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	<title>AnthroWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Seraphim</title>
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		<updated>2026-01-07T07:27:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Seraph_(Hagia_Sophia).jpg|thumb|Sechsflügeliger [[Seraph]], [[Wikipedia:Hagia Sophia|Hagia Sophia]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Giotto - Legend of St Francis - -19- - Stigmatization of St Francis.jpg|thumb|[[Wikipedia:Giotto di Bondone|Giotto di Bondone]] (1267-1337), Die Legende des Heiligen Franciscus: [[Stigmatisation]] durch einen Seraph; Basilika von Assisi.]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Seraphim&#039;&#039;&#039; ([[Hebräisch|hebr.]]: שְׂרָפִים śərāfîm, singular שָׂרָף śārāf; [[Latein|lat]]: seraphi[m], singular seraph[us]; {{ELSalt|σεραφείμ}} „Entflammer, Erglüher“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.odysseetheater.org/jump.php?url=http://www.odysseetheater.org/ftp/bibliothek/Philosophie/Areopagita/Dionysius_Areopagita_Himmlische_Hierarchien.pdf#page=32 Dionysius Areopagita: &#039;&#039;Himmlische Hierarchie&#039;&#039;]. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;), auch &#039;&#039;&#039;Geister der All-Liebe&#039;&#039;&#039; genannt, sind, als höchste der geistigen [[Hierarchien]], erhabene geistige Wesenheiten, die den &#039;&#039;unmittelbaren Anblick der Gottheit&#039;&#039; haben und niemals aus sich selbst heraus handeln, sondern treue Vollstrecker des göttlichen Willens sind. Ihre hebräische Bezeichnung als „die Brennenden“ wird im [[Tanach]] üblicherweise auch für [[Schlangen]] ({{HeS|שָׂרָ֔ף}} &#039;&#039;sarap&#039;&#039;) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. https://bibeltext.com/hebrew/saraf_8314.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In {{B|Jes|6|1–7|LUT}} werden die Seraphim als feurige, sechsflügelige Engelwesen beschrieben, die den [[Thron Gottes]] umschweben und immerfort einander „Heilig, heilig, heilig“ zurufen. Ähnlich ist die Darstellung in der [[Apokalypse des Johannes]] {{Bibel|Offb|4|1-11|LUT}}. Von der [[Trinität]] empfangen die Seraphim die Ziele, die mit der Entwicklung eines [[Planetensystem]]s angestrebt werden {{Lit|{{G|110|81}}}} und sie stellen zugleich die Verbindung zu anderen sich entwickelnden Planetensystemen her {{Lit|{{G|136|93f}}}}. Zusammen mit den [[Cherubim]] und den [[Throne]]n bilden sie die [[erste Hierarchie]], deren physischer Ausdruck der [[Tierkreis]] ist. Dargestellt werden sie meist als &#039;&#039;sechsflügelige&#039;&#039; [[mensch]]enähnliche [[Wesen]], teilweise auch so, als ob sie überhaupt nur aus Flügeln bestünden, aus denen ein menschliches [[Antlitz]] hervorleuchtet, wie z.B. in der Kuppel der [[Wikipedia:Hagia Sophia|Hagia Sophia]] in [[Wikipedia:Istanbul|Istanbul]]. Oft tragen die Flügel innen und außen Augen {{Bibel|Offb|4|8|LUT}} und häufig bedecken zwei Flügel die Füße und zwei das Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Seraphim in der Bibel und in der christlichen Überlieferung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Jesaja|Vision des Jesaja]] werden die Seraphim als Wesen mit sechs Flügeln und mit Händen und Füßen beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1 In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel.&lt;br /&gt;
2 Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.&lt;br /&gt;
3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!&lt;br /&gt;
4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.&lt;br /&gt;
5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.&lt;br /&gt;
6 Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm,&lt;br /&gt;
7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.&lt;br /&gt;
8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!&lt;br /&gt;
9 Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet&#039;s nicht; sehet und merket&#039;s nicht!&lt;br /&gt;
10 Verstocke das Herz dieses Volks und lass ihre Ohren taub sein und ihre Augen blind, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen.&lt;br /&gt;
11 Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt.&lt;br /&gt;
12 Denn der HERR wird die Menschen weit wegtun, sodass das Land sehr verlassen sein wird.&lt;br /&gt;
13 Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals verheert werden, doch wie bei einer Eiche und Linde, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein. {{Bibel|Jes|6|1-7|LUT}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich ist die Darstellung in der [[Apokalypse des Johannes]], die auf [[Jesaja]] und auf die [[Thronwagenvision]] des [[Ezechiel]] zurückgreift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.&lt;br /&gt;
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.&lt;br /&gt;
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.&lt;br /&gt;
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.&lt;br /&gt;
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.&lt;br /&gt;
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.&lt;br /&gt;
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.&lt;br /&gt;
8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.&lt;br /&gt;
9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit,&lt;br /&gt;
10 fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen:&lt;br /&gt;
11 Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen. {{Bibel|Offb|4|1-11|LUT}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Legende wurde der [[Heiliger|Heilige]] [[Franz von Assisi]] im Jahr [[Wikipedia:1224|1224]] von einem &#039;&#039;Seraph&#039;&#039; [[Stigmatisation|stigmatisiert]] und trägt darum auch den Beinamen &#039;&#039;Seraphicus&#039;&#039;. Es ist dies der erste historisch überlieferte Fall einer [[Stigmatisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Wesen der Seraphim ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seraphim stehen an der Spitze der [[Hierarchien]] und ihr [[Wesen]] umfasst die ganze Welt und das bestimmt auch die besondere Art ihres [[Bewusstsein]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man würde die Seraphim&lt;br /&gt;
charakterisiert haben als Wesenheiten, bei denen es nicht Subjekt&lt;br /&gt;
und Objekt gibt, sondern bei denen Subjekt und Objekt zusammenfällt,&lt;br /&gt;
die nicht sagen würden: Außer mir sind Gegenstände -,&lt;br /&gt;
sondern: Die Welt ist, und ich bin die Welt, und die Welt ist Ich -;&lt;br /&gt;
die eben nur von sich wissen, und zwar so, daß diese Wesenheiten,&lt;br /&gt;
diese Seraphim, von sich wissen durch ein Erlebnis, von dem der&lt;br /&gt;
Mensch einen schwachen Nachglanz hat, wenn er, nun, sagen&lt;br /&gt;
wir, die Erfahrung macht, die ihn in eine glühende Begeisterung&lt;br /&gt;
versetzt.&amp;quot; {{Lit|{{G|233a|13}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die ersten Wesenheiten,&lt;br /&gt;
die um die Gottheit sozusagen selber sind, die, wie man es schön&lt;br /&gt;
ausgedrückt hat in der christlichen abendländischen Esoterik, «unmittelbar&lt;br /&gt;
den Anblick Gottes genießen», das sind die Seraphim, Cherubim,&lt;br /&gt;
Throne. Die nehmen nun die Pläne eines neuen Weltensystems&lt;br /&gt;
entgegen von der göttlichen Dreieinigkeit, der sie entspringen.&lt;br /&gt;
Es ist das natürlich, Sie verstehen, meine lieben Freunde, mehr bildlich&lt;br /&gt;
gesprochen als wirklich, denn wir müssen mit menschlichen&lt;br /&gt;
Worten solch erhabene Tätigkeiten ausdrücken, für die menschliche&lt;br /&gt;
Worte wahrhaftig nicht geschaffen sind. Menschliche Worte sind&lt;br /&gt;
nicht da, um solch hohe Tätigkeit auszudrücken, durch die zum&lt;br /&gt;
Beispiel am Beginn unseres Sonnensystems die Seraphim entgegennahmen&lt;br /&gt;
die höchsten Pläne der göttlichen Dreieinigkeit, die da enthalten,&lt;br /&gt;
wie sich unser Sonnensystem durch Saturn, Sonne, Mond,&lt;br /&gt;
Erde, Jupiter, Venus und Vulkan hindurchentwickeln soll. Seraphim&lt;br /&gt;
ist ein Name, der von all denen, die ihn richtig im Sinne der alten&lt;br /&gt;
hebräischen Esoterik selbst verstanden haben, immer so gedeutet&lt;br /&gt;
worden ist, daß die Seraphim die Aufgabe haben, die höchsten Ideen,&lt;br /&gt;
die Ziele eines Weltensystems entgegenzunehmen aus der Trinität.&lt;br /&gt;
Die Cherubim, die nächstniedrige Stufe der Hierarchie, haben die&lt;br /&gt;
Aufgabe, in Weisheit nunmehr auszubauen die Ziele, die Ideen, die&lt;br /&gt;
von den höchsten Göttern entgegengenommen werden. Die Cherubim&lt;br /&gt;
sind also Geister höchster Weisheit, die in ausführbare Pläne&lt;br /&gt;
dasjenige umzusetzen verstehen, was ihnen angegeben wird von den&lt;br /&gt;
Seraphim. Und die Throne hinwiederum, der dritte Grad der Hierarchie&lt;br /&gt;
von oben, der hat die Aufgabe, nunmehr, natürlich sehr bildlich&lt;br /&gt;
gesprochen, Hand anzulegen, damit das, was in Weisheit ausgedacht&lt;br /&gt;
ist, damit diese hehren Weltengedanken, die die Seraphim von den&lt;br /&gt;
Göttern empfangen, die die Cherubim durchgedacht haben, in&lt;br /&gt;
Wirklichkeit umgesetzt werden.&amp;quot; {{Lit|{{G|110|81}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es würde nur möglich&lt;br /&gt;
sein, sich eine Vorstellung von dem Eindruck, von der Impression,&lt;br /&gt;
welche die Seraphim auf den okkulten Blick machen, zu verschaffen,&lt;br /&gt;
wenn wir etwa folgenden Vergleich aus dem Leben nehmen.&lt;br /&gt;
Wir setzen den Vergleich fort, den wir eben gebraucht haben. Wir&lt;br /&gt;
betrachten einen Menschen, der durch Jahrzehnte Erlebnisse aufgehäuft&lt;br /&gt;
hat, die ihn zu überwältigender Weisheit gebracht haben,&lt;br /&gt;
und wir stellen uns vor, daß ein solcher weiser Mensch, aus dem&lt;br /&gt;
unpersönlichste Lebensweisheit spricht, aus seiner unpersönlichsten&lt;br /&gt;
Lebensweisheit heraus wie mit innerem Feuer sein ganzes Wesen&lt;br /&gt;
derart durchdringt, daß er uns nichts zu sagen braucht, sondern&lt;br /&gt;
sich nur vor uns hinzustellen braucht und das, was Jahrzehnte ihm&lt;br /&gt;
an Lebensweisheit gegeben haben, in seinen Blick hineinlegt, so&lt;br /&gt;
daß der Blick uns erzählen kann Leiden und Erfahrungen von Jahrzehnten&lt;br /&gt;
und wir aus dem Blicke einen Eindruck davon haben können,&lt;br /&gt;
daß dieser Blick spricht wie die Welt selber, die wir erleben.&lt;br /&gt;
Wenn wir uns einen solchen Blick vorstellen, oder wenn wir uns&lt;br /&gt;
vorstellen, daß ein solcher weiser Mensch dahin gekommen ist, uns&lt;br /&gt;
nicht nur Worte zu sagen, sondern in dem Klang und in der eigentümlichen&lt;br /&gt;
Färbung seiner Worte den Abdruck zu geben von reichen&lt;br /&gt;
Lebenserfahrungen, so daß wir etwas wie einen Unterton&lt;br /&gt;
hören in dem, was er sagt, weil er es mit einem gewissen Wie ausstattet&lt;br /&gt;
und wir aus diesem Wie eine Welt von Lebenserfahrungen&lt;br /&gt;
vernehmen, dann bekommen wir wiederum ein Gefühl, wie es der&lt;br /&gt;
Okkultist hat, wenn er zu den Seraphim aufsteigt. Wie ein Blick, der&lt;br /&gt;
am Leben herangereift ist, und aus dem Jahrzehnte von Erfahrungen&lt;br /&gt;
sprechen oder wie ein Satz, der so ausgesprochen wird, daß wir&lt;br /&gt;
nicht bloß seine Gedanken hören, sondern daß wir hören: der Satz&lt;br /&gt;
ist, indem er mit solchem Klange ausgesprochen wird, in Schmerzen&lt;br /&gt;
und in Erfahrungen des Lebens errungen, er ist keine Theorie,&lt;br /&gt;
er ist erkämpft, er ist erlitten, er ist durch Lebensschlachten und&lt;br /&gt;
Siege in das Herz gegangen — wenn wir all das durch einen Unterton&lt;br /&gt;
hören, dann bekommen wir einen Begriff von der Impression,&lt;br /&gt;
welche der geschulte Okkultist hat, wenn er sich aufschwingt zu&lt;br /&gt;
den Wesenheiten, die wir Seraphim nennen.&amp;quot; {{Lit|{{G|136|81f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Seraphim und die Veranlagung der menschlichen Sinne auf dem alten Saturn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sinne.gif|thumb|450px|Die zwölf Sinne des Menschen]]&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] wurde der [[Physischer Leib|physische Leib]] des [[Mensch]]en in seiner feinsten Form als reiner [[Wärme]]leib veranlagt. Durch die [[Geister der Persönlichkeit]], die damals ihre [[Menschheitsstufe]] durchlebten, wurden diesem Wärmeleib die ersten Keime der [[Sinnesorgane]] eingepflanzt, die dann durch die [[Feuergeister]], die heutigen [[Erzengel]], zum Leuchten gebracht wurden. Sie hatten damals ein [[traum]]artiges [[Bilderbewusstsein]]. Der Mensch selbst konnte sich dieser leuchtenden [[Sinne]] damals noch nicht bedienen, aber die Seraphim konnten sich durch dieses Leuchten der Sinneskeime offenbaren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Menschenwesen selbst kann sich auf dem Saturn&lt;br /&gt;
aber seiner Leuchtkraft nicht bedienen. Die Lichtkraft&lt;br /&gt;
seiner Sinneskeime würde durch sich selbst nichts ausdrücken&lt;br /&gt;
können, aber es finden durch sie andere erhabenere&lt;br /&gt;
Wesen die Möglichkeit, sich dem Saturnleben zu&lt;br /&gt;
offenbaren. Durch die Leuchtquellen der Menschenvorfahren&lt;br /&gt;
strahlen sie etwas von ihrer Wesenheit auf den&lt;br /&gt;
Planeten nieder. Es sind dies erhabene Wesen aus der&lt;br /&gt;
Reihe jener vier, von denen oben gesagt worden ist, daß&lt;br /&gt;
sie in ihrer Entwickelung bereits über alle Verbindung&lt;br /&gt;
mit dem Menschendasein hinausgewachsen seien. Ohne&lt;br /&gt;
daß für sie selbst eine Notwendigkeit vorläge, strahlen&lt;br /&gt;
sie jetzt durch «freien Willen» etwas von ihrer Natur&lt;br /&gt;
aus. Die christliche Geheimlehre spricht hier von der&lt;br /&gt;
Offenbarung der Seraphime (Seraphim), der «Geister der&lt;br /&gt;
Alliebe». Dieser Zustand dauert bis zur Mitte des sechsten&lt;br /&gt;
Saturnkreislaufes.&amp;quot; {{Lit|{{G|011|167}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wären sie nicht da, so könnten die Feuergeister&lt;br /&gt;
nicht das oben geschilderte Bewußtsein haben. Sie&lt;br /&gt;
schauen die Saturnvorgänge mit einem Bewußtsein an, das&lt;br /&gt;
es ihnen ermöglicht, diese als Bilder auf die Feuergeister zu&lt;br /&gt;
übertragen. Sie selbst verzichten auf alle Vorteile, welche sie&lt;br /&gt;
durch das Anschauen der Saturnvorgänge haben könnten,&lt;br /&gt;
auf jeden Genuß, jede Freude; sie geben das alles hin, damit&lt;br /&gt;
die Feuergeister es haben können.&amp;quot; {{Lit|{{G|013|166}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die kosmische Aufgabe der Seraphim ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wie die&lt;br /&gt;
Menschen ein soziales System begründen dadurch, daß sie Gegenseitigkeit&lt;br /&gt;
haben, so gibt es auch eine Gegenseitigkeit der Planetensysteme.&lt;br /&gt;
Von Fixstern zu Fixstern waltet gegenseitige Verständigung.&lt;br /&gt;
Dadurch kommt allein der Kosmos zustande. Das, was sozusagen&lt;br /&gt;
die Planetensysteme durch den Weltenraum miteinander&lt;br /&gt;
sprechen, um zum Kosmos zu werden, das wird geregelt durch diejenigen&lt;br /&gt;
Geister, welche wir Seraphim nennen.&amp;quot; {{Lit|{{G|136|93f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Offenbarung der Seraphim in der Natur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stromboli Eruption.jpg|thumb|300px|Etwa 100m hohe Eruption des [[Wikipedia:Stromboli|Stromboli]] (Isole Eolie, Italien). Aufgenommen mit einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden. Die gestrichelten Flugbahnen entstehen, wenn Lavabrocken mit einer heißeren und damit helleren Seite und einer kühleren dunkleren während des Fluges rotieren. Foto: Wolfgang Beyer]]&lt;br /&gt;
Die höchsten [[Geistige Wesen|geistigen Wesen]], die [[Cherubim]] und Seraphim, sind in so hohem Grade unwahrnehmbar, dass, so paradox es scheinen mag, gerade diese Unwahrnehmbarkeit schon wiederum wahrgenommen wird. Im [[Natur]]geschehen offenbaren sich die Seraphim im [[Blitz]] und im [[Feuer]] der [[Vulkanismus|vulkanischen Erscheinungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es wäre ein völliger&lt;br /&gt;
Unsinn, wenn man in dem aus der Wolke schlagenden Blitz dasselbe&lt;br /&gt;
sehen würde wie das, was man sieht, wenn ein Zündholz&lt;br /&gt;
angezündet wird. Ganz andere Kräfte walten, wenn überhaupt aus&lt;br /&gt;
der Materie das Element, das im Blitz waltet, das Elektrische, herauskommt.&lt;br /&gt;
Da walten die Seraphime.|122|121}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Und die Seraphim kommen in dem, was als Blitz aus der Wolke&lt;br /&gt;
zuckt, oder in dem, was als Feuer in den vulkanischen Wirkungen&lt;br /&gt;
zutage tritt, wirklich so zum Vorschein, daß eben ihre Unwahrnehmbarkeit&lt;br /&gt;
in diesen gigantischen Wirkungen der Natur wahrnehmbar&lt;br /&gt;
wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher haben in alten Zeiten, wo man solche Dinge durchschaut hat,&lt;br /&gt;
die Menschen auf der einen Seite hingeblickt zum Sternenhimmel, der&lt;br /&gt;
ihnen das Mannigfaltigste geoffenbart hat: die Geheimnisse der [[Exusiai]],&lt;br /&gt;
die Geheimnisse der [[Dynamis]]. Dann haben sie die höheren Geheimnisse&lt;br /&gt;
zu enthüllen versucht in dem, worüber sich der Mensch&lt;br /&gt;
heute lustig macht: aus dem Inneren der menschlichen Leiber - wie&lt;br /&gt;
man trivial sagt -, aus den Eingeweiden. Dann aber waren sie sich&lt;br /&gt;
dessen bewußt, daß die größten Wirkungen, die wirklich dem Sonnensystem&lt;br /&gt;
gemeinschaftlich sind, von einer ganz umgekehrten Seite her&lt;br /&gt;
sich in den Feuer- und Gewitterwirkungen, in den Erdbeben und vulkanischen&lt;br /&gt;
Wirkungen ankündigen. Das Schöpferischste, das in den&lt;br /&gt;
Seraphim und Cherubim liegt, kündigt sich an durch seine zerstörerischste&lt;br /&gt;
Seite, kurioserweise. Es ist eben die Kehrseite, es ist das&lt;br /&gt;
absolut Negative, aber das Geistige ist so geistig stark da, daß eben&lt;br /&gt;
schon seine Unwahrnehmbarkeit, sein Nichtdasein, wahrgenommen&lt;br /&gt;
wird von den Sinnen.|180|103f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas anders ist die Darstellung [[Rudolf Steiner]]s in den [[GA 270|Esoterischen Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft]]. Hier sind es die [[Cherubim]], die uns in den [[Blitz]]en ihre Werkzeuge zeigen, während sich die Seraphim durch die &#039;&#039;Weltenhitze&#039;&#039;, aber nur als Schein, offenbaren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Und steigen wir gar auf zu der Weltenhitze, da verbergen sich tief darinnen die&lt;br /&gt;
Seraphine; viel tiefer als die Cherubine hinter den Werkzeugen, den Blitzen. Das&lt;br /&gt;
ist nur der Schein, diese Weltenhitze, nur der Schein der Seraphine. Die Throne&lt;br /&gt;
offenbaren sich durch ihr Wesen; die Cherubine offenbaren sich durch ihre Werkzeuge;&lt;br /&gt;
die Seraphine offenbaren sich durch den Schein, der aus ihnen ausstrahlt.|270b|75}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1904 - 1908), im Kapitel &#039;&#039;Das Leben des Saturn&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 3-7274-0130-3; &#039;&#039;&#039;Tb 601&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6011-1 {{Schriften|013}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt&#039;&#039;, [[GA 110]] (1991), ISBN 3-7274-1100-7 {{Vorträge|110}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte&#039;&#039;, [[GA 122]] (1984), ISBN 3-7274-1220-8 {{Vorträge|122}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen&#039;&#039;, [[GA 136]] (1996), ISBN 3-7274-1361-1 {{Vorträge|136}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung&#039;&#039;, [[GA 180]] (1980), ISBN 3-7274-1800-1 {{Vorträge|180}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mysterienstätten des Mittelalters&#039;&#039;, [[GA 233a]] (1991), ISBN 3-7274-2335-8 {{Vorträge|233a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum 1924&#039;&#039;, [[GA 270b]] (1999),  ISBN 3-7274-2700-0 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seraphim|!]]&lt;br /&gt;
[[en:Seraphim]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Kreuz&amp;diff=625096</id>
		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2026-01-05T20:28:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, dass möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 22:07, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neurulation 2.png|thumb|Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen]]&lt;br /&gt;
Bei den Embryonalstadien der Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen kann man, wenn man möchte, Analogien zu den astrophysikalischen Verhältnissen hinsichtlich der Gravitation an bestimmten Orten im Erde-Sonne-System sehen. Man kann pseudowissenschaftlich-esotherische [https://puu.sh/KGsTt/027b1183d3.png &#039;&#039;&#039;freie Assoziationen&#039;&#039;&#039;] zulassen, ohne zu wissen, ob sie uns vielleicht irgendwann mal weiterbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 18:30, [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 21:28, 5. Jan. 2026 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2026-01-04T19:35:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 22:07, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neurulation 2.png|thumb|Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen]]&lt;br /&gt;
Bei den Embryonalstadien der Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen kann man, wenn man möchte, Analogien zu den astrophysikalischen Verhältnissen hinsichtlich der Gravitation an bestimmten Orten im Erde-Sonne-System sehen. Man kann pseudowissenschaftlich-esotherische [https://puu.sh/KGsTt/027b1183d3.png &#039;&#039;&#039;freie Assoziationen&#039;&#039;&#039;] zulassen, ohne zu wissen, ob sie uns vielleicht irgendwann mal weiterbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 18:30, 15. Okt. 2024 (CEST) [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 20:35, 4. Jan. 2026 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 22:07, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neurulation 2.png|thumb|Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen]]&lt;br /&gt;
Bei den Embryonalstadien der Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen kann man, wenn man möchte, Analogien zu den astrophysikalischen Verhältnissen hinsichtlich der Gravitation an bestimmten Orten im Erde-Sonne-System sehen. Man kann pseudowissenschaftlich-esotherische [https://puu.sh/KGsS7/d7cdca41b5.png freie Assoziationen] zulassen, ohne zu wissen, ob sie uns vielleicht irgendwann mal weiterbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 18:30, 15. Okt. 2024 (CEST) [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 20:29, 4. Jan. 2026 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Entstehung_der_Erde&amp;diff=623307</id>
		<title>Entstehung der Erde</title>
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		<updated>2025-07-28T07:58:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* An der Oberfläche */ Abschnitt ergänzt, Quellenangaben.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|stellt die [[naturwissenschaft]]lichen Theorien zur Entstehung der [[Erde (Planet)|Erde]] dar. Für den [[Anthroposophie|anthroposophischen]] Hintergrund siehe → [[Erdentwicklung]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:The Earth seen from Apollo 17.jpg|mini|Blick auf die [[Erde]] von [[W:Apollo 17|Apollo&amp;amp;nbsp;17]] aus. Das Foto wurde als [[Blue Marble]] bekannt.]]&lt;br /&gt;
Die Erkenntnisse der [[Planetologie]] über die &#039;&#039;&#039;Entstehung der Erde&#039;&#039;&#039; vor 4,54&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;USGS1997&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://pubs.usgs.gov/gip/geotime/age.html|title=Age of the Earth|date=1997|accessdate=2006-01-10|publisher=U.S. Geological Survey|archiveurl=https://web.archive.org/web/20051223072700/http://pubs.usgs.gov/gip/geotime/age.html|archivedate=2005-12-23|url-status=live}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalrymple 2001 205–221&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|last=Dalrymple|first=G. Brent|title=The age of the Earth in the twentieth century: a problem (mostly) solved|journal=Special Publications, Geological Society of London|date=2001|volume=190|issue=1|pages=205–221|doi=10.1144/GSL.SP.2001.190.01.14|bibcode=2001GSLSP.190..205D}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|author=Manhesa, Gérard|title=Lead isotope study of basic-ultrabasic layered complexes: Speculations about the age of the earth and primitive mantle characteristics|journal=[[Earth and Planetary Science Letters]]|date=1980|volume=47|issue=3|pages=370–382|doi=10.1016/0012-821X(80)90024-2|bibcode=1980E&amp;amp;PSL..47..370M}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul S. Braterman |url=https://www.scientificamerican.com/article/how-science-figured-out-the-age-of-the-earth/ |titel=How Science Figured Out the Age of Earth |werk= |hrsg=[[Scientific American]] |datum= |abruf=2020-11-06 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stammen aus geologischen Befunden, aus der Untersuchung von [[Meteorit]]en und [[Mondgestein]]en sowie [[Astrophysik|astrophysikalischen]] Daten etwa zu [[Sonne|solaren]] Elementhäufigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem größeren Kontext ist die Entstehungsgeschichte der [[Erde]] dabei mit der Geschichte des [[Universum]]s und des [[Milchstraße]]nsystems im Allgemeinen sowie mit der Geschichte unseres [[Sonnensystem]]s im Besonderen verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pale Blue Dot.png|mini|„[[W:Pale Blue Dot|Pale Blue Dot]]“: Die Erde als „blassblauer Punkt“, aufgenommen von der [[W:Raumsonde|Raumsonde]] &#039;&#039;[[W:Voyager 1|Voyager 1]] &#039;&#039;am 14. Februar 1990 aus einer Entfernung von etwa 40,5 [[Astronomische Einheit|AE]], ca. 6 Mrd. km (zum Erkennen auf das Bild klicken).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnensystem entstand aus einer Verdichtung in einer größeren [[Molekülwolke]], die kurz zuvor mit [[Metallizität|schweren Elementen]] einer nahen [[Supernova]]-Explosion angereichert wurde. Die Wolke kollabierte durch ihre Gravitation innerhalb von etwa 10.000 Jahren, siehe [[Sternentstehung]]. In der [[Akkretionsscheibe]] um den [[Protostern]] kondensierten zuerst, bei Temperaturen noch über 1300 K, [[W:Calcium-Aluminium-reiche Einschlüsse|Calcium- und Aluminium-reiche Silikate]]. Wie mit Hilfe der [[W:Uran-Blei-Datierung|Uran-Blei-Datierung]] festgestellt werden konnte, geschah dies vor knapp 4,57&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahren. Ob und wie der Staub dann flockte oder wie er sonst schnell in die Mittelebene der [[Protoplanetare Scheibe|protoplanetaren Scheibe]] absinken konnte, ist nicht bekannt. Auch wird darüber spekuliert, wie und wie schnell Brocken von ein bis zehn Metern Größe entstanden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perryman&amp;quot;&amp;gt;Michael Perryman: &#039;&#039;The Exoplanet Handbook&#039;&#039;. Cambridge University Press, 2011, ISBN 978-0-521-76559-6, S. 225f, {{Google Buch |BuchID=xekY6FuKuAcC |Seite=225}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sammelten dann jedenfalls durch ihre Gravitation weiteren Staub auf und wuchsen zu Millionen an [[Planetesimale]]n heran, die teilweise kilometergroß waren. Unterhalb dieser Größe waren Kollisionen noch nicht sehr heftig, da die Bewegung der Brocken noch durch das Gas gedämpft war („A planetesimal is a solid object arising during the accumulation of planets whose internal strength is dominated by self-gravity and whose orbital dynamics is not significantly affected by gas drag.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perryman&amp;quot; /&amp;gt;) Die Planetesimale bewegten sich unabhängiger, kollidierten heftiger und durch gravitative Fokussierung auch häufiger: Je größer ein Planetesimal, desto weiträumiger konnte es Brocken und unterentwickelte Planetesimale einsammeln, die ihm auf einer geradlinigen Bahn entgangen wären. In einem wenige Jahrtausende dauernden Wettlauf bildeten sich [[Protoplanet]]en von hunderten Kilometern Durchmesser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perryman&amp;quot; /&amp;gt; Kleine Planetesimale hatten sie aufgebraucht oder [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] in den Weg gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollisionskaskade der Protoplaneten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Protoplanetary-disk.jpg|mini|Zeichnung einer [[Protoplanetare Scheibe|protoplanetaren Scheibe]] ([[w:NASA|NASA]])]]&lt;br /&gt;
Das weitere Wachstum geschah nach dieser Theorie hierarchisch durch immer seltenere Kollisionen zwischen immer größeren Körpern. Mit der Masse der Stoßpartner stieg auch die freigesetzte [[Bindungsenergie|gravitative Bindungsenergie]] pro Masseneinheit und damit die Temperatur nach dem Impakt. Ab etwa 2000 °C trennte ([[Differenzierung (Planetologie)|differenzierte]]) sich das Material zunächst lokal nach chemischen Vorlieben in Kern- und Mantelmaterial,&lt;br /&gt;
* Eisenschmelzen, in der sich die siderophilen (griech.: Eisen liebende) Elemente anreicherten (siehe [[W:Goldschmidt-Klassifikation|Goldschmidt-Klassifikation]]) und&lt;br /&gt;
* [[Silikat]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schmelzen, in der sich die lithophilen (griech. Stein liebenden) Elemente anreicherten.&lt;br /&gt;
Die viel dichteren Eisentropfen bildeten Pfützen am Grund der Schmelze. Bei späteren Kollisionen fragmentierten einige Körper und setzten [[Eisenmeteorit]]e frei, Zeugen dieser frühen Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwärmung durch [[Radioaktivität|radioaktiven Zerfall]] von &amp;lt;sup&amp;gt;26&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Aluminium|Al]] trug wesentlich nur für die kleineren Planetesimale bei, die nicht Teil der Planeten geworden waren. Der Asteroid [[W:(4) Vesta|(4) Vesta]] ist ein Beispiel.&amp;lt;ref&amp;gt;C. T. Russell et al.: &#039;&#039;Dawn at Vesta: Testing the Protoplanetary Paradigm&#039;&#039;. Science 336, 2012, S. 684–686, {{DOI|10.1126/science.1219381}} ([https://repository.si.edu/bitstream/handle/10088/20554/min_Russell_et_al_2012_Science_336_684-686.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größeren Kollisionen führten dagegen zu Magmaozeanen, in denen sich Eisenkerne bildeten bzw. vorher vorhandene Eisenkerne miteinander verschmolzen. Die Differenzierung der Protoplaneten geschah auf einer Zeitskala von wenigen Millionen Jahren, datiert mit der Hafnium-Wolfram-Methode, auch an Marsmeteoriten.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Kleine et al.: &#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;182&amp;lt;/sup&amp;gt;Hf–&amp;lt;sup&amp;gt;182&amp;lt;/sup&amp;gt;W isotope systematics of chondrites, eucrites, and martian meteorites: Chronology of core formation and early mantle differentiation in Vesta and Mars&#039;&#039;. Geochimica et Cosmochimica Acta 68, 2004, S. 2935–2946, {{DOI|10.1016/j.gca.2004.01.009}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Protoerde wuchs hauptsächlich durch Kollisionen mit nicht viel kleineren Protoplaneten. Nach der [[Entstehung des Mondes#Kollisionstheorie|Kollisionstheorie]]&amp;lt;ref&amp;gt;William K. Hartmann, Donald R. Davis: &#039;&#039;Satellite-sized planetesimals and lunar origin&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Icarus&#039;&#039;. Band 24, Nummer 4, 1975, S. 504–515, {{DOI|10.1016/0019-1035(75)90070-6}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; sei infolge des letzten großen [[Impakt]]s der [[Mond]] entstanden. Der hypothetische Protoplanet oder [[Komet]] wird [[Theia (Protoplanet)|Theia]] genannt und muss zwischen Mond- und [[Mars (Planet)|Marsgröße]] gelegen haben. Theias Eisenkern hat sich demnach mit dem der Erde verbunden und Teile des Mantels der Protoerde und von Theia wurden in den Orbit geschleudert, aus welchen der Mond entstanden sein soll. Das geschah irgendwann 30 bis 50 Millionen Jahre nach der Staubphase. Das Bombardement kleinerer Körper hatte bereits nachgelassen; jedenfalls kann danach kaum noch Eisen durch den Mantel gesickert sein (weniger als 1 % der Kernmasse), wie Analysen der [[W:Hafnium|Hafnium]]-[[W:Wolfram|Wolfram]]-Zerfallsreihe von früharchaischen Gesteinen ergaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Guillaume Caro, Thorsten Kleine: &#039;&#039;Extinct Radionuclides and the Earliest Differentiation of the Earth and Moon&#039;&#039;. In: Anthony Dosseto et al. (Hrsg.): &#039;&#039;Timescales of Magmatic Processes: From Core to Atmosphere&#039;&#039;, Blackwell, 2011, ISBN 978-1-4443-3260-5, S. 9–51 {{Google Buch |BuchID=nW7XdHKEN3MC |Seite=9}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Manteltemperatur ==&lt;br /&gt;
Der durch den Impakt von Theia teilweise wieder aufgeschmolzene [[Erdmantel]] erstarrte, möglicherweise innerhalb weniger Millionen Jahre, von innen nach außen.&amp;lt;ref&amp;gt;D.C. Rubie et al.: [http://es.ucsc.edu/~fnimmo/website/treatise3.pdf &#039;&#039;Formation of Earth’s Core&#039;&#039;] (PDF; 883&amp;amp;nbsp;kB), Kap. 9.03 in: Gerald Schubert (Hrsg.): &#039;&#039;Treatise on Geophysics&#039;&#039;, Elsevier, 2007, ISBN 978-0-444-52748-6. S. 68, Abb. 9b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kürzliche Entdeckung von Mantelmaterial aus dieser Zeit (Differentiationsalter), das unmittelbar über dem metallischen Kern lagernd bisher der [[Mantelkonvektion]] entzogen war und nun als Plume aufsteigt, stellt die bisherige Lehrmeinung infrage, nach der der Mantel homogen durchmischt erstarrt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Xuan-Ce Wanga et al.: &#039;&#039;Early differentiation of the bulk silicate Earth as recorded by the oldest mantle reservoir&#039;&#039;. Precambrian Research 238, 2013, S. 52–60, {{DOI|10.1016/j.precamres.2013.09.010}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die thermische und chemische Schichtung war jedenfalls so stabil, dass zumindest in der ersten Hälfte des [[Hadaikum]]s der Erdmantel stabil geschichtet war. Da es ohne Mantelkonvektion auch keine [[Tektonik]] gibt, kann sich keine kontinentale Kruste bilden, da hierfür eine stärkere Differentiation der Kruste notwendig ist. Immer frühere Hinweise auf kontinentale Kruste (und flüssiges Wasser, siehe [[Zirkon#Altersbestimmung in der Geologie|Zirkon in der Geologie]], [[TTG-Komplex]] und [[Herkunft des irdischen Wassers]]) waren daher problematisch. Durch Tektonik war nach über 100 Millionen Jahren die Dicke der [[ozeanische Kruste|ozeanischen Kruste]] so weit angewachsen, dass die damalige [[mafisch]]e Kruste erstmals selbst einer weiteren Differenzierung unterzogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten J. Nagel et al.: &#039;&#039;Generation of Eoarchean tonalite-trondhjemite-granodiorite series from thickened mafic arc crust&#039;&#039;. Geology, 2012, {{DOI|10.1130/G32729.1}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später im Hadaikum war tief im Erdmantel die Temperatur durch radioaktive [[Zerfallswärme]] soweit angestiegen, dass die Mantelkonvektion einsetzte, womöglich nicht gleich in voller Tiefe. Spätestens in diese Zeit fällt der Übergang von der [[Chemische Evolution|chemischen]] zur [[Evolution|biologischen Evolution]]. Jedenfalls findet sich in den ältesten erhaltenen Krustenteilen, sogenannten [[Kraton]]en, vom Ende des Hadaikums vor vier Milliarden Jahren, stellenweise die für Leben typische [[Δ13C|Abreicherung von C-13 gegenüber C-12]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news| url=http://www.nytimes.com/2008/12/02/science/02eart.html?8dpc | work=The New York Times | title=A New Picture of the Early Earth | first=Kenneth | last=Chang | date=2008-12-01 | accessdate=2013-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa in die Mitte des Archaikums fällt das Maximum der Manteltemperatur. Die Fläche der kontinentalen Kruste nimmt schnell zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== An der Oberfläche ==&lt;br /&gt;
Der Planet war nach Bildung der ersten Kruste bald überwiegend von Wasser bedeckt und wegen der damals noch [[Paradoxon der schwachen, jungen Sonne|schwachen, jungen Sonne]] relativ kühl und womöglich vereist. Unter den damals noch häufiger einschlagenden [[Kleinkörper (Astronomie)|Kleinkörpern]] gab es pro Million Jahre einige von über 100 km Durchmesser – nicht groß genug, um global das Leben auszulöschen, falls es schon existierte, aber groß genug, um über einen vorübergehend immensen [[Treibhauseffekt]] selbst eine globale Vereisung zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig später, zu Beginn des [[Archaikum]]s, traten erstmals Lebewesen mit oxygener [[Photosynthese]] auf, wodurch elementarer [[Sauerstoff]] produziert wurde, der an Eisen gebunden heute als [[Bändererz]] zu finden ist. In der [[Uratmosphäre]] nahm der Sauerstoffgehalt jedoch erst in den letzten 50 Mio. Jahren des Archaikums langsam zu, bis er vor etwa 2,5 Mrd. Jahren sprunghaft anstieg. Dies wird als die [[Große Sauerstoffkatastrophe]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Untersuchungen von Zirkonen, die so interpretiert werden, dass schon die frühe Erde &#039;&#039;gemäßigte&#039;&#039; Oberflächentemperaturen aufwies,&amp;lt;ref&amp;gt;John Valley: [https://www.researchgate.net/publication/277504580_Early_Earth Early Earth]. In: Elements, Band 2, S. 201-204.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass es schon vor mehr als 4,3 Milliarden Jahren Ozeane gegeben haben muss,&amp;lt;ref&amp;gt;Emilia M. Cameron, Tyler B. Blum et al.: [https://pubs.geoscienceworld.org/msa/ammin/article/109/10/1670/637118/Evidence-for-oceans-pre-4300-Ma-confirmed-by Evidence for oceans pre-4300 Ma confirmed by preserved igneous compositions in Hadean zircon Open Access]. In: American Mineralogist. 1. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rebecca Lindsay: [https://earthobservatory.nasa.gov/features/Zircon Ancient Crystals Suggest an Earlier Ocean]. NASA Earth Observatory, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine unbestätigte Hypothese, nach der auf dieser frühen Erde die Biomineralisation eine größere Rolle bei der Entstehung fester Gesteinssubstanzen gespielt haben soll als bisher angenommen, was mit der Vorstellung eines die gesamte Oberfläche des jungen Planeten bedeckenden Magmaozeans nicht vereinbar wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Nessenius: [https://eartharxiv.org/repository/view/9116/ Biogenic origin and moon]. Preprint, 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nature timespiral vertical layout.png|mini|Die Entstehung der Erde als Teil der Geschichte vom Urknall bis zum Menschen]]&lt;br /&gt;
Die weitere Entwicklung der Erde auf der [[Geologische Zeitskala|geologischen Zeitskala]] wurde beeinflusst durch [[Vulkanismus]] und [[Plattentektonik]].&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rolf Meissner: &#039;&#039;Geschichte der Erde. Von den Anfängen des Planeten bis zur Entstehung des Lebens.&#039;&#039; 3. A. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-43310-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Geologie]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Entstehung_der_Erde&amp;diff=623306</id>
		<title>Entstehung der Erde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Entstehung_der_Erde&amp;diff=623306"/>
		<updated>2025-07-28T07:42:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Kollisionskaskade der Protoplaneten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|stellt die [[naturwissenschaft]]lichen Theorien zur Entstehung der [[Erde (Planet)|Erde]] dar. Für den [[Anthroposophie|anthroposophischen]] Hintergrund siehe → [[Erdentwicklung]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:The Earth seen from Apollo 17.jpg|mini|Blick auf die [[Erde]] von [[W:Apollo 17|Apollo&amp;amp;nbsp;17]] aus. Das Foto wurde als [[Blue Marble]] bekannt.]]&lt;br /&gt;
Die Erkenntnisse der [[Planetologie]] über die &#039;&#039;&#039;Entstehung der Erde&#039;&#039;&#039; vor 4,54&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;USGS1997&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://pubs.usgs.gov/gip/geotime/age.html|title=Age of the Earth|date=1997|accessdate=2006-01-10|publisher=U.S. Geological Survey|archiveurl=https://web.archive.org/web/20051223072700/http://pubs.usgs.gov/gip/geotime/age.html|archivedate=2005-12-23|url-status=live}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dalrymple 2001 205–221&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal|last=Dalrymple|first=G. Brent|title=The age of the Earth in the twentieth century: a problem (mostly) solved|journal=Special Publications, Geological Society of London|date=2001|volume=190|issue=1|pages=205–221|doi=10.1144/GSL.SP.2001.190.01.14|bibcode=2001GSLSP.190..205D}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|author=Manhesa, Gérard|title=Lead isotope study of basic-ultrabasic layered complexes: Speculations about the age of the earth and primitive mantle characteristics|journal=[[Earth and Planetary Science Letters]]|date=1980|volume=47|issue=3|pages=370–382|doi=10.1016/0012-821X(80)90024-2|bibcode=1980E&amp;amp;PSL..47..370M}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul S. Braterman |url=https://www.scientificamerican.com/article/how-science-figured-out-the-age-of-the-earth/ |titel=How Science Figured Out the Age of Earth |werk= |hrsg=[[Scientific American]] |datum= |abruf=2020-11-06 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stammen aus geologischen Befunden, aus der Untersuchung von [[Meteorit]]en und [[Mondgestein]]en sowie [[Astrophysik|astrophysikalischen]] Daten etwa zu [[Sonne|solaren]] Elementhäufigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem größeren Kontext ist die Entstehungsgeschichte der [[Erde]] dabei mit der Geschichte des [[Universum]]s und des [[Milchstraße]]nsystems im Allgemeinen sowie mit der Geschichte unseres [[Sonnensystem]]s im Besonderen verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pale Blue Dot.png|mini|„[[W:Pale Blue Dot|Pale Blue Dot]]“: Die Erde als „blassblauer Punkt“, aufgenommen von der [[W:Raumsonde|Raumsonde]] &#039;&#039;[[W:Voyager 1|Voyager 1]] &#039;&#039;am 14. Februar 1990 aus einer Entfernung von etwa 40,5 [[Astronomische Einheit|AE]], ca. 6 Mrd. km (zum Erkennen auf das Bild klicken).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sonnensystem entstand aus einer Verdichtung in einer größeren [[Molekülwolke]], die kurz zuvor mit [[Metallizität|schweren Elementen]] einer nahen [[Supernova]]-Explosion angereichert wurde. Die Wolke kollabierte durch ihre Gravitation innerhalb von etwa 10.000 Jahren, siehe [[Sternentstehung]]. In der [[Akkretionsscheibe]] um den [[Protostern]] kondensierten zuerst, bei Temperaturen noch über 1300 K, [[W:Calcium-Aluminium-reiche Einschlüsse|Calcium- und Aluminium-reiche Silikate]]. Wie mit Hilfe der [[W:Uran-Blei-Datierung|Uran-Blei-Datierung]] festgestellt werden konnte, geschah dies vor knapp 4,57&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahren. Ob und wie der Staub dann flockte oder wie er sonst schnell in die Mittelebene der [[Protoplanetare Scheibe|protoplanetaren Scheibe]] absinken konnte, ist nicht bekannt. Auch wird darüber spekuliert, wie und wie schnell Brocken von ein bis zehn Metern Größe entstanden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perryman&amp;quot;&amp;gt;Michael Perryman: &#039;&#039;The Exoplanet Handbook&#039;&#039;. Cambridge University Press, 2011, ISBN 978-0-521-76559-6, S. 225f, {{Google Buch |BuchID=xekY6FuKuAcC |Seite=225}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sammelten dann jedenfalls durch ihre Gravitation weiteren Staub auf und wuchsen zu Millionen an [[Planetesimale]]n heran, die teilweise kilometergroß waren. Unterhalb dieser Größe waren Kollisionen noch nicht sehr heftig, da die Bewegung der Brocken noch durch das Gas gedämpft war („A planetesimal is a solid object arising during the accumulation of planets whose internal strength is dominated by self-gravity and whose orbital dynamics is not significantly affected by gas drag.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perryman&amp;quot; /&amp;gt;) Die Planetesimale bewegten sich unabhängiger, kollidierten heftiger und durch gravitative Fokussierung auch häufiger: Je größer ein Planetesimal, desto weiträumiger konnte es Brocken und unterentwickelte Planetesimale einsammeln, die ihm auf einer geradlinigen Bahn entgangen wären. In einem wenige Jahrtausende dauernden Wettlauf bildeten sich [[Protoplanet]]en von hunderten Kilometern Durchmesser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perryman&amp;quot; /&amp;gt; Kleine Planetesimale hatten sie aufgebraucht oder [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] in den Weg gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollisionskaskade der Protoplaneten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Protoplanetary-disk.jpg|mini|Zeichnung einer [[Protoplanetare Scheibe|protoplanetaren Scheibe]] ([[w:NASA|NASA]])]]&lt;br /&gt;
Das weitere Wachstum geschah nach dieser Theorie hierarchisch durch immer seltenere Kollisionen zwischen immer größeren Körpern. Mit der Masse der Stoßpartner stieg auch die freigesetzte [[Bindungsenergie|gravitative Bindungsenergie]] pro Masseneinheit und damit die Temperatur nach dem Impakt. Ab etwa 2000 °C trennte ([[Differenzierung (Planetologie)|differenzierte]]) sich das Material zunächst lokal nach chemischen Vorlieben in Kern- und Mantelmaterial,&lt;br /&gt;
* Eisenschmelzen, in der sich die siderophilen (griech.: Eisen liebende) Elemente anreicherten (siehe [[W:Goldschmidt-Klassifikation|Goldschmidt-Klassifikation]]) und&lt;br /&gt;
* [[Silikat]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schmelzen, in der sich die lithophilen (griech. Stein liebenden) Elemente anreicherten.&lt;br /&gt;
Die viel dichteren Eisentropfen bildeten Pfützen am Grund der Schmelze. Bei späteren Kollisionen fragmentierten einige Körper und setzten [[Eisenmeteorit]]e frei, Zeugen dieser frühen Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwärmung durch [[Radioaktivität|radioaktiven Zerfall]] von &amp;lt;sup&amp;gt;26&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Aluminium|Al]] trug wesentlich nur für die kleineren Planetesimale bei, die nicht Teil der Planeten geworden waren. Der Asteroid [[W:(4) Vesta|(4) Vesta]] ist ein Beispiel.&amp;lt;ref&amp;gt;C. T. Russell et al.: &#039;&#039;Dawn at Vesta: Testing the Protoplanetary Paradigm&#039;&#039;. Science 336, 2012, S. 684–686, {{DOI|10.1126/science.1219381}} ([https://repository.si.edu/bitstream/handle/10088/20554/min_Russell_et_al_2012_Science_336_684-686.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größeren Kollisionen führten dagegen zu Magmaozeanen, in denen sich Eisenkerne bildeten bzw. vorher vorhandene Eisenkerne miteinander verschmolzen. Die Differenzierung der Protoplaneten geschah auf einer Zeitskala von wenigen Millionen Jahren, datiert mit der Hafnium-Wolfram-Methode, auch an Marsmeteoriten.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Kleine et al.: &#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;182&amp;lt;/sup&amp;gt;Hf–&amp;lt;sup&amp;gt;182&amp;lt;/sup&amp;gt;W isotope systematics of chondrites, eucrites, and martian meteorites: Chronology of core formation and early mantle differentiation in Vesta and Mars&#039;&#039;. Geochimica et Cosmochimica Acta 68, 2004, S. 2935–2946, {{DOI|10.1016/j.gca.2004.01.009}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Protoerde wuchs hauptsächlich durch Kollisionen mit nicht viel kleineren Protoplaneten. Nach der [[Entstehung des Mondes#Kollisionstheorie|Kollisionstheorie]]&amp;lt;ref&amp;gt;William K. Hartmann, Donald R. Davis: &#039;&#039;Satellite-sized planetesimals and lunar origin&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Icarus&#039;&#039;. Band 24, Nummer 4, 1975, S. 504–515, {{DOI|10.1016/0019-1035(75)90070-6}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; sei infolge des letzten großen [[Impakt]]s der [[Mond]] entstanden. Der hypothetische Protoplanet oder [[Komet]] wird [[Theia (Protoplanet)|Theia]] genannt und muss zwischen Mond- und [[Mars (Planet)|Marsgröße]] gelegen haben. Theias Eisenkern hat sich demnach mit dem der Erde verbunden und Teile des Mantels der Protoerde und von Theia wurden in den Orbit geschleudert, aus welchen der Mond entstanden sein soll. Das geschah irgendwann 30 bis 50 Millionen Jahre nach der Staubphase. Das Bombardement kleinerer Körper hatte bereits nachgelassen; jedenfalls kann danach kaum noch Eisen durch den Mantel gesickert sein (weniger als 1 % der Kernmasse), wie Analysen der [[W:Hafnium|Hafnium]]-[[W:Wolfram|Wolfram]]-Zerfallsreihe von früharchaischen Gesteinen ergaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Guillaume Caro, Thorsten Kleine: &#039;&#039;Extinct Radionuclides and the Earliest Differentiation of the Earth and Moon&#039;&#039;. In: Anthony Dosseto et al. (Hrsg.): &#039;&#039;Timescales of Magmatic Processes: From Core to Atmosphere&#039;&#039;, Blackwell, 2011, ISBN 978-1-4443-3260-5, S. 9–51 {{Google Buch |BuchID=nW7XdHKEN3MC |Seite=9}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Manteltemperatur ==&lt;br /&gt;
Der durch den Impakt von Theia teilweise wieder aufgeschmolzene [[Erdmantel]] erstarrte, möglicherweise innerhalb weniger Millionen Jahre, von innen nach außen.&amp;lt;ref&amp;gt;D.C. Rubie et al.: [http://es.ucsc.edu/~fnimmo/website/treatise3.pdf &#039;&#039;Formation of Earth’s Core&#039;&#039;] (PDF; 883&amp;amp;nbsp;kB), Kap. 9.03 in: Gerald Schubert (Hrsg.): &#039;&#039;Treatise on Geophysics&#039;&#039;, Elsevier, 2007, ISBN 978-0-444-52748-6. S. 68, Abb. 9b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kürzliche Entdeckung von Mantelmaterial aus dieser Zeit (Differentiationsalter), das unmittelbar über dem metallischen Kern lagernd bisher der [[Mantelkonvektion]] entzogen war und nun als Plume aufsteigt, stellt die bisherige Lehrmeinung infrage, nach der der Mantel homogen durchmischt erstarrt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Xuan-Ce Wanga et al.: &#039;&#039;Early differentiation of the bulk silicate Earth as recorded by the oldest mantle reservoir&#039;&#039;. Precambrian Research 238, 2013, S. 52–60, {{DOI|10.1016/j.precamres.2013.09.010}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die thermische und chemische Schichtung war jedenfalls so stabil, dass zumindest in der ersten Hälfte des [[Hadaikum]]s der Erdmantel stabil geschichtet war. Da es ohne Mantelkonvektion auch keine [[Tektonik]] gibt, kann sich keine kontinentale Kruste bilden, da hierfür eine stärkere Differentiation der Kruste notwendig ist. Immer frühere Hinweise auf kontinentale Kruste (und flüssiges Wasser, siehe [[Zirkon#Altersbestimmung in der Geologie|Zirkon in der Geologie]], [[TTG-Komplex]] und [[Herkunft des irdischen Wassers]]) waren daher problematisch. Durch Tektonik war nach über 100 Millionen Jahren die Dicke der [[ozeanische Kruste|ozeanischen Kruste]] so weit angewachsen, dass die damalige [[mafisch]]e Kruste erstmals selbst einer weiteren Differenzierung unterzogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten J. Nagel et al.: &#039;&#039;Generation of Eoarchean tonalite-trondhjemite-granodiorite series from thickened mafic arc crust&#039;&#039;. Geology, 2012, {{DOI|10.1130/G32729.1}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später im Hadaikum war tief im Erdmantel die Temperatur durch radioaktive [[Zerfallswärme]] soweit angestiegen, dass die Mantelkonvektion einsetzte, womöglich nicht gleich in voller Tiefe. Spätestens in diese Zeit fällt der Übergang von der [[Chemische Evolution|chemischen]] zur [[Evolution|biologischen Evolution]]. Jedenfalls findet sich in den ältesten erhaltenen Krustenteilen, sogenannten [[Kraton]]en, vom Ende des Hadaikums vor vier Milliarden Jahren, stellenweise die für Leben typische [[Δ13C|Abreicherung von C-13 gegenüber C-12]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news| url=http://www.nytimes.com/2008/12/02/science/02eart.html?8dpc | work=The New York Times | title=A New Picture of the Early Earth | first=Kenneth | last=Chang | date=2008-12-01 | accessdate=2013-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa in die Mitte des Archaikums fällt das Maximum der Manteltemperatur. Die Fläche der kontinentalen Kruste nimmt schnell zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== An der Oberfläche ==&lt;br /&gt;
Der Planet war nach Bildung der ersten Kruste bald überwiegend von Wasser bedeckt und wegen der damals noch [[Paradoxon der schwachen, jungen Sonne|schwachen, jungen Sonne]] relativ kühl und womöglich vereist. Unter den damals noch häufiger einschlagenden [[Kleinkörper (Astronomie)|Kleinkörpern]] gab es pro Million Jahre einige von über 100 km Durchmesser – nicht groß genug, um global das Leben auszulöschen, falls es schon existierte, aber groß genug, um über einen vorübergehend immensen [[Treibhauseffekt]] selbst eine globale Vereisung zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig später, zu Beginn des [[Archaikum]]s, traten erstmals Lebewesen mit oxygener [[Photosynthese]] auf, wodurch elementarer [[Sauerstoff]] produziert wurde, der an Eisen gebunden heute als [[Bändererz]] zu finden ist. In der [[Uratmosphäre]] nahm der Sauerstoffgehalt jedoch erst in den letzten 50 Mio. Jahren des Archaikums langsam zu, bis er vor etwa 2,5 Mrd. Jahren sprunghaft anstieg. Dies wird als die [[Große Sauerstoffkatastrophe]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nature timespiral vertical layout.png|mini|Die Entstehung der Erde als Teil der Geschichte vom Urknall bis zum Menschen]]&lt;br /&gt;
Die weitere Entwicklung der Erde auf der [[Geologische Zeitskala|geologischen Zeitskala]] wurde beeinflusst durch [[Vulkanismus]] und [[Plattentektonik]].&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rolf Meissner: &#039;&#039;Geschichte der Erde. Von den Anfängen des Planeten bis zur Entstehung des Lebens.&#039;&#039; 3. A. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-43310-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Geologie]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Entstehung_des_Mondes&amp;diff=623294</id>
		<title>Entstehung des Mondes</title>
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		<updated>2025-07-27T11:09:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Abspaltungstheorie */ Ergänzung, Quellenangabe&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|stellt die verschiedenen [[naturwissenschaft]]lichen Theorien zur Entstehung des Mondes dar. Für den [[Anthroposophie|anthroposophische]] Hintergrund siehe → [[Mondentrennung]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lune nb.jpg|mini|Der Erdmond]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Entstehung des Mondes&#039;&#039;&#039; der [[Erde]] wird seit Jahrhunderten diskutiert. Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass der [[Mond]] nach einem [[Stoß (Physik)#Einteilung mechanischer Stoßprozesse|exzentrischen Zusammenstoß]] der [[Protoplanet|Proto-Erde]] mit einem etwa marsgroßen Körper, [[Theia (Protoplanet)|Theia]] genannt, entstanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://science.orf.at/stories/1740146 Bestätigt: Mond entstand durch Kollision.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser &#039;&#039;[[#Kollisionstheorie|Kollisionstheorie]]&#039;&#039; ist ein großer Teil der abgeschlagenen Materie beider Körper in eine [[Umlaufbahn]] um die Erde gelangt und hat sich dort zum Mond geballt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man spricht auch von der „Entstehung des [[Erde-Mond-System]]s“, denn im ganzen [[Sonnensystem]] gibt es (mit Ausnahme von [[Pluto]] und [[Charon (Mond)|Charon]]) keinen weiteren [[Satellit (Astronomie)|Trabanten]], der eine ähnliche Größe im Vergleich zu dem umkreisten [[Planet]]en oder [[Zwergplanet]]en aufweist. Entsprechend seiner Masse besitzt er auch einen besonders großen [[Bahndrehimpuls]]. Die Entwicklung von Pluto und Charon hat sich zwar in der sehr kühlen&amp;lt;!-- Bedeutung? Zusammenhang? --&amp;gt; Region des [[Kuipergürtel]]s abgespielt, aber dennoch wird auch für deren System als Entstehungsursache immer stärker eine ähnliche Großkollision vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Sonnensystems ==&lt;br /&gt;
