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	<title>AnthroWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-13T05:40:55Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=3-4-7-12-Zusammenhang&amp;diff=614809</id>
		<title>3-4-7-12-Zusammenhang</title>
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		<updated>2024-02-20T13:26:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicher interessant, aber leider kann ich dies inhaltlich nicht beurteilen. Deshalb stimme ich Robert zu, besser neu ansetzen! (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gibt noch eine alternative Darstellung zu Steiner bevorzugtem tönendem Zusammenhang zwischen Ich, Astralleib, Ätherleib und physischem Leib in den rhythmischen Zahlenverhältnissen 1-3-7-12, die genau umgekehrt ausschaut, oder doch zumindest fast. Es ist prktiach ein Typologischer Zusammenhang aus der Philosophie, allerdings mit ähnlichem Hintergrund:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*Ich                =   12 Archetypen der Persönlichkeit bzw. Sternzeichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*Astralleib         =    7 Seelentypen bzw. Planetentypen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*Ätherleib          =    4 Temperamente: Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*Physischer  Leib   =    3 Leibestypen: Kopfmensch, Brustmensch, Bauchmensch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Willem Frederik Veltman]]: &#039;&#039;Menschentypen - Planetnewirkungen in der menshlichen Seele&#039;&#039;, Urachhaus, Stuttgart 1997, ISBN 3-8251-7104-3&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viergliederung des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typen (Psychologie)|*]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Europaflagge_(alternativ)&amp;diff=614808</id>
		<title>Europaflagge (alternativ)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Europaflagge_(alternativ)&amp;diff=614808"/>
		<updated>2024-02-20T13:23:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicher interessant, aber leider kann ich dies inhaltlich nicht beurteilen. Deshalb stimme ich Robert zu, besser neu ansetzen! (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bild 523.jpg|thumb|Die alternative Europaflagge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;alternative Europaflagge&amp;quot;&#039;&#039;&#039; wurde um das Jahr 2000 unter der Ägide von [[Wilfried Heidt]] im [[Internationales Kulturzentrum Achberg|Internationlaen Kulturzentrum Achberg]] entwickelt. Sie ist zusammengesetzt aus den Elementen zweier Hoheitszeichen, nämlich der klassischen Europaflagge und dem Blindenzeichen des alten 1000,- DM-Scheines. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahlenmystik ==&lt;br /&gt;
Das Blindenzeichen des alten 1000,- DM-Scheines besteht aus vier Elementen, der Quersumme von 13. Mit dem Buchstaben &amp;quot;i&amp;quot; wie &amp;quot;Ich&amp;quot; oder &amp;quot;Information&amp;quot;, was das Blindenzeichen auch darstellt, zeigen sich auf der neuen und alternativen Flagge 13 Elemente. In der Mitte steht der Christus, und drum herum versammeln sich seine 12 Jünger. Das ist der okkulte, der spirituelle Hintergrund dieser genialen Idee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationales Kulturzentrum Achberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IG-EuroVision]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plakatkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plakat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flagge|F]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europa|F]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafik|F]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Gravitative_Massenzunahme&amp;diff=614807</id>
		<title>Gravitative Massenzunahme</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Gravitative_Massenzunahme&amp;diff=614807"/>
		<updated>2024-02-20T13:21:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicherlich interessant, Naturwissenschaft ist zwar auch in der Anthroposophie enthalten, aber mir fehlt hier der konkrete Bezug zu irgendetwas (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gravitative Massenzunahme (Näherung) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die &#039;&#039;&#039;Gravitative Massenzunahme&#039;&#039;&#039; auf der Erde ergibt sich folgende Näherung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;{m_E} =  {m_\infty} / {\sqrt {1 - (2 \cdot G \cdot M) / (c^2 \cdot  R_E) }} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; {m_\infty} = m_E \cdot {\sqrt {1 - (2 \cdot G \cdot M) / (c^2 \cdot  R_E) }} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; m_\infty &amp;lt;/math&amp;gt; = Koordinatenmasse &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; m_E &amp;lt;/math&amp;gt;= Ortsmasse beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravitative Massenzunahme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir eine besstimmte [[Masse (Physik)|Masse]] vom Orbit auf die Erde runterschicken, nimmt die Masse im Schwerefeld der Erde geringfügig zu. Diesen Effekt man man &#039;&#039;&#039;Gravitative Massenzunahme&#039;&#039;&#039; nennen. Es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; {m_E} = m_O / \sqrt{ \frac { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_E \right) } { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_O \right) } } &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;R_O&amp;lt;/math&amp;gt; der Radius bis zum Beobachter im Orbit und &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt; der Erdradius bis zum Beobachter auf der Erdoberfläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; = [[Gravitationskonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt; = [[Lichtgeschwindigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; = Masse des Himmelskörpers (hier der Erde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; m_O&amp;lt;/math&amp;gt; = Ortsmasse beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_O&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; m_E &amp;lt;/math&amp;gt; = Ortsmasse beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravitative Massenabnahme ==&lt;br /&gt;
Umgekehrt wird eine Masse, die wir von der Erde in den Orbit schicken, etwas kleiner. Diesen Effekt könnte man &#039;&#039;&#039;Gravitative Massenabnahme&#039;&#039;&#039; nennen. Es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; {m_O} = {m_E} \cdot \sqrt{ \frac { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_E \right) } { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_O \right) } } &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt wieder die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Beyvers, Elvira Krusch: Kleines 1 x 1 der Relativitätstheorie - Einsteins Physik mit Mathematik der Mittelstufe, Books on Demand, 2007, ISBN 978-3-8334-6291-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Relativitätstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Das_Wissen_der_Menschheit&amp;diff=614806</id>
		<title>Das Wissen der Menschheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Das_Wissen_der_Menschheit&amp;diff=614806"/>
		<updated>2024-02-20T13:19:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Stimme Robert zu! (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seit der Zeit der Aufklärung wurde das jeweilige zeitgemässe Wissen aufgespeichert in Enzyklopädien. Diese befinden sich heute ausschließlich nur noch im Internet.&lt;br /&gt;
Es gibt ein großes Universalwiki (Wikipedia) und ein kleines Universalwiki (AnthroWiki). In beiden findet sich nahezu sämtliches Wissen der Menschheit systematisiert. Nicht nur der Umfang ist unterschiedlich. Während Wikipedia typisch exoterisches und oft sehr einseitiges Wissen bietet, erstreckt sich AnthroWiki auch auf das übersinnliche Wissen der Menschheit, insbesondere, soweit es aus der [[Anthroposophie]] geschöpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist Wissen? ==&lt;br /&gt;
Was ist [[Wissen]]?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Wiki-Definition [[Wissen]]: Als Wissen wird üblicherweise ein für Personen oder Gruppen verfügbarer Bestand von Fakten, Theorien und Regeln verstanden, die sich durch den größtmöglichen Grad an Gewissheit auszeichnen, so dass von ihrer Gültigkeit bzw. Wahrheit ausgegangen wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition kann nicht wirklich befriedigen. Fragen wir also alternativ nach der Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Wiki-Definition [[Wissenschaft]]: Das Wort Wissenschaft bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, welches systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus können wir nun durch geeignete Kombination eine ganz neue Definition von Wissen aufstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Definition Wissen: Wissen ist die Summe aller Erkenntnisse und Erfahrungen einer einzelnen Person oder Personengruppe zu einem bestimmten (historischen) Zeitpunkt. Dabei handelt es sich sehr oft um tradiertes und an nachfolgende Generationen weitergegebenes Wissen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Wissen der Menschheit im Zusammenhang ==&lt;br /&gt;
Das gesamte Wissen der Menschheit und ausnahmslos alle Tatsachen der Welt lassen sich unter genau fünf höchste Vernunftbegriffe subsummieren. Es sind die fünf regulativen [[Idee|Ideen]] der [[Vernunft]]. Diese höchsten und nicht weiter reduzierbaren [[Begriff]]e sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gott]]&lt;br /&gt;
** [[Trinität]], [[Hierarchien]], [[Geistige Wesen]], [[Engel]], [[Widersacher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Welt]]&lt;br /&gt;
** [[Weltall]], [[Universum]], [[Kosmos]], [[Erde (Planet)|Erde]], [[Mond]], [[Sonne]], [[Sterne]], [[Natur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mensch]]&lt;br /&gt;
** [[Körper]], [[Seele]], [[Geist]], [[Physischer Leib]], [[Ätherleib]], [[Astralleib]], [[Ich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
** [[Sozialer Organismus]], [[Wirtschaftsleben]], [[Wirtschaft]], [[Geldwesen]], [[Rechtsleben]], [[Staat]], [[Geistesleben]], [[Kultur]], [[Religion]], [[Soziales Leben]],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geschichte]]&lt;br /&gt;
** [[Weltentwicklung]], [[Erdentwicklung]], [[Evolution]], [[Menschheitsentwicklung]],  [[Kulturgeschichte|Kulturentwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünf regulativen Ideen der Vernunft sind seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt. Das Wissen der Menschheit ist so eine Art fünfseitige Pyramide, oder besser, so eine Art fünfseitiger Pyramidenstumpf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Sachsystematik}}&lt;br /&gt;
* [[Regulative Idee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kategorie (Wissenskategorisierung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissen|101]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Gravitations-Zeitdilatation&amp;diff=614805</id>
		<title>Gravitations-Zeitdilatation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Gravitations-Zeitdilatation&amp;diff=614805"/>
		<updated>2024-02-20T13:11:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicherlich interessant, Naturwissenschaft ist zwar auch in der Anthroposophie enthalten, aber mir fehlt hier der konkrete Bezug zu irgendetwas (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gravitations-Zeitdilatation (Näherung) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die &#039;&#039;&#039;Gravitations-Zeitdilatation&#039;&#039;&#039; auf der Erde ergibt sich folgende Näherung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;{T_E} =  {T_\infty} \cdot {\sqrt {1 - (2 \cdot G \cdot M) / (c^2 \cdot  R_E) }} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; {T_\infty} = T_E / {\sqrt {1 - (2 \cdot G \cdot M) / (c^2 \cdot  R_E) }} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; T_\infty &amp;lt;/math&amp;gt; = Koordinatenzeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; T_E &amp;lt;/math&amp;gt;= Ortszeit beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravitations-Zeitdilatation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir eine Uhr vom Orbit auf die Erde runterschicken, geht die Uhr im Gravitationsfeld der Erde langsamer, als im Orbit. Diesen Effekt nennt man &#039;&#039;&#039;Gravitations-Zeitdilatation&#039;&#039;&#039;. Es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; {T_E} = T_O \cdot \sqrt{ \frac { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_E \right) } { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_O \right) } } &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;R_O&amp;lt;/math&amp;gt; der Radius bis zum Beobachter im Orbit und &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt; der Erdradius bis zum Beobachter auf der Erdoberfläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; = Gravitatiosnkonstante&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; = Masse des Himmelskörpers (hier der Erde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; T_O&amp;lt;/math&amp;gt; = Ortszeit beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_O&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; T_E &amp;lt;/math&amp;gt; = Ortszeit beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravitations-Zeitkontraktion ==&lt;br /&gt;
Umgekehrt geht eine Uhr, die wir von der Erde in den Orbit schicken, etwas schnller. Diesen Effekt könnte man &#039;&#039;&#039;Gravitations-Zeitkontraktion&#039;&#039;&#039; nennen. Es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; {T_O} = {T_E} / \sqrt{ \frac { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_E \right) } { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_O \right) } } &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt wieder die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Beyvers, Elvira Krusch: Kleines 1 x 1 der Relativitätstheorie - Einsteins Physik mit Mathematik der Mittelstufe, Books on Demand, 2007, ISBN 978-3-8334-6291-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Relativitätstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Relativistische_Addition_der_Geschwindigkeiten&amp;diff=614804</id>
		<title>Relativistische Addition der Geschwindigkeiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Relativistische_Addition_der_Geschwindigkeiten&amp;diff=614804"/>
		<updated>2024-02-20T13:07:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicherlich interessant, Naturwissenschaft ist zwar auch in der Anthroposophie enthalten, aber mir fehlt hier der konkrete Bezug zu irgendetwas (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bild 320yz.jpg|thumb|Addition der Geschwindigkeiten]]&lt;br /&gt;
Wir nehmen zunächst die Erde als in Ruhe an. Nun nähert sich von links ein Raumschiff mit einer sehr hohen Relativgeschwindigkeit &amp;lt;math&amp;gt;v_1&amp;lt;/math&amp;gt; und von rechts ein zweites Raumschiff mit der ebenfalls sehr hochen Relativgeschwindigkeit &amp;lt;math&amp;gt;v_2&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Relativgeschwindigkeiten der beiden Raumschiffe können wir ja ohne Weiteres ermitteln, zum Beispiel durch Messung des Dopplereffektes ausgesendeter Funksignale. Wenn wir aber nun wissen wollen, mit welcher Gesamtgeschwindigkeit &amp;lt;math&amp;gt;v_{ges}&amp;lt;/math&amp;gt; sich die beiden Raumschiffe aufeinander zubewegen, reicht es nicht mehr aus, einfach die beiden Einzelgeschwindigkeiten zu addieren. Wir müssen den relativistischen Effekt berücksichtigen und auf Eisteins &#039;&#039;&#039;Additionstheoriem&#039;&#039;&#039; zurückgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Formel in allgemeiner Form ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtgeschwindigkeit &amp;lt;math&amp;gt;v_{ges}&amp;lt;/math&amp;gt;, mit der die beiden Raumschiffe sich aufeinander zubewegen, erhalten wir mit &#039;&#039;&#039;Einsteins Additionstheorem&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v_{ges} = \dfrac{v_1 + v_2}{1 + \dfrac{v_1 \cdot v_2}{c^2}} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Newtins Additionstheorem hingegen lautetete noch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;v_{ges} = v_1 + v_2 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Relativistisches Additionstheorem für Geschwindigkeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Beyvers, Elvira Krusch: Kleines 1 x 1 der Relativitätstheorie - Einsteins Physik mit Mathematik der Mittelstufe, Books on Demand, 2007, ISBN 978-3-8334-6291-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Relativitätstheorie|Addition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezielle Relativitätstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Trennung_von_Arbeit_und_Einkommen&amp;diff=614803</id>
		<title>Trennung von Arbeit und Einkommen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Trennung_von_Arbeit_und_Einkommen&amp;diff=614803"/>
		<updated>2024-02-20T13:05:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Stimme Robert zu! (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von der ursprünglichen Formulierung des [[Soziales Hauptgesetz|sozialen Hauptgesetzes]] bei Steiner leiten sich zwei Dinge ab: 1. eine konsequente [[Arbeitsteilung]] und 2. die [[Trennung von Arbeit und Einkommen]]. Joseph Beuys führte dazu aus, dass die Trennung von Arbeit und Einkommen &amp;quot;bewusstseinsmäßig&amp;quot; vollzogen werden müsse. Bewusstseinsmäßig meint hier, nur vom Kopf her, aber nicht real in der Wirklichkeit. Von einer generellen Trennung von Arbeit und Einkommen im gesamtgesellschaftlichen Maßstab und Zusammenhang kann hier überhaupt keine Rede sein, zumindest bei wesensgemäßer Anwendung der Begriffe. Und so etwas wäre auch völliger ökonomischer Unsinn, und schon von daher gar niemals vollständig durchführbar. Hier noch einmal kurz zur Erninnerung Steiners Formulierung des sozialen Hauptgesetzes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden.&amp;quot; {{lit|{{G|034|213}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war lange Zeit ein ungeschriebenes Gesetz bei den sozialen Künstlern, dass diese Trennung von Arbeit und Einkommen lediglich bewusstseinsmäßig zu vollziehen ist. Wohl hat die Trennung von Arbeit und Einkommen transzendentale Idealistät, aber sie darf niemals empirische Realität für sich beanspruchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts tritt nun u.a. [[Götz Werner]] mit seiner [[Neoliberalismus|neoliberalen]] Forderung eines [[Grundeinkommen|Bedinungslosen Grundeinkommens]] (BGE} in der Öffentlichkeit auf. Neoliberal deshalb, weil es mit dem Modell einer in jeder Hinsicht unsozialen [[Steuersystem (Steuerrecht)#Konsumorientiertes Steuersystem|konsumorientierten Steuerreform]] verbunden wird. Diese Idee gibt es schon recht lange. Schon die neoliberale Chicago-Schule und [[Milton Friedman]] haben sich dezidiert für dieses Doppelmodell ausgesprochen. Aber da war das Kind bereits in den Brunnen gefallen und die sozialen Künster sind mit der Zeit fast alle umgekippt. Heute vertreten - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - praktisch alle sozialen Künster das Modell eines Bedinungslosen Grundeinkommens (BGE). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Erich Fromm]] und neuerdings [[Katja Kipping]] sowie [[Arfst Wagner]] entwickelten eigenständige Konzepte eines Bedingungslosen Grundeinkommens, mit der Konsequenz, dass alle diese Modelle ausdrücklich nicht neoliberal gedacht wurden. Einzubeziehen wären angesichts der bevorstehenden &amp;quot;[[Industrie 4.0]]&amp;quot; auch gewerkschaftliche Konzepte zur [[Maschinensteuer]], die ursprünglich aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Grundeinkommen]]&lt;br /&gt;
* [[Grundeinkommen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Zum sozialen Hauptgestz:&lt;br /&gt;
* [[Stefan Leber]] (Hrsg): Sozialwissenschaftliches Forum: Band 1 - Das Soziale Hauptgesetz, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zur konsumorientierten Steuerreform:&lt;br /&gt;
* Manfred Rose, [[Benediktus Hardorp]] u.a.: [https://www.amazon.de/Konsumorientierte-Neuordnung-Steuersystems-Manfred-Rose/dp/354053458X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;amp;qid=1533321153&amp;amp;sr=8-2&amp;amp;keywords=Konsumorientierte+Steuerreform Konsumorientierte Neuordnung des Steuersystems]&lt;br /&gt;
* Manfred Rose: [https://idw-online.de/de/news66975 Das deutsche Steuersystem ist ein Wachstumskiller]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zur Kritik an einer Trennung von Arbeit und Einkommen:&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/download/sozialwissenschaft_neue_dreigliederung4.pdf Zur Kritik an einer Trennung von Arbeit und Einkommen] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Wf-LLGoGmkA Benediktus Hardorp zum Grundeinkommen und zur Steuerfinanzierung] YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Themen der anthroposophischen Wirtschaftswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Gravitations-L%C3%A4ngenkontraktion&amp;diff=614802</id>
		<title>Gravitations-Längenkontraktion</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Gravitations-L%C3%A4ngenkontraktion&amp;diff=614802"/>
		<updated>2024-02-20T13:03:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicherlich interessant, Naturwissenschaft ist zwar auch in der Anthroposophie enthalten, aber mir fehlt hier der konkrete Bezug zu irgendetwas (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Gravitations-Längenkontraktion (Näherung) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die &#039;&#039;&#039;Gravitations-Längenkontraktion&#039;&#039;&#039; auf der Erde ergibt sich folgende Näherung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; L_E =  {L\infty} \cdot {\sqrt {1 - (2 \cdot G \cdot M) / (c^2 \cdot  R_E) }} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; {L\infty} = L_E / {\sqrt {1 - (2 \cdot G \cdot M) / (c^2 \cdot  R_E) }} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; L\infty&amp;lt;/math&amp;gt; = Koordinatenlänge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;L_E&amp;lt;/math&amp;gt; = Ortslänge beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt; vom Orbit aus gesehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravitations-Längenkontraktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir einen Maßstab hochkant vom Orbit auf die Erde runterschicken, erscheint uns der Maßstab im Zuge der Dehnung des Raumes im Gravitationsfeld vom Orbit aus als verkürzt. Diesen Effekt nennet man &#039;&#039;&#039;Gravitatiosn-Längenkontraktion&#039;&#039;&#039;. Es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; L_E = L_O \cdot \sqrt{ \frac { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_E \right) } { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_O \right) } } &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;R_O&amp;lt;/math&amp;gt; der Radius bis zum Beobachter im Orbit und &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt; der Erdradius bis zum Beobachter auf der Erdoberfläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; = Gravitatiosnkonstante&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; = Masse des Himmelskörpers (hier der Erde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; L_O&amp;lt;/math&amp;gt; = Ortslänge beim Orbitalradius &amp;lt;math&amp;gt;R_O &amp;lt;/math&amp;gt; von der Erde aus gesehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*&amp;lt;math&amp;gt; L_E&amp;lt;/math&amp;gt; = Ortslänge beim Radius &amp;lt;math&amp;gt;R_E&amp;lt;/math&amp;gt; vom Orbit aus gesehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gravitations-Längendilatation ==&lt;br /&gt;
Umgekehrt erscheint ein Maßstab, den wir von der Erde in den Orbit schicken, vertikal verlängert. Diesen Effekt könnte man &#039;&#039;&#039;Gravitations-Längendilatation&#039;&#039;&#039; nennen. Es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;L_O = L_E / \sqrt{ \frac { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_E \right) } { 1 - \left( 2 \cdot G \cdot M \right) / \left( c^2 \cdot R_O \right) } } &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt wieder die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Beyvers, Elvira Krusch: Kleines 1 x 1 der Relativitätstheorie - Einsteins Physik mit Mathematik der Mittelstufe, Books on Demand, 2007, ISBN 978-3-8334-6291-7&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Relativitätstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Joseph_Beuys:_Hirschdenkm%C3%A4ler&amp;diff=614801</id>
		<title>Joseph Beuys: Hirschdenkmäler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Joseph_Beuys:_Hirschdenkm%C3%A4ler&amp;diff=614801"/>
		<updated>2024-02-20T12:56:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Thema sicher interessant, aber leider kann ich dies inhaltlich nicht beurteilen. Deshalb stimme ich Robert zu, besser neu ansetzen! (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bild x 149.jpg|thumb|400px|Die Installation &amp;quot;Hirschdenkmäer&amp;quot; von [[Joseph Beuys]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSCI0621.JPG|thumb|400px|Beuys:Hirschdenkmäler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hirschdenkmäler&#039;&#039;&#039; ist eine Rauminstallation (Environment) auf Zeit von [[Joseph Beuys]] die er anlässlich der Zeitgeist-Ausstellung 1982 im Groupius-Bau in Berlin aufführte. Aus den übriggebliebenen Teilobjekten hatte Beuys die Errichtung der Installation &amp;quot;Blitzschlag mit Lichtschein auf Hirsch&amp;quot; geplant, ein Kunstwerk, das allerdings unvollendet geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zu den Hirschdenkmälern ==&lt;br /&gt;
Das Grundkonzept der Hirschdenkmäler zeigt den dreigliedrigen Sozialen Organismus. Der Lehmberg steht für das Geistesleben, die Stange (&amp;quot;Salami&amp;quot;) für das Rechtsleben und die Werkstatt für das Wirtschaftsleben. Gleichzeitig ist der Zusammanhang von Kapital, Arbeit und Ware, wie er von Steiner gegeben wurde, mit hineingeheimnist. Auf diese Weise geht der Plot nur leider nicht auf. Eine andere Form lässt sich aber leider ebensowenig finden, so dass es für eine kohärente und stimmige Installation im Grunde ein komplett neues Konzept bräuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die innere Struktur der Anordnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild zzz 25.png|thumb|left|400px||Die Installation &amp;quot;Hirschdenkmäler&amp;quot; ist eine dreihemisphärige Darstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Installation ist im Grunde eine dreihemisphärige Darstellung. Es soll hier nur schematisch angedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA296 064.jpg|thumb|400px|Das Nebenparadigma des sozialen Organismus: Kapital - Arbeit - Ware ([[GA 296]], S 64)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beuys ist der Fall relativ klar. Seine Installation gründet sich anordnungstechnisch auf die bekannte Wandtafelzeichnung von Rudolf Steiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftskreislauf und soziale Dreigliederung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Stüttgen]]: Zeitstau – Im Kraftfeld des erweiterten Kunstbegriffs von Joseph Beuys, Urachhaus, darin das Kapitel „Hirschdenkmäler“, S. 148 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlerisches Werk von Joseph Beuys|Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk der Installationskunst|Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk der Bildenden Kunst|Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys: Hirschdenkmäler|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Soziale_Dreigliederung,_der_Mensch_und_die_Pflanze&amp;diff=614800</id>
		<title>Soziale Dreigliederung, der Mensch und die Pflanze</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Soziale_Dreigliederung,_der_Mensch_und_die_Pflanze&amp;diff=614800"/>
		<updated>2024-02-20T12:46:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es gibt die berühmte Analogie zwischen dem dreigliedrigen Menschen und der sozialen Dreigleiderung. Schon sehr lange ist aber auch eine Analogie zwischen dem dreigleidrigen Menschen und der Pflanze einerseits, aber auch zwischen dem sozialen Organismus und der Pflanze andererseits bekannt. Dabei muss man sich die Pflanze im Sinne der von Steiner gegebenen  [[Kreuzesholzlegende]] als auf dem Kopf stehend denken und vorstellen. Diese doppelte Analogie hat eine herausragende Bedeutung für ein tieferes, spirituelles Verständnis des Menschen und des sozialen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Mensch und die Pflanze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Funktionssystem&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Seelentätigkeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Geistige Tätigkeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Pflanzenteil..........&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tria Principia&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kopf]] || [[Denken]] || [[Imagination ]] || [[Wurzel]] || [[Sal]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Brust]] || [[Fühlen]] || [[Inspiration]] || [[Stängel]], [[Blatt]] || [[Mercurius]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bauch]] || [[Wollen]] || [[Intuition]] || [[Blüte]], [[Frucht]] || [[Sulfur]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der soziale Ortganismus und die Pflanze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Funktionssystem.......&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tragendes Prinzip..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Geistige Tätigkeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Pflanzenteil...........&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;Tria Principia&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geistesleben]] || [[Freiheit]] || [[Imagination]] || [[Wurzel]] || [[Sal]]   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rechtsleben]] || [[Gleichheit]] || [[Inspiration]] || [[Stängel]], [[Blatt]] || [[Mercurius]]   &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wirtschaftsleben]] || [[Brüderlichkeit]] || [[Intuition]] || [[Blüte]], [[Frucht]] || [[Sulfur]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=q6aa16hrdxc Dreigliederung - Inka 1974] YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschlicher und sozialer Organismus im Vergleich|101]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung und die Pflanze|102]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Trilemma&amp;diff=614799</id>
		<title>Trilemma</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Trilemma&amp;diff=614799"/>
		<updated>2024-02-20T12:45:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Um hier einen angemessenen Bezug zur Anthroposophie herzustellen, wäre ein unverhältnismäßig großer Aufwand notwendig! (Löschkandidat)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Trilemma&#039;&#039;&#039; bezeichnet eine Wahl aus drei Optionen, bei der jede der drei Optionen als inakzeptabel oder ungünstig erscheint. Der Begriff ist ein [[Neologismus]], der auf das griechische Wort &#039;&#039;[[Dilemma]]&#039;&#039; anspielt, bei dem eine Wahl aus zwei Optionen vorliegt. Das Präfix „[[Tri]]-“ steht für ‚Drei-‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Trilemma zu beschreiben: &lt;br /&gt;
#Die Wahl aus drei ungünstigen Optionen, von denen eine gewählt werden muss&lt;br /&gt;
#Die Wahl aus drei günstigen Möglichkeiten, bei der nur zwei zeitgleich ausgewählt werden können bzw. bei denen ein [[Trade-off]] zwischen den drei Größen besteht (je mehr man sich einem der drei nähert, desto weiter entfernt man sich von einem oder zwei der anderen beiden). &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die erste Erwähnung des Begriffs stammt von dem britischen Prediger Philip Henry aus dem Jahr 1672. Später - im Jahr 1725 - und unabhängig von Henry verwendete Isaac Watts den Begriff. &amp;lt;ref&amp;gt;Allan A. Metcalf, &#039;&#039;Predicting New Words: The Secrets of Their Success&#039;&#039;, Houghton Mifflin Reference, 2004, page 106-107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epikurs Trilemma ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der ersten Personen, die ein Trilemma formulierte, war der griechische [[Philosoph]] [[Epikur]], der die Ansicht eines [[Allmacht#Kritik am Begriff der Allmacht|allmächtigen]] und wohlwollenden Gottes [[Theodizee|verwarf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Hume]], &#039;&#039;Dialogues Concerning Natural Religion&#039;&#039;, 1779.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu stellte er folgende Thesen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Falls Gott willens, aber nicht fähig ist, Böses zu verhindern, ist er nicht allmächtig.&lt;br /&gt;
# Falls Gott fähig, aber nicht willens ist, Böses zu verhindern, ist er nicht gut.&lt;br /&gt;
# Falls Gott willens und fähig ist, Böses zu verhindern, warum gibt es dann das Böse? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl diese Aussagen traditionell Epikur zugeschrieben werden, gibt es auch Ansichten, dass diese Aussage bereits von einem früheren [[Skeptizismus|Skeptiker]], möglicherweise Karneades, getroffen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Joseph Larrimore, &#039;&#039;The Problem of Evil: a reader&#039;&#039;, Blackwell (2001)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Münchhausen-Trilemma ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;Hauptartikel: [[Münchhausen-Trilemma]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchhausen-Trilemma hat Begründungen zum Gegenstand. Eine Aussage zu begründen sei letztlich unmöglich: Denn entweder liefe die Begründungskette ins Unendliche fort, in der Begründungskette komme irgendwann die zu begründende Aussage selbst vor oder aber die Begründungskette werde abgebrochen, um eine Aussage dogmatisch als letzte zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bieri-Trilemma ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;Hauptartikel: [[Bieri-Trilemma]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bieri-Trilemma wird gelegentlich eine Formulierung des [[Philosophie des Geistes|Leib-Seele-Problems]] bezeichnet. Das Bieri-Trilemma wurde 1981 von dem Berner Philosophen und Schriftsteller [[Peter Bieri]] in dem Buch &#039;&#039;Analytische Philosophie des Geistes&#039;&#039; ausgearbeitet &amp;lt;ref =name&amp;quot;bieri&amp;quot;=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt; Peter Bieri: &#039;&#039;Analytische Philosophie des Geistes&#039;&#039;, Königstein, Hain, ISBN 3-445-02213-5, S. 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Bieris Argument bezieht sich auf das Problem der [[Mentale Verursachung|mentalen Verursachung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Trilemma}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/download/sonstiges_kosmologisches_trilemma.pdf Kosmologisches Trilemma] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Trilemma}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trilemma|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinn_(Philosophie)&amp;diff=613005</id>
		<title>Sinn (Philosophie)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Sinn_(Philosophie)&amp;diff=613005"/>
		<updated>2024-01-18T21:28:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Sinn&#039;&#039;&#039; bezeichnet in der [[Philosophie]] einerseits, ähnlich wie in der Semantik, die [[Bedeutung]] einer sprachlichen Äußerung bzw. den [[Begriffsinhalt|gedankliche Inhalt]] eines [[Begriff]]s, anderseits die [[Absicht]], das [[Ziel]] und den [[Zweck]] einer [[Handlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinn (Philosophie)}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sinn des Lebens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie des Sinns|301]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Omnibus_f%C3%BCr_Direkte_Demokratie&amp;diff=612980</id>
		<title>Omnibus für Direkte Demokratie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Omnibus_f%C3%BCr_Direkte_Demokratie&amp;diff=612980"/>
		<updated>2024-01-17T23:02:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--{{Infobox gemeinnützige Organisation&lt;br /&gt;
| Non-profit_name = OMNIBUS&lt;br /&gt;
| Non-profit_logo = &lt;br /&gt;
| Non-profit_type = [[Gemeinnützige GmbH|gGmbH]]&lt;br /&gt;
| founded_date = [[1987]]&lt;br /&gt;
| founder = &lt;br /&gt;
| location = &lt;br /&gt;
| key_people =&lt;br /&gt;
Brigitte Krenkers&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Johannes Stüttgen]]&lt;br /&gt;
| focus = [[Direkte_Demokratie|Direkte Demokratie]]&lt;br /&gt;
| Non-profit_slogan = für alle, mit allen, durch alle&lt;br /&gt;
| homepage = [http://www.omnibus.org/ www.omnibus.org]&lt;br /&gt;
