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	<title>AnthroWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-09T21:43:34Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577114</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-26T06:24:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: /* Neutralität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf homosexuelle Menschen beziehen und dann gleich auf alle diese Menschen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke da vor allem an die unnatürlichen homosexuellen Praktiken und auch an die homosexuelle Selbstdarstellung, etwa an einem Christopher Street Day in Köln. Dort gibt es so einiges in dieser Richtung zu bestaunen, und zahlreiche Photos dazu im Netz.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 21:19, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und wieso denken Sie nicht an die zahlreichen unnatürlichen heterosexuellen Praktiken, an die vielen Bordelle und Swingerclubs, an die so häufige sexuelle Gewalt innerhalb heterosexueller Ehen? Wieso ist ihre Betrachtungsweise so extrem einseitig? Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Ganz besonders widerlich finde ich, wenn sich Menschen auf allen Vieren wie ein Tier an der Leine führen lassen. Deshalb gibt es auch immer wieder heftige Diskussionen in den Veranstaltergremien, ob man solche Gruppen nicht besser ausschließen soll. Aber deshalb darf man dennoch nicht alles grobklotzig über einen Kamm scheren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihre Art der Betrachtung ist so genau grob wie die der Kirche, welche Sie ja völlig zur Recht kritisieren. Auch Sie betrachten nur die 2 Gegenpole: Männlich - Weiblich; Sommer - Winter; Licht - Finsternis. Das ist ahrimanisches Schubkastendenken oder backsteinköpfiges Denken! Diese Art des Denkens macht seelenkalt und hartherzig. Das hat Sie bis in einen homophoben Wahn hineingetrieben! Zwischen den beiden Polen gibt es aber fließende Übergänge. Im Jahreslauf gibt es zwischen Sommer und Winter auch noch den Frühling und den Herbst, die Anteil haben an beiden Polen. Geradeso wie es vier Jahreszeiten gibt, gibt es auch vier geschlechtliche Ausprägungen: Zwischen &amp;quot;heterosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;heterosexuell weiblich&amp;quot; gibt es noch &amp;quot;homosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;homosexuell weiblich&amp;quot;. Dafür sind die Regenbogenfarben ein ganz treffliches Symbol, denn diese Farben entstehen gerade im Übergang zwischen den Extremen Licht und Finsternis. Diese Farbenvielfalt ist Ausdruck einer großen Kreativität. Die alten Griechen, die sich noch um eine ganzheitliche Weltsicht bemühten, verstanden das. Sie wertschätzten die Homosexualität genauso wie die Heterosexualität und zwar so sehr, dass sie auch ihren Göttern homosexuelle Liebesbeziehungen nachsagten, z.B. Zeus und Ganymed, Apollo und Hyakinthos, usw. Sie hatten sogar den Hermaphroditos, den männlich-weiblichen Tochtersohn von Hermes und Aphrodite. Diese Weltsicht ermöglichte erst die große Kreativität der alten Griechen, ihrer große Begabung für die Kunst, die einherging mit ihrer Liebe für die Farbenpracht in der Natur. Sie waren die führende Kultur des 4. Zeitalters. Und was verdanken wir nicht alles diesem Volk! Auch heute finden wir gerade unter Künstlern, Schauspielern, Modeschöpfern viele homosexuelle Menschen. Aber auch in sozialen Berufen wie etwa im Pflegebereich, an den Krankenhäusern, wo es um Mitgefühl und Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) geht, finden wir einen höheren Prozentsatz von Homosexuellen als im gesellschaftlichen Durchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ganz unabhängig davon müssen wir auch berücksichtigen, dass wir heute im 5. Erdzeitalter leben, in dem sich das 3. Erdzeitalter in umgekehrter Reihenfolge wiederspiegelt. In der ersten Hälfte des alten Lemurien gab es noch keine getrennten Geschlechter. Erst um die Mitte dieses Zeitraums setzte die Geschlechtertrennung ein. Wir leben nun in der 2. Hälfte des 5. Erdzeitalters, haben die Mitte bereits überschritten (wir leben ja in der 5. Kultur dieses Zeitalters). Daher beginnt sich die Trennung der Geschlechter allmählich wieder aufzulösen. Hierzu gehört auch die Gleichberechtigung der Frau, und die Einsicht, dass Frauen in sog. männlichen Berufen ebenso gut sein können wie Männer, aber auch Männer in sog. Frauenberufen ebenso gut sein können wie Frauen. Wir werden dahin kommen, alle Menschen gleichermaßen als &amp;quot;Menschenseelen&amp;quot; zu betrachten, sie gerade in ihrer individuellen Vielfalt wertzuschätzen und sie nicht weiter in ahrimanischer Weise auf ihre äußere Körperlichkeit zu reduzieren. Dass diese nur eine Hülle und gar nicht der eigentliche Mensch ist, das lehrt uns ja gerade die Anthroposophie. - Ronni - 26. Jun. 2023 - 6:45 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;quot; Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Es gibt auch immer wieder Diskussionen, ob man manche Gruppen nicht besser ausschließen soll.&amp;quot; (Ronni). - Gerade das ist aber des Pudels Kern!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 07:13, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Nein! Das ist die plumpe Reduzierung auf ein einziges Extrem. Schon wieder eine radikale Einseitigkeit! Es wundert mich wirklich, dass Ihnen das nicht auffällt. - Ronni, 26. Jun. 2023, 7:35 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Pädophilie sind einige Grüne als besonders tonangebend aufgefallen, die sich heute für die &amp;quot;Ehe für alle&amp;quot; feiern lassen, so z.B. Ex-MdB Volker Beck!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 07:57, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und das nehmen Sie dann zum Anlass Homosexualität generell zu verdammen und sie mit Pädophilie und SM gleichzusetzen? Wie primitiv ist das denn! Dass Sie gegen die &amp;quot;Ehe für alle&amp;quot; sind, wundert mich nicht. Das ist ja teil Ihres Homophobie-Wahns und Ihres völligen Unverständnisses, dass sich Liebe zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts genauso entwickeln kann wie zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts. Die Liebesfähigkeit eines Menschen ist in keinster Weise von seiner geschlechtlichen Ausrichtung abhängig! Sie sind offensichtlich heterosexuell und erschreckend seelenkalt und lieblos, ja geradezu ahrimanisch frostig! Sonst könnten Sie sich nicht so extrem an Ihrem Wahn festhalten und so undifferenziert über andere Menschen urteilen.  - Ronni - 26. Jun. 2023 8 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sexualität zwischen homosexuellen Paaren kann niemals natürlich sein. So gab es in der queeren-Community der 80er + 90er Jahre auch besonders viele AIDS-Tote.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 08:12, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Schon wieder ein homophober Spruch, der jeglicher Differnziertheit völlig entbehrt. Bei Ihnen ist wirklich Hopfen und Malz verloren! Ich werde meine Zeit nicht weiter vergeuden, mich mit Ihren plumpen Sprüchen auseinanderzusetzen. Es ist bei Ihnen ja auch keinerlei Bereitschaft zur Einsicht und zur selbstkritischen Betrachtung vorhanden. Sie können einem nur leid tun! Adieu! - Ronni, 26. Jun 2023 8:22 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577112</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-26T06:07:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf homosexuelle Menschen beziehen und dann gleich auf alle diese Menschen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke da vor allem an die unnatürlichen homosexuellen Praktiken und auch an die homosexuelle Selbstdarstellung, etwa an einem Christopher Street Day in Köln. Dort gibt es so einiges in dieser Richtung zu bestaunen, und zahlreiche Photos dazu im Netz.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 21:19, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und wieso denken Sie nicht an die zahlreichen unnatürlichen heterosexuellen Praktiken, an die vielen Bordelle und Swingerclubs, an die so häufige sexuelle Gewalt innerhalb heterosexueller Ehen? Wieso ist ihre Betrachtungsweise so extrem einseitig? Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Ganz besonders widerlich finde ich, wenn sich Menschen auf allen Vieren wie ein Tier an der Leine führen lassen. Deshalb gibt es auch immer wieder heftige Diskussionen in den Veranstaltergremien, ob man solche Gruppen nicht besser ausschließen soll. Aber deshalb darf man dennoch nicht alles grobklotzig über einen Kamm scheren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihre Art der Betrachtung ist so genau grob wie die der Kirche, welche Sie ja völlig zur Recht kritisieren. Auch Sie betrachten nur die 2 Gegenpole: Männlich - Weiblich; Sommer - Winter; Licht - Finsternis. Das ist ahrimanisches Schubkastendenken oder backsteinköpfiges Denken! Diese Art des Denkens macht seelenkalt und hartherzig. Das hat Sie bis in einen homophoben Wahn hineingetrieben! Zwischen den beiden Polen gibt es aber fließende Übergänge. Im Jahreslauf gibt es zwischen Sommer und Winter auch noch den Frühling und den Herbst, die Anteil haben an beiden Polen. Geradeso wie es vier Jahreszeiten gibt, gibt es auch vier geschlechtliche Ausprägungen: Zwischen &amp;quot;heterosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;heterosexuell weiblich&amp;quot; gibt es noch &amp;quot;homosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;homosexuell weiblich&amp;quot;. Dafür sind die Regenbogenfarben ein ganz treffliches Symbol, denn diese Farben entstehen gerade im Übergang zwischen den Extremen Licht und Finsternis. Diese Farbenvielfalt ist Ausdruck einer großen Kreativität. Die alten Griechen, die sich noch um eine ganzheitliche Weltsicht bemühten, verstanden das. Sie wertschätzten die Homosexualität genauso wie die Heterosexualität und zwar so sehr, dass sie auch ihren Göttern homosexuelle Liebesbeziehungen nachsagten, z.B. Zeus und Ganymed, Apollo und Hyakinthos, usw. Sie hatten sogar den Hermaphroditos, den männlich-weiblichen Tochtersohn von Hermes und Aphrodite. Diese Weltsicht ermöglichte erst die große Kreativität der alten Griechen, ihrer große Begabung für die Kunst, die einherging mit ihrer Liebe für die Farbenpracht in der Natur. Sie waren die führende Kultur des 4. Zeitalters. Und was verdanken wir nicht alles diesem Volk! Auch heute finden wir gerade unter Künstlern, Schauspielern, Modeschöpfern viele homosexuelle Menschen. Aber auch in sozialen Berufen wie etwa im Pflegebereich, an den Krankenhäusern, wo es um Mitgefühl und Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) geht, finden wir einen höheren Prozentsatz von Homosexuellen als im gesellschaftlichen Durchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ganz unabhängig davon müssen wir auch berücksichtigen, dass wir heute im 5. Erdzeitalter leben, in dem sich das 3. Erdzeitalter in umgekehrter Reihenfolge wiederspiegelt. In der ersten Hälfte des alten Lemurien gab es noch keine getrennten Geschlechter. Erst um die Mitte dieses Zeitraums setzte die Geschlechtertrennung ein. Wir leben nun in der 2. Hälfte des 5. Erdzeitalters, haben die Mitte bereits überschritten (wir leben ja in der 5. Kultur dieses Zeitalters). Daher beginnt sich die Trennung der Geschlechter allmählich wieder aufzulösen. Hierzu gehört auch die Gleichberechtigung der Frau, und die Einsicht, dass Frauen in sog. männlichen Berufen ebenso gut sein können wie Männer, aber auch Männer in sog. Frauenberufen ebenso gut sein können wie Frauen. Wir werden dahin kommen, alle Menschen gleichermaßen als &amp;quot;Menschenseelen&amp;quot; zu betrachten, sie gerade in ihrer individuellen Vielfalt wertzuschätzen und sie nicht weiter in ahrimanischer Weise auf ihre äußere Körperlichkeit zu reduzieren. Dass diese nur eine Hülle und gar nicht der eigentliche Mensch ist, das lehrt uns ja gerade die Anthroposophie. - Ronni - 26. Jun. 2023 - 6:45 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;quot; Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Es gibt auch immer wieder Diskussionen, ob man manche Gruppen nicht besser ausschließen soll.&amp;quot; (Ronni). - Gerade das ist aber des Pudels Kern!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 07:13, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Nein! Das ist die plumpe Reduzierung auf ein einziges Extrem. Schon wieder eine radikale Einseitigkeit! Es wundert mich wirklich, dass Ihnen das nicht auffällt. - Ronni, 26. Jun. 2023, 7:35 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachen Pädophilie sind einige Grüne als besonders tonangebend aufgefallen, die sich heute für die &amp;quot;Ehe für alle&amp;quot; feiern lassen, so z.B. Ex-MdB Volker Beck!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 07:57, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und das nehmen Sie dann zum Anlass Homosexualität generell zu verdammen und sie mit Pädophilie und SM gleichzusetzen? Wie primitiv ist das denn! Dass Sie gegen die &amp;quot;Ehe für alle&amp;quot; sind, wundert mich nicht. Das ist ja teil Ihres Homophobie-Wahns und Ihres völligen Unverständnisses, dass sich Liebe zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts genauso entwickeln kann wie zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts. Die Liebesfähigkeit eines Menschen ist in keinster Weise von seiner geschlechtlichen Ausrichtung abhängig! Sie sind offensichtlich heterosexuell und erschreckend seelenkalt und lieblos, ja geradezu ahrimanisch frostig! Sonst könnten Sie sich nicht so extrem an Ihrem Wahn festhalten und so undifferenziert über andere Menschen urteilen.  - Ronni - 26. Jun. 2023 8 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577110</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-26T05:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf homosexuelle Menschen beziehen und dann gleich auf alle diese Menschen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke da vor allem an die unnatürlichen homosexuellen Praktiken und auch an die homosexuelle Selbstdarstellung, etwa an einem Christopher Street Day in Köln. Dort gibt es so einiges in dieser Richtung zu bestaunen, und zahlreiche Photos dazu im Netz.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 21:19, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und wieso denken Sie nicht an die zahlreichen unnatürlichen heterosexuellen Praktiken, an die vielen Bordelle und Swingerclubs, an die so häufige sexuelle Gewalt innerhalb heterosexueller Ehen? Wieso ist ihre Betrachtungsweise so extrem einseitig? Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Ganz besonders widerlich finde ich, wenn sich Menschen auf allen Vieren wie ein Tier an der Leine führen lassen. Deshalb gibt es auch immer wieder heftige Diskussionen in den Veranstaltergremien, ob man solche Gruppen nicht besser ausschließen soll. Aber deshalb darf man dennoch nicht alles grobklotzig über einen Kamm scheren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihre Art der Betrachtung ist so genau grob wie die der Kirche, welche Sie ja völlig zur Recht kritisieren. Auch Sie betrachten nur die 2 Gegenpole: Männlich - Weiblich; Sommer - Winter; Licht - Finsternis. Das ist ahrimanisches Schubkastendenken oder backsteinköpfiges Denken! Diese Art des Denkens macht seelenkalt und hartherzig. Das hat Sie bis in einen homophoben Wahn hineingetrieben! Zwischen den beiden Polen gibt es aber fließende Übergänge. Im Jahreslauf gibt es zwischen Sommer und Winter auch noch den Frühling und den Herbst, die Anteil haben an beiden Polen. Geradeso wie es vier Jahreszeiten gibt, gibt es auch vier geschlechtliche Ausprägungen: Zwischen &amp;quot;heterosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;heterosexuell weiblich&amp;quot; gibt es noch &amp;quot;homosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;homosexuell weiblich&amp;quot;. Dafür sind die Regenbogenfarben ein ganz treffliches Symbol, denn diese Farben entstehen gerade im Übergang zwischen den Extremen Licht und Finsternis. Diese Farbenvielfalt ist Ausdruck einer großen Kreativität. Die alten Griechen, die sich noch um eine ganzheitliche Weltsicht bemühten, verstanden das. Sie wertschätzten die Homosexualität genauso wie die Heterosexualität und zwar so sehr, dass sie auch ihren Göttern homosexuelle Liebesbeziehungen nachsagten, z.B. Zeus und Ganymed, Apollo und Hyakinthos, usw. Sie hatten sogar den Hermaphroditos, den männlich-weiblichen Tochtersohn von Hermes und Aphrodite. Diese Weltsicht ermöglichte erst die große Kreativität der alten Griechen, ihrer große Begabung für die Kunst, die einherging mit ihrer Liebe für die Farbenpracht in der Natur. Sie waren die führende Kultur des 4. Zeitalters. Und was verdanken wir nicht alles diesem Volk! Auch heute finden wir gerade unter Künstlern, Schauspielern, Modeschöpfern viele homosexuelle Menschen. Aber auch in sozialen Berufen wie etwa im Pflegebereich, an den Krankenhäusern, wo es um Mitgefühl und Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) geht, finden wir einen höheren Prozentsatz von Homosexuellen als im gesellschaftlichen Durchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ganz unabhängig davon müssen wir auch berücksichtigen, dass wir heute im 5. Erdzeitalter leben, in dem sich das 3. Erdzeitalter in umgekehrter Reihenfolge wiederspiegelt. In der ersten Hälfte des alten Lemurien gab es noch keine getrennten Geschlechter. Erst um die Mitte dieses Zeitraums setzte die Geschlechtertrennung ein. Wir leben nun in der 2. Hälfte des 5. Erdzeitalters, haben die Mitte bereits überschritten (wir leben ja in der 5. Kultur dieses Zeitalters). Daher beginnt sich die Trennung der Geschlechter allmählich wieder aufzulösen. Hierzu gehört auch die Gleichberechtigung der Frau, und die Einsicht, dass Frauen in sog. männlichen Berufen ebenso gut sein können wie Männer, aber auch Männer in sog. Frauenberufen ebenso gut sein können wie Frauen. Wir werden dahin kommen, alle Menschen gleichermaßen als &amp;quot;Menschenseelen&amp;quot; zu betrachten, sie gerade in ihrer individuellen Vielfalt wertzuschätzen und sie nicht weiter in ahrimanischer Weise auf ihre äußere Körperlichkeit zu reduzieren. Dass diese nur eine Hülle und gar nicht der eigentliche Mensch ist, das lehrt uns ja gerade die Anthroposophie. - Ronni - 26. Jun. 2023 - 6:45 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;quot; Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Es gibt auch immer wieder Diskussionen, ob man manche Gruppen nicht besser ausschließen soll.