Die [[Sonnensystem#Entstehung|Entstehung des Sonnensystems]] begann vor 4,568 Milliarden Jahren mit dem [[Gravitation|gravitativen]] [[Gravitationskollaps|Kollaps]] des [[Sonnennebel]]s, aus dem die [[Sonne]] als massives Zentrum hervorging. Aus dem in einer [[Protoplanetare Scheibe|protoplanetaren Scheibe]] verbleibenden Material (Gas und Staub) bildeten sich kleine [[Planetesimal]]e, aus diesen wiederum über die Zwischenstufe der [[Protoplanet]]en die Planeten. Am Ende der Planetenentstehung stürzten die meisten verbliebenen Planetesimale entweder auf die Planeten oder wurden durch diese ins äußere Sonnensystem ([[Kuipergürtel]] und [[Oortsche Wolke]]) oder sogar aus dem Sonnensystem hinaus geschleudert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siehe auch:&#039;&#039; [[Entstehung der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorien zur Entstehung des Mondes ==&lt;br /&gt;
Soweit bekannt stammen die ersten Überlegungen über die Entstehung des Mondes, die man als Vorläufer der &#039;&#039;Einfangtheorie&#039;&#039; betrachten kann, von [[René Descartes]]. Sie wurden erst 1664, einige Zeit nach Descartes Tod, publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind zur Entstehung des Erde-Mond-Systems mehrere Theorien entwickelt worden. Dies sind im Wesentlichen:&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Abspaltungstheorie:&#039;&#039;&#039; Von einer heißen, (zäh)flüssigen und schnell rotierenden Proto-Erde schnürte sich ein „Tropfen“ ab und bildete den späteren Mond.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Einfangtheorie:&#039;&#039;&#039; Erde und Mond entstanden unabhängig in verschiedenen Regionen des Sonnensystems; bei einer engen Begegnung fing die Erde den Mond durch ihre Gravitation ein.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Schwesterplanet-Theorie:&#039;&#039;&#039; Erde und Mond entstanden gleichzeitig und nahe beisammen.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Öpik-Theorie:&#039;&#039;&#039; Der Vorläufer des Mondes entstand aus der Materie, die von einer heißen Proto-Erde abdampfte.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Viele-Monde-Theorie:&#039;&#039;&#039; Mehrere Monde wurden gleichzeitig eingefangen und kollidierten nach einiger Zeit. Aus den Bruchstücken bildete sich der heutige Mond.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Kollisionstheorie:&#039;&#039;&#039; Die Proto-Erde kollidierte relativ sanft mit einem großen Körper und aus der weggeschleuderten Materie bildete sich der Mond.&lt;br /&gt;
* Die &#039;&#039;&#039;Synestia-Theorie:&#039;&#039;&#039; Die Proto-Erde wurde durch eine heftigere Kollision fast völlig verdampft; im Außenbereich der Synestia genannten Wolke kondensierte der Mond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gutes Modell muss nicht nur physikalisch möglich, sondern auch mit den Eigenschaften des Mondes und des ganzen Erde-Mond-Systems vereinbar sein:&lt;br /&gt;
* Die [[Dichte]] des Mondes ist mit 3,3&amp;amp;nbsp;g/cm³ deutlich geringer als die der Erde mit 5,5&amp;amp;nbsp;g/cm³. Er ist [[Differenzierung (Planetologie)|differenziert]], aber ihm fehlt der entsprechende [[Eisen]]kern.&lt;br /&gt;
* Ihm fehlen oberflächliche Anzeichen einer Schrumpfung, während das Schwerefeld auf Inhomogenitäten in der Tiefe hinweist, was beides dafür spricht, dass er relativ kühl entstanden sein muss, ohne einen tiefen Magmaozean.&lt;br /&gt;
* Der Mond hat im Vergleich zur Erde ein leichtes Defizit an flüchtigen Elementen und daraus zusammengesetzter Stoffe, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Natrium]] und [[Kalium]].&lt;br /&gt;
* Die [[isotop]]ische Zusammensetzung der Elemente ist im Erdmantel und an der Mondoberfläche nahezu identisch, im Vergleich mit der Streuung der Verhältnisse im Rest des Sonnensystems.&lt;br /&gt;
* Der [[Drehimpuls]] des Erde-Mond-Systems ist ungewöhnlich hoch.&lt;br /&gt;
* Die Neigung der [[Mondbahn]] gegen die [[Ekliptik]] ist mit rund 5° gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abspaltungstheorie ===&lt;br /&gt;
Die Abspaltungstheorie wurde von [[George Howard Darwin]], dem Sohn von [[Charles Darwin]], 1878 entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;George Howard Darwin: &#039;&#039;On the Precession of a Viscous Spheroid.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Nature.&#039;&#039; Band 18, 1878, S. 580–582, {{DOI|10.1038/018580a0}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;George Howard Darwin: &#039;&#039;On the Precession of a Viscous Spheroid, and on the Remote History of the Earth.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Philosophical Transactions of the Royal Society of London.&#039;&#039; Band 170, 1879, S. 447–538, {{DOI|10.1098/rstl.1879.0073}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach rotierte die Erde in ihrer Frühphase so stark, dass sich durch Instabilitäten ein Teil ablöste und den Mond bildete. Dazu vertrat 1882 der [[Geologie|Geologe]] [[Osmond Fisher]] (1817–1914) die Ansicht, der [[Pazifischer Ozean|Pazifische Ozean]] stelle die heute noch sichtbare Narbe dieser Abspaltung dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Geologe Osmond Fisher: &#039;&#039;On the Physical Cause of the Ocean Basins.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Nature.&#039;&#039; Band 25, 1882, S. 243–244, {{DOI|10.1038/025243a0}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Geologe [[Otto Ampferer]] zog 1925 eine Ablösung des Mondes von der Erde als Ursache für die ungleiche Verteilung der [[Lithosphäre]] in Betracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Ampferer: &#039;&#039;Über Kontinentverschiebungen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Naturwissenschaften.&#039;&#039; Band&amp;amp;nbsp;13, Nr.&amp;amp;nbsp;31, 1925, S.&amp;amp;nbsp;669–675 ([http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=GDZPPN001141120 digizeitschriften.de]), S.&amp;amp;nbsp;672.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solch eine Herauslösung aus dem extremen Äquatorwulst erklärt recht gut die Größe des Mondes. Auch seine geringere mittlere Dichte ist damit vereinbar, denn sie entspricht der Dichte des Erdmantels. Angesichts der [[Gezeitenreibung]] muss die Erde früher auch schneller rotiert haben, es gibt aber keine sinnvolle Erklärung für die hohen Rotationsgeschwindigkeiten (Tageslänge von etwa 2,5&amp;amp;nbsp;h), die für den heutigen Gesamtdrehimpuls des Erde-Mond-Systems nötig gewesen wären. Auch die Vorstellung, dass der Pazifik die &#039;&#039;Narbe&#039;&#039; dieser Abspaltung darstellt, wird als durch die Theorie der [[Plattentektonik]] widerlegt angesehen. Die Bahnebene des Mondes ist zudem viel zu stark gegen die Äquatorebene der Erde geneigt.&amp;lt;!-- Hinsichtlich der [[Roche-Grenze]] bleibt offen, wie der Mond den zerstörerischen Gezeitenkräften dieses Nahbereiches entkommen sein soll. Des Weiteren gibt es keine plausible Erklärung für das Defizit bei leicht flüchtigen Elementen.--&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch eine neue unbestätigte Hypothese, nach der sich der Pazifik durch schnelleres Seafloorspreading um mehr Quadratkilometer ausgedehnt haben soll als gleichzeitig Ozeanboden durch Subduktion an den Pazifikrändern in den Erdmantel abgesunken ist, so dass die Theorie der Plattentektonik nicht mehr im Widerspruch dazu stehen würde, dass der Mond auf der Pazifikseite der Erde ausgetreten sein könnte. &amp;lt;ref&amp;gt; Eva Nessenius: [https://eartharxiv.org/repository/view/9116/ Biogenic origins and moon]. 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfangtheorie ===&lt;br /&gt;
Die Einfangtheorie wurde 1909 von [[Thomas Jefferson Jackson See]] vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Jefferson Jackson See: &#039;&#039;Origin of the lunar terrestrial system by capture, with further considerations on the theory of satellites and on the physical cause which has determined the directions of the rotations of the planets about their axes.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Astronomische Nachrichten.&#039;&#039; Band 181, Nummer 23, 365–386, 1909, S. 365–386, {{DOI|10.1002/asna.19091812302}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besagt, dass sich der Mond als eigenständiges [[Planetesimal]] an einem anderen Ort im Sonnensystem gebildet hat und bei einer engen Begegnung mit der Erde eingefangen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einfangtheorie kann den hohen Drehimpuls des Systems sowie den Unterschied der Dichte von Erde und Mond sehr elegant erklären. Sie erfordert jedoch eine sehr spezielle Einfangbahn, die einen großen Zufall bedeutet. Zudem müsste der Mond einen kurzen Eintritt in die [[Roche-Grenze]] überstanden haben, was bislang nicht erklärt werden kann. Auch macht diese Theorie keinerlei Aussage darüber, warum der Mond sowohl bei leichtflüchtigen Elementen als auch bei Eisen ein Defizit gegenüber der Erde hat. Bei der Ähnlichkeit der isotopischen Zusammensetzung scheitert die Theorie völlig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwesterplanet-Theorie ===&lt;br /&gt;
Schon [[Immanuel Kant]] hypothetisierte in seiner [[Kosmogonie]] von 1755, &#039;&#039;[[Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels]],&#039;&#039; dem ersten naturwissenschaftlichen Erklärungsversuch des Ursprungs der Himmelskörper, dass sich Erde und Mond aus einer gemeinsamen Verdichtung des von ihm postulierten [[Urnebel]]s direkt zu einem [[Doppelplanetensystem|Doppelplaneten]] gebildet haben. Die Hauptmasse der lokalen Verdichtung ballte sich zur Erde und die verbliebene Staubhülle zum Mond. Quantitativ konkretisiert wurde die Schwesterplanet-Theorie 1944 von [[Carl Friedrich von Weizsäcker]] entwickelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Friedrich von Weizsäcker: &#039;&#039;Über die Entstehung des Planetensystems.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Zeitschrift für Astrophysik]].&#039;&#039; Band 22, 1944, S. 319–355.&amp;lt;/ref&amp;gt; wesentliche Vorarbeiten zur Stabilität stammen von [[Édouard Albert Roche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Édouard Roche: &#039;&#039;Essai sur la constitution et l’origine du systeme solaire.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Académie des sciences et lettres de Montpellier. Mémoires de la Section des sciences.&#039;&#039; Band 8, 1783, S. 235–324 [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k209725m.image.langFR.f253.pagination (online).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Erde und Mond eng beieinander entwickelten, ist es absolut unverständlich, warum sich die Dichte beziehungsweise der Anteil von leichtflüchtigen Elementen sowie von Eisen bei Erde und Mond so stark unterscheiden. Für den hohen Anteil des Bahndrehimpulses des Mondes im Vergleich zum Drehimpuls der Erde selbst gibt es keine plausible Erklärung. Auch die fünf Grad große Neigung der Mondbahnebene gegen die Bahnebene der Erde wird damit nicht begreiflich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öpik-Theorie ===&lt;br /&gt;
[[Ernst Öpik]] schlug 1955 eine Theorie vor, die man zwischen der Abspaltungs- und der Schwesterplanet-Theorie einordnen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Öpik: &#039;&#039;The Origin of the Moon.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Irish Astronomical Journal.&#039;&#039; Band 3, Nummer 8, 1955, S. 245–248, [http://adsabs.harvard.edu/full/1955IrAJ....3..245O (online).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von einem Ringsystem aus eingefangenen Gesteinstrümmern umgebene Proto-Erde heizte sich im Laufe ihrer Entwicklung durch die permanenten Einschläge auf etwa 2000&amp;amp;nbsp;°C auf und dampfte große Materiemengen wieder ab. Während der [[Sonnenwind]] die leichteren Elemente weggeblasen hat, kondensierten die schwereren und bildeten zusammen mit Teilen des Ringsystems den Proto-Mond. Diese Aufheizung erfolgte erst in einer späten Phase der Erdentstehung, sodass durch einen bereits ausgebildeten Erdkern der Anteil von Eisen in den Mantelschichten der Proto-Erde schon deutlich verringert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Theorie ist sehr gut mit den beobachteten geochemischen Eigenschaften des Mondes vereinbar, die Impulsprobleme der Schwesterplaneten-Theorie bestehen jedoch unverändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viele-Monde-Theorie ===&lt;br /&gt;
Die im englischen Sprachraum als &#039;&#039;many-moons theory&#039;&#039; bekannte Theorie erlebte eine kurzzeitige Popularität, nachdem sie 1962 von [[Thomas Gold (Physiker)|Thomas Gold]] vorgeschlagen und in den darauffolgenden Jahren von [[Gordon J. F. MacDonald]] formalisiert worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gordon J. F. MacDonald: &#039;&#039;Origin of he Moon: Dynamical Considerations.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Annals of the New York Academy of Sciences.&#039;&#039; Band 118, 1965, S. 742–782, {{DOI|10.1111/j.1749-6632.1965.tb40150.x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grundlegender Gedanke ist, dass es für die Erde einfacher ist, mehrere kleine als einen großen Himmelskörper einzufangen.&lt;br /&gt;
Wenn nun sechs bis zehn kleine Monde von der Erde eingefangen werden und diese umkreisen, so wandern die Bahnen dieser Monde aufgrund der Gezeitenwirkung nach außen. Im Laufe von einer Milliarde Jahren stoßen die kleinen Monde dann zusammen, und aus den Bruchstücken entsteht der Erdmond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Theorie wurde durch die Gesteinsproben der Apollo-Missionen (isotopische Zusammensetzung) widerlegt. Auch ist nicht plausibel, warum die Vereinigung vieler Monde zu einem einzigen, ungewöhnlich großen nur bei der Erde abgelaufen sein soll, während der Mars weiterhin zwei separate kleinere Monde hat, und die inneren Planeten ansonsten überhaupt keine Monde besitzen. Der lange Zeitraum, der für einen auf der Gezeitenkraft basierenden Vereinigungsprozess anzusetzen wäre, ließe erwarten, dass die inneren Planeten immer noch von einer Fülle kleiner Monde umkreist werden, bei denen die Vereinigung (noch) nicht stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kollisionstheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Big Splash Theia.gif|mini|Illustration der Entstehung des Mondes (graublau) durch eine Kollision zwischen der Erde (blau) und [[Theia (Protoplanet)|Theia]] (schwarz). Nach Entstehung als [[Lagrange-Punkte|L&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-[[Trojaner (Astronomie)|Trojaner]] und einer Bahnstörung gelangt Theia auf einem [[Hufeisenorbit]] um die Sonne (gelb) zur Erde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kollisionstheorie wurde von [[Wen:William Kenneth Hartmann|William K. Hartmann]] und Donald R. Davis 1975 entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;William K. Hartmann, Donald R. Davis: &#039;&#039;Satellite-sized planetesimals and lunar origin.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Icarus.&#039;&#039; Band 24, Nummer 4, 1975, S. 504–515, {{DOI|10.1016/0019-1035(75)90070-6}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Theorie kollidierte in der Frühphase der [[Sonnensystem#Entstehung der Planeten|Planetenentwicklung]] ein etwa marsgroßer [[Protoplanet]], der nach der Mutter der [[Griechische Mythologie|griechischen]] Mondgöttin [[Selene]] bisweilen &#039;&#039;[[Theia (Protoplanet)|Theia]]&#039;&#039; genannt wird, mit der Proto-Erde (&#039;&#039;Gaia,&#039;&#039; nach der griechischen Göttin [[Gaia (Mythologie)|Gaia]]), die damals bereits etwa 90 % ihrer heutigen Masse hatte. Die Kollision erfolgte nicht frontal, sondern streifend, sodass große Materiemengen, bestehend aus Teilen des Mantels des [[Impakt]]körpers und des Erdmantels, in den Erdorbit geschleudert wurden, während sich die Eisenkerne vereinigten. Im Orbit bildete sich praktisch &#039;&#039;sofort&#039;&#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. in weniger als 100&amp;amp;nbsp;Jahren) der Proto-Mond, der rasch alle restlichen Trümmer einsammelte und sich nach knapp 10.000&amp;amp;nbsp;Jahren zum Mond mit annähernd heutiger Masse verdichtet haben muss. Er umkreiste die damals –&amp;amp;nbsp;auch durch die Kollision&amp;amp;nbsp;– schnell rotierende Erde in einem Abstand von nur rund 60.000&amp;amp;nbsp;km (siehe [[Roche-Grenze]] und [[Doppelplanet]]), was zu extremen [[Gezeiten]]kräften geführt haben muss. Die starke [[Gezeitenreibung]] führte zu einer zunächst sehr schnellen Abbremsung der Erdrotation mit Übertragung des Drehimpulses auf den Mond, dessen Bahnradius sich dadurch rasch vergrößerte. Diese Wechselwirkung mit Abbremsung der Erdrotation und Zunahme des Bahnradius des Mondes dauert, stark abgeschwächt, bis heute an. Auch die [[Gebundene Rotation|synchronisierte Eigendrehung]] des Mondes, die dazu führt, dass von der Erde aus stets nur eine Seite des Monds zu sehen ist, geht auf Gezeitenreibung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 veröffentlichte der Mathematiker [[W:Edward Belbruno|Edward Belbruno]] zusammen mit dem Astrophysiker [[J. Richard Gott|John Richard Gott III]] Berechnungen, die die Entstehung von Theia im [[Lagrange-Punkte|Lagrangepunkt]] L4 oder L5 annehmen. Gemäß dieser Berechnungen wurde die Position am Lagrangepunkt instabil, als der dort befindliche Körper durch [[Akkretion (Astronomie)|Akkretion]] eine Masse von etwa einem Zehntel der Erdmasse überschritt.&amp;lt;ref name=belbruno-2005&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Belbruno, J. Richard Gott III |Titel=Where Did The Moon Come From? |Sammelwerk=The Astronomical Journal |Band=129 |Nummer=3 |Datum=2005 |Seiten=1724–1745 |arXiv=astro-ph/0405372 |bibcode=2005AJ....129.1724B |DOI=10.1086/427539}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer vergleichsweise kleinen [[Bahnstörung]] etwa durch zu dieser Zeit häufige [[Planetesimal]]e gelangte Theia dann auf eine Bahn, die den Körper auf die Erde prallen ließ. Die Geschwindigkeit der Annäherung im Moment des Zusammenstoßes betrug gemäß dieser Theorie etwa 14.000&amp;amp;nbsp;km/h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehungsgeschichte der Kollisionstheorie ====&lt;br /&gt;
Der erste Vorschlag, den Ursprung des Mondes in einer kosmischen Katastrophe zu sehen, fand sich 1946 in einer Veröffentlichung [[W:Reginald Aldworth Daly|Reginald Aldworth Dalys]] in den &#039;&#039;Proceedings of the American Philosophical Society;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Reginald Aldworth Daly: &#039;&#039;Origin of the Moon and Its Topography.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Proceedings of the American Philosophical Society.&#039;&#039; Band 90, Nummer 2, 1946, S. 104–119, [http://www.jstor.org/stable/3301051 JSTOR.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sie blieb, unter anderem auch aufgrund der kurz danach verbreiteten Theorien [[W:Immanuel Velikovsky|Immanuel Velikovskys]], unbeachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren entwickelte der [[Sowjetunion|russische]] [[Astrophysik]]er [[W:Wiktor Sergejewitsch Safronow|Wiktor Safronow]] die Theorie, dass die Planeten durch die Zusammenballung einer großen Anzahl kleinerer [[Planetesimal]]e entstanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Victor S. Safronov: &#039;&#039;Sizes of the largest bodies falling onto the planets during their formation.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[W:Soviet Astronomy|Soviet Astronomy]].&#039;&#039; Band 9, 1966, S. 987–991, [http://adsabs.harvard.edu/full/1966SvA.....9..987S (online).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hartmann und Davis griffen diese Hypothese auf und konnten Safronovs rein analytische Arbeiten durch Computersimulationen verbessern. Sie untersuchten die Größenverteilung der entstehenden „Zusammenballungen“ und erhielten dabei eine vergleichbare Größenverteilung wie im heutigen [[Asteroidengürtel]]: Neben einem großen Körper (vergleichbar [[(1) Ceres|Ceres]] mit etwa 1000&amp;amp;nbsp;km Durchmesser) bildeten sich mehrere Körper mit etwa 1/10 seiner Masse (vergleichbar [[W:(2) Pallas|Pallas]], [[W:(4) Vesta|Vesta]] und [[W:(10) Hygiea|Hygeia]] mit 400 bis 600&amp;amp;nbsp;km Durchmesser). Die Grundidee der Kollisionstheorie liegt nun darin, dass einer dieser Körper erst in der Endphase der Planetenentstehung fast streifend mit der Proto-Erde kollidierte, wodurch ein Teil der Gesamtmasse in den Orbit geschleudert wurde und den Mond bildete. Hartmann und Davis veröffentlichten diese Theorie 1975. Unabhängig davon kamen [[W:Alastair G. W. Cameron|Alastair G. W. Cameron]] und [[W:William Ward (Wissenschaftler)|William Ward]] 1976 durch Überlegungen zum Drehimpuls zum gleichen Ergebnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Alastair G. W. Cameron, William Ward: &#039;&#039;The Origin of the Moon.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Abstracts of the Lunar and Planetary Science Conference.&#039;&#039; Band 7, 1976, S. 120–122, [http://articles.adsabs.harvard.edu/full/1976LPI.....7..120C (online).]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 veröffentlichten [[W:A. C. Thompson|A. C. Thompson]] und [[W:David J. Stevenson|David J. Stevenson]] eine Untersuchung über die Bildung von kleineren Körpern aus dem Kollisionsmaterial im Orbit, aber es gab nur wenige, die sich ernsthaft mit der Kollisionstheorie auseinandersetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;A. C. Thompson, David J. Stevenson: &#039;&#039;Two-Phase Gravitational Instabilities in Thin Disks with Application to the Origin of the Moon.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Abstracts of the Lunar and Planetary Science Conference.&#039;&#039; Band 14, 1983, S. 787–788.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Durchbruch brachte eine internationale Konferenz 1984 in [[W:Kailua-Kona|Kailua-Kona]], [[W:Hawaii|Hawaii]], über die Ursprünge des Mondes. Die Diskussion der ersten Untersuchungen des von den [[W:Apollo-Programm|Apollo-Missionen]] zur Erde zurückgebrachten [[Mondgestein]]s führte bei den meisten Wissenschaftlern zu der Überzeugung, dass die Kollisionstheorie die Fakten deutlich besser beschreibt als alle anderen Theorien über die Entstehung des Mondes. Insbesondere zeigte sich, dass die isotopische Zusammensetzung der Elemente des Mondgesteins der von irdischem Gestein im Wesentlichen gleicht. So liegen etwa die Sauerstoff-Isotopenverhältnisse von irdischem Gestein, Apollo-Proben und Mondmeteoriten auf einer gemeinsamen [[W:Fraktionierungslinie|Fraktionierungslinie]], was zeigt, dass der Sauerstoff –&amp;amp;nbsp;als häufigstes Element im Erde-Mond-System&amp;amp;nbsp;– aus einem gemeinsamen durchmischten Reservoir kommen muss. Im Gegensatz dazu liegen etwa die Sauerstoffisotopenverhältnisse von sonstigen Meteoriten je nach Ursprung auf anderen Fraktionierungslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren gab es einen Rückschlag für die Theorie, als erste Simulationsrechnungen den [[Impakt]] eines Körpers mit der dreifachen Marsmasse erforderten, um genügend Material in den Orbit zu befördern. Dieser Einschlag, zu einem Zeitpunkt, als die Proto-Erde etwa die Hälfte ihrer jetzigen Größe erreicht hatte, hätte jedoch deutlich zu viel Drehimpuls übertragen; es wäre deshalb noch ein weiterer schwerer Impakt gegen Ende der [[Akkretion (Astronomie)|Akkretionsphase]] der Erde notwendig gewesen. 2001 konnten [[W:Robin M. Canup|Robin M. Canup]] und [[W:Erik Asphaug|Erik Asphaug]] jedoch mit verbesserten Modellen zeigen, dass ein einziger Impakt gegen Ende der Akkretionsphase ausreicht, um sowohl Masse als auch Geochemie des Mondes sowie den Drehimpuls des Erde-Mond-Systems zu erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;Robin M. Canup, Erik Asphaug: &#039;&#039;Origin of the Moon in a giant impact near the end of the Earth’s formation.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Nature.&#039;&#039; Band 412, 2001, S. 708–712, {{DOI|10.1038/35089010}}, siehe auch&amp;lt;br /&amp;gt;Robin M. Canup: &#039;&#039;Simulations of a late lunar-forming impact.&#039;&#039; Icarus, Vol. 168, 2004, S. 433–456, [http://www.boulder.swri.edu/~robin/c03finalrev.pdf online] (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die besten&amp;lt;!-- treffendsten? --&amp;gt; Ergebnisse erhält man nach diesen Simulationen für einen Impaktkörper, der etwas größer als der Mars ist und mit einer Relativgeschwindigkeit von weniger als vier Kilometern pro Sekunde (14.400&amp;amp;nbsp;km/h) in einem Stoßwinkel von etwa 45° kollidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Vergleich des Niob/Tantal-Verhältnisses von Mondgestein (17:1) und der Erdkruste (14:1) mit dem Niob/Tantal-Verhältnis von [[Meteorit|Marsmeteoriten]] und solchen aus dem [[Asteroidengürtel]] (20:1) konnte gezeigt werden, dass der Mond maximal zu 65 % aus Material des Einschlagkörpers besteht. Dass Mond und Erde im Vergleich zu den Meteoriten Niob fehlt, wird damit erklärt, dass sich ein Teil davon vor dem Einschlag im bereits damals gerade fertig gebildeten Eisen-Erdkern gelöst hatte, der jedoch bei der Kollision nicht mit weggeschleudert wurde. Mit der Datierung der Erdkernbildung konnte der Einschlag auf eine Zeit vor 4,533 Milliarden Jahren datiert werden – lediglich 30 Millionen Jahre nach ihrer Entstehung.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Münker, Jörg A. Pfänder, Stefan Weyer, Anette Büchl, Thorsten Kleine, Klaus Mezger: &#039;&#039;Evolution of Planetary Cores and the Earth-Moon System from Nb/Ta Systematics&#039;&#039;, in [[Science]], 4 Juli 2003, Jg. 301, Heft 5629, Seiten 84–87, [[DOI:10.1126/science.1084662]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Übereinstimmung einer Mehrzahl von Wissenschaftlern stimmt die Kollisionstheorie sehr gut mit den Beobachtungen überein, auch wenn noch sehr viel Detailarbeit notwendig ist. Vor allem in den Simulationsrechnungen wird noch mit sehr starken Vereinfachungen gearbeitet und es gibt noch keine konsistenten mathematischen Modelle für die Bildung und die Struktur der orbitalen Scheibe nach dem Impakt. Trotz der Unsicherheiten über den genauen Verlauf des Impakts und der nach derzeitigem Kenntnisstand geringen [[Wahrscheinlichkeit]] eines derartigen Zusammenstoßes mit einem Körper genau der richtigen Größe genau zur richtigen Zeit mit genau den richtigen Stoßparametern gibt es im Gegensatz zu den anderen vorgeschlagenen [[Hypothese]]n zumindest keine größeren Widersprüche zu den Beobachtungen. Obwohl das Modell vom &#039;&#039;einmaligen Einschlag&#039;&#039; die Entstehung des Mondes sehr gut erklären kann, können weitere frühe Kollisionen von großen Körpern aus dem All, sowohl mit dem Mond als auch mit der Erde, nicht ausgeschlossen werden. Eine endgültige Klärung dieser alten Vorgänge verspricht man sich in Zukunft von der [[W:Selenologie|Mondgeologie]], die beispielsweise durch Bohrungen auf dem Mond und Untersuchungen über dessen innere Zusammensetzungen empirische Daten liefern kann, die Rückschlüsse auf seine wahre Entstehungsgeschichte zulässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 2013 in &#039;&#039;Nature Geoscience&#039;&#039; veröffentlichte Entdeckung zeigte, dass Mondgestein, von dem angenommen wird, dass es die ursprüngliche Mondkruste darstellt, einen erstaunlich hohen Wassergehalt aufweist. Dies warf neue Fragen bezüglich der Entstehung des Mondes auf, da sich dieser Befund schwer mit der gut etablierten Kollisionstheorie in Einklang bringen lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130218132355.htm Water on the moon: It’s been there all along.]&#039;&#039; Bei: &#039;&#039;ScienceDaily.com.&#039;&#039; 18.&amp;amp;nbsp;Februar 2013, abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünglich zwei Monde ===&lt;br /&gt;
Eine weitere Theorie besagt, dass die Erde neben dem Mond noch einen kleineren [[Zweiter Erdmond|zweiten Mond]] mit etwa 1200&amp;amp;nbsp;km Durchmesser gehabt haben soll.&lt;br /&gt;
Dieser soll nach mehreren Millionen Jahren mit dem größeren kollidiert sein, was die unterschiedlich aussehenden Hälften des Mondes erklären könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Jutzi, Erik Asphaug |Titel=Forming the lunar farside highlands by accretion of a companion moon |Sammelwerk=[[Nature]] |Nummer=476 |Datum=2011-08 |Seiten=69–72 |DOI=10.1038/nature10289}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Oliver Löfken |url=http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2011/neue-indizien-zweiter-mond-umkreiste-einst-die-erde/ |titel=Neue Indizien: Zweiter Mond umkreiste einst die Erde |hrsg=weltderphysik.de |datum=2011-08-03 |abruf=2015-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synestia-Hypothese ===&lt;br /&gt;
Eine Synestia (aus {{grcS|σύν|sýn|de=mit}} und {{grcS|Ἑστία|[[Hestia|Hestía]]}}) ist der Zustand eines [[Gesteinsplanet]]en nach einer sehr energiereichen, außermittigen Kollision: Verdampftes Gestein dehnt sich bis zu einem Mehrfachen des ursprünglichen Radius aus; der innere Teil rotiert schnell und einheitlich, der äußere bildet eine dicke, optisch dichte Scheibe mit leicht suborbitalen Geschwindigkeiten, da auch dort der Gasdruck nicht vernachlässigbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon J. Lock, Sarah T. Stewart: &#039;&#039;The structure of terrestrial bodies: Impact heating, corotation limits, and synestias.&#039;&#039; Journal of Geophysical Research: Planets, 2017, [[doi:10.1002/2016JE005239]], [[arxiv:1705.07858]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gemeinsame Simulation der Dynamik und des Phasengleichgewichts, anschließend der Geochemie und der Isotopenfraktionierung, zeigte: Eine äußerliche Abkühlung führt zu einem radialen Transport für die Vermischung der beiden Ausgangsmaterialien, Moonlets entstehen in der Scheibe, während dort noch Dampfdrücke von mehreren Megapascal herrschen, was die moderate Abreicherung flüchtiger Elemente erklärt; auch ist der Bereich der Kollisionsparameter für ein plausibles Ergebnis nicht so eng wie unter der Theia-Hypothese.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon J. Lock et al.: &#039;&#039;The Origin of the Moon Within a Terrestrial Synestia.&#039;&#039; Journal of Geophysical Research: Planets, 2018, [[doi:10.1002/2017JE005333]], [[arxiv:1802.10223]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Das wissenschaftliche Hauptziel der [[W:Apollo-Programm|Apollo-Missionen]] –&amp;amp;nbsp;im Rahmen des [[W:Wettlauf ins All|Wettlaufs zum Mond]]&amp;amp;nbsp;– bestand darin, auf dem Mond anhand seiner Zusammensetzung Hinweise auf seine Entstehung zu finden. Man suchte klare geochemische Beweise für eine der &#039;&#039;Großen drei Theorien&#039;&#039; (Abspaltungstheorie, Einfangtheorie, Schwesterplanet-Theorie), aber die Auswertungen warfen bei allen drei nur neue Widersprüche auf. Stattdessen wurden auf der Grundlage der geborgenen Mondgesteine weitere Vorstellungen entwickelt, die sich im Prinzip aus Teilen der Einfang- und der Abspaltungstheorie zusammensetzen. Gesteinsproben von weiteren Landeplätzen, auch von der Rückseite des Mondes, würden helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[w:Stanton J. Peale|Stanton J. Peale]] und [[w:Robin M. Canup|Robin M. Canup]]: &#039;&#039;The Origin of the Natural Satellites.&#039;&#039; S.&amp;amp;nbsp;559–604 in Barbara Romanovicz, Adam Dziewonski (Hrsg.): &#039;&#039;Deep Earth Seismology.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[w:Treatise on Geophysics|Treatise on Geophysics]].&#039;&#039; Vol. 1, Elsevier, 2. Aufl. 2015, ISBN 978-0-444-53802-4, {{Google Buch |BuchID=Rg6dBAAAQBAJ |Seite=560 |Linktext=&#039;&#039;Kap. 10.17.2 Earth–Moon System.&#039;&#039;}}.&lt;br /&gt;
* Erik M. Galimov und Anton M. Krivtsov: &#039;&#039;Origin of the Moon. New Concept: Geochemistry and Dynamics.&#039;&#039; de Gruyter, 2012, ISBN 978-3-11-028628-1, {{Google Buch |BuchID=hICAOkfMFXoC}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Big Splash|Entstehung des Mondes}}&lt;br /&gt;
* {{Alpha Centauri|10}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[http://www.mpch-mainz.mpg.de/mpg/deutsch/pri0803.htm Die Geburt des Mondes – die Eltern sind Theia und Gaia.]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[http://www.pbs.org/wgbh/nova/tothemoon/origins.html Origins of the Moon.]&#039;&#039; (Englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|27. November 2010|81669151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theia (Protoplanet)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Erdmonds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Geologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmond]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mond]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Mondentrennung&amp;diff=623293</id>
		<title>Diskussion:Mondentrennung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Mondentrennung&amp;diff=623293"/>
		<updated>2025-07-27T10:54:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: Neuer Abschnitt /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Mondentrennung fand natürlich &amp;quot;nicht&amp;quot; während der lemurischen Zeit, sondern größenordnungstechnisch komplett wo anders... Tatsächlich fand sie auch nicht im 3. Formzustand unseres Lebenszustandes statt, wie Steiner in der Gehimwissenschaft glauben machr, sondern im 3. Lebenszustand der Erde... Die Biblische Schöpgungsgeschcithe (Genesis) setzt also tatsächlich mit dem 1. Lebenszustand der Erde ein... Die Formzustände dafür zu veranschlagen, wie Steiner in der Geheimsissenschaft nahelegt, ist eingentlich schon eine fürhterliche Stauchung, aber auch noch bis in die Kulturzeitlater zu gehen, ist an Absurdität kaum zu überbieten... Außerdem ist es so schlicht unerträglich... So ein Unsinn &amp;quot;muss&amp;quot; ja jeden Waldorfschüler abschrecken...  Gruß [[Benutzer:Joachim Stiller|Joachim Stiller]] ([[Benutzer Diskussion:Joachim Stiller|Diskussion]]) 21:28, 4. Feb. 2020 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch etwas, eine wie auch immer geartete Wiedervereinigung von Erde und Mond wird in dieser Form defintiv &amp;quot;nicht&amp;quot; geben... Tatsächlich wird es etwas völlig anderes geben, nämlich die Vereinigung der Erde mit der Sonne... Keine Ahnung, was Steiner da geritten hat...Gruß [[Benutzer:Joachim Stiller|Joachim Stiller]] ([[Benutzer Diskussion:Joachim Stiller|Diskussion]]) 21:44, 4. Feb. 2020 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wolfgang, Du hast irgendwie dieses Talent, immer irgendwie in die Problemkerben zu hauen... Ich versuche immer, ihnen aus dem Weg zu gehen, und haust voll rein... Ich bin dann immer etwas verdrieslich... [[Benutzer:Joachim Stiller|Joachim Stiller]] ([[Benutzer Diskussion:Joachim Stiller|Diskussion]]) 17:58, 22. Jul. 2020 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: Die Mondentrennung fand übrigens vor etwa 1 Mrd Jahren statt... Ob &amp;quot;da&amp;quot; wohl Lemurien war? Kinder, was meint ihr zum roten Kasper? [[Benutzer:Joachim Stiller|Joachim Stiller]] ([[Benutzer Diskussion:Joachim Stiller|Diskussion]]) 18:01, 22. Jul. 2020 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Löschung des Artikels ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sollte man diesen unsäglichen Artikel einfach &amp;quot;ganz&amp;quot; löschen... [[Benutzer:Joachim Stiller|Joachim Stiller]] ([[Benutzer Diskussion:Joachim Stiller|Diskussion]]) 01:05, 22. Aug. 2020 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Auf gar keinen Fall!--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 05:18, 22. Aug. 2020 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal, der Artikel muss dringend überarbeitet werden... [[Benutzer:Joachim Stiller|Joachim Stiller]] ([[Benutzer Diskussion:Joachim Stiller|Diskussion]]) 16:47, 17. Okt. 2022 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weblink zu &amp;quot;Origin of the Moon&amp;quot; ist obsolet, weil die früher dort verlinkte Veröffentlichung nicht mehr verlinkt ist. Dieser Artikel ist für Bearbeitungen durch User wie mich gesperrt. Könnte bitte jemand, der den Artikel bearbeiten kann, den alten Weblink entfernen und dafür diesen neuen einsetzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://eartharxiv.org/repository/view/9116/ | titel=Biogenic origins and moon | autor=S. Eva Nessenius | hrsg= | zugriff=27.7.2025}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Preprint-Paper besagt, dass die Ablösung des Mondes von der Erde an der Perm/Trias-Grenze und im Mesozoikum stattgefunden haben könnte. Das würde in etwa der Zeit entsprechen, die Steiner als &amp;quot;Lemurische Zeit&amp;quot; bezeichnet hat. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 12:54, 27. Jul. 2025 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Mond&amp;diff=623292</id>
		<title>Mond</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Mond&amp;diff=623292"/>
		<updated>2025-07-27T10:20:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Weblinks */ Abgelaufene nicht ersetzbar Links entfernt. Überholten Entwurf ausgetauscht gegen ein aktuelles Preprint-Paper auf EarthArxiv&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Mond überwiegend aus [[Anthroposophie|anthroposophischer]] Sicht. Für die [[naturwissenschaft]]liche Betrachtung siehe → [[Erdmond]]}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Mond&lt;br /&gt;
| Name = Mond [[Datei:Moon symbol decrescent.svg|15px|Mondsymbol]]&lt;br /&gt;
| SysName =&lt;br /&gt;
| Bild = [[Datei:Full Moon Luc Viatour.jpg|250px|Der Mond von der Erde aus gesehen]]&lt;br /&gt;
| Bildtext = Der Mond, von der Erde aus fotografiert (2006)&lt;br /&gt;
| Zentrum = [[Erde]]&lt;br /&gt;
| Halbachse = 384.400&lt;br /&gt;
| Exzentrizitaet = 0,0549&lt;br /&gt;
| Periapsis = 363.300&lt;br /&gt;
| Apoapsis = 405.500&lt;br /&gt;
| Bahnneigung = (zur [[Ekliptik]]) 5,145&lt;br /&gt;
| Umlaufzeit = 27,3217&lt;br /&gt;
| Umlaufgeschwindigkeit = 1,023&lt;br /&gt;
| ref-o =&amp;lt;ref name=&amp;quot;moonfact&amp;quot;&amp;gt;[http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/moonfact.html NASA Factsheet] on Earth&#039;s moons (Englisch) und elementare Berechnungen aus diesen Daten&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Visuelle_Helligkeit = −12,7 (Vollmond)&lt;br /&gt;
| Albedo = 0,12&lt;br /&gt;
| Durchmesser = 3476&lt;br /&gt;
| Masse = 7,349 · 10&amp;lt;sup&amp;gt;22&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Oberflaeche = 37.932.330&lt;br /&gt;
| Dichte = 3,341&lt;br /&gt;
| Rotation = 27,322 Tage&lt;br /&gt;
| Achsneigung = 6,68&lt;br /&gt;
| A_Fallen = 1,62&lt;br /&gt;
| V_Flucht = &lt;br /&gt;
| Temperatur =&lt;br /&gt;
| ref-p =&amp;lt;ref name=&amp;quot;moonfact&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Vergleichbild = [[Datei:Moon Earth Comparison.png|250px|Größenvergleich]]&lt;br /&gt;
| Vergleichtext = Größenvergleich zwischen&amp;lt;br /&amp;gt;[[Erde]] (ø&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;12.756&amp;amp;nbsp;km) und&amp;lt;br /&amp;gt;Mond (ø&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;3476&amp;amp;nbsp;km)&amp;lt;br /&amp;gt;(Fotomontage mit maßstabsgerechten Größen; der mittlere Abstand beträgt jedoch 30 Erddurchmesser)}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Bild:Mond.gif|thumb|left|70px|Mond (zunehmend)]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Mond&#039;&#039;&#039; ({{mhd|mâne}}, {{ahd|mâno}}, von [[Germanisch|germ.]] &#039;&#039;mênôt&#039;&#039; „Mond, [[Monat]]“, abgeleitet aus der [[Indogermanisch|idg.]] Wurzel &#039;&#039;*mē-&#039;&#039; „messen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{DWDS|Mond}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[w:Friedrich Kluge|Friedrich Kluge]] |Titel=[[w:Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]] |Auflage=7. Auflage |Verlag=Trübner |Ort=Straßburg |Datum=1910 |Online=[http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&amp;amp;seite=340 S. 318]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; {{HeS|לבֿנה}} &#039;&#039;Lavanah&#039;&#039;; astronomisches Zeichen: zunehmend und zugleich das Zeichen für [[Silber]] {{Unicode|☽}}, abnehmend {{Unicode|☾}}) ist gleichsam die zurückgebliebene Schlacke des [[Alter Mond|alten Mondes]], der dritten Wiederverkörperung unseres [[Planetensystem]]s (siehe → [[Weltentwicklungsstufen]]). Zur Unterscheidung von anderen [[Monde|Trabanten]] unseres Sonnensystems wird er gelegentlich auch als &#039;&#039;&#039;[[Erdmond]]&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Die [[Siderische Periode|siderische Umlaufzeit]] unseres Mondes beträgt 27,3217 Tage, die [[Synodische Periode|synodische Periode]] der Mondphasen durchschnittlich etwa 29,53 Tage. Die Oberfläche des Mondes ist mit &#039;&#039;&#039;Mondkratern&#039;&#039;&#039; übersät, die überwiegend durch den Einschlag von [[Meteorit]]en enstanden; [[Vulkanismus|vulkanische]] Krater sind verhältnismäßig selten und klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die größte Macht des Mondes besteht in der Befeuchtung, klarerweise weil er in der Nähe der Erde und ihrer feuchten Ausatmungen ist. Er wirkt deshalb erweichend und erzeugt hauptsächlich Fäulinis in den Körpern, hat aber auch eine mäßige Heizkraft wegen des Lichts, dass er von der Sonne empfängt.|Claudius Ptolemäus|&#039;&#039;Tetrabiblos&#039;&#039;, I. Buch, &#039;&#039;Die Macht der Planeten&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mondwesen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Mondsphäre}}&lt;br /&gt;
Der Mond ist der Sitz einer Reihe von geistigen &#039;&#039;&#039;Mondwesenheiten&#039;&#039;&#039;, zu denen auch die [[Urlehrer der Menschheit]] zählen. Die [[Mondsphäre]] ist das [[Herrschaftsgebiet]] der [[Angeloi]]. Der führende [[Erzengel]] des Mondes ist [[Gabriel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Trennung des Mondes von der Erde  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mondentrennung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner heutigen Form ist der Mond laut [[Rudolf Steiner]] in der [[Lemuria|lemurischen Zeit]] entstanden. Damals drohte die [[Erde (Planet)|Erde]] durch die verhärtenden Kräfte des Mondes vollkommen in ihrer Entwicklung zu erstarren. Darum wurde der Mond aus der Erde herausgelöst und nahm von hier die schlimmsten [[physisch]]en, [[ätherisch]]en und [[astralisch]]en Kräfte mit sich. Seitdem geht ein gewisser herabziehender Einfluß vom Mond aus. Um diese Kräfte auszugleichen, hat sich [[Jahve]], einer der sieben [[Elohim]], mit dem Mond verbunden und sendet von hier mit dem reflektierten [[Sonne]]nlicht sein [[Weisheit|Weisheitslicht]] herab, um dadurch auf Erden die [[Liebe]] vorzubereiten. Am Ende der [[Erdentwicklung]] werden die hemmenden Kräfte des Mondes überwunden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Später aber ist einmal ein Zustand, ein Ereignis gekommen, das&lt;br /&gt;
von ganz besonderer Wichtigkeit war. Diese Geschichte hätte nämlich&lt;br /&gt;
lange fortgehen können; da wäre aber alles nicht so geworden, wie es&lt;br /&gt;
jetzt auf der Erde ist. Da wäre alles so geblieben, daß plumpe Tiere&lt;br /&gt;
mit luftfähigen Tieren zusammen einen lebendigen Erdenkörper bewohnt&lt;br /&gt;
hätten. Aber es ist eines Tages eben etwas Besonderes eingetreten.&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn wir diese lebendige Bildung der Erde da nehmen&lt;br /&gt;
(siehe Zeichnung), so trat das ein, daß sich eines Tages von dieser&lt;br /&gt;
Erde wirklich, man kann schon sagen, ein Junges bildete, das in&lt;br /&gt;
den Weltenraum herausging. Diese Sache geschah so, daß da ein&lt;br /&gt;
kleiner Auswuchs entstand; das verkümmerte da und spaltete sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA354_035.gif|center|500px|Tafel 3 aus GA 354, S 35]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Schluß ab. Und es entstand statt dem da hier ein Körper draußen&lt;br /&gt;
im Weltenraum, der das Luftförmige, das da in der Umgebung ist,&lt;br /&gt;
innerlich hatte, und außen die dickliche Flüssigkeit hatte. Also ein&lt;br /&gt;
umgekehrter Körper spaltete sich ab. Während die Mondenerde dabei&lt;br /&gt;
blieb, ihren innerlichen Kern dickflüssig zu haben, außen dickliche&lt;br /&gt;
Luft zu haben, spaltete sich ein Körper ab, der außen das Dickliche&lt;br /&gt;
hat und innen das Dünne. Und in diesem Körper kann man, wenn&lt;br /&gt;
man nicht mit Vorurteil, sondern mit richtiger Untersuchung an die&lt;br /&gt;
Sache herangeht, den heutigen Mond erkennen. Heute kann man schon&lt;br /&gt;
ganz genau wissen, so wie man zum Beispiel das Natrium in der Luft&lt;br /&gt;
finden kann, aus was die Luft besteht. So kann man ganz genau wissen:&lt;br /&gt;
Der Mond war einmal in der Erde drinnen! Was da draußen als&lt;br /&gt;
Mond herumkreist, war in der Erde drinnen und hat sich von ihr abgetrennt,&lt;br /&gt;
ist hinausgegangen in den Weltenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit ist dann aber eine ganze Veränderung eingetreten sowohl&lt;br /&gt;
mit der Erde wie mit demjenigen, was hinausgegangen ist. Vor allen&lt;br /&gt;
Dingen: Die Erde hat da gewisse Substanzen verloren, und jetzt erst&lt;br /&gt;
konnte sich das Mineralische in der Erde bilden. Wenn die Mondensubstanzen&lt;br /&gt;
in der Erde drinnen geblieben wären, so hätte sich niemals&lt;br /&gt;
das Mineralische bilden können, sondern es wäre immer ein&lt;br /&gt;
Flüssiges und Bewegtes gewesen. Erst der Mondenaustritt hat der Erde&lt;br /&gt;
den Tod gebracht und damit das Mineralreich, das tot ist. Aber damit&lt;br /&gt;
sind auch erst die heutigen Pflanzen, die heutigen Tiere und der Mensch&lt;br /&gt;
in seiner heutigen Gestalt möglich geworden.&amp;quot; {{Lit|{{G|354|35f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Mondaustritt kam es auch erst zur [[Geschlechtertrennung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit dem Selbständigwerden des leiblichen Menschen&lt;br /&gt;
war aber die vorherige enge Verbindung des Erdenmenschen&lt;br /&gt;
und der geistig-seelischen Welt bis zu einem gewissen Grade gelöst Wenn nunmehr die Seele den Leib verließ,&lt;br /&gt;
so lebte dieser etwas wie eine Fortsetzung des Lebens&lt;br /&gt;
weiter. — Wäre nun die Entwickelung in dieser Art fortgeschritten,&lt;br /&gt;
so hätte die Erde unter dem Einfluß ihres festen&lt;br /&gt;
Elementes verhärten müssen. Der auf diese Verhältnisse zurückblickenden&lt;br /&gt;
übersinnlichen Erkenntnis zeigt sich, wie sich&lt;br /&gt;
die Menschenleiber, da sie von ihren Seelen verlassen sind,&lt;br /&gt;
immer mehr verfestigen. Und nach einiger Zeit würden die&lt;br /&gt;
zur Erde zurückkehrenden Menschenseelen kein brauchbares&lt;br /&gt;
Material gefunden haben, mit dem sie sich hätten vereinigen&lt;br /&gt;
können. Alle für den Menschen brauchbaren Stoffe wären&lt;br /&gt;
verwendet worden, um die Erde anzufüllen mit den verholzten&lt;br /&gt;
Überresten von Verkörperungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da trat ein Ereignis ein, welches der ganzen Entwickelung&lt;br /&gt;
eine andere Wendung gab. Alles, was im festen Erdenstoffe&lt;br /&gt;
zur bleibenden Verhärtung beitragen konnte, wurde&lt;br /&gt;
ausgeschieden. Unser gegenwärtiger Mond verließ damals&lt;br /&gt;
die Erde. Und was vorher unmittelbar in der Erde zur bleibenden&lt;br /&gt;
Formbildung beigetragen hatte, das wirkte jetzt mittelbar&lt;br /&gt;
in abgeschwächter Art vom Monde aus. Die höheren&lt;br /&gt;
Wesen, von denen diese Formbildung abhängt, hatten beschlossen,&lt;br /&gt;
ihre Wirkungen nicht mehr vom Innern der Erde,&lt;br /&gt;
sondern von außen dieser zukommen zu lassen. Dadurch&lt;br /&gt;
trat in den leiblichen Menschengebilden eine Verschiedenheit&lt;br /&gt;
auf, welche man als den Anfang der Trennung in ein&lt;br /&gt;
männliches und weibliches Geschlecht bezeichnen muß. Die&lt;br /&gt;
feinstofflichen Menschengestalten, die vorher die Erde bewohnten,&lt;br /&gt;
ließen durch das Zusammenwirken der beiden&lt;br /&gt;
Kräfte in sich selber, des Keimes und der belebenden Kraft,&lt;br /&gt;
die neue Menschenform, ihren Nachkömmling, hervorgehen.&lt;br /&gt;
Jetzt bildeten sich diese Nachkömmlinge um. In der&lt;br /&gt;
einen Gruppe solcher Nachkömmlinge wirkte mehr die Keimkraft&lt;br /&gt;
des Geistig-Seelischen, in der anderen Gruppe mehr&lt;br /&gt;
die belebende Keimkraft. Das wurde dadurch bewirkt, daß&lt;br /&gt;
mit dem Herausgang des Mondes von der Erde das Erdenelement&lt;br /&gt;
seine Gewalt abgeschwächt hatte. Das Aufeinanderwirken&lt;br /&gt;
der beiden Kräfte wurde nunmehr zarter, als es&lt;br /&gt;
war, da es in einem Leibe geschah. Demzufolge war auch der&lt;br /&gt;
Nachkömmling zarter, feiner. Er betrat die Erde in einem&lt;br /&gt;
feinen Zustande und gliederte sich erst allmählich die festeren&lt;br /&gt;
Teile ein. Damit war für die auf die Erde zurückkehrende&lt;br /&gt;
Menschenseele wieder die Möglichkeit der Vereinigung&lt;br /&gt;
mit dem Leibe gegeben. Sie belebte ihn jetzt zwar nicht&lt;br /&gt;
mehr von außen, denn diese Belebung geschah auf der Erde&lt;br /&gt;
selbst. Aber sie vereinigte sich mit ihm und brachte ihn zum&lt;br /&gt;
Wachsen. Diesem Wachstum war allerdings eine gewisse&lt;br /&gt;
Grenze gesetzt. Durch die Mondenabtrennung war für eine&lt;br /&gt;
Weile der Menschenleib biegsam geworden; aber je mehr er&lt;br /&gt;
auf der Erde weiter wuchs, desto mehr nahmen die verfestigenden&lt;br /&gt;
Kräfte überhand. Zuletzt konnte sich die Seele&lt;br /&gt;
nur immer schwächer und schwächer an der Gliederung des&lt;br /&gt;
Leibes beteiligen. Dieser verfiel, indem die Seele zu geistigseelischen&lt;br /&gt;
Daseinsweisen aufstieg.&amp;quot; {{Lit|{{G|13|230ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mondphasen ==&lt;br /&gt;
Zur [[Neumond]]-Zeit wirken die Jahve-Kräfte auf den [[Kopf]]menschen, bei [[Vollmond]] auf den unteren Menschen und in den dazwischenliegenden Phasen auf den mittleren Menschen. Die Mondkräfte wirken sehr stark einerseits auf das menschliche [[Gehirn]], anderseits auf die [[Fortpflanzungsorgane]]. Die etwa 28 paarigen [[Nerven]]stränge, die vom [[Rückenmark]] ausgehen, entsprechen den 2 x 14 = 28 [[Mondphasen]] von Neumond zu Neumond. Überzählige Nervenstränge ergeben sich aus der Differenz zwischen Mondenjahr und Sonnenjahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mondenlicht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel mond.png|thumb|Das [[Planetensiegel]] des Mondes nach Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
=== Die Mondsichel und das Bild Luzifers ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mondlicht, in dem vom Mond zurückgeworfenen Sonnenlicht, erscheint für den [[Hellsehen|okkulten Blick]] ein [[Bild]] [[Luzifer]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Von der Sonne erscheint uns Eigenlicht, von dem&lt;br /&gt;
Monde nicht, und das zurückgeworfene Licht, das uns vom Monde&lt;br /&gt;
zustrahlt und von dem Luzifer der Träger ist, Luzifer, Phosphoros&lt;br /&gt;
kündigt uns an, daß dieses Licht ausgeschlossen ist von dem Mond.&lt;br /&gt;
Das, was Luzifer ist, kann nur dadurch in einem Bild, in einer Maja&lt;br /&gt;
vom Monde herein erscheinen, daß Sonnenlicht zurückgestrahlt&lt;br /&gt;
wird. Wenn also zum Beispiel die Mondsichel Sonnenlicht zurückstrahlt,&lt;br /&gt;
so ist zunächst auf dem Mond selber nichts von luziferischen&lt;br /&gt;
Geistern der Weisheit, sondern das, was von der Sonne herströmt&lt;br /&gt;
von den luziferischen Geistern der Weisheit, das wird als&lt;br /&gt;
Licht zurückgeworfen. Richtet man nun den okkulten Blick nach&lt;br /&gt;
dem Mond hinauf, dann verschwindet das, was der physische Bück&lt;br /&gt;
sieht, dann verschwindet die leuchtende Mondsichel, denn die ist&lt;br /&gt;
nur für physische Augen da; aber an der Stelle, wo die Mondsichel&lt;br /&gt;
ist, da zeigt sich dem okkulten Blick das reale Wesen, das dem&lt;br /&gt;
Lichtschein im Kosmos zugrunde liegt, zeigt sich das Bild des&lt;br /&gt;
Luzifer, allerdings wie ein Spiegelbild. Denken Sie sich also das&lt;br /&gt;
Bild des Luzifer für den okkulten Blick an die Stelle der Mondsichel&lt;br /&gt;
gesetzt, dann müssen Sie sagen: Dieser Mond verdankt seine&lt;br /&gt;
Entstehung dem Umstand, daß normale Geister der Weisheit Verzicht&lt;br /&gt;
geleistet haben auf ihren Wohnplatz auf der Sonne, aufgeschlagen&lt;br /&gt;
haben ihren Wohnplatz auf dieser Kolonie und dort&lt;br /&gt;
bändigen, was von den luziferischen Geistern ausstrahlt. Daher&lt;br /&gt;
zeigt sich für den okkulten Blick der Geist der Weisheit hier oberhalb&lt;br /&gt;
der Mondsichel, bändigend das luziferische Prinzip. Wie ein&lt;br /&gt;
guter Geist der Weisheit, der da bändigt das luziferische Prinzip&lt;br /&gt;
unter sich, so zeigt der okkulte Tatbestand sich symbolisch vor der&lt;br /&gt;
Imagination.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Okkultisten haben daher eine Gestalt hingestellt, die man&lt;br /&gt;
gewöhnlich auffaßt als einen Erzboten des höheren Geistes der&lt;br /&gt;
Weisheit, der Luzifer bezähmt, und an Stelle der Mondsichel ist&lt;br /&gt;
hingestellt der Luzifer, der gefesselt, der gebändigt wird. Das ist&lt;br /&gt;
ein okkultes Bild. Sie finden auch unter unseren okkulten Bildern&lt;br /&gt;
eines, das darstellt, wie der Erzbote bändigt Luzifer.|136|196f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vollmond und Osterfest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dieses Mondenlicht, wenn es der Okkultist zu&lt;br /&gt;
ergründen sucht, dann erinnert es ihn zunächst an die strafende Stimme&lt;br /&gt;
Jahves im Paradies nach der Versuchung Luzifers, dann erinnert es&lt;br /&gt;
ihn freilich auch wiederum an die Wunderbare, geheimnisvolle Tatsache,&lt;br /&gt;
wie der Buddha in einer Silbermondnacht seinen Geist ausgehaucht&lt;br /&gt;
hat in das kosmische Weltenall. Was sagt uns das Mondenlicht,&lt;br /&gt;
das da ist in der Finsternis der Nacht wie der Traum im Schlaf des&lt;br /&gt;
Menschen? - Der Okkultist erfährt, daß von den Kräften der wirkenden&lt;br /&gt;
Sonne, von den immer wieder und wiederum die Erdenevolution&lt;br /&gt;
erneuernden Kräften der Sonne, stets so viel hinweggenommen wird,&lt;br /&gt;
als Licht der Sonne zurückgestrahlt wird vom vollen Mond. Die Menschenseele&lt;br /&gt;
mag sich hineinträumen in die mondbeglänzten Zaubernächte,&lt;br /&gt;
der Okkultist weiß, daß so viel genommen wird von der Kraft&lt;br /&gt;
des Sonnenlichtes und der Sonnenwärme, als zurückstrahlt der volle&lt;br /&gt;
Mond von diesem Sonnenlicht zur Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist der Vollmond das stetige Symbolum dessen, was der Sonne&lt;br /&gt;
genommen wird. Und wenn die Sonne in jedem neuen Frühling mit&lt;br /&gt;
ihren Kräften neuerdings heraufdringt in das irdische Leben, so weiß&lt;br /&gt;
der Okkultist, daß, wenn das auch für die äußere Beobachtung wenig&lt;br /&gt;
wahrnehmbar ist, mit jedem neuen Frühling die Sonne schwächere&lt;br /&gt;
Kräfte hat, als sie im alten, vorhergehenden Frühling hatte, und daß&lt;br /&gt;
ihr ebensoviel von ihren Kräften genommen ist, als Vollmondlicht über&lt;br /&gt;
die Erde hingeschienen hat. So ist der Vollmond, der da erscheint nach&lt;br /&gt;
dem Frühlingsbeginne, so geheimnisvoll, so seelenbeschwingend er auch&lt;br /&gt;
den Menschen erscheint, zugleich ein ernster, strenger Mahner an die&lt;br /&gt;
irdisch-kosmische Tatsache, daß Kräfte der Sonne mit jedem neuen&lt;br /&gt;
Frühling hingeschwunden sind, und daß der Mensch nimmermehr das&lt;br /&gt;
in seiner Erdenmission erreichen könnte, was er erreichen würde, wenn&lt;br /&gt;
der Sonne diese Kräfte nicht genommen würden. Diese Tatsache zu&lt;br /&gt;
empfinden, stellt ein gewaltiges Fragezeichen in den Kosmos, dieses&lt;br /&gt;