}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Omnibus für direkte Demokratie.jpg|thumb|400px|Der Omnibus für direkte Demokratie beim [[wikipedia:Deutscher Evangelischer Kirchentag 2009|32. Deutschen Evangelischen Kirchentag]] 2009 in [[wikipedia:Bremen]] auf der [[wikipedia:Bürgerweide (Bremen)|Bürgerweide]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Omnibus für direkte Demokratie gGmbH&#039;&#039;&#039; (kurz Omnibus; vom lat. omnibus = „für alle“ und dem Fahrzeug [[wikipedia:Omnibus|Omnibus]]) ist eine [[wikipedia:Bürgerinitiative|Bürgerinitiative]], die mit einem Omnibus als Infomobil seit 1987 quer durch Deutschland fährt, um mit Menschen über die [[Direkte Demokratie]] durch [[wikipedia:Volksabstimmung (Deutschland)|Volksabstimmung]] zu sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Organisation ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Omnibus für direkte Demokratie gGmbH&#039;&#039; versteht sich als ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen der Direkten Demokratie. Die Initiative will Instrumente schaffen, mit denen jeder einzelne auf allen Ebenen Verantwortung für die Gestaltung des Gemeinwesens übernehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation Omnibus unterstützt kommunale [[wikipedia:Volksbegehren (Deutschland)|Volksbegehren]] und [[wikipedia:Volksentscheid|Volksentscheid]]e und versucht bundesweite Volksabstimmung nach dem Vorbild der Schweizer Initiative einzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Omnibus für direkte Demokratie gGmbH&#039;&#039; erhält nach eigenen Angaben keine Fördermittel vom Staat oder aus der Wirtschaft. Die Initiative finanziert sich über einen Fördererkreis von ca. 3000 Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Omnibus für direkte Demokratie Unternehmensbeschreibung ([http://www.omnibus.org/fileadmin/omnibus.org/PDF/Fahrtberichte/Unternehmensbeschreibung.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Impuls für die Initiative war der Künstler [[Joseph Beuys]]. Er gründete 1971 in Düsseldorf die „[[wikipedia:Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung|Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung]]“, darauf folgten 1972 bei der [[wikipedia:documenta 5|documenta 5]] in Kassel in einem Zeitraum von 100 Tagen Gesprächsrunden mit Besuchern und wichtigen Vertretern aus Kultur, Politik und Wirtschaft, mit denen über die „Direkte Demokratie“ und die [[Soziale Plastik|Sozialen Plastik]] diskutiert wurde. Beuys brachte den Begriff „Volksabstimmung“ aus dem Feld der Kunst in die öffentliche Diskussion und erklärte die Gestaltung des Gemeinwesens zur größten Herausforderung, vor der wir in einer Demokratie alle gemeinsam stehen. &amp;lt;ref&amp;gt;Harlan, Rappmann, Schata: Soziale Plastik – Materialien zu Joseph Beuys, FIU Verlag, S.123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschafter und Mitbegründer der &#039;&#039;OMNIBUS gGmbH&#039;&#039; ist [[Johannes Stüttgen]], langjähriger Mitarbeiter und Meisterschüler von Joseph Beuys. Unternehmenssitz ist [[wikipedia:Hattingen|Hattingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell arbeitet die &#039;&#039;Omnibus für direkte Demokratie gGmbH&#039;&#039; an der Aktion bundesweite Volksabstimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahestehende Organisationen ==&lt;br /&gt;
* [[Mehr Demokratie|Mehr Demokratie e.&amp;amp;nbsp;V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Omnibus für direkte Demokratie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Flensburger Hefte 24, &#039;&#039;1789–1989 Direkte Demokratie. Interviews mit Hans Peter Bull (SPD), Heiko Hoffmann (CDU), Gerald Häfner (Grüne), Joseph Beuys und Direkte Demokratie, das Kunstwerk Omnibus für Direkte Demokratie u.a.&#039;&#039; 226 Seiten, 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.omnibus.org Offizielle Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=16097225-5|VIAF=167253620}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omnibus für Direkte Demokratie|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Direkte Demokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerinitiative]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Organe&amp;diff=612979</id>
		<title>Organe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Organe&amp;diff=612979"/>
		<updated>2024-01-17T22:57:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Literatur von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Organe&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὄργανον}} &#039;&#039;organon&#039;&#039;  „Werkzeug“) sind im Reich des [[Leben]]digen spezialisierte [[Körper]]teile, die sich durch eine charakteristische eigene Entwicklung aus dem gesamten [[Organismus]] herausbilden, um ganz spezifische Aufgaben erfüllen zu können. Da [[Mensch]] und [[Tier]] aus [[Anthroposophie|anthroposophischer]] Sicht nicht nur über einen [[Physischer Leib|physischen Leib]], sondern auch über höhere, [[übersinnlich]]e [[Wesensglieder]] verfügt ([[Ätherleib]], [[Astralleib]]; beim Menschen auch der [[Ich-Träger]]), so liegen allen [[physisch]]en Organen auch übersinnliche Organe zu Grunde, also etwa dem [[Herz]]en auch ein [[Ätherherz]] und Astralherz, dem [[Gehirn]] ein [[ätherisches Gehirn]] usw. Eine besondere Bedeutung kommt insbesondere auch rein übersinnlichen Organen zu, denen nicht unmittelbar physisch genau abgegrenzbare Organe entsprechen (obwohl es auch hier ein physisches Korrelat gibt), wie beispielsweise den sog. [[Lotosblumen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[okkult]]er Ansicht ist der [[mensch]]liche [[Organismus]] ein [[Mikrokosmos]] der ein Abbild des [[Makrokosmos]] ist und die Organe stehen unter dem überwiegenden Einfluss bestimmter einzelner [[Planetensphären]]. Das darf aber nicht schematisch so aufgefasst werden, als stünden die einzelnen Organe jeweils &#039;&#039;nur&#039;&#039; unter dem Einfluss eines einzigen [[Planet]]en; vielmehr wirken aus [[ganzheit]]licher Sicht stets &#039;&#039;alle&#039;&#039; Planetenkräfte in einem genau ausgewogenen Verhältnis auf &#039;&#039;jedes&#039;&#039; Organ, aber so, dass dabei bestimmte Planetenwirkungen deutlich überwiegen. Heilwirkungen können aber oft gerade dadurch hervorgerufen werden, dass man andere Planetenkräfte herbeiruft, um ein etwa gestörtes Gleichgewicht wieder ins Lot zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sieben Organe und sieben Planeten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sieben hauptsächlichen Organe entsprechen den [[sieben Planeten]] bzw. den sieben [[Planetenmetalle]]n:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Planet&lt;br /&gt;
! Metall&lt;br /&gt;
! Organ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mond]] &lt;br /&gt;
| [[Silber]]&lt;br /&gt;
| [[Gehirn]], [[Fortpflanzung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Merkur (Planet)|Merkur]] &lt;br /&gt;
| [[Quecksilber]]&lt;br /&gt;
| [[Lunge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Venus (Planet)|Venus]] &lt;br /&gt;
| [[Kupfer]]&lt;br /&gt;
| [[Nieren]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sonne]]&lt;br /&gt;
| [[Gold]]&lt;br /&gt;
| [[Herz]], [[Blutkreislauf]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mars (Planet)|Mars]]&lt;br /&gt;
| [[Eisen]]&lt;br /&gt;
| [[Galle]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] &lt;br /&gt;
| [[Zinn]]&lt;br /&gt;
| [[Leber]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Saturn (Planet)|Saturn]] &lt;br /&gt;
| [[Blei]]&lt;br /&gt;
| [[Milz]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn&lt;br /&gt;
wir die Systeme einfach ganz schematisch nebeneinander zeichnen&lt;br /&gt;
(Zeichnung Seite 78 links), dann erkennen wir schon aus dieser&lt;br /&gt;
schematischen Darstellung, wie die menschliche innere Organisation&lt;br /&gt;
in einem gewissen Zusammenhange steht, und wir haben diesen&lt;br /&gt;
Zusammenhang so dargestellt, daß wir in dem Herzen mit dem&lt;br /&gt;
dazugehörigen Blutsystem das Allerwichtigste zu sehen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA128_078.gif|center|500px|Zeichnung aus GA 128, S. 78]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun habe ich schon darauf hingewiesen - und wir werden noch im&lt;br /&gt;
genaueren sehen, inwiefern eine solche Namengebung gerechtfertigt&lt;br /&gt;
ist -, daß im Okkultismus die Milzwirkung als eine saturnische&lt;br /&gt;
Wirkung bezeichnet wird, die Leberwirkung als eine Jupiter- und die&lt;br /&gt;
der Galle als eine Marswirkung. Aus demselben Grunde sieht nun die&lt;br /&gt;
okkulte Erkenntnis in dem Herzen und dem dazugehörigen Blutsystem&lt;br /&gt;
dasjenige, was den Namen «Sonne» im menschlichen Organismus&lt;br /&gt;
ebenso verdient wie die Sonne draußen innerhalb des Planetensystems.&lt;br /&gt;
Das Lungensystem bezeichnet der Okkultist nach demselben&lt;br /&gt;
Prinzip als «Merkur» und das Nierensystem mit dem Namen&lt;br /&gt;
«Venus». So haben wir schon in der Benennung dieser Systeme des&lt;br /&gt;
menschlichen Organismus - wenn wir jetzt auch gar nicht eingehen&lt;br /&gt;
auf eine Rechtfertigung dieser Namen — etwas angedeutet wie ein&lt;br /&gt;
inneres Weltsystem, was wir noch dadurch ergänzt haben, daß wir&lt;br /&gt;
uns in die Lage versetzten, auch den Zusammenhang der beiden&lt;br /&gt;
Organsysteme zu betrachten, die zum Blutsystem in Beziehung stehen.&lt;br /&gt;
Erst wenn wir die Zusammenhänge in diesem Sinne betrachten,&lt;br /&gt;
tritt uns das in einer Vollständigkeit entgegen, was wir die eigentliche&lt;br /&gt;
menschliche innere Welt nennen können.|128|78f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die physischen Organe als Ergebnis übersinnlicher Kraftsysteme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den physischen Organen liegt ein [[übersinnlich]]es Kraftsystem bzw. mehrere übersinnliche Kraftsysteme zugrunde, in die sich die durch die [[Ernährung]] aufgenommenen und durch die [[Verdauung]] zubereiteten [[Nahrung]]sstoffe einlagern. Diese Kraftsysteme hängen mit den grundlegenden übersinnlichen [[Wesensglieder]]n des [[Mensch]]en zusammen, also mit dem [[Ätherleib]], dem [[Astralleib]] und dem [[Ich]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild 22x.jpg|mini|[[Joachim Stiller]]: [[Organe|Okkulte Physiologie]] (2002-2017)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wir haben&lt;br /&gt;
uns zu denken, daß ein übersinnliches Kraftsystem zu dem, was wir&lt;br /&gt;
als physisch-sinnliches Organ sehen, in einem solchen Verhältnis&lt;br /&gt;
steht, daß physische Materie sich in dieses Kraftsystem einlagert,&lt;br /&gt;
angezogen von den Kraftpunkten und Kraftlinien, und dadurch zu&lt;br /&gt;
einem physischen Organ wird. Wir können sagen: Der Grund, warum&lt;br /&gt;
zum Beispiel an der Stelle der Milz ein physisch-sinnliches Organ&lt;br /&gt;
sichtbar ist, ist also der, daß dort in einer ganz bestimmten Weise&lt;br /&gt;
Kraftsysteme den Raum ausfüllen, welche die Materie so heranziehen,&lt;br /&gt;
daß sie sich in einer solchen Weise einlagert, wie wir es an dem äußeren&lt;br /&gt;
Organ der Milz sehen, wenn wir es anatomisch betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So können Sie sich die verschiedensten Organe im menschlichen&lt;br /&gt;
Organismus denken. Sie sind zuerst übersinnlich veranlagt und dann&lt;br /&gt;
ausgefüllt unter dem Einfluß der verschiedensten übersinnlichen&lt;br /&gt;
Kraftsysteme von physischer Materie. Daher müssen wir in diesen&lt;br /&gt;
Kraftsystemen zunächst einen übersinnlichen Organismus sehen, der&lt;br /&gt;
in sich differenziert ist, der in den verschiedensten Weisen die physische&lt;br /&gt;
Materie sich eingliedert und dessen Kompliziertheit das physische,&lt;br /&gt;
ihm eingegliederte Organ nur unvollständig zu folgen vermag.&lt;br /&gt;
Damit haben wir nicht nur den Begriff des Verhältnisses der übersinnlichen&lt;br /&gt;
Kraftsysteme zu den eingelagerten physisch-materiellen&lt;br /&gt;
Organen gewonnen, sondern zugleich auch einen anderen Begriff,&lt;br /&gt;
den der Ernährung des Gesamtorganismus. Worin besteht denn diese&lt;br /&gt;
Ernährung des Gesamtorganismus? Sie besteht in nichts anderem als&lt;br /&gt;
darin, daß die aufgenommenen Nahrungsstoffe so vorbereitet werden,&lt;br /&gt;
daß es möglich ist, sie hinzuleiten nach den verschiedenen&lt;br /&gt;
Organen, und diese sich dann die Stoffe eingliedern. Wir werden in&lt;br /&gt;
den folgenden Vorträgen noch sehen, wie dieser allgemeine Begriff&lt;br /&gt;
der Ernährung, der sich zeigt als eine Anziehungskraft der verschiedenen&lt;br /&gt;
Organsysteme für die Nahrungsstoffe, sich verhält zur Entstehung&lt;br /&gt;
des einzelnen Menschen, zur Keimesgeschichte des einzelnen&lt;br /&gt;
Menschen, die vor der Geburt liegt. Der umfassendste Begriff der&lt;br /&gt;
Ernährung ist also der, daß durch übersinnliche Kraftsysteme, durch&lt;br /&gt;
einen übersinnlichen Organismus die einzelnen Nahrungsstoffe eingesogen&lt;br /&gt;
und in der verschiedensten Weise dem physischen Organismus&lt;br /&gt;
eingegliedert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen wir uns klar sein, daß der Ätherleib des Menschen,&lt;br /&gt;
der das nächste übersinnliche Glied in der menschlichen Organisation&lt;br /&gt;
ist nach dem physischen Leibe, daß dieser Ätherleib, wenn er&lt;br /&gt;
auch das gröbste der übersinnlichen Glieder ist, wie ein übersinnliches&lt;br /&gt;
Urbild dem gesamten Organismus zugrundeliegt, daß er in sich&lt;br /&gt;
gegliedert, differenziert ist und die mannigfaltigsten Kraftsysteme&lt;br /&gt;
enthält, um sich die durch die Ernährung aufgenommenen Stoffe&lt;br /&gt;
einzugliedern. Wir haben nun aber nach diesem ätherischen Leib, den&lt;br /&gt;
wir als das Urbild des menschlichen Organismus betrachten können,&lt;br /&gt;
als das nächsthöhere Glied der menschlichen Wesenheit den sogenannten&lt;br /&gt;
Astralleib. Wie sich diese beiden zusammenschließen, werden&lt;br /&gt;
uns die nächsten Vorträge noch zeigen. Der Astralleib ist das,&lt;br /&gt;
was sich erst eingliedern kann, wenn sowohl der physische Organismus&lt;br /&gt;
als auch der ätherische Organismus ihrer Anlage nach schon&lt;br /&gt;
vorbereitet sind; er setzt die beiden anderen Organismen voraus.&lt;br /&gt;
Ferner haben wir das, was wir das menschliche Ich nennen, so daß&lt;br /&gt;
die gesamte menschliche Wesenheit sich zusammenschließt aus diesen&lt;br /&gt;
vier Gliedern. Wir können uns nun vorstellen, daß schon im&lt;br /&gt;
Ätherleib selbst gewisse Kraftsysteme sind, die die Nahrungsstoffe&lt;br /&gt;
an sich ziehen und sie dann im physischen Organismus in einer ganz&lt;br /&gt;
bestimmten Weise gestalten. Wir können uns aber auch vorstellen,&lt;br /&gt;
daß ein solches Kraftsystem nicht nur durch den Ätherleib bestimmt&lt;br /&gt;
ist, sondern auch durch den Astralleib und daß dieser seine Kräfte da&lt;br /&gt;
hineinsendet, so daß, wenn wir uns das physische Organ wegdenken,&lt;br /&gt;
wir zunächst das ätherische Kraftsystem haben würden, dann das&lt;br /&gt;
astralische Kraftsystem, welches das ätherische Kraftsystem in einer&lt;br /&gt;
ganz bestimmten Weise durchdringt, und wir können uns vorstellen,&lt;br /&gt;
daß da auch noch Strahlungen vom Ich hineindringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann nun Organe geben, welche so in den Organismus eingegliedert&lt;br /&gt;
sind, daß ihr Wesentlichstes darauf beruht, daß die ätherischen&lt;br /&gt;
Strömungen in ihrer Eigenart noch sehr wenig bestimmend&lt;br /&gt;
gewirkt haben, so daß, wenn wir den Raum okkult untersuchen, in&lt;br /&gt;
dem ein betreffendes Organ sich befindet, wir finden würden, daß&lt;br /&gt;
der ätherische Teil dieses Organs recht wenig durch sich selber&lt;br /&gt;
differenziert ist, nur wenig von diesen Kraftsystemen enthält, daß&lt;br /&gt;
aber dafür dieser Teil des Ätherleibes durch starke astralische Kräfte&lt;br /&gt;
beeinflußt wird. Dann wird, wenn die physische Materie sich einem&lt;br /&gt;
solchen Organ eingliedert, der Ätherleib nur eine geringe Anziehungskraft&lt;br /&gt;
auf die einzugliedernden Stoffe ausüben, die hauptsächlichste&lt;br /&gt;
Anziehungskraft wird dann vom Astralleib auf das betreffende&lt;br /&gt;
Organ ausgeübt, und zwar so, als ob die betreffenden Stoffe&lt;br /&gt;
direkt von dem Astralleibe hereingeholt würden in das betreffende&lt;br /&gt;
Organ. Daraus sehen Sie, daß die Organe des Menschen von ganz&lt;br /&gt;
verschiedener Wertigkeit sind. Es gibt solche Organe, von denen man&lt;br /&gt;
sagen muß, daß sie hauptsächlich bestimmt sind durch Kraftsysteme&lt;br /&gt;
des Ätherleibes, andere, die mehr bestimmt sind durch Strömungen&lt;br /&gt;
oder Kräfte des Astralleibes, während noch andere mehr bestimmt&lt;br /&gt;
sind durch Strömungen des Ich.|128|91ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier Organsysteme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier grundlegenden Organsysteme sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Lunge]]nsystem&lt;br /&gt;
# [[Nieren]]system mit [[Harnblase]]&lt;br /&gt;
# [[Leber]]system mit [[Galle]]nblase&lt;br /&gt;
# [[Herz]]system&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bildung von menschlichem Eiweiß durch die vier Organsysteme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Eiweiß}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschliches Eiweiß wird durch die grundlegenden vier Organsysteme gebildet, denen in der außermenschlichen Natur die vier [[Chemische Elemente|chemischen Elemente]] entsprechen, die hauptsächlich das Eiweiß aufbauen, nämlich: [[Kohlenstoff]], [[Sauerstoff]], [[Stickstoff]] und [[Wasserstoff]]. Eine besondere Bedeutung kommt darüber hinaus dem [[Schwefel]] zu. Im Gegensatz zum menschlichen Eiweiß wird das [[Pflanzen|pflanzliche]] Eiweiß nicht durch Organsysteme, sondern direkt durch den Einfluss der genannten Elemente gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Sehen Sie, ich war genötigt, in diesen Tagen öfter&lt;br /&gt;
davon zu sprechen, daß eine wichtige Rolle gegenüber, ich möchte&lt;br /&gt;
sagen, allem Meteorologischen, Außerirdischen, die vier Organsysteme&lt;br /&gt;
spielen: Harnblase, Nierensystem, Lebersystem, Lungensystem,&lt;br /&gt;
und dazu kommt dann das Herzsystem. Diese vier Organsysteme&lt;br /&gt;
spielen eine wesentliche Rolle in der Beziehung des Menschen&lt;br /&gt;
zum Äußerlichen, Meteorologischen. Nun, was bedeuten&lt;br /&gt;
denn, intimer genommen, diese vier Organsysteme eigentlich?&lt;br /&gt;
Diese vier Organsysteme bedeuten nämlich nichts anderes, als&lt;br /&gt;
daß sie die Schöpfer der Struktur des menschlichen Eiweißes sind.&lt;br /&gt;
Diese vier Organsysteme sind es, die wir studieren müssen. Nicht&lt;br /&gt;
die molekularisch atomistischen Kräfte des Eiweißes müssen wir&lt;br /&gt;
studieren, sondern wenn wir uns fragen wollen: Warum ist das&lt;br /&gt;
Eiweiß so, wie es ist? — dann müssen wir die innere Konstruktion&lt;br /&gt;
des Eiweißes als eine Resultierende desjenigen auffassen, was von&lt;br /&gt;
diesen vier Organsystemen ausgeht. Es ist das Eiweiß geradezu ein&lt;br /&gt;
Ergebnis des Zusammenwirkens dieser vier Organsysteme. Damit&lt;br /&gt;
ist auch etwas ausgesprochen über die Verinnerlichung äußerer&lt;br /&gt;
Wirkungen beim Menschen. Wir haben in die Organsysteme hinein&lt;br /&gt;
das zu verlegen, was die heutige Chemie sucht in der Struktur&lt;br /&gt;
der Substanzen selber. Es ist menschliches Eiweiß deshalb in unserer&lt;br /&gt;
irdischen Sphäre gar nicht zu denken in seiner Struktur. Es kann nicht&lt;br /&gt;
bleiben in seiner Struktur, wenn es nicht unter dem Einfluß dieser&lt;br /&gt;
vier Organsysteme ist. Es muß diese Struktur unbedingt ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders ist das beim pflanzlichen Eiweiß. Das pflanzliche Eiweiß&lt;br /&gt;
steht nicht unter dem Einfluß von solchen vier Organsystemen,&lt;br /&gt;
wenigstens scheinbar nicht; aber es steht unter einem anderen&lt;br /&gt;
Einflüsse. Es steht unter dem Einfluß von Sauerstoff, Stickstoff,&lt;br /&gt;
Wasserstoff, Kohlenstoff und unter dem Einfluß desjenigen, was&lt;br /&gt;
immer auch in der gesamten äußeren meteorologischen Natur vorhanden&lt;br /&gt;
ist, unter dem Einfluß des die Funktionen dieser vier vermittelnden&lt;br /&gt;
Schwefels, Sulfurs. Und beim pflanzlichen Eiweiß wirken&lt;br /&gt;
die sich in der Atmosphäre zerstreuenden vier Stoffe dasselbe,&lt;br /&gt;
was im Menschen Herz, Lunge, Leber und so weiter wirken. Es&lt;br /&gt;
ist in der äußeren menschlichen Natur an Bildekräften in diesen&lt;br /&gt;
vier Stoffen vorhanden, was in der innermenschlichen Natur individualisiert&lt;br /&gt;
in den vier Organsystemen enthalten ist. Das ist wichtig,&lt;br /&gt;
daran zu denken, daß wenn wir den Namen Sauerstoff, Wasserstoff&lt;br /&gt;
aussprechen, wir nicht bloß an dasjenige als innere Kräfte&lt;br /&gt;
denken sollen in diesen sogenannten Stoffen, wovon die heutige&lt;br /&gt;
Chemie spricht, sondern daß wir uns diese Stoffe mit Gestaltungskräften,&lt;br /&gt;
mit Wirkungskräften denken müssen, die auch ein Verhältnis&lt;br /&gt;
zueinander immer haben, indem diese Stoffe in ihren Wirkungen&lt;br /&gt;
zu dem Inventar des Irdischen mit beitragen. Wir müssen,&lt;br /&gt;
wenn wir ins Einzelne eingehen und identifizieren würden mit&lt;br /&gt;
inneren Organen dasjenige, was der Sauerstoff, wenn er sich außen&lt;br /&gt;
aufhält, wirkt, es innerlich identifizieren mit dem Nieren-Harn-System.&lt;br /&gt;
Dasjenige, was der Kohlenstoff, wenn er außen seine Bildekräfte&lt;br /&gt;
entfaltet, wirkt, das müssen wir innerlich identifizieren mit&lt;br /&gt;
dem Lungensystem, aber jetzt nicht das Lungensystem als Atmungssystem&lt;br /&gt;
aufgefaßt, sondern die Lunge, insoferne sie ihre Eigenbildungskräfte&lt;br /&gt;
hat. Wir müssen identifizieren den Stickstoff mit&lt;br /&gt;
dem Lebersystem, den Wasserstoff mit dem Herzsystem (siehe&lt;br /&gt;
Zeichnung Seite 234). Der Wasserstoff draußen ist in der Tat das&lt;br /&gt;
Herz der äußeren Welt, der Stickstoff ist die Leber der äußeren Welt&lt;br /&gt;
und so weiter.|312|232ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA312_234.gif|center|300px|Tafel 17 aus GA 312, S. 234]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organmetamorphosen als Grundlage des Denkens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun handelt es sich darum einzusehen, daß das, was an&lt;br /&gt;
einem Orte in irgendeiner tierischen Form erscheint — bei&lt;br /&gt;
den Pflanzen ist es ebenso -, auch an anderen Organsystemen&lt;br /&gt;
zum Ausdruck kommt, aber verwandelt. Es kann schon&lt;br /&gt;
von vorneherein die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden:&lt;br /&gt;
wie wird sich denn beim Menschen und beim Tier das&lt;br /&gt;
verhalten, was mit Konzeption und Tod zusammenhängt,&lt;br /&gt;
da man doch den einen Unterschied schon herausgefunden&lt;br /&gt;
hat, der unmittelbar an die Organisation gebunden ist? Da&lt;br /&gt;
stellt sich heraus, wenn man wirklich den Erscheinungen&lt;br /&gt;
und Tatsachen nachgeht und die Dinge sinnvoll betrachtet,&lt;br /&gt;
daß das, was das menschliche und tierische Haupt ist,&lt;br /&gt;
eigentlich im Grunde genommen nur höher organisierter,&lt;br /&gt;
umgewandelter Unterleib ist, so sonderbar es klingt, gerade&lt;br /&gt;
so - erinnern Sie sich an den Vortrag, in welchem an&lt;br /&gt;
die Goethesche Weltanschauung angeknüpft wurde - wie&lt;br /&gt;
die Kopfknochen umgewandelte Knochen der Rückenwirbel&lt;br /&gt;
sind. In bezug auf die physische Gestaltung hat man&lt;br /&gt;
es damit zu tun, daß die einzelnen Organsysteme Umwandlungen&lt;br /&gt;
voneinander sind, wirkliche Umwandlungen, und&lt;br /&gt;
auch die Betätigungen, die Funktionen der Organsysteme&lt;br /&gt;
sind Umwandlungen voneinander. Was ist «Wahrnehmen&lt;br /&gt;
»? Wahrnehmen - es handelt sich um objektive Forschung,&lt;br /&gt;
und man muß den Dingen geradeweg ins Auge&lt;br /&gt;
schauen -, durch die Sinne zur Außenwelt in Beziehung&lt;br /&gt;
treten, ist eine höhere - meinetwillen sagen Sie eine geistigere&lt;br /&gt;
- Ausgestaltung der Konzeption, spezifiziert durch die&lt;br /&gt;
verschiedenen Sinne, aber Ausgestaltung der Konzeption,&lt;br /&gt;
der Empfängnis. Dadurch, daß der Kopforganismus gewisse&lt;br /&gt;
andere organbildende Kräfte verkümmern läßt, in&lt;br /&gt;
die Extremitäten gehen laßt, dadurch gestaltet sich auf der&lt;br /&gt;
einen Seite der Konzeptionsorganismus zu dem höheren&lt;br /&gt;
Sinnesorganismus des Hauptes, und so entspricht der fortschreitenden&lt;br /&gt;
Entwickelung des Hauptesorganismus die fortgeschrittene&lt;br /&gt;
Konzeption, die im sinnlichen Wahrnehmen&lt;br /&gt;
zum Ausdruck kommt. Jedes organische System entwickelt&lt;br /&gt;
in gewisser Weise den ganzen Organismus; das Haupt alles,&lt;br /&gt;
was der Unterleib enthält, der Unterleib alles, was das&lt;br /&gt;
Haupt enthält. Dadurch, daß die organbildenden Kräfte&lt;br /&gt;
der Extremitäten verkümmert sind, kommt das, was zu&lt;br /&gt;
ihrem Leben gehört, im Haupte auf geistige Art zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
Das Produktionsvermögen, das Hervorbringungsvermögen&lt;br /&gt;
ist umgewandelt in das Entwickeln der Gedanken.&lt;br /&gt;
Im Haupt ist das Organ des Denkens einfach dadurch&lt;br /&gt;
veranlagt, daß gewissermaßen einseitig entwickelt ist das&lt;br /&gt;
Konzeptionelle, und rückgebildet ist das Produktive, aber&lt;br /&gt;
das Produktive dadurch, daß es zurückgebildet ist, wiederum&lt;br /&gt;
die Grundlage für die Gedanken gibt. Denn ebenso&lt;br /&gt;
wie Tier und Mensch seinesgleichen durch seinen anderen&lt;br /&gt;
Organismus hervorbringt, so bringt der Mensch auf geistige&lt;br /&gt;
Weise sich selbst hervor: eben die Gedankenwelt. Die Gedankenwelt&lt;br /&gt;
ist der vergeistigte Mensch, wobei heraufgenommen&lt;br /&gt;
ist ins bewegliche Übersinnliche, was sonst in der&lt;br /&gt;
Außenwelt ausgestaltet ist.|67|276ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Walter Holtzapfel]]: &#039;&#039;Im Kraftfeld der Organe: Leber, Lunge, Niere, Herz.&#039;&#039; Verlag am Goetheanum, Dornach 2004 ISBN 978-3723511008&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vom Wesen der Organe. Spirituelle Hintergründe der Organtransplantation&#039;&#039;, Flensburger Hefte Nr. 116, Flensburg 2012, S. 129 ff&lt;br /&gt;
* [[Johannes W. Rohen]]: &#039;&#039;Funktionelle Neuroanatomie: Lehrbuch und Atlas&#039;&#039;, Schattauer, F.K. Verlag 2001, ISBN 978-3794521289&lt;br /&gt;
* [[Johannes W. Rohen]], Elke Lütjen-Drecoll: &#039;&#039;Funktionelle Anatomie des Menschen: Lehrbuch der makroskopischen Anatomie nach funktionellen Gesichtspunkten&#039;&#039;, Schattauer; Auflage: 11., überarb. u. erw. Aufl. (September 2005), ISBN 978-3794524402&lt;br /&gt;
* [[Johannes W. Rohen]]: &#039;&#039;Eine funktionelle und spirituelle Anthropologie: unter Einbeziehung der Menschenkunde Rudolf Steiners&#039;&#039;, 1. Aufl., Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2009, ISBN 978-3772520983&lt;br /&gt;
* [[Johannes W. Rohen]], Chihiro Yokochi, Elke Lütjen-Drecoll: &#039;&#039;Anatomie - Der fotografische Atlas der systematischen und topografischen Anatomie des Menschen&#039;&#039;, 8. Aufl., Schattauer, 2015, ISBN 978-3-7945-2981-0 (Print) und ISBN 978-3-7945-6804-8 (eBook PDF) [http://www.schattauer.de/de/book/detail/product/1162-anatomie.html]&lt;br /&gt;
* [[Johannes W. Rohen]]: &#039;&#039;Morphologie des menschlichen Organismus&#039;&#039;, 4. Aufl., Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2016, ISBN 978-3772519987&lt;br /&gt;
* [[Johannes W. Rohen]], Elke Lütjen-Drecoll: &#039;&#039;Funktionelle Embryologie - Die Entwicklung der Funktionssysteme des menschlichen Organismus&#039;&#039;, 5. Aufl., Schattauer, September 2016, ISBN 978-3-7945-3219-3 (Print) ISBN 978-3-7945-9050-6 (eBook PDF) [http://www.schattauer.de/de/book/detail/product/1333-funktionelle-embryologie.html]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Ewige in der Menschenseele. Unsterblichkeit und Freiheit&#039;&#039;, [[GA 67]] (1992), ISBN 3-7274-0670-4 {{Vorträge|067}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Eine okkulte Physiologie&#039;&#039;, [[GA 128]] (1991), ISBN 3-7274-1281-X {{Vorträge|128}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Geisteswissenschaft und Medizin&#039;&#039;, [[GA 312]] (1999), ISBN 3-7274-3120-2 {{Vorträge|312}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organe|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Organe|101]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensprozesse|201]]&lt;br /&gt;
[[en:Organ]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|Organ (Biologie)}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Lebensprozesse&amp;diff=612978</id>
		<title>Lebensprozesse</title>
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		<updated>2024-01-17T22:54:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Literatur von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Sinne.gif|thumb|350px|Die zwölf [[Sinne]] des Menschen und die sieben Lebensprozesse]]&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] hat mehrfach die [[sieben]] grundlegenden &#039;&#039;&#039;Lebensprozesse&#039;&#039;&#039; des Menschen besprochen. Sie fügen sich als [[Mikrokosmos|mikrokosmisches]] Abbild in die großen [[Makrokosmos|makrokosmischen]] Rhythmen ein und stehen in engem Zusammenhang mit den 7 [[Planeten]]kräften. Folgende Lebensprozesse können unterschieden werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;300&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|1. [[Atmung]]&lt;br /&gt;
|[[Saturn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2. [[Wärmung]]&lt;br /&gt;
|[[Jupiter]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3. [[Ernährung]]&lt;br /&gt;
|[[Mars]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4. [[Absonderung]]&lt;br /&gt;
|[[Sonne]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5. [[Erhaltung]]&lt;br /&gt;
|[[Venus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6. [[Wachstum]]&lt;br /&gt;
|[[Merkur]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7. [[Reproduktion]]&lt;br /&gt;
|[[Mond]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Es gibt nicht nur eine Kraft des Lebens. Sie müssen schon unterscheiden, es ist etwas anderes der Lebenssinn, durch den wir das Leben wahrnehmen, als das, was ich jetzt bespreche. Ich bespreche jetzt das Leben selber, wie es durch uns flutet; das differenziert sich in uns selber wiederum, und zwar in der folgenden Weise (siehe Zeichnung). Die zwölf Sinnesbezirke müssen wir uns gleichsam ruhend denken im Organismus. Das Leben aber pulsiert durch den ganzen Organismus, und das Leben ist wiederum differenziert. Da haben wir zunächst etwas, was in einer gewissen Weise in allem Lebendigen sein muß: die Atmung. Jenes Verhältnis zur Außenwelt, das die Atmung ist, muß gewissermaßen in jedem Lebendigen sein. Ich kann mich jetzt nicht im einzelnen darauf einlassen, wie es wiederum für die Tiere, Pflanzen und Menschen differenziert ist; aber in jedem Lebendigen ist in einer gewissen Weise die Atmung. Die Atmung des Menschen wird immer wieder erneuert durch etwas, was er von der Außenwelt aufnimmt; das kommt allen Sinnesbezirken zugute. Es kann nicht der Geruchssinn walten, der Sehsinn walten, der Tonsinn walten, wenn nicht das, was das Leben von der Atmung hat, allen Sinnen zugute kommt. Ich müßte also zu jedem Sinn «Atmung» dazuschreiben. Nicht wahr, es wird geatmet; aber was durch die Atmung als Lebensprozeß geleistet wird, das kommt allen Sinnen zugute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweites können wir unterscheiden die Wärmung. Sie tritt ein mit der Atmung; aber sie ist etwas anderes als die Atmung. Die Wärmung, die innerliche Durchwärmung ist eine zweite Art, das Leben zu unterhalten. Eine dritte Art, das Leben zu unterhalten, ist die Ernährung. Da haben wir die drei Arten, dem Leben von außen mit Lebensprozessen entgegenzukommen: Atmung, Wärmung, Ernährung. Zu alledem gehört die Außenwelt. Atmung setzt voraus einen Stoff, beim Menschen die Luft, beim Tier auch die Luft. Wärmung setzt voraus eine ganz bestimmte Wärme der Umgebung, zu der wir uns in eine Beziehung setzen. Denken Sie sich nur einmal, wie Sie unmöglich innerlich mit der richtigen Wärme leben könnten, wenn die Temperatur in Ihrer Umgebung höher oder tiefer wäre! Denken Sie sie sich um hundert Grad tiefer: Ihre Wärmung wäre nicht mehr möglich, Ihre Wärmung hörte auf; oder um hundert Grad höher: Sie würden nicht bloß schwitzen! Ebenso ist die Ernährung notwendig, insoweit wir den Lebensprozeß als Erdenprozeß betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir mit den Lebensprozessen mehr ins Innere. Da haben wir den nächsten Prozeß, der schon mehr dem Inneren angehört, das, was man nennen könnte die Umformung, die Verinnerlichung dessen, was aufgenommen worden ist von außen, die Umwandlung, die Verwandlung des von außen Aufgenommenen. Ich möchte, konform mit der Art, wie wir das einmal früher benannt haben, diese Umformung wiederum mit denselben Ausdrücken bezeichnen. Es gibt in der Wissenschaft noch keine Ausdrücke dafür; man muß sie erst prägen, weil man alle diese Dinge noch nicht unterscheidet. Diese innerliche Umformung dessen, was von außen aufgenommen wird, die also rein inneren Prozessen unterliegt, die können wir wiederum uns vierfach vorstellen. Das erste, was innerlich auftritt nach der Ernährung, ist die innere Absonderung. Absonderung ist es schon, wenn nur das aufgenommene Nahrungsmittel dem Körper mitgeteilt wird, wenn es ein Glied im Organismus wird. Es ist nicht nur die Absonderung nach außen, sondern die Mitteilung desjenigen, was durch die Nahrungsmittelsubstanz aufgenommen wird, im Inneren. Die Absonderung besteht zum Teil in Abgabe nach außen oder aber in der Aufnahme der Nahrungsmittel. Das ist eine Absonderung durch diejenigen Organe, die eben der Nahrung dienen: Absonderung in den Organismus hinein. Was so abgesondert ist in den Organismus hinein, das muß erhalten werden im Lebensprozeß, das ist wiederum ein besonderer Lebensvorgang für sich, den wir als Erhaltung bezeichnen müssen. Damit aber das Leben bestehen kann, muß es nicht nur das, was es aufnimmt, erhalten, sondern es muß es vergrößern. Jedes Lebendige unterliegt einer innerlichen Vermehrung: Wachstumsprozeß im weitesten Sinne; Wachstumsprozeß gehört zum Leben, Erhaltung und Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lebensprozesse.gif|thumb|350px|Die 7 Lebensprozesse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann gehört zum Leben hier auf Erden die Hervorbringung des Ganzen; der Wachstumsprozeß erfordert nur, daß ein Glied das andere hervorbringt. Reproduktion ist ein Prozeß, der höher ist als das bloße Wachstum, der das gleiche Individuum hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer diesen sieben Prozessen gibt es keinen weiteren Lebensprozeß mehr innerlich. In sieben Prozesse zerfällt das Leben. Aber wir können das nicht Bezirke nennen, sondern diese sieben kommen allen zwölf Bezirken zugute, diese sieben Lebensprozesse beleben alles. Wir müssen daher, wenn wir das Verhältnis dieser sieben zu den zwölf ins Auge fassen, sagen: Wir haben 1. Atmung, 2. Wärmung, 3. Ernährung, 4. Absonderung, 5. Erhaltung, 6. Wachstum, 7. Reproduktion, aber so, daß sie doch zu allen Sinnen in einem Verhältnis stehen, daß das durch alle Sinne gewissermaßen strömt, daß das Bewegung ist. (Siehe Zeichnung.) Wir müssen gewissermaßen den Menschen, insofern er ein lebender Mensch ist, so darstellen, daß er zwölf getrennte Sinnesbezirke hat, und daß durch diese das siebenfältige Leben pulst, das in sich bewegte siebenfältige Leben. - Schreiben Sie zu den zwölf Bezirken die Tierkreiszeichen dazu, dann haben Sie den Makrokosmos; schreiben Sie dazu die Sinnesbezirke, dann haben Sie den Mikrokosmos. Schreiben Sie zu den sieben Lebensprozessen die Zeichen der Planeten, so haben Sie den Makrokosmos; schreiben Sie die Namen für die sieben Lebensprozesse, so haben Sie den Mikrokosmos. Und wie sich im Makrokosmos die Planeten in ihren Bewegungen verhalten zu den Tierkreisbildern, durch die sie durchgehen, so geht der lebendige Lebensprozeß durch die ruhenden Sinnesbezirke immer hindurch, durchströmt sie. Sie sehen, noch in mancher Beziehung ist der Mensch ein Mikrokosmos.|170|105ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sieben Lebensstufen]]&lt;br /&gt;
* [[Sieben Lebenszustände]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&#039;&#039;, [[GA 170]] (1978), Siebenter Vortrag, Dornach, 12. August 1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mensch]] [[Kategorie:Lebensprozesse|101]] [[Kategorie:Biologischer Prozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Lorentz-Transformation&amp;diff=612976</id>
		<title>Lorentz-Transformation</title>
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		<updated>2024-01-17T22:49:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Literatur von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Lorentz-Transformation&#039;&#039;&#039;, nach [[Hendrik Antoon Lorentz]], ist eine [[Koordinatentransformation]] in der Physik, um Phänomene in verschiedenen [[Bezugssystem]]en zu beschreiben. Sie verbindet in einer vierdimensionalen [[Raumzeit]] die Zeit- und Ortskoordinaten, mit denen verschiedene [[Beobachter (Physik)|Beobachter]] angeben, wann und wo Ereignisse stattfinden. Die Lorentz-Transformationen ist die relativistische Verallgemeinerung der Galilei-Transformation und bilden daher die Grundlage der [[Spezielle Relativitätstheorie|Speziellen Relativitätstheorie]] von [[Albert Einstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galilei-Transformation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galileitransformation unterstellt eine unbegrenzte Lichtgeschwindigkeit und ist daher nur für Relativgeschwindigkeiten &#039;&#039;|v|&#039;&#039; &amp;lt; 0,1 &#039;&#039;c&#039;&#039; eine gute Näherung. Da &#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; = -&#039;&#039;v&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Galilei-Tranformation in &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;-Richtung&lt;br /&gt;
! Inverse Galilei-Transformation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; t&#039; = t &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; x&#039; = x - v \cdot t &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; y&#039; = y &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; z&#039; = z &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; t = t&#039; &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; x = x&#039; + v \cdot t&#039; &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; y = y&#039; &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; z = z&#039; &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lorentz-Transformation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Lorentz-Transformation in &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;-Richtung&lt;br /&gt;
