie sind schon gedacht worden , bevor&lt;br /&gt;
sie sich zeigen können. Es geht aber gerade darum, sich der&lt;br /&gt;
Quelle der unmittelbaren Erfahrung wieder zu versichern. Ziel&lt;br /&gt;
ist nicht, nicht mehr zu denken, sondern sein Gedankenleben&lt;br /&gt;
bewusster dem auszusetzen, was dem Menschen von der sinnlichen&lt;br /&gt;
Welt unaufhörlich zukommt. Denn das Sinnliche ist ein&lt;br /&gt;
Strom, eigentlich ein Lebensstrom, eine Lebensquelle, der es&lt;br /&gt;
gegeben ist, die Seele des Menschen tief zu berühren und zu&lt;br /&gt;
verwandeln. Die Geheimnisse der Erde teilen sich in den Sinneserscheinungen&lt;br /&gt;
in einem Gradd mit der den, der geübt ist,&lt;br /&gt;
darauf zu schauen, immer wieder überrascht; also besteht gar&lt;br /&gt;
kein Grund, den Sinnen nicht zu trauen. Vielmehr sollte man&lt;br /&gt;
Gedanken gegenüber kritisch sein, die die Neigung haben, die&lt;br /&gt;
Wahrnehmung einzuengen. Gedanken sollen erweitern, nicht&lt;br /&gt;
einschränken.|Massei, S. 18f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die rasche routinierte Orientierung im Alltagsleben sind die fertigen Begriffe und Vorstellungen nützlich. Allerdings beziehen sie sich heute, wo wir durch eine stark [[Materialismus|materialistische]] [[Denken|Denkweise]] geprägt sind, meist nur auf das rein [[Gegenstand|gegenständlich]]e [[Raum|räumlich]]-[[Materie|materielle]] Dasein. Wir erkennen auf diese Weise eine bestimmte Gruppe sinnlicher Wahrnehmungen sofort als Eiche, als Buche, als Bergkristall, als Löwe usw. Diese „Dinge“ erscheinen uns derart ganz unmittelbar als gegebene gegenständliche materielle Wirklichkeit und wir glauben ihr ganzes [[Wesen]] darin erschöpft. Das ist aber nicht der Fall. Ihr eigentliches, tieferes Wesen erschließt sich nur, wenn es gelingt, diesen „Erkenntnisautomatismus“ zu durchbrechen. Dazu muss einerseits die Wahrnehmung von den begrifflichen Elementen befreit und zu einer möglichst [[Reine Wahrnehmung|reinen Wahrnehmung]] geläutert werden und andererseits der Begriff geistig vertieft werden, was nur durch eine entsprechende [[geistige Schulung]] möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nicht wahr, unser gewöhnliches Geistesleben im wachen Zustande&lt;br /&gt;
verläuft ja so, daß wir wahrnehmen und eigentlich immer im Wahrnehmen&lt;br /&gt;
schon das Wahrgenommene mit Vorstellungen durchtränken,&lt;br /&gt;
im wissenschaftlichen Denken ganz systematisch das Wahrgenommene&lt;br /&gt;
mit Vorstellungen verweben, durch Vorstellungen systematisieren&lt;br /&gt;
und so weiter. Dadurch, daß man sich ein solches Denken angeeignet&lt;br /&gt;
hat, wie es allmählich hervortritt im Verlaufe der «[[Philosophie der Freiheit]]», kommt man nun wirklich in die Lage, so scharf&lt;br /&gt;
innerlich seelisch arbeiten zu können, daß man, indem man wahrnimmt,&lt;br /&gt;
ausschließt das Vorstellen, daß man das Vorstellen unterdrückt,&lt;br /&gt;
daß man sich bloß dem äußeren Wahrnehmen hingibt. Aber damit&lt;br /&gt;
man die Seelenkräfte verstärke und die Wahrnehmungen im richtigen&lt;br /&gt;
Sinne gewissermaßen einsaugt, ohne daß man sie beim Einsaugen mit&lt;br /&gt;
Vorstellungen verarbeitet, kann man auch noch das machen, daß man&lt;br /&gt;
nicht im gewöhnlichen Sinne mit Vorstellungen diese Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
beurteilt, sondern daß man sich symbolische oder andere Bilder schafft&lt;br /&gt;
zu dem mit dem Auge zu Sehenden, mit dem Ohre zu Hörenden, auch&lt;br /&gt;
Wärmebilder, Tastbilder und so weiter. Dadurch, daß man gewissermaßen&lt;br /&gt;
das Wahrnehmen in Fluß bringt, dadurch, daß man Bewegung&lt;br /&gt;
und Leben in das Wahrnehmen hineinbringt, aber in einer solchen&lt;br /&gt;
Weise, wie es nicht im gewöhnlichen Vorstellen geschieht, sondern im&lt;br /&gt;
symbolisierenden oder auch künstlerisch verarbeitenden Wahrnehmen,&lt;br /&gt;
dadurch kommt man viel eher zu der Kraft, sich von der Wahrnehmung&lt;br /&gt;
als solcher durchdringen zu lassen. Man kann sich ja schon gut&lt;br /&gt;
vorbereiten für eine solche Erkenntnis bloß dadurch, daß man wirklich&lt;br /&gt;
im strengsten Sinne sich heranerzieht zu dem, was ich charakterisiert&lt;br /&gt;
habe als den Phänomenalismus, als das Durcharbeiten der Phänomene.&lt;br /&gt;
Wenn man wirklich an der materiellen Grenze des Erkennens&lt;br /&gt;
getrachtet hat, nicht in Trägheit durchzustoßen durch den Sinnesteppich&lt;br /&gt;
und dann allerlei Metaphysisches da zu suchen in Atomen&lt;br /&gt;
und Molekülen, sondern wenn man die Begriffe verwendet hat, um&lt;br /&gt;
die Phänomene anzuordnen, um die Phänomene hin zu verfolgen bis&lt;br /&gt;
zu den Urphänomenen, dann bekommt man dadurch schon eine Erziehung,&lt;br /&gt;
die dann auch alles Begriffliche hinweghalten kann von den&lt;br /&gt;
Phänomenen. Und symbolisiert man dann noch, verbildlicht man die&lt;br /&gt;
Phänomene, dann bekommt man eine starke seelische Macht, um gewissermaßen&lt;br /&gt;
die Außenwelt begriffsfrei in sich einzusaugen.|322|113f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das unterschiedliche Alter der Sinnesorgane ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Anlage zu den Sinnen wurde bereits auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] gelegt; sie sind also entwicklungsgeschichtlich bereits sehr alt. Allerdings waren sie in vergangen Zeiten ihrer Zahl und ihrer Funktion nach noch ganz anders geartet als heute. Das [[Ohr|Gehörorgan]] war in gewissem Sinn sogar schon vorgebildet, als der Mensch aus ganz anderen Welten zum [[Alter Saturn|alten Saturn]] herüberkam. Damals war der [[Physischer Leib|physische Leib]] im Grunde genommen ein einziges großes Ohr, der alles mittönte, was die Welt an Tönen durchklang. Dann spezialisierten sich die Sinne allmählich und verteilten sich auf eigene Organe. So wurde später auf dem alten Saturn die Anlage zum [[Wärmesinn]] hinzugefügt. Während der [[Alte Sonne|alten Sonnenentwicklung]] erwarb sich der Mensch den [[Sehsinn]] und auf dem alten Mond entstand der [[Geschmackssinn]]. Der jüngste und damit unvollkommenste Sinn, der [[Geruchssinn]], kam in der uns gewohnten Form erst auf der [[Erde (Planet)|Erde]] hinzu. Der Gehörssinn ist der vollkommenste aller Sinne, weil er bereits viermal umgebildet und verfeinert wurde und gegenwärtig seine fünfte Umwandlung erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruchssinn steckt heute noch ganz in der [[physisch]]en Entwicklung drinnen. Auf den Geschmackssinn hat der [[Ätherleib]] Einfluss, auf den Sehsinn der [[Astralleib]] und auf den Wärmesinn das [[Ich]]. Was der Mensch durch diese vier niedern Sinne aufnimmt, wird der ewigen [[Seele]] noch nicht einverleibt. Das [[Geistselbst]], soweit es der Mensch bereits entwickelt hat, verbindet sich mit dem [[Gehörsinn]]. Und erst alles, was in [[Wort]]en ausdrückbar ist, wird zum ewigen unvergänglichen geistigen Besitz des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Veranlagung der Sinne auf dem alten Saturn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] wurde der [[Physischer Leib|physische Leib]] des [[Mensch]]en veranlagt, zunächst allerdings nur als reiner [[Wärme]]leib. Die Wärmesubstanz aus der er gebildet wurde, war durch das [[Wille|Willensopfer]] der [[Throne]] entstanden. Durch die Tätigkeit der [[Geister der Form]] wurde diesem Wärmeleib eine fest umrissene [[Form]] gegeben. Nachdem diese Tätigkeit um die Mitte des vierten Saturnkreislaufes vollendet war, setzte die Arbeit der [[Archai]] ein, die auf dem alten Saturn ihre [[Menschheitsstufe]], d.h. ihre [[Ich]]-Entwicklung, absolvierten. Sie pflanzten dem Wärmeleib des Menschen die ersten Keime der [[Sinnesorgane]] ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Dann folgt die Tätigkeit der «[[Geister der Finsternis]]»,&lt;br /&gt;
die auch «[[Geister der Persönlichkeit]]» oder der «Selbstheit» ([[Egoismus]]) genannt werden. Ihnen kommt auf dieser&lt;br /&gt;
Stufe ein Bewußtsein zu, das dem gegenwärtigen&lt;br /&gt;
menschlichen Erdenbewußtsein ähnlich ist. Sie bewohnen&lt;br /&gt;
den geformten menschlichen Stoffleib als «Seelen» in einer&lt;br /&gt;
ähnlichen Art, wie heute die Menschenseele ihren Leib&lt;br /&gt;
bewohnt. Sie pflanzen dem Leib eine Art von Sinnesorganen&lt;br /&gt;
ein, welche der Keim sind zu den Sinnesorganen,&lt;br /&gt;
die sich später während der Erdentwickelung am Menschenkörper&lt;br /&gt;
entwickeln. — Man muß sich nur klarmachen,&lt;br /&gt;
daß sich diese «Sinneskeime» von den heutigen&lt;br /&gt;
Sinneswerkzeugen des Menschen doch noch wesentlich&lt;br /&gt;
unterscheiden. Der Mensch der Erde konnte durch solche&lt;br /&gt;
«Sinneskeime» nichts wahrnehmen. Denn für ihn müssen&lt;br /&gt;
die Bilder der Sinneswerkzeuge erst noch durch einen&lt;br /&gt;
feineren Ätherkörper, der sich auf der Sonne bildet, und&lt;br /&gt;
durch einen Astralkörper, der sein Dasein der Mondenentwickelung&lt;br /&gt;
verdankt, hindurchgehen. (Alles das werden&lt;br /&gt;
die weiteren Ausführungen klarlegen.) Aber die&lt;br /&gt;
«Geister der Persönlichkeit» können die Bilder der «Sinneskeime&lt;br /&gt;
» durch ihre eigene Seele so bearbeiten, daß sie&lt;br /&gt;
mit ihrer Hilfe äußere Gegenstände so wahrnehmen&lt;br /&gt;
können, wie dies der Mensch während seiner Erdentwickelung&lt;br /&gt;
tut. Indem sie so am Menschenleibe arbeiten,&lt;br /&gt;
machen die «Geister der Persönlichkeit» ihre eigene&lt;br /&gt;
«Menschheitsstufe» durch. Sie sind somit von der Mitte&lt;br /&gt;
des vierten bis zur Mitte des fünften Saturnkreislaufes&lt;br /&gt;
Menschen.|11|165f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach setzte die Tätigkeit der «[[Söhne des Feuers]]», der heutigen [[Erzengel]], ein, die damals aber erst ein [[traum]]artiges [[Bewusstsein]] hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie können nicht zu sich sagen: «Ich bin&lt;br /&gt;
da», sondern etwa: «Meine Umgebung läßt mich da sein.»&lt;br /&gt;
Sie nehmen wahr, und zwar bestehen ihre Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
in den geschilderten Lichtwirkungen auf dem Saturn. Diese&lt;br /&gt;
sind in einer gewissen Art ihr «Ich». Das verleiht ihnen eine&lt;br /&gt;
besondere Art des Bewußtseins. Man kann dies als Bilderbewußtsein&lt;br /&gt;
bezeichnen. Es kann vorgestellt werden von der&lt;br /&gt;
Art des menschlichen Traumbewußtseins; nur daß man sich&lt;br /&gt;
den Grad der Lebhaftigkeit sehr viel größer zu denken hat&lt;br /&gt;
als beim menschlichen Träumen und daß man es nicht mit&lt;br /&gt;
wesenlos auf- und abwogenden Traumbildern zu tun hat,&lt;br /&gt;
sondern mit solchen, welche in einem wirklichen Verhältnisse&lt;br /&gt;
zu dem Lichtspiel des Saturn stehen.|13|165}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf der [[Alte Sonne|alten Sonne]] entwickelten sie ihr Ich und wurden zu [[Schöpfer]]n des [[Licht]]s, indem sie den [[Geister der Weisheit]], die einen Teil ihres inneren [[Wesen]]s an sie [[Schenkende Tugend|verschenkten]], äußerlich, aber zeitversetzt zurückstrahlten. Während der fünften [[Runde]] der alten Saturnentwicklung nahmen sie davon schon etwas voraus und konnten dadurch die Sinneskeime des menschlichen Wärmeleibs beleben und zum Leuchten anregen. Dieses ausgestrahlte Licht ermöglicht erst unser heutiges [[Sehen]], bei dem das innerlich erregte Licht dem äußeren Licht entgegenkommen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Arbeit dieser Geister wird um die Mitte des fünften&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes abgelöst von derjenigen der «Söhne des&lt;br /&gt;
Feuers», welche auf dieser Stufe noch ein dumpfes Bilderbewußtsein&lt;br /&gt;
haben, gleich dem Mondenbewußtsein des&lt;br /&gt;
Menschen. Sie erreichen die Stufe der Menschheit erst auf&lt;br /&gt;
dem nächsten Planeten, der Sonne. Ihre Arbeit ist daher&lt;br /&gt;
hier noch in einem gewissen Grade unbewußt, traumhaft.&lt;br /&gt;
Durch sie wird aber die Tätigkeit der «Sinneskeime» aus&lt;br /&gt;
dem vorigen Kreislauf belebt. Die von den «Feuergeistern» erzeugten Lichtbilder scheinen durch diese&lt;br /&gt;
Sinneskeime nach außen. Der Menschenvorfahr wird dadurch&lt;br /&gt;
zu einer Art leuchtender Wesenheit erhoben. Während&lt;br /&gt;
das Saturnleben sonst dunkel ist, leuchtet jetzt der&lt;br /&gt;
Mensch aus der allgemeinen Finsternis auf. — Noch die&lt;br /&gt;
«Geister der Persönlichkeit» wurden dagegen in dieser&lt;br /&gt;
allgemeinen Finsternis zu ihrem Menschendasein erweckt.|11|166f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In diesem Wechselspiel&lt;br /&gt;
zwischen den Feuergeistern und den Saturnwärmekörpern&lt;br /&gt;
werden die Keime der menschlichen Sinnesorgane&lt;br /&gt;
der Entwickelung einverleibt. Die Organe, durch welche&lt;br /&gt;
der Mensch gegenwärtig die physische Welt wahrnimmt,&lt;br /&gt;
leuchten auf in ihren ersten feinen ätherischen Anlagen.&lt;br /&gt;
Menschen-Phantome, welche an sich noch nichts anderes&lt;br /&gt;
zeigen als die Licht-Urbilder der Sinnesorgane, werden&lt;br /&gt;
innerhalb des Saturn dem hellseherischen Wahrnehmungsvermögen&lt;br /&gt;
erkennbar.|13|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch selbst konnte sich damals dieser Leuchtkraft noch nicht bedienen, aber die erhabenen [[Seraphim]], die [[Geister der All-Liebe]], konnten sich durch dieses Leuchten der Sinneskeime offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das Menschenwesen selbst kann sich auf dem Saturn&lt;br /&gt;
aber seiner Leuchtkraft nicht bedienen. Die Lichtkraft&lt;br /&gt;
seiner Sinneskeime würde durch sich selbst nichts ausdrücken&lt;br /&gt;
können, aber es finden durch sie andere erhabenere&lt;br /&gt;
Wesen die Möglichkeit, sich dem Saturnleben zu&lt;br /&gt;
offenbaren. Durch die Leuchtquellen der Menschenvorfahren&lt;br /&gt;
strahlen sie etwas von ihrer Wesenheit auf den&lt;br /&gt;
Planeten nieder. Es sind dies erhabene Wesen aus der&lt;br /&gt;
Reihe jener vier, von denen oben gesagt worden ist, daß&lt;br /&gt;
sie in ihrer Entwickelung bereits über alle Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Menschendasein hinausgewachsen seien. Ohne&lt;br /&gt;
daß für sie selbst eine Notwendigkeit vorläge, strahlen&lt;br /&gt;
sie jetzt durch «freien Willen» etwas von ihrer Natur&lt;br /&gt;
aus. Die christliche Geheimlehre spricht hier von der&lt;br /&gt;
Offenbarung der Seraphime (Seraphim), der «Geister der&lt;br /&gt;
Alliebe». Dieser Zustand dauert bis zur Mitte des sechsten&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes.|11|167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wären sie nicht da, so könnten die Feuergeister&lt;br /&gt;
nicht das oben geschilderte Bewußtsein haben. Sie&lt;br /&gt;
schauen die Saturnvorgänge mit einem Bewußtsein an, das&lt;br /&gt;
es ihnen ermöglicht, diese als Bilder auf die Feuergeister zu&lt;br /&gt;
übertragen. Sie selbst verzichten auf alle Vorteile, welche sie&lt;br /&gt;
durch das Anschauen der Saturnvorgänge haben könnten,&lt;br /&gt;
auf jeden Genuß, jede Freude; sie geben das alles hin, damit&lt;br /&gt;
die Feuergeister es haben können.|13|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Beziehung der Sinne zu den höheren Welten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Licht]] ist nicht bloß [[physisch]]er Natur, sondern in ihm wirken auch [[astral]]e [[Wesenheiten]], deren Tätigkeit sich in den sinnlichen Farben offenbart. Diese astralen Wesenheiten werden durch die schattenwerfenden physischen Gegenstände nicht aufgehalten; sie offenbaren sich dem geistigen Blick daher besonders leicht bei der Betrachtung des Schattens. Im Schatten des Menschen wird in diesem Sinn auch das Wesen seiner eigenen [[Seele]] sichtbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sehsinn]] hängt zusammen mit den höheren Regionen der [[Astralwelt]], der [[Wärmesinn]] mit deren unteren Bereichen. Der bereits sehr hoch entwickelte [[Gehörssinn]] hat eine unmittelbare Beziehung zur [[Physische Welt|physischen Welt]], während gerade die noch wenig ausgereiften Sinne, wie z.B. der [[Geruchssinn]], eng mit den höchsten [[Geistige Welt|geistigen Welten]] zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahrimanische und luziferische Einflüsse auf die Sinne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GA170 253.gif|thumb|300px|Luziferische (unten) und ahrimanische (oben) Umgestaltung der Sinne.]]&lt;br /&gt;
Die oberen Sinne sind durch [[ahrimanisch]]e, die unteren Sinne durch [[luziferisch]]e Kräfte umgestaltet; nur die mittleren Sinnesbereiche, die in etwa den klassischen 5 Sinnen entsprechen, sind von diesen Einflüssen weitgehend frei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die eigentlich für den physischen Plan bestimmten Sinne, Ichsinn,&lt;br /&gt;
Denksinn, Sprachsinn, sind ahrimanisch umgestaltet. Und nur dadurch&lt;br /&gt;
sind wir das geworden, was wir als Menschen auf dem physischen&lt;br /&gt;
Plan sind, daß Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn luziferisch umgestaltet&lt;br /&gt;
sind. Und nur ein mittleres Gebiet haben wir, das gewissermaßen&lt;br /&gt;
sich bewahrt hat vor diesen Einflüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen da, wie es schon notwendig ist, das Augenmerk zu richten&lt;br /&gt;
auf jenen Gleichgewichtszustand, der das Wesentliche, das Bedeutungsvolle&lt;br /&gt;
ist, der hergestellt werden muß zwischen Ahrimanischem und&lt;br /&gt;
Luziferischem in der Welt. Denken Sie, daß gewissermaßen an den&lt;br /&gt;
äußersten Enden das Ich des Menschen beteiligt ist, hier gewissermaßen&lt;br /&gt;
das Ich von außen, am Tastsinn das Ich von innen. (Siehe Zeichnung,&lt;br /&gt;
orange Pfeile.) Ebenso ist der astralische Leib am Denken beteiligt,&lt;br /&gt;
aber am Lebensorganismus wiederum von innen beteiligt (rote Pfeile).&lt;br /&gt;
Der Ätherleib ist beteiligt hier, wenn das Sprechen nicht geschieht,&lt;br /&gt;
aber ebenso beteiligt am Bewegungssinn von innen (blaue Pfeile). In&lt;br /&gt;
der Mitte haben wir gewissermaßen dasjenige, woran «ich taste -&lt;br /&gt;
denke - lebe — spreche - bewege», weniger beteiligt sind, eine Art&lt;br /&gt;
Hypomochlion, wie es die Waage hat in der Mitte, wo sie ruht. Je&lt;br /&gt;
mehr man gegen die Mitte kommt, desto mehr bleibt der Waagebalken&lt;br /&gt;
ruhig. An den Seiten schlägt er aus. So hätten wir in der Mitte eine&lt;br /&gt;
Art Ruheverhältnis.&amp;quot; {{Lit|{{G|170|253}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sinnesprozesse waren einstmals Lebensprozesse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher waren die Sinne viel lebendiger und sind erst heute zu beinahe physikalischen Apparaten abgestorben. Noch während der alten Mondenzeit glichen die Sinnesprozesse viel eher [[Lebensprozesse]]n. Deshalb aber konnten sie noch keine Grundlage für das vollbewusste Leben des Menschen bilden, sondern waren nur geeignet für das [[Traum|traumartige]] [[Hellsehen]] des Mondenmenschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ichsinn war auf dem alten Mond noch bedeutungslos und ähnlich auch der Denksinn und der Sprachsinn. Der Gehörssinn war damals allerdings viel lebendiger als heute. Das Hören war mit einem innerlichen Durchbebtsein verbunden; mit einem inneren Vibrieren machte man den Ton lebendig mit in einer Art von innerem Tanz. Und wenn man selbst Töne hervorbrachte, indem man das Gehörte nachahmte, so wurde auch da ein innerer Tanz erregt, den man durch den Bewegungssinn wahrnahm. Ähnlich lebendig war der Wärmesinn, durch den man das Wärmen und Kühlen lebensvoll im Inneren empfand. Was während der Erdenentwicklung zum Geruchssinn geworden ist, war damals noch innig verbunden mit der Lebensttätigkeit. Auch das Schmecken glich einem Lebensprozess ähnlich unserem heutigen [[Atem]]prozess. Es gingen dadurch viel realere Prozesse in uns vor, als wenn wir uns heute des Geschmackssinns bedienen. So war es auch mit dem Sehsinn. Das [[Auge]] war so etwas wie ein Farbatmungsorgan. Die ganze Lebensverfassung hing davon ab, wie wir durch das Auge das Licht aufnahmen. Man dehnte sich aus, wenn man ins Blaue hineinkam und man drückte sich zusammen, wenn man sich ins Rote hineinwagte - der Mensch war ja damals in seiner ganzen Gestalt noch viel beweglicher als heute. Der Lebenssinn, durch den wir heute unsere innere Lebendigkeit spüren, konnte in der Form auf dem alten Mond noch nicht vorhanden  sein, denn man lebte damals noch viel mehr das allgemeine Leben der Umwelt mit. Ein weitgehend abgesondertes inneres Leben gab es noch nicht und indem alle heutigen Sinnesorgane damals Lebensorgane waren, bedurfte es eines besonderen Lebenssinnes nicht. Der Tastsinn entstand in seiner heutigen Form erst auf der [[Erde (Planet)|Erde]] zusammen mit dem [[Mineralreich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gab es somit auf dem alten Mond 7 Sinne, die aber damals noch vorwiegend Lebensorgane waren. Das [[Leben]] ist immer siebengliedrig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*[[Gehörsinn]],&lt;br /&gt;
*[[Wärmesinn]],&lt;br /&gt;
*[[Sehsinn]],&lt;br /&gt;
*[[Geschmackssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Geruchssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Gleichgewichtssinn]],&lt;br /&gt;
*[[Bewegungssinn]]. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren 5 Sinne sind erst auf der Erde dazugekommen. Das Verhältnis der [[Sieben]]zahl zur [[Zwölf]]zahl drückt ein tiefes Geheimnis des [[Dasein]]s aus. Die [[12]]-Zahl enthält das Geheimnis, dass wir ein [[Ich]] aufnehmen können. Das war auf dem alten Mond noch nicht möglich. Damals konnte der Mensch als höchstes [[Wesensglied]] nur den [[Astralleib]] haben. Dem astralischen Seelen&#039;&#039;leben&#039;&#039; liegt die [[7]]-Zahl zugrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|So, wie die Sinne heute im Menschen sind, waren sie nicht während der alten Mondenzeit. Ich sagte, sie waren viel, viel lebendiger. Sie waren die Grundlage für das alte traumhafte Hellsehen während der Mondenzeit. Heute sind die Sinne mehr tot als sie während der alten Mondenzeit waren, sie sind mehr getrennt von dem Einheitlichen, von dem siebengliedrigen und in seiner Siebengliedrigkeit einheitlichen Lebensprozeß. Die Sinnesprozesse waren während der alten Mondenzeit noch selbst mehr Lebensprozesse. Wenn wir heute sehen oder hören, so ist das schon ein ziemlich toter Prozeß, ein sehr peripherischer Prozeß. So tot war die Wahrnehmung während der alten Mondenzeit gar nicht. Greifen wir einen Sinn heraus, zum Beispiel den Geschmackssinn. Wie er auf der Erde ist, ich denke, Sie wissen es alle. Während der Mondenzeit war er etwas anderes. Da war das Schmecken ein Prozeß, in dem der Mensch sich nicht so von der Außenwelt abtrennte wie jetzt. Jetzt ist der Zucker draußen, der Mensch muß erst daran lecken und einen inneren Prozeß vollziehen. Da ist sehr genau zwischen Subjektivem und Objektivem zu unterscheiden. So lag es nicht während der Mondenzeit. Da war das ein viel lebendigerer Prozeß, und das Subjektive und Objektive unterschied sich nicht so stark. Der Schmeckprozeß war noch viel mehr ein Lebensprozeß, meinetwillen ähnlich dem Atmungsprozeß. Indem wir atmen, geht etwas Reales in uns vor. Wir atmen die Luft ein, aber indem wir die Luft einatmen, geht mit unserer ganzen Blutbildung etwas vor in uns; denn das gehört ja alles zur Atmung hinzu, insofern die Atmung einer der sieben Lebensprozesse ist, da kann man nicht so unterscheiden. Also da gehören Außen und Innen zusammen: Luft draußen, Luft drinnen, und indem der Atmungsprozeß sich vollzieht, vollzieht sich ein realer Prozeß. Das ist viel realer, als wenn wir schmecken. Da haben wir allerdings eine Grundlage für unser heutiges Bewußtsein; aber das Schmecken auf dem Mond war viel mehr ein Traumprozeß, so wie es heute für uns der Atmungsprozeß ist. Im Atmungsprozeß sind wir uns nicht so bewußt wie im heutigen Schmeckprozeß. Aber der Schmeckprozeß war auf dem Mond so, wie heute der Atmungsprozeß für uns ist. Der Mensch hatte auf dem Mond auch nicht mehr vom Schmecken als wir heute vom Atmen, er wollte auch nichts anderes haben. Ein Feinschmecker war der Mensch noch nicht und konnte es auch nicht sein, denn er konnte seinen Schmeckprozeß nur vollziehen, insoferne durch das Schmecken in ihm selber etwas bewirkt wurde, was mit seiner Erhaltung zusammenhing, mit seinem Bestehen als Mondes-Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so war es zum Beispiel mit dem Sehprozeß, mit dem Gesichtsprozeß während der Mondenzeit. Da war das nicht so, daß man äußerlich einen Gegenstand anschaute, äußerlich Farbe wahrnahm, sondern da lebte das Auge in der Farbe drinnen, und das Leben wurde unterhalten durch die Farben, die durch das Auge kamen. Das Auge war eine Art Farbenatmungsorgan. Die Lebensverfassung hing zusammen mit der Beziehung, die man mit der Außenwelt durch das Auge in dem Wahrnehmungsprozeß des Auges einging. Man dehnte sich aus während des Mondes, wurde breit, wenn man ins Blaue hineinkam, man drückte sich zusammen, wenn man sich ins Rot hineinwagte: auseinander - zusammen, auseinander - zusammen. Das hing mit dem Wahrnehmen von Farben zusammen. Und so hatten alle Sinne noch ein lebendigeres Verhältnis zur Außenwelt und zur Innenwelt, wie es heute die Lebensprozesse haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ichsinn - wie war er auf dem Monde? Das Ich kam in den Menschen erst auf der Erde hinein, konnte also auf dem Mond gar keinen «Sinn» haben; man konnte kein Ich wahrnehmen, der Ichsinn konnte überhaupt noch nicht da sein. - Auch das Denken, wie wir es heute wahrnehmen, wie ich es vorher geschildert habe, das lebendige Denken, das ist mit unserem Erdenbewußtsein in Zusammenhang. Der Denksinn, wie er heute ist, war auf dem Monde noch nicht da. Redende Menschen gab es auch nicht. In dem Sinne, wie wir heute die Sprache des ändern wahrnehmen, gab es das auf dem Monde noch nicht, es gab also auch den Wortsinn nicht. Das Wort lebte erst als Logos, durchtönend die ganze Welt, und ging auch durch das damalige Menschenwesen hindurch. Es bedeutete etwas für den Menschen, aber der Mensch nahm es noch nicht als Wort wahr am anderen Wesen. Der Gehörsinn war allerdings schon da, aber viel lebendiger, als wir ihn jetzt haben. Jetzt ist er gewissermaßen als Gehörsinn zum Stehen gekommen auf der Erde. Wir bleiben ganz ruhig, in der Regel wenigstens, wenn wir hören. Wenn nicht gerade das Trommelfell platzt durch irgendeinen Ton, wird in unserem Organismus nicht etwas substantiell geändert durch das Hören. Wir in unserem Organismus bleiben stehen; wir nehmen den Ton wahr, das Tönen. So war es nicht während der Monenzeit. Da kam der Ton heran. Gehört wurde er; aber es war jedes Hören mit einem innerlichen Durchbebtsein verbunden, mit einem Vibrieren im Innern, man machte den Ton lebendig mit. Das, was man das Weltenwort nennt, das machte man auch lebendig mit; aber man nahm es nicht wahr. Man kann also nicht von einem Sinn sprechen, aber der Mondenmensch machte dieses Tönen, das heute dem Hörsinn zugrunde liegt, lebendig mit. Wenn das, was wir heute als Musik hören, auf dem Monde erklungen wäre, so würde nicht nur äußerer Tanz möglich gewesen sein, sondern auch noch innerer Tanz; da hätten sich die inneren Organe alle mit wenigen Ausnahmen so verhalten, wie sich heute mein Kehlkopf und das, was mit ihm zusammenhängt, innerlich bewegend verhält, wenn ich den Ton hindurchsende. Der ganze Mensch war innerlich bebend, harmonisch oder disharmonisch, und wahrnehmend dieses Beben durch den Ton. Also wirklich ein Prozeß, den man wahrnahm, aber den man lebendig mitmachte, ein Lebensprozeß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso war der Wärmesinn ein Lebensprozeß. Heute sind wir verhältnismäßig ruhig gegenüber unserer Umgebung: es kommt uns warm oder kalt vor. Wir erleben das zwar leise mit, auf dem Monde aber wurde es so miterlebt, daß immer die ganze Lebensverfassung anders wurde, wenn die Wärme hinauf- oder herunterging. Also ein viel stärkeres Mitleben; wie man mit dem Ton mitbebte, so wärmte und kühlte man im Innern und empfand dieses Wärmen und Kühlen. Sehsinn, Gesichtssinn: Ich habe schon beschrieben, wie er auf dem Monde war. Man lebte mit den Farben. Gewisse Farben verursachten, daß man seine Gestalt vergrößerte, andere, daß man sie zusammenzog. Heute empfinden wir so etwas höchstens symbolisch. Wir schrumpfen nicht mehr zusammen gegenüber dem Rot und blasen uns nicht mehr auf gegenüber dem Blau; aber auf dem Mond taten wir es. Den Geschmackssinn habe ich schon beschrieben. Geruchssinn war auf dem Monde innig verbunden mit dem Lebensprozesse. Gleichgewichtssinn war auf dem Monde vorhanden, den brauchte man auch schon. Bewegungssinn war sogar viel lebendiger. Heute vibriert man nur wenig, bewegt seine Glieder, es ist alles mehr oder weniger zur Ruhe gekommen, tot geworden. Aber denken Sie, was dieser Bewegungssinn wahrzunehmen hatte, wenn alle diese Bewegungen stattfanden wie das Erbeben durch den Ton. Es wurde der Ton wahrgenommen, mitgebebt, aber dieses innere Beben, das mußte erst wiederum durch den Bewegungssinn wahrgenommen werden, wenn der Mensch es selber hervorrief, und er ahmte nach dasjenige, was der Hörsinn in ihm erweckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenssinn: Nun, aus dem, was ich beschrieben habe, können Sie ersehen, daß der Lebenssinn in demselben Sinne, wie er auf der Erde ist, nicht vorhanden gewesen sein kann auf dem Monde. Das Leben muß man viel mehr als ein allgemeines mitgemacht haben. Man lebte viel mehr im Allgemeinen drinnen. Das innere Leben grenzte sich nicht so durch die Haut ab. Man schwamm im Leben drinnen. Indem alle Organe, alle heutigen Sinnesorgane dazumal Lebensorgane waren, brauchte man nicht einen besonderen Lebenssinn, sondern alle waren Lebensorgane und lebten und nahmen sich gewissermaßen selber wahr. Lebenssinn brauchte man nicht auf dem Monde. Der Tastsinn entstand erst mit dem Mineralreich, das Mineralreich ist aber ein Ergebnis der Erdenentwickelung. In demselben Sinne, wie wir auf der Erde den Tastsinn durch das Mineralreich entwickelt haben, gab es ihn auf dem Monde nicht, der hatte dort ebensowenig einen Sinn wie der Lebenssinn. Zählen wir, wieviel Sinne uns übrigbleiben, die nun in Lebensorgane verwandelt sind: sieben. Das Leben ist immer siebengliedrig. Die fünf, die auf der Erde dazukommen und zwölf machen, weil sie ruhige Bezirke werden, wie die Tierkreisbezirke, die fallen beim Monde weg. Sieben bleiben nur übrig für den Mond, wo die Sinne noch in Bewegung sind, wo sie selber noch lebendig sind. Es gliedert sich also auf dem Mond das Leben, in das die Sinne noch hineingetaucht sind, in sieben Glieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nur ein kleiner elementarer Teil dessen, was man sagen muß, um zu zeigen, daß da nicht Willkür zugrunde liegt, sondern lebendige Beobachtung der übersinnlichen Tatsachenwelt, die während des Erdenseins zunächst nicht in die Sinne der Menschen fällt. Je weiter man vordringt und je weiter man sich wirklich auf die Betrachtung der Weltengeheimnisse einläßt, desto mehr sieht man, wie so etwas nicht eine Spielerei ist, dieses Verhältnis von zwölf zu sieben, sondern wie es wirklich durch alles Sein durchgeht, und wie die Tatsache, daß es draußen ausgedrückt werden muß durch das Verhältnis der ruhenden Sternbilder zu den bewegten Planeten, auch ein Ergebnis ist eines Teiles des großen Zahlengeheimnisses im Weltendasein. Und das Verhältnis der Zwölfzahl zur Siebenzahl drückt ein tiefes Geheimnis des Daseins aus, drückt das Geheimnis aus, in dem der Mensch steht als Sinneswesen zum Lebewesen, zu sich als Lebewesen. Die Zwölfzahl enthält das Geheimnis, daß wir ein Ich aufnehmen können. Indem unsere Sinne zwölf geworden sind, zwölf ruhige Bezirke, sind sie die Grundlage des Ich-Bewußtseins der Erde. Indem diese Sinne noch Lebensorgane waren während der Mondenzeit, konnte der Mensch nur den astralischen Leib haben; da waren diese sieben noch Lebensorgane bildenden Sinnesorgane die Grundlage des astralischen Leibes. Die Siebenzahl wird so geheimnisvoll zugrunde gelegt dem astralischen Leib, wie die Zwölfzahl geheimnisvoll zugrunde liegt der Ich-Natur, dem Ich des Menschen.|170|117ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Umgestaltung der Sinnesorgane durch die Geister der Form ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Mond|alten Mond]] gab es drei Naturreiche. In der vierten [[Runde]] der [[Erdentwicklung]] traten diese drei Naturreiche zunächst wieder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man hat es also da zu tun mit den Nachkömmlingen&lt;br /&gt;
der drei Mondenreiche: dem Mineralreich, das noch&lt;br /&gt;
in gewissem Sinne pflanzlich ist, mit dem Pflanzenreiche, das etwas&lt;br /&gt;
wie tierisches Leben hat, und mit einem Tierreiche, das höher steht&lt;br /&gt;
als das gegenwärtige Tierreich. Diese drei Reiche bilden zusammen&lt;br /&gt;
den von Neuem aus dem Dämmerzustand hervortretenden Planeten:&lt;br /&gt;
die Erde.|262|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im höchsten dieser drei Naturreiche veranlagten Sinneskeime wurde dann von den [[Geister der Form|Geistern der Form]], den [[Elohim]], zu &#039;&#039;geformten&#039;&#039; [[Sinnesorgane]]n umgestaltet. Indem sie nun eine feste Form erhielten, wurden sie zu passiven, beinahe physikalischen Apparaten und verloren ihre lebendige Produktivität. Diese verlagerte sich nach innen und bildete das [[Gehirn]] zum [[Verstand]]esorgan aus. Ein Teil der Produktivkraft musste dabei allerdings in eine niederere Sphäre hinuntergestoßen werden und trat dann als zunächst rein vegetative [[Fortpflanzung]]skraft in Erscheinung. Die Neigung der Geschlechter zueinander, die [[Sexualität|sexuelle]] Anziehungskraft, die [[Liebe]] in ihrer niedersten Form, war damit aber noch nicht gegeben. Diese wurde erst durch [[Venus]]wesenheiten bewirkt und sie sorgten auch dafür, dass der [[Verstand]] fruchtbar wurde. Allerdings wäre der Verstand kalt und leidenschaftslos geblieben, wenn in der Folge nicht auch [[Mars]]wesenheiten befeuernd eingegriffen und dadurch auch die Selbstständigkeit des Menschen befördert hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Herausbildung &#039;&#039;dieses&#039;&#039; physischen Zustandes bei den drei&lt;br /&gt;
genannten Reichen obliegt den «Geistern der Form». Sie bilden&lt;br /&gt;
namentlich bei dem höchsten Reiche, dem Tier-Menschenreiche die&lt;br /&gt;
früheren «Sinneskeime» zu wirklich &#039;&#039;geformten&#039;&#039; Sinnesorganen um.&lt;br /&gt;
In allen früheren physischen Zuständen, welche der Mensch durchgemacht&lt;br /&gt;
hat, hatten die Sinnesorgane noch nicht die festgefügte&lt;br /&gt;
Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hören diese Organe dadurch, dass sie eine feste Form&lt;br /&gt;
erhalten, auf, &#039;&#039;aktiv&#039;&#039; zu sein; sie verlieren ihre Produktivität, sie werden&lt;br /&gt;
rein passiv, geeignet zum bloßen Wahrnehmen des von außen&lt;br /&gt;
als Gegenstände Dargebotenen. Die Produktionskraft zieht sich&lt;br /&gt;
also von den Sinnesorganen zurück; sie geht mehr nach innen; sie&lt;br /&gt;
bildet das Verstandesorgan. - Dieses Organ kann aber nicht gebildet&lt;br /&gt;
werden, ohne dass wieder ein Hinabstoßen eines gewissen Teiles&lt;br /&gt;
der menschlichen Genossen auf eine tiefere Stufe stattfindet. Jetzt&lt;br /&gt;
aber stößt der Mensch einen Teil seines Wesens selbst in eine untergeordnete&lt;br /&gt;
Region hinab. Er sondert einen Teil seines Wesens als&lt;br /&gt;
die eigene niedere Natur ab. Und diese niedere Natur behält die&lt;br /&gt;
Produktionskraft, welche die Sinnesorgane haben abgeben müssen.&lt;br /&gt;
Diese in eine niedrigere Sphäre hinabgestoßene Produktionskraft&lt;br /&gt;
wird zur geschlechtlichen Hervorbringungskraft, wie sie auf der&lt;br /&gt;
Erde auftritt. Die «Geister der Form» würden alle Hervorbringungskraft&lt;br /&gt;
und damit alles Leben erstarren machen, zur bloßen&lt;br /&gt;
Form erhärten, wenn sie nicht diese Kraft auf einen Teil des&lt;br /&gt;
Menschenwesens konzentrierten. Daher bewirken die Geister der&lt;br /&gt;
Form die Geschlechtsbildung. Ohne diese müssten statt lebender&lt;br /&gt;
Menschen Statuen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist der ganze Vorgang mit einer völligen Umbildung der&lt;br /&gt;
Erde verknüpft. Es entstehen solche Verhältnisse, dass die geschilderten&lt;br /&gt;
Wesen leben können. Das wird möglich dadurch, dass die&lt;br /&gt;
Erde - jetzt noch mit dem Monde vereint - aus dem sich abspaltet,&lt;br /&gt;
was als Sonne zurückbleibt. Dadurch tritt die Sonne eben als selbständiger&lt;br /&gt;
Körper der Erde entgegen. Das ist die äußere physische&lt;br /&gt;
Bedingung für das Entstehen der äußeren Wahrnehmung, des Gegenstandsbewusstseins,&lt;br /&gt;
und für die Herausbildung der geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Anlagen. Doch hat man es zu dieser Zeit noch durchaus mit&lt;br /&gt;
einer Doppelgeschlechtigkeit zu tun. Das rührt davon her, dass die&lt;br /&gt;
Mondenkräfte noch alle in der Erde darinnen stecken. Nur ist&lt;br /&gt;
während dieser Zeit das Verstandesorgan, obwohl vorhanden, noch&lt;br /&gt;
ganz untätig. Es wird erst seine Aktivität entfalten können, wenn&lt;br /&gt;
die Geschlechts-Produktionskraft sich um die Hälfte vermindert&lt;br /&gt;
hat, so dass ein jedes Wesen nur die Hälfte der früheren Produktionskraft&lt;br /&gt;
sein eigen nennt. Damit ist dann die Zweigeschlechtigkeit&lt;br /&gt;
gegeben. Äußerlich wird das bewirkt durch das Heraustreten&lt;br /&gt;
derjenigen Kräfte aus der Erde, welche diese dann als der gegenwärtige&lt;br /&gt;
Mond umkreisen. Wäre nun diese Abtrennung nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
dann hätte die ganze Erde zu einer starren Masse, zur bloßen&lt;br /&gt;
Form werden müssen. So aber hat sich nur das aus ihr entfernt, was&lt;br /&gt;
unbedingt fest werden musste, und dies ist eben Mond geworden,&lt;br /&gt;
auf dem eben das menschliche Leben nicht sich entfalten konnte.&lt;br /&gt;
So hat sich, aus der gemeinsamen planetarischen Materie heraus,&lt;br /&gt;
die Erde das gerettet, was produktiv sein konnte, wenn auch nur&lt;br /&gt;
auf dem niederen Gebiete des geschlechtlichen Lebens. Der&lt;br /&gt;
Repräsentant der «Geister der Form» ist Jehova. Er bewirkt somit&lt;br /&gt;
die Formung der Sinnesorgane; aber er bewirkte auch, wenn er&lt;br /&gt;
nun mehr allein wirksam wäre, die vollständige Erstarrung in der&lt;br /&gt;
bloßen Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden für den weiteren Fortgang zwei Ereignisse bedeutsam.&lt;br /&gt;
Das Eine ist die Entstehung der beiden Geschlechter aus dem&lt;br /&gt;
oben angegebenen Grunde. Die Form des Geschlechtlichen rührt&lt;br /&gt;
von den Formgeistern her. Aber damit ist nicht auch schon der Zug&lt;br /&gt;
der beiden Geschlechter für einander, die Neigung derselben zu&lt;br /&gt;
einander gegeben. Diese kommt davon, dass sich in dem Leben der&lt;br /&gt;
beiden Geschlechter besondere Wesen verkörpern, welche von&lt;br /&gt;
einem fremden Schauplatze herabsteigen: von der Venus. Durch sie&lt;br /&gt;
wird jetzt die &#039;&#039;Liebe&#039;&#039; in ihrer untergeordnetsten Form, als Neigung&lt;br /&gt;
der Geschlechter [zu einander], der Erde einverleibt. Diese Liebe&lt;br /&gt;
ist dazu berufen, sich immer mehr zu veredeln, und später die&lt;br /&gt;
höchsten Formen anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie nun die Venuswesen das Element [der Neigung] der&lt;br /&gt;
getrennten Geschlechter [zu einander] abgeben, so bewirken sie&lt;br /&gt;
andrerseits auch, dass der Verstand fruchtbar werden kann. Er erhält&lt;br /&gt;
die Hälfte der an der Geschlechtskraft ersparten Produktionsfähigkeit.&lt;br /&gt;
Aus diesem Grunde können sich jetzt die Monaden -&lt;br /&gt;
zunächst ihr [[Manas]]teil -, die sich, wie gezeigt, während Saturn-,&lt;br /&gt;
Sonne- und Mond-Zyklus gebildet haben, in das Verstandesorgan&lt;br /&gt;
herabsenken. Doch wäre das Wirken der Monaden kalt und trocken&lt;br /&gt;
geblieben, wenn nicht der Astralleib einen solchen Einschlag&lt;br /&gt;
erhalten hätte, dass der Mensch die Tätigkeit seines Verstandes mit&lt;br /&gt;
einer gewissen höheren Leidenschaftlichkeit betriebe. Dieser Einschlag&lt;br /&gt;
kam dem Menschen vom Mars her. Und diejenigen, welche&lt;br /&gt;
ihn vermittelten, sind die luziferischen Wesenheiten, welche auf&lt;br /&gt;
dem Monde zwar über die Stufe des späteren Erd-Menschendaseins&lt;br /&gt;
hinausgekommen sind, es aber doch nicht so weit gebracht&lt;br /&gt;
haben, dass sie wie die Lunar-Pitris ihre Mondentwickelung mit&lt;br /&gt;
dem Mondmanvantara hätten abschließen können. Sie bringen, als&lt;br /&gt;
Eingeweihte, jetzt die Mars-Astralkräfte in den Astralleib des Menschen&lt;br /&gt;
und fachen damit in diesem die Leidenschaft für die Betätigung&lt;br /&gt;
des Intellektes an. Damit &#039;&#039;beleben&#039;&#039; sie die Erkenntnis des&lt;br /&gt;
Menschen; sie fachen ihn zur Selbständigkeit an. Das ist die Hilfe&lt;br /&gt;
in der Fortentwickelung des Menschen, welche durch das luziferische&lt;br /&gt;
Prinzip geleistet wird. Allerdings verbanden sie mit der Erkenntnis&lt;br /&gt;
auch den Eigennutz. Denn sie entfachen ja das Denken&lt;br /&gt;
durch die Leidenschaft, und diese bewirkt den Eigennutz. Aber nur&lt;br /&gt;
dadurch ist es möglich geworden, dass der Mensch die Erde seinen&lt;br /&gt;
Zwecken dienstbar gemacht hat, sie in seinen Nutzen genommen&lt;br /&gt;
hat. Jehova hätte bloß die Form des Verstandesorgans gegeben, und&lt;br /&gt;
die Geister von der Venus hätten bloß in diesem einen leidenschaftslosen&lt;br /&gt;
Sinn erweckt; denn was von ihnen nach dieser Richtung gegeben&lt;br /&gt;
werden konnte, ist ja an die Fortpflanzungskraft abgeliefert&lt;br /&gt;
worden.|262|135ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinnliche und übersinnliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
Unsere Sinneswahrnehmungen (Licht, Farbe, Ton usw.) zeigen uns nur eine dünne Oberschicht dessen, was wirklich auf uns einströmt, denn hinter dem Sinnlichen wirken eigentlich [[Imagination|Imaginationen]], [[Inspiration|Inspirationen]] und [[Intuition|Intuitionen]]. Sie dringen in unser Wesen ein, bleiben aber unterhalb der Bewusstseinsschwelle, sodass wir etwa nur ein Viertel dessen bewusst wahrnehmen, was auf uns zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jeder Wahrnehmung entsteht in uns zugleich so etwas wie ein „Leichnam“, ein [[Phantom]] der Wahrnehmung: etwas muß in uns sterben, damit wir überhaupt die sinnliche Welt empfinden können. Das ist auch gut so, denn würden uns auch die übersinnlichen Anteile der Wahrnehmung vollständig bewußt, bekämen wir – verführt durch [[Luzifer]] – den Drang, uns vorschnell zu vergeistigen und Engelwesen zu werden, ohne den weiteren menschlichen Entwicklungsgang zu durchlaufen. Der [[Hüter der Schwelle]] verhindert das, indem er nur die äußere Empfindung ins Bewusstsein lässt, während im Unterbewusstsein ein ständiger Kampf zwischen luziferischen Kräften und ihren Gegenspielern stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das erste, was zu sagen sein wird, ist, daß der Mensch mit den Wahrnehmungen, die er von der äußeren Welt empfängt, so wie sie ihm in seinem Bewußtsein erscheinen, eigentlich nur einen kleinen Teil dessen wirklich aufnimmt, was da auf ihn einstürmt. Indem der Mensch in der physischen Welt darinnensteht, seine Sinnesorgane geöffnet hat, mit seinem Verstand, der an sein Gehirn, an sein Nervensystem gebunden ist, die Welt betrachtet und sich zu erklären versucht, was da auf diese Weise an den Menschen herankommt, gelangt eigentlich nur ein kleiner Teil dessen, was da heranstürmt, wirklich zur menschlichen Vorstellung, tritt nur ein kleiner Teil wirklich in das Bewußtsein des Menschen ein. Im Licht und in den Farben, im Ton und so weiter ist viel mehr enthalten, als dem Menschen zum Bewußtsein kommt. Die äußerliche materialistische Physik spricht in ihrer kindlichen Weltauffassung davon, daß hinter den Farben, hinter dem Licht und so weiter materielle Vorgänge seien, Atomschwingungen und dergleichen. Das ist eben wirklich nur, man kann schon sagen, eine kindliche Weltauffassung. Denn in Wahrheit stellt sich das Folgende ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen mit dem hellseherischen Blick das menschliche Wahrnehmen erforschen, denn von diesem Beobachten des wirklichen Wahrnehmungsvorganges kann erst ein Verständnis über das Verhältnis des Menschen zu der Umwelt, die ihm vorliegt, ausgehen, wenn wir auch nur auf dem physischen Plane bleiben. Etwas höchst Eigentümliches zeigt sich, wenn man den Wahrnehmungsvorgang hellseherisch beobachtet. Sagen wir, irgend etwas wirke auf unser Auge, wir nehmen Licht oder Farbe wahr, wir haben also in unserem Bewußtsein die Empfindung des Lichtes oder der Farbe: das Merkwürdige, was man nun entdeckt durch die Geistesforschung, ist, daß im Menschenwesen nicht nur dieses Licht und diese Farbe auftreten, sondern daß da wie im Gefolge von Licht und Farbe gleichzeitig mit unserer Empfindung von Licht- und Farbenbildern, man möchte sagen, eine Art von Licht- oder Farbenleichnam in uns auftritt. Unser Auge veranlaßt uns, daß wir die Licht- und Farbenempfindung haben. Man könnte also sagen: das Licht strömt zu und bereitet uns die Lichtempfindung, aber tiefer in unser Wesen hineinschauend, entdecken wir, daß, während in unserem Bewußtsein das Licht sitzt, unser Menschenwesen durchzogen wird von etwas, was in diesem Menschenwesen sterben muß, damit wir die Lichtempfindung haben können. Keine Wahrnehmung, keine Empfindung von außen können wir haben, ohne daß sich gleichsam durchdrückt durch diese Empfindung eine Art Leichenbildung, die wie im Gefolge dieser Empfindung auftritt. Geistesforschung muß eben sagen: Da schaue ich mir den Menschen an, ich weiß, jetzt empfindet er rot. Ich sehe aber, daß dieses Rot, das in seinem Bewußtsein lebt, von sich gleichsam etwas ausgießt, sein ganzes Wesen, insofern es in seine Haut und in die Grenzen seines Ätherleibes eingeflossen ist, durchdringt mit etwas, was wie der Leichnam der Farbe ist, was etwas ertötet in dem Menschen. Denken Sie nur einmal, daß wir eigentlich immer, indem wir der physischen Welt gegenüberstehen und unsere Sinnesorgane offen haben, die Leichname aller unserer Wahrnehmungen wie Phantome, aber wirksame Phantome, in uns aufnehmen. Immer stirbt etwas in uns, indem wir die Außenwelt wahrnehmen. Es ist das ein höchst eigentümliches Phänomen. Und der Geistesforscher muß sich fragen: Ja, was geschieht denn da? Was ist denn die Ursache von diesem höchst eigenartigen Phänomen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß man betrachten, wie es sich eigentlich mit dem verhält, was da wie Licht an uns heranstürmt. Dieses Licht hat eben vieles hinter sich. Es ist gleichsam das, was das Licht offenbart, nur der Vorposten desjenigen, was an uns heranstürmt. Hinter dem Licht steht allerdings nicht jene Wellenbewegung, von der die äußere Physik phantasiert, sondern hinter dem Licht, hinter allen Wahrnehmungen, hinter allen Eindrücken steht zunächst das, was wir nur erfassen, wenn wir geisteswissenschaftlich die Welt anschauen durch Imaginationen, durch schöpferische Bilder. In dem Augenblick, wo wir alles sehen würden, alles wahrnehmen würden, was in dem Licht oder in dem Tone oder in der Wärme lebt, würden wir hinter dem, was uns zum Bewußtsein kommt, die schöpferische Imagination wahrnehmen und in dieser sich wieder offenbarend die Inspiration, und in dieser die Intuition. Es ist dasjenige, was uns zum Bewußtsein kommt als Licht- und Tonempfindung, gleichsam die oberste Schicht, gleichsam nur der Schaum dessen, was an uns heranschwingt, aber es lebt darin, was, wenn es uns zum Bewußtsein käme, zur Imagination, Inspiration, Intuition in uns werden könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eigentlich haben wir nur ein Viertel von dem, was an uns heranstürmt, wirklich in der Wahrnehmung gegeben, die anderen drei Viertel dringen in uns ein, ohne daß es uns zum Bewußtsein kommt. Während wir also dastehen und eine Farbenempfindung haben, dringen, gleichsam durch die Fläche der Farbenempfindung, die schöpferische Imagination, die Inspiration, die Intuition in uns ein, versenken sich in uns. Wenn wir sie näher untersuchen, diese drei letzteren Eindringlinge, so finden wir, daß, wenn diese Imagination, Inspiration, Intuition so, wie sie sich durch die Sinnesempfindung in unseren Organismus hereindrängen wollen, wirklich in diesen hereinkämen, sie so wirken würden, daß sie auch noch während der Zeit unseres physischen Erdendaseins zwischen Geburt und Tod eine solche Vergeistigung in uns hervorrufen würden, wie ich sie gestern angedeutet habe als ein mögliches Ergebnis der Verführung Luzifers. Es würden diese Imagination, Inspiration, Intuition so auf uns wirken, daß wir den Drang bekämen, alles, alles Hegen zu lassen, was noch an Anlagen für unser Streben nach fernen Zukünften, zum Menschenideal, in uns vorhanden ist, und wir würden uns vergeistigen wollen mit all dem, wie wir sind. Wir würden geistige Wesenheiten werden wollen auf dem Vollkommenheitsgrade, den wir bis dahin erlangt haben durch unser Vorleben. Wir würden uns gewissermaßen sagen: Mensch zu werden, das ist uns eine zu große Anstrengung, da müßten wir noch einen schwierigen Weg in die Zukunft gehen. Wir lassen das, was noch an Möglichkeiten zum Menschen hin in uns Hegt. Wir werden Heber ein Engel mit all den Unvollkommenheiten, die wir an uns tragen, denn da kommen wir in die geistige Welt unmittelbar hinauf, da vergeistigen wir unser Wesen. Wir werden dann allerdings unvoUkommener, als wir nach unseren Anlagen werden könnten im Kosmos, aber wir werden eben geistige, engelartige Wesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ersehen Sie wiederum an einem Beispiel, wie wichtig das ist, was man nennt : die Schwelle der geistigen Welt, und wie wichtig die Wesenheit ist, die man den Hüter der Schwelle nennt. Denn da steht er schon an dem Punkt, von dem ich eben jetzt gesprochen habe. Er läßt in unser Bewußtsein nur die Empfindung selber herein und läßt nicht dasjenige hereinkommen, was als Imagination, als Inspiration, als Intuition, wenn es in unser Bewußtsein eintreten würde, einen unmittelbaren Drang nach Vergeistigung, so wie wir sind, mit Verzicht auf alles folgende Menschheitsleben in uns erzeugen würde. Das muß uns verhüllt werden, davor wird die Türe unseres Bewußtseins zugeschlossen, aber in unsere Wesenheit dringt es ein. Und indem es in unsere Wesenheit eindringt, ohne daß wir es mit dem Lichte unseres Bewußtseins durchleuchten können, indem wir es hinuntersteigen lassen müssen in die finsteren Untergründe unseres Unterbewußtseins, kommen die geistigen Wesenheiten, deren Gegner Luzifer ist, von der anderen Seite in unser Wesen herein, und es entsteht jetzt in uns der Kampf zwischen Luzifer, der seine Imagination, Inspiration, Intuition hereinsendet, und denjenigen geistigen Wesenheiten, deren Gegner Luzifer ist. Diesen Kampf würden wir immer schauen bei jeder Empfindung, bei jeder Wahrnehmung, wenn nicht für das äußere Wahrnehmen die Schwelle der geistigen Welt gesetzt wäre, der gegenüber sich nur der hellseherische Blick nicht verschließt.|153|106ff}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere und äußere Sinne ===&lt;br /&gt;
==== Die sieben äußeren Sinne und ihre Beziehung zu Imagination, Inspiration und Intuition ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 048.gif|mini|center|800px|Zeichnung aus GA 199, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sie wissen, wenn der Mensch aufsteigt von der gewöhnlichen Sinneserkenntnis&lt;br /&gt;
zur höheren Erkenntnis, kann er es dadurch tun, daß er mit&lt;br /&gt;
seinem Geistig-Seelischen aus seinem physischen Leib heraustritt. Dann&lt;br /&gt;
treten die höheren Arten des Erkennens auf: Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition. Ich möchte sagen: beschreibend sind Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition ja geschildert in meiner «[[Geheimwissenschaft im Umriß]]» und&lt;br /&gt;
in meiner Schrift «[[Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]». Aber Sie werden sich leicht vorstellen können, daß wir, gerade&lt;br /&gt;
wenn wir diese Gliederung der Sinne vor uns haben, zu einer besonderen&lt;br /&gt;
Charakteristik dessen gelangen können, was Anschauung der&lt;br /&gt;
höheren Welten ist. Wir dringen aus uns heraus. Über welche Grenze&lt;br /&gt;
schreiten wir denn da? Wenn wir in uns bleiben, wenn wir in uns&lt;br /&gt;
stecken, dann sind die Sinne unsere Grenzen; wenn wir aus uns herausdringen,&lt;br /&gt;
dann dringen wir durch die Sinne nach außen. Es ist ganz, ich&lt;br /&gt;
möchte sagen, selbstverständlich, daß, wenn unser Geistig-Seelisches&lt;br /&gt;
die Leibeshülle verläßt, es durch die Sinne nach außen dringt. Wir kommen&lt;br /&gt;
also durch die äußeren Sinne, durch den Geschmackssinn, den&lt;br /&gt;
Sehsinn, den Wärmesinn, den Hörsinn, den Wortesinn, den Gedankensinn&lt;br /&gt;
und den Ichsinn nach außen. Wir werden nachher sehen, wohin&lt;br /&gt;
wir kommen, wenn wir durch die andere Grenze, wo die Sinne sich&lt;br /&gt;
nach innen öffnen, nach innen dringen. Also wir dringen durch die&lt;br /&gt;
Sinne nach außen, indem wir mit unserem Geistig-Seelischen gewissermaßen&lt;br /&gt;
unsere Leibesgrenze verlassen. Da passieren wir zum Beispiel&lt;br /&gt;
den Sehsinn nach außen: das heißt, wir dringen mit unserem Geistig-&lt;br /&gt;
Seelischen nach außen, indem wir unsere Sehwerkzeuge zurücklassen.&lt;br /&gt;
Indem wir uns bewegen in der Welt, mit dem seelischen Auge sehend,&lt;br /&gt;
aber die physischen Augen zurücklassend, wenn wir also gerade durch&lt;br /&gt;
das Auge verlassen unsere Leiblichkeit, kommen wir in jene Region&lt;br /&gt;
hinein, wo die Imagination waltet (siehe Zeichnung Seite 48).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir wirklich imstande sind, durch die Initiation gerade&lt;br /&gt;
durch das Auge hinauszudringen in die geistige Welt, dann bekommen&lt;br /&gt;
wir reine Imaginationen, Imaginationen, die, ich möchte sagen, Bilder&lt;br /&gt;
sind, so wie der Regenbogen ein Bild ist, reine Bildimaginationen, webend&lt;br /&gt;
und lebend im Seelisch-Geistigen. Noch tingiert mit den letzten&lt;br /&gt;
Resten materiellen Daseins erscheinen die Bilder, wenn wir durch das&lt;br /&gt;
Geschmacksorgan nach außen dringen. So daß wir also sagen können:&lt;br /&gt;
Dringen wir durch das Geschmacksorgan nach außen, so sind die Imaginationen&lt;br /&gt;
tingiert, also förmlich betupft mit Materialität. Wir bekommen&lt;br /&gt;
nicht reine duftige Bilder wie beim Regenbogen, sondern wir bekommen&lt;br /&gt;
etwas, was tingiert ist, was gewissermaßen im Bilde etwas wie&lt;br /&gt;
einen letzten Rest des Materiellen enthält: wir bekommen Gespenster,&lt;br /&gt;
richtige Gespenster, wenn wir durch das Geschmacksorgan den physischen&lt;br /&gt;
Leib verlassen. Verläßt man durch den Wärmesinn den physischen Leib,&lt;br /&gt;
so bekommt man die Bilder auch tingiert. Die Bilder, die sonst rein sind,&lt;br /&gt;
ich möchte sagen, wie der Regenbogen, die erscheinen dann so, daß sie&lt;br /&gt;
uns seelisch in einer gewissen Weise affizieren. Das macht jetzt ihre Tingierung&lt;br /&gt;
aus. Beim Geschmacksorgan verdichtet sich gleichsam das Bild&lt;br /&gt;
zum Gespensterhaften. Wenn wir aber durch den Wärmesinn nach außen&lt;br /&gt;
gehen, bekommen wir allerdings auch Imaginationen, aber Imaginationen,&lt;br /&gt;
welche seelisch wirken, welche sympathisch, antipathisch wirken,&lt;br /&gt;
welche seelisch warm oder kalt wirken. Also die Bilder erscheinen nicht&lt;br /&gt;
in der gleichen Weise gelassen wie die andern, sondern sie erscheinen&lt;br /&gt;
warm oder kalt, aber seelisch warm oder kalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun durch unser Ohr, durch den Gehörsinn unseren Leib&lt;br /&gt;
verlassen, dann kommen wir hinaus in die geistig-seelische Welt und&lt;br /&gt;
erleben die Inspiration. Also hier vorher (in der Zeichnung) erleben&lt;br /&gt;
wir Imaginationen, tingiert mit seelisch Affizierendem; wenn wir durch&lt;br /&gt;
den Gehörsinn unseren Leib verlassen, dringen wir in das Gebiet der&lt;br /&gt;
Inspiration. Während sonst diese Sinne mehr nach außen hin gehen,&lt;br /&gt;
dringt jetzt das, was da vom Wärmesinn zum Gehörsinn herüberkommt,&lt;br /&gt;
wenn wir den Leib verlassen, mehr in unser seelisch-geistiges&lt;br /&gt;
Inneres ein. Denn Inspirationen gehören mehr dem seelisch-geistigen&lt;br /&gt;
Inneren an als Imaginationen, wir werden mehr berührt, nicht nur&lt;br /&gt;
affektiv, sondern wir fühlen uns durchdrungen mit Inspirationen, wie&lt;br /&gt;
wir uns leiblich durchdrungen fühlen mit der Luft, die wir eingeatmet&lt;br /&gt;
haben, so fühlen wir uns seelisch durchdrungen mit den Inspirationen,&lt;br /&gt;
in deren Region wir hineingelangen, wenn wir durch den Gehörsinn&lt;br /&gt;
unseren Leib verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir durch den Wortesinn, durch den Sprachsinn unseren Leib&lt;br /&gt;
verlassen, dann tingieren sich wiederum die Inspirationen. Das ist etwas,&lt;br /&gt;
was ganz besonders wichtig ist, daß man kennenlernt dasjenige Organ,&lt;br /&gt;
das ebenso real da ist in der physischen Organisation, wie der Gehörsinn&lt;br /&gt;
da ist, wenn man sich ein Gefühl erwirbt zunächst für das, was der&lt;br /&gt;
Sprachsinn ist. Wenn man durch dieses Organ den physischen Leib&lt;br /&gt;
mit dem Geistig-Seelischen verläßt, so tingiert sich die Inspiration mit&lt;br /&gt;
innerlichem Erleben, mit dem Sich-Eins-Fühlen mit dem fremden&lt;br /&gt;
Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir durch den Gedankensinn unseren Leib verlassen, dann&lt;br /&gt;
dringen wir in das Gebiet der Intuitionen. Und wenn wir durch den&lt;br /&gt;
Ichsinn unseren Leib verlassen, dann sind die Intuitionen tingiert mit&lt;br /&gt;
Wesenhaftem der geistigen Außenwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So dringen wir immer mehr und mehr in das Wesenhafte der geistigen&lt;br /&gt;
Außenwelt ein, sobald wir mit unserem Geistig-Seelischen den&lt;br /&gt;
Leib verlassen, und wir können immer hinweisen darauf, wie eigentlich&lt;br /&gt;
das, was uns umgibt, die geistige Welt ist. Aber der Mensch ist gewissermaßen&lt;br /&gt;
herausgedrängt aus der geistigen Welt. Was da hinter den Sinnen&lt;br /&gt;
ist, nimmt er ja erst wahr, wenn er durch sein Geistig-Seelisches den&lt;br /&gt;
Leib verläßt. Aber es drückt sich ab durch die Sinne: Es erscheinen uns&lt;br /&gt;
die Intuitionen durch den Ich- und den Gedankensinn, aber nur die&lt;br /&gt;
Abdrücke davon; die Inspirationen durch den Wortesinn und den Hörsinn,&lt;br /&gt;
aber wiederum nur Abdrücke davon; die Imaginationen durch den&lt;br /&gt;
Wärmesinn und den Sehsinn, und ein wenig durch den Geschmackssinn,&lt;br /&gt;
aber abgetönt, hereingenommen, ins Sinnliche verwandelt. Schematisch&lt;br /&gt;
könnte man die Sache so zeichnen: An der Grenze ist die Wahrnehmung&lt;br /&gt;
der Sinneswelt (siehe Zeichnung, rot); gelangt man hinaus mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 052.gif|center|200px|Zeichnung aus GA 199, S. 52]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Geistig-Seelischen, so dringt man in die geistige Welt ein (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung, gelb) durch Imagination, Inspiration und Intuition. Und&lt;br /&gt;
das zu Imaginierende, das zu Inspirierende, zu Intuitierende, das ist da&lt;br /&gt;
draußen. Aber indem es in uns eindringt, wird es zu unserer Sinneswelt.&lt;br /&gt;
Sie sehen: Atome sind nicht da draußen, wie es sich die Materialisten&lt;br /&gt;
phantasieren, sondern da draußen ist die Welt des Imaginativen, des&lt;br /&gt;
Inspirierten, des Intuitiven. Und indem diese Welt auf uns wirkt, entstehen&lt;br /&gt;
die Abdrücke davon in den äußeren Sinneswahrnehmungen.|199|49ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die seelischen Wirkungen der fünf inneren Sinne ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wie ist es nun, wenn wir durch die inneren Sinne, den Lebenssinn, den&lt;br /&gt;
Bewegungssinn, den Gleichgewichtssinn, den Tastsinn, den Geruchssinn&lt;br /&gt;
in unser Inneres eindringen, wenn wir - ebenso, wie wir durch die&lt;br /&gt;
äußeren Sinne nach außen dringen - durch diese inneren Sinne in uns&lt;br /&gt;
eindringen? Da nimmt sich die Sache überhaupt anders aus. Schreiben&lt;br /&gt;
wir uns noch einmal diese inneren Sinne auf: Geruchssinn, Tastsinn,&lt;br /&gt;
Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Lebenssinn. Was da eigentlich in&lt;br /&gt;
uns vorgeht, das wird da nicht wahrgenommen. Wir nehmen im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
Leben eigentlich das, was im Bereiche dieser Sinne vorgeht,&lt;br /&gt;
nicht wahr; das bleibt unterbewußt. Dasjenige, was wir im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
Leben durch diese Sinne wahrnehmen, ist schon heraufgestrahlt&lt;br /&gt;
in das Seelische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn das die äußere geistige Welt der Imagination, Inspiration,&lt;br /&gt;
Intuition ist (siehe Zeichnung S. 54, rot), so strahlt sie gewissermaßen&lt;br /&gt;
auf unsere Sinne, und durch die Sinne wird vor uns hingestellt,&lt;br /&gt;
wird die sinnliche Welt eben erzeugt. Da wird also um eine Stufe hereingeschoben&lt;br /&gt;
die äußere Geistwelt. Was aber diese Sinne umschließt, und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA199 054.gif|center|400px|Zeichnung aus GA 199, S. 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was da unten in der Körperlichkeit wühlt (orange), das nimmt man unmittelbar&lt;br /&gt;
nicht wahr. So wie man unmittelbar nicht wahrnimmt die&lt;br /&gt;
objektive äußere Geistwelt, sondern nur in ihrer Hereingeschobenheit&lt;br /&gt;
in unsere Sinne, so nimmt man unmittelbar auch nicht das wahr, was da&lt;br /&gt;
in unserem Körper wühlt, sondern nur das Heraufgeschobensein in das&lt;br /&gt;
Seelische. Man nimmt gewissermaßen die seelischen Wirkungen dieser&lt;br /&gt;
inneren Sinne wahr. Sie nehmen nicht die Vorgänge wahr, welche die&lt;br /&gt;
Lebensvorgänge sind, sondern Sie nehmen wahr vom Lebenssinn (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung Seite 48), was Gefühl ist davon, was Sie nicht wahrnehmen,&lt;br /&gt;
wenn Sie schlafen, was Sie wahrnehmen als innere Behaglichkeit beim&lt;br /&gt;
Wachen, als das Durchbehaglichtsein, was nur gestört ist, wenn einem&lt;br /&gt;
irgend etwas weh tut in seinem Inneren. Da ist der Lebenssinn, der sonst&lt;br /&gt;
als Behaglichkeit heraufstrahlt, so, daß er gestört ist, geradeso wie ein&lt;br /&gt;
äußerer Sinn gestört ist, wenn man zum Beispiel schlecht hört. Aber im&lt;br /&gt;
ganzen lebt sich beim gesunden Menschen der Lebenssinn als Behaglichkeit&lt;br /&gt;
aus. Jenes Durchdrungensein von Behaglichkeit, erhöht nach einer&lt;br /&gt;
würzigen Mahlzeit, etwas herabgestimmt beim Hunger, dieses allgemeine&lt;br /&gt;
innerliche Sich-Fühlen, das ist die in die Seele hineingestrahlte&lt;br /&gt;
Wirkung des Lebenssinnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bewegungssinn (siehe Zeichnung Seite 48), dasjenige, das da in&lt;br /&gt;
uns vorgeht, indem wir durch Verkürzung und Verlängerung unserer&lt;br /&gt;
Muskeln wahrnehmen, ob wir gehen oder stehen, ob wir springen oder&lt;br /&gt;
tanzen, also wodurch wir wahrnehmen, ob und wie wir in Bewegung&lt;br /&gt;
sind, das gibt, in die Seele hineingestrahlt, jenes Freiheitsgefühl des&lt;br /&gt;
Menschen, das ihn sich als Seele empfinden laßt: Empfindung des eigenen&lt;br /&gt;
freien Seelischen. Daß Sie sich als eine freie Seele empfinden, das&lt;br /&gt;
ist die Ausstrahlung des Bewegungssinnes, das ist das Hereinstrahlen&lt;br /&gt;
der Muskelverkürzungen und Muskelverlängerungen in Ihr Seelisches,&lt;br /&gt;
so wie die innere Behaglichkeit oder Unbehaglichkeit das Hereinstrahlen&lt;br /&gt;
der Ergebnisse, der Erfahrungen des Lebenssinnes in Ihr Seelisches ist.&lt;br /&gt;
Wenn der Gleichgewichtssinn hereinstrahlt in das Seelische, da lösen&lt;br /&gt;
wir schon sehr stark dieses Seelische los. Denken Sie nur einmal, wie&lt;br /&gt;
wenig wir darauf aus sind - wenn wir nicht gerade ohnmächtig geworden&lt;br /&gt;
sind, dann wissen wir nichts davon —, unmittelbar wirklich zu&lt;br /&gt;
empfinden, daß wir in die Welt im Gleichgewichte hineingestellt sind.&lt;br /&gt;
Wie empfinden wir denn, in die Seele hineingestrahlt, die Erlebnisse&lt;br /&gt;
des Gleichgewichtssinnes? Das ist schon ganz seelisch: wir empfinden das&lt;br /&gt;
als innere Ruhe, als jene innere Ruhe, welche macht, daß, wenn ich&lt;br /&gt;
von da bis hierher gehe, ich doch nicht zurücklasse den, der da in meinem&lt;br /&gt;
Körper steckt, sondern ihn mitnehme; der bleibt ruhig derselbe.&lt;br /&gt;
Und so könnte ich durch die Luft fliegen, ich würde ruhig derselbe bleiben.&lt;br /&gt;
Das ist dasjenige, was uns unabhängig erscheinen läßt von der Zeit.&lt;br /&gt;
Ich lasse mich auch heute nicht zurück, sondern ich bin morgen derselbe.&lt;br /&gt;
Dieses Unabhängigsein von der Körperlichkeit, das ist das Hineinstrahlen&lt;br /&gt;
des Gleichgewichtssinnes in die Seele. Es ist das Sich-als-Geist-&lt;br /&gt;
Fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch weniger nehmen wir wahr die inneren Vorgänge des Tastsinnes.&lt;br /&gt;
Die projizieren wir ja ganz nach außen. Wir fühlen den Körpern&lt;br /&gt;
an, ob sie hart oder weich sind, ob sie rauh oder glatt sind, ob sie seidig&lt;br /&gt;
sind oder wollen; wir projizieren die Erlebnisse des Tastsinnes ganz&lt;br /&gt;
in den äußeren Raum. Eigentlich ist das, was wir im Tastsinn haben,&lt;br /&gt;
ein inneres Erlebnis, aber was da innerlich vorgeht, das bleibt ganz im&lt;br /&gt;
Unbewußten. Davon ist nur ein Schatten vorhanden in den Eigenschaften&lt;br /&gt;
des Tastsinnes, die wir den Körpern zuschreiben. Aber das&lt;br /&gt;
Organ des Tastsinnes, das macht, daß wir die Gegenstände seiden oder&lt;br /&gt;
wollen, hart oder weich, rauh oder glatt fühlen. Das strahlt auch ins&lt;br /&gt;
Innere herein, das strahlt in die Seele herein; nur merkt der Mensch&lt;br /&gt;
den Zusammenhang seines seelischen Erlebnisses mit dem, was der&lt;br /&gt;
äußere Tastsinn ertastet, nicht, weil die Dinge sich sehr differenzieren -&lt;br /&gt;
was da ins Innere hineinstrahlt und was nach außen hin erlebt wird.&lt;br /&gt;
Aber dasjenige, was da ins Innere hineinstrahlt, ist nichts anderes als&lt;br /&gt;
das Durchdrungensein mit dem Gottgefühl. Der Mensch würde, wenn&lt;br /&gt;
er keinen Tastsinn hatte, das Gottgefühl nicht haben. Was da im&lt;br /&gt;
Tastsinn sich als Rauheit und Glatte, Härte und Weichheit erfühlt, das&lt;br /&gt;
ist das nach außen Strahlende; was sich zurückschlägt in der Seelenerscheinung,&lt;br /&gt;
das ist das Durchdrungensein mit der allgemeinen Weltsubstantialität,&lt;br /&gt;
das Durchdrungensein mit dem Sein als solchem. Wir&lt;br /&gt;
konstatieren das Sein der äußeren Welt gerade durch den Tastsinn. Wir&lt;br /&gt;
glauben noch nicht, wenn wir irgend etwas sehen, daß es auch im Raume&lt;br /&gt;
vorhanden ist; wir überzeugen uns, daß es im Raume vorhanden ist,&lt;br /&gt;
wenn der Tastsinn es ertasten kann. Dasjenige, was alle Dinge durchdringt,&lt;br /&gt;
was auch in uns hereindringt, was Sie alle hält und trägt, diese&lt;br /&gt;
alles durchdringende Gottsubstanz kommt ins Bewußtsein und ist, nach&lt;br /&gt;
innen reflektiert, das Erlebnis des Tastsinnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruchssinn: seine Ausstrahlung nach außen kennen Sie. Wenn&lt;br /&gt;
der Geruchssinn aber seine Erlebnisse nach innen strahlt, dann merkt&lt;br /&gt;
der Mensch schon gar nicht mehr, wie diese inneren Erlebnisse mit den&lt;br /&gt;
äußeren Erlebnissen zusammenfallen. Wenn der Mensch irgend etwas&lt;br /&gt;
riecht, so ist das die Ausstrahlung seines Geruchssinnes nach außen; er&lt;br /&gt;
projiziert die Bilder nach außen. Aber diese Wirkung projiziert sich&lt;br /&gt;
auch nach innen. Der Mensch beachtet sie nur seltener als die Wirkung&lt;br /&gt;
nach außen. Manche Leute riechen gern wohlriechende Dinge, da beobachten&lt;br /&gt;
sie die Ausstrahlung des Geruchssinnes nach außen. Aber es gibt&lt;br /&gt;
auch Leute, die sich dem hingeben, was da als die Wirkung des Geruchssinnes&lt;br /&gt;
nach innen so intensiv das Innere ergreift, was nicht nur wie das&lt;br /&gt;
Gottesgefühl den Menschen durchdringt, sondern was sich so hineinsetzt&lt;br /&gt;
in den Menschen, daß er es als mystisches Einssein mit Gott&lt;br /&gt;
empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::5. [[Geruchssinn]] = mystisches Einssein mit Gott&lt;br /&gt;
::4. [[Tastsinn]] = Durchdrungensein mit dem Gottgefühl&lt;br /&gt;
::3. [[Gleichgewichtssinn]] = innere Ruhe, sich als Geist fühlen&lt;br /&gt;
::2. [[Bewegungssinn]] = Empfindung des eigenen freien Seelischen&lt;br /&gt;
::1. [[Lebenssinn]] = Behaglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, man muß sich, wenn man die Dinge durchschaut, so wie sie&lt;br /&gt;
wirklich in der Welt sind, von manchem sentimentalen Vorurteile losmachen.&lt;br /&gt;
Denn manch einer wird ganz sonderbare Gefühle haben, wenn&lt;br /&gt;
er Mystiker sein will und nun erfährt, was eigentlich dieses mystische&lt;br /&gt;
Erlebnis im Verhältnis zur Sinneswelt ist: es ist das in das Innere der&lt;br /&gt;
Seele einstrahlende Geruchssinn-Erlebnis.“ {{GZ||199|53ff}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Lehrstunden für Teilnehmende der erkenntniskultischen Arbeit vom 20. Mai 1913 in Stuttgart wird nach den Aufzeichnungen von [[Elisabeth Vreede]] allerdings der [[Geruchssinn]] auch als der gefährlichste von allen Sinnen bezeichnet, da er uns unmittelbar in den Bereich der [[Schwarze Magie|schwarzen Magier]] bringt, wenn wir ihn auf [[geistige Wesenheiten]] beziehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Geruchssinn (Skorpion) ist der gefährlichste Sinn, wenn wir versuchen, ihn in Beziehung zu setzen zu geistigen Wesenheiten, denn er bringt uns sofort in das Gebiet der schwarzen Magier.|265a|187}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich die folgende von uns erweiterte Darstellung der Zeichnung zu {{GZ||199|48}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:12 Sinne b.png|center|900px|Erweiterte Darstellung der Zeichnung zu GA 199, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Wahrnehmung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinneslehre Rudolf Steiners}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinn (Wahrnehmung)}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Sinnesorgan}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinnesorgan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
;Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]], Cornelius Bohlen (Vorwort): &#039;&#039;Die zwölf Sinne des Menschen in ihrer Beziehung zu Imagination, Inspiration, Intuition&#039;&#039;, Rudolf Steiner Verlag 2017, ISBN 978-3727454127&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung&#039;&#039;, [[GA 2]] (2002), ISBN 3-7274-0020-X {{Schriften|002}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wahrheit und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 3]] (1980), ISBN 3-7274-0030-7 {{Schriften|003}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|004}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1904 - 1908), im Kapitel &#039;&#039;Das Leben des Saturn&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Stufen der höheren Erkenntnis&#039;&#039;, [[GA 12]] (1993), ISBN 3-7274-0120-6 {{Schriften|012}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 3-7274-0130-3 {{Schriften|013}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vom Menschenrätsel&#039;&#039;, [[GA 20]] (1984), ISBN 3-7274-0200-8 {{Schriften|020}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Von Seelenrätseln&#039;&#039;, [[GA 21]] (1983), ISBN 3-7274-0210-5 {{Schriften|021}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophische Leitsätze&#039;&#039;, [[GA 26]] (1998), ISBN 3-7274-0260-1 {{Schriften|026}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mein Lebensgang&#039;&#039;, [[GA 28]] (2000), ISBN 3-7274-0280-6 {{Schriften|028}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910&#039;&#039;, [[GA 45]] (1980) {{Schriften|045}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft&#039;&#039;, [[GA 81]] (1994), ISBN 3-7274-0810-3 {{Vorträge|081}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundelemente der Esoterik&#039;&#039;, [[GA 93a]] (1972), S 67 ff. (Berlin, 4. Oktober 1905) - In diesem Vortrag spricht Rudolf Steiner bereits davon, dass es in Wahrheit zwölf Sinne gibt. Davon seien fünf schon physisch und zwei andere würden während der weiteren Enwicklung des Menschen auf Erden noch physisch werden. {{Vorträge|093a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (1980) {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt&#039;&#039;, [[GA 153]] (1997), ISBN 978-3-7274-1530-2 {{Vorträge|153}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Okkultes Lesen und okkultes Hören&#039;&#039;, [[GA 156]] (2003), ISBN 3-7274-1561-4 {{Vorträge|156}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Weltwesen und Ichheit&#039;&#039;, [[GA 169]] (1963), Berlin, 20. Juni 1916 {{Vorträge|169}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&#039;&#039;, [[GA 170]] (1978), Siebenter Vortrag, Dornach, 12. August 1916 {{Vorträge|170}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Wissenschaft vom Werden des Menschen&#039;&#039;, [[GA 183]] (1990), ISBN 3-7274-1830-3 {{Vorträge|183}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung&#039;&#039;, [[GA 199]] (1985), ISBN 3-7274-1990-3 {{Vorträge|199}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist – Zweiter Teil&#039;&#039;, [[GA 206]] (1991), ISBN 3-7274-2060-X {{Vorträge|206}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren&#039;&#039;, [[GA 234]] (1994), ISBN 3-7274-2342-0 {{Vorträge|234}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]],[[Marie Steiner-von Sivers]]: &#039;&#039;Briefwechsel und Dokumente 1901–1925&#039;&#039;, 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, [[GA 262]] (2002), ISBN 3-7274-2620-9 {{Briefe|262}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Lehrstunden für Teilnehmende der erkenntniskultischen Arbeit 1906-1924&#039;&#039;, [[GA 265a]] (2024), ISBN 978-3-7274-2655-1&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik&#039;&#039;, [[GA 293]] (1992), ISBN 3-7274-2930-5 {{Vorträge|293}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grenzen der Naturerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 322]] (1981), ISBN 3-7274-3220-9 {{Vorträge|322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 14, Dornach Michaeli 1965 {{BE|014}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-014-1965.pdf]&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 34: &#039;&#039;Aufzeichnungen Rudolf Steiners zur Sinneslehre&#039;&#039;, Dornach Sommer 1971 {{BE|034}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-034-1971.pdf]&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] Nr. 58/59: &#039;&#039;Aufzeichnungen von Rudolf Steiner zur Heilkunst und zu den Lebensstufen&#039;&#039;, Dornach Weihnachten 1977 {{BE|058-059}} [http://fvn-archiv.net/PDF/Beitraege/BE-058.059-1977.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandtafelzeichnungen&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wandtafelzeichnungen Band IV&#039;&#039;, K58/4, Dornach 2000&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wandtafelzeichnungen Band VII&#039;&#039;, K58/7 Dornach 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Andere Autoren&lt;br /&gt;
* Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: &#039;&#039;Die zwölf Sinne in der seelischen Beobachtung  – Eine Exkursion&#039;&#039;. Sentovision, Basel 2019, ISBN 978-3037521083&lt;br /&gt;
* Robert F. Schmidt, Hans-Georg Schaible: &#039;&#039;Neuro- und Sinnesphysiologie&#039;&#039;, 5. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2006, ISBN 978-3540257004, eBook ISBN 978-3540294917&lt;br /&gt;
* Albert Soesman: &#039;&#039;Die zwölf Sinne. Tore der Seele.&#039;&#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1995; 6. überarb. A. 2007, ISBN 978-3-7725-2161-4&lt;br /&gt;
* [[Karsten Massei]]: &#039;&#039;Zwiegespräche mit der Erde: Ein innerer Erfahrungsweg&#039;&#039;, Futurum Verlag, 2014 ISBN 978-3856362461&lt;br /&gt;
* Johannes Weinzirl (Hrsg.), [[Peter Heusser]] (Hrsg.): &#039;&#039;Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter&#039;&#039;, Wittener Kolloquium für Humanismus, Medizin und Philosophie, Band 5, Königshausen u. Neumann 2017, ISBN 978-3826059919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
#[http://www.anthroposophie.net/steiner/bib_steiner_zwoelf_sinne.htm Rudolf Steiner: &#039;&#039;Die zwölf Sinne des Menschen&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
#[http://www.12-sinne.de Materialien zu den zwölf Sinnen des Menschen] - Dr. Martin Errenst&lt;br /&gt;
#[http://www.sinnestaeuschung-gibt-es-nicht.de Sinnestäuschung gibt es nicht]&lt;br /&gt;
# {{Kirchner|Sinn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AnthroWiki:Exzellent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinne|101]]&lt;br /&gt;
[[en:Sense]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Gleichgewichtssinn&amp;diff=626220</id>
		<title>Gleichgewichtssinn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Gleichgewichtssinn&amp;diff=626220"/>
		<updated>2026-07-21T12:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Gleichgewichtssinn&#039;&#039;&#039;, heute auch &#039;&#039;Vestibuläre Wahrnehmung&#039;&#039; genannt, ist einer der zwölf [[physisch]]en [[Sinne]], von denen [[Rudolf Steiner]] in seiner [[Sinneslehre]] gesprochen hat. Er ermöglicht uns die [[Wahrnehmung]] unserer Körperhaltung und hilft uns bei der Orientierung im [[Raum]]. Zentrale [[Organ]]e des Gleichgewichtssinns sind das [[Gleichgewichtsorgan]] mit den drei [[Wikipedia:Bogengänge|Bogengänge]]n im [[Ohr|Innenohr]] und das Gleichgewichtszentrum des [[Kleinhirn]]s ([[Kleinhirn#Gliederung|Vestibulocerebellum]]). Daneben spielen auch andere [[Sinne]], namentlich die [[Sehsinn|visuelle Wahrnehmungen]] und [[Reflex]]e eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei halbzirkelförmigen &#039;&#039;Bogengänge&#039;&#039; des Gleichgewichtsorgans sind auch von entscheidender Bedeutung für die [[Mathematik|mathematische]] [[Begabung]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Nun hängt beim Menschen die mathematische Begabung vorzugsweise ab&lt;br /&gt;
von den drei Kanälen im Mittelohr, die mit dem Gleichgewicht etwas zu tun&lt;br /&gt;
haben, und es besteht für den Menschen eine Art Verbindung zwischen diesem&lt;br /&gt;
Organ im Ohr und zwischen dem gesamten das Rückenmark konstituierenden&lt;br /&gt;
Nervensystem. Wenn der Mensch nämlich mathematische Urteile fällt, so können&lt;br /&gt;
wir sehen, daß er viel mehr, als man gewöhnlich glaubt, Zuschauer ist. Die&lt;br /&gt;
mathematischen Urteile machen sich viel mehr selber, und der Mensch ist gerade&lt;br /&gt;
auf dem Gebiete der Mathematik mehr eine Art Automat. Daher gehört es&lt;br /&gt;
auch zu den Eigentümlichkeiten der Mathematik, daß man wirklich den Drang&lt;br /&gt;
hat, die ganze Mathematik zu einer Art Automat zu gestalten. Man zählt nur bis&lt;br /&gt;
zehn in unserem Zahlensystem, dann zählt man die Zehner und so weiter. Dadurch&lt;br /&gt;
wird das ganze Rechnen innerlich automatisiert. Es besteht wirklich eine&lt;br /&gt;
innere Gesetzmäßigkeit in den Zahlen, die in einer Art mathematischen Automatismus&lt;br /&gt;
an die Erde gebunden ist. Beim Menschen wirkt dieser Automatismus&lt;br /&gt;
nicht so stark, weil der Mensch herausgehoben ist aus diesem Automatismus&lt;br /&gt;
und die Urteilskraft doch eintritt und niederhält den ganzen mathematischen&lt;br /&gt;
Automatismus.|{{BE|114-115|66}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir haben nicht bloß einen Sinn im Ohr, sondern im Grunde zwei&lt;br /&gt;
Sinne. Wenn die Kanäle lädiert sind und die Bögen in Unordnung&lt;br /&gt;
geraten, bekommt der Mensch Schwindel; er kann sich in den drei&lt;br /&gt;
Dimensionen des Raumes nicht orientieren. Es ist der Orientierungssinn,&lt;br /&gt;
[Gravitationssinn]; dies ist sogar der ältere Sinn des Ohres.&lt;br /&gt;
Schon bei niederen Tieren fehlen nicht die Organe, die ähnlich sind&lt;br /&gt;
den halbbuckelförmigen Kanälchen; drin befinden sich Steinchen,&lt;br /&gt;
man nennt sie [[Otolith]]en, welche sich bewegen, wenn das Tier seine&lt;br /&gt;
Stellung verändert. Bei ganz niederen Tieren, wo keine Rede ist vom&lt;br /&gt;
Hören, finden wir diese Steinchen - den Orientierungssinn. Auch&lt;br /&gt;
schon bei Pflanzen finden wir Zellen, vorzugsweise in der Wurzelspitze,&lt;br /&gt;
die lose liegende kleine Stärkekörner enthalten. Diese haben&lt;br /&gt;
eine besondere Aufgabe. Die Pflanzen wachsen senkrecht aus der&lt;br /&gt;
Erde heraus, in der Richtung der Schwerkraft nach oben. Wie finden&lt;br /&gt;
sie den Weg? Sie haben einen Orientierungssinn durch die Stärkekörner.&lt;br /&gt;
Die Wurzel ist der Kopf der Pflanze, bei der Umdrehung&lt;br /&gt;
haben sich die Otolithen ausgebildet. Bei den Mondpflanzen - wie&lt;br /&gt;
zum Beispiel bei der Mistel - finden wir sie nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, dass die Pflanze einen Pol zur Erde hin hat, der andere&lt;br /&gt;
Pol geht zur Sonne hin. Die Blätter streben zur Sonne; so weit sie&lt;br /&gt;
können, stellen sie sich senkrecht zur Sonne. Das Pflanzenblatt besteht&lt;br /&gt;
aus Zellen; an der Oberfläche grüner Laubblätter sind Zellen,&lt;br /&gt;
welche nach außen etwas gewölbt sind und nach unten zu flach. Jede&lt;br /&gt;
solche Zelle ist wie eine Linse mit dem hellen Brennpunkte in der&lt;br /&gt;
Mitte. Nur dann, wenn die Partie senkrecht steht, fällt der Brennpunkt&lt;br /&gt;
in die Mitte, sonst fällt er zurück; es ist wie mit den Augen&lt;br /&gt;
der Insekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sucht die Pflanze Sonnenpol und Erdenpol. Das ist die Eigenart&lt;br /&gt;
der Lichtwesen oder Pflanzenwesen. Jedes Pranawesen hat diese&lt;br /&gt;
zwei Pole, der eine zum Boden, auf dem er wächst, der andere&lt;br /&gt;
zur Quelle, die ihm die Lebenskräfte gibt. Solange der Mensch ein&lt;br /&gt;
Sonnenwesen war, war er auch so. Der Mensch hat sich umgedreht,&lt;br /&gt;
dadurch hat er seinen alten Sinn, den Gravitationssinn, umgeformt&lt;br /&gt;
und jetzt bei seinem Eintritt in das Mentale den Gehörsinn zugefügt&lt;br /&gt;
und das korrespondierende Organ, durch das er Schöpfer wird,&lt;br /&gt;
entwickelt. Zum Gehör tritt der Kehlkopf hinzu, ein Sinnesorgan,&lt;br /&gt;
das zum Willensorgan wird. Beide entsprechen einander.&lt;br /&gt;
Die Erde bringt Gravitation hervor, das Ohr nimmt die Gravitation&lt;br /&gt;
wahr. Jetzt ist die Kraft im Menschen, nachdem er sich losgerissen&lt;br /&gt;
hat von der Erde. Die umgewandte Gravitationskraft im Geiste, das&lt;br /&gt;
Wort, muss er nun hervorbringen.|91|181f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tätigkeit des Gleichgewichtssinns beruht wesentlich darauf, dass der [[Ätherleib]] vom [[Geistselbst]] ([[Manas]]) durchdrungen wird und sich dadurch elastisch ausdehnt. Dadurch verdünnt sich auch der [[Astralleib]], ohne dabei aus dem Ätherleib herausgepresst zu werden. In der Folge kann sich auch die [[physisch]]e Substanz dehnen und strecken und die drei Bogengänge ausbilden und der Astralleib sich ins Gleichgewicht mit der Umgebung setzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir kommen nun zu einem dritten Element, das den Ätherleib des&lt;br /&gt;
Menschen durchsetzen kann. Dieses dritte Element ist auch etwas,&lt;br /&gt;
was der Mensch heute zwar teilweise schon besitzt, aber nur zum&lt;br /&gt;
allergeringsten Teil in sein Bewußtsein gebracht hat, nämlich Manas&lt;br /&gt;
oder Geistselbst. Aber weil es die Erdenaufgabe des Menschen ist,&lt;br /&gt;
dieses Manas zu entwickeln, so ist es begreiflich, daß es anders auf den&lt;br /&gt;
Ätherleib wirkt als der Lebensgeist oder Geistesmensch, die erst in&lt;br /&gt;
ferner Zukunft entwickelt werden sollen. Es wirkt ausdehnend auf&lt;br /&gt;
den Ätherleib, nicht zusammenkrampfend, und die Folge davon ist,&lt;br /&gt;
daß das Gegenteil von dem eintritt, was beim Lebenssinn als das Frostige&lt;br /&gt;
bezeichnet worden ist. Man könnte die Wirkung von Manas auf&lt;br /&gt;
den Ätherleib vergleichen mit dem Einströmen von Wärme in einen&lt;br /&gt;
Raum. Etwas wie ein Wärmestrom ergießt sich beim Eintreten von&lt;br /&gt;
Manas in den Ätherleib und dehnt ihn elastisch aus. Die Folge davon&lt;br /&gt;
ist, daß nun auch der astralische Leib verdünnt wird, sich mit ausdehnen&lt;br /&gt;
kann, aber ohne herausgepreßt zu werden; er kann in dem sich&lt;br /&gt;
ausdehnenden Ätherleib drinnenbleiben. Während die Sinnesempfindüng&lt;br /&gt;
beim Lebensgefühl darauf beruht, daß der Astralleib herausgedrückt&lt;br /&gt;
wird, entsteht das, was statischer Sinn oder Gleichgewichtssinn&lt;br /&gt;
genannt worden ist, dadurch, daß der Ätherleib ausgedehnt wird&lt;br /&gt;
und dann zugleich der astralische Leib innerlich mehr Platz bekommt.&lt;br /&gt;
Der astralische Leib wird in sich weniger dicht, er wird dünner. Als&lt;br /&gt;
Folge dieser Verdünnung des Astral- und Ätherleibes ist nun auch für&lt;br /&gt;
die physische Substanz die Möglichkeit geboten, irgendwie sich zu&lt;br /&gt;
strecken und auszudehnen. Durch die Wirkung von Atma wurde der&lt;br /&gt;
physische Leib zusammengekrampft, durch die Wirkung von Budhi&lt;br /&gt;
wurde er im Gleichgewicht erhalten, durch die Wirkung von Manas&lt;br /&gt;
aber wird der physische Leib entlastet, und da auch der Ätherleib sich&lt;br /&gt;
ausdehnt, so kann er seine Partikelchen an gewissen Stellen hinausschieben.&lt;br /&gt;
Durch solches Hinausschieben sind auch jene Organe, die&lt;br /&gt;
drei kleinen halbzirkelförmigen Kanäle im Ohr entstanden, die aufeinander&lt;br /&gt;
senkrecht stehen, entsprechend den drei Richtungen des&lt;br /&gt;
Raumes. Es sind sozusagen Ausspreizungen der sinnlichen Materie&lt;br /&gt;
des physischen Leibes. Solche Organe entstehen in der verschiedensten&lt;br /&gt;
Weise als Neubildungen, als wunderbare Gebilde, welche nicht&lt;br /&gt;
dadurch entstehen, daß von innen her getrieben wird, sondern dadurch,&lt;br /&gt;
daß der Druck von außen aufhört, das heißt geringer wird und&lt;br /&gt;
Entlastung eintritt. Dadurch, daß der Astralleib sich weiter ausdehnen&lt;br /&gt;
kann, vermag er in Beziehung zur Außenwelt zu treten. Er muß sich&lt;br /&gt;
mit dieser Außenwelt ins Gleichgewicht setzen. Geschieht das nicht,&lt;br /&gt;
dann steht der Mensch schief oder er fällt sogar um. Für die beiden&lt;br /&gt;
ersten Sinne kam das nicht in Betracht, aber diesem Sinne kommt die&lt;br /&gt;
Aufgabe zu, sich ins Gleichgewicht zu setzen. Streben wir irgendwo&lt;br /&gt;
hinein, so müssen wir so hinein, wie wir können; zum Beispiel in den&lt;br /&gt;
Raum müssen wir in seinen drei Richtungen hineinstreben. Daher&lt;br /&gt;
wachsen jene drei halbzirkelförmigen Kanäle im Ohr in den drei Richtungen&lt;br /&gt;
des Raumes senkrecht aufeinander. Werden diese Organe verletzt,&lt;br /&gt;
so hört der statische Sinn auf zu funktionieren und der Mensch&lt;br /&gt;
erleidet Schwindelgefühle, Ohnmachtsanfalle und dergleichen. Wo&lt;br /&gt;
man es mit Tieren zu tun hat, liegt die Sache so, daß die Tiere zu früh&lt;br /&gt;
in die physische Materie heruntergestiegen sind, so daß sich bei ihnen&lt;br /&gt;
die physische Materie noch mehr verhärtet hat. Es treten geradezu&lt;br /&gt;
Steinbildungen auf, die Otolithen. Sie lagern sich so, daß daran das&lt;br /&gt;
Gleichgewicht abgemessen und empfunden werden kann.|115|37ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Gleichgewichtssinn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: &#039;&#039;Die zwölf Sinne in der seelischen Beobachtung  – Eine Exkursion&#039;&#039;. Sentovision, Basel 2019, ISBN 978-3037521083&lt;br /&gt;
* Robert F. Schmidt, Hans-Georg Schaible: &#039;&#039;Neuro- und Sinnesphysiologie&#039;&#039;, 5. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2006, ISBN 978-3540257004, eBook ISBN 978-3540294917&lt;br /&gt;
* Albert Soesman: &#039;&#039;Die zwölf Sinne. Tore der Seele.&#039;&#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1995; 6. überarb. A. 2007, ISBN 978-3-7725-2161-4&lt;br /&gt;
* [[Karsten Massei]]: &#039;&#039;Zwiegespräche mit der Erde: Ein innerer Erfahrungsweg&#039;&#039;, Futurum Verlag, 2014 ISBN 978-3856362461&lt;br /&gt;
* Johannes Weinzirl (Hrsg.), [[Peter Heusser]] (Hrsg.): &#039;&#039;Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter&#039;&#039;, Wittener Kolloquium für Humanismus, Medizin und Philosophie, Band 5, Königshausen u. Neumann 2017, ISBN 978-3826059919&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&#039;&#039;, [[GA 91]] (2018), ISBN 978-3-7274-0910-3&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Psychosophie – Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (2001), ISBN 3-7274-1150-3 {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]]&#039;&#039;, Heft 114/115: &#039;&#039;Rudolf Steiner und der mehrdimensionale Raum&#039;&#039;, Dornach 1995 {{BE|114-115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinne|106]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gleichgewichtssinn|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehirn|202]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die zwölf Sinne|105]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Gleichgewichtssinn&amp;diff=626219</id>
		<title>Gleichgewichtssinn</title>
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		<updated>2026-07-21T12:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Gleichgewichtssinn&#039;&#039;&#039;, heute auch &#039;&#039;Vestibuläre Wahrnehmung&#039;&#039; genannt, ist einer der zwölf [[physisch]]en [[Sinne]], von denen [[Rudolf Steiner]] in seiner [[Sinneslehre]] gesprochen hat. Er ermöglicht uns die [[Wahrnehmung]] unserer Körperhaltung und hilft uns bei der Orientierung im [[Raum]]. Zentrale [[Organ]]e des Gleichgewichtssinns sind das [[Gleichgewichtsorgan]] mit den drei [[Wikipedia:Bogengänge|Bogengänge]]n im [[Ohr|Innenohr]] und das Gleichgewichtszentrum des [[Kleinhirn]]s ([[Kleinhirn#Gliederung|Vestibulocerebellum]]). Daneben spielen auch andere [[Sinne]], namentlich die [[Sehsinn|visuelle Wahrnehmungen]] und [[Reflex]]e eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei halbzirkelförmigen &#039;&#039;Bogengänge&#039;&#039; des Gleichgewichtsorgans sind auch von entscheidender Bedeutung für die [[Mathematik|mathematische]] [[Begabung]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Nun hängt beim Menschen die mathematische Begabung vorzugsweise ab&lt;br /&gt;
von den drei Kanälen im Mittelohr, die mit dem Gleichgewicht etwas zu tun&lt;br /&gt;
haben, und es besteht für den Menschen eine Art Verbindung zwischen diesem&lt;br /&gt;
Organ im Ohr und zwischen dem gesamten das Rückenmark konstituierenden&lt;br /&gt;
Nervensystem. Wenn der Mensch nämlich mathematische Urteile fällt, so können&lt;br /&gt;
wir sehen, daß er viel mehr, als man gewöhnlich glaubt, Zuschauer ist. Die&lt;br /&gt;
mathematischen Urteile machen sich viel mehr selber, und der Mensch ist gerade&lt;br /&gt;
auf dem Gebiete der Mathematik mehr eine Art Automat. Daher gehört es&lt;br /&gt;
auch zu den Eigentümlichkeiten der Mathematik, daß man wirklich den Drang&lt;br /&gt;
hat, die ganze Mathematik zu einer Art Automat zu gestalten. Man zählt nur bis&lt;br /&gt;
zehn in unserem Zahlensystem, dann zählt man die Zehner und so weiter. Dadurch&lt;br /&gt;
wird das ganze Rechnen innerlich automatisiert. Es besteht wirklich eine&lt;br /&gt;
innere Gesetzmäßigkeit in den Zahlen, die in einer Art mathematischen Automatismus&lt;br /&gt;
an die Erde gebunden ist. Beim Menschen wirkt dieser Automatismus&lt;br /&gt;
nicht so stark, weil der Mensch herausgehoben ist aus diesem Automatismus&lt;br /&gt;
und die Urteilskraft doch eintritt und niederhält den ganzen mathematischen&lt;br /&gt;
Automatismus.“ {{Lit|{{BE|114-115|66}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir haben nicht bloß einen Sinn im Ohr, sondern im Grunde zwei&lt;br /&gt;
Sinne. Wenn die Kanäle lädiert sind und die Bögen in Unordnung&lt;br /&gt;
geraten, bekommt der Mensch Schwindel; er kann sich in den drei&lt;br /&gt;
Dimensionen des Raumes nicht orientieren. Es ist der Orientierungssinn,&lt;br /&gt;
[Gravitationssinn]; dies ist sogar der ältere Sinn des Ohres.&lt;br /&gt;
Schon bei niederen Tieren fehlen nicht die Organe, die ähnlich sind&lt;br /&gt;
den halbbuckelförmigen Kanälchen; drin befinden sich Steinchen,&lt;br /&gt;
man nennt sie [[Otolith]]en, welche sich bewegen, wenn das Tier seine&lt;br /&gt;
Stellung verändert. Bei ganz niederen Tieren, wo keine Rede ist vom&lt;br /&gt;
Hören, finden wir diese Steinchen - den Orientierungssinn. Auch&lt;br /&gt;
schon bei Pflanzen finden wir Zellen, vorzugsweise in der Wurzelspitze,&lt;br /&gt;
die lose liegende kleine Stärkekörner enthalten. Diese haben&lt;br /&gt;
eine besondere Aufgabe. Die Pflanzen wachsen senkrecht aus der&lt;br /&gt;
Erde heraus, in der Richtung der Schwerkraft nach oben. Wie finden&lt;br /&gt;
sie den Weg? Sie haben einen Orientierungssinn durch die Stärkekörner.&lt;br /&gt;
Die Wurzel ist der Kopf der Pflanze, bei der Umdrehung&lt;br /&gt;
haben sich die Otolithen ausgebildet. Bei den Mondpflanzen - wie&lt;br /&gt;
zum Beispiel bei der Mistel - finden wir sie nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, dass die Pflanze einen Pol zur Erde hin hat, der andere&lt;br /&gt;
Pol geht zur Sonne hin. Die Blätter streben zur Sonne; so weit sie&lt;br /&gt;
können, stellen sie sich senkrecht zur Sonne. Das Pflanzenblatt besteht&lt;br /&gt;
aus Zellen; an der Oberfläche grüner Laubblätter sind Zellen,&lt;br /&gt;
welche nach außen etwas gewölbt sind und nach unten zu flach. Jede&lt;br /&gt;
solche Zelle ist wie eine Linse mit dem hellen Brennpunkte in der&lt;br /&gt;
Mitte. Nur dann, wenn die Partie senkrecht steht, fällt der Brennpunkt&lt;br /&gt;
in die Mitte, sonst fällt er zurück; es ist wie mit den Augen&lt;br /&gt;
der Insekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sucht die Pflanze Sonnenpol und Erdenpol. Das ist die Eigenart&lt;br /&gt;
der Lichtwesen oder Pflanzenwesen. Jedes Pranawesen hat diese&lt;br /&gt;
zwei Pole, der eine zum Boden, auf dem er wächst, der andere&lt;br /&gt;
zur Quelle, die ihm die Lebenskräfte gibt. Solange der Mensch ein&lt;br /&gt;
Sonnenwesen war, war er auch so. Der Mensch hat sich umgedreht,&lt;br /&gt;
dadurch hat er seinen alten Sinn, den Gravitationssinn, umgeformt&lt;br /&gt;
und jetzt bei seinem Eintritt in das Mentale den Gehörsinn zugefügt&lt;br /&gt;
und das korrespondierende Organ, durch das er Schöpfer wird,&lt;br /&gt;
entwickelt. Zum Gehör tritt der Kehlkopf hinzu, ein Sinnesorgan,&lt;br /&gt;
das zum Willensorgan wird. Beide entsprechen einander.&lt;br /&gt;
Die Erde bringt Gravitation hervor, das Ohr nimmt die Gravitation&lt;br /&gt;
wahr. Jetzt ist die Kraft im Menschen, nachdem er sich losgerissen&lt;br /&gt;
hat von der Erde. Die umgewandte Gravitationskraft im Geiste, das&lt;br /&gt;
Wort, muss er nun hervorbringen.|91|181f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tätigkeit des Gleichgewichtssinns beruht wesentlich darauf, dass der [[Ätherleib]] vom [[Geistselbst]] ([[Manas]]) durchdrungen wird und sich dadurch elastisch ausdehnt. Dadurch verdünnt sich auch der [[Astralleib]], ohne dabei aus dem Ätherleib herausgepresst zu werden. In der Folge kann sich auch die [[physisch]]e Substanz dehnen und strecken und die drei Bogengänge ausbilden und der Astralleib sich ins Gleichgewicht mit der Umgebung setzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir kommen nun zu einem dritten Element, das den Ätherleib des&lt;br /&gt;
Menschen durchsetzen kann. Dieses dritte Element ist auch etwas,&lt;br /&gt;
was der Mensch heute zwar teilweise schon besitzt, aber nur zum&lt;br /&gt;
allergeringsten Teil in sein Bewußtsein gebracht hat, nämlich Manas&lt;br /&gt;
oder Geistselbst. Aber weil es die Erdenaufgabe des Menschen ist,&lt;br /&gt;
dieses Manas zu entwickeln, so ist es begreiflich, daß es anders auf den&lt;br /&gt;
Ätherleib wirkt als der Lebensgeist oder Geistesmensch, die erst in&lt;br /&gt;
ferner Zukunft entwickelt werden sollen. Es wirkt ausdehnend auf&lt;br /&gt;
den Ätherleib, nicht zusammenkrampfend, und die Folge davon ist,&lt;br /&gt;
daß das Gegenteil von dem eintritt, was beim Lebenssinn als das Frostige&lt;br /&gt;
bezeichnet worden ist. Man könnte die Wirkung von Manas auf&lt;br /&gt;
den Ätherleib vergleichen mit dem Einströmen von Wärme in einen&lt;br /&gt;
Raum. Etwas wie ein Wärmestrom ergießt sich beim Eintreten von&lt;br /&gt;
Manas in den Ätherleib und dehnt ihn elastisch aus. Die Folge davon&lt;br /&gt;
ist, daß nun auch der astralische Leib verdünnt wird, sich mit ausdehnen&lt;br /&gt;
kann, aber ohne herausgepreßt zu werden; er kann in dem sich&lt;br /&gt;
ausdehnenden Ätherleib drinnenbleiben. Während die Sinnesempfindüng&lt;br /&gt;
beim Lebensgefühl darauf beruht, daß der Astralleib herausgedrückt&lt;br /&gt;
wird, entsteht das, was statischer Sinn oder Gleichgewichtssinn&lt;br /&gt;
genannt worden ist, dadurch, daß der Ätherleib ausgedehnt wird&lt;br /&gt;
und dann zugleich der astralische Leib innerlich mehr Platz bekommt.&lt;br /&gt;
Der astralische Leib wird in sich weniger dicht, er wird dünner. Als&lt;br /&gt;
Folge dieser Verdünnung des Astral- und Ätherleibes ist nun auch für&lt;br /&gt;
die physische Substanz die Möglichkeit geboten, irgendwie sich zu&lt;br /&gt;
strecken und auszudehnen. Durch die Wirkung von Atma wurde der&lt;br /&gt;
physische Leib zusammengekrampft, durch die Wirkung von Budhi&lt;br /&gt;
wurde er im Gleichgewicht erhalten, durch die Wirkung von Manas&lt;br /&gt;
aber wird der physische Leib entlastet, und da auch der Ätherleib sich&lt;br /&gt;
ausdehnt, so kann er seine Partikelchen an gewissen Stellen hinausschieben.&lt;br /&gt;
Durch solches Hinausschieben sind auch jene Organe, die&lt;br /&gt;
drei kleinen halbzirkelförmigen Kanäle im Ohr entstanden, die aufeinander&lt;br /&gt;
senkrecht stehen, entsprechend den drei Richtungen des&lt;br /&gt;
Raumes. Es sind sozusagen Ausspreizungen der sinnlichen Materie&lt;br /&gt;
des physischen Leibes. Solche Organe entstehen in der verschiedensten&lt;br /&gt;
Weise als Neubildungen, als wunderbare Gebilde, welche nicht&lt;br /&gt;
dadurch entstehen, daß von innen her getrieben wird, sondern dadurch,&lt;br /&gt;
daß der Druck von außen aufhört, das heißt geringer wird und&lt;br /&gt;
Entlastung eintritt. Dadurch, daß der Astralleib sich weiter ausdehnen&lt;br /&gt;
kann, vermag er in Beziehung zur Außenwelt zu treten. Er muß sich&lt;br /&gt;
mit dieser Außenwelt ins Gleichgewicht setzen. Geschieht das nicht,&lt;br /&gt;
dann steht der Mensch schief oder er fällt sogar um. Für die beiden&lt;br /&gt;
ersten Sinne kam das nicht in Betracht, aber diesem Sinne kommt die&lt;br /&gt;
Aufgabe zu, sich ins Gleichgewicht zu setzen. Streben wir irgendwo&lt;br /&gt;
hinein, so müssen wir so hinein, wie wir können; zum Beispiel in den&lt;br /&gt;
Raum müssen wir in seinen drei Richtungen hineinstreben. Daher&lt;br /&gt;
wachsen jene drei halbzirkelförmigen Kanäle im Ohr in den drei Richtungen&lt;br /&gt;
des Raumes senkrecht aufeinander. Werden diese Organe verletzt,&lt;br /&gt;
so hört der statische Sinn auf zu funktionieren und der Mensch&lt;br /&gt;
erleidet Schwindelgefühle, Ohnmachtsanfalle und dergleichen. Wo&lt;br /&gt;
man es mit Tieren zu tun hat, liegt die Sache so, daß die Tiere zu früh&lt;br /&gt;
in die physische Materie heruntergestiegen sind, so daß sich bei ihnen&lt;br /&gt;
die physische Materie noch mehr verhärtet hat. Es treten geradezu&lt;br /&gt;
Steinbildungen auf, die Otolithen. Sie lagern sich so, daß daran das&lt;br /&gt;
Gleichgewicht abgemessen und empfunden werden kann.|115|37ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Gleichgewichtssinn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: &#039;&#039;Die zwölf Sinne in der seelischen Beobachtung  – Eine Exkursion&#039;&#039;. Sentovision, Basel 2019, ISBN 978-3037521083&lt;br /&gt;
* Robert F. Schmidt, Hans-Georg Schaible: &#039;&#039;Neuro- und Sinnesphysiologie&#039;&#039;, 5. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2006, ISBN 978-3540257004, eBook ISBN 978-3540294917&lt;br /&gt;
* Albert Soesman: &#039;&#039;Die zwölf Sinne. Tore der Seele.&#039;&#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1995; 6. überarb. A. 2007, ISBN 978-3-7725-2161-4&lt;br /&gt;
* [[Karsten Massei]]: &#039;&#039;Zwiegespräche mit der Erde: Ein innerer Erfahrungsweg&#039;&#039;, Futurum Verlag, 2014 ISBN 978-3856362461&lt;br /&gt;
* Johannes Weinzirl (Hrsg.), [[Peter Heusser]] (Hrsg.): &#039;&#039;Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter&#039;&#039;, Wittener Kolloquium für Humanismus, Medizin und Philosophie, Band 5, Königshausen u. Neumann 2017, ISBN 978-3826059919&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&#039;&#039;, [[GA 91]] (2018), ISBN 978-3-7274-0910-3&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Psychosophie – Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (2001), ISBN 3-7274-1150-3 {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe]]&#039;&#039;, Heft 114/115: &#039;&#039;Rudolf Steiner und der mehrdimensionale Raum&#039;&#039;, Dornach 1995 {{BE|114-115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinne|106]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gleichgewichtssinn|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gehirn|202]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die zwölf Sinne|105]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=626217</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-07-21T08:10:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Pädagogik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--[[Datei:Steiner zeichen1 violett.gif|left|link=Anthroposophie|Anthroposophie]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;gt;[[Anthroposophie|„Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte.“]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;([[Rudolf Steiner]], {{G|26|14}})&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Steiner - Joseph Rolletschek 1894 Weimar.jpg|mini|[[Rudolf Steiner]] (1861-1925), Gemälde von [[Joseph Rolletschek]], 1894 Weimar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziel dieser Seiten ==&lt;br /&gt;
ist eine &#039;&#039;neutrale&#039;&#039; und &#039;&#039;sachliche&#039;&#039; enzyklopädische Darstellung der von [[Rudolf Steiner]] entwickelten [[Anthroposophie|anthroposophischen]] [[Geisteswissenschaft]] und ihrer praktischen Anwendung in verschiedensten Lebensbereichen und ihrer Beziehung zu anderen [[Wissenschaft]]en und [[Kunst|Künsten]], sowie zur [[Mythologie]] und verschiedenen [[Spiritualismus|spirituellen]] oder [[Religion|religiösen]] Traditionen, wobei auch [[Anthroposophie-Kritik|kritischen Stimmen]] der gebührende Raum gegeben werden soll. Wir hoffen damit auf Grundlage der [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] ([[GA]]) eine Orientierungs- und Verständnishilfe aufzubauen, die &#039;&#039;Kritikern&#039;&#039; und &#039;&#039;Befürwortern&#039;&#039; der [[Anthroposophie]] gleichermaßen für eine offene, quellenorientierte, wissenschaftlich fundierte und fruchtbare Auseinandersetzung dienen kann. Anders als bei herkömmlichen [[Enzyklopädie|Online-Enzyklopädien]] wie etwa [[Wikipedia]] liegt bei uns der Schwerpunkt auf ausgewählten und kommentierten Zitaten aus dem Werk Rudolf Steiners. Um eine weiterführende Recherche in den Originaltexten zu erleichtern, sind die Zitate so weit als möglich direkt mit frei verfügbaren [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe#Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners|Online-Ausgaben]] der [[GA]] verlinkt. Wir wollen damit eine möglichst solide Basis für das &#039;&#039;eigene geistige Forschen&#039;&#039; und für das unerlässliche &#039;&#039;freie individuelle Weiterdenken&#039;&#039; der geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse schaffen. So lassen sich auch mögliche [[Irrtum#Irrtümer in der Geistesforschung|Irrtümer]] der Geistesforschung leichter aufdecken und korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Ein solches Werk, das wohl niemals endgültig abschließbar ist und beständig erweitert, verbessert und vertieft werden muss, kann nur durch die freie Zusammenarbeit vieler begeisterter und sachkundiger Menschen entstehen. Unser Projekt basiert auf der [[Wiki]]-Technologie, die es grundsätzlich jedem Fachkundigen erlaubt, sich an der Weiterentwicklung dieser Seiten zu beteiligen. Wie Sie selbst aktiv bei {{SITENAME}} mitarbeiten und Artikel erstellen oder bearbeiten können, erfahren Sie &#039;&#039;&#039;[[AnthroWiki:Mitarbeiten|hier]]&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
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== Zur Orientierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegweiser Herbst 2025.png|thumb|210px|link=https://www.anthroposophie.or.at/wegweiser|right|[https://www.anthroposophie.or.at/wegweiser Wegweiser Anthroposophie online]&amp;lt;br&amp;gt;[https://anthrowiki.at/images/9/96/Wegweiser2025.pdf Impressum (PDF)] ]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Goetheanum1_color.jpg|thumb|210px|Das [[Erstes Goetheanum|erste Goetheanum]], das in der Silvesternacht 1922/23 durch Brandstiftung zerstört wurde.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Goetheanum 2018 Westansicht.jpg|thumb|210px|Westansicht des [[Zweites Goetheanum|zweiten Goetheanums]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner-Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe-online-Abo-12-Monate.jpg|thumb|210px|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/rudolf-steiner-gesamtausgabe-digital/ga-online-einzel-abos/}}|link=https://steinerverlag.com/rudolf-steiner-gesamtausgabe-digital/ga-online-einzel-abos/]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufhänger Waldorf Resources.jpg|miniatur|210px|link=http://www.waldorf-resources.org/de/|[http://www.waldorf-resources.org/de/ Waldorf Ressourcen] - Für Fachleute: Impulse, Artikel, Veranstaltungskalender, Foren und Links zur Waldorfpädagogik. Realisiert von der [http://www.haager-kreis.org Internationalen Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung] in Zusammenarbeit mit der [http://www.paedagogik-goetheanum.ch Pädagogischen Sektion am Goetheanum].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erziehungskunst.png|thumb|210px|link=https://www.erziehungskunst.de|Der [[Bund der Freien Waldorfschulen e.V.]] ist Herausgeber der Zeitschrift Erziehungskunst, in der aktuelle Fragen zur Waldorfpädagogik besprochen werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[AnthroWiki:Über AnthroWiki|AnthroWiki]] ist seit Dezember 2004 online und wird laufend weiter ausgebaut und überarbeitet. Um den steigenden Anforderungen zu genügen, ist AnthroWiki im August 2022 auf einen neuen Server umgezogen und wurde im Februar 2026 auf die Version [http://www.mediawiki.org/ MediaWiki] [[Spezial:Version|{{CURRENTVERSION}}]] aktualisiert. Um künftig regelmäßige Updates zu erleichtern und eine bessere Lesbarkeit auf Mobiltelefonen zu gewährleisten, hat AnthroWiki auch ein neues Design bekommen. Auf unsere lang vertraute „rosafarbene“ Version mussten wir schweren Herzens verzichten. &amp;lt;!--Sie bleibt zwar vorerst unter [https://old.anthrowiki.at old.anthrowiki.at] online, wird aber nicht mehr weiter gepflegt.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Spezial:Categories|Inhaltsverzeichnis]] - derzeit gibt es &#039;&#039;&#039;{{NUMBEROFARTICLES}}&#039;&#039;&#039; [[Spezial:Allpages|Artikel]] in &#039;&#039;&#039;36&#039;&#039;&#039; [[:Kategorie:!Hauptkategorie|Hauptkategorien]] und tausende [[Spezial:Dateien|Bilder und Dateien]]&amp;lt;!-- und &#039;&#039;&#039;{{NUMBEROFFILES}}&#039;&#039;&#039; [[Spezial:Newimages|Bilder]]--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== English Version === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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=== SteinerWiki ===&lt;br /&gt;
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Auf [https://steiner.wiki/Hauptseite steiner.wiki] bauen wir seit Ende Juli 2023 eine umfangreiche Datenbank zum [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe|Gesamtwerk Rudolf Steiners]] auf. Sie beruht auf den Daten des Vereins Uranos e.V, die an uns übergeben wurden, weil der Server des Vereins seinen Betrieb einstellen musste. Wir bemühen uns, so schnell als möglich alle Daten in neuer Form wieder zugänglich zu machen, die bislang über folgende Websites abrufbar waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* fvn-rs.net Freie Verwaltung des Nachlasses von Rudolf Steiner.&lt;br /&gt;
* steinerdatenbank.de - bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen verfügbaren Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* steiner-klartext.net - ein privates Rudolf Steiner-Archiv.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== anthro.world &amp;amp; biodyn.wiki ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;[[Datei:Rosenfenster-gelb.png|20px|link=https://de.anthro.world|anthro.world]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;[[Datei:biodyn-logo.png|20px|link=https://biodyn.wiki|biodyn.wiki]]&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
| [https://biodyn.wiki/ biodyn.wiki] - das Wiki zur  [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family: &#039;KonanurKaps&#039;;&amp;gt;A&amp;lt;/span&amp;gt;nthroposophischer Seelenkalender ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Seelenkalender.jpg|80px|Rudolf Steiner - Anthroposophischer Seelenkalender]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*[[Anthroposophischer Seelenkalender]] - [https://www.anthroposophie.net/seelenkalender.php aktueller Wochenspruch]&lt;br /&gt;
*[http://seelenkalender.antrovista.com/ Anthroposophischer Seelenkalender] (Wilfried Nauta)&lt;br /&gt;
* [https://rsarchive.org/COTS/ Corresponding Verses of the Calendar of the Soul] ([https://www.rsarchive.org Rudolf Steiner Archive])&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Glomer.png|25px|link=https://glomer.com|Glomer.com - alle lieferbaren Bücher]] &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage im Überblick]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
*[https://www.waldorfbuch.de Book-Shop der Pädagogischen Forschungsstelle Stuttgart] &lt;br /&gt;
*[[Bücher-Neuerscheinungen|Buchbesprechungen - Neuerscheinungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] ===&lt;br /&gt;
{{Rudolf Steiner Verlag GA}}&lt;br /&gt;
{{Rudolf Steiner Texte}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner. Schriften. Kritische Ausgabe (SKA)]] - Die SKA bietet eine textkritische Ausgabe, die den Werdeprozess der grundlegenden Schriften Steiners in ihrer Textentwicklung durch die verschiedenen im Druck erschienenen Neubearbeitungen hindurch verfolgt, herausgegeben von [[Christian Clement]] im [http://www.frommann-holzboog.de/site/suche/gesamtwerk.php?wid=127000000 frommann-holzboog] Verlag: [http://www.steinerkritischeausgabe.com www.steinerkritischeausgabe.com].&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolfsteinerausgaben.com Rudolf Steiner Ausgaben] - basierend auf Original-Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen (Monika Grimm).&lt;br /&gt;
* [http://www.perseus.ch/produkt-kategorie/rudolf-steiner Perseus-Verlag] - Der [[Meditation]]sweg der [[Michaelschule]] und andere Texte Rudolf Steiners.&amp;lt;br&amp;gt;[https://perseus.ch/archive/category/europaer/europaer-aktuell Der Europäer] - Symptomatisches aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Monatsschrift auf der Grundlage der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [[S:Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe|Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] auf [https://steiner.wiki/Hauptseite steiner.wiki].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--*[http://www.steiner-klartext.net Rudolf Steiner im Klartext] - ein privates Rudolf Steiner-Archiv.&lt;br /&gt;
* [http://www.steinerdatenbank.de Steinerdatenbank.de] - bibliografische Informationen mit [http://www.steinerdatenbank.de/Titelseite/isearch.html Volltextsuche] in allen derzeit verfügbaren [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe#Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners|Online-Ausgaben der Werke Steiners]].&lt;br /&gt;
* [http://fvn-rs.net Freie Verwaltung des Nachlasses von Rudolf Steiner] mit [http://fvn-archiv.net/PDF/pdfsuche.html Volltextsuche] (Ole Blente).--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] - [http://www.anthroweb.info anthroweb.info] ([[Lorenzo Ravagli]])&lt;br /&gt;
*[http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Die Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org archive.org].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu Rudolf Steiner Online Archiv] - mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (Christian Clement).&lt;br /&gt;
* [https://www.rudolf-steiner.online/ Rudolf-Steiner.online] - [https://www.rudolf-steiner.online/ Digitale Studienausgabe sämtlicher Schriften Rudolf Steiners] (Mark Lichtenstein)&lt;br /&gt;
*[https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Institut für soziale Dreigliederung] - Texte Rudolf Steiners zur [[Soziale Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]] (Sylvain Coiplet).&lt;br /&gt;
*[http://www.agraffenverlag.ch Archivverlag Agraffe] - Nachlässe und Werke von Pionieren/innen der Formkräfteforschung und Artverwandtes (begründet von Christoph Podak)&lt;br /&gt;
*[[Bibliothek:Hauptseite|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners und anderer Autoren.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroposophie.net/searchhelper_steiner.php?q= Volltextsuche] in AnthroWiki und allen frei verfügbaren [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe#Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners|Online-Ausgaben]] der [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe#Übersetzungen in andere Sprachen|Übersetzungen in andere Sprachen]] ====&lt;br /&gt;
* [https://cw.aelzina.com/Rudolf_Steiner_Complete_Works.php Index to the Complete Works of Rudolf Steiner] - [https://www.aelzina.com Aelzina Books]&lt;br /&gt;
* [https://www.rudolfsteinerweb.com/Rudolf_Steiner_Complete_Works.php Rudolf Steiner&#039;s Complete Works] - Complete list by Volume Number and a full list of known English translations auf [http://www.rudolfsteinerweb.com/ www.rudolfsteinerweb.com] ([http://danielhindes.com/ Daniel Hindes]). &lt;br /&gt;
* [http://www.rsarchive.org/ Rudolf Steiner Archive] - The largest online collection of Rudolf Steiner&#039;s books, lectures and articles in English (by Steiner Online Library).&lt;br /&gt;
* [https://rudolfsteinerelib.org/ Rudolf Steiner e.Lib] - a World-wide presence for the Anthroposophical Movement.&lt;br /&gt;
* [https://www.rudolfsteinerpress.com Rudolf Steiner Press] - Publishers of books by Rudolf Steiner and related authors (englisch, UK).&lt;br /&gt;
* [https://steinerbooks.org STEINERBOOKS] (englisch, USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner Archiv und Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Dasgoetheanum logo 360.png|200px|link=https://dasgoetheanum.com]] - [https://dasgoetheanum.com/ Wochenschrift für Anthroposophie].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner.com Rudolf Steiner Archiv].&lt;br /&gt;
* [http://www.goetheanum.org Goetheanum] - offizielle Website des [[Goetheanum]]s.&lt;br /&gt;
* [http://www.vamg.ch Verlag am Goetheanum].&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=5DjNgdQy4sk Eine Führung durch ‹Das Goetheanum› mit Wolfgang Held] (Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://www.anthroposophie.or.at/wegweiser Wegweiser Anthroposophie] - Anthroposophische Aktivitäten in Österreich&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* [https://www.goetheanum-buehne.ch Goetheanum-Bühne]&lt;br /&gt;
* [https://mysteriendramen.goetheanum.org Vier Mysteriendramen am Goetheanum]&lt;br /&gt;
* [https://srmk.goetheanum.org/projekte/mysteriendramen-weltweit Mysteriendramen weltweit]&lt;br /&gt;
* [http://www.mysteriendramen.org Mysteriendramenkreis Wien]&lt;br /&gt;
* [http://www.odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Goetheanistische Spielgemeinschaft ODYSSEE Theater]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * [http://www.rudolf-steiner-2011.com/ 150 Jahre Rudolf Steiner 2011] - Online-Archiv --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; | width=&amp;quot;100%&amp;quot; &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfsmittel ==&lt;br /&gt;
*[http://www.rudolf-steiner-handbuch.de Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar. &lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
*[https://biographien.kulturimpuls.org  Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[Anthroposoph]]en -  [http://www.kulturimpuls.org Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-exhibition.org Rudolf Steiner Ausstellung:] Der Kaspar Hauser Zweig Salem der Anthroposophischen Gesellschaft bietet Druckgraphiken in elektronischer Form für eine Ausstellung über Steiners Leben und Werk an. Sie werden interessierten Initiativen zum Drucken zur Verfügung gestellt. Der deutsche Text kann durch die Übersetzung in eine andere Sprache ersetzt werden, so dass die Ausstellung weltweit gezeigt werden kann - [http://www.rudolf-steiner-exhibition.org www.rudolf-steiner-exhibition.org]. &lt;br /&gt;
* [http://www.fontspace.com/lutz-baar Anthroposophische Schrifttypen (Fonts)] - von [http://baar.se/fonts.html Lutz Baar] zum freien Gebrauch für private, kulturelle und kommerzielle Zwecke.&lt;br /&gt;
* [http://www.waldorfschrift.de/indexdeutsch.html waldorf computerfonts] - von Joachim Frank. Preisgünstiger Download über [http://www.myfonts.com/fonts/joachim-frank/waldorf/ MyFonts.com]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemein]]&lt;br /&gt;
[[en:Main Page]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[es:{{ARTICLEPAGENAMEE}}]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
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		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
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&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U Trilogie (3v3): Pfingsten 1924 - Der Landwirtschaftliche Kurs als Grundlage einer zeitgemäßen Entwicklung - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerhard Reisch Anthrowiki Banner.png|center|800px|link=https://www.gerhardreisch.com/portal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:EB Anthrowiki Banner 03.png|center|800px|link=https://www.biographaea.com/de/volumes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Goetheanum Herbsttagung 2026.png|center|790px|link=https://science.goetheanum.org/veranstaltungen/herbsttagung-2026]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;Bild: Robert Wróblewski&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Priester Michael Rheinheimer: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele ...]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lichtwurzel-Pulver-GlashausFrankfurt-de.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glomer Katalog 2025-2026.jpg|links|120px|link=https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Faust-Mephisto.jpg|left|210px|link=https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Faust spricht über Faust]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 27. Dezember 2023 in der anthroposophischen Landesgesellschaft in Wien.]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 90%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Aktuelle Aufführungstermine:]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust Johann Wolfgang von Goethe]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_I FAUST I: Samstag, 31. Oktober 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_II FAUST II: Sonntag, 1. November 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Eymann Waldorfschule, Feldmühlgasse 26, 1130 Wien&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 75%; color: #37a; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Kartenreservierung:  [mailto:info@odysseetheater.com?subject=Kartenreservierung info@odysseetheater.com] oder Tel.: +43 (676) 9 414 616&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Zauberflöte --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;[[Datei:Zauberflöte Aufführungen.pdf|center|700px|link=https://anthrowiki.at/images/1/1e/Zauberfl%C3%B6te_Auff%C3%BChrungen.pdf]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Zauberflöte --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=Banner /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Banner&amp;diff=626214</id>
		<title>Banner</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Banner&amp;diff=626214"/>
		<updated>2026-07-20T04:44:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;section begin=Banner /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner MD4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Der höchste Opferweise, der Schwellenhüter und Maria als Neophyt.JPG|left|225px|link=https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 190%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen Rudolf Steiner: Der Seelen Erwachen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ 12. September 2026, 14&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Grünes Goetheanum, Weilrod-Riedelbach]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Bei Schlechtwetter: Bürgerhaus in Riedelbach, Weiherstr. 16]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner MD4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner LK --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|öffentlicher Lesekreis &amp;quot;Das 5. Evangelium&amp;quot;]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|Dieser online-Lesekreis startet in Kürze. Öffentlich (für ehem. Teilnehmer aus den LK und Nebenübungsgruppen). Für weitere Infos hier klicken.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner LK --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Zauberflöte --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;[[Datei:Zauberflöte Spendenaufruf.pdf|center|700px|link=https://anthrowiki.at/images/7/7a/Zauberfl%C3%B6te_Spendenaufruf.pdf]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Zauberflöte --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;[[Datei:Aharon.pdf|center|700px|link=https://anthrowiki.at/images/a/a3/YBA_D_mit_Fotos.pdf]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U Trilogie (3v3): Pfingsten 1924 - Der Landwirtschaftliche Kurs als Grundlage einer zeitgemäßen Entwicklung - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Goetheanum Herbsttagung 2026.png|center|790px|link=https://science.goetheanum.org/veranstaltungen/herbsttagung-2026]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Michael Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Priester Michael Rheinheimer: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele ...]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lichtwurzel-Pulver-GlashausFrankfurt-de.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glomer Katalog 2025-2026.jpg|links|120px|link=https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Faust-Mephisto.jpg|left|210px|link=https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Faust spricht über Faust]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 27. Dezember 2023 in der anthroposophischen Landesgesellschaft in Wien.]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 90%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Aktuelle Aufführungstermine:]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust Johann Wolfgang von Goethe]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_I FAUST I: Samstag, 31. Oktober 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_II FAUST II: Sonntag, 1. November 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Eymann Waldorfschule, Feldmühlgasse 26, 1130 Wien&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 75%; color: #37a; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Kartenreservierung:  [mailto:info@odysseetheater.com?subject=Kartenreservierung info@odysseetheater.com] oder Tel.: +43 (676) 9 414 616&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=Banner /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Datei:Zauberfl%C3%B6te_Auff%C3%BChrungen.pdf&amp;diff=626213</id>
		<title>Datei:Zauberflöte Aufführungen.pdf</title>
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		<updated>2026-07-20T04:35:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Zauberflöte Aufführungen September 2026&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Zauberflöte Aufführungen September 2026&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Datei:Zauberfl%C3%B6te_Spendenaufruf.pdf&amp;diff=626212</id>
		<title>Datei:Zauberflöte Spendenaufruf.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Datei:Zauberfl%C3%B6te_Spendenaufruf.pdf&amp;diff=626212"/>
		<updated>2026-07-20T04:34:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Zauberflöte Spendenaufruf Sommer 2026&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Zauberflöte Spendenaufruf Sommer 2026&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Seelenkr%C3%A4fte&amp;diff=626211</id>
		<title>Seelenkräfte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Seelenkr%C3%A4fte&amp;diff=626211"/>
		<updated>2026-07-19T17:40:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Zusammenhang mit der Trinität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Drei grundlegende &#039;&#039;&#039;Seelenkräfte&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Seelenfähigkeiten&#039;&#039;&#039;, die das [[Seelenleben]] des heutigen [[Mensch]]en prägen, lassen sich deutlich unterscheiden: das [[Denken]], das [[Fühlen]] und das [[Wollen]]. Diese Dreigliederung des Seelenlebens wurde erstmals von [[Johannes Nikolaus Tetens]] (1736-1807) klar beschrieben, der eine „psychologische Analyse der Seele“ nach [[naturwissenschaft]]licher Methode anstrebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trennung dieser drei Seelenkräfte ist nicht in allen drei [[seelisch]]en [[Wesensglieder]]n gleich stark ausgeprägt. In der [[Empfindungsseele]] sind Denken, Fühlen und Wollen noch sehr stark ineinander verwoben. In der [[Verstandes- oder Gemütsseele]] setzt sich das Wollen bereits deutlich ab, während Denken und Fühlen noch eng miteinander verbunden sind. Erst mit der [[Bewusstseinsseele]] beginnt die vollständige Trennung aller drei Seelenkräfte. Ein vollständige Trennung der drei Seelenkräfte wird auch durch eine entsprechend vorangeschrittene [[Geistesschulung]] erreicht, die bis zu einer [[Spaltung der Persönlichkeit]] führt. Man darf sich diese Trennung der drei Seelenkräfte aber keinesfalls als ein schematisches Nebeneinander vorstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir unterscheiden&lt;br /&gt;
zwar diese drei Seelenfähigkeiten, Denken, Fühlen&lt;br /&gt;
und Wollen, aber in dem einheitlichen Leben der Seele&lt;br /&gt;
sind sie durchaus nicht in strenger Weise von einander&lt;br /&gt;
geschieden. Man müßte eigentlich sagen: Wenn wir vom&lt;br /&gt;
Denken, vom Vorstellen reden, so reden wir von einer&lt;br /&gt;
Seelenfähigkeit, in der durchaus zum Beispiel der Wille&lt;br /&gt;
und auch das Gefühl drinnen ist, aber es ist hauptsächlich&lt;br /&gt;
das Denken drinnen. Im Willen wiederum sind&lt;br /&gt;
durchaus Gedanken drinnen, aber es ist hauptsächlich&lt;br /&gt;
Wille drinnen. So ist es nur das Hervorstechendste, das&lt;br /&gt;
in den einzelnen Seelenfähigkeiten bezeichnet wird,&lt;br /&gt;
während überall unter der Oberfläche, kann man sagen,&lt;br /&gt;
auch die anderen Seelenfähigkeiten liegen.|82|120f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Germanische Mythologie|germanischen Mythologie]] wird durch die Götterdreiheit [[Odin]], [[Wili]] und [[We]] auf die drei Seelenkräfte hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelenkräfte und Wesensglieder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seelenkräfte entfalten sich durch die Tätigkeit der [[Vier Wesensglieder|vier grundlegenden Wesensglieder]] des [[Mensch]]en. Das [[Denken]] webt zwischen dem [[Physischer Leib|physischen Leib]] und dem [[Ätherleib]], das [[Fühlen]] schwingt zwischen dem Ätherleib und dem [[Astralleib]] und das [[Wollen]] wirkt zwischen [[Ich]] und [[Astralleib]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Da ist zunächst der physische Leib&lt;br /&gt;
des Menschen (siehe Zeichnung, hell); da ist dann der Ätherleib des&lt;br /&gt;
Menschen (rot). Zwischen beiden ist die webende Gedankenwelt, insofern&lt;br /&gt;
sie eingegliedert ist in unseren Organismus. Zwischen dem Ätherleib&lt;br /&gt;
und dem astralischen Leib (grün) befindet sich die Gefühlswelt,&lt;br /&gt;
und zwischen dem astralischen Leib und der Ich-Hülle (blau) befindet&lt;br /&gt;
sich die Willenswelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA208 015.gif|center|500px|Zeichnung aus GA 208, S. 15 (Tafel 1)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Willenswelt, sie kann ja eigentlich im gewöhnlichen Bewußtsein von dem Ich nicht unterschieden werden. Sie verbindet sich ganz und gar mit dem Ich. Aber alles das, was im Ich vorgeht, wenn das Ich will, handelt, alles das kommt nicht unmittelbar in das gewöhnliche Bewußtsein herein. Das ist eben, wie gesagt, unter dem gewöhnlichen Bewußtsein wie die Ereignisse des Schlafzustandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im physischen Leib haben wir die Sinnesorgane, und die Sinnesorgane, sie haben die Wahrnehmungen. Durch diese Wahrnehmungen nehmen wir auch unsere Willensäußerungen wahr. Im physischen Leibe also sind Augen und Ohren, und was sich da aus Ich und Willenswelt entwickelt, das wird eigentlich durch die Sinne wahrgenommen. Also das, was das äußerste ist im Menschen, die Wahrnehmung, sie verbindet sich mit demjenigen, was der Mensch da erlebt durch seinen Willen und durch das Ich (großer Pfeil). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie nur dieses, wenn wir durch unser Ich ein paar Schritte machen: was da im Willen lebt, wie in den Untergründen des menschlichen Organismus etwas vorgeht, was unsere Beine vorwärtstreibt, das alles entzieht sich dem Bewußtsein. Aber wir sehen, indem wir ein Stückchen vorwärtsgegangen sind, eine andere Umgebung oder wenigstens die Umgebung in einem anderen Anblicke. In diesem anderen Anblicke haben wir in der Sinneswahrnehmung gegeben, was uns im gewöhnlichen Bewußtsein die Vorstellung vermittelt, ein Bild gibt von dem, was sonst eigentlich unten in den Tiefen eines wachenden Schlafes ist. Indem wir unser Ich zum Willen aufraffen, die Willensimpulse in Handlungen umsetzen, erleben wir also diese Handlungen - gleichgültig ob sie durch Gehen oder durch Greifen oder durch Schreiten, durch irgendeine Arbeit bewirkt werden -, alle diese Dinge erleben wir durch das Wahrnehmen. Wir gehören eigentlich mit unserem Willen unserer äußeren Wahrnehmungswelt an. Halten wir das nur durchaus fest: Wir gehören mit unserem Willen unserer äußeren Wahrnehmungswelt an. Wir kommen, indem wir das entwickeln, was wir da an Willensäußerungen, an unseren Willensoffenbarungen beobachten, wir kommen da nicht in unser eigentliches Inneres hinein. Wir absolvieren damit, obwohl der Wille aus unserem tiefsten Inneren strömt, für unser Bewußtsein eigentlich einen äußeren Vorgang, oder besser gesagt eine Summe von äußeren Vorgängen im Leibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir jetzt dagegen das Innere. Da haben wir zunächst die webende Gedankenwelt. Diese webende Gedankenwelt, wie sie nach außen wirkt, kann uns eigentlich in diesem Zusammenhänge nicht interessieren. Nach außen lebt diese Gedankenwelt so, daß sie einen gewissen logischen, gesetzmäßigen Zusammenhang in die Wahrnehmungen hineinbringt. Wir klassifizieren die Natur. Wir sehen Pflanzen, die einander ähnlich sind, bringen sie in eine Klasse; wir sehen Tiere, die einander ähnlich sind, bringen sie in eine Klasse. Wir suchen sonstige Naturgesetze. Alles, was wir auf diese Weise ausgestalten, gehört eigentlich nicht zu unserem eigentlichen Innenleben. Es ist das, was als Wissenschaft allen Menschen gemeinsam ist. Es gehört nicht zu unserem Innenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir können nicht ohne weiteres sagen, daß alles Gedankenmäßige nicht zu unserem Innenleben gehört. Sie brauchen sich ja nur vorzustellen, wie, wenn Sie durch äußere Wahrnehmungen, sagen wir, eine herrliche Gegend einmal in sich aufgenommen haben, sich Gedanken über diese herrliche Gegend gemacht haben, wie Sie dies jederzeit, wenn auch verblaßt, aus der Erinnerung wiederum hervorrufen können. So bildet das, was sich da als Gedanke anlehnt an das Äußere, einen Teil Ihrer Innenwelt. Ebenso ist es mit anderem, was aus der Außenwelt herein erlebt wird, was sich in Gedanken verwandelt, was einen Teil der Innenwelt bildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gedanken, die durchsetzen ja zunächst den Ätherleib. Sie verbinden sich aber auch weiterhin mit dem Gefühle bis zum Astralleib hin. Das alles ist etwas, was innerlich vorgeht. Diese Innenseite des Gedankenlebens, die Gefühlswelt dazu, das ist die eigentliche menschliche Innenwelt. Wir können eigentlich nichts von dem, was wir da an dem inneren Aspekt unserer Gedankenwelt erleben, was wir in unserem Gefühl erleben, in der Außenwelt suchen. Wir müssen immer in unser Inneres hineinschauen, wenn wir das kennenlernen wollen. Ich habe schon vorhin gesagt: Wir können mit Menschen sprechen, wir können andere Menschen willkürlich in uns Einblick gewinnen lassen, aber das Wesentliche davon ist doch eben: Innenleben. - Und wir können jetzt genau unterscheiden, was in gewissem Sinne Außenleben ist, indem der Mensch sein Inneres in die Außenwelt fortwährend hineinträgt, und was Innenwelt ist.|208|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelenkräfte und Lebensalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang der Seelenkräfte wandelt sich mit dem [[Lebensalter]]. Das ist insbesondere in der [[Pädagogik]] zu berücksichtigen. Beim [[Kind]] ist das [[Fühlen]] noch ganz eng mit dem [[Wollen]] verbunden. Erst im [[Erwachsenenalter]] trennen sich [[Denken]], Fühlen und Wollen voneinander. Im [[Alter]] wachsen Denken und Fühlen immer stärker zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Mensch trägt in sich denkendes Erkennen,&lt;br /&gt;
Fühlen und Wollen. Schauen wir das Kind an, dann haben wir in dem&lt;br /&gt;
Bilde, das uns das Kind seelisch darbietet, eine enge Verknüpfung zwisehen&lt;br /&gt;
Wollen und Fühlen. Man möchte sagen, Wollen und Fühlen sind&lt;br /&gt;
im Kinde zusammengewachsen. Wenn das Kind zappelt, strampelt, so&lt;br /&gt;
macht es genau die Bewegungen, die seinem Fühlen in diesem Augenblicke&lt;br /&gt;
entsprechen; es ist nicht imstande, die Bewegungen etwa von&lt;br /&gt;
dem Gefühl auseinanderzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders wird das beim Greise. Bei ihm ist das Entgegengesetzte der&lt;br /&gt;
Fall: denkendes Erkennen und Fühlen sind zusammengewachsen, und&lt;br /&gt;
das Wollen tritt in einer gewissen selbständigen Art auf. Es verläuft&lt;br /&gt;
also der menschliche Lebensgang in der Weise, daß das Fühlen, welches&lt;br /&gt;
zuerst an das Wollen gebunden ist, sich allmählich im Laufe des&lt;br /&gt;
Lebens vom Wollen loslöst. Und damit haben wir es gerade vielfach im&lt;br /&gt;
Erziehen zu tun: mit dem Loslösen des Fühlens vom Wollen. Dann&lt;br /&gt;
verbindet sich das vom Wollen losgelöste Fühlen mit dem denkenden&lt;br /&gt;
Erkennen. Damit hat es dann das spätere Leben zu tun. Wir haben das&lt;br /&gt;
Kind für das spätere Leben nur dann richtig vorbereitet, wenn wir in&lt;br /&gt;
ihm bewirken, daß das Fühlen sich gut loslösen kann von dem Wollen;&lt;br /&gt;
dann wird es in einer späteren Lebensära als Mann oder Frau auch das&lt;br /&gt;
losgelöste Fühlen mit dem denkenden Erkennen verbinden können und&lt;br /&gt;
wird so dem Leben gewachsen sein. Warum hören wir dem Greise zu,&lt;br /&gt;
auch wenn er uns von seinen Lebenserfahrungen erzählt? Weil er im&lt;br /&gt;
Laufe seines Lebens sein persönliches Empfinden verbunden hat mit&lt;br /&gt;
seinen Begriffen und Ideen. Er erzählt uns nicht Theorien, er erzählt&lt;br /&gt;
uns das, was er persönlich an Gefühlen hat anknüpfen können an die&lt;br /&gt;
Ideen und Begriffe. Bei dem Greise, der wirklich sein Fühlen mit dem&lt;br /&gt;
denkenden Erkennen verbunden hat, klingen daher die Begriffe und&lt;br /&gt;
Ideen warm, klingen wirklichkeitsgesättigt, konkret, persönlich; während&lt;br /&gt;
bei dem Menschen, der mehr im Mannes- oder Frauenalter stehengeblieben&lt;br /&gt;
ist, die Begriffe und Ideen theoretisch, abstrakt, wissenschaftlich&lt;br /&gt;
klingen. Das gehört einmal zum menschlichen Leben, daß von&lt;br /&gt;
den menschlichen Seelenfähigkeiten ein gewisser Gang durchgemacht&lt;br /&gt;
wird, indem sich das fühlende Wollen des Kindes entwickelt zu dem&lt;br /&gt;
fühlenden Denken des Greises. Dazwischen liegt das menschliche Leben,&lt;br /&gt;
und wir werden zu diesem menschlichen Leben nur gut erziehen,&lt;br /&gt;
wenn wir eine solche Sache psychologisch ins Auge zu fassen vermögen.|293|108f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenhang mit früheren Weltentwicklungsstufen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei grundlegenden Seelenkräfte des Menschen wurden bereits auf den der [[Erdentwicklung]] vorangegangenen [[Weltentwicklungsstufen]] &#039;&#039;veranlagt&#039;&#039;: Das [[Wollen]] auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]], auf dem unter der Leitung der [[Geister des Willens]] auch die Grundlage des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] geschaffen wurde, das [[Fühlen]] auf der [[Alte Sonne|alten Sonne]], auf unter Führung der [[Geister der Weisheit]] der [[Ätherleib]] gebildet wurde, und das [[Denken]] auf dem [[Alter Mond|alten Mond]], auf dem der Menschenvorfahre unter der Herrschaft der [[Geister der Bewegung]] mit dem [[Astralleib]] begabt wurde. Von hier aus erhellt sich auch der weiter unten besprochene Zusammenhang mit den Wesenheiten der [[Dritte Hierarchie|dritten Hierarchie]], die während dieser früheren planetarischen Entwicklungsphasen ihre [[Menschheitsstufe]] durchmachten: Die [[Archai]] auf dem alten Saturn, die [[Archangeloi]] auf der alten Sonne und die [[Angeloi]] auf dem alten Mond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist nun außerordentlich schwierig — denn alle Begriffe ändern&lt;br /&gt;
sich von Planetenzustand zu Planetenzustand — zu definieren, was die&lt;br /&gt;
Mission der alten Saturn-, der alten Sonnen-, der alten Mondepoche&lt;br /&gt;
war. Es ist dies nicht leicht, weil man zunächst die Mission unserer Erde&lt;br /&gt;
sehr abstrakt charakterisieren muß. Man bekommt am leichtesten eine&lt;br /&gt;
Vorstellung davon, wenn man sich vergegenwärtigt, wie die verschiedenen&lt;br /&gt;
Kräfte beschaffen sind, die im Weltenraum sich offenbaren. Nun&lt;br /&gt;
haben Sie, wenn Sie auf das menschliche Innere, auf das Seelenleben&lt;br /&gt;
schauen, Wollen, Fühlen und Denken, und wiederum haben Sie, wenn&lt;br /&gt;
Sie auf die menschlichen Hüllen blicken, auf das Äußere der Menschennatur,&lt;br /&gt;
physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, so daß Sie, wenn Sie&lt;br /&gt;
den heutigen Menschen anschauen und von seinem Ich zunächst absehen,&lt;br /&gt;
ihn als ein Gewebe auffassen können des physischen, Äther- und&lt;br /&gt;
Astralleibes, in das hineingewoben sind — wie in eine äußere Hülle —&lt;br /&gt;
Wollen, Fühlen und Denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind diese Kräfte im Menschen, sowohl im äußerlichen wie im&lt;br /&gt;
inneren Menschen, immer verwandt mit irgendwelcher früheren Mission,&lt;br /&gt;
die gebunden war an frühere Verkörperungen der Erde. Da haben&lt;br /&gt;
wir zum Beispiel die Saturnmission. Wenn Sie sich eine annähernde&lt;br /&gt;
Vorstellung von derselben machen wollen, dann können Sie sich dieselbe&lt;br /&gt;
verwandt denken mit dem, was menschlicher physischer Leib auf&lt;br /&gt;
der einen Seite und menschlicher Wille auf der anderen Seite ist. Das&lt;br /&gt;
ist so zu denken, daß, wenn es keine Saturnverkörperung unserer Erde&lt;br /&gt;
gegeben hätte, der Wille des Menschen auf der einen Seite und sein&lt;br /&gt;
physischer Leib auf der anderen Seite nicht hätten zu ihrer heutigen&lt;br /&gt;
Gestaltung kommen können. Der Mensch verdankt das, was er an Wille&lt;br /&gt;
und physischem Leib hat, dem alten Saturn. Daß er den physischen&lt;br /&gt;
Leib dem Saturn verdankt, entnehmen wir aus der Akashachronik. Es&lt;br /&gt;
wirkt aber auch jeder vorhergehende Zustand in den auf diesen Zustand&lt;br /&gt;
folgenden Gestaltungen nach. Was sich daher heute kundgibt als Wille,&lt;br /&gt;
ist zurückzuführen auf die Nachwirkung des Saturnelementes. Das&lt;br /&gt;
wird zu dem Ergebnisse, daß vom Innern des Menschen sich dessen&lt;br /&gt;
Wesenheit als Wille kundgibt. Von der Mission des Sonnenzustandes&lt;br /&gt;
bekommen Sie einen Begriff, wenn Sie das, was man menschlichen&lt;br /&gt;
Ätherleib nennt, betrachten und daran anknüpfen das Fühlen. Daß der&lt;br /&gt;
Ätherleib bis auf die alte Sonne zurückgeht, wurde Ihnen schon gesagt.&lt;br /&gt;
Die Nachwirkung wirkt aber so, daß der Mensch die inneren Kräfte&lt;br /&gt;
des Fühlens später entwickeln konnte. Und wenn wir endlich auf den&lt;br /&gt;
Mondzustand blicken, so sehen wir, daß der Astralleib des Menschen&lt;br /&gt;
und das menschliche Denken an denselben gebunden ist. So daß wir&lt;br /&gt;
sagen können: Damit diese Kräfte des inneren und äußeren Menschen —&lt;br /&gt;
physischer Leib, Ätherleib und Astralleib; Wollen, Fühlen und Denken&lt;br /&gt;
— sich so haben entwickeln können, daß sie der Mensch heute als&lt;br /&gt;
äußeres und inneres Leben besitzt, dazu waren drei aufeinanderfolgende&lt;br /&gt;
kosmische Missionen nötig. Und diejenigen Wesenheiten, die wir&lt;br /&gt;
als die Wesenheiten der Hierarchien bezeichnet haben, mußten, damit&lt;br /&gt;
die Aufgabe der drei aufeinanderfolgenden Verkörperungen unserer&lt;br /&gt;
Erde erfüllt werden und dem Menschen verliehen werden konnte, was&lt;br /&gt;
in seiner heutigen Konstitution zum Vorschein kommt, jedesmal in&lt;br /&gt;
entsprechender Wechseltätigkeit zusammenwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mußte also die Mission des alten Saturnzustandes erfüllt werden,&lt;br /&gt;
sonst hätte der Mensch nicht den Einschlag des physischen Leibes und&lt;br /&gt;
des Wollens erhalten können. Es mußte die Mission der Sonne erfüllt&lt;br /&gt;
werden, sonst hätte er nicht den Ätherleib und das Fühlen erhalten&lt;br /&gt;
können, und endlich mußte die Mission des Mondes erfüllt werden,&lt;br /&gt;
sonst hätte er nicht den Astralleib und das, was wir die Kraft des Denkens&lt;br /&gt;