Fragezeichen empfindend, verhielten sich in ihrem Herzen die alten&lt;br /&gt;
Okkultisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sagten sich die alten Okkultisten: Wir blicken hinauf zur Sonne,&lt;br /&gt;
deren Geheimnisse Zarathustra einstmals den Menschen verkündet&lt;br /&gt;
hatte. Wir blicken hinauf zu dem Monde, dessen Geheimnis in der&lt;br /&gt;
Jahve-Religion seinen bedeutendsten Ausdruck gefunden hat. Wenn&lt;br /&gt;
wir die beiden Himmelszeichen schauen, dann wissen wir: Zusammenwirken&lt;br /&gt;
von Sonne und Mond bedeutet Erdenniedergang. — Dann schauten&lt;br /&gt;
diese alten Okkultisten hin auf einen Punkt der Erdenentwickelung&lt;br /&gt;
selbst, auf jenen Punkt, wo aufging aus der Erde selber in der&lt;br /&gt;
Fülle der Zeit der Geist der Sonne in dem Leibe des Jesus von Nazareth.&lt;br /&gt;
Damals, als Christus starb am Kreuz von Golgatha und der Geist&lt;br /&gt;
des Christus sich mit der Erde verband, da war das kosmische Ereignis&lt;br /&gt;
im Erdenleben geschehen, daß eine Gegenkraft geschaffen wurde gegen&lt;br /&gt;
alles das, was der Mond an Kräften der Sonne wegnimmt, während&lt;br /&gt;
diese Sonne aus dem Kosmos her auf die Erde wirkt. Indem der Christus-&lt;br /&gt;
Geist in einer Menschenseele seinen Wohnsitz aufgeschlagen hat&lt;br /&gt;
und von da aus über das ganze Erdensein im Laufe der zukünftigen&lt;br /&gt;
Erdenentwickelung verbreitet wird, ist Ersatz geschaffen für das, was&lt;br /&gt;
die Mondenkräfte fortwährend entziehen den von der Sonne in die&lt;br /&gt;
Erde eindringenden Sonnenkräften. Daher versteht diese Menschenseele&lt;br /&gt;
ihre Beziehung zum Kosmos, wenn sie moralisch-spirituell zu den&lt;br /&gt;
Tagen, die aus dem Kosmos hereindiktiert sind, aus sich heraus hinzusetzt&lt;br /&gt;
den dritten Tag, den Tag des Todes und der Auferstehung von&lt;br /&gt;
Golgatha. Und wenn sie so nahe aneinanderrücken, die fortschreitenden&lt;br /&gt;
kosmischen Sonnenkräfte, die in ihrer unendlichen Güte der Erde&lt;br /&gt;
immer neues Leben geben wollen, und der strenge Mondengeist, der&lt;br /&gt;
ob der Wesenheit des Luzifer und seiner Kräfte wegnehmen muß der&lt;br /&gt;
Sonne, insoferne sie nur die natürliche Sonne ist, ihre Kräfte, so kann&lt;br /&gt;
hinzufügen zu den beiden als dritten Tag, moralisch-spirituell, wie die&lt;br /&gt;
Antwort auf die große kosmische Frage, die Menschenseele diesen&lt;br /&gt;
Ostertag.&amp;quot; {{Lit|{{G|150|33f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mondenwirkungen in der Natur ==&lt;br /&gt;
Die [[Äther]]ströme, die von regelrecht entwickelten [[Geister der Weisheit|Geistern der Weisheit]] vom Mond herabgesendet werden, haben auf Erden das [[Silber]] erzeugt. Silber ist gleichsam verdichtetes Mondenlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stehengebliebene Geister der&lt;br /&gt;
Weisheit, die nicht ihr Ziel erreicht haben, die haben wir als die Träger&lt;br /&gt;
des Lichtes in der lichtlosen Geistsubstanz der Fixsterne anzuerkennen.&lt;br /&gt;
Und wenn wir uns nun darüber klar sind, daß uns also&lt;br /&gt;
eigentlich von den Fixsternen, somit auch von unserer Sonne, physisch&lt;br /&gt;
Leuchtendes nur entgegendringt, weil sich den normalen Geistern&lt;br /&gt;
der Weisheit die zurückgebliebenen beigesellen und zu Trägern&lt;br /&gt;
des Lichtes, zu Luzifer, zu Phosphoros werden, so werden wir uns jetzt&lt;br /&gt;
auch klar darüber sein, daß derselbe Grund, der die Sonne sichtbar&lt;br /&gt;
macht, der uns von dem Fixstern das Licht zusendet, auch der ist,&lt;br /&gt;
der die ätherischen Lebensströme nach der Erde schickt und das&lt;br /&gt;
[[Gold]] bewirkt. Deshalb war es notwendig, daß eben von dem&lt;br /&gt;
Monde aus die anderen Kräfte entgegenwirken, welche — als Ätherströme&lt;br /&gt;
nimmt der okkulte Blick das wahr — zum [[Silber]] führen.&amp;quot; {{Lit|{{G|136|195f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sprache]] entspricht dem Mond der [[Vokal]] [[EI]]. Im Pflanzenwachstum werden die Wachstumsknoten bzw. der Fruchtknoten durch den Mondeneinfluss gebildet, und unter den Bäumen entspricht die [[Kirsche]] dem Mond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mond und Saturn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;... wenn nur diese Blei-Saturnkraft&lt;br /&gt;
wirken würde, wenn nur diese Blei-Saturnkraft dem Menschen&lt;br /&gt;
die Ichfähigkeit, die Erinnerungsfähigkeit geben würde, dann würde&lt;br /&gt;
der Mensch sich ja dem Kosmos vollständig entfremden. Wenn nur&lt;br /&gt;
diese Saturnkraft da wäre, würde der Mensch zwar dasjenige, was er&lt;br /&gt;
mit seinen physischen Augen gesehen hat, in seiner Erinnerungskraft&lt;br /&gt;
aufnehmen können und es für das irdische Leben bleibend sein lassen,&lt;br /&gt;
allein er würde sich entfremden dem Kosmos. Er würde gewissermaßen&lt;br /&gt;
ein Eremit im Erdendasein werden, vom Saturn zur Erinnerungsfähigkeit&lt;br /&gt;
inspiriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA232_153.gif|center|400px|Tafel 16 aus GA 232, S 153]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da lernte der Schüler erkennen, daß dieser Saturnkraft eine andere&lt;br /&gt;
entgegengesetzt sein muß: das ist die Kraft des Mondes. Nehmen wir&lt;br /&gt;
an, die beiden stünden gerade so, daß die Saturnkraft und die Mondenkraft&lt;br /&gt;
von entgegengesetzter Seite, aber ineinanderfließend, an die Erde,&lt;br /&gt;
also auch an den Menschen herankommen. Was der Saturn dem&lt;br /&gt;
Menschen nimmt, gibt der Mond; was der Saturn dem Menschen gibt,&lt;br /&gt;
nimmt der Mond. Und so, wie die Erde im Eisen eine Kraft hat, die&lt;br /&gt;
der Mensch innerlich in sich verarbeiten kann, eine Kraft, die der Saturn&lt;br /&gt;
in dem Blei hat, so hat der Mond diese selbe Kraft in dem Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Silber, wie es in der Erde ist, es ist bereits bei einem Zustande&lt;br /&gt;
angelangt, durch den es in den Menschen nicht hineinkommen&lt;br /&gt;
kann. Aber die ganze Sphäre, die der Mond einnimmt, ist tatsächlich&lt;br /&gt;
durchzogen von fein verteiltem Silber. Der Mond wirkt, namentlich&lt;br /&gt;
wenn sein Schein in der Richtung vom Löwen herkommt, so, daß der&lt;br /&gt;
Mensch durch diese Silberkraft des Mondes die entgegengesetzte Wirkung&lt;br /&gt;
hat von der Bleikraft des Saturn, daß er also dem Makrokosmos&lt;br /&gt;
nicht entfremdet wird, trotzdem er aus dem Weltenall herein gnadevoll&lt;br /&gt;
mit der Erinnerungskraft inspiriert wird. Und es war dann ein besonders&lt;br /&gt;
feierlicher Augenblick, wenn der griechische Schüler hingeführt&lt;br /&gt;
wurde, wenn sich in dieser Weise Saturn und Mond gegenüberstanden&lt;br /&gt;
und zu sehen waren, und dann in der Feierlichkeit der Nacht dem Schüler&lt;br /&gt;
klar gemacht worden ist: Siehe hinauf zu dem ringumgebenen Saturn.&lt;br /&gt;
Ihm verdankst du dasjenige, was du als in dir geschlossener&lt;br /&gt;
Mensch bist. Und schaue nach der anderen Seite zu dem silberstrahlenden&lt;br /&gt;
Monde. Ihm verdankst du, daß du die Saturnkraft ertragen kannst,&lt;br /&gt;
ohne daß du dich vom Kosmos herauslösest.&amp;quot; {{Lit|{{G|232|153f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiedervereinigung des Mondes mit der Erde ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wiedervereinigung des Mondes mit der Erde}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Rudolf Steiner]] werden die [[Frau]]en im 7. Jahrtausend aufgrund des [[Jüngerwerden der Menschheit|Jüngerwerdens der Menschheit]] unfruchtbar werden und im 8. Jahrtausend {{Lit|{{G|204|244}}, {{GG|204|249}}}} wird sich der Mond wieder mit der [[Erde (Planet)|Erde]] vereinigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun wissen Sie ja, daß der Mond einstmals sich wiederum mit&lt;br /&gt;
der Erde vereinigen wird. Dieser Zeitpunkt, wo der Mond sich&lt;br /&gt;
wiederum mit der Erde vereinigen wird, der wird von den in der&lt;br /&gt;
Abstraktion lebenden Astronomen und Geologen ja Jahrtausende&lt;br /&gt;
weit hinausgeschoben; das ist aber nur ein Wahn. In Wirklichkeit&lt;br /&gt;
stehen wir dem Zeitpunkt gar nicht sofern. Sie wissen ja, die Menschheit&lt;br /&gt;
als solche wird immer jünger und jünger. Sie wissen, daß die&lt;br /&gt;
Menschen immer mehr und mehr dazu kommen, ihre leiblich-seelische&lt;br /&gt;
Entwickelung nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkte zu&lt;br /&gt;
haben. In der Zeit von Christi Tod, als das Ereignis von Golgatha&lt;br /&gt;
stattfand, waren die Menschen bis zum dreiunddreißigsten Jahr im&lt;br /&gt;
allgemeinen leiblich-seelisch entwickelungsfähig. Heute sind sie es&lt;br /&gt;
nurmehr bis zum siebenundzwanzigsten Jahre. Und es wird eine&lt;br /&gt;
Zeit kommen im 4. Jahrtausend, da werden die Menschen nur bis&lt;br /&gt;
zum einundzwanzigsten Jahre noch entwickelungsfähig sein. Dann&lt;br /&gt;
wird eine Zeit kommen im 7. Jahrtausend, da werden die Menschen&lt;br /&gt;
nur bis zum vierzehnten Jahr noch entwickelungsfähig sein durch&lt;br /&gt;
ihre Leiblichkeit. Die Frauen werden dann aufhören, fruchtbar zu&lt;br /&gt;
sein; es wird eine ganz andere Art und Weise des Erdenlebens eintreten.&lt;br /&gt;
Es wird die Zeit sein, in der der Mond sich der Erde wiederum&lt;br /&gt;
nähert, sich der Erde wiederum eingliedert.|204|240f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Mond}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Mond}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 3-7274-0130-3 {{Schriften|013}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen&#039;&#039;, [[GA 136]] (1996), ISBN 3-7274-1361-1 {{Vorträge|136}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Welt des Geistes und ihr Hereinragen in das physische Dasein&#039;&#039;, [[GA 150]] (1980), ISBN 3-7274-1500-2 {{Vorträge|150}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Perspektiven der Menschheitsentwickelung&#039;&#039;, [[GA 204]] (1979), ISBN 3-7274-2040-5 {{Vorträge|204}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mysteriengestaltungen&#039;&#039;, [[GA 232]] (1998), ISBN 3-7274-2321-8 {{Vorträge|232}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Schöpfung der Welt und des Menschen. Erdenleben und Sternenwirken&#039;&#039;, [[GA 354]] (2000), ISBN 3-7274-3540-2 {{Vorträge|354}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Mond|}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://eartharxiv.org/repository/view/9116/ | titel=Biogenic origins and moon | autor=S. Eva Nessenius | hrsg= | zugriff=27.7.2025}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?time_continue=18&amp;amp;v=uS7u--XG_og Mondmissionen im Jahr 2019] YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Planeten|108]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mond|!]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensprozesse|302]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Planetenfarben|308]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Weltanschauungsstimmungen|208]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Planetenbäume|208]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Planetenmetalle|208]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Getreidearten|208]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Organe|202]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Urvokale|202]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Urprinzipien|202]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Wochentage|303]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theia (Protoplanet)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensstufen|208]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Asteroidengürtel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marduk]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Supernova&amp;diff=618542</id>
		<title>Diskussion:Supernova</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Supernova&amp;diff=618542"/>
		<updated>2024-10-23T06:37:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: Neuer Abschnitt /* Sichtbare Nova */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Sichtbare Nova ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Herbst oder Winter (2024/25) könnte am Sternbild Corona Borealis eine Nova zu sehen sein. [https://www.mdr.de/wissen/astronomie-raumfahrt/nova-stern-wann-explodiert-t-coronae-borealis-noerdliche-krone-100.html Hier] kann man eine genauere Ankündigung lesen. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 08:37, 23. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Kreuz&amp;diff=618384</id>
		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-15T16:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 22:07, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neurulation 2.png|thumb|Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen]]&lt;br /&gt;
Bei den Embryonalstadien der Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen kann man, wenn man möchte, Analogien zu den astrophysikalischen Verhältnissen hinsichtlich der Gravitation an bestimmten Orten im Erde-Sonne-System sehen. Man kann pseudowissenschaftlich-esotherische [https://puu.sh/KgPiH/234a8f968c.png freie Assoziationen] zulassen, ohne zu wissen, ob sie uns vielleicht irgendwann mal weiterbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 18:30, 15. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Kreuz&amp;diff=618374</id>
		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-15T12:14:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 22:07, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neurulation 2.png|thumb|Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen]]&lt;br /&gt;
Bei den Embryonalstadium der Neurulation bei Wirbeltieren und Menschen kann man, wenn man möchte, Analogien mit den nicht-materiellen astrophysikalischen Verhältnissen im Erde-Sonne-System sehen. Man kann pseudowissenschaftlich-esotherische [https://puu.sh/KgPiH/234a8f968c.png freie Assoziationen] zulassen, ohne zu wissen, ob sie uns vielleicht irgendwann mal weiterbringen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 14:14, 15. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-14T20:07:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 22:07, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwingende Bewegung des Mond-Erde-Systems um sein gemeinsames Gravitationszentrum, wodurch die Gezeiten entstehen, soll die Entstehung der Vielfalt der Lebewesen begünstigt haben. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 18:54, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:17, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne im Zentrum (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein). Dann entsteht innerhalb der Erde der sonnenähnliche Erdkern, der dem auf der nächsten Zeitebene und Seinsebene entspräche, also der Christus in der Erde. So würde mir das eher einleuchten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:15, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein) im Zentrum. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:11, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne (entspräche dem Herzchakra und dem Christus) im Zentrum. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:09, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine astralische Menschengestalt darin sehen mit der Sonne (entspräche dem Herzchakra und dem Christusbewusstsein) im Zentrum. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:08, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz, auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:05, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Kreuz&amp;diff=618357</id>
		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-14T15:04:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch gerne die Rede, um die Untertanen leidensbereit zu machen, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz. Auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:04, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-14T15:02:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch die Rede, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz. Auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte auf der Achse mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:02, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-14T15:00:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: Neuer Abschnitt /* Gedanke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gedanke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel fehlt mir die sachliche Feststellung, dass Kreuze aus Holz zu Lebzeiten von Jesus von Nazareth und danach Foltergeräte waren, an denen Verbrecher und gute Menschen, die zu Verbrechern erklärt wurden, zu Tode gefoltert wurden. Die mystische Darstellung eines Ereignisses von Golgatha scheint auf einer anderen Seinsebene bzw. in einer anderen Zeitebene zu liegen. Wenn es wahr ist, dass Jesus von Nazareth an so einem Holzkreuz befestigt wurde, ist die Kreuzigungsszene eine Folterszene. Man sollte sich da nicht desenisbilisieren und eine Folterung so nur mystifizieren, wie es durch die katholische Kirche über lange Zeit geschehen ist. Von den Leiden Christi ist zwar auch die Rede, aber es will mir nicht einleuchten, wie mit dem Leid einer Folterung &amp;quot;Leben&amp;quot; geschaffen worden sein soll, warum die Erde dadurch belebt worden sein soll.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird die symbolische Bedeutung des Kreuzes vorangestellt. Das kann mit kosmischen Zusammenhängen begründet werden. Das andere sollte aber nicht ganz fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagrange points2.svg|thumb|Lagrange-Punkte]]&lt;br /&gt;
Eine Frage wäre, ob die Horizontale eines aufrechten Kreuzes, wenn man sie unendlich fortsetzt, zu einer Geraden wird, die in den Weltraum hinaus verläuft oder zu einem Kreis um die Erde. Der Horizont folgt der gewölbten Erdoberfläche, er ist keine Gerade. Die Horizontalen bilden zusammen eine Kugeloberfläche. Das bedeutet, das möglicherweise diese angeblich übersinnlich wahrnehmbare unsichtbare Menschengestalt im tiefen Inneren der Erde etwas mit der Achse zu tun hat, auf der die [[Wikipedia:Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkte 1 und 2]] liegen. Da hindurch geht die Linie der Erdumlaufbahn. Beide zusammen bilden an dieser Stelle ein Kreuz. Auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite bei Vollmond der Mond. Da Mond und Erde um ein gemeinsames Gravitationszentrum kreisen, das außerhalb des Erdmittelpunktes liegt, könnte das die Stelle sein. Wenn man sich diese Abbildung um 90° nach links gedreht vorstellt und die Punkte von mit den Chakren analogisiert, könnte man eine noch astralische Menschengestalt darin sehen. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:00, 14. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Alfred_Wegener&amp;diff=618334</id>
		<title>Alfred Wegener</title>
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		<updated>2024-10-13T18:08:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Ursache der Kontinentalverschiebung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Hierzu entwickelte [[Wikipedia:Otto Ampferer|Otto Ampferer]] zuerst die [[Wikipedia:Unterströmungstheorie|Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heute gelten [[Konvektion]]sströme im Magma tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. &lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163, [https://www.zobodat.at/pdf/Centralblatt-Mineral-Geol-Palaeont_1917_0146-0163.pdf Zitat S. 157.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Wikipedia:Ott Christoph Hilgenberg|Ott Christoph Hilgenberg]], einem Anhänger Alfred Wegeners, erschien 1933 das als Ergänzung zu Wegeners Arbeit gedachte Buch &amp;quot;Vom wachsenden Erdball&amp;quot;, in dem er die Überzeugung vertritt, dass nicht nur der Atlantik, sondern auch der Pazifik durch Kontinetaldrift entstanden sein müsse, mit der Schlussfolgerung, die Erde habe an Volumen zugenommen. Hilgenberg begründete damit auf der Basis von Wegeners Überlegungen die in der Fachwelt nicht anerkannte [[Wikipedia:Expansionstheorie|Expansionstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ott Christoph Hilgenberg: &#039;&#039;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 Vom wachsenden Erdball]&#039;&#039;. Verlag Hilgenberg, Druck: Grießmann &amp;amp; Bartsch GmbH, Berlin-Pankow, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Scalera, K.-H. Jacob (Hrsg.): Samuel Warren Carey – Commemorative memoir. Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85–95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte Wegener dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Alfred Wegener</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Tagebuch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch von Klaus Rohrbach &amp;quot;Alfred Wegener - Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&amp;quot; finden sich mehrere als Tagebuchaufzeichnungen gekennzeichnete Abschnitte in den Kapiteln &amp;quot;Die zweite Grönlandexpedition&amp;quot;, &amp;quot;Im Eis&amp;quot; und &amp;quot;Quer durch&amp;quot;, Seite 137 - 163. Im Wikipedia-Artikel steht, Rasmus Villumsen, nachdem er Alfred Wegener im Schnee bestattet hatte, hätte vermutlich Wegeners Tagebuch mitgenommen. Da Villumsen dann verschollen ist, hätte man es nicht mehr gefunden. Die im Wikipedia-Artikel verwendete Quelle ist [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 hier]. Bewiesen ist das damit nicht. Wie kann es denn sein, dass Klaus Rohrbach Zugriff auf die Tagebuchaufzeichnungen hatte? Klaus Rohrbachs Literaturliste ist auf Seite 272-273, in einer seiner Quellen könnte etwas anderes stehen. (?) [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 18:42, 13. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Alfred Wegener</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Sonstige Rezeption */ Verlinkungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Heute gelten solche [[Konvektion]]sströme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. Hierzu entwickelte [[Otto Ampferer]] die [[Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163, [https://www.zobodat.at/pdf/Centralblatt-Mineral-Geol-Palaeont_1917_0146-0163.pdf Zitat S. 157.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Wikipedia:Ott Christoph Hilgenberg|Ott Christoph Hilgenberg]], einem Anhänger Alfred Wegeners, erschien 1933 das als Ergänzung zu Wegeners Arbeit gedachte Buch &amp;quot;Vom wachsenden Erdball&amp;quot;, in dem er die Überzeugung vertritt, dass nicht nur der Atlantik, sondern auch der Pazifik durch Kontinetaldrift entstanden sein müsse, mit der Schlussfolgerung, die Erde habe an Volumen zugenommen. Hilgenberg begründete damit auf der Basis von Wegeners Überlegungen die in der Fachwelt nicht anerkannte [[Wikipedia:Expansionstheorie|Expansionstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ott Christoph Hilgenberg: &#039;&#039;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 Vom wachsenden Erdball]&#039;&#039;. Verlag Hilgenberg, Druck: Grießmann &amp;amp; Bartsch GmbH, Berlin-Pankow, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Scalera, K.-H. Jacob (Hrsg.): Samuel Warren Carey – Commemorative memoir. Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85–95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte Wegener dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Alfred_Wegener&amp;diff=618331</id>
		<title>Alfred Wegener</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Alfred_Wegener&amp;diff=618331"/>
		<updated>2024-10-13T16:19:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Ablehnung */ Füge neuen Link ein&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Heute gelten solche [[Konvektion]]sströme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. Hierzu entwickelte [[Otto Ampferer]] die [[Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163, [https://www.zobodat.at/pdf/Centralblatt-Mineral-Geol-Palaeont_1917_0146-0163.pdf Zitat S. 157.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Ott Christoph Hilgenberg]], einem Anhänger Alfred Wegeners, erschien 1933 das als Ergänzung zu Wegeners Arbeit gedachte Buch &amp;quot;Vom wachsenden Erdball&amp;quot;, in dem er die Überzeugung vertritt, dass nicht nur der Atlantik, sondern auch der Pazifik durch Kontinetaldrift entstanden sein müsse, mit der Schlussfolgerung, die Erde habe an Volumen zugenommen. Hilgenberg begründete damit auf der Basis von Wegeners Überlegungen die in der Fachwelt nicht anerkannte [[Expansionstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ott Christoph Hilgenberg: &#039;&#039;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 Vom wachsenden Erdball]&#039;&#039;. Verlag Hilgenberg, Druck: Grießmann &amp;amp; Bartsch GmbH, Berlin-Pankow, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Scalera, K.-H. Jacob (Hrsg.): Samuel Warren Carey – Commemorative memoir. Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85–95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte Wegener dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Alfred_Wegener&amp;diff=618330</id>
		<title>Alfred Wegener</title>
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		<updated>2024-10-13T16:16:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Ablehnung */ Link war abgelaufen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Heute gelten solche [[Konvektion]]sströme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. Hierzu entwickelte [[Otto Ampferer]] die [[Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Ott Christoph Hilgenberg]], einem Anhänger Alfred Wegeners, erschien 1933 das als Ergänzung zu Wegeners Arbeit gedachte Buch &amp;quot;Vom wachsenden Erdball&amp;quot;, in dem er die Überzeugung vertritt, dass nicht nur der Atlantik, sondern auch der Pazifik durch Kontinetaldrift entstanden sein müsse, mit der Schlussfolgerung, die Erde habe an Volumen zugenommen. Hilgenberg begründete damit auf der Basis von Wegeners Überlegungen die in der Fachwelt nicht anerkannte [[Expansionstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ott Christoph Hilgenberg: &#039;&#039;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 Vom wachsenden Erdball]&#039;&#039;. Verlag Hilgenberg, Druck: Grießmann &amp;amp; Bartsch GmbH, Berlin-Pankow, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Scalera, K.-H. Jacob (Hrsg.): Samuel Warren Carey – Commemorative memoir. Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85–95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte Wegener dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Alfred Wegener</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Mitgliedschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Heute gelten solche [[Konvektion]]sströme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. Hierzu entwickelte [[Otto Ampferer]] die [[Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163, [https://archive.org/details/centralblattfrm1917unse_1/page/156/mode/2up Zitat S. 157].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Ott Christoph Hilgenberg]], einem Anhänger Alfred Wegeners, erschien 1933 das als Ergänzung zu Wegeners Arbeit gedachte Buch &amp;quot;Vom wachsenden Erdball&amp;quot;, in dem er die Überzeugung vertritt, dass nicht nur der Atlantik, sondern auch der Pazifik durch Kontinetaldrift entstanden sein müsse, mit der Schlussfolgerung, die Erde habe an Volumen zugenommen. Hilgenberg begründete damit auf der Basis von Wegeners Überlegungen die in der Fachwelt nicht anerkannte [[Expansionstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ott Christoph Hilgenberg: &#039;&#039;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 Vom wachsenden Erdball]&#039;&#039;. Verlag Hilgenberg, Druck: Grießmann &amp;amp; Bartsch GmbH, Berlin-Pankow, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Scalera, K.-H. Jacob (Hrsg.): Samuel Warren Carey – Commemorative memoir. Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85–95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte Wegener dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
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		<title>Alfred Wegener</title>
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		<updated>2024-10-13T16:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Sonstige Rezeption */ Ergänzender Abschnitt, Quellenangaben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Heute gelten solche [[Konvektion]]sströme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. Hierzu entwickelte [[Otto Ampferer]] die [[Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163, [https://archive.org/details/centralblattfrm1917unse_1/page/156/mode/2up Zitat S. 157].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Ott Christoph Hilgenberg]], einem Anhänger Alfred Wegeners, erschien 1933 das als Ergänzung zu Wegeners Arbeit gedachte Buch &amp;quot;Vom wachsenden Erdball&amp;quot;, in dem er die Überzeugung vertritt, dass nicht nur der Atlantik, sondern auch der Pazifik durch Kontinetaldrift entstanden sein müsse, mit der Schlussfolgerung, die Erde habe an Volumen zugenommen. Hilgenberg begründete damit auf der Basis von Wegeners Überlegungen die in der Fachwelt nicht anerkannte [[Expansionstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ott Christoph Hilgenberg: &#039;&#039;[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 Vom wachsenden Erdball]&#039;&#039;. Verlag Hilgenberg, Druck: Grießmann &amp;amp; Bartsch GmbH, Berlin-Pankow, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Scalera, K.-H. Jacob (Hrsg.): Samuel Warren Carey – Commemorative memoir. Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85–95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte er dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Alfred_Wegener&amp;diff=618327</id>
		<title>Diskussion:Alfred Wegener</title>
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		<updated>2024-10-13T15:37:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Tagebuch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Tagebuch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch von Klaus Rohrbach &amp;quot;Alfred Wegener - Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&amp;quot; finden sich mehrere als Tagebuchaufzeichnungen gekennzeichnete Abschnitte in den Kapiteln &amp;quot;Die zweite Grönlandexpedition&amp;quot;, &amp;quot;Im Eis&amp;quot; und &amp;quot;Quer durch&amp;quot;, Seite 137 - 163. Im Wikipedia-Artikel steht, Rasmuss Villumsen, nachdem er Alfred Wegener im Schnee bestattet hatte, hätte vermutlich Wegeners Tagebuch mitgenommen. Da Villumsen dann verschollen ist, hätte man es nicht mehr gefunden. Die im Wikipedia-Artikel verwendete Quelle ist [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 hier]. Bewiesen ist das damit nicht. Wie kann es denn sein, dass Klaus Rohrbach Zugriff auf die Tagebuchaufzeichnungen hatte? Klaus Rohrbachs Literaturliste ist auf Seite 272-273, in einer seiner Quellen könnte etwas anderes stehen. (?) [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:37, 13. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Alfred Wegener</title>
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		<updated>2024-10-13T15:34:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: Neuer Abschnitt /* Tagebuch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Tagebuch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch von Klaus Rohrbach &amp;quot;Alfred Wegener - Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&amp;quot; finden sich mehrere als Tagebuchaufzeichnungen gekennzeichnete Abschnitte in den Kapiteln &amp;quot;Die zweite Grönlandexpedition&amp;quot;, &amp;quot;Im Eis&amp;quot; und &amp;quot;Quer durch&amp;quot;, Seite 137 - 163. Im Wikipedia-Artikel steht, Rasmuss Villumsen, nachdem er Alfred Wegener im Schnee bestattet hatte, hätte vermutlich Wegeners Tagebuch mitgenommen. Da Villumsen dann verschollen ist, hätte man es nicht mehr gefunden. Die im Wikipedia-Artikel verwendete Quelle ist [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=geo&amp;amp;datum=1931&amp;amp;page=191 hier]. Bewiesen ist das nicht. Wie kann es denn sein, dass Klaus Rohrbach Zugriff auf die Tagebuchaufzeichnungen hatte? Klaus Rohrbachs Literaturliste ist auf Seite 272-273, in einer seiner Quellen könnte etwas anderes stehen. (?) [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:34, 13. Okt. 2024 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Alfred Wegener</title>
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		<updated>2024-10-13T11:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Ablehnung */ Es gab auch brutales Mobbing&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Alfred Wegener ca.1924-30.jpg|mini|Alfred Wegener, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alfred Lothar Wegener&#039;&#039;&#039; (* [[1. November]] [[1880]] in [[Berlin]]; † [[November]] [[1930]] auf [[Grönland]]) war ein deutscher [[Meteorologie|Meteorologe]] sowie Polar- und [[Geowissenschaft]]ler. Als sein wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine – erst posthum anerkannte – Theorie der [[Kontinentaldrift|Kontinentalverschiebung]], die eine wesentliche Grundlage für das heutige Modell der [[Plattentektonik]] wurde. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener 1910.jpg|mini|hochkant|Alfred Wegener, 1910]]&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred-Wegener-Gedenktafel, Wallstraße 42, Berlin-Mitte, 533-639.jpg|mini|Gedenktafel aus dem Jahre 1980, Berlin]]&lt;br /&gt;
Alfred Lothar Wegener wurde 1880 als das jüngste von fünf Kindern einer Pastorenfamilie geboren. Sein Vater war Richard Wegener (1843–1917), Theologe und Lehrer für Alte Sprachen am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Ein Vetter von Alfred Wegener war der Schauspieler Paul Wegener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe zur Natur wurde in den Kindern wohl geweckt, als man 1886 das Direktorenhaus der alten Glashütte in [[Zechlinerhütte]] bei [[Rheinsberg]] als Feriendomizil erwarb und später als Wohnsitz der Familie nutzte. Dieses Haus wird bis heute als Wohnhaus genutzt. In der Alten Schule des Ortes sind heute eine Touristeninformation und das Alfred-Wegener-Museum zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alfred-wegener-museum.de/das-museum.html Website] des Alfred-Wegener-Museums in Zechlinerhütte, abgerufen am 18. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener besuchte das ehemalige [[Köllnisches Gymnasium|Köllnische Gymnasium]] an der Wallstraße, das er als Klassenbester abschloss. Danach studierte er von 1899 bis 1904 [[Physik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]] in Berlin, [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]]. 1902 bis 1903 war Wegener während des Studiums Assistent an der Volkssternwarte &#039;&#039;[[Urania (Berlin)|Urania]]&#039;&#039; in Berlin, wo er mit dem [[Bamberg-Refraktor (Berlin)|Bamberg-Refraktor]] astronomische Beobachtungen durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Roland und Ute Wielen |url=https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/24001/1/Wegener.pdf |titel=Alfred Wegener und das Astronomische Rechen-Institut |titelerg=2.4.2 Wegener als Astronom der Urania-Sternwarte |werk=archiv.ub.uni-heidelberg.de |hrsg=Astronomisches Rechen-Institut, Zentrum für Astronomie, Universität Heidelberg |datum=2017 |format=PDF; 32,7 MB |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Doktorarbeit]] schrieb er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] 1905 zwar in Astronomie (unter Betreuung von [[Julius Bauschinger]]), wandte sich danach aber mehr der Meteorologie und Physik zu. Seiner Meinung nach gab es in der Astronomie nicht mehr viel zu erforschen, zudem störte ihn, dass ein Astronom stark an seinen Beobachtungsort gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 wurde Wegener Assistent am [[Meteorologisches Observatorium Lindenberg|Aeronautischen Observatorium Lindenberg]] bei [[Beeskow]]. Er arbeitete dort mit seinem zwei Jahre älteren [[Kurt Wegener (Polarforscher)|Bruder Kurt]] zusammen, der ebenfalls Naturwissenschaftler war und mit dem er das Interesse für Meteorologie und Polarforschung teilte. Bei einem Ballonaufstieg, der meteorologischen Beobachtungen und der Erprobung der [[Astronomische Navigation|astronomischen Ortsbestimmung]] mit dem [[Libellenquadrant]]en diente, stellten die Wegener-Brüder vom 5. bis 7. April 1906 mit 52,5&amp;amp;nbsp;Stunden einen neuen Dauer-Rekord &amp;lt;!-- ein Dauerrekord ist etwas anderes --&amp;gt; für Ballonfahrer auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wegener: &#039;&#039;[https://archive.org/stream/meteorologische01unkngoog#page/n346/mode/2up Das meteorologische Ergebnis der 52stündigen Ballonfahrt vom 5. bis 7. April 1906.]&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meteorologische Zeitschrift.&#039;&#039; 23, 1906, S. 289–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dfsv.de/fileadmin/user_upload/Rekordliste_-_Status_01_04_2019.pdf Rekordliste] (PDF; 225&amp;amp;nbsp;kB) des Deutschen Freiballonsport-Verbandes e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 10. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Danmarksekspeditionen 1906 by Knudstrup 01.jpg|mini|Die Mannschaft der Danmark-Expedition, Wegener in der hinteren Reihe der 2. von rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr nahm Alfred Wegener an der ersten von insgesamt vier [[Grönland]]-[[Expedition]]en teil. Wegener selbst hielt diese Entscheidung für einen der bedeutendsten Wendepunkte in seinem Leben. Der Auftrag der Expedition unter Leitung des Dänen [[Ludvig Mylius-Erichsen]] war es, das letzte unbekannte Stück der grönländischen Nordostküste zu erforschen. Wegener baute die erste meteorologische Station in Grönland bei [[Danmarkshavn]], wo er [[Drachen]] und [[Fesselballon]]s für meteorologische Messungen im [[arktis]]chen Klima aufsteigen ließ. Er nahm an Schlittenreisen teil, die ihn bis auf 81° Nord führten. Wegener machte auch die erste Bekanntschaft mit dem Tod im Eis: Bei einer Erkundungsfahrt an die NO-Küste Grönlands mit [[Hundeschlitten]] kam der Expeditionsleiter zusammen mit zwei Gefährten ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marburger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr 1908 war Alfred Wegener bis zum Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Privatdozent für Meteorologie, praktische [[Astronomie]] und kosmische [[Physik]] in [[Universität Marburg|Marburg]]. 1909 war er aktiv an der Gründung des &#039;&#039;[[Kurhessischer Verein für Luftfahrt|Kurhessischen Vereins für Luftfahrt]]&#039;&#039; beteiligt, wo er als Ballonführer meteorologische Messungen, etwa zur Rückstrahlung, durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg (Hrsg.): &#039;&#039;100 Jahre Kurhessischer Verein für Luftfahrt von 1909 e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg.&#039;&#039; Marburg 2009, S. 44–54.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909/10 arbeitete er an seinem Buch &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre&#039;&#039;, in dem er auch zahlreiche Ergebnisse der Grönlandexpedition verwertete. Wegeners Studenten und Mitarbeiter in Marburg schätzten besonders sein Talent, auch komplizierte Fragen und aktuelle Forschungsergebnisse klar und verständlich zu vermitteln, ohne dabei auf Exaktheit zu verzichten. Diese Jahre gehören zu den wichtigsten Schaffensperioden Wegeners. Am 6. Januar 1912 stellte er bereits seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung in der Öffentlichkeit vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.awi.de/ueber-uns/organisation/alfred-wegener.html &#039;&#039;Biographie&#039;&#039; von Alfred Wegener] auf &#039;&#039;awi.de&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 verlobte er sich mit Else Köppen (1892–1992), die zwei Jahre später seine Frau wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1912 020.jpg|mini|links|Schiff &#039;&#039;Godthaab&#039;&#039; der dänischen Grönland-Expedition, 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener 1912.gif|mini|Wegener im Winter 1912/13, Grönland]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grönlanddurchquerung 1913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor der Hochzeit nahm Wegener an einer zweiten Grönlandexpedition teil. Nach einem Zwischenstopp auf [[Island]], wo die [[Islandpferd|Ponys]] für den Lastentransport gekauft und erprobt wurden, gelangte die Expedition wieder nach Danmarkshavn. Bevor man überhaupt mit dem Aufstieg auf das Inlandeis begonnen hatte, wäre die Expedition beinahe durch das [[Kalben (Glaziologie)|Kalben]] eines [[Gletscher]]s ausgelöscht worden. Beim Sturz in eine Gletscherspalte brach sich der dänische Expeditionsleiter [[Johan Peter Koch]] einen Unterschenkel und musste für Monate das Krankenlager hüten. Ansonsten verlief die erste jemals unternommene Überwinterung auf dem Inlandeis ohne Zwischenfälle. Die Expeditionsteilnehmer führten die ersten [[Eisbohrkern|Eisbohrungen]] auf einem bewegten Gletscher in der Arktis durch und machten viele meteorologische Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1913 folgte die Durchquerung des Inlandeises, auf der die vier Expeditionsteilnehmer eine doppelt so lange Strecke zurücklegten wie einst [[Fridtjof Nansen]] bei seiner Durchquerung Südgrönlands 1888. Nur wenige Kilometer von der westgrönländischen Siedlung [[Kangersuatsiaq]] entfernt gingen der kleinen Gruppe in den unwegsamen Gletscherabbrüchen die Nahrungsmittel aus, selbst der geliebte Hund wurde verspeist. Im letzten Moment wurden sie aber an einem [[Fjord]] vom Pastor von [[Upernavik]] aufgelesen, der gerade eine entlegene Gemeinde besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr fand die Hochzeit mit Else Köppen statt. Sie war die Tochter von Wegeners früherem Lehrer und Mentor, dem Meteorologen [[Wladimir Peter Köppen|Wladimir Köppen]]. Das junge Paar zog nach Marburg, wo Wegener wieder seine Privatdozentur aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehe entstammten drei Töchter: Hilde (1914–1936) und Sophie &#039;&#039;Käte&#039;&#039; (1918–2012&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;[http://www.diakonie-sindelfingen.de/download.heimzeitung-12012.a-62.pdf Burghalden-Rundschau]&#039;&#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Evangelischer Diakonieverein Sindelfingen e.&amp;amp;nbsp;V., S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) kamen in Marburg zur Welt, Hanna Charlotte (&#039;&#039;Lotte&#039;&#039;, 1920–1989) in Hamburg. Lotte heiratete 1938 den bekannten [[Bergsteiger]] [[Heinrich Harrer]], von dem sie nach einigen Jahren geschieden wurde. Käte ehelichte 1939 den [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] der [[Steiermark]], [[Sigfried Uiberreither]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Reserveoffizier der Infanterie wurde Wegener bei Kriegsbeginn 1914 sofort eingezogen. Sein Kriegseinsatz an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] in Belgien und Frankreich war mit heftigen Kämpfen verbunden, dauerte aber nur wenige Monate, da er nach zwei Verwundungen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/490038 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 21. September 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://des.genealogy.net/search/show/560658 Auszug aus der Deutschen Verlustliste, 1. November 1914]&amp;lt;/ref&amp;gt; felddienstuntauglich geschrieben wurde. Danach wurde er dem Heereswetterdienst zugeteilt. Diese Tätigkeit erforderte ständiges Umherreisen zwischen den verschiedenen Wetterwarten in Deutschland, auf dem Balkan, an der Westfront und im Baltikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erarbeitete er 1915 die erste Fassung seines Hauptwerks &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Wie sein Bruder Kurt dazu anmerkte, ging es Alfred Wegener dabei um die „Wiederherstellung der Verbindung zwischen der [[Geophysik]] einerseits und der [[Geographie]] und der [[Geologie]] andererseits, die durch die spezialisierte Entwicklung dieser Wissenschaftszweige vollständig abgerissen war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allgemeine Interesse an dem Bändchen war aber, auch wegen der herrschenden Kriegswirren, nur gering. Bis zum Ende des Krieges publizierte Wegener nahezu 20 weitere meteorologische und geophysikalische Arbeiten, in denen er sich immer wieder auf wissenschaftliches Neuland begab.&lt;br /&gt;
1917 untersuchte er den [[Treysa (Meteorit)|Meteoriten von Treysa]] wissenschaftlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Frau und den beiden Töchtern nach [[Hamburg]], wo er bei der [[Reichsinstitut Deutsche Seewarte|Deutschen Seewarte]] als Meteorologe arbeitete. 1921 wurde er dort zum außerordentlichen Professor an der neu gegründeten [[Universität Hamburg]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1923 arbeitete Wegener sein Buch &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039; aus, in dem er versuchte, den neuen Wissenschaftszweig der [[Paläoklimatologie]] im Rahmen seiner Kontinentalverschiebungstheorie zu systematisieren, und das er gemeinsam mit seinem Schwiegervater veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erschien die zweite,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wegener: [http://www.gutenberg.org/ebooks/45460 &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane.&#039;&#039;] Zweite Auflage. Verlag von Friedr. Vieweg &amp;amp; Sohn, 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 die dritte, völlig neu bearbeitete Auflage seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. In dieser Zeit setzte auch die verstärkte Diskussion um seine Verschiebungstheorie ein, zunächst nur im deutschsprachigen Raum, dann auch international. Die Kritik in der Fachwelt war meist vernichtend. Bemerkenswert ist allerdings, dass [[Otto Hahn]] bereits in seiner Monographie &#039;&#039;Was lehrt uns die Radioaktivität über die Geschichte der Erde?&#039;&#039;, die 1926 im [[Springer Science+Business Media|Springer Verlag]] veröffentlicht wurde, Wegeners Theorie voll bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegener hatte gute Aussichten, zum Professor für Meteorologie an der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] berufen zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot;&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]]: &#039;&#039;Der Kopernikus der Kontinente.&#039;&#039; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juli 2016, S. 10. Von Rauchhaupt referiert Inhalte der Biografie von Mott Greene.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts verknüpft gewesen – und somit eine Fülle von administrativen Aufgaben, die ihn von der Forschung abgehalten hätten und vor denen es ihm graute: „Er wollte Professor sein, aber kein Professor mit einem Institut.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mott T. Greene: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift.&#039;&#039; Baltimore 2015, S. 466.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 erreichte Wegener dieses Ziel: Er erhielt den Lehrstuhl für Meteorologie und Geophysik in [[Universität Graz|Graz]]. Hier widmete er sich vor allem der Physik und der Optik der [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] sowie dem Studium der [[Tornado|Tromben]] ([[Wirbelsturm|Wirbelstürme]]). Die wissenschaftliche Auswertung seiner zweiten Grönlandexpedition (Eismessungen, atmosphärische Optik etc.) verzögerte sich bis zum Ende der 1920er Jahre. Im Rahmen der Professur in Graz nahm er auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FASZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 fand in [[New York City|New York]] ein wichtiges Symposium der &#039;&#039;American Association of Petroleum Geologists&#039;&#039; zur Kontinentalverschiebungstheorie statt. Bis auf den Vorsitzenden verwarfen auch hier fast alle Beteiligten Wegeners Verschiebungstheorie. Drei Jahre später erschien die &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; in der vierten, erweiterten und letzten Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Grönlandfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegener Expedition-1930 026 (retuschiert).jpg|mini|Alfred Wegener (links) und [[Rasmus Villumsen]] vor der Abfahrt von &#039;&#039;Eismitte&#039;&#039;. Letztes Foto (retuschierte Version)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vorexpedition ====&lt;br /&gt;
1929 unternahm Wegener seine dritte Reise nach Grönland, die als Vorexpedition für die Hauptexpedition 1930 geplant war. Sowohl die Vorexpedition als auch die Hauptexpedition wurden von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit Reisemitteln und Sachbeihilfen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5113290| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Alfred Wegener bei GEPRIS Historisch | zugriff=2023-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Begleitet wurde er von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]], [[Fritz Loewe]] und [[Ernst Sorge]]. Vor Ort rekrutierte Wegener unter anderem den Grönländer [[Tobias Gabrielsen]], den er von der Danmark-Expedition kannte. Ziel der Vorexpedition war es, einen geeigneten Standort für die Basisstation des Folgejahres auszusuchen und Fragen der Ausrüstung zu klären, insbesondere des Transportsystems, für das Hundeschlitten, Pferde und Propellerschlitten in Frage kamen. Wegener nutzte die Gelegenheit auch für erste wissenschaftliche Vorversuche wie Eisbohrungen zur Beurteilung der Eisschmelze und -akkumulation sowie [[seismisch]]e Eisdickemessungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|wegenea/groenlnd/groenlnd|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einer geeigneten Aufstiegsroute auf das Inlandeis führten die Expeditionsteilnehmer ausgedehnte Reisen mit dem Hundeschlitten durch. Insgesamt wurden dabei 850&amp;amp;nbsp;km zurückgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/9|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegener und Georgi drangen mit ihrem grönländischen Schlittenführer 209&amp;amp;nbsp;km nach Osten vor und erreichten eine Höhe von 2500&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|6365/8|Mit Motorboot und Schlitten in Grönland (mit Beiträgen von Johannes Georgi, Fritz Loewe und Ernst Sorge)|Alfred Wegener}} Verlag von Velhagen &amp;amp; Klasing, Bielefeld / Leipzig 1930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hauptexpedition ====&lt;br /&gt;
Die Hauptexpedition ein Jahr später unter Leitung Wegeners, auf der von drei festen Stationen aus die Mächtigkeit des Festlandeises und das ganzjährige Wetter gemessen werden sollten, stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Der Zeitverlust von 38 Tagen durch ungünstige Eisverhältnisse bei der Landung an der Weststation konnte im Folgenden nicht wieder aufgeholt werden. Die erstmals eingesetzten [[Propellerschlitten]] versagten aufgrund zu tiefen Neuschnees und zu geringer Motorenleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&#039;&#039;Die Deutsche Grönland Expedition 1930/31&#039;&#039; – Biografie |url=http://www.awi.de/de/entdecken/geschichte_der_polarforschung/bedeutende_polarforscher/alfred_wegener/die_groenlandexpedition_des_alfred_wegener/die_deutsche_groenlandexpedition_193031/ |wayback=20150315223658 }}. Website des Alfred-Wegener-Institutes, abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wegener, A. (1931): Die Deutsche Inlandeis-Expedition 1929/31, Polarforschung, 1, 1, 1, http://hdl.handle.net/10013/epic.28890.d001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg von der Forschungsstation [[Eismitte]] (im Wesentlichen einer in das Eis gegrabenen Höhle), die er mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgte, kam Wegener vermutlich um den 16. November 1930 ums Leben. Am 12. Mai 1931 fand man Wegeners sorgfältig angelegtes Grab im Eis. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Sein grönländischer Begleiter [[Rasmus Villumsen]], der ihn bestattet hatte, blieb verschollen, und mit ihm Wegeners Tagebuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Am 10. Mai d.&amp;amp;nbsp;J. traf bei der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft|Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft]] ein [[Funktelegramm]] ein, welches die traurige Kunde brachte, daß die zur Rettung des kühnen Grönlandforschers Alfred Wegener ausgesandte Hilfsexpedition die Leiche Alfred Wegeners, 189&amp;amp;nbsp;km von der Westküste entfernt, unter seinen aufgestellten Skiern in Pelze und Decken eingenäht, aufgefunden hat. Wegener ist allem Anschein nach nicht erfroren, sondern dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Seine Aufzeichnungen wurden bei der Leiche nicht gefunden, weshalb man vermutet, daß sie sein grönländischer Begleiter Rasmus, der verschollen ist, an sich genommen hat. […] Wegener hatte die Zentralstation „Eismitte“ nach 40tägiger Reise rechtzeitig am 30. Oktober erreicht, Dr. Loewe und ausreichenden Proviant dort zurückgelassen und am 1. November zusammen mit Rasmus wieder den Rückmarsch nach dem Westen angetreten, um noch vor weiterer Witterungsverschlechterung auf die Hauptexpeditionsgruppe zu stoßen. Seit 1. November war er verschollen. Alfred Wegener ist in schweigender Polarnacht ein Opfer seiner Pflichttreue geworden.|Quelle=Nachruf in den [[Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft|Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien]] 1931, Band 74|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|geo|||1931|191|Alfred Wegener|ALTSEITE=181ff.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine Sammlung von Unterlagen zur Vor- und Hauptexpedition befindet sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Bibliothek_Archiv/Archiv_Findb%C3%BCcher_PDF/Deutsche_Inlandeis-Expediton.pdf Unterlagen der Vor- und Hauptexpedition] zu Wegeners letzter Grönlandfahrt im Archiv für Geographie des IfL&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg, Gedenktafel für Alfred Wegener.jpg|mini|Gedenktafel an Wegeners Wirkungsstätte in [[Marburg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegeners Name hängt eng mit der Theorie der Kontinentalverschiebung zusammen, die zu einer der wichtigsten Grundlagen für die heutige [[Plattentektonik]] werden sollte. Wegener war nicht der erste, dem der ähnliche Kurvenverlauf der afrikanischen West- und der südamerikanischen Ostküste auffiel. Als er aber im Herbst 1911 zufällig auf die [[Paläontologie|paläontologischen]] Zusammenhänge zwischen Südamerika und Afrika aufmerksam wurde, keimte in ihm die Idee von einem Urkontinent, der zerbrochen war und dessen Teile danach auseinanderdrifteten. Bisher hatte man das Vorkommen bestimmter Fossilien auf verschiedenen Kontinenten mit der [[Landbrücken-Hypothese]] erklärt. Man ging davon aus, dass die Lebewesen der Vorzeit auf solchen Landbrücken, ähnlich dem heutigen [[Isthmus von Panama]], von einem Kontinent zum anderen gewandert seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen. Hier werden wir gezwungen, eine Landverbindung zum Beispiel zwischen Südamerika und Afrika anzunehmen, welche zu einer bestimmten Zeit abbrach. Den Vorgang kann man sich auf zweierlei Weise vorstellen: 1) Durch Versinken eines verbindenden Kontinents ‚Archhelenis‘ oder 2) durch das Auseinanderziehen von einer großen Bruchspalte. Bisher hat man, von der unveränderlichen Lage jedes Landes ausgehend, immer nur 1) berücksichtigt und 2) ignoriert. Dabei widerstreitet 1) aber der modernen Lehre von der [[Isostasie]] und überhaupt unseren physikalischen Vorstellungen. Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. […] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?|Alfred Wegener|Brief vom 6. November 1911 an seinen Mentor [[Wladimir Köppen]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich scheint diese Hypothese aber auch schon anderswo in der Luft gelegen zu haben. Bereits am 29. Dezember 1908 hatte der nordamerikanische Geologe [[Frank Bursley Taylor]] in einem Vortrag vor der &#039;&#039;Geological Society of America&#039;&#039; behauptet, die Kontinente seien nicht abgesunken, sondern langsam auseinandergedriftet. Im Gegensatz zu Taylor (der später zu einem von Wegeners ersten Anhängern wurde) gelang es Wegener jedoch, seine Theorie auch durch vielfältige Untersuchungen in den verschiedenen Zweigen der [[Geowissenschaften]] zu untermauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumente gegen die alte Landbrückentheorie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Wegener Kontinente 018.jpg|mini|300px|Wegeners Vorstellungen über den von ihm angenommenen Urkontinent [[Pangaea]] und das Auseinanderdriften der Kontinente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stamps of Germany (Berlin) 1980, MiNr 616.jpg|mini|60-[[Deutsche Mark|Pfennig]]-[[Sondermarke]] der [[Briefmarken-Jahrgang 1980 der Deutschen Bundespost Berlin|Bundespost Berlin (1980)]] zur Kontinentaldrift]]&lt;br /&gt;