&amp;quot; (Ronni). - Gerade das ist aber des Pudels Kern!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 07:13, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Nein! Das ist die plumpe Reduzierung auf ein einziges Extrem. Schon wieder eine radikale Einseitigkeit! Es wundert mich wirklich, dass Ihnen das nicht auffällt. - Ronni, 26. Jun. 2023, 7:35 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-26T05:32:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf homosexuelle Menschen beziehen und dann gleich auf alle diese Menschen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke da vor allem an die unnatürlichen homosexuellen Praktiken und auch an die homosexuelle Selbstdarstellung, etwa an einem Christopher Street Day in Köln. Dort gibt es so einiges in dieser Richtung zu bestaunen, und zahlreiche Photos dazu im Netz.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 21:19, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und wieso denken Sie nicht an die zahlreichen unnatürlichen heterosexuellen Praktiken, an die vielen Bordelle und Swingerclubs, an die so häufige sexuelle Gewalt innerhalb heterosexueller Ehen? Wieso ist ihre Betrachtungsweise so extrem einseitig? Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Ganz besonders widerlich finde ich, wenn sich Menschen auf allen Vieren wie ein Tier an der Leine führen lassen. Deshalb gibt es auch immer wieder heftige Diskussionen in den Veranstaltergremien, ob man solche Gruppen nicht besser ausschließen soll. Aber deshalb darf man dennoch nicht alles grobklotzig über einen Kamm scheren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihre Art der Betrachtung ist so genau grob wie die der Kirche, welche Sie ja völlig zur Recht kritisieren. Auch Sie betrachten nur die 2 Gegenpole: Männlich - Weiblich; Sommer - Winter; Licht - Finsternis. Das ist ahrimanisches Schubkastendenken oder backsteinköpfiges Denken! Diese Art des Denkens macht seelenkalt und hartherzig. Das hat Sie bis in einen homophoben Wahn hineingetrieben! Zwischen den beiden Polen gibt es aber fließende Übergänge. Im Jahreslauf gibt es zwischen Sommer und Winter auch noch den Frühling und den Herbst, die Anteil haben an beiden Polen. Geradeso wie es vier Jahreszeiten gibt, gibt es auch vier geschlechtliche Ausprägungen: Zwischen &amp;quot;heterosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;heterosexuell weiblich&amp;quot; gibt es noch &amp;quot;homosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;homosexuell weiblich&amp;quot;. Dafür sind die Regenbogenfarben ein ganz treffliches Symbol, denn diese Farben entstehen gerade im Übergang zwischen den Extremen Licht und Finsternis. Diese Farbenvielfalt ist Ausdruck einer großen Kreativität. Die alten Griechen, die sich noch um eine ganzheitliche Weltsicht bemühten, verstanden das. Sie wertschätzten die Homosexualität genauso wie die Heterosexualität und zwar so sehr, dass sie auch ihren Göttern homosexuelle Liebesbeziehungen nachsagten, z.B. Zeus und Ganymed, Apollo und Hyakinthos, usw. Sie hatten sogar den Hermaphroditos, den männlich-weiblichen Tochtersohn von Hermes und Aphrodite. Diese Weltsicht ermöglichte erst die große Kreativität der alten Griechen, ihrer große Begabung für die Kunst, die einherging mit ihrer Liebe für die Farbenpracht in der Natur. Sie waren die führende Kultur des 4. Zeitalters. Und was verdanken wir nicht alles diesem Volk! Auch heute finden wir gerade unter Künstlern, Schauspielern, Modeschöpfern viele homosexuelle Menschen. Aber auch in sozialen Berufen wie etwa im Pflegebereich, an den Krankenhäusern, wo es um Mitgefühl und Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) geht, finden wir einen höheren Prozentsatz von Homosexuellen als im gesellschaftlichen Durchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ganz unabhängig davon müssen wir auch berücksichtigen, dass wir heute im 5. Erdzeitalter leben, in dem sich das 3. Erdzeitalter in umgekehrter Reihenfolge wiederspiegelt. In der ersten Hälfte des alten Lemurien gab es noch keine getrennten Geschlechter. Erst um die Mitte dieses Zeitraums setzte die Geschlechtertrennung ein. Wir leben nun in der 2. Hälfte des 5. Erdzeitalters, haben die Mitte bereits überschritten (wir leben ja in der 5. Kultur dieses Zeitalters). Daher beginnt sich die Trennung der Geschlechter allmählich wieder aufzulösen. Hierzu gehört auch die Gleichberechtigung der Frau, und die Einsicht, dass Frauen in sog. männlichen Berufen ebenso gut sein können wie Männer, aber auch Männer in sog. Frauenberufen ebenso gut sein können wie Frauen. Wir werden dahin kommen, alle Menschen gleichermaßen als &amp;quot;Menschenseelen&amp;quot; zu betrachten, sie gerade in ihrer individuellen Vielfalt wertzuschätzen und sie nicht weiter in ahrimanischer Weise auf ihre äußere Körperlichkeit zu reduzieren. Dass diese nur eine Hülle und gar nicht der eigentliche Mensch ist, das lehrt uns ja gerade die Anthroposophie. - Ronni - 26. Jun. 2023 - 6:45 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;quot; Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Es gibt auch immer wieder Diskussionen, ob man manche Gruppen nicht besser ausschließen soll.&amp;quot; (Ronni). - Gerade das ist aber des Pudels Kern!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 07:13, 26. Jun. 2023 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577107</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577107"/>
		<updated>2023-06-26T04:52:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Individuelle Vielfalt und allmähliche Auflösung der Geschlechtertrennung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf homosexuelle Menschen beziehen und dann gleich auf alle diese Menschen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke da vor allem an die unnatürlichen homosexuellen Praktiken und auch an die homosexuelle Selbstdarstellung, etwa an einem Christopher Street Day in Köln. Dort gibt es so einiges in dieser Richtung zu bestaunen, und zahlreiche Photos dazu im Netz.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 21:19, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Und wieso denken Sie nicht an die zahlreichen unnatürlichen heterosexuellen Praktiken, an die vielen Bordelle und Swingerclubs, an die so häufige sexuelle Gewalt innerhalb heterosexueller Ehen? Wieso ist ihre Betrachtungsweise so extrem einseitig? Mir gefällt auch so manches nicht, was ich beim CSD sehe. Wenn sich SM-Gruppen dort anschließen oder Menschen mit Tiermasken, so finde ich das nicht im Sinne des CSDs. Es gibt auch immer wieder Diskussionen, ob man manche Gruppen nicht besser ausschließen soll. Aber deshalb darf man doch nicht alles grobklotzig über einen Kamm scheren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihre Art der Betrachtung ist so grob, dass Sie nur die 2 Gegenpole betrachten: Männlich - Weiblich; Sommer - Winter; Licht - Finsternis. Das ist ahrimanisches Schubkastendenken oder backsteinköpfiges Denken! Diese Art des Denkens hat Sie seelenkalt und hartherzig gemacht, ja bis in einen homophoben Wahn hineingetrieben! Zwischen den beiden Polen gibt es aber fließende Übergänge. Im Jahreslauf gibt es zwischen Sommer und Winter auch noch den Frühling und den Herbst, die Anteil haben an beiden Polen. Geradeso wie es vier Jahreszeiten gibt, gibt es auch vier geschlechtliche Ausprägungen: Zwischen &amp;quot;heterosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;heterosexuell weiblich&amp;quot; gibt es noch &amp;quot;homosexuell männlich&amp;quot; und &amp;quot;homosexuell weiblich&amp;quot;. Dafür sind die Regenbogenfarben ein ganz treffliches Symbol, denn diese Farben entstehen gerade im Übergang zwischen den Extremen Licht und Finsternis. Diese Farbenvielfalt ist Ausdruck einer großen Kreativität. Die alten Griechen, die sich noch um eine ganzheitliche Weltsicht bemühten, verstanden das. Sie wertschätzten die Homosexualität genauso wie die Heterosexualität und zwar so sehr, dass sie auch ihren Göttern homosexuelle Liebesbeziehungen nachsagten, z.B. Zeus und Ganymed, Apollo und Hyakinthos, usw. Sie hatten sogar den Hermaphroditos, den männlich-weiblichen Tochtersohn von Hermes und Aphrodite. Diese Weltsicht ermöglichte erst die große Kreativität der alten Griechen, ihrer große Begabung für die Kunst, die einherging mit ihrer Liebe für die Farbenpracht in der Natur. Sie waren die führende Kultur des 4. Zeitalters. Und was verdanken wir nicht alles diesem Volk! Auch heute finden wir gerade unter Künstlern, Schauspielern, Modeschöpfern viele homosexuelle Menschen. Aber auch in sozialen Berufen wie etwa im Pflegebereich, an den Krankenhäusern, wo es um Mitgefühl und Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit) geht, finden wir einen höheren Prozentsatz von Homosexuellen als im gesellschaftlichen Durchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ganz unabhängig davon müssen wir auch berücksichtigen, dass wir heute im 5. Erdzeitalter leben, in dem sich das 3. Erdzeitalter in umgekehrter Reihenfolge wiederspiegelt. In der ersten Hälfte des alten Lemurien gab es noch keine getrennten Geschlechter. Erst um die Mitte dieses Zeitraums setzte die Geschlechtertrennung ein. Wir leben nun in der 2. Hälfte des 5. Erdzeitalters, haben die Mitte bereits überschritten (wir leben ja in der 5. Kultur dieses Zeitalters). Daher beginnt sich die Trennung der Geschlechter allmählich wieder aufzulösen. Hierzu gehört auch die Gleichberechtigung der Frau, und die Einsicht, dass Frauen in sog. männlichen Berufen ebenso gut sein können wie Männer, aber auch Männer in sog. Frauenberufen ebenso gut sein können wie Frauen. Wir werden dahin kommen, alle Menschen gleichermaßen als &amp;quot;Menschenseelen&amp;quot; zu betrachten, sie gerade in ihrer individuellen Vielfalt wertzuschätzen und sie nicht weiter in ahrimanischer Weise auf ihre äußere Körperlichkeit zu reduzieren. Dass diese nur eine Hülle und gar nicht der eigentliche Mensch ist, das lehrt uns ja gerade die Anthroposophie. - Ronni - 26. Jun. 2023 - 6:45 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577053</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-25T15:38:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf homosexuelle Menschen beziehen und dann gleich auf alle diese Menschen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-25T15:37:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle allein auf die Homosexualität beziehen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=577043</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-25T15:00:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Datum ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle auf die Homosexualität beziehen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie! - Ronni, 25. Jun. 2023 17 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-25T15:00:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Radikaler Mangel an Unterscheidungsvermögen und Urteilskraft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 03:45, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll.&amp;quot; (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahllosen Perversionen der homosexuellen Menschheit ziehen diese hinab in den Abgrund.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:01, 25. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sadistische und masochistische Praktiken sehe ich genauso wie Sie als schlimme Perversionen an. Aber wie kommen Sie denn auf die absurde Idee, das mit der Homosexualität zu verbinden? Sadistische und masochistische Heterosexuelle gibt es doch viel mehr als homosexuelle, schon allein deshalb, weil die Anzahl der Heterosexuellen wesentlich größer ist als die der Homosexuellen. Dass Sie die oben zitierten Aussagen von Judith von Halle auf die Homosexualität beziehen, beweist erneut, wie sehr Ihnen jede Fähigkeit zur Unterscheidung fehlt und wie sehr Sie beherrscht sind von einer unsäglichen Homophobie. Sie vermischen und verwurschteln Unzusammenhängendes und machen daraus einen Matsch, der mit der Realität nicht das Geringste zu tun hat. Ihre obige Aussage ist wieder mal ein erneutes Armutszeugnis für Sie und ein erneuter Beleg für das erschreckend niedrige Niveau Ihrer Urteils- und Denkfähigkeit. Mit einem solchen Verhalten und solchen Äußerungen schaden Sie enorm der Anthroposophie!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Lemniskatenbahnen_der_Planeten&amp;diff=576984</id>
		<title>Lemniskatenbahnen der Planeten</title>
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		<updated>2023-06-24T17:10:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Kleine Aktualisierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Doppellemniskate.jpg|thumb|right|300px|Rudolf Steiners Skizze zur Doppellemniskatenbahn von Sonne und Erde (GA 171, Vortrag vom 01.10.1916)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lemniskatenbahnen der inneren und äußeren Planeten.jpg|thumb|right|300px|Rudolf Steiners Skizze zu den Lemniskatenbahnen der inneren und äußeren Planeten (GA 323, Vortrag vom 17.01.1921)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] hat uns eine Reihe von Aussagen und Skizzen hinterlassen, die zu einer Neubetrachtung der Planetenbewegung anregen sollen. Am bekanntesten sind sicherlich seine Aussagen über die Lemniskatenbahnen der Planeten. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass uns zu diesem Thema mehrere recht unterschiedliche, ja sogar scheinbar widersprüchliche Aussagen von ihm vorliegen. Hier eine Auswahl:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Wir haben ein System bestimmt angeordneter [[Lemniskate|Lemniskaten]] als die Bahnen der Planeten und auch als die Erden-Sonnenbahn&amp;quot; (GA 323, Vortrag vom 17.01.1921) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Schraubenlinie&#039;&#039;&#039; setzt sich im Weltraum fort. Also nicht, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen, sondern diese drei: Merkur, Venus, Erde, ziehen der Sonne nach, und diese drei: Mars, Jupiter, Saturn gehen voraus.&amp;quot; (GA 300a, Konferenz vom 25.09.1919)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Der Mensch bildet also Geometrie aus. Wodurch aber bildet er z.B. die Vorstellung eines Dreiecks aus? ... In Wahrheit ist das eine unbewusste Bewegung, die er im Kosmos vollführt. ... Die Erde hat noch ganz andere, &#039;&#039;&#039;künstlerische Bewegungen&#039;&#039;&#039;, die werden da fortwährend ausgeführt. Und noch viel kompliziertere Bewegungen werden ausgeführt, solche &#039;&#039;&#039;Bewegungen z.B., die in den Linien liegen, welche die geometrischen Körper haben&#039;&#039;&#039;: der Würfel, das Oktaeder, das Dodekaeder, das Ikosaeder usw.&amp;quot; (GA293, Vortrag vom 23.08.1919) - Meinte Rudolf Steiner hier geradlinige Bewegungen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Sie können nicht in denselben Raum hineinzeichnen die Bahn der Venus und die Bahn des Saturn. Daraus ersehen Sie, ... dass es gar nicht geht, ein Sonnensystem zu zeichnen.&amp;quot; (GA 201, Vortrag vom 02.05.1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Aussagen Rudolf Steiners zu diesem Thema seien hier erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„... wenn wir diesen äußersten Planeten unseres Sonnensystems, den Saturn nehmen, dann müssen wir ihn uns vorstellen ... als den Führer unseres Planetensystems im Weltenraume. Er zieht unser Planetensystem im Weltenraume. Er ist der Körper für die äußerste Kraft, die uns da in der Lemniskate im Weltenraume herumführt. Er kutschiert und zieht zugleich. Er ist also die Kraft der äußersten Peripherie. Würde er nur wirken, so würden wir uns nur in der Lemniskate bewegen.“ (GA 201, Vortrag vom 02.05.1920)&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Durch den Planeten Saturn wirken insbesondere die [[Geister des Willens]] oder Throne. Dass die Planeten sich letztlich doch nicht „nur in der Lemniskate bewegen“, sondern auf Schraubenbahnen, wie es die moderne Astronomie beobachtet und wie auch Rudolf Steiner es in einem der obigen Zitate beschreibt, geschieht durch den Einfluss von Kräften aus der Tierkreissphäre: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir haben ferner gesehen, dass der Planet, wenn nur diese höheren Wesenheiten bis zu den [[Geister der Weisheit|Geistern der Weisheit]] wirksam wären, stillestehen würde. Dass er sich nach außen bewegt, dass er einen Bewegungsimpuls hat, das mussten wir den [[Geister des Willens|Geistern des Willens]] zuschreiben, und dass die Bewegung in dem Plan des ganzen Planetensystems geregelt ist, das mussten wir den [[Cherubim]] zuschreiben. Damit aber haben wir schon das Planetensystem zusammengefügt, denn indem die einzelnen Bewegungen der Planeten so geregelt werden, dass sie das System zusammen bilden, ist die Voraussetzung gegeben, dass das Ganze dirigiert wird von den Fixsternen aus. Und in den [[Seraphim]] haben wir dann das, was vom Planetensystem nach dem Weltenraum, nach den Nachbarplanetensystemen hinausspricht.“ (GA 136, Vortrag vom 10.04.1912) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie konsequente, genauere Betrachtungen zu den einzelnen Aussagen Rudolf Steiners letztlich zu der Erkenntnis führen, dass die Planetenbahnen unter Mitwirkung der zwölf Tierkreiskräfte gebildet werden und dadurch  Bewegungsabläufe entstehen, die sich mit dem [[Kopernikanisches Weltbild|kopernikanischen Weltbild]] vereinbaren lassen, beschreibt detailliert eine Abhandlung mit dem Titel &amp;quot;Das Lemniskatenbahnensystem&amp;quot;, deren erste zwei Teile in den Jahren 2010 und 2011 auch in der Zeitschrift JUPITER veröffentlicht wurden, herausgegeben von der Mathematisch-Astronomischen Sektion am Goetheanum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roland Schrapp: [http://www.rolandschrapp.de/Das_Lemniskatenbahnensystem_Teile_1_bis_3.pdf Das Lemniskatenbahnensystem] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576983</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-24T17:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wie ich sehe, haben Sie meinen neuen Beitrag wieder komplett herausgenommen und Ihre alte Version wieder hergestellt. Nun, es überrascht mich nicht. Es ist ein Machtverhalten, das ich erwartet habe. Ich kann nur sagen: Armes Anthrowiki! - Ronni - 24.06.2023, 19 Uhr.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576953</id>