! Inverse Lorentz-Transformation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; t&#039; = \left( t - \frac {v} {c^2} \cdot x \right) / \sqrt{1-(v/c)^2} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; x&#039; = \left(x - v \cdot t\right) / \sqrt{1-(v/c)^2} &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; y&#039; = y &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; z&#039; = z &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; t = \left( t&#039; + \frac {v} {c^2} \cdot x&#039; \right) \cdot \sqrt{1-(v/c)^2} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; x = \left(x&#039; + v \cdot t&#039;\right) \cdot \sqrt{1-(v/c)^2} &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; y = y&#039; &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; z = z&#039; &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt die [[Äquivalenzumformung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lorentz-Invariante ===&lt;br /&gt;
{{Anker|Lorentz-Invarianz}}Eine Größe, die sich bei Lorentz-Transformationen nicht ändert, heißt &#039;&#039;&#039;Lorentz-Invariante&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Lorentz-Skalar&#039;&#039;&#039;. Bei einem physikalischen System oder Vorgang beschreibt eine Lorentz-Invariante eine Eigenschaft, die von allen Inertialsystemen aus mit gleichem Wert beobachtet wird, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Lichtgeschwindigkeit &amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt;, die [[Masse (Physik)|Masse]] &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt;, die Teilchenzahl, die [[elektrische Ladung]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Lorentz-Boost in Richtung &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; lässt sich zeigen, dass&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;c^2 t&#039;^2 - x&#039;^2 = c^2 t^2 - x^2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelten muss. Der Ausdruck &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle c^2 t^2-x^2&amp;lt;/math&amp;gt; ist also eine Invariante der Lorentz-Transformation, d.&amp;amp;nbsp;h. in allen unter Lorentz-Transformationen verbundenen Koordinatensystemen konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Raumdimensionen ist die [[Norm (Mathematik)|Norm]] &amp;lt;math&amp;gt;\textstyle c^2 t^2-(x^2+y^2+z^2)&amp;lt;/math&amp;gt; die einzige Möglichkeit, eine Lorentz-Invariante zu bilden. Z.&amp;amp;nbsp;B. ist die Norm des Energie-Impuls-Vektors die mit &amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt; multiplizierte Masse &amp;lt;math&amp;gt;mc&amp;lt;/math&amp;gt;, und die Norm des Drehimpulsvektors ist der lorentzinvariante Betrag des Eigendrehimpulses. Auch der Abstand zweier Ereignisse, also die Norm der Differenz der [[Vierervektor]]en der beiden Weltpunkte, ist lorentzinvariant. Bei zwei Vierervektoren ist auch ihr Skalarprodukt lorentzinvariant. Ein Tensor 2. Stufe hat eine lorentzinvariante Spur etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Beyvers, Elvira Krusch: Kleines 1 x 1 der Relativitätstheorie - Einsteins Physik mit Mathematik der Mittelstufe, Books on Demand, 2007, ISBN 978-3-8334-6291-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezielle Relativitätstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transformation (Mathematik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Relativitätstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Relativitätstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symmetrie (Physik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lorentz|M]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Euthydemos&amp;diff=612972</id>
		<title>Euthydemos</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Euthydemos&amp;diff=612972"/>
		<updated>2024-01-17T22:42:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Literatur von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Euthydemos beginning. Clarke Plato.jpg|mini|Der Anfang des &#039;&#039;Euthydemos&#039;&#039; in der ältesten erhaltenen mittelalterlichen Handschrift, dem 895 geschriebenen &#039;&#039;Codex Clarkianus&#039;&#039; (Oxford, Bodleian Library, Clarke 39)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Euthydemos&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ({{ELSalt|Εὐθύδημος}} &#039;&#039;Euthýdēmos&#039;&#039;) ist ein in [[Platonischer Dialog|Dialogform]] verfasstes frühes Werk des griechischen Philosophen [[Platon]]. Den Inhalt bildet ein fiktives Gespräch von Platons Lehrer [[Sokrates]] mit dem [[Sophisten]] [[w:Euthydemos (Sophist)|Euthydemos]], nach dem der Dialog benannt ist, dessen Bruder Dionysodoros, Sokrates’ Freund Ktesippos und dem Jugendlichen Kleinias.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema ist die von den Sophisten praktizierte und gelehrte Kunst des Streitgesprächs ([[w:Eristik|Eristik]]) und ihr Verhältnis zur Philosophie. Auf Wunsch des Sokrates führen Euthydemos und Dionysodoros die auf [[Fehlschluss|Trugschlüssen]] basierende eristische Debattierkunst vor. Angestrebt wird dabei nicht Wahrheitsfindung, sondern nur der Sieg über den Gegner, dessen Ansichten mit allen Mitteln widerlegt werden sollen. Der eristische Diskurs bedeutet Kampf; er kontrastiert mit der philosophischen Wahrheitssuche des Sokrates, die ein gemeinsames, freundschaftliches Bemühen um Erkenntnis ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dialog führt zu einer [[Aporie]], einer anscheinend ausweglosen Lage: Die Eristik wird zwar als untauglich entlarvt, doch es gelingt vorerst nicht, eine schlüssige philosophische Alternative zu erarbeiten. Nur der Weg zu einer solchen Alternative wird deutlicher erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen Forschung wird der spielerische, humoristische und komödienhafte Aspekt des Werks betont und die literarische Brillanz gewürdigt. Die Frage, inwieweit Platon darüber hinaus auch ein ernsthaftes philosophisches Anliegen zur Geltung bringen wollte, wird unterschiedlich beantwortet. Philosophiegeschichtlich ist der &#039;&#039;Euthydemos&#039;&#039; als Quelle für die Frühgeschichte der antiken [[Logik]] bedeutsam. Außerdem ist er das älteste überlieferte Werk, in dem die [[w:Protreptik|Protreptik]], die Hinführung zur Philosophie, ein Hauptthema darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zu vielen weiteren Themen siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Euthydemos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* Otto Apelt (Übersetzer): &#039;&#039;Platons Dialog Euthydemos&#039;&#039;. In: Otto Apelt (Hrsg.): &#039;&#039;Platon: Sämtliche Dialoge&#039;&#039;, Bd. 3, Meiner, Hamburg 2004, ISBN 3-7873-1156-4 (Übersetzung mit Einleitung und Erläuterungen; Nachdruck der 2., durchgesehenen Auflage, Leipzig 1922)&lt;br /&gt;
* Gunther Eigler (Hrsg.): &#039;&#039;Platon: Werke in acht Bänden&#039;&#039;, Band 2, 5. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-19095-5, S. 109–219 (Abdruck der kritischen Ausgabe von Louis Méridier, 4. Auflage, Paris 1964, mit der deutschen Übersetzung von Friedrich Schleiermacher, 2., verbesserte Auflage, Berlin 1818)&lt;br /&gt;
* Michael Erler (Übersetzer): &#039;&#039;Platon: Euthydemos&#039;&#039; (= &#039;&#039;Platon: Werke&#039;&#039;, hrsg. von Ernst Heitsch u. a., Band VI 1). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-30413-6 (Übersetzung und Kommentar)&lt;br /&gt;
* Rudolf Rufener (Übersetzer): &#039;&#039;Platon: Frühdialoge&#039;&#039; (= &#039;&#039;Jubiläumsausgabe sämtlicher Werke&#039;&#039;, Bd. 1). Artemis, Zürich und München 1974, ISBN 3-7608-3640-2, S. 267–329 (mit Einleitung von Olof Gigon)&lt;br /&gt;
* Franz Susemihl (Übersetzer): &#039;&#039;Euthydemos&#039;&#039;. In: Erich Loewenthal (Hrsg.): &#039;&#039;Platon: Sämtliche Werke in drei Bänden&#039;&#039;, Bd. 1, unveränderter Nachdruck der 8., durchgesehenen Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17918-8, S. 481–539 (nur Übersetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Euthydemos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersichtsdarstellungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Louis-André Dorion: &#039;&#039;Euthydème&#039;&#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &#039;&#039;Dictionnaire des philosophes antiques&#039;&#039;, Band 5, Teil 1, CNRS Éditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07335-8, S. 750–759&lt;br /&gt;
* Michael Erler: &#039;&#039;Platon&#039;&#039; (&#039;&#039;[[Grundriss der Geschichte der Philosophie]]. Die Philosophie der Antike&#039;&#039;, hrsg. von Hellmut Flashar, Band 2/2). Schwabe, Basel 2007, ISBN 978-3-7965-2237-6, S. 121–128, 591–594&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Untersuchungen und Kommentare&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Thomas H. Chance: &#039;&#039;Plato&#039;s Euthydemus. Analysis of What Is and Is Not Philosophy&#039;&#039;. University of California Press, Berkeley 1992, ISBN 0-520-07754-7 ([http://ark.cdlib.org/ark:/13030/ft9199p2bs/ online])&lt;br /&gt;
* Michael Erler: &#039;&#039;Platon: Euthydemos. Übersetzung und Kommentar&#039;&#039; (= &#039;&#039;Platon: Werke&#039;&#039;, hrsg. von Ernst Heitsch u. a., Band VI 1). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-30413-6&lt;br /&gt;
* Ralph S. W. Hawtrey: &#039;&#039;Commentary on Plato’s Euthydemus&#039;&#039;. American Philosophical Society, Philadelphia 1981, ISBN 0-87169-147-7&lt;br /&gt;
* Vittorio Hösle: &#039;&#039;Platons ‚Protreptikos‘. Gesprächsgeschehen und Gesprächsgegenstand in Platons Euthydemos&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Rheinisches Museum für Philologie&#039;&#039; 147, 2004, S. 247–275&lt;br /&gt;
* Hermann Keulen: &#039;&#039;Untersuchungen zu Platons „Euthydem“&#039;&#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1971, ISBN 3-447-01239-0&lt;br /&gt;
* Lucia Palpacelli: &#039;&#039;L’„Eutidemo“ di Platone. Una commedia straordinariamente seria.&#039;&#039; Vita e Pensiero, Milano 2009, ISBN 978-88-343-1828-7&lt;br /&gt;
* Thomas M. Robinson, Luc Brisson (Hrsg.): &#039;&#039;Plato: Euthydemus, Lysis, Charmides. Proceedings of the V Symposium Platonicum. Selected Papers&#039;&#039;. Academia Verlag, Sankt Augustin 2000, ISBN 3-89665-143-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.01.0177 &#039;&#039;Euthydemos&#039;&#039;], griechischer Text nach der Ausgabe von John Burnet, 1903&lt;br /&gt;
* [http://www.opera-platonis.de/Euthydemos.pdf &#039;&#039;Euthydemos&#039;&#039;], deutsche Übersetzung nach Friedrich Schleiermacher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Platon}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4450278-3|LCCN=n/85/2246|VIAF=181067993}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophisches Werk von Platon|111]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpus Platonicum|111]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Philosophische_Anthropologie&amp;diff=612963</id>
		<title>Philosophische Anthropologie</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Einführungen */ Literatur von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Caspar David Friedrich 029.jpg|mini|250px|[[Caspar David Friedrich]], &#039;&#039;Der Mönch am Meer&#039;&#039; (1808–1810). Das Bild thematisiert die Frage nach der Stellung und der Bedeutung des Menschen im Weltganzen.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Philosophische Anthropologie&#039;&#039;&#039; (Anthropologie = Menschenkunde, von {{lang|grc|ἄνθρωπος}} &#039;&#039;{{lang|grc-Latn|ánthropos}}&#039;&#039; „der Mensch“ und [[-logie]]) ist die Disziplin der [[Philosophie]], die sich mit dem [[Wesen (Philosophie)|Wesen]] des [[Mensch]]en befasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Etymologie heißt es bei [[Gerd Haeffner]]: „Philosophie ist das Streben (philía) nach solide begründetem Orientierungswissen (sophía). Der Gegenstand der ‚Philosophischen Anthropologie‘ ist der Mensch (ánthropos), von ihm will man klar und allgemeingültig sagen, was er als solcher ist (lógos).“ (Haeffner 2000, S.&amp;amp;nbsp;17.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als eigene philosophische Fachrichtung ist die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandene &#039;&#039;Philosophische Anthropologie&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Großschreibung folgt der häufigen Praxis in der Sekundärliteratur und insbesondere dem Ansatz Joachim Fischers, der zwischen philosophischer Anthropologie als Disziplin und Philosophischer Anthropologie als Denkrichtung in der Theoriegeschichte des 20. Jahrhunderts unterscheidet (Fischer 2008, S.&amp;amp;nbsp;595; [[#Rezeption und Kritik|siehe unten: Rezeption und Kritik]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; eine vergleichsweise junge Disziplin; Gegenstand und Fragestellungen, mit denen sie sich befasst, wurden aber auf unterschiedliche Weise großteils bereits in früheren Abschnitten der [[Menschheitsgeschichte]] reflektiert. Dennoch erzeugte [[Max Scheler]] als Mitbegründer der modernen &#039;&#039;Philosophischen Anthropologie&#039;&#039; beträchtliche Resonanz mit der Feststellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wir sind in der ungefähr zehntausendjährigen Geschichte das erste [[Zeitalter]], in dem sich der Mensch völlig und restlos problematisch geworden ist: in dem er nicht mehr weiß, was er ist; zugleich aber auch weiß, dass er es nicht weiß.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Max Scheler: &#039;&#039;Die Sonderstellung des Menschen im Kosmos.&#039;&#039; In: Der Leuchter. Weltanschauung und Lebensgestaltung. Achtes Buch: Mensch und Erde. Darmstadt 1927, S.&amp;amp;nbsp;162.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische [[Anthropologie]] sucht vom einzelnen Menschen zu [[Abstraktion|abstrahieren]] und zielt auf [[Allgemeingültigkeit]]. Die tatsächliche Bindung jedes menschlichen Individuums an die je zeitspezifischen und kulturellen Daseinsbedingungen wird dabei vorausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Haeffner 2000, S.&amp;amp;nbsp;87 f.; Christoph Wulf: &#039;&#039;Anthropologie. Geschichte, Kultur, Philosophie.&#039;&#039; Reinbek 2004, S.&amp;amp;nbsp;266 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Indem die Grundsituation der philosophischen Anthropologie davon bestimmt ist, dass der Mensch nach dem Menschen fragt, geht es einerseits um Selbstreflexion als Anliegen und Auftrag. Das ist aber andererseits nur möglich in der dem Menschen gegebenen Verbindung der Innenperspektive des [[Subjekt (Philosophie)|Subjekts]] mit der Außenperspektive des Beobachters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Lebenssituation des Menschen generell zu erfassen, bedient sich die philosophische Anthropologie vielfältiger einzelwissenschaftlicher Erkenntnisse. Umgekehrt ergeben sich für Erkenntnistheorie und Einzelwissenschaften anthropologische [[Implikation]]en. Zum Umfeld der philosophischen Anthropologie gehören die sogenannten [[Humanwissenschaft]]en, zu denen insbesondere die [[Biologie]], die [[Primatologie]], die [[Neurowissenschaften]], die [[Psychologie]], die [[Sprachwissenschaft]]en, die [[Ethnologie]], die [[Paläontologie]], die [[Soziologie]] und auch die [[Geschichtswissenschaft]]en sowie eine Vielzahl von Variationen aus diesen Fächern wie die [[Soziobiologie]] oder die [[Evolutionäre Psychologie]] gehören. Zu jeder dieser Fachrichtungen gibt es auch eine spezifische Anthropologie wie etwa eine medizinische, eine pädagogische, eine historische oder eine theologische Anthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Menschen sich zu einem [[Welträtsel|Rätsel]] oder Problem werden, sich selbst befragen oder in Frage stellen und die eigene Existenz betreffende Annahmen oder Antworten entwickeln, berühren sie das Feld der philosophischen Anthropologie. Die Spannbreite menschlicher Handlungsfelder und Möglichkeiten wirft unter anderem Fragen nach dem [[Ethik|ethisch]] richtigen oder [[Das Gute|guten]] Leben, nach dem [[Sinn des Lebens]] überhaupt, nach dem Stellenwert von [[Egoismus]] und [[Altruismus]], nach dem „Wesen“ von [[Gender|männlichem und weiblichem Geschlecht]], nach sozialen Anpassungszwängen und individuellen [[Freier Wille|freien Willen]] auf. Für [[Michael Landmann]] entspringt die philosophische Anthropologie „der Notwendigkeit desjenigen Wesens, das sich selbst schaffen muß und daher eines Bildes bedarf, auf das hin es sich schaffen soll. Beides greift ineinander.“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Landmann: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie. Menschliche Selbstdeutung in Geschichte und Gegenwart.&#039;&#039; 4. Auflage. Berlin 1976, S.&amp;amp;nbsp;10; zitiert nach: Werner Schüßler (Hrsg.): &#039;&#039; Philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Freiburg / München 2000, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische Auffassungen über den Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hildegard von Bingen Liber Divinorum Operum.jpg|mini|[[Hildegard von Bingen]], &#039;&#039;Liber Divinorum Operum&#039;&#039; (13. Jh.). Der Mensch im Mittelalter ist als Mikrokosmos Spiegel des Makrokosmos – und zugleich Ebenbild Gottes.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] war die Rolle des Menschen durch seine Stellung im [[Universum|Kosmos]] als von den [[Gott|Göttern]] geschaffen und durch den [[Geist]] mit diesen verwandt bestimmt. &#039;&#039;Der Mensch ist das Maß aller Dinge&#039;&#039;. Dieser Ausspruch des [[Protagoras]] (bei [[Platon]] im &#039;&#039;[[Theaitetos]]&#039;&#039;) kennzeichnet die Haltung der [[Sophisten]] in der Antike, deren Lehren antimetaphysisch waren, und die klar zwischen [[Natur]] und [[Kultur]] unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen ist es nach Platon für den Menschen wesentlich bzw. wesensbestimmend, dass er dank seiner unsterblichen [[Seele]] nicht nach den irdischen Gütern, sondern nach dem Einen, dem Göttlichen strebt oder mindestens streben sollte. Die Seele ist im Körper nur gefangen. Der Leib und die Triebe sind nachrangig und werden vom Geist gelenkt. Über den [[Neuplatonismus]] der [[Patristik]] gelangt dieses [[Menschenbild]] in das [[Christentum]] und beeinflusst damit stark die Auffassungen des [[Abendland]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aristoteles]] sah hingegen den Menschen auch als Teil der Natur. Körper und Seele bilden eine organische Einheit. Es gibt eine Parallelität zwischen der Natur und dem Seelenleben. Die Triebe entsprechen dem Pflanzlichen, die [[Sinnlichkeit]] dem Tierischen und das [[Denken]] dem Göttlichen. Der Mensch ist das sittliche Wesen, das aus [[Vernunft]] nach der Verwirklichung der [[Tugend]] strebt. Als vernunftbegabtes Wesen (&#039;&#039;zõon lógon échon&#039;&#039;) und als soziales Wesen (&#039;&#039;[[Zoon politikon|zõon politikón]]&#039;&#039;) verwirklicht sich der Mensch durch seine Lebenspraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätantike seit [[Paulus von Tarsus]] und in der Patristik, besonders durch [[Augustinus von Hippo|Augustinus]], verband sich das antike Denken mit dem christlich [[Judentum|jüdischen]] Menschenbild als &#039;&#039;[[Ebenbild Gottes]]&#039;&#039;. Die Menschen sind von Gott mit [[Leib]] und [[Seele]] (griechisch: [[Psyche]], hebräisch: Neschome, Ruach) geschaffen. Die Wahrheit liegt im Inneren des Menschen. Der Mensch ist nun der Gefallene, mit der [[Erbsünde]] belastete Mensch, der sich nicht allein und durch seine Vernunft zum [[Glück]] verhelfen kann, sondern der die [[Gnade]] bzw. [[Vergebung]] Gottes benötigt, um dem Schicksal des [[Fegefeuer]]s bzw. der [[Hölle]] zu entrinnen. Entsprechend war die Frage des [[Mittelalter]]s, wie der Mensch sich in der von Gott geschaffenen Ordnung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Thomas von Aquin]] ist (ähnlich wie für Aristoteles) die geistige Seele bzw. der Geist als [[Entelechie]] eine intelligible [[Substanz]], in der die geistigen und seelischen Fähigkeiten des Menschen grundgelegt sind. Die Seele ist vom Körper zu Lebzeiten nur begrifflich zu trennen, existiert wegen ihrer [[Unsterblichkeit]] aber nach dem Tod des Menschen auch getrennt weiter. Der Leib ist Werkzeug der geistigen Seele, speziell der Vernunft. Der Mensch hat die natürlichen Neigungen, sein Leben zu erhalten, seine Art durch [[Nachkomme]]n zu erhalten und eine Neigung, aus Vernunft das Gute zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dürer - Selbstbildnis im Pelzrock - Alte Pinakothek.jpg|mini|[[Albrecht Dürer]], &#039;&#039;Selbstbildnis&#039;&#039; (1500). Ein Mensch in der Pose [[Jesus Christus|Christi]], des Erlösers, eines Gottes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Kosmologie#Die kopernikanische Wende|kopernikanischen Wende]] verschob sich das [[Selbstbild]] des Menschen. Er stand nun nicht mehr im Zentrum, sondern war alleingelassen im weiten Raum und mit der [[Unendlichkeit]] konfrontiert, die ihn ängstigte ([[Blaise Pascal]]). Die [[Physik]] wurde zur Methode der [[Erklärung]] der Welt ([[Johannes Kepler]], [[Galileo Galilei]]). Es entstand eine [[Naturalismus (Philosophie)|naturalistische]] Auffassung vom Menschen ([[Thomas Hobbes]]’ Kampf aller gegen alle). Gleichzeitig konnte der Gegensatz von Leib und Seele nicht aufgelöst werden. Dies führte zu [[René Descartes]]’ [[Dualismus (Ontologie)|Dualismus]]: Der Mensch ist körperlich (&#039;&#039;res extensa&#039;&#039;) und verfügt zugleich über eine Seele (&#039;&#039;res cogitans&#039;&#039;). Die Erklärung des Menschen wurde zu der Frage nach seiner Erkenntnisfähigkeit. Als Ebenbild Gottes bleibt er aber immer noch im Zentrum des Denkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Descartes angestoßene [[Philosophie des Geistes|Bewusstseinsphilosophie]] fand unterschiedliche Antworten bei den [[Empirismus|Empiristen]] und bei den [[Rationalismus|Rationalisten]]. Beiden gemeinsam ist, dass sie psychologische Antworten gaben. [[John Locke]] und [[David Hume]] begründeten den [[Sensualismus]]. Die Empiristen gingen grundsätzlich vom [[Egoismus]] des Menschen aus. Auch das [[Sozialverhalten]] erfolgt nach dem Prinzip, dass Näherliegendes vorgezogen wird. [[Gottfried Wilhelm Leibniz]] unterteilte das [[Bewusstsein]] in bewusste [[Wahrnehmung]]en (&#039;&#039;apperceptiones&#039;&#039;), einfache Wahrnehmungen (&#039;&#039;perceptiones&#039;&#039;), unbewusste Wahrnehmungen (&#039;&#039;petit perceptiones&#039;&#039;) und unterbewusste Strebungen (&#039;&#039;appetitiones&#039;&#039;). [[Christian Wolff (Philosoph)|Christian Wolff]] unterschied zwischen empirischer und theoretischer Psychologie und legte damit den Grundstein für den durch [[Jakob Friedrich Fries]] und [[Johann Friedrich Herbart]] begründeten [[Psychologismus]] im 19. Jahrhundert. Der Bewusstseinsphilosophie seit Descartes ist allerdings gemeinsam, dass sie Anthropologie als eigenständiges Thema noch nicht verfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Anfänge der Anthropologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Anthropologie wird erstmals von [[Magnus Hundt]] in der Schrift &#039;&#039;Anthropologicum de hominis dignitate, natura et proprietatibus&#039;&#039; (Leipzig 1501) gebraucht. Ein weiterer früher Nachweis ist die &#039;&#039;Psychologia anthropologica&#039;&#039; des [[Otto Casmann]], eines [[Rektor]]s in Stade, aus dem Jahre 1596.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Johann Friedrich Blumenbach]] (1752–1840) die naturwissenschaftliche Anthropologie begründete, gilt [[Immanuel Kant]] als der Urvater der philosophischen Anthropologie mit der erstmals 1772 gehaltenen Vorlesung über &#039;&#039;„Verschiedene Racen des Menschen“&#039;&#039;. Kant unterschied die Anthropologie in physiologische und pragmatische Anthropologie. Während die erste Thema der [[Naturwissenschaft]] sei, behandelt die zweite das philosophische Thema der [[Freiheit]] und was der Mensch aus ihr macht. Der Mensch sei zwar auch &#039;&#039;Tier&#039;&#039;, aber durch die Vernunft charakterisiert und bestimmt, sich in der [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] zu kultivieren und zu moralisieren. Er ist für Kant autonom und damit in der Lage, seinen tierischen Hang zur Trägheit zu überwinden. Dabei gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Mensch kann nur Mensch werden durch [[Erziehung]]. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.|Kant|&#039;&#039;Über Pädagogik&#039;&#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen wesentlichen Anstoß hat auch [[Johann Gottfried Herder]] gegeben, von dem die Auffassung über das [[Mängelwesen]] Mensch stammt und der insbesondere die Sprache als besonderen Wesenszug des Menschen in den Mittelpunkt rückte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Gottfried Herder]]: &#039;&#039;Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit.&#039;&#039; (4 Bde., 1784/91)&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon als Tier hat der Mensch die Sprache der [[Empfindung]]en. Der Mensch kann aber zusätzlich die Welt mit [[Reflexion (Philosophie)|Reflexion]] betrachten. Durch die [[Unterscheidung]] der Dinge mit Hilfe seiner Sinne kann er sie bezeichnen. Indem er sie bezeichnet, denke er über sie nach und entwickele [[Verstand]].&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Der Mensch ist der erste Freigelassene der [[Schöpfung]], er steht aufrecht. Die Waage des Guten und des [[Das Böse|Bösen]], des Falschen und Wahren hängt an ihm; er kann forschen, er soll wählen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] hingegen stand der Anthropologie kritisch gegenüber, der er vorhielt, sich nur mit dem Möglichen des Menschen zu befassen, während die Geschichte das Wirkliche des Menschen betrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlegung der Anthropologie durch Kant ==&lt;br /&gt;
In der Vorrede seiner Anthropologie (1798) unterschied [[Immanuel Kant]] die physiologische Anthropologie, die auf die Erforschung dessen geht, was die Natur aus dem Menschen macht, von der pragmatischen Anthropologie, die das untersucht, „was er, als freihandelndes Wesen, aus sich selber macht, oder machen kann und soll.“ Deshalb wird auf ihn die noch heute nachwirkende strikte Trennung zwischen physiologischer und pragmatischer Anthropologie zurückgeführt, doch ist dies ungenau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die physiologische Anthropologie ist die (biologische) Naturlehre des Menschen. Diesen Teil der Menschenkunde klammert Kant bis auf gelegentliche Querverweise als für seine Absichten unergiebig aus. Da der Mensch „die Gehirnnerven und Fasern nicht kennt, noch sich auf die Handhabung derselben zu seiner Absicht versteht“, bleibt er in diesem Spiel seiner Vorstellungen nur Zuschauer und das spekulative Nachgrübeln über die Naturursachen der Empfindungen und Erinnerungen ist unergiebig.&amp;lt;ref&amp;gt;Vorrede zur Anthropologie, 1798/1983, BA III&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kants Anthropologie enthält eine auf 300 Seiten breit angelegte Menschenkunde, unter anderem mit Themen der [[Allgemeine Psychologie|Allgemeinen Psychologie]] (im heutigen Sinn), [[Charakterkunde]], [[Sozialpsychologie]], [[Psychopathologie]], [[Gesundheitspsychologie]] und auch Anfänge anderer psychologischer Teildisziplinen. Diese &amp;quot;pragmatische Anthropologie&amp;quot; stellt Kants Beitrag zu der im 18. Jahrhundert breit geführten Debatte darüber dar, wie eine allgemeine &amp;quot;Wissenschaft vom Menschen&amp;quot; methodisch und theoretisch zu entwickeln sei, was ihre Ziele seien und was ihr Ort in der Gesamtheit der Wissenschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Thomas Sturm: &#039;&#039;Kant und die Wissenschaften vom Menschen.&#039;&#039; Mentis, Paderborn 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kant verbindet die genannten Themen mit der philosophischen Bestimmung des Menschen als vernünftiges und moralisches Wesen. Im letzten Kapitel, über den Charakter der Gattung, fasst Kant sein allgemeines Menschenbild zusammen: &#039;&#039;Der Mensch ist durch seine Vernunft bestimmt, in einer Gesellschaft mit Menschen zu sein, und in ihr sich durch Kunst und Wissenschaft zu kultivieren, zu zivilisieren und zu moralisieren; wie groß auch sein tierischer Hang sein mag, sich den Anreizen der Gemächlichkeit und des Wohllebens, die er Glückseligkeit nennt, passiv zu überlassen, sondern vielmehr tätig, im Kampf mit den Hindernissen, die ihm von der Rohigkeit seiner Natur anhängen, sich der Menschheit würdig zu machen&#039;&#039;. (1798/1983, A 321) Kant fragt, wie nun die pragmatische Menschenkunde und Pädagogik fortschreiten müssen, um die sittlichen Anlagen so zu entwickeln, dass sie nicht mehr im Widerstreit zur Natur der Menschen stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kants oft zitierte Definition der Anthropologie steht nicht in den Vorlesungen zur &#039;&#039;[[Anthropologie in pragmatischer Hinsicht]]&#039;&#039; (1798), sondern in der &#039;&#039;Logik&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Feld der Philosophie in dieser weltbürgerlichen Bedeutung lässt sich auf folgende Fragen bringen: 1. Was kann ich wissen? 2. Was soll ich tun? 3. Was darf ich hoffen? 4. Was ist der Mensch? Die erste Frage beantwortet die Metaphysik, die zweite die Moral, die dritte die Religion, und die vierte die Anthropologie. Im Grunde könnte man aber alles dieses zur Anthropologie rechnen, weil sich die drei ersten Fragen auf die letzte beziehen. Der Philosoph muß also bestimmen können: 1. die Quellen des menschlichen Wissens, 2. den Umfang des möglichen und nützlichen Gebrauchs alles Wissens, und endlich 3. die Grenzen der Vernunft.|Quelle=Kant 1800/1983, A 25–26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Separat steht außerdem Kants vielzitierte Schrift &#039;&#039;Was ist Aufklärung?&#039;&#039; (1784/1983), von deren Absicht zweifellos auch die pragmatische Anthropologie bestimmt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Methodisch gesehen ist Kants Anthropologie nicht auf sogenannte „innere Erfahrung“ gegründet, sondern betont, dass menschliches Denken, Fühlen und Begehren primär durch eine Untersuchung öffentlich beobachtbaren menschlichen Handelns – vor allem sozialen Handelns – zu gewinnen sei, für die es einen systematischen Rahmen von Grundbegriffen brauche. Er entwickelt dementsprechend eine [[Beobachtung]]slehre: die Anthropologie gewinnt Regeln für die &#039;&#039;mannigfaltigen Erfahrungen, die wir an dem Menschen bemerken.&#039;&#039; Seine Anthropologie in pragmatischer Hinsicht ist nach heutigem Fachverständnis weitgehend ein Lehrbuch der empirischen Psychologie. Alle diese Erkenntnisse sollen jedoch durch die Philosophie geordnet und geleitet werden. Mit der konsequenten Unterscheidung zwischen rationaler (metaphysischer) und empirischer Psychologie hat Kant das Gebiet und die Methodik der [[Psychologie]] neu bestimmt. Sie ist nicht mehr Teil der [[Metaphysik]], in der sie früher als Seelenlehre meist abgehandelt wurde. Sie bildet jetzt den Hauptinhalt der auf Erfahrung beruhenden Anthropologie, und erhält eine wichtige pragmatische Wende, denn sie öffnet den Zugang zu dem, was der Mensch moralisch und aufklärerisch, pädagogisch, gesundheitspsychologisch usw. aus sich macht. Die Psychologie ist zwar „nur“ empirische Wissenschaft und kann grundsätzlich nicht zu eindeutigen, sicheren, mathematisch formulierten Gesetzmäßigkeiten nach dem Vorbild der exakten Naturwissenschaften gelangen. Auch ohne diesen Rang gibt es nützliches Wissen, wobei Kants praktische Absichten viel deutlicher waren als bei den meisten „Psychologen“ des folgenden Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Brian Jacobs, Patrick Kain (Hrsg.): &#039;&#039;Essays on Kants anthropology.&#039;&#039; Cambridge 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Kant wegen seiner zugleich empirischen und methodenkritischen Ausrichtung der Anthropologie/Psychologie als bedeutendster Psychologe vor [[Wilhelm Wundt]] anzusehen ist,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jochen Fahrenberg: &#039;&#039;Die Wissenschaftskonzeption der Psychologie bei Immanuel Kant und Wilhelm Wundt.&#039;&#039; In: &#039;&#039;e-journal Philosophie der Psychologie.&#039;&#039; 10 (2008), [http://www.jp.philo.at/texte/FahrenbergJ2.pdf (online auf &#039;&#039;jp.philo.at&#039;&#039;)]&amp;lt;/ref&amp;gt; könnte hierin auch der Grund für die zwiespältige Rezeption von Kants Anthropologie in beiden Disziplinen liegen. Viele Autoren der Philosophischen Anthropologie zeigen noch heute eine eigentümliche Distanz. Andererseits hatte bereits [[Carl Gustav Carus]] in herausragender Weise Kants Anthropologie gewürdigt, und in der Folgezeit erschienen einige Bücher, die Kants Programm nahestanden, unter anderem von [[Gottlob Ernst Schulze]] und [[Jakob Friedrich Fries]] über Psychische Anthropologie. Sie grenzten sich ebenfalls von der spekulativen Seelenlehre ab und traten mit neuem Methodenanspruch und mit konkreten Anwendungsempfehlungen hervor (siehe auch [[Friedrich Eduard Beneke]] und [[Rudolf Hermann Lotze]].)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Schönpflug, 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Philosophie hatte Kants Anthropologie jedoch eine erstaunlich geringe Wirkung, und das von Kant entwickelte Programm wurde in der Folgezeit nicht nachhaltig aufgenommen, weder in der Philosophie noch in der Psychologie. In der Psychologie scheint die grundlegende pragmatische Anthropologie weitgehend vergessen zu sein. Es bleibt Spekulation, ob ein Titel „Lehrbuch der empirischen Psychologie“ mehr Wirkung ermöglicht hätte. Für Kant war, seiner Vorrede zufolge, diese „auf Weltkenntnis abzweckende Vorlesung“ zwar interessant, aber im Vergleich zur „reinen Philosophie“ zweitrangig. Im gesamten Fach Philosophie kam es in der Folgezeit nicht zu einer ähnlich weit gefassten Konzeption.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorläufer der modernen philosophischen Anthropologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:William Blake - Nebuchadnezzar (Tate Britain).jpg|mini|220px|[[William Blake]], &#039;&#039;Nebukadnezar&#039;&#039; (1795). Der Mensch als Tier, hier interpretiert als Strafe Gottes.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Wundt]], Physiologe, Philosoph und schließlich Psychologe, war der wichtigste Gründervater der Disziplin Psychologie. Er entwickelte vor dem Hintergrund seines ausgedehnten philosophischen Werks eine umfassende Sicht des Menschen, fundiert durch die von ihm geprägte experimentelle Physiologische Psychologie und durch sein Verständnis der Psychologie als empirische Geisteswissenschaft. Diese reicht von der Sprachpsychologie bis zur Völkerpsychologie (für die er auch den Begriff psychische Anthropologie erwogen hatte). Der breite humanwissenschaftliche Horizont regte Wundt zu bis heute wichtigen epistemologischen und methodologischen Klärungen an. Wundt verband einen [[Dualismus#Methodologischer Dualismus und mathematische Dualität|Methodologischen Dualismus]] (Psychologie gegenüber Physiologie) mit einem Methoden-Pluralismus (innerhalb der Psychologie) und einem perspektivischen Monismus (ein Lebensprozess unter verschiedenen Perspektiven). Aus dieser philosophischen und zugleich interdisziplinären Sicht widersprach Wundt der beginnenden Trennung der Psychologie von der Philosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Jüttemann (Hrsg.): &#039;&#039;Wilhelm Wundts anderes Erbe.&#039;&#039; Göttingen 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Revolution der Anthropologie bedeutete der [[Darwinismus]]. Im Zuge der von Darwin entwickelten [[Evolutionstheorie]] setzte sich die Einsicht durch, dass der Mensch nach demselben allgemeinen Modell &#039;gebaut&#039; ist wie alle anderen Wirbeltiere. Man fand Argumente und Belege, dass der Mensch aus derselben Evolutionslinie wie der Gorilla und Schimpanse stammt. Somit hielt man es mehrheitlich für widerlegt, dass der Mensch das Ergebnis eines besonderen göttlichen Schöpfungsaktes ist. Dazu schreibt [[Friedrich Engels]] in einem anthropologischen Aufsatz u.&amp;amp;nbsp;a., die [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]] sei „die erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, daß wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Marx/Engels – Werke.&#039;&#039; Band 20: &#039;&#039;Dialektik der Natur.&#039;&#039; Dietz Verlag, Berlin 1962, S. 444.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig setzte mit [[Friedrich Nietzsche]] (angeregt durch [[Ludwig Feuerbach]]s [[Materialismus]] und [[Arthur Schopenhauer|Schopenhauers]] Lehre vom Vorrang des menschlichen Willens) eine Kritik der alten Definition des Menschen als vernünftigem Lebewesen ein. Für Nietzsche lässt sich das Leben nur ästhetisch rechtfertigen: &#039;&#039;Wir haben umgelernt. Wir sind in allen Stücken bescheidner geworden. Wir leiten den Menschen nicht mehr vom ‚Geist’, von der ‚Gottheit’ ab. Wir haben ihn unter die Thiere zurückgestellt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Nietzsche]]: &#039;&#039;[[Der Antichrist]].&#039;&#039; KSA 6, Kap. 14, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erster Ansatz zur Verarbeitung der so neu entstandenen Selbsterklärung des Menschen ist bei [[Søren Kierkegaard|Kierkegaard]] der in seiner Existenz auf sich selbst angewiesene Mensch. Zur weiteren Desillusionierung trug die [[Psychoanalyse]] [[Sigmund Freud]]s bei, welche den Menschen von [[Das Unbewusste|unbewussten]] Lust- und [[Todestrieb]]en bestimmt sieht. Weniger Beachtung fand der kulturanthropologische Ansatz von [[Adolf Bastian]] mit seiner Lehre vom Menschen in [[Ethnie|ethnischer]] Anthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verarbeitungen finden sich auch in der [[Lebensphilosophie]], die sich als selbständige philosophische Disziplin am Ende des 19. Jahrhunderts etablierte. Neben [[Wilhelm Dilthey]] sind [[Georg Simmel]], [[Ludwig Klages]] und auch [[Otto Friedrich Bollnow]] zu nennen. Auf diesem Fundament entstanden die spezifischen Ansätze der Philosophischen Anthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begründung der neueren Philosophischen Anthropologie ==&lt;br /&gt;