Wegener wies zunächst auf die Unzulänglichkeiten des bisherigen geotektonischen Modells hin, das von der unveränderlichen Lage der Kontinente ausging („[[Fixismus]]“). Zum Beispiel erkannte er, dass die erst kürzlich entdeckte natürliche [[Radioaktivität]] den bisher angenommenen Wärmehaushalt des Erdkörpers völlig über den Haufen warf. Selbst bei nur mäßigem Vorkommen von radioaktiven [[Mineral]]en im Erdinneren würde ihre Wärmeentwicklung den bisher behaupteten unaufhaltsamen Erkaltungs- und Schrumpfungsprozess der Erde, der für die Auffaltung der Gebirgsketten und das Einsinken der Ozeanbecken verantwortlich gemacht wurde, unmöglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte man erkannt, dass die Kontinente aus vorwiegend [[granit]]ischem Material (dem sogenannten [[Kontinentale Erdkruste|Sial]]) spezifisch leichter sind als die vorwiegend [[basalt]]ischen Ozeanböden ([[Ozeanische Erdkruste|Sima]]). Vor Wegener hatte aber niemand diese Idee zu Ende gedacht. Wenn die Kontinente (bzw. die bisher postulierten Landbrücken zwischen den Kontinenten) wirklich in einem isostatischen Gleichgewicht auf dem dichteren Material schwammen, dann konnten sie genauso wenig versinken wie ein Eisberg im Meer. Schließlich war ja auch bekannt, dass ganz [[Skandinavien]] von den riesigen Eismassen der letzten [[Letzte Kaltzeit|Eiszeit]] in den Untergrund gedrückt worden war, und immer noch konnte man an den fallenden Küstenlinien beobachten, wie es ganz von selbst langsam wieder auftauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Argument gegen die [[Landbrücken-Hypothese|Landbrückentheorie]] lieferten die [[Echolot]]-Messungen des Forschungsschiffes &#039;&#039;[[Meteor (Schiff, 1924)|Meteor]]&#039;&#039; von 1924 bis 1927 im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Diese damals noch sehr junge Technologie erbrachte genauere Informationen über die Topographie des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]]. Anstatt der erwarteten von Ost nach West verlaufenden und versunkenen Landbrücken zwischen den Kontinenten entdeckte man überraschenderweise einen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszug in der Mitte des Ozeans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beweise für die Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
==== Geologische Verbindungen über Ozeane hinweg ====&lt;br /&gt;
Zur Stützung seiner Theorie konnte Wegener die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in [[Indien]], [[Madagaskar]] und Ostafrika anführen. Darüber hinaus schien ein Gebirgszug in [[Südafrika]] seine Verlängerung in einem ähnlich aufgebauten Gebirge in [[Argentinien]] zu haben. [[Präkambrium|Präkambrische]] Gesteine in [[Schottland]] entsprachen denen in [[Labrador (Kanada)|Labrador]] (Kanada) auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch die [[Faltengebirge]] in [[Norwegen]] und Schottland schienen sich in den [[Appalachen]] in Nordamerika fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paläontologie ====&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Paläontologie]] wurden [[Fossil]]ien der [[Samenfarne|Samenfarn]]-Gattung &#039;&#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&#039;&#039; samt der zugehörigen [[Flora]] sowohl in Afrika als auch in Brasilien gefunden. Die fossile Landschnecke &#039;&#039;Helix pomatia&#039;&#039; kommt in [[Europa]] sowie im Osten Nordamerikas vor, aber nicht im Westen Nordamerikas. Der [[Mesosaurus]] wurde in Südafrika und in Brasilien gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologie ====&lt;br /&gt;
Noch heute lebende Arten untermauern die These der Kontinentalverschiebung. So leben beispielsweise [[Rundschwanzseekühe|Manatis]] in den tropischen Flüssen Westafrikas und Südamerikas, [[Beuteltiere]] kommen nur in [[Australien]] und Amerika vor. [[Echte Barsche|Barsche]] gibt es sowohl in den Süßwasserseen Nordamerikas als auch Europas, [[Flusspferde]] leben auf dem Afrikanischen Kontinent und in der Vergangenheit auch auf [[Madagaskar]]. [[Feuchtnasenprimaten]] haben ihre Verbreitung im südlichen Afrika, Madagaskar, [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klimazeugen ====&lt;br /&gt;
Als Meteorologe befasste sich Alfred Wegener besonders mit der Geschichte des [[Klima]]s auf der Erde ([[Paläoklimatologie]]). Gerade auf diesem Gebiet sammelte er einige seiner wichtigsten Argumente: In der [[Antarktis]] hatte man [[Kohle]]vorkommen entdeckt, die sich fast nur unter [[Tropen|tropischen]] Bedingungen bilden können. Auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] fanden sich [[Tertiär (Geologie)|tertiäre]] Fossilien von Bäumen, die heute im Mittelmeergebiet vorkommen. Im [[Jura (Geologie)|Jura]] existierten dort sogar tropische Pflanzen. Ein weiterer Beleg für Wegeners Theorie war die Entdeckung, dass die [[Sahara]] einst zu großen Teilen von Gletschern bedeckt war &#039;&#039;(Anden-Sahara-Eiszeit)&#039;&#039;. Wie man heute weiß, geschah das vor etwa 460 Millionen Jahren im [[Ordovizium]], als Nordafrika als Teil des Großkontinents [[Gondwana]] in der Nähe des Südpols lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlussfolgerungen Wegeners ===&lt;br /&gt;
Alle diese verwirrenden Befunde erklärte Wegener mit der Annahme eines ehemaligen Urkontinents, der aufbrach und dessen Teile auseinanderdrifteten. Später wurde für dieses Konzept der Begriff &#039;&#039;[[Pangaea]]&#039;&#039; eingeführt. Ein besonders klares Beispiel liefert Wegeners Rekonstruktion der Klimazeugen in der Epoche der [[Perm (Geologie)|Permo]]-[[Karbon (Geologie)|karbonen]] Eiszeit: Während sich die heute über alle Südkontinente verstreuten Vereisungsspuren (wie [[Moräne]]n, [[Gletscherschliff]]e und die kälteliebende [[Glossopteris-Flora|&#039;&#039;Glossopteris&#039;&#039;-Flora]]) rund um den damaligen Südpol gruppieren, zeichnen die [[Steinsalz|Salz]]- und [[Gips]]ablagerungen die subtropischen Trockengebiete nach. Die [[Kohle]]lagerstätten in Eurasien und Nordamerika gruppieren sich hingegen entlang der damaligen Äquatorialregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jungen Kettengebirge, wie die amerikanischen [[Kordilleren]] oder die [[Alpen]], wären dann durch das Zusammenschieben der Gesteinsschichten an der Stirnseite der wandernden Kontinente entstanden, ähnlich wie eine [[Bugwelle]]. Das Auseinanderbrechen dieses Kontinents in einen nördlichen und südlichen Teil schätzte er auf einen Zeitpunkt vor etwa 200 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die Rolle, welche dem [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] in der heutigen Plattentektonik zukommt, hatte Wegener in gewisser Weise vorausgeahnt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da wir für größere Gebiete doch auch am Boden der Tiefsee isostatische Kompensation annehmen müssen, so besagt der Unterschied [in der Tiefe], daß die nach unserer Auffassung alten Tiefseeböden spezifisch schwerer sind als die jungen. Nun ist der Gedanke wohl nicht von der Hand zu weisen, daß frisch entblößte Simaflächen, wie der Atlantik oder westliche Indik, noch lange Zeit hindurch nicht nur eine geringere Riegheit [Starre] sondern auch eine höhere Temperatur … bewahren als die alten, schon ausgekühlten Meeresböden. Und eine solche Temperaturdifferenz würde … doch wahrscheinlich genügen, um die relativ geringfügigen Niveaudifferenzen der großen ozeanischen Becken untereinander zu erklären. Diese scheinen auch nahezulegen, die mittelatlantische Bodenschwelle als diejenige Zone zu betrachten, in welcher bei der noch immer fortschreitenden Erweiterung des Atlantischen Ozeans der Boden desselben fortwährend aufreißt und frischem, relativ flüssigem und hoch temperiertem Sima aus der Tiefe Platz macht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss betont werden, dass der Boden des Atlantiks für Wegener im Wesentlichen frisch entblößt war und nicht „frisch gebildet“. Und obwohl Wegener bereits spekulierte, dass es sich bei den großen [[Grabensystem]]en wie dem [[Ostafrikanischer Graben|Ostafrikanischen Graben]] um die ersten Anfänge eines neuen Ozeans handeln könnte, blieb ihm die Bedeutung der vulkanisch aktiven Spaltensysteme auf Island (also auf dem Mittelatlantischen Rücken) für die Kontinentaldrift verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache der Kontinentalverschiebung ===&lt;br /&gt;
Das Problem an Wegeners Theorie war, dass es ihm nicht gelang, die wirkenden Kräfte plausibel zu machen. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten auf [[Zentrifugalkraft|Zentrifugal-]] und [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] zurückzuführen, die aber, wie der britische Astronom und Geophysiker [[Harold Jeffreys]] 1924 nachwies, dafür viel zu schwach sind. Auch konnten seine Gegner, wie der Leipziger Geologe [[Franz Kossmat]], geltend machen, dass die ozeanische Kruste doch zu fest sei, als dass die Kontinente einfach „hindurchpflügen“ könnten, wie es Wegeners Theorie nahezulegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Ausgabe seiner &#039;&#039;Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039; griff Wegener bei der Suche nach den Ursachen der Drift aber bereits auf die Vorstellungen des Geologen und Geophysikers [[Robert Schwinner]] über thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern zurück. Heute gelten solche [[Konvektion]]sströme tatsächlich als der wahrscheinlichste Motor der [[Plattentektonik]]. Hierzu entwickelte [[Otto Ampferer]] die [[Unterströmungstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seibold I. und Seibold E.: &#039;&#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01828597 Neues aus dem Geologen-Archiv (1991) Mit Erinnerungen an Alfred Wegener und Otto Ampferer: Warten auf Anerkennung.]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hauser: &#039;&#039;[https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0065_189_A.pdf Otto Ampferer und Alfred Wegener – zwei Pioniere am Weg zur Theorie der Plattentektonik]&#039;&#039; Geologische Bundesanstalt 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &#039;&#039;[https://www.jstor.org/stable/24135822?seq=1#page_scan_tab_contents The Austrian Geologist Otto Ampferer as founder of the sea-floor spreading concept]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Christian Dullo, Fritz A. Pfaffl: &#039;&#039;[https://www.nrcresearchpress.com/doi/abs/10.1139/cjes-2018-0157?mobileUi=0 The theory of undercurrent from the Austrian alpine geologist Otto Ampferer (1875–1947): first conceptual ideas on the way to plate tectonics]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass Wegener erst so spät und so halbherzig auf dieses Konzept einging. Schließlich waren er und Schwinner viele Jahre lang Kollegen an der Universität Graz. Möglicherweise spielten Animositäten gegenüber dem persönlich schwierigen Schwinner mit; vielleicht begann Wegener aber auch schon, die allgemeine Ablehnung seiner Theorie durch die Geologen mit einer Ablehnung „der Geologen“ im Allgemeinen zu erwidern. Jedenfalls machte sich bei ihm eine gewisse Verbitterung darüber breit, dass man ihm als einziges verbleibendes „Gegenargument“ immer wieder vorhielt, er könne die Ursache der Kontinentaldrift nicht erklären. So ist von ihm der Ausspruch überliefert, mit der gleichen Logik könne man die Existenz des Universums in Zweifel ziehen, denn dessen Ursache könne auch niemand erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Leistungen ==&lt;br /&gt;
=== Geologie der Einschlagskrater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Barringer Crater from edge.jpg|mini|Der Barringer-Krater bei Flagstaff (Arizona)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig bekannt sind Wegeners Arbeiten auf dem Gebiet der Impaktforschung. Ein [[Meteorit]], der am 3. April 1916 bei [[Rommershausen]] in der Nähe von [[Treysa]] in Hessen (siehe [[Meteorit von Treysa]]) auftraf, veranlasste Wegener, sich mit [[Einschlagkrater]]n zu beschäftigen, und er schrieb Abhandlungen über die Entstehung der Mondkrater. Nach systematischen Experimenten mit Mörtelklumpen, die er auf Zementpulver fallen ließ, vertrat er die Meinung, die Mondkrater seien hauptsächlich von Meteoriten erzeugt worden. Mit dieser Ansicht war er ebenfalls seiner Zeit voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Meteoriten von Treysa suchte Wegener per Zeitungsaufruf Augenzeugen, wobei „außer einer möglichst genauen Zeitangabe […] Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über [[Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]] und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand“ von besonderem Wert seien. Mit den Augenzeugenberichten erstellte Wegener seine Berechnungen. Er ermittelte so die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Die Masse berechnete er zu etwa 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm und als Einschlagstiefe ging er von rund eineinhalb Metern aus. Als am 6. März 1917 der Meteorit tatsächlich gefunden wurde, erwiesen sich Wegeners Berechnungen bis auf wenige Kilogramm und Zentimeter als richtig. Bei der berechneten Einschlagstelle lag Wegener allerdings nicht richtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-5403293&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/kultur/diverses/wissenschaft-rekord-meteorit-schlug-vor-100-jahren-in-deutschland-ein_id_5403293.html |titel=Wissenschaft: Rekord-Meteorit schlug vor 100 Jahren in Deutschland ein |werk=[[Focus Online]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-153943887&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article153943887/Rekord-Meteorit-schlug-April-1916-in-Hessen-ein.html |titel=Rekord-Meteorit schlug April 1916 in Hessen ein |autor=Carolin Eckenfels |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2016-04-03 |zugriff=2016-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1921 prognostizierte er, dass man in Zukunft noch viele Meteoritenkrater auch auf der Erde nachweisen würde. Zu dieser Zeit war nur der [[Barringer-Krater]] bei [[Flagstaff]] ([[Arizona]]) bekannt, und selbst dieser wurde erst 1930 allgemein als Einschlagskrater anerkannt. Wegener selbst identifizierte und beschrieb 1927 den [[Kaali-Meteoritenkrater|Kaali-Krater]] auf der Insel Ösel (heute [[Saaremaa]], [[Estland]]). Dies war damals der vierte Meteoritenkrater, der weltweit bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Daneben forschte Wegener vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie und befasste sich insbesondere mit der Physik der Atmosphäre. Er führte als erster das Konzept der [[Turbulente Strömung|Turbulenz]] in die Meteorologie ein und entwickelte das Konzept der geschichteten Atmosphäre. Außerdem beschrieb er als erster korrekt das Prinzip der [[Fata Morgana]] als Lichtspiegelung an der Grenze zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten und untersuchte die Entstehung von [[Wolke]]n und [[Tornado]]s sowie die Zusammensetzung der Luft in höheren Atmosphärenschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1918 beschrieb Wegener die Bildung von [[Haareis]] auf nassem Totholz&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegener&amp;quot;&amp;gt;Alfred Wegener: &#039;&#039;Haareis auf morschem Holz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Die Naturwissenschaften.&#039;&#039; 6/1, 1918, S. 598–601.&amp;lt;/ref&amp;gt; und vermutete einen „schimmelartigen [[Pilze|Pilz]]“ als Auslöser, eine Theorie, die von anderen Wissenschaftlern, die rein physikalische Prozesse als Ursache annahmen, angezweifelt wurde, aber im Jahre 2005 bestätigt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wagner 2005&amp;quot;&amp;gt;Gerhart Wagner: &#039;&#039;[http://www.wagnerger.ch/daten/haareis.pdf Haareis – eine seltene winterliche Naturerscheinung. Was haben Pilze damit zu tun?]&#039;&#039; (PDF; 111&amp;amp;nbsp;kB) SZP/BSM 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde publiziert, dass sich zwar das Eis aus flüssigem Wasser in den Poren toten Holzes selbst herausstemmt, doch Stoffwechselprodukte insbesondere einer Pilzart, die in den Poren lebt, das Eis im filigranen Eishaar vor Umkristallisation zu einer kompakten Kruste bewahrt, die sonst eher unscheinbar dünn auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eva Obermüller |url=https://sciencev2.orf.at/stories/1760961/index.html |titel=Wie Haare aus Eis wachsen – science.ORF.at |werk=science.orf.at |hrsg= |datum=2015-07-22 |zugriff=2020-08-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
=== Ablehnung ===&lt;br /&gt;
Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der [[Paläogeographie|Paläogeograph]] [[Edgar Dacqué]] oder der Belgrader Astronom [[Milutin Milanković]], unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von „Gedankenspielerei“, „Phantasiegebilden“ oder gar von „Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“. Einer der wohlmeinenderen Kritiker, der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme [[Pierre-Marie Termier]], meinte zumindest: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ [[Max Semper]] veröffentlichte eine Kritik an der Theorie, die in eine persönlich verletzende Verspottung der Person Wegeners ausartete:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Semper]]: &#039;&#039;Was ist eine Arbeitshypothese?&#039;&#039; In: &#039;&#039;Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie&#039;&#039;, 1917, S. 146–163, [https://archive.org/details/centralblattfrm1917unse_1/page/156/mode/2up Zitat S. 157].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: „O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!“ (Max Semper, 1917)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war besonders die Ablehnung durch die damals maßgeblichen Geologen [[Hans Stille]] und [[Hans Cloos]] entscheidend. Während Stille bis zu seinem Tod 1966 ein entschiedener Gegner des Wegenerschen „[[Mobilismus]]“ blieb, war Cloos zumindest von Wegeners Persönlichkeit beeindruckt und unterstützte ihn nach Kräften bei der Aufarbeitung der geologischen Fachliteratur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Wegener sich stets der Solidität seiner Theorie sicher war, nahm er selbst die teilweise sehr unsachliche Kritik mit derselben erstaunlichen Gelassenheit hin, die ihn auch auf seinen Grönlandexpeditionen ausgezeichnet hatte. Außerdem durchschaute er die Motive seiner Kritiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin […]. Hätten sie die Verschiebungstheorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Rehabilitation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Wegener at Senckenberg.jpg|mini|hochkant|Büste im [[Senckenberg Naturmuseum]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatkräftige Unterstützung erfuhr Wegener nur von dem südafrikanischen Geologen [[Alexander Du Toit]], der sich intensiv mit der Vereisungsgeschichte der Südkontinente befasst hatte und der bei einem fünfmonatigen Aufenthalt in Südamerika zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien entdeckt hatte, die er aus Südafrika kannte. In seinem 1937 erschienenen Buch &#039;&#039;Our Wandering Continents&#039;&#039; (Unsere wandernden Kontinente), das er Wegener widmete, wich er jedoch von der ursprünglichen Theorie ab und postulierte zwei Urkontinente, den Südkontinent [[Gondwana]]land und den Nordkontinent [[Laurasia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irische Physiker und Geologe [[John Joly]] und der britische Geologe [[Arthur Holmes]] befassten sich mit den Kräften, die die Kontinentalverschiebung bewirken konnten, und verbesserten, unter Einbeziehung älterer Arbeiten der Österreicher [[Otto Ampferer]] und Robert Schwinner, das Modell der Konvektionsströmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wie die seismische Messung der Mächtigkeit von Meeresbodensedimenten durch den amerikanischen Geophysiker [[Maurice Ewing]], bestätigten Wegeners Annahmen über das junge Alter der Ozeanböden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Geophysiker [[Edward C. Bullard]] und sein amerikanischer Kollege [[Arthur Maxwell]] fanden heraus, dass der Wärmefluss in der ozeanischen Kruste (und besonders an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]]) deutlich höher war als in kontinentaler Kruste, so wie Wegener es vorausgesagt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen des Geophysikers [[Hugo Benioff]] (1899 bis 1968) über die Natur der [[Tiefseerinne]]n am Rand des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] und den [[Paläomagnetismus|paläomagnetischen]] Messungen von [[Patrick Maynard Stuart Blackett|Patrick Blackett]] (1897 bis 1974) und [[Keith Runcorn]] (1922 bis 1995), deren Rekonstruktionen der Lage des Nordpols im Lauf der Erdgeschichte nur Sinn ergab, wenn Europa und Nordamerika einstmals zusammenlagen und dann auseinandergedriftet waren, begann der amerikanische Geologe [[Harry Hammond Hess|Harry Hess]] (1906 bis 1969) die einzelnen Puzzlesteine zusammenzusetzen. Die von [[Forschungsschiff]]en Anfang der 1960er Jahre entdeckten Zonen der [[Ozeanbodenspreizung]], an denen neue [[ozeanische Kruste]] zwischen den auseinanderdriftenden Kontinenten gebildet wird, lieferten weitere Hinweise zum Verständnis der tektonischen Vorgänge. Ein wesentlicher Beitrag zu dem nun einsetzenden [[Paradigmenwechsel]] waren die von einem Team um [[Marie Tharp]] und [[Bruce C. Heezen]] in den 1950er Jahren erstellten Karten vom Relief der Ozeanböden. Seit den 1970er Jahren ist die aus diesen Untersuchungen hervorgegangene [[Plattentektonik]] in Wissenschaftskreisen allgemein anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schon von Wegener geforderte direkte Nachweis der Kontinentalverschiebung konnte mittlerweile durch [[Satellitengeodäsie|satellitengeodätische]] Messungen erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Rezeption ===&lt;br /&gt;
Bereits 1934 erwähnte der Schriftsteller [[H. P. Lovecraft]] im siebenten Kapitel seiner Horror-Erzählung &#039;&#039;[[Berge des Wahnsinns]]&#039;&#039; Wegeners damals noch allgemein abgelehnte und wenig beachtete Drifthypothese: „Later maps [of the Old Ones], which display the land mass as cracking and drifting, and sending certain detached parts northward, uphold in a striking way the theories of continental drift lately advanced by Taylor, Wegener and Joly.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. P. Lovecraft: &#039;&#039;At the Mountains of Madness.&#039;&#039; Chapter 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1935, zum 5. Todestag von Wegener, organisierte der Kameramann [[Walter Riml]] eine eigene Expedition nach Grönland. Er wiederholte die gesamte Wegener-Expedition von 1930 und nahm diese filmisch auf. In Zusammenschnitten von noch vorhandenem Negativmaterial der letzten Wegener-Grönlandfahrt entstand der Film &#039;&#039;Das große Eis –&amp;amp;nbsp;Alfred Wegeners letzte Fahrt&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://filmarchiv-tirol.at/wsb4456464501/3.html |wayback=20160119075503 |text=WALTER RIML – Schauspieler, Fotograf und Kameramann}}, Biografie auf filmarchiv-tirol.at&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1937 erschienenen Film wurden neben Aufnahmen von Walter Riml auch solche von [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]] und [[Kurt Herdemerten]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dgf|||1937|100|Kulturell wertvoll|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 veröffentlichte der Schriftsteller [[Jo Lendle]] den Roman &#039;&#039;Alles Land&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land: Roman.&#039;&#039; btb Taschenbuch, 2013, ISBN 978-3-442-74594-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Alfred Wegeners Leben literarisch nacherzählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1899 gehörte er dem Akademischen Verein für Astronomie und Physik (später mathematisch-naturwissenschaftliche Verbindung Albingia im [[Schwarzburgbund]]) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Krause: &#039;&#039;Leistung – Engagement – Verantwortung&#039;&#039;. KÖStV Vindobona, Wien, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Awi brhv.JPG|mini|AWI Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung von Wegeners wissenschaftlicher Bedeutung wurden nach ihm benannt:&lt;br /&gt;
* das 1980 gegründete [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung]] in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
* das [[Wegener Center]] für Klima und Globalen Wandel (WEGC) in [[Graz]]&lt;br /&gt;
* die [[GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung]] (Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen und Großforschungseinrichtungen in Deutschland)&lt;br /&gt;
* die [[Alfred Wegener Medal]] der [[European Geosciences Union]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Grönland:&lt;br /&gt;
* die Wegenerhalbinsel ({{daS|&#039;&#039;Wegener Halvø&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
* die Wegenerinseln (&#039;&#039;Wegener Øer&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Berg (&#039;&#039;Alfred Wegener Bjerg&#039;&#039;) in den [[Stauning Alper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony K. Higgins: &#039;&#039;[http://www.geus.dk/publications/bull/nr21/nr21_p117-368.pdf Catalogue of place names in northern East Greenland]&#039;&#039; (PDF; 9,4&amp;amp;nbsp;MB). In: &#039;&#039;Exploration history and place names of northern East Greenland.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Geological Survey of Denmark and Greenland Bulletin.&#039;&#039; 21). 2010, ISBN 978-87-7871-292-9 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antarktis:&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerinlandeis]], eine Region im Königin-Maud-Land&lt;br /&gt;
* das [[Wegenerisen]], ein Teil des Wegenerinlandeises&lt;br /&gt;
* der [[Mount Wegener]], ein Berg in der Shackleton-Range im Coatsland&lt;br /&gt;
* der [[Wegener-Canyon]], ein Tiefseegraben vor der Prinzessin-Martha-Küste&lt;br /&gt;
* die [[Wegener Range]], ein Gebirgszug im Palmerland auf der Antarktischen Halbinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Astronomie:&lt;br /&gt;
* der Asteroid [[(29227) Wegener]]&lt;br /&gt;
* der Mondkrater [[Wegener (Mondkrater)|Wegener]]&lt;br /&gt;
* ein [[Marskrater]]&amp;lt;ref&amp;gt;Daten siehe  {{Webarchiv|text=Mars, Wegener |url=http://nssdcftp.gsfc.nasa.gov/miscellaneous/planetary/viking/mars_gazetteer.txt |wayback=20100510180335   }} Mars Gazetteer, NASA National Space Science Data Center (abgerufen am 30. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland:&lt;br /&gt;
* das Alfred-Wegener-Gymnasium in Neuruppin&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain bei Marburg&lt;br /&gt;
* eine Gedenktafel am Gebäude seiner früheren Schule (1980).&lt;br /&gt;
* eine Oberschule in [[Berlin-Zehlendorf]] (1985)&lt;br /&gt;
* die Wegenerstraße in [[Rheinau (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
* der Alfred-Wegener-Weg in [[Hamburg-Neustadt]] (1935)&lt;br /&gt;
* Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte&lt;br /&gt;
* die Alfred-Wegener-Straße in [[Bremerhaven]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch eines modernen Rechners&#039;&#039;, Dissertation Berlin 1905 {{Digitalisat|https://de.scribd.com/document/326732104/Die-Alfonsinischen-Tafeln-fur-den-Gebrauch-eines-modernen-Rechners-pdf#}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Thermodynamik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1911 und 1924.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#039;&#039;. Vieweg, Braunschweig 1915.&lt;br /&gt;
** 2., umgearbeitete Auflage. 1920. {{Digitalisat|GB=5g8LAQAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
** 3., gänzlich umgearbeitete Auflage. 1922. {{Digitalisat|1=http://lhldigital.lindahall.org/cdm/ref/collection/earththeory/id/16311}}&lt;br /&gt;
** 4., umgearbeitete Auflage. 1929. {{Digitalisat|IA=Entstehung1929}}&lt;br /&gt;
** Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1915 / mit handschriftlichen Bemerkungen von Alfred Wegener, Notizen und Briefen sowie neu erstelltem Index. Hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. – Nachdruck [der Ausgabe] Braunschweig, Vieweg, 1929, 4., umgearb. Auflage. mit neu erstelltem Index / hrsg. vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2005, ISBN 3-443-01056-3.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wind- und Wasserhosen in Europa.&#039;&#039; 1917. [https://www.essl.org/cms/publications/historical-resources/ Digitalisat (9 PDFs)]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das detonierende Meteor vom 3. April 1916, 3 1/2 Uhr nachmittags in Kurhessen.&#039;&#039; 1917 und 1918.&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Elwert, Marburg 2001, ISBN 3-7708-1160-7.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Farbenwechsel grosser Meteore.&#039;&#039; 1918.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durch die weiße Wüste.&#039;&#039; 1919.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Theorie der Haupthalos.&#039;&#039; 1926.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Versuche zur Aufsturztheorie der Mondkrater.&#039;&#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Entstehung der Mondkrater.&#039;&#039; 1921.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Pilotballonaufstiege auf einer Fahrt nach Mexiko März bis Juni 1922.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Klimate der geologischen Vorzeit.&#039;&#039; 1924, Wladimir Köppen, Alfred Wegener&lt;br /&gt;
** Faksimile der 1. Auflage 1924 und englische Übersetzung: &#039;&#039;The climates of the geological past – Klimate der geologischen Vorzeit&#039;&#039;. Borntraeger, Berlin/ Stuttgart 2015, ISBN 978-3-443-01088-1.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vertraulicher Bericht über die Grönland-Expedition 1929.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1980, ISBN 3-201-01128-2.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;[[s:Die Entstehung der Kontinente und Ozeane|Die Entstehung der Kontinente und Ozeane]].&#039;&#039; 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Mit Motorboot und Schlitten in Grönland.&#039;&#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorlesungen über Physik der Atmosphäre.&#039;&#039; 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buchner]]: &#039;&#039;Unterströmungen der Erde. Ampferer und Schwinner. Wegener und Grönland.&#039;&#039; Ausstellungskatalog. Stadtmuseum Graz 2003.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Im Eis vergraben. Erlebnisse auf Station „Eismitte“ der letzten Grönland-Expedition Alfred Wegeners 1930–1931.&#039;&#039; Brockhaus, Leipzig 1955.&lt;br /&gt;
* [[Mott Greene|Mott T. Greene]]: &#039;&#039;Alfred Wegener. Science, Exploration, and the Theory of Continental Drift&#039;&#039;. Johns Hopkins University Press, Baltimore, Maryland, USA 2015, ISBN 978-1-4214-1712-7 ({{Google Buch | BuchID = 66_GCgAAQBAJ | Seite = 1 }}, [http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/mott-t-greenes-phaenomenale-biographie-alfred-wegeners-15740691.html Rezension] von [[Ulf von Rauchhaupt]] in der F.A.Z., 29. Juli 2016).&lt;br /&gt;
* Hermann Günzel: &#039;&#039;Alfred Wegener und sein meteorologisches Tagebuch der Grönland-Expedition 1906–1908.&#039;&#039; (= Schriften der Universitätsbibliothek Marburg. Band 59). Universitätsbibliothek, Marburg 1991, ISBN 3-8185-0091-6.&lt;br /&gt;
* Johan Peter Koch: &#039;&#039;[http://digital.bib-bvb.de/view/bvbmets/viewer.0.5.jsp?folder_id=0&amp;amp;dvs=1454765081025~106&amp;amp;pid=2376000&amp;amp;locale=de&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Durch die weiße Wüste. Die dänische Forschungsreise quer durch Nordgrönland 1912–13.]&#039;&#039; Deutsche Ausgabe besorgt von Prof. Dr. Alfred Wegener. Springer, Berlin 1919.&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Alles Land. Roman.&#039;&#039; DVA, München 2011, ISBN 978-3-421-04525-6.&lt;br /&gt;
* Christine Reinke-Kunze: &#039;&#039;Alfred Wegener, Polarforscher und Entdecker der Kontinentaldrift.&#039;&#039; Birkhäuser, Basel/ Boston/ Berlin 1994, ISBN 3-7643-2946-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Alfred Wegener, Erforscher der wandernden Kontinente.&#039;&#039; Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, ISBN 3-7725-1103-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Schwarzbach]]: &#039;&#039;Alfred Wegener und die Drift der Kontinente.&#039;&#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1980, ISBN 3-8047-0582-0.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/1931 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Unter Mitwirkung von Dr. Fritz Loewe herausgegeben von Else Wegener. 8. Auflage. Brockhaus, Leipzig 1937 (1.&amp;amp;nbsp;Auflage 1932, 13. Auflage. 1942).&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt. Die Erlebnisse der Deutschen Grönland-Expedition 1930/31 geschildert von seinen Reisegefährten und nach Tagebüchern des Forschers.&#039;&#039; Neue gekürzte Auflage. der unter Mitwirkung von Dr. [[Fritz Loewe]] von Else Wegener besorgten Ausgabe. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1953.&lt;br /&gt;
* Else Wegener: &#039;&#039;Alfred Wegener, Tagebücher, Briefe, Erinnerungen.&#039;&#039; Brockhaus, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Wutzke]]: &#039;&#039;Der Forscher von der Friedrichsgracht. Leben und Leistung Alfred Wegeners.&#039;&#039; VEB Brockhaus, Leipzig 1988, ISBN 3-325-00173-4.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wutzke: &#039;&#039;Durch die weiße Wüste. Leben und Leistungen des Grönlandforschers und Entdeckers der Kontinentaldrift Alfred Wegener.&#039;&#039; Perthes, Gotha 1997, ISBN 3-623-00354-9.&lt;br /&gt;
* Klaus Rohrbach: &#039;&#039;Abenteuer in Schnee und Eis – Alfred Wegener Polarforscher und Entdecker der wandernden Kontinente&#039;&#039;. Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-1758-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Imre Josef Demhardt: &#039;&#039;Alfred Wegener’s Hypothesis on Continental Drift and its Discussion in [[Petermanns Geographische Mitteilungen]] (1912–1942).&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&#039;&#039; 75, 2005, S. 29–35, {{HDL|10013/epic.29936}}.&lt;br /&gt;
* Franz und Diedrich Fritzsche: &#039;&#039;Die Familie des Polarforschers Alfred Wegener und ihre Wurzeln in Wittstock und Ruppin.&#039;&#039; In: Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin: &#039;&#039;Jahrbuch.&#039;&#039; 16, 2007, S. 134–140, {{HDL|10013/epic.25566}}.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Georgi (Meteorologe)|Johannes Georgi]]: &#039;&#039;Alfred Wegener zum 80. Geburtstag.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Polarforschung.&#039;&#039; 2, 1960, S. 3–102, {{HDL|10013/epic.29217.d001}}.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kertz]]: &#039;&#039;Alfred Wegener – Reformator der Geowissenschaften.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Physikalische Blätter]].&#039;&#039; 36, 1980, S. 347–353, [[doi:10.1002/phbl.19800361203]].&lt;br /&gt;
* Jo Lendle: &#039;&#039;Der Weltbildzertrümmerer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&#039;&#039; 6. Januar 2012, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Cornelia Lüdecke]]: &#039;&#039;Der Meteorologe Alfred Wegener.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Naturwissenschaftliche Rundschau]].&#039;&#039; {{ISSN|0028-1050}}, 60, Heft 3, 2007, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* Dorit Müller: &#039;&#039;Eiskalte Grenzgänge. Alfred Wegeners Grönlandexpedition im Kulturfilm von 1936.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Filmblatt.&#039;&#039; {{ISSN|1433-2051}}, 16, H. 45, Sommer 2011, S. 17–33.&lt;br /&gt;
* Wutzke, Ulrich: &#039;&#039;Alfred Wegener. Kommentiertes Verzeichnis der schriftlichen Dokumente seines Lebens und Wirkens&#039;&#039;. In der Reihe: „Berichte zur Polarforschung“, 288. Band, [[Alfred-Wegener-Institut]], [[Bremerhaven]], 1998. [https://epic.awi.de/id/eprint/26468/7/BerPolarforsch1998288.pdf Eprint bei AWI.de]&lt;br /&gt;
* [[Eckart Klaus Roloff]]: &#039;&#039;Tod im Klimaarchiv der Erde. Alfred Wegener – vor 125 Jahren geboren, vor 75 Jahren in Grönland umgekommen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Rheinischer Merkur]].&#039;&#039; (Bonn), Nr. 43 vom 27. Oktober 2005, S. 10.&lt;br /&gt;
* Martin Stolzenau: &#039;&#039;Einer, der Wissens-Kontinente verschob&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Heimat am Meer&#039;&#039;, Beilage zur [[Wilhelmshavener Zeitung]], Nr. 25/2020, vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;2020, S.&amp;amp;nbsp;100.&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil I.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(2), S. 44–49, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.44]].&lt;br /&gt;
* Matthias Dorn: &#039;&#039;Von Alfred Wegeners Verschiebungstheorie zur Theorie der Plattentektonik, Teil II.&#039;&#039; Die Geowissenschaften, 7(3), S. 61–70, 1989, [[doi:10.2312/geowissenschaften.1989.7.61]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118629913}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/018266}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1369}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awi.de/ Alfred-Wegener-Institut]&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-union.de/ Alfred-Wegener-Stiftung]&lt;br /&gt;
* [http://www.alfred-wegener-museum.de/ Alfred Wegener Museum]&lt;br /&gt;
* [http://www.wegcenter.at/ Wegener Zentrum für Klima und globalen Wandel – Graz]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/435158/ Das Puzzle des Herrn Wegener] – [[w:Radio-Feature|Feature]] des [[w:Deutschlandradio|Deutschlandradio]]s vom 6. November 2005&lt;br /&gt;
* Christian Kehrt: &#039;&#039;[http://www.environmentandsociety.org/exhibitions/wegener-diaries/overview The Wegener Diaries: Scientific Expeditions into the Eternal Ice]&#039;&#039;, Digital exhibition, Environment &amp;amp; Society Portal (Rachel Carson Center for Environment and Society, 2013) (englisch)&lt;br /&gt;
* [[w:scinexx|scinexx]].de: [https://www.scinexx.de/dossier/plattentektonik/ Alfred Wegener und der Weg zu einem neuen Bild der Erde]  6. Januar 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|24. Dezember 2005|11939415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118629913|LCCN=n80098269|NDL=00460417|VIAF=64096502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegener, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alfred Wegener|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klimatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballonfahrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Kreuz&amp;diff=618321</id>
		<title>Kreuz</title>
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		<updated>2024-10-12T20:21:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Der geistige Hintergrund des Kreuz-Symbols */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Caspar David Friedrich Kreuz an der Ostsee.jpg|thumb|[[Wikipedia:Caspar David Friedrich|Caspar David Friedrich]], &#039;&#039;Kreuz an der Ostsee&#039;&#039; (1815)]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Kreuz&#039;&#039;&#039; ([[Latein|lat.]]: &#039;&#039;crux&#039;&#039;, davon: &#039;&#039;cruciare&#039;&#039;&amp;amp;nbsp;= „quälen“, „peinigen“, „foltern“; {{ELSalt|σταυρός}} &#039;&#039;staurós&#039;&#039; „Holz, Kreuz“&amp;lt;ref&amp;gt;Das altphilologische &amp;quot;Griechisch-Deutsche Handwörterbuch Gemoll&amp;quot; nennt als Primärübersetzung &#039;&#039;Stamm&#039;&#039; und &#039;&#039;Kreuz&#039;&#039;, das davon abgeleitete Verb [[Polytonisch|σταυρόω}} bedeutet „einen Pfahl einschlagen“, aber auch „kreuzigen“&amp;lt;/ref&amp;gt;, seltener&amp;lt;ref&amp;gt;Als {{polytonisch|ξύλον}} („Holz“) wird das Kreuz nur im [[Johannesevangelium]], in der [[Wikipedia:Apostelgeschichte|Apostelgeschichte]] und besonders häufig in den [[Paulus von Tarsus|Briefen des Paulus]] bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch {{polytonisch|ξύλον}} &#039;&#039;xýlon&#039;&#039; „Holz“ bzw. auch „Baum, Pfahl, Balken“) ist ein seit ältesten Zeiten in verschiedenen Formen weit verbreitetes [[Symbol]] und insbesondere eines der hauptsächlichsten Symbole des [[Christentum]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der geistige Hintergrund des Kreuz-Symbols ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kreuz ist das grundlegende [[Symbol]] für den auf [[Erde (Planet)|Erden]] [[Inkarnation|inkarnierten]], [[geist]]begabten, von den Kräften des [[Makrokosmos]] durchströmten [[Mensch]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man muß selbstverständlich wissen, daß es&lt;br /&gt;
sich beim Kreuzeszeichen zunächst um nichts anderes handelt, als daß&lt;br /&gt;
der Mensch sich hinstellt und seine Arme hinstreckt, ausbreitet, und&lt;br /&gt;
dann ist er das Kreuz. Von oben nach unten geht ein Strom des Daseins,&lt;br /&gt;
der den Menschen mit dem Makrokosmos verbindet, und durch&lt;br /&gt;
die ausgestreckten Hände auch. Das Kreuz ist das Zeichen für den&lt;br /&gt;
Menschen.&amp;quot; {{Lit|{{G|180|168}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Form der [[Swastika]] ist das Kreuz auch ein Symbol für die sich drehenden [[Lotosblumen]] und insbesondere für das 4-blättrige [[Wurzelchakra]], in dem zusammengerollt in dreieinhalb Windungen die [[Kundalini-Schlange]], die als [[Shakti]] für die weibliche Urkraft des Universums steht, bewusstlos schläft. Einmal erweckt, kann sie zur höchsten Kraft der [[Liebe]] &#039;&#039;oder&#039;&#039; zur im höchsten Maß gesteigerten reinen [[Begierde]] werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen vier [[Wikipedia:Rechter Winkel|rechten Winkeln]] und der darin gestaltend wirkenden [[Vier]]zahl ist es ein Symbol für die [[Erde (Planet)|Erdenwelt]], ihre [[Erdentwicklung|Entwicklung]] und ihre Festigkeit und [[Materie|materielle]] Verdichtung, die es dem [[Mensch]]en erst erlaubt, seine [[Aufrichtekraft]] zu entfalten und dadurch sein [[Ich]] zu entwickeln. In diesem Sinn ist es auch ein Symbol der auf Erden zu übenden [[Gerechtigkeit]], aber auch für die [[Leid]]en, die die in der [[irdisch]]en [[Materie]] [[Inkarnation|verkörperten]] [[Wesen]] erfahren müssen. Alle diese Aspekte des Kreuzes manifestieren und steigern sich in der zum Heil der ganzen [[Menschheit]] geschehenen [[Kreuzigung]] des [[Christus]] auf [[Mysterium von Golgatha|Golgatha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das höchste aller Symbole ist das Kreuz. Aus ihm kann man&lt;br /&gt;
die ganze Weltgeschichte schöpfen, und sogar die Naturwissenschaft könnte aus ihm aufgebaut werden.&amp;quot; {{Lit|{{G|266b|46}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Platon]] hat in seinem «[[Timaios]]» davon gesprochen, dass die [[Weltenseele]] an das Weltenkreuz geheftet ist, das die Gestalt des [[Wikipedia:Griechisches Alphabet|griechen Buchstabens]] [[Wikipedia:Chi|Chi (Χ)]] hat. Und ebenso ist die Menschenseele ans Kreuz geheftet, indem sie durch die drei Naturreiche hindurch muß&amp;lt;ref&amp;gt;Astronomisch gesehen ergibt sich das X-förmige [[Wikipedia:Chi|Chi]] aus dem [[Wikipedia:Himmelsäquator|Himmelsäquator]] und der um etwa 23,4° gegen diesen geneigten [[Wikipedia:Ekliptik|Ekliptik]].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Unter der Welt versteht&lt;br /&gt;
Platon Pflanze, Tier und Mensch. Die Pflanze ist es, die&lt;br /&gt;
senkrecht steht, umgekehrt zu ihr ist der Mensch, der den&lt;br /&gt;
Blick mit dem Haupte in den freien Weltenäther hinauswendet,&lt;br /&gt;
und der Querbalken ist das Tier. Das ist die Urform&lt;br /&gt;
des Kreuzes, die in den alten Zeiten und in allen Geheimschulen&lt;br /&gt;
bekannt war.&amp;quot; {{Lit|{{G|56|122}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreuzeszeichen [[symbol]]isiert sich die Summe der Kräfte, die gestaltend in den [[Natur]]reichen wirken. Der [[Mensch]] ist tatsächlich in gewissem Sinn die umgedrehte [[Pflanze]]; die Pflanze wird gestaltet durch die Kräfte, die von oben nach unten wirken, beim Menschen ist es umgekehrt. Die Kräfte, die das [[Tier]] gestalten, wirken hingegen in der horizontalen Richtung, und auch diese Kräfte nimmt der Mensch in sich auf. Dabei steigt er auf seinem [[Entwicklung]]sweg vom [[Schlafbewusstsein]] über das tierische [[Traumbewusstsein]] schließlich zum hellen [[Tagesbewusstsein]] auf, doch um den Preis, dass seine niedere, tierische Begierdennatur von nun an der einst keuschen Pflanzennatur einverwoben ist. Was die Pflanze an natürlicher, [[begierde]]freier Unschuld in sich trägt, muss sich der Mensch erst selbst erringen, indem er das Tier in sich bezwingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA 101 250.gif|center|350px|Das Kreuzeszeichen als Summe von Kräften die die Naturreiche gestalten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die wahre esoterische Bedeutung des Kreuzeszeichens ist eine Summe&lt;br /&gt;
von Kräften. Die eine Kraftrichtung geht nach unten: das Pflanzenwesen&lt;br /&gt;
wird dirigiert von dieser Kraft. Beim Menschen ist sie&lt;br /&gt;
nach der entgegengesetzten Seite gerichtet. Das Tier hat sein Rückgrat&lt;br /&gt;
horizontal gerichtet, bei ihm zeigt sich die Kraft horizontal die&lt;br /&gt;
Erde umkreisend. Das seelische Prinzip steigt hinauf vom Pflanzendasein&lt;br /&gt;
zum Tierdasein, zum Menschendasein. Und Plato, der so oft&lt;br /&gt;
Dinge zum Ausdruck brachte, die der Einweihung entstammen,&lt;br /&gt;
sprach den schönen Satz aus: Die Weltenseele ist an den Weltenleib&lt;br /&gt;
gekreuzigt. - Das heißt, die Weltenseele geht durch Pflanze, Tier&lt;br /&gt;
und Mensch hindurch; sie ist gekreuzigt in den Kräften der drei Reiche:&lt;br /&gt;
Pflanzenreich, Tierreich und Menschenreich. Und wenn wir so&lt;br /&gt;
das Kreuz hineinschreiben in die drei Naturreiche, dann wird uns&lt;br /&gt;
das Kreuz zum Zeichen der Entwickelungsrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sagte also der Lehrer zum Schüler: Du hast dir vorzustellen,&lt;br /&gt;
wie die Pflanze ihren Kelch dem Sonnenstrahl entgegenstreckt, wie&lt;br /&gt;
die Fruchtorgane zur Reife kommen, wenn die Pflanze geküßt wird&lt;br /&gt;
vom Sonnenstrahl. - Die Entwicklung zum Menschen geschieht&lt;br /&gt;
dadurch, daß die reine keusche Pflanzensubstanz durchzogen wird&lt;br /&gt;
von Begierden, Instinkten und Leidenschaften. Dadurch erobert&lt;br /&gt;
sich der Mensch sein Bewußtsein, dadurch wird er zum Menschen,&lt;br /&gt;
daß er hindurchgeht durch die Tiernatur. Dadurch, daß der Mensch&lt;br /&gt;
in die reine Pflanzennatur die niedere Begierdennatur hineinverwoben&lt;br /&gt;
hat, ist er auf der anderen Seite aufgestiegen vom dumpfen&lt;br /&gt;
Pflanzenbewußtsein zum hellen Tagesbewußtsein.&amp;quot; {{Lit|{{G|101|250f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kreuz ist auch ein Symbol für die [[vier Elemente]], die zusammen die Erdenwelt aufbauen. Das ist auch eine der [[esoterisch]]en Deutungen der Kreuzesinschrift I.N.R.I., die exoterisch ausgelegt wird als &#039;&#039;&amp;quot;Jesus Nazarenus Rex Judaeorum&amp;quot;&#039;&#039;. Andere Deutungen der [[Rosenkreuzer]] sind: &#039;&#039;&amp;quot;Igne Natura Renovatur Integra&amp;quot;&#039;&#039; (&#039;&#039;Durch Feuer wird die reine Natur erneuert&#039;&#039;) und &#039;&#039;&amp;quot;Igne Roris Nitrum Ivenitur&amp;quot;&#039;&#039; (&#039;&#039;Durch Feuer wird das Salz des Taus gefunden&#039;&#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;[[Plato]] spricht davon, daß die Weltenseele an&lt;br /&gt;
das Kreuz des Weltenleibes gekreuzigt sei. Das Kreuz symbolisierte&lt;br /&gt;
die vier Elemente. Das Pflanzen-, Tier- und Menschenreich sind mit&lt;br /&gt;
den vier Elementen aufgebaut. Am Kreuze steht: [[Jam]] = das&lt;br /&gt;
[[Wasser]] = Jakobus; [[Nour]] = das [[Feuer]], das sich auf Christus selbst bezieht;&lt;br /&gt;
[[Ruach]] = die [[Luft]], Symbol für Johannes; und das vierte [[Jabeschah]]&lt;br /&gt;
= [[Erde (Element)|Erde]], Fels, für Petrus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA 093 150.gif|center|450px|Das Kreuz der vier Apostel und der vier Elemente.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Kreuze steht also dasselbe, was in den Namen der [drei] Apostel&lt;br /&gt;
ausgedrückt ist, während mit dem einen Namen «J.N.R.J.» Christus&lt;br /&gt;
selbst gemeint ist. «Erde» ist das, wohin zunächst das Christentum&lt;br /&gt;
selbst gebracht werden sollte, zu jenem Tempel, wohin sich der&lt;br /&gt;
Mensch selbst gebracht hat, um für das Höhere eine Umhüllung zu&lt;br /&gt;
sein.&amp;quot; {{Lit|{{G|093|149f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die [[Urindische Kultur|urindischen]] [[Eingeweihter|Eingeweihten]], die in [[Vishva Karman]] den Abglanz des aus dem [[Sonne]]ndasein zur [[Erde (Planet)|Erde]] herabsteigenden [[Christus]] sahen, erlebten nahe ihrem Mittelpunkt ein Kreuz der Erde eingeschrieben und daran hängend einen [[männlich-weiblich]]en, [[hermaphrodit]]ischen [[Mensch]]en, der auf der rechten Seite das [[Symbol]] der [[Sonne]], auf der linken das des [[Mond]]es und auf dem übrigen Leib die &#039;&#039;Länder&#039;&#039; und &#039;&#039;Meere&#039;&#039; der Erde trug, darauf harrend, von dem [[Christus]] neu belebt zu werden. Die ganze Erde sollte dadurch vom bloßen [[Formzustand]] zum [[Lebenszustände|Leben]] übergehen. Die Form stammt von den [[Elohim]], den 7 [[Schöpfer]]götter der [[Wikipedia:Genesis|Genesis]], die Belebung dieser in der [[Schöpfung]] ersterbenden Form erfolgt durch den [[Christus]], der sich durch das [[Mysterium von Golgatha]] mit der Erde verbunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wenn das Geistesauge zurückblickt in alte&lt;br /&gt;
Zeiten, dann verschwindet die äußere Erdengestalt, wie sie sich den&lt;br /&gt;
physischen Sinnen darbietet, die ja nur Maja ist, und es stellt sich an&lt;br /&gt;
Stelle dessen etwas dar, was man vergleichen könnte mit der Form des&lt;br /&gt;
Menschen, aber nur mit dieser, mit der Gestalt des Menschen. Für den&lt;br /&gt;
geistigen Blick verwandelt sich die Erde - ich sage ausdrücklich die&lt;br /&gt;
Erde - aus der äußeren Majagestalt in die Erdengestalt des Menschen,&lt;br /&gt;
der in Kreuzesform die Arme ausgebreitet hat, der allerdings in dieser&lt;br /&gt;
Gestalt dann männlich-weiblich ist. Der Geistesforscher sieht die Erde&lt;br /&gt;
der Zeit, bevor Christus herabgestiegen war, in Kreuzesform, und zwar&lt;br /&gt;
wie einen Menschen. Wir werden da an das wunderbare Wort des Plato&lt;br /&gt;
erinnert, der es aus den Mysterien heraus gebildet hat, daß die Weltenseele&lt;br /&gt;
am Kreuze des Weltenleibes gekreuzigt ist. Das ist nichts anderes&lt;br /&gt;
als die Wiedergabe der Erscheinung, die sich dem geistigen Blick darbietet.&lt;br /&gt;
Der Christus am Kreuz starb; und dadurch ging die Erde von&lt;br /&gt;
der bloßen Form ins Leben über. Für die Zeit vor Christus stellt sich&lt;br /&gt;
dem geistigen Blick die Erde als bloße Form dar; für die nachchristliche&lt;br /&gt;
Zeit stellt sich die Erde dar als von dem Christus-Prinzip neu belebt.&lt;br /&gt;
Damals also, als das Christus-Prinzip in die Erde eingetreten ist, ist&lt;br /&gt;
etwas ähnliches geschehen wie bei der Mondentrennung; es ist in etwas,&lt;br /&gt;
was sonst Form geblieben wäre, Leben hineingetreten. Auf das Christus-&lt;br /&gt;
Ereignis wiesen - richtig betrachtet - alle alten Zeiten hin. Wie der&lt;br /&gt;
heutige Mensch zurückweist auf den Christus als auf ein Wesen, das&lt;br /&gt;
in einem bestimmten Zeitpunkt eingetreten ist in die Menschheitsentwickelung,&lt;br /&gt;
so wiesen die Eingeweihten der vorchristlichen Zeit&lt;br /&gt;
immer darauf hin, daß der Christus kommen werde; und sie zeigten&lt;br /&gt;
das, was auf den Christus hinwies, was gleichsam den Christus vorherverkündete.&lt;br /&gt;
Nichts hat den Christus mehr vorherverkündet als jene&lt;br /&gt;
gewaltige Erscheinung, die sich dem geistigen Blick unter gewissen Bedingungen darbot, für den die Erde in ihrer physischen Form verschwand und das Geistesauge hinblickte auf die Weltenseele gekreuzigt am Weltenleibe. In grauer indischer Vorzeit haben die Weisen erzählt, daß in dem Augenblicke, wenn ihnen der hellseherische Blick aufging, sie dann fanden tief, tief unter den Bergen der Erde, nahe dem Mittelpunkte der Erde, ein Kreuz, darauf einen männlich-weiblichen Menschen hängend, eingezeichnet auf der rechten Seite das Symbolum der Sonne, auf der linken Seite das Symbolum des Mondes, auf dem übrigen Leib die Länder und einzelnen Meeres- und Landesgestaltungen der Erde. Das war eine hellseherische Vision, welche die alten Weisen Indiens gehabt haben von jener Gestalt, die da wartete auf unsere Erde,&lt;br /&gt;
um belebt zu werden von dem Christus-Prinzip. Und diese alten Weisen&lt;br /&gt;
Indiens haben damit, daß sie hingewiesen haben auf die wichtigste&lt;br /&gt;
prophetische Voranzeige des Christus-Ereignisses, bewiesen, daß, wo&lt;br /&gt;
sie tiefer schauten, sie sagen konnten: Der Christus wird kommen, denn&lt;br /&gt;
das, was auf ihn hinweist, ist da. - Deshalb ist die älteste Weisheit da,&lt;br /&gt;
wo sie in die höchsten Regionen hinaufsteigt, Prophetie; sie blickt auf&lt;br /&gt;
etwas, was da kommen wird in der Zukunft. Alles das, was in der Zukunft&lt;br /&gt;
ist, ist Wirkung der Gegenwart. Was aber als geistig Bedeutsames&lt;br /&gt;
geschieht in der Zukunft, kann so sein Dasein bereits für den geistigen&lt;br /&gt;
Blick in der Gegenwart andeuten. Das Christus-Ereignis wurde nicht&lt;br /&gt;
etwa in äußerlich abstrakter Weise, es wurde für den geistigen Blick&lt;br /&gt;
angedeutet dadurch, daß für das Leben des Christus, das sich in einem&lt;br /&gt;
bestimmten Zeitpunkt mit dem Leben der Erde verband, sich vorher&lt;br /&gt;
die Form, die Gestalt der Weltenseele am Kreuze des Weltenleibes&lt;br /&gt;
darbot.&amp;quot; {{Lit|{{G|113|68ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosenkreuzoval.gif|thumb|200px|Rosenkreuz mit 7 roten Rosen]]&lt;br /&gt;
Diese Zusammenhänge bilden auch den Hintergrund der [[Rosenkreuz-Meditation]]. Bei fortgesetzter Meditation über das Symbol des [[Rosenkreuz]]es verwandeln sich die Farben in die Gegenfarben. Das schwarze Holz erhellt sich zum [[Weiß]]en, das von innerlicher [[Liebe]] strahlende [[Rot]] der Rosen wandelt sich zum [[Grün]] des nach außen wirkenden [[Leben]]s:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber die Seele ist nicht ganz allein auf sich angewiesen auf&lt;br /&gt;
diesem schweren Weg des Esoterikers; es gibt etwas, woran sie&lt;br /&gt;
sich halten kann. Etwas derartiges ist das Rosenkreuz. Wir sollen&lt;br /&gt;
es auf uns wirken lassen; wir sollen uns klar sein, daß das&lt;br /&gt;
Schwarz des Holzes darstellt unsere Leiblichkeit, die verhärtet&lt;br /&gt;
und verdorrt ist, daß wir unser niederes Ich, das sich identifiziert&lt;br /&gt;
mit der Leiblichkeit, ebenso dunkel und tot werden lassen&lt;br /&gt;