		<title>Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-24T10:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: /* Rudolf Steiners Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiners Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag vom 9. Oktober 1918 in Zürich machte Rudolf Steiner eine schwerwiegende Aussage über die weitere Entwicklung der Menschheit, die schwierig zu deuten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die Brüderlichkeit. (…) Aber Instinkte treten dann auf, Instinkte, die grauenvoll sein werden. Was werden die Naturgelehrten dann sagen, wenn solche Instinkte auftauchen? Die Naturgelehrten werden sagen: Das ist eine Naturnotwendigkeit. Das mußte so kommen, das liegt eben in der Menschheitsentwickelung. |182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von manchen Menschen wird diese Aussage Rudolf Steiners auf Homosexualität und neuerdings auch auf Transidentität bezogen, welche fälschlicherweise oft als Transsexualität bezeichnet wird, und zur Stütze von homophoben und transphoben Ansichten verwendet. Einer sachgerechten und differenzierten Betrachtung hält diese Meinung jedoch nicht stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht hier von einer schlimmen Erscheinung in der Menschheitsentwicklung. Sie kann ab dem Jahr 2000 auftreten als Folge des Missachtens einer neuen Tätigkeit der Engel, die diese seit dem Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters ausüben. Unter Anleitung durch die Geister der Form entwickeln sie gewisse Bilder in den menschlichen Astralleibern, um in den Menschen dadurch die richtigen Zukunftsideale und Entwicklungsimpulse auszulösen &amp;quot;für die künftige soziale Gestaltung des Menschenlebens auf der Erde&amp;quot;. Wenn die Menschen diese Impulse nicht aufgreifen, sondern &amp;quot;verschlafen&amp;quot;, dann können die oben beschriebenen schlimmen Erscheinungen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei kann es sich nur um etwas völlig Neues handeln, das in den vorangegangenen Zeitaltern noch nicht vorhanden war. Rudolf Steiners Aussage kann sich also unmöglich auf etwas beziehen, das es schon in früheren Zeitaltern innerhalb der Menschheit gab. Nun sind aber Homosexualität und Transidentiät schon seit der Antike bekannt, selbst in der indischen Kultur, welche in ihren Wurzeln am weitesten zurückreicht. Auch kann bei Homosexualität und Transidentiät nicht im Geringsten von einem &amp;quot;Auflehnen gegen die Brüderlichkeit&amp;quot; gesprochen werden. Vielmehr beklagen homosexuelle und transidente Personen gerade einen Mangel an Brüderlichkeit, an mitmenschlichem Interesse und Verständnis für die Vielfalt individueller Entwicklungswege. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewirkt Homosexualität die oben angedeutete Veränderung des menschlichen Blutes? Von homophober Seite wird dieser Teil der Aussage Rudolf Steiners gerne mit AIDS in Verbindung gebracht. AIDS ist jedoch keine Folge der Homosexualität, sondern eine Folge ungeschützten Geschlechtsverkehrs bei Homosexuellen wie Heterosexuellen sowie dem häufigen Wechsel der Geschlechtspartner. Eine Ansteckung ist auch bei monogamen Personen möglich, wenn ihr Partner oder die Partnerin fremdgeht. Geschlechtskrankheiten haben zwar wie alle Infektionskrankheiten einen Einfluss auf das menschliche Blut, aber vor AIDS kann man sich leicht schützen, während zum Beispiel die Syphilis aufgrund der wesentlich höheren Infektionsgefahr im Mittelalter zu verheerenden Epidemien führte. Entsprechende Symptome sind schon bei den alten Azteken beschrieben. Rudolf Steiners Bemerkung über neuartige Veränderungen im menschlichen Blut kann sich also weder auf AIDS noch auf eine andersweitige Infektionskrankheit beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht von &amp;quot;Instinkten, die grauenvoll sein werden&amp;quot;. Hätte er das auf die Homosexualität bezogen, so hätte er sich niemals ausdrücklich dafür eingesetzt, dass in der Christengemeinschaft auch homosexuelle Menschen zum Priesteramt geweiht werden können. Siehe den vorangehenden Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Äußerung Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was macht der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; nicht auf Homosexualität beziehen kann, worauf dann? Welche Erscheinungen sind neu in der Menschheit aufgetreten, haben mit dem Sexualleben zu tun und mit Veränderungen im menschlichen Blut? Rudolf Steiner sagte darüber hinaus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|&amp;quot;Und zwar drohen schädlich zu werden gewisse instinktive Erkenntnisse, die in die Menschennatur kommen sollen und die zusammenhängen mit dem Mysterium der Geburt und der Empfängnis, der Konzeption, mit dem ganzen sexuellen Leben, wenn die Gefahr eintreten sollte, von der ich gesprochen habe.&amp;quot; |182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das ein Hinweis auf Empfängnisverhütung und Abtreibung zur Ermöglichung eines sorgloseren Sexuallebens? Beides gibt es ebenfalls schon seit der Antike. Völlig neu ist allerdings der hormonelle Weg über das Blut. Inzwischen gibt es nicht nur mehrere Präparate zur Empfängnisverhütung, sondern auch eine &amp;quot;Abtreibungspille&amp;quot; mit dem Wirkstoff Mifepriston. Beide greifen auf dem Blutwege in den Hormonhaushalt des weiblichen Organismus ein. Eine &amp;quot;Pille für den Mann&amp;quot; soll es auch bald geben. Die Aussage Rudolf Steiners &amp;quot;Die Naturgelehrten werden sagen: Das ist eine Naturnotwendigkeit. Das mußte so kommen, das liegt eben in der Menschheitsentwickelung&amp;quot;, würde hier ebenfalls passen. Sind hormonelle Empfängnisverhütung und Abtreibung &amp;quot;Auflehnungen gegen die Brüderlichkeit&amp;quot;, welche Rudolf Steiner als weiteres Symptom der neuen Erscheinungen angibt? Meint er damit die Erschwernis für zur Wiedergeburt strebende Seelen durch die Empfängnisverhütung oder gar deren kaltes Zurückstoßen durch hormonelle Abtreibung? Mit &amp;quot;Brüderlichkeit&amp;quot; lässt sich das tatsächlich nicht vereinbaren. Und es hat darüber hinaus Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur und -entwicklung sowie auf soziale Zustände. Man denke nur an die verheerende Entwicklung in China nach Einführung der Pflicht zur 1-Kind-Familie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meint Rudolf Steiner diese neue Entwicklung, wenn er von &amp;quot;instinktiven Erkenntnissen&amp;quot; spricht, &amp;quot;die zusammenhängen mit dem Mysterium der Geburt und der Empfängnis, der Konzeption, mit dem ganzen sexuellen Leben&amp;quot;. Er spricht zudem von &amp;quot;Instinkten, die grauenvoll sein werden&amp;quot;. Vielleicht meint er damit etwas, was sich in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten auf diesem Gebiet erst noch entwickeln wird, wovon das, was wir heute erleben, erst die Anfänge sind. Vielleicht die gezielte Auswahl von befruchteten Eizellen, welche nur diejenigen Erbanlagen tragen, welche sich die Eltern wünschen? Vielleicht das sogenannte &amp;quot;social freezing&amp;quot;, das gezielte Einfrieren von Eizellen für den späteren Gebrauch und Aktivierung auf hormonellem Wege? Letztlich können wir hierüber nur spekulieren. Eine gesicherte Aussage, was Rudolf Steiner mit seiner Äußerung im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; meinte, ist nicht möglich. Aber wir können homophobe Missdeutungen sachgerecht ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576952</id>
		<title>Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-24T10:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: nachträglich 1 Wort eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiners Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag vom 9. Oktober 1918 in Zürich machte Rudolf Steiner eine schwerwiegende Aussage über die weitere Entwicklung der Menschheit, die schwierig zu deuten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die Brüderlichkeit. (…) Aber Instinkte treten dann auf, Instinkte, die grauenvoll sein werden. Was werden die Naturgelehrten dann sagen, wenn solche Instinkte auftauchen? Die Naturgelehrten werden sagen: Das ist eine Naturnotwendigkeit. Das mußte so kommen, das liegt eben in der Menschheitsentwickelung. |182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von manchen Menschen wird diese Aussage Rudolf Steiners auf Homosexualität und neuerdings auch auf Transidentität bezogen, welche fälschlicherweise oft als Transsexualität bezeichnet wird, und zur Stütze von homophoben und transphoben Ansichten verwendet. Einer sachgerechten und differenzierten Betrachtung hält diese Meinung jedoch nicht stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht hier von einer schlimmen Erscheinung in der Menschheitsentwicklung. Sie kann ab dem Jahr 2000 auftreten als Folge des Missachtens einer neuen Tätigkeit der Engel, die diese seit dem Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters ausüben. Unter Anleitung durch die Geister der Form entwickeln sie gewisse Bilder in den menschlichen Astralleibern, um in den Menschen dadurch die richtigen Zukunftsideale und Entwicklungsimpulse auszulösen &amp;quot;für die künftige soziale Gestaltung des Menschenlebens auf der Erde&amp;quot;. Wenn die Menschen diese Impulse nicht aufgreifen, sondern &amp;quot;verschlafen&amp;quot;, dann können die oben beschriebenen schlimmen Erscheinungen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei kann es sich nur um etwas völlig Neues handeln, das in den vorangegangenen Zeitaltern noch nicht vorhanden war. Rudolf Steiners Aussage kann sich also unmöglich auf etwas beziehen, das es schon in früheren Zeitaltern innerhalb der Menschheit gab. Nun sind aber Homosexualität und Transidentiät schon seit der Antike bekannt, selbst in der indischen Kultur, welche in ihren Wurzeln am weitesten zurückreicht. Auch kann bei Homosexualität und Transidentiät nicht im Geringsten von einem &amp;quot;Auflehnen gegen die Brüderlichkeit&amp;quot; gesprochen werden. Vielmehr beklagen homosexuelle und transidente Personen gerade einen Mangel an Brüderlichkeit, an mitmenschlichem Interesse und Verständnis für die Vielfalt individueller Entwicklungswege. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewirkt Homosexualität die oben angedeutete Veränderung des menschlichen Blutes? Von homophober Seite wird dieser Teil der Aussage Rudolf Steiners gerne mit AIDS in Verbindung gebracht. AIDS ist jedoch keine Folge der Homosexualität, sondern eine Folge ungeschützten Geschlechtsverkehrs bei Homosexuellen wie Heterosexuellen sowie dem häufigen Wechsel der Geschlechtspartner. Eine Ansteckung ist auch bei monogamen Personen möglich, wenn ihr Partner oder die Partnerin fremdgeht. Geschlechtskrankheiten haben zwar wie alle Infektionskrankheiten einen Einfluss auf das menschliche Blut, aber vor AIDS kann man sich leicht schützen, während zum Beispiel die Syphilis aufgrund der wesentlich höheren Infektionsgefahr im Mittelalter zu verheerenden Epidemien führte. Entsprechende Symptome sind schon bei den alten Azteken beschrieben. Rudolf Steiners Bemerkung über neuartige Veränderungen im menschlichen Blut kann sich also weder auf AIDS noch auf eine andersweitige Infektionskrankheit beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht von &amp;quot;Instinkten, die grauenvoll sein werden&amp;quot;. Hätte er das auf die Homosexualität bezogen, so hätte er sich niemals ausdrücklich dafür eingesetzt, dass in der Christengemeinschaft auch homosexuelle Menschen zum Priesteramt geweiht werden können. Siehe den vorangehenden Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Äußerung Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was macht der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; nicht auf Homosexualität beziehen kann, worauf dann? Welche Erscheinungen sind neu in der Menschheit aufgetreten, haben mit dem Sexualleben zu tun und mit Veränderungen im menschlichen Blut? Rudolf Steiner sagte darüber hinaus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|&amp;quot;Und zwar drohen schädlich zu werden gewisse instinktive Erkenntnisse, die in die Menschennatur kommen sollen und die zusammenhängen mit dem Mysterium der Geburt und der Empfängnis, der Konzeption, mit dem ganzen sexuellen Leben, wenn die Gefahr eintreten sollte, von der ich gesprochen habe.&amp;quot; |182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das ein Hinweis auf Empfängnisverhütung und Abtreibung zur Ermöglichung eines sorgloseren Sexuallebens? Beides gibt es ebenfalls schon seit der Antike. Völlig neu ist allerdings der hormonelle Weg über das Blut. Inzwischen gibt es nicht nur mehrere Präparate zur Empfängnisverhütung, sondern auch eine &amp;quot;Abtreibungspille&amp;quot; mit dem Wirkstoff Mifepriston. Beide greifen auf dem Blutwege in den Hormonhaushalt des weiblichen Organismus ein. Eine &amp;quot;Pille für den Mann&amp;quot; soll es auch bald geben. Die Aussage Rudolf Steiners &amp;quot;Die Naturgelehrten werden sagen: Das ist eine Naturnotwendigkeit. Das mußte so kommen, das liegt eben in der Menschheitsentwickelung&amp;quot;, würde hier ebenfalls passen. Sind hormonelle Empfängnisverhütung und Abtreibung &amp;quot;Auflehnungen gegen die Brüderlichkeit&amp;quot;, welche Rudolf Steiner als weiteres Symptom der neuen Erscheinungen angibt? Meint er damit die Erschwernis für zur Wiedergeburt strebende Seelen durch die Empfängnisverhütung oder gar deren kaltes Zurückstoßen durch hormonelle Abtreibung? Mit &amp;quot;Brüderlichkeit&amp;quot; lässt sich das tatsächlich nicht vereinbaren. Und es hat darüber hinaus Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur und -entwicklung sowie auf soziale Zustände. Man denke nur an die verheerende Entwicklung in China nach Einführung der Pflicht zur 1-Kind-Familie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meint Rudolf Steiner diese neue Entwicklung, wenn er von &amp;quot;instinktiven Erkenntnissen&amp;quot; spricht, &amp;quot;die zusammenhängen mit dem Mysterium der Geburt und der Empfängnis, der Konzeption, mit dem ganzen sexuellen Leben&amp;quot;. Er spricht zudem von &amp;quot;Instinkten, die grauenvoll sein werden&amp;quot;. Vielleicht meint er damit etwas, was sich in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten auf diesem Gebiet erst noch entwickeln wird, wovon das, was wir heute erleben, erst die Anfänge sind. Vielleicht die gezielte Auswahl von befruchteten Eizellen, welche nur diejenigen Erbanlagen tragen, welche sich die Eltern wünschen? Vielleicht das sogenannte &amp;quot;social freezing&amp;quot;, das gezielte Einfrieren von Eizellen für den späteren Gebrauch und Aktivierung auf hormonellem Wege? Letztlich können wir hierüber nur spekulieren. Eine gesicherte Aussage, was Rudolf Steiner mit seiner Äußerung im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; meinte, ist nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576951</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576951"/>
		<updated>2023-06-24T09:46:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Neuer Abschnitt im Artikel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie systematisch und flächendeckend das Problem in der kath. Kirche ist, das beweisen mehrere Veröffentlichungen dazu (hier nur ein kleiner Auszug):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945&lt;br /&gt;
von Bernhard Frings, Thomas Großbölting, et al. | 15. Juni 2022, Herder Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodom: Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan&lt;br /&gt;