nennen, haben können. So sind die drei vorhergehenden Verkörperungen&lt;br /&gt;
unserer Erde insbesondere demjenigen gewidmet, was wir&lt;br /&gt;
eines der vorherrschenden Elemente unserer eigenen, persönlichen Wesenheit,&lt;br /&gt;
unseres «Ich» nennen können. Es liegt nämlich die Tatsache&lt;br /&gt;
vor, daß der äußere, physische Leib, der ausgeflossen ist aus dem Wesen&lt;br /&gt;
des alten Saturn, aus den Geistern des Willens, nichts anderes darstellt,&lt;br /&gt;
als den Willen von außen gesehen. Bei uns wirkt der Wille als Innenleben&lt;br /&gt;
aus dem Inneren. — Diese Worte sind ganz genau gewählt, sie sind&lt;br /&gt;
nicht phantastisch, sondern ganz genau der Natur der Sache entsprechend.&lt;br /&gt;
Sie können aus ihnen viel lernen. — Die Sonnenperiode hat die&lt;br /&gt;
Erde durchgemacht, um den Ätherleib auf der einen Seite zu begründen&lt;br /&gt;
durch den Einfluß der Geister der Weisheit, und um zu begründen auf&lt;br /&gt;
der anderen Seite durch das Fortwirken des Elementes der Weisheit&lt;br /&gt;
dasjenige, was die innere Weisheit reflektiert: das Gefühl. Dasjenige,&lt;br /&gt;
was die Mondenmission war, hängt mit dem Astralleibe und mit dem&lt;br /&gt;
Denken in ähnlicher Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt fragt es sich: Was haben die hauptsächlich auf der Erde wirkenden&lt;br /&gt;
und die Erde formenden Geister der Form für eine besondere&lt;br /&gt;
Mission gewählt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können zunächst sagen: Die Geister, die auf dem Saturn hauptsächlich&lt;br /&gt;
gewirkt haben, die Geister des Willens oder Throne, hatten die&lt;br /&gt;
Mission, das Element einzuweben, das später während der Erdenentwickelung&lt;br /&gt;
in dem Willen sich offenbart. Das ist die große Saturnmission:&lt;br /&gt;
den Willen einzuimpfen, die Willenskräfte einzupflanzen. Wenn&lt;br /&gt;
wir so etwas betrachten, so bekommen wir Hochachtung und Respekt&lt;br /&gt;
vor den waltenden kosmischen Mächten. Wir bekommen eine richtige&lt;br /&gt;
Wertschätzung diesen Mächten gegenüber, wenn wir sehen, daß zu dem&lt;br /&gt;
kunstvollen Gewebe von äußerem Willen, der in dem physischen Leibe&lt;br /&gt;
lebt, und von innerem Willen eine besondere planetarische Mission&lt;br /&gt;
notwendig war. Die gesamte Welt der Hierarchien mußte einen Planeten&lt;br /&gt;
entstehen und wieder vergehen lassen, um das Verhältnis zustande&lt;br /&gt;
zu bringen, was in uns als äußeres und inneres Willenselement&lt;br /&gt;
eingewoben ist. Ebenso mußte die alte Sonne entstehen, um den Ätherleib&lt;br /&gt;
und das Gefühlselement, das innere Weisheitselement entstehen zu&lt;br /&gt;
lassen. Was sich dann in unserem Denkelement, in unserer Astralität,&lt;br /&gt;
als inneres Gedankenelement im Menschen reflektiert, dazu war die&lt;br /&gt;
Mondmission notwendig.|121|95ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenhang mit Weisheit, Schönheit und Güte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Weisheit, Schönheit und Güte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun hat man in den neueren Zeiten immer diese drei höchsten Ideale&lt;br /&gt;
der Menschheit in Zusammenhang gebracht mit den drei uns bekannten&lt;br /&gt;
und in den verschiedensten Beziehungen betrachteten menschlichen&lt;br /&gt;
Seelenkräften. Man hat das Ideal der Weisheit mit dem Denken oder&lt;br /&gt;
dem Vorstellen in Zusammenhang gebracht, das Ideal der Schönheit&lt;br /&gt;
mit dem Fühlen, das Ideal der Güte mit dem Wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit kann dem Menschen nur werden in klaren Vorstellungen,&lt;br /&gt;
in klarem Denken. Das, was Gegenstand der Kunst ist, das Schöne,&lt;br /&gt;
kann nicht so erfaßt werden. Das Fühlen ist diejenige Seelenkraft, die&lt;br /&gt;
vorzugsweise zu tun hat mit der Schönheit, so sagten die Seelenforscher,&lt;br /&gt;
die Psychologen seit langer Zeit. Und das, was als das Gute in der Welt&lt;br /&gt;
sich verwirklicht, hängt mit dem Wollen zusammen.&amp;quot; {{Lit|{{G|272|194}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Daher sagten die [[Rosenkreuzer]]: Gestalte die Welt so, daß sie in sich&lt;br /&gt;
enthält Weisheit, Schönheit und Stärke, dann spiegelt sich in uns Weisheit,&lt;br /&gt;
Schönheit und Stärke. Hast du die Zeit dazu benutzt, dann ziehst&lt;br /&gt;
du selbst aus dieser Erde hinaus mit dem Spiegelbild von Weisheit,&lt;br /&gt;
Schönheit und Stärke. Weisheit ist das Spiegelbild des Manas; Schönheit,&lt;br /&gt;
Frömmigkeit, Güte ist das Spiegelbild der Buddhi; Stärke ist das&lt;br /&gt;
Spiegelbild des Atma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst entwickeln wir um uns her ein Reich der Weisheit dadurch,&lt;br /&gt;
daß wir die Weisheit fördern. Dann entwickeln wir ein Reich der&lt;br /&gt;
Schönheit auf allen Gebieten. Dann tritt sichtbar Weisheit auf und es&lt;br /&gt;
spiegelt sich in uns: Buddhi. Zuletzt verleihen wir dem Ganzen&lt;br /&gt;
physisches Dasein, Weisheit im Inneren, Schönheit nach außen.&lt;br /&gt;
Wenn wir die Kraft haben, dies durchzusetzen, dann haben wir&lt;br /&gt;
Stärke: Atma, die Kraft, alles das in Realität umzusetzen. So richten&lt;br /&gt;
wir in uns die drei Reiche auf: Manas, Buddhi, Atma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht durch müßige Beschaulichkeit gelangt der Mensch auf der&lt;br /&gt;
Erde weiter, sondern indem er der Erde Weisheit, Schönheit und&lt;br /&gt;
Stärke einverleibt. Durch die Arbeit unseres höheren Ich gestalten&lt;br /&gt;
wir die uns von den Göttern gegebenen vergänglichen Leiber um&lt;br /&gt;
und schaffen uns selbst ewige Leiber.&amp;quot; {{Lit|{{G|93a|177}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gold, Weihrauch und Myrrhe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Symbol]]e für die drei grundlegenden Seelenkräfte sind auch die drei Gaben der [[Heilige Drei Könige|Weisen aus dem Morgenland]], die in einer früheren [[Inkarnation]] Schüler des hohen [[Einweihung|Eingeweihten]] [[Zarathustra]] gewesen waren. Das [[Gold]] steht für die [[Weisheit]] des [[Denken]]s, der [[Weihrauch]] für die [[Frömmigkeit]] des [[Gefühl]]s und die herbe [[Myrrhe]] für die [[Wille]]nskraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Eine ungeheure Anhänglichkeit entwickelte sich in den Schulen der&lt;br /&gt;
Chaldäer zu der Individualität - nicht zu der Persönlichkeit - des&lt;br /&gt;
Zarathustra. Sie fühlten sich verwandt, diese Weisen des Morgenlandes,&lt;br /&gt;
mit ihrem großen Führer. Sie sahen in ihm den Stern der Menschheit,&lt;br /&gt;
denn «Zoroaster» ist eine Umschreibung des Wortes «Goldstern»&lt;br /&gt;
oder «Stern des Glanzes». Sie sahen in ihm einen Abglanz der Sonne&lt;br /&gt;
selbst. Und aus ihrer tiefen Weisheit heraus- konnte es ihnen nicht&lt;br /&gt;
verborgen bleiben, als ihr Meister in Bethlehem wiedererschien. Da&lt;br /&gt;
wurden sie durch ihren Stern geführt und brachten ihm die äußeren&lt;br /&gt;
Zeichen für das Beste, was er den Menschen hatte geben können. Das&lt;br /&gt;
Beste, was man einem Menschen aus der Zarathustra-Strömung geben&lt;br /&gt;
konnte, war das Wissen von der äußeren Welt, von den Geheimnissen&lt;br /&gt;
des Kosmos, aufgenommen in den menschlichen Astralleib, in Denken,&lt;br /&gt;
Fühlen und Wollen, so daß die Zarathustra-Schüler ihr Denken, Fühlen&lt;br /&gt;
und Wollen, die Kräfte ihrer Seele, durchsetzen wollten mit der&lt;br /&gt;
Weisheit, die man einsaugen kann aus den tiefen Grundlagen der göttlich-geistigen Welt. Für dieses Wissen, das man sich durch die Einsaugung&lt;br /&gt;
der äußeren Geheimnisse zu eigen machen kann, hatte man&lt;br /&gt;
als Symbole Gold, Weihrauch und Myrrhen: Gold als Symbolum für&lt;br /&gt;
das Denken, Weihrauch für die Frömmigkeit, für das, was uns als&lt;br /&gt;
Fühlen durchdringt, und Myrrhen für die Kraft des Wollens. So zeigten&lt;br /&gt;
sie ihre Zusammengehörigkeit mit ihrem Meister, als sie vor ihm&lt;br /&gt;
erschienen, da er wiedergeboren wurde in Bethlehem. Daher erzählt&lt;br /&gt;
uns der Schreiber des Matthäus-Evangeliums tatsächlich richtig, wie&lt;br /&gt;
die Weisen, unter denen der Zarathustra gewirkt hatte, wußten, daß&lt;br /&gt;
er wiedererschienen war unter den Menschen, und wie sie durch die&lt;br /&gt;
drei Symbole - Gold, Weihrauch und Myrrhen - , die Symbole für das&lt;br /&gt;
Beste, was er ihnen gegeben hat, ihre Verwandtschaft mit ihm ausdrückten&lt;br /&gt;
([[Matthäus-Evangelium|Matthäus]] {{BB|2|11}}).|114|102f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenhang mit den Hierarchien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn hängen die Fähigkeiten von [[Denken]], [[Fühlen]] und [[Wollen]] mit den [[Wesenheit]]en der [[Dritte Hierarchie|dritten Hierarchie]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir Menschen denken. Wir glauben zunächst, nur&lt;br /&gt;
unsere Gedanken zu erleben. Aber indem unsere Gedanken durch unsere Seele&lt;br /&gt;
ziehen, leben in unseren Gedanken die [[Angeloi]] in Wirklichkeit darinnen. Und wie&lt;br /&gt;
wir mit unseren Sinnen empfinden, wie wir irgend etwas angreifen, erfassen, so&lt;br /&gt;
leben in unserem Denken - das ist ihr Empfinden - die Angeloi drinnen. Sie&lt;br /&gt;
bringen uns das zum Bewußtsein. Und ebenso wie empfinden in unserem Denken&lt;br /&gt;
die Angeloi, so erleben in unserem Fühlen die [[Archangeloi]] und so schauen in&lt;br /&gt;
unserem Wollen die [[Archai]].|270b|108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Sache in einem noch umfassenderen Sinn, erkennt man, dass letzlich alle Hierarchien an der Tätigkeit unserer Seelenkräfte beteiligt sind. In seinen [[GA 26|anthroposophischen Leitsätzen]] hat [[Rudolf Steiner]] diesen Zusammenhang knapp und übersichtlich dargestellt. Im [[Denken]] spiegelt sich die [[dritte Hierarchie]], im [[Fühlen]] die [[zweite Hierarchie]] und im [[Wollen]] die [[erste Hierarchie]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|59. Eine unbefangene Betrachtung des Denkens zeigt, daß&lt;br /&gt;
die Gedanken des gewöhnlichen Bewußtseins kein eigenes&lt;br /&gt;
Dasein haben, daß sie nur wie Spiegelbilder von etwas auftreten.&lt;br /&gt;
Aber der Mensch fühlt sich als &#039;&#039;lebendig&#039;&#039; in den Gedanken.&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Gedanken&#039;&#039; leben nicht; &#039;&#039;er aber&#039;&#039; lebt &#039;&#039;in&#039;&#039; den Gedanken.&lt;br /&gt;
Dieses Leben urständet in Geist-Wesen, die man&lt;br /&gt;
(im Sinne meiner «[[GA 13|Geheimwissenschaft]]») als die der dritten&lt;br /&gt;
Hierarchie, als eines Geist-Reiches, ansprechen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60. Die Ausdehnung dieser unbefangenen Betrachtung auf&lt;br /&gt;
das Fühlen zeigt, daß die Gefühle aus dem Organismus aufsteigen,&lt;br /&gt;
daß sie aber nicht von diesem erzeugt sein können.&lt;br /&gt;
Denn ihr Leben trägt ein vom Organismus unabhängiges&lt;br /&gt;
Wesen in sich. Der Mensch kann sich mit seinem Organismus&lt;br /&gt;
in der Naturwelt fühlen. Er wird aber gerade dann,&lt;br /&gt;
wenn er dies, sich selbst verstehend tut, sich mit seiner Gefühlswelt&lt;br /&gt;
in einem geistigen Reiche fühlen. Das ist dasjenige&lt;br /&gt;
der zweiten Hierarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. Als Willenswesen wendet sich der Mensch nicht an seinen&lt;br /&gt;
Organismus, sondern an die Außenwelt. Er fragt nicht,&lt;br /&gt;
wenn er gehen will, was empfinde ich in meinen Füßen,&lt;br /&gt;
sondern, was ist dort draußen für ein Ziel, zu dem ich kommen&lt;br /&gt;
will. Er vergißt seinen Organismus, indem er will. In&lt;br /&gt;
seinem Willen gehört er seiner Natur nicht an. Er gehört da&lt;br /&gt;
dem Geist-Reich der ersten Hierarchie an.|26|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenhang mit der Trinität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Seelenkräfte hängen auch mit der [[Trinität]] zusammen. Das [[Denken]] neigt sich dem Verständnis des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] zu, das [[Fühlen]] dem [[Christus]] und das [[Wollen]] dem [[Vatergott]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Dieses dreigliedrige Wesen ist seinerseits so, daß das eigentliche&lt;br /&gt;
Denkerische hinneigt zum Verständnis desjenigen, was der Geist,&lt;br /&gt;
der Heilige Geist ist, daß das Fühlende hinneigt zum Verständnis&lt;br /&gt;
desjenigen, was der Sohn, der Christus ist, und daß alles Wollende&lt;br /&gt;
hinneigt zu dem Verständnis des Vaters. Man muß sich eigentlich&lt;br /&gt;
immer verbunden fühlen, indem man sich weiß als ein denkendes,&lt;br /&gt;
fühlendes und wollendes Wesen durch die seelische Dreiheit mit&lt;br /&gt;
dem Geist, mit dem Sohn, mit dem Vater.|343a|373}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spaltung der Seelenkräfte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johannes Nikolaus Tetens]]: &#039;&#039;Philosophische Versuche über die menschliche Natur und ihre Entwicklung.&#039;&#039; 2 Bde. Weidmann, Leipzig 1777&lt;br /&gt;
** Band 1 {{DTAW|tetens_versuche01_1777}}, [http://books.google.com/books?id=dmIAAAAAMAAJ bei Google Books] &lt;br /&gt;
** Band 2 {{DTAW|tetens_versuche02_1777}}, [http://books.google.com/books?id=PChonHVS5JEC bei Google Books]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophische Leitsätze&#039;&#039;, [[GA 26]] (1998), ISBN 3-7274-0260-1 {{Schriften|026}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Damit der Mensch ganz Mensch werde&#039;&#039;, [[GA 82]] (1994), ISBN 3-7274-0820-0 {{Vorträge|082}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundelemente der Esoterik&#039;&#039;, [[GA 93a]] (1987), ISBN 3-7274-0935-5 {{Vorträge|093a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Lukas-Evangelium&#039;&#039;, [[GA 114]] (2001), ISBN 3-7274-1140-6 {{Vorträge|114}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie&#039;&#039;, [[GA 121]] (1982), 5. Aufl., ISBN 3-7274-1210-0 {{Vorträge|121}} ; 6. Aufl., stark bearbeitete und erweiterte Neuauflage 2017: ISBN 3727412119&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie – Zweiter Teil&#039;&#039;, [[GA 208]] (1992), ISBN 3-7274-2080-4 {{Vorträge|208}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924&#039;&#039;, [[GA 270/2]] (1999),  ISBN 3-7274-2700-0 {{Vorträge|270b}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust»&#039;&#039;, Band I: Faust, der strebende Mensch , [[GA 272]] (1981), ISBN 3-7274-2720-5 {{Vorträge|272}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik&#039;&#039;, [[GA 293]] (1992), ISBN 3-7274-2930-5 {{Vorträge|293}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II&#039;&#039;, [[GA 343a]] (1993), ISBN 3-7274-3430-9 {{Vorträge|343a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seelentätigkeit|!]]&lt;br /&gt;
[[en:Soul forces]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626210</id>
		<title>Spaltung der Persönlichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626210"/>
		<updated>2026-07-19T17:35:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ist eine notwendige Folge der &#039;&#039;&#039;Spaltung der Seelenkräfte&#039;&#039;&#039; bei einer entsprechend weit vorangeschrittenen [[Geistesschulung]], die dazu führt, dass sich die [[Seelenkräfte]] des [[Denken]]s, [[Fühlen]]s und [[Wollen]]s, die normalerweise mehr oder weniger eng miteinander verbunden sind, vollständig voneinander trennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Große Veränderungen gehen allerdings mit den obengenannten feineren Leibern ([[Ätherleib]], [[Astralleib]]) beim Geheimschüler vor sich. Solche Veränderungen hängen mit gewissen Entwickelungsvorgängen der drei Grundkräfte der Seele, mit Wollen, Fühlen und Denken zusammen. Diese drei Kräfte stehen vor der Geheimschulung des Menschen in einer ganz bestimmten, durch höhere Weltgesetze geregelten Verbindung. Nicht in beliebiger Weise will, fühlt oder denkt der Mensch. Wenn zum Beispiel eine bestimmte Vorstellung im Bewußtsein auftaucht, so schließt sich an sie nach natürlichen Gesetzen ein gewisses Gefühl oder es folgt auf sie ein gesetzmäßig mit ihr zusammenhängender Willensentschluß. Man betritt ein Zimmer, findet es dumpfig und öffnet die Fenster. Man hört seinen Namen rufen und folgt dem Rufe. Man wird gefragt und gibt Antwort. Man sieht ein übelriechendes Ding und bekommt ein Gefühl von Unlust. Das sind einfache Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Wollen. Wenn man aber das menschliche Leben überschaut, so wird man finden, daß sich alles in diesem Leben auf solche Zusammenhänge aufbaut. Ja, man bezeichnet das Leben eines Menschen nur dann als ein «normales», wenn man in demselben eine solche Verbindung von Denken, Fühlen und Wollen bemerkt, die in den Gesetzen der menschlichen Natur begründet liegt. Man fände es diesen Gesetzen widersprechend, wenn ein Mensch zum Beispiel beim Anblick eines übelriechenden Gegenstandes ein Lustgefühl empfände oder wenn er auf Fragen nicht antwortete. Die Erfolge, die man sich von einer richtigen Erziehung oder einem angemessenen Unterricht verspricht, beruhen darauf, daß man voraussetzt, man könne eine der menschlichen Natur entsprechende Verbindung zwischen Denken, Fühlen und Wollen beim Zögling herstellen. Wenn man diesem gewisse Vorstellungen beibringt, so tut man es in der Annahme, daß sie später mit seinen Gefühlen und Willensentschlüssen in gesetzmäßige Verbindungen eingehen. - Alles das rührt davon her, daß in den feineren Seelenleibern des Menschen die Mittelpunkte der drei Kräfte, des Denkens, Fühlens und Wollens, in einer gesetzmäßigen Art miteinander verbunden sind. Und diese Verbindung in dem feineren Seelenorganismus hat auch ihr Abbild in dem groben physischen Körper. Auch in diesem stehen die Organe des Wollens in einer gewissen gesetzmäßigen Verbindung mit denen des Denkens und Fühlens. Ein bestimmter Gedanke ruft regelmäßig daher ein Gefühl oder eine Willenstätigkeit hervor. - Bei der höheren Entwickelung des Menschen werden nun die Fäden, welche die drei Grundkräfte miteinander verbinden, unterbrochen. Zuerst geschieht diese Unterbrechung nur in dem charakterisierten feineren Seelenorganismus; bei noch höherem Aufstieg aber erstreckt sich die Trennung auch auf den physischen Körper. (Es zerfällt bei der höheren geistigen Entwickelung des Menschen tatsächlich zum Beispiel sein Gehirn in drei voneinander getrennte Glieder. Die Trennung ist allerdings eine solche, daß sie für die gewöhnliche sinnliche Anschauung nicht wahrnehmbar und auch durch die schärfsten sinnlichen Instrumente nicht nachweisbar ist. Aber sie tritt ein, und der Hellseher hat Mittel, sie zu beobachten. Das Gehirn des höheren Hellsehers zerfällt in drei selbständig wirkende Wesenheiten: das Denk-, Fühl- und Willensgehirn.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organe des Denkens, Fühlens und Wollens stehen sodann ganz frei für sich da. Und ihre Verbindung wird nunmehr durch keine ihnen selbst eingepflanzten Gesetze hergestellt, sondern muß durch das erwachte höhere Bewußtsein des Menschen selbst besorgt werden. - Das ist nämlich die Veränderung, welche der Geheimschüler an sich bemerkt, daß kein Zusammenhang zwischen einer Vorstellung und einem Gefühl oder einem Gefühl und einem Willensentschluß und so weiter sich einstellt, wenn er nicht selbst einen solchen schafft. Kein Antrieb führt ihn von einem Gedanken zu einer Handlung, wenn er diesen Antrieb nicht frei in sich bewirkt. Er kann nunmehr völlig gefühllos vor einer Tatsache stehen, die ihm vor seiner Schulung glühende Liebe oder ärgsten Haß eingeflößt hat; er kann untätig bleiben bei einem Gedanken, der ihn vorher zu einer Handlung wie von selbst begeistert hat. Und er kann Taten verrichten aus Willensentschlüssen heraus, für welche bei einem nicht durch die Geheimschulung hindurchgegangenen Menschen auch nicht die geringste Veranlassung vorliegt. Die große Errungenschaft, welche dem Geheimschüler zuteil wird, ist, daß er die vollkommene Herrschaft erlangt über das Zusammenwirken der drei Seelenkräfte; aber dieses Zusammenwirken wird dafür auch vollständig in seine eigene Verantwortlichkeit gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch diese Umwandlung seines Wesens kann der Mensch in bewußte Verbindung treten mit gewissen übersinnlichen Kräften und Wesenheiten. Denn es haben seine eigenen Seelenkräfte zu gewissen Grundkräften der Welt entsprechende Verwandtschaft. Die Kraft zum Beispiel, die im Willen liegt, kann auf bestimmte Dinge und Wesenheiten der höheren Welt wirken und diese auch wahrnehmen. Aber sie kann das erst dann, wenn sie frei geworden ist von ihrer Verbindung mit dem Fühlen und Denken innerhalb der Seele. Sobald diese Verbindung gelöst ist, tritt die Wirkung des Willens nach außen hervor. Und so ist es auch mit den Kräften des Denkens und Fühlens. Wenn mir ein Mensch ein Haßgefühl zusendet, so ist dieses für den Hellseher sichtbar als eine feine Licht-Wolke von bestimmter Färbung. Und ein solcher Hellseher kann dieses Haßgefühl abwehren, wie der Sinnes-Mensch einen physischen Schlag abwehrt, der gegen ihn geführt wird. Der Haß wird in der übersinnlichen Welt eine anschaubare Erscheinung. Aber nur dadurch kann ihn der Hellseher wahrnehmen, daß er die Kraft, die in seinem Gefühle liegt, nach außen zu senden vermag, wie der Sinnesmensch die Empfänglichkeit seines Auges nach außen richtet. Und so wie mit dem Haß ist es mit weit bedeutungsvolleren Tatsachen der sinnlichen Welt. Der Mensch kann mit ihnen in bewußten Verkehr treten durch die Freilegung der Grundkräfte seiner Seele.|10|184ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn Sie sich die Schrift vornehmen «[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]», dann finden Sie dort das Gehemnnis der Schwelle besprochen. Sie finden dieses Geheimnis der Schwelle so besprochen, daß gezeigt wird, daß nach dem Überschreiten der Schwelle in die geistigen Welten hinein in gewissem Sinne eine Trennung, eine Differenzierung der drei Grundkräfte des Seelenlebens stattfindet: Denken, Fühlen, Wollen. Erinnern Sie sich nur, wie bei der Besprechung des Hüters der Schwelle in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» gezeigt ist, wie dasjenige, was im gewöhnlichen Bewußtsein gewissermaßen zusammenwirkt, so daß man es nicht recht trennen kann - Denken, Fühlen, Wollen -, wie das auseinandertritt, jedes selbständig wird, so daß ich sagen kann, wenn ich diese Sache aufzeichnen würde: Wenn hier (Zeichnung S. 160) die Grenze ist zwischen dem gewöhnlichen Bewußtsein und jener Region, in der die Seele lebt als in der geistigen Welt drinnen, so mußte ich Denken, Fühlen und Wollen schematisch so aufzeichnen, daß dies das Gebiet des Wollens wäre (rot), das aber unmittelbar angrenzt an das Gebiet des Fühlens (grün), und wiederum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt diese Spaltung der Persönlichkeit in abnormer Weise auf, was auch ohne gezielte Geistesschulung spontan durch eine starke seelische Erschütterung geschehen kann, so kann das zur Erscheinung unseres [[Doppelgänger]]s führen. Das gilt namentlich für unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]], da heute die drei [[Seelenkräfte]] schon durch die natürliche Entwicklung sehr weitgehend voneinander geschieden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA178 160.png|center|500px|Zeichnung aus GA 178, S. 160]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieses angrenzt an das Gebiet des Denkens unmittelbar (gelb). Hätte ich den Weg zu skizzieren in die geistige Welt hinein näch dem Überschreiten der Schwelle, so müßte ich folgendes schematisieren, folgende schematische Zeichnung anführen: ich müßte zeigen, wie das Denken auf der einen Seite selbständig wird (gelb, rechts); das Fühlen selbständig wird (grün, rechts) und sich trennt von dem Denken; das Wollen selbständig wird (rot, rechts), was ich hier schematisch zeichne. So daß sich Denken, Fühlen und Wollen fächerartig auseinandertrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das finden Sie mit Worten dargestellt in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Daß nun vor der Schwelle diese drei Tätigkeiten, die da getrennt wirkend aneinandergrenzen, in der richtigen Weise zusammenwirken, nicht in Verwirrung kommen, das ist bewirkt dadurch, daß gewissermaßen die Schwelle eine gewisse Breite hat, in der unser Ich selber lebt. Und wenn das Ich gesund wirkt, wenn das Ich seine volle seelische Gesundheit hat, dann wird durcheinanderwirkend Denken, Fühlen und Wollen so gehalten, daß sie nicht ineinanderpurzeln, aber sich doch gegenseitig so beeinflussen, indem sie aneinandergrenzen - das ist das wesentliche Geheimnis unseres Ich -, daß Denken, Fühlen, Wollen nebeneinandergehalten werden; so daß sie sich gegenseitig beeinflussen in der richtigen Weise, aber nicht das eine in das andere hineinpurzeln kann. Kommen wir über die Schwelle in die geistige Welt, so können sie nicht ineinander hineinpurzeln, weil sie sich sogar trennen.|178|159ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veränderung des Seelenlebens beginnt nicht erst, wenn man regelmäßig [[Meditation]]sübungen macht, sondern bereits, wenn man [[esoterisch]]es [[Wissen]] entgegennimmt und zu verstehen versucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn das muß durchaus ernst genommen werden, daß&lt;br /&gt;
schon in dem Augenblicke, wo wir Esoterisches entgegennehmen, unser bloßes&lt;br /&gt;
Verstehen des Esoterischen in uns ein anderes Verhältnis des Denkens, des Fühlens,&lt;br /&gt;
des Wollens hervorruft, als wir gewohnt sind für das alltägliche Bewußtsein.|270a|65|81}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In dem Augenblicke, wo der Mensch in die geistige Welt hineintritt, da wird&lt;br /&gt;
er sogleich ein dreifaches Wesen. Sein Denken geht eigene Wege, sein Fühlen geht&lt;br /&gt;
eigene Wege, sein Wollen geht eigene Wege. Diese Gliederung, diese Spaltung in&lt;br /&gt;
drei macht er sogleich durch, wenn er in die geistige Welt eintritt. Und Sie können&lt;br /&gt;
in der geistigen Welt denken, Gedanken haben, die gar nichts zu tun haben mit&lt;br /&gt;
Ihrem Wollen: dann aber sind diese Gedanken Illusionen. Sie können Gefühle&lt;br /&gt;
haben, die nichts zu tun haben mit Ihrem Wollen: dann sind diese Gefühle etwas,&lt;br /&gt;
was zu Ihrer Vernichtung, nicht zu Ihrer Förderung beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Wesentliche, daß der Mensch in dem Augenblick, wo er an die&lt;br /&gt;
Schwelle zur geistigen Welt herantritt, sich so vorkommt, als flöge sein Denken&lt;br /&gt;
in die Weltenweiten, als gehe sein Fühlen hinter seine Erinnerungen zurück.&lt;br /&gt;
Beachten Sie das letztere, was ich gesagt habe. Sehen Sie, die Erinnerung ist&lt;br /&gt;
tatsächlich etwas, was hart an die Schwelle zur geistigen Welt herankommt. Denken&lt;br /&gt;
Sie, Sie haben vor zehn Jahren etwas erlebt. Es kommt in der Erinnerung wieder&lt;br /&gt;
herauf. Das Erlebnis steht da. Sie sind zufrieden, mit Recht zufrieden für die&lt;br /&gt;
physische Welt, wenn Sie bis zu einer recht lebhaften Erinnerung kommen. Aber&lt;br /&gt;
derjenige, der in die geistige Welt eintritt, bei dem ist es wirklich so, als ob er die&lt;br /&gt;
Erinnerung durchstoßen würde, als ob er weiter gehen würde, als die Erinnerung&lt;br /&gt;
reicht. Vor allen Dingen geht er weiter, als seine Erinnerungen reichen können&lt;br /&gt;
für das physische Erdenleben. Er geht hinter die Geburt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man in die geistige Welt eintritt, so fühlt man sofort, daß das Fühlen&lt;br /&gt;
gar nicht bei einem bleibt. Das Denken wenigstens geht noch hinaus in die gegenwärtige&lt;br /&gt;
Welt. Es zerstreut sich gewissermaßen in dem Weltenraum. Das Fühlen&lt;br /&gt;
geht aus der Welt hinaus, und man muß sich sagen, wenn man dem Fühlen nachgehen&lt;br /&gt;
will: Ja, wo bist du jetzt eigentlich? Wenn du im Leben 50 Jahre alt geworden&lt;br /&gt;
bist, so bist du eigentlich weiter zurückgegangen als 50 Jahre in der Zeit; du bist&lt;br /&gt;
70 Jahre, 90 Jahre, 100 Jahre, 150 Jahre zurückgegangen. Das Fühlen führt Sie ganz&lt;br /&gt;
heraus aus der Zeit, die Sie miterlebt haben von Kleinkindheit auf.&lt;br /&gt;
Und das Wollen, wenn Sie es im Ernste fassen, führt Sie noch weiter zurück,&lt;br /&gt;
in die vorigen Erdenleben. Das ist etwas, was sogleich auftritt, meine Lieben, wenn&lt;br /&gt;
man an die Schwelle der geistigen Welt wirklich herantritt. Der Zusammenhalt&lt;br /&gt;
des physischen Leibes hört auf. Man fühlt sich nicht mehr in den Grenzen seiner&lt;br /&gt;
Haut eingeschlossen, aber man fühlt sich zerteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fühlt, wie wenn ausstrahlen würde das Denken, das man früher zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat in seinem Gefühl, wie wenn das Denken ausstrahlen würde in die&lt;br /&gt;
Weltenweiten und Weltengedanken werden würde. Man fühlt sich in der Zeit&lt;br /&gt;
zurückgehend mit seinem Fühlen unmittelbar in der geistigen Welt drinnen, die&lt;br /&gt;
man zwischen dem letzten Tode und dem diesmaligen Erdenleben durchgemacht&lt;br /&gt;
hat. Und man fühlt sich in vorigen Erdenleben mit seinem Wollen.&lt;br /&gt;
Gerade aber diese Spaltung des menschlichen Wesens - ich habe sie beschrieben&lt;br /&gt;
in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» -, gerade&lt;br /&gt;
diese Spaltung des menschlichen Wesens, die macht Schwierigkeiten beim Betreten&lt;br /&gt;
der geistigen Welt, denn die Gedanken verbreitern sich. Dasjenige, was man zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat, geht in alle Welt über. Damit aber wird es zugleich fast unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
Und man muß sich erwerben die Fähigkeit, diejenigen Gedanken noch&lt;br /&gt;
wahrzunehmen, die in solche Weiten hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fühlen ist nicht mehr von Gedanken jetzt durchsetzt - denn die Gedanken&lt;br /&gt;
sind einem gewissermaßen davongegangen -, das Fühlen kann sich nur in allgemeiner&lt;br /&gt;
Hochschätzung, Hingabe, gebetartiger Stimmung wenden an diejenigen Wesen,&lt;br /&gt;
mit denen man das Leben zwischen dem Tode und der Geburt, bevor man die&lt;br /&gt;
Erde betreten hat, durchlaufen hat. Aber wenn man sein Leben heranerzogen hat&lt;br /&gt;
für solches verehrendes Fühlen der geistigen Welt, so geht das noch.&lt;br /&gt;
In dem Augenblicke aber, wo man sich dem Wollen hingibt, das hin will in die&lt;br /&gt;
vorigen Erdenleben, da tritt für den Menschen eben die große Schwierigkeit ein,&lt;br /&gt;
daß er eine ungeheure Anziehungskraft in der Seele bekommt für alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was niedrig ist in seiner Wesenheit. Und hier wirkt am stärksten dasjenige, was&lt;br /&gt;
ich vorhin sagte, daß es schwierig ist, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Denn der Mensch bekommt da einen wahren Hang dazu, sich dem&lt;br /&gt;
Scheine hinzugeben. Ich will das so erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch beginnt zu meditieren, wenn er wirklich mit innerer Hingabe&lt;br /&gt;
sich durchsetzt mit seinem Meditationsstoff - er möchte diese Meditation in möglichster&lt;br /&gt;
Gleichgültigkeit ablaufen lassen; er möchte nicht, daß ihn die Meditation&lt;br /&gt;
herausreißt aus der Behaglichkeit des Lebens. Und dieser Trieb, möglichst still zu&lt;br /&gt;
sein, möglichst nicht herausgerissen zu werden aus der Behaglichkeit des Lebens,&lt;br /&gt;
dieser Trieb ist ein starker Illusionserzeuger, ein starker Scheinerzeuger. Denn gibt&lt;br /&gt;
man sich restlos ehrlich der Meditation hin, dann kommt ganz notwendig herauf&lt;br /&gt;
aus den Tiefen der Seele die Empfindung: Was ist eigentlich alles an Anlage zu&lt;br /&gt;
Bösem in dir! Man kann gar nicht anders, als durch die Meditation, durch jenes&lt;br /&gt;
innerliche Vertieftsein, man kann gar nicht anders als wirklich fühlen, tief fühlen:&lt;br /&gt;
Da ist alles Mögliche da, was du eigentlich tun könntest, wozu du fähig wärest.&lt;br /&gt;
Aber nur - der Trieb ist so stark, sich das ja nicht zu gestehen, so daß man sich&lt;br /&gt;
der Illusion hingibt: man ist eigentlich ein guter, ein recht guter Mensch seinen&lt;br /&gt;
innersten Anlagen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkliche Erfahrung als Folge der Meditation gibt das nicht. Die zeigt einem,&lt;br /&gt;
wie man beseelt sein kann von allen möglichen Eitelkeiten, wie man beseelt sein&lt;br /&gt;
kann von allem möglichen Überschätzen seines eigenen Wesens und Unterschätzen&lt;br /&gt;
des Wesens der anderen, wie man ganz durchsetzt ist davon, auf das Urteil von&lt;br /&gt;
Leuten nicht nur deshalb etwas zu geben, weil sie von uns als Menschen empfunden&lt;br /&gt;
werden, die etwas zu sagen haben, sondern weil man sich eben sonnen will in dem&lt;br /&gt;
Urteil der anderen. Aber das sind noch die geringsten Dinge. Derjenige, der wirklich&lt;br /&gt;
ehrlich meditiert, wird sehen, welche Triebe in seiner Seele eigentlich leben, zu&lt;br /&gt;
was allem er eigentlich fähig wäre. Da tritt schon die niedere Menschennatur in&lt;br /&gt;
einer starken Weise vor die innere Schau der Seele. Und diese Ehrlichkeit muß im&lt;br /&gt;
Meditieren sein.|270a|45ff|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Folge dieser Entwicklung ist daher, dass wir lernen, aus unserem höheren Wesen auf unsere niedere, irdische [[Persönlichkeit]] zurückzublicken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Daher ist es wichtig, wirklich festzuhalten, daß in dem&lt;br /&gt;
Augenblick, wo das Hellsehen beginnt und man dadurch zur Offenbarung&lt;br /&gt;
höherer Welten hinaufsteigt, wirklich eine Art Spaltung der&lt;br /&gt;
Persönlichkeit stattfindet. Die eine Persönlichkeit, die man auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan ist, die läßt man zurück. Man ist nun eine andere Persönlichkeit,&lt;br /&gt;
indem man hinaufsteigt in eine höhere Welt. Und so wie&lt;br /&gt;
wir angeschaut werden in der höheren Welt von den Wesenheiten der&lt;br /&gt;
höheren Hierarchien, wie wir wahrgenommen werden von den Wesen&lt;br /&gt;
der höheren Hierarchien, so schauen wir unsere gewöhnliche Persönlichkeit&lt;br /&gt;
von unserem höheren Gesichtspunkt aus selbst an. Wir&lt;br /&gt;
schauen, indem wir mit dem höheren Wesen aus dem niederen Wesen&lt;br /&gt;
herausgegangen sind, als höheres Wesen unser niederes Wesen an. So daß&lt;br /&gt;
wir gut tun, wenn wir irgend etwas Gültiges für die höheren Welten&lt;br /&gt;
aussprechen wollen, zu warten, bis wir in die Lage kommen, zu sagen:&lt;br /&gt;
Das bist du, den du selbst da siehst in deinem hellsichtigen Felde,&lt;br /&gt;
das bist du. - Dieses «Das bist du» entspricht auf dem höheren Plane&lt;br /&gt;
dem «Das bin ich» auf dem physischen Plane. Dieses «Das bin ich»,&lt;br /&gt;
verwandelt sich auf dem höheren Plan in das «Das bist du». Es ist&lt;br /&gt;
eigentlich mehr gesagt mit dem eben Ausgesprochenen, als man gewöhnlich&lt;br /&gt;
denkt. Versetzen Sie sich einmal in den Fall, Sie blickten von&lt;br /&gt;
Ihrem heutigen Gesichtspunkt zurück auf den Zeitpunkt, wo Sie&lt;br /&gt;
acht oder dreizehn oder fünfzehn Jahre alt waren, und Sie versuchten,&lt;br /&gt;
ein kleines Stück Ihres Lebens aus der Erinnerung zu rekonstruieren&lt;br /&gt;
aus dem achten, dem dreizehnten oder dem fünfzehnten Jahre. Stellen&lt;br /&gt;
Sie sich lebhaft vor dieses Zurückblicken in Ihre eigene Gedankenwelt,&lt;br /&gt;
indem Sie die Erinnerungen aus der Gedankenwelt zurückkonstruieren.&lt;br /&gt;
Nun vergegenwärtigen Sie sich das Gefühl, das Sie gegenüber diesem&lt;br /&gt;
acht- oder dreizehn- oder fünfzehnjährigen Knaben oder Mädchen,&lt;br /&gt;
der oder das Sie selbst waren, nun haben. Vergegenwärtigen Sie sich&lt;br /&gt;
lebhaft Ihr gegenwärtiges Gefühl gegenüber diesen vergangenen Erlebnissen.&lt;br /&gt;
Sobald man von dem physischen Plan in die höhere Welt&lt;br /&gt;
hinaufkommt, wird der Augenblick, in dem wir unmittelbar jetzt leben,&lt;br /&gt;
sogleich eine solche Erinnerung, wie die eben charakterisierte. Man&lt;br /&gt;
schaut auf das, was man auf dem physischen Plan jetzt ist und auf das,&lt;br /&gt;
was man noch werden kann in dem Rest seines physischen Lebens, so&lt;br /&gt;
zurück, wie Sie zurückschauen von dem jetzigen Gesichtspunkt aus&lt;br /&gt;
auf die Erlebnisse im achten, dreizehnten, fünfzehnten Jahr. Es ist&lt;br /&gt;
durchaus wahr: Was wir fühlen, was wir denken, was wir vorstellen,&lt;br /&gt;
was wir handeln auf dem physischen Plan, in dem Augenblick, wo wir&lt;br /&gt;
die höhere Welt betreten, ist das alles, was wir zusammenfassen unter&lt;br /&gt;
unserem Selbst auf dem physischen Plan, eine Erinnerung. Wir schauen&lt;br /&gt;
herunter auf den physischen Plan und sind uns, sobald wir in der höheren&lt;br /&gt;
Welt leben, eine Erinnerung geworden. Und wie wir auseinanderhalten&lt;br /&gt;
einen gegenwärtigen Standpunkt unseres Erlebens von einem&lt;br /&gt;
längst verflossenen, so müssen wir auseinanderhalten dasjenige, was wir&lt;br /&gt;
erleben in höheren Welten und dasjenige, was wir erleben auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan.|154|98f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Mensch wird allmählich empfinden so, als ob etwas neben&lt;br /&gt;
ihm ginge, etwas, das mitdenkt, mithört, ja sogar, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich nicht sehr stark ist, mitspricht. Es ist ein zweites&lt;br /&gt;
Ich, das hervortritt, ein Doppelgänger, den man aus sich herausgesetzt&lt;br /&gt;
hat. Je ernsthafter einer den esoterischen Weg gegangen ist, um so mehr setzt er von seinem alten Menschen aus sich &lt;br /&gt;
heraus, das heißt, er wirft wie die Schlange eine Haut nach der&lt;br /&gt;
anderen ab. Diese Häute - vergleichsweise gesprochen - werden&lt;br /&gt;
zu einem zweiten Leib, einem Doppelgänger, der einen im Leben&lt;br /&gt;
nicht mehr verläßt. Der Mensch, der seinen Doppelgänger&lt;br /&gt;
aus sich herausgesetzt hat, wurde in den alten ägyptischen Mysterien&lt;br /&gt;
der «Kha-Mensch» genannt. Der Doppelgänger ist an&lt;br /&gt;
den Kha-Menschen gekettet, um ihn fortwährend daran zu erinnern,&lt;br /&gt;
wie sein früheres Leben war oder wie er noch ist. Das ist&lt;br /&gt;
nicht immer eine angenehme Empfindung. Aber das Bewußtsein,&lt;br /&gt;
diesen Doppelgänger immer mit sich zu führen, wird ihm seine&lt;br /&gt;
Fehler ins Bewußtsein rufen, damit er sich bessern solle. Er soll&lt;br /&gt;
fortwährend diese Anwesenheit empfinden, sonst würde es gefährlich&lt;br /&gt;
werden und er über all seinen hohen Idealen und Absichten&lt;br /&gt;
vergessen, was eigentlich sein Innenleben und was seine&lt;br /&gt;
Fehler sind. Es würde unter gewissen Umständen sogar für&lt;br /&gt;
einen hohen Eingeweihten lebensgefährlich sein, trotz seines hohen&lt;br /&gt;
Strebens, wenn er diesen Doppelgänger nur einen Augenblick&lt;br /&gt;
vergessen würde. Er würde tatsächlich seinen physischen&lt;br /&gt;
Leib durch den Tod verlieren können, ungefähr in der Weise&lt;br /&gt;
wie jemand, der, in ein erhabenes Problem vertieft, vergessen&lt;br /&gt;
würde, auf seinen Körper zu achten, und infolge dieser Unaufmerksamkeit&lt;br /&gt;
überfahren würde. Je stärker der Doppelgänger&lt;br /&gt;
auftritt, desto besser ist es für unsere Entwicklung, denn sonst&lt;br /&gt;
würden wir uns großen Illusionen über uns selbst hingeben.&lt;br /&gt;
Denn unsere eigenen Fortschritte in unserer Entwicklung zu sehen&lt;br /&gt;
und zu erkennen, vermögen wir nicht; das kann nur derjenige,&lt;br /&gt;
der unser Lehrer ist. Erinnern wir uns an jene Stelle in der&lt;br /&gt;
Schöpfungsgeschichte, wo die Elohim, nachdem sie zusammen&lt;br /&gt;
den Menschen geschaffen hatten, zu der Sonne aufgestiegen waren.&lt;br /&gt;
Da erst konnten sie ihr Werk beurteilen, was wir in den&lt;br /&gt;
Worten ausgedrückt finden: «Und sie schauten ihr Werk, und&lt;br /&gt;
sie sahen, daß es gut war.» Sie hatten ihre Vollkommenheit erreicht,&lt;br /&gt;
und deshalb konnten sie ihr Werk beurteilen.|266b|274f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Durch diesen Doppelgänger lernen&lt;br /&gt;
wir gründlich kennen alles dasjenige, was wir aus uns heraussetzen&lt;br /&gt;
müssen. Er zeigt es uns immer wieder von neuem. Alles,&lt;br /&gt;
was an Unaufrichtigkeit, Lieblosigkeit, Egoismus und anderen&lt;br /&gt;
schlechten Eigenschaften in uns ist, das tritt uns durch das Erleben&lt;br /&gt;
dieses Doppelgängers entgegen. Und daß wir diese Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch mit uns herumschleppen, sie noch nicht abschütteln&lt;br /&gt;
können, das bewirkt das Gefühl des Unbehagens, das uns&lt;br /&gt;
der Doppelgänger bereitet. Solange wir diese schlechten Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch in uns hatten, in unserem Unterbewußtsein,&lt;br /&gt;
gleichsam in der Meerestiefe unserer Seele, kamen sie uns in ihrer&lt;br /&gt;
ganzen Stärke noch nicht zum Bewußtsein. Wenn aber der&lt;br /&gt;
geistige Mensch sich entwickelt und immer mehr wächst, wenn &lt;br /&gt;
er mahnend hinschaut auf diese Eigenschaften unserer Seele, so&lt;br /&gt;
wirken sie quälend durch ihr Vorhandensein, das dieser geistige&lt;br /&gt;
Mensch nicht mehr dulden kann. Und deshalb ist es sehr gut,&lt;br /&gt;
wenn das Gefühl des quälenden Unbehagens sehr stark auftritt,&lt;br /&gt;
denn dadurch kommen wir am schnellsten von diesem Doppelgänger&lt;br /&gt;
los.|266b|279f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefahren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Extremfall&#039;&#039;&#039; kann bei sehr intensiver [[Meditation]] eines Wort-[[Mantram]]s über längere Zeit, bei Hinweglassung der notwendigen [[Nebenübungen]] ein [[Wikipedia:Psychose|psychose]]ähnlicher Zustand eintreten, der ärztlicher Behandlung bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere [[Meditation]]en, wie etwa die mehr bildliche [[Samenkornmeditation]] (Vgl. [[GA 10]]) oder die bildliche [[Meditation des Rosenkreuzes]] (Vgl. [[GA 13]]), stellen in dieser Hinsicht ein geringeres Gefährdungspotential dar, da es bei diesen [[Meditation]]en einer erheblichen aktiven Anstrengung der eigenen Seelenkräfte bedarf, um sich die dazu notwendigen [[Imagination]]en, zunächst selbst zu schaffen, und so die Neigung zu einer [[Wikipedia:Pathologie|pathologisch]]en &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ([[Wikipedia:Psychose|Psychose]]) in Grenzen gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Irrpfade, auf welche der Geheimschüler geraten kann (sind): das [[Gewaltmenschentum]], die [[Gefühlsschwelgerei]], das kalte, lieblose [[Weisheitsstreben]]. Für eine äußerliche Betrachtungsweise - auch für die materialistische der [[Schulmedizin]] - unterscheidet sich das Bild eines solchen auf Abwegen befindlichen Menschen, vor allem dem Grade nach, nicht viel von demjenigen eines [[Irrsinn]]igen oder wenigstens einer schwer «nervenkranken Person».|10|190}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beachtung der von Rudolf Steiner durch die [[Nebenübungen]] gegebenen Maßregeln, ist diese Gefahr aber insgesamt als sehr gering einzuschätzen. &amp;quot;Also: Nicht [[Meditation]] gefährdet, aber der psychisch Gefährdete sollte nicht meditieren, vor allem nicht ohne Geleit und Beratung eines Erfahrenen!&amp;quot; {{Lit|Gerhard Wehr, S 102}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei psychischer Vorerkrankung bedarf die [[Meditation]], sofern therapeutisch überhaupt angeraten, allerdings dringend der ärztlichen Aufsicht und Beratung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der psychisch Gesunde wird bei seiner [[Meditation]], bei Beachtung der von Rudolf Steiner angegebenen Vorsichtsmaßregeln ([[Nebenübungen]]), keine Gefahren für die eigene seelische Gesundheit eingehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paul Eugen Schiller: &#039;&#039;Der anthroposophische Schulungsweg.&#039;&#039; Ein Überblick, TB Philosophisch-Anthroposophischer Verlag, Dornach 1979, S. 61 ff.&lt;br /&gt;
* Manfred Krüger: &#039;&#039;Meditation - Erkenntnis als Kunst&#039;&#039;, Ogham Vlg., Stuttgart 1983, S. 14 ff.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;Der innere Weg&#039;&#039;. Anthroposophische Erkenntnis, geistige Orientierung und meditative Praxis, Rowohlt Vlg., Reinbek b. Hamburg 1983, S. 101 ff.&lt;br /&gt;
* Therese Schulte: &#039;&#039;Transzendentale Meditation und wohin sie führt&#039;&#039;. Abschiedsdisput einer TM-Lehrerin, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 1981&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;, [[GA 10]] (1993), ISBN 3-7274-0100-1; &#039;&#039;&#039;Tb 600&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6001-2 {{Schriften|010}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 978-3-7274-0130-5 {{Schriften|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?&#039;&#039;, [[GA 154]] (1985), ISBN 3-7274-1540-1 {{Vorträge|154}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (1992), ISBN 3-7274-1780-3 {{Vorträge|178}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (2022), ISBN 978-3-7274-1781-8&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266b]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Vorträge|266b}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924&#039;&#039;, [[GA 270/1]], Band I (1999),  ISBN 3-7274-2700-0 {{Vorträge|270a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[en:Splitting of the personality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Valborg_Werbeck-Sv%C3%A4rdstr%C3%B6m&amp;diff=626209</id>
		<title>Valborg Werbeck-Svärdström</title>
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		<updated>2026-07-19T09:59:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Valborg Svärdström in Faust at Kungliga Operan 1905 small.png|mini|255px|Valborg Svärdström als Margareta in der Oper „Faust“ an der Kungliga Operan im Jahr 1905. Gescanntes Glasnegativ.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Schule der Stimmenthüllung 2010.jpg|mini|Die Schule der Stimmenthüllung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Valborg Werbeck-Svärdström&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. September|22. September]] [[Wikipedia:1879|1879]] in [[Wikipedia:Gäfle|Gäfle]]/[[Wikipedia:Schweden|Nordschweden]] als Valborg Svärdström; † [[Wikipedia:1. Februar|1. Februar]] [[Wikipedia:1972|1972]] in [[Wikipedia:Bad Boll|Bad Boll-Eckwälden]]) war eine schwedische [[Gesang|Sängerin]] und [[Gesangspädagogik|Gesangspädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström verbrachte ihre Kindheit im nördlichsten Teil Schwedens. „Weit oben im nördlichen Schweden bin ich geboren. Meine Kindheit verlief, soweit meine Erinnerung zurückreicht, in intimster Berührung mit der Natur. […] Singen konnte ich, wie gesagt, immer. Ja, letzten Endes war ich wohl so etwas wie ein Wunderkind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule der Stimmenthüllung, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit zehn Jahren zog ihre Familie nach [[Wikipedia:Stockholm|Stockholm]]. Dort entdeckte die Musikerzieherin [[Wikipedia:Alice Tegnér|Alice Tegnér]] ihre Begabung.  Sie trat bereits mit 11 Jahren öffentlich auf. Nach Schule und Studium am Konservatorium gab sie 21-jährig ihr Debüt und wurde darauf in das Ensemble der [[Wikipedia:königliche Oper (Stockholm)|königlichen Hofoper]] aufgenommen. Sie galt als „die neue [[Wikipedia:Jenny Lind|Jenny Lind]]“ – die schwedische Nachtigall. Als Konzert- und Opernsängerin feierte sie große Erfolge in vielen Ländern Europas. 1906 heiratete sie den Hamburger Schriftsteller und Musiker [[Wikipedia:Louis Michael Julius Werbeck|Louis Michael Julius Werbeck]] und zog mit ihm nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begegnete sie [[Rudolf Steiner]]. Von ihm erhielt sie Anregungen für ihre Arbeit und Ermutigung, ihre erfolgreiche Gesangskarriere nicht aufzugeben, sondern entgegen ihren Absichten fortzuführen. Ihr Studium bei erfahrenen Lehrern hatte ihr zwar eine erfolgreiche Opernkarriere ermöglicht, ihr aber auch gezeigt, dass diese herkömmlichen Schulungsmethoden ihre natürliche Gesangsanlage gefährdeten. Sie begann nach neuen Methoden der Stimmbildung zu forschen wobei sie hierin mit Steiner bis zu seinem Tod in regem Austausch blieb. Sie begann auch eine gesangstherapeutische Arbeit zu entwickeln, die sie später in Zusammenarbeit mit [[Eugen Kolisko]], der auch zeitweilig ihr Schüler war, und [[Ita Wegman]] weiterentwickeln sollte. 1928 starb ihr Mann. 1938 erschien in Breslau ihr Buch &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;. Ihre in [[Hamburg]] gegründete &#039;&#039;&#039;Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;&#039; führte &#039;&#039;Wilhelm Dörfler&#039;&#039; mit seiner Chorarbeit von 1932 bis 1939 am [[Goetheanum]] in [[Dornach SO|Dornach]] ein. Durch den beginnenden [[Nationalsozialismus]] wurde ihre Arbeit in Deutschland mehr und mehr erschwert. Schließlich musste sie ihre Schule in Hamburg schließen. Die Kriegsjahre verbrachte Werbeck zurückgezogen in Schlesien. Nach Kriegsende konzentrierte sie sich völlig auf ihre therapeutische Arbeit und die Unterweisung eines Kreises junger Musiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström starb 1972 im Alter von 93 Jahren. Die Weiterführung ihrer Arbeit hat sie [[W:Jürgen Schriefer|Jürgen Schriefer]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung: Ein Weg zur Katharsis in der Kunst des Singens&#039;&#039;. Verlag am Goetheanum, Dornach 2010, ISBN 978-3723513637&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029952825}}&lt;br /&gt;
*[http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=765 Biographischer Eintrag] in der Online-Dokumentation der anthroposophischen &#039;&#039;Forschungsstelle Kulturimpuls&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-der-stimmenthuellung.de/stimmbildung-stimmenthuellung/ Schule der Stimmenthüllung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Werbeck-Svardstrom, Valborg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Valborg Svärdström als Margareta in der Oper „Faust“ an der Kungliga Operan im Jahr 1905. Gescanntes Glasnegativ.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Valborg_Werbeck-Sv%C3%A4rdstr%C3%B6m#/media/File:Valborg_Sv%C3%A4rdstr%C3%B6m_in_Faust_at_Kungliga_Operan_1905_-_SMV_-_GS127.tif&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Valborg Svärdström als Margareta in der Oper „Faust“ an der Kungliga Operan im Jahr 1905. Gescanntes Glasnegativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Valborg_Werbeck-Sv%C3%A4rdstr%C3%B6m#/media/File:Valborg_Sv%C3%A4rdstr%C3%B6m_in_Faust_at_Kungliga_Operan_1905_-_SMV_-_GS127.tif&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-frei}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Die Schule der Stimmenthüllung 2010.jpg|mini|Die Schule der Stimmenthüllung]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Valborg Werbeck-Svärdström&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. September|22. September]] [[Wikipedia:1879|1879]] in [[Wikipedia:Gäfle|Gäfle]]/[[Wikipedia:Schweden|Nordschweden]] als Valborg Svärdström; † [[Wikipedia:1. Februar|1. Februar]] [[Wikipedia:1972|1972]] in [[Wikipedia:Bad Boll|Bad Boll-Eckwälden]]) war eine schwedische [[Gesang|Sängerin]] und [[Gesangspädagogik|Gesangspädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström verbrachte ihre Kindheit im nördlichsten Teil Schwedens. „Weit oben im nördlichen Schweden bin ich geboren. Meine Kindheit verlief, soweit meine Erinnerung zurückreicht, in intimster Berührung mit der Natur. […] Singen konnte ich, wie gesagt, immer. Ja, letzten Endes war ich wohl so etwas wie ein Wunderkind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule der Stimmenthüllung, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit zehn Jahren zog ihre Familie nach [[Wikipedia:Stockholm|Stockholm]]. Dort entdeckte die Musikerzieherin [[Wikipedia:Alice Tegnér|Alice Tegnér]] ihre Begabung.  Sie trat bereits mit 11 Jahren öffentlich auf. Nach Schule und Studium am Konservatorium gab sie 21-jährig ihr Debüt und wurde darauf in das Ensemble der [[Wikipedia:königliche Oper (Stockholm)|königlichen Hofoper]] aufgenommen. Sie galt als „die neue [[Wikipedia:Jenny Lind|Jenny Lind]]“ – die schwedische Nachtigall. Als Konzert- und Opernsängerin feierte sie große Erfolge in vielen Ländern Europas. 1906 heiratete sie den Hamburger Schriftsteller und Musiker [[Wikipedia:Louis Michael Julius Werbeck|Louis Michael Julius Werbeck]] und zog mit ihm nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begegnete sie [[Rudolf Steiner]]. Von ihm erhielt sie Anregungen für ihre Arbeit und Ermutigung, ihre erfolgreiche Gesangskarriere nicht aufzugeben, sondern entgegen ihren Absichten fortzuführen. Ihr Studium bei erfahrenen Lehrern hatte ihr zwar eine erfolgreiche Opernkarriere ermöglicht, ihr aber auch gezeigt, dass diese herkömmlichen Schulungsmethoden ihre natürliche Gesangsanlage gefährdeten. Sie begann nach neuen Methoden der Stimmbildung zu forschen wobei sie hierin mit Steiner bis zu seinem Tod in regem Austausch blieb. Sie begann auch eine gesangstherapeutische Arbeit zu entwickeln, die sie später in Zusammenarbeit mit [[Eugen Kolisko]], der auch zeitweilig ihr Schüler war, und [[Ita Wegman]] weiterentwickeln sollte. 1928 starb ihr Mann. 1938 erschien in Breslau ihr Buch &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;. Ihre in [[Hamburg]] gegründete &#039;&#039;&#039;Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;&#039; führte &#039;&#039;Wilhelm Dörfler&#039;&#039; mit seiner Chorarbeit von 1932 bis 1939 am [[Goetheanum]] in [[Dornach SO|Dornach]] ein. Durch den beginnenden [[Nationalsozialismus]] wurde ihre Arbeit in Deutschland mehr und mehr erschwert. Schließlich musste sie ihre Schule in Hamburg schließen. Die Kriegsjahre verbrachte Werbeck zurückgezogen in Schlesien. Nach Kriegsende konzentrierte sie sich völlig auf ihre therapeutische Arbeit und die Unterweisung eines Kreises junger Musiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström starb 1972 im Alter von 93 Jahren. Die Weiterführung ihrer Arbeit hat sie [[W:Jürgen Schriefer|Jürgen Schriefer]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung: Ein Weg zur Katharsis in der Kunst des Singens&#039;&#039;. Verlag am Goetheanum, Dornach 2010, ISBN 978-3723513637&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029952825}}&lt;br /&gt;
*[http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=765 Biographischer Eintrag] in der Online-Dokumentation der anthroposophischen &#039;&#039;Forschungsstelle Kulturimpuls&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-der-stimmenthuellung.de/stimmbildung-stimmenthuellung/ Schule der Stimmenthüllung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Werbeck-Svardstrom, Valborg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Valborg Werbeck-Svärdström: &amp;#039;&amp;#039;Die Schule der Stimmenthüllung: Ein Weg zur Katharsis in der Kunst des Singens&amp;#039;&amp;#039;. Verlag am Goetheanum, Dornach 2010, ISBN 978-3723513637&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Valborg Werbeck-Svärdström]]: &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung: Ein Weg zur Katharsis in der Kunst des Singens&#039;&#039;. Verlag am Goetheanum, Dornach 2010, ISBN 978-3723513637&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Biografisches */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Valborg Werbeck-Svärdström&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. September|22. September]] [[Wikipedia:1879|1879]] in [[Wikipedia:Gäfle|Gäfle]]/[[Wikipedia:Schweden|Nordschweden]] als Valborg Svärdström; † [[Wikipedia:1. Februar|1. Februar]] [[Wikipedia:1972|1972]] in [[Wikipedia:Bad Boll|Bad Boll-Eckwälden]]) war eine schwedische [[Gesang|Sängerin]] und [[Gesangspädagogik|Gesangspädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström verbrachte ihre Kindheit im nördlichsten Teil Schwedens. „Weit oben im nördlichen Schweden bin ich geboren. Meine Kindheit verlief, soweit meine Erinnerung zurückreicht, in intimster Berührung mit der Natur. […] Singen konnte ich, wie gesagt, immer. Ja, letzten Endes war ich wohl so etwas wie ein Wunderkind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule der Stimmenthüllung, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit zehn Jahren zog ihre Familie nach [[Wikipedia:Stockholm|Stockholm]]. Dort entdeckte die Musikerzieherin [[Wikipedia:Alice Tegnér|Alice Tegnér]] ihre Begabung.  Sie trat bereits mit 11 Jahren öffentlich auf. Nach Schule und Studium am Konservatorium gab sie 21-jährig ihr Debüt und wurde darauf in das Ensemble der [[Wikipedia:königliche Oper (Stockholm)|königlichen Hofoper]] aufgenommen. Sie galt als „die neue [[Wikipedia:Jenny Lind|Jenny Lind]]“ – die schwedische Nachtigall. Als Konzert- und Opernsängerin feierte sie große Erfolge in vielen Ländern Europas. 1906 heiratete sie den Hamburger Schriftsteller und Musiker [[Wikipedia:Louis Michael Julius Werbeck|Louis Michael Julius Werbeck]] und zog mit ihm nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begegnete sie [[Rudolf Steiner]]. Von ihm erhielt sie Anregungen für ihre Arbeit und Ermutigung, ihre erfolgreiche Gesangskarriere nicht aufzugeben, sondern entgegen ihren Absichten fortzuführen. Ihr Studium bei erfahrenen Lehrern hatte ihr zwar eine erfolgreiche Opernkarriere ermöglicht, ihr aber auch gezeigt, dass diese herkömmlichen Schulungsmethoden ihre natürliche Gesangsanlage gefährdeten. Sie begann nach neuen Methoden der Stimmbildung zu forschen wobei sie hierin mit Steiner bis zu seinem Tod in regem Austausch blieb. Sie begann auch eine gesangstherapeutische Arbeit zu entwickeln, die sie später in Zusammenarbeit mit [[Eugen Kolisko]], der auch zeitweilig ihr Schüler war, und [[Ita Wegman]] weiterentwickeln sollte. 1928 starb ihr Mann. 1938 erschien in Breslau ihr Buch &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;. Ihre in [[Hamburg]] gegründete &#039;&#039;&#039;Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;&#039; führte &#039;&#039;Wilhelm Dörfler&#039;&#039; mit seiner Chorarbeit von 1932 bis 1939 am [[Goetheanum]] in [[Dornach SO|Dornach]] ein. Durch den beginnenden [[Nationalsozialismus]] wurde ihre Arbeit in Deutschland mehr und mehr erschwert. Schließlich musste sie ihre Schule in Hamburg schließen. Die Kriegsjahre verbrachte Werbeck zurückgezogen in Schlesien. Nach Kriegsende konzentrierte sie sich völlig auf ihre therapeutische Arbeit und die Unterweisung eines Kreises junger Musiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström starb 1972 im Alter von 93 Jahren. Die Weiterführung ihrer Arbeit hat sie [[W:Jürgen Schriefer|Jürgen Schriefer]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung: Ein Weg zur Katharsis in der Kunst des Singens&#039;&#039;. Verlag am Goetheanum, Dornach 2010, ISBN 978-3723513637&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029952825}}&lt;br /&gt;
*[http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=765 Biographischer Eintrag] in der Online-Dokumentation der anthroposophischen &#039;&#039;Forschungsstelle Kulturimpuls&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-der-stimmenthuellung.de/stimmbildung-stimmenthuellung/ Schule der Stimmenthüllung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Werbeck-Svardstrom, Valborg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<updated>2026-07-19T08:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Weiterleitung nach Valborg Werbeck-Svärdström erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Valborg Werbeck-Svärdström]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<title>Schule der Stimmenthüllung</title>
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		<updated>2026-07-19T08:55:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Weiterleitung nach Valborg Werbeck-Svärdström erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Valborg Werbeck-Svärdström]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<title>Valborg Werbeck-Svärdström</title>
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		<updated>2026-07-19T08:54:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Biografisches */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Valborg Werbeck-Svärdström&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. September|22. September]] [[Wikipedia:1879|1879]] in [[Wikipedia:Gäfle|Gäfle]]/[[Wikipedia:Schweden|Nordschweden]] als Valborg Svärdström; † [[Wikipedia:1. Februar|1. Februar]] [[Wikipedia:1972|1972]] in [[Wikipedia:Bad Boll|Bad Boll-Eckwälden]]) war eine schwedische [[Gesang|Sängerin]] und [[Gesangspädagogik|Gesangspädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström verbrachte ihre Kindheit im nördlichsten Teil Schwedens. „Weit oben im nördlichen Schweden bin ich geboren. Meine Kindheit verlief, soweit meine Erinnerung zurückreicht, in intimster Berührung mit der Natur. […] Singen konnte ich, wie gesagt, immer. Ja, letzten Endes war ich wohl so etwas wie ein Wunderkind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule der Stimmenthüllung, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit zehn Jahren zog ihre Familie nach [[Wikipedia:Stockholm|Stockholm]]. Dort entdeckte die Musikerzieherin [[Wikipedia:Alice Tegnér|Alice Tegnér]] ihre Begabung.  Sie trat bereits mit 11 Jahren öffentlich auf. Nach Schule und Studium am Konservatorium gab sie 21-jährig ihr Debüt und wurde darauf in das Ensemble der [[Wikipedia:königliche Oper (Stockholm)|königlichen Hofoper]] aufgenommen. Sie galt als „die neue [[Wikipedia:Jenny Lind|Jenny Lind]]“ – die schwedische Nachtigall. Als Konzert- und Opernsängerin feierte sie große Erfolge in vielen Ländern Europas. 1906 heiratete sie den Hamburger Schriftsteller und Musiker [[Wikipedia:Louis Michael Julius Werbeck|Louis Michael Julius Werbeck]] und zog mit ihm nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begegnete sie [[Rudolf Steiner]]. Von ihm erhielt sie Anregungen für ihre Arbeit und Ermutigung, ihre erfolgreiche Gesangskarriere nicht aufzugeben, sondern entgegen ihren Absichten fortzuführen. Ihr Studium bei erfahrenen Lehrern hatte ihr zwar eine erfolgreiche Opernkarriere ermöglicht, ihr aber auch gezeigt, dass diese herkömmlichen Schulungsmethoden ihre natürliche Gesangsanlage gefährdeten. Sie begann nach neuen Methoden der Stimmbildung zu forschen wobei sie hierin mit Steiner bis zu seinem Tod in regem Austausch blieb. Sie begann auch eine gesangstherapeutische Arbeit zu entwickeln, die sie später in Zusammenarbeit mit [[Eugen Kolisko]], der auch zeitweilig ihr Schüler war, und [[Ita Wegman]] weiterentwickeln sollte. 1928 starb ihr Mann. 1938 erschien in Breslau ihr Buch &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;. Ihre in [[Hamburg]] gegründete &#039;&#039;&#039;Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;&#039; führte &#039;&#039;Wilhelm Dörfler&#039;&#039; mit seiner Chorarbeit von 1932 bis 1939 am [[Goetheanum]] in [[Dornach SO|Dornach]] ein. Durch den beginnenden [[Nationalsozialismus]] wurde ihre Arbeit in Deutschland mehr und mehr erschwert. Schließlich musste sie ihre Schule in Hamburg schließen. Die Kriegsjahre verbrachte Werbeck zurückgezogen in Schlesien. Nach Kriegsende konzentrierte sie sich völlig auf ihre therapeutische Arbeit und die Unterweisung eines Kreises junger Musiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström starb 1972 im Alter von 93 Jahren. Die Weiterführung ihrer Arbeit hat sie [[W:Jürgen Schriefer|Jürgen Schriefer]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029952825}}&lt;br /&gt;
*[http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=765 Biographischer Eintrag] in der Online-Dokumentation der anthroposophischen &#039;&#039;Forschungsstelle Kulturimpuls&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-der-stimmenthuellung.de/stimmbildung-stimmenthuellung/ Schule der Stimmenthüllung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Werbeck-Svardstrom, Valborg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<title>Valborg Werbeck-Svärdström</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Valborg Werbeck-Svärdström&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. September|22. September]] [[Wikipedia:1879|1879]] in [[Wikipedia:Gäfle|Gäfle]]/[[Wikipedia:Schweden|Nordschweden]] als Valborg Svärdström; † [[Wikipedia:1. Februar|1. Februar]] [[Wikipedia:1972|1972]] in [[Wikipedia:Bad Boll|Bad Boll-Eckwälden]]) war eine schwedische [[Gesang|Sängerin]] und [[Gesangspädagogik|Gesangspädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström verbrachte ihre Kindheit im nördlichsten Teil Schwedens. „Weit oben im nördlichen Schweden bin ich geboren. Meine Kindheit verlief, soweit meine Erinnerung zurückreicht, in intimster Berührung mit der Natur. […] Singen konnte ich, wie gesagt, immer. Ja, letzten Endes war ich wohl so etwas wie ein Wunderkind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule der Stimmenthüllung, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit zehn Jahren zog ihre Familie nach [[Wikipedia:Stockholm|Stockholm]]. Dort entdeckte die Musikerzieherin [[Wikipedia:Alice Tegnér|Alice Tegnér]] ihre Begabung.  Sie trat bereits mit 11 Jahren öffentlich auf. Nach Schule und Studium am Konservatorium gab sie 21-jährig ihr Debüt und wurde darauf in das Ensemble der [[Wikipedia:königliche Oper (Stockholm)|königlichen Hofoper]] aufgenommen. Sie galt als „die neue [[Wikipedia:Jenny Lind|Jenny Lind]]“ – die schwedische Nachtigall. Als Konzert- und Opernsängerin feierte sie große Erfolge in vielen Ländern Europas. 1906 heiratete sie den Hamburger Schriftsteller und Musiker [[Wikipedia:Louis Michael Julius Werbeck|Louis Michael Julius Werbeck]] und zog mit ihm nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begegnete sie [[Rudolf Steiner]]. Von ihm erhielt sie Anregungen für ihre Arbeit und Ermutigung, ihre erfolgreiche Gesangskarriere nicht aufzugeben, sondern entgegen ihren Absichten fortzuführen. Ihr Studium bei erfahrenen Lehrern hatte ihr zwar eine erfolgreiche Opernkarriere ermöglicht, ihr aber auch gezeigt, dass diese herkömmlichen Schulungsmethoden ihre natürliche Gesangsanlage gefährdeten. Sie begann nach neuen Methoden der Stimmbildung zu forschen wobei sie hierin mit Steiner bis zu seinem Tod in regem Austausch blieb. Sie begann auch eine gesangstherapeutische Arbeit zu entwickeln, die sie später in Zusammenarbeit mit [[Eugen Kolisko]], der auch zeitweilig ihr Schüler war, und [[Ita Wegman]] weiterentwickeln sollte. 1928 starb ihr Mann. 1938 erschien in Breslau ihr Buch &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;. Ihre in Hamburg gegründete Schule gleichen Namens führte &#039;&#039;Wilhelm Dörfler&#039;&#039; mit seiner Chorarbeit von 1932 bis 1939 am [[Goetheanum]] in [[Wikipedia:Dornach SO|Dornach]] ein. Durch den beginnenden [[Wikipedia:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] wurde ihre Arbeit in Deutschland mehr und mehr erschwert. Schließlich musste sie ihre Schule in Hamburg schließen. Die Kriegsjahre verbrachte Werbeck zurückgezogen in Schlesien. Nach Kriegsende konzentrierte sie sich völlig auf ihre therapeutische Arbeit und die Unterweisung eines Kreises junger Musiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström starb 1972 im Alter von 93 Jahren. Die Weiterführung ihrer Arbeit hat sie [[W:Jürgen Schriefer|Jürgen Schriefer]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029952825}}&lt;br /&gt;
*[http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=765 Biographischer Eintrag] in der Online-Dokumentation der anthroposophischen &#039;&#039;Forschungsstelle Kulturimpuls&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.schule-der-stimmenthuellung.de/stimmbildung-stimmenthuellung/ Schule der Stimmenthüllung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Werbeck-Svardstrom, Valborg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Biografisches */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Valborg Werbeck-Svärdström&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. September|22. September]] [[Wikipedia:1879|1879]] in [[Wikipedia:Gäfle|Gäfle]]/[[Wikipedia:Schweden|Nordschweden]] als Valborg Svärdström; † [[Wikipedia:1. Februar|1. Februar]] [[Wikipedia:1972|1972]] in [[Wikipedia:Bad Boll|Bad Boll-Eckwälden]]) war eine schwedische [[Gesang|Sängerin]] und [[Gesangspädagogik|Gesangspädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografisches ==&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström verbrachte ihre Kindheit im nördlichsten Teil Schwedens. „Weit oben im nördlichen Schweden bin ich geboren. Meine Kindheit verlief, soweit meine Erinnerung zurückreicht, in intimster Berührung mit der Natur. […] Singen konnte ich, wie gesagt, immer. Ja, letzten Endes war ich wohl so etwas wie ein Wunderkind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule der Stimmenthüllung, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit zehn Jahren zog ihre Familie nach [[Wikipedia:Stockholm|Stockholm]]. Dort entdeckte die Musikerzieherin [[Wikipedia:Alice Tegnér|Alice Tegnér]] ihre Begabung.  Sie trat bereits mit 11 Jahren öffentlich auf. Nach Schule und Studium am Konservatorium gab sie 21-jährig ihr Debüt und wurde darauf in das Ensemble der [[Wikipedia:königliche Oper (Stockholm)|königlichen Hofoper]] aufgenommen. Sie galt als „die neue [[Wikipedia:Jenny Lind|Jenny Lind]]“ – die schwedische Nachtigall. Als Konzert- und Opernsängerin feierte sie große Erfolge in vielen Ländern Europas. 1906 heiratete sie den Hamburger Schriftsteller und Musiker [[Wikipedia:Louis Michael Julius Werbeck|Louis Michael Julius Werbeck]] und zog mit ihm nach Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 begegnete sie [[Rudolf Steiner]]. Von ihm erhielt sie Anregungen für ihre Arbeit und Ermutigung, ihre erfolgreiche Gesangskarriere nicht aufzugeben, sondern entgegen ihren Absichten fortzuführen. Ihr Studium bei erfahrenen Lehrern hatte ihr zwar eine erfolgreiche Opernkarriere ermöglicht, ihr aber auch gezeigt, dass diese herkömmlichen Schulungsmethoden ihre natürliche Gesangsanlage gefährdeten. Sie begann nach neuen Methoden der Stimmbildung zu forschen wobei sie hierin mit Steiner bis zu seinem Tod in regem Austausch blieb. Sie begann auch eine gesangstherapeutische Arbeit zu entwickeln, die sie später in Zusammenarbeit mit [[Eugen Kolisko]], der auch zeitweilig ihr Schüler war, und [[Ita Wegman]] weiterentwickeln sollte. 1928 starb ihr Mann. 1938 erschien in Breslau ihr Buch &#039;&#039;Die Schule der Stimmenthüllung&#039;&#039;. Ihre in Hamburg gegründete Schule gleichen Namens führte &#039;&#039;Wilhelm Dörfler&#039;&#039; mit seiner Chorarbeit von 1932 bis 1939 am [[Goetheanum]] in [[Wikipedia:Dornach SO|Dornach]] ein. Durch den beginnenden [[Wikipedia:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] wurde ihre Arbeit in Deutschland mehr und mehr erschwert. Schließlich musste sie ihre Schule in Hamburg schließen. Die Kriegsjahre verbrachte Werbeck zurückgezogen in Schlesien. Nach Kriegsende konzentrierte sie sich völlig auf ihre therapeutische Arbeit und die Unterweisung eines Kreises junger Musiker.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.biographien.kulturimpuls.org/detail.php?id=765 Werbeck Biografie]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valborg Werbeck-Sverdström starb 1972 im Alter von 93 Jahren. Die Weiterführung ihrer Arbeit hat sie [[W:Jürgen Schriefer|Jürgen Schriefer]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1029952825}}&lt;br /&gt;
*[http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&amp;amp;id=765 Biographischer Eintrag] in der Online-Dokumentation der anthroposophischen &#039;&#039;Forschungsstelle Kulturimpuls&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Werbeck-Svardstrom, Valborg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Valborg_Sv%C3%A4rdstr%C3%B6m-Werbeck&amp;diff=626199</id>