müssen, wie das Holz des Kreuzes tot ist. Dann wird das höhere,&lt;br /&gt;
geistige Ich so in uns wirken, wie sich das Schwarz des&lt;br /&gt;
Kreuzes zu hellen, strahlenden Lichtlinien umwandelt. In der&lt;br /&gt;
gleichen Weise wird das Rot der Rosen sich aus der Farbe der&lt;br /&gt;
innerlich wirkenden Liebe zum Grün umwandeln, der Farbe des&lt;br /&gt;
nach außen wirkenden Lebens.&amp;quot; {{Lit|{{G|266b|97}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rosenkreuz steht im engen Zusammenhang mit dem bekannten [[Rosenkreuzerspruch]] «Ex deo nascimur - In  Christo morimur - Per spiritum sanctum reviviscimus»:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es stellt sich die Entwicklung des Menschen in demjenigen Symbolum dar, welches gehört zu dem tief bedeutsamen &#039;&#039;&#039;Rosenkreuzerspruch&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(Gemeint sind die Worte: «Ex deo nascimur - In  Christo morimur - Per spiritum  sanctum reviviscimus) in dem  [[Rosenkreuz|schwarzen Kreuz mit den roten Rosen]]. Es &lt;br /&gt;
empfindet der Mensch dieses Symbolum als etwas Lebendiges, in &lt;br /&gt;
welchem leben und weben die geistigen Kräfte, die ihn aufgebaut &lt;br /&gt;
haben so, wie er aus der Gottheit her ausgeboren ist. Dann aber &lt;br /&gt;
weiß er, daß weitere Entwickelung seiner Seele möglich ist durch &lt;br /&gt;
Anstrengung seiner eigenen Kräfte. Er weiß, daß nicht nur sein &lt;br /&gt;
Blut rein werden soll wie der rote Pflanzensaft der Rosen, daß &lt;br /&gt;
auch das schwarze Kreuz sich umwandeln muß, indem er seine &lt;br /&gt;
Hüllennatur läutert  und  über das bloß Persönliche hinauswächst, &lt;br /&gt;
wenn er sich hingibt an etwas unendlich Gr ö ß e r e s.  Dann stirbt er &lt;br /&gt;
in dem Christus, und vor seiner Seele verwandelt sich das dunkle, &lt;br /&gt;
schwarze Kreuz in ein leuchtendes, strahlendes Kreuz. Die roten &lt;br /&gt;
Rosen erweitern sich zu einem unendlichen Kreise, wenn die &lt;br /&gt;
Seele sich immer mehr in den Makrokosmos einlebt, bis sie sich &lt;br /&gt;
selber als dieser Kreis empfindet. Im allumfassenden Makrokosmos erlebt sich dann der Mensch in einem neuen Dasein. &lt;br /&gt;
Dann, auf geheimnisvolle Weise, verwandeln sich die Farben &lt;br /&gt;
des Symbolums, die Rosen zeigen sich grün, das Kreuz weiß. &lt;br /&gt;
Ahnen kann die Seele nur die volle Bedeutung, indem sie empfindet die Kraft, welche ihr  entgegenströmt. Wie aus höheren Geistessphären ihr entgegenstrahlend schaut und erkennt die Seele dieses heilige Symbol. Streng und kraftvoll zeigt es sich als eine &lt;br /&gt;
Aufforderung  zur stetigen Arbeit, damit einmal erreicht werde &lt;br /&gt;
das große Ideal, welches ein jeder einzelne Mensch verwirklichen &lt;br /&gt;
kann, wenn er wiedergeboren wird in dem heiligen Geist.&amp;quot; {{Lit|{{G|267|480}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedene Kreuz-Formen ==&lt;br /&gt;
=== Vorchristliche Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wikipedia:Indus-Kultur|Indus-Kultur]] (ca. 2800–1800 v. Chr) symbolisierte die nach rechts abgewinkelte, meist rotgefärbte Swastika &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;卐&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;, die als [[Mann|männliches]] Prinzip dem Gott [[Wikipedia:Ganesha|Ganesha]] entsprach, den [[Wikipedia:Sonnenaufgang|Sonnenaufgang]], den [[Tag]], das [[Leben]] und das [[Heil]]. Die nach links gewinkelte und meist blau gefärbte Swastika &amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;卍&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt; stand hingegen für den [[Wikipedia:Sonnenuntergang|Sonnenuntergang]], die [[Nacht]], den [[Tod]] und das [[Unheil]] und wurde der Göttin [[Kali (Göttin)|Kali]] zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Lanczkowski: Artikel &#039;&#039;Kreuz I: Religionsgeschichtlich.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie Band 19.&#039;&#039; Berlin / New York 1990, S. 712.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die nach rechts gewinkelte Swastika dreht sich nach indischer Anschauung linksherum, also gegen den Uhrzeigersinn; bei der nach links gewinkelten Swastika ist es genau umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein altes Symbol ist auch das &#039;&#039;&#039;Sonnenkreuz&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Radkreuz&#039;&#039;&#039;) &amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;🜨&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;, das zugleich eines der beiden [[Astronomie|astronomisch]]-[[Astrologie|astrologischen]] Symbole für die [[Erde (Planet)|Erde]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christentum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Urchristentum]] der ersten beiden Jahrhunderte nach Christus ist das Kreuz-Symbol noch nicht gebräuchlich, sondern vor allem das [[Staurogramm]] &#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;⳨&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039; und das [[Christusmonogramm]] (&#039;&#039;Labarum&#039;&#039;) &#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;☧&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039; und das [[Fisch (Christentum)|Fisch-Symbol]] ([[IXTHYS]]). Die erste Kreuzform war das T-förmige [[Taukreuz]], mit dem auch das &#039;&#039;&#039;koptische Henkelkreuz&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&amp;lt;big&amp;gt;☥&amp;lt;/big&amp;gt;&#039;&#039;&#039; zusammenhängt, das dem ägyptischen [[Anch]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bekannteste und in den [[Wikipedia:Lateinische Kirche|westlichen Kirchen]] verbreitetste christliche Kreuz ist das ab dem 4. Jahrhundert zur Zeit von Kaiser [[Wikipedia:Konstantin der Große|Konstantin dem Großen]] (324–337 n.&amp;amp;nbsp;Chr.) nachweisbare &#039;&#039;&#039;Lateinische Kreuz&#039;&#039;&#039;  oder &#039;&#039;&#039;Passionskreuz&#039;&#039;&#039;, bei dem der Querbalken kürzer als der Längsbalken ist und diesen oberhalb der Mitte kreuzt und an den [[Kreuzigung|Kreuzestod]] erinnert. Das auf dem Kopf stehende lateinische Kreuz wird als &#039;&#039;&#039;Petruskreuz&#039;&#039;&#039; bezeichnet, das an den Märtyrertod des [[Apostel]]s [[Petrus]] gemahnt. Das &#039;&#039;&#039;Griechische Kreuz&#039;&#039;&#039;, von dem sich auch das &#039;&#039;&#039;Tatzenkreuz&#039;&#039;&#039; der [[Templer]] ableitet, hat hingegen vier gleichlange Arme. Das schräggestellte &#039;&#039;&#039;Andreaskreuz&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Schrägkreuz&#039;&#039;&#039; genannt) erinnert an das Martyrium des [[Andreas (Apostel)|Apostels Andreas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;105px&amp;quot; heights=&amp;quot;105px&amp;quot; caption=&amp;quot;Verschiedene Kreuz-Formen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Staurogramm.svg|Staurogramm&lt;br /&gt;
Labarum.svg|Christusmonogramm&lt;br /&gt;
Ichthys.svg|Fischsymbol (IXTHYS)&lt;br /&gt;
Latin Cross.svg|Lateinisches Kreuz&lt;br /&gt;
Peter&#039;s Cross.svg|Petruskreuz&lt;br /&gt;
Greek cross.svg|Griechisches Kreuz&lt;br /&gt;
Knights Templar Cross.svg|Tatzenkreuz der Templer&lt;br /&gt;
Te cross.svg|Taukreuz&lt;br /&gt;
Ankh-Symbol.svg|Koptisches Henkelkreuz (Anch)&lt;br /&gt;
Ccross.svg|Keltenkreuz&lt;br /&gt;
Crossed circle.svg|Sonnenkreuz (Radkreuz)&lt;br /&gt;
Swastika solarsymbol.svg|Swastika&lt;br /&gt;
National Socialist swastika.svg|Hakenkreuz&lt;br /&gt;
Lauburu.svg|Baskisches Sonnenkreuz ([[Wikipedia:Lauburu|Lauburu]])&lt;br /&gt;
Katharerkreuz.gif|Katharerkreuz&lt;br /&gt;
Saint Andrew&#039;s cross (red).svg|Andreaskreuz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Kreuz}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kreuz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Erkenntnis der Seele und des Geistes&#039;&#039;, [[GA 56]] (1985), ISBN 3-7274-0560-0 {{Vorträge|056}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Tempellegende und die Goldene Legende &#039;&#039;, [[GA 93]] (1991), ISBN 3-7274-0930-4 {{Vorträge|093}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole&#039;&#039;, [[GA 101]] (1992), ISBN 3-7274-1010-8 {{Vorträge|101}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Der Orient im Lichte des Okzidents&#039;&#039;, [[GA 113]] (1982), ISBN 3-7274-1130-9 {{Vorträge|113}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 - 1912&#039;&#039;, [[GA 266b]], (1996), S. 46&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Seelenübungen, Band I&#039;&#039;, [[GA 267]] (2001)&lt;br /&gt;
* Wouter  Kotte,  Ursula  Mildner:  „Das  Kreuz  als  Universalzeichen bei [[Joseph Beuys]] &lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/download/aesthetik_kreuz_universal1.pdf Das Kreuz als Universalzeichen I] PDF, [http://joachimstiller.de/download/aesthetik_kreuz_universal2.pdf Das Kreuz als Universalzeichen II] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meditation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mystik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuz|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Wolfhard_Wimmenauer&amp;diff=614827</id>
		<title>Wolfhard Wimmenauer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Wolfhard_Wimmenauer&amp;diff=614827"/>
		<updated>2024-02-23T01:35:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wolfhard Wimmenauer&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:8. Mai|8. Mai]] [[Wikipedia:1922|1922]] in [[Wikipedia:Leverkusen|Leverkusen]], † [[9. Januar]] 2023) war ein deutscher [[Wikipedia:Petrograph|Petrograph]] und Hochschullehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Wimmenauer wurde 1948 an der [[Wikipedia:Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] promoviert und habilitierte sich dort 1952. Von 1948 - 1967 arbeitete er als Petrograph am Geologischen Landesamt Baden-Württemberg. 1959 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt und übernahm 1967 den Lehrstuhl für Mineralogie an der Universität Freiburg mit den Hauptarbeitsgebieten Schwarzwald und Kaiserstuhl.&amp;lt;ref&amp;gt;Freiburger Bibliographisches Taschenbuch der Albert-Ludwigs-Universität 1997. 8. Auflage, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Das Hauptforschungsgebiet von Wimmenauer war und ist die Gesteinskunde. Auf diesem Gebiet veröffentlichte er unter anderem ein Lehrbuch sowie viele Spezialarbeiten, vor allem über Themen aus dem südwestdeutschen Raum. Neben seiner Arbeit als Hochschullehrer stellte Wimmenauer die Erkenntnisse der Mineralogie auch einer breiteren Öffentlichkeit von Laien in Vorträgen und Schriften vor. So hielt er auch in seinem neunten Lebensjahrzehnt noch Vorträge und trug sein umfangreiches Wissen auf Exkursionen vor. Beispielhaft für sein öffentliches Wirken ist sein 1992 erschienenes Buch &#039;&#039;Zwischen Feuer und Wasser. Gestalten und Prozesse im Mineralreich&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1976: Ordentliches Mitglied der [[Wikipedia:Heidelberger Akademie der Wissenschaften|Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* 1980 bis 1981: Vorsitzender der [[Wikipedia:Deutsche Mineralogische Gesellschaft|Deutschen Mineralogischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* (1985) Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine Stuttgart: Enke, 1985. - 1. Aufl., 1. durchges. Nachdr. - ISBN 3-432-94671-6. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5517/pdf/Wimmenauer_Petrographie.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 77,6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (1993) Geräusche des Wassers und der Luft in der freien Natur Friedrich-Husemann-Klinik 1993. Buchenbach-Wiesneck: Friedrich-Husemann-Klinik e.V., 1993, S. 2 - 10. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3813/pdf/Wimmenauer_Geraeusche_des_Wassers_und_der_Luft.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 878&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* (1994) Zeit und Zeitmaß in der mineralischen Welt Freiburger Universitätsblätter 126 (1994), S. 7 - 21. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4978/pdf/Wimmenauer_Zeit_und_Zeitmass.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 5,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (1994) Der Granit - 200 Jahre nach Goethe Tycho-de-Brahe-Jahrbuch für Goetheanismus (1994), S. 93 - 129. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4407/pdf/Wimmenauer_Der_Granit_200_Jahre_nach_Goethe.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 10,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (1995) Gesteine und Lagerstätten des Mittleren Schwarzwaldes Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz : N.F. 16 (1995), S. [211]-225. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3391/pdf/Wimmenauer_Gesteine_und_Lagerstaetten.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (2003) Wirkungen des Blitzes (Sprengung und Fulguritbildung) an Felsen im Schwarzwald Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg i. Br. 93 (2003), S. 1-32. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3450/pdf/Wimmenauer_Wirkungen_des_Blitzes.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 5,4&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (2004): mit [[Wikipedia:Otti Wilmanns|Otti Wilmanns]]:  Neue Funde von Blitzsprengung und Fulguritbildung im Schwarzwald Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg i. Br. 94 (2004), S. 1-22. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3393/pdf/Wimmenauer_Neue_Funde_von_Blitzsprengung.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 3,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (2004): Vulkanische Gesteine des Kaiserstuhls in römischen Bauten der Oberrheinregion.  Archäologisches Korrespondenzblatt 34 (2004), S. 255-261 [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3451/Volltext Volltext Unibibliothek Freiburg]&lt;br /&gt;
* (2005) Das Grundgebirge der Baar : Kap. 2. Die Steinbrüche von Zindelstein im Bregtal Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar 48 (2005), S. 157 - 172. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4979/pdf/Wimmenauer_Das_Grundgebirge_der_Baar.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (2006): Vorkommen und Strukturen von Fulguriten im Schwarzwald Der Aufschluss 57 (2006), S. 325-328. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3801/pdf/Wimmenauer_Vorkommen_von_Fulguriten.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (2012)  mit Franziska Himstedt: &amp;quot;Dokumentation zum Thema: Fulgurite auf Felsen und Mauerwerk in Südwestdeutschland und weiteren Fundgebieten : Geländebefunde und lichtmikroskopische Untersuchungen&amp;quot;. [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8807/pdf/Wimmenauer_Himstedt_Fulgurite.pdf Volltext Unibibliothek Freiburg] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* (1992) Zwischen Feuer und Wasser: Gestalten und Prozesse im Mineralbereich, Urachhaus Verlag, Stuttgart 1992 ISBN 978-3878389453&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Keller (1992): Wolfhard Wimmenauer 70 Jahre alt. Freiburger Universitätsblätter 31:12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117398144}}&lt;br /&gt;
*[http://www.adw.uni-heidelberg.de/gs2/mitglieder-db/haw-mitglieder-eintrag.php?quelle=imperia&amp;amp;id=234&amp;amp;sprache=de&amp;amp;benutzer=adw_gast&amp;amp;kennwort=g123st Eintrag bei der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117398144|VIAF=190302104}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wimmenauer, Wolfhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineraloge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
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		<title>Diskussion:Begattung</title>
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		<updated>2024-02-16T19:40:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Balance */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Balance ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Common blues (Polyommatus icarus) mating, male (l) and female (r).jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
Für den Artikel Begattung wünsche ich mir eine Abbildung, bei der die Partner sich in einer Balance der Kräfte befinden. Die Löwenpaarung ist eindrucksvoll, schönes Foto, aber die &amp;quot;Mann-aktiv-Frau-passiv&amp;quot; Rollenverteilung gilt nicht für alle Tiere und für die Menschen am wenigsten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 09:26, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich frage mich, ob ein solcher Artikel in Anthrowiki, überhaupt benötigt wird.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 14:12, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ja ich finde schon, dass der Artikel sinnvoll ist. Hier stehen Dinge, die im Artikel Sexualität nicht passen würden, da er sich vor allem auf die menschliche Sexualität bezieht. Das Wort Begattung wird selten auch für die menschliche Paarung verwendet. Ein Unterschied zu den Tieren ist, dass die meisten Tiere Paarungszeiten haben und außerhalb dieser Zeiten keine Begattung vollziehen können, weder die weiblichen noch die männlichen. Man könnte den Artikel sprachlich etwas verschönern. Ich kann mich in nächster Zeit mal darum kümmern.  [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 20:40, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Balance */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Balance ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Common blues (Polyommatus icarus) mating, male (l) and female (r).jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
Für den Artikel Begattung wünsche ich mir eine Abbildung, bei der die Partner sich in einer Balance der Kräfte befinden. Die Löwenpaarung ist eindrucksvoll, schönes Foto, aber die &amp;quot;Mann-aktiv-Frau-passiv&amp;quot; Rollenverteilung gilt nicht für alle Tiere und für die Menschen am wenigsten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 09:26, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich frage mich, ob ein solcher Artikel in Anthrowiki, überhaupt benötigt wird.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 14:12, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ja ich finde schon, man könnte ihn aber etwas umgestalten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 20:30, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2024-02-16T08:26:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: Neuer Abschnitt /* Balance */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Balance ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Common blues (Polyommatus icarus) mating, male (l) and female (r).jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
Für den Artikel Begattung wünsche ich mir eine Abbildung, bei der die Partner sich in einer Balance der Kräfte befinden. Die Löwenpaarung ist eindrucksvoll, schönes Foto, aber die &amp;quot;Mann-aktiv-Frau-passiv&amp;quot; Rollenverteilung gilt nicht für alle Tiere und für die Menschen am wenigsten. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 09:26, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Diskussion:Sexualität</title>
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		<updated>2024-02-15T23:47:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimsphäre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grunde doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau oder eines nackten Mannes und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, Nacktheit wahrzunehmen und mit Nacktheit umzugehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 16:40, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehe ich grundsätzlich auch so. Mit dem Bild bin ich auch nicht glücklich. Es ist nur schwierig, ein Bild zu finden, das nicht erst wieder falsche Assoziationen weckt und urheberechtlich unbedenklich ist. Mal schauen. [[Benutzer:Odyssee|Wolfgang Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Odyssee|Diskussion]]) 17:17, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie findest Du das? Jugendstil angehaucht, in der Zeit passend. Es ist in der public domain.&lt;br /&gt;
[[Datei:Fidus - Frühlingsodem, 1893.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:21, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung gilt für alle Tiere mit sexueller Fortpflanzung. Vielleicht erstmal ein symbolisches Bild fürs Tierreich und das Menschenpaar im Abschnitt weiter unten, in dem es um die Menschen geht.   &lt;br /&gt;
[[Datei:Budgerigar RWD.jpg|thumb|links|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 21:16, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Mensch ist kein Tier. Zudem kann Sexualität ruhig auch weniger verklemmt dargestellt werden. Nur aber nicht unbedingt &amp;quot;modern&amp;quot;.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 04:57, 14. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The Kiss (Auguste Rodin).JPG|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was haltet ihr von dem „Kuss“ von Rodin? [[Benutzer:Odyssee|Wolfgang Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Odyssee|Diskussion]]) 15:26, 14. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich finde die vorgeschlagene Abbildung (Rodin) passend.--[[Benutzer:Michael.heinen-anders|Michael.heinen-anders]] ([[Benutzer Diskussion:Michael.heinen-anders|Diskussion]]) 15:59, 14. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ja, sehr schön. Danke! [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 00:47, 16. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Sexualit%C3%A4t&amp;diff=614758</id>
		<title>Diskussion:Sexualität</title>
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		<updated>2024-02-13T20:16:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Unzutreffende Verknüpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimsphäre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grunde doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau oder eines nackten Mannes und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, Nacktheit wahrzunehmen und mit Nacktheit umzugehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 16:40, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehe ich grundsätzlich auch so. Mit dem Bild bin ich auch nicht glücklich. Es ist nur schwierig, ein Bild zu finden, das nicht erst wieder falsche Assoziationen weckt und urheberechtlich unbedenklich ist. Mal schauen. [[Benutzer:Odyssee|Wolfgang Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Odyssee|Diskussion]]) 17:17, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie findest Du das? Jugendstil angehaucht, in der Zeit passend. Es ist in der public domain.&lt;br /&gt;
[[Datei:Fidus - Frühlingsodem, 1893.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:21, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung gilt für alle Tiere mit sexueller Fortpflanzung. Vielleicht erstmal ein symbolisches Bild fürs Tierreich und das Menschenpaar im Abschnitt weiter unten, in dem es um die Menschen geht.   &lt;br /&gt;
[[Datei:Budgerigar RWD.jpg|thumb|links|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 21:16, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<updated>2024-02-13T16:21:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Unzutreffende Verknüpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimsphäre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grunde doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau oder eines nackten Mannes und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, Nacktheit wahrzunehmen und mit Nacktheit umzugehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 16:40, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehe ich grundsätzlich auch so. Mit dem Bild bin ich auch nicht glücklich. Es ist nur schwierig, ein Bild zu finden, das nicht erst wieder falsche Assoziationen weckt und urheberechtlich unbedenklich ist. Mal schauen. [[Benutzer:Odyssee|Wolfgang Peter]] ([[Benutzer Diskussion:Odyssee|Diskussion]]) 17:17, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie findest Du das? Jugendstil angehaucht, in der Zeit passend. Es ist in der public domain.&lt;br /&gt;
[[Datei:Fidus - Frühlingsodem, 1893.jpg|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 17:21, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Diskussion:Sexualität</title>
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		<updated>2024-02-13T15:40:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Unzutreffende Verknüpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimsphäre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grunde doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau oder eines nackten Mannes und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, Nacktheit wahrzunehmen und mit Nacktheit umzugehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 16:40, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Diskussion:Sexualit%C3%A4t&amp;diff=614744</id>
		<title>Diskussion:Sexualität</title>
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		<updated>2024-02-13T14:29:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Unzutreffende Verknüpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimsphäre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grundr doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, mit Nacktheit umzugehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 15:29, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Diskussion:Sexualität</title>
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		<updated>2024-02-13T14:28:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Unzutreffende Verknüpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimsphäre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grund doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, mit Nacktheit umzugehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 15:28, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<updated>2024-02-13T14:27:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: Neuer Abschnitt /* Unzutreffende Verknüpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Unzutreffende Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte die Abbildung &amp;quot;Adam und Eva&amp;quot; für ungeeignet für den Artikel Sexualität, denn die beiden hatten im Paradies die Anweisung von Gott, nicht die Früchte vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Sie sollten also nicht das Böse kennenlernen, sollten sich nicht aus dem Einssein mit der paradiesischen Harmonie heraustrennen. Sie sollten nicht ohne Gott leben. Sün-de = sine deo = ohne Gott. Das hatte mit der sexuellen Vereinigung gar nichts zu tun. Sie waren Mann und Frau und durften sich lieben, auch körperlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche hat später eine vollkommen andere Auslegung dieser Bibelstellen ersonnen, um die Menschen, die nunmal sexuelle Wesen sind, als Sünder zu bezeichnen und mit den so erzeugten Schuldgefühlen unterjochen zu können, um sie bis in ihre Intimspähre hinein zu bevormunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis des Bösen geschieht durch Experimentieren mit Handlungen, die böse sind oder Böses hervorbringen, bei denen man dann leider erst an den Folgen erkennt, dass es nicht das Richtige war, etwas auszuprobieren. Das hat mit der sexuellen LIEBE überhaupt nichts zu tun. Da geht es um ganz andere Dinge. Es wäre gut, wenn die Anthroposophie keine von der Kirche übernommenen sexualfeindlichen Konzepte transportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar leider normal, aber im Grund doch sonderbar, dass der Anblick nackter Menschen quasi automatisch mit Sexualität verknüpft wird. Man zeigt ein Bild einer nackten Frau und schon soll es um Sex gehen? Also ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, mit Nacktheit umzugehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründe möchte ich ein anderes Titelbild für den Artikel vorschlagen, in dem die vertrauensvolle Nähe und die körperliche Intimität zum Ausdruck kommt. [[Benutzer:Sophia|Sophia]] ([[Benutzer Diskussion:Sophia|Diskussion]]) 15:27, 13. Feb. 2024 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Fortpflanzung&amp;diff=614737</id>
		<title>Fortpflanzung</title>
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		<updated>2024-02-13T13:52:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Embryo.jpg|thumb|250px|[[Mensch]]licher [[Embryo]] in der 7. Woche p.c. (9. [[Wikipedia:Schwangerschaftswoche|Schwangerschaftswoche]]).]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Reproduktion&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Fortpflanzung&#039;&#039;&#039; ist der siebente und letzte der sieben grundlegenden [[Lebensprozesse]], die [[Rudolf Steiner]] unterschieden hat. Die Fortpflanzung steht in engem Zusammenhang mit den [[kosmisch]]en Wirkungen der [[Mondsphäre]] {{Lit|{{G|170|113ff}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fortpflanzung des [[Mensch]]enwesens hat sich im Lauf der [[Menschheitsentwicklung]] bedeutsam verändert. Solange der [[Mond]] noch mit der [[Erde (Planet)|Erde]] verbunden war, pflanzte sich das Menschenwesen ungeschlechtlich fort. Erst mit dem Austritt des Mondes kam es zur [[Geschlechtertrennung]] und damit zur &#039;&#039;&#039;geschlechtlichen Fortpflanzung&#039;&#039;&#039;, die notwendig war, damit der Mensch seine [[Individualität]] entwickeln konnte. Während bei der &#039;&#039;&#039;ungeschlechtlichen Vermehrung&#039;&#039;&#039; die [[Nachkommenschaft]] mit den elterlichen Organsimen [[gen]]etisch weitgehend identisch ist, so dass eine Form [[Biologische Unsterblichkeit| biologischer Unsterblichkeit]] gewährleistet wird, kommt es bei der geschlechtlichen Fortpflanzung durch das Zusammenwirken zweier Partner der selben [[Art (Biologie)|Art]], aber unterschiedlichen Geschlechtstyps, durch die Neukombination der elternlichen Gene bei den Nachkommen zur Diversifizierung, durch die das Einzelwesen mit seiner einmaligen genetischen Besonderheit aber dem biologischen [[Tod]] unterworfen ist. Durch die Notwendigkeit der Partnerwahl wurde u. a. die Entwicklung der [[Sinne]] entscheidend gefördert und eine Fülle völlig neuer [[Verhalten]]smuster und eine stärkere soziale Bindung konnte entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zukunft wird die geschlechtliche Fortpflanzung wieder einer ungeschlechtlichen Reproduktion weichen. Zu dieser Zeit wird sich der Mond wieder mit der Erde vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Übergang von der ungeschlechtlichen zur geschlechtlichen Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Polarische Zeit|polarischen Zeit]], betrat der Mensch als [[astral]]es Wesen, das aus der [[Alter Mond|alten Mondenentwicklung]] herübergekommen war, die Erde. Diese Astralwesen waren die Vorfahren des Menschen; den selbstbewußten [[Geist]] trugen sie noch nicht in sich. Dieser vereinigte sich mit dem Wesen, das aus jenem Vorfahren entstanden war, erst in der Mitte der [[Lemurische Zeit|lemurischen Zeit]]. Die Astralwesen wurden zunächst mit einem [[Ätherleib]] umhüllt. Dieser war länglich-elliptisch und zeigte als feine Schattierungen Gliedmaßen und die späteren Organe. Hatte dieser von der Seele völlig beherrschte Leib eine gewisse Größe erreicht, so spaltete er sich in zwei Tochterwesen, die ebenso seelenbegabt waren wie das Mutterwesen. Das war möglich, weil nicht etwa nur eine bestimmte Anzahl von Menschenseelen den irdischen Schauplatz betrat, sondern gleichsam ein Seelenbaum, der ungezählte Einzelseelen aus seiner gemeinsamen Wurzel hervorgehen lassen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer weiter verdichtete sich die Erde und in der folgenden [[Hyperboräische Zeit|hyperboräischen Zeit]] verlor die Seele die Fähigkeit, den Stoff zu gestalten. Dadurch trat eine neue Form der Fortpflanzung auf, bei der das Tochterwesen wesentlich kleiner als das Elternwesen war. Die Fortpflanzung war von nun überdies an besondere Fortpflanzungsorgane gebunden. Die frei werdenden Seelenkräfte, die nicht mehr den Stoff ergreifen konnten, machten erste innere Empfindungen möglich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der äußere Stoff ist eben wegen seiner Verdichtung nicht mehr so, daß die Seele ihm unmittelbar Leben geben kann. Es wird daher im Innern des Gebildes eine besondere Partie abgesondert. Diese entzieht sich den unmittelbaren Einwirkungen des äußeren Stoffes. Nur der außer dieser abgesonderten Partie befindliche Leib bleibt diesen Einwirkungen ausgesetzt. Er ist noch in derselben Verfassung wie früher der ganze Leib. In der abgesonderten Partie wirkt nun das Seelische weiter. Hier wird die Seele der Träger des Lebensprinzipes (in der theosophischen Literatur Prana genannt). So erscheint jetzt der leibliche Menschenvorfahr mit zwei Gliedern ausgestattet. Das eine ist der physische Leib (die physische Hülle). Sie ist den chemischen und physischen Gesetzen der umgebenden Welt unterworfen. Das zweite ist die Summe von Organen, die dem besonderen Lebens-Prinzip unterworfen sind. - Nun ist aber dadurch ein Teil der Seelentätigkeit freigeworden. Diese hat keine Macht mehr über den physischen Teil des Leibes. Dieser Teil der Seelentätigkeit wendet sich nun nach innen und gestaltet einen Teil des Leibes zu besonderen Organen aus. Und dadurch beginnt ein Innenleben des Leibes. Dieser lebt nicht mehr bloß die Erschütterungen der Außenwelt mit, sondern er fängt an, sie im Innern als besondere Erlebnisse zu empfinden. Hier liegt der Ausgangspunkt der Empfindung. Zuerst tritt diese Empfindung als eine Art Tastsinn auf. Das Wesen fühlt die Bewegungen der Außenwelt, den Druck, den die Stoffe ausüben und so weiter. Auch die Anfänge einer Wärme- und Kälteempfindung treten auf.&amp;quot; {{Lit|{{G|011|76ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch dass sich der physische Leib der unmittelbaren Wirkung der Seele entzogen hatte, trat nun erstmals der [[Tod]] in der Entwicklung auf, wobei aber das Seelenleben in den Tochterwesen immer wieder durch eine Art Wiederverkörperung auflebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte der [[Lemurische Zeit|lemurischen Zeit]], solange der Mond noch in der Erde war, erfolgte die Fortpflanzung ungeschlechtlich durch eine Art von Selbstbefruchtung. Im Bilde der [[Isis]], die durch den Sonnenstrahl des [[Osiris]] befruchtet wird, deuteten die [[Ägyptische Mysterien|ägyptischen Mysterien]] auf diese ungeschlechtliche Fortpflanzungskraft des [[Mond]]es hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weiche und bildsame [[Leib]] des Menschen, der damals noch im [[Paradies|paradiesischen Zustand]] lebte, war &#039;&#039;&#039;zweigeschlechtlich&#039;&#039;&#039;, männlich-weiblich, und ließ sich leicht durch das formen, was in der [[Seele]] des Menschen lebte.  Das feste [[Erdelement]] gab es damals noch nicht. Dennoch wurden die [[Inkarnation]]sbedingungen durch die Mondenkräfte immer schwieriger. Als die Situation so kritisch geworden war, dass nur mehr sehr wenige Menschen in die Erdensphäre herabsteigen konnten, wurde der Mond unter der Führung [[Jahve]]s aus der Erde herausgezogen. Das war zur Zeit des [[Sündenfall]]s. Nun enstand auch erst das kristalline Erdelement und der Mensch stieg als Folge der [[Luzifer|luziferischen Versuchung]] bis auf die feste Erde herab und nahm das kristalline Element in seinen Leib auf. Im Gegensatz zu der erstarrenden zähflüssigen Mondensubstanz, die dem Menschengeist einen beinahe unüberwindlichen Widerstand bei der Verkörperung entgegensetzte, war das feste Erdelement wesentlich offener und durchdringlicher für die sich inkarnierenden Menschenseelen. Allerdings konnten sich die [[Seelenkräfte]] in diesen Leibern nur mehr auf einseitige Weise ausdrücken. Nur so konnte der Leib davor bewahrt werden, durch den luziferischen Einfluss völlig deformiert zu werden. Dadurch wurde der Leib aber auch entweder männlich oder weiblich, es kam zur [[Geschlechtertrennung]]. Während einer langen Übergangszeit bestanden die geschlechtliche und die ungeschlechtliche Fortpflanzung noch nebeneinander. Neben dem Menschen hatten sich &#039;&#039;vor&#039;&#039; der Geschlechtertrennung die [[Tier]]e bis zur Stufe der [[Reptilien]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Nerthus-Kult]], von dem Tacitus berichtet, kommt die Tatsache zum Ausdruck, dass es einen Übergangszustand von der ungeschlechtlichen zur geschlechtlichen Fortpflanzung gab. Die Fortpflanzung wurde unbewusst vollzogen und deutete sich den Menschen nur ganz zart in [[Traum|Träumen]] an, solange sie noch im [[Paradies|paradiesische Zustand]] waren. Diejenigen aber, die den Zeugungsakt schon bewusst erlebten, waren früher heruntergestiegen und gehörten damit zu den tieferstehenden Menschen. Im Nerthus-Kult entsprechen ihnen die den Zug der Nerthus begleitenden Sklaven, die nachher getötet werden {{Lit|{{G|106|106ff}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Lemurische Zeit|lemurischen]] und in der frühen [[Atlantische Zeit|atlantischen Zeit]] gab es vier [[Gruppenseele]]n des Menschen, die sich in den vier [[Sphinxtiere]]n symbolisieren. Zwei davon bildeten die Grundlage für das männliche bzw. weibliche Geschlecht. Die [[Löwenrasse]] hatte einen männlichen [[Ätherleib]], der genügend Kraft hatte, den physischen Leib selbst ohne äußere Anregung zu befruchten. Es war eine unmittelbare Befruchtung aus dem Geistigen, ohne die Mithilfe eines anderen Wesens. Die [[Stierrasse]] hingegen hatte einen weiblichen Ätherleib und verlor allmählich die Fähigkeit zur selbsttätigen Fortpflanzung. Nach der Aufnahme des [[Ich]]s entwickelte sich aus der Löwenrasse das weibliche, aus der Stierrasse das männliche Geschlecht {{Lit|{{G|107|74ff}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im männlichen Leib drückte sich nach der Geschlechtertrennung mehr der [[Wille]] aus, im weiblichen Leib das [[Vorstellung]]smäßige. Dem Menschen stand nun nicht mehr die volle Fortpflanzungskraft zur Verfügung und musste für die Reproduktion von außen durch die entgegengesetzte Kraft eines anderen Menschen ersetzt werden. Da die [[Sonnenwesen]] den [[Ätherleib]] den Einflüssen des [[Astralleib]]s mit den darin waltenden luziferischen Kräften entzogen hatten, geschah die Fortpflanzung zu dieser Zeit noch unbewusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die luziferische Versuchung wurden die Sinnesorgane nach außen geöffnet. Die [[Zirbeldrüse]] ([[Epiphyse]]) war das erste [[Sinnesorgan]] des irdischen Menschen und diente der [[Wahrnehmung]] von [[Wärme]]differenzierungen. Zugleich war es auch Befruchtungsorgan und ragte &#039;&#039;laternenförmig&#039;&#039; aus dem Kopf&amp;lt;ref name=Geheimlehre&amp;gt;Nach [[H. P. Blavatsky]] rage dieses laternenförmige Organ aus dem Hinterkopf heraus {{Lit|Geheimlehre, Bd. II, S. 308}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; des im [[Wasser|wässrigen Element]] lebenden Menschen und leuchtete bei einer bestimmten [[Sonne]]nstellung auf. Ein letzter Rest davon hat sich bis heute bei leuchtenden Meerestieren erhalten. Auf die [[Hypophyse]] (Schleimdrüse) wirkten hingegen die [[Mond]]enkräfte ein, welche die [[Atmung]] und [[Ernährung]] regelten, die damals noch zusammenhingen. Sie war zugleich das Organ für die mehr willkürlichen, die Zirbeldrüse die für die weniger willkürlichen Funktionen {{Lit|{{G|105|115ff}}}}. Das Wechselspiel dieser beiden Organe ist heute für die [[Gedächtnis]]bildung besonders bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nicht mehr für die Reproduktion tätige Teil der Fortpflanzungskraft wurde nach der Geschlechtertrennung frei zur weiteren und höheren Ausbildung der inneren [[Organ]]e, namentlich des [[Gehirn]]s. Die Fähigkeit des [[Denken]]s, die Befruchtung der [[Seele]] durch den [[Geist]], wurde erkauft durch die &#039;&#039;&#039;Eingeschlechtlichkeit&#039;&#039;&#039;, die in dieser Form aber auch nicht bis zum Erdenende weiter bestehen wird. Der [[Menschheit]] droht künftig Unfruchtbarkeit ([[#Die drohende Unfruchtbarkeit der Menschheit ab dem 6./7. Jahrtausend|siehe unten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Ätherleib ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir Menschen leben nämlich, so wie wir auf der Erde leben, nur&lt;br /&gt;
mit unserem physischen Leib ein Leben, das mit der Erde zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Schon derjenige Leib, der aus Licht und Ton und Leben gewoben&lt;br /&gt;
ist, und der in diesem physischen Leib drinnensteckt, schon dieser sogenannte&lt;br /&gt;
ätherische Leib lebt nicht nur ein Erdenleben, sondern lebt&lt;br /&gt;
das kosmische Leben mit. Und wenn eine Menschenseele aus den geistigen&lt;br /&gt;
Welten durch die Geburt ins Dasein heruntersteigt, so richten&lt;br /&gt;
sich schon vorher im außerirdischen Kosmos Kräfte zurecht, welche&lt;br /&gt;
den Ätherorganismus des Menschen zusammensetzen, so wie aus den&lt;br /&gt;
physischen Erdenkräften und physischen Erdenstoffen der physische&lt;br /&gt;
Leib des Menschen zusammengesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einfachsten Begriffen der Menschheit lebt eigentlich Hochmut&lt;br /&gt;
und Übermut, insbesondere in unserer materialistischen Zeit. In&lt;br /&gt;
unserer materialistischen Zeit glauben ja die Vorfahren auch, daß sie&lt;br /&gt;
die Nachkommen ganz allein ins Dasein stellen. Und indem der Materialismus&lt;br /&gt;
sich ausbreitet, wird man immer mehr und mehr glauben, daß&lt;br /&gt;
die Vorfahren allein es sind, die die Nachkommen ins Dasein stellen.&lt;br /&gt;
Anders ist es geistig gesehen. Die Menschen hier auf der Erde geben nur&lt;br /&gt;
die Veranlassung, daß das Geistige zu ihnen herunterkommen kann.&lt;br /&gt;
Das, was der Mensch als Vorfahre tun kann, das besteht einzig und&lt;br /&gt;
allein darinnen, daß er den Ort zubereitet, durch den sich ein Ätherleib,&lt;br /&gt;
der aus den Weiten des Kosmos in Kräften sich zubereitet, daß&lt;br /&gt;
ein solcher Ätherorganismus sich auf die Erde herabsenken kann. Dieser&lt;br /&gt;
Ätherorganismus ist ein ebenso organisiertes Wesen, wie es der physische&lt;br /&gt;
Organismus des Menschen ist. Den physischen Organismus des&lt;br /&gt;
Menschen, wir sehen ihn mit dem Haupte, mit den Armen, mit den&lt;br /&gt;
Händen, mit dem Rumpfe, mit alle dem, was er dem Anatomen, dem&lt;br /&gt;
Physiologen darbietet. Für die Geistesschau ist durchglüht, durchleuchtet,&lt;br /&gt;
wie wir wissen, dieser physische Organismus von dem Ätherorganismus.&lt;br /&gt;
Der physische Organismus atmet die Luft ein, atmet die Luft&lt;br /&gt;
aus. Der Ätherorganismus atmet Licht aus, und dieses Licht gibt er uns.&lt;br /&gt;
Und indem er Licht ausatmet und uns das Licht zuteilt, leben wir durch&lt;br /&gt;
sein Licht. Und er atmet Licht ein. Wie wir Luft ein- und ausatmen, so&lt;br /&gt;
atmet unser Ätherleib Licht aus und ein. Und indem er Licht einatmet,&lt;br /&gt;
verarbeitet er das Licht in sich, wie wir die Luft in uns physisch verarbeiten.&lt;br /&gt;
Lesen Sie das nach in meinen Mysteriendramen, wo an einer&lt;br /&gt;
bestimmten Stelle gerade dieses Geheimnis der ätherischen Welt dramatisch&lt;br /&gt;
entwickelt ist. Der Ätherleib atmet Licht ein, verarbeitet das&lt;br /&gt;
Licht in sich zur Dunkelheit, und in diese Dunkelheit kann er als seine&lt;br /&gt;
Nahrung den Weltenton aufnehmen, der in der Sphärenharmonie lebt,&lt;br /&gt;
und kann aufnehmen die Lebensimpulse. Wie wir die physische Nahrung&lt;br /&gt;
aufnehmen, so atmet ein und aus das ätherische Wesen, das in uns lebt,&lt;br /&gt;
Licht. Wie wir die Luft in uns als Sauerstoff verarbeiten und zu Kohlensäure&lt;br /&gt;
machen, so verarbeitet der Ätherleib das Licht und durchzieht&lt;br /&gt;
es mit Dunkelheit, wodurch es in Farben erscheint und der Ätherleib&lt;br /&gt;
uns, für den hellsichtigen Blick, in wogenden Farben erscheint. Aber&lt;br /&gt;
während der Ätherleib das Licht für die Dunkelheit zubereitet und&lt;br /&gt;
dadurch innere Atmungsarbeit für sich verrichtet, lebt er, indem er&lt;br /&gt;
den Weltenton aufnimmt, den Weltenton in das Weltenleben verarbeitet.&lt;br /&gt;
Das aber, was wir so als unseren Ätherleib aufnehmen, das kommt&lt;br /&gt;
zu uns herunter zu gewissen Zeiten aus den Weiten des Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist heute noch nicht möglich, hinzuweisen auf die Umstände, wie&lt;br /&gt;
der menschliche Ätherleib auf den Bahnen des Lichtes herunterzieht,&lt;br /&gt;
wenn diese Bahnen des Lichtes durch die Sternkonstellation in einer&lt;br /&gt;
gewissen Weise gelenkt werden. Damit das einmal gesagt werden könne,&lt;br /&gt;
müssen die Menschen sich noch auf eine höhere Stufe der Moral erheben.&lt;br /&gt;
Denn heute noch würde gerade dieses Mysterium von dem Hereinziehen&lt;br /&gt;
der menschlichen Ätherleiber auf Lichtes- und Sphärenharmonie-Tonbahnen von den Menschen, wenn sie es kennten, in der&lt;br /&gt;
furchtbarsten Weise mißbraucht werden. Denn in diesem Mysterium&lt;br /&gt;
steckt alles, was, wenn die Menschen mit niederen Trieben es sich aneignen&lt;br /&gt;
wollten, den Vorfahren unumschränkte Macht über die ganze&lt;br /&gt;
Nachkommenschaft geben würde. Sie werden es daher glauben, daß&lt;br /&gt;
dieses Mysterium, wie auf Lichtesbahnen und auf den Bahnen der Töne&lt;br /&gt;
aus der Sphärenharmonie die Ätherleiber zu den Menschen, die sich&lt;br /&gt;
verkörpern, kommen, daß dieses Mysterium noch längere Zeit eben ein&lt;br /&gt;
Mysterium wird bleiben müssen. Nur unter ganz bestimmten Bedingungen&lt;br /&gt;
kann man gerade von diesem Mysterium etwas wissen; denn&lt;br /&gt;
bei Nichterfüllung dieser Bedingungen würden die Menschen sich, wie&lt;br /&gt;
gesagt, als Vorfahren eine Macht über die Nachkommenschaft aneignen,&lt;br /&gt;
die unerhört wäre, wodurch die Nachkommenschaft gänzlich ihrer&lt;br /&gt;
freien Selbständigkeit, Persönlichkeit und Individualität beraubt werden&lt;br /&gt;
könnte, und der Wille der Vorfahren dieser Nachkommenschaft&lt;br /&gt;
aufgedrängt werden könnte. Weisheitsvoll ist dies für die Menschheit&lt;br /&gt;
in die Unbewußtheit gehüllt, und gedeiht durch den Willen der weisheitsvollen&lt;br /&gt;
Weltenlenkung in der Unbewußtheit ganz gut.|171|206ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Befruchtung als kosmischer Vorgang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich, als die Erde sich zwar schon von der Sonne abgetrennt hatte, aber noch mit dem Mond verbunden war, wurde die damals noch ungeschlechtliche Fortpflanzung unmittelbar durch die [[Kosmos|kosmischen]] Verhältnisse geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Früher, als die Erde noch&lt;br /&gt;
mit dem jetzigen Monde zusammen einen Himmelskörper bildete,&lt;br /&gt;
den sogenannten Erden-Mond oder die Mond-Erde, da bewegte sich&lt;br /&gt;
dieser Körper um die Sonne in einer bestimmten Bahn und in einer&lt;br /&gt;
gewissen Zeit, indem er ihr stets eine Seite zuwendete. In dieser Zeit&lt;br /&gt;
wanderten alle Lebewesen einmal um den Mond herum, um einmal&lt;br /&gt;
die Sonneneinwirkung zu empfangen. Jener Zug um den Planeten&lt;br /&gt;
hat sich heute noch erhalten im Vogelflug, weil die Vögel damals,&lt;br /&gt;
bevor das Ich in die Erdenentwickelung eintrat, sich abgespalten&lt;br /&gt;
haben von der fortschreitenden Entwickelung auf der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas anderes ist noch viel merkwürdiger. Mit der fortschreitenden&lt;br /&gt;
physischen Entwickelung des Menschen und der höheren Tiere&lt;br /&gt;
hat sich das Geschlechtliche des einzelnen Leibes bemächtigt. Jene&lt;br /&gt;
Begierde, die im einzelnen Leibe sitzt, die heute ganz im Geschlechtlichen&lt;br /&gt;
lebt, war vorher dort nicht vorhanden, sie war eine kosmische&lt;br /&gt;
Kraft. Dem alten Erden-Monde strömte sie von der Sonne zu.&lt;br /&gt;
Sie war die Ursache jener Umgänge um den Planeten, mit denen die&lt;br /&gt;
Art zusammenhing, wie sich die Fortpflanzung vollzog. Der Frühlingszug&lt;br /&gt;
der Vögel ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Art&lt;br /&gt;
Brautzug. Bei diesen Wesen ist das Geschlechtliche noch in der Umwelt,&lt;br /&gt;
und die kosmische Kraft ist die dirigierende Macht, die den&lt;br /&gt;
Zug von außen lenkt und leitet, während bei den anderen Wesen&lt;br /&gt;
diese Kraft eingezogen ist in die einzelnen Leiber. Dieselben Kräfte,&lt;br /&gt;
die im Innern des Menschen, in seinem Leibe wirken, wirken auch&lt;br /&gt;
im äußeren Makrokosmos. Dieselbe Kraft, die Mensch und Mensch&lt;br /&gt;
zusammenführt, die im Leibe des Menschen als Geschlechtskraft&lt;br /&gt;
wirkt, wirkt bei der Vogelspezies nicht im Innern der Wesen, sondern&lt;br /&gt;
von außen und drückt sich in dem äußeren Zuge der Vögel um&lt;br /&gt;
den Planeten aus.&amp;quot; {{Lit|{{G|101|61f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weibliche [[Eizelle]] bildet in ihrer äußeren Kugelform den [[Kosmos]] ab und ihr innerer Bau spiegelt die Verhältnisse im [[Planetensystem]] wieder. Für ein künftiges tieferes Verständnis der Keimesentwicklung müssen [[Astronomie]] und [[Embryologie]] zusammengeschaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und nur derjenige studiert die Wirklichkeit, der auf der einen Seite den Sternenhimmel studiert und auf der anderen Seite&lt;br /&gt;
die Entwickelung namentlich des menschlichen Embryos studiert.&amp;quot; {{Lit|{{G|323|29}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwirkung der kosmischen Kräfte ist möglich, weil sich die Stoffe in der [[Eizelle]] von den irdischen Kristallisationskräften emanzipiert haben. Sie sind nicht, wie man fälschlich meint, in einem hochorganisierten, sondern in einem innerlich zerissenen, beinahe amorphen [[Chaos|chaotischen]] Zustand. Das ist schon unabhängig von der Befruchtung der Fall und dadurch können jene kosmischen Kräfte hereinwirken, die formgeben für den [[Ätherleib]] und für den [[Astralleib]] sind. Durch die Befruchtung mit der [[Samenzelle]] wird dieser Gestaltung auch noch dasjenige einverleibt, was [[physischer Leib]] und was [[Ich]] oder besser, was Ich-Hülle, also Gestaltung des Ich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Man hat die Voraussetzung gemacht: Die Moleküle, wie man sagt, werden immer komplizierter und komplizierter, je mehr man aus dem mineralischen Unorganischen zum Organischen heraufkommt. -Und man sagt: Das organische Molekül, das Zellenmolekül besteht aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefel. Die sind in irgendeiner Weise verbunden. Aber sehr kompliziert sind sie verbunden -, sagt man. Und man betrachtet es als ein Ideal der Naturwissenschaft, darauf zu kommen, wie nun diese einzelnen Atome in den komplizierten organischen Molekülen verbunden sein können. Man sagt sich zwar: Das wird noch lange dauern, bis man finden wird, wie Atom an Atom lagert in dem Organischen, in dem lebendigen Molekül. - Aber das Geheimnis besteht darin: Je organischer ein Stoff Zusammenhang wird, desto weniger bindet sich chemisch das eine an das andere, desto chaotischer werden die Stoffe durcheinandergewirbelt; und schon die gewöhnlichen Eiweißmoleküle, meinetwegen in der Nervensubstanz, in der Blutsubstanz, sind eigentlich im Grunde genommen innerlich amorphe Gestalten, sind nicht komplizierte Moleküle, sondern sind innerlich zerrissene anorganische Materie, anorganische Materie, die sich entledigt hat der Kristallisationskräfte, der Kräfte überhaupt, die die Moleküle zusammenhalten, die die Atome aneinandergliedern. Das ist schon in den gewöhnlichen Organmolekülen der Fall, und am meisten ist es der Fall in den Embryomolekülen, in dem Eiweiß des Keimes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich hier schematisch den Organismus und hier den Keim, also den Beginn des Embryos zeichne, so ist der Keim das allerchaotischste an Zusammenwürfelung des Stofflichen. Dieser Keim ist etwas, was sich emanzipiert hat von allen Kristallisationskräften, von allen chemischen Kräften des Mineralreiches und so weiter. Es ist absolut an einem Orte das Chaos aufgetreten, das nur durch den andern Organismus zusammengehalten wird. Und wir haben dadurch, daß hier dieses chaotische Eiweiß auftritt, die Möglichkeit gegeben, daß die Kräfte des ganzen Universums auf dieses Eiweiß wirken, daß dieses Eiweiß in der Tat ein Abdruck von Kräften des ganzen Universums wird. Und zwar sind zunächst diejenigen Kräfte, die dann formbildend sind für den ätherischen Leib und für den astralischen Leib, in der weiblichen Eizelle vorhanden, ohne daß noch die Befruchtung eingetreten ist. Durch die Befruchtung wird dieser Gestaltung auch noch dasjenige einverleibt, was physischer Leib und was Ich ist, was Ich-Hülle, also Gestaltung des Ich ist. Das also hier ist vor der Befruchtung und dieses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GA_205_05_01.gif|center|Die Eizelle, die den gestaltenden kosmischen Kräften hingegeben ist.]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