von Frédéric Martel , Katja Hald, et al. | 25. September 2019, S. Fischer Vlg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 10:01, 24. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Zu der Qualität der von Ihnen genannten Bücher, ob sie ggf. homophobe Meinungen vertreten, kann ich nichts sagen, da ich diese Bücher nicht gelesen habe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Ich habe nun einen neuen, separaten Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; mit einer ausführlichen sachlichen Betrachtung eingefügt und hoffe, dass Sie den so stehen lassen. - Ronni - 24. Jun. 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576950</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576950"/>
		<updated>2023-06-24T09:42:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Neuer, ausführlicher Abschnitt zur Aussage Rudolf Steiners in &amp;quot;Was macht der Engel in unserem Astralleib&amp;quot;. Daher habe ich den diesbezüglichen Teil im vorherigen Abschnitt herausgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiners Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag vom 9. Oktober 1918 in Zürich machte Rudolf Steiner eine schwerwiegende Aussage über die weitere Entwicklung der Menschheit, die schwierig zu deuten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die Brüderlichkeit. (…) Aber Instinkte treten dann auf, Instinkte, die grauenvoll sein werden. Was werden die Naturgelehrten dann sagen, wenn solche Instinkte auftauchen? Die Naturgelehrten werden sagen: Das ist eine Naturnotwendigkeit. Das mußte so kommen, das liegt eben in der Menschheitsentwickelung. |182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von manchen Menschen wird diese Aussage Rudolf Steiners auf Homosexualität und neuerdings auch auf Transidentität bezogen, welche fälschlicherweise oft als Transsexualität bezeichnet wird, und zur Stütze von homophoben und transphoben Ansichten verwendet. Einer sachgerechten und differenzierten Betrachtung hält diese Meinung jedoch nicht stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht hier von einer schlimmen Erscheinung in der Menschheitsentwicklung. Sie kann ab dem Jahr 2000 auftreten als Folge des Missachtens einer neuen Tätigkeit der Engel, die diese seit dem Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters ausüben. Unter Anleitung durch die Geister der Form entwickeln sie gewisse Bilder in den menschlichen Astralleibern, um in den Menschen dadurch die richtigen Zukunftsideale und Entwicklungsimpulse auszulösen &amp;quot;für die künftige soziale Gestaltung des Menschenlebens auf der Erde&amp;quot;. Wenn die Menschen diese Impulse nicht aufgreifen, sondern &amp;quot;verschlafen&amp;quot;, dann können die oben beschriebenen schlimmen Erscheinungen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei kann es sich nur um etwas völlig Neues handeln, das in den vorangegangenen Zeitaltern noch nicht vorhanden war. Rudolf Steiners Aussage kann sich also unmöglich auf etwas beziehen, das es schon in früheren Zeitaltern innerhalb der Menschheit gab. Nun sind aber Homosexualität und Transidentiät schon seit der Antike bekannt, selbst in der indischen Kultur, welche in ihren Wurzeln am weitesten zurückreicht. Auch kann bei Homosexualität und Transidentiät nicht im Geringsten von einem &amp;quot;Auflehnen gegen die Brüderlichkeit&amp;quot; gesprochen werden. Vielmehr beklagen homosexuelle und transidente Personen gerade einen Mangel an Brüderlichkeit, an mitmenschlichem Interesse und Verständnis für die Vielfalt individueller Entwicklungswege. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewirkt Homosexualität die oben angedeutete Veränderung des menschlichen Blutes? Von homophober Seite wird dieser Teil der Aussage Rudolf Steiners gerne mit AIDS in Verbindung gebracht. AIDS ist jedoch keine Folge der Homosexualität, sondern eine Folge ungeschützten Geschlechtsverkehrs bei Homosexuellen wie Heterosexuellen sowie dem häufigen Wechsel der Geschlechtspartner. Eine Ansteckung ist auch bei monogamen Personen möglich, wenn ihr Partner oder die Partnerin fremdgeht. Geschlechtskrankheiten haben zwar wie alle Infektionskrankheiten einen Einfluss auf das menschliche Blut, aber vor AIDS kann man sich leicht schützen, während zum Beispiel die Syphilis aufgrund der wesentlich höheren Infektionsgefahr im Mittelalter zu verheerenden Epidemien führte. Entsprechende Symptome schon bei den alten Azteken beschrieben. Rudolf Steiners Bemerkung über neuartige Veränderungen im menschlichen Blut kann sich also weder auf AIDS noch auf eine andersweitige Infektionskrankheit beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht von &amp;quot;Instinkten, die grauenvoll sein werden&amp;quot;. Hätte er das auf die Homosexualität bezogen, so hätte er sich niemals ausdrücklich dafür eingesetzt, dass in der Christengemeinschaft auch homosexuelle Menschen zum Priesteramt geweiht werden können. Siehe den vorangehenden Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Äußerung Rudolf Steiners im Vortrag &amp;quot;Was macht der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; nicht auf Homosexualität beziehen kann, worauf dann? Welche Erscheinungen sind neu in der Menschheit aufgetreten, haben mit dem Sexualleben zu tun und mit Veränderungen im menschlichen Blut? Rudolf Steiner sagte darüber hinaus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|&amp;quot;Und zwar drohen schädlich zu werden gewisse instinktive Erkenntnisse, die in die Menschennatur kommen sollen und die zusammenhängen mit dem Mysterium der Geburt und der Empfängnis, der Konzeption, mit dem ganzen sexuellen Leben, wenn die Gefahr eintreten sollte, von der ich gesprochen habe.&amp;quot; |182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das ein Hinweis auf Empfängnisverhütung und Abtreibung zur Ermöglichung eines sorgloseren Sexuallebens? Beides gibt es ebenfalls schon seit der Antike. Völlig neu ist allerdings der hormonelle Weg über das Blut. Inzwischen gibt es nicht nur mehrere Präparate zur Empfängnisverhütung, sondern auch eine &amp;quot;Abtreibungspille&amp;quot; mit dem Wirkstoff Mifepriston. Beide greifen auf dem Blutwege in den Hormonhaushalt des weiblichen Organismus ein. Eine &amp;quot;Pille für den Mann&amp;quot; soll es auch bald geben. Die Aussage Rudolf Steiners &amp;quot;Die Naturgelehrten werden sagen: Das ist eine Naturnotwendigkeit. Das mußte so kommen, das liegt eben in der Menschheitsentwickelung&amp;quot;, würde hier ebenfalls passen. Sind hormonelle Empfängnisverhütung und Abtreibung &amp;quot;Auflehnungen gegen die Brüderlichkeit&amp;quot;, welche Rudolf Steiner als weiteres Symptom der neuen Erscheinungen angibt? Meint er damit die Erschwernis für zur Wiedergeburt strebende Seelen durch die Empfängnisverhütung oder gar deren kaltes Zurückstoßen durch hormonelle Abtreibung? Mit &amp;quot;Brüderlichkeit&amp;quot; lässt sich das tatsächlich nicht vereinbaren. Und es hat darüber hinaus Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur und -entwicklung sowie auf soziale Zustände. Man denke nur an die verheerende Entwicklung in China nach Einführung der Pflicht zur 1-Kind-Familie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meint Rudolf Steiner diese neue Entwicklung, wenn er von &amp;quot;instinktiven Erkenntnissen&amp;quot; spricht, &amp;quot;die zusammenhängen mit dem Mysterium der Geburt und der Empfängnis, der Konzeption, mit dem ganzen sexuellen Leben&amp;quot;. Er spricht zudem von &amp;quot;Instinkten, die grauenvoll sein werden&amp;quot;. Vielleicht meint er damit etwas, was sich in den nächsten Jahrzehnten oder Jahrhunderten auf diesem Gebiet erst noch entwickeln wird, wovon das, was wir heute erleben, erst die Anfänge sind. Vielleicht die gezielte Auswahl von befruchteten Eizellen, welche nur diejenigen Erbanlagen tragen, welche sich die Eltern wünschen? Vielleicht das sogenannte &amp;quot;social freezing&amp;quot;, das gezielte Einfrieren von Eizellen für den späteren Gebrauch und Aktivierung auf hormonellem Wege? Letztlich können wir hierüber nur spekulieren. Eine gesicherte Aussage, was Rudolf Steiner mit seiner Äußerung im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot; meinte, ist nicht möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576880</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576880"/>
		<updated>2023-06-23T11:14:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Kleine Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Ursache der Pädophilie liegt genauso wenig in der Homosexualität wie die Ursache des Zeugens unehelicher Kinder und des Verleugnens der Vaterschaft auch nicht in der Heterosexualität liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-23T11:09:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. So etwas sollte selbstverständlich überhaupt nicht vorkommen. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier weder die Homosexualität noch die Heterosexualität, sondern das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-23T10:24:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Bemühen um Sachlichkeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleriker sind überwiegend pädophil + homosexuell.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das ist schon wieder eine unsachliche Aussage und zeigt deutlich, wie leicht Sie sich zu unsachgerechtem und undifferenziertem Denken hinreißen lassen. Das ist typisch für homophobe Menschen. Um hier eine sachgerechte Aussage machen zu können, müsste man doch zuerst einmal wissen, wieviele Kleriker überhaupt homosexuell sind. Dazu gibt es keinerlei verlässliche Daten. Dann aber erst könnte man eine fundierte Aussage darüber treffen, wie groß der Anteil derer ist, die pädophile Handlungen begangen haben. Dass es zu viele sind, ist absolut richtig. Ob es der überwiegende Teil ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Sie sollten daher solche unsachgemäßen Aussagen unterlassen! Mit einem solchen Verhalten belegen Sie nur, dass sie für die Aufgabe der Administration in Anthrowiki definitiv nicht qualifiziert sind. Man sollte Ihnen die Administratorrechte entziehen. Hierfür bedarf es doch eines Bemühens um Neutralität, Sachlichkeit und differenzierte Betrachtung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::Der Grund für die pädopilen Handlungen von Priestern liegt nicht in der Homosexualität, denn pädophile Handlungen werden auch von Heterosexuellen begangen, sowohl innerhalb wie außerhalb der Kirche. Aber das System Kirche fördert die Pädophilie durch die Unterdrückung der Sexualität bei Priestern und Ordensleuten durch den Zölibat. Wie ich schon geschrieben habe, hat der fortschrittliche Teil der Priester und Bischöfe in Deutschland das längst erkannt. Der Zölibat fördert darüber hinaus auch in großer Zahl die Zeugung unehelicher Kinder durch heterosexuelle Priester. Die Eltern solcher Kinder sehen sich dann zur Lüge gezwungen und der Kontakt zum Vater ist massivst erschwert, vorausgesetzt, der zeugende Priester zeigt überhaupt die Bereitschaft, seiner Verantwortung nachzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Das Problem ist hier weder die Homosexualität noch die Heterosexualität, sondern das System Kirche, das mit dem Zölibat den Menschen etwas auferlegt, was die allermeisten doch gar nicht einhalten können, selbst wenn sie bei Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten anfangs vielleicht dachten, dass sie es könnten. - Ronni, 23. Juni 2023, 12:22 Uhr&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T18:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas daran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Hier fehlt es ja völlig an Unterscheidungsvermögen. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T18:13:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Homophobe Unsachlichkeit&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne Grund wurde die Pädophilie in den 80er Jahren von den Grünen befürwortet. Ein männlicher homosexueller Vertreter dieser Anschauungen, mußte deshalb sogar seinen Parlamentssitz räumen.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 20:06, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Was soll man zu einer derart unsachlichen Antwort nur sagen. Was die Grünen politisch machen, ist deren Sache. Das ändert doch nicht im Geringsten etwas dran, dass Pädophilie bei Heterosexuellen genau so vorkommt. Ich bin wirklich überrascht von diesem Ausmaß an Unsachlichkeit! Das ist eine Schande für Anthrowiki. - Ronni. 21. Jun. 2023.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576740</id>
		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T18:00:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: /* Neutralität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität von Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<updated>2023-06-21T18:00:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann, um deutlich Homosexualität und Pädophilie zu unterscheiden. - Ronni 21. Jun 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<updated>2023-06-21T17:57:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: wie vorher&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja ist das denn ein Wunder in einer reinen Männergesellschaft? Und was ist mit den tausenden unehelichen Kindern von katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann. - Ronni 21. Jun 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T17:55:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Beleg der Unsachlichkeit des Artikels. Sachliche Korrekturen, die unerwünscht sind, werden umgehend rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können über die unzähligen pädophilen Mißgriffe katholischer Priester nicht einfach hinwegsehen. Diese waren zu 90 % homosexuell geprägt.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 19:37, 21. Jun. 2023 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Ja, ist es denn ein Wunder, wenn es nur männliche Priester gibt? Hier wird schon wieder Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt. Die Leser mögen über die Aussagen des Autors selbst urteilen. Der Text von Michael.heinen-anders lautete vor meiner Überarbeitung:&lt;br /&gt;
:::&amp;quot;Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die ausgelebte Homosexualität von Priestern haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs von Priestern an jugendlichen Zöglingen. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Priester wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Und hier der Text nach meiner Überarbeitung, die ich aus Gründen der Sachlichkeit für dringend geboten hielt:&lt;br /&gt;
:::Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::Leider wurde meine Überarbeitung umgehend wieder gelöscht. Ich hoffe, dass sie wenigstens hier, auf der Diskussionsseite, stehenbleiben kann. - Ronni 21. Jun 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T17:31:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Hier herrschen Homophobie und Unsachlichkeit vor.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;br /&gt;
:::Die umgehende Rückgängigmachung meiner Korrektur durch &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; belegt die homophobe Grundhaltung und den unsachgemäßen Umgang mit dem Thema Homosexualität, den &amp;quot;C holtermann&amp;quot; schon beanstandet hat. - Ronni. 21. Jun 2023&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2023-06-21T17:21:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Datum ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni. 21. Jun. 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Diskussion:Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T17:19:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Pädophilie ist nicht gleich Homosexualität&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Neutralität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel klingt mir eine Antipathie des Hauptautoren gegenüber Homosexualität entgegen. Eine eigentlich sachlich neutrale Beschäftigung, in der auch Meinungen bestimmter Strömungen genannt werden könnten ist mir zu wenig ausgeprägt. Insofern ist dieser Artikel tendenziös, nicht ausgewogen und wenig enzyklopädisch. --[[Benutzer:C holtermann|C holtermann]] ([[Benutzer Diskussion:C holtermann|Diskussion]]) 13:14, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::In dem Artikel werden verschiedene Urteile zur Homosexualität gesammelt. Daher kann von einer deutlichen Antipathie gegen Homosexualität keine Rede sein.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 13:22, 4. Feb. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Ich stimme &amp;quot;C holtermann&amp;quot; ausdrücklich zu. Gerade habe ich einen Beitrag von &amp;quot;Michael.heinen-anders&amp;quot; überarbeitet, in dem er in unsachgemäßer Weise Homosexualität mit Pädophilie verbunden hat. - Ronni.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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		<title>Homosexualität</title>
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		<updated>2023-06-21T17:10:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Pädophliie gibt es sowohl bei Homo- wie Heterosexuellen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Äußerung Rudolf Steiners, wonach Homosexualität eindeutig keinerlei Grund zur Disqualifikation eines Menschen für das Priesteramt darstellt, ist ein klares Indiz, dass seine Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot;, sich nicht auf Homosexualität bezieht. Das kann auch schon deshalb nicht der Fall sein, weil Rudolf Steiner in diesem Vortrag auf im Bewusstseinsseelenzeitalter neu in der Menschheit auftretende Erscheinungen hinweist, während die Homosexualität seit Jahrtausenden vorhanden ist, wie antike Berichte eindeutig belegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen&lt;br /&gt;
würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die&lt;br /&gt;
Brüderlichkeit.|182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Pädophilie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576730</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576730"/>
		<updated>2023-06-21T17:04:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Homosexualität ist nicht gleich Päderastie. Diese gibt es ebenso bei Heterosexualität.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Äußerung Rudolf Steiners, wonach Homosexualität eindeutig keinerlei Grund zur Disqualifikation eines Menschen für das Priesteramt darstellt, ist ein klares Indiz, dass seine Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot;, sich nicht auf Homosexualität bezieht. Das kann auch schon deshalb nicht der Fall sein, weil Rudolf Steiner in diesem Vortrag auf im Bewusstseinsseelenzeitalter neu in der Menschheit auftretende Erscheinungen hinweist, während die Homosexualität seit Jahrtausenden vorhanden ist, wie antike Berichte eindeutig belegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen&lt;br /&gt;
würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die&lt;br /&gt;
Brüderlichkeit.|182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleute zu überlassen. - Päderastie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576729</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576729"/>
		<updated>2023-06-21T17:02:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: /* Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Äußerung Rudolf Steiners, wonach Homosexualität eindeutig keinerlei Grund zur Disqualifikation eines Menschen für das Priesteramt darstellt, ist ein klares Indiz, dass seine Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot;, sich nicht auf Homosexualität bezieht. Das kann auch schon deshalb nicht der Fall sein, weil Rudolf Steiner in diesem Vortrag auf im Bewusstseinsseelenzeitalter neu in der Menschheit auftretende Erscheinungen hinweist, während die Homosexualität seit Jahrtausenden vorhanden ist, wie antike Berichte eindeutig belegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen&lt;br /&gt;
würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die&lt;br /&gt;
Brüderlichkeit.|182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. bei männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleuten zu überlassen. - Päderastie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576728</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576728"/>
		<updated>2023-06-21T16:57:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Homosexualität ist nicht gleich Päderastie. Diese gibt es ebenso bei Heterosexualität.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität von Priestern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Äußerung Rudolf Steiners, wonach Homosexualität eindeutig keinerlei Grund zur Disqualifikation eines Menschen für das Priesteramt darstellt, ist ein klares Indiz, dass seine Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot;, sich nicht auf Homosexualität bezieht. Das kann auch schon deshalb nicht der Fall sein, weil Rudolf Steiner in diesem Vortrag auf im Bewusstseinsseelenzeitalter neu in der Menschheit auftretende Erscheinungen hinweist, während die Homosexualität seit Jahrtausenden vorhanden ist, wie antike Berichte eindeutig belegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen&lt;br /&gt;
würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die&lt;br /&gt;
Brüderlichkeit.|182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die in der Menschheit bereits wuchern. Welche Folgen die Unterdrückung von Sexualität bei Priestern bzw. von männlichen wie weiblichen Ordensleuten infolge des Zölibats haben kann, das wird beschrieben in zahlreichen juristisch untersuchten Fällen des Mißbrauchs an Jugendlichen männlichen wie weiblichen Geschlechts. Diese systematischen Untersuchungen wurden für die katholische Kirche angestellt, und einige Kleriker wurden darauf hin auch strafrechtlich verurteilt. Das ist aber keine Frage der Homosexualität, sondern die nachvollziehbare Folge des Verbotes des Auslebens von Sexualität unter Erwachsenen. Dies führt dazu, dass manche Menschen sich in unerlaubter Weise Schutzbefohlenen nähern. Daher plädiert der &amp;quot;Synodale Weg&amp;quot; innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands für die Abschaffung des Zölibats oder zumindest dafür, ihn der freien Entscheidung der Priester und Ordensleuten zu überlassen. - Päderastie darf auf keinen Fall der Homosexualität gleichgesetzt werden, denn es gibt sie sowohl im Bereich der Homosexualität wie der Heterosexualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2018&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: &#039;&#039;Der patriarchale Mißbrauch der katholischen Kirche&#039;&#039;, BoD, Norderstedt 2022&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576626</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576626"/>
		<updated>2023-06-20T05:59:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: /* Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Äußerung Rudolf Steiners, wonach Homosexualität eindeutig keinerlei Grund zur Disqualifikation eines Menschen für das Priesteramt darstellt, belegt zugleich, dass seine Aussage im Vortrag &amp;quot;Was tut der Engel in unserem Astralleib&amp;quot;, sich definitiv nicht auf Homosexualität beziehen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was innerhalb der Menschheitsentwickelung geschieht, das würde darin bestehen, daß, statt in hellem, wachem Bewußtsein in nützlicher Weise, dann in schädlicher Weise, in zerstörerischer Weise gewisse Instinkte aus dem Sexualleben und Sexualwesen auftreten würden, Instinkte, die nicht bloß Verirrungen bedeuten würden, sondern die übergehen würden ins soziale Leben, die Gestaltungen hervorbringen würden im sozialen Leben; vor allen Dingen die Menschen veranlassen&lt;br /&gt;
würden durch das, was dann in ihr Blut kommen würde infolge des Sexuallebens, jedenfalls nicht irgendwelche Brüderlichkeit auf der Erde zu entfalten, sondern sich immer aufzulehnen gegen die&lt;br /&gt;
Brüderlichkeit.|182|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beschreibt Rudolf Steiner offenbar Entwicklungen, die der Menschheit noch bevorstehen. Würde sich diese Aussage Rudolf Steiners auf Homosexualität beziehen, so könnte er betreffende Personen ganz gewiss nicht als für das Priesteramt geeignet beschreiben. Auch richtet sich Homosexualität keineswegs gegen die Brüderlichkeit der Menschen, sondern beklagt gerade deren Mangel als Ursache für Intoleranz bezüglich der Vielfalt individueller menschlicher Entwicklungswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonstige Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt hier keinesfalls, dass Homosexualität eine jugendliche Perversität sei, sondern weist lediglich darauf hin, dass die Ärzte vor Jahrzehnten nur wenig sowohl über jugendliche Perversitäten wie auch über Homosexualität wussten. Beide Themen waren damals in der Medizin noch tabu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wendet sich Rudolf Steiner ausdrücklich dagegen, Sokrates&#039; Umgang mit seinen Schülern ins Sexuelle herabzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen, BoD, Norderstedt 2017&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576621</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576621"/>
		<updated>2023-06-20T05:19:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: /* Zitate von Rudolf Steiner */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eindeutige Position Rudolf Steiners zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar zur Homosexualität finden sich in der [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] nur folgende Äußerungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagen, die sich auch auf das Thema Homosexualität beziehen lassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* Michael Heinen-Anders: Homosexualität und Anthroposophie - einige Impressionen, BoD, Norderstedt 2017&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576538</id>
		<title>Homosexualität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Homosexualit%C3%A4t&amp;diff=576538"/>
		<updated>2023-06-19T06:43:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ronni: Rudolf Steiner sagte ausdrücklich, dass Homosexualität kein Hindernis für die Priesterweihe ist.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Homosexualität&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homόs&#039;&#039; „gleich“ und [[Latein|lat.]] &#039;&#039;sexus&#039;&#039; „Geschlecht“) ist die [[sexuelle Orientierung]], bei der die Romantik und das sexuelle Begehren auf Personen des gleichen [[Geschlecht|Geschlechts]] gerichtet ist. Der Begriff wurde 1868 zugleich mit dem Begriff [[Heterosexualität]] von dem [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Schriftsteller [[w:Karl Maria Kertbeny|Karl Maria Kertbeny]] eingeführt. Die Abneigung oder Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Personen oder Handlungen wird als &#039;&#039;&#039;Homophobie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὁμός}} &#039;&#039;homós&#039;&#039; „gleich“ und {{lang|grc|φόβος}} &#039;&#039;phóbos&#039;&#039; „[[Angst]], [[Phobische Störung|Phobie]]“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate von Rudolf Steiner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Äußerungen [[Rudolf Steiner]]s zum Thema Homosexualität sind, vor allem im Verhältnis zu der Vielzahl von Äusserungen zu anderen Themen, sehr spärlich. In einer Zeit, in der Homosexualität noch ein Tabuthema war, hat er sich darüber weitgehend ausgeschwiegen. Er entwickelte allerdings bereits 1894 in seiner «[[Philosophie der Freiheit]]» Gesichtspunkte, die damals, in den Anfängen der Frauenrechtsbewegung, vor allem der Stellung der Frau in der Gesellschaft gewidmet waren, aber heute in einem erweiterten Rahmen gelesen werden können. Sein Ansatz verfolgte schon damals eine strikt an der Selbstbestimmung ausgerichtete Ethik, die sich auf die individuelle [[moralische Intuition]] des [[Mensch]]en gründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn wir nach dem Grunde&lt;br /&gt;
fragen, warum dies und jenes an dem Menschen so oder so&lt;br /&gt;
ist, so werden wir aus dem Einzelwesen hinaus auf die Gattung&lt;br /&gt;
verwiesen. Diese erklärt es uns, warum etwas an ihm&lt;br /&gt;
in der von uns beobachteten Form auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Gattungsmäßigen macht sich aber der Mensch&lt;br /&gt;
frei. Denn das menschlich Gattungsmäßige ist, vom Menschen richtig erlebt, nichts seine Freiheit Einschränkendes,&lt;br /&gt;
und soll es auch nicht durch künstliche Veranstaltungen sein.&lt;br /&gt;
Der Mensch entwickelt Eigenschaften und Funktionen an&lt;br /&gt;
sich, deren Bestimmungsgrund wir nur in ihm selbst suchen&lt;br /&gt;
können. Das Gattungsmäßige dient ihm dabei nur als Mittel,&lt;br /&gt;
um seine besondere Wesenheit in ihm auszudrücken. Er&lt;br /&gt;
gebraucht die ihm von der Natur mitgegebenen Eigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
als Grundlage und gibt ihm die seinem eigenen&lt;br /&gt;
Wesen gemäße Form. Wir suchen nun vergebens den Grund&lt;br /&gt;
für eine Äußerung dieses Wesens in den Gesetzen der Gattung.&lt;br /&gt;
Wir haben es mit einem Individuum zu tun, das nur&lt;br /&gt;
durch sich selbst erklärt werden kann. Ist ein Mensch bis zu&lt;br /&gt;
dieser Loslösung von dem Gattungsmäßigen durchgedrungen,&lt;br /&gt;
und wir wollen alles, was an ihm ist, auch dann noch&lt;br /&gt;
aus dem Charakter der Gattung erklären, so haben wir für&lt;br /&gt;
das Individuelle kein Organ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn&lt;br /&gt;
man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde&lt;br /&gt;
legt. Am hartnäckigsten im Beurteilen nach der Gattung ist&lt;br /&gt;
man da, wo es sich um das Geschlecht des Menschen handelt.&lt;br /&gt;
Der Mann sieht im Weibe, das Weib in dem Manne fast&lt;br /&gt;
immer zuviel von dem allgemeinen Charakter des anderen&lt;br /&gt;
Geschlechtes und zu wenig von dem Individuellen.|4|237f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlechtliche Determination und Selbstbestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Was die Frau ihrer Natur nach wollen&lt;br /&gt;
kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es&lt;br /&gt;
wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der&lt;br /&gt;
ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus&lt;br /&gt;
kaum einen anderen erreichen. Sie müssen es aber selbst&lt;br /&gt;
entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine&lt;br /&gt;
Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet,&lt;br /&gt;
daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als&lt;br /&gt;
Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden,&lt;br /&gt;
daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der&lt;br /&gt;
Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der&lt;br /&gt;
Verbesserung gar sehr bedürftig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt,&lt;br /&gt;
der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie&lt;br /&gt;
anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
beruht. Was unterhalb dieser Grenze liegt, das&lt;br /&gt;
kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung&lt;br /&gt;
sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten&lt;br /&gt;
sind der Inhalt besonderer Wissenschaften.&lt;br /&gt;
Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben&lt;br /&gt;
wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken,&lt;br /&gt;
das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande&lt;br /&gt;
kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen&lt;br /&gt;
bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums.&lt;br /&gt;
Da, wo das Gebiet der Freiheit (des Denkens und&lt;br /&gt;
Handelns) beginnt, hört das Bestimmen des Individuums&lt;br /&gt;
nach Gesetzen der Gattung auf [...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der einzelne zu denken hat, läßt sich nicht&lt;br /&gt;
aus irgendeinem Gattungsbegriffe ableiten. Dafür ist einzig&lt;br /&gt;
und allein das Individuum maßgebend. Ebensowenig ist&lt;br /&gt;
aus allgemeinen Menschencharakteren zu bestimmen, welche&lt;br /&gt;
konkrete Ziele das Individuum seinem Wollen vorsetzen&lt;br /&gt;
will. Wer das einzelne Individuum verstehen will, muß bis&lt;br /&gt;
in dessen besondere Wesenheit dringen, und nicht bei typischen&lt;br /&gt;
Eigentümlichkeiten stehen bleiben. In diesem Sinne&lt;br /&gt;
ist jeder einzelne Mensch ein Problem [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in dem Grade, in dem der Mensch sich in der gekennzeichneten&lt;br /&gt;
Weise frei gemacht hat vom Gattungsmäßigen,&lt;br /&gt;
kommt er als freier Geist innerhalb eines menschlichen Gemeinwesens&lt;br /&gt;
in Betracht. Kein Mensch ist vollständig Gattung,&lt;br /&gt;
keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder&lt;br /&gt;
geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich&lt;br /&gt;
ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens,&lt;br /&gt;
wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher&lt;br /&gt;
Autoritäten.|4|239ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar zur Homosexualität finden sich in der [[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]] nur folgende Äußerungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des 3. Priesterkurses stellte &#039;&#039;Emil Bock&#039;&#039; die Frage, ob eine homosexuelle Person zum Priester geweiht werden darf. Rudolf Steiner bejahte dies ausdrücklich:&lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Es fragt sich, ob Sie glauben, dass er in richtiger Weise seine priesterlichen Funktionen ausüben kann oder nicht. Darum kann es sich nur handeln. Sie werden gar keinen Grund haben, jemanden nicht aufzunehmen, von dem Sie voraussetzen können, dass er seine priesterlichen Funktionen in der richtigen Weise ausüben kann, so dass also auch die Bedingungen erfüllt sind, die ich heute Morgen als die «drei Punkte» (GA 344, S.150-152,154) angeführt habe. Diese Grundformel müsste den eigentlichen Geist für die Aufnahme bilden. Sie werden ja gar kein Interesse daran haben, jemanden nicht aufzunehmen, der diesen drei Punkten genügen kann. Die Sache ist so, dass natürlich eine Differenz bestehen könnte. Sie könnten sagen: von jemandem, der solche Eigenschaften in sich hat wie die, die in diesem Falle vorliegen, von dem glauben wir nicht, dass er die priesterlichen Funktionen in den einzelnen Fällen ausführen kann. Ich würde es negieren, ich würde es nicht glauben, dass er es nicht kann.&amp;quot; &#039;&#039;Emil Bock:&#039;&#039; &amp;quot;Es ist so gewesen, dass wir gerade hierüber Ihr Urteil gerne erbitten würden, weil wir darüber nicht urteilen können.&amp;quot; &#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039; &amp;quot;Ja, wenn der Betreffende sonst fähig wäre, die priesterlichen Funktionen auszuführen, so halte ich die genannten Eigenschaften nicht für ein Hindernis. Und wenn das kein Hindernis, kein Ausschließungsgrund ist, so könnte es auch kein Grund sein, ihn nicht aufzunehmen. Er müsste unfähig sein, die priesterlichen Funktionen auszuüben.&amp;quot;|344|175,176)}} &lt;br /&gt;