		<title>Valborg Svärdström-Werbeck</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Weiterleitung nach Valborg Werbeck-Svärdström erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Weiterleitung nach Valborg Werbeck-Svärdström erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Valborg Werbeck-Svärdström]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<updated>2026-07-18T19:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Weiterleitung nach Valborg Werbeck-Svärdström erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Valborg Werbeck-Svärdström]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626195</id>
		<title>Spaltung der Persönlichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626195"/>
		<updated>2026-07-18T18:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ist eine notwendige Folge der &#039;&#039;&#039;Spaltung der Seelenkräfte&#039;&#039;&#039; bei einer entsprechend weit vorangeschrittenen [[Geistesschulung]], die dazu führt, dass sich die [[Seelenkräfte]] des [[Denken]]s, [[Fühlen]]s und [[Wollen]]s, die normalerweise mehr oder weniger eng miteinander verbunden sind, vollständig voneinander trennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Große Veränderungen gehen allerdings mit den obengenannten feineren Leibern ([[Ätherleib]], [[Astralleib]]) beim Geheimschüler vor sich. Solche Veränderungen hängen mit gewissen Entwickelungsvorgängen der drei Grundkräfte der Seele, mit Wollen, Fühlen und Denken zusammen. Diese drei Kräfte stehen vor der Geheimschulung des Menschen in einer ganz bestimmten, durch höhere Weltgesetze geregelten Verbindung. Nicht in beliebiger Weise will, fühlt oder denkt der Mensch. Wenn zum Beispiel eine bestimmte Vorstellung im Bewußtsein auftaucht, so schließt sich an sie nach natürlichen Gesetzen ein gewisses Gefühl oder es folgt auf sie ein gesetzmäßig mit ihr zusammenhängender Willensentschluß. Man betritt ein Zimmer, findet es dumpfig und öffnet die Fenster. Man hört seinen Namen rufen und folgt dem Rufe. Man wird gefragt und gibt Antwort. Man sieht ein übelriechendes Ding und bekommt ein Gefühl von Unlust. Das sind einfache Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Wollen. Wenn man aber das menschliche Leben überschaut, so wird man finden, daß sich alles in diesem Leben auf solche Zusammenhänge aufbaut. Ja, man bezeichnet das Leben eines Menschen nur dann als ein «normales», wenn man in demselben eine solche Verbindung von Denken, Fühlen und Wollen bemerkt, die in den Gesetzen der menschlichen Natur begründet liegt. Man fände es diesen Gesetzen widersprechend, wenn ein Mensch zum Beispiel beim Anblick eines übelriechenden Gegenstandes ein Lustgefühl empfände oder wenn er auf Fragen nicht antwortete. Die Erfolge, die man sich von einer richtigen Erziehung oder einem angemessenen Unterricht verspricht, beruhen darauf, daß man voraussetzt, man könne eine der menschlichen Natur entsprechende Verbindung zwischen Denken, Fühlen und Wollen beim Zögling herstellen. Wenn man diesem gewisse Vorstellungen beibringt, so tut man es in der Annahme, daß sie später mit seinen Gefühlen und Willensentschlüssen in gesetzmäßige Verbindungen eingehen. - Alles das rührt davon her, daß in den feineren Seelenleibern des Menschen die Mittelpunkte der drei Kräfte, des Denkens, Fühlens und Wollens, in einer gesetzmäßigen Art miteinander verbunden sind. Und diese Verbindung in dem feineren Seelenorganismus hat auch ihr Abbild in dem groben physischen Körper. Auch in diesem stehen die Organe des Wollens in einer gewissen gesetzmäßigen Verbindung mit denen des Denkens und Fühlens. Ein bestimmter Gedanke ruft regelmäßig daher ein Gefühl oder eine Willenstätigkeit hervor. - Bei der höheren Entwickelung des Menschen werden nun die Fäden, welche die drei Grundkräfte miteinander verbinden, unterbrochen. Zuerst geschieht diese Unterbrechung nur in dem charakterisierten feineren Seelenorganismus; bei noch höherem Aufstieg aber erstreckt sich die Trennung auch auf den physischen Körper. (Es zerfällt bei der höheren geistigen Entwickelung des Menschen tatsächlich zum Beispiel sein Gehirn in drei voneinander getrennte Glieder. Die Trennung ist allerdings eine solche, daß sie für die gewöhnliche sinnliche Anschauung nicht wahrnehmbar und auch durch die schärfsten sinnlichen Instrumente nicht nachweisbar ist. Aber sie tritt ein, und der Hellseher hat Mittel, sie zu beobachten. Das Gehirn des höheren Hellsehers zerfällt in drei selbständig wirkende Wesenheiten: das Denk-, Fühl- und Willensgehirn.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organe des Denkens, Fühlens und Wollens stehen sodann ganz frei für sich da. Und ihre Verbindung wird nunmehr durch keine ihnen selbst eingepflanzten Gesetze hergestellt, sondern muß durch das erwachte höhere Bewußtsein des Menschen selbst besorgt werden. - Das ist nämlich die Veränderung, welche der Geheimschüler an sich bemerkt, daß kein Zusammenhang zwischen einer Vorstellung und einem Gefühl oder einem Gefühl und einem Willensentschluß und so weiter sich einstellt, wenn er nicht selbst einen solchen schafft. Kein Antrieb führt ihn von einem Gedanken zu einer Handlung, wenn er diesen Antrieb nicht frei in sich bewirkt. Er kann nunmehr völlig gefühllos vor einer Tatsache stehen, die ihm vor seiner Schulung glühende Liebe oder ärgsten Haß eingeflößt hat; er kann untätig bleiben bei einem Gedanken, der ihn vorher zu einer Handlung wie von selbst begeistert hat. Und er kann Taten verrichten aus Willensentschlüssen heraus, für welche bei einem nicht durch die Geheimschulung hindurchgegangenen Menschen auch nicht die geringste Veranlassung vorliegt. Die große Errungenschaft, welche dem Geheimschüler zuteil wird, ist, daß er die vollkommene Herrschaft erlangt über das Zusammenwirken der drei Seelenkräfte; aber dieses Zusammenwirken wird dafür auch vollständig in seine eigene Verantwortlichkeit gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch diese Umwandlung seines Wesens kann der Mensch in bewußte Verbindung treten mit gewissen übersinnlichen Kräften und Wesenheiten. Denn es haben seine eigenen Seelenkräfte zu gewissen Grundkräften der Welt entsprechende Verwandtschaft. Die Kraft zum Beispiel, die im Willen liegt, kann auf bestimmte Dinge und Wesenheiten der höheren Welt wirken und diese auch wahrnehmen. Aber sie kann das erst dann, wenn sie frei geworden ist von ihrer Verbindung mit dem Fühlen und Denken innerhalb der Seele. Sobald diese Verbindung gelöst ist, tritt die Wirkung des Willens nach außen hervor. Und so ist es auch mit den Kräften des Denkens und Fühlens. Wenn mir ein Mensch ein Haßgefühl zusendet, so ist dieses für den Hellseher sichtbar als eine feine Licht-Wolke von bestimmter Färbung. Und ein solcher Hellseher kann dieses Haßgefühl abwehren, wie der Sinnes-Mensch einen physischen Schlag abwehrt, der gegen ihn geführt wird. Der Haß wird in der übersinnlichen Welt eine anschaubare Erscheinung. Aber nur dadurch kann ihn der Hellseher wahrnehmen, daß er die Kraft, die in seinem Gefühle liegt, nach außen zu senden vermag, wie der Sinnesmensch die Empfänglichkeit seines Auges nach außen richtet. Und so wie mit dem Haß ist es mit weit bedeutungsvolleren Tatsachen der sinnlichen Welt. Der Mensch kann mit ihnen in bewußten Verkehr treten durch die Freilegung der Grundkräfte seiner Seele.|10|184ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn Sie sich die Schrift vornehmen «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», dann finden Sie dort das Gehemnnis der Schwelle besprochen. Sie finden dieses Geheimnis der Schwelle so besprochen, daß gezeigt wird, daß nach dem Überschreiten der Schwelle in die geistigen Welten hinein in gewissem Sinne eine Trennung, eine Differenzierung der drei Grundkräfte des Seelenlebens stattfindet: Denken, Fühlen, Wollen. Erinnern Sie sich nur, wie bei der Besprechung des Hüters der Schwelle in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» gezeigt ist, wie dasjenige, was im gewöhnlichen Bewußtsein gewissermaßen zusammenwirkt, so daß man es nicht recht trennen kann - Denken, Fühlen, Wollen -, wie das auseinandertritt, jedes selbständig wird, so daß ich sagen kann, wenn ich diese Sache aufzeichnen würde: Wenn hier (Zeichnung S. 160) die Grenze ist zwischen dem gewöhnlichen Bewußtsein und jener Region, in der die Seele lebt als in der geistigen Welt drinnen, so mußte ich Denken, Fühlen und Wollen schematisch so aufzeichnen, daß dies das Gebiet des Wollens wäre (rot), das aber unmittelbar angrenzt an das Gebiet des Fühlens (grün), und wiederum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt diese Spaltung der Persönlichkeit in abnormer Weise auf, was auch ohne gezielte Geistesschulung spontan durch eine starke seelische Erschütterung geschehen kann, so kann das zur Erscheinung unseres [[Doppelgänger]]s führen. Das gilt namentlich für unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]], da heute die drei [[Seelenkräfte]] schon durch die natürliche Entwicklung sehr weitgehend voneinander geschieden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA178 160.png|center|500px|Zeichnung aus GA 178, S. 160]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieses angrenzt an das Gebiet des Denkens unmittelbar (gelb). Hätte ich den Weg zu skizzieren in die geistige Welt hinein näch dem Überschreiten der Schwelle, so müßte ich folgendes schematisieren, folgende schematische Zeichnung anführen: ich müßte zeigen, wie das Denken auf der einen Seite selbständig wird (gelb, rechts); das Fühlen selbständig wird (grün, rechts) und sich trennt von dem Denken; das Wollen selbständig wird (rot, rechts), was ich hier schematisch zeichne. So daß sich Denken, Fühlen und Wollen fächerartig auseinandertrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das finden Sie mit Worten dargestellt in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Daß nun vor der Schwelle diese drei Tätigkeiten, die da getrennt wirkend aneinandergrenzen, in der richtigen Weise zusammenwirken, nicht in Verwirrung kommen, das ist bewirkt dadurch, daß gewissermaßen die Schwelle eine gewisse Breite hat, in der unser Ich selber lebt. Und wenn das Ich gesund wirkt, wenn das Ich seine volle seelische Gesundheit hat, dann wird durcheinanderwirkend Denken, Fühlen und Wollen so gehalten, daß sie nicht ineinanderpurzeln, aber sich doch gegenseitig so beeinflussen, indem sie aneinandergrenzen - das ist das wesentliche Geheimnis unseres Ich -, daß Denken, Fühlen, Wollen nebeneinandergehalten werden; so daß sie sich gegenseitig beeinflussen in der richtigen Weise, aber nicht das eine in das andere hineinpurzeln kann. Kommen wir über die Schwelle in die geistige Welt, so können sie nicht ineinander hineinpurzeln, weil sie sich sogar trennen.|178|159ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veränderung des Seelenlebens beginnt nicht erst, wenn man regelmäßig [[Meditation]]sübungen macht, sondern bereits, wenn man [[esoterisch]]es [[Wissen]] entgegennimmt und zu verstehen versucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn das muß durchaus ernst genommen werden, daß&lt;br /&gt;
schon in dem Augenblicke, wo wir Esoterisches entgegennehmen, unser bloßes&lt;br /&gt;
Verstehen des Esoterischen in uns ein anderes Verhältnis des Denkens, des Fühlens,&lt;br /&gt;
des Wollens hervorruft, als wir gewohnt sind für das alltägliche Bewußtsein.|270a|65|81}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In dem Augenblicke, wo der Mensch in die geistige Welt hineintritt, da wird&lt;br /&gt;
er sogleich ein dreifaches Wesen. Sein Denken geht eigene Wege, sein Fühlen geht&lt;br /&gt;
eigene Wege, sein Wollen geht eigene Wege. Diese Gliederung, diese Spaltung in&lt;br /&gt;
drei macht er sogleich durch, wenn er in die geistige Welt eintritt. Und Sie können&lt;br /&gt;
in der geistigen Welt denken, Gedanken haben, die gar nichts zu tun haben mit&lt;br /&gt;
Ihrem Wollen: dann aber sind diese Gedanken Illusionen. Sie können Gefühle&lt;br /&gt;
haben, die nichts zu tun haben mit Ihrem Wollen: dann sind diese Gefühle etwas,&lt;br /&gt;
was zu Ihrer Vernichtung, nicht zu Ihrer Förderung beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Wesentliche, daß der Mensch in dem Augenblick, wo er an die&lt;br /&gt;
Schwelle zur geistigen Welt herantritt, sich so vorkommt, als flöge sein Denken&lt;br /&gt;
in die Weltenweiten, als gehe sein Fühlen hinter seine Erinnerungen zurück.&lt;br /&gt;
Beachten Sie das letztere, was ich gesagt habe. Sehen Sie, die Erinnerung ist&lt;br /&gt;
tatsächlich etwas, was hart an die Schwelle zur geistigen Welt herankommt. Denken&lt;br /&gt;
Sie, Sie haben vor zehn Jahren etwas erlebt. Es kommt in der Erinnerung wieder&lt;br /&gt;
herauf. Das Erlebnis steht da. Sie sind zufrieden, mit Recht zufrieden für die&lt;br /&gt;
physische Welt, wenn Sie bis zu einer recht lebhaften Erinnerung kommen. Aber&lt;br /&gt;
derjenige, der in die geistige Welt eintritt, bei dem ist es wirklich so, als ob er die&lt;br /&gt;
Erinnerung durchstoßen würde, als ob er weiter gehen würde, als die Erinnerung&lt;br /&gt;
reicht. Vor allen Dingen geht er weiter, als seine Erinnerungen reichen können&lt;br /&gt;
für das physische Erdenleben. Er geht hinter die Geburt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man in die geistige Welt eintritt, so fühlt man sofort, daß das Fühlen&lt;br /&gt;
gar nicht bei einem bleibt. Das Denken wenigstens geht noch hinaus in die gegenwärtige&lt;br /&gt;
Welt. Es zerstreut sich gewissermaßen in dem Weltenraum. Das Fühlen&lt;br /&gt;
geht aus der Welt hinaus, und man muß sich sagen, wenn man dem Fühlen nachgehen&lt;br /&gt;
will: Ja, wo bist du jetzt eigentlich? Wenn du im Leben 50 Jahre alt geworden&lt;br /&gt;
bist, so bist du eigentlich weiter zurückgegangen als 50 Jahre in der Zeit; du bist&lt;br /&gt;
70 Jahre, 90 Jahre, 100 Jahre, 150 Jahre zurückgegangen. Das Fühlen führt Sie ganz&lt;br /&gt;
heraus aus der Zeit, die Sie miterlebt haben von Kleinkindheit auf.&lt;br /&gt;
Und das Wollen, wenn Sie es im Ernste fassen, führt Sie noch weiter zurück,&lt;br /&gt;
in die vorigen Erdenleben. Das ist etwas, was sogleich auftritt, meine Lieben, wenn&lt;br /&gt;
man an die Schwelle der geistigen Welt wirklich herantritt. Der Zusammenhalt&lt;br /&gt;
des physischen Leibes hört auf. Man fühlt sich nicht mehr in den Grenzen seiner&lt;br /&gt;
Haut eingeschlossen, aber man fühlt sich zerteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fühlt, wie wenn ausstrahlen würde das Denken, das man früher zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat in seinem Gefühl, wie wenn das Denken ausstrahlen würde in die&lt;br /&gt;
Weltenweiten und Weltengedanken werden würde. Man fühlt sich in der Zeit&lt;br /&gt;
zurückgehend mit seinem Fühlen unmittelbar in der geistigen Welt drinnen, die&lt;br /&gt;
man zwischen dem letzten Tode und dem diesmaligen Erdenleben durchgemacht&lt;br /&gt;
hat. Und man fühlt sich in vorigen Erdenleben mit seinem Wollen.&lt;br /&gt;
Gerade aber diese Spaltung des menschlichen Wesens - ich habe sie beschrieben&lt;br /&gt;
in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» -, gerade&lt;br /&gt;
diese Spaltung des menschlichen Wesens, die macht Schwierigkeiten beim Betreten&lt;br /&gt;
der geistigen Welt, denn die Gedanken verbreitern sich. Dasjenige, was man zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat, geht in alle Welt über. Damit aber wird es zugleich fast unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
Und man muß sich erwerben die Fähigkeit, diejenigen Gedanken noch&lt;br /&gt;
wahrzunehmen, die in solche Weiten hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fühlen ist nicht mehr von Gedanken jetzt durchsetzt - denn die Gedanken&lt;br /&gt;
sind einem gewissermaßen davongegangen -, das Fühlen kann sich nur in allgemeiner&lt;br /&gt;
Hochschätzung, Hingabe, gebetartiger Stimmung wenden an diejenigen Wesen,&lt;br /&gt;
mit denen man das Leben zwischen dem Tode und der Geburt, bevor man die&lt;br /&gt;
Erde betreten hat, durchlaufen hat. Aber wenn man sein Leben heranerzogen hat&lt;br /&gt;
für solches verehrendes Fühlen der geistigen Welt, so geht das noch.&lt;br /&gt;
In dem Augenblicke aber, wo man sich dem Wollen hingibt, das hin will in die&lt;br /&gt;
vorigen Erdenleben, da tritt für den Menschen eben die große Schwierigkeit ein,&lt;br /&gt;
daß er eine ungeheure Anziehungskraft in der Seele bekommt für alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was niedrig ist in seiner Wesenheit. Und hier wirkt am stärksten dasjenige, was&lt;br /&gt;
ich vorhin sagte, daß es schwierig ist, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Denn der Mensch bekommt da einen wahren Hang dazu, sich dem&lt;br /&gt;
Scheine hinzugeben. Ich will das so erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch beginnt zu meditieren, wenn er wirklich mit innerer Hingabe&lt;br /&gt;
sich durchsetzt mit seinem Meditationsstoff - er möchte diese Meditation in möglichster&lt;br /&gt;
Gleichgültigkeit ablaufen lassen; er möchte nicht, daß ihn die Meditation&lt;br /&gt;
herausreißt aus der Behaglichkeit des Lebens. Und dieser Trieb, möglichst still zu&lt;br /&gt;
sein, möglichst nicht herausgerissen zu werden aus der Behaglichkeit des Lebens,&lt;br /&gt;
dieser Trieb ist ein starker Illusionserzeuger, ein starker Scheinerzeuger. Denn gibt&lt;br /&gt;
man sich restlos ehrlich der Meditation hin, dann kommt ganz notwendig herauf&lt;br /&gt;
aus den Tiefen der Seele die Empfindung: Was ist eigentlich alles an Anlage zu&lt;br /&gt;
Bösem in dir! Man kann gar nicht anders, als durch die Meditation, durch jenes&lt;br /&gt;
innerliche Vertieftsein, man kann gar nicht anders als wirklich fühlen, tief fühlen:&lt;br /&gt;
Da ist alles Mögliche da, was du eigentlich tun könntest, wozu du fähig wärest.&lt;br /&gt;
Aber nur - der Trieb ist so stark, sich das ja nicht zu gestehen, so daß man sich&lt;br /&gt;
der Illusion hingibt: man ist eigentlich ein guter, ein recht guter Mensch seinen&lt;br /&gt;
innersten Anlagen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkliche Erfahrung als Folge der Meditation gibt das nicht. Die zeigt einem,&lt;br /&gt;
wie man beseelt sein kann von allen möglichen Eitelkeiten, wie man beseelt sein&lt;br /&gt;
kann von allem möglichen Überschätzen seines eigenen Wesens und Unterschätzen&lt;br /&gt;
des Wesens der anderen, wie man ganz durchsetzt ist davon, auf das Urteil von&lt;br /&gt;
Leuten nicht nur deshalb etwas zu geben, weil sie von uns als Menschen empfunden&lt;br /&gt;
werden, die etwas zu sagen haben, sondern weil man sich eben sonnen will in dem&lt;br /&gt;
Urteil der anderen. Aber das sind noch die geringsten Dinge. Derjenige, der wirklich&lt;br /&gt;
ehrlich meditiert, wird sehen, welche Triebe in seiner Seele eigentlich leben, zu&lt;br /&gt;
was allem er eigentlich fähig wäre. Da tritt schon die niedere Menschennatur in&lt;br /&gt;
einer starken Weise vor die innere Schau der Seele. Und diese Ehrlichkeit muß im&lt;br /&gt;
Meditieren sein.|270a|45ff|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Folge dieser Entwicklung ist daher, dass wir lernen, aus unserem höheren Wesen auf unsere niedere, irdische [[Persönlichkeit]] zurückzublicken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Daher ist es wichtig, wirklich festzuhalten, daß in dem&lt;br /&gt;
Augenblick, wo das Hellsehen beginnt und man dadurch zur Offenbarung&lt;br /&gt;
höherer Welten hinaufsteigt, wirklich eine Art Spaltung der&lt;br /&gt;
Persönlichkeit stattfindet. Die eine Persönlichkeit, die man auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan ist, die läßt man zurück. Man ist nun eine andere Persönlichkeit,&lt;br /&gt;
indem man hinaufsteigt in eine höhere Welt. Und so wie&lt;br /&gt;
wir angeschaut werden in der höheren Welt von den Wesenheiten der&lt;br /&gt;
höheren Hierarchien, wie wir wahrgenommen werden von den Wesen&lt;br /&gt;
der höheren Hierarchien, so schauen wir unsere gewöhnliche Persönlichkeit&lt;br /&gt;
von unserem höheren Gesichtspunkt aus selbst an. Wir&lt;br /&gt;
schauen, indem wir mit dem höheren Wesen aus dem niederen Wesen&lt;br /&gt;
herausgegangen sind, als höheres Wesen unser niederes Wesen an. So daß&lt;br /&gt;
wir gut tun, wenn wir irgend etwas Gültiges für die höheren Welten&lt;br /&gt;
aussprechen wollen, zu warten, bis wir in die Lage kommen, zu sagen:&lt;br /&gt;
Das bist du, den du selbst da siehst in deinem hellsichtigen Felde,&lt;br /&gt;
das bist du. - Dieses «Das bist du» entspricht auf dem höheren Plane&lt;br /&gt;
dem «Das bin ich» auf dem physischen Plane. Dieses «Das bin ich»,&lt;br /&gt;
verwandelt sich auf dem höheren Plan in das «Das bist du». Es ist&lt;br /&gt;
eigentlich mehr gesagt mit dem eben Ausgesprochenen, als man gewöhnlich&lt;br /&gt;
denkt. Versetzen Sie sich einmal in den Fall, Sie blickten von&lt;br /&gt;
Ihrem heutigen Gesichtspunkt zurück auf den Zeitpunkt, wo Sie&lt;br /&gt;
acht oder dreizehn oder fünfzehn Jahre alt waren, und Sie versuchten,&lt;br /&gt;
ein kleines Stück Ihres Lebens aus der Erinnerung zu rekonstruieren&lt;br /&gt;
aus dem achten, dem dreizehnten oder dem fünfzehnten Jahre. Stellen&lt;br /&gt;
Sie sich lebhaft vor dieses Zurückblicken in Ihre eigene Gedankenwelt,&lt;br /&gt;
indem Sie die Erinnerungen aus der Gedankenwelt zurückkonstruieren.&lt;br /&gt;
Nun vergegenwärtigen Sie sich das Gefühl, das Sie gegenüber diesem&lt;br /&gt;
acht- oder dreizehn- oder fünfzehnjährigen Knaben oder Mädchen,&lt;br /&gt;
der oder das Sie selbst waren, nun haben. Vergegenwärtigen Sie sich&lt;br /&gt;
lebhaft Ihr gegenwärtiges Gefühl gegenüber diesen vergangenen Erlebnissen.&lt;br /&gt;
Sobald man von dem physischen Plan in die höhere Welt&lt;br /&gt;
hinaufkommt, wird der Augenblick, in dem wir unmittelbar jetzt leben,&lt;br /&gt;
sogleich eine solche Erinnerung, wie die eben charakterisierte. Man&lt;br /&gt;
schaut auf das, was man auf dem physischen Plan jetzt ist und auf das,&lt;br /&gt;
was man noch werden kann in dem Rest seines physischen Lebens, so&lt;br /&gt;
zurück, wie Sie zurückschauen von dem jetzigen Gesichtspunkt aus&lt;br /&gt;
auf die Erlebnisse im achten, dreizehnten, fünfzehnten Jahr. Es ist&lt;br /&gt;
durchaus wahr: Was wir fühlen, was wir denken, was wir vorstellen,&lt;br /&gt;
was wir handeln auf dem physischen Plan, in dem Augenblick, wo wir&lt;br /&gt;
die höhere Welt betreten, ist das alles, was wir zusammenfassen unter&lt;br /&gt;
unserem Selbst auf dem physischen Plan, eine Erinnerung. Wir schauen&lt;br /&gt;
herunter auf den physischen Plan und sind uns, sobald wir in der höheren&lt;br /&gt;
Welt leben, eine Erinnerung geworden. Und wie wir auseinanderhalten&lt;br /&gt;
einen gegenwärtigen Standpunkt unseres Erlebens von einem&lt;br /&gt;
längst verflossenen, so müssen wir auseinanderhalten dasjenige, was wir&lt;br /&gt;
erleben in höheren Welten und dasjenige, was wir erleben auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan.|154|98f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Mensch wird allmählich empfinden so, als ob etwas neben&lt;br /&gt;
ihm ginge, etwas, das mitdenkt, mithört, ja sogar, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich nicht sehr stark ist, mitspricht. Es ist ein zweites&lt;br /&gt;
Ich, das hervortritt, ein Doppelgänger, den man aus sich herausgesetzt&lt;br /&gt;
hat. Je ernsthafter einer den esoterischen Weg gegangen ist, um so mehr setzt er von seinem alten Menschen aus sich &lt;br /&gt;
heraus, das heißt, er wirft wie die Schlange eine Haut nach der&lt;br /&gt;
anderen ab. Diese Häute - vergleichsweise gesprochen - werden&lt;br /&gt;
zu einem zweiten Leib, einem Doppelgänger, der einen im Leben&lt;br /&gt;
nicht mehr verläßt. Der Mensch, der seinen Doppelgänger&lt;br /&gt;
aus sich herausgesetzt hat, wurde in den alten ägyptischen Mysterien&lt;br /&gt;
der «Kha-Mensch» genannt. Der Doppelgänger ist an&lt;br /&gt;
den Kha-Menschen gekettet, um ihn fortwährend daran zu erinnern,&lt;br /&gt;
wie sein früheres Leben war oder wie er noch ist. Das ist&lt;br /&gt;
nicht immer eine angenehme Empfindung. Aber das Bewußtsein,&lt;br /&gt;
diesen Doppelgänger immer mit sich zu führen, wird ihm seine&lt;br /&gt;
Fehler ins Bewußtsein rufen, damit er sich bessern solle. Er soll&lt;br /&gt;
fortwährend diese Anwesenheit empfinden, sonst würde es gefährlich&lt;br /&gt;
werden und er über all seinen hohen Idealen und Absichten&lt;br /&gt;
vergessen, was eigentlich sein Innenleben und was seine&lt;br /&gt;
Fehler sind. Es würde unter gewissen Umständen sogar für&lt;br /&gt;
einen hohen Eingeweihten lebensgefährlich sein, trotz seines hohen&lt;br /&gt;
Strebens, wenn er diesen Doppelgänger nur einen Augenblick&lt;br /&gt;
vergessen würde. Er würde tatsächlich seinen physischen&lt;br /&gt;
Leib durch den Tod verlieren können, ungefähr in der Weise&lt;br /&gt;
wie jemand, der, in ein erhabenes Problem vertieft, vergessen&lt;br /&gt;
würde, auf seinen Körper zu achten, und infolge dieser Unaufmerksamkeit&lt;br /&gt;
überfahren würde. Je stärker der Doppelgänger&lt;br /&gt;
auftritt, desto besser ist es für unsere Entwicklung, denn sonst&lt;br /&gt;
würden wir uns großen Illusionen über uns selbst hingeben.&lt;br /&gt;
Denn unsere eigenen Fortschritte in unserer Entwicklung zu sehen&lt;br /&gt;
und zu erkennen, vermögen wir nicht; das kann nur derjenige,&lt;br /&gt;
der unser Lehrer ist. Erinnern wir uns an jene Stelle in der&lt;br /&gt;
Schöpfungsgeschichte, wo die Elohim, nachdem sie zusammen&lt;br /&gt;
den Menschen geschaffen hatten, zu der Sonne aufgestiegen waren.&lt;br /&gt;
Da erst konnten sie ihr Werk beurteilen, was wir in den&lt;br /&gt;
Worten ausgedrückt finden: «Und sie schauten ihr Werk, und&lt;br /&gt;
sie sahen, daß es gut war.» Sie hatten ihre Vollkommenheit erreicht,&lt;br /&gt;
und deshalb konnten sie ihr Werk beurteilen.|266b|274f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Durch diesen Doppelgänger lernen&lt;br /&gt;
wir gründlich kennen alles dasjenige, was wir aus uns heraussetzen&lt;br /&gt;
müssen. Er zeigt es uns immer wieder von neuem. Alles,&lt;br /&gt;
was an Unaufrichtigkeit, Lieblosigkeit, Egoismus und anderen&lt;br /&gt;
schlechten Eigenschaften in uns ist, das tritt uns durch das Erleben&lt;br /&gt;
dieses Doppelgängers entgegen. Und daß wir diese Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch mit uns herumschleppen, sie noch nicht abschütteln&lt;br /&gt;
können, das bewirkt das Gefühl des Unbehagens, das uns&lt;br /&gt;
der Doppelgänger bereitet. Solange wir diese schlechten Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch in uns hatten, in unserem Unterbewußtsein,&lt;br /&gt;
gleichsam in der Meerestiefe unserer Seele, kamen sie uns in ihrer&lt;br /&gt;
ganzen Stärke noch nicht zum Bewußtsein. Wenn aber der&lt;br /&gt;
geistige Mensch sich entwickelt und immer mehr wächst, wenn &lt;br /&gt;
er mahnend hinschaut auf diese Eigenschaften unserer Seele, so&lt;br /&gt;
wirken sie quälend durch ihr Vorhandensein, das dieser geistige&lt;br /&gt;
Mensch nicht mehr dulden kann. Und deshalb ist es sehr gut,&lt;br /&gt;
wenn das Gefühl des quälenden Unbehagens sehr stark auftritt,&lt;br /&gt;
denn dadurch kommen wir am schnellsten von diesem Doppelgänger&lt;br /&gt;
los.|266b|279f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefahren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Extremfall&#039;&#039;&#039; kann bei sehr intensiver [[Meditation]] eines Wort-[[Mantram]]s über längere Zeit, bei Hinweglassung der notwendigen [[Nebenübungen]] ein [[Wikipedia:Psychose|psychose]]ähnlicher Zustand eintreten, der ärztlicher Behandlung bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere [[Meditation]]en, wie etwa die mehr bildliche [[Samenkornmeditation]] (Vgl. [[GA 10]]) oder die bildliche [[Meditation des Rosenkreuzes]] (Vgl. [[GA 13]]), stellen in dieser Hinsicht ein geringeres Gefährdungspotential dar, da es bei diesen [[Meditation]]en einer erheblichen aktiven Anstrengung der eigenen Seelenkräfte bedarf, um sich die dazu notwendigen [[Imagination]]en, zunächst selbst zu schaffen, und so die Neigung zu einer [[Wikipedia:Pathologie|pathologisch]]en &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ([[Wikipedia:Psychose|Psychose]]) in Grenzen gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Irrpfade, auf welche der Geheimschüler geraten kann (sind): das [[Gewaltmenschentum]], die [[Gefühlsschwelgerei]], das kalte, lieblose [[Weisheitsstreben]]. Für eine äußerliche Betrachtungsweise - auch für die materialistische der [[Schulmedizin]] - unterscheidet sich das Bild eines solchen auf Abwegen befindlichen Menschen, vor allem dem Grade nach, nicht viel von demjenigen eines [[Irrsinn]]igen oder wenigstens einer schwer «nervenkranken Person».|10|190}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beachtung der von Rudolf Steiner durch die [[Nebenübungen]] gegebenen Maßregeln, ist diese Gefahr aber insgesamt als sehr gering einzuschätzen. &amp;quot;Also: Nicht [[Meditation]] gefährdet, aber der psychisch Gefährdete sollte nicht meditieren, vor allem nicht ohne Geleit und Beratung eines Erfahrenen!&amp;quot; {{Lit|Gerhard Wehr, S 102}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei psychischer Vorerkrankung bedarf die [[Meditation]], sofern therapeutisch überhaupt angeraten, allerdings dringend der ärztlichen Aufsicht und Beratung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der psychisch Gesunde wird bei seiner [[Meditation]], bei Beachtung der von Rudolf Steiner angegebenen Vorsichtsmaßregeln ([[Nebenübungen]]), keine Gefahren für die eigene seelische Gesundheit eingehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paul Eugen Schiller: &#039;&#039;Der anthroposophische Schulungsweg.&#039;&#039; Ein Überblick, TB Philosophisch-Anthroposophischer Verlag, Dornach 1979, S. 61 ff.&lt;br /&gt;
* Manfred Krüger: &#039;&#039;Meditation - Erkenntnis als Kunst&#039;&#039;, Ogham Vlg., Stuttgart 1983, S. 14 ff.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;Der innere Weg&#039;&#039;. Anthroposophische Erkenntnis, geistige Orientierung und meditative Praxis, Rowohlt Vlg., Reinbek b. Hamburg 1983, S. 101 ff.&lt;br /&gt;
* Therese Schulte: &#039;&#039;Transzendentale Meditation und wohin sie führt&#039;&#039;. Abschiedsdisput einer TM-Lehrerin, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 1981&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;, [[GA 10]] (1993), ISBN 3-7274-0100-1; &#039;&#039;&#039;Tb 600&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6001-2 {{Schriften|010}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 978-3-7274-0130-5 {{Schriften|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?&#039;&#039;, [[GA 154]] (1985), ISBN 3-7274-1540-1 {{Vorträge|154}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (1992), ISBN 3-7274-1780-3 {{Vorträge|178}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (2022), ISBN 978-3-7274-1781-8&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266b]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Vorträge|266b}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924&#039;&#039;, [[GA 270/1]], Band I (1999),  ISBN 3-7274-2700-0 {{Vorträge|270a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[en:Splitting of the personality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626194</id>
		<title>Spaltung der Persönlichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626194"/>
		<updated>2026-07-18T18:54:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ist eine notwendige Folge der &#039;&#039;&#039;Spaltung der Seelenkräfte&#039;&#039;&#039; bei einer entsprechend weit vorangeschrittenen [[Geistesschulung]], die dazu führt, dass sich die [[Seelenkräfte]] des [[Denken]]s, [[Fühlen]]s und [[Wollen]]s, die normalerweise mehr oder weniger eng miteinander verbunden sind, vollständig voneinander trennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Große Veränderungen gehen allerdings mit den obengenannten feineren Leibern ([[Ätherleib]], [[Astralleib]]) beim Geheimschüler vor sich. Solche Veränderungen hängen mit gewissen Entwickelungsvorgängen der drei Grundkräfte der Seele, mit Wollen, Fühlen und Denken zusammen. Diese drei Kräfte stehen vor der Geheimschulung des Menschen in einer ganz bestimmten, durch höhere Weltgesetze geregelten Verbindung. Nicht in beliebiger Weise will, fühlt oder denkt der Mensch. Wenn zum Beispiel eine bestimmte Vorstellung im Bewußtsein auftaucht, so schließt sich an sie nach natürlichen Gesetzen ein gewisses Gefühl oder es folgt auf sie ein gesetzmäßig mit ihr zusammenhängender Willensentschluß. Man betritt ein Zimmer, findet es dumpfig und öffnet die Fenster. Man hört seinen Namen rufen und folgt dem Rufe. Man wird gefragt und gibt Antwort. Man sieht ein übelriechendes Ding und bekommt ein Gefühl von Unlust. Das sind einfache Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Wollen. Wenn man aber das menschliche Leben überschaut, so wird man finden, daß sich alles in diesem Leben auf solche Zusammenhänge aufbaut. Ja, man bezeichnet das Leben eines Menschen nur dann als ein «normales», wenn man in demselben eine solche Verbindung von Denken, Fühlen und Wollen bemerkt, die in den Gesetzen der menschlichen Natur begründet liegt. Man fände es diesen Gesetzen widersprechend, wenn ein Mensch zum Beispiel beim Anblick eines übelriechenden Gegenstandes ein Lustgefühl empfände oder wenn er auf Fragen nicht antwortete. Die Erfolge, die man sich von einer richtigen Erziehung oder einem angemessenen Unterricht verspricht, beruhen darauf, daß man voraussetzt, man könne eine der menschlichen Natur entsprechende Verbindung zwischen Denken, Fühlen und Wollen beim Zögling herstellen. Wenn man diesem gewisse Vorstellungen beibringt, so tut man es in der Annahme, daß sie später mit seinen Gefühlen und Willensentschlüssen in gesetzmäßige Verbindungen eingehen. - Alles das rührt davon her, daß in den feineren Seelenleibern des Menschen die Mittelpunkte der drei Kräfte, des Denkens, Fühlens und Wollens, in einer gesetzmäßigen Art miteinander verbunden sind. Und diese Verbindung in dem feineren Seelenorganismus hat auch ihr Abbild in dem groben physischen Körper. Auch in diesem stehen die Organe des Wollens in einer gewissen gesetzmäßigen Verbindung mit denen des Denkens und Fühlens. Ein bestimmter Gedanke ruft regelmäßig daher ein Gefühl oder eine Willenstätigkeit hervor. - Bei der höheren Entwickelung des Menschen werden nun die Fäden, welche die drei Grundkräfte miteinander verbinden, unterbrochen. Zuerst geschieht diese Unterbrechung nur in dem charakterisierten feineren Seelenorganismus; bei noch höherem Aufstieg aber erstreckt sich die Trennung auch auf den physischen Körper. (Es zerfällt bei der höheren geistigen Entwickelung des Menschen tatsächlich zum Beispiel sein Gehirn in drei voneinander getrennte Glieder. Die Trennung ist allerdings eine solche, daß sie für die gewöhnliche sinnliche Anschauung nicht wahrnehmbar und auch durch die schärfsten sinnlichen Instrumente nicht nachweisbar ist. Aber sie tritt ein, und der Hellseher hat Mittel, sie zu beobachten. Das Gehirn des höheren Hellsehers zerfällt in drei selbständig wirkende Wesenheiten: das Denk-, Fühl- und Willensgehirn.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organe des Denkens, Fühlens und Wollens stehen sodann ganz frei für sich da. Und ihre Verbindung wird nunmehr durch keine ihnen selbst eingepflanzten Gesetze hergestellt, sondern muß durch das erwachte höhere Bewußtsein des Menschen selbst besorgt werden. - Das ist nämlich die Veränderung, welche der Geheimschüler an sich bemerkt, daß kein Zusammenhang zwischen einer Vorstellung und einem Gefühl oder einem Gefühl und einem Willensentschluß und so weiter sich einstellt, wenn er nicht selbst einen solchen schafft. Kein Antrieb führt ihn von einem Gedanken zu einer Handlung, wenn er diesen Antrieb nicht frei in sich bewirkt. Er kann nunmehr völlig gefühllos vor einer Tatsache stehen, die ihm vor seiner Schulung glühende Liebe oder ärgsten Haß eingeflößt hat; er kann untätig bleiben bei einem Gedanken, der ihn vorher zu einer Handlung wie von selbst begeistert hat. Und er kann Taten verrichten aus Willensentschlüssen heraus, für welche bei einem nicht durch die Geheimschulung hindurchgegangenen Menschen auch nicht die geringste Veranlassung vorliegt. Die große Errungenschaft, welche dem Geheimschüler zuteil wird, ist, daß er die vollkommene Herrschaft erlangt über das Zusammenwirken der drei Seelenkräfte; aber dieses Zusammenwirken wird dafür auch vollständig in seine eigene Verantwortlichkeit gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch diese Umwandlung seines Wesens kann der Mensch in bewußte Verbindung treten mit gewissen übersinnlichen Kräften und Wesenheiten. Denn es haben seine eigenen Seelenkräfte zu gewissen Grundkräften der Welt entsprechende Verwandtschaft. Die Kraft zum Beispiel, die im Willen liegt, kann auf bestimmte Dinge und Wesenheiten der höheren Welt wirken und diese auch wahrnehmen. Aber sie kann das erst dann, wenn sie frei geworden ist von ihrer Verbindung mit dem Fühlen und Denken innerhalb der Seele. Sobald diese Verbindung gelöst ist, tritt die Wirkung des Willens nach außen hervor. Und so ist es auch mit den Kräften des Denkens und Fühlens. Wenn mir ein Mensch ein Haßgefühl zusendet, so ist dieses für den Hellseher sichtbar als eine feine Licht-Wolke von bestimmter Färbung. Und ein solcher Hellseher kann dieses Haßgefühl abwehren, wie der Sinnes-Mensch einen physischen Schlag abwehrt, der gegen ihn geführt wird. Der Haß wird in der übersinnlichen Welt eine anschaubare Erscheinung. Aber nur dadurch kann ihn der Hellseher wahrnehmen, daß er die Kraft, die in seinem Gefühle liegt, nach außen zu senden vermag, wie der Sinnesmensch die Empfänglichkeit seines Auges nach außen richtet. Und so wie mit dem Haß ist es mit weit bedeutungsvolleren Tatsachen der sinnlichen Welt. Der Mensch kann mit ihnen in bewußten Verkehr treten durch die Freilegung der Grundkräfte seiner Seele.|10|184ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veränderung des Seelenlebens beginnt nicht erst, wenn man regelmäßig [[Meditation]]sübungen macht, sondern bereits, wenn man [[esoterisch]]es [[Wissen]] entgegennimmt und zu verstehen versucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn das muß durchaus ernst genommen werden, daß&lt;br /&gt;
schon in dem Augenblicke, wo wir Esoterisches entgegennehmen, unser bloßes&lt;br /&gt;
Verstehen des Esoterischen in uns ein anderes Verhältnis des Denkens, des Fühlens,&lt;br /&gt;
des Wollens hervorruft, als wir gewohnt sind für das alltägliche Bewußtsein.|270a|65|81}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In dem Augenblicke, wo der Mensch in die geistige Welt hineintritt, da wird&lt;br /&gt;
er sogleich ein dreifaches Wesen. Sein Denken geht eigene Wege, sein Fühlen geht&lt;br /&gt;
eigene Wege, sein Wollen geht eigene Wege. Diese Gliederung, diese Spaltung in&lt;br /&gt;
drei macht er sogleich durch, wenn er in die geistige Welt eintritt. Und Sie können&lt;br /&gt;
in der geistigen Welt denken, Gedanken haben, die gar nichts zu tun haben mit&lt;br /&gt;
Ihrem Wollen: dann aber sind diese Gedanken Illusionen. Sie können Gefühle&lt;br /&gt;
haben, die nichts zu tun haben mit Ihrem Wollen: dann sind diese Gefühle etwas,&lt;br /&gt;
was zu Ihrer Vernichtung, nicht zu Ihrer Förderung beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Wesentliche, daß der Mensch in dem Augenblick, wo er an die&lt;br /&gt;
Schwelle zur geistigen Welt herantritt, sich so vorkommt, als flöge sein Denken&lt;br /&gt;
in die Weltenweiten, als gehe sein Fühlen hinter seine Erinnerungen zurück.&lt;br /&gt;
Beachten Sie das letztere, was ich gesagt habe. Sehen Sie, die Erinnerung ist&lt;br /&gt;
tatsächlich etwas, was hart an die Schwelle zur geistigen Welt herankommt. Denken&lt;br /&gt;
Sie, Sie haben vor zehn Jahren etwas erlebt. Es kommt in der Erinnerung wieder&lt;br /&gt;
herauf. Das Erlebnis steht da. Sie sind zufrieden, mit Recht zufrieden für die&lt;br /&gt;
physische Welt, wenn Sie bis zu einer recht lebhaften Erinnerung kommen. Aber&lt;br /&gt;
derjenige, der in die geistige Welt eintritt, bei dem ist es wirklich so, als ob er die&lt;br /&gt;
Erinnerung durchstoßen würde, als ob er weiter gehen würde, als die Erinnerung&lt;br /&gt;
reicht. Vor allen Dingen geht er weiter, als seine Erinnerungen reichen können&lt;br /&gt;
für das physische Erdenleben. Er geht hinter die Geburt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man in die geistige Welt eintritt, so fühlt man sofort, daß das Fühlen&lt;br /&gt;
gar nicht bei einem bleibt. Das Denken wenigstens geht noch hinaus in die gegenwärtige&lt;br /&gt;
Welt. Es zerstreut sich gewissermaßen in dem Weltenraum. Das Fühlen&lt;br /&gt;
geht aus der Welt hinaus, und man muß sich sagen, wenn man dem Fühlen nachgehen&lt;br /&gt;
will: Ja, wo bist du jetzt eigentlich? Wenn du im Leben 50 Jahre alt geworden&lt;br /&gt;
bist, so bist du eigentlich weiter zurückgegangen als 50 Jahre in der Zeit; du bist&lt;br /&gt;
70 Jahre, 90 Jahre, 100 Jahre, 150 Jahre zurückgegangen. Das Fühlen führt Sie ganz&lt;br /&gt;
heraus aus der Zeit, die Sie miterlebt haben von Kleinkindheit auf.&lt;br /&gt;
Und das Wollen, wenn Sie es im Ernste fassen, führt Sie noch weiter zurück,&lt;br /&gt;
in die vorigen Erdenleben. Das ist etwas, was sogleich auftritt, meine Lieben, wenn&lt;br /&gt;
man an die Schwelle der geistigen Welt wirklich herantritt. Der Zusammenhalt&lt;br /&gt;
des physischen Leibes hört auf. Man fühlt sich nicht mehr in den Grenzen seiner&lt;br /&gt;
Haut eingeschlossen, aber man fühlt sich zerteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fühlt, wie wenn ausstrahlen würde das Denken, das man früher zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat in seinem Gefühl, wie wenn das Denken ausstrahlen würde in die&lt;br /&gt;
Weltenweiten und Weltengedanken werden würde. Man fühlt sich in der Zeit&lt;br /&gt;
zurückgehend mit seinem Fühlen unmittelbar in der geistigen Welt drinnen, die&lt;br /&gt;
man zwischen dem letzten Tode und dem diesmaligen Erdenleben durchgemacht&lt;br /&gt;
hat. Und man fühlt sich in vorigen Erdenleben mit seinem Wollen.&lt;br /&gt;
Gerade aber diese Spaltung des menschlichen Wesens - ich habe sie beschrieben&lt;br /&gt;
in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» -, gerade&lt;br /&gt;
diese Spaltung des menschlichen Wesens, die macht Schwierigkeiten beim Betreten&lt;br /&gt;
der geistigen Welt, denn die Gedanken verbreitern sich. Dasjenige, was man zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat, geht in alle Welt über. Damit aber wird es zugleich fast unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
Und man muß sich erwerben die Fähigkeit, diejenigen Gedanken noch&lt;br /&gt;
wahrzunehmen, die in solche Weiten hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fühlen ist nicht mehr von Gedanken jetzt durchsetzt - denn die Gedanken&lt;br /&gt;
sind einem gewissermaßen davongegangen -, das Fühlen kann sich nur in allgemeiner&lt;br /&gt;
Hochschätzung, Hingabe, gebetartiger Stimmung wenden an diejenigen Wesen,&lt;br /&gt;
mit denen man das Leben zwischen dem Tode und der Geburt, bevor man die&lt;br /&gt;
Erde betreten hat, durchlaufen hat. Aber wenn man sein Leben heranerzogen hat&lt;br /&gt;
für solches verehrendes Fühlen der geistigen Welt, so geht das noch.&lt;br /&gt;
In dem Augenblicke aber, wo man sich dem Wollen hingibt, das hin will in die&lt;br /&gt;
vorigen Erdenleben, da tritt für den Menschen eben die große Schwierigkeit ein,&lt;br /&gt;
daß er eine ungeheure Anziehungskraft in der Seele bekommt für alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was niedrig ist in seiner Wesenheit. Und hier wirkt am stärksten dasjenige, was&lt;br /&gt;
ich vorhin sagte, daß es schwierig ist, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Denn der Mensch bekommt da einen wahren Hang dazu, sich dem&lt;br /&gt;
Scheine hinzugeben. Ich will das so erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch beginnt zu meditieren, wenn er wirklich mit innerer Hingabe&lt;br /&gt;
sich durchsetzt mit seinem Meditationsstoff - er möchte diese Meditation in möglichster&lt;br /&gt;
Gleichgültigkeit ablaufen lassen; er möchte nicht, daß ihn die Meditation&lt;br /&gt;
herausreißt aus der Behaglichkeit des Lebens. Und dieser Trieb, möglichst still zu&lt;br /&gt;
sein, möglichst nicht herausgerissen zu werden aus der Behaglichkeit des Lebens,&lt;br /&gt;
dieser Trieb ist ein starker Illusionserzeuger, ein starker Scheinerzeuger. Denn gibt&lt;br /&gt;
man sich restlos ehrlich der Meditation hin, dann kommt ganz notwendig herauf&lt;br /&gt;
aus den Tiefen der Seele die Empfindung: Was ist eigentlich alles an Anlage zu&lt;br /&gt;
Bösem in dir! Man kann gar nicht anders, als durch die Meditation, durch jenes&lt;br /&gt;
innerliche Vertieftsein, man kann gar nicht anders als wirklich fühlen, tief fühlen:&lt;br /&gt;
Da ist alles Mögliche da, was du eigentlich tun könntest, wozu du fähig wärest.&lt;br /&gt;
Aber nur - der Trieb ist so stark, sich das ja nicht zu gestehen, so daß man sich&lt;br /&gt;
der Illusion hingibt: man ist eigentlich ein guter, ein recht guter Mensch seinen&lt;br /&gt;
innersten Anlagen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkliche Erfahrung als Folge der Meditation gibt das nicht. Die zeigt einem,&lt;br /&gt;
wie man beseelt sein kann von allen möglichen Eitelkeiten, wie man beseelt sein&lt;br /&gt;
kann von allem möglichen Überschätzen seines eigenen Wesens und Unterschätzen&lt;br /&gt;
des Wesens der anderen, wie man ganz durchsetzt ist davon, auf das Urteil von&lt;br /&gt;
Leuten nicht nur deshalb etwas zu geben, weil sie von uns als Menschen empfunden&lt;br /&gt;
werden, die etwas zu sagen haben, sondern weil man sich eben sonnen will in dem&lt;br /&gt;
Urteil der anderen. Aber das sind noch die geringsten Dinge. Derjenige, der wirklich&lt;br /&gt;
ehrlich meditiert, wird sehen, welche Triebe in seiner Seele eigentlich leben, zu&lt;br /&gt;
was allem er eigentlich fähig wäre. Da tritt schon die niedere Menschennatur in&lt;br /&gt;
einer starken Weise vor die innere Schau der Seele. Und diese Ehrlichkeit muß im&lt;br /&gt;
Meditieren sein.|270a|45ff|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Folge dieser Entwicklung ist daher, dass wir lernen, aus unserem höheren Wesen auf unsere niedere, irdische [[Persönlichkeit]] zurückzublicken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Daher ist es wichtig, wirklich festzuhalten, daß in dem&lt;br /&gt;
Augenblick, wo das Hellsehen beginnt und man dadurch zur Offenbarung&lt;br /&gt;
höherer Welten hinaufsteigt, wirklich eine Art Spaltung der&lt;br /&gt;
Persönlichkeit stattfindet. Die eine Persönlichkeit, die man auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan ist, die läßt man zurück. Man ist nun eine andere Persönlichkeit,&lt;br /&gt;
indem man hinaufsteigt in eine höhere Welt. Und so wie&lt;br /&gt;
wir angeschaut werden in der höheren Welt von den Wesenheiten der&lt;br /&gt;
höheren Hierarchien, wie wir wahrgenommen werden von den Wesen&lt;br /&gt;
der höheren Hierarchien, so schauen wir unsere gewöhnliche Persönlichkeit&lt;br /&gt;
von unserem höheren Gesichtspunkt aus selbst an. Wir&lt;br /&gt;
schauen, indem wir mit dem höheren Wesen aus dem niederen Wesen&lt;br /&gt;
herausgegangen sind, als höheres Wesen unser niederes Wesen an. So daß&lt;br /&gt;
wir gut tun, wenn wir irgend etwas Gültiges für die höheren Welten&lt;br /&gt;
aussprechen wollen, zu warten, bis wir in die Lage kommen, zu sagen:&lt;br /&gt;
Das bist du, den du selbst da siehst in deinem hellsichtigen Felde,&lt;br /&gt;
das bist du. - Dieses «Das bist du» entspricht auf dem höheren Plane&lt;br /&gt;
dem «Das bin ich» auf dem physischen Plane. Dieses «Das bin ich»,&lt;br /&gt;
verwandelt sich auf dem höheren Plan in das «Das bist du». Es ist&lt;br /&gt;
eigentlich mehr gesagt mit dem eben Ausgesprochenen, als man gewöhnlich&lt;br /&gt;
denkt. Versetzen Sie sich einmal in den Fall, Sie blickten von&lt;br /&gt;
Ihrem heutigen Gesichtspunkt zurück auf den Zeitpunkt, wo Sie&lt;br /&gt;
acht oder dreizehn oder fünfzehn Jahre alt waren, und Sie versuchten,&lt;br /&gt;
ein kleines Stück Ihres Lebens aus der Erinnerung zu rekonstruieren&lt;br /&gt;
aus dem achten, dem dreizehnten oder dem fünfzehnten Jahre. Stellen&lt;br /&gt;
Sie sich lebhaft vor dieses Zurückblicken in Ihre eigene Gedankenwelt,&lt;br /&gt;
indem Sie die Erinnerungen aus der Gedankenwelt zurückkonstruieren.&lt;br /&gt;
Nun vergegenwärtigen Sie sich das Gefühl, das Sie gegenüber diesem&lt;br /&gt;
acht- oder dreizehn- oder fünfzehnjährigen Knaben oder Mädchen,&lt;br /&gt;
der oder das Sie selbst waren, nun haben. Vergegenwärtigen Sie sich&lt;br /&gt;
lebhaft Ihr gegenwärtiges Gefühl gegenüber diesen vergangenen Erlebnissen.&lt;br /&gt;
Sobald man von dem physischen Plan in die höhere Welt&lt;br /&gt;
hinaufkommt, wird der Augenblick, in dem wir unmittelbar jetzt leben,&lt;br /&gt;
sogleich eine solche Erinnerung, wie die eben charakterisierte. Man&lt;br /&gt;
schaut auf das, was man auf dem physischen Plan jetzt ist und auf das,&lt;br /&gt;
was man noch werden kann in dem Rest seines physischen Lebens, so&lt;br /&gt;
zurück, wie Sie zurückschauen von dem jetzigen Gesichtspunkt aus&lt;br /&gt;
auf die Erlebnisse im achten, dreizehnten, fünfzehnten Jahr. Es ist&lt;br /&gt;
durchaus wahr: Was wir fühlen, was wir denken, was wir vorstellen,&lt;br /&gt;
was wir handeln auf dem physischen Plan, in dem Augenblick, wo wir&lt;br /&gt;
die höhere Welt betreten, ist das alles, was wir zusammenfassen unter&lt;br /&gt;
unserem Selbst auf dem physischen Plan, eine Erinnerung. Wir schauen&lt;br /&gt;
herunter auf den physischen Plan und sind uns, sobald wir in der höheren&lt;br /&gt;
Welt leben, eine Erinnerung geworden. Und wie wir auseinanderhalten&lt;br /&gt;
einen gegenwärtigen Standpunkt unseres Erlebens von einem&lt;br /&gt;
längst verflossenen, so müssen wir auseinanderhalten dasjenige, was wir&lt;br /&gt;
erleben in höheren Welten und dasjenige, was wir erleben auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan.|154|98f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn Sie sich die Schrift vornehmen «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», dann finden Sie dort das Gehemnnis der Schwelle besprochen. Sie finden dieses Geheimnis der Schwelle so besprochen, daß gezeigt wird, daß nach dem Überschreiten der Schwelle in die geistigen Welten hinein in gewissem Sinne eine Trennung, eine Differenzierung der drei Grundkräfte des Seelenlebens stattfindet: Denken, Fühlen, Wollen. Erinnern Sie sich nur, wie bei der Besprechung des Hüters der Schwelle in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» gezeigt ist, wie dasjenige, was im gewöhnlichen Bewußtsein gewissermaßen zusammenwirkt, so daß man es nicht recht trennen kann - Denken, Fühlen, Wollen -, wie das auseinandertritt, jedes selbständig wird, so daß ich sagen kann, wenn ich diese Sache aufzeichnen würde: Wenn hier (Zeichnung S. 160) die Grenze ist zwischen dem gewöhnlichen Bewußtsein und jener Region, in der die Seele lebt als in der geistigen Welt drinnen, so mußte ich Denken, Fühlen und Wollen schematisch so aufzeichnen, daß dies das Gebiet des Wollens wäre (rot), das aber unmittelbar angrenzt an das Gebiet des Fühlens (grün), und wiederum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt diese Spaltung der Persönlichkeit in abnormer Weise auf, was auch ohne gezielte Geistesschulung spontan durch eine starke seelische Erschütterung geschehen kann, so kann das zur Erscheinung unseres [[Doppelgänger]]s führen. Das gilt namentlich für unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]], da heute die drei [[Seelenkräfte]] schon durch die natürliche Entwicklung sehr weitgehend voneinander geschieden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA178 160.png|center|500px|Zeichnung aus GA 178, S. 160]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieses angrenzt an das Gebiet des Denkens unmittelbar (gelb). Hätte ich den Weg zu skizzieren in die geistige Welt hinein näch dem Überschreiten der Schwelle, so müßte ich folgendes schematisieren, folgende schematische Zeichnung anführen: ich müßte zeigen, wie das Denken auf der einen Seite selbständig wird (gelb, rechts); das Fühlen selbständig wird (grün, rechts) und sich trennt von dem Denken; das Wollen selbständig wird (rot, rechts), was ich hier schematisch zeichne. So daß sich Denken, Fühlen und Wollen fächerartig auseinandertrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das finden Sie mit Worten dargestellt in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». Daß nun vor der Schwelle diese drei Tätigkeiten, die da getrennt wirkend aneinandergrenzen, in der richtigen Weise zusammenwirken, nicht in Verwirrung kommen, das ist bewirkt dadurch, daß gewissermaßen die Schwelle eine gewisse Breite hat, in der unser Ich selber lebt. Und wenn das Ich gesund wirkt, wenn das Ich seine volle seelische Gesundheit hat, dann wird durcheinanderwirkend Denken, Fühlen und Wollen so gehalten, daß sie nicht ineinanderpurzeln, aber sich doch gegenseitig so beeinflussen, indem sie aneinandergrenzen - das ist das wesentliche Geheimnis unseres Ich -, daß Denken, Fühlen, Wollen nebeneinandergehalten werden; so daß sie sich gegenseitig beeinflussen in der richtigen Weise, aber nicht das eine in das andere hineinpurzeln kann. Kommen wir über die Schwelle in die geistige Welt, so können sie nicht ineinander hineinpurzeln, weil sie sich sogar trennen.|178|159ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Mensch wird allmählich empfinden so, als ob etwas neben&lt;br /&gt;
ihm ginge, etwas, das mitdenkt, mithört, ja sogar, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich nicht sehr stark ist, mitspricht. Es ist ein zweites&lt;br /&gt;
Ich, das hervortritt, ein Doppelgänger, den man aus sich herausgesetzt&lt;br /&gt;
hat. Je ernsthafter einer den esoterischen Weg gegangen ist, um so mehr setzt er von seinem alten Menschen aus sich &lt;br /&gt;
heraus, das heißt, er wirft wie die Schlange eine Haut nach der&lt;br /&gt;
anderen ab. Diese Häute - vergleichsweise gesprochen - werden&lt;br /&gt;
zu einem zweiten Leib, einem Doppelgänger, der einen im Leben&lt;br /&gt;
nicht mehr verläßt. Der Mensch, der seinen Doppelgänger&lt;br /&gt;
aus sich herausgesetzt hat, wurde in den alten ägyptischen Mysterien&lt;br /&gt;
der «Kha-Mensch» genannt. Der Doppelgänger ist an&lt;br /&gt;
den Kha-Menschen gekettet, um ihn fortwährend daran zu erinnern,&lt;br /&gt;
wie sein früheres Leben war oder wie er noch ist. Das ist&lt;br /&gt;
nicht immer eine angenehme Empfindung. Aber das Bewußtsein,&lt;br /&gt;
diesen Doppelgänger immer mit sich zu führen, wird ihm seine&lt;br /&gt;
Fehler ins Bewußtsein rufen, damit er sich bessern solle. Er soll&lt;br /&gt;
fortwährend diese Anwesenheit empfinden, sonst würde es gefährlich&lt;br /&gt;
werden und er über all seinen hohen Idealen und Absichten&lt;br /&gt;
vergessen, was eigentlich sein Innenleben und was seine&lt;br /&gt;
Fehler sind. Es würde unter gewissen Umständen sogar für&lt;br /&gt;
einen hohen Eingeweihten lebensgefährlich sein, trotz seines hohen&lt;br /&gt;
Strebens, wenn er diesen Doppelgänger nur einen Augenblick&lt;br /&gt;
vergessen würde. Er würde tatsächlich seinen physischen&lt;br /&gt;
Leib durch den Tod verlieren können, ungefähr in der Weise&lt;br /&gt;
wie jemand, der, in ein erhabenes Problem vertieft, vergessen&lt;br /&gt;
würde, auf seinen Körper zu achten, und infolge dieser Unaufmerksamkeit&lt;br /&gt;
überfahren würde. Je stärker der Doppelgänger&lt;br /&gt;
auftritt, desto besser ist es für unsere Entwicklung, denn sonst&lt;br /&gt;
würden wir uns großen Illusionen über uns selbst hingeben.&lt;br /&gt;
Denn unsere eigenen Fortschritte in unserer Entwicklung zu sehen&lt;br /&gt;
und zu erkennen, vermögen wir nicht; das kann nur derjenige,&lt;br /&gt;
der unser Lehrer ist. Erinnern wir uns an jene Stelle in der&lt;br /&gt;
Schöpfungsgeschichte, wo die Elohim, nachdem sie zusammen&lt;br /&gt;
den Menschen geschaffen hatten, zu der Sonne aufgestiegen waren.&lt;br /&gt;
Da erst konnten sie ihr Werk beurteilen, was wir in den&lt;br /&gt;
Worten ausgedrückt finden: «Und sie schauten ihr Werk, und&lt;br /&gt;
sie sahen, daß es gut war.» Sie hatten ihre Vollkommenheit erreicht,&lt;br /&gt;
und deshalb konnten sie ihr Werk beurteilen.|266b|274f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Durch diesen Doppelgänger lernen&lt;br /&gt;
wir gründlich kennen alles dasjenige, was wir aus uns heraussetzen&lt;br /&gt;
müssen. Er zeigt es uns immer wieder von neuem. Alles,&lt;br /&gt;
was an Unaufrichtigkeit, Lieblosigkeit, Egoismus und anderen&lt;br /&gt;
schlechten Eigenschaften in uns ist, das tritt uns durch das Erleben&lt;br /&gt;
dieses Doppelgängers entgegen. Und daß wir diese Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch mit uns herumschleppen, sie noch nicht abschütteln&lt;br /&gt;
können, das bewirkt das Gefühl des Unbehagens, das uns&lt;br /&gt;
der Doppelgänger bereitet. Solange wir diese schlechten Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch in uns hatten, in unserem Unterbewußtsein,&lt;br /&gt;
gleichsam in der Meerestiefe unserer Seele, kamen sie uns in ihrer&lt;br /&gt;
ganzen Stärke noch nicht zum Bewußtsein. Wenn aber der&lt;br /&gt;
geistige Mensch sich entwickelt und immer mehr wächst, wenn &lt;br /&gt;
er mahnend hinschaut auf diese Eigenschaften unserer Seele, so&lt;br /&gt;
wirken sie quälend durch ihr Vorhandensein, das dieser geistige&lt;br /&gt;
Mensch nicht mehr dulden kann. Und deshalb ist es sehr gut,&lt;br /&gt;
wenn das Gefühl des quälenden Unbehagens sehr stark auftritt,&lt;br /&gt;
denn dadurch kommen wir am schnellsten von diesem Doppelgänger&lt;br /&gt;
los.|266b|279f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefahren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Extremfall&#039;&#039;&#039; kann bei sehr intensiver [[Meditation]] eines Wort-[[Mantram]]s über längere Zeit, bei Hinweglassung der notwendigen [[Nebenübungen]] ein [[Wikipedia:Psychose|psychose]]ähnlicher Zustand eintreten, der ärztlicher Behandlung bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere [[Meditation]]en, wie etwa die mehr bildliche [[Samenkornmeditation]] (Vgl. [[GA 10]]) oder die bildliche [[Meditation des Rosenkreuzes]] (Vgl. [[GA 13]]), stellen in dieser Hinsicht ein geringeres Gefährdungspotential dar, da es bei diesen [[Meditation]]en einer erheblichen aktiven Anstrengung der eigenen Seelenkräfte bedarf, um sich die dazu notwendigen [[Imagination]]en, zunächst selbst zu schaffen, und so die Neigung zu einer [[Wikipedia:Pathologie|pathologisch]]en &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ([[Wikipedia:Psychose|Psychose]]) in Grenzen gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Irrpfade, auf welche der Geheimschüler geraten kann (sind): das [[Gewaltmenschentum]], die [[Gefühlsschwelgerei]], das kalte, lieblose [[Weisheitsstreben]]. Für eine äußerliche Betrachtungsweise - auch für die materialistische der [[Schulmedizin]] - unterscheidet sich das Bild eines solchen auf Abwegen befindlichen Menschen, vor allem dem Grade nach, nicht viel von demjenigen eines [[Irrsinn]]igen oder wenigstens einer schwer «nervenkranken Person».|10|190}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beachtung der von Rudolf Steiner durch die [[Nebenübungen]] gegebenen Maßregeln, ist diese Gefahr aber insgesamt als sehr gering einzuschätzen. &amp;quot;Also: Nicht [[Meditation]] gefährdet, aber der psychisch Gefährdete sollte nicht meditieren, vor allem nicht ohne Geleit und Beratung eines Erfahrenen!&amp;quot; {{Lit|Gerhard Wehr, S 102}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei psychischer Vorerkrankung bedarf die [[Meditation]], sofern therapeutisch überhaupt angeraten, allerdings dringend der ärztlichen Aufsicht und Beratung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der psychisch Gesunde wird bei seiner [[Meditation]], bei Beachtung der von Rudolf Steiner angegebenen Vorsichtsmaßregeln ([[Nebenübungen]]), keine Gefahren für die eigene seelische Gesundheit eingehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paul Eugen Schiller: &#039;&#039;Der anthroposophische Schulungsweg.&#039;&#039; Ein Überblick, TB Philosophisch-Anthroposophischer Verlag, Dornach 1979, S. 61 ff.&lt;br /&gt;
* Manfred Krüger: &#039;&#039;Meditation - Erkenntnis als Kunst&#039;&#039;, Ogham Vlg., Stuttgart 1983, S. 14 ff.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;Der innere Weg&#039;&#039;. Anthroposophische Erkenntnis, geistige Orientierung und meditative Praxis, Rowohlt Vlg., Reinbek b. Hamburg 1983, S. 101 ff.&lt;br /&gt;
* Therese Schulte: &#039;&#039;Transzendentale Meditation und wohin sie führt&#039;&#039;. Abschiedsdisput einer TM-Lehrerin, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 1981&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;, [[GA 10]] (1993), ISBN 3-7274-0100-1; &#039;&#039;&#039;Tb 600&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6001-2 {{Schriften|010}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 978-3-7274-0130-5 {{Schriften|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?&#039;&#039;, [[GA 154]] (1985), ISBN 3-7274-1540-1 {{Vorträge|154}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (1992), ISBN 3-7274-1780-3 {{Vorträge|178}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (2022), ISBN 978-3-7274-1781-8&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266b]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Vorträge|266b}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924&#039;&#039;, [[GA 270/1]], Band I (1999),  ISBN 3-7274-2700-0 {{Vorträge|270a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[en:Splitting of the personality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626193</id>
		<title>Spaltung der Persönlichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Spaltung_der_Pers%C3%B6nlichkeit&amp;diff=626193"/>
		<updated>2026-07-18T18:39:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ist eine notwendige Folge der &#039;&#039;&#039;Spaltung der Seelenkräfte&#039;&#039;&#039; bei einer entsprechend weit vorangeschrittenen [[Geistesschulung]], die dazu führt, dass sich die [[Seelenkräfte]] des [[Denken]]s, [[Fühlen]]s und [[Wollen]]s, die normalerweise mehr oder weniger eng miteinander verbunden sind, vollständig voneinander trennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Große Veränderungen gehen allerdings mit den obengenannten feineren Leibern ([[Ätherleib]], [[Astralleib]]) beim Geheimschüler vor sich. Solche Veränderungen hängen mit gewissen Entwickelungsvorgängen der drei Grundkräfte der Seele, mit Wollen, Fühlen und Denken zusammen. Diese drei Kräfte stehen vor der Geheimschulung des Menschen in einer ganz bestimmten, durch höhere Weltgesetze geregelten Verbindung. Nicht in beliebiger Weise will, fühlt oder denkt der Mensch. Wenn zum Beispiel eine bestimmte Vorstellung im Bewußtsein auftaucht, so schließt sich an sie nach natürlichen Gesetzen ein gewisses Gefühl oder es folgt auf sie ein gesetzmäßig mit ihr zusammenhängender Willensentschluß. Man betritt ein Zimmer, findet es dumpfig und öffnet die Fenster. Man hört seinen Namen rufen und folgt dem Rufe. Man wird gefragt und gibt Antwort. Man sieht ein übelriechendes Ding und bekommt ein Gefühl von Unlust. Das sind einfache Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Wollen. Wenn man aber das menschliche Leben überschaut, so wird man finden, daß sich alles in diesem Leben auf solche Zusammenhänge aufbaut. Ja, man bezeichnet das Leben eines Menschen nur dann als ein «normales», wenn man in demselben eine solche Verbindung von Denken, Fühlen und Wollen bemerkt, die in den Gesetzen der menschlichen Natur begründet liegt. Man fände es diesen Gesetzen widersprechend, wenn ein Mensch zum Beispiel beim Anblick eines übelriechenden Gegenstandes ein Lustgefühl empfände oder wenn er auf Fragen nicht antwortete. Die Erfolge, die man sich von einer richtigen Erziehung oder einem angemessenen Unterricht verspricht, beruhen darauf, daß man voraussetzt, man könne eine der menschlichen Natur entsprechende Verbindung zwischen Denken, Fühlen und Wollen beim Zögling herstellen. Wenn man diesem gewisse Vorstellungen beibringt, so tut man es in der Annahme, daß sie später mit seinen Gefühlen und Willensentschlüssen in gesetzmäßige Verbindungen eingehen. - Alles das rührt davon her, daß in den feineren Seelenleibern des Menschen die Mittelpunkte der drei Kräfte, des Denkens, Fühlens und Wollens, in einer gesetzmäßigen Art miteinander verbunden sind. Und diese Verbindung in dem feineren Seelenorganismus hat auch ihr Abbild in dem groben physischen Körper. Auch in diesem stehen die Organe des Wollens in einer gewissen gesetzmäßigen Verbindung mit denen des Denkens und Fühlens. Ein bestimmter Gedanke ruft regelmäßig daher ein Gefühl oder eine Willenstätigkeit hervor. - Bei der höheren Entwickelung des Menschen werden nun die Fäden, welche die drei Grundkräfte miteinander verbinden, unterbrochen. Zuerst geschieht diese Unterbrechung nur in dem charakterisierten feineren Seelenorganismus; bei noch höherem Aufstieg aber erstreckt sich die Trennung auch auf den physischen Körper. (Es zerfällt bei der höheren geistigen Entwickelung des Menschen tatsächlich zum Beispiel sein Gehirn in drei voneinander getrennte Glieder. Die Trennung ist allerdings eine solche, daß sie für die gewöhnliche sinnliche Anschauung nicht wahrnehmbar und auch durch die schärfsten sinnlichen Instrumente nicht nachweisbar ist. Aber sie tritt ein, und der Hellseher hat Mittel, sie zu beobachten. Das Gehirn des höheren Hellsehers zerfällt in drei selbständig wirkende Wesenheiten: das Denk-, Fühl- und Willensgehirn.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organe des Denkens, Fühlens und Wollens stehen sodann ganz frei für sich da. Und ihre Verbindung wird nunmehr durch keine ihnen selbst eingepflanzten Gesetze hergestellt, sondern muß durch das erwachte höhere Bewußtsein des Menschen selbst besorgt werden. - Das ist nämlich die Veränderung, welche der Geheimschüler an sich bemerkt, daß kein Zusammenhang zwischen einer Vorstellung und einem Gefühl oder einem Gefühl und einem Willensentschluß und so weiter sich einstellt, wenn er nicht selbst einen solchen schafft. Kein Antrieb führt ihn von einem Gedanken zu einer Handlung, wenn er diesen Antrieb nicht frei in sich bewirkt. Er kann nunmehr völlig gefühllos vor einer Tatsache stehen, die ihm vor seiner Schulung glühende Liebe oder ärgsten Haß eingeflößt hat; er kann untätig bleiben bei einem Gedanken, der ihn vorher zu einer Handlung wie von selbst begeistert hat. Und er kann Taten verrichten aus Willensentschlüssen heraus, für welche bei einem nicht durch die Geheimschulung hindurchgegangenen Menschen auch nicht die geringste Veranlassung vorliegt. Die große Errungenschaft, welche dem Geheimschüler zuteil wird, ist, daß er die vollkommene Herrschaft erlangt über das Zusammenwirken der drei Seelenkräfte; aber dieses Zusammenwirken wird dafür auch vollständig in seine eigene Verantwortlichkeit gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch diese Umwandlung seines Wesens kann der Mensch in bewußte Verbindung treten mit gewissen übersinnlichen Kräften und Wesenheiten. Denn es haben seine eigenen Seelenkräfte zu gewissen Grundkräften der Welt entsprechende Verwandtschaft. Die Kraft zum Beispiel, die im Willen liegt, kann auf bestimmte Dinge und Wesenheiten der höheren Welt wirken und diese auch wahrnehmen. Aber sie kann das erst dann, wenn sie frei geworden ist von ihrer Verbindung mit dem Fühlen und Denken innerhalb der Seele. Sobald diese Verbindung gelöst ist, tritt die Wirkung des Willens nach außen hervor. Und so ist es auch mit den Kräften des Denkens und Fühlens. Wenn mir ein Mensch ein Haßgefühl zusendet, so ist dieses für den Hellseher sichtbar als eine feine Licht-Wolke von bestimmter Färbung. Und ein solcher Hellseher kann dieses Haßgefühl abwehren, wie der Sinnes-Mensch einen physischen Schlag abwehrt, der gegen ihn geführt wird. Der Haß wird in der übersinnlichen Welt eine anschaubare Erscheinung. Aber nur dadurch kann ihn der Hellseher wahrnehmen, daß er die Kraft, die in seinem Gefühle liegt, nach außen zu senden vermag, wie der Sinnesmensch die Empfänglichkeit seines Auges nach außen richtet. Und so wie mit dem Haß ist es mit weit bedeutungsvolleren Tatsachen der sinnlichen Welt. Der Mensch kann mit ihnen in bewußten Verkehr treten durch die Freilegung der Grundkräfte seiner Seele.|10|184ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veränderung des Seelenlebens beginnt nicht erst, wenn man regelmäßig [[Meditation]]sübungen macht, sondern bereits, wenn man [[esoterisch]]es [[Wissen]] entgegennimmt und zu verstehen versucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn das muß durchaus ernst genommen werden, daß&lt;br /&gt;
schon in dem Augenblicke, wo wir Esoterisches entgegennehmen, unser bloßes&lt;br /&gt;
Verstehen des Esoterischen in uns ein anderes Verhältnis des Denkens, des Fühlens,&lt;br /&gt;
des Wollens hervorruft, als wir gewohnt sind für das alltägliche Bewußtsein.|270a|65|81}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|In dem Augenblicke, wo der Mensch in die geistige Welt hineintritt, da wird&lt;br /&gt;
er sogleich ein dreifaches Wesen. Sein Denken geht eigene Wege, sein Fühlen geht&lt;br /&gt;
eigene Wege, sein Wollen geht eigene Wege. Diese Gliederung, diese Spaltung in&lt;br /&gt;
drei macht er sogleich durch, wenn er in die geistige Welt eintritt. Und Sie können&lt;br /&gt;
in der geistigen Welt denken, Gedanken haben, die gar nichts zu tun haben mit&lt;br /&gt;
Ihrem Wollen: dann aber sind diese Gedanken Illusionen. Sie können Gefühle&lt;br /&gt;
haben, die nichts zu tun haben mit Ihrem Wollen: dann sind diese Gefühle etwas,&lt;br /&gt;
was zu Ihrer Vernichtung, nicht zu Ihrer Förderung beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Wesentliche, daß der Mensch in dem Augenblick, wo er an die&lt;br /&gt;
Schwelle zur geistigen Welt herantritt, sich so vorkommt, als flöge sein Denken&lt;br /&gt;
in die Weltenweiten, als gehe sein Fühlen hinter seine Erinnerungen zurück.&lt;br /&gt;
Beachten Sie das letztere, was ich gesagt habe. Sehen Sie, die Erinnerung ist&lt;br /&gt;
tatsächlich etwas, was hart an die Schwelle zur geistigen Welt herankommt. Denken&lt;br /&gt;
Sie, Sie haben vor zehn Jahren etwas erlebt. Es kommt in der Erinnerung wieder&lt;br /&gt;
herauf. Das Erlebnis steht da. Sie sind zufrieden, mit Recht zufrieden für die&lt;br /&gt;
physische Welt, wenn Sie bis zu einer recht lebhaften Erinnerung kommen. Aber&lt;br /&gt;
derjenige, der in die geistige Welt eintritt, bei dem ist es wirklich so, als ob er die&lt;br /&gt;
Erinnerung durchstoßen würde, als ob er weiter gehen würde, als die Erinnerung&lt;br /&gt;
reicht. Vor allen Dingen geht er weiter, als seine Erinnerungen reichen können&lt;br /&gt;
für das physische Erdenleben. Er geht hinter die Geburt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man in die geistige Welt eintritt, so fühlt man sofort, daß das Fühlen&lt;br /&gt;
gar nicht bei einem bleibt. Das Denken wenigstens geht noch hinaus in die gegenwärtige&lt;br /&gt;
Welt. Es zerstreut sich gewissermaßen in dem Weltenraum. Das Fühlen&lt;br /&gt;
geht aus der Welt hinaus, und man muß sich sagen, wenn man dem Fühlen nachgehen&lt;br /&gt;
will: Ja, wo bist du jetzt eigentlich? Wenn du im Leben 50 Jahre alt geworden&lt;br /&gt;
bist, so bist du eigentlich weiter zurückgegangen als 50 Jahre in der Zeit; du bist&lt;br /&gt;
70 Jahre, 90 Jahre, 100 Jahre, 150 Jahre zurückgegangen. Das Fühlen führt Sie ganz&lt;br /&gt;
heraus aus der Zeit, die Sie miterlebt haben von Kleinkindheit auf.&lt;br /&gt;