hier ist rein kosmisches Bild, ist Bild aus dem Kosmos heraus, weil sich das Eiweiß eben emanzipiert von allen irdischen Kräften und dadurch determinierbar ist durch das, was außerirdisch ist. In der weiblichen Eizelle ist in der Tat irdische Substanz den kosmischen Kräften hingegeben. Die kosmischen Kräfte schaffen sich ihr Abbild in der weiblichen Eizelle. Das geht so weit, daß bei gewissen Gestaltungen des Eies, zum Beispiel in gewissen Tierklassen, Vögeln, selbst in der Gestaltung des Eies etwas sehr Wichtiges gesehen werden kann. Das kann natürlich nicht bei höheren Tieren und nicht beim Menschen wahrgenommen werden, aber in der Gestaltung des Eies bei Hühnern können Sie das Abbild des Kosmos finden. Denn das Ei ist nichts anderes als das wirkliche Abbild des Kosmos. Die kosmischen Kräfte wirken hinein auf das determinierte Eiweiß, das sich emanzipiert hat vom Irdischen. Das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:GA_205_05_02.gif|center|Das Ei als Abbild des Kosmos]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ei ist durchaus ein Abdruck des Kosmos, und die Philosophen sollten nicht spekulieren, wie die drei Dimensionen des Raumes sind, denn wenn man nur richtig weiß, wo man hinzuschauen hat, so kann man überall die Weltenrätsel anschaulich dargestellt finden. Daß die eine Weltenachse länger ist als die beiden andern, dafür ist ein Beweis, ein anschaulicher Beweis einfach das Hühnerei, und die Grenzen des Hühnereies, die Eierschalen, sind ein wirkliches Bild unseres Raumes. Es wird schon notwendig sein - das ist eine Zwischenbemerkung für Mathematiker -, daß unsere Mathematiker sich damit befassen, welches die Beziehungen sind zwischen der Lobatschewskijschen Geometrie zum Beispiel oder der Riemannschen Raumdefinition, und dem Hühnerei, der Gestaltung des Hühnereies. Daran ist außerordentlich viel zu lernen.&amp;quot; {{Lit|{{G|205|88ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Gestalt des Menschen und die einzelnen Teile des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] sind ein individuelles Abbild der aus dem [[Tierkreis]] wirkenden  Gestaltungskräfte. Sie bilden den kosmischen Menschen, den [[Riese Ymir|Riesen Ymir]] der [[Wikipedia:Germanische Mythologie|germanischen Mythologie]] bzw. den [[Adam Kadmon]], von dem in der [[Kabbala]] gesprochen wird. Der Kopf entspricht dem [[Widder (Sternbild)|Widder]], der [[Stier (Sternbild)|Stier]] dem [[Kehlkopf]] und Nackenbereich, die [[Fische (Sternbild)|Fische]] den Füßen usw. {{Lit|{{G|110|143ff}}}} Die Kräfte des [[Planetensystem]]s hingegen gestalten die inneren [[Organe]], die [[Sonne]]nkräfte das [[Herz]], der [[Merkur]] die [[Lunge]] usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Geschlechtertrennung]] konnten die formenden kosmischen Kräfte noch unmittelbar durch das &#039;&#039;Einzelwesen&#039;&#039; empfangen werden, später war das nur mehr durch das Zusammenwirken der &#039;&#039;beiden&#039;&#039; Geschlechter möglich. Damit wurde die Empfängnis aber erst bis zu einem gewissen Grad unter die Willkür des Menschen gestellt, während sie früher unmittelbar ein Ergebnis bestimmter kosmischer Konstellationen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Befruchtungsvorgang und die herabsteigende Individualität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der [[Mensch]] im [[Leben zwischen Tod und neuer Geburt]] im [[Devachan]] sein geistiges Urbild ausgebildet hat, erhält er den Impuls, wieder herunterzusteigen auf den [[Physischer Plan|physischen Plan]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hat der Mensch nun sein Urbild im Devachan vollendet und da hinein all das verwoben, was er als Extrakt seines Ätherleibes von der letzten Verkörperung mitgenommen hat, so geschieht jetzt eine Art von Befruchtung. Das Urbild wird befruchtet von dem Gewebe der eigenen unausgeglichenen Taten. Das erste also, was mit der Seele geschieht, nachdem sie ausgereift ist im Devachan, ist, daß sie eine Befruchtung erfährt mit dem, was wir ihr Karma nennen. Und dadurch erhält sie den Impuls, wieder auf die Erde herunterzusteigen, um möglichst viel von dem früher verursachten Schaden auszugleichen. Mit den Folgen der eigenen Taten wird die Seele befruchtet am Ende des Devachan. Dann erst ist sie vollständig reif zum Heruntersteigen zu einem neuen irdischen Dasein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hellseher sieht überall in der astralen Welt solche Seelen, die sich verkörpern wollen. Raum- und Zeitverhältnisse der astralen Welt sind allerdings anders als die der physischen Welt. Eine solche Seele kann sich mit riesiger Geschwindigkeit bewegen im astralen Raum, und sie wird von besonderen Kräften hingetrieben an den Ort, wo ein für diese Seele richtig konstruierter physischer und Ätherleib erzeugt wird.&amp;quot; {{Lit|{{G|109|200}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Individualität]], die sich zur irdischen [[Inkarnation]] anschickt, ist nun in der Regel schon am Fortpflanzungsvorgang bzw. sogar an der Herbeiführung desselben wesentlich mit beteiligt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dem Fortpflanzungsvorgang geht voraus eine Liebessympathie, die der Hellseher wahrnimmt als ein Hinundherwogen von astralen Kräften, ein Hinundwiderspielen von astralischen Strömungen zwischen Mann und Frau. Es lebt da etwas, was sonst nicht vorhanden ist, wenn der Mensch allein ist; das Zusammenleben der Seelen selber drückt sich aus in dem Hinundherwogen der astralischen Strömungen. Nun ist aber jeder Liebesvorgang individuell. Jedes Lieben geht im Hinundwiderspiel von einer besonderen Individualität aus. Und nun spiegelt sich darinnen, vor aller irdischen Befruchtung, vor dem physischen Akt in dem Liebesbegehren, in diesem astralischen Hinundherspielen die Individualität, die Natur des Wesens, das wieder auf die Erde heruntersteigt. Das ist das Besondere der einzelnen Liebesakte. So&amp;quot;daß man sagen kann: Vor der physischen Befruchtung, da beginnt schon das zu wirken, was aus der geistigen Welt heruntersteigt; das Zusammengeführtwerden von Mann und Frau wird von der geistigen Welt mitbestimmt. Hier spielen in einer intimen wunderbaren Weise Kräfte aus der geistigen Welt mit. Und dasjenige, was heruntersteigt, sich heruntersenkt, ist im allgemeinen von Anfang an gebunden an das Ergebnis der Befruchtung. Durchaus ist es nicht so, daß erst nach einer gewissen Zeit irgendeine Individualität sich damit verbindet. Vom Moment der Befruchtung an ist diese heruntersteigende Individualität mit dem Resultat der physischen Fortpflanzung zusammengehörig. Ausnahmen gibt es allerdings auch da. In den ersten Tagen nach der Befruchtung wirkt freilich diese geistige Individualität, die herunterkommt, noch nicht auf die Entwicklung des physischen Menschen ein, aber sie ist sozusagen dabei, sie ist schon mit dem sich entwickelnden Embryo verbunden. Das Eingreifen geschieht etwa vom achtzehnten, neunzehnten, zwanzigsten und einundzwanzigsten Tage an nach der Befruchtung; da arbeitet dann schon mit dem werdenden Menschen das, was heruntergestiegen ist aus einer höheren Welt. So daß von Anfang an vorbereitet wird, nach den früheren Fähigkeiten, jenes feine, intime organische Gewebe, das notwendig ist, wenn die menschliche Individualität den physischen Leib als Instrument gebrauchen soll. Daß der Mensch eine Einheit ist, rührt davon her, daß das kleinste Organ dem ganzen Organismus entspricht, das heißt, auch das Kleinste muß von einer gewissen Art sein, damit das Ganze so sein kann, damit es geschehen kann, daß schon vom achtzehnten bis einundzwanzigsten Tage an das Ich an der Ausgestaltung des physischen und des Ätherleibes mitwirkt.&amp;quot; {{Lit|{{G|109|201f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für die Entwicklung des heranwachsenden Menschenkeims ist natürlich auch das, was von den Eltern gegeben wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Würde nur das Weibliche einwirken, dann wäre die Fortentwickelung so geschehen, daß das Kind im allerhöchsten Maße den Vorfahren ähnlich wäre. Immer nur ganz gleichgestaltete Wesen würden entstehen. Das Generelle, das Gleichartige rührt vom weiblichen Element her. Erst durch die Geschlechtertrennung ist es möglich geworden, daß sich die menschliche Individualität entfalten kann. Denn das, was bewirkt, daß der Nachkomme Verschiedenheiten von seinen Vorfahren aufweist, das ist der Einfluß des Mannes. Das männliche Element spezialisiert; im weiblichen wird die Gattung erhalten, es reproduziert das Gleichartige; das Männliche, das gibt die Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher auch war es erst, als die Zweigeschlechtlichkeit auf Erden entstanden war, möglich, daß die Verkörperungen oder Reinkarnationen nacheinander erfolgen konnten. Da erst hatte der Mensch die Möglichkeit, irgendwie auf der Erde das verkörpern zu können, was das Ergebnis vom Früheren war. Daß das, was da unten auf der Erde sich vollzieht, und das, was von Inkarnation zu Inkarnation sich entwickeln und bereichern muß, was individuell ist, zusammenpaßt, das rührt davon her, daß männliches und weibliches Element zusammenwirken. Das menschliche Ich würde heute keinen passenden Körper mehr finden, wenn nicht das allgemeine Menschheitsprinzip abgeändert würde durch das männliche Element, das heißt, wenn nicht der allgemeine Typus zum Individuellen sich gestalten würde. Vom weiblichen Element her wirkt im wesentlichen der Ätherleib. Im Ätherleib, in dem die dauernden Neigungen liegen, ist die treibende Kraft des weiblichen Elements. In ihm ist verankert das, was das Generelle ist, das Gattungsmäßige. Im Ätherleib der Frau ist heute noch das Gegenbild dessen vorhanden, was man da außen findet als die Volksseele, als den Rassengeist. Volksseele und Rassengeist sind einander ähnlich. Fassen wir nun ins Auge, was als Geistiges der Befruchtung zugrunde liegt, so müssen wir sagen: Die Befruchtung an sich ist nichts anderes als eine Art Ertötung der lebendigen Kräfte des Ätherleibes. Schon bei der Befruchtung wird der Tod hineingewoben in den menschlichen Leib. Es ist etwas, was den Ätherleib, der sich sonst ins Unendliche vervielfältigen würde, verhärtet, ihn sozusagen abtötet. Das, was von der weiblichen Natur herrührt, der Ätherleib, der sonst nur Kopien gestalten würde, wird durch den männlichen Einfluß verdichtet und dadurch wird er der Bildner der neuen menschlichen Individualität. Die Fortpflanzung besteht in der Erzeugung einer Kopie des weiblichen Ätherleibes; dadurch, daß er durch die Befruchtung in einer gewissen Beziehung verhärtet wird, abgetötet, wird er zugleich individualisiert. Und in dem abgetöteten Ätherleib liegt die Formkraft verborgen, die den neuen physischen Menschen hervorbringt. So rücken zusammen Befruchtung und Fortpflanzung. Wir sehen also, daß zweierlei Befruchtungen stattfinden: unten die physische, menschliche Befruchtung, und oben die Befruchtung des Urbildes durch das eigene Karma. Schon vom achtzehnten bis einundzwanzigsten Tage an, sagten wir, arbeitet das Ich an dem Embryo; aber erst viel später, nach sechs Monaten, arbeiten an dem Embryo andere Kräfte mit, die wir die Kräfte nennen können, die das Karmische des Menschen bedingen. Wir können es so ausdrücken, daß wir sagen: da greift jenes Gewebe ein, das aus Karma gewoben ist. Nach und nach greifen diese Kräfte ein. - Nun gibt es aber auch hier Ausnahmen, so daß in späterer Zeit eine Auswechslung des Ich eintreten kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns ein ungefähres Bild machen wollen von dem, was in den geistigen Welten sich vorfindet und da heruntersteigt, so müssen wir sagen: Das sich verkörpernde Individuum führt die sich Liebenden zusammen. - Das Urbild, das sich verkörpern will, hat sich ja die Astralsubstanz angegliedert, und diese Astralsubstanz wirkt nun hinein in die Liebesleidenschaft, in das Liebesgefühl. Das, was unten auf der Erde hin und wider wogt als astralische Leidenschaft, das spiegelt in sich wieder das Astralische des heruntersteigenden Wesens. Also der astralischen Substanz von oben kommt das astralische Gefühl der Liebenden entgegen; es wird beeinflußt von der Substanz dessen, was zur Verkörperung niedersteigt. Wenn wir diesen Gedanken ganz durchdenken, so müssen wir sagen: Der sich wiederverkörpernde Mensch ist durchaus beteiligt an der Wahl seiner Eltern. Je nachdem er ist, wird er hingetrieben zu dem betreffenden Elternpaar. Der Einwand ist billig, daß man behauptet: mit solcher Begründung der Auswahl der Eltern verliere man das Gefühl, in seinen Kindern wieder zu erstehen, und daß die Liebe, die sich darauf gründet, den Kindern das Ureigene verliehen zu haben, sich dadurch verringere. Das ist eine grundlose Furcht; denn diese Mutter- und Vaterliebe wird in einem viel höheren und schöneren Sinne aufgefaßt, wenn wir sehen, daß das Kind in einem gewissen Sinne die Eltern vorher liebt, schon vor der Befruchtung, und dadurch zu ihnen hingetrieben wird. Die Elternliebe ist also die Antwort auf die Liebe des Kindes, sie ist die Gegenliebe.&amp;quot; {{Lit|{{G|109|202ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natürliche Zeugung und künstliche Befruchtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die jüngste Vergangenheit war die natürliche Zeugung durch [[sexuell]]e Vereinigung das einzige Tor, durch das eine [[mensch]]liche [[Individualität]] zur [[irdisch]]en [[Inkarnation]] herabsteigen konnte. Wie schon im vorigen Abschnitt angedeutet wurde, vereinigen sich dabei die [[astral]]en Kräfte, die sich das Kind aus den höheren Welten mitbringt, mit den astralen Kräften, die in der leidenschaftlichen Umarmung des elterlichen Liebespaares wirsam werden. Je nachdem, ob es sich dabei bloß um [[Egoismus|egoistische]] [[Lust]]gefühle oder um wirkliche [[Liebe]] handelt, wird eine unterschiedliche Astralhülle für das sich inkarnierende Kind gebildet, die seine weitere Entwicklung hemmen oder fördern kann. Natürlich spielen dabei nicht &#039;&#039;nur&#039;&#039; die Kräfte eine Rolle, die unmittelbar im Zeugungsakt regsam gemacht werden, sondern das ganze Verhältnis der Eltern zueinander ist bedeutsam, aber dem eigentlichen Moment der Zeugung kommt dabei doch eine wesentliche Bedeutung zu. Diese Kräfte können postiv oder negativ sein. Bei der künstlichen Befruchtung wird der natürliche Zeugungsakt ausgeschaltet und daher gehen auch die damit verbundenen Kräfte verloren. Es wird eine wichtige Frage für die nähere Zukunft sein, wie dafür ein wirksamer Ersatz gegeben werden kann, denn aufgrund der zunehmenden Unfruchtbarkeit der [[Menschheit]] ist zu erwarten, dass Methoden der künstlich herbeigeführten Reproduktion immer häufiger angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drohende Unfruchtbarkeit der Menschheit ab dem 6./7. Jahrtausend ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Angaben [[Rudolf Steiner]]s wird die Unfruchtbarkeit der Menschheit immer rascher voranschreiten. Das liegt im notwendigen Entwicklungsgang der Menschheit, denn wir nähern uns immer mehr der Zeit, in der die [[irdisch]]en [[Inkarnation]]en des Menschen überhaupt aufhören werden. Bis dahin muss allerdings das menschliche [[Ich]] soweit gereift sein, dass es für seine weitere Entwicklung keiner Verkörperung in einem [[Physischer Leib|physischen Leib]] mehr bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn man kann es herausfinden durch okkulte Forschung, daß im Laufe des sechsten Jahrtausends die Menschenfrauen, wie sie heute organisiert sind, unfruchtbar sein werden, keine Kinder mehr gebären werden. Und eine ganz andere Ordnung wird eintreten im sechsten Jahrtausend! Das zeigt uns die okkulte Forschung. Ich weiß, daß es dem, der im Sinne der heutigen Wissenschaft denkt, als etwas ganz Unsinniges erscheinen wird, das auszusprechen; aber es ist schon einmal so.&amp;quot; {{Lit|{{G|175|217}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und nehmen Sie dazu die Tatsache, die ich Ihnen neulich sagte, daß für denjenigen, der die Dinge geisteswissenschaftlich durchschaut, das klar wird, daß im sechsten, siebenten Jahrtausend die Menschheit in ihrem gegenwärtigen Sinne anfängt, unfruchtbar zu werden. Die Frauen, sagte ich, werden unfruchtbar. Es wird auf die gegenwärtige Art die Menschheit sich nicht fortpflanzen können. Das muß eine Metamorphose durchmachen, das muß wieder den Anschluß finden an eine höhere Welt. Damit dies geschehen kann, daß die Welt nicht nur in die Dekadenz kommt, wo «geheilt» würde alles Gesinntsein zum Guten und Bösen, damit das Gute und Böse, alles Sich-Bekennen zum Guten und Bösen, nicht bloß als Staats-, als Menschensatzung angesehen würde, damit das nicht zustande komme in der Zeit, wo die gegenwärtige Naturordnung innerhalb des Menschengeschlechts mit Notwendigkeit aufhört, ein Menschengeschlecht zu erhalten - denn mit derselben Notwendigkeit, mit der bei der Frau in einem gewissen Alter eine Fruchtbarkeit aufhört, so hört in der Erdenentwickelung mit einem bestimmten Zeitpunkte die Möglichkeit auf, daß die Menschen sich fortpflanzen in der bisherigen Weise -, damit das nicht eintrete, dazu kam der Christus-Impuls.&amp;quot; {{Lit|{{G|175|245f}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn, so sonderbar das heute klingt, eine gewissenhafte okkulte Forschung, die versucht, die Entwickelungsgesetze des Menschengeschlechts zu durchdringen, die zeigt uns eine vielleicht zunächst bestürzend wirkende Wahrheit, zeigt uns, daß in gar nicht so ferner Zeit, vielleicht schon im 7. Jahrtausend, sämtliche Erdenfrauen unfruchtbar werden. So weit geht es mit der Vertrocknung, mit der Zerbröckelung der Leiber: Im 7. Jahrtausend werden die Erdenfrauen unfruchtbar! Denken Sie sich, wenn nun die Beziehungen bleiben sollten, die sich nur zwischen dem Menschlich-Seelischen und den menschlichen physischen Leibern ausleben können, dann könnten ja nachher die Menschen überhaupt sich nichts mehr zu tun machen auf der Erde. Es werden noch nicht alle Erdenperioden abgelaufen sein, wenn die Menschenfrauen keine Kinder mehr bekommen können. Da muß denn der Mensch ein anderes Verhältnis finden zu dem Erdendasein. Die letzten Epochen der Erdenentwickelung werden den Menschen in die Notwendigkeit versetzen, überhaupt auf eine physische Leiblichkeit zu verzichten und dennoch auf der Erde anwesend zu sein. Das Dasein ist eben doch geheimnisvoller, als man nach den plumpen naturwissenschaftlichen Begriffen der Gegenwart gern annehmen möchte.&amp;quot; {{Lit|{{G|177|88}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun wissen Sie ja, daß der Mond einstmals sich wiederum mit der Erde vereinigen wird. Dieser Zeitpunkt, wo der Mond sich wiederum mit der Erde vereinigen wird, der wird von den in der Abstraktion lebenden Astronomen und Geologen ja Jahrtausende weit hinausgeschoben; das ist aber nur ein Wahn. In Wirklichkeit stehen wir dem Zeitpunkt gar nicht sofern. Sie wissen ja, die Menschheit als solche wird immer jünger und jünger (siehe auch -&amp;gt; [[Jüngerwerden der Menschheit]] und {{Lit|{{G|176|12ff}}}}). Sie wissen, daß die Menschen immer mehr und mehr dazu kommen, ihre leiblich-seelische Entwickelung nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkte zu haben. In der Zeit von Christi Tod, als das Ereignis von Golgatha stattfand, waren die Menschen bis zum dreiunddreißigsten Jahr im allgemeinen leiblich-seelisch entwickelungsfähig. Heute sind sie es nurmehr bis zum siebenundzwanzigsten Jahre. Und es wird eine Zeit kommen im 4. Jahrtausend, da werden die Menschen nur bis zum einundzwanzigsten Jahre noch entwickelungsfähig sein. Dann wird eine Zeit kommen im 7. Jahrtausend, da werden die Menschen nur bis zum vierzehnten Jahr noch entwickelungsfähig sein durch ihre Leiblichkeit. Die Frauen werden dann aufhören, fruchtbar zu sein; es wird eine ganz andere Art und Weise des Erdenlebens eintreten. Es wird die Zeit sein, in der der Mond sich der Erde wiederum nähert, sich der Erde wiederum eingliedert.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun möchte ich Sie zunächst noch aufmerksam machen auf das Bedeutungsvolle, das eigentlich hinter all den Tatsachen steht. Wir wissen, ungefähr 1413, also im 15.Jahrhundert, war der Übergang aus der vierten in die fünfte nachatlantische Kulturperiode. Zu alldem, was wir schon an Charakteristik angeführt haben, sei noch hinzugefügt, daß von den geistigen Welten aus die Lenkung der irdischen Angelegenheiten so geschehen ist, daß an dieser Lenkung hauptsächlich Wesen aus der Hierarchie der Archangeloi beschäftigt waren — einiges über die genaueren Zusammenhänge können Sie ja aus dem Büchelchen «[[Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]» entnehmen -, hauptsächlich, sage ich... Engelwesen, Wesen aus der Hierarchie der Angeloi dienen diesen höheren Wesen aus der Hierarchie der Archangeloi; aber sie dienen ihnen so, daß gewissermaßen das Verhältnis zwischen den Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi und denen der Archangeloi eine übersinnliche, eine rein geistige Angelegenheit ist, die die Menschen noch wenig berührt. Das wird anders mit dem Hereinbrechen der fünften nachatlantischen Periode, denn da werden in der Führung der Menschheit gewissermaßen selbständiger die Wesen aus der Hierarchie der Angeloi. So daß die Menschen in der vierten nachatlantischen Zeit mehr direkt geführt sind von den Archangeloi; dagegen in der fünften Zeit - also in unserer ganzen jetzigen fünften Zeit bis ins 4. Jahrtausend hinein - wird eine direkte Führung des Menschen durch die Angeloi stattfinden. So daß man jetzt nicht mehr sagen kann: Das Verhältnis der Angeloi zu den Archangeloi ist nur ein übersinnliches Verhältnis. Das ist die Tatsache, geistig ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann diese Tatsache auch mehr materiell ausdrücken, denn alles Materielle ist ein Abbild des Geistigen. Wenn wir suchen, auf welchem Umwege die Archangeloi mit den Angeloi zusammen während der vierten nachatlantischen Zeit die Menschen lenkten, können wir sagen: Dies geschah durch das menschliche Blut. - Und auf dem Umwege durch das menschliche Blut wurde ja auch die soziale Struktur hervorgerufen, die sich der Blutsverwandtschaft, den Blutsbanden anschloß. Gewissermaßen war die Wohnung der Archangeloi sowohl wie der Angeloi im Blute. Ja, das Blut ist nicht bloß dasjenige, was der Chemiker analysiert, sondern das Blut ist zugleich der Wohnort übersinnlicher Wesenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von dieser vierten nachatlantischen Zeit sprechen, so ist das Blut der Wohnort von Archangeloi und Angeloi. Das wird eben anders in der fünften nachatlantischen Zeit, das wird so, daß sich die Angeloi mehr des Blutes bemächtigen - ich rede jetzt von den Angeloi des Lichtes, von den normalen - und die Archangeloi mehr im Nervensystem wirken. Ich könnte auch mit alter Terminologie ebensogut sagen: In der fünften nachatlantischen Zeit wirken die Archangeloi mehr im Gehirn, die Angeloi mehr im Herzen. Physiologisch, im Sinne der jetzigen Wissenschaft gesprochen, würde man sagen müssen: Die Angeloi wirken mehr im Blute, die Archangeloi mehr im Nervensystem. - So ist wirklich mit den Menschen, wie Sie sehen, eine große Veränderung vor sich gegangen, die man verfolgen kann bis in die materielle Struktur des Menschen hinein...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert war ein besonderer Zeitabschnitt in der Erdenentwickelung und in der damit zusammenhängenden Entwickelung der geistigen Welt herangekommen. Man kann dasjenige, was da herangekommen war, etwa in der folgenden Art charakterisieren. Man kann sagen: In dieser Zeit, im 15. Jahrhundert, war die Anziehungskraft der Erde für die Archangeloi, für die regelrechten Archangeloi, die ja den Übergang suchten vom Blut ins Nervensystem, am größten. Also wenn wir zurückgehen aus dem 14. ins 13., 12., 11. Jahrhundert, so finden wir, daß immer schwächer wird die Anziehungskraft der Erde, und nachher wird wiederum die Anziehungskraft der Erde schwächer. Man könnte sagen: Die Archangeloi sind von höheren Geistern angehalten gewesen, in diesem 15. Jahrhundert das Erdendasein am meisten zu lieben. So paradox das manchem heutigen, klotzig materialistisch denkenden Menschen erscheint, so ist es doch richtig, daß mit solchen Dingen zusammenhängt das, was auf der Erde vorgeht. Wie kommt es, daß gerade damals in einer so merkwürdigen Weise Amerika wiederentdeckt wurde, daß die Menschen anfingen, sich wieder der ganzen Erde zu bemächtigen? Weil die Archangeloi in dieser Zeit am meisten angezogen waren von der Erde. Dadurch dirigierten sie teilweise das Blut, teilweise das Nervensystem schon so, daß der Mensch anfing, von der ganzen Erde Besitz zu ergreifen von seinen Kulturzentren aus. Solche Ereignisse muß man im Zusammenhang mit der geistigen Wirksamkeit betrachten, sonst versteht man sie nicht. Gewiß klingt es heute für den materialistisch klotzigen Denker sonderbar, wenn man sagt: Deshalb entdeckten die Menschen Amerika, deshalb spielte sich das andere alles ab, was Sie ja in der sogenannten Geschichte nachlesen können, weil die Anziehungskraft der Erde für die Archangeloi am größten in der damaligen Zeit war zwischen bestimmten Grenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damals begann von seiten der Archangeloi die Erziehung der Angeloi, die dahin ging, das menschliche Blut in Besitz zu nehmen, während die Archangeloi den Übergang finden wollten ins Nervensystem. Und im Beginne der vierziger Jahre war die Sache so weit, daß gewisse zurückgebliebene Angeloiwesen den Versuch machten, nun nicht im Blute zu residieren oder zu regieren, sondern den Archangeloiplatz im Nervensystem einzunehmen. Also wir können sagen: Es war in diesen vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein bedeutungsvoller Kampf, der sich so entwickelt hat, wie ich das schon beschrieben habe, der, wenn wir sein Spiegelbild hier im gröbst Materiellen betrachten, sich abspielte zwischen dem menschlichen Blut und dem menschlichen Nervensystem. Die Engel der Finsternis wurden aus dem Nervensystem herausgeworfen und in das menschliche Blut geworfen, so daß sie nunmehr im menschlichen Blute so rumoren, wie ich das geschildert habe. Weil sie im menschlichen Blute rumoren, kommt das alles zustande, was ich beschrieben habe als die Wirkung der zurückgebliebenen Angeloi hier auf der Erde. Da sie im menschlichen Blute rumoren, hat sich auch das herausgestellt, daß die Menschen so gescheit sein konnten, wie ich das beschrieben habe. Natürlich spielt sich das alles langsam und allmählich ab, so daß man sagen kann: Der richtige tiefgehende Abschnitt ist 1841; aber das ganze 19. Jahrhundert ist schon infiziert von dem, was da in Betracht kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist überhaupt eine Evolution eingeleitet, die von tiefgehender Bedeutung ist. Ich habe Sie im Laufe dieser Vorträge schon auf eine wichtige Tatsache aufmerksam gemacht. Ich habe Sie darauf aufmerksam gemacht, daß es nur bis zum 7. Jahrtausend dauern wird innerhalb der Erdenentwickelung, daß die Menschenfrauen fruchtbar sein werden, daß dann nicht mehr die Fortpflanzung hier besorgt werden kann. Ginge es bloß nach den normal im Blute lebenden Engelwesen, so würde die menschliche Generation, die menschliche Fortpflanzung, nicht einmal bis dahin dauern, sondern nur ins 6. Jahrtausend hinein. Nur noch die sechste nachatlantische Kulturperiode träfe die Möglichkeit einer physischen Fortpflanzung auf der Erde; weiter erstreckt sich der Impuls der Fortpflanzung für diese nachatlantische Zeit in ihren sieben Kulturperioden nach der Weisheit des Lichtes nicht. Aber die Fortpflanzung wird länger dauern; sie wird bis ins 7. Jahrtausend hinein dauern, vielleicht noch etwas darüber hinaus. Woher wird das kommen? Weil dann Regenten der Fortpflanzung, impulsierende Mächte der Fortpflanzung diese herabgestoßenen Angeloi sein werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr bedeutungsvoll. In der sechsten nachatlantischen Kulturperiode wird nach und nach versiegen die menschliche Fruchtbarkeit, insoferne sie impulsiert ist von den Lichtmächten. Und die dunkeln Mächte werden eingreifen müssen, daß die Sache noch etwas weitergehe. Wir wissen, die sechste nachatlantische Kulturperiode hat ihre Keime im europäischen Osten. Der europäische Osten wird starke Neigungen entwickeln, die menschliche Fortpflanzung, die physische Fortpflanzung nicht über die sechste Kulturperiode hinausgehen zu lassen, sondern nachher die Erde überzuführen in ein mehr spirituelles, in ein mehr psychisches Dasein. - Von Amerika herüber werden die ändern Impulse wirken für die siebente nachatlantische Kulturperiode, in welcher die Impulse der herabgestoßenen Angeloi die Generation leiten werden.&amp;quot; {{Lit|{{G|177|231ff}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird ein Jahr kommen in der physischen Erdenentwickelung, dieses Jahr wird, sagen wir, ungefähr das Jahr 5700 und einiges sein, in diesem Jahre, oder um dieses Jahr herum, wird der Mensch, wenn er seine richtige Entwickelung über die Erde hm vollzieht, nicht mehr die Erde so betreten, daß er sich verkörpert in Leibern, die von physischen Eltern abstammen. Ich habe öfters gesagt, die Frauen werden in diesem Zeitalter unfruchtbar. Die Menschenkinder werden dann nicht mehr in der heutigen Weise geboren, wenn die Entwickelung über die Erde hin normal verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über eine solche Tatsache darf man sich keinen Mißverständnissen hingeben. Es könnte zum Beispiel auch folgendes eintreten: Es könnten die ahrimanischen Mächte, welche unter dem Einfluß der gegenwärtigen Menschenimpulse sehr stark werden, die Erdenentwickelung verkehren; sie könnten die Erdenentwickelung in gewissem Sinne pervers machen. Dadurch würde - gar nicht zum Menschenheile - über diese Jahre im 6. Jahrtausend hinaus die Menschheit in demselben physischen Leben erhalten werden können. Sie würde nur sehr stark vertieren; aber sie würde in diesem physischen Leben erhalten werden können. Das ist eine der Bestrebungen der ahrimanischen Mächte, die Menschheit länger an die Erde zu fesseln, um sie dadurch von ihrer Normalentwickelung abzubringen. Aber wenn die Menschheit wirklich das ergreift, was in ihren besten Entwickelungsmoglichkeiten liegt, so kommt einfach im 6. Jahrtausend diese Menschheit zum Irdischen in eine Beziehung, die für weitere zweieinhalb Jahrtausende so ist, daß der Mensch zwar noch mit der Erde ein Verhältnis haben wird, aber ein Verhältnis, das sich nicht mehr darin ausdrückt, daß physische Kinder geboren werden. Der Mensch wird gewissermaßen als Geist-Seelenwesen - um es anschaulich auszudrücken, will ich sagen: in den Wolken, im Regen, in Blitz und Donner rumoren in den irdischen Angelegenheiten. Er wird gewissermaßen die Naturerscheinungen durchvibrieren; und in einer noch späteren Zeit wird das Verhältnis zum Irdischen noch geistiger werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von allen diesen Dingen kann heute nur erzählt werden, wenn man einen Begriff hat von dem, was geschieht zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Obzwar nicht eine vollständige Gleichheit herrscht zwischen der Art und Weise, wie der Mensch heute zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zu den irdischen Verhältnissen in Beziehung steht, und der Art, wie er dann, wenn er sich gar nicht mehr physisch verkörpern wird, dazu in Beziehung stehen wird, so ist doch eine Ähnlichkeit vorhanden. Wir werden gewissermaßen, wenn wir verstehen, der Erdenentwickelung ihren wirklichen Sinn zu geben, dann dauernd in ein solches Verhältnis zu den irdischen Angelegenheiten kommen, wie wir jetzt dazu bloß stehen, wenn wir zwischen dem Tod und einer neuen Geburt leben. Es ist das jetzige Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt nur etwas, ich möchte sagen, geistiger, als es dann sein wird, wenn der Mensch dauernd in diesen Verhältnissen sein wird.&amp;quot; {{Lit|{{G|196|90f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wird sich der [[Mensch]] nicht mehr von [[Tier]]en oder [[Pflanze]]n ernähren, sondern bereits zu einer rein mineralischen Ernährungsweise übergegangen sein (siehe -&amp;gt; [[Ernährung#Milch, Fleischnahrung, Vegetarismus, künftige mineralische Ernährung|Ernährung, Milch, Fleischnahrung, Vegetarismus, künftige mineralische Ernährung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Kehlkopf als künftiges Fortpflanzungsorgan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kehlkopf]] wird sich künftig so zu einem neuen Reproduktionsorgan umbilden, dass der Mensch durch das [[Wort]] zeugend sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es gibt im Menschen zweierlei Organe, solche, welche auf dem Wege sind, unvollkommen zu werden, und nach und nach abfallen werden, und solche, die erst in der Ausbildung begriffen sind. Alle niederen Organe, die sexuellen Organe, werden abfallen. Herz und Kehlkopf dagegen sind Organe, die erst in der Zukunft ihre Vollendung haben werden, erst in der Zukunft ihre Entwickelung finden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich spreche zu Ihnen. Meine Gedanken sind in mir. Ich kleide sie in Worte. Diese kommen aus dem Kehlkopf heraus, bringen Tonschwingungen hervor, und dadurch teilen sich meine Gedanken Ihrer Seele mit. Der Kehlkopf ist der Apparat, die Luftwellen zu machen, und das, was in der Seele ist, da hinauszubringen. Wenn jemand einen Apparat erfinden könnte, durch den die Wellen verfestigt werden könnten, dann könnten Sie meine Gedanken, meine Worte aufklauben. In der Zukunft wird der Kehlkopf nicht nur die Worte hervorbringen, sondern er wird einstmals das schöpferische, das Zeugungsorgan sein, das dem Menschen ähnliche Wesen hervorbringen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gewissen Zeiten, da war noch nicht die pflanzliche Natur des Menschen durchdrungen von der begierdevollen Fleischesqualität. Gerade diejenigen Organe, die sich am spätesten aus der tierischen Natur entwickelt haben, gehen zuerst wieder weg; das sind die Fortpflanzungsorgane. Diese waren lange da als Pflanzenorgane, als der Mensch schon in Fleisch da war. Deshalb sind in Sammlungen Bilder von Hermaphroditen mit Pflanzenorganen zu sehen. Wenn in der Bibel erzählt wird vom Feigenblatt der Eva, so ist in Wahrheit unter diesem Symbole zu verstehen, daß diese Organe die letzten waren, welche sich im Fleische entwickelt haben. So muß in die religiösen Urkunden eingedrungen werden. Die Sexualorgane sind untergehende Organe, dagegen ist der Kehlkopf in voller Umbildung begriffen, und wenn der Mensch wieder keusch geworden sein wird, wird sich der Kehlkopf der geistigen Sonne wieder zuwenden. Der Kelch der Pflanze entwickelte sich zu der leidenschafterfüllten Fleischesform, und wieder wird der Kehlkopf zum keuschen, reinen Kelche, der vom Geiste befruchtet wird, der der heiligen Liebeslanze entgegengehalten wird. Das ist auch das Symbol des Heiligen Gral, sein hohes Ideal.&amp;quot; {{Lit|{{G|098|23f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Fortpflanzung}}&lt;br /&gt;
* [[Sexualität]]&lt;br /&gt;
* [[Sexuelle Askese]]&lt;br /&gt;
* [[Keuschheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sexualität und Nationalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Geschlechtsorgane]]&lt;br /&gt;
* [[Kehlkopf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helena Petrovna Blavatsky]]: &#039;&#039;Die Geheimlehre&#039;&#039;, Band II: Anthropogenesis, deutsche Gesamtausgabe Leipzig 1919, Nachdruck Hannover 1999&lt;br /&gt;
* Werner Christian Simonis: &#039;&#039;Die geistigen Hintergründe zum Entstehen und zum Wandel der Geschlechter&#039;&#039;, J.Ch. Mellinger Vlg., Stuttgart 1977&lt;br /&gt;
* Gerhard Wehr: &#039;&#039;Der Urmensch und der Mensch der Zukunft. Das Mysterium männlich-weiblicher Ganzheit im Lichte der Anthroposophie&#039;&#039;, Vlg. Die Kommenden, Freiburg i.Br. 1979&lt;br /&gt;
* Max Hoffmeister: &#039;&#039;Die übersinnliche Vorbereitung der Inkarnation. Erkenntnisgrundlagen zur Frage der Wesenheit des Ich und der Regelung der Empfängnis&#039;&#039;, Vlg. Die Pforte, Basel 1991&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1986), im Kapitel &#039;&#039;Die hyperboräische und die polarische Epoche&#039;&#039; {{Vorträge|11}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt&#039;&#039;, [[GA 98]] (1996) {{Vorträge|98}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole&#039;&#039;, [[GA 101]] (1992), ISBN 3-7274-1010-8 {{Vorträge|101}} &lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwickelung sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur&#039;&#039;, [[GA 105]] (1991) {{Vorträge|105}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Ägyptische Mythen und Mysterien&#039;&#039;, [[GA 106]] (1992) {{Vorträge|106}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaftliche Menschenkunde&#039;&#039;, [[GA 107]] (1988) {{Vorträge|107}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen&#039;&#039;, [[GA 109]] (2000) {{Vorträge|109}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt&#039;&#039;, [[GA 110]] (1991) {{Vorträge|110}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&#039;&#039;, [[GA 170]] (1978), Siebenter Vortrag, Dornach, 12. August 1916 {{Vorträge|170}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit. Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts&#039;&#039;, [[GA 171]] (1984), ISBN 3-7274-1710-2 {{Vorträge|171}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha&#039;&#039;, [[GA 175]] (1982), Zehnter Vortrag, Berlin, 10. April 1917&lt;br /&gt;
* ebd. Elfter Vortrag, Berlin, 12. April 1917 {{Vorträge|175}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis&#039;&#039;, [[GA 177]] (1966), Fünfter Vortrag, Dornach, 7. Oktober 1917 {{Vorträge|177}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus&#039;&#039;, [[GA 176]] (1982), Erster Vortrag, Berlin, 29. Mai 1917 {{Vorträge|176}}&lt;br /&gt;
* [[GA 177]] (1966), Vierzehnter Vortrag, Dornach, 28. Oktober 1917 {{Vorträge|177}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung&#039;&#039;, [[GA 196]] (1992), Sechster Vortrag, Dornach, 18. Januar 1920 {{Vorträge|196}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist – Erster Teil&#039;&#039;, [[GA 205]] (1987) {{Vorträge|205}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie&#039;&#039;, [[GA 323]] (1997) {{Vorträge|323}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.anthroposophie.net/steiner/ga/bib_steiner_ga_110.htm Rudolf Steiner: &#039;&#039;Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt&#039;&#039;] - Der gesamte Text online.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fortpflanzung|!]] [[Kategorie:Sexualität]] [[Kategorie:Leben]] [[Kategorie:Biologie]]&lt;br /&gt;
[[en:Reproduction]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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		<title>Geologische Zeitskala</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Skalenmaßstab und Ausschnitte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geozeitskala}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;geologische Zeitskala&#039;&#039;&#039; ist eine [[Hierarchie|hierarchische]] Unterteilung der [[Historische Geologie|Erdgeschichte]]. Sowohl die Hierarchie-Ebenen als auch die Zeitabschnitte sind benannt. Die älteren Zeitabschnitte („[[Präkambrium]]“) sind hierbei weniger fein untergliedert als die jüngeren, und ihre Unterteilung erfolgt ausschließlich anhand [[Tektonik|tektonischer]] Phasen. Mit Beginn des [[Phanerozoikum]]s („Zeitalter des sichtbaren [tierischen] Lebens“) vor 541 Millionen Jahren setzt der kontinuierliche [[Fossilbericht]] ein, der mit den Methoden der [[Biostratigraphie]] eine differenziertere Einteilung ermöglicht. Die Grenzen der Zeitabschnitte werden mit den Methoden der [[W:Geochronologie|Geochronologie]], hauptsächlich [[W:Radiometrische Datierung|radiometrisch]], mit einem absoluten (numerischen) Alter belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konventionell wird die zeitliche Abfolge von unten nach oben dargestellt, so wie die Serien der [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgesteine]] innerhalb eines idealisierten [[Tektonik|tektonisch]] ungestörten [[W:Geologisches Profil|Gesteinsprofils]] anzutreffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in der internationalen geowissenschaftlichen Gemeinschaft allgemein akzeptierte Fassung der geologischen Zeitskala wird von der [[W:International Commission on Stratigraphy|International Commission on Stratigraphy]] (ICS) erarbeitet und publiziert. Die Tabelle rechts zeigt die stratigraphischen Einheiten nach ICS-Standard in kompakter, nicht maßstäblicher Darstellung (die Einheiten der beiden untersten Hierarchieebenen sind nicht mit enthalten). Eine ausführlich kommentierte Tabelle ist [[W:Paläo-/Geologische Zeitskala|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Duale Nomenklatur {{Anker|Erdzeitalter}} ==&lt;br /&gt;
Die Erdgeschichte überspannt einen gigantischen Zeitraum (englisch als auch &#039;&#039;deep time&#039;&#039;, „tiefe Zeit“, bezeichnet), der in hierarchisch strukturierte Intervalle unterteilt wird. In der von der [[W:International Commission on Stratigraphy|Internationalen Kommission für Stratigraphie]] (ICS) festgelegten globalen Standard-Zeitskala, an der sich alle anderen globalen Skalen orientieren,&amp;lt;ref&amp;gt;beispielsweise die [http://www.geosociety.org/science/timescale/ Geologic Time Scale] der [[W:Geological Society of America|Geological Society of America]]&amp;lt;/ref&amp;gt; folgt die hierarchische Gliederung zwei parallel verwendeten und einander relativ ähnlichen Konzepten: der [[Geochronologie]] und der [[Chronostratigraphie]]. Die geochronologische Gliederung bezieht sich ausschließlich auf die &#039;&#039;Zeitabschnitte&#039;&#039; der Erdgeschichte („Erdzeitalter“, geologische Zeit). Die Chronostratigraphie bezieht sich hingegen auf die &#039;&#039;geologische Überlieferung&#039;&#039;, das heißt auf die Gesamtheit oder eine bestimmte Teilmenge der &#039;&#039;Gesteine&#039;&#039;, die aus einem solchen Zeitabschnitt überliefert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geochronologische und das chronostratigraphische Konzept unterscheiden sich nomenklatorisch nur in der Benennung der Hierarchieebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen der &#039;&#039;geochronologischen&#039;&#039; Hierarchieebenen lauten:&lt;br /&gt;
* [[W:Äon (Geologie)|Äon]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;eon&#039;&#039;}}, {{grcS|prefix=nein|αἰών|aiṓn}} „Ewigkeit“)&lt;br /&gt;
** [[W:Ära (Geologie)|Ära]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;era&#039;&#039;}}, [[mittellatein]]isch {{lang|la|&#039;&#039;aera&#039;&#039;}} „Zeitalter“)&lt;br /&gt;
*** [[W:System (Geologie)|Periode]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;period&#039;&#039;}}, griechisch {{lang|grc|περίοδος|períodos}} „sich wiederholender Abschnitt“)&lt;br /&gt;
**** [[W:Serie (Geologie)|Epoche]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;epoch&#039;&#039;}}, griechisch {{lang|grc|ἐποχή|epochḗ}} „Haltepunkt“)&lt;br /&gt;
***** [[W:Stufe (Geologie)|Alter]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;age&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der naturwissenschaftlich nicht festgelegte, allgemeinsprachliche Begriff &#039;&#039;&#039;Erdzeitalter&#039;&#039;&#039; steht meist für einen größeren Zeitabschnitt der Erdgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Lemma [http://www.dwds.de/?qu=Erdzeitalter &#039;&#039;Erdzeitalter&#039;&#039;] im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Regel bezieht er sich auf die Ären und Perioden der geologischen Zeitskala&amp;lt;ref&amp;gt;Lemma [http://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/erdzeitalter/3815 &#039;&#039;Erdzeitalter&#039;&#039;] im Spektrum-Kompaktlexikon der Biologie&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit auf Intervalle von mindestens zwei, meist jedoch zwischen 40 und 250 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen der &#039;&#039;chronostratigraphischen&#039;&#039; Hierarchieebenen lauten:&lt;br /&gt;
* [[W:Äonothem|Äonothem]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;eonothem&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
** [[W:Ärathem|Ärathem]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;erathem&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
*** [[W:System (Geologie)|System]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;system&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
**** [[W:Serie (Geologie)|Serie]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;series&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
***** [[W:Stufe (Geologie)|Stufe]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;stage&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Intervalle sind in beiden Konzepten identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel zur Veranschaulichung: Die Aussage &#039;&#039;„Im [[W:Devon (Geologie)|Devon]] lebten die ersten Landwirbeltiere“&#039;&#039; bezieht sich auf die geologische Zeit und das geochronologische Konzept des Intervalls &#039;&#039;Devon&#039;&#039; (Periode). Die Aussage &#039;&#039;„Im Devon Grönlands wurden zahlreiche Überreste früher Landwirbeltiere gefunden“&#039;&#039; bezieht sich auf die geologische Überlieferung und das chronostratigraphische Konzept des Intervalls &#039;&#039;Devon&#039;&#039; (System). Im letztgenannten Fall könnte man den Namen des Zeitabschnittes auch durch die Nennung einer oder mehrerer lithostratigraphischer Einheiten ersetzen &#039;&#039;(„In der [devonischen] Britta-Dal-Formation Grönlands wurden zahlreiche Überreste früher Landwirbeltiere gefunden“)&#039;&#039; und eine Präzisierung der stratigraphischen Angabe „Devon“ ist mittels der Attribute „oberes“ bzw. „unteres“ vorzunehmen (&#039;&#039;„Im oberen Devon Grönlands wurden zahlreiche Überreste früher Landwirbeltiere gefunden“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„In der oberdevonischen Britta-Dal-Formation Grönlands wurden […]“&#039;&#039;). Bei Nutzung des geochronologischen Konzeptes eines Intervalls ist die Präzisierung mittels der Attribute „frühes“ bzw. „spätes“ vorzunehmen &#039;&#039;(„Im späten Devon lebten die ersten Landwirbeltiere“)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Konzepte sind eng miteinander verknüpft, denn absolute (numerische) Alters- bzw. Zeitangaben können nur aus geologisch überliefertem Material gewonnen werden, im Regelfall durch [[W:Radiometrische Datierung|radiometrische Datierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Tatsächlich ist das Konzept der geologischen Zeit von dem der geologischen Überlieferung abgeleitet. So waren im deutschen Sprachraum früher Bezeichnungen wie &#039;&#039;Karbon-Formation&#039;&#039;, &#039;&#039;Trias-Formation&#039;&#039; usw. üblich, wenn Gesteinsabfolgen eines bestimmten relativen Alters gemeint waren. Mittlerweile ist der Begriff der [[W:Formation (Geologie)|Formation]] enger definiert und wird nicht mehr in der Chronostratigraphie benutzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine strikte Trennung von Geochronologie und Chronostratigraphie wird in der Praxis daher nur selten durchgehalten. Die aktuelle Version der Standard-Zeitskala der ICS trägt den Titel &#039;&#039;International Chronostratigraphic Chart&#039;&#039;, obwohl im Tabellenkopf auch die Bezeichnungen für die geochronologischen Hierarchieebenen stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stratigraphy.org/index.php/ics-chart-timescale International Chronostratigraphic Chart], offizielle Webpräsenz der ICS (www.stratigraphy.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Skalen ==&lt;br /&gt;
In verschiedenen Regionen der Erde (Nordamerika, Westeuropa, Osteuropa, China, Australien) werden neben der globalen Standard-Zeitskala auch regionale Skalen verwendet. Diese unterscheiden sich voneinander und von der Standard-Zeitskala hinsichtlich der Benennung einiger Intervalle, meist der mittleren und unteren Hierarchieebenen, sowie hinsichtlich des absoluten (numerischen) Alters einiger Intervallgrenzen. Sie tragen damit Besonderheiten der geologischen Überlieferung in der entsprechenden Region Rechnung. Es handelt sich folglich um „rein“ chronostratigraphische Tabellen. Einzelne Abschnitte dieser regionalen Skalen können in subregionalem Maßstab wiederum voneinander abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise sind für die [[Kaltzeit]]en des [[Pleistozän]]s von Nordamerika, der Norddeutschen Tiefebene und des Alpenraums unterschiedliche Bezeichnungen in Gebrauch und das [[W:Perm (Geologie)|Perm]] von Mitteleuropa, [[W:Dyas (Geologie)|Dyas]] genannt, beginnt früher als das Perm der globalen Zeitskala und anderer regionaler Skalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition der Einheitengrenzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ediacaran GSSP - closeup.JPG|mini|Der „goldene Nagel“, der die Untergrenze des Ediacariums und damit die Obergrenze des [[W:Cryogenium|Cryogeniums]] im Referenzprofil (Aufschluss einer [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]]-Abfolge am Enorama Creek, South Australia) kennzeichnet. Oberhalb und links der Markierung sind Beprobungsstellen zu sehen.]]&lt;br /&gt;
Die Grenzen der Einheiten bzw. Intervalle des [[Phanerozoikum]]s sind primär meist anhand des Erscheinens (engl.: &#039;&#039;first appearance date&#039;&#039;, FAD) oder Verschwindens (engl.: &#039;&#039;last appearance date&#039;&#039;, LAD) bestimmter [[Art (Biologie)|Tierarten]] im [[Fossilbericht]] (ein sogenanntes &#039;&#039;Bioevent&#039;&#039;) definiert. Es handelt sich dabei stets um Überreste von Meeresorganismen, weil zum einen Meeressedimente, speziell [[Schelf]]&amp;amp;shy;sedimente, in der geologischen Überlieferung wesentlich häufiger sind als festländische Sedimente, und zum anderen, weil Schelfsedimente im Schnitt deutlich fossilreicher sind als festländische Sedimente. Definiert ist jeweils immer nur die Basis, die Untergrenze, einer Einheit, und die Obergrenze ist identisch mit der Basis der nächstfolgenden. Neben den primären Markern sind die Einheiten zusätzlich durch sekundäre Marker definiert, die das Auffinden der Einheitengrenze in Sedimenten, die den Primärmarker [[fazies]]&amp;amp;shy;bedingt (vgl. →&amp;amp;nbsp;[[Ablagerungsmilieu]]) nicht enthalten, ermöglichen soll. Neben Fossilien dienen auch [[Geochemie|geochemische]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Der bekannteste geochemische Marker dürfte die [[Iridiumanomalie]] an der Kreide-Tertiär-Grenze sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; und/oder [[Magnetostratigraphie|magnetostratigraphische]] Anomalien als Marker. Für einen Großteil der Einheiten der geologischen Zeitskala im Rang einer Stufe wurden mittlerweile spezielle [[Aufschluss (Geologie)|Aufschlüsse]] bestimmt, in deren Sedimentgesteinsschichten die entsprechend definierte Stufenuntergrenze mit dem Primärmarker und ggf. mehreren Sekundärmarkern enthalten und optisch („goldener Nagel“) gekennzeichnet ist. Dieses Referenzprofil wird [[W:Global Stratotype Section and Point|Global Stratotype Section and Point]] (GSSP) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stratigraphy.org/gssp/ Liste aller bislang festgelegten GSSPs] auf der Website der ICS (Englisch) mit numerischem Alter, Lokalitätsdaten, Art des oder der stratigraphischen Marker(s) usw.; ein Datenblatt mit weiteren Details ist jeweils in der ganz linken Spalte verlinkt&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Untergrenze einer höherrangigen Einheit (Serie, Periode usw.) wird durch die Untergrenze der untersten in ihr enthaltenen Stufe festgelegt. Die Untergrenze der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] wird folglich definiert durch die gleichen Kriterien, die auch die Untergrenze des [[Berriasium]]s definieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Methoden entwickelt mit deren Hilfe es möglich wurde, bestimmte Gesteine, in der Regel [[Magmatismus|magmatischen]] Ursprunges, absolut (numerisch) [[W:Radiometrische Datierung|radiometrisch zu datieren]]. Aus dem Alter eines solcherart datierten Gesteins ergibt sich indirekt das absolute Mindest- oder Höchstalter auf- bzw. darunterlagernder fossilführender Sedimentgesteine, damit auch das ungefähre absolute Alter der darin enthaltenen Fossilien, und durch weltweit ausgiebige Beprobung schließlich auch das absolute Alter jener Fossilien, die die Grenzen der Einheiten der geologischen Zeitskala definieren. Entsprechend sind auch die absoluten Alter dieser Einheiten bekannt sowie die absoluten Zeitspannen, über die sie sich erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Alter/Stufen zu Perioden/Systemen und dieser wiederum zu Ären/Ärathemen erfolgt aufgrund gemeinsamer Merkmale der Fossilüberlieferung in den Sedimentgesteinen dieser Einheiten. Die Grenzen höherrangiger Einheiten fallen daher oft mit bedeutenden [[Massenaussterben]] zusammen, in deren Folge sich die Zusammensetzung der fossilen Faunen deutlich und vor allem auf höheren [[Rangstufe (Zoologie)|taxonomischen Niveaus]] ändert. Die geologische Zeitskala bildet damit auch die [[Evolutionsgeschichte]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einteilung des Präkambriums und damit des weitaus längsten Abschnittes der Erdgeschichte kann, mit Ausnahme des Ediacariums, hingegen nicht auf Grundlage von Fossilien erfolgen, weil es in diesen Gesteinen keine oder wenigstens keine brauchbaren Fossilien gibt. Stattdessen wird eine „künstliche“ Gliederung verwendet, die auf Mittelwerten radiometrisch ermittelter Altersdaten tektonischer Ruhephasen fußt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kranendonk12&amp;quot;&amp;gt;M. J. Van Kranendonk, Wladyslaw Altermann, Brian L. Beard, Paul F. Hoffman, Clark M. Johnson, James F. Kasting, Victor A. Melezhik, Allen P. Nutman, Dominic Papineau, Franco Pirajno: &#039;&#039;A Chronostratigraphic Division of the Precambrian – Possibilities and Challenges.&#039;&#039; In: Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2012.&#039;&#039; Band 1, Elsevier B.V., 2012, S.&amp;amp;nbsp;299–392, {{DOI|10.1016/B978-0-444-59425-9.00016-0}}, S.&amp;amp;nbsp;300&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese auf volle 50 oder 100 Millionen Jahre gerundeten Werte werden [[W:Global Standard Stratigraphic Age|Global Standard Stratigraphic Age]] (GSSA) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix M. Gradstein, James G. Ogg: &#039;&#039;The Chronostratigraphic Scale.&#039;&#039; In: Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2012.&#039;&#039; Band 1, Elsevier B.V., 2012, S.&amp;amp;nbsp;31–42, {{DOI|10.1016/B978-0-444-59425-9.00002-0}}, S.&amp;amp;nbsp;34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die älteren Einheiten des Präkambriums wird die geologische Überlieferung mit zunehmendem Alter immer schlechter. Die seit Milliarden Jahren permanent ablaufende [[exogen]]e und [[endogen]]e Aufarbeitung („Recycling“) der Erdkruste (siehe →&amp;amp;nbsp;[[Gesteinskreislauf]]) hat einen Großteil dieser frühen Gesteine zerstört. Fast völlig unbekannt sind die Geschehnisse im [[Hadaikum]], weil keine Gesteine, sondern nur einige wenige detritische Zirkone, eingeschlossen in jüngerem Gestein, aus dieser Zeit überliefert sind. Das Hadaikum ist die einzige Einheit der geologischen Zeitskala, für die keine Basis definiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie der geologischen Skalen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adam Sedgwick.jpg|mini|hochkant|Der Engländer Adam Sedgwick prägte mehrere Namen chronostratigraphischer Einheiten, die heute noch in Gebrauch sind.]]&lt;br /&gt;