{{GZ|&#039;&#039;Friedrich Rittelmeyer&#039;&#039;, der später die Leitung der «Christengemeinschaft» übertragen erhielt, bestätigte in einem Brief vom 18. Juni 1930 diese Aussage Rudolf Steiners (ZACG, Signatur 6.1): &amp;quot;Über Homosexualität haben wir ihn [Dr. Steiner] damals befragt und die Antwort erhalten, die homosexuelle Neigung sei kein Grund, nicht zum Priester zu weihen.&amp;quot;|244|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Aussagen Rudolf Steiners im Zusammenhang mit dem Thema Homosexualität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es ist doch in dieser Beziehung richtig, was Moriz Benedikt, der&lt;br /&gt;
Kriminalpsychologe und sonst übrigens ausgezeichnete Arzt, einmal&lt;br /&gt;
gesagt hat mit Bezug auf alle Redereien über jugendliche Perversitäten,&lt;br /&gt;
auch mit Bezug auf Homosexualität, überhaupt in bezug auf alles&lt;br /&gt;
dasjenige, was geredet wird und so geredet wird, als ob es wiederum&lt;br /&gt;
beobachtet werden soll - über alles das hat Moriz Benedikt, es ist ein&lt;br /&gt;
Jahrzehnt her, gesagt: Vor 30 Jahren haben wir jungen Ärzte über dieses&lt;br /&gt;
Kapitel nicht so viel gewußt wie heute die jungen Pensionatmädels.|302a|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich mache Sie da zum Beispiel aufmerksam, wie gemein, widerlich&lt;br /&gt;
gemein die moderne Zeit so etwas auffaßt wie das Verhältnis des&lt;br /&gt;
[[Sokrates]] zu seinen Schülern. Man redet da von einer Art Homosexualität,&lt;br /&gt;
während das auf eine Seite der Seelenkräfte hinweist, wo&lt;br /&gt;
nicht nur durch das Wort, sondern durch das Beisammensein des&lt;br /&gt;
Sokrates mit seinen Schülern etwas bewirkt wurde. Die Anwesenheit&lt;br /&gt;
des Menschen bedeutete ihnen etwas. Es ist eine ekelhafte Verleumdung&lt;br /&gt;
der Dinge, wenn heute auf diese Sachen im Griechentum die&lt;br /&gt;
Begriffe der Homosexualität angewendet werden.|342|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pädagoge Christoph Kranich hat wesentliche Gesichtspunkte zusammengetragen, um Homosexualität aus anthroposophischer Perspektive zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Liebe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Kranich betont insbesondere, dass bei der [[Sexualität]] - und damit auch bei der Homosexualität - nicht nur der physische Geschlechtsakt in Betracht kommt, sondern auch [[Empfindung]] und [[Liebe]]. Sind diese weiteren Dimensionen der geschlechtlichen Liebe wenig vorhanden, tritt das eigentlich Menschliche der Geschlechtsliebe in den Hintergrund. Das gilt für [[heterosexuelle]] und homosexuelle Beziehungen gleichermaßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Im Fremdwörter-Duden lese ich unter dem Stichwort Homosexualität: &amp;quot;Sich auf das eigene Geschlecht richtendes Geschlechtsempfinden, gleichgeschlechtliche Liebe&amp;quot;. Diese Definition sollte verwundern: Homosexualität wird hier erklärt mit den Worten &amp;quot;Empfinden&amp;quot; und &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Ein solches ganzheitliches Verständnis ist im Alltag nicht üblich: Mit dem Wort Sexualität wird meist nur die &amp;quot;körperliche Liebe&amp;quot;, der &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlechtsverkehr&amp;quot; bezeichnet. Zwar sprechen viele Menschen auch von Homosexualität, als sei sie nur der körperliche Teil: Der seelische wird dann &amp;quot;Homoerotik&amp;quot;, der geistige &amp;quot;Homophilie&amp;quot; genannt. Solche Bemühungen, zwischenmenschliche Beziehungen in einzelne Teile zu zerlegen, sind aber oft nur Versuche, den körperlichen Aspekt der Sexualität auszuklammern oder abzuwerten. Deshalb benutze ich das Wort Homosexualität, wie der Duden, für die leiblich-seelisch-geistige Ganzheit gleichgeschlechtlicher Beziehung -- wörtlich: Gleich-Geschlechtlichkeit. Die Leser müssen bei diesem Begriff immer neu daran denken, daß mehr als ein körperlicher &amp;quot;Sexualakt&amp;quot; gemeint ist: Empfinden und Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Homosexueller wird man demzufolge nicht dadurch, daß man einmal oder mehrmals mit Menschen gleichen Geschlechts körperliche Sexualität hatte. Entscheidender ist, ob das Empfinden auf das andere oder auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Allerdings gibt es nicht nur Menschen, die ausschließlich das gleiche, und andere, die ausschließlich das andere Geschlecht lieben, sondern ein Kontinuum geschlechtlicher Orientierung. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, daß im Menschen ursprünglich beide Orientierungs-Richtungen angelegt sind, aber meist nur eine davon (in der Regel die heterosexuelle) später ausgelebt wird. Der amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey kommt zu dem Schluß, daß mehr als ein Drittel der Menschen homosexuelle Erlebnisse haben oder hatten. Zahlenangaben dafür, wie viele Menschen überwiegend oder ausschließlich homosexuell empfunden, reichen von 4 bis zu 10% der Bevölkerung. Die Begriffe Homosexueller und Heterosexueller müssen also unscharf bleiben; die Grenze zwischen ihnen ist fließend. Außerdem kann die geschlechtliche Orientierung während des Lebens wechseln oder sich verschieben: Etliche Menschen entdecken ihre homosexuellen Anteile erst nach vielen glücklichen Ehejahren als Familienvater oder -mutter. Wer von &amp;quot;Homosexuellen&amp;quot; und &amp;quot;Heterosexuellen&amp;quot; spricht, kann also bestenfalls zur Zeit überwiegend Homosexuelle bzw. Heterosexuelle meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Begriff, der häufig benutzt wird ist schwul. Ursprünglich aus &amp;quot;schwül&amp;quot; entstanden und ein Schimpfwort, wurde er von selbstbewußten Homosexuellen (Schwulen) gewendet in ein Bekenntnis zu offen gelebter und politisch-kämpferisch verstandener Homosexualität. Wegen seines verächtlichmachenden Beigeschmacks wird er von Nicht-dazu-Gehörenden gerne vermieden; da er aber kurz, kein Fremdwort sowie allgemein bekannt ist, benutzte ich ihn positiv für offen gelebte Homosexualität und vor allem, wenn es um deren soziale Auswirkungen geht.|Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039; [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität als Chance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranich begreift Homosexualität auch als Chance, gerade weil sie vom biologischen Zweck der [[Fortpflanzung]] abgekoppelt ist. Was so der rein biologischen Funktion enthoben ist, könne gerade deshalb als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Hier zeigt sich die besondere Eigenschaft des Menschen, dass er mehr als ein bloßes Naturwesen, sondern darüber hinaus auch ein frei schaffendes [[Kultur]]wesen ist. Das gilt ganz besonders auch für Gestaltung des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Der nicht selten gehörte Vorwurf, dass Homosexualität „unnatürlich“ sei, geht so gesehen bezüglich des Menschen ins Leere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Vielen Menschen ist der wichtigste Einwand gegen gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebensformen ihre biologische Unfruchtbarkeit. Dem halte ich entgegen: Gerade die biologische Unfruchtbarkeit ist die Chance homosexueller Beziehungen! Was hier mangelt, kann als geistige, künstlerische und soziale Fruchtbarkeit um so wirksamer werden. Genauso wie kinderlose heterosexuelle Paare können Homosexuelle andere Formen der Selbstverwirklichung und Wirksamkeit für ihre Mitwelt finden -- vielleicht ein &amp;quot;geistiges Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;künstlerisches Kind&amp;quot;, ein &amp;quot;soziales Kind&amp;quot;. Ähnliches gilt auch für Menschen, die durch andere Abweichungen von gesellschaftlichen Normen unter besonderen, feindlichen Bedingungen leben müssen: Kranke, Behinderte, Farbige, Ausländer... Sie alle müssen ihr Anderssein entweder so weit wie möglich aufgeben, verbergen oder verleugnen oder aber selbstbewußt gegen die Umwelt verteidigen -- und das erfordert gesteigerte Wachheit und verstärkte Ich-Kräfte. Die Chancen sind natürlich keine Automatismen. Sie werden uns durch ein solches Anderssein angeboten, werden aber nur wirksam, wenn wir sie ergreifen. Sonst überwiegen die einschränkenden, feindlichen, diskriminierenden und krankmachenden Bedingungen, und wir werden zu jammernden und klagenden Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in unserer Gesellschaft noch vorherrschende Ablehnung alles Homosexuellen, die nahezu jeder, der irgendwann in sich solche Anteile entdeckt und zu leben versucht, erfahren muß, macht sensibler auch für alle anderen Arten von Unterdrückung und Diskriminierung, macht offener für alles Von-der-Norm-Abweichende, macht skeptischer gegenüber den eingefahrenen Wegen, auf denen die meisten Menschen so selbstverständlich und widerspruchslos entlanggeschoben werden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichgeschlechtlich Liebende haben die Möglichkeit, neue und eigene Formen des mitmenschlichen Zusammenlebens zu suchen und zu erproben: Die tragenden Institutionen des heterosexuellen sozialen Lebens, wie zum Beispiel die Ehe, passen nicht. Wenn sie versuchen, sie trotzdem zu übernehmen, beispielsweise, indem sie &amp;quot;wie Mann und Frau&amp;quot; und mit derselben dort üblichen Rollenverteilung zusammenleben, wird das leicht zum lächerlichen Zerrbild. Was auch für heterosexuell lebende Menschen gilt, trifft für Homosexuelle ganz besonders zu: Das Zusammenleben muß unabhängig von durch Eltern und Familie vorgelebten Traditionen neu gegriffen und gestaltet werden. Homosexuelle müssen, sehr viel stärker als etwa unverheiratet zusammenlebende heterosexuelle Paare, ihre Lebensweise immer von neuem gegenüber Umwelt, Nachbarn, Familie, Arbeitskollegen rechtfertigen und begründen (oder verstecken!). Dabei kann man viel Zeit und Kraft verlieren -- und auch im schlimmsten Fall zerbrechen --, aber die Anstrengung kann auch neue Kräfte freisetzen und kreativ genutzt werden. Wo Muster und Schablonen fehlen, ist Raum, Neues zu erfinden und zu erproben.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mann und Frau oder Weiblich-Männlich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Für unser Thema ist es sehr wichtig, zu unterscheiden zwischen den Begriffspaaren weiblich-männlich und Mann-Frau. Sie sind keineswegs identisch. Allgemein bekannt ist die Tatsache, daß im Körper des Mannes auch &amp;quot;weibliche&amp;quot; Sexualhormone vorkommen. Sie werden in ihrer Wirkung nur überlagert von den männlichen - trotzdem nennen wir das Wesen, der physischen Erscheinung nach, Mann, und nicht etwa &amp;quot;Dreiviertelmann&amp;quot;. Ähnliches gilt für die anderen Merkmale, die für die Entscheidung, ob Mann oder Frau, wichtig sind: Nicht das reine Auftreten, sondern ihr Überwiegen zählt. Nicht selten ist die Entscheidung auf den ersten Blick gar nicht so leicht -- und die Natur produziert ja auch manchmal echte Zwischenstufen (&amp;quot;Zwitter&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Polarität ist also die des Weiblichen und Männlichen mit ihren verschiedenen Merkmalen, jedes Individuum befindet sich irgendwo in diesem vieldimensionalen Feld, und je nachdem, ob die weiblichen oder die männlichen Eigenschaften vorherrschen, sagen wir &amp;quot;Frau&amp;quot; oder &amp;quot;Mann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch verwirrender wird das alles, wenn wir nun noch die gegengeschlechtlichen Ätherkräfte hinzudenken sollen - der Mann hat einen weiblichen Ätherleib! Was uns also beim Mann seelisch-geistig oft als &amp;quot;typisch männlich&amp;quot; auffällt -- zum Beispiel sein intellektuelleres, abstrakteres, schärferes, aber auch ungeistigeres Denken --, entsteht möglicherweise gerade durch weibliche Ätherkräfte...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit soll nur gezeigt werden, daß Mann und männlich bzw. Frau und weiblich nicht dasselbe ist. Das hat für unser Thema Homosexualität eine wichtige Konsequenz: Müssen sich im täglichen Leben nun Mann und Frau ergänzen (zum Beispiel in der Ehe) --, oder will das Männliche zum Weiblichen? --, und sind dazu Mann und Frau nötig --? Solche Fragen, jenseits aller muffigen Moral und Konvention, aufzugreifen und zu erhellen, könnte ein interessantes Feld für anthroposophisch-phänomenologische Forschungen sein.|Kranich, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule und im weiteren Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin und langjährige Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum, [[Michaela Glöckler]], hat in einem Interview mit der Zeitschrift Erziehungskunst einige Fragen berührt, die im Schulrahmen im Umgang mit Homosexualität auftauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang mit Vorurteilen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Da  gibt  es  zunächst  die  Ansicht,  Homosexualität  sei  abwegig  und  abnorm&lt;br /&gt;
und »nicht gesund«. Dann gibt es das Vorurteil, Homosexuelle neigten triebhaft  zur  Verführung  Minderjähriger  und  seien  deshalb  eine  Gefahr  im  Um&lt;br /&gt;
gang mit Jugendlichen. Und schließlich gibt es das Vorurteil der Promiskuität,&lt;br /&gt;
die  Homosexualität  gleichsetzt  mit  raschem  Partnerwechsel  und  schnellem&lt;br /&gt;
anonymen Sex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer bei Vorurteilen stützt man sich auf etwas, was man einmal gehört  hat,  jedoch  nie  einer  gründlichen  Prüfung  unterzog.  Daher  gilt  es,  zunächst einmal zu verstehen, warum es zu diesen Vorurteilen gekommen ist, welche Erfahrungen die Menschen tatsächlich im Umgang mit homosexuellen Mitmenschen gemacht haben. Schließlich muß man dann versuchen, der Einzelsituation gerecht zu werden.|Interview mit [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf pdf]}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Karma ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaela Glöckler sieht Homosexualität vor allem als ein [[Karma|karmisches]] Phänomen, das eben deshalb auch nicht als „krankhaft“ und deshalb „behandlungsbedürftig“ angesehen werden dürfe. Es sei wichtig, heute nicht pathologisierende Ansätze zu vertreten, die den Weg ebnen für die Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer Behandlung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich halte die Homosexualität&lt;br /&gt;
in erster Linie für ein »karmisches« Phänomen, dessen tiefere&lt;br /&gt;
Ursachen nicht innerhalb&lt;br /&gt;
des gegenwärtigen Erdendaseins,&lt;br /&gt;
sondern in größeren Zusammenhängen&lt;br /&gt;
zu suchen&lt;br /&gt;
sind. Die Gründe, die man innerhalb&lt;br /&gt;
des jetzigen Lebens&lt;br /&gt;
finden kann, sind meiner&lt;br /&gt;
Überzeugung nach nur Anlässe,&lt;br /&gt;
die eine tiefere, schicksalsmäßige&lt;br /&gt;
Neigung zur Erscheinung&lt;br /&gt;
bringt. Welche der vordergründigen&lt;br /&gt;
Anlässe letztlich&lt;br /&gt;
davon gesellschaftlich die&lt;br /&gt;
größte Akzeptanz finden, ist allerdings eine wichtige Frage. Bisher haben&lt;br /&gt;
überwiegend die Ansichten gegolten, die die Homosexualität als krankhaft&lt;br /&gt;
darstellen und damit im Grunde genommen auch als behandlungsbedürftig.&lt;br /&gt;
So ist es jetzt nur zu verständlich, daß man nach Erklärungsmodellen sucht,&lt;br /&gt;
die nicht pathologisierende Ansätze vertreten und den Weg ebnen für die&lt;br /&gt;
Anerkennung der Homosexualität als möglicher Lebensform, die keiner medizinischer&lt;br /&gt;
Behandlung bedarf.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und Therapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus dem bisher Gesagten geht schon hervor, daß es nur möglich und sinnvoll&lt;br /&gt;
ist, einen Homosexuellen zu behandeln, wenn er dies ausdrücklich wünscht.&lt;br /&gt;
Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Meist geht es bei einer Behandlung&lt;br /&gt;
gerade darum, das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, zu der eigenen&lt;br /&gt;
geschlechtlichen Identität zu stehen und sie leben zu lernen. Das Leiden bezieht&lt;br /&gt;
sich häufig nicht auf die Homosexualität, sondern auf die sozialen Widerstände,&lt;br /&gt;
sie zu leben.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homosexualität und sexuelle Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Als spielerischer Versuch tritt jedoch die homosexuelle&lt;br /&gt;
Neigung im Pubertätsalter – mehr oder weniger bewußt – beinahe bei allen&lt;br /&gt;
Jungen und Mädchen vorübergehend auf, bis die Identifizierung mit dem&lt;br /&gt;
eigenen Geschlecht vollzogen und die geschlechtliche Orientierung im Sinne&lt;br /&gt;
der Hetero- oder Homosexualität ausgebildet ist. Allerdings gilt diese sexuelle&lt;br /&gt;
Spielphase ebenso für die heterosexuelle Beziehung. So zeigt sich erst nach&lt;br /&gt;
dieser Phase, bei wem die homosexuelle Neigung auf Dauer beherrschend ist.&lt;br /&gt;
Für solche Menschen ist sie der »Normalzustand«, und es kann sich dabei um&lt;br /&gt;
geistig wie ethisch hochstehende, ja sogar überragende Menschen handeln, in&lt;br /&gt;
deren Persönlichkeit nichts Krankhaftes zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch gehört zu dieser Fragestellung die Berücksichtigung der Tatsache, daß&lt;br /&gt;