Die moderne Philosophische Anthropologie im eigentlichen Sinne ist in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu im Folgenden die gründliche Monographie von Joachim Fischer: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie. Eine Denkrichtung des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; 2. Auflage. Verlag Karl Alber, Freiburg/ München 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geschichtliche Situierung dieser Ansätze als Versuche, ein einheitliches Menschenbild zu beschreiben, ist nicht zufällig. Deren Entstehung ist durch das Aufkommen des Zentralthemas ‚Der Mensch’ in der von der theologischen Bindung emanzipierten Wissenschaft der Neuzeit zu erklären. Solange die Metaphysik die beherrschende Disziplin war, konnten die empirischen Wissenschaften keinen Eingang in eine philosophische Methode finden. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstarkte Tendenz, durch wissenschaftliche Vereinheitlichung und Systematisierung den Menschen umfassend begrifflich bestimmen zu wollen und die damit einhergehende Suche nach einer rationalen Begründung für dessen Sonderstellung machten es erst möglich, dass die philosophische Anthropologie zu einem eigenständigen und viel beachteten Bereich in der Philosophie werden konnte: „Die Tatsache, dass die philosophische Anthropologie erst im 20. Jahrhundert auf den Begriff gekommen ist, lässt sich aus der allgemeinen Tendenz zur Ausdifferenzierung im Feld der Wissenschaften und in der sozialen Wirklichkeit begreifen. Im biologischen Zeitalter wird sie zu einer Wissensdisziplin, die sich dieser allgemeinen Tendenz entweder entgegenstemmt oder aber sie reflektierend begleitet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartung 2008, S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Anthropologie ist im Wesentlichen durch die Arbeiten von [[Max Scheler]], [[Helmuth Plessner]] und [[Arnold Gehlen]] geprägt. Zu den frühen Wegbereitern gehört auch [[Paul Alsberg]]s Werk &#039;&#039;Das Menschheitsrätsel&#039;&#039; von 1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Programmatik Max Schelers ===&lt;br /&gt;
Die Schrift von [[Max Scheler]] &#039;&#039;Die Stellung des Menschen im Kosmos&#039;&#039; aus dem Jahr 1928, ursprünglich ein Jahr zuvor als Vortrag gehalten, gilt als Gründungsdokument der modernen Philosophischen Anthropologie. Schon die früheren Arbeiten zeigen seinen Weg dorthin:&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zur Idee des Menschen.&#039;&#039; 1915&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vom Umsturz der Werte.&#039;&#039; 1915&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vom Ewigen im Menschen.&#039;&#039; 1923&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quasi als &#039;&#039;Leitsatz&#039;&#039; schrieb er 1915:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem gewissen Verstande lassen sich alle zentralen Probleme der Philosophie auf die Frage zurückführen, was der Mensch sei und welche metaphysische Stelle und Lage er innerhalb des [[Sein (Philosophie)|Seins]], der Welt und Gott einnehme.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Man is But a Worm.jpg|mini|200px|„Der Mensch nur ein Wurm“&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt;, karikaturistische Kritik am materialistischen Reduktionismus der Evolutionstheorie (1882).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Scheler entwickelte Anthropologie war dabei noch metaphysisch bestimmt. In Anlehnung an [[Edmund Husserl]] war sein Philosophieren eine erweiterte Anwendung der [[Phänomenologie|phänomenologischen]] Methode auf die Gebiete der Ethik, der [[Kulturphilosophie]] und der [[Religionsphilosophie]]. Für Scheler war der Mensch einerseits durch seine Triebe bestimmt, andererseits selbst- und mitverantwortlich für sein Handeln in der Welt. Die von Aristoteles überlieferte und von der klassischen Philosophie vertretene &#039;&#039;humanistische Auffassung&#039;&#039; des Menschen als &#039;&#039;vernünftiges Lebewesen&#039;&#039;, als &#039;&#039;animal rationale&#039;&#039; ersetzte er durch ein &#039;&#039;diesseitiges Menschenbild&#039;&#039;. Allerdings hielt er die Lehre von [[Charles Darwin]] für einen Irrtum, bestenfalls eine unbewiesene [[Hypothese]]. Es führe &#039;&#039;kein noch so enger Steg und Weg vom &#039;homo naturalis&#039; und seiner hypothetisch konstruierten Vorgeschichte zum &#039;Menschen&#039; der Geschichte&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;in: Scheler: &#039;&#039;Vom Umsturz&#039;&#039; I,275&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen entwickelte Scheler eine Stufenleiter des Lebendigen, in der die [[Pflanzen|Pflanze]] von reinem Gefühlsdrang ohne jedes Bewusstsein getrieben ist, während das Tier zwar auch psychische Eigenschaften hat, jedoch nur instinkthafte, die beim Menschen dagegen stärker, ja wesensmäßig höherstehend ausgeprägt sind. Der Mensch hat eine Sonderstellung, indem er Geist hat. Scheler zufolge ist der Mensch nicht „umweltgebunden“. Er kann sich unbegrenzt &#039;&#039;[[Weltoffenheit|weltoffen]]&#039;&#039; verhalten. Insofern hat er keine Umwelt, sondern Welt. Die Besonderheit des Geistes befähigt den Menschen zur Vergegenständlichung seiner Welt als Ganzes und seiner selbst. Hierdurch kann er Geschichte gestalten, Kultur schaffen und sein [[Handeln]] nach [[Soziale Norm|Normen]] und [[Wertvorstellung|Werten]] ausrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als biologische Erscheinung, als Lebewesen sei der Mensch ein „erblich krankes Tier“, das sich „in einer Sackgasse verlaufen“ hat, ein „Übergang“, ein &#039;&#039;faux pas&#039;&#039;, im Grunde eine bloße Verlegenheit der Natur. Insofern ist diese Annäherung an den Menschen von der Natur her abzulehnen. Der Versuch einer &#039;&#039;natürlichen Erklärung&#039;&#039; des Menschen führt immer wieder zur Wiederholung des großen Irrtums der europäischen Geistesgeschichte: zum [[Humanismus]]. Das &#039;&#039;wahre Wesen&#039;&#039; des Menschen liegt jenseits seiner biologischen und sozialen, auch vernünftigen Funktionen: der Verstand ist biologisch gesehen eine Krankheit. Das wahre Wesen des Menschen sei seine &#039;&#039;geistige Personalität&#039;&#039;, die darin gründet, dass der Mensch &#039;&#039;transzendiert&#039;&#039;, ja selbst eine Gestalt der [[Transzendenz]] ist. Als geistige Person ist der Mensch nicht „Teil der Welt“, der objektiven [[Realität]], sondern der idealen [[Wirklichkeit]]. Um sich als geistige Person zu konstituieren, muss er die Wirklichkeit „entwirklichen“, von dem, was „ist“, abstrahieren, es als nicht existierend denken. Mit anderen Worten: Der Mensch als Wesen, „das Gott sucht“, als „Gottsuchender“ bzw. „Gottsucher“ und als „lebendiges x“. Nicht Gott ist, so dekretiert Scheler gegen die wissenschaftliche, auf [[Ludwig Feuerbach]] zurückgehende [[Religionskritik]], eine [[Anthropomorphismus|anthromorphe]] Erfindung, sondern umgekehrt: der Mensch ist &#039;&#039;theomorph&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helmuth Plessners Theorie der exzentrischen Positionalität ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schüler Husserls war [[Helmuth Plessner]], der einen [[Zoologie|zoologisch]] fundierten Ansatz verfolgte. In dem zeitgleich zu Schelers Schrift im Jahr 1928 erschienenen Hauptwerk &#039;&#039;Die Stufen des Organischen und der Mensch&#039;&#039; bestimmte Plessner den Menschen als &#039;&#039;exzentrisches&#039;&#039; Wesen. Während das Tier an seine unmittelbare Umwelt gebunden ist, kann der Mensch gleichsam aus sich heraustreten und die Perspektive eines [[Beobachtung|Beobachters]] seiner selbst einnehmen. Er nimmt eine [[Exzentrische Positionalität|exzentrische Position]] ein. Im Gegensatz zu Scheler waren für ihn Körper und Geist eine Einheit. &#039;&#039;Ich bin Leib und habe einen Körper.&#039;&#039; Der Mensch ist weltoffen und hat einen Drang nach [[Erfahrung]], habe aber keine feste [[Identität]]. Sein Wesen sei unbestimmbar, er sei ins [[Nichts]] gestellt und müsse zu sich selber Stellung beziehen. Er ist nach Plessner gesetzt durch seine Körperlichkeit und muss sich selber setzen im Verhältnis zu dem Anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plessner lehnte eine [[Teleologie|teleologische]] Deutung der Evolution ab. Für ihn gab es drei anthropologische Grundgesetze. Das erste besteht in der natürlichen Künstlichkeit, d.&amp;amp;nbsp;h. es liegt in der ‚Natur‘ des Menschen ‚Künstlichkeiten‘ hervorzubringen, die ihm dann objektiv entgegentreten und so auf ihn zurückwirken. Kultur ist der Umweg über diese künstlichen Dinge. Als zweites die vermittelte Unmittelbarkeit, was bedeutet, dass der Mensch seine Umwelt bloß vermittelt – durch kulturelle [[Massenmedien|Medien]], durch Sprache – erfassen kann. Das dritte betrifft den [[Utopie|utopischen]] Standort, den der Mensch einnimmt, wenn er mit der Frage nach dem [[Sein]], der [[Kontingenz (Philosophie)|kontingenten]] Welt konfrontiert wird. Die Lösung dieses Problems sucht der Mensch in der Transzendenz der [[Religion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &#039;&#039;Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus&#039;&#039; griff Plessner 1924 den von [[Ferdinand Tönnies]] eingeführten Widerspruch zwischen &#039;&#039;[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]&#039;&#039; auf und bezog Stellung für eine Kultur des Gesellschaftlichen. Dabei machte er vor allem seine anthropologischen Auffassungen geltend und versucht zu zeigen, dass erst die gesellschaftliche Lebensform dem Menschen die Möglichkeit gebe, sich seinen Eigenarten entsprechend ganz zu entfalten. Damit bekommt seine Anthropologie eine gesellschaftspolitische Dimension, die von aktuellem Interesse ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Dokumentation der Debatte um Plessners Schrift: [[Wolfgang Eßbach]], Joachim Fischer, [[Helmuth Lethen]] (Hrsg.): &#039;&#039;Plessners »Grenzen der Gemeinschaft«.&#039;&#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannt wurde Plessner auch mit der Arbeit &#039;&#039;Lachen und Weinen&#039;&#039; (1941), in der er das Verhalten von Menschen in Extremsituationen untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arnold Gehlens &#039;&#039;Mängelwesen&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
[[Arnold Gehlen]]s Hauptwerk &#039;&#039;Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt&#039;&#039; erschien 1940. Er strebte eine empirisch fundierte Philosophie an, mit dem Anspruch, die wissenschaftsorganisatorische Teilung in Natur- und Geisteswissenschaften aufzuheben und die verschiedenen ausdifferenzierten [[Betrachtung]]sweisen zu einer Gesamttheorie des Menschen zusammenzuführen. Eine Erklärung des Wesens des Menschen aus einer ausschließlich biologischen Betrachtung lehnte er ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehlen will den Menschen aus sich selbst begreifen. Zu diesem Zweck setzt er den Begriff der [[Handeln|Handlung]] in das Zentrum seines Ansatzes. Er stellt die Hypothese auf, dass der Mensch als ein handelndes Wesen aufzufassen sei. Gehlen bestimmt den Menschen, unter Hinzuziehung der Arbeiten Herders und Nietzsches, als „Sonderentwurf“ der Natur, als ein einzigartiges „[[Mängelwesen]]“. Dem Menschen fehlen sowohl spezialisierte Organe als auch eine spezifische Umwelt. Aufgrund seines „Nichtfestgestelltseins“, seines „Unfertigseins“ ist der Mensch gezwungen zu handeln, nicht aus Luxus, sondern aus der Lebensnotwendigkeit heraus. Gehlen setzt den Ansatz der „[[Weltoffenheit]]“ von Scheler fort. Allerdings sieht er den Grund für die Weltoffenheit, die den Menschen vom Tier unterscheidet, in der „mangelhaften“ [[Morphologie (Biologie)|Morphologie]] des Menschen und nicht wie Scheler in der Besonderheit des Geistes. Der Mensch ist weltoffen, da er keinem konkreten Umweltausschnitt in Bezug auf seine Organbeschaffenheit angepasst ist. Er hat keinen klar definierbaren, abgrenzbaren Lebensraum wie ein Tier. Ganz im Gegenteil: Er ist potentiell überall lebensfähig, vorausgesetzt, er wandelt seine Umwelt in eine ihm lebensdienliche Welt um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Gattung sichert ihr Überleben, indem sie [[Kultur]] und [[Institution]]en schafft. So erreicht der Mensch eine „Entlastung“ von seinen biologischen Mängeln. Durch Kultur (wie Sprache, Technik und Kunst) ist der Mensch in der Lage, seine Mängel zu [[Kompensation (Psychologie)|kompensieren]]. Mittels dauerhafter gesellschaftlicher Institutionen sowie Moral- und Rechtsnormen, erreicht er eine Stabilisierung und [[Kontrolle]] der Lebensführung. Kultur und Institutionen haben die Funktion von „Führungssystemen“ individueller und gesellschaftlicher Strukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernst Cassirers &#039;&#039;animal symbolicum&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Animal symbolicum}}&lt;br /&gt;
An der Grenze zwischen philosophischer Anthropologie und Kulturphilosophie stehen [[Ernst Cassirer]]s Studien über &#039;&#039;Mensch und Kultur&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartung 2008, S.&amp;amp;nbsp;104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cassirers Konzept entwickelte sich systematisch aus seiner Erkenntnistheorie und der zunächst als [[Kulturphilosophie]] ausgelegten [[Philosophie der symbolischen Formen]]. Als philosophische Anthropologie formulierte er sein Konzept im &#039;&#039;Versuch über den Menschen&#039;&#039; (engl. 1944). Vorläufer für diesen Ansatz findet man hinsichtlich des [[Symbol]]s in der [[Identität]]s&amp;amp;shy;theorie mit dem Schlüsselbegriff eines signifikanten Symbols von [[George Herbert Mead]] und in der Theorie der kulturellen Symbolisierung von [[Alfred North Whitehead]], die beide bei Cassirer allerdings nicht zitiert werden, der sich vielmehr auf [[Hermann von Helmholtz]] und [[Heinrich Rudolf Hertz|Heinrich Hertz]] bezieht. In Bezug auf den sprachlichen Aspekt bilden [[Wilhelm von Humboldt]] und [[Johann Gottfried Herder]] den Ausgangspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Entwicklungen in der Psychologie, der Biologie und der [[Evolutionstheorie]] bedurfte es für Cassirer zur Beantwortung der Frage, was der Mensch sei, eines neuen Schlüssels. Diesen sah Cassirer in der Bedeutungstheorie der symbolischen Formen. [[Erkenntnis]] findet nicht nur begrifflich in der Sprache statt, sondern auch durch [[Mythos|Mythen]], in der Religion und in der [[Kunst]]. Auch [[Geschichte]], [[Wissenschaft]], [[Technik]] und [[Politik]] haben ihre eigenen symbolischen Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder [[Organismus]] besitzt nach [[Jakob Johann von Uexküll]] entsprechend seiner anatomischen Struktur jeweils ein Merknetz und ein Wirknetz. Komplexere Tiere wie auch der Mensch haben – entsprechend den Ergebnissen der [[Gestaltpsychologie]] – ein kompliziertes gesamthaftes Wahrnehmungssystem. Tiere haben in Bezug auf ihre Wahrnehmungen üblicherweise ein festes [[Reiz-Reaktions-Modell|Reiz – Reaktionsschema]]. Bevor der Mensch handelt, verarbeitet er das Wahrgenommene hingegen im Denken zu [[Symbol]]en, die quasi als vermitteltes Symbolnetz zwischen Merken und Wirken ([[Handeln]]) stehen. Bis auf wenige, gering entwickelte Ausnahmen verarbeiten Tiere ihre Wahrnehmungen als reine [[Zeichen]] und können sich auch nur zeichenhaft ausdrücken (Ruf des [[Eichelhäher]]s). Sie bewegen sich gleichsam auf der Ebene der emotionalen Sprache ohne [[Syntax|syntaktische]] oder [[Logik|logische]] Strukturen. Sie drücken etwas aus, können aber nichts darstellen. Indem der Mensch in der Lage ist, Aussagen mit Sinngehalt zu machen, also etwa propositionale Sätze zu formulieren, unterscheidet er sich vom Tier. Indem das Zeichen eine Bedeutung erhält, wird es zum Symbol. Erst aufgrund des symbolischen Denkens kann der Mensch die abstrakte Bedeutung von Beziehungen verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Raum (Philosophie)|Raum]] und [[Zeit]] als organische Sphäre hat der Mensch mit dem Tier gemeinsam. Der Mensch hat darüber hinaus aber auch die Fähigkeit, gedanklich einen abstrakten Raum zu bilden. Wie schwierig das ist, zeigt die Beschreibung des [[Demokrit]], der diesen abstrakten Raum ein &#039;&#039;Nichtsein mit wahrer Wirklichkeit&#039;&#039; nennt. Der abstrakte Raum des [[Physiker]]s folgt keinen sinnlichen, sondern nur logischen Prinzipien. Die Fähigkeit der abstrakten Symbolsprache ist Voraussetzung für Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Zeitvorstellung verwendet der Mensch über das reine Vorher und Nachher hinaus Symbole. Erinnern ist nicht Wiederherstellen eines vorhandenen Bildes, sondern [[Rekonstruktion]]. An die Zukunft denken und in der Zukunft leben ist Teil der menschlichen Natur. Sowohl die Wiedergabe des Vergangenen als auch die Erwartungserlebnisse basieren auf symbolischem Denken. Symbolische Formen haben eine Ausdrucksfunktion (das freundliche Lächeln nimmt Angst), eine Darstellungsfunktion (sprachliche Bezeichnung von Sachverhalten mit einem pragmatischen Bezug zur Welt) und eine Bedeutungsfunktion (abstrakte, relationale Theorien auf logisch-mathematischer Basis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sisyphus by von Stuck.jpg|mini|[[Franz von Stuck]], &#039;&#039;Sisyphus&#039;&#039; (1920). Der [[Der Mythos des Sisyphos|Mythos von Sisyphus]] ist von [[Albert Camus]] noch im 20. Jh. als Modell verwendet worden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Fähigkeit zu vielfältiger Formgebung sieht Cassirer den Menschen vom Reich der Natur ins Reich der Freiheit übergehen. Den Begriff der Humanität verwendet er im Sinne eines universalen Subjekts, „das es erlaubt, die ganz unterschiedlichen Objektivationen des Lebens im mythischen Denken, in der Sprache und Wissenschaft zumindest idealiter auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartung 2008, S.&amp;amp;nbsp;106 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anthropologie der Bedürftigkeit und Ethik bei Wilhelm Kamlah ===&lt;br /&gt;
Aufgrund des möglichen Vorhalts eines [[Naturalistischer Fehlschluss|naturalistischen Fehlschlusses]] vom Sein auf das Sollen haben die meisten philosophischen Anthropologien auf eine Verknüpfung der Analyse der menschlichen Identität und [[Lebenswelt]] mit Handlungsregeln verzichtet. Allerdings kann man durchaus den jeweiligen Status vom Standpunkt der [[Zweckmäßigkeit]] aus beurteilen und unter diesem Gesichtspunkt [[normativ]]e Aussagen treffen. Dies ist der Ansatz von [[Wilhelm Kamlah]], der alle Handlungen des Menschen in Abhängigkeit von seinen Bedürfnissen und Widerfahrnissen betrachtete. Dabei ist der Mensch kein Einzelwesen, sondern immer auf den Anderen angewiesen. Daraus leitet sich die Notwendigkeit von Handlungsregeln ab, die Kamlah in einer eudämonistischen Ethik als Philosophie der [[Lebenskunst]] sah. Die hierin eingeschlossene Kritik am Verbot des Selbstmordes bei entsprechend negativen Lebensbedingungen setzte er 1976 mit seinem [[Suizid]] selbst um.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Kamlah]]: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie, Sprachkritische Grundlegung und Ethik.&#039;&#039; Mannheim 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dialogische Anthropologie bei Martin Buber und Kuno Lorenz ===&lt;br /&gt;
[[Martin Buber]] entwickelte eine &#039;&#039;Dialogik&#039;&#039;. Zentrale Kategorie ist das sich in der &#039;&#039;Begegnung&#039;&#039; aktualisierende &#039;&#039;Zwischen&#039;&#039;. Der Mensch lernt, das Grundwort ICH-DU zu sprechen und bleibt nicht immer nur beim ICH-ES. Die Vorstellung Martin Bubers vom menschlichen Dasein, sein Personenbegriff, ergibt sich aus dem Verhältnis zum Anderen eben durch Beziehung. Am Ende des ersten Teils seines Werks &#039;&#039;Ich und Du&#039;&#039; fasst er das wie folgt zusammen: „Und in allem Ernst der Wahrheit, du: ohne Es kann der Mensch nicht leben. Aber wer mit ihm allein lebt, ist nicht der Mensch“. Wie wird man jetzt nach Buber Mensch? Subjekt begegnet Subjekt, in Beziehung treten mit dem Anderen (Du) und der damit einhergehenden Ichwerdung. Die Erkenntnis des Einzelnen von sich selbst als ein Ich, durch das (selbst-) Bewusst werden in der Beziehung zu einem Du. Beziehung ist bei ihm existentiell zur Erkenntnis des wahrhaftigen Dasein der eigenen Person. Das Zwischenmenschliche, die Beziehung zum anderen lassen uns Mensch sein. „Der Mensch wird am Du zum Ich“ Erst wenn das eine Individuum die Existenz eines anderen Individuums anerkennt und mit ihm in Beziehung tritt, begreift es sich als wahres Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran und in Auseinandersetzung mit der anthropologischen Philosophie von Ernst Cassirer, Albert Camus und Wilhelm Kamlah entwickelt [[Kuno Lorenz]] eine dialogische Anthropologie. Nur durch differenzierte Ausbildung von Ich und Du und damit die Rückbindung der Werke des Menschen an die in ihnen verkörperten Prozesse der [[Individuation]] und der [[Sozialisation]] können Menschen ihres Menschseins innewerden. Zwar wird eine (im Handlungsvollzug mögliche) dialogische Übergangsmöglichkeit zwischen Ich-Rolle und Du-Rolle erarbeitet, aber es wird vor einer Einebnung von Gegenstandsebene und Zeichenebene in der Handlungsdarstellung gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anthropologie und Existenzialismus bei Helmut Fahrenbach ===&lt;br /&gt;
Eine Verbindung der Anthropologie Plessners mit dem Existentialismus und der Philosophie Heideggers findet sich bei [[Helmut Fahrenbach]], der darauf verweist, dass der Mensch „sich aufgegeben“ ist, also nur lebt, indem er ein Leben &#039;&#039;führt&#039;&#039;. Er kann sich selbst wählen (Kierkegaard), ohne die Moral aus seinem Selbstverhältnis ausschließen zu können. In diesem Sinne nimmt Fahrenbach eine Verknüpfung von Anthropologie, Normativität und Ethik vor, wie sie bei den Klassikern der Anthropologie noch nicht zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ansätze in der Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Die nachfolgend geschilderten Ansätze stehen als Beispiele für aktuelle Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Odo Marquard]] beschreibt den Menschen als &#039;&#039;Homo Compensator&#039;&#039;. Die Kompensationsidee, die sich sowohl bei Plessner als auch bei Gehlen findet, hat sich in weiten Bereichen der Pädagogik und der Soziologie platziert. [[Konrad Lorenz]] und [[Karl-Otto Apel]] haben die [[Moral]] als Kompensationsmechanismus beschrieben. Der Mensch kompensiert auf natürliche Weise durch hohe [[Geburtenziffer|Geburtenraten]] nach großen Seuchen. Das [[Gehirn]] kompensiert bei Schädigungen. Kompensation gibt es als [[Vergeltung]] und Kompensation gibt es als Entschädigung. Schon [[Cicero]] vertrat eine Theorie der kompensatorischen Lebenskunst der Weisen. Marquard konstruiert einen Gegensatz zwischen [[Geschichtsphilosophie]] und philosophischer Anthropologie, der er eine rein naturalistische Position zuweist und diese gleichzeitig kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alwin Diemer]] hat einen Versuch unternommen, Philosophische Anthropologie unter systematischen Gesichtspunkten zu entwickeln, mit Unterscheidungs- und Bestimmungsmerkmalen, mit der Abgrenzung nach oben (Gott) und der Abgrenzung nach unten (Tierwelt). Seine Phänomenologie des Humanbereichs zählt überwältigend viele Aspekte und Fragestellungen auf. Diemer betont die doppelte Funktion der Menschenbilder und erklärt: „Die Rede vom Bild impliziert zweierlei: einmal das Moment des Sekundären, das an Ab- und Ebenbild erinnert, zugleich aber auch das Moment des Primären: „Bild“ bedeutet dann zugleich Vor- und Leitbild. … Diese Leitbilder fungieren, wenn die entsprechenden Metaphysiken bzw. Ideologien politisch-gesellschaftliche Macht besitzen, als entsprechende pädagogische Ideen“.&amp;lt;ref&amp;gt;1978, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Robert Spaemann]] sieht das Wesen des Menschen im Nachvollzug von Kant in der Verbindung des Natürlichen und des Vernünftigen:&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;Vernunft heißt Versöhnung mit dem was vor ihr ist: Der Natur. […] Vor allem aber: Anerkennung eines fremden Vernunftwesens kann sich nur realisieren als Anerkennung dieses Wesens in seiner Natürlichkeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Spaemann wendet sich vor allem gegen den Materialismus, der oft mit der Evolutionstheorie verbunden wird. Begriffe wie System, Information, Programm oder Struktur sind Abstraktionen und damit nicht frei von Annahmen, sondern „theoriebeladen“. Es sind Erklärungsbegriffe für die Bedingungen für das Auftreten neuer Phänomene, die nicht den Ursprung dieser Phänomene selbst begründen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humberto Maturana]] und [[Francisco Varela]] entwickelten die Theorie vom Menschen als sich selbst erschaffendes ([[Autopoiesis|autopoietisches]]) System in Verbindung mit der [[Evolutionäre Erkenntnistheorie|Evolutionären Erkenntnistheorie]]. Ob diese Sichtweise einen [[Radikaler Konstruktivismus|radikalen Konstruktivismus]] impliziert, ist umstritten. Die Idee des autopoietischen Systems beeinflusste auch [[Niklas Luhmann]], der die [[Systemtheorie]] in die Soziologie übertrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gesa Lindemann]] hat im Anschluss an die historisch-reflexive Anthropologie [[Helmuth Plessner]]s das Konzept der reflexiven Anthropologie entwickelt. Ausgangspunkt ist ein neuartiges Verhältnis von Anthropologie und Soziologie. Anthropologie bzw. anthropologische Annahmen werden nicht als sozialtheoretisches Fundament begriffen, sondern zum Gegenstand der Beobachtung gemacht. Bei diesem Ansatz geht es um die Bearbeitung der Frage, wie in Gesellschaften der Kreis sozialer Personen begrenzt wird und welche Funktion der Anthropologie in der Moderne zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bálint Balla]] legt seiner Soziologie das Axiom zu Grunde, dass der Mensch ein Wesen sei, das sich auf die ihm eigene Weise mit dem Grundproblem der „&#039;&#039;[[Knappheit]]&#039;&#039;“ auseinandersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bálint Balla]]: &#039;&#039;Knappheit als Ursprung [[Soziales Handeln|sozialen Handelns]].&#039;&#039; Hamburg 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kritische soziologische Umgestaltung der Gehlenschen Mängelwesenthese ist [[Dieter Claessens]]’ Studie &#039;&#039;Das Konkrete und das Abstrakte&#039;&#039; von 1980 bedeutsam geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gunter Gebauer]] will den Menschen in seiner Lebenswelt unter seinen Lebensbedingungen betrachten. Anthropologie solle nicht des Wesen des Menschen in Abgrenzung zum Tier leisten, sondern den Menschen aus Sicht des anderen Menschen reflektieren. Anthropologie habe nicht die Ideen, das Universale oder Ewige zum Gegenstand. Der Mensch hat zwar biologische Ausgangsbedingungen, sei aber Produkt seiner selbst. Der Mensch ist in seine Umwelt hineingeboren, aber er verändert sie. Durch sein Handeln gibt der Mensch der Welt objektive Gestalt. Anthropologie ist geschichtlich, sowohl in ihrem Objekt, als auch in ihren Methoden. Sie fragt nicht nur, wer ich bin, sondern auch, wie ich geworden bin, was ich bin. &#039;&#039;Anthropologie ist zuerst der Ausdruck von Unsicherheit. Was ist die Bestimmung des Menschen, wenn sie in seine eigene Hand gelegt ist?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Rentsch]] will den Menschen in seiner Lebensweise verstehen und eine praktische Ethik daran anschließen. Hierzu muss in der Nachfolge Kants erst die menschliche Grundsituation analysiert werden. Die Existenz des Menschen ist bestimmt durch die sich jeweils gegenseitig bedingenden Situativität, Selbstreflexivität und Sprachlichkeit. Moralität ist ein von der menschlichen Praxis untrennbarer Bestandteil. Der Mensch verfügt über Freiheit zur Selbstgesetzgebung und Selbstregelung, denn der Unbestimmtheit, der Geworfenheit der Menschen entspricht seine Freiheit zu allen möglichen Setzungen. Ethik muss daher immer im Horizont der philosophischen Anthropologie stehen, sie ist Bestandteil der Lebenswelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl-Siegbert Rehberg]] nimmt die Institutionenlehre Gehlens auf: Er weist gesellschaftlichen Institutionen zwei Dimensionen zu: zum einen eine restriktive und stabilisierende Funktion für die Akteure, zum anderen gesellschaftliche Integration individueller Handlungen. Institutionen sind idealtypisch solche Sozialformen, in denen eine Synthese zwischen [[Sozialstruktur]], [[Organisation]], Normen- und Faktenwissen hergestellt wird. Institutionen sind Vermittlungsinstanzen kultureller Sinnproduktion, durch welche kulturelle [[Objektivation]]en verbindlich gemacht werden. Institutionen werden auch als symbolische Ordnungen aufgefasst. Dies beruht auf der anthropologischen, der erkenntnistheoretischen und der kulturphilosophischen Grundannahme der symbolischen Vermitteltheit aller Welt- und Selbsterkenntnis des Menschen (s.&amp;amp;nbsp;o. Ernst Cassirer), der als Kulturwesen Situationen deuten und andere Handlungsmöglichkeiten bereithalten muss. Der Gebrauch von Zeichen und Symbolen ermöglicht solche Transzendierungsleistungen und die Verfügung über „signifikante Symbole“ (Symbole, deren Bedeutungen mit anderen geteilt werden), heißt gleichzeitig „Geist“ zu haben (G.H. Mead). Symbole dienen der Entlastung von Druck aufgrund sinnlicher Triebe oder vom Bewusstsein der [[Unsterblichkeit|Sterblichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[René Girard]] entwirft im Rahmen seiner &#039;&#039;mimetischen Theorie&#039;&#039; eine &#039;&#039;Wissenschaft des Menschen&#039;&#039;, die die gesamte Entwicklung der menschlichen Kultur – von der Menschwerdung und der Entstehung von Religion und Institutionen bis hin zu den gesellschaftlichen Organisationsformen der Gegenwart – auf der Grundlage der Mechanismen, die die Eindämmung der [[Gewalt]] erlauben, erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ernst Tugendhat]] knüpft wieder an Kant an und begründet aus heutiger Sicht, weshalb die Anthropologie im Zentrum der Philosophie steht. Was immer Metaphysik bedeuten kann, es reduziere sich auf Anthropologie. Aus Tugendhats Sicht sind alle metaphysischen Themen eigentlich Elemente des menschlichen Verstehens. Die philosophische Anthropologie als Grunddisziplin der Philosophie befasst sich mit diesem Kernbereich des Menschlichen, dem Verstehen, und fragt nach der Struktur dieses Verstehens. Was bleibt als Frage nach dem Sein des Menschen übrig, so überlegt Tugendhat, wenn alles Historische im Sinne des nur Traditionellen weggezogen würde? Tugendhat sieht die Anthropologie in einem Gegensatz sowohl zur Metaphysik als auch zur Orientierung am Geschichtlichen, am historisch Vorgegebenen, Traditionen, göttlicher Offenbarung usw. Zum Verhältnis philosophischer zu empirischer Anthropologie meint Tugendhat, dass beide verschiedene Schwerpunkte haben, sich jedoch aufeinander zubewegen müssen. „Der Schwerpunkt der philosophischen Anthropologie ist dadurch gekennzeichnet, daß sie in 1. Person geschieht und von einer Reflexion auf allgemeine Strukturen ausgeht, dadurch daß man in ihr von sich ausgeht, ergeben sich Einseitigkeiten, über die man sich durch die breiteren Kenntnisse der empirischen Anthropologie belehren lassen muss“.&amp;lt;ref&amp;gt;2007, S. 45–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ferdinand Fellmann]] definiert den Menschen als Paar-Wesen. Die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau gilt ihm als anthropologisches Radikal, das die Menschen vom Hordenleben der nichtmenschlichen Primaten getrennt hat. Fellmann untermauert sein Bild vom Menschen evolutionsbiologisch, versteht seine Rekonstruktion der Urszene der Menschwerdung aber als Beitrag zur philosophischen Anthropologie.&lt;br /&gt;
Vor dem Biologismus ist dieser Ansatz dadurch geschützt, dass die Polarität der Geschlechter die moralische Dimension der Rechtfertigung des Menschen durch die Liebe einschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Peter Krüger (Philosoph)|Hans-Peter Krüger]] hat (im Anschluss an Helmuth Plessner) die Philosophische Anthropologie neu begründet. Ihr Phänomenspektrum bestehe systematisch betrachtet zwischen dem ungespielten Lachen und Weinen als den Verhaltensgrenzen personaler Lebewesen. Es umfasse die Öffentlichkeit und daher personale Urteilskraft im Verhältnis zur Körper-Leib-Differenz, die ästhetische Freilegung des Nichts in den modernen Künsten, die naturphilosophische Freilegung von Etwas vor dem Horizont des Nichts in den Naturwissenschaften, die Individualisierung der Person, die Personalisierung des Individuums und die Souveränitätsfrage in der Ermächtigung zu geschichtlichem Tun als Gemeinschaft und Gesellschaft (1999). Diese deutschsprachige Philosophische Anthropologie wurde mit den impliziten und expliziten philosophischen Anthropologien in den klassischen Pragmatismen (Ch. S. Peirce, W. James, J. Dewey und G. H. Mead) anhand der Kant- und Hegel-Transformationen in beiden Traditionen verglichen (2001). Die Neubegründung der Philosophischen Anthropologie wurde unter Einschluss weiterer deutsch-jüdischer Denker (H. Arendt, E. Cassirer, M. Scheler) ausgeweitet und für den Vergleich mit den Neopragmatismen (H. Putnam, R. Shusterman, R. Rorty) geöffnet (2009). Sie erfolgte als Rahmentheorie für die neurobiologische Hirnforschung (G. Roth, W. Singer) und die neue vergleichende Verhaltensforschung (F. de Waal, M. Tomasello) in 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Joachim Fischer (Soziologe)|Joachim Fischer]] bestimmt in einem ausgreifenden Rekonstruktions- und Reflexionsgang die Philosophische Anthropologie im Lichte ihrer Hauptvertreter Scheler, Plessner und Gehlen als eine in bestimmten Merkmalen übereinstimmende Denkrichtung des 20. Jahrhunderts und unterscheidet davon die philosophische Anthropologie als eine Disziplin unter anderen philosophischen Disziplinen wie Ethik, Naturphilosophie oder Religionsphilosophie. Darüber hinaus sei die Philosophische Anthropologie aber auch eine charakteristische Denkrichtung &#039;&#039;in&#039;&#039; Erkenntnis- und Wissenschaftsphilosophie, &#039;&#039;in&#039;&#039; Sprach- Kultur-, Sozial- und Technikphilosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer 2008, S.&amp;amp;nbsp;595.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Autoren der Philosophischen Anthropologie seien nicht zum Beispiel Vernunft oder Sprache, sondern das „Verhältnis des Menschen zu seinem Körper“ die ontologisch dichteste Figur: „Diesen menschlichen Körperleib, diesen Ort des Sich-Verklammerns von Schichten, diesen &amp;gt;Abstand zum Körper im Körper&amp;lt; – oder ‚exzentrische Positionalität’ – als ontologisch komplexesten Ort methodisch zu erschließen und von ihm aus zu operieren, darüber haben die Hauptbeiträger einander erkannt und sind aneinander gebunden geblieben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer 2008, S.&amp;amp;nbsp;596 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit dominierten in der Rezeption die Ansätze von Scheler und vor allem von Gehlen, während Plessner weniger beachtet wurde; neuerdings ist jedoch eine Plessner-Renaissance zu verzeichnen. Für [[Gerald Hartung]] war die Neuausrichtung des Menschenbilds infolge Darwins Evolutionslehre in Verbindung mit den die Verunsicherung noch steigernden sozialen und politischen Katastrophen im 20. Jahrhundert seit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] jene Gemengelage, die der philosophischen Anthropologie den Boden bereitete und die Reflexionsanstöße gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartung 2008, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosophischen Anthropologie insgesamt ist als Grundzug die Abkehr von der humanistischen Menschenauffassung der klassischen Philosophie eigen. Scheler schrieb: „Wer sehe nicht, daß hinter der scheinbar so harmlosen Gleichheitsforderung stets und immer, um welche Gleichheit es sich auch handle – nur der Wunsch auf die Erniedrigung der Höherstehenden, Mehrwertbesitzenden auf das Niveau der Niedrigstehenden verbirgt.“&amp;lt;ref&amp;gt;In: &#039;&#039;Umsturz&#039;&#039; S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine allgemeine Kritik an der Philosophischen Anthropologie, die z.&amp;amp;nbsp;B. [[Martin Heidegger]] vertreten hat, argumentiert, dass bei der Untersuchung des Bildes vom Menschen schon immer ein vorher festliegendes Menschenbild zugrunde liege, das die jeweiligen Ergebnisse bestimme. Nach [[Christian Thies]] hat sich die Anthropologie als philosophische Disziplin nicht etablieren können; kaum ein Teilgebiet kämpfe mit derartigen Identitätsproblemen. Zu besichtigen seien gleichsam Ruinen auf einem Trümmerfeld. Da helfe nur der Abriss und ein von Grund auf neu zu planendes und zu errichtendes Gebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Thies: &#039;&#039;Einführung in die philosophische Anthropologie.&#039;&#039; 2. überarbeitete Auflage. Darmstadt 2009, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerd Haeffner]] sieht einzelwissenschaftliche und philosophische Forschung zum Menschen aufeinander verwiesen: „Beide Weisen des Fragens wachsen ja gleichzeitig auf dem Boden der schlichten Lebenserfahrung und der dabei entstandenen Alltags-Weisheit. Beide bemühen sich um ein begründetes Wissen, das auf einen Begriff des Menschlichen überhaupt abzielt. Beide sind folglich nur in einem gewissen Maß zu trennen; sie sind Teil eines einzigen, nie abzuschließenden Wissensprojekts.“&amp;lt;ref&amp;gt;Haeffner 2000, S.&amp;amp;nbsp;13.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ließe sich mit Kant sagen, dass die anthropologisch relevante empirische Forschung ohne philosophische Klärungs- und Syntheseversuche gewissermaßen blind bliebe, während die philosophischen Bemühungen weitgehend „leer“ blieben, wenn sie über das eigene Feld nicht hinausgelangten. Einzubeziehen seien zudem andere philosophische Disziplinen wie [[Ontologie]], [[Ethik]], [[Naturphilosophie]], [[Erkenntnistheorie|Erkenntnislehre]] und [[Ästhetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patrick Wilwert geht der Stellung der Philosophischen Anthropologie im Ganzen der philosophischen Disziplinen mit einer skeptischen Doppelfrage nach: „Ist die einzig mögliche Grundlagendisziplin immer die Anthropologie, da es immer der Mensch ist, der Wissenschaft und Philosophie, in welcher Form auch immer, treibt? Oder kann es gerade Anthropologie auf keinen Fall sein, da der in der Welt lebende Mensch immer schon Teil dessen ist, was von einer philosophischen Grundlagendisziplin erst verständlich gemacht werden soll, so dass eine philosophische Anthropologie gewissermaßen auf das bauen würde, was erst erklärt werden soll?“&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Wilwert: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie als Grundlagenwissenschaft. Studien zu Max Scheler und Helmuth Plessner.&#039;&#039; Würzburg 2009, S.&amp;amp;nbsp;175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bedeutsam für die Funktion der Philosophischen Anthropologie sieht er die doppelte Beziehung zwischen Mensch und Kultur: Aus der Perspektive des Gesellschaftsverbands ist der Mensch Kulturschöpfer, als Einzelwesen jedoch vor allem Kulturgeschöpf mit nur sehr begrenztem schöpferischen Einfluss. Die menschliche Schöpferkraft als solche sowie die damit verbundene Verantwortung für die Kulturgestaltung relativieren aus Wilwerts Sicht die Bedeutung der individuellen psychophysischen Zusammenhänge, denen der Mensch unterliegt. Die Philosophische Anthropologie verweise auf die kulturelle Dimension der menschlichen Existenz, indem sie die Aspekte des Sozialen und Geschichtlichen einbeziehe. Nicht einer bestimmten Kultur komme also ein Vorrangstellung zu, sondern der Schöpferkraft des Menschen, aus der „eine unendliche Vielzahl sich gegenseitig relativierender Kulturen“ hervorgehen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Wilwert: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie als Grundlagenwissenschaft. Studien zu Max Scheler und Helmuth Plessner.&#039;&#039; Würzburg 2009, S.&amp;amp;nbsp;179 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christoph Wulf]] bezweifelt generell die Möglichkeit eines einheitlichen anthropologischen Wissens. Eine einzelne sei damit ohnehin überfordert. In transdisziplinärer Forschung hingegen führten die Vielschichtigkeit der Fragestellungen und Methodenansätze zu einer Komplexitätssteigerung, die durch die Einbeziehung kulturspezifisch unterschiedlicher Sichtweisen im transnationalen Rahmen noch gesteigert würde. (Siehe auch: [[Mensch#Menschheitsfragen|Menschheitsfragen]].) Nicht die Reduktion, sondern die Steigerung von Komplexität sei das Anliegen anthropologischer Forschung. „Je mehr das Wissen über historisch-kulturelle Zusammenhänge zunimmt, desto stärker wächst auch das Nichtwissen. Die Vorstellung, man könne Nichtwissen dauerhaft überwinden, greift zu kurz. Nur in Ausschnitten ist sich der Mensch zugänglich; insgesamt bleibt er sich notwendig verborgen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf 2004, S.&amp;amp;nbsp;262/ 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Philosophische Anthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Philosophische Anthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Existenzphilosophie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Historische Anthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Psychologische Anthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Theologische Anthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Rechtsanthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Sozialanthropologie}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Neuthomismus}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Christliche Soziallehre}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Weltanschauung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Einführungen ===&lt;br /&gt;