Und das Wollen, wenn Sie es im Ernste fassen, führt Sie noch weiter zurück,&lt;br /&gt;
in die vorigen Erdenleben. Das ist etwas, was sogleich auftritt, meine Lieben, wenn&lt;br /&gt;
man an die Schwelle der geistigen Welt wirklich herantritt. Der Zusammenhalt&lt;br /&gt;
des physischen Leibes hört auf. Man fühlt sich nicht mehr in den Grenzen seiner&lt;br /&gt;
Haut eingeschlossen, aber man fühlt sich zerteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fühlt, wie wenn ausstrahlen würde das Denken, das man früher zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat in seinem Gefühl, wie wenn das Denken ausstrahlen würde in die&lt;br /&gt;
Weltenweiten und Weltengedanken werden würde. Man fühlt sich in der Zeit&lt;br /&gt;
zurückgehend mit seinem Fühlen unmittelbar in der geistigen Welt drinnen, die&lt;br /&gt;
man zwischen dem letzten Tode und dem diesmaligen Erdenleben durchgemacht&lt;br /&gt;
hat. Und man fühlt sich in vorigen Erdenleben mit seinem Wollen.&lt;br /&gt;
Gerade aber diese Spaltung des menschlichen Wesens - ich habe sie beschrieben&lt;br /&gt;
in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» -, gerade&lt;br /&gt;
diese Spaltung des menschlichen Wesens, die macht Schwierigkeiten beim Betreten&lt;br /&gt;
der geistigen Welt, denn die Gedanken verbreitern sich. Dasjenige, was man zusammengehalten&lt;br /&gt;
hat, geht in alle Welt über. Damit aber wird es zugleich fast unwahrnehmbar.&lt;br /&gt;
Und man muß sich erwerben die Fähigkeit, diejenigen Gedanken noch&lt;br /&gt;
wahrzunehmen, die in solche Weiten hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fühlen ist nicht mehr von Gedanken jetzt durchsetzt - denn die Gedanken&lt;br /&gt;
sind einem gewissermaßen davongegangen -, das Fühlen kann sich nur in allgemeiner&lt;br /&gt;
Hochschätzung, Hingabe, gebetartiger Stimmung wenden an diejenigen Wesen,&lt;br /&gt;
mit denen man das Leben zwischen dem Tode und der Geburt, bevor man die&lt;br /&gt;
Erde betreten hat, durchlaufen hat. Aber wenn man sein Leben heranerzogen hat&lt;br /&gt;
für solches verehrendes Fühlen der geistigen Welt, so geht das noch.&lt;br /&gt;
In dem Augenblicke aber, wo man sich dem Wollen hingibt, das hin will in die&lt;br /&gt;
vorigen Erdenleben, da tritt für den Menschen eben die große Schwierigkeit ein,&lt;br /&gt;
daß er eine ungeheure Anziehungskraft in der Seele bekommt für alles dasjenige,&lt;br /&gt;
was niedrig ist in seiner Wesenheit. Und hier wirkt am stärksten dasjenige, was&lt;br /&gt;
ich vorhin sagte, daß es schwierig ist, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Denn der Mensch bekommt da einen wahren Hang dazu, sich dem&lt;br /&gt;
Scheine hinzugeben. Ich will das so erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch beginnt zu meditieren, wenn er wirklich mit innerer Hingabe&lt;br /&gt;
sich durchsetzt mit seinem Meditationsstoff - er möchte diese Meditation in möglichster&lt;br /&gt;
Gleichgültigkeit ablaufen lassen; er möchte nicht, daß ihn die Meditation&lt;br /&gt;
herausreißt aus der Behaglichkeit des Lebens. Und dieser Trieb, möglichst still zu&lt;br /&gt;
sein, möglichst nicht herausgerissen zu werden aus der Behaglichkeit des Lebens,&lt;br /&gt;
dieser Trieb ist ein starker Illusionserzeuger, ein starker Scheinerzeuger. Denn gibt&lt;br /&gt;
man sich restlos ehrlich der Meditation hin, dann kommt ganz notwendig herauf&lt;br /&gt;
aus den Tiefen der Seele die Empfindung: Was ist eigentlich alles an Anlage zu&lt;br /&gt;
Bösem in dir! Man kann gar nicht anders, als durch die Meditation, durch jenes&lt;br /&gt;
innerliche Vertieftsein, man kann gar nicht anders als wirklich fühlen, tief fühlen:&lt;br /&gt;
Da ist alles Mögliche da, was du eigentlich tun könntest, wozu du fähig wärest.&lt;br /&gt;
Aber nur - der Trieb ist so stark, sich das ja nicht zu gestehen, so daß man sich&lt;br /&gt;
der Illusion hingibt: man ist eigentlich ein guter, ein recht guter Mensch seinen&lt;br /&gt;
innersten Anlagen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkliche Erfahrung als Folge der Meditation gibt das nicht. Die zeigt einem,&lt;br /&gt;
wie man beseelt sein kann von allen möglichen Eitelkeiten, wie man beseelt sein&lt;br /&gt;
kann von allem möglichen Überschätzen seines eigenen Wesens und Unterschätzen&lt;br /&gt;
des Wesens der anderen, wie man ganz durchsetzt ist davon, auf das Urteil von&lt;br /&gt;
Leuten nicht nur deshalb etwas zu geben, weil sie von uns als Menschen empfunden&lt;br /&gt;
werden, die etwas zu sagen haben, sondern weil man sich eben sonnen will in dem&lt;br /&gt;
Urteil der anderen. Aber das sind noch die geringsten Dinge. Derjenige, der wirklich&lt;br /&gt;
ehrlich meditiert, wird sehen, welche Triebe in seiner Seele eigentlich leben, zu&lt;br /&gt;
was allem er eigentlich fähig wäre. Da tritt schon die niedere Menschennatur in&lt;br /&gt;
einer starken Weise vor die innere Schau der Seele. Und diese Ehrlichkeit muß im&lt;br /&gt;
Meditieren sein.|270a|45ff|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Folge dieser Entwicklung ist daher, dass wir lernen, aus unserem höheren Wesen auf unsere niedere, irdische [[Persönlichkeit]] zurückzublicken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Daher ist es wichtig, wirklich festzuhalten, daß in dem&lt;br /&gt;
Augenblick, wo das Hellsehen beginnt und man dadurch zur Offenbarung&lt;br /&gt;
höherer Welten hinaufsteigt, wirklich eine Art Spaltung der&lt;br /&gt;
Persönlichkeit stattfindet. Die eine Persönlichkeit, die man auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan ist, die läßt man zurück. Man ist nun eine andere Persönlichkeit,&lt;br /&gt;
indem man hinaufsteigt in eine höhere Welt. Und so wie&lt;br /&gt;
wir angeschaut werden in der höheren Welt von den Wesenheiten der&lt;br /&gt;
höheren Hierarchien, wie wir wahrgenommen werden von den Wesen&lt;br /&gt;
der höheren Hierarchien, so schauen wir unsere gewöhnliche Persönlichkeit&lt;br /&gt;
von unserem höheren Gesichtspunkt aus selbst an. Wir&lt;br /&gt;
schauen, indem wir mit dem höheren Wesen aus dem niederen Wesen&lt;br /&gt;
herausgegangen sind, als höheres Wesen unser niederes Wesen an. So daß&lt;br /&gt;
wir gut tun, wenn wir irgend etwas Gültiges für die höheren Welten&lt;br /&gt;
aussprechen wollen, zu warten, bis wir in die Lage kommen, zu sagen:&lt;br /&gt;
Das bist du, den du selbst da siehst in deinem hellsichtigen Felde,&lt;br /&gt;
das bist du. - Dieses «Das bist du» entspricht auf dem höheren Plane&lt;br /&gt;
dem «Das bin ich» auf dem physischen Plane. Dieses «Das bin ich»,&lt;br /&gt;
verwandelt sich auf dem höheren Plan in das «Das bist du». Es ist&lt;br /&gt;
eigentlich mehr gesagt mit dem eben Ausgesprochenen, als man gewöhnlich&lt;br /&gt;
denkt. Versetzen Sie sich einmal in den Fall, Sie blickten von&lt;br /&gt;
Ihrem heutigen Gesichtspunkt zurück auf den Zeitpunkt, wo Sie&lt;br /&gt;
acht oder dreizehn oder fünfzehn Jahre alt waren, und Sie versuchten,&lt;br /&gt;
ein kleines Stück Ihres Lebens aus der Erinnerung zu rekonstruieren&lt;br /&gt;
aus dem achten, dem dreizehnten oder dem fünfzehnten Jahre. Stellen&lt;br /&gt;
Sie sich lebhaft vor dieses Zurückblicken in Ihre eigene Gedankenwelt,&lt;br /&gt;
indem Sie die Erinnerungen aus der Gedankenwelt zurückkonstruieren.&lt;br /&gt;
Nun vergegenwärtigen Sie sich das Gefühl, das Sie gegenüber diesem&lt;br /&gt;
acht- oder dreizehn- oder fünfzehnjährigen Knaben oder Mädchen,&lt;br /&gt;
der oder das Sie selbst waren, nun haben. Vergegenwärtigen Sie sich&lt;br /&gt;
lebhaft Ihr gegenwärtiges Gefühl gegenüber diesen vergangenen Erlebnissen.&lt;br /&gt;
Sobald man von dem physischen Plan in die höhere Welt&lt;br /&gt;
hinaufkommt, wird der Augenblick, in dem wir unmittelbar jetzt leben,&lt;br /&gt;
sogleich eine solche Erinnerung, wie die eben charakterisierte. Man&lt;br /&gt;
schaut auf das, was man auf dem physischen Plan jetzt ist und auf das,&lt;br /&gt;
was man noch werden kann in dem Rest seines physischen Lebens, so&lt;br /&gt;
zurück, wie Sie zurückschauen von dem jetzigen Gesichtspunkt aus&lt;br /&gt;
auf die Erlebnisse im achten, dreizehnten, fünfzehnten Jahr. Es ist&lt;br /&gt;
durchaus wahr: Was wir fühlen, was wir denken, was wir vorstellen,&lt;br /&gt;
was wir handeln auf dem physischen Plan, in dem Augenblick, wo wir&lt;br /&gt;
die höhere Welt betreten, ist das alles, was wir zusammenfassen unter&lt;br /&gt;
unserem Selbst auf dem physischen Plan, eine Erinnerung. Wir schauen&lt;br /&gt;
herunter auf den physischen Plan und sind uns, sobald wir in der höheren&lt;br /&gt;
Welt leben, eine Erinnerung geworden. Und wie wir auseinanderhalten&lt;br /&gt;
einen gegenwärtigen Standpunkt unseres Erlebens von einem&lt;br /&gt;
längst verflossenen, so müssen wir auseinanderhalten dasjenige, was wir&lt;br /&gt;
erleben in höheren Welten und dasjenige, was wir erleben auf dem&lt;br /&gt;
physischen Plan.|154|98f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt diese Spaltung der Persönlichkeit in abnormer Weise auf, was auch ohne gezielte Geistesschulung spontan durch eine starke seelische Erschütterung geschehen kann, so kann das zur Erscheinung unseres [[Doppelgänger]]s führen. Das gilt namentlich für unser gegenwärtiges [[Bewusstseinsseelenzeitalter]], da heute die drei [[Seelenkräfte]] schon durch die natürliche Entwicklung sehr weitgehend voneinander geschieden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Mensch wird allmählich empfinden so, als ob etwas neben&lt;br /&gt;
ihm ginge, etwas, das mitdenkt, mithört, ja sogar, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich nicht sehr stark ist, mitspricht. Es ist ein zweites&lt;br /&gt;
Ich, das hervortritt, ein Doppelgänger, den man aus sich herausgesetzt&lt;br /&gt;
hat. Je ernsthafter einer den esoterischen Weg gegangen ist, um so mehr setzt er von seinem alten Menschen aus sich &lt;br /&gt;
heraus, das heißt, er wirft wie die Schlange eine Haut nach der&lt;br /&gt;
anderen ab. Diese Häute - vergleichsweise gesprochen - werden&lt;br /&gt;
zu einem zweiten Leib, einem Doppelgänger, der einen im Leben&lt;br /&gt;
nicht mehr verläßt. Der Mensch, der seinen Doppelgänger&lt;br /&gt;
aus sich herausgesetzt hat, wurde in den alten ägyptischen Mysterien&lt;br /&gt;
der «Kha-Mensch» genannt. Der Doppelgänger ist an&lt;br /&gt;
den Kha-Menschen gekettet, um ihn fortwährend daran zu erinnern,&lt;br /&gt;
wie sein früheres Leben war oder wie er noch ist. Das ist&lt;br /&gt;
nicht immer eine angenehme Empfindung. Aber das Bewußtsein,&lt;br /&gt;
diesen Doppelgänger immer mit sich zu führen, wird ihm seine&lt;br /&gt;
Fehler ins Bewußtsein rufen, damit er sich bessern solle. Er soll&lt;br /&gt;
fortwährend diese Anwesenheit empfinden, sonst würde es gefährlich&lt;br /&gt;
werden und er über all seinen hohen Idealen und Absichten&lt;br /&gt;
vergessen, was eigentlich sein Innenleben und was seine&lt;br /&gt;
Fehler sind. Es würde unter gewissen Umständen sogar für&lt;br /&gt;
einen hohen Eingeweihten lebensgefährlich sein, trotz seines hohen&lt;br /&gt;
Strebens, wenn er diesen Doppelgänger nur einen Augenblick&lt;br /&gt;
vergessen würde. Er würde tatsächlich seinen physischen&lt;br /&gt;
Leib durch den Tod verlieren können, ungefähr in der Weise&lt;br /&gt;
wie jemand, der, in ein erhabenes Problem vertieft, vergessen&lt;br /&gt;
würde, auf seinen Körper zu achten, und infolge dieser Unaufmerksamkeit&lt;br /&gt;
überfahren würde. Je stärker der Doppelgänger&lt;br /&gt;
auftritt, desto besser ist es für unsere Entwicklung, denn sonst&lt;br /&gt;
würden wir uns großen Illusionen über uns selbst hingeben.&lt;br /&gt;
Denn unsere eigenen Fortschritte in unserer Entwicklung zu sehen&lt;br /&gt;
und zu erkennen, vermögen wir nicht; das kann nur derjenige,&lt;br /&gt;
der unser Lehrer ist. Erinnern wir uns an jene Stelle in der&lt;br /&gt;
Schöpfungsgeschichte, wo die Elohim, nachdem sie zusammen&lt;br /&gt;
den Menschen geschaffen hatten, zu der Sonne aufgestiegen waren.&lt;br /&gt;
Da erst konnten sie ihr Werk beurteilen, was wir in den&lt;br /&gt;
Worten ausgedrückt finden: «Und sie schauten ihr Werk, und&lt;br /&gt;
sie sahen, daß es gut war.» Sie hatten ihre Vollkommenheit erreicht,&lt;br /&gt;
und deshalb konnten sie ihr Werk beurteilen.|266b|274f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Durch diesen Doppelgänger lernen&lt;br /&gt;
wir gründlich kennen alles dasjenige, was wir aus uns heraussetzen&lt;br /&gt;
müssen. Er zeigt es uns immer wieder von neuem. Alles,&lt;br /&gt;
was an Unaufrichtigkeit, Lieblosigkeit, Egoismus und anderen&lt;br /&gt;
schlechten Eigenschaften in uns ist, das tritt uns durch das Erleben&lt;br /&gt;
dieses Doppelgängers entgegen. Und daß wir diese Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch mit uns herumschleppen, sie noch nicht abschütteln&lt;br /&gt;
können, das bewirkt das Gefühl des Unbehagens, das uns&lt;br /&gt;
der Doppelgänger bereitet. Solange wir diese schlechten Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch in uns hatten, in unserem Unterbewußtsein,&lt;br /&gt;
gleichsam in der Meerestiefe unserer Seele, kamen sie uns in ihrer&lt;br /&gt;
ganzen Stärke noch nicht zum Bewußtsein. Wenn aber der&lt;br /&gt;
geistige Mensch sich entwickelt und immer mehr wächst, wenn &lt;br /&gt;
er mahnend hinschaut auf diese Eigenschaften unserer Seele, so&lt;br /&gt;
wirken sie quälend durch ihr Vorhandensein, das dieser geistige&lt;br /&gt;
Mensch nicht mehr dulden kann. Und deshalb ist es sehr gut,&lt;br /&gt;
wenn das Gefühl des quälenden Unbehagens sehr stark auftritt,&lt;br /&gt;
denn dadurch kommen wir am schnellsten von diesem Doppelgänger&lt;br /&gt;
los.|266b|279f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gefahren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Extremfall&#039;&#039;&#039; kann bei sehr intensiver [[Meditation]] eines Wort-[[Mantram]]s über längere Zeit, bei Hinweglassung der notwendigen [[Nebenübungen]] ein [[Wikipedia:Psychose|psychose]]ähnlicher Zustand eintreten, der ärztlicher Behandlung bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere [[Meditation]]en, wie etwa die mehr bildliche [[Samenkornmeditation]] (Vgl. [[GA 10]]) oder die bildliche [[Meditation des Rosenkreuzes]] (Vgl. [[GA 13]]), stellen in dieser Hinsicht ein geringeres Gefährdungspotential dar, da es bei diesen [[Meditation]]en einer erheblichen aktiven Anstrengung der eigenen Seelenkräfte bedarf, um sich die dazu notwendigen [[Imagination]]en, zunächst selbst zu schaffen, und so die Neigung zu einer [[Wikipedia:Pathologie|pathologisch]]en &#039;&#039;&#039;Spaltung der Persönlichkeit&#039;&#039;&#039; ([[Wikipedia:Psychose|Psychose]]) in Grenzen gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Irrpfade, auf welche der Geheimschüler geraten kann (sind): das [[Gewaltmenschentum]], die [[Gefühlsschwelgerei]], das kalte, lieblose [[Weisheitsstreben]]. Für eine äußerliche Betrachtungsweise - auch für die materialistische der [[Schulmedizin]] - unterscheidet sich das Bild eines solchen auf Abwegen befindlichen Menschen, vor allem dem Grade nach, nicht viel von demjenigen eines [[Irrsinn]]igen oder wenigstens einer schwer «nervenkranken Person».|10|190}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beachtung der von Rudolf Steiner durch die [[Nebenübungen]] gegebenen Maßregeln, ist diese Gefahr aber insgesamt als sehr gering einzuschätzen. &amp;quot;Also: Nicht [[Meditation]] gefährdet, aber der psychisch Gefährdete sollte nicht meditieren, vor allem nicht ohne Geleit und Beratung eines Erfahrenen!&amp;quot; {{Lit|Gerhard Wehr, S 102}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei psychischer Vorerkrankung bedarf die [[Meditation]], sofern therapeutisch überhaupt angeraten, allerdings dringend der ärztlichen Aufsicht und Beratung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der psychisch Gesunde wird bei seiner [[Meditation]], bei Beachtung der von Rudolf Steiner angegebenen Vorsichtsmaßregeln ([[Nebenübungen]]), keine Gefahren für die eigene seelische Gesundheit eingehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paul Eugen Schiller: &#039;&#039;Der anthroposophische Schulungsweg.&#039;&#039; Ein Überblick, TB Philosophisch-Anthroposophischer Verlag, Dornach 1979, S. 61 ff.&lt;br /&gt;
* Manfred Krüger: &#039;&#039;Meditation - Erkenntnis als Kunst&#039;&#039;, Ogham Vlg., Stuttgart 1983, S. 14 ff.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;Der innere Weg&#039;&#039;. Anthroposophische Erkenntnis, geistige Orientierung und meditative Praxis, Rowohlt Vlg., Reinbek b. Hamburg 1983, S. 101 ff.&lt;br /&gt;
* Therese Schulte: &#039;&#039;Transzendentale Meditation und wohin sie führt&#039;&#039;. Abschiedsdisput einer TM-Lehrerin, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 1981&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;, [[GA 10]] (1993), ISBN 3-7274-0100-1; &#039;&#039;&#039;Tb 600&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6001-2 {{Schriften|010}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 978-3-7274-0130-5 {{Schriften|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?&#039;&#039;, [[GA 154]] (1985), ISBN 3-7274-1540-1 {{Vorträge|154}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (1992), ISBN 3-7274-1780-3 {{Vorträge|178}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (2022), ISBN 978-3-7274-1781-8&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266b]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Vorträge|266b}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924&#039;&#039;, [[GA 270/1]], Band I (1999),  ISBN 3-7274-2700-0 {{Vorträge|270a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[en:Splitting of the personality]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: Zeichnung aus {{G|178|160}}
!
Kategorie:GA Kategorie:GA (Mitgliedervorträge) Kategorie:Gesamtausgabe
en:GA 178&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Zeichnung aus {{G|178|160}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 178 Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]] [[Kategorie:GA (Mitgliedervorträge)]] [[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;br /&gt;
[[en:GA 178]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<title>Ereignis Verlag</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Verlagspublikationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Ereignis Verlag&#039;&#039;&#039; gibt den Büchern des israelischen Anthroposophen [[Yeshayahu Ben-Aharon]] im deutschen Sprachraum einen Platz. Norbert Rebstock und Ulrich Morgenthaler gründeten ihn im Jahre 2020. Der Ereignis Verlag gibt Bücher und eBooks heraus und betreibt eine Webseite mit Webshop.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verlagspublikationen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Grundsteinlegung der Michael-Bewegung im 21. Jahrhundert&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ====== &lt;br /&gt;
Die Hundertjahrfeier der Weihnachtstagung 1923–2023﻿&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Auflage 2025,  363 Seiten, Broschiert, 32,– Euro ISBN 978-3-949064-47-0,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Auflage 2026,  363 Seiten, Gebunden, 46,– Euro ISBN 978-3-949064-51-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Jerusalem&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
Die Rolle des hebräischen Volkes in der spirituellen Biografie der Menschheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›Jerusalem‹, Temple Lodge Publishing 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Broschur, ISBN 978-3-949064-25-8 ; eBook  ISBN 978-3-949064-26-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erscheint im November 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das spirituelle Ereignis des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eine Imagination&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
Die okkulte Bedeutung der zwölf Jahre von 1933 bis 1945, 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›The spiritual event of the twentieth century‹, Temple Lodge Publishing 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Broschur, ISBN 978-3-949064-01-2 ; eBook  ISBN 978-3-949064-46-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;ИЕРУСАЛИМ&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
Роль еврейского народа в духовной биографии человечества, 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›Jerusalem‹, Temple Lodge Publishing 2019   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Broschur, ISBN 978-3-949064-29-6 ; eBook ISBN 978-3-949064-30-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Geisteswissenschaft im 21. Jahrhundert&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
Umwandlung des Bösen, Begegnung mit dem Anderen und Erwachen zur globalen Initiation der Menschheit, 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›Spiritual Science in the 21st Century‹, Temple Lodge Publishing 2017   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Broschur, ISBN 978-3-949064-17-3 ; eBook ISBN 978-3-949064-16-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Es ist an der Zeit!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
Ahrimanische und Michaelische Unsterblichkeit und die Apokalypse des Michael-Zeitalters, 2023   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›The Time is at Hand‹, Temple Lodge Publishing 2024   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Auflage, Broschur, ISBN 978-3-949064-27-2 ; eBook der 1. Auflage ISBN 978-3-949064-24-1  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die drei Begegnungen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Christus, Michael und Anthroposophia   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auftakt zur Neuausgabe von &#039;&#039;Die neue Erfahrung des Übersinnlichen&#039;&#039;, 2022  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›The three meetings. Christ, Michael and Anthroposophia‹, Temple Lodge Publishing 2022 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebunden, ISBN 978-3-949064-07-4 ; eBook ISBN 978-3-949064-15-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Michaelisches Yoga. Wie ein Buch geboren wird&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Das himmlische Jerusalem und die Geheimnisse des menschlichen Leibes, 2022  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›Cognitive Yoga. How a book is born‹, Temple Lodge Publishing 2017 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebunden, ISBN 978-3-949064-05-0 ; eBook ISBN 978-3-949064-10-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
======&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Michaelisches Yoga&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;======&lt;br /&gt;
Sich selbst einen neuen Ätherleib und ätherische Individualität erschaffen, 2021 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›Cognitive Yoga‹, Temple Lodge Publishing 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Auflage, Broschur, ISBN 978-3-949064-11-1 ;  eBook der 1. Auflage ISBN 978-3-949064-09-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Menschendämmerung und Auferstehung der Menschheit&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Michael-Bewegung seit dem Tod Rudolf Steiners  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine esoterische Studie, 2021  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›The twilight and resurrection of humanity‹, Temple Lodge Publishing 2020 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Auflage, Gebunden, ISBN 978-3-949064-06-7 ; eBook der 1. Auflage ISBN 978-3-949064-08-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;СУМЕРКИ ЧЕЛОВЕЧЕСТВА И ЕГО ВОСКРЕСЕНИЕ&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
История михаэлического движения после смерти Рудольфа Штайнера  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Эзотерическое исследование, 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originaltitel ›The twilight and resurrection of humanity‹, Temple Lodge Publishing 2020 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Broschur, ISBN 978-3-949064-13-5 ; eBook ISBN 978-3-949064-22-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alle Bücher sind im Webshop des Verlages erhältlich&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Yeshayahu Ben-Aharon===&lt;br /&gt;
Biografische Daten sind auf AnthroWiki zu finden [[Yeshayahu Ben-Aharon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yeshayahu Ben-Aharon betreibt die Webseite &#039;&#039;Ibecoming&#039;&#039; mit Blog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Einträge seines Blogs sind in deutscher Übersetzung auf der Webseite &#039;&#039;Das Ereignis&#039;&#039; zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele seiner Bücher sind bei &#039;&#039;Temple Lodge Publishing&#039;&#039; erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://www.ereignisverlag.de/ Ereignis Verlag]&lt;br /&gt;
*[http://www.ibecoming.co.il/eng Ibecoming]&lt;br /&gt;
*[https://das-ereignis.org/ Das Ereignis]&lt;br /&gt;
*[https://www.templelodge.com/ Temple Lodge Publishing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophischer Verlag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Yeshayahu_Ben-Aharon&amp;diff=626190</id>
		<title>Yeshayahu Ben-Aharon</title>
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		<updated>2026-07-17T09:48:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Bücher - Ereignis Verlag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ben-Aharon-Yeshayahu.jpg|mini|200px|Yeshayahu Ben-Aharon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Yeshayahu&#039;&#039;&#039; (Jesaiah) &#039;&#039;&#039;Ben-Aharon&#039;&#039;&#039; (* [[1955]] in [[Israel]]) promovierte 1998 an der [[W:Universität Haifa|Universität Haifa]] über die [[Phänomenologie]] von [[Edmund Husserl]]. Er ist [[Geisteswissenschaftler]], [[Philosoph]] und Sozialaktivist, Mitbegründer des Kibbuz Harduf in [[Israel]] und des [http://www.globenet3.org/ Globalen Netzwerks für Dreigliederung], Leiter des Global Event College und Mitarbeiter in der unabhängigen Schule für Geisteswissenschaft. Er lehrt, schreibt und hält weltweit Vorträge über die Evolution des menschlichen Bewusstseins in den Wissenschaften, den Geisteswissenschaften und in sozialen und geschichtlichen Ereignissen. Er ist bekannt für seine bahnbrechenden Forschungen über die apokalyptischen spirituellen und geschichtlichen Ereignisse unserer Zeit und als originärer Forscher auf dem Gebiet der von [[Rudolf Steiner]] begründeten [[Anthroposophie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines seiner ureigensten Forschungsgebiete ist das schöpferische Werden: Wie entsteht das Neue und Kreative in allen Bereichen des Wissens, der Kunst und des Lebens? Wie wirken die Zukunftskräfte durch die neue Begegnung von Wissenschaft, Kunst, Religion und sozialer Kreativität? Wie vollzieht sich das schöpferische Abenteuer unserer Zeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yeshayahu Ben-Aharons Bücher sind auf Deutsch im [[Ereignis Verlag]] und in Englisch bei [https://www.templelodge.com/ Temple Lodge Publishing] veröffentlicht. Sein Blog ist auf seiner Webseite [http://www.ibecoming.co.il/eng Ibecoming] zu finden und einige seiner Einträge seines Blogs in deutscher Übersetzung auf der Webseite [https://das-ereignis.org/ Das Ereignis].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher - Ereignis Verlag ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das spirituelle Ereignis des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: Eine Imagination – Die okkulte Bedeutung der zwölf Jahre von 1933 bis 1945. Zweite erweiterte Neuauflage﻿ 2024, ISBN 978-3-949064-01-2; eBook {{ASIN|B0DG318S8B}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Es ist an der Zeit!&#039;&#039;&#039; Ahrimanische und Michaelische Unsterblichkeit und die Apokalypse des Michael-Zeitalters&#039;&#039;. 2. Auflage 2024, ISBN  978-3-949064-27-2&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die drei Begegnungen&#039;&#039;&#039;. Christus, Michael und Anthroposophia. 1. Auflage. Ereignis Verlag 2022, ISBN 978-3-949064-07-4&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Menschendämmerung und Auferstehung der Menschheit&#039;&#039;&#039;. Die Geschichte der Michael-Bewegung seit dem Tod Rudolf Steiners. Eine esoterische Studie&#039;&#039;. 1. Auflage. Ereignis Verlag 2021, ISBN 978-3-949064-06-7&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Michaelisches Yoga&#039;&#039;&#039;. Sich selbst einen neuen Ätherleib und eine ätherische Individualität erschaffen&#039;&#039;. 2. Auflage 2024, ISBN 978-3-949064-11-1&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Michaelisches Yoga. Wie ein Buch geboren wird&#039;&#039;&#039;. Das himmlische Jerusalem und die Geheimnisse des menschlichen Leibes&#039;&#039;. 1. Auflage 2022, ISBN 978-3-949064-05-0&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Geisteswissenschaft im 21. Jahrhundert&#039;&#039;&#039;. Umwandlung des Bösen, Begegnung mit dem Anderen und Erwachen zur globalen Initiation der Menschheit&#039;&#039;. 1. Auflage 2024, ISBN 978-3949064173&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Jerusalem&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;. 1. Auflage 2024, ISBN 978-3-949064-25-8&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Grundsteinlegung der Michael-Bewegung im 21. Jahrhundert&#039;&#039;&#039;. Die Hundertjahrfeier der Weihnachtstagung 1923–2023﻿&#039;&#039;. 1. Auflage 2025,  363 Seiten, Broschiert, 32,– Euro ISBN 978-3-949064-47-0, 2. Auflage 2026,  363 Seiten, Gebunden, 46,– Euro ISBN 978-3-949064-51-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Books in English ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The New Experience of the Supersensible: The Anthroposophical Knowledge Drama of Our Time&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2007, ISBN 978-1902636849&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Spiritual Event of the Twentieth Century: An Imagination: The Occult Significance of the 12 Years 1933-45 in the Light of Spiritual Science&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2011, ISBN 978-1906999315&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cognitive Yoga: Making Yourself a New Etheric Body and Individuality&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2016, ISBN 978-1906999957&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Spiritual Science in the 21st Century: Transforming Evil, Meeting the Other, and Awakening to the Global Initiation of Humanity&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2017, ISBN 978-1912230068&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Cognitive Yoga: : How a Book is Born. Heavenly Jerusalem and the Mysteries of the Human Body&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2017, ISBN 978-1912230112&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Event: In Science, History, Philosophy, and Art&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2018, ISBN 978-1912230167&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Jerusalem: The Role of the Hebrew People in the Spiritual Biography of Humanity&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2019, ISBN 978-1912230242&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Twilight and Resurrection of Humanity: The History of the Michaelic Movement since the Death of Rudolf Steiner: An Esoteric Study&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2020, ISBN 978-1912230426&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Three Meetings: Christ, Michael and Anthroposophia&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2022, ISBN 978-1912230914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Time is at Hand! Ahrimanic and Michaelic Immortality and the Apocalypse of the Age of Michael&#039;&#039;. Temple Lodge Publishing 2024, ISBN 978-1915776129&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Modern Christ Experience: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 1&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324036546&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Knowledge Drama of the Second Coming, Part 1: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 2&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324117689&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Knowledge Drama of the Second Coming, Part 2: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 3&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324174972&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;The Creation of the Earthly-Human Sun, the New Human Meeting and Michaelic Community: The Modern Christ Experience and the Knowledge Drama of the Second Coming, Volume 4&#039;&#039;. Independently published 2024, ISBN 979-8324185893&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Datei:Amazon logo.svg|50px|link=https://www.amazon.de/s?i=digital-text&amp;amp;rh=p_27%3AYeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;s=relevancerank&amp;amp;text=Yeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;ref=dp_byline_sr_ebooks_1]] [https://www.amazon.de/s?i=digital-text&amp;amp;rh=p_27%3AYeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;s=relevancerank&amp;amp;text=Yeshayahu+Ben-Aharon&amp;amp;ref=dp_byline_sr_ebooks_1 Autorenseite auf amazon.de]&lt;br /&gt;
* https://www.ereignisverlag.de&lt;br /&gt;
* https://www.templelodge.com&lt;br /&gt;
* http://www.ibecoming.co.il/eng&lt;br /&gt;
* https://das-ereignis.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geisteswissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Soziale Dreigliederung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1955]]&lt;br /&gt;
[[en:Yeshayahu Ben-Aharon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
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		<title>Banner</title>
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		<updated>2026-07-17T06:26:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;!-- Beginn Banner MD4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Der höchste Opferweise, der Schwellenhüter und Maria als Neophyt.JPG|left|225px|link=https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 190%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen Rudolf Steiner: Der Seelen Erwachen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ 12. September 2026, 14&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Grünes Goetheanum, Weilrod-Riedelbach]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Bei Schlechtwetter: Bürgerhaus in Riedelbach, Weiherstr. 16]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner MD4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner LK --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|öffentlicher Lesekreis &amp;quot;Das 5. Evangelium&amp;quot;]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|Dieser online-Lesekreis startet in Kürze. Öffentlich (für ehem. Teilnehmer aus den LK und Nebenübungsgruppen). Für weitere Infos hier klicken.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner LK --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;center&amp;gt;[[Datei:Aharon.pdf|center|700px|link=https://anthrowiki.at/images/a/a3/YBA_D_mit_Fotos.pdf]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U Trilogie (3v3): Pfingsten 1924 - Der Landwirtschaftliche Kurs als Grundlage einer zeitgemäßen Entwicklung - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerhard Reisch Anthrowiki Banner.png|center|800px|link=https://www.gerhardreisch.com/portal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:EB Anthrowiki Banner 03.png|center|800px|link=https://www.biographaea.com/de/volumes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Goetheanum Herbsttagung 2026.png|center|790px|link=https://science.goetheanum.org/veranstaltungen/herbsttagung-2026]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;Bild: Robert Wróblewski&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Priester Michael Rheinheimer: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele ...]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lichtwurzel-Pulver-GlashausFrankfurt-de.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glomer Katalog 2025-2026.jpg|links|120px|link=https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Faust-Mephisto.jpg|left|210px|link=https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Faust spricht über Faust]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 27. Dezember 2023 in der anthroposophischen Landesgesellschaft in Wien.]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 90%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Aktuelle Aufführungstermine:]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust Johann Wolfgang von Goethe]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_I FAUST I: Samstag, 31. Oktober 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_II FAUST II: Sonntag, 1. November 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Eymann Waldorfschule, Feldmühlgasse 26, 1130 Wien&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 75%; color: #37a; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Kartenreservierung:  [mailto:info@odysseetheater.com?subject=Kartenreservierung info@odysseetheater.com] oder Tel.: +43 (676) 9 414 616&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=Banner /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<updated>2026-07-17T05:02:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Der höchste Opferweise, der Schwellenhüter und Maria als Neophyt.JPG|left|225px|link=https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 190%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen Rudolf Steiner: Der Seelen Erwachen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ 12. September 2026, 14&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Grünes Goetheanum, Weilrod-Riedelbach]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Bei Schlechtwetter: Bürgerhaus in Riedelbach, Weiherstr. 16]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner MD4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner LK --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|öffentlicher Lesekreis &amp;quot;Das 5. Evangelium&amp;quot;]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|Dieser online-Lesekreis startet in Kürze. Öffentlich (für ehem. Teilnehmer aus den LK und Nebenübungsgruppen). Für weitere Infos hier klicken.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;center&amp;gt;[[Datei:Aharon.pdf|center|780px|link=https://anthrowiki.at/images/a/a3/YBA_D_mit_Fotos.pdf]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U Trilogie (3v3): Pfingsten 1924 - Der Landwirtschaftliche Kurs als Grundlage einer zeitgemäßen Entwicklung - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerhard Reisch Anthrowiki Banner.png|center|800px|link=https://www.gerhardreisch.com/portal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:EB Anthrowiki Banner 03.png|center|800px|link=https://www.biographaea.com/de/volumes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Goetheanum Herbsttagung 2026.png|center|790px|link=https://science.goetheanum.org/veranstaltungen/herbsttagung-2026]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;Bild: Robert Wróblewski&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Michael Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Priester Michael Rheinheimer: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele ...]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lichtwurzel-Pulver-GlashausFrankfurt-de.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glomer Katalog 2025-2026.jpg|links|120px|link=https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Faust-Mephisto.jpg|left|210px|link=https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Faust spricht über Faust]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 27. Dezember 2023 in der anthroposophischen Landesgesellschaft in Wien.]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 90%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Aktuelle Aufführungstermine:]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust Johann Wolfgang von Goethe]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_I FAUST I: Samstag, 31. Oktober 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_II FAUST II: Sonntag, 1. November 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Eymann Waldorfschule, Feldmühlgasse 26, 1130 Wien&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 75%; color: #37a; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Kartenreservierung:  [mailto:info@odysseetheater.com?subject=Kartenreservierung info@odysseetheater.com] oder Tel.: +43 (676) 9 414 616&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=Banner /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Banner</title>
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		<updated>2026-07-17T04:34:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;section begin=Banner /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Der höchste Opferweise, der Schwellenhüter und Maria als Neophyt.JPG|left|225px|link=https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 190%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen Rudolf Steiner: Der Seelen Erwachen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|öffentlicher Lesekreis &amp;quot;Das 5. Evangelium&amp;quot;]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|Dieser online-Lesekreis startet in Kürze. Öffentlich (für ehem. Teilnehmer aus den LK und Nebenübungsgruppen). Für weitere Infos hier klicken.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Beginn Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;[[Datei:Aharon.pdf|center|790px|link=https://anthrowiki.at/images/a/a3/YBA_D_mit_Fotos.pdf]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Ben Aharon --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U Trilogie (3v3): Pfingsten 1924 - Der Landwirtschaftliche Kurs als Grundlage einer zeitgemäßen Entwicklung - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerhard Reisch Anthrowiki Banner.png|center|800px|link=https://www.gerhardreisch.com/portal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:EB Anthrowiki Banner 03.png|center|800px|link=https://www.biographaea.com/de/volumes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Goetheanum Herbsttagung 2026.png|center|790px|link=https://science.goetheanum.org/veranstaltungen/herbsttagung-2026]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;Bild: Robert Wróblewski&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Priester Michael Rheinheimer: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele ...]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lichtwurzel-Pulver-GlashausFrankfurt-de.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glomer Katalog 2025-2026.jpg|links|120px|link=https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Faust-Mephisto.jpg|left|210px|link=https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Faust spricht über Faust]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 27. Dezember 2023 in der anthroposophischen Landesgesellschaft in Wien.]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 90%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Aktuelle Aufführungstermine:]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust Johann Wolfgang von Goethe]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_I FAUST I: Samstag, 31. Oktober 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_II FAUST II: Sonntag, 1. November 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Eymann Waldorfschule, Feldmühlgasse 26, 1130 Wien&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 75%; color: #37a; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Kartenreservierung:  [mailto:info@odysseetheater.com?subject=Kartenreservierung info@odysseetheater.com] oder Tel.: +43 (676) 9 414 616&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=Banner /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<updated>2026-07-17T04:16:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
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		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<title>Banner</title>
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		<updated>2026-07-17T04:06:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;section begin=Banner /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner MD4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Der höchste Opferweise, der Schwellenhüter und Maria als Neophyt.JPG|left|225px|link=https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 190%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen Rudolf Steiner: Der Seelen Erwachen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ 12. September 2026, 14&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Grünes Goetheanum, Weilrod-Riedelbach]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://gruenes-goetheanum-lichtberg.de/ Bei Schlechtwetter: Bürgerhaus in Riedelbach, Weiherstr. 16]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|öffentlicher Lesekreis &amp;quot;Das 5. Evangelium&amp;quot;]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Online_Lesekreise|Dieser online-Lesekreis startet in Kürze. Öffentlich (für ehem. Teilnehmer aus den LK und Nebenübungsgruppen). Für weitere Infos hier klicken.]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=l3D3T02y1-U Trilogie (3v3): Pfingsten 1924 - Der Landwirtschaftliche Kurs als Grundlage einer zeitgemäßen Entwicklung - ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 3.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerhard Reisch Anthrowiki Banner.png|center|800px|link=https://www.gerhardreisch.com/portal]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Gerhard Reisch --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:EB Anthrowiki Banner 03.png|center|800px|link=https://www.biographaea.com/de/volumes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Biographæa --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Goetheanum Herbsttagung 2026.png|center|790px|link=https://science.goetheanum.org/veranstaltungen/herbsttagung-2026]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;Bild: Robert Wróblewski&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Goetheanum Nawi Herbstagung 2026 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner 2 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[aw:Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 4 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Gral im Orient --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Priester Michael Rheinheimer: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele ...]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Lichtwurzel-Pulver-GlashausFrankfurt-de.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthrowiki.at&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Lichtwurzeln --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._März_2025 Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner Gentechnik --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Glomer Katalog 2025-2026.jpg|links|120px|link=https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2024-25_42987637_36511?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Glomer --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Faust-Mephisto.jpg|left|210px|link=https://anthro.world/Faust_spricht_%C3%BCber_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_vom_27._Dezember_2023]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Faust spricht über Faust]]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[aw:Faust_spricht_über_Faust_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2023|Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 27. Dezember 2023 in der anthroposophischen Landesgesellschaft in Wien.]]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 90%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Veranstaltungskalender Aktuelle Aufführungstermine:]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust Johann Wolfgang von Goethe]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_I FAUST I: Samstag, 31. Oktober 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;[https://odysseetheater.at/Faust_II FAUST II: Sonntag, 1. November 2026, 16&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Friedrich Eymann Waldorfschule, Feldmühlgasse 26, 1130 Wien&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 75%; color: #37a; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Kartenreservierung:  [mailto:info@odysseetheater.com?subject=Kartenreservierung info@odysseetheater.com] oder Tel.: +43 (676) 9 414 616&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner Faust --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Marcel Trilogie 1.3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=Banner /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Doppelg%C3%A4nger&amp;diff=626183</id>
		<title>Doppelgänger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Doppelg%C3%A4nger&amp;diff=626183"/>
		<updated>2026-07-16T18:50:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Ahrimanische und luziferische Doppelgänger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Machelldweller.jpg|thumb|&#039;&#039;The Dweller on the Threshold&#039;&#039; (ca. 1895). Gemälde von &#039;&#039;Reginald W. Machell&#039;&#039; (1854-1927), in Anlehung an [[Edward Bulwer-Lytton]]s Roman „Zanoni“]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Doppelgänger&#039;&#039;&#039; ({{EnS|[[a:double|double]]}} ist eine abnorme Erscheinung des [[Kleiner Hüter der Schwelle|kleinen Hüters der Schwelle]]. Während die normale Begegnung mit dem kleinen [[Hüter der Schwelle]] im Zuge einer regulären [[Geistesschulung]] geschieht, tritt das Doppelgänger-Erlebnis oft spontan auf, meist ausgelöst durch eine vorangegangene starke [[seelisch]]e Erschütterung. Im Doppelgänger tritt uns die [[Karma|karmische Schuld]], die als dunkler [[Schatten (Mythologie)|Schatten]] unserem [[Astralleib]] einverwoben ist, in objektiver Gestalt als [[ätherisch]]es Ebenbild des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] vor das geistige Auge. In [[Edward Bulwer-Lytton]]s «Zanoni» wird mit dem „&#039;&#039;&#039;Dweller on the Threshold&#039;&#039;&#039;” eine romanhafte Darstellung dieses kleinen Hüters der Schwelle gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Erscheinung des Doppelgängers ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Hüter der Schwelle.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/themenwelten/der-hueter-der-schwelle/}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist - verhältnismäßig - eine elementare Erscheinung, diese Begegnung&lt;br /&gt;
mit dem Doppelgänger, und sie kann auftreten durch besondere&lt;br /&gt;
unterbewußte Eindrücke und Impulse der menschlichen Seele,&lt;br /&gt;
auch wenn der Mensch nicht hellsichtig ist. Es kann das Folgende&lt;br /&gt;
vorkommen: Irgendein Mensch kann ein Intrigant sein, kann mancherlei&lt;br /&gt;
Menschen durch seine Intrigen Böses zugefügt haben. Er&lt;br /&gt;
kann wieder einmal ausgegangen sein und irgendeine Intrige eingefädelt&lt;br /&gt;
haben. Er kommt zurück in seine Wohnung, tritt vielleicht&lt;br /&gt;
in sein Schreibzimmer ein, auf seinem Schreibtisch liegen vielleicht&lt;br /&gt;
Papiere, auf denen Dinge stehen, mit denen er die Intrigen eingefädelt&lt;br /&gt;
hat, und es kann ihm passieren, trotzdem er in seinem Oberbewußtsein&lt;br /&gt;
zynisch geartet sein kann, daß doch sein Unterbewußtsein erfaßt&lt;br /&gt;
wird von jenen Impulsen des Intrigierens. Er tritt ein in sein Schreibzimmer,&lt;br /&gt;
schaut zu seinem Schreibtisch hin und siehe da: er sitzt da&lt;br /&gt;
selber. Das ist eine unangenehme Begegnung, wenn man durch seine&lt;br /&gt;
eigene Türe ins Zimmer tritt und sich selbst am Schreibtisch sitzen&lt;br /&gt;
sieht. Aber solche Dinge gehören in den Bereich dessen, was sehr oft&lt;br /&gt;
passiert und was dann gerade leicht passieren kann, wenn solches&lt;br /&gt;
Intrigieren stattfindet. Dasjenige, dem man da begegnet, ist durchaus&lt;br /&gt;
der Doppelgänger, den ich wiederum mit anderen Aufgaben versucht&lt;br /&gt;
habe, in dem «[[Hüter der Schwelle]]» und in «[[Der Seelen Erwachen]]»&lt;br /&gt;
darzustellen. Wir wissen, daß dieser Doppelgänger von [[Johannes Thomasius]] erlebt wird, und es hängt mit der eigentümlichen Entwickelung&lt;br /&gt;
des Johannes Thomasius zusammen, daß er an den Stellen,&lt;br /&gt;
wo es gezeigt wird, die Begegnung mit dem Doppelgänger hat, weil&lt;br /&gt;
durch die eigentümlichen Erlebnisse, die er gehabt hat, Ahriman einen&lt;br /&gt;
Teil seiner Seele formgemäß so gestalten kann, daß dieser Teil der&lt;br /&gt;
Seele substantiell als Teil des ätherischen Leibes mit selbstsüchtigen&lt;br /&gt;
Seelenelementen erfüllt ist.|147|119f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Im Verlauf der Etappe, die man in der christlichen Einweihung&lt;br /&gt;
die Dornenkrönung nennt, tritt ein furchteinflößendes Phänomen&lt;br /&gt;
auf, das die Bezeichnung «Hüter der Schwelle» trägt und das man&lt;br /&gt;
auch die Erscheinung des Doppelgängers nennen könnte. Das geistige&lt;br /&gt;
Wesen des Menschen, gebildet aus seinen Willensströmungen,&lt;br /&gt;
seinen Wünschen und seinen Verstandesfähigkeiten, erscheint alsdann&lt;br /&gt;
dem Eingeweihten als Bild im Traumbewußtsein. Und dieses&lt;br /&gt;
Bild ist manchmal abstoßend und Schrecken einflößend, denn es ist&lt;br /&gt;
ein Ergebnis seiner guten und schlechten Eigenschaften und seines&lt;br /&gt;
Karma; von diesem allem ist es die bildhafte Personifikation auf dem&lt;br /&gt;
Astralplan. Das ist der schlimme Fährmann im Totenbuch der&lt;br /&gt;
Ägypter. Der Mensch muß ihn besiegen, um sein höheres Ich zu&lt;br /&gt;
finden. Der Hüter der Schwelle, ein Phänomen des hellsichtigen&lt;br /&gt;
Schauens bis in die ältesten Zeiten hinein, ist der eigentliche Ursprung&lt;br /&gt;
all der Mythen über den Kampf des Helden mit dem Ungeheuer,&lt;br /&gt;
des Perseus und des Herakles mit der Hydra, des heiligen&lt;br /&gt;
Georg und des Siegfried mit dem Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorzeitige Eintritt der Hellsichtigkeit und die plötzliche Erscheinung&lt;br /&gt;
des Doppelgängers oder des Hüters der Schwelle kann&lt;br /&gt;
denjenigen, der nicht alle Vorbereitungen befolgt und alle dem&lt;br /&gt;
Schüler auferlegten Vorsichtsmaßnahmen wahrgenommen hat, zum&lt;br /&gt;
Wahnsinn führen.|94|56f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahre Selbsterkenntnis macht den Doppelgänger sichtbar ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenne dich selbst.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/kleine-begleiter/erkenne-dich-selbst/}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptisches Museum Kairo 2019-11-09 Hor 01.jpg|mini|Der Doppelgänger wurde in der [[Ägyptisch-Chaldäische Kultur|altägyptischen Kultur]] als [[Ka]] dargestellt:&amp;lt;br /&amp;gt;Holzstatue des [[Ka]] des altägyptischen Königs [[w:Hor I.|Hor I.]], Dahschur, Zweite Zwischenzeit, 13. Dynastie, um 1732 v. Chr., [[w:Ägyptisches Museum Kairo|Ägyptisches Museum Kairo]] ]]&lt;br /&gt;
Was wir mit unserem [[Tagesbewusstsein|Alltagsbewusstsein]] über unser wahres [[Wesen]] erfahren, besteht zum großen Teil aus Illusionen, die wir uns über uns selbst machen. Diese legen sich wie ein Schleier über unsere wahre Natur. Je nach Temperamentslage schätzen wir uns als zu hoch oder zu niedrig, nur selten aber richtig ein. Namentlich durchschauen wir mit unserem normalen [[Bewusstsein]] nicht, welche Kräfte in unserem [[Schicksal]] walten. Gerade in diesen Schicksalskräften liegt aber ein wesentlicher Teil unseres [[Selbst]]s begründet. Wirkliche Selbsterkenntnis ist nur durch konsequente [[Schulungsweg|geistige Schulung]] zu erreichen und sie ist, da nun die Illusionen zerfallen, die wir uns über uns selbst gemacht haben, durchaus mit schmerzlichen Erlebnissen verbunden. Wir müssen zuvor genügende geistige Standfestigkeit errungen haben, um diese Erlebnisse überhaupt ertragen zu können. Erst aber wenn wir zu wirklicher Selbsterkenntnis vorgedrungen sind, können wir uns bewusst von der restlichen [[Geistige Welt|geistigen Welt]] unterscheiden und erst dann tritt sie uns als objektive Erscheinung vor das innere Seelenauge. Solange wir noch nicht reif sind, uns selbst und die geistige Welt in ihrer wahren Gestalt kennenzulernen, wirkt der Doppelgänger als verborgener [[Kleiner Hüter der Schwelle|Hüter der Schwelle]], der uns den bewussten Eintritt in die geistige Welt verwehrt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Und was ist das andere unabwendbare Erlebnis, das der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich durchmacht, - unabwendbar, denn es ist die&lt;br /&gt;
Folge des treuen Befolgens der esoterischen Übungen? Das ist&lt;br /&gt;
die [[Spaltung der Persönlichkeit]], die da auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch wird allmählich empfinden so, als ob etwas neben&lt;br /&gt;
ihm ginge, etwas, das mitdenkt, mithört, ja sogar, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich nicht sehr stark ist, mitspricht. Es ist ein zweites&lt;br /&gt;
Ich, das hervortritt, ein Doppelgänger, den man aus sich herausgesetzt&lt;br /&gt;
hat. Je ernsthafter einer den esoterischen Weg gegangen ist, um so mehr setzt er von seinem alten Menschen aus sich&lt;br /&gt;
heraus, das heißt, er wirft wie die Schlange eine Haut nach der&lt;br /&gt;
anderen ab. Diese Häute - vergleichsweise gesprochen - werden&lt;br /&gt;
zu einem zweiten Leib, einem Doppelgänger, der einen im Leben&lt;br /&gt;
nicht mehr verläßt. Der Mensch, der seinen Doppelgänger&lt;br /&gt;
aus sich herausgesetzt hat, wurde in den alten ägyptischen Mysterien&lt;br /&gt;
der «Kha-Mensch» genannt. Der Doppelgänger ist an&lt;br /&gt;
den Kha-Menschen gekettet, um ihn fortwährend daran zu erinnern,&lt;br /&gt;
wie sein früheres Leben war oder wie er noch ist. Das ist&lt;br /&gt;
nicht immer eine angenehme Empfindung. Aber das Bewußtsein,&lt;br /&gt;
diesen Doppelgänger immer mit sich zu führen, wird ihm seine&lt;br /&gt;
Fehler ins Bewußtsein rufen, damit er sich bessern solle. Er soll&lt;br /&gt;
fortwährend diese Anwesenheit empfinden, sonst würde es gefährlich&lt;br /&gt;
werden und er über all seinen hohen Idealen und Absichten&lt;br /&gt;
vergessen, was eigentlich sein Innenleben und was seine&lt;br /&gt;
Fehler sind. Es würde unter gewissen Umständen sogar für&lt;br /&gt;
einen hohen Eingeweihten lebensgefährlich sein, trotz seines hohen&lt;br /&gt;
Strebens, wenn er diesen Doppelgänger nur einen Augenblick&lt;br /&gt;
vergessen würde. Er würde tatsächlich seinen physischen&lt;br /&gt;
Leib durch den Tod verlieren können, ungefähr in der Weise&lt;br /&gt;
wie jemand, der, in ein erhabenes Problem vertieft, vergessen&lt;br /&gt;
würde, auf seinen Körper zu achten, und infolge dieser Unaufmerksamkeit&lt;br /&gt;
überfahren würde. Je stärker der Doppelgänger&lt;br /&gt;
auftritt, desto besser ist es für unsere Entwicklung, denn sonst&lt;br /&gt;
würden wir uns großen Illusionen über uns selbst hingeben.|266b|274f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Durch diesen Doppelgänger lernen&lt;br /&gt;
wir gründlich kennen alles dasjenige, was wir aus uns heraussetzen&lt;br /&gt;
müssen. Er zeigt es uns immer wieder von neuem. Alles,&lt;br /&gt;
was an Unaufrichtigkeit, Lieblosigkeit, Egoismus und anderen&lt;br /&gt;
schlechten Eigenschaften in uns ist, das tritt uns durch das Erleben&lt;br /&gt;
dieses Doppelgängers entgegen. Und daß wir diese Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch mit uns herumschleppen, sie noch nicht abschütteln&lt;br /&gt;
können, das bewirkt das Gefühl des Unbehagens, das uns&lt;br /&gt;
der Doppelgänger bereitet. Solange wir diese schlechten Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch in uns hatten, in unserem Unterbewußtsein,&lt;br /&gt;
gleichsam in der Meerestiefe unserer Seele, kamen sie uns in ihrer&lt;br /&gt;
ganzen Stärke noch nicht zum Bewußtsein. Wenn aber der&lt;br /&gt;
geistige Mensch sich entwickelt und immer mehr wächst, wenn &lt;br /&gt;
er mahnend hinschaut auf diese Eigenschaften unserer Seele, so&lt;br /&gt;
wirken sie quälend durch ihr Vorhandensein, das dieser geistige&lt;br /&gt;
Mensch nicht mehr dulden kann. Und deshalb ist es sehr gut,&lt;br /&gt;
wenn das Gefühl des quälenden Unbehagens sehr stark auftritt,&lt;br /&gt;
denn dadurch kommen wir am schnellsten von diesem Doppelgänger&lt;br /&gt;
los.|266b|279f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Vor dem Betreten der übersinnlichen Welt kannte der Mensch Denken, Fühlen und Wollen nur als innere Seelenerlebnisse. Sobald er die übersinnliche Welt betritt, nimmt er Dinge wahr, welche nicht Sinnlich-Physisches ausdrücken, sondern Seelisch-Geistiges. Hinter den von ihm wahrgenommenen Eigenschaften der neuen Welt stehen jetzt seelisch-geistige Wesenheiten. Und diese bieten sich ihm jetzt so dar als eine Außenwelt, wie sich ihm im physisch-sinnlichen Gebiet Steine, Pflanzen und Tiere vor die Sinne gestellt haben. Es kann nun der Geistesschüler einen bedeutsamen Unterschied wahrnehmen zwischen der sich ihm erschließenden seelisch-geistigen Welt und derjenigen, welche er gewohnt war, durch seine physischen Sinne wahrzunehmen. Eine Pflanze der sinnlichen Welt bleibt, wie sie ist, was auch des Menschen Seele über sie fühlt oder denkt. Das ist bei den Bildern der seelisch-geistigen Welt zunächst nicht der Fall. Sie ändern sich, je nachdem der Mensch dieses oder jenes empfindet oder denkt. Dadurch gibt ihnen der Mensch ein Gepräge, das von seinem eigenen Wesen abhängt. Man stelle sich vor, ein gewisses Bild trete in der imaginativen Welt vor dem Menschen auf. Verhält er sich zunächst in seinem Gemüte gleichgültig dagegen, so zeigt es sich in einer gewissen Gestalt. In dem Augenblicke aber, wo er Lust oder Unlust gegenüber dem Bilde empfindet, ändert es seine Gestalt. Die Bilder drücken somit zunächst nicht nur etwas aus, was selbständig außerhalb des Menschen ist, sondern sie spiegeln auch dasjenige, was der Mensch selbst ist. Sie sind ganz und gar durchsetzt von des Menschen eigener Wesenheit. Diese legt sich wie ein Schleier über die Wesenheiten hin. Der Mensch sieht dann, wenn auch eine wirkliche Wesenheit ihm gegenübersteht, nicht diese, sondern sein eigenes Erzeugnis. So kann er zwar durchaus Wahres vor sich haben und doch Falsches sehen. Ja, das ist nicht nur der Fall mit Bezug auf das, was der Mensch als seine Wesenheit selbst an sich bemerkt; sondern alles, was an ihm ist, wirkt auf diese Welt ein. Es kann zum Beispiel der Mensch verborgene Neigungen haben, die im Leben durch Erziehung und Charakter nicht zum Vorschein kommen; auf die geistig-seelische Welt wirken sie; und diese bekommt die eigenartige Färbung durch das ganze Wesen des Menschen, gleichgültig, wieviel er von diesem Wesen selbst weiß oder nicht weiß. — Um weiter fortschreiten zu können von dieser Stufe der Entwickelung aus, ist es notwendig, daß der Mensch unterscheiden lerne zwischen sich und der geistigen Außenwelt. Es wird nötig, daß er alle Wirkungen des eigenen Selbstes auf die um ihn befindliche seelisch-geistige Welt ausschalten lerne. Man kann das nicht anders, als wenn man sich eine Erkenntnis erwirbt von dem, was man selbst in die neue Welt hineinträgt. Es handelt sich also darum, daß man zuerst wahre, durchgreifende Selbsterkenntnis habe, um dann die umliegende geistig-seelische Welt rein wahrnehmen zu können. Nun bringen es gewisse Tatsachen der menschlichen Entwickelung mit sich, daß solche Selbsterkenntnis beim Eintritte in die höhere Welt wie naturgemäß stattfinden muß. Der Mensch entwickelt ja in der gewöhnlichen physisch-sinnlichen Welt sein Ich, sein Selbstbewußtsein. Dieses Ich wirkt nun wie ein Anziehungs-Mittelpunkt auf alles, was zum Menschen gehört. Alle seine Neigungen, Sympathien, Antipathien, Leidenschaften, Meinungen usw. gruppieren sich gleichsam um dieses Ich herum. Und es ist dieses Ich auch der Anziehungspunkt für das, was man das Karma des Menschen nennt. Würde man dieses Ich unverhüllt sehen, so würde man an ihm auch bemerken, daß bestimmt geartete Schicksale es noch in dieser und den folgenden Verkörperungen treffen müssen, je nachdem es in den vorigen Verkörperungen so oder so gelebt, sich dieses oder jenes angeeignet hat. Mit alle dem, was so am Ich haftet, muß es nun als erstes Bild vor die Menschenseele treten, wenn diese in die seelisch-geistige Welt aufsteigt. Dieser Doppelgänger des Menschen muß, nach einem Gesetz der geistigen Welt, vor allem andern als dessen erster Eindruck in jener Welt auftreten. Man kann das Gesetz, welches da zugrunde liegt, sich leicht verständlich machen, wenn man das Folgende bedenkt. Im physisch-sinnlichen Leben nimmt sich der Mensch nur insofern selbst wahr, als er sich in seinem Denken, Fühlen und Wollen innerlich erlebt. Diese Wahrnehmung ist aber eine innerliche; sie stellt sich nicht vor den Menschen hin, wie sich Steine, Pflanzen und Tiere vor ihn hinstellen. Auch lernt sich durch innerliche Wahrnehmung der Mensch nur zum Teil kennen. Er hat nämlich etwas in sich, was ihn an einer tiefergehenden Selbsterkenntnis hindert. Es ist dies ein Trieb, sogleich, wenn er durch Selbsterkenntnis sich eine Eigenschaft gestehen muß und sich keiner Täuschung über sich hingeben will, diese Eigenschaft umzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt er diesem Triebe nicht nach, lenkt er einfach die Aufmerksamkeit von dem eigenen Selbst ab und bleibt er, wie er ist, so benimmt er sich selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich in dem betreffenden Punkte selbst zu erkennen. Dringt der Mensch aber in sich selbst und hält er sich ohne Täuschung diese oder jene seiner Eigenschaften vor, so wird er entweder in der Lage sein, sie an sich zu verbessern oder aber er wird dies in der gegenwärtigen Lage seines Lebens nicht können. In dem letzteren Falle wird seine Seele ein Gefühl beschleichen, das man als Gefühl des Schämens bezeichnen muß. So wirkt in der Tat des Menschen gesunde Natur: Sie empfindet durch die Selbsterkenntnis mancherlei Arten des Schämens. Nun hat dieses Gefühl schon im gewöhnlichen Leben eine ganz bestimmte Wirkung. Der gesund denkende Mensch wird dafür sorgen, daß dasjenige, was ihn an sich selbst mit diesem Gefühl erfüllt, nicht in Wirkungen nach außen sich geltend mache, daß es nicht in äußeren Taten sich auslebe. Das Schämen ist also eine Kraft, welche den Menschen antreibt, etwas in sein Inneres zu verschließen und dies nicht äußerlich wahrnehmbar werden zu lassen. Wenn man dies gehörig bedenkt, so wird man begreiflich finden, daß die Geistesforschung einem inneren Seelenerlebnis, das mit dem Gefühl des Schämens ganz nahe verwandt ist, noch viel weitergehende Wirkungen zuschreibt. Sie findet, daß es in den verborgenen Tiefen der Seele eine Art verborgenes Schämen gibt, dessen sich der Mensch im physisch-sinnlichen Leben nicht bewußt wird. Dieses verborgene Gefühl wirkt aber in einer ähnlichen Art wie das gekennzeichnete offenbare des gewöhnlichen Lebens:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es verhindert, daß des Menschen innerste Wesenheit in einem wahrnehmbaren Bilde vor den Menschen hintritt. Wäre dieses Gefühl nicht da, so würde der Mensch vor sich selbst wahrnehmen, was er in Wahrheit ist; er würde seine Vorstellungen, Gefühle und seinen Willen nicht nur innerlich erleben, sondern sie wahrnehmen, wie er Steine, Tiere und Pflanzen wahrnimmt. So ist dieses Gefühl der Verhüller des Menschen vor sich selbst. Und damit ist es zugleich der Verhüller der ganzen geistig-seelischen Welt. Denn indem sich des Menschen eigene innere Wesenheit vor ihm verhüllt, kann er auch das nicht wahrnehmen, an dem er die Werkzeuge entwickeln sollte, um die seelisch-geistige Welt zu erkennen; er kann seine Wesenheit nicht umgestalten, so daß sie geistige Wahmehmungsorgane erhielte. — Wenn nun aber der Mensch durch regelrechte Schulung dahin arbeitet, diese Wahmehmungsorgane zu erhalten, so tritt dasjenige als erster Eindruck vor ihn hin, was er selbst ist. Er nimmt seinen Doppelgänger wahr. Diese Selbstwahrnehmung ist gar nicht zu trennen von der Wahrnehmung der übrigen geistig-seelischen Welt. Im gewöhnlichen Leben der physisch-sinnlichen Welt wirkt das charakterisierte Gefühl so, daß es fortwährend das Tor zur geistig-seelischen Welt vor dem Menschen zuschließt. Wollte der Mensch nur einen Schritt machen, um in diese Welt einzudringen, so verbirgt das sogleich auftretende, aber nicht zum Bewußtsein kommende Gefühl des Schämens das Stück der geistig-seelischen Welt, das zum Vorschein kommen will. Die charakterisierten Übungen aber schließen diese Welt auf. Nun ist die Sache so, daß jenes verborgene Gefühl wie ein großer Wohltäter des Menschen wirkt. Denn durch alles das, was man sich ohne geisteswissenschaftliche Schulung an Urteilskraft, Gefühlsleben und Charakter erwirbt, ist man nicht imstande, die Wahrnehmung der eigenen Wesenheit in ihrer wahren Gestalt ohne weiteres zu ertragen. Man würde durch diese Wahrnehmung alles Selbstgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein verlieren. Daß dies nicht geschehe, dafür müssen wieder die Vorkehrungen sorgen, welche man neben den Übungen für die höhere Erkenntnis zur Pflege seiner gesunden Urteilskraft, seines Gefühls- und Charakterwesens unternimmt. Durch seine regelrechte Schulung lernt der Mensch wie absichtslos so viel aus der Geisteswissenschaft kennen und es werden ihm außerdem so viele Mittel zur Selbsterkenntnis und Selbstbeobachtung klar, als notwendig sind, um kraftvoll seinem Doppelgänger zu begegnen. Es ist dann für den Geistesschüler so, daß er nur als Bild der imaginativen Welt in anderer Form das sieht, womit er sich in der physischen Welt schon bekanntgemacht hat. Wer in richtiger Art zuerst in der physischen Welt durch seinen Verstand das Karmagesetz begriffen hat, der wird nicht besonders erbeben können, wenn er nun die Keime seines Schicksales eingezeichnet sieht in dem Bilde seines Doppelgängers. Wer durch seine Urteilskraft sich bekanntgemacht hat mit der Welten- und Menschheitsentwickelung und weiß, wie in einem bestimmten Zeitpunkte dieser Entwickelung die Kräfte des Luzifer in die menschliche Seele eingedrungen sind, der wird es unschwer ertragen, wenn er gewahr wird, daß in dem Bilde seiner eigenen Wesenheit diese luziferischen Wesenheiten mit allen ihren Wirkungen enthalten sind. — Man sieht aber hieraus, wie notwendig es ist, daß der Mensch nicht den eigenen Eintritt in die geistige Welt verlange, bevor er durch seine gewöhnliche in der physisch-sinnlichen Welt entwickelte Urteilskraft gewisse Wahrheiten über die geistige Welt verstanden hat. Was in diesem Buche vor der Auseinandersetzung über die «Erkenntnis der höheren Welten» mitgeteilt ist, das sollte der Geistesschüler im regelrechten Entwickelungsgange durch seine gewöhnliche Urteilskraft sich angeeignet haben, bevor er das Verlangen hat, sich selbst in die übersinnlichen Welten zu begeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Schulung, in welcher nicht auf Sicherheit und Festigkeit der Urteilskraft, des Gefühls- und Charakterlebens gesehen wird, kann es geschehen, daß dem Schüler die höhere Welt entgegentritt, bevor er dazu die nötigen inneren Fähigkeiten hat. Dann würde ihn die Begegnung mit seinem Doppelgänger bedrücken und zu Irrtümern führen. Würde aber — was allerdings auch möglich wäre — die Begegnung ganz vermieden und der Mensch doch in die übersinnliche Welt eingeführt, dann wäre er ebensowenig imstande, diese Welt in ihrer wahren Gestalt zu erkennen. Denn es wäre ihm ganz unmöglich, zu unterscheiden zwischen dem, was er in die Dinge hineinsieht, und dem, was sie wirklich sind. Diese Unterscheidung ist nur möglich, wenn man die eigene Wesenheit als ein Bild für sich wahrnimmt und dadurch sich alles das von der Umgebung loslöst, was aus dem eigenen Innern fließt. — Der Doppelgänger wirkt für das Leben des Menschen in der physisch-sinnlichen Welt so, daß er sich durch das gekennzeichnete Gefühl des Schämens sofort unsichtbar macht, wenn sich der Mensch der seelisch-geistigen Welt naht. Damit verbirgt er aber auch diese ganze Welt selbst. Wie ein «Hüter» steht er da vor dieser Welt, um den Eintritt jenen zu verwehren, welche zu diesem Eintritte noch nicht geeignet sind. Er kann daher der «Hüter der Schwelle, welche vor der geistig-seelischen Welt ist», genannt werden. — Außer durch das geschilderte Betreten der übersinnlichen Welt begegnet der Mensch noch beim Durchgang durch den physischen Tod diesem «Hüter der Schwelle». Und er enthüllt sich nach und nach im Verlaufe des Lebens in der seelisch-geistigen Entwickelung zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Da kann aber die Begegnung den Menschen nicht bedrücken, weil er davon andern Welten weiß als in dem Leben zwischen Geburt und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch, ohne die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» zu haben, die geistig-seelische Welt betreten würde, so könnte er Täuschung nach Täuschung verfallen. Denn er könnte nie unterscheiden, was er selbst in diese Welt hineinträgt und was ihr wirklich angehört. Eine regelrechte Schulung darf aber den Geistesschüler nur in das Gebiet der Wahrheit, nicht in dasjenige der Illusion führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Schulung wird durch sich selbst so sein, daß die Begegnung notwendig einmal erfolgen muß. Denn sie ist die eine der für die Beobachtung übersinnlicher Welten unentbehrlichen Vorsichtsmaßregeln gegen die Möglichkeit Von Täuschung und Phantastik. — Es gehört zu den unerläßlichsten Vorkehrungen, welche jeder Geistesschüler treffen muß, sorgfältig an sich zu arbeiten, um nicht zum Phantasten zu werden, zu einem Menschen, der einer möglichen Täuschung, Selbsttäuschung (Suggestion und Selbstsuggestion) verfallen kann. Wo die Anweisungen zur Geistesschulung recht befolgt werden, da werden zugleich die Quellen vernichtet, welche die Täuschung bringen können. Hier kann natürlich nicht ausführlich von all den zahlreichen Einzelheiten gesprochen werden, die bei solchen Vorkehrungen in Betracht kommen. Es kann nur angedeutet werden, worauf es ankommt. Täuschungen, welche hier in Betracht kommen, entspringen aus zwei Quellen. Sie rühren zum Teil davon her, daß man durch die eigene seelische Wesenheit die Wirklichkeit färbt. Im gewöhnlichen Leben der physisch-sinnlichen Welt ist diese Quelle der Täuschung von verhältnismäßig geringer Gefahr; denn hier wird sich die Außenwelt immer scharf in ihrer eigenen Gestalt der Beobachtung aufdrängen, wie sie auch der Beobachter nach seinen Wünschen und Interessen wird färben wollen. Sobald man jedoch die imaginative Weit betritt, verändern sich deren Bilder durch solche Wünsche und Interessen, und man hat wie eine Wirklichkeit vor sich, was man erst selbst gebildet oder wenigstens mitgebildet hat. Dadurch nun, daß durch die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» der Geistesschüler alles kennenlernt, was in ihm ist, was er also in die seelisch-geistige Welt hineintragen kann, ist diese Quelle der Täuschung beseitigt. Und die Vorbereitung, welche der Geistesschüler vor dem Betreten der seelisch-geistigen Welt sich angedeihen läßt, wirkt ja dahin, daß er sich gewöhnt, schon bei der Beobachtung der sinnlich-physischen Welt sich selbst auszuschalten und die Dinge und Vorgänge rein durch ihre eigene Wesenheit auf sich einsprechen zu lassen. Wer diese Vorbereitung genügend durchgemacht hat, kann ruhig die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» erwarten. Durch sie wird er sich endgültig prüfen, ob er sich nun wirklich in der Lage fühlt, seine eigene Wesenheit auch dann auszuschalten, wenn er der seelisch-geistigen Welt gegenübersteht.|13|374ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der luziferische Samael und die Erscheinung des Doppelgängers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist der [[luzifer]]ische [[Samael]] mit seinen Scharen, der den Doppelgänger im Zuge der esoterischen Schulung sichtbar macht. In einer Aufzeichnung zu einer von [[Rudolf Steiner]] am 1. Januar 1912 in [[Wikipedia:Hannover|Hannover]] gehaltenen estoterischen Stunde heißt es (&#039;&#039;Aufzeichnung A&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir&lt;br /&gt;