sich die sexuelle Orientierung eines Menschen im Laufe seines Lebens ändern&lt;br /&gt;
kann. Da gibt es nicht nur die Situation, daß ein homosexuell veranlagter&lt;br /&gt;
Mensch später doch eine heterosexuelle&lt;br /&gt;
Verbindung eingeht und&lt;br /&gt;
eine Familie gründet, sondern&lt;br /&gt;
auch das Umgekehrte: Nach 10&lt;br /&gt;
oder 15 Jahren Ehe mit einem oder&lt;br /&gt;
mehreren Kindern kommt es zur&lt;br /&gt;
Trennung, und einer der beiden&lt;br /&gt;
Partner lebt später – oder es war&lt;br /&gt;
schon mit ein Grund, der zur Trennung&lt;br /&gt;
beigetragen hat – in einer homosexuellen&lt;br /&gt;
Verbindung weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliche Beziehungen sind&lt;br /&gt;
in erster Linie Schicksalskonstellationen&lt;br /&gt;
und nicht primär einer rein&lt;br /&gt;
konstitutionellen Betrachtung zugänglich.&lt;br /&gt;
Vielmehr muß beides –&lt;br /&gt;
Konstitution und Schicksal – in&lt;br /&gt;
seiner gegenseitigen Beeinflussung&lt;br /&gt;
oder auch Wechselwirkung&lt;br /&gt;
gesehen werden. Goethe hat es so&lt;br /&gt;
treffend formuliert, daß der&lt;br /&gt;
Mensch nicht wie das Tier von&lt;br /&gt;
seinen Organen (Werkzeugen) belehrt wird, sondern seine Organe belehren muß. Der Mensch ist zu einem viel&lt;br /&gt;
freieren Umgang mit seinem Organismus veranlagt als das Tier. Dadurch&lt;br /&gt;
kann er die verschiedenartigsten Erfahrungen machen. Lernt er durch seine&lt;br /&gt;
Erfahrungen, menschlicher zu werden: wahrhaftiger, liebevoller, freier, so gesundet&lt;br /&gt;
er im Laufe seines Lebens immer mehr. Ich glaube nicht, daß die&lt;br /&gt;
Krankheitstheorie in bezug auf die Homosexualität etwas Positives zum Umgang&lt;br /&gt;
mit ihr beitragen kann. Sie hat vielmehr im Lauf der Geschichte viel Leid&lt;br /&gt;
bewirkt.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was kann es für Homosexuelle bedeuten, einer Minderheit anzugehören? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was bedeutet es&lt;br /&gt;
aber, in dem Bewußtsein zu leben, einer Minderheit anzugehören? In der&lt;br /&gt;
großen Gesellschaft nicht angepaßt zu sein, sondern um Anerkennung seiner&lt;br /&gt;
eigenen Lebensform ringen zu müssen? Das Positive einer solchen Schicksalssituation&lt;br /&gt;
ist ganz sicher immer, daß dadurch das Bewußtsein von der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit, das Stehen zu sich, so wie man ist, eine Stärkung erfährt. Wie&lt;br /&gt;
leicht ist es doch demgegenüber, »normal« und angepaßt im großen Strom&lt;br /&gt;
der Zeitgenossenschaft mitzuschwimmen. Wohingegen einer Minderheit anzugehören immer bedeutet, daß man auffällt, anstößt, sich rechtfertigen, bekennen&lt;br /&gt;
muß und – um akzeptiert zu werden – in der Regel mehr leisten muß&lt;br /&gt;
als andere. Nicht nur, wenn die Auseinandersetzung gelingt, sondern auch im&lt;br /&gt;
Falle des wiederholten oder gar dauerhaften Scheiterns kann sich dies jedoch&lt;br /&gt;
als ausgesprochen förderlich auf die Entwicklung im Gang der wiederholten&lt;br /&gt;
Erdenleben auswirken. Auch gehört viel Mut und wirkliche Liebe dazu, eine&lt;br /&gt;
Liebesbeziehung zu leben und durchzutragen, der die gesellschaftliche Anerkennung&lt;br /&gt;
versagt bleibt oder wo diese zumindest erschwert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Sinn für den Homosexuellen selbst kann aber auch eine Aufgabe&lt;br /&gt;
für die anderen gesehen werden: Die Mitmenschen können einen ebenso&lt;br /&gt;
starken Anstoß erleben, der ihnen im günstigen Fall zu mehr Toleranz und&lt;br /&gt;
Verständnis für das Anders-Sein der Betroffenen verhelfen kann.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancen für die Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Was ein Homosexueller in die Gesellschaft einbringen kann, hängt in erster&lt;br /&gt;
Linie von dem ab, was er als Persönlichkeit darstellt, für welche Ziele er lebt&lt;br /&gt;
und wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Was nun das Geschlechtsleben anbetrifft,&lt;br /&gt;
so denke ich, daß dieses nicht nur beim Heterosexuellen, sondern auch&lt;br /&gt;
beim Homosexuellen seine individuelle Angelegenheit sein sollte. Über das&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben viel zu reden oder sich öffentlich beim Liebesspiel zur&lt;br /&gt;
Schau zu stellen, erlebe ich nicht als Attribut des Erwachsenseins, sondern&lt;br /&gt;
allenfalls als spätpubertäres Verhalten. Hingegen strahlen alle menschlichen&lt;br /&gt;
Beziehungen, die von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Zärtlichkeit geprägt&lt;br /&gt;
sind – mit oder ohne sexuelle Grundlage – positiv in den sozialen Umkreis&lt;br /&gt;
aus. Wo Menschen sich verbinden, entstehen Kräfte, die auch anderen&lt;br /&gt;
zugute kommen. Und so kann eine stabile Beziehung unter homosexuellen&lt;br /&gt;
Männern oder Frauen in ähnlicher Weise ein offenes Haus für andere oder ein&lt;br /&gt;
Ausstrahlungspunkt für wichtige Aktivitäten sein, wie die eheliche Beziehung&lt;br /&gt;
zwischen Mann und Frau oder ein intaktes Familienleben es sind. Letztlich&lt;br /&gt;
kommt es doch immer darauf an, ob eine menschliche Beziehung produktiv&lt;br /&gt;
und damit wertvoll für den Umkreis ist. Und da gibt es unter Menschen ja&lt;br /&gt;
nicht nur die Möglichkeit, physische Kinder zu zeugen, sondern auch seelische&lt;br /&gt;
und geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich heute sehe, wie wenige Kinder noch aus sogenannten intakten&lt;br /&gt;
Familien kommen und wie selten es Mann und Frau gelingt, ihre Geschlechtlichkeit&lt;br /&gt;
so in das soziale Miteinanderleben zu integrieren, daß dauerhafte Lebensgemeinschaften&lt;br /&gt;
entstehen können, so wundert es mich oft, woher sich&lt;br /&gt;
eigentlich die Arroganz und das Sich-Besser-Vorkommen speist, die so oft von&lt;br /&gt;
seiten der Vertreter heterosexueller Lebensformen denjenigen der Homosexuellen&lt;br /&gt;
gegenüber demonstriert werden. Ganz sicher ist jedoch die Tatsache, daß&lt;br /&gt;
die Homosexualität eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, um&lt;br /&gt;
aktive Toleranz und Verständnis für das »anders sein« zu entwickeln.|Glöckler, ebd.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homosexualität in der Waldorfschule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Waldorfschule]]n zeigt sich die gesellschaftliche Entwicklung im Umgang mit&lt;br /&gt;
Genderfragen sehr deutlich. Hier ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert. Immer noch&lt;br /&gt;
reicht das Spektrum der Zugänge zum Thema von konservativen, am Bild der klassischen&lt;br /&gt;
Familie ausgerichteten bis zu liberalen, mit der allgemein gesellschaftlichen Entwicklung&lt;br /&gt;
mitgehenden Lernbewegungen. Ein eigenständig waldorfpädagogischer Zugang zum Thema&lt;br /&gt;
lässt sich vielleicht am ehesten in Richtung einer am Einzelindividuum ausgerichteten, eine&lt;br /&gt;
bildhafte und inclusive Sprache gebrauchenden Praxis ausmachen. Es sind seit Jahren&lt;br /&gt;
eigenständige Ansätze zu einer waldorfpädagogischen &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; in Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Handlungsmöglichkeiten gibt es viele. Sie beginnen bei der Frage wie ich in »meiner Klasse« mit&lt;br /&gt;
dem Thema umgehe, wie sprachlich sensibel ich mich verhalte, ob ich schwul / lesbisch als&lt;br /&gt;
Schimpfwort mit derselben Selbstverständlichkeit zurückweise, wie ich das bei rassistischen oder&lt;br /&gt;
anti-religiösen Äußerungen tue. Wähle ich im Unterricht meine Beispiele ausschließlich&lt;br /&gt;
heterosexuell oder gibt es auch Beispiele gleichgeschlechtlich Liebender? Wähle ich meine&lt;br /&gt;
Ansprache an die Schüler und Schülerinnen so, dass ich sie ausschließlich heterosexuell oder&lt;br /&gt;
cisident (Übereinstimmung von primären biologischen Geschlechtsmerkmalen mit der gefühlten&lt;br /&gt;
Geschlechtsidentität) verorte oder versuche ich, neutrale, alle sexuellen und geschlechtlichen&lt;br /&gt;
Identitäten einschließende Formulierungen zu wählen? Was in der Klasse gilt, sollte auch im&lt;br /&gt;
Kollegium gelten. Gerade in größeren Kollegien gehören schwule Kollegen, lesbische Kolleginnen,&lt;br /&gt;
manchmal auch transidente oder intersexuelle Kolleginnen selbstverständlich dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sind sie auch genauso sichtbar wie die heterosexuellen und cisidenten Kollegen und&lt;br /&gt;
Kolleginnen? Gibt es eine Kultur des Willkommens für jegliche Form sexueller und&lt;br /&gt;
geschlechtlicher Identität?|Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen der Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in den Niederlanden bekannte Arzt [[Bernard Lievegoed]] hat den Versuch unternommen, sich dem schwierigen Kapitel der möglichen Ursachen von Homosexualität anthroposophisch zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Homosexualität (...) hat ihre Wurzel in der Entwicklungsgeschichte des physischen Leibes. In den&lt;br /&gt;
ersten Wochen der Embryonalzeit wird die sogenannte &amp;quot;Urniere&amp;quot; angelegt, aus welcher sich sowohl&lt;br /&gt;
die männlichen, als auch die weiblichen Organe entwickeln können. Anfänglich ist es auch&lt;br /&gt;
tatsächlich so, daß sich beide Möglichkeiten zugleich entwickeln, ab einem bestimmten Moment&lt;br /&gt;
jedoch, zwischen dem 20. und dem 30. Tag, entwickelt sich dann nur noch die eine Möglichkeit,&lt;br /&gt;
und die andere wird zurückgehalten. Die Reste dieser anderen Möglichkeit sind dann während&lt;br /&gt;
unseres ganzen Lebens in unausgebildeter Form weiterhin in uns vorhanden. Der Ätherleib als die&lt;br /&gt;
formbildende, aktivierende Kraft bringt das Wachstum zustande, und wo dies der Fall ist, hat sich&lt;br /&gt;
der Ätherleib völlig mit der Physis verbunden. Überall dort aber, wo sich eine potentielle&lt;br /&gt;
Möglichkeit, die im Ätherleib vorhanden ist, nicht im Physischen auslebt, besteht diese&lt;br /&gt;
Ätherstruktur als solche dennoch weiter. So kommt es, daß jeder Mann einen weiblichen Ätherleib&lt;br /&gt;
besitzt und jede Frau einen männlichen Ätherleib. Das besagt: Dem physischen Leibe nach ist man&lt;br /&gt;
ein Mann oder eine Frau, vom Ätherischen aber ist das jeweils andere Geschlecht potentiell&lt;br /&gt;
anwesend. Nun hängt vieles davon ab, ob man sich seelisch mehr auf den physischen Aspekt seiner&lt;br /&gt;
Verkörperung orientiert oder ob man nicht ganz bis dahin &#039;hinuntersteigt&#039; und sich mehr im eigenen&lt;br /&gt;
Ätherleib erlebt. Die Homosexualität ist ein Problem der menschlichen Seele in ihrem Verhältnis&lt;br /&gt;
zum physischen und ätherischen Leibe. Viele Homosexuelle fühlen sich erhaben über andere&lt;br /&gt;
Menschen, da sie sich (meist unbewußt) als etwas weniger &#039;irdisch&#039; erleben. Auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
bedeutet die Tatsache, daß man nicht ganz in seine physische Inkarnation herabsteigt, eine&lt;br /&gt;
Verarmung hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten des betreffenden Lebens. Doch gerade die&lt;br /&gt;
Wahl solcher Inkarnationsbedingungen und der damit zusammenhängenden fehlenden Kräfte hat&lt;br /&gt;
einen tiefen karmischen Hintergrund, den man nur dann zu beurteilen vermag, wenn man in&lt;br /&gt;
verantwortlicher Weise das Karma eines anderen Menschen durchschauen kann. Solange dies nicht&lt;br /&gt;
möglich ist, enthalte man sich aller Spekulationen und vor allem allgemeiner Äußerungen über&lt;br /&gt;
mutmaßliche karmische Hintergründe.|Bernard Lievegoed: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle&#039;&#039;, S. 29f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versachlichung des Themas Homosexualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Jugendpädagoge und Autor [[Henning Köhler]] äußert sich aus seiner Beraterpraxis mit einem deutlichen Appell zur Deeskalation im Umgang mit Homosexualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Ich werde manchmal gefragt, was es aus der Anthroposophie heraus zur Homosexualität zu sagen&lt;br /&gt;
gäbe. Da kommt sicher der eine oder andere geisteswissenschaftliche Aspekt in Betracht, besonders&lt;br /&gt;
die von R. Steiner beschriebene präkonzeptionelle Wahl der Geschlechtszugehörigkeit für das&lt;br /&gt;
bevorstehende Erdenleben. Während bei der heterosexuellen Orientierung mit der Geschlechtswahl&lt;br /&gt;
zugleich seelisch die gegengeschlechtliche Präferenz als emotional-affektiver Richtungsimpuls&lt;br /&gt;
angelegt und damit das im Bios der Tierwelt verankerte Grundmuster bestätigt wird, ist bei der&lt;br /&gt;
Homo- oder Bisexualität diese Polarisierung (auf einen »männlichen Leib« gerichteter&lt;br /&gt;
Inkarnationsimpuls versus auf einen »weiblichen Leib« gerichteter Grundstrom des Begehrens oder&lt;br /&gt;
andersherum) nicht oder nicht eindeutig gegeben. In der Sphäre, die der Mensch mit dem Tierreich&lt;br /&gt;
gemeinsam hat, findet aus vorgeburtlichen Impulsen heraus eine Modifikation des Grundmusters&lt;br /&gt;
statt. Daraus läßt sich schließen, daß es karmische Motive gibt, die stärker sind als die biologische&lt;br /&gt;
Norm und diese relativieren oder »umpolen«. Moralische Gesichtspunkte kommen hier überhaupt&lt;br /&gt;
nicht in Betracht. (....) Unterstellt man bei jeder Art von ungewöhnlicher, d. h. nicht&lt;br /&gt;
normentsprechender Veranlagung als Arbeitshypothese ein besonderes karmisches Interesse und&lt;br /&gt;
damit einen tieferen Sinn, kommt man von moralischen Bewertungen und Defektzuschreibungen&lt;br /&gt;
ab. Auch Bisexuelle werden ihre verborgenen Gründe dafür haben, daß sie nicht nur dem&lt;br /&gt;
Grundmuster, sondern auch dem »umgepolten« Begehren folgen. Grundsätzlich muß ich gestehen&lt;br /&gt;
als Heterosexueller, daß es mir widerstrebt, Homo- oder Bisexuelle zum Gegenstand&lt;br /&gt;
wissenschaftlicher (und sei es geisteswissenschaftlicher) Erörterungen zu machen. Man steht dabei&lt;br /&gt;
schnell mit einem Bein auf diskriminierendem Boden, vergleichbar mit der Unsitte, daß Männer&lt;br /&gt;
über »das Wesen der Frau« dozieren. Überlassen wir die Erforschung des Phänomens&lt;br /&gt;
Homo-/Bisexualität den Betroffenen. Man kann sich gut mit der einfachen Feststellung begnügen,&lt;br /&gt;
daß es manches gibt im Leben, was eher selten vorkommt und trotzdem zum festen, »normalen«&lt;br /&gt;
Grundbestand der Welterscheinungen gehört. Eine gelassene, selbstverständliche Haltung muß&lt;br /&gt;
gewonnen werden. Alles sensationelle Aufbauschen des Themas ist unangebracht. Das betrifft&lt;br /&gt;
umgekehrt auch die Idealisierung oder Heroisierung der Homosexualität. Was gibt es da zu&lt;br /&gt;
verklären? Nichts. Es gibt aber auch nichts zu beargwöhnen oder gar in den Schmutz zu ziehen.&lt;br /&gt;
Unter Homosexuellen werden nicht mehr und nicht weniger sexuelle Abwegigkeiten praktiziert (ich&lt;br /&gt;
verstehe darunter die lieblose Be- und Ausnutzung, die Demütigung und den gewalttätigen&lt;br /&gt;
Übergriff) als unter Heterosexuellen. Homosexuell zu sein ist weder ein Makel noch eine&lt;br /&gt;
Auszeichnung. Von solcher Selbstverständlichkeit sind die meisten Menschen allerdings noch weit&lt;br /&gt;
entfernt. Ein Zeichen für wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz wäre es, endlich die gesetzlichen&lt;br /&gt;
Grundlagen dafür zu schaffen, daß Homosexuelle heiraten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum bestehen immer noch Bedenken gegen homosexuelle Lehrer und Erzieher? In meiner&lt;br /&gt;
Sprechstunde tauchen manchmal Jugendliche auf, denen gerade erst klargeworden ist, daß sie&lt;br /&gt;
»anders« sind. Einige von ihnen erlebten ihr blaues Wunder, als sie sich ihren Eltern gegenüber&lt;br /&gt;
»outeten«, und darunter waren, nebenbei bemerkt, auch Elternhäuser »aus unseren&lt;br /&gt;
Zusammenhängen«. Die Reaktion war Weltuntergangsstimmung! Da wurde unbesehen behauptet,&lt;br /&gt;
eine ganz üble Verführung durch eine ganz und gar verkommene Person müsse stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
Man redete über die entscheidende Liebesbeziehung so, als habe ein böser Heroin-Dealer ein&lt;br /&gt;
wehrloses Kind angefixt. Eine Psychotherapie müsse jetzt her. Ich spreche wohlgemerkt von Fällen,&lt;br /&gt;
in denen eine außerordentlich beglückende sexuelle Erfahrung dem/der betreffenden Jugendlichen&lt;br /&gt;
die Augen geöffnet hatte. Nun ist ja diese Selbsterkenntnis an sich schon ein schwerer Brocken,&lt;br /&gt;
denn Homosexualität bedeutet, um es auf den Punkt zu bringen, daß man sich die Träume von Eheund&lt;br /&gt;
Elternglück aller Voraussicht nach abschminken kann. Aber die bürgerliche Kleinfamilienidylle&lt;br /&gt;
ist in unserer Kultur als Sehnsuchtsbild tief in die Seelen eingeprägt, auch wenn sie nach außen hin&lt;br /&gt;
bekrittelt und bespöttelt wird (niemand wird leugnen: mit gutem Grund). Ich kann nur sagen: Man&lt;br /&gt;
darf den Jugendlichen in dieser Situation das ohnehin Schwere nicht noch schwerer machen!&lt;br /&gt;
Natürlich kann es vorkommen, daß eine Verführung eine homosexuelle Episode nach sich zieht, die&lt;br /&gt;
irgendwann zuende ist, und das war&#039;s dann auch in den meisten Fällen. Viele Jugendliche sind sexuell ein wenig ambivalent. Es liegt fast&lt;br /&gt;
immer zumindest eine leise homoerotische Tendenz vor, die vorübergehend in den Vordergrund&lt;br /&gt;