* Gerhard Arlt: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Metzler, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-10334-X.&lt;br /&gt;
* Alwin Diemer: &#039;&#039;Elementarkurs Philosophie. Philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Econ, Düsseldorf 1978, ISBN 3-430-12068-3.&lt;br /&gt;
* Gerd Haeffner: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Kohlhammer, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-17-016688-3.&lt;br /&gt;
* Gerald Hartung: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-020323-1.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kamlah: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie, Sprachkritische Grundlegung und Ethik.&#039;&#039; Bibliographisches Institut, Mannheim 1972. (Nachdruck 1984, ISBN 3-411-00238-7)&lt;br /&gt;
* Kuno Lorenz:&#039;&#039; Einführung in die philosophische Anthropologie.&#039;&#039; 2. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-04879-2.&lt;br /&gt;
* Odo Marquard: &#039;&#039;Anthropologie.&#039;&#039; In: Joachim Ritter u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &#039;&#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&#039;&#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-7965-0115-X, S. 362–374.&lt;br /&gt;
* Wilhelm E. Mühlmann: &#039;&#039;Geschichte der Anthropologie.&#039;&#039; Athenäum Verlag, Frankfurt am Main/ Bonn 1968&lt;br /&gt;
* Josef Speck (Hrsg.): &#039;&#039;Grundprobleme der großen Philosophen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Philosophie der Gegenwart.&#039;&#039; Teil 2: &#039;&#039;Max Scheler, Richard Hönigswald, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner, Maurice Merleau-Ponty, Arnold Gehlen.&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1991, ISBN 3-525-03304-4.&lt;br /&gt;
* Christian Thies: &#039;&#039;Einführung in die philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-15470-3.&lt;br /&gt;
* M. Tiles: &#039;&#039;Philosophical Anthropology.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Encyclopædia Britannica.&#039;&#039; 1989.&lt;br /&gt;
* Christoph Wulf: &#039;&#039;Anthropologie. Geschichte, Kultur, Philosophie.&#039;&#039; Reinbek 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Philosophische Anthropologie. Erster und Zweiter Teil.&#039;&#039; (= &#039;&#039;Neuen Anthropologie.&#039;&#039; Band 6 u. 7). hrsg. von [[Hans-Georg Gadamer]] und Paul Vogler. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1974/1975, ISBN 3-13-476601-9 u. ISBN 3-13-476701-5. (auch Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1974/1975, ISBN 3-423-04074-2 u. ISBN 3-423-04148-X)&lt;br /&gt;
* Reinhard Brunner u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &#039;&#039;Anthropologie, Ethik und Gesellschaft.&#039;&#039; Campus, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-593-36636-3.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Fellmann: Das Paar. Eine erotische Rechtfertigung des Menschen, Berlin 2005, ISBN 3-937262-24-5.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Fellmann: Das Paar als Quelle des Selbst. Zu den soziobiologischen Grundlagen der philosophischen Anthropologie, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 5/2009, 745-756.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Joachim Fischer: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie. Eine Denkrichtung des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; Alber, Freiburg/ München 2009, ISBN 978-3-495-48369-5.&lt;br /&gt;
* Gunter Gebauer (Hrsg.): &#039;&#039;Anthropologie.&#039;&#039; Reclam, Leipzig 1998, ISBN 3-379-01637-3.&lt;br /&gt;
* Anton Grabner-Haider: &#039;&#039;Kritische Anthropologie.&#039;&#039; Echter, Würzburg 1993, ISBN 3-429-01523-5.&lt;br /&gt;
* Klaus Hammacher: &#039;&#039;Rechtliches Verhalten und die Idee der Gerechtigkeit.&#039;&#039; Nomos, 2011, ISBN 978-3-8329-5477-2.&lt;br /&gt;
* Brian Jacobs, Patrick Kain (Hrsg.): &#039;&#039;Essays on Kant’s anthropology.&#039;&#039; Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-79038-7.&lt;br /&gt;
* Fabian Johannes: &#039;&#039;Anthropology with an Attitude. Critical Essays.&#039;&#039; Stanford University Press, Stanford 2001.&lt;br /&gt;
* Gerd Jüttemann (Hrsg.): &#039;&#039;Wilhelm Wundts anderes Erbe.&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-49087-9.&lt;br /&gt;
* S. Karotemprel (Hrsg.): &#039;&#039;Philosophical Anthropology.&#039;&#039; Sacred Heart College, Shillong 1984.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Krüger: &#039;&#039;Zwischen Lachen und Weinen&#039;&#039;. Band 1: &#039;&#039;Das Spektrum menschlicher Phänomene.&#039;&#039; Akademie Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-05-003414-9.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Krüger: &#039;&#039;Zwischen Lachen und Weinen.&#039;&#039; Band 2: &#039;&#039;Der dritte Weg Philosophischer Anthropologie und die Geschlechterfrage.&#039;&#039; Akademie Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-05-003515-3.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Krüger: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik.&#039;&#039; Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik. Akademie Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-05-004605-1.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Krüger: &#039;&#039;Gehirn, Verhalten und Zeit.&#039;&#039; Philosophische Anthropologie als Forschungsrahmen. Akademie Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-05-004480-4.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Krüger, Gesa Lindemann (Hrsg.): &#039;&#039;Philosophische Anthropologie im 21. Jahrhundert.&#039;&#039; Akademie Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-05-004052-1.&lt;br /&gt;
* Gesa Lindemann: &#039;&#039;Das Soziale von seinen Grenzen her denken.&#039;&#039; Velbrück, Weilerswist 2009, ISBN 978-3-938808-61-0.&lt;br /&gt;
* B. Mondin: &#039;&#039;Philosophical Anthropology.&#039;&#039; TPI, Bangalore 1985.&lt;br /&gt;
* Thomas Rentsch: &#039;&#039;Die Konstitution der Moralität. Transzendentale Anthropologie und praktische Philosophie.&#039;&#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-29021-5.&lt;br /&gt;
* Marc Rölli: &#039;&#039;Kritik der anthropologischen Vernunft.&#039;&#039; Matthes &amp;amp; Seitz, Berlin 2011, ISBN 978-3-88221-539-7.&lt;br /&gt;
* Christian Sternad, Günther Pöltner (Hrsg.): &#039;&#039;Phänomenologie und Philosophische Anthropologie.&#039;&#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2011, ISBN 978-3-8260-4729-9.&lt;br /&gt;
* Robert Spaemann: &#039;&#039;Das Natürliche und das Vernünftige, Essays zur Anthropologie.&#039;&#039; Piper, München, ISBN 3-492-10702-8.&lt;br /&gt;
* Thomas Sturm: &#039;&#039;Kant und die Wissenschaften vom Menschen.&#039;&#039; Mentis Verlag, Paderborn 2009, ISBN 978-3-89785-608-0.&lt;br /&gt;
* Leslie Stevenson, David L. Haberman: &#039;&#039;Ten Theories of Human Nature&#039;&#039;. Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-536825-3.&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat: &#039;&#039;Egozentrizität und Mystik.&#039;&#039; Eine anthropologische Studie. 2. Auflage. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51049-3.&lt;br /&gt;
* Ernst Tugendhat: &#039;&#039;Anthropologie statt Metaphysik.&#039;&#039; Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55678-4.&lt;br /&gt;
* Stephen P. Turner: &#039;&#039;Philosophy of anthropology and sociology.&#039;&#039; Elsevier, Amsterdam 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Literatur zu Plessner und seiner Wirkungsgeschichte ====&lt;br /&gt;
* Joachim Fischer: &#039;&#039;Exentrische Positionalität. Studien zu Helmuth Plessner&#039;&#039;, Weilerswist 2016, ISBN 978-3-95832-093-2.&lt;br /&gt;
* Gerhard Gamm, Mathias Gutmann, Alexandra Manzei (Hrsg.): &#039;&#039;Zwischen Anthropologie und Gesellschaftstheorie. Zur Renaissance Helmuth Plessners im Kontext der modernen Lebenswissenschaften.&#039;&#039; Transcript, Bielefeld 2005, ISBN 3-89942-319-4.&lt;br /&gt;
* Jan Beaufort: &#039;&#039;Die gesellschaftliche Konstitution der Natur&#039; Helmuth Plessners kritisch-phänomenologische Grundlegung einer hermeneutischen Naturphilosophie in Die Stufen des Organischen und der Mensch.&#039;&#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1937-7.&lt;br /&gt;
* Stephan Pietrowicz: &#039;&#039;Helmuth Plessner. Genese und System seines philosophisch-anthropologischen Denkens.&#039;&#039; Alber, Freiburg i. Br./ München 1992, ISBN 3-495-47720-9.&lt;br /&gt;
* Hermann Braun: &#039;&#039;Die Anfälligkeit des Prinzipiellen. Existenzphilosophie und philosophische Anthropologie vor und nach 1933.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Perspektiven der Philosophie.&#039;&#039; Neues Jahrbuch 1991, S. 345–383.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologische Anthropologie ===&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Gadamer, Paul Vogler (Hrsg.): &#039;&#039;Biologische Anthropologie&#039;&#039; (= &#039;&#039;Neue Anthropologie.&#039;&#039; Band 1 u. 2). Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-13-476101-7 u. ISBN 3-13-476201-3. (auch Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1972, ISBN 3-423-04069-6 u. ISBN 3-423-04070-X)&lt;br /&gt;
* Zeno Bucher: &#039;&#039;Die Abstammung des Menschen als naturphilosophisches Problem.&#039;&#039; Koenigshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1992, ISBN 3-88479-721-2.&lt;br /&gt;
* Richard Dawkins: &#039;&#039;Und es entsprang ein Fluß in Eden.&#039;&#039; Das Uhrwerk der Evolution. Goldmann, München 1998, ISBN 3-442-12784-X.&lt;br /&gt;
* Stephen Jay Gould: &#039;&#039;Illusion Fortschritt.&#039;&#039; Die vielfältigen Wege der Evolution. Fischer, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-14642-9.&lt;br /&gt;
* Christian Illies: &#039;&#039;Philosophische Anthropologie im biologischen Zeitalter. Zur Konvergenz von Moral und Natur.&#039;&#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-29343-5.&lt;br /&gt;
* Gerhard Medicus, Was uns Menschen verbindet: Humanethologische Angebote zur Verständigung zwischen Leib- und Seelenwissenschaften. 3. Auflage. VWB, Berlin 2015, ISBN 978-3-86135-585-4; auf Englisch: Being Human – Bridging the Gap between the Sciences of Body and Mind. VWB, Berlin 2015, ISBN 978-3-86135-584-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einführende Informationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Rafael Capurro: [http://www.capurro.de/mensch.htm Einführung in die Philosophische Anthropologie]&lt;br /&gt;
* Wolfgang Welsch: [http://www2.uni-jena.de/welsch/Teaching%20materials/FolienAnthropologieWS2006-07.pdf Folien zur Vorlesung „Anthropologie“] (WS 2006/07; PDF; 155&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Lutz Geldsetzer: [http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/anthro/indexx.htm#Philosophische%20Anthropologie Vorlesung Philosophische Anthropologie]&lt;br /&gt;
* Joachim Fischer: [http://www.fischer-joachim.org/Phil.%20Anth.%20Diag.%20Kraft.pdf Philosophische Anthropologie. Rekonstruktion ihrer diagnostischen Kraft] (PDF; 173&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bibliographien und Linksammlungen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [http://plattform-anthropologie.de/ Plattform Anthropologie – Datenbank deutschsprachiger anthropologischer Forschung]&lt;br /&gt;
* [http://www.philosophische-anthropologie.eu/ Philosophische Anthropologie (Einführung, Literatur, Links)]&lt;br /&gt;
* [http://www.theologie-systematisch.de/anthropologie/0einfuehrung.html Aktuelle Literatur zur philosophischen Anthropologie]&lt;br /&gt;
* [http://www.ucl.ac.uk/Anthropology/ Englische Seite zum Thema Anthropologie Uni London]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Organisationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.lbiha.ncc.at/institut/ Ludwig Boltzmann Institut für Historische Anthropologie]&lt;br /&gt;
* [http://www.eva.mpg.de/german/index.html Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie]&lt;br /&gt;
* [http://helmuth-plessner.de/ Helmuth Plessner Gesellschaft (für philosophische Anthropologie)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelanchweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4045798-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Lesenswert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Anthropologie|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthropologie|*!104]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Die_Viergliederung_des_Menschen&amp;diff=612962</id>
		<title>Die Viergliederung des Menschen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Die_Viergliederung_des_Menschen&amp;diff=612962"/>
		<updated>2024-01-17T22:15:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Bitte prüfen!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Rudolf Steiner]] unterscheidet zunächst &#039;&#039;&#039;4 grundlegende Wesenglieder&#039;&#039;&#039; des [[Mensch]]en und geht damit über die heute gängige Anschauung, die nur den physischen Leib gelten lassen will, weit hinaus. Diese und die höheren [[#Die höheren seelischen und geistigen Wesensglieder|seelischen]] und [[#Die höheren seelischen und geistigen Wesensglieder|geistigen Wesensglieder]] entfalten sich in [[Siebenjahresperioden]]. Die grundlegenden Wesenglieder sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ich]] bzw. der [[Ich-Träger]] als dessen äußerer [[leib]]licher Ausdruck&lt;br /&gt;
::* [[Astralleib]], auch Empfindungsleib oder Seelenleib genannt&lt;br /&gt;
::* [[Ätherleib]], auch als Lebensleib oder Bildekräfteleib bezeichnet&lt;br /&gt;
::* [[Physischer Leib]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei [[leib]]lichen Wesensglieder wurden bereits auf den der [[Erde (Planet)|Erde]] vorangegangenen [[Weltentwicklungsstufen|planetarischen Weltentwicklungsstufen]] veranlagt. Auf der Erde kam dann das Ich hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wir haben die Menschheitsentwickelung verfolgt durch die Saturn-,&lt;br /&gt;
Sonnen- und Mondentwickelung hindurch und stehen jetzt innerhalb&lt;br /&gt;
der Erdenentwickelung. Wir wissen, daß diese drei Stadien der Menschheitsentwickelung&lt;br /&gt;
der Ausbildung des physischen Leibes, des Atherleibes&lt;br /&gt;
und des Astralleibes des Menschen entsprechen und daß wir&lt;br /&gt;
jetzt innerhalb der Erdenentwickelung stehen, die da bedeutet die&lt;br /&gt;
Ausbildung des menschlichen Ich, soweit eben dieses Ich als ein Glied&lt;br /&gt;
der menschlichen Wesenheit ausgebildet werden soll. Von den verschiedensten&lt;br /&gt;
Gesichtspunkten aus haben wir diesen Menschen als ein&lt;br /&gt;
Ich charakterisiert, das von drei Hüllen umschlossen ist: von der astralischen&lt;br /&gt;
Hülle, entsprechend der Mondentwickelung, von der ätherischen&lt;br /&gt;
Hülle, entsprechend der Sonnenentwickelung, und von der physischen&lt;br /&gt;
Hülle, entsprechend der Saturnentwickelung. Etwas schematisch&lt;br /&gt;
können wir uns diesen Menschen in folgender Weise zeichnen:&lt;br /&gt;
[[Datei:GA 124 92.gif|center|300px|Die vier grundlegenden Wesensglieder des Menschen.]]&lt;br /&gt;
{{Lit|{{G|124|91f}}}}&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den [[Ägyptische Mysterien|altägyptischen Mysterien]] war diese Gliederung des Menschenwesens bekannt. Die Wesensglieder wurden dort mit folgenden Ausdrücken bezeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ach]], das unsterbliche geistiges Urbild des Ba; entspricht dem Ich, das allerdings noch nicht vollständig in den Körper eingezogen ist, sondern gleichsam als höheres Ich über diesem schwebt.&lt;br /&gt;
::* [[Ba]], der Seelenleib, in dem die körperorientierten Instinkte, Sinnesempfindungen, Leidenschaften und Triebe wirken&lt;br /&gt;
::* [[Ka]], die formschaffende Lebens- und Wachstumskraft&lt;br /&gt;
::* [[Chat]], der physisch-stoffliche Körper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Griechisch-Lateinische Kultur|Griechen]] und insbesondere [[Aristoteles]] kannten die übersinnlichen leiblichen und seelischen Wesensglieder des Menschen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aristoteles&amp;quot;&amp;gt;vgl. dazu besonders: &#039;&#039;De anima&#039;&#039;, 2. Buch, Kap. 1-3&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:20px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Griechen zum Beispiel haben nur&lt;br /&gt;
mit etwas anderen Worten das bezeichnet, was wir hier haben. Indem&lt;br /&gt;
sie das Seelische bezeichnen wollten, fingen sie an bei dem, was wir den&lt;br /&gt;
Lebensleib nennen, und nannten es [[Treptikon]]; was wir den Empfindungsleib&lt;br /&gt;
nennen, nannte man mit einem sehr bezeichnenden Ausdruck&lt;br /&gt;
[[Aesthetikon]]; unsere Empfindungsseele bezeichnete man als [[Orektikon]],&lt;br /&gt;
die Verstandesseele als [[Kinetikon]], und was die Bewußtseinsseele ist,&lt;br /&gt;
das kostbarste Gut, was sich der Mensch jetzt erwirbt, nannte man&lt;br /&gt;
[[Dianoetikon]].&amp;quot; {{Lit|{{G|114|133}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes dieser Wesensglieder hat sein eigenes [[Bewusstsein]], durch das es sich in der Welt orientiert, wovon uns selbst allerdings im wesentlichen nur das bewusst wird, was in den Bereich unseres Ichs fällt, während alles andere unterbewusst bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre der physische Leib alleine sich selbst überlassen, herrschten im Menschenwesen also nur physikalische und chemische Prozesse, so wäre er sehr bald dem Zerfall anheimgegeben. Das ist nach dem Tod des Menschen der Fall, wenn der physische Leib von den höheren Wesensgliedern verlassen wird. Der Leichnam, der zurückbleibt, verwest. Während des irdischen Lebens des Menschen wird sein physischer Leib hingegen beständig geformt und erneuert durch den Lebensleib. [[Paracelsus]], der noch eine deutliche Ahnung von den höheren Wesengliedern des Menschen hatte, nannte den Ätherleib [[Archäus]]. Während der physische Leib vorwiegend von den lokalen irdischen Bedingungen abhängig ist, wird der Ätherleib wesentlich durch kosmische Gesetzmässigkeiten bestimmt, namentlich durch die lichthaften [[ätherisch|ätherischen]] Sonnenkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ätherleib verleiht dem Menschenwesen seine sich lebendig erhaltende Gestalt. Dieses Lebensprinzip hat der Mensch mit der lebendig sprießenden und sproßenden Pflanzenwelt gemeinsam. Der Ätherleib kann dem Menschen aber nicht Bewusstsein, Trieb- und Empfindung verleihen. Dazu ist der Astralleib nötig, wie ihn auch die Tiere haben. Der kosmische Bezug ist beim Trieb- und Empfindungsleib noch ausgeprägter als beim Ätherleib, weshalb er auch als Sternenleib oder Astralleib bezeichnet wird; Paracelsus nennt ihn den [[Siderischer Leib|siderischen Leib]]. Da bei den Tieren der Astralleib das bestimmende Wesenglied ist, hängen sie innig mit den gestaltenden Kräften des [[Tierkreis|Tierkreises]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Selbstbewusstsein]] ist erst mit dem selbstständigen menschlichen Ich gegeben, über das die Tiere nicht verfügen. Das Ich ist der geistige Kern des Menschenwesens und gibt dem Menschen seine eigene unverwechselbare individuelle Prägung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des wachen Erdenlebens des Menschen sind diese 4 Wesensglieder innig miteinander verbunden und durchdringen einander. Grundsätzlich aber sind sie eigenständiger, substanzieller, auf sich selbst gegründeter Natur und können bis zu einem gewissen Grad auch unabhängig voneinander existieren. Das zeigt sich schon während des Schlafes, wo sich Ich und Astralleib aus dem durch den Ätherleib belebten physischen Leib weitgehend herausheben. Mit dem [[Tod]] hebt sich auch noch der Ätherleib aus dem physischen Leib heraus und geht seine eigenen Wege. Er löst sich allerdings schon nach kurzer Zeit, etwa drei Tage nach dem Tod, in der allgemeinen Ätherwelt auf. Da während des Erdenlebens der physische Leib und der Ätherleib besonders fest aneinander gebunden sind und sich niemals für längere Zeit voneinander trennen dürfen (denn sonst tritt der Tod ein), kann man den belebten Leib als etwas Einheitliches auffassen und kommt dadurch zu einer Dreigliederung des Menschenwesens in [[Leib]], [[Seele]] und [[Geist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Astralleib löst sich grossteils, allerdings erst im Laufe einer längeren Zeitspanne, die etwa ein Drittel des vergangenen Erdenlebens ausmacht, in der erdnahen Astralwelt auf. Dabei werden alle seelischen Begierden ausgeschieden, die den Menschen noch an das vergangene irdische Leben fesseln. Es ist das eine Zeit der seelischen Läuterung, die nach der christlichen Terminologie auch als Fegefeuer bekannt ist, oder auch mit einem alten indischen Ausdruck [[Kamaloka]] genannt wird (kama = Begierde, loka = Ort). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Läuterungszeit ist das menschliche Ich, der eigentliche individuelle Geist des Menschen, frei, den Weg durch die geistige Welt anzutreten, bis es sich nach kürzerer oder längerer Zeit wieder zu einer neuen irdischen Verkörperung bereit macht. Nach Massgabe schicksalsmässiger Notwendigkeiten umkleidet sich dann das menschliche Ich mit einem neuen Astralleib, einem neuen Ätherleib und endlich auch mit einem neuen physischen Leib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Menschen im Laufe vieler Erdenleben besteht wesentlich darin, dass er immer mehr lernt, seine unteren Wesensglieder, die ihm zunächst naturhaft gegeben sind, durch die schöpferische geistige Kraft seines Ichs zu verwandeln und zum unverwechselbaren Ausdruck seiner geistigen Individualität zu gestalten. Diese Arbeit des Menschen an seinen Wesengliedern ist nur im irdischen Dasein möglich, und solange der Mensch seine geistigen Schöpferkräfte noch nicht so weit entwickelt hat, dass alle seine Wesenglieder aus der vollen bewussten Kraft seines Ichs geformt sind, wird er immer wieder zu neuen irdischen Inkarnationen herabsteigen müssen. Ist dieses ferne Ziel einmal erreicht, sind weitere irdische Verkörperungen nicht mehr nötig; der Mensch könnte daraus keinen geistigen Gewinn mehr ziehen, sondern wird die dann folgende Entwicklung in einem höheren, rein geistigen Daseinsbereich vollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichtlich haben die 4 Wesensglieder ein sehr unterschiedliches Alter und dadurch auch eine sehr unterschiedliche Entwicklungsreife erlangt. Der physische Leib ist seinem Ursprung nach das älteste aller Wesensglieder und daher auch in gewisser Weise am höchsten entwickelt. Man denke nur an den Wunderbau des menschlichen Gehirns oder des Knochengerüstes, wo mit gerinstem Materialaufwand höchste Tragefähigkeit und Stabilität erreicht wird. Auch der Ätherleib, der eine unglaubliche Fülle von Lebensprozessen harmonisch aufeinander abstimmt, ist sehr hoch entwickelt. Man vergleiche damit die oft chaotisch wütenden Triebe und Begierden, die in unserem Astralleib wirken, der ein viel geringeres entwicklungsgeschichtliches Alter hat und dadurch entsprechend unreif ist. Das allerjüngste und unvollendetste Wesensglied, das den Menschen aber erst zur einzigartigen Individualität macht, ist das menschliche Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner geistigen Natur ist das menschliche Ich unvergänglich, ewig, während sich die drei niederen Wesensglieder nach dem Tod weitgehend auflösen. Indem allerdings das menschliche Ich an der Vergeistigung seiner niederen Wesensglieder arbeitet, entreisst er diese, zumindest teilweise, der Vergänglichkeit. Es entstehen auf diese Weise höhere seelische und geistige Wesensglieder, die zwar substanziell von gleicher Art wie die niederen sind, ihrer geistigen Form nach aber reif sind, in ein rein geistiges, unvergängliches Dasein einzutreten. Einer differenzierteren geistigen Betrachtung zeigt sich dadurch der Mensch als 7- bzw. 9-gliedrige Wesenheit {{lit|{{G|13|}}, Kapitel &#039;&#039;Wesen der Menschheit&#039;&#039; und {{G|9|}}, Kapitel &#039;&#039;Das Wesen des Menschen&#039;&#039;}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die vier untersten Wesensglieder des Menschen ==&lt;br /&gt;
* [[Ich]]&lt;br /&gt;
* [[Astralleib]]&lt;br /&gt;
* [[Ätherleib]]&lt;br /&gt;
* [[Physischer Leib]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nich einige wichtige Analogien zum viergliedrigen Menschen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! [[Wesensglieder|Wesensglied]]&lt;br /&gt;
! [[Naturreich]]&lt;br /&gt;
! [[Natur]]&lt;br /&gt;
! [[Element]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ich]] || [[Menschenreich]] || [[Mensch]]&lt;br /&gt;
| [[Feuer]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Astralleib]] || [[Tierreich]] || [[Tier]]&lt;br /&gt;
| [[Luft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ätherleib]] || [[Pflanzenreich]] || [[Pflanze]]&lt;br /&gt;
| [[Wasser]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Physischer Leib]] || [[Mineralreich]] || [[Mineral]]&lt;br /&gt;
| [[Erde]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Wesensglieder im Laufe der Weltentwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Wesensglieder des Menschen entstanden bzw. entwickeln sich im Zuge der kosmischen Evolution durch die sieben planetarischen [[Weltentwicklungsstufen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Alter Saturn|alten Saturn]] wurde die Grundlage des [[Physischer Leib|physischen Leibes]] geschaffen. Dieser war damals noch ein reiner [[Wärmeleib]]. Während der folgenden Entwicklungsstufen nahm der physische Leib eine immer dichtere Gestalt an. Auf der [[Alte Sonne|alten Sonne]] war er gasförmig, auf dem [[Alter Mond|alten Mond]] wurde er bis zum flüssigen Element verdichtet, um schließlich während unserer [[Erdentwicklung]] die feste Form anzunehmen. Aufgrund seiner langen Evolution hat der physische Leib bereits einen sehr hohen Vollkommenkeitsgrad erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ätherleib]] wurde erst auf der alten Sonne geschaffen und war damals ganz aus den [[Lichtäther]]kräften gewoben. Auf dem alten Mond hat er zusätzlich die [[Klangäther]]kräfte in sich aufgenommen, und während der Evolution der Erde den [[Lebensäther]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem alten Mond wurde der [[Astralleib]] des Menschen gebildet, der aufgrund seiner relativ kurzen Entwicklungszeit wenig ausgereift ist und noch viele niedere [[Trieb]]e und [[Begierde]]n enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen drei Wesensgliedern trat das Menschenwesen in die Erdentwicklung hinüber. Wären keine neuen Impulse hinzugekommen, so hätte sich nun zunächst nur mehr die [[Empfindungsseele]] als verfeinerter Teil des Astralleibes ausbilden können. Um die weitere Entwicklung zu verstehen, muss man wissen, dass sich die Erdentwicklung in zwei Hälften gliedert, die mit den gegenwärtigen Planeten [[Mars]] und [[Merkur]] in Beziehung stehen. Als die Erde noch im astralen Zustand war, wurde sie von den damals noch rein ätherischen Marskräften durchdrungen. Aus diesen Marskräften, die der Erde auch das Eisen brachten, das in das menschliche Blut aufgenommen wurde, entsprang der entscheidende Impuls, der zur Bildung der [[Verstandesseele]] führte, deren Entwicklung in der [[griechisch-römischen Kultur]]epoche kulminierte. Innerhalb der Verstandesseele beginnt das individuelle [[Ich]] des Menschen aufzuleuchten. Die [[Bewusstseinsseele]], die gegenwärtig ausgebildet wird, hängt eng mit den Merkurkräften zusammen. Wenn die Erde einmal wieder in den astralen Zustand übergegangen sein wird, werden die dann rein ätherischen Merkurkräfte ihre volle Wirkung entfalten. Durch den Einweihungsweg wird einiges von diesen Wirkungen schon jetzt in gewissem Sinne vorweggenommen. Die großen Eingeweihten, wie [[Buddha]], [[Hermes]] usw., waren daher [[Merkureingeweihte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch beginnt, vom Zentrum seines Ichs aus den Astralleib zu verwandeln, so bildet sich innerhalb der Bewusstseinsseele das [[Geistselbst]] ([[Manas]]) aus. Diese Entwicklung hat bereits begonnen, wird sich aber erst auf dem [[Neuer Jupiter|künftigen Jupiter]] (dem [[Neues Jerusalem|Neuen Jerusalem]], von dem in der [[Apokalypse]] des [[Johannes]] die Rede ist) vollenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Neue Venus|künftigen Venuszustandes]] wird sich innerhalb des menschlichen Ichs der [[Lebensgeist]] ([[Buddhi]]) fertig ausgestalten, und auf dem zukünftigen [[Vulkan]] schließlich der [[Geistesmensch]] ([[Atma]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Beilage zu einem Brief an [[Marie von Sivers]] vom 25. November 1905 hat [[Rudolf Steiner]] diesen Entwicklungsgang durch folgende Skizze veranschaulicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Evolution.gif|center|700px|Die Entwicklung der Wesensglieder im Lauf der planetarischen Weltentwicklungsstufen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pythagoräisches Quadrat ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn vom [[Physischer Leib|physischen Körper]] die Rede ist, haben die meisten eine&lt;br /&gt;
sehr unklare, verworrene Vorstellung von dem, was eigentlich der&lt;br /&gt;
physische Körper ist. Wir haben ja eigentlich nicht den rein physischen&lt;br /&gt;
Körper, sondern eine Zusammensetzung von dem physischen&lt;br /&gt;
Körper mit den höheren Kräften vor uns. Physisch ist auch ein Stück&lt;br /&gt;
Bergkristall. Aber das ist dem Wesen nach etwas ganz anderes, als das&lt;br /&gt;
menschliche Auge oder das Herz, die doch auch physisch sind. Das&lt;br /&gt;
Auge und das Herz sind Teile des physischen Körpers, aber vermischt&lt;br /&gt;
mit den höheren Gliedern des Menschen und dadurch wird im Physischen&lt;br /&gt;
etwas ganz anderes bewirkt als beim übrigen Physischen.&lt;br /&gt;
Sauerstoff und Wasserstoff haben wir auch im Wasser vor uns, aber&lt;br /&gt;
sie sehen da ganz anders aus, als wenn wir sie beide für sich sehen&lt;br /&gt;
oder für sich haben. Dann treten sie uns ganz anders entgegen. Im&lt;br /&gt;
Wasser haben wir eine Mischung der beiden vor uns. Was uns nun&lt;br /&gt;
im physischen Körper des Menschen entgegentritt, ist auch eine&lt;br /&gt;
Mischung aus dem Physischen mit dem Äther- und dem Astralkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das physische menschliche Auge ist ähnlich einer photographischen&lt;br /&gt;
Kamera, denn wie in der Kamera entsteht darin ein Bild der Umwelt.&lt;br /&gt;
Wenn man nun von dem physischen Auge alles abzieht, was in der&lt;br /&gt;
Kamera nicht entsteht, dann hat man erst das Spezifische des physischen&lt;br /&gt;
Auges. So muß man auch von dem ganzen physischen Körper&lt;br /&gt;
alles abziehen, was nicht rein physisch ist, dann hat man erst das, was&lt;br /&gt;
man im Okkultismus den physischen Körper nennt. Dieser kann unmittelbar&lt;br /&gt;
nicht leben, nicht denken, nicht fühlen. Da bleibt dann&lt;br /&gt;
übrig ein sehr weise eingerichteter äußerst komplizierter Automat,&lt;br /&gt;
ein rein physikalischer Apparat. Diesen ganz allein gab es nur auf der&lt;br /&gt;
[[Alter Saturn|Saturnstufe]] des menschlichen Daseins. Damals waren die Augen nicht&lt;br /&gt;
anders vorhanden denn als kleine Kameras. Was darin von der&lt;br /&gt;
Umwelt als Bild entworfen wurde, kam zum Bewußtsein einer Devawesenheit.&lt;br /&gt;
In der Mitte des Saturnkreislaufes waren die sogenannten&lt;br /&gt;
[[Asuras]] (die [[Archai]]) reif, den Apparat zu benutzen. Diese waren dazumal&lt;br /&gt;
auf der Stufe der Menschheit. Sie benutzten diesen Automaten&lt;br /&gt;
und die Bilder, die darin entstanden. Sie selbst waren nicht darinnen,&lt;br /&gt;
sondern außerhalb und benutzten nur die Bilder; ähnlich wie wir uns&lt;br /&gt;
jetzt photographischer Apparate bedienen können, um Bilder einer&lt;br /&gt;
Landschaft aufzunehmen. Der physische Körper des Menschen war&lt;br /&gt;
also dazumal ein von außen aufgeführter, architektonischer Aufbau&lt;br /&gt;
eines physikalischen Apparates. Das ist die erste Stufe des menschlichen&lt;br /&gt;
Daseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Stufe der Ausbildung war die Durcharbeitung dieses&lt;br /&gt;
physikalischen Apparates mit dem [[Ätherleib]]. Da wurde er ein lebender&lt;br /&gt;
[[Organismus]]. Das drückte sich dann auch aus in der Konfiguration&lt;br /&gt;
des Körpers. Der Automat war aufgebaut aus einer ziemlich festen&lt;br /&gt;
undifferenzierten Masse, ähnlich wie heute eine Geleemasse ist, wie&lt;br /&gt;
ein weicher Kristall.&amp;lt;ref&amp;gt;In den Notizen von [[Marie Steiner]] heißt es: «...aufgebaut&lt;br /&gt;
aus einer undifferenzierten Geleemasse, wie mineralische Protoplasma».&amp;lt;/ref&amp;gt; Im zweiten Kreislauf, in dem Sonnendasein,&lt;br /&gt;
wurde der physische Automat nun von dem Ätherkörper durchzogen.&lt;br /&gt;
In diesem Sonnenkreislauf entstand auch das [[Sonnengeflecht]]&lt;br /&gt;
(Solarplexus), das darnach benannt ist, weil das ein wirkliches Organ&lt;br /&gt;
ist, von dem heute nur noch Rudimente vorhanden sind. Es arbeitet&lt;br /&gt;
sich ein Nervensystem in den physikalischen Apparat hinein. Bei&lt;br /&gt;
den Pflanzen ist noch etwas Ähnliches vorhanden. Das ist die zweite&lt;br /&gt;
Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Stufen sind nicht abgeschlossen; die Entwicklung geht&lt;br /&gt;
graduell weiter. Ein solches wirksames Agens ist das Sonnengeflecht&lt;br /&gt;
auch noch heute bei den Tieren, die kein Rückenmark ausbilden.&lt;br /&gt;
Alle wirbellosen Tiere sind noch einzelne Ausbildungen zurückgelassener&lt;br /&gt;
Stufen desjenigen, was früher veranlagt war. Die Wirbeltiere&lt;br /&gt;