Bereits im 17. Jahrhundert war durch die Arbeiten von [[W:Nicolaus Steno|Nicolaus Steno]] bekannt, dass Sedimentgesteine chronologisch geschichtet sind. Doch gab es keine Methode, die Zeiträume bzw. Zeitpunkte zu ermitteln, in bzw. zu denen eine Schicht abgelagert wurde. Fossilienfunde von Meeresbewohnern im Hochgebirge ließen auch frühzeitig den Schluss zu, dass die Erde nicht unveränderlich, sondern tiefgreifenden Umwälzungen unterzogen ist. Dieser Gedanke war seinerzeit jedoch für viele Zeitgenossen befremdlich, weil für das Alter der Erde noch weitgehend die [[1. Buch Mose|biblische Schöpfungsgeschichte]] maßgeblich war (siehe u.&amp;amp;nbsp;a. →[[W:Ussher-Lightfoot-Kalender|Ussher-Lightfoot-Kalender]]), wenngleich Naturforscher wie [[W:Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon|Georges Buffon]] oder [[W:James Hutton|James Hutton]] in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus ihren Forschungen ableiteten, dass die Erde wesentlich älter sein musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;burchfield98&amp;quot;&amp;gt;Joe D. Burchfield: &#039;&#039;The age of the Earth and the invention of geological time.&#039;&#039; In: D. J. Blundell, A. C. Scott (Hrsg.): &#039;&#039;Lyell: the Past is the Key to the Present.&#039;&#039; Geological Society. London, Special Publications. Bd.&amp;amp;nbsp;143, 1998, S.&amp;amp;nbsp;137–143, {{DOI|10.1144/GSL.SP.1998.143.01.12}} ([[Open Access]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie alt sie tatsächlich ist, war jedoch noch unbekannt, und eine Möglichkeit der Gliederung der geologischen Zeit gab es vorerst ebenfalls noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe Paläontologen wie [[W:William Buckland|William Buckland]] und [[Georges Cuvier]] bereiten schließlich mit ihren [[Systematik (Biologie)|systematischen]] Arbeiten den Weg für die Erkenntnis, dass Schichten mit gleichem Fossilinhalt zum gleichen Zeitpunkt in der Erdgeschichte entstanden sein müssen. Der Engländer [[W:William Smith (Geologe)|William Smith]] erarbeitete Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts unter anderem auf dieser Grundlage eine stratigraphische Tabelle für seine geologische Karte Großbritanniens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich so allmählich die moderne Stratigraphie: Geologen überall in Europa und Nordamerika untersuchten, kategorisierten und korrelierten die Gesteinsschichten in ihren Ländern nach dem Vorbild William Smiths und veröffentlichten Karten, stratigraphische Tabellen und Abhandlungen mit den Ergebnissen ihrer Arbeit. So konnte die geologische Überlieferung verschiedener Länder und Regionen miteinander verglichen werden, und es reifte zügig die Erkenntnis, dass sich Schichten auch im überregionalen Maßstab korrelieren lassen. Für die jeweils korrelierbaren Abfolgen (Intervalle) etablierten sich Namen, die ursprünglich für regionale Schichtenfolgen geprägt worden waren, beispielsweise von [[W:Jean Baptiste Julien d’Omalius d’Halloy|Jean Baptiste Julien d’Omalius d’Halloy]] das &#039;&#039;Terrain Cretacé&#039;&#039; (anglisiert &#039;&#039;Cretaceous&#039;&#039;, eingedeutscht &#039;&#039;Kreide&#039;&#039;) für bestimmte Schichten des [[W:Pariser Becken|Pariser Beckens]], die in ähnlicher Ausbildung mit ähnlichem Fossilinhalt u.&amp;amp;nbsp;a. auch in anderen Regionen Frankreichs, in England, den Niederlanden, Deutschland, Polen und Dänemark bereits bekannt waren oder nachträglich identifiziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas Palmer: &#039;&#039;Earth Time: Exploring the Deep Past from Victorian England to the Grand Canyon.&#039;&#039; Wiley, Chichester (England) 2005, ISBN 0-470-02221-3&amp;lt;/ref&amp;gt; [[W:Adam Sedgwick|Adam Sedgwick]] und [[W:John Phillips (Geologe)|John Phillips]] erkannten, dass sich diese Intervalle aufgrund von Gemeinsamkeiten in ihrer Fossilüberlieferung zu größeren Einheiten zusammenfassen lassen und prägten die Bezeichnungen [[Paläozoikum]] (Erdaltertum), [[Mesozoikum]] (Erdmittelalter) und [[Känozoikum]] (Erdneuzeit),&amp;lt;ref name=&amp;quot;burchfield98&amp;quot; /&amp;gt; die die bis dahin verwendeten Überbegriffe &#039;&#039;Primär&#039;&#039;, &#039;&#039;Sekundär&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Tertiär]]&#039;&#039;, bis auf Letztgenanntes, ablösten. So bestand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts eine stratigraphische Nomenklatur, die in wesentlichen Punkten der in allen aktuellen Zeitskalen verwendeten entsprach. Auch gab es im 19. Jh. zahlreiche Versuche, die geologischen Zeiträume realistisch abzuschätzen – etwa anhand von Erosions- und Sedimentationsraten – und der Gedanke, dass die Erde viele Millionen Jahre alt ist, fand zunehmend Akzeptanz. So schätzte beispielsweise der berühmte [[Charles Lyell]] die seit dem Beginn des Kambriums verstrichene Zeit in der 10. Auflage seiner &#039;&#039;Principles of Geology&#039;&#039; (1867) auf 240 Millionen Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;aus einem Überblick zahlreicher im 19. Jahrhundert angestellter Schätzungen, gegeben in Charles D. Walcott: &#039;&#039;Geologic Time, as Indicated by the Sedimentary Rocks of North America.&#039;&#039; The Journal of Geology. Bd.&amp;amp;nbsp;1, Nr.&amp;amp;nbsp;7, 1893, S.&amp;amp;nbsp;639–676 ({{JSTOR|30054500}}, [[Open Access]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute wurden die geologischen Zeitskalen permanent weiterentwickelt. Insbesondere die Entdeckung der [[Radioaktivität]] im 20. Jahrhundert und dass [[Radionuklid]]e für die absolute Datierung von Gesteinen genutzt werden können, läuteten eine neue Phase in der Entwicklung der Zeitskalen ein. Nunmehr konnten die Einheitengrenzen mit einem numerischen Alter belegt und die enormen Spannen der geologischen Zeit seit Entstehung der Erde (englisch &#039;&#039;deep time&#039;&#039;) genau ermittelt werden (siehe [[#Veranschaulichung der Zeiträume|Veranschaulichung der Zeiträume]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während wesentliche Revisionen der Zeitskala lange Zeit im Rahmen des „normalen“ wissenschaftlichen Diskurses erfolgten (in Fachzeitschriften publizierte Vorschläge, die nachfolgend von anderen Autoren entweder akzeptiert und aufgegriffen, ignoriert oder auch aktiv kritisiert und abgelehnt wurden), werden sie heute von den mit international führenden Stratigraphen besetzten Subkommissionen der [[W:International Commission on Stratigraphy|International Commission on Stratigraphy]] (ICS), einer Unterorganisation der [[W:International Union of Geological Sciences|International Union of Geological Sciences]] (IUGS) erarbeitet und durch Mehrheitsentscheid beschlossen. Danach werden sie den entsprechend bevollmächtigten Komitees der jeweils übergeordneten Organisation zur Abstimmung vorgelegt. So soll gewährleistet werden, dass die jeweils aktuelle Fassung der Geologischen Zeitskala weltweit von der Mehrheit führender Geowissenschaftler getragen wird und dadurch größtmögliche Akzeptanz und breitestmögliche Verwendung in der geowissenschaftlichen Forschung und Lehre findet. In regelmäßigen Abständen wird eine aktuelle Version der globalen Zeitskala von der ICS auf ihrer Website publiziert, und im Abstand von mehreren Jahren erscheint eine umfassend kommentierte, detaillierte globale Zeitskala, die auch die Korrelation mit regionalen Skalen beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der jüngeren Änderungen in der chronostratigraphischen Nomenklatur betrifft die Abschaffung der Bezeichnung „[[Tertiär]]“ für den älteren und größten Teil des Känozoikums der globalen Zeitskala zugunsten einer Zweigliederung dieses Zeitraumes in [[Paläogen]] und [[Neogen]]. Eine weitere Änderung, der eine kontroverse Debatte über die Beibehaltung des Namens „Quartär“ vorausging, ist die Verschiebung der Neogen/Quartär bzw. Neogen/Pleistozän-Grenze um knapp 800.000 Jahre nach unten, von 1,8 auf 2,59 mya, einhergehend mit der Eingliederung des [[W:Gelasium|Gelasiums]] in das Pleistozän. Eine vorgeschlagene, aber noch nicht verabschiedete Revision betrifft die Neugliederung des Präkambriums, bei der die Einheitengrenzen, wie auch für das Phanerozoikum üblich, durch GSSPs statt durch GSSAs (siehe [[#Definition der Einheitengrenzen|Definition der Einheitengrenzen]]) definiert sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kranendonk12&amp;quot; /&amp;gt; Von einigen Wissenschaftlern, speziell Vertretern der „Global Change research community“,&amp;lt;ref&amp;gt;Subcommission on Quaternary Stratigraphy: [http://quaternary.stratigraphy.org/workinggroups/anthropocene/ &#039;&#039;Working Group on the „Anthropocene“.&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; also jenen Forschern, die sich unmittelbar mit dem anthropogen beeinflussten Wandel des Systems Erde beschäftigen, wird eine neue Einheit als jüngstes Glied der Zeitskala vorgeschlagen, das [[Anthropozän]]. Über dessen Beginn besteht allerdings keine Einigkeit und für den weit überwiegenden Teil der Geologen hätte eine nur wenige 100 Jahre währende Einheit zudem keinerlei praktischen Nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skalenmaßstab und Ausschnitte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Zeitskala der Evolution Präkambrium.png|thumb|Evolution im Präkambrium. Rechts oben: Eine Übersicht über das Phanerozoikum&amp;lt;br&amp;gt; mit der [[Evolution#Die_biologische_Evolutionstheorie|Evolution der Lebewelt]] in diesem vergleichsweise kurzen Teil der Erdgeschichte.]]&lt;br /&gt;
Das [[Phanerozoikum]] ist als „Zeitalter der [[Fossil]]ien“ gegenüber dem Präkambrium, das eine wesentlich längere Zeitspanne umfasst, dennoch aufgrund der generell besseren geologischen Überlieferung am detailliertesten gegliedert. Generell gilt: je jünger ein Teil der geologischen Überlieferung, desto feiner ist er gegliedert bzw. desto kürzer ist die Dauer der chronostratigraphischen Einheiten, die ihn beinhalten. Daher wechselt der Skalenmaßstab in manchen Darstellungen innerhalb der geologischen Zeitskala, meistens zwei Mal: einmal an der Präkambrium-Kambrium-Grenze und einmal an der [[W:Kreide-Paläogen-Grenze|Kreide-Paläogen-Grenze]] (früher: Kreide-Tertiär-Grenze).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls zur besseren Darstellung der Einheiten der niedrigsten Ränge und eventueller Untereinheiten werden einzelne Abschnitte, in der Regel die Perioden/Systeme, in separaten Tabellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobotanische Zeitskala ==&lt;br /&gt;
Die Einteilung der [[W:Paläobotanik|paläobotanischen]] Zeitskala basiert nicht, wie die der geologischen Zeitskala, auf der Evolution wirbelloser Meerestiere, sondern auf der Evolution der Pflanzenwelt, vor allem der Landpflanzen. Sie enthält auch nur eine Hierarchieebene, die den Ären/Ärathemen der geologischen Zeitskala entspricht. Die Namen dieser „Ären“ sind analog zu denen der geologischen Zeitskala, enden jedoch nicht auf &#039;&#039;-zoikum&#039;&#039;, sondern auf &#039;&#039;-phytikum&#039;&#039;. Anstelle des Paläozoikums werden zwei „Ären“ unterschieden: [[W:Eophytikum|Eophytikum]] (Kambrium und Ordovizium) und [[W:Paläophytikum|Paläophytikum]] (Silur bis Perm). Weil die Evolution der Landpflanzen nicht mit der Evolution der wirbellosen Meerestiere korreliert, decken sich die Grenzen der paläobotanischen „Ären“ nur sehr grob mit denen der geologischen Zeitskala. So beginnt das Neophytikum (= Känophytikum) vor 95 Millionen Jahren, mit Einsetzen der Dominanz der [[Bedecktsamer]] im [[Fossilbericht]], während das „Neozoikum“ (= Känozoikum) vor 65 Millionen Jahren mit dem Verschwinden unter anderem der [[W:Ammoniten|Ammoniten]] und [[W:Belemniten|Belemniten]] aus dem Fossilbericht beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranschaulichung der Zeiträume ==&lt;br /&gt;
Die Erdzeitalter umfassen enorme Zeitspannen, die kaum zu ermessen sind. Daraus können Missverständnisse resultieren, zum Beispiel die Meinung, für die gesamte [[Evolutionsgeschichte|Evolution]] habe nicht genug Zeit zur Verfügung gestanden. Die folgenden Vergleiche sind zur Veranschaulichung der Zeiträume gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleich Erdzeitalter – Ein Tag ===&lt;br /&gt;
Die untenstehende Tabelle listet in der mittleren Spalte erdgeschichtliche Ereignisse in chronologischer Reihenfolge auf, die eine Schlüsselstellung in der biologischen und kulturellen Evolution des Menschen einnehmen. Die linke Spalte zeigt die tatsächlich seit der Entstehung der Erde verstrichene Zeit und die rechte Spalte zeigt die gleichen Zeitspannen, jedoch auf die Dauer eines einzigen Tages (24 Stunden) heruntergerechnet. In diesem Fall erschiene der moderne Mensch (&#039;&#039;Homo sapiens&#039;&#039;) erst rund 4 Sekunden vor Tagesende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdgeschichte auf 24 h herunterskaliert.svg|mini|hochkant=1.5|Die von der geologischen Zeitskala abgedeckte Zeitspanne, heruntergerechnet auf die Dauer eines Tages: Das Präkambrium endet erst um 21:10 Uhr.]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| tatsächlich&amp;lt;br /&amp;gt;bis heute&amp;lt;br /&amp;gt;verstrichene Zeit&amp;lt;br /&amp;gt;[Mio. Jahre] || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| erdgeschichtliches&amp;lt;br /&amp;gt;Ereignis&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Entstehung der/von…)&amp;lt;/small&amp;gt; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| heruntergerechnet&amp;lt;br /&amp;gt;auf einen Tag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! &amp;lt;small&amp;gt;verbleibende Zeit&amp;lt;br /&amp;gt; bis Tagesende&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;Uhrzeit&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0,01 (Holozän) || [[Ackerbau]] und [[Viehzucht]] || 0,2&amp;amp;nbsp;s || 23:59:59,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0,19 (spätes Pleistozän) || &#039;&#039;[[Mensch|Homo sapiens]]&#039;&#039; || 3,6&amp;amp;nbsp;s || 23:59:56,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 (frühes Pleistozän) || &#039;&#039;[[Homo habilis]]&#039;&#039; || 38&amp;amp;nbsp;s || 23:59:22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 (spätes Miozän) || „[[Stammesgeschichte des Menschen|Vormenschen]]“ || 2&amp;amp;nbsp;min 15&amp;amp;nbsp;s || 23:57:45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20 (frühes Miozän) || [[Menschenaffen]] || 6&amp;amp;nbsp;min || 23:54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40 (Eozän) || [[Affen]] || 12&amp;amp;nbsp;min || 23:48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 60 (Paläozän) || [[Primaten]] || 18&amp;amp;nbsp;min || 23:42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 200 (früher Jura) || [[Säuger]] || 1&amp;amp;nbsp;h 5&amp;amp;nbsp;min || 22:55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 315 (spätes Karbon) || [[Amnioten]] || 1&amp;amp;nbsp;h 40&amp;amp;nbsp;min || 22:20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 360 (spätes Devon) || [[Landwirbeltiere]] || 1&amp;amp;nbsp;h 55&amp;amp;nbsp;min || 22:05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 425 (Silur) || [[Knochenfische]] || 2&amp;amp;nbsp;h 15&amp;amp;nbsp;min || 21:45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 470 (Ordo&amp;amp;shy;vizium) || [[Wirbeltiere]] || 2&amp;amp;nbsp;h 30&amp;amp;nbsp;min || 21:30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 600 (Edia&amp;amp;shy;carium) || [[Bilateria]] || 3&amp;amp;nbsp;h 10&amp;amp;nbsp;min || 20:50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1500 (Meso&amp;amp;shy;protero&amp;amp;shy;zoikum) || [[Eukaryoten]] || 7&amp;amp;nbsp;h || 17:00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2400 (Neo&amp;amp;shy;archai&amp;amp;shy;kum) || [[Photosynthese]] || 13&amp;amp;nbsp;h || 11:00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3800 (Eo&amp;amp;shy;archai&amp;amp;shy;kum) || [[Einzeller]] || 20&amp;amp;nbsp;h || 04:00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4570 (Hadaikum) || Erde || 24&amp;amp;nbsp;h || 00:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Geologische Zeitskala}}&lt;br /&gt;
* [[w:Lunare Zeitskala|Lunare Zeitskala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Alan G. Smith (Hrsg.): &#039;&#039;A Geologic Time Scale 2004.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2004, ISBN 0-521-78673-8.&lt;br /&gt;
* Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2012.&#039;&#039; Elsevier B.V., 2012, ISBN 978-0-444-59425-9.&lt;br /&gt;
* Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2020.&#039;&#039; Elsevier B.V., 2020, ISBN 978-0128243602; eBook {{ASIN|B08PNV4F73}}&lt;br /&gt;
* Michael A. Murphy, Amos Salvador (Red.): &#039;&#039;International Stratigraphic Guide — An abridged version.&#039;&#039; Episodes. Bd.&amp;amp;nbsp;22, Nr.&amp;amp;nbsp;4, 1999, S.&amp;amp;nbsp;255–271 ([http://www.episodes.org/index.php/epi/article/view/62786 online]), S.&amp;amp;nbsp;266&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[w:Olaf Elicki|Olaf Elicki]], Christoph Breitkreuz, Christian Kreher (Illustrator): &#039;&#039; Die Entwicklung des Systems Erde&#039;&#039;. 1. Auflage. Springer Spektrum 2016, ISBN 978-3662471913; eBook {{ASIN|B01AWPJWQK}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Geologic time scale|Geologische Zeitskalen|Überblick}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stratigraphy.org www.stratigraphy.org] – Website der International Commission on Stratigraphy (ICS)&lt;br /&gt;
** [https://stratigraphy.org/timescale/ Die aktuelle Zeitskala der ICS]&lt;br /&gt;
* [https://www.geosociety.org/documents/gsa/timescale/timescl.pdf GSA Geologic Time Scale] (PDF; 154&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://engineering.purdue.edu/Stratigraphy/ Geologic TimeScale Foundation]&lt;br /&gt;
* [http://geology.com/usgs/geologic-time-scale/ Divisions of Geologic Time – Major Chronostratigraphic and Geochronologic Units] auf Geology.com&lt;br /&gt;
* [http://www.stratigraphie.de/std/Bilder/5_2.pdf Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2016] (PDF 1,42&amp;amp;nbsp;MB), herausgegeben von der Deutschen Stratigraphischen Kommission – lithostratigraphische Tabelle mit zeitlicher Abfolge und geographischer Verbreitung der meisten Formationen in Deutschland, einschließlich regionaler Zeitskalen für verschiedene Perioden, eingehängt in die globale geologische Zeitskala&lt;br /&gt;
* [https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/Stratigraph_Tabelle_Oesterreich_2004.pdf Stratigraphische Tabelle von Österreich 2004] (PDF 372&amp;amp;nbsp;kB), herausgegeben von der Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs – lithostratigraphische Tabelle mit zeitlicher Abfolge und geographischer Verbreitung der meisten Formationen in Österreich, eingehängt in die globale geologische Zeitskala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|12. Juli 2005|7634115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdgeschichte|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdzeitalter|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Geologische_Zeitskala&amp;diff=614722</id>
		<title>Geologische Zeitskala</title>
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		<updated>2024-02-12T19:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Skalenmaßstab und Ausschnitte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Geozeitskala}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;geologische Zeitskala&#039;&#039;&#039; ist eine [[Hierarchie|hierarchische]] Unterteilung der [[Historische Geologie|Erdgeschichte]]. Sowohl die Hierarchie-Ebenen als auch die Zeitabschnitte sind benannt. Die älteren Zeitabschnitte („[[Präkambrium]]“) sind hierbei weniger fein untergliedert als die jüngeren, und ihre Unterteilung erfolgt ausschließlich anhand [[Tektonik|tektonischer]] Phasen. Mit Beginn des [[Phanerozoikum]]s („Zeitalter des sichtbaren [tierischen] Lebens“) vor 541 Millionen Jahren setzt der kontinuierliche [[Fossilbericht]] ein, der mit den Methoden der [[Biostratigraphie]] eine differenziertere Einteilung ermöglicht. Die Grenzen der Zeitabschnitte werden mit den Methoden der [[W:Geochronologie|Geochronologie]], hauptsächlich [[W:Radiometrische Datierung|radiometrisch]], mit einem absoluten (numerischen) Alter belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konventionell wird die zeitliche Abfolge von unten nach oben dargestellt, so wie die Serien der [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgesteine]] innerhalb eines idealisierten [[Tektonik|tektonisch]] ungestörten [[W:Geologisches Profil|Gesteinsprofils]] anzutreffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in der internationalen geowissenschaftlichen Gemeinschaft allgemein akzeptierte Fassung der geologischen Zeitskala wird von der [[W:International Commission on Stratigraphy|International Commission on Stratigraphy]] (ICS) erarbeitet und publiziert. Die Tabelle rechts zeigt die stratigraphischen Einheiten nach ICS-Standard in kompakter, nicht maßstäblicher Darstellung (die Einheiten der beiden untersten Hierarchieebenen sind nicht mit enthalten). Eine ausführlich kommentierte Tabelle ist [[W:Paläo-/Geologische Zeitskala|hier]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Duale Nomenklatur {{Anker|Erdzeitalter}} ==&lt;br /&gt;
Die Erdgeschichte überspannt einen gigantischen Zeitraum (englisch als auch &#039;&#039;deep time&#039;&#039;, „tiefe Zeit“, bezeichnet), der in hierarchisch strukturierte Intervalle unterteilt wird. In der von der [[W:International Commission on Stratigraphy|Internationalen Kommission für Stratigraphie]] (ICS) festgelegten globalen Standard-Zeitskala, an der sich alle anderen globalen Skalen orientieren,&amp;lt;ref&amp;gt;beispielsweise die [http://www.geosociety.org/science/timescale/ Geologic Time Scale] der [[W:Geological Society of America|Geological Society of America]]&amp;lt;/ref&amp;gt; folgt die hierarchische Gliederung zwei parallel verwendeten und einander relativ ähnlichen Konzepten: der [[Geochronologie]] und der [[Chronostratigraphie]]. Die geochronologische Gliederung bezieht sich ausschließlich auf die &#039;&#039;Zeitabschnitte&#039;&#039; der Erdgeschichte („Erdzeitalter“, geologische Zeit). Die Chronostratigraphie bezieht sich hingegen auf die &#039;&#039;geologische Überlieferung&#039;&#039;, das heißt auf die Gesamtheit oder eine bestimmte Teilmenge der &#039;&#039;Gesteine&#039;&#039;, die aus einem solchen Zeitabschnitt überliefert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geochronologische und das chronostratigraphische Konzept unterscheiden sich nomenklatorisch nur in der Benennung der Hierarchieebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen der &#039;&#039;geochronologischen&#039;&#039; Hierarchieebenen lauten:&lt;br /&gt;
* [[W:Äon (Geologie)|Äon]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;eon&#039;&#039;}}, {{grcS|prefix=nein|αἰών|aiṓn}} „Ewigkeit“)&lt;br /&gt;
** [[W:Ära (Geologie)|Ära]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;era&#039;&#039;}}, [[mittellatein]]isch {{lang|la|&#039;&#039;aera&#039;&#039;}} „Zeitalter“)&lt;br /&gt;
*** [[W:System (Geologie)|Periode]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;period&#039;&#039;}}, griechisch {{lang|grc|περίοδος|períodos}} „sich wiederholender Abschnitt“)&lt;br /&gt;
**** [[W:Serie (Geologie)|Epoche]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;epoch&#039;&#039;}}, griechisch {{lang|grc|ἐποχή|epochḗ}} „Haltepunkt“)&lt;br /&gt;
***** [[W:Stufe (Geologie)|Alter]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;age&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der naturwissenschaftlich nicht festgelegte, allgemeinsprachliche Begriff &#039;&#039;&#039;Erdzeitalter&#039;&#039;&#039; steht meist für einen größeren Zeitabschnitt der Erdgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Lemma [http://www.dwds.de/?qu=Erdzeitalter &#039;&#039;Erdzeitalter&#039;&#039;] im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Regel bezieht er sich auf die Ären und Perioden der geologischen Zeitskala&amp;lt;ref&amp;gt;Lemma [http://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/erdzeitalter/3815 &#039;&#039;Erdzeitalter&#039;&#039;] im Spektrum-Kompaktlexikon der Biologie&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit auf Intervalle von mindestens zwei, meist jedoch zwischen 40 und 250 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen der &#039;&#039;chronostratigraphischen&#039;&#039; Hierarchieebenen lauten:&lt;br /&gt;
* [[W:Äonothem|Äonothem]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;eonothem&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
** [[W:Ärathem|Ärathem]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;erathem&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
*** [[W:System (Geologie)|System]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;system&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
**** [[W:Serie (Geologie)|Serie]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;series&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
***** [[W:Stufe (Geologie)|Stufe]] (englisch {{lang|en|&#039;&#039;stage&#039;&#039;}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen der Intervalle sind in beiden Konzepten identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel zur Veranschaulichung: Die Aussage &#039;&#039;„Im [[W:Devon (Geologie)|Devon]] lebten die ersten Landwirbeltiere“&#039;&#039; bezieht sich auf die geologische Zeit und das geochronologische Konzept des Intervalls &#039;&#039;Devon&#039;&#039; (Periode). Die Aussage &#039;&#039;„Im Devon Grönlands wurden zahlreiche Überreste früher Landwirbeltiere gefunden“&#039;&#039; bezieht sich auf die geologische Überlieferung und das chronostratigraphische Konzept des Intervalls &#039;&#039;Devon&#039;&#039; (System). Im letztgenannten Fall könnte man den Namen des Zeitabschnittes auch durch die Nennung einer oder mehrerer lithostratigraphischer Einheiten ersetzen &#039;&#039;(„In der [devonischen] Britta-Dal-Formation Grönlands wurden zahlreiche Überreste früher Landwirbeltiere gefunden“)&#039;&#039; und eine Präzisierung der stratigraphischen Angabe „Devon“ ist mittels der Attribute „oberes“ bzw. „unteres“ vorzunehmen (&#039;&#039;„Im oberen Devon Grönlands wurden zahlreiche Überreste früher Landwirbeltiere gefunden“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„In der oberdevonischen Britta-Dal-Formation Grönlands wurden […]“&#039;&#039;). Bei Nutzung des geochronologischen Konzeptes eines Intervalls ist die Präzisierung mittels der Attribute „frühes“ bzw. „spätes“ vorzunehmen &#039;&#039;(„Im späten Devon lebten die ersten Landwirbeltiere“)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Konzepte sind eng miteinander verknüpft, denn absolute (numerische) Alters- bzw. Zeitangaben können nur aus geologisch überliefertem Material gewonnen werden, im Regelfall durch [[W:Radiometrische Datierung|radiometrische Datierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Tatsächlich ist das Konzept der geologischen Zeit von dem der geologischen Überlieferung abgeleitet. So waren im deutschen Sprachraum früher Bezeichnungen wie &#039;&#039;Karbon-Formation&#039;&#039;, &#039;&#039;Trias-Formation&#039;&#039; usw. üblich, wenn Gesteinsabfolgen eines bestimmten relativen Alters gemeint waren. Mittlerweile ist der Begriff der [[W:Formation (Geologie)|Formation]] enger definiert und wird nicht mehr in der Chronostratigraphie benutzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine strikte Trennung von Geochronologie und Chronostratigraphie wird in der Praxis daher nur selten durchgehalten. Die aktuelle Version der Standard-Zeitskala der ICS trägt den Titel &#039;&#039;International Chronostratigraphic Chart&#039;&#039;, obwohl im Tabellenkopf auch die Bezeichnungen für die geochronologischen Hierarchieebenen stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stratigraphy.org/index.php/ics-chart-timescale International Chronostratigraphic Chart], offizielle Webpräsenz der ICS (www.stratigraphy.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Skalen ==&lt;br /&gt;
In verschiedenen Regionen der Erde (Nordamerika, Westeuropa, Osteuropa, China, Australien) werden neben der globalen Standard-Zeitskala auch regionale Skalen verwendet. Diese unterscheiden sich voneinander und von der Standard-Zeitskala hinsichtlich der Benennung einiger Intervalle, meist der mittleren und unteren Hierarchieebenen, sowie hinsichtlich des absoluten (numerischen) Alters einiger Intervallgrenzen. Sie tragen damit Besonderheiten der geologischen Überlieferung in der entsprechenden Region Rechnung. Es handelt sich folglich um „rein“ chronostratigraphische Tabellen. Einzelne Abschnitte dieser regionalen Skalen können in subregionalem Maßstab wiederum voneinander abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise sind für die [[Kaltzeit]]en des [[Pleistozän]]s von Nordamerika, der Norddeutschen Tiefebene und des Alpenraums unterschiedliche Bezeichnungen in Gebrauch und das [[W:Perm (Geologie)|Perm]] von Mitteleuropa, [[W:Dyas (Geologie)|Dyas]] genannt, beginnt früher als das Perm der globalen Zeitskala und anderer regionaler Skalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition der Einheitengrenzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ediacaran GSSP - closeup.JPG|mini|Der „goldene Nagel“, der die Untergrenze des Ediacariums und damit die Obergrenze des [[W:Cryogenium|Cryogeniums]] im Referenzprofil (Aufschluss einer [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]]-Abfolge am Enorama Creek, South Australia) kennzeichnet. Oberhalb und links der Markierung sind Beprobungsstellen zu sehen.]]&lt;br /&gt;
Die Grenzen der Einheiten bzw. Intervalle des [[Phanerozoikum]]s sind primär meist anhand des Erscheinens (engl.: &#039;&#039;first appearance date&#039;&#039;, FAD) oder Verschwindens (engl.: &#039;&#039;last appearance date&#039;&#039;, LAD) bestimmter [[Art (Biologie)|Tierarten]] im [[Fossilbericht]] (ein sogenanntes &#039;&#039;Bioevent&#039;&#039;) definiert. Es handelt sich dabei stets um Überreste von Meeresorganismen, weil zum einen Meeressedimente, speziell [[Schelf]]&amp;amp;shy;sedimente, in der geologischen Überlieferung wesentlich häufiger sind als festländische Sedimente, und zum anderen, weil Schelfsedimente im Schnitt deutlich fossilreicher sind als festländische Sedimente. Definiert ist jeweils immer nur die Basis, die Untergrenze, einer Einheit, und die Obergrenze ist identisch mit der Basis der nächstfolgenden. Neben den primären Markern sind die Einheiten zusätzlich durch sekundäre Marker definiert, die das Auffinden der Einheitengrenze in Sedimenten, die den Primärmarker [[fazies]]&amp;amp;shy;bedingt (vgl. →&amp;amp;nbsp;[[Ablagerungsmilieu]]) nicht enthalten, ermöglichen soll. Neben Fossilien dienen auch [[Geochemie|geochemische]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Der bekannteste geochemische Marker dürfte die [[Iridiumanomalie]] an der Kreide-Tertiär-Grenze sein.&amp;lt;/ref&amp;gt; und/oder [[Magnetostratigraphie|magnetostratigraphische]] Anomalien als Marker. Für einen Großteil der Einheiten der geologischen Zeitskala im Rang einer Stufe wurden mittlerweile spezielle [[Aufschluss (Geologie)|Aufschlüsse]] bestimmt, in deren Sedimentgesteinsschichten die entsprechend definierte Stufenuntergrenze mit dem Primärmarker und ggf. mehreren Sekundärmarkern enthalten und optisch („goldener Nagel“) gekennzeichnet ist. Dieses Referenzprofil wird [[W:Global Stratotype Section and Point|Global Stratotype Section and Point]] (GSSP) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stratigraphy.org/gssp/ Liste aller bislang festgelegten GSSPs] auf der Website der ICS (Englisch) mit numerischem Alter, Lokalitätsdaten, Art des oder der stratigraphischen Marker(s) usw.; ein Datenblatt mit weiteren Details ist jeweils in der ganz linken Spalte verlinkt&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Untergrenze einer höherrangigen Einheit (Serie, Periode usw.) wird durch die Untergrenze der untersten in ihr enthaltenen Stufe festgelegt. Die Untergrenze der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] wird folglich definiert durch die gleichen Kriterien, die auch die Untergrenze des [[Berriasium]]s definieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Methoden entwickelt mit deren Hilfe es möglich wurde, bestimmte Gesteine, in der Regel [[Magmatismus|magmatischen]] Ursprunges, absolut (numerisch) [[W:Radiometrische Datierung|radiometrisch zu datieren]]. Aus dem Alter eines solcherart datierten Gesteins ergibt sich indirekt das absolute Mindest- oder Höchstalter auf- bzw. darunterlagernder fossilführender Sedimentgesteine, damit auch das ungefähre absolute Alter der darin enthaltenen Fossilien, und durch weltweit ausgiebige Beprobung schließlich auch das absolute Alter jener Fossilien, die die Grenzen der Einheiten der geologischen Zeitskala definieren. Entsprechend sind auch die absoluten Alter dieser Einheiten bekannt sowie die absoluten Zeitspannen, über die sie sich erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Alter/Stufen zu Perioden/Systemen und dieser wiederum zu Ären/Ärathemen erfolgt aufgrund gemeinsamer Merkmale der Fossilüberlieferung in den Sedimentgesteinen dieser Einheiten. Die Grenzen höherrangiger Einheiten fallen daher oft mit bedeutenden [[Massenaussterben]] zusammen, in deren Folge sich die Zusammensetzung der fossilen Faunen deutlich und vor allem auf höheren [[Rangstufe (Zoologie)|taxonomischen Niveaus]] ändert. Die geologische Zeitskala bildet damit auch die [[Evolutionsgeschichte]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einteilung des Präkambriums und damit des weitaus längsten Abschnittes der Erdgeschichte kann, mit Ausnahme des Ediacariums, hingegen nicht auf Grundlage von Fossilien erfolgen, weil es in diesen Gesteinen keine oder wenigstens keine brauchbaren Fossilien gibt. Stattdessen wird eine „künstliche“ Gliederung verwendet, die auf Mittelwerten radiometrisch ermittelter Altersdaten tektonischer Ruhephasen fußt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kranendonk12&amp;quot;&amp;gt;M. J. Van Kranendonk, Wladyslaw Altermann, Brian L. Beard, Paul F. Hoffman, Clark M. Johnson, James F. Kasting, Victor A. Melezhik, Allen P. Nutman, Dominic Papineau, Franco Pirajno: &#039;&#039;A Chronostratigraphic Division of the Precambrian – Possibilities and Challenges.&#039;&#039; In: Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2012.&#039;&#039; Band 1, Elsevier B.V., 2012, S.&amp;amp;nbsp;299–392, {{DOI|10.1016/B978-0-444-59425-9.00016-0}}, S.&amp;amp;nbsp;300&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese auf volle 50 oder 100 Millionen Jahre gerundeten Werte werden [[W:Global Standard Stratigraphic Age|Global Standard Stratigraphic Age]] (GSSA) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix M. Gradstein, James G. Ogg: &#039;&#039;The Chronostratigraphic Scale.&#039;&#039; In: Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2012.&#039;&#039; Band 1, Elsevier B.V., 2012, S.&amp;amp;nbsp;31–42, {{DOI|10.1016/B978-0-444-59425-9.00002-0}}, S.&amp;amp;nbsp;34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die älteren Einheiten des Präkambriums wird die geologische Überlieferung mit zunehmendem Alter immer schlechter. Die seit Milliarden Jahren permanent ablaufende [[exogen]]e und [[endogen]]e Aufarbeitung („Recycling“) der Erdkruste (siehe →&amp;amp;nbsp;[[Gesteinskreislauf]]) hat einen Großteil dieser frühen Gesteine zerstört. Fast völlig unbekannt sind die Geschehnisse im [[Hadaikum]], weil keine Gesteine, sondern nur einige wenige detritische Zirkone, eingeschlossen in jüngerem Gestein, aus dieser Zeit überliefert sind. Das Hadaikum ist die einzige Einheit der geologischen Zeitskala, für die keine Basis definiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie der geologischen Skalen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adam Sedgwick.jpg|mini|hochkant|Der Engländer Adam Sedgwick prägte mehrere Namen chronostratigraphischer Einheiten, die heute noch in Gebrauch sind.]]&lt;br /&gt;
Bereits im 17. Jahrhundert war durch die Arbeiten von [[W:Nicolaus Steno|Nicolaus Steno]] bekannt, dass Sedimentgesteine chronologisch geschichtet sind. Doch gab es keine Methode, die Zeiträume bzw. Zeitpunkte zu ermitteln, in bzw. zu denen eine Schicht abgelagert wurde. Fossilienfunde von Meeresbewohnern im Hochgebirge ließen auch frühzeitig den Schluss zu, dass die Erde nicht unveränderlich, sondern tiefgreifenden Umwälzungen unterzogen ist. Dieser Gedanke war seinerzeit jedoch für viele Zeitgenossen befremdlich, weil für das Alter der Erde noch weitgehend die [[1. Buch Mose|biblische Schöpfungsgeschichte]] maßgeblich war (siehe u.&amp;amp;nbsp;a. →[[W:Ussher-Lightfoot-Kalender|Ussher-Lightfoot-Kalender]]), wenngleich Naturforscher wie [[W:Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon|Georges Buffon]] oder [[W:James Hutton|James Hutton]] in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus ihren Forschungen ableiteten, dass die Erde wesentlich älter sein musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;burchfield98&amp;quot;&amp;gt;Joe D. Burchfield: &#039;&#039;The age of the Earth and the invention of geological time.&#039;&#039; In: D. J. Blundell, A. C. Scott (Hrsg.): &#039;&#039;Lyell: the Past is the Key to the Present.&#039;&#039; Geological Society. London, Special Publications. Bd.&amp;amp;nbsp;143, 1998, S.&amp;amp;nbsp;137–143, {{DOI|10.1144/GSL.SP.1998.143.01.12}} ([[Open Access]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie alt sie tatsächlich ist, war jedoch noch unbekannt, und eine Möglichkeit der Gliederung der geologischen Zeit gab es vorerst ebenfalls noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe Paläontologen wie [[W:William Buckland|William Buckland]] und [[Georges Cuvier]] bereiten schließlich mit ihren [[Systematik (Biologie)|systematischen]] Arbeiten den Weg für die Erkenntnis, dass Schichten mit gleichem Fossilinhalt zum gleichen Zeitpunkt in der Erdgeschichte entstanden sein müssen. Der Engländer [[W:William Smith (Geologe)|William Smith]] erarbeitete Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts unter anderem auf dieser Grundlage eine stratigraphische Tabelle für seine geologische Karte Großbritanniens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich so allmählich die moderne Stratigraphie: Geologen überall in Europa und Nordamerika untersuchten, kategorisierten und korrelierten die Gesteinsschichten in ihren Ländern nach dem Vorbild William Smiths und veröffentlichten Karten, stratigraphische Tabellen und Abhandlungen mit den Ergebnissen ihrer Arbeit. So konnte die geologische Überlieferung verschiedener Länder und Regionen miteinander verglichen werden, und es reifte zügig die Erkenntnis, dass sich Schichten auch im überregionalen Maßstab korrelieren lassen. Für die jeweils korrelierbaren Abfolgen (Intervalle) etablierten sich Namen, die ursprünglich für regionale Schichtenfolgen geprägt worden waren, beispielsweise von [[W:Jean Baptiste Julien d’Omalius d’Halloy|Jean Baptiste Julien d’Omalius d’Halloy]] das &#039;&#039;Terrain Cretacé&#039;&#039; (anglisiert &#039;&#039;Cretaceous&#039;&#039;, eingedeutscht &#039;&#039;Kreide&#039;&#039;) für bestimmte Schichten des [[W:Pariser Becken|Pariser Beckens]], die in ähnlicher Ausbildung mit ähnlichem Fossilinhalt u.&amp;amp;nbsp;a. auch in anderen Regionen Frankreichs, in England, den Niederlanden, Deutschland, Polen und Dänemark bereits bekannt waren oder nachträglich identifiziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas Palmer: &#039;&#039;Earth Time: Exploring the Deep Past from Victorian England to the Grand Canyon.&#039;&#039; Wiley, Chichester (England) 2005, ISBN 0-470-02221-3&amp;lt;/ref&amp;gt; [[W:Adam Sedgwick|Adam Sedgwick]] und [[W:John Phillips (Geologe)|John Phillips]] erkannten, dass sich diese Intervalle aufgrund von Gemeinsamkeiten in ihrer Fossilüberlieferung zu größeren Einheiten zusammenfassen lassen und prägten die Bezeichnungen [[Paläozoikum]] (Erdaltertum), [[Mesozoikum]] (Erdmittelalter) und [[Känozoikum]] (Erdneuzeit),&amp;lt;ref name=&amp;quot;burchfield98&amp;quot; /&amp;gt; die die bis dahin verwendeten Überbegriffe &#039;&#039;Primär&#039;&#039;, &#039;&#039;Sekundär&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Tertiär]]&#039;&#039;, bis auf Letztgenanntes, ablösten. So bestand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts eine stratigraphische Nomenklatur, die in wesentlichen Punkten der in allen aktuellen Zeitskalen verwendeten entsprach. Auch gab es im 19. Jh. zahlreiche Versuche, die geologischen Zeiträume realistisch abzuschätzen – etwa anhand von Erosions- und Sedimentationsraten – und der Gedanke, dass die Erde viele Millionen Jahre alt ist, fand zunehmend Akzeptanz. So schätzte beispielsweise der berühmte [[Charles Lyell]] die seit dem Beginn des Kambriums verstrichene Zeit in der 10. Auflage seiner &#039;&#039;Principles of Geology&#039;&#039; (1867) auf 240 Millionen Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;aus einem Überblick zahlreicher im 19. Jahrhundert angestellter Schätzungen, gegeben in Charles D. Walcott: &#039;&#039;Geologic Time, as Indicated by the Sedimentary Rocks of North America.&#039;&#039; The Journal of Geology. Bd.&amp;amp;nbsp;1, Nr.&amp;amp;nbsp;7, 1893, S.&amp;amp;nbsp;639–676 ({{JSTOR|30054500}}, [[Open Access]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute wurden die geologischen Zeitskalen permanent weiterentwickelt. Insbesondere die Entdeckung der [[Radioaktivität]] im 20. Jahrhundert und dass [[Radionuklid]]e für die absolute Datierung von Gesteinen genutzt werden können, läuteten eine neue Phase in der Entwicklung der Zeitskalen ein. Nunmehr konnten die Einheitengrenzen mit einem numerischen Alter belegt und die enormen Spannen der geologischen Zeit seit Entstehung der Erde (englisch &#039;&#039;deep time&#039;&#039;) genau ermittelt werden (siehe [[#Veranschaulichung der Zeiträume|Veranschaulichung der Zeiträume]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während wesentliche Revisionen der Zeitskala lange Zeit im Rahmen des „normalen“ wissenschaftlichen Diskurses erfolgten (in Fachzeitschriften publizierte Vorschläge, die nachfolgend von anderen Autoren entweder akzeptiert und aufgegriffen, ignoriert oder auch aktiv kritisiert und abgelehnt wurden), werden sie heute von den mit international führenden Stratigraphen besetzten Subkommissionen der [[W:International Commission on Stratigraphy|International Commission on Stratigraphy]] (ICS), einer Unterorganisation der [[W:International Union of Geological Sciences|International Union of Geological Sciences]] (IUGS) erarbeitet und durch Mehrheitsentscheid beschlossen. Danach werden sie den entsprechend bevollmächtigten Komitees der jeweils übergeordneten Organisation zur Abstimmung vorgelegt. So soll gewährleistet werden, dass die jeweils aktuelle Fassung der Geologischen Zeitskala weltweit von der Mehrheit führender Geowissenschaftler getragen wird und dadurch größtmögliche Akzeptanz und breitestmögliche Verwendung in der geowissenschaftlichen Forschung und Lehre findet. In regelmäßigen Abständen wird eine aktuelle Version der globalen Zeitskala von der ICS auf ihrer Website publiziert, und im Abstand von mehreren Jahren erscheint eine umfassend kommentierte, detaillierte globale Zeitskala, die auch die Korrelation mit regionalen Skalen beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der jüngeren Änderungen in der chronostratigraphischen Nomenklatur betrifft die Abschaffung der Bezeichnung „[[Tertiär]]“ für den älteren und größten Teil des Känozoikums der globalen Zeitskala zugunsten einer Zweigliederung dieses Zeitraumes in [[Paläogen]] und [[Neogen]]. Eine weitere Änderung, der eine kontroverse Debatte über die Beibehaltung des Namens „Quartär“ vorausging, ist die Verschiebung der Neogen/Quartär bzw. Neogen/Pleistozän-Grenze um knapp 800.000 Jahre nach unten, von 1,8 auf 2,59 mya, einhergehend mit der Eingliederung des [[W:Gelasium|Gelasiums]] in das Pleistozän. Eine vorgeschlagene, aber noch nicht verabschiedete Revision betrifft die Neugliederung des Präkambriums, bei der die Einheitengrenzen, wie auch für das Phanerozoikum üblich, durch GSSPs statt durch GSSAs (siehe [[#Definition der Einheitengrenzen|Definition der Einheitengrenzen]]) definiert sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kranendonk12&amp;quot; /&amp;gt; Von einigen Wissenschaftlern, speziell Vertretern der „Global Change research community“,&amp;lt;ref&amp;gt;Subcommission on Quaternary Stratigraphy: [http://quaternary.stratigraphy.org/workinggroups/anthropocene/ &#039;&#039;Working Group on the „Anthropocene“.&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; also jenen Forschern, die sich unmittelbar mit dem anthropogen beeinflussten Wandel des Systems Erde beschäftigen, wird eine neue Einheit als jüngstes Glied der Zeitskala vorgeschlagen, das [[Anthropozän]]. Über dessen Beginn besteht allerdings keine Einigkeit und für den weit überwiegenden Teil der Geologen hätte eine nur wenige 100 Jahre währende Einheit zudem keinerlei praktischen Nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Skalenmaßstab und Ausschnitte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Zeitskala der Evolution Präkambrium.png|thumb|]]&lt;br /&gt;
Das [[Phanerozoikum]] ist als „Zeitalter der [[Fossil]]ien“ gegenüber dem Präkambrium, das eine wesentlich längere Zeitspanne umfasst, dennoch aufgrund der generell besseren geologischen Überlieferung am detailliertesten gegliedert. Generell gilt: je jünger ein Teil der geologischen Überlieferung, desto feiner ist er gegliedert bzw. desto kürzer ist die Dauer der chronostratigraphischen Einheiten, die ihn beinhalten. Daher wechselt der Skalenmaßstab in manchen Darstellungen innerhalb der geologischen Zeitskala, meistens zwei Mal: einmal an der Präkambrium-Kambrium-Grenze und einmal an der [[W:Kreide-Paläogen-Grenze|Kreide-Paläogen-Grenze]] (früher: Kreide-Tertiär-Grenze).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls zur besseren Darstellung der Einheiten der niedrigsten Ränge und eventueller Untereinheiten werden einzelne Abschnitte, in der Regel die Perioden/Systeme, in separaten Tabellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobotanische Zeitskala ==&lt;br /&gt;
Die Einteilung der [[W:Paläobotanik|paläobotanischen]] Zeitskala basiert nicht, wie die der geologischen Zeitskala, auf der Evolution wirbelloser Meerestiere, sondern auf der Evolution der Pflanzenwelt, vor allem der Landpflanzen. Sie enthält auch nur eine Hierarchieebene, die den Ären/Ärathemen der geologischen Zeitskala entspricht. Die Namen dieser „Ären“ sind analog zu denen der geologischen Zeitskala, enden jedoch nicht auf &#039;&#039;-zoikum&#039;&#039;, sondern auf &#039;&#039;-phytikum&#039;&#039;. Anstelle des Paläozoikums werden zwei „Ären“ unterschieden: [[W:Eophytikum|Eophytikum]] (Kambrium und Ordovizium) und [[W:Paläophytikum|Paläophytikum]] (Silur bis Perm). Weil die Evolution der Landpflanzen nicht mit der Evolution der wirbellosen Meerestiere korreliert, decken sich die Grenzen der paläobotanischen „Ären“ nur sehr grob mit denen der geologischen Zeitskala. So beginnt das Neophytikum (= Känophytikum) vor 95 Millionen Jahren, mit Einsetzen der Dominanz der [[Bedecktsamer]] im [[Fossilbericht]], während das „Neozoikum“ (= Känozoikum) vor 65 Millionen Jahren mit dem Verschwinden unter anderem der [[W:Ammoniten|Ammoniten]] und [[W:Belemniten|Belemniten]] aus dem Fossilbericht beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranschaulichung der Zeiträume ==&lt;br /&gt;
Die Erdzeitalter umfassen enorme Zeitspannen, die kaum zu ermessen sind. Daraus können Missverständnisse resultieren, zum Beispiel die Meinung, für die gesamte [[Evolutionsgeschichte|Evolution]] habe nicht genug Zeit zur Verfügung gestanden. Die folgenden Vergleiche sind zur Veranschaulichung der Zeiträume gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleich Erdzeitalter – Ein Tag ===&lt;br /&gt;
Die untenstehende Tabelle listet in der mittleren Spalte erdgeschichtliche Ereignisse in chronologischer Reihenfolge auf, die eine Schlüsselstellung in der biologischen und kulturellen Evolution des Menschen einnehmen. Die linke Spalte zeigt die tatsächlich seit der Entstehung der Erde verstrichene Zeit und die rechte Spalte zeigt die gleichen Zeitspannen, jedoch auf die Dauer eines einzigen Tages (24 Stunden) heruntergerechnet. In diesem Fall erschiene der moderne Mensch (&#039;&#039;Homo sapiens&#039;&#039;) erst rund 4 Sekunden vor Tagesende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdgeschichte auf 24 h herunterskaliert.svg|mini|hochkant=1.5|Die von der geologischen Zeitskala abgedeckte Zeitspanne, heruntergerechnet auf die Dauer eines Tages: Das Präkambrium endet erst um 21:10 Uhr.]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| tatsächlich&amp;lt;br /&amp;gt;bis heute&amp;lt;br /&amp;gt;verstrichene Zeit&amp;lt;br /&amp;gt;[Mio. Jahre] || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| erdgeschichtliches&amp;lt;br /&amp;gt;Ereignis&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Entstehung der/von…)&amp;lt;/small&amp;gt; || colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| heruntergerechnet&amp;lt;br /&amp;gt;auf einen Tag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! &amp;lt;small&amp;gt;verbleibende Zeit&amp;lt;br /&amp;gt; bis Tagesende&amp;lt;/small&amp;gt; || &amp;lt;small&amp;gt;Uhrzeit&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0,01 (Holozän) || [[Ackerbau]] und [[Viehzucht]] || 0,2&amp;amp;nbsp;s || 23:59:59,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 0,19 (spätes Pleistozän) || &#039;&#039;[[Mensch|Homo sapiens]]&#039;&#039; || 3,6&amp;amp;nbsp;s || 23:59:56,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 (frühes Pleistozän) || &#039;&#039;[[Homo habilis]]&#039;&#039; || 38&amp;amp;nbsp;s || 23:59:22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 (spätes Miozän) || „[[Stammesgeschichte des Menschen|Vormenschen]]“ || 2&amp;amp;nbsp;min 15&amp;amp;nbsp;s || 23:57:45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20 (frühes Miozän) || [[Menschenaffen]] || 6&amp;amp;nbsp;min || 23:54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40 (Eozän) || [[Affen]] || 12&amp;amp;nbsp;min || 23:48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 60 (Paläozän) || [[Primaten]] || 18&amp;amp;nbsp;min || 23:42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 200 (früher Jura) || [[Säuger]] || 1&amp;amp;nbsp;h 5&amp;amp;nbsp;min || 22:55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 315 (spätes Karbon) || [[Amnioten]] || 1&amp;amp;nbsp;h 40&amp;amp;nbsp;min || 22:20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 360 (spätes Devon) || [[Landwirbeltiere]] || 1&amp;amp;nbsp;h 55&amp;amp;nbsp;min || 22:05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 425 (Silur) || [[Knochenfische]] || 2&amp;amp;nbsp;h 15&amp;amp;nbsp;min || 21:45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 470 (Ordo&amp;amp;shy;vizium) || [[Wirbeltiere]] || 2&amp;amp;nbsp;h 30&amp;amp;nbsp;min || 21:30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 600 (Edia&amp;amp;shy;carium) || [[Bilateria]] || 3&amp;amp;nbsp;h 10&amp;amp;nbsp;min || 20:50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1500 (Meso&amp;amp;shy;protero&amp;amp;shy;zoikum) || [[Eukaryoten]] || 7&amp;amp;nbsp;h || 17:00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2400 (Neo&amp;amp;shy;archai&amp;amp;shy;kum) || [[Photosynthese]] || 13&amp;amp;nbsp;h || 11:00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3800 (Eo&amp;amp;shy;archai&amp;amp;shy;kum) || [[Einzeller]] || 20&amp;amp;nbsp;h || 04:00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4570 (Hadaikum) || Erde || 24&amp;amp;nbsp;h || 00:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Geologische Zeitskala}}&lt;br /&gt;
* [[w:Lunare Zeitskala|Lunare Zeitskala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Alan G. Smith (Hrsg.): &#039;&#039;A Geologic Time Scale 2004.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2004, ISBN 0-521-78673-8.&lt;br /&gt;
* Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2012.&#039;&#039; Elsevier B.V., 2012, ISBN 978-0-444-59425-9.&lt;br /&gt;
* Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark Schmitz, Gabi Ogg (Hrsg.): &#039;&#039;The Geologic Time Scale 2020.&#039;&#039; Elsevier B.V., 2020, ISBN 978-0128243602; eBook {{ASIN|B08PNV4F73}}&lt;br /&gt;
* Michael A. Murphy, Amos Salvador (Red.): &#039;&#039;International Stratigraphic Guide — An abridged version.&#039;&#039; Episodes. Bd.&amp;amp;nbsp;22, Nr.&amp;amp;nbsp;4, 1999, S.&amp;amp;nbsp;255–271 ([http://www.episodes.org/index.php/epi/article/view/62786 online]), S.&amp;amp;nbsp;266&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[w:Olaf Elicki|Olaf Elicki]], Christoph Breitkreuz, Christian Kreher (Illustrator): &#039;&#039; Die Entwicklung des Systems Erde&#039;&#039;. 1. Auflage. Springer Spektrum 2016, ISBN 978-3662471913; eBook {{ASIN|B01AWPJWQK}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Geologic time scale|Geologische Zeitskalen|Überblick}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stratigraphy.org www.stratigraphy.org] – Website der International Commission on Stratigraphy (ICS)&lt;br /&gt;
** [https://stratigraphy.org/timescale/ Die aktuelle Zeitskala der ICS]&lt;br /&gt;
* [https://www.geosociety.org/documents/gsa/timescale/timescl.pdf GSA Geologic Time Scale] (PDF; 154&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://engineering.purdue.edu/Stratigraphy/ Geologic TimeScale Foundation]&lt;br /&gt;
* [http://geology.com/usgs/geologic-time-scale/ Divisions of Geologic Time – Major Chronostratigraphic and Geochronologic Units] auf Geology.com&lt;br /&gt;
* [http://www.stratigraphie.de/std/Bilder/5_2.pdf Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2016] (PDF 1,42&amp;amp;nbsp;MB), herausgegeben von der Deutschen Stratigraphischen Kommission – lithostratigraphische Tabelle mit zeitlicher Abfolge und geographischer Verbreitung der meisten Formationen in Deutschland, einschließlich regionaler Zeitskalen für verschiedene Perioden, eingehängt in die globale geologische Zeitskala&lt;br /&gt;
* [https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/Stratigraph_Tabelle_Oesterreich_2004.pdf Stratigraphische Tabelle von Österreich 2004] (PDF 372&amp;amp;nbsp;kB), herausgegeben von der Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs – lithostratigraphische Tabelle mit zeitlicher Abfolge und geographischer Verbreitung der meisten Formationen in Österreich, eingehängt in die globale geologische Zeitskala&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|12. Juli 2005|7634115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdgeschichte|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdzeitalter|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Geschlechtertrennung&amp;diff=614720</id>
		<title>Geschlechtertrennung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Geschlechtertrennung&amp;diff=614720"/>
		<updated>2024-02-12T12:22:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: /* Biologische Betrachtung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Adam Kadmon - Androgyne.jpg|mini|[[Adam Kadmon]], der himmlische Urmensch, wird manchmal in androgyner Gestalt mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen dargestellt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Geschlechtsorgane - Entwicklung 1.png|thumb|Entsprechend besitzen die menschlichen Ungeborenen in den frühen Stadien der Embryonalentwickung die Organanlagen für beide Geschlechter in identischer Form. Nach der 6. Woche entwickeln sich die anfangs gleichen Organanlagen zum weiblichen oder männlichen Geschlecht hin ([[Wikipedia:Geschlechtsdetermination|Geschlechtsdetermination]]).]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Lion man photo.jpg|thumb|200px|Der Löwenmensch aus dem [[Wikipedia:Hohlenstein-Stadel|Hohlenstein-Stadel]]. Aus den Löwenmenschen ging das weibliche Geschlecht hervor.]]&lt;br /&gt;
[[File:Michael Ayrton Geograph-398317-by-Malcolm-Morris.jpg|thumb|200px|Stiermenschen-Statue aus dem Yorkshire Sculpture Park. Aus den Stiermenschen entstand das männliche Geschlecht.]]&lt;br /&gt;
Nach der &#039;&#039;&#039;Geschlechtertrennung&#039;&#039;&#039; konnte sich das ursprünglich [[androgyn]]e bzw. [[hermaphrodit]]ische, &#039;&#039;&#039;zweigeschlechtliche&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;männlich-weibliche&#039;&#039;&#039; ({{HeS|זָכָ֥ר וּנְקֵבָ֖ה|zâkâr û -neqevâh}}) [[Mensch]]enwesen nur mehr in einseitiger Gestalt als &#039;&#039;&#039;Mann&#039;&#039;&#039; ({{HeS|אִישׁ|isch}} = Mann, Gatte) oder &#039;&#039;&#039;Frau&#039;&#039;&#039; ({{HeS|אִשָּׁה|ischah}} = Frau, Gattin; [[Wikipedia:Plural|pl.]] {{He|נָשִׁים}} &amp;quot;&#039;&#039;naschim&#039;&#039;&amp;quot;) auf der [[Erde (Planet)|Erde]] [[Inkarnation|inkarnieren]]; die Menschen wurden jeweils &#039;&#039;&#039;eingeschlechtliche&#039;&#039;&#039; Wesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Geschlechtertrennung sind nur die beiden untersten [[Wesensglieder]] des Menschen betroffen, der [[Ätherleib]] und der [[Physischer Leib|physische Leib]], die aber jeweils verschiedene Geschlechter verkörpern. Ist der physische Leib männlich, so ist der Ätherleib weiblich und umgekehrt. Im Zuge der [[Reinkarnation|wiederholten Erdenleben]] des Menschen wechselt in der Regel mit jeder Inkarnation das Geschlecht, wobei diese Regel aber auch häufig durchbrochen wird. Maximal aber folgen sieben Erdenleben mit dem gleichen Geschlecht aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Betrachtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[ungeschlechtliche Vermehrung|ungeschlechtlichen Vermehrung]] ist die Nachkommenschaft mit dem elterlichen Lebewesen [[gen]]etisch weitgehend identisch, somit wird eine Form von [[Biologische Unsterblichkeit| biologischer Unsterblichkeit]] gewährleistet. Bei der [[Geschlechtliche Fortpflanzung|geschlechtlichen Fortpflanzung]] hingegen wirken zwei Partner derselben biologischen [[Art (Biologie)|Art]], aber unterschiedlichen Geschlechtstyps zusammen. Durch die damit verbundene Neukombination der elterlichen Gene erhält jedes Individuum eine höhere genetische Vielfalt in seinem individuellen [[Genom]] und innerhalb der Population kommt es zur Diversifizierung, so dass das Einzelwesen mit seiner einmaligen genetischen Besonderheit aber dem biologischen [[Tod]] unterworfen ist. Durch die Notwendigkeit der Partnerwahl wurde u. a. die Entwicklung der [[Sinne]] entscheidend gefördert und eine Fülle völlig neuer [[Verhalten]]smuster und eine stärkere soziale Bindung konnte entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gruppenseelen - Löwenmenschen und Stiermenschen ==&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte der [[Lemurische Zeit|lemurischen Zeit]] erfolgte die [[Fortpflanzung]] ungeschlechtlich durch eine Art von Selbstbefruchtung. Im Bilde der [[Isis]], die durch den Sonnenstrahl des [[Osiris]] befruchtet wird, deuteten die [[Ägyptische Mysterien|ägyptischen Mysterien]] auf diese ungeschlechtliche Fortpflanzungskraft des [[Mond]]es hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier [[Sphinxtiere]] entsprechen den vier [[Gruppenseele]]n des [[Lemuria|lemurischen]] und [[Atlantis|atlantischen]] Menschen.  Die [[Löwenrasse]] hatte einen männlichen [[Ätherleib]], der genügend Kraft hatte, den physischen Leib selbst ohne äußere Anregung zu befruchten. Es war eine unmittelbare Befruchtung aus dem Geistigen, ohne die Mithilfe eines anderen Wesens. Die [[Stierrasse]] hingegen hatte einen weiblichen Ätherleib und verlor allmählich die Fähigkeit zur selbsttätigen [[Fortpflanzung]], konnte aber nach und nach die Löwenmenschen befruchten. Nach der Aufnahme des [[Ich]]s entwickelte sich aus der Löwenrasse das weibliche, aus der Stierrasse das männliche Geschlecht {{Lit|{{G|107|74ff}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Seele]] ist männlich und weiblich zugleich. Solange die [[Leib]]er noch weich und bildsam waren, konnten sie ganz den seelischen Impulsen folgen. Als die Verhärtung der Leiblichkeit voranschritt, war das nicht mehr in vollem Umfang möglich. Es kam zur Geschlechtertrennung, wobei der männliche Leib mehr durch die [[Wille]]nsimpulse, der weibliche Leib mehr durch das [[Vorstellung]]svermögen geprägt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Zeiten, in die wir nunmehr&lt;br /&gt;