treten kann. Aber es bedarf keines Therapeuten, um herauszufinden, welche sexuelle Präferenz sich&lt;br /&gt;
letztlich durchsetzen wird. Man kann auf alle Fälle davon ausgehen, daß Jugendliche, die vor uns&lt;br /&gt;
hintreten und ernst und deutlich erklären, sie seien schwul, ganz gut wissen, was sie sagen.&lt;br /&gt;
Reaktionen des Entsetzens sind in dieser Situation schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Unser Beistand&lt;br /&gt;
ist gefragt, unser Verständnis, unsere Gelassenheit, sonst nichts.|Henning Köhler: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039; [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf pdf]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genderfragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Hilfreich ist es, das Thema »Gender« alltagsnah zu begreifen. Der Begriff wird hier als Konzept interpretiert, der ermöglichen soll, Geschlecht und Rollenverständnis über die binäre Geschlechtereinteilung hinauszudenken und Kritik an statischen Auffassungen von Mann und Frau, Sexualität, Begehren und Verhalten zu üben. Der Begriff umfasst Chancengleichheit, Vielfalt, Anerkennung und gibt Raum für mehr als zwei Geschlechtsidentitäten. Im täglichen Leben begegnen uns selten, aber immer häufiger Menschen, die in ihrem Lebensentwurf die vorgegebene binäre Geschlechtereinteilung durchbrechen und dabei immer wieder an ihre Grenzen stoßen.|Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Christian Breme hat für Waldorfschulen das Fach &amp;quot;Beziehungskunde&amp;quot; entwickelt. Er widmet sich im &amp;quot;Goetheanum&amp;quot; Nr. 11/2014 diesen Phänomenen und dem Entstehen der Gender-Bewegung. Die sich verändernde Konstitution der Menschen – das lockerer gewordene Verhältnis der Seele zum Leib – identifiziert Breme als Auslöser für Unsicherheiten im Erleben der Geschlechtsidentität. Breme geht dabei von Rudolf Steiners Hinweis aus, dass jeder Mensch neben dem biologischen Geschlecht das gerade andere Geschlecht auf Ebene der Lebenskräfte (Ätherleib) habe: &amp;quot;So möchte ich als Hypothese formulieren&amp;quot;, schreibt Breme, &amp;quot;dass viele &amp;quot;gender-fluid children&amp;quot; und sich als Transgender charakterisierende Menschen eben diese Zweigeschlechtlichkeit in sich stärker erleben als andere oder im Erleben ganz in die innere Erfahrung des zweiten Geschlechts (des Ätherleibs) eintauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ärztin Lore Deggeller ergänzt den Schwerpunkt mit einem Kommentar zur sexuellen Früherziehung. Darin kritisiert sie das zu frühe Ansprechen körperlicher Reize im Kindesalter. Sie verortet diese Ausrichtung im Gender-Mainstreaming.|Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D&amp;amp;#61;detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D&amp;amp;#61;News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D&amp;amp;#61;2716&amp;amp;cHash&amp;amp;#61;c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Aus den individuell diversen Verhältnissen, die sich aus der unterschiedlichen Relation der&lt;br /&gt;
physischen und ätherischen Prägungen des Leibes ergeben, sowie aus der jeweils individuellen&lt;br /&gt;
seelischen Beziehung zu diesen Prägungen auf unterschiedlichen Ebenen müssen prinzipiell&lt;br /&gt;
unendliche Ausgestaltungen der individuellen Genderidentität im Spannungsfeld des Weiblichen&lt;br /&gt;
und Männlichen angenommen werden. Diese Differenzierung kann auch als anthroposophische&lt;br /&gt;
Begründung zu selbstbestimmter Entscheidung und damit zur Überwindung eines&lt;br /&gt;
Geschlechterdeterminismus gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gender und Sexualität werden gegenwärtig nicht als biologische Gegebenheiten, sondern als&lt;br /&gt;
Entscheidung gesehen. Insofern sind zu den klassischen Kategorien der Hetero- und&lt;br /&gt;
Homosexualität die Anerkennung der biologischen und psychologischen Intersexualität und in nicht&lt;br /&gt;
kategorisierbarer Vielfalt Transgenderkonzepte getreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie häufig in Spannung zu den Selbst- und Umgebungserwartungen realisiert werden und auch&lt;br /&gt;
in der Entscheidungsfindung für die Betroffenen oft mit Unsicherheit und Krisen verbunden sind,&lt;br /&gt;
werfen sie immer Fragen nach der Verstehbarkeit und Lebbarkeit auf. Auch wenn Steiners Begriffe&lt;br /&gt;
an der klassischen Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickelt wurden, bergen gerade&lt;br /&gt;
die von der Konstitution der Wesensglieder abgeleiteten Differenzierungen, wenn man sie nicht&lt;br /&gt;
bloß mit Frausein und Mannsein identifiziert, das Potenzial, differenzierte Genderkonzepte zu&lt;br /&gt;
beschreiben und in ihrer Besonderheit zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das moderne Genderbewusstsein resultiert aus dem Respekt vor der Individualität. Es ist eine&lt;br /&gt;
Herausforderung an unser Differenzierungsvermögen sowie an unser Vermögen zu Selbstfindung&lt;br /&gt;
und Selbstbestimmung. Es erweitert auch die oben erläuterte moderne Auffassung von&lt;br /&gt;
Identitätsbildung. Denn hier handelt sich das Ich nicht nur in der Selbst-Welt-Beziehung ständig neu&lt;br /&gt;
aus, sondern u.U. auch innerhalb mehrerer Schichten des eigenen Daseins. Inwiefern hier die&lt;br /&gt;
anthroposophische Differenzierung von Wesensgliedern und Seelenmodi Orientierung geben kann,&lt;br /&gt;
müsste weiter untersucht werden.|M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgemeinschaften und Homosexualität ==&lt;br /&gt;
=== Zum Umgang der Christengemeinschaft mit homosexuellen Paaren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Die 1922 mit Unterstützung von Rudolf Steiner gegründete „Christengemeinschaft“ gehört zu den unauffälligeren Impulsen der Anthroposophie. Sie widmet sich vorrangig der Pflege des religiös-kultischen Lebens und hält sich, anders als die großen Kirchen, in gesellschaftlichen Fragen eher zurück. Umso erstaunlicher, dass sie gerade beim Thema Homo-Ehe liberale Wege geht. Während sich hier insbesondere die katholische Kirche schwer tut, brauchen sich in den Gemeinden der Christengemeinschaft gleichgeschlechtlich liebende PriesterInnen nicht zu verstecken und werden homosexuelle Paare gesegnet.|Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die Ehe zwischen Mann und Frau als der Normalfall. Und nur für letztere ist das Trauungssakrament bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die katholische Kirche zur Homosexualität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -, durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.|Katechismus der Katholischen Kirche, 1997, Nr. 2358, 2359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Homophobe Tendenzen in der anthroposophischen Bewegung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anthroposophischen Bewegung sind auch homophobe Äusserungen zu finden. Diese zeigen allerdings eine begrenzte meinungsbildende Reichweite innerhalb der institutionellen Anthroposophie. Verwirrend kann wirken, dass bei diesen Äusserungen häufig blosse Vermutungen als geisteswissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert werden. Kritisch über den Umgang einzelner Anthroposophen und Waldorfpädagogen mit der Sexualität insgesamt äußert sich Valentin Hacken. Er nimmt dabei insbesonder auch das bekannte, aber mittlerweile vergriffene Buch »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« aufs Korn:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Das wird die Autoren des Buchs »Sexualkunde in der Waldorfpädagogik« nicht beruhigen, denn dort gilt Pornographie ohnehin als Teufelswerk. Sexuelle Vielfalt sucht man hier vergebens, lediglich Homosexualität findet sich als »brennende Frage aus der Praxis« und kann laut [[Michaela Glöckler]] ihre Ursache u.a. in gewaltvollen sexuellen Erlebnissen der vergangenen Inkarnationen haben. Statt Gender-Mainstreaming, das nach Rollenbildern und Stereotypen fragen würde, lässt sich lernen, dass die Frau sich für das tiefe, intellektuelle Nachdenken weniger eignet als der Mann und ein leistungsorientiertes Bildungssystem männlich ist.|Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Högler]] sieht die Homosexualität als Auswirkung eines ungesunden Seelenlebens in einer vorangegangenen Inkarnation. In seinem Werk &amp;quot;An den europäischen Menschen&amp;quot; schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Etwas wo sich vorangegangenes ungesundes Seelenleben ebenfalls bis in die physische Leiblichkeit hinein ausgewirkt hat, ist die Homosexualität. Sie ist ein Ergebnis des ungerechtfertigten Eindringens ins Geistige, des lediglich Naschens an der geistigen Welt, wie Rudolf Steiner es ausdrückt. Doch die Ursache der jetzigen Veranlagung liegt im vorangegangenen Erdenleben. Dass heute das Sakrament der Ehe nicht mehr vom Sakrileg unterschieden werden soll, das ist bald für alle Lebensbereiche symptomatisch und zeigt die Notwendigkeit der Geisterkenntnis für Europa.|Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, S. 32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bulgarischer Anthroposoph [[Dimitar Mangurov]] spricht sich über die seines Erachtens wahren Ursachen der Homosexualität wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LZ|Wir wissen, dass der Mann einen weiblichen Ätherleib hat und die Frau – einen männlichen. Wenn der Mann einen männlichen physischen Leib und einen weiblichen Ätherleib hat, kommt es zur Harmonisierung zum Gleichgewicht der beiden und dann ist der Astralleib, in dem das Bewusstsein sich entwickelt, neutral. Dort wohnt die Seele. Sie und der Astralleib besitzen kein Geschlecht, aber äußerlich ist der Mensch in einem bestimmten Geschlecht individualisiert. Wenn man aber Transvestiten, Homosexuelle usw. betrachtet, sind die Dinge bei ihnen anders gelagert. Ein Transvestit wird beispielsweise als Mann geboren. aber sein Ätherleib ist weiblich, das ist obligatorisch und keine Frage der persönlichen Wünsche oder dergleichen. Warum beginnt dieser Mann, sich als eine Frau zu benehmen? Weil es wegen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Leben zu einer Infektion des Astralleibes kam. Wenn man den Astralleib infiziert, wird diese Infektion durch das Karma in das gegenwärtige Leben auf den Ätherleib übertragen, von dort gelangt sie in den physischen Leib und der Mann wird instinktiv vom weiblichen Prinzip angezogen. Der Ursprung dieses Instinkts sind nicht die Gene des physischen Körpers, sondern die astralische Infektion aus dem vorherigen Leben. Als Ergebnis fühlt sich dieser Mann körperlich als eine Frau, sein Ätherleib ist weiblich, somit haben wir zwei Frauen, es fehlt die Harmonie im Astralleib und die Seele quält sich. Solche Menschen, die zwei Frauen in sich vereinen, sind tief unglücklich, denn sie wissen nicht, was sie sind. Sie sagen: Ich möchte mich auf diese Weise ausleben, ich habe das „demokratische“ Recht darauf. Nein, Mann, du bist durcheinander, denn dein Astralleib ist infiziert, was an dem endlosen Missbrauch der Sexualität liegt. Können Sie sich vorstellen, was später aus dem gigantischen Sexualitätsmissbrauch, der im 20. Jahrhundert massenhaft begann, als die Asuras sich in die Entwicklung einmischten! Früher hatte Giacomo Casanova einige Dutzend Frauen und den Ruhm eines legendären Liebhabers, heutzutage kann jede prominente Persönlichkeit Hunderte, ja sogar Tausende sexuelle Errungenschaften aufzählen. Es soll sogar Liebesdienerinnen geben, die an einem Sex-Marathon mit Tausenden von Männern innerhalb von wenigen Tagen teilnehmen. Das wird ein gigantisches Karma und furchtbare zukünftige Infektionen nach sich ziehen und nachdem solche Menschen reinkarniert sein werden, werden sie den ungezügelten Sex und die anderen Entartungen des gesunden Menschenverstandes propagieren. Solche Menschen werden zum idealen Werkzeug Ahrimans, Luzifers und der Asuras!|[[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;, Vortrag am 28.09.2014 in Varna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Homosexualität}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Homosexualität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernard Lievegoed]]: &#039;&#039;Der Mensch an der Schwelle - Biographische Krisen und Entwicklungsmöglichkeiten&#039;&#039;, Stuttgart 1985, ISBN 978-3772526091&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich: &#039;&#039;Von der gleichgeschlechtlichen Liebe - oder: Homosexualität und Anthroposophie&#039;&#039;, in: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 4/1987 [http://www.bi-sophie.de/infodrei8704.htm html]&lt;br /&gt;
* [[Michaela Glöckler]]: &#039;&#039;Zum Umgang mit Homosexualität in der Schule&#039;&#039;. Interview in: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* [[Henning Köhler]]: &#039;&#039;Wie kann Sexualität menschlich werden?&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-651-675-Koehler.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Christoph Kranich (Hrsg.): &#039;&#039;Homosexuell als Lehrer oder Schüler&#039;&#039;. In: [https://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-694-700-Kranich.pdf Erziehungskunst Heft 6, 1998] (pdf)&lt;br /&gt;
* Malis Bart (Hrsg.), Michael Zech (Hrsg.): &#039;&#039;Sexualkunde in der Waldorfpädagogik&#039;&#039;, Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen e. V 2006, ISBN 978-3927286634&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte Nr. 68: &#039;&#039;Liebe leben - Homosexualität und die Vielfalt der Lebensformen in Zeiten der Individualisierung&#039;&#039;, Flensburger Hefte Vlg., Flensburg 2000, ISBN 3-926841-93-1&lt;br /&gt;
* Harald Högler: &#039;&#039;An den europäischen Menschen&#039;&#039;, Pro Business Vlg., Berlin 2009&lt;br /&gt;
* Valentin Hacken: &#039;&#039;Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Erziehungskunst Mai 2014] &lt;br /&gt;
* Sebastian Jüngel: &#039;&#039;Hinterfragte Geschlechtsidentität&#039;&#039;, [https://www.goetheanum.org/detail?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=2716&amp;amp;cHash=c7d8291850db190c2926113db774eb94 Goetheanum, 14.03.2014]&lt;br /&gt;
* Joachim Schulte: &#039;&#039;Vielfalt sichtbar machen!&#039;&#039; in: Erziehungskunst Juni 2017 [https://www.erziehungskunst.de/artikel/vielfalt-sichtbar-machen/ html]&lt;br /&gt;
* Johanna Thomas: &#039;&#039;Wer bin ich, wer will ich sein, wer kann ich sein?&#039;&#039;. [https://www.erziehungskunst.de/artikel/wer-bin-ich-wer-will-ich-sein-wer-kann-ich-sein/ Erziehungskunst, Mai 2017]&lt;br /&gt;
* M. Michael Zech: &#039;&#039;Genderbewusstsein&#039;&#039;, [https://www.erziehungskunst.de/artikel/juni-2017-gender/genderbewusstsein/ Erziehungskunst, Juni 2017]&lt;br /&gt;
* [[Dimitar Mangurov]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse von Golgatha&#039;&#039;. Vortrag am 28.09.2014 in Varna [https://erzengelmichaelblog.files.wordpress.com/2016/09/die-geheimnisse-des-mysteriums-von-golgatha.pdf pdf]&lt;br /&gt;
* Lore Deggeller: &#039;&#039;Sexuelle Früherziehung&#039;&#039;, in: Wochenschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot;, 11, 14. März 2014, S. 6&lt;br /&gt;
* [[Markus Treichler]]: &#039;&#039;Sprechstunde Psychotherapie&#039;&#039;. Krisen - Krankheiten an Leib und Seele - Wege zu ihrer Bewältigung, 3., vollst. überarb. u. wes. erw. Edition, Urachhaus Vlg., Stuttgart 2007, ISBN 978-3825174774&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Philosophie der Freiheit&#039;&#039;, [[GA 4]] (1995), ISBN 3-7274-0040-4 {{Schriften|4}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 302a]] (1993), ISBN 3-7274-3025-7 {{Vorträge|302a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I&#039;&#039;, [[GA 342]] (1993), ISBN 3-7274-3420-1 {{Vorträge|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bi-sophie.de/infodrei9309.html &amp;quot;Ich habe ein ehrliches Leben als Heterosexueller geführt -- bis auf die Träume...&amp;quot;]. In: Info3, Die etwas andere Zeitschrift zum Thema Anthroposophie, Nr. 9/1993&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/archiv/archiv-start/?dig=2002/09/28/a0166 TAZ-Artikel vom 28.09.2002 &amp;quot;Schwule Anthroposophen&amp;quot; von Richard Roman]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/1998/p003ez0698-682-693-Gloeckler.pdf Interview mit Michaela Glöckler zu Schule und Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [http://www.erziehungskunst.de/artikel/zeichen-der-zeit/die-sexualkunde-gehoert-entruempelt-eine-polemik/ Valentin Hacken: Die Sexualkunde gehört entrümpelt. Eine Polemik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/12/12/der-daemonismus-der-sexuellen-revolution/ Dimitar Mangurov über den Dämonismus der sexuellen Revolution und über Homosexualität]&lt;br /&gt;
* [https://www.info3-magazin.de/ein-segen-fur-alle/ Christengemeinschaft und Homosexualität - Ein Interview]&lt;br /&gt;
* [https://egoistenblog.blogspot.de/2016/04/war-rudolf-steiner-schwul.html Michael Eggert: War Steiner schwul?]&lt;br /&gt;
* [https://blog.zeit.de/teilchen/2016/10/19/so-schwul-ist-europa/ Homosexualität in Europa]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-vatikan-erklaert-homosexuellen-aussage-des-papstes-17032389.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Vatikan erklärt Worte des Papstes] Weblink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Orientierung|K]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ronni</name></author>
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