haben gehört, daß es Samael ist, eine der luziferischen Wesenheiten&lt;br /&gt;
mit seinen Scharen, der den Doppelgänger aus uns herausbringt.&lt;br /&gt;
Man sieht daraus, daß die luziferischen Wesen nicht&lt;br /&gt;
immer das Böse, sondern auch das Gute zustande bringen.&lt;br /&gt;
Wenn wir immer unbewußt unsere Fehler in uns tragen würden,&lt;br /&gt;
so könnten wir niemals der zerstörenden, verderblichen Kräfte,&lt;br /&gt;
die sie sowohl in unserem Leibe wie in der ganzen kosmischen&lt;br /&gt;
Substanz anrichten, bewußt werden. Solange Samael unsere Fehler&lt;br /&gt;
nicht aus unserem Innern hervorgeholt hat, solange wir sie&lt;br /&gt;
nicht objektiv als unseren Doppelgänger vor uns sehen, so lange&lt;br /&gt;
wird uns von der Gottheit gnädiglich verborgen gehalten die&lt;br /&gt;
verderbliche, zerstörende Kraft all unserer Emotionen - wie Eifersucht,&lt;br /&gt;
Haß, Neid -, unserer Leidenschaften überhaupt, die&lt;br /&gt;
wir in unsere Umgebung ausströmen. Der Hellseher sieht, wie&lt;br /&gt;
diese Leidenschaften etwas zerstören, abbauen in unserem physischen&lt;br /&gt;
Leib und auch in der Substanz des Kosmos, während&lt;br /&gt;
das Gute aufbauende Kräfte erregt. So ist Samael im Grunde ein&lt;br /&gt;
Segen für die Entwicklung. Er zeigt uns unser inneres Wesen&lt;br /&gt;
um so richtiger, je ernsthafter wir unsere Schulung in die Hand&lt;br /&gt;
nehmen. Wir sehen uns selber dann objektiv mit unseren Fehlern,&lt;br /&gt;
denen wir bis jetzt keine Aufmerksamkeit geschenkt haben.|266b|283}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufzeichnung B&#039;&#039; bezeichnet Samael dabei ausdrücklich als &#039;&#039;gute&#039;&#039; luziferische Wesenheit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Wir haben gestern in unserer esoterischen Betrachtung gesehen,&lt;br /&gt;
wie der Esoteriker durch rechte Meditation und Konzentration&lt;br /&gt;
dazu gelangen muß, durch die Welt der Illusion hindurch sich&lt;br /&gt;
bewußt hinauf zu entwickeln zu der Wirklichkeit der geistigen&lt;br /&gt;
Welt, und daß ihm auf diesem Wege behilflich sind gute luziferische&lt;br /&gt;
Wesenheiten, deren Anführer Samael ist.|266b|288}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Doppelgänger als zurückgebliebener Rest des Astralleibs einer früheren Inkarnation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Doppelgänger erscheint häufig der im [[Kamaloka]] zurückgebliebene und nicht aufgelöste Rest des [[Astralleib]]s der vorangegangenen [[Inkarnation]], der dem Astralleib in der gegenwärtigen irdischen Verkörperung einverwoben ist. Dieser astralische Rest kann sich sehr leicht herauslösen und als selbstständige Wesenheit erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Daß der Hüter der Schwelle auf abnorme Art auftritt geschieht, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch eine so starke Anziehung hat zu dem einen Leben zwischen Geburt und&lt;br /&gt;
Tod, daß er wegen des geringen Maßes an innerer Tätigkeit nicht lange genug im&lt;br /&gt;
[[Devachan]] bleiben kann. Wenn der Mensch sich zu sehr gewöhnt hat, nach&lt;br /&gt;
außen zu schauen, hat er im Inneren nichts zu sehen. Er kommt dann bald ins&lt;br /&gt;
physische Leben zurück. Das Gebilde seiner früheren Begierden ist noch im Kamaloka&lt;br /&gt;
vorhanden; er trifft es dann noch an. Da mischt sich zu seinem neuen&lt;br /&gt;
Astralleib der alte hinzu; das ist das vorhergehende Karma, der Hüter der Schwelle.&lt;br /&gt;
Er hat dann sein früheres Karma fortwährend vor sich, dies wird eine eigentümliche&lt;br /&gt;
Art von Doppelgänger. Viele von den Päpsten der berüchtigten Päpstezeit,&lt;br /&gt;
wie zum Beispiel Alexander VI, haben solche Doppelgänger in der&lt;br /&gt;
nächsten Inkarnation gehabt. Es gibt Menschen, und zwar jetzt gar nicht selten,&lt;br /&gt;
die ihre frühere niedere Natur fortwährend neben sich haben. Das ist eine spezifische&lt;br /&gt;
Art von Wahnsinn. Das wird immer stärker und heftiger werden, weil das&lt;br /&gt;
Leben im Materiellen sich immer mehr ausbreitet. Viele Menschen, die jetzt ganz&lt;br /&gt;
im materiellen Leben aufgehen, werden in der nächsten Inkarnation die abnorme&lt;br /&gt;
Form des Hüters der Schwelle neben sich haben. Alle Nervösen von heute werden&lt;br /&gt;
gehetzt sein durch den Hüter der Schwelle in der nächsten Inkarnation. Sie werden&lt;br /&gt;
gehetzt werden in eine zu frühe Inkarnation, eine Art kosmischer Frühgeburt.|93a|28f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Astralleichnam eines hochentwickelten Menschen, der an seinen niederen Trieben gearbeitet hat, löst sich rasch auf; aber langsam geht die Auflösung vor&lt;br /&gt;
sich bei niedrigstehenden Menschen, die ihren Neigungen und Leidenschaften freien Lauf gelassen haben. Da kann es sogar vorkommen, daß der alte zurückgelassene Astralleichnam sich noch nicht&lt;br /&gt;
aufgelöst hat, wenn der ursprüngliche Träger zu einer neuen Geburt&lt;br /&gt;
schreitet. Und das ist dann ein schweres Schicksal. Es kann auch&lt;br /&gt;
sein, daß ein Mensch durch besondere Umstände bald wiederkehrt&lt;br /&gt;
und seinen alten Astralleichnam noch vorfindet; dieser hat dann eine starke Anziehung zu ihm und schlüpft mit hinein in den neuen&lt;br /&gt;
Astralleib. Der Mensch bildet sich also wohl einen neuen Astralleib,&lt;br /&gt;
aber sein alter verbindet sich damit, beide schleppt er dann mit sich&lt;br /&gt;
durchs Leben. Der alte Astralleib tritt dann in bösen Träumen oder&lt;br /&gt;
Visionen vor ihn als sein zweites Ich und umgaukelt, quält und peinigt ihn. Das ist der unberechtigte, falsche «Hüter der Schwelle»&amp;lt;ref&amp;gt;Textvariante in der Mitschrift von Alice Kinkel: Es sind diese Wesen unter der Bezeichnung «unberechtigte Hüter der Schwelle» bekannt, wie zum Beispiel in «Zanoni» von [[Edward Bulwer-Lytton|Bulwer]], wo sie als entsetzliche Quäler der betreffenden Menschen auftreten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dieser alte Astralleichnam tritt leicht aus dem Menschen heraus,&lt;br /&gt;
weil er nicht fest mit den anderen Wesensgliedern verbunden ist,&lt;br /&gt;
und erscheint dann als ein Doppelgänger.|95|50f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde ist der Doppelgänger bzw. der [[Kleiner Hüter der Schwelle|kleine Hüter der Schwelle]] die Erscheinung eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Vorher war der Mensch selbst ein Elementarwesen. Nicht alles&lt;br /&gt;
Physische am Menschen ist bestimmt, erlöst zu werden. Es bleibt&lt;br /&gt;
vom Menschen eine Schlacke zurück. Diese Schlacke, die da zurückbleibt, ist im Menschen fortwährend vorhanden, daher steht er&lt;br /&gt;
unter dem Einfluß der astralischen Elementarwesen; das dazugehörige Elementarwesen hängt ihm an. Der Mensch ist daher in fortwährender Verbindung mit dem, was ein hemmender Feind, ein&lt;br /&gt;
Störenfried seiner Entwicklung ist. Die Wesenheiten, die sich dem&lt;br /&gt;
Menschen anhängen, nannte man in der deutschen Mythologie die&lt;br /&gt;
Alben. Sie treten in einer unbestimmten Gestalt auf im sogenannten Alptraum. Diese Träume äußern sich etwa so, daß man glaubt,&lt;br /&gt;
ein Wesen setzt sich einem auf die Brust. Wenn man astral sehend&lt;br /&gt;
wird, sieht man zuerst diese Wesen (The Dweller on the Threshold&lt;br /&gt;
in Bulwers «Zanoni»). Es ist die Widerspiegelung der astralen Bekanntschaft des Menschen mit seinem Alb, ein Sich-Wehren des&lt;br /&gt;
Menschen gegen seinen Feind. Das Wesen ist die Projektion eines&lt;br /&gt;
astralen Wesens in uns selbst. Es ist der [kleine] Hüter der Schwelle. Der Mensch, der die Furcht vor dem inneren Feinde nicht überwinden kann, der kehrt gewöhnlich um beim Tor der Initiation.|89|134|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahrimanische und luziferische Doppelgänger ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Substanz]]iell ist der Doppelgänger ein großer Teil des [[Ätherleib]]s, teilweise auch des [[Astralleib]]s, die von außen geschaut und von [[Ahriman]] nach unserer physischen Erscheinung gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun, für die hellsichtige Seele&lt;br /&gt;
stellt sich das Folgende heraus. Der Mensch hat immer in seiner Seele&lt;br /&gt;
einiges, was er sozusagen nicht voll beherrscht, wofür er besondere&lt;br /&gt;
Affekte hat. Solchen Dingen gegenüber, was so geartet ist, daß der&lt;br /&gt;
Mensch mit seinem Inneren in ganz eigenartiger Weise zusammenhängt,&lt;br /&gt;
entfaltet Ahriman eine besondere Tätigkeit. Es gibt in der&lt;br /&gt;
Menschenseele solche Teile, die man gewissermaßen loslösen kann&lt;br /&gt;
von dem Ganzen dieser Menschenseele. Weil der Mensch nicht eine&lt;br /&gt;
vollständige Herrschaft ausübt über solche Einschlüsse, macht sich&lt;br /&gt;
Ahriman darüber her. Und da macht sich durch Ahrimans Tätigkeit,&lt;br /&gt;
die unberechtigt ist, die dadurch entsteht, daß Ahriman seine Grenze&lt;br /&gt;
überschreitet, dann die Tendenz geltend, daß solche Teile der menschlichen&lt;br /&gt;
ätherischen Wesenheit und auch der menschlichen astralischen&lt;br /&gt;
Wesenheit, welche die Neigung haben, sich von dem übrigen Seelenleben&lt;br /&gt;
loszutrennen und selbständig zu werden, von Ahriman sich&lt;br /&gt;
formen lassen, so daß er ihnen die menschliche Gestalt gibt. Im&lt;br /&gt;
Grunde genommen steht es mit allen möglichen Gedanken, die in uns&lt;br /&gt;
selber sitzen, so, daß sie die menschliche Gestalt annehmen können.&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch diesen Gedanken als Gedankenlebewesen gegenübertritt,&lt;br /&gt;
wenn dann Ahriman die Gelegenheit hat, einen solchen Teil&lt;br /&gt;
der menschlichen Seele zu verselbständigen, ihm die menschliche&lt;br /&gt;
Form zu geben, und man lebt sich in die elementarische Welt hinein,&lt;br /&gt;
dann steht man diesem verselbständigten Teil seiner Wesenheit als&lt;br /&gt;
seinem Doppelgänger gegenüber. Es ist immer ein Teil der menschlichen&lt;br /&gt;
Seele, dem Ahriman die Form der menschlichen Gestalt gibt.&lt;br /&gt;
Man muß sich nur klarmachen, daß, wenn man die elementarische&lt;br /&gt;
Welt betritt, wenn man außerhalb seines physischen Leibes ist, sich&lt;br /&gt;
in den ganzen Verhältnissen so manches ändert. Wenn man in seinem&lt;br /&gt;
physischen Leibe darinnensteckt, so kann man sich nicht gegenübertreten; wenn man aber in seinem ätherischen Leibe die elementarische&lt;br /&gt;
Welt betritt, so kann man in ihm stecken und ihn dennoch von außen&lt;br /&gt;
sehen, wie man den Doppelgänger sieht. Dies ist mit dem Doppelgänger&lt;br /&gt;
gemeint. Er ist im Grunde genommen, wenn man substantiell&lt;br /&gt;
spricht, ein großer Teil des ätherischen Leibes selber. Während man&lt;br /&gt;
einen Teil desselben zurückbehält, sondert sich ein Teil ab, wird&lt;br /&gt;
objektiv. Man schaut ihn an, es ist ein Teil der eigenen Wesenheit,&lt;br /&gt;
dem Ahriman die Gestalt gegeben hat, die man selber hat. Denn&lt;br /&gt;
Ahriman versucht alles sozusagen hereinzudrängen in die Gesetze der&lt;br /&gt;
physischen Welt. In der physischen Welt herrschen die Geister der&lt;br /&gt;
Form, und sie teilen diese Herrschaft mit Ahriman, so daß Ahriman&lt;br /&gt;
das durchaus ausführen kann mit einem Teil der menschlichen Wesenheit,&lt;br /&gt;
was man bezeichnen kann als das Gestalten eines Teiles der&lt;br /&gt;
menschlichen Wesenheit zum Doppelgänger.|147|118f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;ahrimanische Doppelgänger&#039;&#039;&#039; ergreift unseren [[Leib]] kurz vor der [[Geburt]]. Er steht in Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] Kräften in unserem [[Organismus]], durch die er seine &#039;&#039;&#039;ahrimanische Intelligenz&#039;&#039;&#039; und seinen &#039;&#039;&#039;ahrimanischen Willen&#039;&#039;&#039; entfalten kann. Kurz vor dem [[Tod]] ist er gezwungen, den Leib wieder zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Also der Mensch kommt&lt;br /&gt;
recht sehr mit seinem Organismus, mit dem er sich bekleidet, in diese&lt;br /&gt;
Welt herein, ohne daß er mit seiner Seele hinunterlangt in diesen&lt;br /&gt;
Organismus. Dafür ist aber auch Gelegenheit vorhanden, daß kurze&lt;br /&gt;
Zeit bevor wir geboren werden - nicht sehr lange bevor wir geboren&lt;br /&gt;
werden -, außer unserer Seele noch ein anderes geistiges Wesen&lt;br /&gt;
Besitz ergreift von unserem Leib, von dem unterbewußten Teil&lt;br /&gt;
unseres Leibes. Das ist schon mal so: kurze Zeit bevor wir geboren&lt;br /&gt;
werden, durchsetzt uns ein anderes, wir würden nach unserer Terminologie&lt;br /&gt;
heute sagen, ein ahrimanisches Geisteswesen. Das ist ebenso&lt;br /&gt;
in uns wie unsere eigene Seele. Diese Wesenheiten, welche ihr Leben&lt;br /&gt;
gerade dadurch zubringen, daß sie die Menschen selber dazu benützen,&lt;br /&gt;
um da sein zu können in der Sphäre, in der sie da sein wollen,&lt;br /&gt;
diese Wesenheiten haben eine außerordentlich hohe Intelligenz und&lt;br /&gt;
einen ganz bedeutsam entwickelten Willen, aber gar kein Gemüt,&lt;br /&gt;
nicht das, was man menschliches Gemüt nennt. - Und wir schreiten&lt;br /&gt;
schon so durch unser Leben, daß wir unsere Seele haben und einen&lt;br /&gt;
solchen Doppelgänger, der viel gescheiter ist, sehr viel gescheiter ist&lt;br /&gt;
als wir, sehr intelligent ist, aber eine mephistophelische Intelligenz hat,&lt;br /&gt;
eine ahrimanische Intelligenz hat, und dazu einen ahrimanischen&lt;br /&gt;
Willen, einen sehr starken Willen, einen Willen, der den Naturkräften&lt;br /&gt;
viel näher steht als unser menschlicher Wille, der durch das Gemüt&lt;br /&gt;
reguliert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert hat die Naturwissenschaft entdeckt, daß das&lt;br /&gt;
Nervensystem von elektrischen Kräften durchsetzt ist. Sie hatte recht,&lt;br /&gt;
diese Naturwissenschaft. Aber wenn sie glaubte, wenn die Naturforscher&lt;br /&gt;
glauben, daß die Nervenkraft, die zu uns gehört, die für&lt;br /&gt;
unser Vorstellungsleben die Grundlage ist, irgendwie mit elektrischen&lt;br /&gt;
Strömen zu tun hat, welche durch unsere Nerven gehen, so haben sie&lt;br /&gt;
eben unrecht. Denn die elektrischen Ströme, das sind diejenigen&lt;br /&gt;
Kräfte, die von dem Wesen, das ich eben jetzt geschildert habe, in&lt;br /&gt;
unser Wesen hineingelegt werden, die gehören unserem Wesen gar&lt;br /&gt;
nicht an: wir tragen schon auch elektrische Ströme in uns, aber sie&lt;br /&gt;
sind rein ahrimanischer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wesenheiten von hoher Intelligenz, aber rein mephistophelischer&lt;br /&gt;
Intelligenz, und von einem der Natur mehr verwandten Willen,&lt;br /&gt;
als es für den menschlichen Willen gesagt werden kann, die haben&lt;br /&gt;
einmal aus ihrem eigenen Willen heraus beschlossen, nicht in jener&lt;br /&gt;
Welt leben zu wollen, in der sie durch die weisheitsvollen Götter der&lt;br /&gt;
oberen Hierarchie zu leben bestimmt waren. Sie wollten die Erde&lt;br /&gt;
erobern, sie brauchen Leiber; eigene Leiber haben sie nicht: sie&lt;br /&gt;
benützen so viel von den menschlichen Leibern, als sie benützen&lt;br /&gt;
können, weil die menschliche Seele eben nicht ganz den menschlichen&lt;br /&gt;
Leib ausfüllen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wesenheiten also können, so wie sich der menschliche Leib&lt;br /&gt;
entwickelt, zu einer bestimmten Zeit bevor der Mensch geboren wird,&lt;br /&gt;
gewissermaßen in diesen menschlichen Leib hinein, und unter der&lt;br /&gt;
Schwelle unseres Bewußtseins begleiten sie uns. Sie können nur eines&lt;br /&gt;
im menschlichen Leben absolut nicht vertragen: sie können nämlich&lt;br /&gt;
den Tod nicht vertragen. Daher müssen sie diesen menschlichen Leib,&lt;br /&gt;
in dem sie sich festsetzen, immer auch, bevor er vom Tode befallen&lt;br /&gt;
wird, verlassen. Das ist eine sehr herbe Enttäuschung immer wiederum,&lt;br /&gt;
denn sie wollen gerade das sich erobern: in den menschlichen&lt;br /&gt;
Leibern zu bleiben über den Tod hinaus. Das wäre eine hohe Errungenschaft&lt;br /&gt;
im Reiche dieser Wesenheiten; das haben sie zunächst&lt;br /&gt;
nicht erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre das Mysterium von Golgatha nicht geschehen, wäre der&lt;br /&gt;
Christus nicht durch das Mysterium von Golgatha gegangen, so wäre&lt;br /&gt;
es längst so auf der Erde, daß diese Wesenheiten sich die Möglichkeit&lt;br /&gt;
erobert hätten, im Menschen auch drinnen zu bleiben, wenn dem&lt;br /&gt;
Menschen der Tod karmisch vorbestimmt ist. Dann hätten sie überhaupt&lt;br /&gt;
über die menschliche Entwickelung auf der Erde den Sieg&lt;br /&gt;
davongetragen, und sie wären Herren der menschlichen Entwickelung&lt;br /&gt;
auf der Erde geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas von einer ungeheuer tiefgehenden Bedeutung: einzusehen&lt;br /&gt;
diese Zusammenhänge zwischen dem Durchgehen des&lt;br /&gt;
Christus durch das Mysterium von Golgatha und diesen Wesenheiten,&lt;br /&gt;
die den Tod in der Menschennatur erobern wollen, aber ihn heute&lt;br /&gt;
noch nicht vertragen können; die sich immer hüten müssen, im&lt;br /&gt;
Menschenleibe zu erleben die Stunde, wo der Mensch vorbestimmt&lt;br /&gt;
hat zu sterben, hüten müssen, seinen Leib über diese Todesstunde&lt;br /&gt;
hinaus zu erhalten, das Leben seines Leibes über diese Todesstunde&lt;br /&gt;
hinaus zu verlängern.|178|58ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;ahrimanische Doppelgänger&#039;&#039;&#039; ist der Urheber aller physischer [[Krankheit]]en, die spontan aus dem Inneren hervorbrechen, während der &#039;&#039;&#039;luziferische Doppelgänger&#039;&#039;&#039; alle [[psychisch]]en Erkrankungen hervorruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn dieser&lt;br /&gt;
Doppelgänger, von dem ich gesprochen habe, der ist nichts mehr und&lt;br /&gt;
nichts weniger als der Urheber aller physischen Krankheiten, die&lt;br /&gt;
spontan aus dem Innern hervortreten, und ihn ganz kennen, ist organische&lt;br /&gt;
Medizin. Die Krankheiten, die spontan, nicht durch äußere&lt;br /&gt;
Verletzungen, sondern spontan von innen heraus im Menschen auftreten,&lt;br /&gt;
sie kommen nicht aus der menschlichen Seele, sie kommen von&lt;br /&gt;
diesem Wesen. Er ist der Urheber aller Krankheiten, die spontan aus&lt;br /&gt;
dem Innern hervortreten; er ist der Urheber aller organischen Krankheiten.&lt;br /&gt;
Und ein Bruder von ihm, der allerdings nicht ahrimanisch,&lt;br /&gt;
sondern luziferisch geartet ist, der ist der Urheber aller neurasthenischen&lt;br /&gt;
und neurotischen Krankheiten, aller Krankheiten, die eigentlich&lt;br /&gt;
keine Krankheiten sind, die nur, wie man sagt, Nervenkrankheiten,&lt;br /&gt;
hysterische Krankheiten und so weiter sind.|178|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Einflüsse auf den Doppelgänger ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der elektronische Doppelgänger.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/thementexte/der-elektronische-doppelgaenger-und-die-entwicklung-der-computertechnik/}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Ein&lt;br /&gt;
Wesen, das etwa überall das gleiche auf seine Bewohner hinaufstrahlt,&lt;br /&gt;
ist unsere Erde durchaus nicht, sondern auf den verschiedensten Gebieten&lt;br /&gt;
der Erde wird ganz Verschiedenes hinaufgestrahlt. Und da&lt;br /&gt;
gibt es verschiedene Kräfte: magnetische, elektrische, aber auch viel&lt;br /&gt;
mehr in das Gebiet des Lebendigen heraufgehende Kräfte, die aus der&lt;br /&gt;
Erde heraufkommen, und die den Menschen beeinflussen in der&lt;br /&gt;
mannigfaltigsten Weise in den verschiedensten Punkten der Erde, also&lt;br /&gt;
nach der geographischen Gestaltung in verschiedener Weise den&lt;br /&gt;
Menschen beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr wichtige Tatsache. Denn das, was der Mensch zunächst&lt;br /&gt;
ist an Leib, Seele und Geist, das hat eigentlich wenig direkten&lt;br /&gt;
Bezug zu diesen von der Erde heraufwirkenden Kräften. Aber der&lt;br /&gt;
Doppelgänger, von dem ich gesprochen habe, der hat vorzugsweise&lt;br /&gt;
Bezug zu diesen von der Erde aus aufströmenden Kräften. Und indirekt,&lt;br /&gt;
mittelbar steht der Mensch nach Leib, Seele und Geist mit der&lt;br /&gt;
Erde in Beziehung und dem, was sie ausstrahlt an den verschiedenen&lt;br /&gt;
Punkten dadurch, daß sein Doppelgänger die intimsten Beziehungen&lt;br /&gt;
hegt zu demjenigen, was da heraufströmt. Diese Wesen, die als solche&lt;br /&gt;
ahrimanisch-mephistophelische Wesen von dem Menschen eine kurze&lt;br /&gt;
Zeitstrecke, bevor er geboren ist, Besitz ergreifen, die haben ihre ganz&lt;br /&gt;
besondere Geschmacksnatur. Da gibt es solche Wesenheiten, denen&lt;br /&gt;
ganz besonders die östliche Halbkugel, Europa, Asien, Afrika gefallen;&lt;br /&gt;
die wählen sich solche Menschen, die dort geboren werden,&lt;br /&gt;
um ihre Leiber zu benützen. Andere wählen sich Leiber, die auf der&lt;br /&gt;
westlichen Halbkugel, in Amerika geboren werden. Dasjenige, was&lt;br /&gt;
wir Menschen in einem schwachen Abbilde als Geographie haben, das&lt;br /&gt;
ist für diese Wesenheiten lebendiges Prinzip ihres eigenen Erlebens;&lt;br /&gt;
danach richten sie ihren Wohnsitz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und daraus ersehen Sie weiter, daß eine der wichtigsten Aufgaben&lt;br /&gt;
der Zukunft sein wird, wieder weiterzupflegen dasjenige, was abgerissen&lt;br /&gt;
ist: geographische Medizin, medizinische Geographie. Bei&lt;br /&gt;
Paracelsus ist es aus der alten atavistischen Weisheit heraus abgerissen;&lt;br /&gt;
seither ist es wenig gepflegt worden wegen der materialistischen Anschauungen.&lt;br /&gt;
Es wird wieder Platz greifen müssen; und manche Dinge&lt;br /&gt;
werden erst wiederum erkannt werden, wenn man den Zusammenhang&lt;br /&gt;
des krankmachenden Wesens im Menschen mit der Erdengeographie,&lt;br /&gt;
mit all den Fusionen, mit all den Ausstrahlungen, die je&lt;br /&gt;
nach den verschiedenen Gegenden der Erde von dieser Erde herauskommen,&lt;br /&gt;
kennenlernen wird. Also wichtig ist es schon, daß der&lt;br /&gt;
Mensch mit diesen Dingen bekannt wird, denn sein Leben hängt ja&lt;br /&gt;
davon ab. Er ist ja durch diesen Doppelgänger in einer ganz bestimmten&lt;br /&gt;
Weise hineingestellt in das Erdendasein, und dieser Doppelgänger,&lt;br /&gt;
der hat sein Wohnhaus in ihm selbst, in dem Menschen.|178|63f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ahrimanische Doppelgänger steht auch in engem Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] und [[Magnetismus|magnetischen]] Kräften der [[Erde (Planet)|Erde]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wesen, die als solche&lt;br /&gt;
ahrimanisch-mephistophelische Wesen von dem Menschen eine kurze&lt;br /&gt;
Zeitstrecke, bevor er geboren ist, Besitz ergreifen, die haben ihre ganz&lt;br /&gt;
besondere Geschmacksnatur. Da gibt es solche Wesenheiten, denen&lt;br /&gt;
ganz besonders die östliche Halbkugel, Europa, Asien, Afrika gefallen;&lt;br /&gt;
die wählen sich solche Menschen, die dort geboren werden,&lt;br /&gt;
um ihre Leiber zu benützen. Andere wählen sich Leiber, die auf der&lt;br /&gt;
westlichen Halbkugel, in Amerika geboren werden. Dasjenige, was&lt;br /&gt;
wir Menschen in einem schwachen Abbilde als Geographie haben, das&lt;br /&gt;
ist für diese Wesenheiten lebendiges Prinzip ihres eigenen Erlebens;&lt;br /&gt;
danach richten sie ihren Wohnsitz ein.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|63}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark wirken diese Kräfte in [[Amerika]] auf den Doppelgänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn die deutlichsten Beziehungen zum Doppelgänger&lt;br /&gt;
gehen aus von demjenigen Gebiete der Erde, das vom amerikanischen&lt;br /&gt;
Kontinente bedeckt ist; und in den älteren Jahrhunderten&lt;br /&gt;
fuhr man mit norwegischen Schiffen hinüber nach Amerika und&lt;br /&gt;
studierte da drüben Krankheiten. Von Europa aus wurden in Amerika&lt;br /&gt;
gewissermaßen die unter dem Einflüsse des Erdenmagnetismus bewirkten&lt;br /&gt;
Krankheiten studiert. Und der geheimnisvolle Ursprung der&lt;br /&gt;
älteren europäischen Medizin, der ist da zu suchen. Da konnte man den&lt;br /&gt;
Verlauf beobachten, den man nicht hätte beobachten können in&lt;br /&gt;
Europa, wo die Menschen empfindlicher waren gegen die Einflüsse&lt;br /&gt;
des Doppelgängers.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|66}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dasjenige&lt;br /&gt;
Gebiet, wo am meisten Einfluß hat auf den Doppelgänger das,&lt;br /&gt;
was von unten heraufströmt, und wo es dadurch, daß es beim Doppelgänger&lt;br /&gt;
am meisten Verwandtschaft eingeht mit dem Ausströmenden,&lt;br /&gt;
also sich auch wieder der Erde mitteilt, das ist dasjenige Erdengebiet,&lt;br /&gt;
wo die meisten Gebirge nicht von Westen nach Osten, in der Querrichtung&lt;br /&gt;
hin, sondern wo die Gebirge hauptsächlich von Norden nach&lt;br /&gt;
Süden gehen - denn das hängt auch mit diesen Kräften zusammen -,&lt;br /&gt;
wo man den magnetischen Nordpol in der Nähe hat. Das ist das&lt;br /&gt;
Gebiet, wo vor allen Dingen Verwandtschaft entwickelt wird mit der&lt;br /&gt;
mephistophelisch-ahrimanischen Natur durch die äußeren Verhältnisse.&lt;br /&gt;
Und durch diese Verwandtschaft wird vieles bewirkt in der&lt;br /&gt;
fortschreitenden Entwickelung der Erde. Der Mensch darf heute&lt;br /&gt;
nicht blind durch die Entwickelung der Erde gehen; er muß solche&lt;br /&gt;
Verhältnisse durchschauen. Europa wird sich zu Amerika nur dann&lt;br /&gt;
in ein richtiges Verhältnis setzen können, wenn solche Verhältnisse&lt;br /&gt;
durchschaut werden können, wenn man weiß, welche geographischen&lt;br /&gt;
Bedingtheiten von dorther kommen. Sonst aber, wenn Europa fortfahren&lt;br /&gt;
wird, in diesen Dingen blind zu sein, dann wird es mit diesem&lt;br /&gt;
armen Europa so gehen, wie es mit Griechenland gegenüber Rom&lt;br /&gt;
gegangen ist. Das darf nicht sein; die Welt darf nicht geographisch&lt;br /&gt;
amerikanisiert werden.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|70}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am wenigsten sind diese Kräfte, die den ahrimanischen Doppelgänger stärken, in [[Russland]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Im&lt;br /&gt;
Osten Europas ist verhältnismäßig wenig Neigung rein durch das,&lt;br /&gt;
was von der Erde ausströmt, denn das Russentum zum Beispiel hängt&lt;br /&gt;
wohl innig zusammen gerade durch den Boden, aber es nimmt ganz&lt;br /&gt;
besondere Kräfte aus dem Boden heraus auf, und zwar Kräfte, die&lt;br /&gt;
nicht von der Erde kommen. Das Geheimnis der russischen Geographie&lt;br /&gt;
besteht darinnen, daß das, was der Russe von der Erde aufnimmt,&lt;br /&gt;
zuerst das der Erde mitgeteilte Licht ist, das von der Erde&lt;br /&gt;
wieder zurückgeht. Also der Russe nimmt eigentlich aus der Erde&lt;br /&gt;
dasjenige auf, was aus den äußeren Regionen zu der Erde erst hinströmt;&lt;br /&gt;
der Russe liebt seine Erde, aber er liebt sie eben aus dem&lt;br /&gt;
Grunde, weil sie ihm ein Spiegel ist des Himmels. Dadurch aber hat&lt;br /&gt;
der Russe, wenn er noch so territorial gesinnt ist, in dieser territorialen&lt;br /&gt;
Gesinnung etwas - wenn es auch heute noch auf einer kindlichen&lt;br /&gt;
Stufe ist - außerordentlich Kosmopolitisches: weil die Erde, indem&lt;br /&gt;
sie sich durch den Weltenraum bewegt, mit allen möglichen Partien&lt;br /&gt;
des Erdenumkreises in Beziehung kommt. Und wenn man nicht dasjenige&lt;br /&gt;
in die Seele aufnimmt, was von unten nach oben strömt in der&lt;br /&gt;
Erde, sondern dasjenige, was von oben nach unten und wiederum&lt;br /&gt;
hinaufströmt, dann ist es etwas anderes, als wenn man aufnimmt das,&lt;br /&gt;
was - direkt von der Erde ausströmend - in eine gewisse Verwandtschaft&lt;br /&gt;
zur Menschennatur gesetzt wird. Das aber, was der Russe an&lt;br /&gt;
seiner Erde liebt, womit er sich durchdringt, das gibt ihm manche&lt;br /&gt;
Schwäche, aber auch vor allen Dingen eine gewisse Fähigkeit, jene&lt;br /&gt;
Doppelgängernatur zu überwinden, von der ich Ihnen vorhin gesprochen&lt;br /&gt;
habe.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|69}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Doppelgängermotiv in der Dichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doppelgänger-Erlebnisse werden in der Dichtung recht häufig geschildert. So beschreibt etwa [[Goethe]] ein solches Erlebnis, das am [[Wikipedia:7. August|7. August]] [[Wikipedia:1771|1771]] stattfand , nachdem er sich gerade endgültig von [[Wikipedia:Friederike Brion|Friederike Brion]] getrennt hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;In solchem Drang und Verwirrung konnte ich doch nicht unterlassen, Friedriken noch einmal zu sehn. Es waren peinliche Tage, deren Erinnerung mir nicht geblieben ist. Als ich ihr die Hand noch vom Pferde reichte, standen ihr die Tränen in den Augen, und mir war sehr übel zu Mute. Nun ritt ich auf dem Fußpfade gegen Drusenheim, und da überfiel mich eine der sonderbarsten Ahndungen. Ich sah nämlich, nicht mit den Augen des Leibes, sondern des Geistes, mich mir selbst, denselben Weg, zu Pferde wieder entgegen kommen, und zwar in einem Kleide, wie ich es nie getragen: es war hechtgrau mit etwas Gold. Sobald ich mich aus diesem Traum aufschüttelte, war die Gestalt ganz hinweg. Sonderbar ist es jedoch, daß ich nach acht Jahren, in dem Kleide, das mir geträumt hatte, und das ich nicht aus Wahl, sondern aus Zufall gerade trug, mich auf demselben Wege fand, um Friedriken noch einmal zu besuchen. Es mag sich übrigens mit diesen Dingen wie es will verhalten, das wunderliche Trugbild gab mir in jenen Augenblicken des Scheidens einige Beruhigung.&amp;quot; {{Lit|Goethe}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnliches Erlebnis schildert [[Wikipedia:Conrad Ferdinand Meyer|Conrad Ferdinand Meyer]] in seinem Gedicht &#039;&#039;Begegnung&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mich führte durch den Tannenwald&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ein stiller Pfad, ein tief verschneiter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da, ohne dass ein Huf gehallt,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Erblickt ich plötzlich einen Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zugewandt, nicht abgewandt,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Kam er, den Mantel umgeschlagen,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Mir deuchte, dass ich ihn gekannt&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
In alten, längst verschollnen Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jungen Augen wilde Kraft,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Des Mundes Trotz und herbes Schweigen,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ein Zug von Traum und Leidenschaft&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Berührte mich so tief und eigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Rösslein zog auf weisser Bahn&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vorbei mit ungehörten Hufen.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Mich fassts mit Lust und Grauen an,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ihm Gruss und Namen nachzurufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch keinen Namen hab ich dann&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Als meinen eigenen gefunden,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Da Ross und Reiter schon im Tann&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und hinterm Schneegeflock verschwunden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der berühmtesten dichterischen Darstellungen des Doppelgängermotivs ist [[Wikipedia:Robert Louis Stevenson|Robert Louis Stevenson]]s Roman &#039;&#039;[[Wikipedia:Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde|Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde]]&#039;&#039; (1886). Auch in [[Wikipedia:Oscar Wilde|Oscar Wilde]]s &#039;&#039;[[Wikipedia:Das Bildnis des Dorian Gray|Das Bildnis des Dorian Gray]]&#039;&#039; (1891) wird die Begegnung mit dem Doppelgänger sehr deutlich gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hüter der Schwelle]]&lt;br /&gt;
* [[Spaltung der Persönlichkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Wolfgang von Goethe]]: &#039;&#039;Dichtung und Wahrheit&#039;&#039;, 11. Buch&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989) {{Vorträge|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundelemente der Esoterik&#039;&#039;, [[GA 93a]] (1987) {{Vorträge|93a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Kosmogonie&#039;&#039;, [[GA 94]] (2001), ISBN 3-7274-0940-1 {{Vorträge|094}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vor dem Tore der Theosophie&#039;&#039;, [[GA 95]] (1990), ISBN 3-7274-0952-5 {{Vorträge|095}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse der Schwelle&#039;&#039;, [[GA 147]] (1997), ISBN 3-7274-1470-7 {{Vorträge|147}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (1992), ISBN 3-7274-1780-3 {{Vorträge|178}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266/2]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Schule|266}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Christian Simonis]]: &#039;&#039;Doppelgänger des Menschen&#039;&#039;, Vlg. Die Kommenden, Freiburg i. Br. 1973&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;. Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 1986, S. 86 - 108&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=298&amp;amp;kapitel=18 Conrad Ferdinand Meyer: &#039;&#039;Begegnung&#039;&#039;] - Text im [http://gutenberg.spiegel.de Projekt Gutenberg-DE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eizelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[en:Doppelgänger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Todesengel&amp;diff=626182</id>
		<title>Todesengel</title>
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		<updated>2026-07-16T18:44:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Todesengel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Engel des Todes&#039;&#039;&#039; erscheint als [[Geistige Wesen|geistiges Wesen]], das dem [[Mensch]]en den [[Tod]] bringt oder den nahenden Tod bzw. eine drohende Todesgefahr verkündigt und den [[Verstorbener|Verstorbenen]] als „Seelengeleiter“ ([[Psychopompos]]) ins [[Jenseits]] begleitet. Auch bei [[Nahtoderfahrung]]en kann er in Erscheinung treten. In der Regel handelt es sich dabei um den «[[Kleiner Hüter der Schwelle|Kleinen Hüters der Schwelle]]», genauer um den [[Ahrimanischer Doppelgänger|ahrimanischen Doppelgänger]], der in Gestalt eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s {{Lit|{{G|89|134|135}}}} als zunächst dunkle, düstere Figur erscheint, die die [[Karma|karmischen]] Verstrickungen des Erdenlebens sichtbar macht und den Menschen auffordert, ihn in eine lichtvolle Gestalt zu verwandeln. Der [[Ahrimanisch|ahrimanische]] Doppelgänger ergreift unseren [[Leib]] kurz vor der [[Geburt]]. Er steht in Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] Kräften in unserem [[Organismus]], durch die er seine [[ahrimanische Intelligenz]] und seinen [[Ahrimanischer Wille|ahrimanischen Willen]] entfalten kann. Kurz vor dem [[Tod]] ist er gezwungen, den Leib des Menschen wieder zu verlassen. Der &#039;&#039;kleine Hüter&#039;&#039; zeigt sich auch dem [[Geistesschüler]] auf dem [[geist]]igen [[Schulungsweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[jüdisch]]-[[christlich]]en Tradition wird der Todesengel insbesonders auf das in {{B|Ex|12|27}} beschriebene [[Wikipedia:Pessach|Pessach]]fest bezogen, auf dem alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen wurden, obgleich der Todesengel im Bibeltext selbst nicht ausdrücklich erwähnt wird. Auch im [[Wikipedia:1. Korintherbrief|1. Korintherbrief]] wird auf den Todesengel hingewiesen ({{B|1 Kor|10|10|HFA|GNB}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird der Todesengel ausdrücklich erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sag: Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt ist, wird euch (wenn eure Frist abgelaufen ist) abberufen. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.|Koran|Sure 32:11 (Übersetzung: Paret 1979)[http://www.corpuscoranicum.de/intertexte/index?sure=32&amp;amp;vers=11]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] treten [[Hermes]] und [[Charon]] als Begleiter des Verstorbenen auf, in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] ist es der [[Genius]] des Menschen und bei den [[Germanen]] sind es die [[Walküre|Walküre]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Glomer|lebensphasen/sterben-tod-und-geistiges-leben|Sterben, Tod und geistiges Leben}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leben zwischen Tod und neuer Geburt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistige Wesen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Todesengel&amp;diff=626181</id>
		<title>Todesengel</title>
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		<updated>2026-07-16T18:42:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Todesengel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Engel des Todes&#039;&#039;&#039; erscheint als [[Geistige Wesen|geistiges Wesen]], das dem [[Mensch]]en den [[Tod]] bringt oder den nahenden Tod bzw. eine drohende Todesgefahr verkündigt und den [[Verstorbener|Verstorbenen]] als „Seelengeleiter“ ([[Psychopompos]]) ins [[Jenseits]] begleitet. Auch bei [[Nahtoderfahrung]]en kann er in Erscheinung treten. In der Regel handelt es sich dabei um den «[[Kleiner Hüter der Schwelle|Kleinen Hüters der Schwelle]]», genauer um den [[Ahrimanischer Doppelgänger|ahrimanischen Doppelgänger]], der in Gestalt eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s {{Lit|{{G|89|134|135}}}} als zunächst dunkle, düstere Figur erscheint, die die [[Karma|karmischen]] Verstrickungen des Erdenlebens sichtbar macht und den Menschen auffordert, ihn in eine lichtvolle Gestalt zu verwandeln. Der [[Ahrimanisch|ahrimanische]] Doppelgänger ergreift unseren [[Leib]] kurz vor der [[Geburt]]. Er steht in Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] Kräften in unserem [[Organismus]], durch die er seine [[ahrimanische Intelligenz]] und seinen [[Ahrimanischer Wille|ahrimanischen Willen]] entfalten kann. Kurz vor dem [[Tod]] ist er gezwungen, den Leib des Menschen wieder zu verlassen. Der &#039;&#039;kleine Hüter&#039;&#039; zeigt sich auch dem [[Geistesschüler]] auf dem [[geist]]igen [[Schulungsweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[jüdisch]]-[[christlich]]en Tradition wird der Todesengel insbesonders auf das in {{B|Ex|12|27}} beschriebene [[Wikipedia:Pessach|Pessach]]fest bezogen, auf dem alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen wurden, obgleich der Todesengel im Bibeltext selbst nicht ausdrücklich erwähnt wird. Auch im [[Wikipedia:1. Korintherbrief|1. Korintherbrief]] wird auf den Todesengel hingewiesen ({{B|1 Kor|10|10|HFA|GNB}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird der Todesengel ausdrücklich erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sag: Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt ist, wird euch (wenn eure Frist abgelaufen ist) abberufen. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.|Koran|Sure 32:11 (Übersetzung: Paret 1979)[http://www.corpuscoranicum.de/intertexte/index?sure=32&amp;amp;vers=11]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] treten [[Hermes]] und [[Charon]] als Begleiter des Verstorbenen auf, in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] ist es der [[Genius]] des Menschen und bei den [[Wikipedia:Germanen|Germanen]] sind es die [[Walküre|Walküre]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Glomer|lebensphasen/sterben-tod-und-geistiges-leben|Sterben, Tod und geistiges Leben}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leben zwischen Tod und neuer Geburt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistige Wesen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Todesengel&amp;diff=626180</id>
		<title>Todesengel</title>
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		<updated>2026-07-16T18:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Todesengel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Engel des Todes&#039;&#039;&#039; erscheint als [[Geistige Wesen|geistiges Wesen]], das dem [[Mensch]]en den [[Tod]] bringt oder den nahenden Tod bzw. eine drohende Todesgefahr verkündigt und den [[Verstorbener|Verstorbenen]] als „Seelengeleiter“ ([[Psychopompos]]) ins [[Jenseits]] begleitet. Auch bei [[Nahtoderfahrung]]en kann er in Erscheinung treten. In der Regel handelt es sich dabei um den «[[Kleiner Hüter der Schwelle|Kleinen Hüters der Schwelle]]», genauer um den [[Ahrimanischer Doppelgänger|ahrimanischen Doppelgänger]], der in Gestalt eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s {{Lit|{{G|89|134|135}}}} als zunächst dunkle, düstere Figur erscheint, die die [[Karma|karmischen]] Verstrickungen des Erdenlebens sichtbar macht und den Menschen auffordert, ihn in eine lichtvolle Gestalt zu verwandeln. Der [[Ahrimanisch|ahrimanische]] Doppelgänger ergreift unseren [[Leib]] kurz vor der [[Geburt]]. Er steht in Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] Kräften in unserem [[Organismus]], durch die er seine [[ahrimanische Intelligenz]] und seinen [[Ahrimanischer Wille|ahrimanischen Willen]] entfalten kann. Kurz vor dem [[Tod]] ist er gezwungen, den Leib wieder zu verlassen. Der &#039;&#039;kleine Hüter&#039;&#039; zeigt sich auch dem [[Geistesschüler]] auf dem [[geist]]igen [[Schulungsweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[jüdisch]]-[[christlich]]en Tradition wird der Todesengel insbesonders auf das in {{B|Ex|12|27}} beschriebene [[Wikipedia:Pessach|Pessach]]fest bezogen, auf dem alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen wurden, obgleich der Todesengel im Bibeltext selbst nicht ausdrücklich erwähnt wird. Auch im [[Wikipedia:1. Korintherbrief|1. Korintherbrief]] wird auf den Todesengel hingewiesen ({{B|1 Kor|10|10|HFA|GNB}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird der Todesengel ausdrücklich erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sag: Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt ist, wird euch (wenn eure Frist abgelaufen ist) abberufen. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.|Koran|Sure 32:11 (Übersetzung: Paret 1979)[http://www.corpuscoranicum.de/intertexte/index?sure=32&amp;amp;vers=11]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] treten [[Hermes]] und [[Charon]] als Begleiter des Verstorbenen auf, in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] ist es der [[Genius]] des Menschen und bei den [[Wikipedia:Germanen|Germanen]] sind es die [[Walküre|Walküre]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Glomer|lebensphasen/sterben-tod-und-geistiges-leben|Sterben, Tod und geistiges Leben}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leben zwischen Tod und neuer Geburt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistige Wesen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Todesengel&amp;diff=626179</id>
		<title>Todesengel</title>
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		<updated>2026-07-16T18:00:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Todesengel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Engel des Todes&#039;&#039;&#039; erscheint als [[Geistige Wesen|geistiges Wesen]], das dem [[Mensch]]en den [[Tod]] bringt oder den nahenden Tod bzw. eine drohende Todesgefahr verkündigt und den [[Verstorbener|Verstorbenen]] als „Seelengeleiter“ ([[Psychopompos]]) ins [[Jenseits]] begleitet. Auch bei [[Nahtoderfahrung]]en kann er in Erscheinung treten. In der Regel handelt es sich dabei um den «[[Kleiner Hüter der Schwelle|Kleinen Hüters der Schwelle]]», genauer um den [[Ahrimanischer Doppelgänger,|ahrimanischen Doppelgänger,]] der in Gestalt eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s {{Lit|{{G|89|134|135}}}} als zunächst dunkle, düstere Figur erscheint, die die [[Karma|karmischen]] Verstrickungen des Erdenlebens sichtbar macht und den Menschen auffordert, ihn in eine lichtvolle Gestalt zu verwandeln. Der &#039;&#039;kleine Hüter&#039;&#039; zeigt sich auch dem [[Geistesschüler]] auf dem [[geist]]igen [[Schulungsweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[jüdisch]]-[[christlich]]en Tradition wird der Todesengel insbesonders auf das in {{B|Ex|12|27}} beschriebene [[Wikipedia:Pessach|Pessach]]fest bezogen, auf dem alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen wurden, obgleich der Todesengel im Bibeltext selbst nicht ausdrücklich erwähnt wird. Auch im [[Wikipedia:1. Korintherbrief|1. Korintherbrief]] wird auf den Todesengel hingewiesen ({{B|1 Kor|10|10|HFA|GNB}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird der Todesengel ausdrücklich erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sag: Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt ist, wird euch (wenn eure Frist abgelaufen ist) abberufen. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.|Koran|Sure 32:11 (Übersetzung: Paret 1979)[http://www.corpuscoranicum.de/intertexte/index?sure=32&amp;amp;vers=11]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] treten [[Hermes]] und [[Charon]] als Begleiter des Verstorbenen auf, in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] ist es der [[Genius]] des Menschen und bei den [[Wikipedia:Germanen|Germanen]] sind es die [[Walküre|Walküre]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Glomer|lebensphasen/sterben-tod-und-geistiges-leben|Sterben, Tod und geistiges Leben}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leben zwischen Tod und neuer Geburt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistige Wesen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Doppelg%C3%A4nger&amp;diff=626178</id>
		<title>Doppelgänger</title>
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		<updated>2026-07-16T17:54:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Ahrimanische und luziferische Doppelgänger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Machelldweller.jpg|thumb|&#039;&#039;The Dweller on the Threshold&#039;&#039; (ca. 1895). Gemälde von &#039;&#039;Reginald W. Machell&#039;&#039; (1854-1927), in Anlehung an [[Edward Bulwer-Lytton]]s Roman „Zanoni“]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Doppelgänger&#039;&#039;&#039; ({{EnS|[[a:double|double]]}} ist eine abnorme Erscheinung des [[Kleiner Hüter der Schwelle|kleinen Hüters der Schwelle]]. Während die normale Begegnung mit dem kleinen [[Hüter der Schwelle]] im Zuge einer regulären [[Geistesschulung]] geschieht, tritt das Doppelgänger-Erlebnis oft spontan auf, meist ausgelöst durch eine vorangegangene starke [[seelisch]]e Erschütterung. Im Doppelgänger tritt uns die [[Karma|karmische Schuld]], die als dunkler [[Schatten (Mythologie)|Schatten]] unserem [[Astralleib]] einverwoben ist, in objektiver Gestalt als [[ätherisch]]es Ebenbild des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] vor das geistige Auge. In [[Edward Bulwer-Lytton]]s «Zanoni» wird mit dem „&#039;&#039;&#039;Dweller on the Threshold&#039;&#039;&#039;” eine romanhafte Darstellung dieses kleinen Hüters der Schwelle gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Erscheinung des Doppelgängers ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Hüter der Schwelle.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/themenwelten/der-hueter-der-schwelle/}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist - verhältnismäßig - eine elementare Erscheinung, diese Begegnung&lt;br /&gt;
mit dem Doppelgänger, und sie kann auftreten durch besondere&lt;br /&gt;
unterbewußte Eindrücke und Impulse der menschlichen Seele,&lt;br /&gt;
auch wenn der Mensch nicht hellsichtig ist. Es kann das Folgende&lt;br /&gt;
vorkommen: Irgendein Mensch kann ein Intrigant sein, kann mancherlei&lt;br /&gt;
Menschen durch seine Intrigen Böses zugefügt haben. Er&lt;br /&gt;
kann wieder einmal ausgegangen sein und irgendeine Intrige eingefädelt&lt;br /&gt;
haben. Er kommt zurück in seine Wohnung, tritt vielleicht&lt;br /&gt;
in sein Schreibzimmer ein, auf seinem Schreibtisch liegen vielleicht&lt;br /&gt;
Papiere, auf denen Dinge stehen, mit denen er die Intrigen eingefädelt&lt;br /&gt;
hat, und es kann ihm passieren, trotzdem er in seinem Oberbewußtsein&lt;br /&gt;
zynisch geartet sein kann, daß doch sein Unterbewußtsein erfaßt&lt;br /&gt;
wird von jenen Impulsen des Intrigierens. Er tritt ein in sein Schreibzimmer,&lt;br /&gt;
schaut zu seinem Schreibtisch hin und siehe da: er sitzt da&lt;br /&gt;
selber. Das ist eine unangenehme Begegnung, wenn man durch seine&lt;br /&gt;
eigene Türe ins Zimmer tritt und sich selbst am Schreibtisch sitzen&lt;br /&gt;
sieht. Aber solche Dinge gehören in den Bereich dessen, was sehr oft&lt;br /&gt;
passiert und was dann gerade leicht passieren kann, wenn solches&lt;br /&gt;
Intrigieren stattfindet. Dasjenige, dem man da begegnet, ist durchaus&lt;br /&gt;
der Doppelgänger, den ich wiederum mit anderen Aufgaben versucht&lt;br /&gt;
habe, in dem «[[Hüter der Schwelle]]» und in «[[Der Seelen Erwachen]]»&lt;br /&gt;
darzustellen. Wir wissen, daß dieser Doppelgänger von [[Johannes Thomasius]] erlebt wird, und es hängt mit der eigentümlichen Entwickelung&lt;br /&gt;
des Johannes Thomasius zusammen, daß er an den Stellen,&lt;br /&gt;
wo es gezeigt wird, die Begegnung mit dem Doppelgänger hat, weil&lt;br /&gt;
durch die eigentümlichen Erlebnisse, die er gehabt hat, Ahriman einen&lt;br /&gt;
Teil seiner Seele formgemäß so gestalten kann, daß dieser Teil der&lt;br /&gt;
Seele substantiell als Teil des ätherischen Leibes mit selbstsüchtigen&lt;br /&gt;
Seelenelementen erfüllt ist.|147|119f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Im Verlauf der Etappe, die man in der christlichen Einweihung&lt;br /&gt;
die Dornenkrönung nennt, tritt ein furchteinflößendes Phänomen&lt;br /&gt;
auf, das die Bezeichnung «Hüter der Schwelle» trägt und das man&lt;br /&gt;
auch die Erscheinung des Doppelgängers nennen könnte. Das geistige&lt;br /&gt;
Wesen des Menschen, gebildet aus seinen Willensströmungen,&lt;br /&gt;
seinen Wünschen und seinen Verstandesfähigkeiten, erscheint alsdann&lt;br /&gt;
dem Eingeweihten als Bild im Traumbewußtsein. Und dieses&lt;br /&gt;
Bild ist manchmal abstoßend und Schrecken einflößend, denn es ist&lt;br /&gt;
ein Ergebnis seiner guten und schlechten Eigenschaften und seines&lt;br /&gt;
Karma; von diesem allem ist es die bildhafte Personifikation auf dem&lt;br /&gt;
Astralplan. Das ist der schlimme Fährmann im Totenbuch der&lt;br /&gt;
Ägypter. Der Mensch muß ihn besiegen, um sein höheres Ich zu&lt;br /&gt;
finden. Der Hüter der Schwelle, ein Phänomen des hellsichtigen&lt;br /&gt;
Schauens bis in die ältesten Zeiten hinein, ist der eigentliche Ursprung&lt;br /&gt;
all der Mythen über den Kampf des Helden mit dem Ungeheuer,&lt;br /&gt;
des Perseus und des Herakles mit der Hydra, des heiligen&lt;br /&gt;
Georg und des Siegfried mit dem Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorzeitige Eintritt der Hellsichtigkeit und die plötzliche Erscheinung&lt;br /&gt;
des Doppelgängers oder des Hüters der Schwelle kann&lt;br /&gt;
denjenigen, der nicht alle Vorbereitungen befolgt und alle dem&lt;br /&gt;
Schüler auferlegten Vorsichtsmaßnahmen wahrgenommen hat, zum&lt;br /&gt;
Wahnsinn führen.|94|56f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahre Selbsterkenntnis macht den Doppelgänger sichtbar ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkenne dich selbst.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/kleine-begleiter/erkenne-dich-selbst/}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ägyptisches Museum Kairo 2019-11-09 Hor 01.jpg|mini|Der Doppelgänger wurde in der [[Ägyptisch-Chaldäische Kultur|altägyptischen Kultur]] als [[Ka]] dargestellt:&amp;lt;br /&amp;gt;Holzstatue des [[Ka]] des altägyptischen Königs [[w:Hor I.|Hor I.]], Dahschur, Zweite Zwischenzeit, 13. Dynastie, um 1732 v. Chr., [[w:Ägyptisches Museum Kairo|Ägyptisches Museum Kairo]] ]]&lt;br /&gt;
Was wir mit unserem [[Tagesbewusstsein|Alltagsbewusstsein]] über unser wahres [[Wesen]] erfahren, besteht zum großen Teil aus Illusionen, die wir uns über uns selbst machen. Diese legen sich wie ein Schleier über unsere wahre Natur. Je nach Temperamentslage schätzen wir uns als zu hoch oder zu niedrig, nur selten aber richtig ein. Namentlich durchschauen wir mit unserem normalen [[Bewusstsein]] nicht, welche Kräfte in unserem [[Schicksal]] walten. Gerade in diesen Schicksalskräften liegt aber ein wesentlicher Teil unseres [[Selbst]]s begründet. Wirkliche Selbsterkenntnis ist nur durch konsequente [[Schulungsweg|geistige Schulung]] zu erreichen und sie ist, da nun die Illusionen zerfallen, die wir uns über uns selbst gemacht haben, durchaus mit schmerzlichen Erlebnissen verbunden. Wir müssen zuvor genügende geistige Standfestigkeit errungen haben, um diese Erlebnisse überhaupt ertragen zu können. Erst aber wenn wir zu wirklicher Selbsterkenntnis vorgedrungen sind, können wir uns bewusst von der restlichen [[Geistige Welt|geistigen Welt]] unterscheiden und erst dann tritt sie uns als objektive Erscheinung vor das innere Seelenauge. Solange wir noch nicht reif sind, uns selbst und die geistige Welt in ihrer wahren Gestalt kennenzulernen, wirkt der Doppelgänger als verborgener [[Kleiner Hüter der Schwelle|Hüter der Schwelle]], der uns den bewussten Eintritt in die geistige Welt verwehrt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Und was ist das andere unabwendbare Erlebnis, das der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich durchmacht, - unabwendbar, denn es ist die&lt;br /&gt;
Folge des treuen Befolgens der esoterischen Übungen? Das ist&lt;br /&gt;
die [[Spaltung der Persönlichkeit]], die da auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch wird allmählich empfinden so, als ob etwas neben&lt;br /&gt;
ihm ginge, etwas, das mitdenkt, mithört, ja sogar, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch innerlich nicht sehr stark ist, mitspricht. Es ist ein zweites&lt;br /&gt;
Ich, das hervortritt, ein Doppelgänger, den man aus sich herausgesetzt&lt;br /&gt;
hat. Je ernsthafter einer den esoterischen Weg gegangen ist, um so mehr setzt er von seinem alten Menschen aus sich&lt;br /&gt;
heraus, das heißt, er wirft wie die Schlange eine Haut nach der&lt;br /&gt;
anderen ab. Diese Häute - vergleichsweise gesprochen - werden&lt;br /&gt;
zu einem zweiten Leib, einem Doppelgänger, der einen im Leben&lt;br /&gt;
nicht mehr verläßt. Der Mensch, der seinen Doppelgänger&lt;br /&gt;
aus sich herausgesetzt hat, wurde in den alten ägyptischen Mysterien&lt;br /&gt;
der «Kha-Mensch» genannt. Der Doppelgänger ist an&lt;br /&gt;
den Kha-Menschen gekettet, um ihn fortwährend daran zu erinnern,&lt;br /&gt;
wie sein früheres Leben war oder wie er noch ist. Das ist&lt;br /&gt;
nicht immer eine angenehme Empfindung. Aber das Bewußtsein,&lt;br /&gt;
diesen Doppelgänger immer mit sich zu führen, wird ihm seine&lt;br /&gt;
Fehler ins Bewußtsein rufen, damit er sich bessern solle. Er soll&lt;br /&gt;
fortwährend diese Anwesenheit empfinden, sonst würde es gefährlich&lt;br /&gt;
werden und er über all seinen hohen Idealen und Absichten&lt;br /&gt;
vergessen, was eigentlich sein Innenleben und was seine&lt;br /&gt;
Fehler sind. Es würde unter gewissen Umständen sogar für&lt;br /&gt;
einen hohen Eingeweihten lebensgefährlich sein, trotz seines hohen&lt;br /&gt;
Strebens, wenn er diesen Doppelgänger nur einen Augenblick&lt;br /&gt;
vergessen würde. Er würde tatsächlich seinen physischen&lt;br /&gt;
Leib durch den Tod verlieren können, ungefähr in der Weise&lt;br /&gt;
wie jemand, der, in ein erhabenes Problem vertieft, vergessen&lt;br /&gt;
würde, auf seinen Körper zu achten, und infolge dieser Unaufmerksamkeit&lt;br /&gt;
überfahren würde. Je stärker der Doppelgänger&lt;br /&gt;
auftritt, desto besser ist es für unsere Entwicklung, denn sonst&lt;br /&gt;
würden wir uns großen Illusionen über uns selbst hingeben.|266b|274f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Durch diesen Doppelgänger lernen&lt;br /&gt;
wir gründlich kennen alles dasjenige, was wir aus uns heraussetzen&lt;br /&gt;
müssen. Er zeigt es uns immer wieder von neuem. Alles,&lt;br /&gt;
was an Unaufrichtigkeit, Lieblosigkeit, Egoismus und anderen&lt;br /&gt;
schlechten Eigenschaften in uns ist, das tritt uns durch das Erleben&lt;br /&gt;
dieses Doppelgängers entgegen. Und daß wir diese Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch mit uns herumschleppen, sie noch nicht abschütteln&lt;br /&gt;
können, das bewirkt das Gefühl des Unbehagens, das uns&lt;br /&gt;
der Doppelgänger bereitet. Solange wir diese schlechten Eigenschaften&lt;br /&gt;
noch in uns hatten, in unserem Unterbewußtsein,&lt;br /&gt;
gleichsam in der Meerestiefe unserer Seele, kamen sie uns in ihrer&lt;br /&gt;
ganzen Stärke noch nicht zum Bewußtsein. Wenn aber der&lt;br /&gt;
geistige Mensch sich entwickelt und immer mehr wächst, wenn &lt;br /&gt;
er mahnend hinschaut auf diese Eigenschaften unserer Seele, so&lt;br /&gt;
wirken sie quälend durch ihr Vorhandensein, das dieser geistige&lt;br /&gt;
Mensch nicht mehr dulden kann. Und deshalb ist es sehr gut,&lt;br /&gt;
wenn das Gefühl des quälenden Unbehagens sehr stark auftritt,&lt;br /&gt;
denn dadurch kommen wir am schnellsten von diesem Doppelgänger&lt;br /&gt;
los.|266b|279f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Vor dem Betreten der übersinnlichen Welt kannte der Mensch Denken, Fühlen und Wollen nur als innere Seelenerlebnisse. Sobald er die übersinnliche Welt betritt, nimmt er Dinge wahr, welche nicht Sinnlich-Physisches ausdrücken, sondern Seelisch-Geistiges. Hinter den von ihm wahrgenommenen Eigenschaften der neuen Welt stehen jetzt seelisch-geistige Wesenheiten. Und diese bieten sich ihm jetzt so dar als eine Außenwelt, wie sich ihm im physisch-sinnlichen Gebiet Steine, Pflanzen und Tiere vor die Sinne gestellt haben. Es kann nun der Geistesschüler einen bedeutsamen Unterschied wahrnehmen zwischen der sich ihm erschließenden seelisch-geistigen Welt und derjenigen, welche er gewohnt war, durch seine physischen Sinne wahrzunehmen. Eine Pflanze der sinnlichen Welt bleibt, wie sie ist, was auch des Menschen Seele über sie fühlt oder denkt. Das ist bei den Bildern der seelisch-geistigen Welt zunächst nicht der Fall. Sie ändern sich, je nachdem der Mensch dieses oder jenes empfindet oder denkt. Dadurch gibt ihnen der Mensch ein Gepräge, das von seinem eigenen Wesen abhängt. Man stelle sich vor, ein gewisses Bild trete in der imaginativen Welt vor dem Menschen auf. Verhält er sich zunächst in seinem Gemüte gleichgültig dagegen, so zeigt es sich in einer gewissen Gestalt. In dem Augenblicke aber, wo er Lust oder Unlust gegenüber dem Bilde empfindet, ändert es seine Gestalt. Die Bilder drücken somit zunächst nicht nur etwas aus, was selbständig außerhalb des Menschen ist, sondern sie spiegeln auch dasjenige, was der Mensch selbst ist. Sie sind ganz und gar durchsetzt von des Menschen eigener Wesenheit. Diese legt sich wie ein Schleier über die Wesenheiten hin. Der Mensch sieht dann, wenn auch eine wirkliche Wesenheit ihm gegenübersteht, nicht diese, sondern sein eigenes Erzeugnis. So kann er zwar durchaus Wahres vor sich haben und doch Falsches sehen. Ja, das ist nicht nur der Fall mit Bezug auf das, was der Mensch als seine Wesenheit selbst an sich bemerkt; sondern alles, was an ihm ist, wirkt auf diese Welt ein. Es kann zum Beispiel der Mensch verborgene Neigungen haben, die im Leben durch Erziehung und Charakter nicht zum Vorschein kommen; auf die geistig-seelische Welt wirken sie; und diese bekommt die eigenartige Färbung durch das ganze Wesen des Menschen, gleichgültig, wieviel er von diesem Wesen selbst weiß oder nicht weiß. — Um weiter fortschreiten zu können von dieser Stufe der Entwickelung aus, ist es notwendig, daß der Mensch unterscheiden lerne zwischen sich und der geistigen Außenwelt. Es wird nötig, daß er alle Wirkungen des eigenen Selbstes auf die um ihn befindliche seelisch-geistige Welt ausschalten lerne. Man kann das nicht anders, als wenn man sich eine Erkenntnis erwirbt von dem, was man selbst in die neue Welt hineinträgt. Es handelt sich also darum, daß man zuerst wahre, durchgreifende Selbsterkenntnis habe, um dann die umliegende geistig-seelische Welt rein wahrnehmen zu können. Nun bringen es gewisse Tatsachen der menschlichen Entwickelung mit sich, daß solche Selbsterkenntnis beim Eintritte in die höhere Welt wie naturgemäß stattfinden muß. Der Mensch entwickelt ja in der gewöhnlichen physisch-sinnlichen Welt sein Ich, sein Selbstbewußtsein. Dieses Ich wirkt nun wie ein Anziehungs-Mittelpunkt auf alles, was zum Menschen gehört. Alle seine Neigungen, Sympathien, Antipathien, Leidenschaften, Meinungen usw. gruppieren sich gleichsam um dieses Ich herum. Und es ist dieses Ich auch der Anziehungspunkt für das, was man das Karma des Menschen nennt. Würde man dieses Ich unverhüllt sehen, so würde man an ihm auch bemerken, daß bestimmt geartete Schicksale es noch in dieser und den folgenden Verkörperungen treffen müssen, je nachdem es in den vorigen Verkörperungen so oder so gelebt, sich dieses oder jenes angeeignet hat. Mit alle dem, was so am Ich haftet, muß es nun als erstes Bild vor die Menschenseele treten, wenn diese in die seelisch-geistige Welt aufsteigt. Dieser Doppelgänger des Menschen muß, nach einem Gesetz der geistigen Welt, vor allem andern als dessen erster Eindruck in jener Welt auftreten. Man kann das Gesetz, welches da zugrunde liegt, sich leicht verständlich machen, wenn man das Folgende bedenkt. Im physisch-sinnlichen Leben nimmt sich der Mensch nur insofern selbst wahr, als er sich in seinem Denken, Fühlen und Wollen innerlich erlebt. Diese Wahrnehmung ist aber eine innerliche; sie stellt sich nicht vor den Menschen hin, wie sich Steine, Pflanzen und Tiere vor ihn hinstellen. Auch lernt sich durch innerliche Wahrnehmung der Mensch nur zum Teil kennen. Er hat nämlich etwas in sich, was ihn an einer tiefergehenden Selbsterkenntnis hindert. Es ist dies ein Trieb, sogleich, wenn er durch Selbsterkenntnis sich eine Eigenschaft gestehen muß und sich keiner Täuschung über sich hingeben will, diese Eigenschaft umzuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt er diesem Triebe nicht nach, lenkt er einfach die Aufmerksamkeit von dem eigenen Selbst ab und bleibt er, wie er ist, so benimmt er sich selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich in dem betreffenden Punkte selbst zu erkennen. Dringt der Mensch aber in sich selbst und hält er sich ohne Täuschung diese oder jene seiner Eigenschaften vor, so wird er entweder in der Lage sein, sie an sich zu verbessern oder aber er wird dies in der gegenwärtigen Lage seines Lebens nicht können. In dem letzteren Falle wird seine Seele ein Gefühl beschleichen, das man als Gefühl des Schämens bezeichnen muß. So wirkt in der Tat des Menschen gesunde Natur: Sie empfindet durch die Selbsterkenntnis mancherlei Arten des Schämens. Nun hat dieses Gefühl schon im gewöhnlichen Leben eine ganz bestimmte Wirkung. Der gesund denkende Mensch wird dafür sorgen, daß dasjenige, was ihn an sich selbst mit diesem Gefühl erfüllt, nicht in Wirkungen nach außen sich geltend mache, daß es nicht in äußeren Taten sich auslebe. Das Schämen ist also eine Kraft, welche den Menschen antreibt, etwas in sein Inneres zu verschließen und dies nicht äußerlich wahrnehmbar werden zu lassen. Wenn man dies gehörig bedenkt, so wird man begreiflich finden, daß die Geistesforschung einem inneren Seelenerlebnis, das mit dem Gefühl des Schämens ganz nahe verwandt ist, noch viel weitergehende Wirkungen zuschreibt. Sie findet, daß es in den verborgenen Tiefen der Seele eine Art verborgenes Schämen gibt, dessen sich der Mensch im physisch-sinnlichen Leben nicht bewußt wird. Dieses verborgene Gefühl wirkt aber in einer ähnlichen Art wie das gekennzeichnete offenbare des gewöhnlichen Lebens:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es verhindert, daß des Menschen innerste Wesenheit in einem wahrnehmbaren Bilde vor den Menschen hintritt. Wäre dieses Gefühl nicht da, so würde der Mensch vor sich selbst wahrnehmen, was er in Wahrheit ist; er würde seine Vorstellungen, Gefühle und seinen Willen nicht nur innerlich erleben, sondern sie wahrnehmen, wie er Steine, Tiere und Pflanzen wahrnimmt. So ist dieses Gefühl der Verhüller des Menschen vor sich selbst. Und damit ist es zugleich der Verhüller der ganzen geistig-seelischen Welt. Denn indem sich des Menschen eigene innere Wesenheit vor ihm verhüllt, kann er auch das nicht wahrnehmen, an dem er die Werkzeuge entwickeln sollte, um die seelisch-geistige Welt zu erkennen; er kann seine Wesenheit nicht umgestalten, so daß sie geistige Wahmehmungsorgane erhielte. — Wenn nun aber der Mensch durch regelrechte Schulung dahin arbeitet, diese Wahmehmungsorgane zu erhalten, so tritt dasjenige als erster Eindruck vor ihn hin, was er selbst ist. Er nimmt seinen Doppelgänger wahr. Diese Selbstwahrnehmung ist gar nicht zu trennen von der Wahrnehmung der übrigen geistig-seelischen Welt. Im gewöhnlichen Leben der physisch-sinnlichen Welt wirkt das charakterisierte Gefühl so, daß es fortwährend das Tor zur geistig-seelischen Welt vor dem Menschen zuschließt. Wollte der Mensch nur einen Schritt machen, um in diese Welt einzudringen, so verbirgt das sogleich auftretende, aber nicht zum Bewußtsein kommende Gefühl des Schämens das Stück der geistig-seelischen Welt, das zum Vorschein kommen will. Die charakterisierten Übungen aber schließen diese Welt auf. Nun ist die Sache so, daß jenes verborgene Gefühl wie ein großer Wohltäter des Menschen wirkt. Denn durch alles das, was man sich ohne geisteswissenschaftliche Schulung an Urteilskraft, Gefühlsleben und Charakter erwirbt, ist man nicht imstande, die Wahrnehmung der eigenen Wesenheit in ihrer wahren Gestalt ohne weiteres zu ertragen. Man würde durch diese Wahrnehmung alles Selbstgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein verlieren. Daß dies nicht geschehe, dafür müssen wieder die Vorkehrungen sorgen, welche man neben den Übungen für die höhere Erkenntnis zur Pflege seiner gesunden Urteilskraft, seines Gefühls- und Charakterwesens unternimmt. Durch seine regelrechte Schulung lernt der Mensch wie absichtslos so viel aus der Geisteswissenschaft kennen und es werden ihm außerdem so viele Mittel zur Selbsterkenntnis und Selbstbeobachtung klar, als notwendig sind, um kraftvoll seinem Doppelgänger zu begegnen. Es ist dann für den Geistesschüler so, daß er nur als Bild der imaginativen Welt in anderer Form das sieht, womit er sich in der physischen Welt schon bekanntgemacht hat. Wer in richtiger Art zuerst in der physischen Welt durch seinen Verstand das Karmagesetz begriffen hat, der wird nicht besonders erbeben können, wenn er nun die Keime seines Schicksales eingezeichnet sieht in dem Bilde seines Doppelgängers. Wer durch seine Urteilskraft sich bekanntgemacht hat mit der Welten- und Menschheitsentwickelung und weiß, wie in einem bestimmten Zeitpunkte dieser Entwickelung die Kräfte des Luzifer in die menschliche Seele eingedrungen sind, der wird es unschwer ertragen, wenn er gewahr wird, daß in dem Bilde seiner eigenen Wesenheit diese luziferischen Wesenheiten mit allen ihren Wirkungen enthalten sind. — Man sieht aber hieraus, wie notwendig es ist, daß der Mensch nicht den eigenen Eintritt in die geistige Welt verlange, bevor er durch seine gewöhnliche in der physisch-sinnlichen Welt entwickelte Urteilskraft gewisse Wahrheiten über die geistige Welt verstanden hat. Was in diesem Buche vor der Auseinandersetzung über die «Erkenntnis der höheren Welten» mitgeteilt ist, das sollte der Geistesschüler im regelrechten Entwickelungsgange durch seine gewöhnliche Urteilskraft sich angeeignet haben, bevor er das Verlangen hat, sich selbst in die übersinnlichen Welten zu begeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Schulung, in welcher nicht auf Sicherheit und Festigkeit der Urteilskraft, des Gefühls- und Charakterlebens gesehen wird, kann es geschehen, daß dem Schüler die höhere Welt entgegentritt, bevor er dazu die nötigen inneren Fähigkeiten hat. Dann würde ihn die Begegnung mit seinem Doppelgänger bedrücken und zu Irrtümern führen. Würde aber — was allerdings auch möglich wäre — die Begegnung ganz vermieden und der Mensch doch in die übersinnliche Welt eingeführt, dann wäre er ebensowenig imstande, diese Welt in ihrer wahren Gestalt zu erkennen. Denn es wäre ihm ganz unmöglich, zu unterscheiden zwischen dem, was er in die Dinge hineinsieht, und dem, was sie wirklich sind. Diese Unterscheidung ist nur möglich, wenn man die eigene Wesenheit als ein Bild für sich wahrnimmt und dadurch sich alles das von der Umgebung loslöst, was aus dem eigenen Innern fließt. — Der Doppelgänger wirkt für das Leben des Menschen in der physisch-sinnlichen Welt so, daß er sich durch das gekennzeichnete Gefühl des Schämens sofort unsichtbar macht, wenn sich der Mensch der seelisch-geistigen Welt naht. Damit verbirgt er aber auch diese ganze Welt selbst. Wie ein «Hüter» steht er da vor dieser Welt, um den Eintritt jenen zu verwehren, welche zu diesem Eintritte noch nicht geeignet sind. Er kann daher der «Hüter der Schwelle, welche vor der geistig-seelischen Welt ist», genannt werden. — Außer durch das geschilderte Betreten der übersinnlichen Welt begegnet der Mensch noch beim Durchgang durch den physischen Tod diesem «Hüter der Schwelle». Und er enthüllt sich nach und nach im Verlaufe des Lebens in der seelisch-geistigen Entwickelung zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Da kann aber die Begegnung den Menschen nicht bedrücken, weil er davon andern Welten weiß als in dem Leben zwischen Geburt und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch, ohne die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» zu haben, die geistig-seelische Welt betreten würde, so könnte er Täuschung nach Täuschung verfallen. Denn er könnte nie unterscheiden, was er selbst in diese Welt hineinträgt und was ihr wirklich angehört. Eine regelrechte Schulung darf aber den Geistesschüler nur in das Gebiet der Wahrheit, nicht in dasjenige der Illusion führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Schulung wird durch sich selbst so sein, daß die Begegnung notwendig einmal erfolgen muß. Denn sie ist die eine der für die Beobachtung übersinnlicher Welten unentbehrlichen Vorsichtsmaßregeln gegen die Möglichkeit Von Täuschung und Phantastik. — Es gehört zu den unerläßlichsten Vorkehrungen, welche jeder Geistesschüler treffen muß, sorgfältig an sich zu arbeiten, um nicht zum Phantasten zu werden, zu einem Menschen, der einer möglichen Täuschung, Selbsttäuschung (Suggestion und Selbstsuggestion) verfallen kann. Wo die Anweisungen zur Geistesschulung recht befolgt werden, da werden zugleich die Quellen vernichtet, welche die Täuschung bringen können. Hier kann natürlich nicht ausführlich von all den zahlreichen Einzelheiten gesprochen werden, die bei solchen Vorkehrungen in Betracht kommen. Es kann nur angedeutet werden, worauf es ankommt. Täuschungen, welche hier in Betracht kommen, entspringen aus zwei Quellen. Sie rühren zum Teil davon her, daß man durch die eigene seelische Wesenheit die Wirklichkeit färbt. Im gewöhnlichen Leben der physisch-sinnlichen Welt ist diese Quelle der Täuschung von verhältnismäßig geringer Gefahr; denn hier wird sich die Außenwelt immer scharf in ihrer eigenen Gestalt der Beobachtung aufdrängen, wie sie auch der Beobachter nach seinen Wünschen und Interessen wird färben wollen. Sobald man jedoch die imaginative Weit betritt, verändern sich deren Bilder durch solche Wünsche und Interessen, und man hat wie eine Wirklichkeit vor sich, was man erst selbst gebildet oder wenigstens mitgebildet hat. Dadurch nun, daß durch die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» der Geistesschüler alles kennenlernt, was in ihm ist, was er also in die seelisch-geistige Welt hineintragen kann, ist diese Quelle der Täuschung beseitigt. Und die Vorbereitung, welche der Geistesschüler vor dem Betreten der seelisch-geistigen Welt sich angedeihen läßt, wirkt ja dahin, daß er sich gewöhnt, schon bei der Beobachtung der sinnlich-physischen Welt sich selbst auszuschalten und die Dinge und Vorgänge rein durch ihre eigene Wesenheit auf sich einsprechen zu lassen. Wer diese Vorbereitung genügend durchgemacht hat, kann ruhig die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» erwarten. Durch sie wird er sich endgültig prüfen, ob er sich nun wirklich in der Lage fühlt, seine eigene Wesenheit auch dann auszuschalten, wenn er der seelisch-geistigen Welt gegenübersteht.|13|374ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der luziferische Samael und die Erscheinung des Doppelgängers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist der [[luzifer]]ische [[Samael]] mit seinen Scharen, der den Doppelgänger im Zuge der esoterischen Schulung sichtbar macht. In einer Aufzeichnung zu einer von [[Rudolf Steiner]] am 1. Januar 1912 in [[Wikipedia:Hannover|Hannover]] gehaltenen estoterischen Stunde heißt es (&#039;&#039;Aufzeichnung A&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir&lt;br /&gt;