hat der Mensch erst auf der Erde aus sich herausgesetzt. Früher war&lt;br /&gt;
der Mensch noch ähnlich organisiert wie heute etwa der Krebs. Der&lt;br /&gt;
Mensch ist heute über die damalige Stufe hinausgeschritten, während&lt;br /&gt;
der Krebs stehengeblieben ist. Überraschend ist es, daß das ganze&lt;br /&gt;
Innere des Krebses eine gewisse Ähnlichkeit mit dem menschlichen&lt;br /&gt;
Gehirn hat. Es gibt tatsächlich eine Ähnlichkeit zwischen der inneren&lt;br /&gt;
Krebsgestalt und dem menschlichen Gehirn. Auch der Krebs ist eingeschlossen&lt;br /&gt;
in eine harte Schale wie das menschliche Gehirn. Nachdem&lt;br /&gt;
der Mensch ein Rückenmark ausgebildet und die oberen Wirbel umgestaltet&lt;br /&gt;
hatte, warf er die harte Schale ab. Der Krebs hat sich nicht&lt;br /&gt;
weiter entwickelt. Er hat sich an die äußere Umgebung angepaßt&lt;br /&gt;
durch eine harte Schale, die ihm das sein mußte, was dem Menschen&lt;br /&gt;
die schützende Hülle der ganzen übrigen Körperlichkeit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Stufe ist die, auf der das Ganze umorganisiert wird&lt;br /&gt;
von dem hineinarbeitenden [[Astralleib]]. Das Umorganisieren ist verknüpft&lt;br /&gt;
mit der Ausbildung des [[Herz]]ens und dem Durchströmen mit&lt;br /&gt;
dem warmen [[Blut]]. Das Fischherz ist auf dem halben Wege stehengeblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Fische haben ein zweiteiliges&lt;br /&gt;
Herz, bestehend aus Vorhof (Atrium) und Herzkammer (Ventrikel) auf der&lt;br /&gt;
Bauchseite des Vorderkörpers. - [[Marie Steiner]] notierte: «Der Fisch ist wie ein halbes&lt;br /&gt;
Herz.»&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Herz wird gleichmäßig in dem Maße ausgebildet als&lt;br /&gt;
die innere Körperwärme zunimmt; das heißt nichts anderes als das&lt;br /&gt;
Einziehen des Astralen in den Körper hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Rückenmark]] mit dem [[Gehirn]] ist das Organ des [[Ich]]. Dieses ist&lt;br /&gt;
von der dreifachen Schutzhülle des Astral-, Äther- und physischen&lt;br /&gt;
Leibes umgeben. Nachdem das Organ des Ich (Rückenmark und&lt;br /&gt;
Gehirn) vorbereitet worden ist, legt sich das Ich in das bereitgemachte&lt;br /&gt;
Bett hinein und Rückenmark und Gehirn treten als Organe des Ich in&lt;br /&gt;
dessen Dienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So setzt sich der vierfache Mensch zusammen. Das ist das [[Tetraktys|Quadrat der Pythagoreer]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das [[Rückenmark]] und das [[Gehirn]] sind das Organ des [[Ich]].&lt;br /&gt;
# Das warme [[Blut]] und das [[Herz]] sind das Organ des [[Kama]] ([[Astralleib]]).&lt;br /&gt;
# Der [[Solarplexus]] ([[Sonnengeflecht]]) ist das Organ des [[Ätherleib|Ätherkörpers]].&lt;br /&gt;
# Der eigentliche [[Physischer Leib|physische Körper]] ist ein komplizierter physikalischer Apparat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat man den Menschen vierfach aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir jetzt beschrieben haben, das nennt man im Okkultismus&lt;br /&gt;
wieder einen [[Wirbel]], etwas, das von außen hereinbaut und sich mit dem&lt;br /&gt;
vereinigt, was innen sich aufbaut. Physischer Körper, Äther- und&lt;br /&gt;
Astralkörper haben den Menschen aufgebaut. Dann macht sich der&lt;br /&gt;
Punkt des Ich geltend, und dieses baut nun von innen heraus. Das&lt;br /&gt;
sind die vier Teile des Menschen. So finden wir im Äußeren einen Abdruck&lt;br /&gt;
des viergliedrigen Menschen. Alle Weiterentwickelung ist eine&lt;br /&gt;
solche, daß der Mensch von diesem Punkt des Ich aus bewußt alles&lt;br /&gt;
durchmacht, was er vorher schon unbewußt durchgemacht hat.|93a|88ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung &#039;&#039;, [[GA 9]] (2003), ISBN 3-7274-0090-0; &#039;&#039;&#039;Tb 615&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6151-4 {{Schriften|009}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989), ISBN 3-7274-0130-3; &#039;&#039;&#039;Tb 601&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6011-1 {{Schriften|013}}&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/download/zahlenmystik_viergliederung_des_menschen_im_umriss.pdf Der viergliedrige Mensch im Umriss] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat?]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viergliederung des Menschen|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Subtraktive_Farbmischung&amp;diff=612961</id>
		<title>Subtraktive Farbmischung</title>
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		<updated>2024-01-17T22:12:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Weblinks */ Seite von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Synthese-.svg|miniatur|Drei einander teilweise überdeckende Farbfilter in den [[Primärfarbe]]n [[Gelb]], [[Magenta]] und [[Cyan]]. Durch die Überdeckung entsteht in der Mitte ein dunkelgrauer Farbton.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;subtraktive Farbmischung&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;physikalische Farbmischung&#039;&#039;&#039; entsteht, wenn [[Licht]] gemischt wird, das durch verschiedene übereinanderliegende Farbfilter oder durch Absorption an verschiedenen miteinander vermischten [[Farbmittel]]n partiell abgedunkelt wurde. Dadurch werden, vom [[Weiß]] ausgehend, bestimmte Farbanteile ausgeblendet (subtrahiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grundfarben]] für die subtraktive Farbmischung sind [[Cyan]], [[Magenta]] ([[Purpur]]) und [[Gelb]]. Beim [[Wikipedia:Vierfarbdruck|Vierfarbdruck]] wird zusätzlich [[Schwarz]] verwendet, da durch die Mischung der Grundfarben kein tiefes Schwarz, sondern bestenfalls ein dunkles [[Grau]] erzielt werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der subtraktiven Farbmischung wird das [[Wikipedia:CMYK-Farbmodell|CMYK-Farbmodell]] angewendet. Durch Mischung von zwei Grundfarben lassen sich folgende Farbtöne erzielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farbindex|FF0|[[Gelb]]}} || + || {{Farbindex|F0F|[[Magenta]]}} || = || {{Farbindex|F00|[[Rot]]}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farbindex|0FF|[[Cyan]]}} || + || {{Farbindex|FF0|[[Gelb]]}} || = || {{Farbindex|0F0|[[Grün]]}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farbindex|F0F|[[Magenta]]}} || + || {{Farbindex|0FF|[[Cyan]]}} || = || {{Farbindex|00F|[[Blau]]}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{commonscat|Subtractive colors}}&lt;br /&gt;
* [http://knoll.ausbildung-dresden.de/farbmischung_3.htm Grundlagen der Farbmischung: Subtraktive Farbmischung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Farbdarstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farben]] [[Kategorie:Farbenlehre]] [[Kategorie:Optik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Subtraktive Farbmischung</title>
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		<updated>2024-01-17T22:11:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Literatur von Joachim Stiller entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Synthese-.svg|miniatur|Drei einander teilweise überdeckende Farbfilter in den [[Primärfarbe]]n [[Gelb]], [[Magenta]] und [[Cyan]]. Durch die Überdeckung entsteht in der Mitte ein dunkelgrauer Farbton.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;subtraktive Farbmischung&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;physikalische Farbmischung&#039;&#039;&#039; entsteht, wenn [[Licht]] gemischt wird, das durch verschiedene übereinanderliegende Farbfilter oder durch Absorption an verschiedenen miteinander vermischten [[Farbmittel]]n partiell abgedunkelt wurde. Dadurch werden, vom [[Weiß]] ausgehend, bestimmte Farbanteile ausgeblendet (subtrahiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grundfarben]] für die subtraktive Farbmischung sind [[Cyan]], [[Magenta]] ([[Purpur]]) und [[Gelb]]. Beim [[Wikipedia:Vierfarbdruck|Vierfarbdruck]] wird zusätzlich [[Schwarz]] verwendet, da durch die Mischung der Grundfarben kein tiefes Schwarz, sondern bestenfalls ein dunkles [[Grau]] erzielt werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der subtraktiven Farbmischung wird das [[Wikipedia:CMYK-Farbmodell|CMYK-Farbmodell]] angewendet. Durch Mischung von zwei Grundfarben lassen sich folgende Farbtöne erzielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farbindex|FF0|[[Gelb]]}} || + || {{Farbindex|F0F|[[Magenta]]}} || = || {{Farbindex|F00|[[Rot]]}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farbindex|0FF|[[Cyan]]}} || + || {{Farbindex|FF0|[[Gelb]]}} || = || {{Farbindex|0F0|[[Grün]]}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{Farbindex|F0F|[[Magenta]]}} || + || {{Farbindex|0FF|[[Cyan]]}} || = || {{Farbindex|00F|[[Blau]]}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{commonscat|Subtractive colors}}&lt;br /&gt;
* [http://knoll.ausbildung-dresden.de/farbmischung_3.htm Grundlagen der Farbmischung: Subtraktive Farbmischung]&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/sonstiges3.html Projekt Farbenlehre] Website&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Farbdarstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farben]] [[Kategorie:Farbenlehre]] [[Kategorie:Optik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Farben&amp;diff=612958</id>
		<title>Farben</title>
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		<updated>2024-01-17T22:04:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Joachim Stiller: Universelle Farbenlehre PDF entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Newton Farbkreis.jpg|thumb|[[Wikipedia:Isaac Newton|Isaac Newton]]s [[sieben]]teiliger [[Farbkreis]] der reinen [[Spektralfarben]] (um 1700)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CIE-Normfarbtafel.png|mini|Die [[Wikipedia:CIE-Normfarbtafel|CIE-Normfarbtafel]] zeigt im Zentrum geringe, nach außen zunehmende Farbsättigung. Ganz außen liegen die reinen [[Spektralfarben|Spektralfarben]] (Spektralfarblinie, rote Kurve). Die im Zentrum gelegene Black-Body-Kurve zeigt die Farben eines glühenden [[Schwarzer Körper|schwarzen Körpers]] in Abhängigkeit von der [[Temperatur]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HSV cone.png|mini|[[Wikipedia:HSV-Farbraum|HSV-Farbraum]] mit Farbton &#039;&#039;H&#039;&#039;, Sättigung &#039;&#039;S&#039;&#039; und Helligkeit &#039;&#039;V&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die_Welt_der_Farben.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://www.steinerverlag.com/ch/themenwelten/die-welt-der-farben}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Farben&#039;&#039;&#039; sind, im Unterschied zu den [[Farbstoff]]en, jene [[Sinnesqualitäten]], die dem [[Mensch]]en durch das [[Auge]] vermittelt werden, sofern er dabei von der [[Form]] und [[Struktur]] des Gesehenen absieht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Farbe&amp;quot;&amp;gt;Nach der Definition [[Wikipedia:DIN 5033|DIN 5033]] ist Farbe &#039;&#039;&amp;quot;diejenige Gesichtsempfindung eines dem Auge des Menschen strukturlos erscheinenden Teiles des Gesichtsfeldes, durch die sich dieser Teil bei einäugiger Beobachtung mit unbewegtem Auge von einem gleichzeitig gesehenen, ebenfalls strukturlosen angrenzenden Bezirk allein unterscheiden kann&amp;quot;&#039;&#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sind mit ganz spezifischen [[gefühl]]smäßigen &#039;&#039;&#039;Farbempfindungen&#039;&#039;&#039; verbunden. Farben sind nach [[Goethe]] &#039;&#039;&amp;quot;Taten des Lichts, Taten und Leiden.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bibliothek:Goethe/Naturwissenschaft/Zur Farbenlehre/Vorwort|Goethe: &#039;&#039;Zur Farbenlehre&#039;&#039; (1810), Vorwort]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kann man unterscheiden zwischen &#039;&#039;&#039;Lichtfarben&#039;&#039;&#039;, die unmittelbar von einer selbstleuchtenden [[Lichtquelle]] ausgehen&amp;lt;ref&amp;gt;DIN 5033-1:2009-05 : &#039;&#039;Farbmessung – Teil 1: Grundbegriffe der Farbmetrik.&#039;&#039; „Lichtfarbe: Farbe eines Selbstleuchters.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;DIN EN 12464-2:2007-10 : &#039;&#039;Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 2: Arbeitsplätze im Freien.&#039;&#039; „Die Lichtfarbe einer Lampe bezieht sich auf die wahrgenommene Farbe (Farbart) des abgestrahlten Lichtes. “&amp;lt;/ref&amp;gt;, und &#039;&#039;&#039;Körperfarben&#039;&#039;&#039;, die bei Durchleuchtung&amp;lt;ref&amp;gt;sogenannte &#039;&#039;Durchsichtsfarben&#039;&#039;, wie sie durch farbige Lösungen oder Farbfilter entstehen&amp;lt;/ref&amp;gt; oder  Reflexion&amp;lt;ref&amp;gt;sogenannte &#039;&#039;Aufsichtsfarben&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; an [[Materie|materiellen]] [[Objekt]]en entstehen. Im Unterschied zu den &#039;&#039;&#039;bunten&#039;&#039;&#039; Farben werden [[Weiß]], [[Schwarz]] und alle dazwischen liegenden neutralen Grautöne ohne Farbstich als &#039;&#039;&#039;unbunt&#039;&#039;&#039; bezeichnet. Was keine Farben hat, ist &#039;&#039;&#039;farblos&#039;&#039;&#039;. Farben können im [[Wikipedia:HSV-Farbraum|HSV-Farbraum]] durch den &#039;&#039;&#039;Farbton&#039;&#039;&#039; ({{EnS|&#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;ue}}), die &#039;&#039;&#039;Farbsättigung&#039;&#039;&#039; ({{EnS|&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;aturation}}) und die &#039;&#039;&#039;Helligkeit&#039;&#039;&#039; ({{EnS|&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;alue}}) charakterisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte &#039;&#039;Farbsättigung&#039;&#039; (&#039;&#039;Buntheit&#039;&#039;) haben die reinen [[Spektralfarben]], die auch als &#039;&#039;&#039;Primärfarben&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Grundfarben&#039;&#039;&#039; bezeichnet werden. &#039;&#039;&#039;Sekundärfarben&#039;&#039;&#039; sind [[Farbmischung|Mischungen]] von zwei, &#039;&#039;&#039;Tertiärfarben&#039;&#039;&#039; von drei Grundfarben. Je nach Mischungsverhältnis können dabei die verschiedensten (im Idealfall alle) Farbtöne erzielt werden. Grelle, schreiende Farben mit besonders hoher [[Leuchtkraft]] und Farbsättigung werden auch &#039;&#039;&#039;Neonfarben&#039;&#039;&#039; genannt. [[Leuchtfarben]], die teilweise auch im Dunkeln leuchten bzw. nachleuchten, geben mehr Licht im sichtbaren Bereich ab, als sie von außen aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warme und kalte Farben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rot]]e bis [[gelb]]e und braune [[Farben|Farbtöne]] werden zumeist als angenehm &#039;&#039;&#039;aktive warme Farben&#039;&#039;&#039; empfunden. [[Grün]]e und [[blau]]e bis [[violett]]e Farbtöne werden hingegen in der Regel als &#039;&#039;&#039;passive kalte Farben&#039;&#039;&#039; erlebt, wie es auch [[Goethe]] in seiner [[Farbenlehre (Goethe)|Farbenlehre]] unter der «[[Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe|sinnlich-sittlichen Wirkung der Farbe]]» ausführlich beschrieben hat. Warme Farben führen bei Testpersonen auch objektiv zu einem messbaren Anstieg des [[Blut]]drucks und der [[Atmung]]s- und [[Puls]]frequenz, während diese bei kalten Farben sinken&amp;lt;ref&amp;gt;Nach den von Harry Wolhfarth (1921-1996) an der University of Alberta (Kanada) 1955 durchgeführten Studien: „... research involved nearly 200 volunteers who stared for five minutes at a colored card calibrated using a standard color scale. Before and twice after, various measurements of pulse, blood pressure and respiration were made. To counter external stimuli, the subjects used gloves and earplugs. Based on this and similar research, Wohlfarth was able to show that there is indeed an effect of color on the autonomic nerve system, and this was both measurable and predictable. Red, orange and yellow stimulated the autonomic nerve system in the order of red (minimum), orange (medium) and yellow (maximum). A depressive effect was found in the sequence of green (minimum), blue (medium), and black (maximum).“ [http://sites.ualberta.ca/ALUMNI/history/peoplep-z/86winwohlfarth.htm]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Realität der Farben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farben haben keine [[physisch]]e [[Realität]], sind aber dennoch keine bloß [[subjektiv]]e [[Phänomen]]e, sondern gehören als [[objektiv]]e [[seelisch]]e Realität der [[Seelenwelt]], genauer der [[Region der flutenden Reizbarkeit]], an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Physik soll es bei dem bloßen im Raume Vorhandenen des Lichtes lassen. Das Betrachten des Farbigen kann überhaupt nicht geschehen, ohne in das Seelische heraufgehoben zu werden. Denn es ist eine bloße törichte Rederei, wenn man sagt, das Farbige sei lediglich ein Subjektives. Und wenn man namentlich dann etwa dazu übergeht zu sagen - wobei man sich vom Ich nichts Genaues vorstellt -, draußen wäre irgendeine objektive Veranlassung, und die wirke auf uns, auf unser Ich - - Unsinn ist es; das Ich selber ist in der Farbe drinnen. Es sind das Ich und auch der menschliche Astralleib gar nicht von dem Farbigen zu unterscheiden, sie leben in dem Farbigen und sind insoferne außer dem physischen Leib des Menschen, als sie mit dem Farbigen draußen verbunden sind; und das Ich und der astralische Leib, sie bilden im physischen Leibe und im Ätherleibe die Farben erst ab. Das ist es, worauf es ankommt. So daß die ganze Frage nach der Wirkung eines Objektiven des Farbigen auf ein Subjektives ein Unsinn ist; denn in der Farbe drinnen liegt schon das, was Ich, was astralischer Leib ist, und mit der Farbe herein kommt das Ich und der astralische Leib. Die Farbe ist der Träger des Ichs und des astralischen Leibs in den physischen und in den Ätherleib hinein. So daß die ganze Betrachtungsweise einfach umgekehrt und umgewendet werden muß, wenn man zu der Realität vordringen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was da also hineingekrochen ist in die Physik, und was die Physik mit ihren Strichen und Linien umfängt, das muß wieder heraus. Es müßte geradezu zunächst einmal eine Periode eintreten, wo man es verschmäht, überhaupt zu zeichnen, wenn man in der Physik von der Farbe spricht, wo man versuchen soll, die Farbe in ihrem Fluktuieren, in ihrem Leben zu erfassen.|291|59f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung der Komplementärfarben auf Kinder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Komplementärfarben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Erziehung]] des Kindes ist besonders darauf zu achten, dass auf Kinder nicht unmittelbar die äußeren Farben wirken, sondern die im Organ erzeugten [[Gegenfarben]]. Ein sehr lebhaftes, nervöses Kind wird daher gerade durch [[gelb]]e und [[rot]]e Farbtöne beruhigt, weil es in seinem Inneren die beruhigende Wirkung der [[blau]]en und [[grün]]en [[Komplementärfarben]] verspürt. Umgekehrt kann ein passives Kind durch blaugrüne Farbtöne zur Aktivität angeregt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ein aufgeregtes Kind muß man mit roten oder rotgelben&lt;br /&gt;
Farben umgeben und ihm Kleider in solchen Farben&lt;br /&gt;
machen lassen, dagegen ist bei einem unregsamen Kinde zu&lt;br /&gt;
den blauen oder blaugrünen Farben zu greifen. Es kommt&lt;br /&gt;
nämlich auf die Farbe an, die als Gegenfarbe im Inneren erzeugt&lt;br /&gt;
wird. Das ist zum Beispiel bei Rot die grüne, bei Blau die&lt;br /&gt;
orangegelbe Farbe, wie man sich leicht überzeugen kann, wenn&lt;br /&gt;
man eine Weile auf eine entsprechend gefärbte Fläche blickt,&lt;br /&gt;
und dann rasch das Auge auf eine weiße Fläche richtet. Diese&lt;br /&gt;
Gegenfarbe wird von den physischen Organen des Kindes erzeugt&lt;br /&gt;
und bewirkt die entsprechenden dem Kinde notwendigen&lt;br /&gt;
Organstrukturen. Hat das aufgeregte Kind eine rote Farbe&lt;br /&gt;
in seiner Umgebung, so erzeugt es in seinem Inneren das grüne&lt;br /&gt;
Gegenbild. Und die Tätigkeit des Grünerzeugens wirkt beruhigend,&lt;br /&gt;
die Organe nehmen die Tendenz der Beruhigung in&lt;br /&gt;
sich auf.|34|326f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der unterschiedliche Charakter der Farben in der physischen, seelischen und geistigen Welt ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Goethes Farbenkreis.jpg|thumb|[[Farbkreis]], Zeichnung von [[Johann Wolfgang von Goethe]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Physische Welt|physischen Welt]] erscheinen die Farben als Außenfarbe, die an der Oberfläche der Dinge haften; in der [[Astralwelt]] ([[Seelenwelt]]) hingegen zeigen sie sich als Innenfarben und in der [[Geistige Welt|geistigen Welt]] als strahlende Farben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Die Farben sind uns in der physischen Welt nur an räumlichen Dingen bekannt. Selbst wo sie ohne Gegenstand vorhanden sind, werden sie nur durch diese bemerkbar. Nur in den Grenzfällen physischen Lebens kann man Farben ohne Gegenstand sehen, zum Beispiel den Regenbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farben in der Astralwelt sind nicht an eine feste, räumliche Grenze gebannt. Sie sind noch seelisch, der Ausdruck eines Wesens, an dem sie sich befinden. Eine sinnliche Leidenschaft drückt sich anders aus als ein hochstrebender Gedanke. Hier ist unmittelbarer Zusammenklang; sie schwebt frei, aber sie ist verbunden mit dem, was sie ausdrückt. Sie ist nicht Außen-, sondern Innenfarbe. Der Glocke zum Beispiel ist es gleichgültig, ob sie gelb oder grün ist, es beeinträchtigt nicht ihren Ton. Wenn man über die astralische Welt hinauskommt, gibt es auch Farben; diese sind aber nicht nur Innenfarben, sondern sie sind schöpferisch, bringen sich selbst hervor, es sind strahlende Farben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun der Mensch sich in den mentalen Raum erhebt, verliert er zunächst die Fähigkeit, die mentalen Farben gleich wahrzunehmen, deshalb spricht man von der tönenden Welt. Die Fähigkeit tritt auf, Schall und Ton wahrzunehmen. Erst wenn man wiederum höher kommt, dann nimmt man die strahlenden Farben wahr. Wenn sich der Mensch wieder zur Farbe durchgerungen hat, ist er im Arupa. Wenn wir von einem physischen Gegenstand Farbe abnehmen und sie wie ein Häutchen mitnehmen und nach Devachan mitbringen könnten, so würde die Farbe dort erstrahlen. Daher nennt man Devachan auch die Welt der strahlenden Farben. Wenn man hier einem Mitmenschen etwas mitteilen will, sagt man es ihm durch den Ton; im Devachan würde es in entsprechender Farbe erstrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Welt, wo alle Wesen in strahlenden Farben leben, nennt man das erste Elementarreich. Wenn die Materie dieser Wesen etwas dichter wird, ins Rupische hinuntersteigt, fangen sie an, durch Töne sich bemerkbar zu machen: Das ist das zweite Elementarreich. Die Wesen, die darin leben, sind sehr beweglich. Im dritten Elementarreich kommt zu dem übrigen die Gestalt hinzu. Die Innenfarbe ist gestaltet. Leidenschaft zeigt sich in Blitzform, erhabene Gedanken in Pflanzenform. In höheren Gebieten sind es Funken und Scheine, hier sind es Formen von einfarbiger und tönender Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle unsere Wesen sind durch drei Elementarreiche gegangen. Gold, Kupfer und so weiter sind jetzt ins Mineralreich übergegangen. Gold sah in der Mondrunde nicht so aus wie jetzt, sondern wie ein nach verschiedenen Seiten strahlender Stern, durch den man durchgreifen konnte. Durch einen ähnlichen Prozeß wird Wasser, wenn es zu Schnee gefriert, zu einem kleinen Kristall. Die Metalle sind die verdichteten Formen des dritten Elementarreiches. Deshalb ist Metall nicht innerlich gleichförmig, sondern innerlich gestaltet ([[Chladnische Klangfiguren]]). Nach Linien und Figuren ist das ganze Mineralreich belebt, und im dritten Elementarreich wird es gefärbt. Dadurch, daß die Formen erstarren, wird Oberfläche, und nun entsteht die Farbe an der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Elementarreich der strahlenden Farben&lt;br /&gt;
# Elementarreich der freien Töne&lt;br /&gt;
# Elementarreich der farbigen Formen&lt;br /&gt;
# Mineralreich der farbigen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die physische Welt enthält alle drei Elementarreiche wie geronnen in sich. Der Ton hängt mit dem Innern eines Wesens viel mehr zusammen als die Farbe, letztere ist mehr Oberfläche. Noch innerlicher hängen die strahlenden Farben zusammen.|291a|188f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alles Farbige in der Welt ist eine umgewandte Aura ==&lt;br /&gt;
[[File:Colorchart.jpg|thumb|Die okkulte Bedeutung der Farben der [[Aura]] nach: [[Annie Besant]], [[C. W. Leadbeater]]: &#039;&#039;Thought-Forms&#039;&#039;, 1901&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: https://www.gutenberg.org/files/16269/16269-h/16269-h.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das physische Auge erblickt um sich herum Lichter, Farben. Wie&lt;br /&gt;
der Hellseher die Aura am astralischen Leib rot, blau, gelb und grün&lt;br /&gt;
wahrnimmt, so sieht das physische Auge um sich herum Rot, Blau,&lt;br /&gt;
Gelb und Grün. In beiden Fällen ist die Ursache genau die gleiche.&lt;br /&gt;
Wie hinter dem Rot im Astralleib eine Begierde lebt, so steckt hinter&lt;br /&gt;
dem Rot der Blume eine Begierde als das «Ding an sich». Eine in der&lt;br /&gt;
Blume waltende Begierde ist das Rot in der Blume. Was der Gesichtssinn&lt;br /&gt;
tut, wenn er diesen Punkt überschreitet, ist nicht anders, als&lt;br /&gt;
wenn Sie einen Rock umkehren, ihn auf die andere Seite wenden.&lt;br /&gt;
Während in der Aura sich des Menschen astrale Natur ausprägt, lebt&lt;br /&gt;
hinter der ganzen Farben- und Lichtwelt, hinter der Welt des Gesichtssinnes,&lt;br /&gt;
die äußere astrale Natur. Niemals gäbe es in der Welt&lt;br /&gt;
Farben, wenn nicht die Dinge ganz und gar durchdrungen wären von&lt;br /&gt;
astralen Wesenheiten. Was in der Welt als Farben erscheint, rührt von&lt;br /&gt;
den Astralwesen her, die sich äußerlich durch die Farbe kundtun.&lt;br /&gt;
Durch die Umwendung des Inneren nach außen geht die Wesenheit&lt;br /&gt;
von dem höheren auf den niederen Plan herunter. Sie können das&lt;br /&gt;
Folgende durch Meditation erreichen: Wenn Sie eine grüne Fläche,&lt;br /&gt;
etwa ein Laubblatt, vor sich haben und jetzt aus sich herausgehen,&lt;br /&gt;
um die Sache von der anderen Seite anzuschauen, dann würden Sie&lt;br /&gt;
die astrale Wesenheit sehen, die hinter der grünen Farbe ist und die&lt;br /&gt;
sich durch die grüne Farbe anzeigt. So müssen Sie sich vorstellen:&lt;br /&gt;
Indem Sie in die Welt hinausschauen und diese Welt mit Farben&lt;br /&gt;
überdeckt sehen, haben Sie hinter diesen Farben die astralischen&lt;br /&gt;
Wesenheiten zu vermuten. Wie Sie aus Ihrem Inneren die Farben&lt;br /&gt;
Ihrer Aura für den Hellseher erscheinen lassen, so ist die Farbendecke&lt;br /&gt;
der Welt der Ausdruck für die kosmische Aura. Alles Farbige in der&lt;br /&gt;
Welt ist eine umgewandte Aura. Könnten Sie Ihre Aura umwenden&lt;br /&gt;
wie einen Rock, so würden Sie Ihre Aura auf der umgekehrten Seite&lt;br /&gt;
ebenfalls physisch sichtbar sehen. Das gilt für den Gesichtssinn, und&lt;br /&gt;
damit sehen Sie, daß der Gesichtssinn in inniger Beziehung zur astralischen&lt;br /&gt;
Welt steht.|96|130f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbenatmung - die Farbe als Sprache höherer Wesenheiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farben bilden die Sprache der höheren Wesen, die direkt über dem Menschen stehen. Auch der Mensch wird künftig den Zusammenhang zwischen Worten und Farben empfinden. In den Aufzeichnungen zu einer esoterischen Instruktionsstunde in Basel vom 24. September 1912 heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nicht nur in den Lungen haben wir einen Atmungsvorgang, sondern&lt;br /&gt;
auch in den Augen. Nur daß dort keine Luft ein- und ausgeatmet&lt;br /&gt;
wird, sondern Wärme. Wenn wir eine rote Farbe sehen, wird&lt;br /&gt;
Wärme ausgeatmet (rot, orange, gelb). Wird eine kalte Farbe wie&lt;br /&gt;
Blau, Indigo, Violett wahrgenommen, dann atmet das Auge ein.&lt;br /&gt;
Dasjenige, was den Augen ätherisch zugrundeliegt - so wie Luft der&lt;br /&gt;
physischen Lunge zugrundeliegt -, ist Wärme und wird ein- und&lt;br /&gt;
ausgeatmet. Im Grunde ist jedes Sinnesorgan ein Atmungsorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhere Wesen, die unmittelbar über den Menschen stehen, haben&lt;br /&gt;
weder solche Augen, noch eine solche Sprache wie der Mensch. Sie&lt;br /&gt;
richten irgendwo Wärme hin und an der Stelle leuchtet eine Farbe&lt;br /&gt;
auf. Dadurch drücken sie ihr Wesen aus und so reden sie miteinander.&lt;br /&gt;
Wer die Farben jemals so in ihrer lebendigen Gestalt wahrgenommen&lt;br /&gt;
hat, der empfindet Schmerz, wenn er die festen Farben&lt;br /&gt;
sieht, die an den physischen Gegenständen haften - so wie überhaupt&lt;br /&gt;
die ganze physische Welt ihn schmerzt anfänglich. Der&lt;br /&gt;
Schmerz hört erst auf, wenn man lernt, die Farben moralisch zu&lt;br /&gt;
empfinden. Dann empfindet man im Rot die Bestrafung des Egoismus,&lt;br /&gt;
im Blau die Belohnung für die Überwindung des Egoismus.&lt;br /&gt;
Dann fangen die Farben an, eine Sprache zu sprechen, die auch die&lt;br /&gt;
zukünftige Sprache der Menschen sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Maße, wie die Menschen sich dem Jupiterdasein nähern,&lt;br /&gt;
wird ihr Sprechen immer mehr zugleich ein Wahrnehmen werden;&lt;br /&gt;
dann wird Atmungs- und Sprachorgan nicht mehr so getrennt sein&lt;br /&gt;
wie heute. Auch das Sehen und die Wärmeempfindung werden sich&lt;br /&gt;
vereinigen. Es war notwendig für die Entwickelung des selbständigen&lt;br /&gt;
Ich, daß diese Prozesse eine Zeitlang getrennt waren. Wäre das&lt;br /&gt;
nicht geschehen, dann würde der Mensch zwar immer wahrgenommen&lt;br /&gt;
haben, was in seiner Umgebung geschieht, aber nicht zum&lt;br /&gt;
Selbstbewußtsein gekommen sein. In der Zukunft wird man anfangen,&lt;br /&gt;
einen Zusammenhang zu empfinden zwischen dem gesprochenen&lt;br /&gt;
Worte und den Farben. Man wird Grün empfinden, wenn von&lt;br /&gt;
gleichgültigen Dingen geredet wird; Gelb wird auftauchen, wenn&lt;br /&gt;
man egoistisch spricht; Rot wird da sein, wenn der Egoismus bekämpft&lt;br /&gt;
wird.&amp;lt;ref&amp;gt;In Notizen von einer anderen Hand heißt es: Die rote Farbe wird empfunden werden wie&lt;br /&gt;
die Strafe für das Schlechte, das überwunden werden soll; das Gelb zeigt an das Egoistische&lt;br /&gt;
des Menschen, das Blau das Himmlische, das uns vorschwebt.&amp;lt;/ref&amp;gt;|265|360f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entstehung der Farben auf dem alten Mond ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Alter Saturn|alte Saturn]], der der Sonnenentwicklung vorangegangen ist, war das gemeinsame Werk der [[Erste Hierarchie|ersten Hierarchie]], also der [[Seraphim]], [[Cherubim]] und [[Throne]]. Der Alte Saturn war eine reine Wärmewelt, die in vollkommene [[Finsternis]] gehüllt war. Doch war dieses ein passive Finsternis, die aus der volkommenen Abwesenheit des [[Licht]]s resultierte. Die [[alte Sonne]] wurde durch die [[Zweite Hierarchie|zweite Hierarchie]], die [[Kyriotetes]], [[Dynamis]] und [[Exusiai]], hervorgebracht. Jetzt erst entstand das Licht. Die [[dritte Hierarchie]], die [[Angeloi]], [[Archangeloi]] und [[Archai]] trugen damals den Schatten, die Finsternis in das Licht hinein, die luftige Finsternis. Dadurch wurde auf der Alten Sonne das [[Luftelement]] als Schatten des Lichts gebildet. Wesentlich wirkten die Wesenheiten der dritten Hierarchie dann an der folgenden Entwicklung des [[Alter Mond|alten Mondes]] mit. Sie trugen das Licht in die Finsternis und die Finsternis in das Licht. Sie wurden zu Vermittlern zwischen Licht und Finsternis, aus deren Zusammenspiel die Farben entstanden. Und insofern die real wirkenden Farben in das Luftelement hinein sprühten, verdichtete sich dieses bis zum [[Wasserelement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Nun gehen wir weiter. Die weitere Entwickelung wird nun wiederum&lt;br /&gt;
durch die Söhne der zweiten Hierarchie, durch Archai,&lt;br /&gt;
Archangeloi, Angeloi, geleitet. Diese Wesenheiten bringen ein&lt;br /&gt;
Neues in das leuchtende Element, das zunächst durch die zweite&lt;br /&gt;
Hierarchie, eingezogen ist, das seinen Schatten, die luftige Finsternis&lt;br /&gt;
nach sich gezogen hat - nicht die gleichgültige neutrale Finsternis,&lt;br /&gt;
die saturnische, die einfach Abwesenheit des Lichtes war,&lt;br /&gt;
sondern die, welche den Gegensatz des Lichtes herausgearbeitet hat.&lt;br /&gt;
Zu dieser Entwickelung hinzu bringt die dritte Hierarchie, Archai,&lt;br /&gt;
Archangeloi, Angeloi, durch ihre eigene Wesenheit ein Element&lt;br /&gt;
hinein, das ähnlich ist unserem Begehren, unseren Trieben, etwas zu&lt;br /&gt;
erlangen, nach etwas sich zu sehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA233a 017.gif|right|350px|Zeichnung aus GA 233a, S. 17]]&lt;br /&gt;
Dadurch kam folgendes, dadurch kam zustande, daß, sagen wir,&lt;br /&gt;
ein Archai- oder Angeloiwesen hier hereinkam (siehe Zeichnung&lt;br /&gt;
S. 17, Punkt auf dem Lichtstrahl rechts) und auftraf auf ein Element&lt;br /&gt;
des Lichtes, ich möchte sagen, auf einen Ort des Lichtes. In diesem&lt;br /&gt;
Ort des Lichtes empfing es durch die Empfänglichkeit für dieses&lt;br /&gt;
Licht den Drang, das Begehren für die Finsternis. Es trug das Angeloiwesen&lt;br /&gt;
das Licht in die Finsternis herein, oder ein Angeloiwesen&lt;br /&gt;
trug die Finsternis in das Licht herein. Diese Wesenheiten werden&lt;br /&gt;
die Vermittler, die Boten zwischen Licht und Finsternis. Und die&lt;br /&gt;
Folge davon war, daß dann dasjenige, was früher nur im Lichte&lt;br /&gt;
erglänzte und seinen Schatten, die dunkle luftige Finsternis, nach&lt;br /&gt;
sich gezogen hat, daß das anfing in allen Farben zu schillern, daß&lt;br /&gt;
Licht in Finsternis, Finsternis in Licht erschien. Die dritte Hierarchie&lt;br /&gt;
ist es, die die Farbe hervorgezaubert hat aus Licht und Finsternis.&lt;br /&gt;
Sehen Sie, hier haben Sie auch sozusagen etwas historisch Dokumentarisches&lt;br /&gt;
vor Ihre Seele hinzustellen. In der &#039;&#039;[[Aristoteles]]&#039;&#039;-Zeit hat&lt;br /&gt;
man noch gewußt, wenn man, ich möchte sagen, innerhalb des&lt;br /&gt;
Mysteriums sich gefragt hat, woher die Farben kommen, daß damit&lt;br /&gt;
die Wesenheiten der dritten Hierarchie zu tun haben. Daher sprach&lt;br /&gt;
es Aristoteles in seiner Farbenharmonie aus, daß die Farbe ein Zusammenwirken&lt;br /&gt;
des Lichtes und der Finsternis bedeutet. Aber dieses&lt;br /&gt;
geistige Element, daß man hinter der Wärme die Wesenheiten der&lt;br /&gt;
ersten Hierarchie, hinter dem Lichte und seinem Schatten, der&lt;br /&gt;
Finsternis, die Wesenheiten der zweiten Hierarchie, hinter dem&lt;br /&gt;
farbigen Aufglitzern in einem Weitenzusammenhange die Wesenheiten&lt;br /&gt;
der dritten Hierarchie zu sehen hat, das ging verloren. Und es&lt;br /&gt;
blieb nichts anderes übrig als die unglückselige Newtonsche Farbenlehre,&lt;br /&gt;
über die bis ins 18. Jahrhundert herein die Eingeweihten&lt;br /&gt;
gelächelt haben, und die dann das Glaubensbekenntnis derjenigen&lt;br /&gt;
wurde, die eben physikalische Fachleute sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß eben wirklich von der geistigen Welt gar nichts mehr&lt;br /&gt;
wissen, wenn man im Sinne dieser Newtonschen Farbenlehre sprechen&lt;br /&gt;
kann. Und wenn man noch innerlich aufgestachelt ist von der&lt;br /&gt;
geistigen Welt, wie es bei &#039;&#039;[[Goethe]]&#039;&#039; der Fall war, da sträubt man sich&lt;br /&gt;
dagegen. Man stellt, wie er es getan hat, das Richtige hin und&lt;br /&gt;
schimpft furchtbar. Denn Goethe hat nie so geschimpft als bei der&lt;br /&gt;
Gelegenheit, wo er über Newton zu schimpfen hatte; er schimpfte&lt;br /&gt;
furchtbar über das unsinnige Zeug. Solche Dinge kann man ja heute&lt;br /&gt;
nicht begreifen, aus dem einfachen Grunde, weil heute jemand&lt;br /&gt;
vor den Physikern ein Narr ist, der nicht die Newtonsche Farbenlehre&lt;br /&gt;
anerkennt. Aber die Dinge liegen doch nicht so, daß etwa in&lt;br /&gt;
der Goethe-Zeit Goethe ganz allein dagestanden hätte. Unter&lt;br /&gt;
denen, die nach außen diese Dinge aussprachen, stand er allein da,&lt;br /&gt;
aber die Wissenden, auch noch am Ende des 18. Jahrhunderts, sie&lt;br /&gt;
wußten eben durchaus auch, wie innerhalb des Geistigen die Farbe&lt;br /&gt;
erquillt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sehen Sie, die Luft ist der Schatten des Lichtes. Und&lt;br /&gt;
geradeso, wie, wenn das Licht ersteht, unter gewissen Bedingungen&lt;br /&gt;
der finstere Schatten da ist, so ersteht, wenn Farbe da ist und diese&lt;br /&gt;
Farbe als Realität wirkt - und das konnte sie, solange sie eindrang in&lt;br /&gt;
das luftige Element -, so entsteht, wenn die Farbe hinsprüht im&lt;br /&gt;
luftigen Elemente, wirkt im luftigen Elemente, also etwas ist, nicht&lt;br /&gt;
bloß ein Abglanz ist, nicht bloß die Reflexfarbe ist, sondern eine&lt;br /&gt;
Realität, die hinsprüht im luftigen Elemente: dann entsteht, wie&lt;br /&gt;
durch Druck Gegendruck entsteht unter gewissen Bedingungen, aus&lt;br /&gt;
dem realen Farbigen das flüssige, das wäßrige Element. Wie der&lt;br /&gt;
Schatten des Lichtes Luft ist, kosmisch gedacht, so ist das Wasser der&lt;br /&gt;
Abglanz, die Schöpfung des Farbigen im Kosmos.&lt;br /&gt;
Sie werden sagen: Das verstehe ich nicht. - Aber versuchen Sie&lt;br /&gt;
nur einmal, tatsächlich das Farbige zu fassen in seinem realen Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA233a 020.gif|center|400px|Zeichnung aus GA 233a, S 20]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot - nun ja, glauben Sie, daß das Rot wirklich in seiner Wesenheit&lt;br /&gt;