zurückblicken, liegen etwas vor der Mitte der Epoche,&lt;br /&gt;
die in den vorhergehenden Abschnitten als die lemurische&lt;br /&gt;
bezeichnet worden ist. Der Menschenleib bestand da&lt;br /&gt;
noch aus weichen bildsamen Stoffen. Es waren auch die&lt;br /&gt;
übrigen Bildungen der Erde noch weich und bildsam.&lt;br /&gt;
Gegenüber ihrem späteren verfestigten war die Erde noch&lt;br /&gt;
in einem quellenden, flüssigeren Zustande. Indem die&lt;br /&gt;
Menschenseele damals sich im Stoffe verkörperte, konnte&lt;br /&gt;
sie sich diesen Stoff in einem viel höheren Grade anpassen&lt;br /&gt;
als später. Denn daß die Seele einen männlichen&lt;br /&gt;
oder weiblichen Leib annimmt, rührt davon her, daß ihr&lt;br /&gt;
die Entwickelung der äußeren Erdennatur den einen oder&lt;br /&gt;
den andern aufdrängt. Solange die Stoffe noch nicht&lt;br /&gt;
verfestigt waren, konnte die Seele diese Stoffe unter ihre&lt;br /&gt;
eigenen Gesetze zwingen. Sie machte den Leib zu einem&lt;br /&gt;
Abdruck ihres eigenen Wesens. Als aber der Stoff dicht&lt;br /&gt;
geworden war, mußte sich die Seele den Gesetzen fügen,&lt;br /&gt;
welche diesem Stoffe von der äußeren Erdennatur aufgeprägt&lt;br /&gt;
wurden. Solange die Seele noch über den Stoff&lt;br /&gt;
herrschen konnte, gestaltete sie ihren Leib weder männlich&lt;br /&gt;
noch weiblich, sondern gab ihm Eigenschaften, die&lt;br /&gt;
beides zugleich waren. Denn die Seele ist männlich und&lt;br /&gt;
weiblich zugleich. Sie trägt in sich diese beiden Naturen.&lt;br /&gt;
Ihr männliches Element ist dem verwandt, was man&lt;br /&gt;
Willen nennt, ihr weibliches dem, was als Vorstellung&lt;br /&gt;
bezeichnet wird. — Die äußere Erdenbildung hat dazu&lt;br /&gt;
geführt, daß der Leib eine einseitige Bildung angenommen&lt;br /&gt;
hat. Der männliche Leib hat eine Gestalt angenommen,&lt;br /&gt;
die aus dem Element des Willens bestimmt ist, der weibliche&lt;br /&gt;
hingegen trägt mehr das Gepräge der Vorstellung.&lt;br /&gt;
So kommt es denn, daß die zweigeschiechtliche, männlich-&lt;br /&gt;
weibliche Seele in einem eingeschlechtlichen, männlichen&lt;br /&gt;
oder weiblichen Leib wohnt. Der Leib hatte also&lt;br /&gt;
im Laufe der Entwickelung eine durch die äußeren Erdenkräfte&lt;br /&gt;
bestimmte Form angenommen, daß es fortan der&lt;br /&gt;
Seele nicht mehr möglich war, ihre ganze innere Kraft&lt;br /&gt;
in diesen Leib auszugießen. Sie mußte etwas von dieser&lt;br /&gt;
ihrer Kraft in ihrem Innern behalten und konnte nur&lt;br /&gt;
einen Teil derselben in den Leib einfließen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfolgt man die Akasha-Chronik, so zeigt sich folgendes.&lt;br /&gt;
In einer alten Zeit erscheinen menschliche Formen&lt;br /&gt;
vor uns, weich, bildsam, ganz verschieden von den späteren.&lt;br /&gt;
Sie tragen noch die Mannes- und die Frauennatur&lt;br /&gt;
gleichmäßig in sich. Im Verfolg der Zeit verdichten sich&lt;br /&gt;
die Stoffe; der Menschenleib tritt in zwei Formen auf,&lt;br /&gt;
von denen die eine der späteren Mannes-, die andere der&lt;br /&gt;
späteren Frauenbildung ähnlich wird. Als dieser Unterschied&lt;br /&gt;
noch nicht aufgetreten war, konnte jeder Mensch&lt;br /&gt;
einen anderen aus sich hervorgehen lassen. Die Befruchtung&lt;br /&gt;
war kein äußerer Vorgang, sondern etwas, was sich&lt;br /&gt;
im Innern des Menschenleibes selbst abspielte. Dadurch,&lt;br /&gt;
daß der Leib männlich oder weiblich wurde, verlor er&lt;br /&gt;
diese Möglichkeit der Selbstbefruchtung. Er mußte mit&lt;br /&gt;
einem anderen Leibe zusammenwirken, um einen neuen&lt;br /&gt;
Menschen hervorzubringen.&amp;quot; {{Lit|{{G|11|74ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Männliche und weibliche Weisheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun wollen wir uns einmal klar werden, wie das gekommen ist.&lt;br /&gt;
Das ist so gekommen, daß zunächst, bevor es ein männliches und&lt;br /&gt;
weibliches Geschlecht gab, eine Zweigeschlechtlichkeit in dem einen&lt;br /&gt;
Individuum vorhanden war. Wir müssen nun fragen: Was war in dem&lt;br /&gt;
einen Individuum das Befruchtetwerdende und was war das Befruchtende?&lt;br /&gt;
In der alten griechischen Mythologie wird Zeus dargestellt mit&lt;br /&gt;
mächtigen Frauenbrüsten. Es drückt sich darin eine Wahrheit aus, die&lt;br /&gt;
in den alten Mysterien bekannt war und die uns auch die Urkunden&lt;br /&gt;
lehren, daß das Geschlecht - wenn ich es so nennen darf -, das unserem&lt;br /&gt;
unmittelbar vorangegangen ist, äußerlich-physisch nicht dem&lt;br /&gt;
männlichen, sondern dem weiblichen Geschlecht ähnelte. So daß wir&lt;br /&gt;
also vor der äußeren Trennung beide Geschlechter in einem Individuum&lt;br /&gt;
haben, das äußerlich - im physischen Ausdruck und im ganzen&lt;br /&gt;
Empfinden und Wesen - weiblich war. Wir haben es also am Ursprunge&lt;br /&gt;
des Menschengeschlechtes zu tun mit einem nach der weiblichen&lt;br /&gt;
Seite hingeneigten, zweigeschlechtlichen Individuum. Das männliche&lt;br /&gt;
Geschlecht ist erst später hervorgegangen. Nun müssen wir uns klar&lt;br /&gt;
sein, daß in diesem Individuum, das die beiden Geschlechter in sich&lt;br /&gt;
selbst hat, auch ein Befruchtendes, ein männlicher Same da war. Das&lt;br /&gt;
Weib hatte den Mann in sich. Wenn wir uns das klarmachen, daß das&lt;br /&gt;
Weib den Mann in sich hatte, dann können wir uns auch nach unseren&lt;br /&gt;
gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Begriffen vorstellen, daß&lt;br /&gt;
die Fortpflanzung gesichert war. Daß dies damals durch das Weib&lt;br /&gt;
geschehen ist, das wollen wir einmal festhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat die Zeit ein, in welcher die Dinge auseinandergehen sollten.&lt;br /&gt;
Welchen Charakter hatte nun im Weibe eigentlich das Befruchtende,&lt;br /&gt;
das, was die Weibnatur da auf dem physischen Plan befruchtete?&lt;br /&gt;
Das, was auf das Weibliche als Same wirkte, das war das Männliche;&lt;br /&gt;
und das war das Geistige, die Weisheit. Das Weib gab den&lt;br /&gt;
Stoff, der Geist gab die Form. Ausgestaltung auf dem physischen&lt;br /&gt;
Plan ist verwirklichte Weisheit. Im Weibe wirkte die Weisheit. Nun&lt;br /&gt;
differenzierten sich die beiden, indem die zwei Dinge, die früher zusammengewirkt&lt;br /&gt;
hatten, als zwei getrennte Pole auftraten. Was früher&lt;br /&gt;
in ein einziges Organ des Menschen zusammengedrängt war, trennte&lt;br /&gt;
sich, und dadurch entstand eine Zweiheit in der Menschenbildung.&lt;br /&gt;
Diese Zweiheit entstand so, daß zunächst in dem einen Individuum&lt;br /&gt;
die Fruchtbarkeit, die Möglichkeit, daß das weibliche Ei sich fortpflanzte,&lt;br /&gt;
aufhörte. Das weibliche Ei verlor die Möglichkeit, aus dem&lt;br /&gt;
eigenen Körper befruchtet zu werden. So haben wir es zu tun mit&lt;br /&gt;
einem unfruchtbar gewordenen Weiblichen und einem darüberstehenden&lt;br /&gt;
Geistigen. Es geschah durch Abspaltung der physischen Organe&lt;br /&gt;
die Trennung der beiden Geschlechter, und die Möglichkeit der Befruchtung&lt;br /&gt;
wird nun durch das andere Geschlecht gegeben. Zwei Individuen&lt;br /&gt;
entstehen, das eine mit physischer Weiblichkeit und das andere&lt;br /&gt;
mit physischer Männlichkeit: Die Weisheit hat beim Manne&lt;br /&gt;
weiblichen, beim Weibe männlichen Charakter.&amp;quot; {{Lit|{{G|93|217}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die [[Tempellegende]] - [[Kain und Abel]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Bibel selbst, das Alte Testament, ist hervorgegangen aus der&lt;br /&gt;
weiblichen, der intuitiven Weisheit, sie trägt deren Grundcharakter.&lt;br /&gt;
Das Alte Testament ist weibliche Weisheit. Die männliche Weisheit&lt;br /&gt;
brachte es nicht zur Intuition. Sie beschränkte sich auf das Bauen und&lt;br /&gt;
Arbeiten; sie nahm Steine und machte Gebäude, sie nahm Metalle&lt;br /&gt;
und machte Gerätschaften. Die [[Tempellegende]] stellt das so dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der [[Elohim]] befruchtete die [[Eva]], und da entstand [[Kain]]. Nachher&lt;br /&gt;
schuf [[Jehova]] - ein anderer der Elohim, auch Adonai genannt -&lt;br /&gt;
den [[Adam]]. Und Adam erzeugte mit Eva den [[Abel]]. Diese Legende&lt;br /&gt;
stellt nun die Kainsweisheit der biblischen Weisheit entgegen, so daß&lt;br /&gt;
wir beim Aufgehen der vierten Unterrasse zwei einander entgegenstehende&lt;br /&gt;
Strömungen haben: die Bibel als weibliche Weisheit und die&lt;br /&gt;
Tempelweisheit als die männliche Opposition dagegen. Das was der&lt;br /&gt;
Mann [die männliche Weisheit?] wollte, wurde der weiblichen Weisheit&lt;br /&gt;
schon in der vorchristlichen Zeit entgegengestellt Das weitere&lt;br /&gt;
ist so, daß Kain seinen Bruder Abel erschlägt. Das steht auch in der&lt;br /&gt;
Tempellegende. Jehova machte Streit zwischen Kains Geschlecht und&lt;br /&gt;
Abels Geschlecht, und Kain tötete den Abel. Das heißt nichts anderes&lt;br /&gt;
. . . [Hier folgen in der Nachschrift einige sehr unklare Sätze.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war die Folge davon, daß diese Kainsweisheit entstand? Die&lt;br /&gt;
Folge davon war, daß das Fruchtbare, das sich durch die eigene Weisheit&lt;br /&gt;
fortpflanzte, getötet wurde. Indem Kain den Abel tötete, tötete&lt;br /&gt;
männliche Erkenntnis in ihm das, was durch die Götter hervorgebracht&lt;br /&gt;
worden war: die Möglichkeit der Fortpflanzung aus sich&lt;br /&gt;
selbst. Das heißt, es wird dadurch, daß auf den Mann die Erkenntnis&lt;br /&gt;
übergeht, der Abel in ihm ertötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein Vorgang im Menschen selbst. Durch die männliche Erkenntnis&lt;br /&gt;
wird die hervorbringende Kraft, wird Abel getötet. Nun&lt;br /&gt;
stehen einander feindlich gegenüber die Nachkommen des Kain und&lt;br /&gt;
das Geschlecht derer, die an die Stelle des Abel gesetzt werden, die&lt;br /&gt;
Nachkommen des Seth. Die Nachkommen des Kain sind diejenigen,&lt;br /&gt;
welche ihre männliche Weisheit verwenden auf den Bau der äußeren&lt;br /&gt;
Welt; die passive Weisheit wird zum Bau der äußeren Welt verwendet.&lt;br /&gt;
Nicht die göttliche Weisheit strömt auf sie hernieder. Aus dem&lt;br /&gt;
Freien muß sie mauern an der Welt. Sie hat keine göttliche Intuition.&lt;br /&gt;
Durch Probieren, durch Erfahrung entsteht das Zusammenfügen der&lt;br /&gt;
rein mineralischen Produkte der Erde. So wird aus diesem Kainsgeschlechte&lt;br /&gt;
Tubal-Kain geboren, und so wird später [[Hiram-Abiff]] oder&lt;br /&gt;
Adon-Hiram aus diesem Geschlecht geboren.&amp;quot; {{Lit|{{G|93|219f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die unwahre Gestalt der beiden irdischen Geschlechter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nur den Kopf und die Gliedmaßen erkennt&lt;br /&gt;
der Geistesforscher als wahres Abbild des Geistigen an, alles andere&lt;br /&gt;
ist verzeichnet. Das rührt davon her, daß die Trennung in Mann und&lt;br /&gt;
Weib sich zurückführen läßt auf die lemurische Zeit, in der eine einzige&lt;br /&gt;
Gestalt alles das in sich vereinigte, was wir jetzt getrennt vor uns&lt;br /&gt;
sehen. Diese Trennung ist erfolgt, damit ermöglicht wurde, mit der&lt;br /&gt;
Fortentwickelung ein immer mehr materielles Werden zu verbinden.&lt;br /&gt;
So hat denn der Mensch seine Gestalt aus einer geistigen Urgestalt&lt;br /&gt;
immer mehr materialisiert. Denn in der Form des neutralen Geschlechts&lt;br /&gt;
war er noch eine dem Geiste näherstehende Gestalt. Bei der&lt;br /&gt;
dann eintretenden Fortentwickelung in der Richtung auf das Weibliche&lt;br /&gt;
behielt dieses gleichsam zurück eine frühere Gestalt, in der der&lt;br /&gt;
Mensch noch geistiger war. Die weibliche Gestalt behielt diese geistigere&lt;br /&gt;
Form bei, stieg nicht so tief ins Materielle hinunter, als es&lt;br /&gt;
eigentlich der normalen Entwickelung entsprochen hätte. So hat denn&lt;br /&gt;
die Frau eine geistigere Gestalt festgehalten aus einer früheren Entwicklungsstufe.&lt;br /&gt;
Sie hat damit etwas konserviert, was eigentlich unwahr&lt;br /&gt;
ist. Sie soll auch das Abbild des Geistigen sein, ist aber materiell&lt;br /&gt;
verzeichnet. Gerade umgekehrt ist es beim Manne. Dieser hat den&lt;br /&gt;
normalen Entwickelungspunkt übersprungen, ist also darüber hinausgelangt&lt;br /&gt;
und prägt eine äußere Gestalt aus, die materieller ist als die&lt;br /&gt;
Schattengestalt hinter ihm, die dem normalen Mittel entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau steht vor diesem wahren Mittel, der Mann ist darüber hinausgegangen.&lt;br /&gt;
Keiner von beiden gibt den wahren Menschen wieder.&lt;br /&gt;
Es ist daher nicht das Höchste, Vollkommenste, was wir in der&lt;br /&gt;
menschlichen Gestalt rinden. Daher versuchte man, ihr dasjenige anzufügen,&lt;br /&gt;
was in den alten Priestergewändern ausgebildet ist, um dadurch&lt;br /&gt;
die menschliche Form, besonders die männliche, wahrer erscheinen&lt;br /&gt;
zu lassen, als sie von Natur aus ist. Man hatte ein Gefühl dafür,&lt;br /&gt;
daß die Natur auch etwas verzeichnen kann. Die weibliche Gestalt&lt;br /&gt;
führt uns zurück in eine frühere Erdendaseinsstufe, in die alte Mondenzeit.&lt;br /&gt;
Die männliche Gestalt führt uns über die Erdenzeit hinaus in das&lt;br /&gt;
Jupiterdasein, aber in einer dafür noch nicht lebensfähigen Form.|118|135f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbsünde und Individualisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschlechtertrennung trat als Folge des [[Sündenfall]]s in der [[Lemuria|lemurischen Zeit]] ein, als sich der [[Mond]] von der [[Erde]] abgelöst hatte und nun von außen auf sie einwirkte. Einen festen Körper hatte der [[Mensch]] damals noch nicht, sein Leib war noch weich und bildsam, begann sich aber nach und nach zu verhärten. Die [[Knochenbildung]] entwickelte sich parallel zur Geschlechtertrennung, zugleich bildet sich auch jetzt erst in der äußeren Erdennatur das [[Mineralreich]]. Mit dieser Verfestigung trat aber auch der [[Tod]] als für den Menschen einschneidendes Erlebnis in die Welt. Solange der Mensch im paradiesischen Zustand noch die Zweigeschlechtlichkeit hatte, also männlich-weiblich war, gab es [[Geburt]] und [[Tod]] noch nicht als besondere Phänomene. Der noch kaum materielle Leib des Menschen verdorrte und erneuerte sich wieder im rhythmischen Wechsel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Geschlechtertrennung waren die Menschen sehr gleichförmig gestaltet und ein individuelles [[Ich-Bewusstsein]] gab es noch nicht, sondern die Menschen lebten im kontinuierlichen [[Bewusstsein]] der gemeinsamen [[Gruppenseele]], das auch durch das Ablegen des stofflichen Leibes nicht abriss. Die Individualisierung begann, indem das männliche und das weibliche Geschlecht aufeinander einwirkten {{lit|{{G|11}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng damit verbunden ist der Begriff der [[Erbsünde]]: früher hatten die Menschen reine gesundende göttliche Kräfte durch den Befruchungsakt aufgenommen; jetzt vererbten sie alles, was sie aus der äußeren sinnlichen Sphäre aufgenommen hatten und die Folgen der damit verbundenen Begierden und Leidenschaften auf die Nachkommen. Damit entstand einerseits die Möglichkeit, die Qualitäten, die sich der Mensch individuell im Erdenleben erworben hatte, weiterzuvererben, anderseits wurde aber dadurch die Krankheit in die Generationenreihe hineingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Erbsünde wird dadurch herbeigeführt, daß der Mensch in die Lage kommt, seine individuellen Erlebnisse in der physischen Welt auf seine Nachkommen zu verpflanzen. Jedesmal, wenn die Geschlechter in Leidenschaften erglühen, mischen sich in den aus der astralischen Welt herabkommenden Menschen die Ingredienzien der beiden Geschlechter hinein. Wenn sich ein Mensch inkarniert, kommt er aus der devachanischen Welt herunter und bildet sich seine astralische Sphäre nach der Eigenart seiner Individualität. Dieser eigenen astralischen Sphäre mischt sich etwas bei aus dem, was den astralischen Leibern, den Trieben, Leidenschaften und Begierden der Eltern eigen ist, so daß dadurch der Mensch das mitbekommt, was seine Vorfahren erlebt haben. Was so durch die Generationen geht, was so innerhalb der Generationen wirklich menschlich erworben ist und als solches sich vererbt, das ist es, was unter dem Begriff der Erbsünde zu verstehen ist. Und jetzt kommen wir zu etwas anderem noch: ein ganz neues Moment trat ein in die Menschheit durch die Individualisierung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher bildeten die göttlich-geistigen Wesenheiten, und die waren ganz gesund, den Menschen zu ihrem Ebenbilde. Jetzt aber gliederte sich der Mensch als selbständiges Wesen aus der Gesamtharmonie der göttlich-geistigen Gesundheit heraus. Er widersprach in gewisser Beziehung in seiner Eigenheit dieser ganzen geistig-göttlichen Umgebung. Denken Sie, Sie haben ein Wesen, das sich nur unter den Einflüssen der Umgebung ausbildet. Da zeigt es das, was diese Umgebung ist. Denken Sie sich aber, es schließt sich ab mit einer Haut, dann hat es zu den Eigenschaften seiner Umgebung auch noch seine eigenen Eigenschaften. Als die Menschen mit der Teilung in die Geschlechter individuell wurden, entwickelten sie also ihre eigenen Eigenheiten in sich selber. Dadurch war ein Widerspruch vorhanden zwischen der großen, in sich gesunden göttlich-geistigen Harmonie und dem, was als Individuelles in dem Menschen war. Und indem dieses Individuelle fortwirkt, ein real wirksamer Faktor wird, gliedert sich in die Menschheitsentwickelung überhaupt erst die Möglichkeit einer innerlichen Erkrankung ein. Jetzt haben wir den Moment erfaßt, wo überhaupt in der Menschheitsentwickelung die Möglichkeit der Erkrankung auftritt, denn sie ist gebunden an die Individualisierung der Menschen. Vorher, als der Mensch mit der geistig-göttlichen Welt noch in Zusammenhang stand, gab es diese Möglichkeit der Erkrankung nicht. Sie trat mit der Individualisierung ein, und das ist der gleiche Zeitpunkt wie die Trennung in die Geschlechter. Das gilt für die Menschheitsentwickelung, und Sie dürfen das nicht in gleicher Weise auf die Tierwelt übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krankheit ist in der Tat eine Wirkung dieser Ihnen eben geschilderten Vorgänge, und namentlich können Sie sehen, daß es im Grunde genommen der astralische Leib ist, der ursprünglich auf diese Art beeinflußt wird. Dem astralischen Leib, den sich der Mensch zunächst selbst eingliedert, wenn er aus der devachanischen Welt herunterkommt, wird dasjenige entgegengebracht, was durch die Wirkung der beiden Geschlechter in ihn einfließt. Der astralische Leib ist also der Teil, der am schärfsten das Ungöttliche zum Abdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Göttlicher ist schon der Ätherleib, denn auf den hat der Mensch keinen so großen Einfluß, und am göttlichsten ist der physische Leib, dieser Tempel Gottes, denn der ist zu gleicher Zeit dem Einfluß des Menschen gründlich entzogen worden. Während der Mensch in seinem astralischen Leib alle möglichen Genüsse sucht und alle möglichen Begierden haben kann, die in schädlicher Weise auf den physischen Leib wirken, hat er seinen physischen Leib heute noch als ein so wundervolles Instrument, daß es jahrzehntelang den Herzgiften und den sonstigen störenden Einflüssen des astralischen Leibes widerstehen kann. Und so müssen wir sagen, daß der menschliche astralische Leib durch alle diese Vorgänge das Schlechteste am Menschen geworden ist. Wer tiefer hineingeht in die menschliche Natur, wird die tiefsten Krankheitsursachen im astralischen Leib und in den schlechten Einflüssen des astralischen Leibes auf den Ätherleib finden, und dann erst auf dem Umwege durch den Ätherleib in dem physischen Leib. Jetzt werden wir manches verstehen, was sonst nicht verstanden werden kann.|107|142ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschlecht und Mondphasen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches Geschlecht der [[Mensch]] bei seiner [[Inkarnation]] annimmt, entscheidet sich erst nahe der [[Mondsphäre]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Blicken wir von der Erde aus in irgendeiner&lt;br /&gt;
Gegend nach dem Vollmond, dann haben wir diejenige Zeit, die sich&lt;br /&gt;
die Wesen wählen, um zur Erde herunterzusteigen, die Frauen werden&lt;br /&gt;
wollen. Da erst wird das entschieden. Und die Neumondzeit ist diejenige&lt;br /&gt;
Zeit, die sich die Wesen wählen, die Männer werden wollen. So&lt;br /&gt;
daß also der Mensch durch das Mondentor in das irdische Dasein eintritt.&lt;br /&gt;
Aber die Kraft, die der Mann braucht, um in das Erdenleben einzutreten,&lt;br /&gt;
wird dann ins Weltenall hinausgeströmt; man geht ihr entgegen,&lt;br /&gt;
indem man vom Weltenall hereinkommt, und sie wird vom&lt;br /&gt;
Monde ausgestrahlt, wenn er für die Erde Neumond ist. Die Kraft,&lt;br /&gt;
welche die Frau braucht, wird ausgestrahlt vom Monde, wenn er Vollmond&lt;br /&gt;
ist; da ist seine beleuchtete Seite der Erde zu gerichtet, seine unbeleuchtete&lt;br /&gt;
Seite geht ins Weltenall hinaus, und diese Kraft, die der&lt;br /&gt;
Mond an seiner unbeleuchteten Seite ins Weltenall hinaussenden kann,&lt;br /&gt;
die braucht das Menschenwesen, wenn es Frau werden will.|218|119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mond]] hat auch Einfluss auf die [[Haarfarbe]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Aber der Mensch ist ja, bei diesem Herunterkommen&lt;br /&gt;
öfter dem Vollmond oder Neumond ausgesetzt, und so kann es&lt;br /&gt;
sein, daß der Mensch sich zunächst gewissermaßen einem entscheidenden&lt;br /&gt;
Neumond aussetzt, um Mann zu werden, oder einem entscheidenden&lt;br /&gt;
Vollmond, um Frau zu werden. Dann aber - es geht ja das Heruntersteigen&lt;br /&gt;
nicht so schnell, er bleibt längere Zeit exponiert -, dann&lt;br /&gt;
kann er auch irgendwie sich noch entscheiden, wenn er durch den&lt;br /&gt;
Neumond als Mann heruntersteigt, trotzdem noch dem kommenden&lt;br /&gt;
Vollmonde sich auszusetzen. So daß er also die Entscheidung getroffen&lt;br /&gt;
hat, als Mann herabzusteigen: er hat die Neumondkräfte dazu verwendet;&lt;br /&gt;
aber er hat noch während seines Abstieges den weiteren Mondengang&lt;br /&gt;
zu seiner Verfügung, den Vollmondgang. Da erfüllt er sich&lt;br /&gt;
mit den Mondenkräften dann so, daß diese nun nicht auf sein Verhältnis&lt;br /&gt;
als Mann oder Weib wirken, sondern vorzugsweise auf seine&lt;br /&gt;
Hauptesorganisation und auf das, was mit der Hauptesorganisation&lt;br /&gt;
von außen, vom Kosmos her zusammenhängt, wenn gerade die Konstellation&lt;br /&gt;
eintritt, von der ich jetzt gesprochen habe. Wenn also der&lt;br /&gt;
Mensch die Entscheidung getroffen hat: Ich werde Mann durch eine&lt;br /&gt;
Neumondszeit - und dann noch im Weltenall weiterlebt, so daß er noch&lt;br /&gt;
nicht ganz durch den Mondeneinfluß durchgegangen ist, sondern noch&lt;br /&gt;
der nächsten Vollmondzeit ausgesetzt ist, dann bekommt er durch die&lt;br /&gt;
Einwirkung der Mondenkräfte in diesem Zustande zum Beispiel braune&lt;br /&gt;
Augen und schwarze Haare. So daß wir sagen können: Durch die Art&lt;br /&gt;
und Weise, wie der Mensch an dem Mond vorbeikommt, wird nicht&lt;br /&gt;
nur sein Geschlecht bestimmt, sondern seine Haarfarbe und seine&lt;br /&gt;
Augenfarbe. Ist der Mensch zum Beispiel als Frau an dem Vollmond&lt;br /&gt;
vorbeigegangen und setzt sich nachher noch dem Neumond aus, so&lt;br /&gt;
kann er als Frau blaue Augen und blonde Haare bekommen.|218|120f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1904 - 1908), Kapitel &#039;&#039;Die Trennung in Geschlechter&#039;&#039; {{Schriften|11}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Tempellegende und die Goldene Legende &#039;&#039;, [[GA 93]] (1991), ISBN 3-7274-0930-4 {{Vorträge|093}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaftliche Menschenkunde&#039;&#039;, [[GA 107]] (1988), Zehnter Vortrag, Berlin, 8. Dezember 1908 {{Vorträge|107}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt&#039;&#039;, [[GA 118]] (1984), ISBN 3-7274-1180-5 {{Vorträge|118}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus&#039;&#039;, [[GA 218]] (1992), ISBN 3-7274-2180-0 {{Vorträge|218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroposophie.net/steiner/ga/bib_steiner_ga_011_05.htm Rudolf Steiner: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, GA 11, Kapitel &#039;&#039;Die Trennung in Geschlechter&#039;&#039;] - der gesamte Text online.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschlecht]]&lt;br /&gt;
[[en:Separation of the Sexes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Geschlechtertrennung&amp;diff=614719</id>
		<title>Geschlechtertrennung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Geschlechtertrennung&amp;diff=614719"/>
		<updated>2024-02-12T12:10:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Adam Kadmon - Androgyne.jpg|mini|[[Adam Kadmon]], der himmlische Urmensch, wird manchmal in androgyner Gestalt mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen dargestellt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Geschlechtsorgane - Entwicklung 1.png|thumb|Entsprechend besitzen die menschlichen Ungeborenen in den frühen Stadien der Embryonalentwickung die Organanlagen für beide Geschlechter in identischer Form. Nach der 6. Woche entwickeln sich die anfangs gleichen Organanlagen zum weiblichen oder männlichen Geschlecht hin ([[Wikipedia:Geschlechtsdetermination|Geschlechtsdetermination]]).]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Lion man photo.jpg|thumb|200px|Der Löwenmensch aus dem [[Wikipedia:Hohlenstein-Stadel|Hohlenstein-Stadel]]. Aus den Löwenmenschen ging das weibliche Geschlecht hervor.]]&lt;br /&gt;
[[File:Michael Ayrton Geograph-398317-by-Malcolm-Morris.jpg|thumb|200px|Stiermenschen-Statue aus dem Yorkshire Sculpture Park. Aus den Stiermenschen entstand das männliche Geschlecht.]]&lt;br /&gt;
Nach der &#039;&#039;&#039;Geschlechtertrennung&#039;&#039;&#039; konnte sich das ursprünglich [[androgyn]]e bzw. [[hermaphrodit]]ische, &#039;&#039;&#039;zweigeschlechtliche&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;männlich-weibliche&#039;&#039;&#039; ({{HeS|זָכָ֥ר וּנְקֵבָ֖ה|zâkâr û -neqevâh}}) [[Mensch]]enwesen nur mehr in einseitiger Gestalt als &#039;&#039;&#039;Mann&#039;&#039;&#039; ({{HeS|אִישׁ|isch}} = Mann, Gatte) oder &#039;&#039;&#039;Frau&#039;&#039;&#039; ({{HeS|אִשָּׁה|ischah}} = Frau, Gattin; [[Wikipedia:Plural|pl.]] {{He|נָשִׁים}} &amp;quot;&#039;&#039;naschim&#039;&#039;&amp;quot;) auf der [[Erde (Planet)|Erde]] [[Inkarnation|inkarnieren]]; die Menschen wurden jeweils &#039;&#039;&#039;eingeschlechtliche&#039;&#039;&#039; Wesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Geschlechtertrennung sind nur die beiden untersten [[Wesensglieder]] des Menschen betroffen, der [[Ätherleib]] und der [[Physischer Leib|physische Leib]], die aber jeweils verschiedene Geschlechter verkörpern. Ist der physische Leib männlich, so ist der Ätherleib weiblich und umgekehrt. Im Zuge der [[Reinkarnation|wiederholten Erdenleben]] des Menschen wechselt in der Regel mit jeder Inkarnation das Geschlecht, wobei diese Regel aber auch häufig durchbrochen wird. Maximal aber folgen sieben Erdenleben mit dem gleichen Geschlecht aufeinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologische Betrachtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[ungeschlechtliche Vermehrung|ungeschlechtlichen Vermehrung]] ist die Nachkommenschaft mit dem elterlichen Lebewesen [[gen]]etisch weitgehend identisch, somit wird eine Form von [[Biologische Unsterblichkeit| biologischer Unsterblichkeit]] gewährleistet. Bei der [[Geschlechtliche Fortpflanzung|geschlechtlichen Fortpflanzung]] hingegen wirken zwei Partner derselben biologischen [[Art (Biologie)|Art]], aber unterschiedlichen Geschlechtstyps zusammen. Durch die damit verbundene Neukombination elterlichen Gene erhält jedes Individuum eine höhere genetische Vielfalt in seinem individuellen [[Genom]] und innerhalb der Population kommt es zur Diversifizierung, so dass das Einzelwesen mit seiner einmaligen genetischen Besonderheit aber dem biologischen [[Tod]] unterworfen ist. Durch die Notwendigkeit der Partnerwahl wurde u. a. die Entwicklung der [[Sinne]] entscheidend gefördert und eine Fülle völlig neuer [[Verhalten]]smuster und eine stärkere soziale Bindung konnte entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gruppenseelen - Löwenmenschen und Stiermenschen ==&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte der [[Lemurische Zeit|lemurischen Zeit]] erfolgte die [[Fortpflanzung]] ungeschlechtlich durch eine Art von Selbstbefruchtung. Im Bilde der [[Isis]], die durch den Sonnenstrahl des [[Osiris]] befruchtet wird, deuteten die [[Ägyptische Mysterien|ägyptischen Mysterien]] auf diese ungeschlechtliche Fortpflanzungskraft des [[Mond]]es hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier [[Sphinxtiere]] entsprechen den vier [[Gruppenseele]]n des [[Lemuria|lemurischen]] und [[Atlantis|atlantischen]] Menschen.  Die [[Löwenrasse]] hatte einen männlichen [[Ätherleib]], der genügend Kraft hatte, den physischen Leib selbst ohne äußere Anregung zu befruchten. Es war eine unmittelbare Befruchtung aus dem Geistigen, ohne die Mithilfe eines anderen Wesens. Die [[Stierrasse]] hingegen hatte einen weiblichen Ätherleib und verlor allmählich die Fähigkeit zur selbsttätigen [[Fortpflanzung]], konnte aber nach und nach die Löwenmenschen befruchten. Nach der Aufnahme des [[Ich]]s entwickelte sich aus der Löwenrasse das weibliche, aus der Stierrasse das männliche Geschlecht {{Lit|{{G|107|74ff}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Seele]] ist männlich und weiblich zugleich. Solange die [[Leib]]er noch weich und bildsam waren, konnten sie ganz den seelischen Impulsen folgen. Als die Verhärtung der Leiblichkeit voranschritt, war das nicht mehr in vollem Umfang möglich. Es kam zur Geschlechtertrennung, wobei der männliche Leib mehr durch die [[Wille]]nsimpulse, der weibliche Leib mehr durch das [[Vorstellung]]svermögen geprägt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Zeiten, in die wir nunmehr&lt;br /&gt;
zurückblicken, liegen etwas vor der Mitte der Epoche,&lt;br /&gt;
die in den vorhergehenden Abschnitten als die lemurische&lt;br /&gt;
bezeichnet worden ist. Der Menschenleib bestand da&lt;br /&gt;
noch aus weichen bildsamen Stoffen. Es waren auch die&lt;br /&gt;
übrigen Bildungen der Erde noch weich und bildsam.&lt;br /&gt;
Gegenüber ihrem späteren verfestigten war die Erde noch&lt;br /&gt;
in einem quellenden, flüssigeren Zustande. Indem die&lt;br /&gt;
Menschenseele damals sich im Stoffe verkörperte, konnte&lt;br /&gt;
sie sich diesen Stoff in einem viel höheren Grade anpassen&lt;br /&gt;
als später. Denn daß die Seele einen männlichen&lt;br /&gt;
oder weiblichen Leib annimmt, rührt davon her, daß ihr&lt;br /&gt;
die Entwickelung der äußeren Erdennatur den einen oder&lt;br /&gt;
den andern aufdrängt. Solange die Stoffe noch nicht&lt;br /&gt;
verfestigt waren, konnte die Seele diese Stoffe unter ihre&lt;br /&gt;
eigenen Gesetze zwingen. Sie machte den Leib zu einem&lt;br /&gt;
Abdruck ihres eigenen Wesens. Als aber der Stoff dicht&lt;br /&gt;
geworden war, mußte sich die Seele den Gesetzen fügen,&lt;br /&gt;
welche diesem Stoffe von der äußeren Erdennatur aufgeprägt&lt;br /&gt;
wurden. Solange die Seele noch über den Stoff&lt;br /&gt;
herrschen konnte, gestaltete sie ihren Leib weder männlich&lt;br /&gt;
noch weiblich, sondern gab ihm Eigenschaften, die&lt;br /&gt;
beides zugleich waren. Denn die Seele ist männlich und&lt;br /&gt;
weiblich zugleich. Sie trägt in sich diese beiden Naturen.&lt;br /&gt;
Ihr männliches Element ist dem verwandt, was man&lt;br /&gt;
Willen nennt, ihr weibliches dem, was als Vorstellung&lt;br /&gt;
bezeichnet wird. — Die äußere Erdenbildung hat dazu&lt;br /&gt;
geführt, daß der Leib eine einseitige Bildung angenommen&lt;br /&gt;
hat. Der männliche Leib hat eine Gestalt angenommen,&lt;br /&gt;
die aus dem Element des Willens bestimmt ist, der weibliche&lt;br /&gt;
hingegen trägt mehr das Gepräge der Vorstellung.&lt;br /&gt;
So kommt es denn, daß die zweigeschiechtliche, männlich-&lt;br /&gt;
weibliche Seele in einem eingeschlechtlichen, männlichen&lt;br /&gt;
oder weiblichen Leib wohnt. Der Leib hatte also&lt;br /&gt;
im Laufe der Entwickelung eine durch die äußeren Erdenkräfte&lt;br /&gt;
bestimmte Form angenommen, daß es fortan der&lt;br /&gt;
Seele nicht mehr möglich war, ihre ganze innere Kraft&lt;br /&gt;
in diesen Leib auszugießen. Sie mußte etwas von dieser&lt;br /&gt;
ihrer Kraft in ihrem Innern behalten und konnte nur&lt;br /&gt;
einen Teil derselben in den Leib einfließen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfolgt man die Akasha-Chronik, so zeigt sich folgendes.&lt;br /&gt;
In einer alten Zeit erscheinen menschliche Formen&lt;br /&gt;
vor uns, weich, bildsam, ganz verschieden von den späteren.&lt;br /&gt;
Sie tragen noch die Mannes- und die Frauennatur&lt;br /&gt;
gleichmäßig in sich. Im Verfolg der Zeit verdichten sich&lt;br /&gt;
die Stoffe; der Menschenleib tritt in zwei Formen auf,&lt;br /&gt;
von denen die eine der späteren Mannes-, die andere der&lt;br /&gt;
späteren Frauenbildung ähnlich wird. Als dieser Unterschied&lt;br /&gt;
noch nicht aufgetreten war, konnte jeder Mensch&lt;br /&gt;
einen anderen aus sich hervorgehen lassen. Die Befruchtung&lt;br /&gt;
war kein äußerer Vorgang, sondern etwas, was sich&lt;br /&gt;
im Innern des Menschenleibes selbst abspielte. Dadurch,&lt;br /&gt;
daß der Leib männlich oder weiblich wurde, verlor er&lt;br /&gt;
diese Möglichkeit der Selbstbefruchtung. Er mußte mit&lt;br /&gt;
einem anderen Leibe zusammenwirken, um einen neuen&lt;br /&gt;
Menschen hervorzubringen.&amp;quot; {{Lit|{{G|11|74ff}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Männliche und weibliche Weisheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nun wollen wir uns einmal klar werden, wie das gekommen ist.&lt;br /&gt;
Das ist so gekommen, daß zunächst, bevor es ein männliches und&lt;br /&gt;
weibliches Geschlecht gab, eine Zweigeschlechtlichkeit in dem einen&lt;br /&gt;
Individuum vorhanden war. Wir müssen nun fragen: Was war in dem&lt;br /&gt;
einen Individuum das Befruchtetwerdende und was war das Befruchtende?&lt;br /&gt;
In der alten griechischen Mythologie wird Zeus dargestellt mit&lt;br /&gt;
mächtigen Frauenbrüsten. Es drückt sich darin eine Wahrheit aus, die&lt;br /&gt;
in den alten Mysterien bekannt war und die uns auch die Urkunden&lt;br /&gt;
lehren, daß das Geschlecht - wenn ich es so nennen darf -, das unserem&lt;br /&gt;
unmittelbar vorangegangen ist, äußerlich-physisch nicht dem&lt;br /&gt;
männlichen, sondern dem weiblichen Geschlecht ähnelte. So daß wir&lt;br /&gt;
also vor der äußeren Trennung beide Geschlechter in einem Individuum&lt;br /&gt;
haben, das äußerlich - im physischen Ausdruck und im ganzen&lt;br /&gt;
Empfinden und Wesen - weiblich war. Wir haben es also am Ursprunge&lt;br /&gt;
des Menschengeschlechtes zu tun mit einem nach der weiblichen&lt;br /&gt;
Seite hingeneigten, zweigeschlechtlichen Individuum. Das männliche&lt;br /&gt;
Geschlecht ist erst später hervorgegangen. Nun müssen wir uns klar&lt;br /&gt;
sein, daß in diesem Individuum, das die beiden Geschlechter in sich&lt;br /&gt;
selbst hat, auch ein Befruchtendes, ein männlicher Same da war. Das&lt;br /&gt;
Weib hatte den Mann in sich. Wenn wir uns das klarmachen, daß das&lt;br /&gt;
Weib den Mann in sich hatte, dann können wir uns auch nach unseren&lt;br /&gt;
gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Begriffen vorstellen, daß&lt;br /&gt;
die Fortpflanzung gesichert war. Daß dies damals durch das Weib&lt;br /&gt;
geschehen ist, das wollen wir einmal festhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat die Zeit ein, in welcher die Dinge auseinandergehen sollten.&lt;br /&gt;
Welchen Charakter hatte nun im Weibe eigentlich das Befruchtende,&lt;br /&gt;
das, was die Weibnatur da auf dem physischen Plan befruchtete?&lt;br /&gt;
Das, was auf das Weibliche als Same wirkte, das war das Männliche;&lt;br /&gt;
und das war das Geistige, die Weisheit. Das Weib gab den&lt;br /&gt;
Stoff, der Geist gab die Form. Ausgestaltung auf dem physischen&lt;br /&gt;
Plan ist verwirklichte Weisheit. Im Weibe wirkte die Weisheit. Nun&lt;br /&gt;
differenzierten sich die beiden, indem die zwei Dinge, die früher zusammengewirkt&lt;br /&gt;
hatten, als zwei getrennte Pole auftraten. Was früher&lt;br /&gt;
in ein einziges Organ des Menschen zusammengedrängt war, trennte&lt;br /&gt;
sich, und dadurch entstand eine Zweiheit in der Menschenbildung.&lt;br /&gt;
Diese Zweiheit entstand so, daß zunächst in dem einen Individuum&lt;br /&gt;
die Fruchtbarkeit, die Möglichkeit, daß das weibliche Ei sich fortpflanzte,&lt;br /&gt;
aufhörte. Das weibliche Ei verlor die Möglichkeit, aus dem&lt;br /&gt;
eigenen Körper befruchtet zu werden. So haben wir es zu tun mit&lt;br /&gt;
einem unfruchtbar gewordenen Weiblichen und einem darüberstehenden&lt;br /&gt;
Geistigen. Es geschah durch Abspaltung der physischen Organe&lt;br /&gt;
die Trennung der beiden Geschlechter, und die Möglichkeit der Befruchtung&lt;br /&gt;
wird nun durch das andere Geschlecht gegeben. Zwei Individuen&lt;br /&gt;
entstehen, das eine mit physischer Weiblichkeit und das andere&lt;br /&gt;
mit physischer Männlichkeit: Die Weisheit hat beim Manne&lt;br /&gt;
weiblichen, beim Weibe männlichen Charakter.&amp;quot; {{Lit|{{G|93|217}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die [[Tempellegende]] - [[Kain und Abel]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Bibel selbst, das Alte Testament, ist hervorgegangen aus der&lt;br /&gt;
weiblichen, der intuitiven Weisheit, sie trägt deren Grundcharakter.&lt;br /&gt;
Das Alte Testament ist weibliche Weisheit. Die männliche Weisheit&lt;br /&gt;
brachte es nicht zur Intuition. Sie beschränkte sich auf das Bauen und&lt;br /&gt;
Arbeiten; sie nahm Steine und machte Gebäude, sie nahm Metalle&lt;br /&gt;
und machte Gerätschaften. Die [[Tempellegende]] stellt das so dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der [[Elohim]] befruchtete die [[Eva]], und da entstand [[Kain]]. Nachher&lt;br /&gt;
schuf [[Jehova]] - ein anderer der Elohim, auch Adonai genannt -&lt;br /&gt;
den [[Adam]]. Und Adam erzeugte mit Eva den [[Abel]]. Diese Legende&lt;br /&gt;
stellt nun die Kainsweisheit der biblischen Weisheit entgegen, so daß&lt;br /&gt;
wir beim Aufgehen der vierten Unterrasse zwei einander entgegenstehende&lt;br /&gt;
Strömungen haben: die Bibel als weibliche Weisheit und die&lt;br /&gt;
Tempelweisheit als die männliche Opposition dagegen. Das was der&lt;br /&gt;
Mann [die männliche Weisheit?] wollte, wurde der weiblichen Weisheit&lt;br /&gt;
schon in der vorchristlichen Zeit entgegengestellt Das weitere&lt;br /&gt;
ist so, daß Kain seinen Bruder Abel erschlägt. Das steht auch in der&lt;br /&gt;
Tempellegende. Jehova machte Streit zwischen Kains Geschlecht und&lt;br /&gt;
Abels Geschlecht, und Kain tötete den Abel. Das heißt nichts anderes&lt;br /&gt;
. . . [Hier folgen in der Nachschrift einige sehr unklare Sätze.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war die Folge davon, daß diese Kainsweisheit entstand? Die&lt;br /&gt;
Folge davon war, daß das Fruchtbare, das sich durch die eigene Weisheit&lt;br /&gt;
fortpflanzte, getötet wurde. Indem Kain den Abel tötete, tötete&lt;br /&gt;
männliche Erkenntnis in ihm das, was durch die Götter hervorgebracht&lt;br /&gt;
worden war: die Möglichkeit der Fortpflanzung aus sich&lt;br /&gt;
selbst. Das heißt, es wird dadurch, daß auf den Mann die Erkenntnis&lt;br /&gt;
übergeht, der Abel in ihm ertötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein Vorgang im Menschen selbst. Durch die männliche Erkenntnis&lt;br /&gt;
wird die hervorbringende Kraft, wird Abel getötet. Nun&lt;br /&gt;
stehen einander feindlich gegenüber die Nachkommen des Kain und&lt;br /&gt;
das Geschlecht derer, die an die Stelle des Abel gesetzt werden, die&lt;br /&gt;
Nachkommen des Seth. Die Nachkommen des Kain sind diejenigen,&lt;br /&gt;
welche ihre männliche Weisheit verwenden auf den Bau der äußeren&lt;br /&gt;
Welt; die passive Weisheit wird zum Bau der äußeren Welt verwendet.&lt;br /&gt;
Nicht die göttliche Weisheit strömt auf sie hernieder. Aus dem&lt;br /&gt;
Freien muß sie mauern an der Welt. Sie hat keine göttliche Intuition.&lt;br /&gt;
Durch Probieren, durch Erfahrung entsteht das Zusammenfügen der&lt;br /&gt;
rein mineralischen Produkte der Erde. So wird aus diesem Kainsgeschlechte&lt;br /&gt;
Tubal-Kain geboren, und so wird später [[Hiram-Abiff]] oder&lt;br /&gt;
Adon-Hiram aus diesem Geschlecht geboren.&amp;quot; {{Lit|{{G|93|219f}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die unwahre Gestalt der beiden irdischen Geschlechter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nur den Kopf und die Gliedmaßen erkennt&lt;br /&gt;
der Geistesforscher als wahres Abbild des Geistigen an, alles andere&lt;br /&gt;
ist verzeichnet. Das rührt davon her, daß die Trennung in Mann und&lt;br /&gt;
Weib sich zurückführen läßt auf die lemurische Zeit, in der eine einzige&lt;br /&gt;
Gestalt alles das in sich vereinigte, was wir jetzt getrennt vor uns&lt;br /&gt;
sehen. Diese Trennung ist erfolgt, damit ermöglicht wurde, mit der&lt;br /&gt;
Fortentwickelung ein immer mehr materielles Werden zu verbinden.&lt;br /&gt;
So hat denn der Mensch seine Gestalt aus einer geistigen Urgestalt&lt;br /&gt;
immer mehr materialisiert. Denn in der Form des neutralen Geschlechts&lt;br /&gt;
war er noch eine dem Geiste näherstehende Gestalt. Bei der&lt;br /&gt;
dann eintretenden Fortentwickelung in der Richtung auf das Weibliche&lt;br /&gt;
behielt dieses gleichsam zurück eine frühere Gestalt, in der der&lt;br /&gt;
Mensch noch geistiger war. Die weibliche Gestalt behielt diese geistigere&lt;br /&gt;
Form bei, stieg nicht so tief ins Materielle hinunter, als es&lt;br /&gt;
eigentlich der normalen Entwickelung entsprochen hätte. So hat denn&lt;br /&gt;
die Frau eine geistigere Gestalt festgehalten aus einer früheren Entwicklungsstufe.&lt;br /&gt;
Sie hat damit etwas konserviert, was eigentlich unwahr&lt;br /&gt;
ist. Sie soll auch das Abbild des Geistigen sein, ist aber materiell&lt;br /&gt;
verzeichnet. Gerade umgekehrt ist es beim Manne. Dieser hat den&lt;br /&gt;
normalen Entwickelungspunkt übersprungen, ist also darüber hinausgelangt&lt;br /&gt;
und prägt eine äußere Gestalt aus, die materieller ist als die&lt;br /&gt;
Schattengestalt hinter ihm, die dem normalen Mittel entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau steht vor diesem wahren Mittel, der Mann ist darüber hinausgegangen.&lt;br /&gt;
Keiner von beiden gibt den wahren Menschen wieder.&lt;br /&gt;
Es ist daher nicht das Höchste, Vollkommenste, was wir in der&lt;br /&gt;
menschlichen Gestalt rinden. Daher versuchte man, ihr dasjenige anzufügen,&lt;br /&gt;
was in den alten Priestergewändern ausgebildet ist, um dadurch&lt;br /&gt;
die menschliche Form, besonders die männliche, wahrer erscheinen&lt;br /&gt;
zu lassen, als sie von Natur aus ist. Man hatte ein Gefühl dafür,&lt;br /&gt;
daß die Natur auch etwas verzeichnen kann. Die weibliche Gestalt&lt;br /&gt;
führt uns zurück in eine frühere Erdendaseinsstufe, in die alte Mondenzeit.&lt;br /&gt;
Die männliche Gestalt führt uns über die Erdenzeit hinaus in das&lt;br /&gt;
Jupiterdasein, aber in einer dafür noch nicht lebensfähigen Form.|118|135f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbsünde und Individualisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschlechtertrennung trat als Folge des [[Sündenfall]]s in der [[Lemuria|lemurischen Zeit]] ein, als sich der [[Mond]] von der [[Erde]] abgelöst hatte und nun von außen auf sie einwirkte. Einen festen Körper hatte der [[Mensch]] damals noch nicht, sein Leib war noch weich und bildsam, begann sich aber nach und nach zu verhärten. Die [[Knochenbildung]] entwickelte sich parallel zur Geschlechtertrennung, zugleich bildet sich auch jetzt erst in der äußeren Erdennatur das [[Mineralreich]]. Mit dieser Verfestigung trat aber auch der [[Tod]] als für den Menschen einschneidendes Erlebnis in die Welt. Solange der Mensch im paradiesischen Zustand noch die Zweigeschlechtlichkeit hatte, also männlich-weiblich war, gab es [[Geburt]] und [[Tod]] noch nicht als besondere Phänomene. Der noch kaum materielle Leib des Menschen verdorrte und erneuerte sich wieder im rhythmischen Wechsel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Geschlechtertrennung waren die Menschen sehr gleichförmig gestaltet und ein individuelles [[Ich-Bewusstsein]] gab es noch nicht, sondern die Menschen lebten im kontinuierlichen [[Bewusstsein]] der gemeinsamen [[Gruppenseele]], das auch durch das Ablegen des stofflichen Leibes nicht abriss. Die Individualisierung begann, indem das männliche und das weibliche Geschlecht aufeinander einwirkten {{lit|{{G|11}}}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng damit verbunden ist der Begriff der [[Erbsünde]]: früher hatten die Menschen reine gesundende göttliche Kräfte durch den Befruchungsakt aufgenommen; jetzt vererbten sie alles, was sie aus der äußeren sinnlichen Sphäre aufgenommen hatten und die Folgen der damit verbundenen Begierden und Leidenschaften auf die Nachkommen. Damit entstand einerseits die Möglichkeit, die Qualitäten, die sich der Mensch individuell im Erdenleben erworben hatte, weiterzuvererben, anderseits wurde aber dadurch die Krankheit in die Generationenreihe hineingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Erbsünde wird dadurch herbeigeführt, daß der Mensch in die Lage kommt, seine individuellen Erlebnisse in der physischen Welt auf seine Nachkommen zu verpflanzen. Jedesmal, wenn die Geschlechter in Leidenschaften erglühen, mischen sich in den aus der astralischen Welt herabkommenden Menschen die Ingredienzien der beiden Geschlechter hinein. Wenn sich ein Mensch inkarniert, kommt er aus der devachanischen Welt herunter und bildet sich seine astralische Sphäre nach der Eigenart seiner Individualität. Dieser eigenen astralischen Sphäre mischt sich etwas bei aus dem, was den astralischen Leibern, den Trieben, Leidenschaften und Begierden der Eltern eigen ist, so daß dadurch der Mensch das mitbekommt, was seine Vorfahren erlebt haben. Was so durch die Generationen geht, was so innerhalb der Generationen wirklich menschlich erworben ist und als solches sich vererbt, das ist es, was unter dem Begriff der Erbsünde zu verstehen ist. Und jetzt kommen wir zu etwas anderem noch: ein ganz neues Moment trat ein in die Menschheit durch die Individualisierung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher bildeten die göttlich-geistigen Wesenheiten, und die waren ganz gesund, den Menschen zu ihrem Ebenbilde. Jetzt aber gliederte sich der Mensch als selbständiges Wesen aus der Gesamtharmonie der göttlich-geistigen Gesundheit heraus. Er widersprach in gewisser Beziehung in seiner Eigenheit dieser ganzen geistig-göttlichen Umgebung. Denken Sie, Sie haben ein Wesen, das sich nur unter den Einflüssen der Umgebung ausbildet. Da zeigt es das, was diese Umgebung ist. Denken Sie sich aber, es schließt sich ab mit einer Haut, dann hat es zu den Eigenschaften seiner Umgebung auch noch seine eigenen Eigenschaften. Als die Menschen mit der Teilung in die Geschlechter individuell wurden, entwickelten sie also ihre eigenen Eigenheiten in sich selber. Dadurch war ein Widerspruch vorhanden zwischen der großen, in sich gesunden göttlich-geistigen Harmonie und dem, was als Individuelles in dem Menschen war. Und indem dieses Individuelle fortwirkt, ein real wirksamer Faktor wird, gliedert sich in die Menschheitsentwickelung überhaupt erst die Möglichkeit einer innerlichen Erkrankung ein. Jetzt haben wir den Moment erfaßt, wo überhaupt in der Menschheitsentwickelung die Möglichkeit der Erkrankung auftritt, denn sie ist gebunden an die Individualisierung der Menschen. Vorher, als der Mensch mit der geistig-göttlichen Welt noch in Zusammenhang stand, gab es diese Möglichkeit der Erkrankung nicht. Sie trat mit der Individualisierung ein, und das ist der gleiche Zeitpunkt wie die Trennung in die Geschlechter. Das gilt für die Menschheitsentwickelung, und Sie dürfen das nicht in gleicher Weise auf die Tierwelt übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krankheit ist in der Tat eine Wirkung dieser Ihnen eben geschilderten Vorgänge, und namentlich können Sie sehen, daß es im Grunde genommen der astralische Leib ist, der ursprünglich auf diese Art beeinflußt wird. Dem astralischen Leib, den sich der Mensch zunächst selbst eingliedert, wenn er aus der devachanischen Welt herunterkommt, wird dasjenige entgegengebracht, was durch die Wirkung der beiden Geschlechter in ihn einfließt. Der astralische Leib ist also der Teil, der am schärfsten das Ungöttliche zum Abdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Göttlicher ist schon der Ätherleib, denn auf den hat der Mensch keinen so großen Einfluß, und am göttlichsten ist der physische Leib, dieser Tempel Gottes, denn der ist zu gleicher Zeit dem Einfluß des Menschen gründlich entzogen worden. Während der Mensch in seinem astralischen Leib alle möglichen Genüsse sucht und alle möglichen Begierden haben kann, die in schädlicher Weise auf den physischen Leib wirken, hat er seinen physischen Leib heute noch als ein so wundervolles Instrument, daß es jahrzehntelang den Herzgiften und den sonstigen störenden Einflüssen des astralischen Leibes widerstehen kann. Und so müssen wir sagen, daß der menschliche astralische Leib durch alle diese Vorgänge das Schlechteste am Menschen geworden ist. Wer tiefer hineingeht in die menschliche Natur, wird die tiefsten Krankheitsursachen im astralischen Leib und in den schlechten Einflüssen des astralischen Leibes auf den Ätherleib finden, und dann erst auf dem Umwege durch den Ätherleib in dem physischen Leib. Jetzt werden wir manches verstehen, was sonst nicht verstanden werden kann.|107|142ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschlecht und Mondphasen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches Geschlecht der [[Mensch]] bei seiner [[Inkarnation]] annimmt, entscheidet sich erst nahe der [[Mondsphäre]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Blicken wir von der Erde aus in irgendeiner&lt;br /&gt;
Gegend nach dem Vollmond, dann haben wir diejenige Zeit, die sich&lt;br /&gt;
die Wesen wählen, um zur Erde herunterzusteigen, die Frauen werden&lt;br /&gt;
wollen. Da erst wird das entschieden. Und die Neumondzeit ist diejenige&lt;br /&gt;
Zeit, die sich die Wesen wählen, die Männer werden wollen. So&lt;br /&gt;
daß also der Mensch durch das Mondentor in das irdische Dasein eintritt.&lt;br /&gt;
Aber die Kraft, die der Mann braucht, um in das Erdenleben einzutreten,&lt;br /&gt;
wird dann ins Weltenall hinausgeströmt; man geht ihr entgegen,&lt;br /&gt;
indem man vom Weltenall hereinkommt, und sie wird vom&lt;br /&gt;
Monde ausgestrahlt, wenn er für die Erde Neumond ist. Die Kraft,&lt;br /&gt;
welche die Frau braucht, wird ausgestrahlt vom Monde, wenn er Vollmond&lt;br /&gt;
ist; da ist seine beleuchtete Seite der Erde zu gerichtet, seine unbeleuchtete&lt;br /&gt;
Seite geht ins Weltenall hinaus, und diese Kraft, die der&lt;br /&gt;
Mond an seiner unbeleuchteten Seite ins Weltenall hinaussenden kann,&lt;br /&gt;
die braucht das Menschenwesen, wenn es Frau werden will.|218|119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mond]] hat auch Einfluss auf die [[Haarfarbe]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GGZ|Aber der Mensch ist ja, bei diesem Herunterkommen&lt;br /&gt;
öfter dem Vollmond oder Neumond ausgesetzt, und so kann es&lt;br /&gt;
sein, daß der Mensch sich zunächst gewissermaßen einem entscheidenden&lt;br /&gt;
Neumond aussetzt, um Mann zu werden, oder einem entscheidenden&lt;br /&gt;
Vollmond, um Frau zu werden. Dann aber - es geht ja das Heruntersteigen&lt;br /&gt;
nicht so schnell, er bleibt längere Zeit exponiert -, dann&lt;br /&gt;
kann er auch irgendwie sich noch entscheiden, wenn er durch den&lt;br /&gt;
Neumond als Mann heruntersteigt, trotzdem noch dem kommenden&lt;br /&gt;
Vollmonde sich auszusetzen. So daß er also die Entscheidung getroffen&lt;br /&gt;
hat, als Mann herabzusteigen: er hat die Neumondkräfte dazu verwendet;&lt;br /&gt;
aber er hat noch während seines Abstieges den weiteren Mondengang&lt;br /&gt;
zu seiner Verfügung, den Vollmondgang. Da erfüllt er sich&lt;br /&gt;
mit den Mondenkräften dann so, daß diese nun nicht auf sein Verhältnis&lt;br /&gt;
als Mann oder Weib wirken, sondern vorzugsweise auf seine&lt;br /&gt;
Hauptesorganisation und auf das, was mit der Hauptesorganisation&lt;br /&gt;
von außen, vom Kosmos her zusammenhängt, wenn gerade die Konstellation&lt;br /&gt;
eintritt, von der ich jetzt gesprochen habe. Wenn also der&lt;br /&gt;
Mensch die Entscheidung getroffen hat: Ich werde Mann durch eine&lt;br /&gt;
Neumondszeit - und dann noch im Weltenall weiterlebt, so daß er noch&lt;br /&gt;
nicht ganz durch den Mondeneinfluß durchgegangen ist, sondern noch&lt;br /&gt;
der nächsten Vollmondzeit ausgesetzt ist, dann bekommt er durch die&lt;br /&gt;
Einwirkung der Mondenkräfte in diesem Zustande zum Beispiel braune&lt;br /&gt;
Augen und schwarze Haare. So daß wir sagen können: Durch die Art&lt;br /&gt;
und Weise, wie der Mensch an dem Mond vorbeikommt, wird nicht&lt;br /&gt;
nur sein Geschlecht bestimmt, sondern seine Haarfarbe und seine&lt;br /&gt;
Augenfarbe. Ist der Mensch zum Beispiel als Frau an dem Vollmond&lt;br /&gt;
vorbeigegangen und setzt sich nachher noch dem Neumond aus, so&lt;br /&gt;
kann er als Frau blaue Augen und blonde Haare bekommen.|218|120f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, [[GA 11]] (1904 - 1908), Kapitel &#039;&#039;Die Trennung in Geschlechter&#039;&#039; {{Schriften|11}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Tempellegende und die Goldene Legende &#039;&#039;, [[GA 93]] (1991), ISBN 3-7274-0930-4 {{Vorträge|093}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaftliche Menschenkunde&#039;&#039;, [[GA 107]] (1988), Zehnter Vortrag, Berlin, 8. Dezember 1908 {{Vorträge|107}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt&#039;&#039;, [[GA 118]] (1984), ISBN 3-7274-1180-5 {{Vorträge|118}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus&#039;&#039;, [[GA 218]] (1992), ISBN 3-7274-2180-0 {{Vorträge|218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroposophie.net/steiner/ga/bib_steiner_ga_011_05.htm Rudolf Steiner: &#039;&#039;Aus der Akasha-Chronik&#039;&#039;, GA 11, Kapitel &#039;&#039;Die Trennung in Geschlechter&#039;&#039;] - der gesamte Text online.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschlecht]]&lt;br /&gt;
[[en:Separation of the Sexes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia</name></author>
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