haben gehört, daß es Samael ist, eine der luziferischen Wesenheiten&lt;br /&gt;
mit seinen Scharen, der den Doppelgänger aus uns herausbringt.&lt;br /&gt;
Man sieht daraus, daß die luziferischen Wesen nicht&lt;br /&gt;
immer das Böse, sondern auch das Gute zustande bringen.&lt;br /&gt;
Wenn wir immer unbewußt unsere Fehler in uns tragen würden,&lt;br /&gt;
so könnten wir niemals der zerstörenden, verderblichen Kräfte,&lt;br /&gt;
die sie sowohl in unserem Leibe wie in der ganzen kosmischen&lt;br /&gt;
Substanz anrichten, bewußt werden. Solange Samael unsere Fehler&lt;br /&gt;
nicht aus unserem Innern hervorgeholt hat, solange wir sie&lt;br /&gt;
nicht objektiv als unseren Doppelgänger vor uns sehen, so lange&lt;br /&gt;
wird uns von der Gottheit gnädiglich verborgen gehalten die&lt;br /&gt;
verderbliche, zerstörende Kraft all unserer Emotionen - wie Eifersucht,&lt;br /&gt;
Haß, Neid -, unserer Leidenschaften überhaupt, die&lt;br /&gt;
wir in unsere Umgebung ausströmen. Der Hellseher sieht, wie&lt;br /&gt;
diese Leidenschaften etwas zerstören, abbauen in unserem physischen&lt;br /&gt;
Leib und auch in der Substanz des Kosmos, während&lt;br /&gt;
das Gute aufbauende Kräfte erregt. So ist Samael im Grunde ein&lt;br /&gt;
Segen für die Entwicklung. Er zeigt uns unser inneres Wesen&lt;br /&gt;
um so richtiger, je ernsthafter wir unsere Schulung in die Hand&lt;br /&gt;
nehmen. Wir sehen uns selber dann objektiv mit unseren Fehlern,&lt;br /&gt;
denen wir bis jetzt keine Aufmerksamkeit geschenkt haben.|266b|283}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufzeichnung B&#039;&#039; bezeichnet Samael dabei ausdrücklich als &#039;&#039;gute&#039;&#039; luziferische Wesenheit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Wir haben gestern in unserer esoterischen Betrachtung gesehen,&lt;br /&gt;
wie der Esoteriker durch rechte Meditation und Konzentration&lt;br /&gt;
dazu gelangen muß, durch die Welt der Illusion hindurch sich&lt;br /&gt;
bewußt hinauf zu entwickeln zu der Wirklichkeit der geistigen&lt;br /&gt;
Welt, und daß ihm auf diesem Wege behilflich sind gute luziferische&lt;br /&gt;
Wesenheiten, deren Anführer Samael ist.|266b|288}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Doppelgänger als zurückgebliebener Rest des Astralleibs einer früheren Inkarnation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Doppelgänger erscheint häufig der im [[Kamaloka]] zurückgebliebene und nicht aufgelöste Rest des [[Astralleib]]s der vorangegangenen [[Inkarnation]], der dem Astralleib in der gegenwärtigen irdischen Verkörperung einverwoben ist. Dieser astralische Rest kann sich sehr leicht herauslösen und als selbstständige Wesenheit erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Daß der Hüter der Schwelle auf abnorme Art auftritt geschieht, wenn der&lt;br /&gt;
Mensch eine so starke Anziehung hat zu dem einen Leben zwischen Geburt und&lt;br /&gt;
Tod, daß er wegen des geringen Maßes an innerer Tätigkeit nicht lange genug im&lt;br /&gt;
[[Devachan]] bleiben kann. Wenn der Mensch sich zu sehr gewöhnt hat, nach&lt;br /&gt;
außen zu schauen, hat er im Inneren nichts zu sehen. Er kommt dann bald ins&lt;br /&gt;
physische Leben zurück. Das Gebilde seiner früheren Begierden ist noch im Kamaloka&lt;br /&gt;
vorhanden; er trifft es dann noch an. Da mischt sich zu seinem neuen&lt;br /&gt;
Astralleib der alte hinzu; das ist das vorhergehende Karma, der Hüter der Schwelle.&lt;br /&gt;
Er hat dann sein früheres Karma fortwährend vor sich, dies wird eine eigentümliche&lt;br /&gt;
Art von Doppelgänger. Viele von den Päpsten der berüchtigten Päpstezeit,&lt;br /&gt;
wie zum Beispiel Alexander VI, haben solche Doppelgänger in der&lt;br /&gt;
nächsten Inkarnation gehabt. Es gibt Menschen, und zwar jetzt gar nicht selten,&lt;br /&gt;
die ihre frühere niedere Natur fortwährend neben sich haben. Das ist eine spezifische&lt;br /&gt;
Art von Wahnsinn. Das wird immer stärker und heftiger werden, weil das&lt;br /&gt;
Leben im Materiellen sich immer mehr ausbreitet. Viele Menschen, die jetzt ganz&lt;br /&gt;
im materiellen Leben aufgehen, werden in der nächsten Inkarnation die abnorme&lt;br /&gt;
Form des Hüters der Schwelle neben sich haben. Alle Nervösen von heute werden&lt;br /&gt;
gehetzt sein durch den Hüter der Schwelle in der nächsten Inkarnation. Sie werden&lt;br /&gt;
gehetzt werden in eine zu frühe Inkarnation, eine Art kosmischer Frühgeburt.|93a|28f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Astralleichnam eines hochentwickelten Menschen, der an seinen niederen Trieben gearbeitet hat, löst sich rasch auf; aber langsam geht die Auflösung vor&lt;br /&gt;
sich bei niedrigstehenden Menschen, die ihren Neigungen und Leidenschaften freien Lauf gelassen haben. Da kann es sogar vorkommen, daß der alte zurückgelassene Astralleichnam sich noch nicht&lt;br /&gt;
aufgelöst hat, wenn der ursprüngliche Träger zu einer neuen Geburt&lt;br /&gt;
schreitet. Und das ist dann ein schweres Schicksal. Es kann auch&lt;br /&gt;
sein, daß ein Mensch durch besondere Umstände bald wiederkehrt&lt;br /&gt;
und seinen alten Astralleichnam noch vorfindet; dieser hat dann eine starke Anziehung zu ihm und schlüpft mit hinein in den neuen&lt;br /&gt;
Astralleib. Der Mensch bildet sich also wohl einen neuen Astralleib,&lt;br /&gt;
aber sein alter verbindet sich damit, beide schleppt er dann mit sich&lt;br /&gt;
durchs Leben. Der alte Astralleib tritt dann in bösen Träumen oder&lt;br /&gt;
Visionen vor ihn als sein zweites Ich und umgaukelt, quält und peinigt ihn. Das ist der unberechtigte, falsche «Hüter der Schwelle»&amp;lt;ref&amp;gt;Textvariante in der Mitschrift von Alice Kinkel: Es sind diese Wesen unter der Bezeichnung «unberechtigte Hüter der Schwelle» bekannt, wie zum Beispiel in «Zanoni» von [[Edward Bulwer-Lytton|Bulwer]], wo sie als entsetzliche Quäler der betreffenden Menschen auftreten.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dieser alte Astralleichnam tritt leicht aus dem Menschen heraus,&lt;br /&gt;
weil er nicht fest mit den anderen Wesensgliedern verbunden ist,&lt;br /&gt;
und erscheint dann als ein Doppelgänger.|95|50f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde ist der Doppelgänger bzw. der [[Kleiner Hüter der Schwelle|kleine Hüter der Schwelle]] die Erscheinung eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Vorher war der Mensch selbst ein Elementarwesen. Nicht alles&lt;br /&gt;
Physische am Menschen ist bestimmt, erlöst zu werden. Es bleibt&lt;br /&gt;
vom Menschen eine Schlacke zurück. Diese Schlacke, die da zurückbleibt, ist im Menschen fortwährend vorhanden, daher steht er&lt;br /&gt;
unter dem Einfluß der astralischen Elementarwesen; das dazugehörige Elementarwesen hängt ihm an. Der Mensch ist daher in fortwährender Verbindung mit dem, was ein hemmender Feind, ein&lt;br /&gt;
Störenfried seiner Entwicklung ist. Die Wesenheiten, die sich dem&lt;br /&gt;
Menschen anhängen, nannte man in der deutschen Mythologie die&lt;br /&gt;
Alben. Sie treten in einer unbestimmten Gestalt auf im sogenannten Alptraum. Diese Träume äußern sich etwa so, daß man glaubt,&lt;br /&gt;
ein Wesen setzt sich einem auf die Brust. Wenn man astral sehend&lt;br /&gt;
wird, sieht man zuerst diese Wesen (The Dweller on the Threshold&lt;br /&gt;
in Bulwers «Zanoni»). Es ist die Widerspiegelung der astralen Bekanntschaft des Menschen mit seinem Alb, ein Sich-Wehren des&lt;br /&gt;
Menschen gegen seinen Feind. Das Wesen ist die Projektion eines&lt;br /&gt;
astralen Wesens in uns selbst. Es ist der [kleine] Hüter der Schwelle. Der Mensch, der die Furcht vor dem inneren Feinde nicht überwinden kann, der kehrt gewöhnlich um beim Tor der Initiation.|89|134|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahrimanische und luziferische Doppelgänger ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Substanz]]iell ist der Doppelgänger ein großer Teil des [[Ätherleib]]s, teilweise auch des [[Astralleib]]s, die von außen geschaut und von [[Ahriman]] nach unserer physischen Erscheinung gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun, für die hellsichtige Seele&lt;br /&gt;
stellt sich das Folgende heraus. Der Mensch hat immer in seiner Seele&lt;br /&gt;
einiges, was er sozusagen nicht voll beherrscht, wofür er besondere&lt;br /&gt;
Affekte hat. Solchen Dingen gegenüber, was so geartet ist, daß der&lt;br /&gt;
Mensch mit seinem Inneren in ganz eigenartiger Weise zusammenhängt,&lt;br /&gt;
entfaltet Ahriman eine besondere Tätigkeit. Es gibt in der&lt;br /&gt;
Menschenseele solche Teile, die man gewissermaßen loslösen kann&lt;br /&gt;
von dem Ganzen dieser Menschenseele. Weil der Mensch nicht eine&lt;br /&gt;
vollständige Herrschaft ausübt über solche Einschlüsse, macht sich&lt;br /&gt;
Ahriman darüber her. Und da macht sich durch Ahrimans Tätigkeit,&lt;br /&gt;
die unberechtigt ist, die dadurch entsteht, daß Ahriman seine Grenze&lt;br /&gt;
überschreitet, dann die Tendenz geltend, daß solche Teile der menschlichen&lt;br /&gt;
ätherischen Wesenheit und auch der menschlichen astralischen&lt;br /&gt;
Wesenheit, welche die Neigung haben, sich von dem übrigen Seelenleben&lt;br /&gt;
loszutrennen und selbständig zu werden, von Ahriman sich&lt;br /&gt;
formen lassen, so daß er ihnen die menschliche Gestalt gibt. Im&lt;br /&gt;
Grunde genommen steht es mit allen möglichen Gedanken, die in uns&lt;br /&gt;
selber sitzen, so, daß sie die menschliche Gestalt annehmen können.&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch diesen Gedanken als Gedankenlebewesen gegenübertritt,&lt;br /&gt;
wenn dann Ahriman die Gelegenheit hat, einen solchen Teil&lt;br /&gt;
der menschlichen Seele zu verselbständigen, ihm die menschliche&lt;br /&gt;
Form zu geben, und man lebt sich in die elementarische Welt hinein,&lt;br /&gt;
dann steht man diesem verselbständigten Teil seiner Wesenheit als&lt;br /&gt;
seinem Doppelgänger gegenüber. Es ist immer ein Teil der menschlichen&lt;br /&gt;
Seele, dem Ahriman die Form der menschlichen Gestalt gibt.&lt;br /&gt;
Man muß sich nur klarmachen, daß, wenn man die elementarische&lt;br /&gt;
Welt betritt, wenn man außerhalb seines physischen Leibes ist, sich&lt;br /&gt;
in den ganzen Verhältnissen so manches ändert. Wenn man in seinem&lt;br /&gt;
physischen Leibe darinnensteckt, so kann man sich nicht gegenübertreten; wenn man aber in seinem ätherischen Leibe die elementarische&lt;br /&gt;
Welt betritt, so kann man in ihm stecken und ihn dennoch von außen&lt;br /&gt;
sehen, wie man den Doppelgänger sieht. Dies ist mit dem Doppelgänger&lt;br /&gt;
gemeint. Er ist im Grunde genommen, wenn man substantiell&lt;br /&gt;
spricht, ein großer Teil des ätherischen Leibes selber. Während man&lt;br /&gt;
einen Teil desselben zurückbehält, sondert sich ein Teil ab, wird&lt;br /&gt;
objektiv. Man schaut ihn an, es ist ein Teil der eigenen Wesenheit,&lt;br /&gt;
dem Ahriman die Gestalt gegeben hat, die man selber hat. Denn&lt;br /&gt;
Ahriman versucht alles sozusagen hereinzudrängen in die Gesetze der&lt;br /&gt;
physischen Welt. In der physischen Welt herrschen die Geister der&lt;br /&gt;
Form, und sie teilen diese Herrschaft mit Ahriman, so daß Ahriman&lt;br /&gt;
das durchaus ausführen kann mit einem Teil der menschlichen Wesenheit,&lt;br /&gt;
was man bezeichnen kann als das Gestalten eines Teiles der&lt;br /&gt;
menschlichen Wesenheit zum Doppelgänger.|147|118f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[ahrimanisch]]e Doppelgänger ergreift unseren [[Leib]] kurz vor der [[Geburt]]. Er steht in Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] Kräften in unserem [[Organismus]], durch die er seine &#039;&#039;&#039;ahrimanische Intelligenz&#039;&#039;&#039; und seinen &#039;&#039;&#039;ahrimanischen Willen&#039;&#039;&#039; entfalten kann. Kurz vor dem [[Tod]] ist er gezwungen, den Leib wieder zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Also der Mensch kommt&lt;br /&gt;
recht sehr mit seinem Organismus, mit dem er sich bekleidet, in diese&lt;br /&gt;
Welt herein, ohne daß er mit seiner Seele hinunterlangt in diesen&lt;br /&gt;
Organismus. Dafür ist aber auch Gelegenheit vorhanden, daß kurze&lt;br /&gt;
Zeit bevor wir geboren werden - nicht sehr lange bevor wir geboren&lt;br /&gt;
werden -, außer unserer Seele noch ein anderes geistiges Wesen&lt;br /&gt;
Besitz ergreift von unserem Leib, von dem unterbewußten Teil&lt;br /&gt;
unseres Leibes. Das ist schon mal so: kurze Zeit bevor wir geboren&lt;br /&gt;
werden, durchsetzt uns ein anderes, wir würden nach unserer Terminologie&lt;br /&gt;
heute sagen, ein ahrimanisches Geisteswesen. Das ist ebenso&lt;br /&gt;
in uns wie unsere eigene Seele. Diese Wesenheiten, welche ihr Leben&lt;br /&gt;
gerade dadurch zubringen, daß sie die Menschen selber dazu benützen,&lt;br /&gt;
um da sein zu können in der Sphäre, in der sie da sein wollen,&lt;br /&gt;
diese Wesenheiten haben eine außerordentlich hohe Intelligenz und&lt;br /&gt;
einen ganz bedeutsam entwickelten Willen, aber gar kein Gemüt,&lt;br /&gt;
nicht das, was man menschliches Gemüt nennt. - Und wir schreiten&lt;br /&gt;
schon so durch unser Leben, daß wir unsere Seele haben und einen&lt;br /&gt;
solchen Doppelgänger, der viel gescheiter ist, sehr viel gescheiter ist&lt;br /&gt;
als wir, sehr intelligent ist, aber eine mephistophelische Intelligenz hat,&lt;br /&gt;
eine ahrimanische Intelligenz hat, und dazu einen ahrimanischen&lt;br /&gt;
Willen, einen sehr starken Willen, einen Willen, der den Naturkräften&lt;br /&gt;
viel näher steht als unser menschlicher Wille, der durch das Gemüt&lt;br /&gt;
reguliert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert hat die Naturwissenschaft entdeckt, daß das&lt;br /&gt;
Nervensystem von elektrischen Kräften durchsetzt ist. Sie hatte recht,&lt;br /&gt;
diese Naturwissenschaft. Aber wenn sie glaubte, wenn die Naturforscher&lt;br /&gt;
glauben, daß die Nervenkraft, die zu uns gehört, die für&lt;br /&gt;
unser Vorstellungsleben die Grundlage ist, irgendwie mit elektrischen&lt;br /&gt;
Strömen zu tun hat, welche durch unsere Nerven gehen, so haben sie&lt;br /&gt;
eben unrecht. Denn die elektrischen Ströme, das sind diejenigen&lt;br /&gt;
Kräfte, die von dem Wesen, das ich eben jetzt geschildert habe, in&lt;br /&gt;
unser Wesen hineingelegt werden, die gehören unserem Wesen gar&lt;br /&gt;
nicht an: wir tragen schon auch elektrische Ströme in uns, aber sie&lt;br /&gt;
sind rein ahrimanischer Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wesenheiten von hoher Intelligenz, aber rein mephistophelischer&lt;br /&gt;
Intelligenz, und von einem der Natur mehr verwandten Willen,&lt;br /&gt;
als es für den menschlichen Willen gesagt werden kann, die haben&lt;br /&gt;
einmal aus ihrem eigenen Willen heraus beschlossen, nicht in jener&lt;br /&gt;
Welt leben zu wollen, in der sie durch die weisheitsvollen Götter der&lt;br /&gt;
oberen Hierarchie zu leben bestimmt waren. Sie wollten die Erde&lt;br /&gt;
erobern, sie brauchen Leiber; eigene Leiber haben sie nicht: sie&lt;br /&gt;
benützen so viel von den menschlichen Leibern, als sie benützen&lt;br /&gt;
können, weil die menschliche Seele eben nicht ganz den menschlichen&lt;br /&gt;
Leib ausfüllen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wesenheiten also können, so wie sich der menschliche Leib&lt;br /&gt;
entwickelt, zu einer bestimmten Zeit bevor der Mensch geboren wird,&lt;br /&gt;
gewissermaßen in diesen menschlichen Leib hinein, und unter der&lt;br /&gt;
Schwelle unseres Bewußtseins begleiten sie uns. Sie können nur eines&lt;br /&gt;
im menschlichen Leben absolut nicht vertragen: sie können nämlich&lt;br /&gt;
den Tod nicht vertragen. Daher müssen sie diesen menschlichen Leib,&lt;br /&gt;
in dem sie sich festsetzen, immer auch, bevor er vom Tode befallen&lt;br /&gt;
wird, verlassen. Das ist eine sehr herbe Enttäuschung immer wiederum,&lt;br /&gt;
denn sie wollen gerade das sich erobern: in den menschlichen&lt;br /&gt;
Leibern zu bleiben über den Tod hinaus. Das wäre eine hohe Errungenschaft&lt;br /&gt;
im Reiche dieser Wesenheiten; das haben sie zunächst&lt;br /&gt;
nicht erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre das Mysterium von Golgatha nicht geschehen, wäre der&lt;br /&gt;
Christus nicht durch das Mysterium von Golgatha gegangen, so wäre&lt;br /&gt;
es längst so auf der Erde, daß diese Wesenheiten sich die Möglichkeit&lt;br /&gt;
erobert hätten, im Menschen auch drinnen zu bleiben, wenn dem&lt;br /&gt;
Menschen der Tod karmisch vorbestimmt ist. Dann hätten sie überhaupt&lt;br /&gt;
über die menschliche Entwickelung auf der Erde den Sieg&lt;br /&gt;
davongetragen, und sie wären Herren der menschlichen Entwickelung&lt;br /&gt;
auf der Erde geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas von einer ungeheuer tiefgehenden Bedeutung: einzusehen&lt;br /&gt;
diese Zusammenhänge zwischen dem Durchgehen des&lt;br /&gt;
Christus durch das Mysterium von Golgatha und diesen Wesenheiten,&lt;br /&gt;
die den Tod in der Menschennatur erobern wollen, aber ihn heute&lt;br /&gt;
noch nicht vertragen können; die sich immer hüten müssen, im&lt;br /&gt;
Menschenleibe zu erleben die Stunde, wo der Mensch vorbestimmt&lt;br /&gt;
hat zu sterben, hüten müssen, seinen Leib über diese Todesstunde&lt;br /&gt;
hinaus zu erhalten, das Leben seines Leibes über diese Todesstunde&lt;br /&gt;
hinaus zu verlängern.|178|58ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[ahrimanisch]]e Doppelgänger ist der Urheber aller physischer [[Krankheit]]en, die spontan aus dem Inneren hervorbrechen, während der [[luziferisch]]e Doppelgänger alle [[psychisch]]en Erkrankungen hervorruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn dieser&lt;br /&gt;
Doppelgänger, von dem ich gesprochen habe, der ist nichts mehr und&lt;br /&gt;
nichts weniger als der Urheber aller physischen Krankheiten, die&lt;br /&gt;
spontan aus dem Innern hervortreten, und ihn ganz kennen, ist organische&lt;br /&gt;
Medizin. Die Krankheiten, die spontan, nicht durch äußere&lt;br /&gt;
Verletzungen, sondern spontan von innen heraus im Menschen auftreten,&lt;br /&gt;
sie kommen nicht aus der menschlichen Seele, sie kommen von&lt;br /&gt;
diesem Wesen. Er ist der Urheber aller Krankheiten, die spontan aus&lt;br /&gt;
dem Innern hervortreten; er ist der Urheber aller organischen Krankheiten.&lt;br /&gt;
Und ein Bruder von ihm, der allerdings nicht ahrimanisch,&lt;br /&gt;
sondern luziferisch geartet ist, der ist der Urheber aller neurasthenischen&lt;br /&gt;
und neurotischen Krankheiten, aller Krankheiten, die eigentlich&lt;br /&gt;
keine Krankheiten sind, die nur, wie man sagt, Nervenkrankheiten,&lt;br /&gt;
hysterische Krankheiten und so weiter sind.|178|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Einflüsse auf den Doppelgänger ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der elektronische Doppelgänger.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://steinerverlag.com/shop/kategorie/thementexte/der-elektronische-doppelgaenger-und-die-entwicklung-der-computertechnik/}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Ein&lt;br /&gt;
Wesen, das etwa überall das gleiche auf seine Bewohner hinaufstrahlt,&lt;br /&gt;
ist unsere Erde durchaus nicht, sondern auf den verschiedensten Gebieten&lt;br /&gt;
der Erde wird ganz Verschiedenes hinaufgestrahlt. Und da&lt;br /&gt;
gibt es verschiedene Kräfte: magnetische, elektrische, aber auch viel&lt;br /&gt;
mehr in das Gebiet des Lebendigen heraufgehende Kräfte, die aus der&lt;br /&gt;
Erde heraufkommen, und die den Menschen beeinflussen in der&lt;br /&gt;
mannigfaltigsten Weise in den verschiedensten Punkten der Erde, also&lt;br /&gt;
nach der geographischen Gestaltung in verschiedener Weise den&lt;br /&gt;
Menschen beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr wichtige Tatsache. Denn das, was der Mensch zunächst&lt;br /&gt;
ist an Leib, Seele und Geist, das hat eigentlich wenig direkten&lt;br /&gt;
Bezug zu diesen von der Erde heraufwirkenden Kräften. Aber der&lt;br /&gt;
Doppelgänger, von dem ich gesprochen habe, der hat vorzugsweise&lt;br /&gt;
Bezug zu diesen von der Erde aus aufströmenden Kräften. Und indirekt,&lt;br /&gt;
mittelbar steht der Mensch nach Leib, Seele und Geist mit der&lt;br /&gt;
Erde in Beziehung und dem, was sie ausstrahlt an den verschiedenen&lt;br /&gt;
Punkten dadurch, daß sein Doppelgänger die intimsten Beziehungen&lt;br /&gt;
hegt zu demjenigen, was da heraufströmt. Diese Wesen, die als solche&lt;br /&gt;
ahrimanisch-mephistophelische Wesen von dem Menschen eine kurze&lt;br /&gt;
Zeitstrecke, bevor er geboren ist, Besitz ergreifen, die haben ihre ganz&lt;br /&gt;
besondere Geschmacksnatur. Da gibt es solche Wesenheiten, denen&lt;br /&gt;
ganz besonders die östliche Halbkugel, Europa, Asien, Afrika gefallen;&lt;br /&gt;
die wählen sich solche Menschen, die dort geboren werden,&lt;br /&gt;
um ihre Leiber zu benützen. Andere wählen sich Leiber, die auf der&lt;br /&gt;
westlichen Halbkugel, in Amerika geboren werden. Dasjenige, was&lt;br /&gt;
wir Menschen in einem schwachen Abbilde als Geographie haben, das&lt;br /&gt;
ist für diese Wesenheiten lebendiges Prinzip ihres eigenen Erlebens;&lt;br /&gt;
danach richten sie ihren Wohnsitz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und daraus ersehen Sie weiter, daß eine der wichtigsten Aufgaben&lt;br /&gt;
der Zukunft sein wird, wieder weiterzupflegen dasjenige, was abgerissen&lt;br /&gt;
ist: geographische Medizin, medizinische Geographie. Bei&lt;br /&gt;
Paracelsus ist es aus der alten atavistischen Weisheit heraus abgerissen;&lt;br /&gt;
seither ist es wenig gepflegt worden wegen der materialistischen Anschauungen.&lt;br /&gt;
Es wird wieder Platz greifen müssen; und manche Dinge&lt;br /&gt;
werden erst wiederum erkannt werden, wenn man den Zusammenhang&lt;br /&gt;
des krankmachenden Wesens im Menschen mit der Erdengeographie,&lt;br /&gt;
mit all den Fusionen, mit all den Ausstrahlungen, die je&lt;br /&gt;
nach den verschiedenen Gegenden der Erde von dieser Erde herauskommen,&lt;br /&gt;
kennenlernen wird. Also wichtig ist es schon, daß der&lt;br /&gt;
Mensch mit diesen Dingen bekannt wird, denn sein Leben hängt ja&lt;br /&gt;
davon ab. Er ist ja durch diesen Doppelgänger in einer ganz bestimmten&lt;br /&gt;
Weise hineingestellt in das Erdendasein, und dieser Doppelgänger,&lt;br /&gt;
der hat sein Wohnhaus in ihm selbst, in dem Menschen.|178|63f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ahrimanische Doppelgänger steht auch in engem Zusammenhang mit den [[Elektrizität|elektrischen]] und [[Magnetismus|magnetischen]] Kräften der [[Erde (Planet)|Erde]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Diese Wesen, die als solche&lt;br /&gt;
ahrimanisch-mephistophelische Wesen von dem Menschen eine kurze&lt;br /&gt;
Zeitstrecke, bevor er geboren ist, Besitz ergreifen, die haben ihre ganz&lt;br /&gt;
besondere Geschmacksnatur. Da gibt es solche Wesenheiten, denen&lt;br /&gt;
ganz besonders die östliche Halbkugel, Europa, Asien, Afrika gefallen;&lt;br /&gt;
die wählen sich solche Menschen, die dort geboren werden,&lt;br /&gt;
um ihre Leiber zu benützen. Andere wählen sich Leiber, die auf der&lt;br /&gt;
westlichen Halbkugel, in Amerika geboren werden. Dasjenige, was&lt;br /&gt;
wir Menschen in einem schwachen Abbilde als Geographie haben, das&lt;br /&gt;
ist für diese Wesenheiten lebendiges Prinzip ihres eigenen Erlebens;&lt;br /&gt;
danach richten sie ihren Wohnsitz ein.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|63}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders stark wirken diese Kräfte in [[Amerika]] auf den Doppelgänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn die deutlichsten Beziehungen zum Doppelgänger&lt;br /&gt;
gehen aus von demjenigen Gebiete der Erde, das vom amerikanischen&lt;br /&gt;
Kontinente bedeckt ist; und in den älteren Jahrhunderten&lt;br /&gt;
fuhr man mit norwegischen Schiffen hinüber nach Amerika und&lt;br /&gt;
studierte da drüben Krankheiten. Von Europa aus wurden in Amerika&lt;br /&gt;
gewissermaßen die unter dem Einflüsse des Erdenmagnetismus bewirkten&lt;br /&gt;
Krankheiten studiert. Und der geheimnisvolle Ursprung der&lt;br /&gt;
älteren europäischen Medizin, der ist da zu suchen. Da konnte man den&lt;br /&gt;
Verlauf beobachten, den man nicht hätte beobachten können in&lt;br /&gt;
Europa, wo die Menschen empfindlicher waren gegen die Einflüsse&lt;br /&gt;
des Doppelgängers.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|66}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dasjenige&lt;br /&gt;
Gebiet, wo am meisten Einfluß hat auf den Doppelgänger das,&lt;br /&gt;
was von unten heraufströmt, und wo es dadurch, daß es beim Doppelgänger&lt;br /&gt;
am meisten Verwandtschaft eingeht mit dem Ausströmenden,&lt;br /&gt;
also sich auch wieder der Erde mitteilt, das ist dasjenige Erdengebiet,&lt;br /&gt;
wo die meisten Gebirge nicht von Westen nach Osten, in der Querrichtung&lt;br /&gt;
hin, sondern wo die Gebirge hauptsächlich von Norden nach&lt;br /&gt;
Süden gehen - denn das hängt auch mit diesen Kräften zusammen -,&lt;br /&gt;
wo man den magnetischen Nordpol in der Nähe hat. Das ist das&lt;br /&gt;
Gebiet, wo vor allen Dingen Verwandtschaft entwickelt wird mit der&lt;br /&gt;
mephistophelisch-ahrimanischen Natur durch die äußeren Verhältnisse.&lt;br /&gt;
Und durch diese Verwandtschaft wird vieles bewirkt in der&lt;br /&gt;
fortschreitenden Entwickelung der Erde. Der Mensch darf heute&lt;br /&gt;
nicht blind durch die Entwickelung der Erde gehen; er muß solche&lt;br /&gt;
Verhältnisse durchschauen. Europa wird sich zu Amerika nur dann&lt;br /&gt;
in ein richtiges Verhältnis setzen können, wenn solche Verhältnisse&lt;br /&gt;
durchschaut werden können, wenn man weiß, welche geographischen&lt;br /&gt;
Bedingtheiten von dorther kommen. Sonst aber, wenn Europa fortfahren&lt;br /&gt;
wird, in diesen Dingen blind zu sein, dann wird es mit diesem&lt;br /&gt;
armen Europa so gehen, wie es mit Griechenland gegenüber Rom&lt;br /&gt;
gegangen ist. Das darf nicht sein; die Welt darf nicht geographisch&lt;br /&gt;
amerikanisiert werden.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|70}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am wenigsten sind diese Kräfte, die den ahrimanischen Doppelgänger stärken, in [[Russland]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Im&lt;br /&gt;
Osten Europas ist verhältnismäßig wenig Neigung rein durch das,&lt;br /&gt;
was von der Erde ausströmt, denn das Russentum zum Beispiel hängt&lt;br /&gt;
wohl innig zusammen gerade durch den Boden, aber es nimmt ganz&lt;br /&gt;
besondere Kräfte aus dem Boden heraus auf, und zwar Kräfte, die&lt;br /&gt;
nicht von der Erde kommen. Das Geheimnis der russischen Geographie&lt;br /&gt;
besteht darinnen, daß das, was der Russe von der Erde aufnimmt,&lt;br /&gt;
zuerst das der Erde mitgeteilte Licht ist, das von der Erde&lt;br /&gt;
wieder zurückgeht. Also der Russe nimmt eigentlich aus der Erde&lt;br /&gt;
dasjenige auf, was aus den äußeren Regionen zu der Erde erst hinströmt;&lt;br /&gt;
der Russe liebt seine Erde, aber er liebt sie eben aus dem&lt;br /&gt;
Grunde, weil sie ihm ein Spiegel ist des Himmels. Dadurch aber hat&lt;br /&gt;
der Russe, wenn er noch so territorial gesinnt ist, in dieser territorialen&lt;br /&gt;
Gesinnung etwas - wenn es auch heute noch auf einer kindlichen&lt;br /&gt;
Stufe ist - außerordentlich Kosmopolitisches: weil die Erde, indem&lt;br /&gt;
sie sich durch den Weltenraum bewegt, mit allen möglichen Partien&lt;br /&gt;
des Erdenumkreises in Beziehung kommt. Und wenn man nicht dasjenige&lt;br /&gt;
in die Seele aufnimmt, was von unten nach oben strömt in der&lt;br /&gt;
Erde, sondern dasjenige, was von oben nach unten und wiederum&lt;br /&gt;
hinaufströmt, dann ist es etwas anderes, als wenn man aufnimmt das,&lt;br /&gt;
was - direkt von der Erde ausströmend - in eine gewisse Verwandtschaft&lt;br /&gt;
zur Menschennatur gesetzt wird. Das aber, was der Russe an&lt;br /&gt;
seiner Erde liebt, womit er sich durchdringt, das gibt ihm manche&lt;br /&gt;
Schwäche, aber auch vor allen Dingen eine gewisse Fähigkeit, jene&lt;br /&gt;
Doppelgängernatur zu überwinden, von der ich Ihnen vorhin gesprochen&lt;br /&gt;
habe.&amp;quot; {{Lit|{{G|178|69}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Doppelgängermotiv in der Dichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doppelgänger-Erlebnisse werden in der Dichtung recht häufig geschildert. So beschreibt etwa [[Goethe]] ein solches Erlebnis, das am [[Wikipedia:7. August|7. August]] [[Wikipedia:1771|1771]] stattfand , nachdem er sich gerade endgültig von [[Wikipedia:Friederike Brion|Friederike Brion]] getrennt hatte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;In solchem Drang und Verwirrung konnte ich doch nicht unterlassen, Friedriken noch einmal zu sehn. Es waren peinliche Tage, deren Erinnerung mir nicht geblieben ist. Als ich ihr die Hand noch vom Pferde reichte, standen ihr die Tränen in den Augen, und mir war sehr übel zu Mute. Nun ritt ich auf dem Fußpfade gegen Drusenheim, und da überfiel mich eine der sonderbarsten Ahndungen. Ich sah nämlich, nicht mit den Augen des Leibes, sondern des Geistes, mich mir selbst, denselben Weg, zu Pferde wieder entgegen kommen, und zwar in einem Kleide, wie ich es nie getragen: es war hechtgrau mit etwas Gold. Sobald ich mich aus diesem Traum aufschüttelte, war die Gestalt ganz hinweg. Sonderbar ist es jedoch, daß ich nach acht Jahren, in dem Kleide, das mir geträumt hatte, und das ich nicht aus Wahl, sondern aus Zufall gerade trug, mich auf demselben Wege fand, um Friedriken noch einmal zu besuchen. Es mag sich übrigens mit diesen Dingen wie es will verhalten, das wunderliche Trugbild gab mir in jenen Augenblicken des Scheidens einige Beruhigung.&amp;quot; {{Lit|Goethe}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnliches Erlebnis schildert [[Wikipedia:Conrad Ferdinand Meyer|Conrad Ferdinand Meyer]] in seinem Gedicht &#039;&#039;Begegnung&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mich führte durch den Tannenwald&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ein stiller Pfad, ein tief verschneiter, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da, ohne dass ein Huf gehallt,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Erblickt ich plötzlich einen Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zugewandt, nicht abgewandt,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Kam er, den Mantel umgeschlagen,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Mir deuchte, dass ich ihn gekannt&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
In alten, längst verschollnen Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jungen Augen wilde Kraft,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Des Mundes Trotz und herbes Schweigen,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ein Zug von Traum und Leidenschaft&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Berührte mich so tief und eigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Rösslein zog auf weisser Bahn&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vorbei mit ungehörten Hufen.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Mich fassts mit Lust und Grauen an,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ihm Gruss und Namen nachzurufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch keinen Namen hab ich dann&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Als meinen eigenen gefunden,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Da Ross und Reiter schon im Tann&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und hinterm Schneegeflock verschwunden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der berühmtesten dichterischen Darstellungen des Doppelgängermotivs ist [[Wikipedia:Robert Louis Stevenson|Robert Louis Stevenson]]s Roman &#039;&#039;[[Wikipedia:Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde|Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde]]&#039;&#039; (1886). Auch in [[Wikipedia:Oscar Wilde|Oscar Wilde]]s &#039;&#039;[[Wikipedia:Das Bildnis des Dorian Gray|Das Bildnis des Dorian Gray]]&#039;&#039; (1891) wird die Begegnung mit dem Doppelgänger sehr deutlich gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hüter der Schwelle]]&lt;br /&gt;
* [[Spaltung der Persönlichkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Wolfgang von Goethe]]: &#039;&#039;Dichtung und Wahrheit&#039;&#039;, 11. Buch&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989) {{Vorträge|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Grundelemente der Esoterik&#039;&#039;, [[GA 93a]] (1987) {{Vorträge|93a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Kosmogonie&#039;&#039;, [[GA 94]] (2001), ISBN 3-7274-0940-1 {{Vorträge|094}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vor dem Tore der Theosophie&#039;&#039;, [[GA 95]] (1990), ISBN 3-7274-0952-5 {{Vorträge|095}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse der Schwelle&#039;&#039;, [[GA 147]] (1997), ISBN 3-7274-1470-7 {{Vorträge|147}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen&#039;&#039;, [[GA 178]] (1992), ISBN 3-7274-1780-3 {{Vorträge|178}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266/2]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Schule|266}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Christian Simonis]]: &#039;&#039;Doppelgänger des Menschen&#039;&#039;, Vlg. Die Kommenden, Freiburg i. Br. 1973&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;. Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 1986, S. 86 - 108&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;amp;xid=298&amp;amp;kapitel=18 Conrad Ferdinand Meyer: &#039;&#039;Begegnung&#039;&#039;] - Text im [http://gutenberg.spiegel.de Projekt Gutenberg-DE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eizelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[en:Doppelgänger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Todesengel&amp;diff=626177</id>
		<title>Todesengel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Todesengel&amp;diff=626177"/>
		<updated>2026-07-16T17:47:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Todesengel&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Engel des Todes&#039;&#039;&#039; erscheint als [[Geistige Wesen|geistiges Wesen]], das dem [[Mensch]]en den [[Tod]] bringt oder den nahenden Tod bzw. eine drohende Todesgefahr verkündigt und den [[Verstorbener|Verstorbenen]] als „Seelengeleiter“ ([[Psychopompos]]) ins [[Jenseits]] begleitet. Auch bei [[Nahtoderfahrung]]en kann er in Erscheinung treten. In der Regel handelt es sich dabei um den «[[Kleiner Hüter der Schwelle|Kleinen Hüters der Schwelle]]», der in Gestalt eines [[astral]]en [[Elementarwesen]]s {{Lit|{{G|89|134|135}}}} als zunächst dunkle, düstere Figur erscheint, die die [[Karma|karmischen]] Verstrickungen des Erdenlebens sichtbar macht und den Menschen auffordert, ihn in eine lichtvolle Gestalt zu verwandeln. Der &#039;&#039;kleine Hüter&#039;&#039; zeigt sich auch dem [[Geistesschüler]] auf dem [[geist]]igen [[Schulungsweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[jüdisch]]-[[christlich]]en Tradition wird der Todesengel insbesonders auf das in {{B|Ex|12|27}} beschriebene [[Wikipedia:Pessach|Pessach]]fest bezogen, auf dem alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen wurden, obgleich der Todesengel im Bibeltext selbst nicht ausdrücklich erwähnt wird. Auch im [[Wikipedia:1. Korintherbrief|1. Korintherbrief]] wird auf den Todesengel hingewiesen ({{B|1 Kor|10|10|HFA|GNB}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird der Todesengel ausdrücklich erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sag: Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt ist, wird euch (wenn eure Frist abgelaufen ist) abberufen. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.|Koran|Sure 32:11 (Übersetzung: Paret 1979)[http://www.corpuscoranicum.de/intertexte/index?sure=32&amp;amp;vers=11]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] treten [[Hermes]] und [[Charon]] als Begleiter des Verstorbenen auf, in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] ist es der [[Genius]] des Menschen und bei den [[Wikipedia:Germanen|Germanen]] sind es die [[Walküre|Walküre]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Glomer|lebensphasen/sterben-tod-und-geistiges-leben|Sterben, Tod und geistiges Leben}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bewußtsein – Leben – Form &#039;&#039;, [[GA 89]] (2001), ISBN 3-7274-0890-1 {{Vorträge|089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leben zwischen Tod und neuer Geburt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistige Wesen]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Zerst%C3%B6rungsherd&amp;diff=626176</id>
		<title>Zerstörungsherd</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Zerst%C3%B6rungsherd&amp;diff=626176"/>
		<updated>2026-07-16T07:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Zerstörungskräfte und Transsubstantiation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein &#039;&#039;&#039;Zerstörungsherd&#039;&#039;&#039;, ein &#039;&#039;&#039;Herd des Bösen&#039;&#039;&#039;, wirkt im Inneren des [[Menschen]], damit er sein [[Ich]] entwickeln und erhärten kann. Hier wird die [[Materie]] ins [[Chaos]] gestürzt und aufgelöst. Dieser Zerstörungsherd, der über den ganzen menschlichen [[Organismus]] ausgebreitet ist, aber sein leibliches Zentrum im Schwerpunkt des Menschen in der [[Stoffwechsel-Gliedmaßen-System|Stoffwechselregion]] hat, ist dem [[Bewusstsein]] normalerweise nicht zugänglich, da er jenseits des [[Erinnerung]]sspiegels liegt. Ohne dass es uns bewusst wird, dringen unsere [[Gedanke]]n unter den Erinnerungsspiegel hinunter in jenen Bereich des [[Ätherleib]]s, der dem Wachstum, aber auch der Entstehung der [[Wille]]nskräfte zugrunde liegt. Dieser Teil des Ätherleibs bewirkt dann im [[Physischer Leib|physischen Leib]] die Auflösung der Materie. Nur durch entsprechende [[Schulungsweg|geistige Schulung]] kann das Bewusstsein in diesen Bereich vordringen. Eine strenge [[moral]]ische Selbsterziehung muss damit verbunden sein, denn wenn diese Kräfte nach außen dringen, werden sie zu einer furchtbaren Quelle des [[Das Böse|Bösen]] bis hin zu [[Schwarze Magie|schwarzmagischen Praktiken]]. Anderseits werden durch alle moralischen Impulse hier bereits die Keime für das künftige [[Neuer Jupiter|Jupiterdasein]] gebildet, das in der [[Apokalypse des Johannes]] als das [[Neues Jerusalem|Neue Jerusalem]] beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahriman und die notwendige Auseinandersetzung mit den Zerstörungskräften und ihre Verwandlung in schöpferische Kräfte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erlösung Ahrimans ist nur möglich durch die Erkenntnis seines kosmischen Zusammenhangs und der mit ihm verbundenen [[Zerstörungskräfte]], denen man sich stellen muss:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die geistigen Kräfte, die diesem [[Herd der Zerstörung]] zugrundeliegen, nenne ich in meiner anthroposophischen Anschauung ahrimanische Kräfte“|343|439}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zerstörungskräfte sind notwendig für das menschliche Bewusstsein und die Erinnerungsfähigkeit, müssen aber in ihrer kosmischen Funktion verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erlösung geschieht durch die &#039;&#039;&#039;Verwandlung der Zerstörungskräfte in schöpferische Kräfte&#039;&#039;&#039;. „Es muss also in uns ein Herd der Zerstörung da sein. Damit irgend etwas in der Welt ist, müssen geistige Kräfte da sein, die es bewirken“ {{GZ||343|439}}. Die Aufgabe besteht darin, diese Kräfte bewusst zu durchdringen und zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ich und die Quelle des Bösen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Dieses Ich, wodurch entsteht es? Dadurch, daß das Menschenwesen&lt;br /&gt;
in ein Chaos der Zerstörung eintauchen kann, bildet sich dieses Ich.&lt;br /&gt;
Dieses Ich muß gestählt und erhärtet werden in derjenigen Welt, die&lt;br /&gt;
im Inneren des Menschen als die Welt eines Zerstörungsherdes ist. Mit&lt;br /&gt;
diesem Ich kann man nicht jenseits der Sphäre der äußeren Sinneswelt&lt;br /&gt;
leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns schematisch den Zerstörungsherd im Inneren des&lt;br /&gt;
Menschen vor (siehe Zeichnung, rot). Er ist über den ganzen menschlichen&lt;br /&gt;
Organismus ausgebreitet. Was ich da schildere, ist intensiv, nicht&lt;br /&gt;
extensiv aufzufassen, aber ich werde es schematisch zeichnen. Da ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA207_026.gif|center|400px|Tafel 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Zerstörungsherd, da ist die menschliche Hülle. Wenn das, was im&lt;br /&gt;
Inneren ist, über die ganze Welt verbreitet würde, was würde in der&lt;br /&gt;
Welt leben durch den Menschen? Das Böse! Das Böse ist nichts anderes,&lt;br /&gt;
als das nach außen geworfene, im Inneren des Menschen notwendige&lt;br /&gt;
Chaos. Und in diesem Chaos, in dem, was im Menschen sein muß, aber&lt;br /&gt;
auch in ihm bleiben muß als ein Herd des Bösen, in dem muß das&lt;br /&gt;
menschliche Ich, die menschliche Egoität erhärtet werden.|207|25f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA206 Tafel 14.jpg|thumb|400px|Tafel 14 zu {{G|206}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun können wir aber auch nach der andern Seite hinunter in unser&lt;br /&gt;
(Pfeile, Tafel 14 rechts oben) eigentliches Wesen steigen. Das geschieht dann, wenn die in uns selbst&lt;br /&gt;
liegenden, zerstörenden Sterbekräfte uns mehr erfassen, als sie das&lt;br /&gt;
gewöhnlich tun; besser gesagt, wenn sie bewußt werden. Geradeso&lt;br /&gt;
wie wir herausdringen können jenseits der Grenze des Sinneslebens,&lt;br /&gt;
so können wir auch durch dasjenige, was ich okkulte Schulung nenne,&lt;br /&gt;
hinunterdringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber da erlebt wird, das muß nun, wenn es nicht in einer gewissen Weise krankhaft auftreten soll, durchaus im Inneren des Menschen&lt;br /&gt;
bleiben. Der Mensch darf es nicht in sein gewöhnliches Bewußtsein&lt;br /&gt;
herauflassen. Er muß dieses Gebiet unten lassen, da, wo es sonst&lt;br /&gt;
unbewußt ist. Das heißt, der Mensch darf dieses Gebiet, das ja im&lt;br /&gt;
Ätherleib liegt, nicht heraufströmen lassen in sein gewöhnliches Bewußtsein,&lt;br /&gt;
sondern er muß sein gewöhnliches Bewußtsein hinunterleiten&lt;br /&gt;
in den Ätherleib. Es darf also nicht dasjenige, was da unten ist, etwa&lt;br /&gt;
hereindringen in das gewöhnliche Vorstellen, sondern es muß das gewöhnliche&lt;br /&gt;
Vorstellen da hinunterdringen [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem&lt;br /&gt;
Gebiete wurzelt nämlich all dasjenige vom menschlichen Seelen-Leibesleben,&lt;br /&gt;
was im gewöhnlichen Sinne sich eigentlich nicht in dem äußeren&lt;br /&gt;
Gebaren des Menschen entwickeln darf. Es wurzelt da das menschliche&lt;br /&gt;
Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen daraus eine sehr bemerkenswerte Tatsache. Dieser Quell&lt;br /&gt;
des Bösen, er ist eigentlich fortwährend in uns. Wir dürfen uns keinen&lt;br /&gt;
Augenblick der Illusion hingeben, daß der Quell des Bösen nicht in uns&lt;br /&gt;
wäre. Er ist, wenn ich so sagen darf, unterhalb des Vorstellungslebens&lt;br /&gt;
gelegen. Er darf nur nicht das Vorstellungsleben infizieren, sonst werden&lt;br /&gt;
die Vorstellungen Motive zum Bösen; er muß unten bleiben. Und&lt;br /&gt;
derjenige, der ihn da beschauen will, muß moralisch so stark sein, daß&lt;br /&gt;
er ihn nicht heraufläßt, daß er wirklich nur das Bewußtsein hinunterschickt.|206|164f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Denken als Ursache der Zerstörungskräfte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Unser Inneres ist ja wirklich wie ein Spiegel. Wir schauen die Außenwelt&lt;br /&gt;
an. Hier sind die äußeren Sinneseindrücke. Daran knüpfen wir,&lt;br /&gt;
Vorstellungen. Dann werden diese Vorstellungen von dem Inneren gespiegelt.&lt;br /&gt;
Wir kommen, indem wir nach dem Inneren hineinschauen,&lt;br /&gt;
nur zu diesem Spiegel im Inneren (siehe Zeichnung Seite 20, rot). Wir&lt;br /&gt;
sehen das, was in dem Erinnerungsspiegel zurückgeworfen wird (rote&lt;br /&gt;
Pfeile). Wir können mit diesem gewöhnlichen Bewußtsein geradesowenig&lt;br /&gt;
in das Innere des Menschen hineinschauen, wie man, ohne ihn zu&lt;br /&gt;
zerbrechen, hinter den Spiegel schauen kann [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA207_020.gif|center|400px|Tafel 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sieht man denn da im Inneren des Menschen? Da sieht man,&lt;br /&gt;
wie da allerdings von der Kraft des Wahrnehmens und Denkens, die&lt;br /&gt;
sich entwickelt vor dem Erinnerungsspiegel, etwas hineindringt bis&lt;br /&gt;
unter den Erinnerungsspiegel. Die Gedanken dringen unter diesen Erinnerungsspiegel&lt;br /&gt;
hinunter und wirken in dem menschlichen Ätherleib,&lt;br /&gt;
in demjenigen Teil des menschlichen Ätherleibes, der dem Wachstum,&lt;br /&gt;
der aber auch der Entstehung der Willenskräfte zugrunde liegt. Indem&lt;br /&gt;
wir hinausblicken in den sonnendurchhellten Raum, indem wir überblicken&lt;br /&gt;
alles das, was uns aus den Sinneseindrücken kommt, strahlt&lt;br /&gt;
etwas in unser Inneres, das ja allerdings auf der einen Seite zu den&lt;br /&gt;
Erinnerungsvorstellungen wird, das aber doch durchsickert durch den&lt;br /&gt;
Erinnerungsspiegel; was uns ebenso durchdringt, wie uns durchdringen,&lt;br /&gt;
sagen wir, die Vorgänge der Ernährung, des Wachstums und so weiter.&lt;br /&gt;
Die Gedankenkräfte durchdringen ja zunächst den Ätherleib, und dieser&lt;br /&gt;
von den Gedankenkräften durchdrungene Ätherleib, der wirkt in&lt;br /&gt;
einer ganz besonderen Weise nun auf den physischen Leib. Da entsteht&lt;br /&gt;
im physischen Leib eine vollständige Umwandelung des materiellen&lt;br /&gt;
Daseins, das im physischen Leib des Menschen ist. In der Außenwelt&lt;br /&gt;
wird Materie nirgends vollständig zerstört. Daher sprechen die neuere&lt;br /&gt;
Philosophie und Naturwissenschaft für die Außenwelt von der Erhaltung&lt;br /&gt;
der Materie. Aber dieses Gesetz der Erhaltung der Materie gilt&lt;br /&gt;
nur für die Außenwelt. Im Inneren des Menschen wird Materie vollständig&lt;br /&gt;
zurückverwandelt in das Nichts. Vollständig wird die Materie&lt;br /&gt;
da in ihrem Wesen zerstört [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle tragen unter unserem&lt;br /&gt;
Erinnerungsspiegel, gerade zum Behufe der Entwickelung des&lt;br /&gt;
menschlichen gedankenvollen Ich, die Zerstörungswut, die Auflösungswut&lt;br /&gt;
der Materie gegenüber. Es gibt keine menschliche Selbsterkenntnis,&lt;br /&gt;
die nicht auf dieses innere menschliche Faktum in aller Intensität&lt;br /&gt;
hinweist [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist innerhalb der westlichen Zivilisation&lt;br /&gt;
die Umhüllung eines Zerstörungsherdes, und eigentlich können die&lt;br /&gt;
Niedergangskräfte in die Aufgangskräfte nur übergeführt werden,&lt;br /&gt;
wenn der Mensch sich bewußt wird, daß er die Umhüllung eines Zerstörungsherdes&lt;br /&gt;
ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was würde geschehen, wenn der Mensch durch Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
nicht auf dieses Bewußtsein hingeführt würde? Nun, wir sehen bereits&lt;br /&gt;
in der Entwickelung der heutigen Zeit, was geschehen würde. Das,&lt;br /&gt;
was gewissermaßen isoliert, abgesondert im Menschen ist und nur im&lt;br /&gt;
Menschen wirken sollte, diese einzige Stelle haben sollte, wo Materie&lt;br /&gt;
in ihr Chaos zurückgeworfen wird, das dringt heraus, das dringt in&lt;br /&gt;
die äußeren menschlichen Instinkte. Das wird überhaupt westliche und&lt;br /&gt;
Erdenzivilisation werden. Das zeigt sich in alledem, was an zerstörungswütigen&lt;br /&gt;
Kräften heute zum Beispiel im Osten Europas und so&lt;br /&gt;
weiter auftritt. Das ist die aus dem Inneren in das Äußere hineingeworfene&lt;br /&gt;
Zerstörungswut, und der Mensch kann sich in der Zukunft&lt;br /&gt;
gegenüber dem, was da eigentlich in seinen Instinkt übergeht, nur zurechtfinden&lt;br /&gt;
durch etwas, was in ihm sein muß, wenn wiederum wirkliche&lt;br /&gt;
Menschenerkenntnis eintritt, wenn wir wiederum aufmerksam&lt;br /&gt;
gemacht werden auf diesen menschlichen Zerstörungsherd im Inneren,&lt;br /&gt;
der aber da sein muß um der Entwickelung des menschlichen Denkens&lt;br /&gt;
willen. Denn jene Stärke des Denkens, die der Mensch haben muß, damit&lt;br /&gt;
der Mensch seine der heutigen Zeit angemessene Weltanschauung&lt;br /&gt;
haben kann, diese Stärke des Denkens, die da vor dem Erinnerungsspiegel&lt;br /&gt;
sein muß, die bewirkt die Fortsetzung des Denkens in den&lt;br /&gt;
Ätherleib hinein, und dieser vom Denken durchdrungene Ätherleib,&lt;br /&gt;
der wirkt eben in dieser Weise zerstörend auf den physischen Leib. Es&lt;br /&gt;
ist einmal in dem modernen Menschen des Westens dieser Zerstörungsherd.&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis macht nur darauf aufmerksam. Und viel schlimmer&lt;br /&gt;
ist es, wenn der Herd da ist, ohne daß der Mensch mit seinem Bewußtsein&lt;br /&gt;
darauf hinweisen kann, als wenn der Mensch mit vollem&lt;br /&gt;
Bewußtsein von diesem Zerstörungsherd Kenntnis nimmt und sich von&lt;br /&gt;
diesem Gesichtspunkte aus in die moderne Zivilisationsentwickelung&lt;br /&gt;
hineinbegibt.|207|19ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörungskräfte und Wille ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zerstörungskräfte haben ihr Zentrum knapp unterhalb des [[Zwerchfell]]s im Schwerpunkt des Menschen. Von allen Menschen gemeinsam gehen hier Wirkungen aus, die die wirkliche Ursache für das sind , was zum großen Teil im [[Mineralreich|mineralischen]], im [[Pflanzen|pflanzlichen]] und [[Tiere|tierischen]] Reiche auf der Erde an Auflösungsprozessen vor sich geht. Der [[Wille]] hängt mit den auflösenden Kräften unseres [[Planet]]en zusammen. Diese Kräfte wirken im [[Tagesbewusstsein|Wachzustand]] des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Denn Sie haben alle in sich dasjenige,&lt;br /&gt;
was man den Schwerpunkt Ihrer eigenen physischen Person&lt;br /&gt;
nennen kann. Dieser Schwerpunkt ist beim wachenden Menschen&lt;br /&gt;
etwas höher gelegen, er liegt unterhalb des Zwerchfelles, beim&lt;br /&gt;
schlafenden Menschen ist er etwas tiefer gelegen, aber er ist da. Es&lt;br /&gt;
seien also eintausendfünfhundert Millionen solcher Schwerpunkte da&lt;br /&gt;
über die Erde hin. Diese geben eine Gesamtwirkung. Und was von&lt;br /&gt;
dieser Gesamtwirkung ausgeht, das gibt die wirkliche Ursache für&lt;br /&gt;
das, was zum großen Teil im mineralischen, im pflanzlichen und&lt;br /&gt;
tierischen Reiche auf der Erde vor sich geht. Was Sie also um sich&lt;br /&gt;
sehen an Luftwirkungen, an Wasserwirkungen, was Sie sehen an anderen&lt;br /&gt;
mineralischen Vorkommnissen, das wird nur dann, wenn man&lt;br /&gt;
eine falsche Wissenschaft zugrunde legt, auf mineralische Ursachen&lt;br /&gt;
zurückgeführt; das liegt in Wirklichkeit seiner wahren Ursache nach&lt;br /&gt;
im Inneren der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das ist eine Wahrheit, von der heute noch die wenigsten&lt;br /&gt;
Menschen überhaupt etwas ahnen. Die wenigsten Menschen wissen,&lt;br /&gt;
daß im Mineral-, im tierischen, im pflanzlichen Reiche Vorgänge vor&lt;br /&gt;
sich gehen, weil in Wahrheit im Inneren der Menschenorganismen die&lt;br /&gt;
Ursachen für diese Vorgänge liegen, nicht für das gesamte Wirken&lt;br /&gt;
im mineralischen, tierischen und pflanzlichen Reiche, sondern für&lt;br /&gt;
einen großen Teil der Wirkungen. Die auf der Erde herumwandelnde&lt;br /&gt;
Menschheit trägt in sich eigentlich die Ursache für dasjenige,&lt;br /&gt;
was geschieht. So daß eigentlich Mineralogie, Botanik, Zoologie nicht&lt;br /&gt;
getrieben werden können ohne Anthropologie, ohne beim Menschen&lt;br /&gt;
anzufragen. Die Wissenschaft spricht Ihnen von chemischen, von&lt;br /&gt;
physikalischen, mechanischen Kräften. Innig verwandt sind diese&lt;br /&gt;
physischen, chemischen, mechanischen Kräfte mit der menschlichen&lt;br /&gt;
Willenskraft, mit derjenigen menschlichen Willenskraft, die eigentlich&lt;br /&gt;
im Schwerpunkt des Menschen konzentriert ist. Wenn man von der&lt;br /&gt;
Erde redet und will die Wahrheit treffen, muß man nicht von irgendeiner&lt;br /&gt;
abstrakten Erde sprechen, wie es die Geologen tun, sondern&lt;br /&gt;
man muß von der Erde so sprechen, daß man die Menschheit zu der&lt;br /&gt;
Erde hinzurechnet. Das sind die Wahrheiten, die sich enthüllen jenseits&lt;br /&gt;
der Schwelle. Alles dasjenige, was diesseits der Schwelle gewußt&lt;br /&gt;
werden kann, gehört eigentlich in das Reich der Erkenntnisillusionen,&lt;br /&gt;
gehört nicht in das Reich der Erkenntniswahrheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun entsteht die Frage: Welcher Zusammenhang ist denn nun&lt;br /&gt;
eigentlich für die heutige Menschheit - und von ihr reden wir ja&lt;br /&gt;
zunächst - zwischen den Willenskräften des Menschen, die in seinem&lt;br /&gt;
Schwerpunkt konzentriert sind, und zwischen den äußerlichen physikalischen&lt;br /&gt;
und chemischen Kräften? - Bei dem normalen Leben äußert&lt;br /&gt;
sich diese Beziehung nur in den menschlichen Stoffwechselvorgängen.&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch in sich aufnimmt die Stoffe der Außenwelt, so ist&lt;br /&gt;
es eigentlich sein Wille, der diese Stoffe verdaut, verarbeitet. Und&lt;br /&gt;
wenn nichts anderes wirken würde als dieser Wille, dann würde dasjenige,&lt;br /&gt;
was von außen aufgenommen wird in den Menschen, bloß&lt;br /&gt;
zersetzt werden. Der menschliche Wille hat die Kraft, alle übrigen&lt;br /&gt;
Stoffe und Kräfte zu zersetzen, aufzulösen, und der Zusammenhang&lt;br /&gt;
zwischen dem Menschen und der übrigen mineralischen, pflanzlichen&lt;br /&gt;
und tierischen Natur ist heute ein solcher, daß sein Wille zusammenhängt&lt;br /&gt;
mit den auflösenden Kräften unseres Planeten, mit den zerstörenden&lt;br /&gt;
Kräften unseres Planeten.|191|230f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung der Materie im Mittelpunkt der Erde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwerpunkte aller Menschen, von denen die Auflösungskräfte ausgehen, haben ihr gemeinsames Zentrum im Mittelpunkt der [[Erde (Planet)|Erde]], wodurch auch hier die Materie aufgelöst wird. Sie geht aus dem dreidimensionalen Raum heraus in eine andere Dimension über. Doch genau in demselben Maß, mit dem sie im Mittelpunkt verschwindet, tritt sie vom Umkreis her wieder in den dreidimensionalen Raum herein, allerdings so, dass jetzt alles, was der urspünglichen Materie an Formen aufgeprägt wurde, nun in die &#039;&#039;innere&#039;&#039; Struktur dieser neuen Materie hineingearbeitet ist. So gab es am Anfang der [[Weltentwicklungsstufen|siebenstufigen Entwicklung]] unseres [[Planetensystem]]s, ehe noch der [[Alter Saturn|alte Saturn]] gebildet worden war, außerhalb des [[Tierkreis]]es den sog. [[Kristallhimmel]], in dem die Taten der [[Wesen]] einer vorangegangenen Evolutionsreihe enthalten waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sehen Sie, ein Planet wird in der Tat im Laufe&lt;br /&gt;
seiner Entwickelung immer kleiner und kleiner, er zieht sich zusammen.&lt;br /&gt;
Das ist so das Schicksal der Materie des Planeten; aber das ist&lt;br /&gt;
nicht alles, das ist nur etwas, was sozusagen das physische Auge und&lt;br /&gt;
physische Instrumente am Planeten betrachten können. Es gibt eine&lt;br /&gt;
Entwickelung auch des Materiellen über diesen Punkt hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wollen wir diese Entwickelung des Materiellen über&lt;br /&gt;
diesen Punkt hinaus einmal ins Auge fassen, und ich komme auf das,&lt;br /&gt;
wovon ich gesagt habe, daß es für einen Gegenwartsverstand schwer,&lt;br /&gt;
vielleicht gar nicht begreiflich ist. Es ist nun so, daß die Erde sich&lt;br /&gt;
fortwährend zusammenzieht. Dadurch drängt sich die Materie von&lt;br /&gt;
allen Seiten nach dem Mittelpunkte. Und jetzt sage ich, selbstverständlich&lt;br /&gt;
mit vollem Bewußtsein, daß es ein Gesetz von der Erhaltung&lt;br /&gt;
der Kraft gibt, aber auch im vollen Bewußtsein der jedem Okkultisten&lt;br /&gt;
bekannten Tatsachen: Es drängt sich die Materie gegen den Mittelpunkt&lt;br /&gt;
immer mehr und mehr zusammen, und das Eigenartige ist,&lt;br /&gt;
daß die Materie im Mittelpunkte verschwindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es ganz anschaulich zu machen: Denken Sie sich, Sie hätten ein&lt;br /&gt;
Stück Materie, das würde immer mehr und mehr in den Mittelpunkt&lt;br /&gt;
hineingedrängt - im Mittelpunkt verschwindet es; es wird nicht nach&lt;br /&gt;
der anderen Seite hinübergedrängt, es verschwindet tatsächlich im&lt;br /&gt;
Mittelpunkt in nichts! So daß Sie sich vorstellen können, daß die&lt;br /&gt;
ganze Erde einstmals, indem sich die materiellen Teile gegen den&lt;br /&gt;
Mittelpunkt zusammendrängen, in den Mittelpunkt hinein verschwindet.&lt;br /&gt;
Das ist aber nicht alles. In demselben Maße, wie das in&lt;br /&gt;
den Mittelpunkt hinein verschwindet, in demselben Maße erscheint&lt;br /&gt;
es im Umkreise. Da draußen tritt es wieder auf. An einer Stelle des&lt;br /&gt;
Raumes verschwindet die Materie, und von außen tritt sie wieder&lt;br /&gt;
auf. Alles, was in den Mittelpunkt hinein verschwindet, kommt vom&lt;br /&gt;
Umkreise wiederum herein, wird herangezogen, und zwar so, daß&lt;br /&gt;
hineingearbeitet ist jetzt in diese Materie alles das, was die Wesen,&lt;br /&gt;
die auf dem Planeten gearbeitet haben, der Materie eingeprägt haben;&lt;br /&gt;
natürlich nicht in seiner heutigen Form, aber in einer Form, wie sie&lt;br /&gt;
ihm eben durch diese Umwandlung gegeben wird. Sie werden so&lt;br /&gt;
den Kölner Dom, indem seine materiellen Teilchen in den Mittelpunkt&lt;br /&gt;
hinein verschwinden, von der anderen Seite wieder ankommen&lt;br /&gt;
sehen. Nichts, nichts geht verloren von dem, was gearbeitet wird auf&lt;br /&gt;
einem Planeten, sondern es kommt wieder von der anderen Seite her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasjenige, was da angekommen war im Beginne unserer Erdenentwickelung&lt;br /&gt;
vor der Saturnentwickelung, das müßten wir auswärts&lt;br /&gt;
setzen, außerhalb des Tierkreises. Die Urweltweisheit hat es genannt&lt;br /&gt;
den Kristallhimmel, und in diesem Kristallhimmel waren deponiert&lt;br /&gt;
die Taten der Wesen einer früheren Evolution. Sie bildeten sozusagen&lt;br /&gt;
dasjenige, auf Grund dessen die neuen Wesenheiten zu schaffen&lt;br /&gt;
begannen.|110|157f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbaukräfte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Schlaf]]zustand wirken hingegen aufbauende Kräfte in uns, die auch in die Natur hinauswirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Aber die Erde würde, wie ich schon&lt;br /&gt;
gesagt habe, eine traurige Zukunft haben, wenn nicht der andere Pol&lt;br /&gt;
der Menschen da wäre, der aufbauende. Geradeso wie die Ursachen&lt;br /&gt;
für alles Zerstörende im menschlichen Willen liegen, der im Schwerpunkt&lt;br /&gt;
des Menschen konzentriert ist, so liegen die aufbauenden&lt;br /&gt;
Kräfte in derjenigen Sphäre, die die Menschen betreten während ihres&lt;br /&gt;
Schlafes. Vom Einschlafen bis zum Aufwachen ist der Mensch mit&lt;br /&gt;
seinem Ich und seinem astralischen Leib in einem Zustande, den wir&lt;br /&gt;
gewöhnlich dadurch bezeichnen, daß wir figürlich sagen: Das Ich und&lt;br /&gt;
der astralische Leib sind außerhalb des physischen Leibes. Aber da&lt;br /&gt;
ist der Mensch eben durchaus ein geistig-seelisches Wesen, und da&lt;br /&gt;
entwickelt er die Kräfte, die gerade wirksam werden zwischen dem&lt;br /&gt;
Einschlafen und Aufwachen. Und während dieser Zeit steht er durch&lt;br /&gt;
diese Kräfte in Beziehung zu alldem, was den Erdenplaneten aufbaut,&lt;br /&gt;
was zu den zerstörenden Kräften die aufbauenden Kräfte hinzubringt.&lt;br /&gt;
Wenn Sie auf der Erde niemals herumgehen würden, so würden die&lt;br /&gt;
zerstörenden Kräfte, die eigentlich von Ihrem Willen ausgehen, nicht&lt;br /&gt;
innerhalb des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches&lt;br /&gt;
auf der Erde wirken. Wenn Sie auf der Erde niemals schlafen würden,&lt;br /&gt;
so würde von Ihrer Intelligenz nicht dasjenige ausgehen, was die&lt;br /&gt;
Erde immer wiederum aufbaut. Auch die eigentlich aufbauenden&lt;br /&gt;
Kräfte unseres Erdenplaneten liegen in der Menschheit selbst. Ich&lt;br /&gt;
sage nicht: Im einzelnen Menschen. - Ich habe ausdrücklich vorher&lt;br /&gt;
gesagt, wie diese einzelnen Ursachen zusammenhängen. Aber in der&lt;br /&gt;
ganzen Menschheit liegen die Kräfte auch für den Aufbau, und zwar&lt;br /&gt;
in dem intelligenten Pol des menschheitlichen Wesens; aber nicht bei&lt;br /&gt;
der Tagesintelligenz. Die Tagesintelligenz ist etwas, was sich wie ein&lt;br /&gt;
Totes hineinstellt in das Erdenwerden. Die Intelligenz des Menschen,&lt;br /&gt;
die für ihn unbewußt während des Schlafens wirkt, ist eigentlich&lt;br /&gt;
dasselbe, was den Erdenplaneten fortwährend aufbaut.|191|233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Aufbaukräften wirken jene Geister, die im [[Hexaemeron|Schöpfungsbericht der Bibel]] [[Laj&#039;lah]] ([[Hebräische Sprache|hebr.]] {{He|לילה}}, &#039;&#039;Nacht&#039;&#039;) genannt werden. Sie sind in ihrer Entwicklung zurückgebliebene [[Urengel]] ([[Geister der Persönlichkeit]]) und haben sich gewisse Eigenschaften aus dem [[Alter Saturn|alten Saturndasein]] bewahrt, wo es noch kein [[Licht]] gab und die ganze Welt in [[Finsternis]] getaucht war. Wenn die Laj&#039;lah allerdings ihre wohltuenden, lebensspendenden Kräfte, die bis in die tiefsten Gründe des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] wirken, missbrauchen, werden sie zu [[Asuras]] - zu den gefährlichsten [[Widersacher]]n, die wir kennen. Auch der [[Geist der Schwere]] gehört ihrem Reich an und bildet die geistige Ursache der [[Gravitation|Schwerkraft]]. Seine wesentliche und für unser Erdenleben unerlässliche Aufgabe besteht darin, unser [[Ich]] und unseren [[Astralleib]] beim Erwachen wieder in den [[Physischer Leib|physischen Leib]] zurückzuführen. {{Lit|{{G|266b|49ff}}}} Durch die &#039;&#039;guten&#039;&#039; Asuras wurde schon auf dem alten Saturn der Anlage des physischen Menschenleibes der Keim des [[Ich-Bewusstsein]]s und des [[Ich-Gefühl]]s eingepflanzt. Die &#039;&#039;bösen&#039;&#039; Asuras sind die unmittelbaren [[Widersacher]] des [[Vatergott]]es, der der Herr der alten Saturnentwicklung war. Die bösen Asuras sind Geister des allerstärksten [[Egoismus]], die den [[Mensch]]en zur [[Schwarze Magie|schwarzen Magie]] verführen. [[Sexualität|Sexuelle]] [[Ritus|Riten]] spielen dabei eine große Rolle. {{Lit|{{G|266a|169}}}} Im Zusammenhang damit steht auch der [[Sonnendämon]] [[Sorat]] ({{HeS|סורת}}), der zugleich der [[Erdendämon]] ist, der die für die Zukunft intendierte Wiedervereinigung der [[Erde (Planet)|Erde]] mit der [[Sonne]] verhindern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Lit|{{G|96|314}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Mensch]]en dauerhaft an die dann zurückbleibende Erdenschlacke, die sog. [[achte Sphäre]], binden will&amp;lt;ref&amp;gt;{{Lit|{{G|104a|128}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er wird damit zum größten Gegner des [[Christus]], der sich durch das [[Mysterium von Golgatha]] mit der Erde verbunden hat, um eben diese Wiedervereinigung einzuleiten und den Menschen zu befähigen, an der damit verbundenen Vergeistigung teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Für den Menschen ist einfach wahr, daß in&lt;br /&gt;
ihm ein Herd ist, wo alles Materielle, das er zu sich nimmt, ins&lt;br /&gt;
Nichts verwandelt wird, wo Materie vernichtet, wo Materie aufgelöst&lt;br /&gt;
wird. Indem wir unsere reinen Gedanken unserem Ätherleib&lt;br /&gt;
einverleiben und diese Gedanken durch unseren Ätherleib auf unseren&lt;br /&gt;
physischen Leib wirken, wird Materie in unserem physischen&lt;br /&gt;
Leib vernichtet. Wir haben in uns einen Ort, an dem Materie vernichtet&lt;br /&gt;
wird. (Während der folgenden Ausführungen wird an die Tafel gezeichnet.&lt;br /&gt;
Die Original-Tafelzeichnung liegt nicht mehr vor.) Ich zeichne&lt;br /&gt;
schematisch, es ist intensiv über den ganzen Menschen ausgebreitet,&lt;br /&gt;
ich zeichne es so, als wenn es ein Teil wäre. Dieser Ort, wo Materie&lt;br /&gt;
vernichtet wird, dieses Stück des Menschen, wo Materie vernichtet&lt;br /&gt;
wird, das ist zu gleicher Zeit der Ort, wo Materie wieder entsteht,&lt;br /&gt;
wenn moralisch, wenn religiös Empfundenes uns durchglüht. Und&lt;br /&gt;
dasjenige, was hier entsteht, einfach dadurch, daß wir religiöse, moralische&lt;br /&gt;
Ideale erleben, das wirkt so wie ein Keim für künftige Welten.&lt;br /&gt;
Wenn die materielle Welt von jetzt zugrundegegangen sein&lt;br /&gt;
wird, wenn die materielle Welt von jetzt dem Wärmetod verfallen&lt;br /&gt;
sein wird, dann wird diese Erde sich verwandeln in einen anderen&lt;br /&gt;
Weltenkörper, und dieser Weltenkörper wird aus demjenigen bestehen,&lt;br /&gt;
was sich als eine aus den moralischen Idealen entstandene neue&lt;br /&gt;