nur die neutrale Fläche ist, als die man es gewöhnlich anschaut? Das&lt;br /&gt;
Rot ist doch etwas, was eine Attacke auf einen macht. Ich habe es&lt;br /&gt;
oftmals erwähnt. Man möchte davonlaufen vor dem Rot, es stößt&lt;br /&gt;
einen zurück. Das Blauviolett, man möchte ihm nachlaufen, es läuft&lt;br /&gt;
immer vor einem davon, es wird immer tiefer und tiefer. In den&lt;br /&gt;
Farben lebt ja alles. Die Farben sind eine Welt, und das seelische&lt;br /&gt;
Element fühlt sich in der Farbenwelt tatsächlich so, daß es gar nicht&lt;br /&gt;
auskommen kann ohne Bewegung, wenn es den Farben mit dem&lt;br /&gt;
seelischen Erleben folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, der Mensch glotzt heute den [[Regenbogen]] an. Wenn&lt;br /&gt;
man nur mit einiger Imagination nach dem Regenbogen hinschaut,&lt;br /&gt;
da sieht man Elementarwesen, die am Regenbogen sehr tätig sind.&lt;br /&gt;
Diese Elementarwesen zeigen sehr merkwürdige Erscheinungen.&lt;br /&gt;
Hier (bei Rot und Gelb) sieht man fortwährend aus dem Regenbogen&lt;br /&gt;
herauskommen gewisse Elementarwesen. Die bewegen sich&lt;br /&gt;
dann so herüber. In dem Augenblicke, wo sie ankommen an dem&lt;br /&gt;
unteren Ende des Grüns, werden sie angezogen. Man sieht sie hier&lt;br /&gt;
verschwinden (bei Grün und Blau). Auf der anderen Seite kommen&lt;br /&gt;
sie wieder heraus. Der ganze Regenbogen zeigt für den, der ihn mit&lt;br /&gt;
Imagination anschaut, ein Herausströmen des Geistigen, ein Verschwinden&lt;br /&gt;
des Geistigen. Er zeigt tatsächlich etwas wie eine geistige&lt;br /&gt;
Walze, wunderbar. Und zu gleicher Zeit bemerkt man an diesen&lt;br /&gt;
geistigen Wesenheiten, daß, indem sie da herauskommen, sie mit&lt;br /&gt;
einer großen Furcht herauskommen, indem sie da hineingehen,&lt;br /&gt;
gehen sie mit einem ganz unbesieglichen Mut hinein. Wenn man&lt;br /&gt;
nach dem Rotgelb hinschaut, da strömt Furcht aus, wenn man nach&lt;br /&gt;
dem Blauviolett hinschaut, bekommt man das Gefühl: Da lebt ja&lt;br /&gt;
alles wie Mut, wie Courage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun stellen Sie sich vor, daß nicht bloß der Regenbogen da ist,&lt;br /&gt;
sondern wenn ich jetzt hier einen Schnitt zeichne (siehe Zeichnung, Tafel 2&lt;br /&gt;
oben) und der Regenbogen so steht (um 90° gedreht), so kommen&lt;br /&gt;
die Wesenheiten da heraus, da verschwinden sie; hier Angst, hier&lt;br /&gt;
Mut (siehe Zeichnung S. 22). Der Mut verschwindet wiederum. So&lt;br /&gt;
wäre jetzt das Auge gerichtet, hier ist der Regenbogen, hier ist jetzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA233a 022.gif|center|300px|Zeichnung aus GA 233a, S 22]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rot, Gelb und so weiter. Da bekommt der Regenbogen eine&lt;br /&gt;
Dicke. Und da werden Sie sich schon vorstellen können, daß&lt;br /&gt;
wäßriges Element daraus entsteht. Und in diesem wäßrigen Element&lt;br /&gt;
leben nun geistige Wesenheiten, die wirklich auch eine Art von&lt;br /&gt;
Abbild sind der Wesenheiten der dritten Hierarchie.&lt;br /&gt;
Man kann schon sagen: Kommt man an die Wissenden des 11.,&lt;br /&gt;
12., 13. Jahrhunderts heran, so muß man solche Dinge verstehen.&lt;br /&gt;
Sie können nicht einmal die Späteren mehr verstehen, Sie können&lt;br /&gt;
nicht den &#039;&#039;[[Albertus Magnus]]&#039;&#039; verstehen, wenn Sie ihn lesen mit dem,&lt;br /&gt;
was heute der Mensch weiß. Sie müssen ihn lesen mit einer Art von&lt;br /&gt;
Wissen, daß solches Geistiges für ihn noch eine Realität war; dann&lt;br /&gt;
verstehen Sie erst, wie er die Worte gebraucht, wie er sich ausdrückt.&lt;br /&gt;
Und auf diese Weise treten auf wie ein Abglanz der Hierarchien&lt;br /&gt;
Luft, Wasser. Indem die Hierarchien selber eindringen, dringt die&lt;br /&gt;
zweite Hierarchie ein in Form des Lichtes, die dritte Hierarchie ein in&lt;br /&gt;
Form des Farbigen. Damit aber, daß dieses sich bildet, ist das Mondendasein&lt;br /&gt;
erreicht.|233a|18ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Farben}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Farbe}}&lt;br /&gt;
*[[Farbwahrnehmungsprozeß]]&lt;br /&gt;
*[[Sieben Planeten#Farbzuordnung der Planeten|Farbzuordnung der Planeten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Olaf L. Müller: &#039;&#039;Mehr Licht: Goethe mit Newton im Streit um die Farben&#039;&#039;, S. Fischer Verlag, ISBN 978-3100022073, eBook {{ASIN|B00OVFTIXU}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Lucifer – Gnosis&#039;&#039;, [[GA 34]] (1987), ISBN 3-7274-0340-3 {{Vorträge|034}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft&#039;&#039;, [[GA 96]] (1989) {{Vorträge|096}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mysterienstätten des Mittelalters&#039;&#039;, [[GA 233a]] (1991), ISBN 3-7274-2335-8 {{Vorträge|233a}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914&#039;&#039;, [[GA 265]] (1987), ISBN 3-7274-2650-0 {{Vorträge|265}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Wesen der Farben&#039;&#039;, [[GA 291]] (1980) {{Vorträge|291}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Farbenerkenntnis&#039;&#039;, [[GA 291a]] (1990) {{Vorträge|291a}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/sonstiges3.html Projekt Farbenlehre] Website&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farben|!103]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinne]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrnehmung]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinnesqualitäten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerei|E]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Licht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Lotosblumen&amp;diff=612957</id>
		<title>Lotosblumen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Lotosblumen&amp;diff=612957"/>
		<updated>2024-01-17T22:03:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Joachim Stiller: Die sieben Chakren - Eine Besprechung PDF entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Nelumno nucifera open flower - botanic garden adelaide2.jpg|thumb|[[w:Indische Lotosblume|Indische Lotosblume]] (&#039;&#039;Nelumbo nucifera&#039;&#039;) im botanischen Garten von Adelaide, Australien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakren.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://www.steinerverlag.com/ch/die-kleinen-begleiter/die-chakren}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lotosblumen&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Chakren&#039;&#039;&#039; (von [[Sanskrit]], m., चक्र, {{IAST|cakra}}, [{{IPA|ʧʌkɽʌ}}], wörtl.: „Rad, Diskus, Kreis“) sind Organe des [[Astralleib]]s bzw. &#039;&#039;&#039;Seelenorgane&#039;&#039;&#039;, die der [[Wahrnehmung]] der [[Seelenwelt]] dienen. Dem hellsichtigen Blick zeigen sie sich in kreisrunder, blütenartiger Form, was ihren Namen rechtfertigt. Beim heutigen [[Mensch]]en stehen sie still, können aber durch [[Schulungsweg|geistige Schulung]] in Bewegung gesetzt werden. Beim fortgeschrittenen Geheimschüler drehen sie sich &#039;&#039;im Uhrzeigersinn&#039;&#039; und eröffnen ihm dadurch den Blick in die [[Geistige Welt|geistige Welt]]. Das moderne [[Hellsehen]] ist dabei mit strenger [[Gedankenkontrolle]] verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Atlantier]] waren die Lotosblumen noch beweglich, beim [[Lemurier]] sogar sehr heftig bewegt, drehten sich aber gegen den Uhrzeigersinn. Das ist auch bei heutigen [[Medium|Medien]] mit [[atavistisch]]em Hellsehen der Fall. Das Hellsehen der Medien ist allerdings ein unbewusstes, das keiner Gedankenkontrolle unterliegt {{Lit|{{G|94|173}}}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Chakra&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Sudarshana Chakra&#039;&#039;&#039; ({{SaS|सुदर्शन चक्र|sudarśana cakra}}; deutsch etwa: „leicht sichtbares Rad“ oder „glückverheißendes Rad“) wird auch die Wurfscheibe des [[Hinduismus|hinduistischen]] Gottes [[Vishnu]] bezeichnet, die neben der Keule (&#039;&#039;gada&#039;&#039;), dem [[w:Schneckenhorn|Muschelhorn]] (&#039;&#039;shankha&#039;&#039;) und dem &#039;&#039;&#039;Lotos&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;padma&#039;&#039;) eine seiner vier wesentlichen [[Insignien]] ist. Basierend auf dem [[Rigveda]] gilt im [[Hinduismus]], [[Buddhismus]] und [[w:Sikhismus|Sikhismus]] der rotierende Diskus als Symbol für das [[Rad der Zeit]], für die in immer wiederkehrenden Zyklen verlaufende [[Zeit]], auch [[Kalachakra]] genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Agarwala, Vasudeva Sharana (1965). &#039;&#039;Indian Art: A history of Indian art from the earliest times up to the third century A.D, Volume 1 of Indian Art&#039;&#039;. Prithivi Prakashan. S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das System der 7 Lotosblumen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Lotosbaum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt [[sieben]] &#039;&#039;&#039;Hauptchakren&#039;&#039;&#039; und darüber hinaus noch zahlreiche &#039;&#039;&#039;Nebenchakren&#039;&#039;&#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. in den [[Hand|Händen]], in denen sich die 7 Hauptchakren auf besondere Weise widerspiegeln. Das gesamte, eng miteinander vernetzte System der Haupt- und Nebenchakren bildet den sog. [[Lotosbaum]]. Er entspricht dem [[Bodhibaum]], unter dem der [[Buddha]] seine [[Erleuchtung]] empfing, aber auch dem von [[Christus]] verfluchten [[Feigenbaum]], womit angedeutet werden sollte, dass die Zeit des [[atavistisch]]en [[Hellsehen]]s abgelaufen ist. Auch der Prophet [[Mohammed]] empfing seine Offenbarung durch den [[Gabriel (Erzengel)|Erzengel Gabriel]] &#039;&#039;„beim Lotusbaum am äußersten Ende, an dem das Paradies der Geborgenheit liegt.“&#039;&#039; {{Koran|53|13|14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptchakren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chakras.jpg|mini|Die 7 hauptsächlichen Chakren des Menschen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Vorträgen &amp;quot;&#039;&#039;Populärer Okkultismus&#039;&#039;&amp;quot; beschrieb [[Rudolf Steiner]] das System der sieben hauptsächlichen Lotosblumen wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man unterscheidet sieben solcher astralen Organe. Die erste, die zweiblättrige Lotusblume, ist in der Gegend der Nasenwurzel; die zweite, die sechzehnblättrige, liegt in der Höhe des Kehlkopfes; die dritte, die zwölfblättrige, in der Höhe des Herzens; die vierte, die acht- bis zehnblättrige, in der Nähe des Nabels; die fünfte, die sechsblättrige, etwas tiefer unten; die sechste, die vierblättrige, noch weiter unten, die Swastika, die mit allem, was Befruchtung ist, zusammenhängt; von der siebenten kann nicht ohne weiteres gesprochen werden. Diese sechs Organe haben für die seelische Welt dieselbe Bedeutung wie die physischen Sinne für die Wahrnehmung der Sinnenwelt. Ein Bild dafür ist die sogenannte Swastika. Durch die genannten Übungen werden sie zuerst heller, dann beginnen sie sich zu bewegen. Beim heutigen Menschen sind sie unbeweglich, beim Atlantier waren sie noch beweglich, beim Lemurier noch sehr lebhaft bewegt. Aber sie drehten sich damals in entgegengesetzter Richtung als heute beim okkult Entwickelten, wo sie sich in der Richtung des Uhrzeigers drehen. Eine Analogie zu dem traumhaft hellseherischen Zustand der Lemurier ist die Tatsache, daß sich auch bei den heutigen Medien mit atavistischem Hellsehen noch immer die Lotusblumen in der Richtung drehen, wie einst in der atlantischen und lemurischen Zeit, nämlich gegen den Uhrzeiger. Das Hellsehen der Medien ist ein unbewußtes, ohne Gedankenkontrolle, das des echten Hellsehers aber bewußt und von den Gedanken genau überwacht. Die Mediumschaft ist sehr gefährlich, die gesunde Geheimschulung aber gänzlich ungefährlich.|94|173}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der orientalischen Überlieferung wird die siebente Lotosblume, von der Rudolf Steiner hier nicht weiter spricht, weitgehend übereinstimmend als tausendblättrige Lotosblume bezeichnet. Sie liegt als [[Scheitelchakra]] in der Nähe der [[Zirbeldrüse]]. Ihre Tätigkeit offenbart sich in der [[Kopfaura]] des [[Mensch]]en, im [[Heiligenschein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Man sollte sich diese Organe nicht wie etwas vorstellen, das in der Vorstellung&lt;br /&gt;
seines sinnlichen Bildes ein Abdruck seiner Wirklichkeit hat. Diese Organe sind eben&lt;br /&gt;
übersinnlich und bestehen in einer bestimmt geformten Seelenbetätigung; und sie&lt;br /&gt;
bestehen nur insofern und so lange, als diese Seelenbetätigung geübt wird. Etwas,&lt;br /&gt;
was sich als Sinnenfälliges anschauen läßt, ist mit diesen Organen so wenig am Menschen,&lt;br /&gt;
als irgendein «Dunst» um ihn ist, wenn er denkt. Wer sich das Übersinnliche&lt;br /&gt;
durchaus sinnlich vorstellen will, gerät eben in Mißverständnisse.|13|345}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht indischen Ursprungs ist die Zuordnung der [[Regenbogenfarben]] zu den Chakren, die erst 1927 von [[Charles W. Leadbeater]] in seinem Buch «Die Chakras» eingeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handchakren ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hand}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Handchakren&#039;&#039;&#039; sind bedeutsame Nebenchakren. Durch sie können die sieben Hauptchakren einerseits auf sehr differenzierte Weise ihre besonderen Qualitäten austrahlen, anderseits auch feine Impulse von außen empfangen und wahrnehmbar machen. Es gibt - soweit bekannt - keine Angaben [[Rudolf Steiner]]s, wie sich die 7 Hauptchakren auf den inneren Handflächen widerspiegeln. Allgemein wird davon ausgegangen, dass das [[Wurzelchakra]] vornehmlich auf der Innenseite des Handgelenks zum Ausdruck kommt, und das [[Kronenchakra]] in der Mitte der Handfläche. Die restlichen 5 Chakren werden meist grob den fünf [[Finger]]n zugeordnet, allerdings nicht immer in übereinstimmender Weise. Das ist auch wenig verwunderlich, da das Chakren-System in Wahrheit noch wesentlich differenzierter ist. Jeder Finger empfängt Wirkungen von allen 7 Hauptchakren, von denen er situationsbedingt eine mehr und andere weniger zum Ausdruck bringt. Eine starre Zuordnung wird dem lebendigen Wesen der Hände nicht gerecht, weshalb auch hier darauf verzichtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hand|Hände]] des Menschen sind in aufsteigender Entwicklung begriffen. Sie sind dazu bestimmt, auf dem [[Neuer Jupiter|neuen Jupiter]] zu neuen Denkorganen zu werden {{GZ||156|80ff}}. Schon heute sind sie überaus feine sensitive Empfindungsorgane. Häufiges [[Händewaschen]] fördert diese subtile Empfindungsfähigkeit der Hände. Darüber hinaus sind sie auch subtile Denkorgane für das [[Schicksal]], das [[Karma]] {{GZ||181|94ff}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[Hellsehen|hellsichtigen Blick]] erscheinen die Hände als ganz besonders wundervolle Gebilde. Sie senden [[ätherisch]]e Strahlungen aus durch die [[Finger]], den Handrücken und insbesondere auch durch die inneren Handflächen, die bei geistig entsprechend hochentwickelten Menschen durchaus eine belebende, heilende Wirkung haben können. Dabei spielen auch die Handchakren eine wesentliche Rolle. Das ist die reale Grundlage des [[Segen|Segnens]] und [[Handauflegen]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußchakren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Fußchakren&#039;&#039;&#039; spiegeln auf den Fußsohlen ähnlich wie die Handchakren auf den Handinnenflächen alle sieben Hauptchakren wider, so etwa im Fersenbereich das [[Wurzelchakra]], in der Mitte der Fußsohle das [[Herzchakra]] und im oberen Zehenbereich das [[Kronenchakra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lotosblumen und ätherisches Vorgrat ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GA 266b 119.gif|thumb|Das ätherische Vorgrat, Zeichnung aus [[GA 266/2]], S. 119]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ätherisches Vorgrat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ätherisches Vorgrat|ätherische Vorgrat]], von [[Rudolf Steiner]] gelegentlich auch als [[elementarisches Rückgrat]] bezeichnet {{GZ||147|65f}}, ist ein [[ätherisch]]es Organ, das künftig als Gegenpart und Ergänzung zum [[Rückgrat]], mit dem es sich später zu einem geschlossenen System verbinden wird, an der Vorderseite des [[Mensch]]en ausgebildet wird. Es bildet so gleichsam eine Art von zweiter, allerdings rein [[ätherisch]]er [[Wirbelsäule]]. Durch [[geistige Schulung]], wenn sie in richtiger Weise erfolgt, wird diese Entwicklung heute schon bis zu einem gewissen Grad vorweggenommen {{Lit|{{G|266b|119}}}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorgrat, das vorne vom Kopf aus heruntergeht, wird durch die gemeinsame Tätigkeit der [[Epiphyse]] und der [[Hypophyse]] organisiert und kündigt sich heute schon im der Kette der Lotosblumen an, die allerdings keine ätherischen, sondern [[astral]]e Organe sind. Diese [[Seelenorgane]], die sich im [[Astralleib]] durch die [[Meditation]] ausbilden und aktiviert werden, drücken sich im [[Ätherleib]] ab und bilden so allmählich das Vorgrat aus. Es liegt hinter dem Brustbein, das der Mensch im [[7. nachatlantisches Zeitalter]], wenn das Vorgrat zur Reife gelangt, allerdings nicht mehr haben wird. {{GZ||224|40f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung der moralischen Entwicklung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die moralische Entwicklung ungenügend, so wird das [[elementarisches Rückgrat|elementarische Rückgrat]] und das System der Lotosblumen sehr leicht zu einem Angriffspunkt der [[Widersacher]]mächte. Die [[Luzifer|luziferischen Mächte]] drängen dabei mehr von außen heran und ergreifen das [[astral]]ische System der Lotosblumen, während die [[Ahriman|ahrimanischen Mächte]] das [[ätherisch]]e Vorgrat ergreifen. Das System der Lotusblumen wird dadurch mit dem ätherischen Vorgrat zusammenschnürt und der Mensch gleichsam in sich gefesselt. Dadurch wird ein Grad von [[Egoismus]], [[Macht]]gelüsten und Liebe zur Täuschung ausgebildet, der ganz undenkbar ist, wenn der Mensch ohne geistige Schulung fest in der physischen Welt stehenbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|So wie schon erwähnt worden ist, daß dasjenige, was – in geistiger Art entwickelt –&lt;br /&gt;
zu hohen Tugenden in der geistigen Welt führen kann, wenn man es in die Sinneswelt&lt;br /&gt;
hinunterströmen läßt, zu den stärksten Lastern führen kann, so ist es auch in bezug&lt;br /&gt;
auf die Lotusblumen und das elementarische Rückgrat. Es ist auch möglich, daß man&lt;br /&gt;
durch gewisse Verrichtungen die Lotusblumen und auch das elementarische Rückgrat&lt;br /&gt;
erweckt, ohne daß man moralische Festigkeit sucht, aber kein gewissenhafter Hellseher&lt;br /&gt;
wird das anempfehlen. In dem Augenblick, wo man die Schwelle zur geistigen Welt&lt;br /&gt;
überschreitet, kommt man in ganz anderer Weise, als man ihnen in der physisch-sinnlichen&lt;br /&gt;
Welt gegenübertritt, in die Nähe der luziferischen und ahrimanischen Wesen.&lt;br /&gt;
Und man erlebt das Eigentümliche, sobald man die Schwelle überschritten hat, das&lt;br /&gt;
heißt, sobald man Lotusblumen und ein Rückgrat hat, daß man sogleich die luziferischen&lt;br /&gt;
Mächte herankommen sieht. Diese haben das Bestreben, die Blätter der Lotusblüten zu ergreifen. Sie strecken die Fangarme aus nach unseren Lotusblüten, und&lt;br /&gt;
man muß in der richtigen Weise sich entwickelt haben, damit man diese Lotusblüten&lt;br /&gt;
zur Erfassung der geistigen Vorgänge verwendet, und daß sie einem nicht erfaßt werden&lt;br /&gt;
von luziferischen Mächten. Dies ist aber nur möglich, wenn man mit Befestigung&lt;br /&gt;
der moralischen Kräfte in die geistige Welt hinaufsteigt. Ich habe schon angedeutet,&lt;br /&gt;
daß in der physisch-sinnlichen Welt die ahrimanischen Kräfte mehr von außen, die luziferischen&lt;br /&gt;
mehr von innen in der Seele an den Menschen herankommen. In der geistigen&lt;br /&gt;
Welt ist es umgekehrt: da kommen die luziferischen Wesenheiten von außen&lt;br /&gt;
und wollen die Lotusblumen ergreifen, und die ahrimanischen Wesenheiten kommen&lt;br /&gt;
von innen und setzen sich fest in dem elementarischen Rückgrat. Und jetzt schließen,&lt;br /&gt;
wenn man nicht in Moraliät hinaufgestiegen ist in die geistige Welt, einen merkwürdigen&lt;br /&gt;
Bund miteinander die ahrimanischen und die luziferischen Mächte. Wenn man&lt;br /&gt;
mit Ehrgeiz, Eitelkeit, mit Machtgelüsten, mit Stolz hinaufgestiegen ist, dann gelingt es&lt;br /&gt;
Ahriman und Luzifer miteinander einen Bund zu schließen. Ich werde zwar ein Bild&lt;br /&gt;
gebrauchen für das, was dann Luzifer und Ahriman tun, aber dieses Bild entspricht&lt;br /&gt;
der Wirklichkeit. Luzifer und Ahriman knüpfen die Blätter der Lotusblumen an das&lt;br /&gt;
elementarische Rückgrat an. Alle Blätter der Lotusblumen werden mit dem elementarischen&lt;br /&gt;
Rückgrat zusammengebunden, der Mensch wird in sich selber zusammengeschnürt,&lt;br /&gt;
in sich selber gefesselt durch seine entwickelten Lotusblumen und durch sein&lt;br /&gt;
elementarisches Rückgrat. Und das hat zur Folge, daß ein Grad von Egoismus und&lt;br /&gt;
Grad von Liebe zur Täuschung eintritt, die ganz undenkbar sind, wenn der Mensch in&lt;br /&gt;
der physischen Welt nur stehenbleibt.|147|65f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbildung des Vorgrates ist verwandt dem Prozess der [[Gedächtnisbildung]]. Diese beruht darauf, daß einerseits ein Strom [[Ätherisation des Blutes|ätherisierten Blutes]] vom [[Herz]]en aufströmt und die [[Zirbeldrüse]] umspielt, die diese Kräfte nun wie feine Lichtstrahlen aussendet. Anderseits strömt mit der [[Lymphe|Lymphflüssigkeit]] aus dem unteren Organismus ein zweiter Ätherstrom aufwärts bis zur [[Hypophyse]]. Das [[Gedächtnis]] bildet sich, indem sich die Spannung zwischen diesen beiden Strömungen ausgleicht und das zu Erinnernde in die Tiefe des Organismus aufgenommen wird. Das gilt auch für jene Kräfte, die in den Organen für die nächste [[Inkarnation]] aufgespeichert werden. Bei der herkömmlichen wird Gedächtnisbildung das, was zunächst dem [[Ätherleib]] eingeprägt wird, bis an den [[Physischer Leib|physischen Leib]] weitergereicht. Bei der [[Schulungsweg|geistigen Schulung]] geschieht das nicht. Da bleiben alle Kräfte im Ätherleib, werden verstärkt und machen dadurch den Ätherleib zum geeigneten lebendigen Spiegelungsorgan, durch das die Erlebnisse der [[Lotosblumen]] bewußt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Lotosblumen als geistige Wahrnehmungsorgane ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sinneserfahrung und Bewusstsein.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://www.steinerverlag.com/ch/die-kleinen-begleiter/sinneserfahrung-und-bewusstsein}}]]&lt;br /&gt;
{{GZ|Die geistig-seelischen Organe, die Lotusblumen, bilden sich so, daß sie dem übersinnlichen Bewußtsein an dem in Schulung befindlichen Menschen wie in der Nähe bestimmter physischer Körperorgane erscheinen. Aus der Reihe dieser Seelenorgane sollen hier genannt werden: dasjenige, das wie in der Nähe der Augenbrauenmitte erfühlt wird (die sogenannte zweiblättrige Lotusblume), dasjenige in der Gegend des Kehlkopfes (die sechzehnblättrige Lotusblume), das dritte in der Herzgegend (die zwölfblättrige Lotusblume), das vierte in der Gegend der Magengrube. Andere solche Organe erscheinen in der Nähe anderer physischer Körperteile. (Die Namen «zwei-» oder «sechzehnblättrig» können gebraucht werden, weil die betreffenden Organe sich mit Blumen mit entsprechender Blätterzahl vergleichen lassen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lotusblumen werden an dem astralischen Leibe bewußt. In dem Zeitpunkte, in dem man die eine oder die andere entwickelt hat, weiß man auch, daß man sie hat. Man fühlt, daß man sich ihrer bedienen kann und daß man durch ihren Gebrauch in eine höhere Welt wirklich eintritt. Die Eindrücke, welche man von dieser Welt erhält, gleichen in mancher Beziehung noch denen der physisch-sinnlichen. Wer imaginativ erkennt, wird von der neuen höheren Welt so sprechen können, daß er die Eindrücke als Wärme- oder Kälteempfindungen, Ton- oder Wortwahrnehmungen, Licht- oder Farbenwirkungen bezeichnet. Denn wie solche erlebt er sie. Er ist sich aber bewußt, daß diese Wahrnehmungen in der imaginativen Welt etwas anderes ausdrücken als in der sinnlich-wirklichen. Er erkennt, daß hinter ihnen nicht physisch-stoffliche Ursachen, sondern seelisch-geistige stehen. Wenn er etwas wie einen Wärmeeindruck hat, so schreibt er diesen nicht zum Beispiel einem heißen Stück Eisens zu, sondern er betrachtet ihn als Ausfluß eines seelischen Vorganges, wie er ihn bisher nur in seinem seelischen Innenleben gekannt hat. Er weiß, daß hinter den imaginativen Wahrnehmungen seelische und geistige Dinge und Vorgänge stehen, wie hinter den physischen Wahrnehmungen stofflich-physische Wesen und Tatsachen. — Zu dieser Ähnlichkeit der imaginativen mit der physischen Welt kommt aber ein bedeutsamer Unterschied hinzu. Es ist etwas in der physischen Welt vorhanden, was in der imaginativen ganz anders auftritt. In jener kann beobachtet werden ein fortwährendes Entstehen und Vergehen der Dinge, ein Wechsel von Geburt und Tod. In der imaginativen Welt tritt an Stelle dieser Erscheinung eine fortdauernde &#039;&#039;Verwandlung&#039;&#039; des einen in das andere. Man sieht zum Beispiel in der physischen Welt eine Pflanze &#039;&#039;vergehen&#039;&#039;. In der imaginativen zeigt sich in demselben Maße, in dem die Pflanze dahinwelkt, das Entstehen eines andern Gebildes, das physisch nicht wahrnehmbar ist und in welches sich die vergehende pflanze allmählich verwandelt. Wenn nun die Pflanze dahingeschwunden ist, so ist dieses Gebilde an ihrer Stelle voll entwickelt da. Geburt und Tod sind Vorstellungen, welche in der imaginativen Welt ihre Bedeutung verlieren. An ihre Stelle tritt der Begriff von &#039;&#039;Verwandlung des einen in das andere&#039;&#039;. — Weil dies so ist, deshalb werden für das imaginative Erkennen jene Wahrheiten über die Wesenheit des Menschen zugänglich, welche in diesem Buche in dem Kapitel «Wesen der Menschheit» mitgeteilt worden sind. Für das physisch-sinnliche Wahrnehmen sind nur die Vorgänge des physischen Leibes wahrnehmbar. Sie spielen sich im «Gebiete von Geburt und Tod» ab. Die andern Glieder der Menschennatur: Lebensleib, Empfindungsleib und Ich stehen unter dem Gesetze der Verwandlung, und ihre Wahrnehmung erschließt sich der imaginativen Erkenntnis. Wer bis zu dieser vorgeschritten ist, nimmt wahr, wie sich aus dem physischen Leibe gleichsam herauslöst dasjenige, was mit dem Hinsterben in anderer Daseinsart weiterlebt.|13|258ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie für die sinnliche Wahrnehmung physische Sinnesorgane nötig sind, bedarf es zur geistigen Wahrnehmung seelischer Wahrnehmungsorgane. Im gegenwärtigen Entwicklungszustand der [[Menschheit]] sind sie während unseres irdischen Lebens nicht aktiv. Wenn der Mensch mit dem Tod seinen physischen Leib - und damit auch seine physischen Sinne - ablegt, beginnen sie zu erwachen. Sie können aber auch während des Erdendaseins durch gezielte [[Schulungsweg|geistige Schulung]] in Tätigkeit gesetzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Diese Organe sind die sieben Lotusblumen, Chakrams. So entsteht an der Nasenwurzel, zwischen den Augenbrauen die zweiblättrige Lotusblume. Hellsehende Künstler haben das gewußt und ihren Kunstwerken das Symbol dafür gegeben: Michelangelo bildete seinen «Moses» mit zwei Hörnern. Die Lotusblumen sind in folgender Weise verteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::die sechzehnblättrige Lotusblume in der Nähe des Kehlkopfes,&lt;br /&gt;
::die zwölfblättrige Lotusblume in der Nähe des Herzens,&lt;br /&gt;
::die acht- oder zehnblättrige Lotusblume in der Nähe der Magengrube,&lt;br /&gt;
::eine sechs- und eine vierblättrige sind weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese astralen Organe sind beim gewöhnlichen heutigen Menschen kaum angedeutet zu sehen, aber wenn er hellsehend wird, oder im Trancezustand, treten sie scharf hervor in lebhaften, leuchtenden Farben und bewegen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, wo die Lotusblumen sich bewegen, nimmt der Mensch in der Astralwelt wahr. Der Unterschied zwischen physischen und astralen Organen besteht darin, daß die physischen Sinnesorgane des Menschen passiv sind; sie lassen alles von außen auf sich einwirken. Auge, Ohr und so weiter sind zunächst im Zustande der Ruhe, sie müssen warten, bis ihnen etwas geboten wird, Licht, Töne und so weiter. Die geistigen Organe sind im Gegensatz dazu aktiv, sie umfassen klammerartig den Gegenstand. Diese Tätigkeit kann aber erst dann erwachen, wenn die Kräfte des Astralleibes nicht anderweitig, gebraucht werden; dann aber strömen sie in die Lotusblumen ein. Auch in Kamaloka, solange die niederen Teile des Astralleibes noch mit dem Menschen verbunden sind, findet immer noch eine Trübung statt. Wenn aber der astrale Leichnam abgestoßen ist und nur das dauernd Erworbene zurückbleibt, also an der Pforte von Devachan, dann sind diese astralen Sinnesorgane zu voller Tätigkeit erwacht, und im Devachan lebt der Mensch in hohem Maße bewußt mit diesen Sinnesorganen.|95|42f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die selben astralischen Kräfte, die in der Nacht im Schlaf den [[Physischer Leib|physischen Leib]] und den [[Ätherleib]] wieder erfrischen, gebraucht der [[Geistesschüler]], um seine astralen Sinnesorgane auszubilden und zu aktivieren. Er zieht dazu einen Teil dieser Kräfte von seinen unteren leiblichen Wesengliedern ab und formt sie zu geistigen Wahrnehmungsorganen um. Erfolgreich wird er dabei nur sein, wenn er seinem ganzen Leben einen rhythmischen Verlauf gibt. Rhythmus erspart Kraft! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Hat der Mensch diesen devachanischen Zustand erlangt, dann fangen die Lotusblumen, die Chakrams oder Räder, an gewissen Stellen im Astralleib an, sich wie der Zeiger einer Uhr von links nach rechts zu drehen. Sie sind die Sinnesorgane des Astralleibes, aber ihr Wahrnehmen ist ein aktives. Das Auge zum Beispiel ist in Ruhe, es läßt das Licht in sich hereinkommen und nimmt es dann wahr. Dagegen nehmen die Lotusblumen erst dann wahr, wenn sie sich bewegen, wenn sie einen Gegenstand umfassen. Die durch das Drehen der Lotusblumen erregten Schwingungen bewirken dann eine Berührung der Astralmaterie, und so entsteht die Wahrnehmung auf dem Astralplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches sind nun die Kräfte, welche die Lotusblumen ausbilden? Woher kommen diese Kräfte? Wir wissen, daß während des Schlafes die verbrauchten Kräfte des physischen und ätherischen Körpers von dem Astralleibe wieder ersetzt werden; durch seine Regelmäßigkeit kann er im Schlafe Unregelmäßigkeiten des physischen und ätherischen Leibes ausgleichen. Diese Kräfte aber, welche zur Überwindung der Ermüdung verwendet werden, sind es, die die Lotusblumen ausbilden. Ein Mensch, der seine okkulte Entwickelung anfängt, entzieht also dadurch eigentlich seinem physischen und ätherischen Leibe Kräfte. Würden diese Kräfte dauernd dem physischen Leibe entzogen werden, so müßte der Mensch erkranken, ja, es würde sogar eine völlige Erschöpfung eintreten. Will er sich also physisch und moralisch nicht schädigen, so muß er diese Kräfte durch etwas anderes ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß eingedenk sein einer allgemeinen Weltregel: Rhythmus ersetzt Kraft! Das ist ein wichtiger okkulter Grundsatz. Heute lebt der Mensch höchst unregelmäßig, namentlich im Vorstellen und Handeln. Ein Mensch, der bloß die zerstreuende Außenwelt auf sich einwirken ließe und mitmachen würde, könnte dieser Gefahr, in die sein physischer Leib durch die okkulte Entwickelung wegen der Kraftentziehung gestürzt wird, nicht entgehen. Deshalb muß der Mensch daran arbeiten, daß Rhythmus in sein Leben hineinkommt. Natürlich kann er es nicht so einrichten, daß ein Tag wie der andere verläuft. Aber eines kann er tun: gewisse Tätigkeiten kann er ganz regelmäßig ausführen, und das muß nun derjenige tun, der eine okkulte Entwickelung durchmacht. So zum Beispiel sollte er jeden Morgen Meditations- und Konzentrationsübungen zu einer von ihm selbst festgesetzten Zeit verrichten. Rhythmus kommt auch durch eine Abendrückschau über den Tag in sein Leben hinein. Kann man dann noch andere Regelmäßigkeiten einführen, so ist dies um so besser, denn so läuft alles sozusagen im Sinne der Weltgesetze ab. Das ganze Weltensystem verläuft ja rhythmisch. Alles in der Natur ist Rhythmus: der Gang der Sonne, der Verlauf der Jahreszeiten, von Tag und Nacht und so weiter. Die Pflanzen wachsen rhythmisch. Allerdings, je höher wir steigen, desto weniger prägt sich der Rhythmus aus, aber selbst bei den Tieren kann man noch einen gewissen Rhythmus wahrnehmen. Das Tier begattet sich zum Beispiel noch zu regelmäßigen Zeiten. Nur der Mensch kommt in ein unrhythmisches, chaotisches Leben hinein: die Natur hat ihn entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses chaotische Leben muß er nun ganz bewußt wiederum rhythmisch gestalten, und um das zu erreichen, werden ihm bestimmte Mittel an die Hand gegeben, durch die er diese Harmonie, diesen Rhythmus in seinen physischen und ätherischen Leib hineinbringen kann. Nach und nach werden alsdann diese beiden Körper in solche Schwingungen versetzt, daß sie sich beim Heraustreten des Astralleibes selbst korrigieren. Wenn sie bei Tage auch aus dem Rhythmus herausgetrieben werden, so drängen sie in der Ruhe von selbst wieder in die richtige Bewegung.|95|111ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Meditation]] tragen vor allem auch die sechs [[Nebenübungen]] zur richtigen Ausbildung der Lotosblumen, namentlich des [[Herzchakra]]s, bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imagination, Inspiration, Intuition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Tätigkeit der [[Zweiblättrige Lotosblume|zweiblättrigen Lotosblume]] nach innen wendet, entsteht die Fähigkeit zur äußeren, [[sinnlich]]en [[Wahrnehmung]]. Wenden sich ihre „[[astral]]ischen Fangarme“ nach außen, entsteht die [[Imagination]]. Nach innen gewendet ermöglicht die [[sechzehnblättrige Lotosblume]] das [[Gefühl]], nach außen gewendet die [[Inspiration]]. Die nach innen wahrnehmende [[zwölfblättrige Lotosblume]] ermöglicht die [[Gedanke]]nbildung, nach außen zu die [[Intuition]]. Wenn sich die noch tiefer gelegenen Lotosblumen nach innen wenden, enstehen noch feinere Seelentätigkeiten. Am Ende dieser Reihe stehen nicht mir die bloßen Gedanken, sondern die ganz reinen, logischen Gedanken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;600px&amp;quot; | class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! nach innen !! nach außen !! Lotosblume&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sinneswahrnehmung]], [[Vorstellung]] || [[Imagination]] || [[Zweiblättrige Lotosblume]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gefühl]] || [[Inspiration]] || [[Sechzehnblättrige Lotosblume]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gedanke]]nbildung || [[Intuition]] || [[Zwölfblättrige Lotosblume]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Wenn Sie nun&lt;br /&gt;
in der Lage sind, ohne daß eine äußere Veranlassung da ist, Ihre astralischen&lt;br /&gt;
Fangarme herauszustrecken, so tritt das ein, was man im höheren&lt;br /&gt;
Sinne das geistige Wahrnehmen nennen kann. Es bilden sich die&lt;br /&gt;
eigentlichen geistigen Wahrnehmungsorgane. In dem Augenblick, wo&lt;br /&gt;
der Mensch die Fähigkeit erlangt, nicht nur mit seiner Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;
das System der Obertöne zurückzuschieben&amp;lt;ref&amp;gt;Bei der Wahrnehmung der [[Töne]] und [[Laute]] durch den [[Lautsinn]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, sondern wo er an&lt;br /&gt;
einer gewissen Stelle des Vorderhirns - zwischen den Augenbrauen -&lt;br /&gt;
seine astralische Substanz herausschieben kann wie zwei Fangarme, da&lt;br /&gt;
bildet er an dieser Stelle das, was man die zweiblättrige Lotusblume&lt;br /&gt;
nennt, das erste geistige Organ, was man auch nennen kann den imaginativen&lt;br /&gt;
Sinn... Und in demselben&lt;br /&gt;
Maße, als der Mensch immer fähiger und fähiger wird, so aus sich&lt;br /&gt;
selbst heraus, ohne daß er durch die Außenwelt gezwungen wird,&lt;br /&gt;
seine astralische Substanz herauszustrecken, in demselben Maße bildet&lt;br /&gt;
er weitere höhere Sinne aus. In der Gegend des Kehlkopfes bildet&lt;br /&gt;
er aus durch diese Arbeit einen sehr komplizierten Sinn, die sechzehnblättrige&lt;br /&gt;
Lotusblume, den inspirierenden Sinn; weiter in der Herzgegend&lt;br /&gt;
den Sinn, den man auch den intuitiven Sinn nennen kann, die&lt;br /&gt;
zwölfblättrige Lotusblume, und dann noch weitere höhere Sinne, die&lt;br /&gt;
man aber nun, weil man da ins rein Geistige kommt, nicht mehr Sinn&lt;br /&gt;
nennen kann im gewöhnlichen Sinne. Es genügt ja, daß wir zu den&lt;br /&gt;
physischen, eigentlichen Sinnen hinzuzufügen haben den imaginativen&lt;br /&gt;
Sinn, den inspirierenden Sinn und den intuitiven Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fragen wir uns: Sind nun diese drei Sinne nur tätig im hellsichtigen&lt;br /&gt;
Menschen oder gibt es auch beim gewöhnlichen Menschen etwas,&lt;br /&gt;
was er als eine Tätigkeit dieser Sinne auffassen kann? - Ja, auch&lt;br /&gt;
beim gewöhnlichen Menschen gibt es etwas, was als eine Tätigkeit&lt;br /&gt;
dieser Sinne aufzufassen ist, des imaginativen, des inspirierenden und&lt;br /&gt;
des intuitiven Sinnes. Wenn Sie genau aufgefaßt haben, wie diese Sinne&lt;br /&gt;
beim hellsichtigen Menschen wirken, so werden Sie sich sagen, sie&lt;br /&gt;
wirken, indem sie sich wie Fangarme nach außen erstrecken. Beim&lt;br /&gt;