Materialität bildet.|343a|66f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörungskräfte und Transsubstantiation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Zerstörungskräfte, die jenseits des Erinnerungsspiegels liegen, findet eine vollständige [[Transsubstantiation]] der [[Materie]] statt, die wir durch die [[Ernährung]] zu uns nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Unsere Physiologie betrachtet die Ernährung ja durchaus falsch.&lt;br /&gt;
Unsere Physiologie meint, wir nehmen die Nahrung zu uns. Wir&lt;br /&gt;
sondern aus der Nahrung dasjenige aus, was für uns geeignet ist und&lt;br /&gt;
stoßen das andere ab. So ist es aber nicht. Daß wir das Substantielle&lt;br /&gt;
aufnehmen, ist bloß Begleiterscheinung. Der Lebensprozeß besteht&lt;br /&gt;
durchaus darin, daß wir uns eigentlich fortwährend gegen dasjenige&lt;br /&gt;
wehren, was durch die Einnahme eines Nahrungsmittels in uns bewirkt&lt;br /&gt;
wird. Wir essen, wir trinken — dadurch geschieht etwas, was&lt;br /&gt;
wahrhaftig sehr tief unter unserem Bewußtsein, unter unserem bewußten&lt;br /&gt;
Seelenleben liegt. Dasjenige, was da geschieht, ist ein fortwährendes&lt;br /&gt;
Abwehren. Und in diesem physisch-physiologischen&lt;br /&gt;
Prozeß des Abwehrens liegt der eigentliche Lebensprozeß der Ernährung.&lt;br /&gt;
Der Lebensprozeß der Ernährung ist ein Abwehrprozeß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wenn man einsehen wird, wie der Organismus darauf hinorganisiert&lt;br /&gt;
ist, die Anregung zu einer Abwehr zu erhalten - damit er die&lt;br /&gt;
Abwehr haben kann, muß natürlich die Anregung dazu da sein -,&lt;br /&gt;
erst wenn man einsehen wird, daß in der Abwehr einer von außen&lt;br /&gt;
kommenden [Substanz die] Anregung zu dem Lebensprozeß der&lt;br /&gt;
Ernährung liegt, wird man die Ernährung richtig verstehen können.&lt;br /&gt;
Man hat es beim Ernähren mit einem Abwehrprozeß zu tun, bei&lt;br /&gt;
dem das Aufnehmen von Substanzen nur als eine Begleiterscheinung&lt;br /&gt;
[anzusehen ist], durch die in die feinsten Verfaserungen des Wesens&lt;br /&gt;
des Menschen von außen die Anregungen zu Widerständen geleitet&lt;br /&gt;
werden, damit bis in die äußeren Peripheriegebiete [des Organismus]&lt;br /&gt;
diese Abwehr Platz greifen kann. Erst in diesem Abwehren&lt;br /&gt;
liegt der wirkliche Lebensprozeß der Ernährung, so daß dasjenige,&lt;br /&gt;
was der gewöhnliche irdische Ernährungsprozeß des Menschen ist,&lt;br /&gt;
eigentlich ein Abwehren des Irdischen ist. Das Irdische dringt als&lt;br /&gt;
Nahrungsmittel in den Menschen ein, der Mensch muß es aufnehmen,&lt;br /&gt;
aber es ist dies ein Prozeß des Abwehrens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Wirklichkeit, aber so sieht der Mensch in der Wissenschaft&lt;br /&gt;
das Ganze eigentlich nicht an. Was geschieht aber in diesem&lt;br /&gt;
Abwehren? Da geschieht etwas, was ganz außerhalb des menschlichen&lt;br /&gt;
Bewußtseins liegt. Wenn nämlich der Mensch die Nahrung&lt;br /&gt;
aufnimmt, so ist ja die Nahrung eigentlich ein Prozeß [der Außenwelt].&lt;br /&gt;
Jeder Stoff ist eigentlich ein konzentrierter, gedrosselter Weltenprozeß.&lt;br /&gt;
Prozesse der Außenwelt nehmen wir in uns auf, wir&lt;br /&gt;
wehren sie ab, aber indem wir sie abwehren, entsteht ja der Gegenprozeß:&lt;br /&gt;
Der Prozeß der Außenwelt wird in etwas ganz anderes&lt;br /&gt;
verwandelt und dieses Verwandeln geschieht in uns. Das äußere&lt;br /&gt;
Materielle wird in uns verwandelt. Und was wird daraus? Es wird in&lt;br /&gt;
uns ein Geistiges. Das ist es, was gewöhnlich nicht gesehen wird,&lt;br /&gt;
daß der Mensch eigentlich in seinem Verdauungsprozeß in der Verwandlung&lt;br /&gt;
der Außenwelt bis zu der Vergeistigung der äußeren materiellen&lt;br /&gt;
Prozesse geht. In der äußeren Natur spielen sich eben die&lt;br /&gt;
Weltenprozesse ab, es spielen sich die Weltenprozesse im Fragment&lt;br /&gt;
ab, sagen wir, bis zur Entstehung des Kornes, bis zur Entstehung&lt;br /&gt;
der anderen Dinge, die als Nahrungsmittel aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
Dasjenige, was da in der Außenwelt entsteht, das wird erst verwandelt&lt;br /&gt;
im Innern des Menschen, das ist dadurch auf dem Wege nach&lt;br /&gt;
dem Geistigen hin. In der Außenwelt kann es sich nicht bis zum&lt;br /&gt;
Geistigen hin verwandeln, erst im Innern des Menschen kann es sich&lt;br /&gt;
bis zum Geistigen hin verwandeln. Das ist einfach eine objektive&lt;br /&gt;
Tatsache, die ich Ihnen hier erzähle, nichts anderes. Aber das, was&lt;br /&gt;
ich Ihnen da auseinandersetze, spielt sich außerhalb der menschlichen&lt;br /&gt;
Gedankenwelt ab. Es spielt sich in den tieferen Regionen des&lt;br /&gt;
menschlichen Wollens und nur teilweise in den Gefühlsregionen ab.&lt;br /&gt;
Nur gewisse Partien des Gefühlslebens und das Wollen nehmen teil&lt;br /&gt;
an dem [Ernährungs]-prozeß, den ich eben geschildert habe. Der&lt;br /&gt;
Gedankenprozeß nimmt daran nicht teil, der geht gerade den entgegengesetzten&lt;br /&gt;
Weg, durch das Wort geht er hinunter in die Gestaltung.&lt;br /&gt;
Hier unten haben wir, wieder von außen kommend und in der&lt;br /&gt;
entgegengesetzten Richtung drängend wie der Gedankenprozeß weg,&lt;br /&gt;
den Verwandlungsprozeß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will man den Verwandlungsprozeß so hinstellen vor den Menschen,&lt;br /&gt;
daß der Mensch ihn anschaut, wie er die äußere Welt anschaut,&lt;br /&gt;
so muß man in die äußere Welt etwas hinstellen, was in der&lt;br /&gt;
äußeren Welt sonst nicht geschieht, sondern nur im Menschen sich&lt;br /&gt;
abspielt. Damit aber hat man in die äußere Welt eine sakramentale&lt;br /&gt;
Handlung hingestellt, etwas, was nicht in Naturerscheinungen verläuft,&lt;br /&gt;
was aber im Menschen als des Menschen Geheimnis sich abspielt.&lt;br /&gt;
Will man dasjenige, was zum innersten Wesen des Menschen&lt;br /&gt;
gehört, auf dem Gebiet, das wir eben charakterisiert haben, vor den&lt;br /&gt;
Menschen hinstellen, so hat man die Wandlung, die Wandlung des&lt;br /&gt;
Brotes und des Weines in Leib und Blut [Christi], man hat die&lt;br /&gt;
[[Transsubstantiation]]. Die Transsubstantiation ist nicht eine Erfindung&lt;br /&gt;
innerhalb der äußeren Welt, die Transsubstantiation ist das&lt;br /&gt;
Hinausstellen desjenigen in die Außenwelt, was im tiefsten menschlichen&lt;br /&gt;
Innern wirklich sich vollzieht. Wir schauen in der Transsubstantiation&lt;br /&gt;
dasjenige, was wir nicht in der Außenwelt schauen können,&lt;br /&gt;
weil die Außenwelt ein Fragment des Daseins ist, nicht eine&lt;br /&gt;
Totalität; und wir fügen im [[Sakrament]]e dasjenige zu der Außenwelt&lt;br /&gt;
hinzu, was im Reiche der Natur erst vollzogen wird innerhalb des&lt;br /&gt;
Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, meine lieben Freunde, ist der ursprüngliche Begriff des Sakramentes,&lt;br /&gt;
daß zu dem Phänomen der Außenwelt hinzugefügt wird&lt;br /&gt;
dasjenige, was im Innern des Menschen nicht zum Bewußtsein&lt;br /&gt;
kommt, weil der Mensch es nicht erkennt, sondern [unbewußt] erlebt,&lt;br /&gt;
was aber im Zeichen in die Außenwelt hineingestellt werden&lt;br /&gt;
kann. Und so muß der Mensch, indem er die Transsubstantiation&lt;br /&gt;
vollzieht, etwas, was mit dem innersten Wesen seines Selbst unbewüßt&lt;br /&gt;
zusammenhängt, im Zeichen mitempfinden. Er bahnt in der&lt;br /&gt;
Tat den Verkehr an mit dem Geiste der Außenwelt dadurch, daß er&lt;br /&gt;
die Verwandlung, welche sich sonst hinter dem Schleier des Erinnerungsvermögens&lt;br /&gt;
in seinem Innern vollzieht, als Sakrament hinstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit aber haben wir noch nicht dasjenige erfaßt, was nun im&lt;br /&gt;
Menschen als Höchstes sich vollzieht, wir haben nur erfaßt das&lt;br /&gt;
Geistigwerden des Materiellen im Menschen, die Verwandlung, die&lt;br /&gt;
Transsubstantiation. Dasjenige, was da im Menschen als objektiver&lt;br /&gt;
Vorgang geschieht, das vollzieht sich, ich möchte sagen, nur durch&lt;br /&gt;
einen dünnen Schleier von unserem Bewußtsein getrennt, hinter unserem&lt;br /&gt;
Bewußtsein. Denn von dieser Seite her wird in jedem Augenblick&lt;br /&gt;
unseres Lebens unser Ich angefacht. Wir tauchen unter in&lt;br /&gt;
diese verwandelte Materie, und indem wir die Stoffe der Außenwelt&lt;br /&gt;
aufnehmen und unser Lebensprozeß darin besteht, sie zu verwandeln,&lt;br /&gt;
indem wir mit unserem Geistig-Seelischen untertauchen in&lt;br /&gt;
diese Verwandlung der Außenwelt, hat unser Ich fortwährend Nahrung,&lt;br /&gt;
wird unserem Ich fortwährend nahegelegt die Vereinigung mit&lt;br /&gt;
der durch diesen Prozeß verwandelten Substanz. Die Vereinigung&lt;br /&gt;
mit der Substanz nach ihrer Verwandlung stellt die Ichwerdung des&lt;br /&gt;
uns im Menschen zugänglichen Geistigen dar. Nehmen wir auch&lt;br /&gt;
dies sakramental. Stellen wir es sakramental vor uns hin, so ist es&lt;br /&gt;
das Sakrament, an dem der Mensch teilnimmt, wenn die Materie so&lt;br /&gt;
vorgestellt wird, daß sie nur Zeichen ist; wenn sie transsubstantiiert&lt;br /&gt;
ist, vereinigt sich der Mensch mit ihr, und wir haben damit das&lt;br /&gt;
vierte Glied desjenigen, was im Kultus als sakramentales Zeichen&lt;br /&gt;
den Zusammenhang des Menschen mit der Welt darstellen kann.|343a|42ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Böse]]&lt;br /&gt;
* [[Neigung zum Bösen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft&#039;&#039;, [[GA 96]] (1989), ISBN 3-7274-0961-4 {{Vorträge|096}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes&#039;&#039;, [[GA 104a]] (1991), ISBN 3-7274-1045-0 {{Vorträge|104a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt&#039;&#039;, [[GA 110]] (1991), ISBN 3-7274-1100-7 {{Vorträge|110}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis&#039;&#039;, [[GA 191]] (1989), ISBN 3-7274-1910-5 {{Vorträge|191}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist – Zweiter Teil&#039;&#039;, [[GA 206]] (1991), ISBN 3-7274-2060-X {{Vorträge|206}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie – Erster Teil&#039;&#039;, [[GA 207]] (1990), ISBN 3-7274-2070-7 {{Vorträge|207}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I: 1904 – 1909&#039;&#039;, [[GA 266/1]] (1995) {{Schule|266a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266/2]] (1996), ISBN 3-7274-2662-4 {{Schule|266b}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II&#039;&#039;, [[GA 343a]] (1993), ISBN 3-7274-3430-9 {{Vorträge|343a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Das Böse]] [[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[en:Centre of destruction]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstörung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Odyssee</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Carl_Gustav_Jung&amp;diff=626175</id>
		<title>Carl Gustav Jung</title>
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		<updated>2026-07-15T09:06:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Odyssee: /* Das kollektive Unbewusste und seine Archetypen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Carl Gustav Jung.jpg|mini|Carl Gustav Jung (Zeichnung von unbekannter Hand)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Carl Gustav Jung&#039;&#039;&#039; (* [[26. Juli]] [[1875]] in [[W:Kesswil|Kesswil]], [[Schweiz]]; † [[6. Juni]] [[1961]] in [[W:Küsnacht|Küsnacht]], Schweiz), meist kurz &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;C. G. Jung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;, war ein Schweizer [[Psychiater]] und der Begründer der [[Analytische Psychologie|analytischen Psychologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== C.G. Jungs Typologie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Psychische Basisfunktionen Jung-de.svg|thumb|Die psychischen Basisfunktionen nach Jung]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Persona.svg|thumb|Typisch männliche Einstellung der &#039;&#039;&#039;Persona&#039;&#039;&#039;, bei der das äußere Ich dem objektiven Denken, das innere jedoch der subjektiven Gefühlswelt zugewandt ist. Die Hauptfunktion, das Denken, beherrscht hier die Ich-Hülle, die &#039;&#039;Persona&#039;&#039;. Die minderwertige Funktion, das Fühlen, kommt hier der &#039;&#039;&#039;Anima&#039;&#039;&#039; zu.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Jung entwickelte Typologie psychologischer Typen und/oder psychischen Einstellungen zum Leben hat auch außerhalb der an Jung orientierten Forschung und Rezeption Aufmerksamkeit und Anerkennung bis in den Alltag hinein gefunden. Die Unterscheidung zwischen Menschen mit extravertierter und introvertierter Einstellung geht auf Jung zurück. Jung kombiniert diese Grundunterscheidung mit den Anpassungs- oder Orientierungsfunktionen Intuition, Empfindung,[[Fühlen]] und Denken, wodurch sich acht bzw. 16 verschiedene Einstellungen des Individuums zu sich selbst und zur Welt ergeben, die bei jedem Menschen in individueller Mischung vorkommen. &amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung: Gesammelte Werke, Bd. 6. Psychologische Typen. / Jolande Jacobi: Die Psychologie von C.G. Jung, Seite 20ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Diese vier Funktionstypen, die beim Individuum durch die jeweilige Vorherrschaft der einen oder der anderen Funktion feststellbar sind, haben in dieser Form natürlich nur in der Theorie Gültigkeit. Im Leben kommen sie fast niemals rein vor, sondern mehr-minder als Mischtypen (...) Ein reiner Denktypus war z.B. [[Kant]], wogegen [[Schopenhauer]] schon als intuitiver Denktypus bezeichnet werden muß. Die Funktionen, aber nur die &#039;benachbarten&#039;, können also vielfach als Mischtypen auftreten, und wenn sie so in Mischtypen mit geringerem oder größerem Überwiegen der einen Funktion erscheinen, machen sie die Zuordnung des Individuums zu einem Funktionstypus außerordentlich schwierig.|Jacobi, S. 26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jung sind Empfindung und Intuition irrationale Funktionen, Denken und Fühlen rationale Funktionen. Das Fühlen in diesem rationalen Sinne ist mit einem Werturteil verbunden, z.B. einem Geschmacksurteil, was in einer Situation passendes Verhalten sei, oder mit Bezug auf das eigene Wohlergehen, das Gefühl, ob einem der Besuch einer bestimmten Party am Wochenende gut tun würde. Denken ist eine Orientierungsfunktion, die über eine geschlossene begriffliche Ordnung der Welt verfügt, die auch einer Leitidee untergeordnet sein kann. Ein jedes Ding oder Ereignis hat in solchem System seinen Platz und erfährt einen entsprechenden Umgang. Der Empfindungstyp orientiert sich mehr an dem, was sich ihm empirisch zu zeigen scheint. Er beobachtet genau, und beachtet subtile Differenzen, die ihm Information oder auch ästhetischen Genuß liefern. Der intuitive Typus orientiert sich mittels der Erfassung von Ganzheiten, spontanen Eingebungen, was es mit einem Vorfall oder Menschen auf sich habe. So kann z.B. ein machtbewußter Mensch im Umgang mit anderen möglicherweise intuitiv spontan erkennen, welche Menschen seinen Machtanspruch gefährden, und welche für seine Vorhaben ungefährlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anordnung der vier Grundtypen im Kreis ist also nicht beliebig. Die vier Mischtypen sind &amp;quot;Empirisches Denken&amp;quot;, &amp;quot;Intuitives spekulatives Denken&amp;quot;, &amp;quot;Empfindendes Fühlen&amp;quot; und &amp;quot;Intuitives Fühlen&amp;quot;. Dabei kann so eine Mischung ausgeglichen sein, oder aber eine Funktion überwiegen, was meist der Fall ist. Die gegenüber liegenden Kombinationen Denken und Fühlen, oder Empfinden und Intuieren kommen gemäß dieser Lehre nicht vor. Meist ist eine Funktion sehr gut entwickelt, und eine weitere Hilfsfunktion zusätzlich in geringerem Maße, während die gegenüberliegende Funktion die minderwertige (i.S.v. unentwickelt, eher unbewußt, unterdrückt, unspezialisiert etc.) Funktion ist. Die Extraversion oder Intraversion liegt jeweils auf einer Hälfte des Kreises. Die gegenüberliegende Funktion Fühlen ist bei einem extravertierten Denktypus z.B. introvertiert. Wenn die entwickelte Denkfunktion introvertiert ist, ist entsprechend dann die Funktion des Fühlens extravertiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese grundsätzlichen Funktionstypen und Einstellungen bilden die Basisbausteine für C.G. Jungs psychologische Struktur- und Entwicklungslehre. Weitere Konzepte bzw. in empirischer Hinsicht vorkommende Persönlichkeitsaspekte sind [[Persona_(C.G._Jung)|Persona]], [[ Anima_(Archetypus)|Anima - bzw. Animus]], der [[Schatten_(Archetypus)|Schatten]] sowie das [[Selbst_(Archetypus)|Selbst]]. Die Integration zunächst der minderwertigen Funktion und des Schattens, und dann der Anima bzw. dem Animus kann zur Selbstfindung und [[Individuation]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das kollektive Unbewusste und seine Archetypen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CGJung.jpg|mini|Carl Gustav Jung (um 1915)&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Jung signature.svg|rahmenlos|Unterschrift von Carl Gustav Jung]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jung sind die Archetypen Manifestationen des [[kollektives Unbewusstes|kollektiven Unbewußten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zu verdeutlichen was er unter dem Archetypus verstand, brachte Jung gern das Beispiel&lt;br /&gt;
mit dem in der Mutterlauge vorhandenen, aber nicht sichtbaren Kristallgitter, das erst durch das Anschießen der Ionen und Moleküle als Kristall in Erscheinung tritt. Die so entstandenen Kristalle&lt;br /&gt;
basieren zwar alle auf der präformierten Strukturmatrize (dem Kristallgitter), aber treten als sichtbare Erscheinung in den unterschiedlichsten Formen auf (vergleichbar mit dem Bild des Archetypus, welches dann im Bewusstsein erscheint).  &amp;lt;ref&amp;gt;[[Wikipedia:Aniela Jaffé|Aniela Jaffé]]: &#039;&#039;Der Mythus von Sinn: im Werk von C.G. Jung&#039;&#039;, 3. Aufl., Daimon-Verlag 1983, Seite 21-22 [http://books.google.com/books?id=IHWJ5gZ0ytoC&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;dq=%22Um+den+Unterschied+zwischen+dem+Archetypus%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=jdgkUZyIAa3h0wGT74HIAQ&amp;amp;ved=0CCYQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=%22Um%20den%20Unterschied%20zwischen%20dem%20Archetypus%22&amp;amp;f=false Buch bei Google Books] &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung erkannte in Träumen vier Hauptkategorien von archetypischen Symbolen: &lt;br /&gt;
* den &#039;&#039;[[Schatten_(Archetypus)|Schatten]]&#039;&#039;, welcher der Ich-Sphäre zuzurechnen ist und unterdrückte oder verdrängte Persönlichkeitsanteile enthält, bzw. den „dunklen [[Doppelgänger]]“, der die verdrängte Seite der Persönlichkeit symbolisiert und in den Träumen den Helden oder die Heldin verfolgt als Zeichen, dass die unterdrückten Teile der Persönlichkeit bewußt werden &amp;quot;möchten&amp;quot; und integriert werden sollten&lt;br /&gt;
* die Sirene, Liebesgöttin oder Sophia &#039;&#039;[[Animus und Anima|Anima]]&#039;&#039; und der Liebhaber bzw. der Märchenprinz &#039;&#039;[[Animus und Anima|Animus]]&#039;&#039;, die eigenen gegengeschlechtlichen psychischen Anteile der Persönlichkeit, fordern beim Auftreten im Traum jeweils zur Integration der jeweils andersgeschlechtlichen Eigenschaften im Leben auf&lt;br /&gt;
* den &#039;&#039;alten Weisen&#039;&#039; oder &#039;&#039;die alte Weise&#039;&#039;, die Weisheitsschicht der Psyche, &lt;br /&gt;
* und den Archetyp des &#039;&#039;[[Selbst_(Archetypus)|Selbst]]&#039;&#039;, welcher sowohl Ich als auch Unbewusstes umfasst, Zentrum und Umfang der Gesamtpsyche darstellt und die zentrale Selbststeuerungs- und Entwicklungsinstanz der Psyche ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Der &amp;lt;&amp;lt;Archetypus an sich&amp;gt;&amp;gt; ist unerkennbar; er stellt eine &amp;lt;&amp;lt;hypothetische unanschauliche Vorlage&amp;gt;&amp;gt; dar.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;C. G. Jung: &#039;&#039;Archetypen des koll. Unbewußten&#039;&#039;, GW IX 1, Seite  15. Zitiert nach: Aniela Jaffé: &#039;&#039;Der Mythus von Sinn: im Werk von C.G. Jung&#039;&#039;, 3. Aufl., Daimon-Verlag 1983, Seite 22  (Das erweiterte Originalzitat aus Jung, Gesammelte Werke: Fußnote 8 Seite 15, lautet: &amp;quot;Man muß, um genau zu sein, zwischen &#039;Archetypus&#039; und &#039;archetypischen Vorstellungen&#039; unterscheiden. Der Archetypus stellt an sich eine hypothetische, unanschauliche Vorlage dar, wie das in der Biologie bekannte &#039;pattern of behavior&#039;. Siehe dazu [Jung,] Theoretische Überlegungen zum Psychischen.[GW VIII]&amp;quot; Fußnote 8 ist am Ende des folgenden Satzes eingefügt: &amp;quot;Der Archtypus stellt wesentlich einen unbewußten Inhalt dar, welcher durch seine Bewußtwerdung und das Wahrgenommenwerden verändert wird, und zwar im Sinne des jeweiligen individuellen Bewußtseins, in welchem er auftaucht.&amp;quot;)&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
{{&amp;quot;|Ob die seelische Struktur und ihre Elemente, eben die Archetypen, überhaupt je entstanden sind, das ist eine Frage der Metaphysik und daher nicht zu beantworten.}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;C. G. Jung: &#039;&#039; Mutterarchetypus &#039;&#039;, GW IX 1, Seite  114 f. Zitiert nach: Aniela Jaffé: &#039;&#039;Der Mythus von Sinn: im Werk von C.G. Jung&#039;&#039;, 3. Aufl., Daimon-Verlag 1983, Seite 21 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese eher ernüchternden Aussagen Jungs lassen vermuten, dass er die höheren Bewusstseinsstufen ([[Überpsychisches Bewusstsein]] und [[Spirituelles Bewusstsein]]) nicht kannte. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wenn es um den Vergleich von Rudolf Steiner und C.G. Jung geht, macht [[Gerhard Wehr]] hingegen folgende Aussage: {{&amp;quot;|Fatal wird sich auswirken, wenn man einer Gestalt wie Steiner im Gegenüber zu Jung eine „höhere“ Erkenntnisqualität beimisst.}} (info3 Januar 2011 [http://www.info3.de/c5-style/magazin/info3/archiv/2011/januar/dialoge-koennen-nur-auf-augenhoehe-gelingen/ Text])&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Er erkannte nur {{&amp;quot;|wie sich die betreffenden Tatsachen, auf die Ebene der [[Psychisches Bewusstsein|Imagination]] projiziert, abbilden.}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Erhard Lauer]]: &#039;&#039;Die Rätsel der Seele&#039;&#039;, 2. Aufl. 1964, S. 109f. (Siehe dazu auch [[Carl Gustav Jung#Analytische Psychologie und Anthroposophie im Vergleich|Analytische Psychologie und Anthroposophie im Vergleich]]) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ähnlich wie Kant,&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot;|C.G. Jung war stark von Kant beeinflusst, den er schon in seiner Sudienzeit studiert hatte...Jung hat sich Zeit seines Lebens streng an die Grenzen der Erkenntnis gehalten, obwohl man ihm gerade Grenzüberschreitungen in Richtung der Metaphysik zum Vorwurf machte.}} (Alfred Ribi (Studienleiter am Jung-Institut): &#039;&#039;Neurose - an der Grenze zwischen krank und gesund: Eine Ideengeschichte zu den Grundfragen des Menschseins&#039;&#039;, Springer  2011, [http://books.google.com/books?id=gxnUPyyc5uEC&amp;amp;pg=PA47&amp;amp;lpg=PA47&amp;amp;dq=%22C.+G.+Jung+war+stark+von+Kant+beeinflusst%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=mMiMjcIXbF&amp;amp;sig=RQ1SiKMlG88kA_ZrAQHX60vlS4Q&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=HJE7Uf-IOIb9ygGhhIB4&amp;amp;ved=0CBoQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=%22C.%20G.%20Jung%20war%20stark%20von%20Kant%20beeinflusst%22&amp;amp;f=false Text]) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der es das [[Ding an sich]] nennt, sprach er von etwas für den Menschen unerreichbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persona und Schatten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jung_1910-rotated.jpg|thumb|Carl Gustav Jung (1910)]]&lt;br /&gt;
Die [[Persona]] (griech. = Maske) ist diejenige Seite der Persönlichkeit, die der sozialen Umwelt zugewandt ist. Sie manifestiert sich akut in allen Situationen, in denen &amp;quot;man sich zeigt&amp;quot;, auf die Straße tritt z.B., ist aber auch sonst allgegenwärtig, als eine Fassung des Selbstverständnisses, die der Mensch oft nicht mal in der privaten Kammer für sich allein ablegen kann. Sie enthält all die vermeinten guten oder vorteilhaften, meist bewußten und differenzierten Eigenschaften, die sich ein Mensch zuschreibt, mit denen er sich identifiziert, und hält andere Züge der Persönlichkeit, die &amp;quot;dunklen&amp;quot;, meist unbewußt, im &#039;&#039;Schatten&#039;&#039;. Diese Polarität korrespondiert mit der entwickelten Anpassungsfunktion und der polaren minderwertigen, unentwickelten Funktion. Ein Professor z.B. hat typischerweise eine Persona, die seine intellektuelle Kompetenz herausstreicht, die Anpassungsfunktion des Denkens ist gut entwickelt und ist Hauptbestandteil der Persona. Die Gefühlsfunktion ist bei solchem Typus dann entsprechend minderwertig (gemäß den Ansprüchen der Persona), undifferenziert und unentwickelt, meist unbewußt verdrängt, versteckt, und dem Schatten zugehörig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann zwar den Schatten nicht mit dem kleinen [[Hüter der Schwelle]], wie ihn Rudolf Steiner beschreibt, gleichsetzen, aber auf dem Weg zur [[Individuation]], wie ihn Jung mit seiner Psychologie beschreibt, hat die Konfrontation mit dem Schatten eine vergleichbare Bedeutung, wie sie auf dem [[Schulungsweg]] für den Jünger mit dem kleinen Hüter der Schwelle gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anima und Animus ===&lt;br /&gt;
Nach der Integration des Schattens ist der Weg zur Selbstfindung frei für die Begegnung des männlichen Menschen mit der Anima, des weiblichen Menschen mit dem Animus. Anima und Animus liegen wie der Schatten polar zur Persona. Für den entwickelten Menschen, der individuiert ist, stellt die integrierte Anima bzw. der Animus ein imaginatives Wahrnehmungsorgan dar, Anima bzw. Animus sind insofern das Tor zur geistigen Welt. Diese Auffassung Jungs korrespondiert mit derjenigen von Rudolf Steiner, daß auf dem Schulungsweg Lust und Schmerz zu Wahrnehmungsorganen werden.&lt;br /&gt;
Ein besonderes Kennzeichen der Individuation nach der Lehre Jungs ist, daß es da vorzugsweise um Vollständigkeit der Seelenentwicklung geht, nicht um Vollkommenheit. Vollständigkeit meint die allseitige Ausbildung der Fähigkeiten, d.h. Entwicklung aller vier Anpassungsfunktionen, zu einer Art Vollmenschlichkeit, statt einseitig an der Vervollkommnung etwa des Denkens oder des Fühlens zu arbeiten, und dabei die anderen Seelenfunktionen zu vernachlässigen. (Dies entspricht der Regel 20 von &amp;quot;[[Licht_auf_dem_Weg|Licht auf den Pfad]]&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Rote Buch ==&lt;br /&gt;
[[File:ETH-BIB-Jung, Carl Gustav (1875-1961)-Portrait-Portr 14163 (cropped).tif|mini|Carl Gustav Jung um 1935]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jung Das Rote Buch .jpg|mini|Das Rote Buch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Red Book - Liber Novus.jpg|mini|Das Liber Novus auf Jungs Schreibtisch]]&lt;br /&gt;
Jung begann in der Zeit nach der Trennung von Sigmund Freud ein Experiment mit sich selbst, das später als «Auseinandersetzung mit dem Unbewussten» bekannt wurde. Während dieser Zeit unternahm er mehrere Reisen, unter anderem zu den [[W:Pueblo-Kultur|Pueblo-Indianern]] [[W:Neu-Mexiko|Neu-Mexikos]], in die [[W:Oase|Oasenstädte]] Nordafrikas und in die Buschsavanne [[Ostafrika]]s. Über viele Jahre hielt er seine Phantasien, die er später «aktive Imaginationen» nannte (das ist eine von Jung entwickelte «Technik, um den inneren Vorgängen auf den Grund zu kommen», «Emotionen in Bilder zu übersetzen», «Phantasien, die [ihn] unterirdisch bewegten, zu fassen»&amp;lt;ref&amp;gt;C. G. Jung: &#039;&#039;Erinnerungen, Träume, Gedanken.&#039;&#039; Aufgezeichnet und herausgegeben von [[Wikipedia:Aniela Jaffé|Aniela Jaffé]]. Sonderausgabe, 15. Auflage. Düsseldorf 2007, S.&amp;amp;nbsp;175, S.&amp;amp;nbsp;181 f. und 387.&amp;lt;/ref&amp;gt;), als Notizen und Skizzen in «Schwarzen Büchern» (Notizbüchern) fest. Diese überarbeitete er später, ergänzte sie mit Reflexionen und übertrug sie zusammen mit Illustrationen in kalligraphischer Schrift in ein rot gebundenes Buch, das er als «LIBER NOVUS» betitelte. Auf Basis dieser inneren Erlebnisse bei seiner Konfrontation mit dem Unbewussten entwickelte Jung später seine bekannten Theorien.&amp;lt;ref&amp;gt;C. G. Jung: &#039;&#039;Das Rote Buch. LIBER NOVUS.&#039;&#039; Herausgegeben und eingeleitet von Sonu Shamdasani. Vorwort von Ulrich Hoerni. Patmos, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-491-42132-5, Vorwort, S.&amp;amp;nbsp;9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Geist der Tiefe&#039;&#039;, wie ihn Jung nennt, eröffnet ihm durch die Verschmelzung von Sinn und Widersinn den Blick auf den &#039;&#039;Übersinn&#039;&#039;, der alles zeitliche Verstandeswissen übersteigt und die Brücke zu dem Kommenden bildet, den &#039;&#039;kommenden Gott&#039;&#039;, als dessen Bild sich der Übersinn offenbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich im Geiste dieser Zeit rede&amp;lt;ref&amp;gt;In Goethes Faust sagt Faust: »Was ihr den Geist der Zeiten heißt, / Das ist im Grund der Herreneigner Geist, / In dem die Zeiten sich bespiegeln.« (Faust 1, Zeilen 577 ff.)&amp;lt;/ref&amp;gt;, so muss ich&lt;br /&gt;
sagen: Niemand und nichts kann rechtfertigen, was ich euch verkünden&lt;br /&gt;
muss. Rechtfertigung ist mir überflüssig, denn ich habe keine&lt;br /&gt;
Wahl, sondern ich muss. Ich habe gelernt, dass außer dem Geiste&lt;br /&gt;
dieser Zeit noch ein anderer Geist am Werke ist, nämlich jener, der&lt;br /&gt;
die Tiefe alles Gegenwärtigen beherrscht.&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; heißt es weiter: »Da sagte Einer zu mir, der mich nicht kannte, dem es aber offenbar zukam, es zu wissen: &amp;gt;Was für eine merkwürdige Aufgabe hast du! Du musst den Menschen all dein Innerstes und Unterstes enthüllen&amp;lt;. / Eben dagegen sträubte ich mich, denn ich hasste nichts so sehr als dieses, das mir als Unkeuschheit und Frechheit erschien.« (S. 1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Geist dieser Zeit möchte von Nutzen und Wert hören. Auch ich dachte so, und mein&lt;br /&gt;
Menschliches denkt immer noch so. Aber jener andere Geist zwingt&lt;br /&gt;
mich dennoch zu reden, jenseits von Rechtfertigung, Nutzen und&lt;br /&gt;
Sinn. Erfüllt von menschlichem Stolze und verblendet vom vermessenen&lt;br /&gt;
Geiste dieser Zeit suchte ich lange, jenen andern Geist von&lt;br /&gt;
mir zu halten. Aber ich bedachte nicht, dass der Geist der Tiefe seit&lt;br /&gt;
alters und in alle Zukunft hinaus die höhere Macht besitzt, als der&lt;br /&gt;
Geist dieser Zeit, der mit den Generationen wechselt. Der Geist der&lt;br /&gt;
Tiefe hat allen Stolz und allen Hochmut der Urteilskraft unterworfen.&lt;br /&gt;
Er nahm den Glauben an die Wissenschaft von mir, er raubte&lt;br /&gt;
mir die Freude des Erklärens und Einordnens, und er ließ die Hingabe&lt;br /&gt;
an die Ideale dieser Zeit in mir erlöschen. Er zwang mich hinunter&lt;br /&gt;
zu den letzten und einfachsten Dingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geist der Tiefe nahm meinen Verstand und alle meine&lt;br /&gt;
Kenntnisse und stellte sie in den Dienst des Unerklärbaren und des&lt;br /&gt;
Widersinnigen. Er raubte mir Sprache und Schrift für alles, das&lt;br /&gt;
nicht im Dienste dieses einen stand, nämlich der Ineinanderschmelzung von Sinn und Widersinn, welche den Übersinn ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Übersinn aber ist die Bahn, der Weg und die Brücke zum Kommenden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das ist der kommende Gott. Nicht ist es der kommende Gott selber, sondern sein Bild, das im Übersinn erscheint. Gott ist ein Bild, und die ihn anbeten müssen ihn im Bilde des Übersinnes anbeten.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;In &#039;&#039;Wandlungen und Symbole der Libido&#039;&#039; (1912) deutet Jung Gott als Symbol der Libido (vgl. S. 70). In seinem späteren Werk betonte Jung besonders die Unterscheidung zwischen der Gott-Imago und der metaphysischen Existenz Gottes (vgl. die in der 1952 erschienenen und überarbeiteten Ausgabe der &#039;&#039;Wandlungen&#039;&#039; hinzugefügten Passagen, in: GW 5, § 95 . Die Schrift erhielt nun den neuen Titel &#039;&#039;Symbole der Wandlung&#039;&#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Übersinn ist nicht ein Sinn und nicht ein Widersinn, er ist Bild und Kraft in einem, Herrlichkeit und Kraft zusammen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Übersinn ist Anfang und Ziel. Er ist Brücke von Hinübergehen und Erfüllung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Wörter »hinübergehen«, »Übergang«, »Untergang« und »Brücke« kommen in Nietzsches &#039;&#039;Zarathustra&#039;&#039; vor, und zwar dort, wo vom Übergang des Menschen zum Übermenschen die Rede ist, z.B.; »Was groß ist am Mensch, das ist, daß er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen, das ist, daß er ein Übergang und ein Untergang ist. Ich liebe die, welche nicht zu leben wissen, es sei denn als Untergehende, denn es sind die Hinübergehenden.« (&#039;&#039;Also sprach Zarathustra&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
»Vorrede« 4. Die hervorgehobenen Wörter sind in Jungs Exemplar unterstrichen.)&amp;lt;/ref&amp;gt;|C. G. Jung|&#039;&#039;Das Rote Buch&#039;&#039;, S. 229}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das «Rote Buch», entstanden von 1914 bis 1930, wurde 2009 im Rubin Museum of Art in New York erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zu Lebzeiten hatte Jung es zurückgehalten, weil er - wohl nicht ganz unberechtigt - um sein wissenschaftliche Reputation fürchten musste. Im selben Jahr 2009 wurde das Buch erstmals im Druck herausgegeben. Das grossformatige, annähernd sieben Kilogramm schwere, in rotes Leder gebundene Werk ist in eigenartig feierlicher deutscher Sprache verfasst, in kunstvoller Kalligraphie mittelalterlicher Handschriften gehalten und mit farbenprächtigen Illustrationen versehen. In Europa wurde das Rote Buch 2010/2011 erstmals im [[Wikipedia:Museum Rietberg|Museum Rietberg]] in Zürich gezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot;&amp;gt;[http://www.rietberg.ch/de-ch/ausstellungen/archiv.aspx Museum Rietberg – Ausstellungen – Archiv &#039;&#039;(Rückblick)&#039;&#039; – 2010 &#039;&#039;C. G. Jung – Das Rote Buch, 18. Dezember 2010 bis 20. März 2011&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt war eine große [[Apokalypse|apokalyptische]] [[Vision]], die er das „Gesicht der Sintflut“ nannte, das ihn etwa in der Mitte seines Lebens erstmals im Oktober [[1913]] überfiel, und das er zunächst nicht zu deuten wusste und ihn an seinem Geisteszustand ernsthaft zweifeln ließ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es geschah im Oktober des Jahres 1913, als ich allein auf einer Reise begriffen war,&lt;br /&gt;
dass ich untertags plötzlich von einem Gesicht befallen wurde: ich sah eine&lt;br /&gt;
ungeheure Sintflut, die alle nördlichen und tiefgelegenen Länder zwischen der&lt;br /&gt;
Nordsee und den Alpen bedeckte. Sie reichte von England bis nach Russland und&lt;br /&gt;
von den Küsten der Nordsee bis fast zu den Alpen. Ich sah die gelben Wogen, die&lt;br /&gt;
schwimmenden Trümmer und den Tod von ungezählten Tausenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gesicht währte an die zwei Stunden, es verwirrte mich und machte mir übel.&lt;br /&gt;
Ich vermochte nicht, es zu deuten. Es vergingen darauf zwei Wochen, dann kehrte&lt;br /&gt;
das Gesicht wieder, noch heftiger als zuvor. Und eine innere Stimme sprach: „Sieh&lt;br /&gt;
an, es ist ganz wirklich, und es wird so sein. Du kannst nicht daran zweifeln. Ich&lt;br /&gt;
rang wiederum an die zwei Stunden mit diesem Gesicht, aber es hielt mich fest. Es&lt;br /&gt;
ließ mich erschöpft und verwirrt. Und ich dachte, dass mein Geist krank geworden&lt;br /&gt;
sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Über diese Vision sprach Jung bei mehreren Gelegenheiten, wobei er unterschiedliche Einzelheiten hervorhobt: In seinem Seminar &#039;&#039;Analytische Psychologie&#039;&#039; von 1925 (S. 69), in dem Gespräch mit Mircea Eliade (siehe oben, S. 203) und in den Erinnerungen (S. 179). Jung war auf dem Weg nach Schaffhausen, dem Wohnort seiner Schwiegermutter, die am 17. Oktober ihren 75. Geburtstag feierte. Die Zugreise dorthin dauert etwa eine Stunde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an kehrte die Angst vor dem ungeheuren Ereignis, das unmittelbar vor uns&lt;br /&gt;
stehen sollte, wieder. Einmal auch sah ich eine Meer von Blut über den nördlichen&lt;br /&gt;
Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1914 im Monat Juni, zu Anfang des Monats und im&lt;br /&gt;
Ende, und im Anfang des Monats Juli hatte ich zu dreien Malen&lt;br /&gt;
denselben Traum: Ich war in einem fremden lande, und plötzlich,&lt;br /&gt;
über Nacht und zwar in der Mitte des Sommers, war eine unbegreifliche&lt;br /&gt;
und ungeheure Kälte aus dem Weltraum hereingebrochen,&lt;br /&gt;
alle Seen und Flüsse waren zu Eis erstarrt, alles lebendig&lt;br /&gt;
Grüne war erfroren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Traum war diesem ganz ähnlich. Der dritte Traum&lt;br /&gt;
im Anfang des Monats Juli aber war so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war in einem fernen englischen Lande.&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; heißt es weiter: »mit einem Freunde, (dessen Mangel an Weitblick und dessen Unbedachtheit mir in Wirklichkeit öfter aufgefallen waren).« (S. 8)&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war notwendig,&lt;br /&gt;
dass ich mit einem schnellen Schiffe so rasch wie möglich nach der&lt;br /&gt;
Heimat zurückkehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; heißt es weiter: »Mein Freund aber wollte mit einem kleinen langsamen Segelschiff zurückfahren, was ich dumm und unvorsichtig fand.« (S. 8)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich gelangte rasch nach Hause.&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; heißt es weiter: »und fand dort auch merkwürdigerweise, zugleich mit mir, meinen Freund vor, der offenbar doch dasselbe schnelle Schiff benutzt hatte, ohne&lt;br /&gt;
dass ich es merkte« (S. 8 f.)&amp;lt;/ref&amp;gt; In der&lt;br /&gt;
Heimat fand ich, dass mitten im Sommer eine ungeheure Kälte aus&lt;br /&gt;
dem Weltraum hereingebrochen war, die alles Lebendige zu Eis&lt;br /&gt;
hatte erstarren lassen. Da stand ein blättertragender, aber früchteloser&lt;br /&gt;
Baum, dessen Blätter sich durch die Einwirkung des Frostes in&lt;br /&gt;
süße Weinbeeren voll heilenden Saftes verwandelt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eiswein wird aus Trauben bereitet, die bis zum ersten Frost am Rebstock bleiben. Danach werden sie gepresst, das Eis entfernt, und so ein starker, köstlicher Dessertwein gewonnen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich&lt;br /&gt;
pflückte die Trauben und schenkte sie einer großen, harrenden&lt;br /&gt;
Menge.&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; heißt es weiter: »Dies war mein Traum. Vergebens war alle Anstrengung, ihn zu verstehen. Ich mühte mich tagelang. Sein Eindruck aber war mächtig.« (S. 9) Jung berichtet von diesem Traum auch in den Erinnerungen (vgl. S. 179).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wirklichkeit nun war es so: In der Zeit, in der der große&lt;br /&gt;
Krieg zwischen den Völkern Europas ausbrach, befand ich mich in&lt;br /&gt;
Schottland,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Einleitung, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt; gezwungen durch den Krieg, entschloss ich mich, mit&lt;br /&gt;
dem schnellsten Schiff auf dem kürzesten Wege heimzukehren. Ich&lt;br /&gt;
fand die ungeheure Kälte, die alles erstarren ließ, ich fand die Sintflut,&lt;br /&gt;
das Blutmeer, und fand meinen früchtelosen Baum, dessen&lt;br /&gt;
Blätter der Frost in das Heilmittel verwandelt hatte. Und ich pflücke&lt;br /&gt;
die reifen Früchte und gebe sie euch und weiß nicht, was ich&lt;br /&gt;
euch schenke, welch bittersüßen Rauschtrank, der einen Blutgeschmack&lt;br /&gt;
auf eurer Zunge hinterlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaubt mir:&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; richtet sich dies an »meine Freunde« (S. 9).&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Es ist keine Lehre und keine Belehrung, die ich euch gebe. Woher sollte ich nehmen, euch zu belehren? Ich gebe euch Kunde vom Wege dieses Menschen, von seinem Wege, aber nicht von eurem Wege. Mein Weg ist nicht euer Weg, also kann ich / euch nicht lehren. Der Weg ist in uns, aber nicht in Göttern, noch in Lehren, noch in Gesetzen. In uns ist der Weg, die Wahrheit und das Leben&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. im Gegensatz dazu Johannes 14,6 : »Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.«&amp;lt;/ref&amp;gt;|Jung|S. 230f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde Jung - mit verständlicher Erleichterung - schlagartig klar, dass er dessen [[Prophetie|prophetische Vorschau]] erlebt hatte. Jungs Schilderung lässt deutlich erkennen, dass es sich dabei um eine reale [[Imagination]] und [[Inspiration]] gehandelt hatte. Er beschreitet einen [[Einweihungsweg]], der ihn u.a. in die „&#039;&#039;Wüste des eigenen Selbst&#039;&#039;“ und durch die „&#039;&#039;Höllenfahrt in die Zukunft&#039;&#039;“ führt, wobei er die „&#039;&#039;Zerspaltung des Geistes&#039;&#039;“ erlebt, denn „&#039;&#039;In die Hölle fahren heißt, selber zur Hölle werden&#039;&#039;“. Doch dies macht ihn bereit „&#039;&#039;Gottes Empfängnis&#039;&#039;“ zu schildern. Deutlich tritt darin der [[christlich]]e Impuls zutage. Im Fortgang des Mysteriums begegnet er &#039;&#039;[[Elias]]&#039;&#039; und dessen Tochter &#039;&#039;Salome&#039;&#039;. Von ihnen wird er belehrt und erkennt die Lösung, nachdem er in den „&#039;&#039;Tempel der Sonne&#039;&#039;“ geleitet wird. Klar wird ihm aber auch zuletzt: „&#039;&#039;Ich besaß nichts von jenen Güter, die das Mysterium mir zeigte, sondern ich hatte sie noch alle zu erwerben.&#039;&#039;“ (S. 255) Damit endet das &#039;&#039;LIBER PRIMUS&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jung Das Rote Buch 127.jpg|mini|400px|&#039;&#039;&#039;amor triumphat&#039;&#039;&#039;, kalligraphische Zeichnung von &#039;&#039;Carl Gustav Jung&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„dies bild wurde beendet am 9. januar 1921/nachdem es an die 9 monate unvollendet gewartet hatte. es drückt/ich weiß nicht was für eine trauer aus/ein vierfaches opfer. ich konnte mich beinahe nicht entschließen/es zu beendigen. es ist das unerbittliche rad der vierfunction/das opfererfüllte wesen all-lebendig.“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des &#039;&#039;LIBER SECUNDUS&#039;&#039; muss Jung zunächst bekennen: „&#039;&#039;Die Türe des Mysteriums ist hinter mir geschlossen.&#039;&#039;“ (S. 259) Er steht in Erwartung, ohne noch zu wissen, was er erwartet. Doch schon in der nächten Nacht hat er das Gefühl, einen festen Punkt gefunden zu haben. Er empfindet sich auf dem höchsten Turme einer Burg stehend. Da naht von Ferne ein Reiter mit rotem Mantel und sagt nach einem längeren Gespräch, ehe er wieder verschwindet: „&#039;&#039;Erkennst du mich nicht, mein Buder, ich bin die Freude.&#039;&#039;“ Und Jung weiß genau: „&#039;&#039;Gewiß war es der [[Teufel]], der Rote, aber mein Teufel.&#039;&#039;“ (S. 260) Der Weg führt ihn weiter zu einem „&#039;&#039;Schloss im Walde&#039;&#039;“ (S. 261), zu „&#039;&#039;Einem der Niedrigen&#039;&#039;“ (S. 265) und einem „&#039;&#039;Anachoreten&#039;&#039;“ (S. 267). Im eisigen nordischen Land begegnet er schließlich dem [[Tod]], der einen schwarzen faltigen Mantel trägt und Jung erkennt: „&#039;&#039;Der Tod reift. Man bedarf des Todes, um Früchte ernten zu können.&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele weitere Stationen folgen, bis Jung die „&#039;&#039;Gabe der Magie&#039;&#039;“ empfängt und erfährt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Groß ist die Macht des Weges. In ihm wächst Himmel und Hölle&lt;br /&gt;
zusammen, die Kräfte des Unteren und die Kräfte des Oberen&lt;br /&gt;
einen sich in ihm. Magisch ist die Natur des Weges, magisch sind&lt;br /&gt;
Bitte und Anrufung, magisch sind Verwünschung und Tat, wenn&lt;br /&gt;
sie auf dem großen Wege geschehen. Magie ist Wirkung von&lt;br /&gt;
Mensch zu Mensch. aber es [ist] nicht so, dass deine magische&lt;br /&gt;
Handlung deinen Nächsten trifft, sondern sie trifft dich selber&lt;br /&gt;
zuerst, und nur, Wenn du ihr standhältst, geschieht eine unsichtbare&lt;br /&gt;
Wirkung von dir auf deinen Nächsten.|Jung|S. 307}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnend ist die beigefügte Zeichnung mit dem Titel &#039;&#039;amor triumphat&#039;&#039; ([[lat.]] „Die Liebe triumphiert“); Jung ist jetzt bereit, den „&#039;&#039;Weg des Kreuzes&#039;&#039;“ zu gehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|lch sah die schwarze Schlange,&amp;lt;ref&amp;gt;Im &#039;&#039;Entwurf&#039;&#039; heißt es weiter: »die Schlange meines Weges« (S. 460).&amp;lt;/ref&amp;gt; wie sie sich am Holze&lt;br /&gt;
des Kreuzes emporwand. Sie kroch in den Körper des Gekreuzigten&lt;br /&gt;
und trat verwandelt aus seinem Munde wieder hervor. Sie war&lt;br /&gt;
weiß geworden. Sie schlang sich um das Haupt des Toten wie ein&lt;br /&gt;
Diadem, und ein Licht erstrahlte über dem Haupte. und im Osten&lt;br /&gt;
erhob sich strahlend die Sonne. Ich stand und schaute und war verwirrt&lt;br /&gt;
und schwere Last drückte meine Seele. Der weiße Vogel aber,&lt;br /&gt;
der mir auf der Schulter saß, sprach zu mir: »Lasse regnen, lasse&lt;br /&gt;
den Wind rauschen, lasse die Wasser fließen und das Feuer flammen.&lt;br /&gt;
Lasse jeglichem sein Wachstum, lasse dem Werdenden seine&lt;br /&gt;
Zeit.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]2. Wahrlich, der Weg führt durch den Gekreuzigten. das&lt;br /&gt;
heißt durch den, dem es nicht zu wenig war, sein eigenes Leben zu&lt;br /&gt;
leben und der darum erhöht wurde zur Herrlichkeit. Nicht lehrte er&lt;br /&gt;
Wissbares und Wissenswertes, sondern er lebte es. Es ist nicht zu&lt;br /&gt;
sagen, wie groß die Demut dessen sein muss, der es auf sich nimmt.&lt;br /&gt;
sein eigenes Leben zu leben.|Jung|S. 308}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach gelangt Jung zu dem kleinen Haus, in dem der Zauberer &#039;&#039;Philemon&#039;&#039; mit seiner Gattin &#039;&#039;Baucis&#039;&#039; wohnt und macht sich schließlich zu den letzten Prüfungen bereit, wohl wissend: „&#039;&#039;Der Prüfstein ist das Alleinsein mit sich selber. Das ist der Weg.&#039;&#039;“ Die Schlange, der Wurm, muss verwandelt werden. Die Schilderung der Prüfungen endet mit den Worten des [[Schatten (Archetyp)|Schattens]] (d.h. des [[Doppelgänger]]s):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|»Ich bringe dir die Schönheit des Leidens. Das ist, wessen der bedarf, der ein Gastgeber des Wurmes ist.«|Jung|S. 357}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt folgt noch ein knappes Nachwort, in dem Jung erklärt, dass er er das Buch 1930 beendet habe, weil damals seine intensive Beschäftigung mit der [[Alchemie]] begonnen hatte, die es ihm ermöglichte, seine Erfahrungen in ein Ganzes einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkausgaben ==&lt;br /&gt;
Umfassende Ausgabe:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gesammelte Werke.&#039;&#039; 18 Bände. Rascher, Zürich / Walter, Olten 1958–1981.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kostenfreie englische Ausgabe als PDF siehe weblinks&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ergänzend dazu:&lt;br /&gt;
* Band 19: &#039;&#039;Bibliographie.&#039;&#039; Olten 1983, ISBN 3-530-40719-4.&lt;br /&gt;
* Band 20: &#039;&#039;Gesamtregister.&#039;&#039; Olten 1994, ISBN 3-530-40720-8.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Briefe 1906–1961.&#039;&#039; 3 Bände. Olten 1972/73. (Patmos, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-530-40698-6)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kinderträume. Zur Methodik der Trauminterpretation. Psychologische Interpretation von Kinderträumen.&#039;&#039; Olten 1987, ISBN 3-530-40680-5.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Traumanalyse. Nach Aufzeichnungen der Seminare 1928–1930.&#039;&#039; Olten 1991, ISBN 3-530-40681-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das Rote Buch.&#039;&#039; Patmos, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-491-42132-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilausgaben:&lt;br /&gt;
* [[Wikipedia:Verena Kast|Verena Kast]], [[Wikipedia:Ingrid Riedel|Ingrid Riedel]] (Hrsg.): &#039;&#039;Ausgewählte Schriften.&#039;&#039; Patmos, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-8436-0029-3.&lt;br /&gt;
* Helmut Barz (Hrsg.): &#039;&#039;Grundwerk in neun Bänden.&#039;&#039; Walter, Olten 1984.&lt;br /&gt;
* Lorenz Jung (Hrsg.): &#039;&#039;Taschenbuchausgabe in 11 Bänden.&#039;&#039; Dtv, München 1991, ISBN 3-423-59049-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;100 Briefe. Eine Auswahl.&#039;&#039; Walter, Olten 1975.&lt;br /&gt;
* Sigmund Freud, C. G. Jung: &#039;&#039;Briefwechsel.&#039;&#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 1974.&lt;br /&gt;
** Gekürzte Ausgabe. Ebd. 1984, ISBN 3-596-26775-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytische Psychologie und Anthroposophie im Vergleich ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sieht in der analytischen Psychologie problematische Halbwahrheiten. In einem Vortrag ([[GA 66]]) äußert er sich im Jahre 1917 wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun trat ja in der neueren Zeit das hervor, was man die&lt;br /&gt;
analytische Psychologie nennt. Diese analytische Psychologie&lt;br /&gt;
ist, ich möchte sagen, von guten Ahnungen beseelt.&lt;br /&gt;
Denn was will sie? Diese analytische Psychologie, oder wie&lt;br /&gt;
man sie gewöhnlich heute nennt, Psychoanalyse, sie will&lt;br /&gt;
von dem gewöhnlichen Seelenleben zu dem heruntersteigen,&lt;br /&gt;
was in dem gewöhnlichen gegenwärtigen Seelenleben nicht &lt;br /&gt;
mehr enthalten ist, aber Rest ist aus früherem seelischen&lt;br /&gt;
Erleben. Der Psychoanalytiker nimmt an, das seelische&lt;br /&gt;
Leben erschöpfe sich nicht in dem gegenwärtigen seelischen&lt;br /&gt;
Erleben, in dem bewußten seelischen Erleben, sondern das&lt;br /&gt;
Bewußtsein tauche hinunter ins Unterbewußte. Und in vielem,&lt;br /&gt;
was im seelischen Leben als Störung, als Verwirrung,&lt;br /&gt;
als dieses oder jenes Mangelhafte auftritt, sieht der &lt;br /&gt;
Psychoanalytiker eine Wirkung des unten im Unterbewußten&lt;br /&gt;
Wogenden. Aber interessant ist es, was in diesem Unterbewußten &lt;br /&gt;
der Psychoanalytiker nun sieht. Wenn man hört,&lt;br /&gt;
was er aufzählt in diesem Unterbewußten, so ist es zunächst &lt;br /&gt;
getäuschte Lebenshoffnung. Der Psychoanalytiker&lt;br /&gt;
findet irgendeinen Menschen, der unter dieser oder jener&lt;br /&gt;
Depression leidet. Diese Depression braucht ihren Ursprung&lt;br /&gt;
nicht im gegenwärtigen bewußten Seelenleben zu haben,&lt;br /&gt;
sondern in der Vergangenheit. In diesem Leben trat einmal&lt;br /&gt;
irgend etwas im seelischen Erleben auf. Der Mensch ist darüber hinausgekommen, aber nicht vollständig; im Unterbewußten ist ein Rest geblieben. Er hat zum Beispiel Enttäuschungen erlebt. Er ist durch Erziehung, durch andere&lt;br /&gt;
Vorgänge, mit dem bewußten Seelenleben über diese Enttäuschungen hinweggekommen, aber im Unterbewußten,&lt;br /&gt;
da leben sie. Da wogt sie, diese Enttäuschung, gewissermaßen bis an die Grenze der Bewußtheit heran. Da erzeugt&lt;br /&gt;
sie dann die unklare seelische Depression. Der Psychoanalytiker sucht also in allerlei Enttäuschungen, in getäuschten Lebenshoffnungen, die ins Unterbewußte heruntergezogen sind, dasjenige, was das bewußte Leben in&lt;br /&gt;
einer dunklen Weise bestimmt. Das sucht er auch in dem,&lt;br /&gt;
was das Seelenleben als Temperament färbt. In dem, was&lt;br /&gt;
das Seelenleben aus gewissen rationalen Impulsen heraus&lt;br /&gt;
färbt, sucht der Psychoanalytiker ein Unterbewußtes, das&lt;br /&gt;
gewissermaßen nur anschlägt an das Bewußtsein. Dann&lt;br /&gt;
aber kommt er zu einem weiten Gebiete - ich referiere hier&lt;br /&gt;
nur —, welches der Psychoanalytiker dadurch faßt, daß er&lt;br /&gt;
sagt: Da spielt herauf in das bewußte Leben der animalische&lt;br /&gt;
Grundschlamm der Seele. Nun soll gar nicht geleugnet werden, daß dieser Grundschlamm vorhanden ist.&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
In dem, was der Psychoanalytiker in den enttäuschten Lebenshoffnungen in den Untergründen der Seele sucht, liegt, wenn er nur tief genug&lt;br /&gt;
darauf eingeht, dasjenige, was sich vorbereitet in einem&lt;br /&gt;
gegenwärtigen Leben, um schicksalsmäßig in ein nächstes&lt;br /&gt;
Leben einzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet man überall, wenn man den animalischen&lt;br /&gt;
Grundschlamm — ohne sich die Hände dabei zu beschmutzen,&lt;br /&gt;
wie es bei den Psychoanalytikern leider so häufig geschieht&lt;br /&gt;
- umgräbt, durchforscht, das geistig-seelische Weben des&lt;br /&gt;
Schicksals, das über Geburt und Tod mit dem geistig-seelischen Leben der Seele hinausgeht. Gerade an der &lt;br /&gt;
analytischen Psychologie haben wir ein Gebiet, an dem so recht&lt;br /&gt;
gelernt werden kann, wie alles richtig und alles falsch ist,&lt;br /&gt;
wenn es sich um Weltanschauungsfragen handelt, nämlich&lt;br /&gt;
von der einen oder anderen Seite aus.|66|179ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[GA 181]] (1918) heißt es über einen „Züricher Professor Jung“ und seine analytische Psychologie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Zürich macht man ja insbesondere Bekanntschaft mit der dort bereits akademiefähig gewordenen analytischen Psychologie, der sogenannten Psychoanalyse, und gerade an meine Vorträge haben sich die merkwürdigsten Auseinandersetzungen über die Beziehungen der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft zur Psychoanalyse angeschlossen. Aber die Psychoanalytiker kommen sozusagen mit geistig verbundenen Augen an diese Welt der Geisteswissenschaft heran, können sich nicht in sie hineinfinden. Aber diese Welt pocht an die Türe desjenigen, was heute den Menschen erschlossen werden soll. Da ist zum Beispiel in Zürich ein Professor Jung, der erst jüngst wieder eine Broschüre über Psychoanalyse geschrieben hat - er hat viele Schriften darüber verfasst - und der manches Problem darin berührt; aber er zeigt damit gerade, dass er alles nur mit unzulänglichen Mitteln anpacken kann. Ich will eine Tatsache anführen, aus deren Erwähnung Sie gleich sehen werden, was ich meine. Jung führt ein Beispiel an, das überhaupt viel von den Psychoanalytikern angeführt wird. Einer Frau passiert das Folgende. Sie ist eines Abends in einer Gesellschaft eingeladen, sie soll in einem Hause zum Abend bleiben. Die Dame des Hauses, wo sie eingeladen ist, soll gleich, nachdem das Abendessen verlaufen ist, in einen Badeort reisen, weil sie nicht ganz gesund ist. Das Abendbrot nimmt seinen Verlauf, die Dame des Hauses fährt ab, die Gäste gehen auch fort. Mit einem Trupp Gäste geht auch die eingeladene Dame, die ich meine. Die Leute gingen, wie man das ja zuweilen zu tun pflegt, wenn man abends aus einer Gesellschaft kommt, nicht auf dem sogenannten Bürgersteig, sondern sie gingen auf der Mitte der Straße. Da kommt auf einmal eine Droschke um eine Ecke gefahren. Die Leute wichen dem Wagen nach den Bürgersteigen hin aus, aber jene erwähnte Dame nicht. Sie lief mitten auf dem Fahrdamm weiter, gerade vor den Pferden vorweg. Der Kutscher schimpfte, aber sie lief immer in derselben Weise weiter, bis sie an eine Brücke kam, die über einen Fluss führte. Da beschloss sie, um dieser unangenehmen Situation zu entgehen, sich über die Brücke in den Fluss zu stürzen. Das tat sie, und sie konnte von den Leuten der Gesellschaft, die ihr nachgelaufen waren, gerade noch gerettet werden. Und weil es nun für die Gesellschaft das Nächstliegende war, wurde sie gerade wieder in das Haus der abgereisten Frau, wo sie herkamen, zurückgebracht. Sie fand dort den Gatten jener abgereisten Dame und konnte in seinem Hause mit ihm einige Stunden zubringen. Nun denken Sie sich, was ein Mensch mit unzulänglichen Mitteln alles aus einer solchen Begebenheit machen kann. Man findet dann, wenn man nach Art der Psychoanalytiker an die Sache herangeht, jene geheimnisvollen Provinzen in der Seele, die uns davon unterrichten, dass die Seele schon in ihrem siebenten Lebensjahre irgendein Erlebnis gehabt hat, das mit Pferden zusammenhängt, so dass die Frau auf jenem Fortgange aus der Gesellschaft, indem der Anblick der Droschkenpferde jenes frühere Erlebnis aus dem Unterbewusstsein heraufrief, dadurch so perplex gemacht worden ist, dass sie nicht zur Seite sprang, sondern vor der Droschke davonlief. So wird für den Psychoanalytiker der ganze Vorgang ein Ergebnis des Zusammenhanges gegenwärtiger Erlebnisse mit «ungelösten Seelenrätseln» aus dem Gebiete der Erziehung und so weiter. Alles dies aber ist ein Verfolgen der Dinge mit unzulänglichen Mitteln, weil der betreffende Psychoanalytiker nicht weiß, dass dieses im Menschen waltende Unterbewusste wesenhafter ist, als er annimmt, dass es sogar auch viel raffinierter und viel gescheiter ist als das, was der Mensch aus seinem bewussten Verstande hat. Auch viel mutiger und viel kühner ist oft dieses Unterbewusstsein. Denn der Psychoanalytiker weiß nur nicht, dass ein Dämon in der Seele jener Frau saß, die weggegangen, ich könnte ebensogut sagen, schon hingegangen ist mit dem unterbewussten Gedanken, allein zu sein mit dem Manne, wenn die Frau abgereist sein wird. Das alles ist veranstaltet mit den raffiniertesten Mitteln des Unterbewusstseins, denn man tut alles viel sicherer, wenn man mit dem Bewusstsein nicht dabei ist. Die Dame lief einfach vor den Rossen einher, um abgefangen zu werden, wenn es so weit ist, und verhielt sich danach. Aber solche Dinge durchschaut der Psychoanalytiker nicht, weil er nicht voraussetzt, dass es überall eine geistig-seelische Welt gibt, zu der die Menschenseele in Beziehung steht. Aber Jung ahnt so etwas. Aus den zahlreichen Dingen, die ihm auftreten, ahnt er, dass die Menschenseele zu zahlreichen andern Seelen in einer Beziehung steht. Aber er muss doch Materialist sein, denn sonst wäre er doch kein gescheiter Mensch der Gegenwart. Was macht er also? Er sagt: Überall steht die Menschenseele - man sieht das an den Dingen, die mit der Menschenseele vorgehen - in Beziehung zu außerseelischen geistigen Tatsachen. - Diese gibt es aber doch nicht! Also wie hilft man sich da? Nun, die Seele hat eben einen Körper, der von andern Körpern abstammt, und diese wieder von andern; dann gibt es eine Vererbung, und Jung konstruiert sich zusammen, dass die Seele vererbungsgemäß alles das nachlebt, was man an Verhältnissen zum Beispiel zu den heidnischen Göttern erlebt hat. Das steckt noch in einem, durch Vererbung steckt es in einem, und das werden «isolierte Seelenprovinzen», die erst heraufkatechisiert werden müssen, wenn man die Menschenseele davon befreien will. Er sieht es sogar ein, dass es der Menschenseele ein Bedürfnis ist, dazu eine Beziehung zu haben, und dass sie das Nervensystem ruinieren, wenn es nicht heraufgeholt wird ins Bewusstsein. Daher spricht er den Satz aus, der ganz berechtigt ist aus der modernen Weltanschauung heraus: Die Menschenseele kann nicht, ohne dass sie innerlich zugrunde geht, ohne Beziehung zu einem göttlichen Wesen sein. Dies ist ebenso sicher, wie es auf der andern Seite sicher ist, dass es ja ein göttliches Wesen gar nicht gibt. Die Frage nach der Beziehung des menschlichen Seelenwesens zum Gotte hat mit der Frage der Existenz Gottes nicht das geringste zu tun. So steht es in seinem Buche. Also bedenken wir, was da eigentlich vorliegt: Es wird wissenschaftlich konstatiert, dass die Menschenseele sich ein Verhältnis zu Gott konstruieren muss, dass es aber ebenso sicher ist, dass es töricht wäre, einen Gott anzunehmen; also ist die Seele zu ihrer eigenen Gesundheit verurteilt, sich einen Gott vorzulügen. Lüge dir vor, dass es einen Gott gibt, sonst wirst du krank! - das steht eigentlich in dem Buch. Man sieht aber daraus, dass die großen Rätselprobleme an die Pforten pochen, und dass sich die Gegenwart nur gegen diese Dinge stemmt. Würde man mutig genug sein, so würde auf Schritt und Tritt heute etwas ähnliches zutage treten. Man ist nur nicht mutig genug. Denn ich sage dies alles nicht, um dem Professor Jung etwas am Zeuge zu flicken, sondern weil ich glaube, dass er in seinem Denken schon mutiger ist als alle andern. Er sagt das, was er sagen muss nach den Voraussetzungen der Gegenwart. Die andern sagen es nicht, sie sind noch weniger mutig. &lt;br /&gt;
{{G|181|022}} &#039;&#039;Fußnoten zur Passage in GA 181:&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Psychoanalyse vgl. u. a. auch die Vorträge vom 10. und 11. November 1917, in:&lt;br /&gt;
«Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen» (9 Vorträge, St.&lt;br /&gt;
Gallen, Zürich und Dornach 1917), GA 178.&lt;br /&gt;
Jung ... eine Broschüre über Psychoanalyse: Carl Gustav Jung, 1875-1961, Arzt. Siehe&lt;br /&gt;
«Die Psychologie der unbewußten Prozesse. Ein Überblick über die moderne Theorie&lt;br /&gt;
und Methode der analytischen Psychologie», Zürich 1917, (späterer Titel: «Das Unbewußte&lt;br /&gt;
im normalen und kranken Seelenleben»),&lt;br /&gt;
*22/23 Jung führt ein Beispiel an: Ebenda, S. 18 ff. - Vgl. auch S. 91 ff. in diesem Band.&lt;br /&gt;
*24 Aber Jung ahnt so etwas .... Er sagt: Ebenda, S. 85 ff.&lt;br /&gt;
*25 Daher spricht er den Satz aus: Ebenda, wörtlich: «Erst in der Aufklärungsepoche fand man, daß die Götter doch nicht wirklich existierten, sondern nur Projektionen waren. Damit waren sie auch erledigt. Aber die ihnen entsprechende psychologische Funktion war keineswegs erledigt, sondern verfiel dem Unbewußten, wodurch die Menschen selber vergiftet wurden, durch einen Überschuß an Libido, der vorher im Kult des Götterbildes investiert war. Die Entwertung und Verdrängung einer so starken Funktion, wie es die religiöse ist, hat natürlich beträchtliche Folgen für die Psychologie des Einzelnen» (S. 115 f.) und «Der Gottesbegriff ist nämlich eine schlechthin notwendige psychologische Funktion irrationaler Natur, die mit der Frage nach der Existenz Gottes überhaupt nichts zu tun hat. Denn diese letztere Frage gehört zu den dümmsten Fragen, die man stellen kann. Man weiß doch hinlänglich, daß man sich einen Gott nicht einmal denken kann, geschweige denn sich vorstellen, daß er wirklich existiere, so wenig wie man sich einen Vorgang denken kann, der nicht notwendig kausal bedingt wäre» (S. 91).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans Erhard Lauer]] arbeitet in &amp;quot;Die Rätsel der Seele&amp;quot; verschiedene Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Im Anhang, der der 2. Auflage (1964) zugefügt wurde, äußert er sich dahingehend, daß Jung zwar nur über die [[Psychisches Bewusstsein|imaginative Erkenntnisstufe]] verfügte, aber bezüglich des Christentums im wesentlichen mit der Anthroposophie übereinstimme:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So war es also, wenn auch Vergangenes, so doch immerhin Europäisch-Christlich-Abendländisches, das in Jungs seelischen Erlebnissen sich erneuerte. Daraus erklärt sich auch seine intensive Beziehung zu dem Mysterium, das in der Gestalt Jesu Christi seinen Ausdruck gefunden hat. Auch darf behauptet werden, daß seine Auffassungen gerade auch in diesem Punkte in vollem Einklang stehen mit denjenigen, die Rudolf Steiner hierüber vertreten hat. Nur unterscheiden sie sich von diesen zugleich wieder charakteristischerweise darin, daß Steiner zur Darstellung brachte, was einer über die Imaginationsstufe hinausgehenden geistigen Erfahrung sich erschließt, während Jung nur zur Erscheinung kommt, wie sich die betreffenden Tatsachen, auf die Ebene der Imagination projiziert, abbilden. Übereinstimmt er mit Steiner aber darin, daß er - wie es in der Einleitung zu seiner Selbstbiographie (von A. Jaffé) heißt - &#039;der christlichen Forderung des Glaubens die Notwendigkeit des Verstehens und Nachdenkens gegenüberstellte&#039;. Oder, wie er es selbst an einer Stelle ausspricht: &#039;Ich lasse der christlichen Botschaft nicht nur eine Tür offen, sondern sie gehört ins Zentrum des westlichen Menschen. Allerdings bedarf sie einer neuen Sicht, um den säkularen Wandlungen des Zeitgeistes zu entsprechen; sonst steht sie neben der Zeit und die Ganzheit des Menschen neben ihr.&#039; Außerdem aber handelt es sich im besonderen bei jenem [[Alchimie|alchimistisch-rosenkreuzerischen]] Seelenwandlungsprozeß, dem der von ihm durchgemachte in gewisser Weise entsprach, um jene Bestrebungen, durch welche der spezifische Geistesweg gerade der neueren Zeit inauguriert worden ist. Es kommt dies bei Jung darin zum Ausdruck, daß er auf diesem Seelenweg zu dem &#039;&#039;&#039;Individuationsprozeß&#039;&#039;&#039; &#039;als dem zentralen Begriff seiner Psychlogie&#039; gelangte.&amp;quot; (Lauer in &amp;quot;Die Rätsel der Seele&amp;quot;, 2. Aufl. 1964, S. 109f.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Psychoanalyse]]&lt;br /&gt;
*[[Archetypen#Psychologie:_Das_kollektive_Unbewusste_mit_den_Archetypen_von_C.G._Jung|Archetypen nach C.G. Jung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[wikipedia:Jolande Jacobi|Jolande Jacobi]]: &#039;&#039;Die Psychologie von C. G. Jung.&#039;&#039; Rascher, Zürich 1940; 22. Auflage: Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-596-26365-3. &#039;&#039;(Dieses schmale Taschenbuch enthält ein Geleitwort von Jung, in dem er diese Arbeit als adäquate Einführung und Überblick seiner Lehre autorisiert&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;C. G. Jung&#039;&#039; (= &#039;&#039;Rowohlts Monographien.&#039;&#039; Bd. 152). Rowohlt, Reinbek 1969; 21. Auflage 2006, ISBN 3-499-50152-X.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;Carl Gustav Jung. Leben – Werk – Wirkung.&#039;&#039; Kösel, München 1985; 3., erweiterte Auflage: Telesma, Schwielowsee 2009, ISBN 978-3-941094-01-7.&lt;br /&gt;
* [[Hans Erhard Lauer]]: &#039;&#039;Die Rätsel der Seele. Tiefenpsychologie und Anthroposophie&#039;&#039;. Verlag die Kommenden, Freiburg 1982, 5. Aufl. ISBN 3782302095 &#039;&#039;(Lauer analysiert detailliert, inwiefern sich die Auffassung des Seelischen und Geistigen der analytischen Psychologie Jungs von der Anthroposophie unterscheidet)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* C.G. Jung: &#039;&#039;Erinnerungen, Träume, Gedanken&#039;&#039;. Patmos; Auflage: 17. Auflage 2011. ISBN 3843601917 &#039;&#039;(Aufgezeichnet und herausgegeben von Aniela Jaffé. Dieses Buch hat auch autobiographischen Charakter und es ist besonders im Hinblick auf die geschilderten übersinnlichen Erfahrungen, die Jung machte, lesenswert.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* C.G. Jung, J.J. Clarke (Hrsg.): &#039;&#039;C.G. Jung und der östliche Weg&#039;&#039;, Patmos 2005, ISBN 3491698146 &#039;&#039;(Dieses Buch enthält eine Zusammenstellung von Texten Jungs über die Spiritualität des Ostens, mit einer lesenswerten gelehrten Einleitung des Herausgebers.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Arthur I. Miller (Autor), Hubert Mania (Übers.): &#039;&#039;137: C. G. Jung, Wolfgang Pauli und die Suche nach der kosmischen Zahl&#039;&#039;. Deutsche Verlags-Anstalt 2011, ISBN 978-3421042903.&lt;br /&gt;
** Arthur I. Miller:: &#039;&#039;Deciphering the Cosmic Number - The Strange Frien: The Strange Friendship of Wolfgang Pauli and Carl Jung&#039;&#039;. Norton &amp;amp; Company 2009, ISBN 978-0393065329.&lt;br /&gt;
** Arthur I. Miller: &#039;&#039;137: Jung, Pauli, and the Pursuit of a Scientific Obsession&#039;&#039;. WW Norton &amp;amp; Co 2010, ISBN 978-0393338645; eBook {{ASIN|B001UUJ60Y}}.&lt;br /&gt;
* Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geist und Stoff, Leben und Tod&#039;&#039;, [[GA 66]] (1988), ISBN 3-7274-0660-7 {{Vorträge|066}}&lt;br /&gt;
* Jos. Hupfer: &#039;&#039;Der Begriff des Geistes bei C.G. Jung und bei R. Steiner&#039;&#039;, in: Abhandlungen zur Philosophie und Psychologie, Heft 1, 1951, Dornach (Hrsg: Freie Hochschule für Geisteswissenschaft)&lt;br /&gt;
*[[Karl Ballmer]]: &#039;&#039;Synchronizität. Gleichzeitigkeit, Akausalität und „Schöpfung aus dem Nichts“ bei C. G. Jung und Rudolf Steiner&#039;&#039;, Siegen 1995, ISBN 3-930964-25-2&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wehr]]: &#039;&#039;C. G. Jung und Rudolf Steiner: Konfrontation und Synopse&#039;&#039;.  Klett-Cotta /J. G. Cotta&#039;sche Buchhandlung Nachfolger; Auflage: 2., veränd. A. (1998), ISBN 3608919341&#039;&#039;(Gerhard Wehr versteht es in diesem Werk, die analytische Psychologie im Vergleich zur Anthroposophie gerecht zu würdigen. Er sieht in Jung eine wenn nicht Steiner ebenbürtige, so doch große Gestalt, die einen eigenen Zugang zum Geistigen fand, und durch sein Werk diesen Weg für andere vermitteln kann.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Thomas B. Kirsch: &#039;&#039;C. G. Jung und seine Nachfolger. Die internationale Entwicklung der Analytischen Psychologie.&#039;&#039; Psychosozial-Verlag, Gießen 2007, ISBN 978-3-89806-447-7&lt;br /&gt;
* Greene, Liz: &#039;&#039;Jung&#039;s Studies in Astrology. Prophecy, Magic, and the Qualities of Time&#039;&#039;, Routledge, New York 2018&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* [http://www.adhikara.com/carl-gustav-jung/sitemap.htm Museum Rietberg: Carl Gustav Jung &amp;quot;Das Rote Buch&amp;quot; - &amp;quot;Le Livre Rouge&amp;quot;] - 18. Dezember 2010 bis 20. März 2011 - [http://www.adhikara.com ADHIKARA ART GALLERY AND MUSEUM]&lt;br /&gt;
* [http://www.psychologischerclub.ch/de/cg-jung/werk/das-rote-buch Psychologischer Club Zürich] - gegründet 1916 von C. G. Jung&lt;br /&gt;
*[https://www.holybooks.com/c-g-jung-collected-works-free-pdf/ The Complete Works of C. G. Jung as free PDF files. Written by: C. G. Jung. Published by: PRINCETON UNIVERSITY PRESS, Edition: Second Edition, ISBN: 0-691-09768-2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Videos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=w_o9CpIzX6Y Das Rote Buch von C.G. Jung] - SFR Sternstunde Philosophie vom 11.10.2009&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=yBIhNAnOAwk C.G.Jung im Gespräch] - &amp;quot;Ich habe es nicht nötig an Gott zu glauben, ich weiss es.&amp;quot; (Gespräch aus Anlass des 85. Geburtstages. Georg Gerster, 1960) &lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=EDorOTVdlcw Carl Gustav Jung: &amp;quot;Der Einzelne ist der Lebensträger.&amp;quot;] (Originalaufnahme 1960)&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=0KQsReuW25o C.G. Jung beantwortet Fragen] (Originalaufnahme 1958)&lt;br /&gt;
* [http://www.youtube.com/watch?v=oBYEFX2dqpM Carl Gustav Jung - &amp;quot;Face to Face&amp;quot;] - das berühmte BBC-Interview mit John Freeman, gesendet am  22. Oktober 1959 [http://www.youtube.com/watch?v=-XfaRsfqADg siehe auch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Odyssee</name></author>
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