gewöhnlichen Menschen sind sie auch vorhanden, nur mit dem Unterschiede,&lt;br /&gt;
daß sie sich da nicht nach außen, sondern daß sie sich nach&lt;br /&gt;
innen strecken. Genau an der Stelle, wo die zweiblättrige Lotusblume&lt;br /&gt;
beim hellsichtigen Menschen entsteht, da ist beim gewöhnlichen Menschen etwas vorhanden wie zwei solcher Fangarme, die nach innen&lt;br /&gt;
gehen, die sich nur in der Gegend des Vorderhirns kreuzen. So wendet&lt;br /&gt;
das gewöhnliche Bewußtsein einfach diese Fangarme, statt wie beim&lt;br /&gt;
hellsichtigen Menschen nach außen, nach innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasjenige, was hier vorliegt, kann ich Ihnen nur durch einen Vergleich&lt;br /&gt;
klarmachen. Sie müßten viel meditieren, wenn Sie über den&lt;br /&gt;
Vergleich hinauskommen wollten zur Tatsache. Denn eine Tatsache&lt;br /&gt;
ist es. Sie brauchen sich nur klarzumachen, daß der Mensch das, was&lt;br /&gt;
er außer sich hat, sieht, und das, was er in sich hat, nicht sieht. Keiner&lt;br /&gt;
hat noch sein eigenes Herz oder Gehirn gesehen. So ist es auch im&lt;br /&gt;
Geistigen. Die Organe werden nicht nur nicht gesehen, sondern sie&lt;br /&gt;
werden auch nicht bewußt, und sie können daher auch nicht angewendet&lt;br /&gt;
werden. Aber sie wirken. Dadurch, daß etwas nicht bewußt ist, ist&lt;br /&gt;
es noch nicht untätig. Das Bewußtsein entscheidet nicht über die&lt;br /&gt;
Wirklichkeit. Sonst müßte alles dasjenige, was um uns ist in dieser&lt;br /&gt;
Stadt Berlin und was Sie jetzt nicht sehen, nicht da sein. Allerdings ist&lt;br /&gt;
das eine Logik, wonach diejenigen gehen, welche die höheren Welten&lt;br /&gt;
ableugnen, weil sie sie nicht sehen. Tätig sind diese Sinne, aber ihre&lt;br /&gt;
Tätigkeit richtet sich nach innen. Und diese Wirkung der Tätigkeit&lt;br /&gt;
nach innen nimmt jetzt der Mensch wahr. Wie nimmt er sie wahr?&lt;br /&gt;
Indem sich der imaginative Sinn nach innen ergießt, entsteht das,&lt;br /&gt;
was man im gewöhnlichen Leben die Empfindung irgendeiner Sache&lt;br /&gt;
nennt, die äußere Empfindung, die äußere Wahrnehmung. Daß Sie die&lt;br /&gt;
Dinge draußen sehen, das beruht darauf, daß nach innen hinein dieser&lt;br /&gt;
Sinn arbeitet. Was Sie nach draußen als Empfindung, als Wahrnehmung&lt;br /&gt;
haben, das können Sie nur dadurch haben, daß dasjenige in Sie&lt;br /&gt;
hineinarbeitet, was im imaginativen Sinn zum Vorschein kommt.&lt;br /&gt;
Unterscheiden Sie aber wohl, was hier Empfindung genannt ist, von&lt;br /&gt;
dem, was zum Beispiel ein Ton ist. Es ist noch etwas anderes, einen&lt;br /&gt;
Ton zu hören, eine Farbe zu sehen, oder eine Empfindung dabei zu&lt;br /&gt;
haben. Eine Farbe zu sehen und zu sagen, sie ist rot, ist etwas anderes,&lt;br /&gt;
als die Empfindung dabei zu haben: sie ist schön oder häßlich, angenehm&lt;br /&gt;
oder unangenehm im unmittelbaren Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der inspirierende Sinn ergießt seine Tätigkeit nach innen, und&lt;br /&gt;
durch diese Tätigkeit entsteht das, was nun eine kompliziertere Empfindung ist: das Gefühl. Das ganze Gefühlsleben, das mehr Innerlichkeit&lt;br /&gt;
hat als das bloße Empfindungsleben, ist eine Tätigkeit des inspirierenden&lt;br /&gt;
Organes, das nur nach innen tätig ist statt nach außen. Und&lt;br /&gt;
wenn der intuitive Sinn sich nach innen ergießt, dann entsteht das, was&lt;br /&gt;
wir eigentlich jetzt das Denken nennen, das Gedankenbilden. Das ist&lt;br /&gt;
der Erfolg der Tätigkeit des intuitiven Sinnes nach innen. Zuerst hat&lt;br /&gt;
der Mensch eine Empfindung von der Sache, dann kommt das Gefühl,&lt;br /&gt;
und zuletzt bildet er sich seine Gedanken darüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit werden Sie gesehen haben, daß wir aus dem Sinnesleben&lt;br /&gt;
bereits hineingestiegen sind in das Seelenleben. Wir haben von außen,&lt;br /&gt;
aus der Sinnenwelt heraus, im Menschen selber die Seele ergriffen in&lt;br /&gt;
Empfindungen, in Gefühlen, in Gedanken. Wenn wir nun weitergehen&lt;br /&gt;
würden und die höheren Sinne, die wir nun nicht mehr gut&lt;br /&gt;
Sinne nennen können, die den andern Lotusblumen entsprechen, in&lt;br /&gt;
ihrer Wirkung nach innen betrachten, so würden wir das gesamte&lt;br /&gt;
höhere Seelenleben finden. Wenn zum Beispiel die im Organismus&lt;br /&gt;
weiter unten gelegene achtblättrige oder die zehnblättrige Lotusblume&lt;br /&gt;
ihre Tätigkeit nach innen ergießt, dann entsteht eine noch feinere&lt;br /&gt;
Seelentätigkeit. Und am Ende dieser Reihe finden wir jene allerfeinste&lt;br /&gt;
Seelentätigkeit, die wir nun nicht mehr mit dem bloßen Gedanken&lt;br /&gt;
bezeichnen, sondern als den reinen Gedanken, den bloß logischen&lt;br /&gt;
Gedanken. Das ist das, was hervorgebracht wird durch das Hineinwirken&lt;br /&gt;
ins Innere des Menschen durch die verschiedenen Lotusblumentätigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun dieses Hineinarbeiten wiederum aufhört,&lt;br /&gt;
bloßes Hineinarbeiten zu sein und, wie ich angedeutet habe, anfängt&lt;br /&gt;
hinauszuarbeiten, wenn also jene Fangarme, die sich sonst nach innen&lt;br /&gt;
erstrecken, sich überall kreuzen und nach außen sich als Lotusblumen&lt;br /&gt;
ergießen, dann kommt jene höhere Tätigkeit zustande, durch die wir&lt;br /&gt;
von der Seele aufsteigen zum Geiste, wo dasjenige, was uns sonst bloß&lt;br /&gt;
als Innenleben erscheint in Denken, Fühlen und Wollen, nunmehr in&lt;br /&gt;
der Außenwelt auftritt, getragen von geistigen Wesenheiten.|115|53ff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Eigenschaften einzelner Lotosblumen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Das geistige Sinnesorgan, welches sich in der Nähe des Kehlkopfes befindet, macht es möglich, hellseherisch die Gedankenart eines anderen Seelenwesens zu durchschauen, es gestattet auch einen tieferen Einblick in die wahren Gesetze der Naturerscheinungen. – Das Organ in der Nachbarschaft des Herzens eröffnet eine hellseherische Erkenntnis der Gesinnungsart anderer Seelen. Wer es ausgebildet hat, kann auch bestimmte tiefere Kräfte bei Tieren und Pflanzen erkennen. Durch den Sinn in der Nähe der sogenannten Magengrube erlangt man Kenntnis von den Fähigkeiten und Talenten der Seelen; man kann durchschauen, welche Rolle Tiere, Pflanzen, Steine, Metalle, atmosphärische Erscheinungen und so weiter im Haushalte der Natur spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Organ in der Nähe des Kehlkopfes hat sechzehn «Blumenblätter» oder «Radspeichen», das in der Nähe des Herzens deren zwölf, das in der Nachbarschaft der Magengrube liegende deren zehn.|10|84}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im modernen [[Yoga]] werden den Lotosblumen die [[Regenbogenfarben]], bestimmte [[Laut]]e und [[Mantra|Mantren]] zugeordnet. Die Zuordnung der [[Vokal]]e entspricht deren natürlichem Sitz. Das [[Herzchakra]] wird entweder [[grün]] oder in der [[Komplementärfarbe]] [[pfirsichblüt]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;7&amp;quot; caption=&amp;quot;Die 7 Lotosblumen im traditionellen Yoga&amp;quot; widths=&amp;quot;100px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra7.svg|[[Kronenchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Sahasrara]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[OM]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:violet;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;violett&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra6.svg|[[Stirnchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Ajna]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[I]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:indigo;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;indigo&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra5.svg|[[Halschakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Vishuddha]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[E]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;blau&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra4.svg|[[Herzchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Anahata]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[A]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:green;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;grün&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt; oder &amp;lt;span style=&amp;quot;color:magenta;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;pfirsichblüt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra3.svg|[[Oberbauchchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Manipura]])&amp;lt;br /&amp;gt;offenes «[[O]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:gold;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;gelb&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra2.svg|[[Sakralchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Svadhishthana]])&amp;lt;br /&amp;gt;geschlossenes «[[O]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:orange;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;orange&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Chakra1.svg|[[Wurzelchakra]]&amp;lt;br /&amp;gt;([[Muladhara]])&amp;lt;br /&amp;gt;«[[U]]»&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;rot&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Lotosblumen in der abendländischen Überlieferung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gichtel1.png|thumb|[[Johann Georg Gichtel]], Theosophia practica, 7 Tle., Leiden 1722, &amp;quot;Der gantz irdische natürliche finstere Mensch in Sternen und Elementen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gichtel wiedergeborener Mensch.jpg|thumb|Der wiedergeborene Mensch In seiner Geburt in Christo, im Herzen, Welcher die Schlange ganz zermalmet, [[Johann Georg Gichtel]]: Theosophia Practica, Berlin/Leipzig 1736]]&lt;br /&gt;
Ergänzend sollen hier noch einige Informationen gegeben werden, die sich so &#039;&#039;nicht&#039;&#039; im Werk Steiners finden. Das Wissen von den Chakren war durchaus nicht nur auf die morgenländischen Weisen beschränkt, auch in Europa hatten die Eingeweihten davon eine klare Anschauung, wie sie etwa [[Johann Georg Gichtel]], ein Schüler [[Jakob Böhme]]s, geschildert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und Planetensphären ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gichtel setzte die Lotosblumen (allerdings ohne diese namentlich als solche zu bezeichnen) in Beziehung zu den [[Planetensphären]], wobei sich folgende Anordnung ergibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Planet !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Scheitelchakra]] || [[Saturn]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Jupiter]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Halschakra]] ||[[Mars]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Sonne]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Venus]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] ||[[Merkur]]	|| 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Mond]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Blätter der Lotosblumen hängt sehr deutlich mit planetarischen Rhythmen zusammen. So zeigen sich im Wurzelchakra die 4 Mondphasen, im Sakralchakra die drei oberen und die drei unteren Konjunktionen des Merkur ([[Merkur-Hexagramm]]) und dem Nabelchakra liegt das [[Venus-Pentagramm]] zugrunde. Diese Planetenkräfte wirken übrigens auch bei der Gestaltung äußerer Blütenformen mit: Merkur bei den sechsstrahligen Blüten (Liliengewächse) und Venus bei den fünfstrahligen Blüten (Rosengewächse). Im 12-blättrigen Herzlotos bildet sich der Weg der Sonne durch die 12 [[Tierkreiszeichen]] ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist die [[Okkulte Reihenfolge der Planeten|okkulte Reihenfolge der Planeten]] (Mond – Merkur – Venus – Sonne – Mars – Jupiter - Saturn), bei der die Planeten Merkur und Venus gegenüber den heutigen Darstellungen nach dem heliozentrischen System vertauscht sind. Gichtel war diese okkulte Reihung ganz offenbar vertraut. Rudolf Steiner hat auch auf diese Vertauschung der Reihenfolge von Merkur und Venus mehrmals sehr nachdrücklich hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gichtel beschreibt hier die grundlegende und natürliche Zuordnung der Chakren zu den Planetensphären. Tatsächlich bilden die Lotosblumen aber ein ganzheitliches System, in dem &#039;&#039;jede&#039;&#039; Lotosblume mit &#039;&#039;jeder&#039;&#039; Planetensphäre in gewisser Weise korrespondiert. In bestimmten Zusammenhängen sind daher durchaus andere Zuordnungen möglich und sinnvoll. So kann beispielsweise die heilende Liebeskraft der [[Sonne]] oder die kriegerisch-aktive [[Mars]]kraft sehr wohl auch mit dem [[Wurzelchakra]], dem natürlicherweise die [[Mondensphäre]] entspricht, verbunden werden, wodurch sehr unterschiedliche Wirkungen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und meditative Farbzuordnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einmal die meditativen spektralen Farbzuordnungen zu den Lotosblumen für die [[Farbtherapie]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?time_continue=158&amp;amp;v=sXWhrQkdeKY Spirit Science - Selenwissenschaft] YouTube&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Farbzuordnung !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Violett]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Indigo]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Cyan]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Grün]], [[Rosa]], [[Gold]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Gelb]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Orange]] || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Rot]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und endokrine Organe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Chakrenforschung setzt die sieben Chakren in Verbindung mit bestimmten endokrinen Organen, und zwar wie folgt&amp;lt;ref&amp;gt;Shalila Shuramon, Bodo J. Baginski: &#039;&#039;Das Chakren-Handbuch&#039;&#039;, Winterpferd - Reihe Schangrila&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | [[Endokrine Drüse|Endokrines Organ]] !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Zirbeldrüse]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Hypophyse]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Schilddrüse]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Thymus|Thymusdrüse]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Bauchspeicheldrüse]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Nebennieren]] || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Gonade]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kerneigenschaften der Lotosblumen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch eben die Kerneigenschaften der Lotosblumen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?time_continue=158&amp;amp;v=sXWhrQkdeKY Spirit Science - Selenwissenschaft] YouTube&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Kerneigenschaft !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Spiritualität]] || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Intuition]] || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Ausdruck]] || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Liebe]] || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Macht]] || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Sexualität]] || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Überleben]] || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und Kristalltherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuordnung der [[Kristall|Kristalle]] für die [[Kristalltherapie]] (zur Aufladung der Chakren)&amp;lt;ref&amp;gt;Shalila Shuramon, Bodo J. Baginski: &#039;&#039;Das Chakren-Handbuch&#039;&#039;, Winterpferd - Reihe Schangrila&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! [[Edelsteine|Zugeordnete Kristalle]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || [[Amethyst]], [[Bergkristall]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || [[Lapislazuli]], [[Saphir|Indigoblauer Saphir]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || [[Wikipedia:Aquamarin|Aquamarin]], [[Türkis]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || [[Smaragd]], [[Wikipedia:Jade|Jade]], [[Rosenquarz]], [[Turmalin]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || [[Tigerauge]], [[Bernstein]], [[Wikipedia:Citrin|Citrin]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || [[Karneol]], [[Wikipedia:Mondstein|Mondstein]]  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || [[Achat]], [[Granat]], [[Rubin]]  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lotosblumen und Klangtherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch eben die Tonzuordnungen für die [[Klangtherapie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Shalila Shuramon, Bodo J. Baginski: &#039;&#039;Das Chakren-Handbuch&#039;&#039;, Winterpferd - Reihe Schangrila&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Chakra !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | [[Tonleiter|Tonzuordnung]] !! width=&amp;quot;200px&amp;quot; | Anzahl der Blätter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Scheitelchakra]] || C || 1000-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stirnchakra]] || D || 2-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kehlchakra]] || E || 16-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herzchakra]] || F || 12-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Oberbauchchakra]] || G || 10-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sakralchakra]] || A || 6-blättrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wurzelchakra]] || H || 4-blättrig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Lotosblumen und die [[Alchemie]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch einige [[Alchemist]]en schrieben über den Zusammenhang der Lotosblumen, die sie &#039;&#039;Brennöfen der Seele&#039;&#039; oder &#039;&#039;Siegel der Planeten&#039;&#039; nannten, mit den Planetensphären. Die Lotosblumen stehen in Zusammenhang mit der [[Schulungsweg|geistigen Schulung]], die  mit der Bereitung des [[Stein der Weisen|Steins der Weisen]], dem [[Opus Magnum]] der [[Alchemie]], verbunden ist. Dieser geistige Weg geht über drei Hauptstufen: die [[Nigredo]], die [[Albedo]] und die [[Rubedo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Nigredo ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Stufe der [[Nigredo]] oder [[Schwärzung]] stirbt die [[Materie]], wird von dem ihr innenwohnenden [[Geist]] befreit und verfällt ganz der [[irdisch]]en Welt. Auf diese Stufe bezieht sich Gichtel, wenn er vom &#039;&#039;gantz irdischen natürlichen finsteren Menschen&#039;&#039; spricht, wie es auch in der oben stehenden Zeichnung aus seiner &#039;&#039;Theosophia practica&#039;&#039; zu sehen ist. Der Mensch ist noch ganz in der geistigen Finsternis befangen, und darum auch in ganz dunkler Gestalt dargestellt. Dieser Stufe entspricht die natürliche Anordnung der Chakren, die mit der [[Okkulte Reihenfolge der Planeten|okkulten Reihenfolge der Planeten]] in unserem gegenwärtigen [[Planetensystem]] korrespondiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Albedo ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Mystisches_lamm.gif|thumb|Das Septagramm als Symbol des mystischen Lammes]]&lt;br /&gt;
Gichtel zeigt aber auch bereits den Weg, der zur Reinigung, zur Erhellung und schließlich zur [[Albedo]], zur [[Weißung]] führt. Dieser Weg ist durch die [[Spirale]] angedeutet, die im [[Herzchakra]] entspringt und im [[Kronenchakra]] endet. Im Ganzen ergibt sich folgende Reihung, die auch als der &#039;&#039;Weg des Herzens&#039;&#039; bezeichnet wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herzchakra]] ([[Sonne]]) - [[Oberbauchchakra]] ([[Venus]]) - [[Halschakra]] ([[Mars]]) - [[Sakralchakra]] ([[Merkur]]) - [[Stirnchakra]] ([[Jupiter]]) - [[Wurzelchakra]] ([[Mond]]) - [[Scheitelchakra]] ([[Saturn]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Siebenstern.jpg|thumb|Der [[Siebenstern]], dem die [[sieben Planeten]] zugeordnet sind, ist einem Kreis eingeschrieben, der mit der bekannten [[Vitriol]]-Formel der [[Alchemist]]en beschriftet ist: &#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;isita &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;nteriora &#039;&#039;&#039;T&#039;&#039;&#039;errae &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ectificando &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;nvenies &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039;ccultum &#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;apidem (&#039;&#039;&#039;V&#039;&#039;&#039;eram &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;edicinam)&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;«Siehe in das Innere der gereinigten Erde, und du wirst finden den geheimen Stein, die wahre Medizin.»&#039;&#039; Quelle: Lukas Jennis: &#039;&#039;Musaeum Hermeticum&#039;&#039;, Frankfurt 1625]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komplementär dazu ist der &#039;&#039;Weg der Mystik&#039;&#039;, der sich ergibt, wenn man der Spirale, beginnend mit dem [[Scheitelchakra]] und dem ihm zugeordneten [[Saturn]] und endend im [[Herzchakra]], von außen nach innen folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rubedo ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rubedo]], die [[Rötung]], die die höchste Stufe des [[Opus Magnum]] ist, ist in Gichtels Zeichnung nicht mehr zu sehen. Der Weg dorthin wurde streng geheim gehalten und nur in symbolisch verschlüsselter Form mitgeteilt. Dem Symbol liegt der [[Siebenstern]] zugrunde, der das [[Lamm Gottes]], den [[Christus]] bezeichnet. Die Spitzen des Siebensterns sind mit den Planetensymbolen versehen, wie es in der nebenstehenden Zeichnung von [[Rudolf Steiner]] zu sehen ist. Beginnt man den Weg an der obersten Spitze des Siebensterns, der das [[Sonne]]nsymbol trägt und schreitet von dort zur unteren rechten Spitze weiter, die mit dem [[Mond]]symbol versehen und geht dann konsequent von Spitze zu Spitze weiter, so ergibt sich die Reihenfolge, die der Rubedo entspricht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herzchakra]] ([[Sonne]]) - [[Wurzelchakra]] ([[Mond]]) - [[Halschakra]] ([[Mars]]) - [[Sakralchakra]] ([[Merkur]]) - [[Stirnchakra]] ([[Jupiter]]) - [[Nabelchakra]] ([[Venus]]) - [[Kronenchakra]] ([[Saturn]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reihenfolge ist leicht zu merken, denn sie entspricht genau der Reihenfolge der Wochentage von &#039;&#039;Sonntag&#039;&#039; bis &#039;&#039;Samstag&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnt man diesen Weg einen Schritt früher, indem man von links unten vom [[Saturn]] zur [[Sonne]] oben weitergeht und dann den Weg wie oben weiter verfolgt, so kommt man, ausgehend vom [[Alter Saturn|alten Saturn]], zu den großen [[Weltentwicklungsstufen|planetarischen Weltentwicklungsstufen]], in denen sich unsere [[Planetenkette]] entwickelt. Diese Anordnung war schon den [[Chaldäer]]n bekannt und wird nach ihnen auch als [[Chaldäische Reihe]] bezeichnet. Die Planetennamen beziehen sich dabei nicht unmittelbar auf unser gegenwärtiges [[Planetensystem]], sondern auf die gleichnamigen, sogenannten [[Okkulte Planeten|okkulten Planeten]], die frühere bzw. zukünftige Verkörperungen unserer [[Erde (Planet)|Erde]] sind. Unser &#039;&#039;gegenwärtiger&#039;&#039; [[Erde (Planet)|Erdenzustand]] wird durch [[Mars]] &#039;&#039;und&#039;&#039; [[Merkur]] gemeinsam repräsentiert, da sich nach den Erkenntnissen [[Rudolf Steiner]]s die [[Erdentwicklung]] in eine [[Mars]]hälfte und eine darauf folgende [[Merkur]]hälfte gliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kronenchakra]] ([[Alter Saturn]]) - [[Herzchakra]] ([[Alte Sonne]]) - [[Wurzelchakra]] ([[Alter Mond]]) - [[Halschakra]] (erste Erdenhälfte = [[Mars]]) - [[Sakralchakra]] (zweite Erdenhälfte = [[Merkur]]) - [[Stirnchakra]] ([[Neuer Jupiter]]) - [[Nabelchakra]] ([[Neue Venus]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte, [[sieben]]te Entwicklungsstufe unserer Planetenkette, der künftige [[Vulkan]]zustand fehlt in dieser Aufreihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Chakra}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Werner Bohm: &#039;&#039;Chakras&#039;&#039;. Lebenskräfte und Bewusstseinszentren im Menschen, Otto-Wilhelm-Barth-Vlg., München 1953&lt;br /&gt;
* [[Willi Seiß]]: &#039;&#039;Chakra-Werk&#039;&#039; (Sammelwerk zur Fortsetzung), Achamoth Verlag, Taisersdorf&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?&#039;&#039;, [[GA 10]] (1993) {{Schriften|10}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimwissenschaft im Umriß&#039;&#039;, [[GA 13]] (1989) {{Schriften|13}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Kosmogonie&#039;&#039;, [[GA 94]] (1979), Leipzig, 9. Juli 1906 (Zwölfter Vortrag aus dem Zyklus &#039;&#039;Populärer Okkultismus&#039;&#039;) {{Vorträge|94}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vor dem Tore der Theosophie&#039;&#039;, [[GA 95]] (1978) {{Vorträge|95}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Anthroposophie – Psychosophie – Pneumatosophie&#039;&#039;, [[GA 115]] (2001), ISBN 3-7274-1150-3 {{Vorträge|115}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Geheimnisse der Schwelle&#039;&#039;, [[GA 147]] (1997) {{Vorträge|147}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Okkultes Lesen und okkultes Hören&#039;&#039;, [[GA 156]] (1987), Vierter Vortrag, Dornach, 6. Oktober 1914 {{Vorträge|156}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Erdensterben und Weltenleben&#039;&#039;, [[GA 181]] (1967), Berlin, 12. März 1918 {{Vorträge|181}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich.geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.&#039;&#039;, [[GA 224]] (1992) {{Vorträge|224}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912&#039;&#039;, [[GA 266/2]] (1996), S 119 {{Vorträge|266b}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Lichtkreis.at: [https://www.lichtkreis.at/wissenswelten/chakren-wissen/die-sieben-hauptchakren/ Die sieben Hauptchakren]&lt;br /&gt;
* Ulrich Arndt: [http://www.horusmedia.de/2003-siegel/siegel.php Die Siegel der Planeten] - Eine Betrachtung&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=sXWhrQkdeKY Spirit Science - Seelenwissenschaft: Folgen 1-6, darin auch ein Teil zu den sieben Chakren] YouTube&lt;br /&gt;
* [https://www.chakren.net/chakra-farben/uebersicht/ Die Chakren und ihre Farben] auf [https://www.chakren.net chakren.net]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=iQvr6R4PDmI Entspannungsmusik für die sieben Chakren] YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lotosblumen|101]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die sieben Chakren|201]] &lt;br /&gt;
[[en:Chakra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Traumdeutung&amp;diff=612956</id>
		<title>Traumdeutung</title>
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		<updated>2024-01-17T22:01:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literatur */ Joachim Stiller: Zur Traumdeutung PDF entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Traumdeutung&#039;&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;&#039;Oneirologie&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|ὄνειρος}}, &#039;&#039;oneiros&#039;&#039;, „der Traum“) bezeichnet jene Tätigkeiten und weltanschaulichen Konzepte, die hinter den im [[Traum]] erlebten Bildern, Handlungen und Gefühlen jeweils eine bestimmte, meist wichtige [[symbol]]ische Botschaft vermuten und versuchen, sie methodisch zu deuten. In der Antike wurde den Träumen eine göttliche oder dämonische Quelle zugeschrieben, die dem Menschen auf diesem Wege eine Botschaft übermittelte oder in Versuchung geführt haben soll, eine volkstümliche Auffassung, die auch die Grundlage der [[Oneiromantie]] bildet und von alttestamentlichen Traumdeutern wie [[Daniel (Prophet)|Daniel]] praktiziert wurde. Seit dem Zeitalter der [[Aufklärung]] wird der Charakter des Traums als Überbringer von Botschaften [[Philosophie|philosophisch]] bezweifelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traumsymbole und Traumdrama ==&lt;br /&gt;
Von Rudolf Steiner gibt es eine Aussage zur Traumdeutung (GA 234, 2. Zitat folgender Abschnitt) dahingehend, daß wenn schon ein Traum gedeutet werden soll, es weniger auf die Symbolik für sich allein ankomme, als viel mehr auf den Traum als &#039;&#039;Drama&#039;&#039;. Dies stimmt mit der Auffassung [[C.G. Jung]]s überein, der vier Phasen des Traumdramas unterscheidet (Exposition, Komplikation (Verwicklung), Kulmination/Peripetie, Lysis (Lösung)&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, Marie-Louise von Franz u.a. (1982) „Der Mensch und seine Symbole“, (6. Sonderausgabe) Olten, Waler-Verlag AG, S. 55 ff., ISBN 3530565016), C.G Jung: GW 8: Vom Wesen der Träume (1945), Lit.: Jung, Traum und Traumdeutung: Vom Wesen der Träume, S. 146f. (aus GW 8)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Darüber hinaus kann auch die Entwicklung in einer Serie von Träumen von Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausssagen Rudolf Steiners zur Traumdeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Eine vollständige&lt;br /&gt;
Umwandlung eines Vorstellungseindrucks geht in&lt;br /&gt;
der menschlichen Seele vor sich, wenn dieser Vorstellungseindruck&lt;br /&gt;
zwei bis drei Tage in der Seele geweilt hat.&lt;br /&gt;
Man kann schon, ohne Geistesforscher zu sein, durch gewöhnliche,&lt;br /&gt;
intimere Beobachtung des Seelenlebens sich von&lt;br /&gt;
der Wahrheit des eben Gesagten überzeugen, allerdings auf&lt;br /&gt;
einem Gebiete, das heutzutage nur oberflächlich ins Auge&lt;br /&gt;
gefaßt wird, und besonders schief ins Auge gefaßt wird&lt;br /&gt;
dadurch, daß sich eine gewisse, sehr nach dem Materiellen&lt;br /&gt;
hindrängende Wissenschaftsrichtung der Gegenwart dieses&lt;br /&gt;
Gebietes bemächtigt hat, nämlich die sogenannte [[Analytische Psychologie|analytische&lt;br /&gt;
Psychologie]] oder [[Psychoanalyse]]. Doch darauf will ich&lt;br /&gt;
nicht eingehen.Ich möchte aber darauf aufmerksam machen,&lt;br /&gt;
daß derjenige, der das Traumleben wirklich beobachten&lt;br /&gt;
kann, weiß, daß das unwillkürliche Heraufkommen von&lt;br /&gt;
Träumen immer irgendwie zusammenhängt mit den Eindrücken&lt;br /&gt;
der letzten Tage, eigentlich nur der letzten zwei&lt;br /&gt;
bis drei Tage. Aber mißverstehen Sie mich nicht! Selbstverständlich&lt;br /&gt;
kommen im Traum längst verflossene Ereignisse&lt;br /&gt;
als Reminiszenzen herauf. Aber etwas anderes ist es,&lt;br /&gt;
was diese längst verflossenen Ereignisse heraufruft. Wenn&lt;br /&gt;
man genau den Traum beobachten kann, wird man immer&lt;br /&gt;
sehen, daß irgendeine hervorrufende Vorstellung aus den&lt;br /&gt;
letzten zwei bis drei Tagen da sein muß. Die ruft erst längst&lt;br /&gt;
verflossene Ereignisse hervor. Durch zwei bis drei Tage&lt;br /&gt;
haben die Eindrücke der Außenwelt die Kraft, Träume zu&lt;br /&gt;
erzeugen. Das andere gliedert sich dann um sie herum.&lt;br /&gt;
Wenn nicht eine solche aus den letzten zwei bis drei Tagen&lt;br /&gt;
stammende Vorstellung den Traum erzeugen kann, kann er&lt;br /&gt;
auch nicht entstehen.|67|49f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|So daß der Imaginierende – ich rede jetzt nur von ihm, er kann natürlich auch ein inspirierter, ein intuitiver Mensch sein – das Traumleben aus seiner eigenen Erfahrung sehr gut kennt. Aber ein Unterschied in der Auffassung gegenüber dem Traume ist doch vorhanden. Der Imaginierende empfindet den Traum als etwas, mit dem er sich verbindet, mit dem er in einem viel stärkeren Maße eins wird, als das durch das gewöhnliche Bewußtsein sein kann. Er vermag den Traum ernster zu nehmen. Und eigentlich berechtigt erst die Imagination, den Traum ernst zu nehmen, denn sie befähigt dazu, gewissermaßen hinter das Träumen zu sehen und am Traum aufzufassen vorzugsweise seinen dramatischen Fortgang, seine Spannungen und Lösungen, seine Katastrophen, seine Krisen, nicht so sehr den einzelnen Trauminhalt. Der einzelne Trauminhalt fängt einen bei der Imagination sogar an, weniger zu interessieren. Viel mehr interessiert einen, ob der Traum zu einer Krisis führt, zu einer Freude führt, ob er zu etwas führt, was einem leicht wird oder schwer wird und dergleichen. Dieser Verlauf, ich kann nur immer sagen, diese Dramatik des Traumes fängt an einen vorzugsweise zu interessieren, also gerade das, was oftmals das gewöhnliche Bewußtsein nicht interessiert. Man sieht hinter die Kulissen des Traumes. Und gerade diese Betrachtung des Traumes gibt für das imaginative Bewußtsein die stärksten Eindrücke, weil man in dem träumenden eigenen Wesen immer mehr und mehr verspürt, wie man da etwas in sich trägt, was in das nächste Erdenleben hinübergeht, was sich auswächst zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und in das nächste Erdenleben hinüberwächst. Man lernt empfinden den Keim des nächsten Erdenlebens in dem Traum.|234|133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Allmählich merkt man, daß das Traumleben einen regelmäßigeren Charakter annimmt. In diesem fließt zunächst die spirituelle Welt ein. Die Meditation ist der okkulte Schlüssel dazu. Man soll ein Büchlein sich anlegen, und morgens ganz kurz, mit ein paar Worten, charakteristische Träume aufschreiben. Dadurch erhält man Praxis im Behalten dessen, was aus den höheren Welten einem zufließt. Es ist dies die erste elementare Methode, durch die man später dazu kommt, daß man die spirituellen Erlebnisse durchbringt, d.h. daß sie in das helle Tagesbewußtsein hereinbrechen. Träume, die nur Reminiszenzen aus dem täglichen Leben sind, oder die auf körperlichen Zuständen (Kopfschmerz, Herzklopfen etc. etc.) beruhen, haben nur dann einen Wert, wenn sie sich in eine symbolische Form kleiden. Zum Beispiel wenn das klopfende Herz als ein kochender Ofen erscheint, oder das schmerzende Gehirn als Gewölbe, in dem Tiere kriechen etc. etc. Nur die Symbolik hat dabei Wert, nicht der Inhalt des Traumes. Denn die Form der Symbolik wird zuerst von der spirituellen Welt dazu benutzt, um uns überhaupt in die Kräfte der höheren Welten einzuführen. Man muß deswegen auf die Feinheiten dieser Symbolik achten. Ferner (kann) es gut sein, wenn man die Träume, die (einem) bewußt werden, mit den Erlebnissen des nächsten Tages vergleicht. Denn wahrscheinlich werden Ihre Träume in nicht sehr ferner Zeit etwas vorbedeutendes annehmen.|267|87f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Traumdeutung}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Die Traumdeutung}}&lt;br /&gt;
* [[Traum-Bewusstsein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: &#039;&#039;Das Ewige in der Menschenseele. Unsterblichkeit und Freiheit&#039;&#039;, [[GA 67]] (1992), ISBN 3-7274-0670-4 {{Vorträge|067}}&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: &#039;&#039;Anthroposophie – Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren&#039;&#039;, [[GA 234]] (1994), ISBN 3-7274-2342-0 {{Vorträge|234}}&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: &#039;&#039;Seelenübungen&#039;&#039;, [[GA 267]] (2001),  ISBN 3-7274-2670-5 {{Vorträge1|157}}&lt;br /&gt;
* Sigmund Freud: &#039;&#039;Die Traumdeutung.&#039;&#039; Fischer-Taschenbuch, ISBN 3-596-10436-X.&lt;br /&gt;
* Sigmund Freud: &#039;&#039;Schriften über Träume und Traumdeutungen.&#039;&#039; Fischer-Taschenbuch, ISBN 3-596-10437-8.&lt;br /&gt;
*[[C.G. Jung]]: &#039;&#039;Traum und Traumdeutung&#039;&#039;, dtv Taschenbuch (1990), ISBN 3423150645&lt;br /&gt;
* A. Baumgarten: Das Superbuch der Traumdeutung (Bassermann)&lt;br /&gt;
* Fink: Traumdeutung&lt;br /&gt;
* P. Ball: Das große Traumlexikon&lt;br /&gt;
*[[wikipedia:Klausbernd Vollmar|Klausbernd Vollmar]]: &#039;&#039;Helfende Träume - Mit Träumen Probleme lösen und Beziehungen beleben&#039;&#039;, Iris Bücher/Schors, Amsterdam, 2. Aufl. 2002, ISBN 90-76274-47-9 ; (1. Aufl. 1999 unter dem Titel: &#039;&#039; Traumhafte Lösungen ...&#039;&#039; im Hugendubel Verlag München)  ; (&#039;&#039;Dieses Buch berücksichtigt mit seinem integrativen Ansatz auch einige Aspekte der anthroposophischen Traumlehre&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Käthe Weizsäcker: &#039;&#039;Psychotherapie und Anthroposophie. Ich-Reifung durch imaginative Traumerkenntnis&#039;&#039;, Urachhaus 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Anton Kimpfler: &#039;&#039;Was verraten meine Träume? Geheimnisse unserer nächtlichen Existenz&#039;&#039;, Verlag am Goetheanum, Dornach 2000, ISBN 978-3723510797&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://traum-deutung.de/ Lexikon der Traumdeutung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traum]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traumdeutung|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seelenleben]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Exekutive&amp;diff=612955</id>
		<title>Exekutive</title>
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		<updated>2024-01-17T21:58:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Exekutive&#039;&#039;&#039; ist in der [[Staatstheorie]] neben der [[Legislative]] und der [[Judikative]] die vollziehende [[Staatsgewalt|Gewalt]]. Das Wort kommt aus dem 18. Jahrhundert, entlehnt aus dem [[Französische Sprache|französischen]] &#039;&#039;pouvoir exécutif&#039;&#039; für „vollziehende Gewalt“ und dem [[Latein|lateinischen]] &#039;&#039;exsequi&#039;&#039; für „ausführen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie umfasst die [[Regierung]] ([[Gubernative]]) und die [[öffentliche Verwaltung]] (Administrative), denen in erster Linie die Ausführung der Gesetze anvertraut ist. Auch die Exekutive kann normsetzende Befugnisse wahrnehmen, zum Beispiel mit dem Recht auf Erlass von [[Rechtsverordnung]]en. Diese haben nicht den Status von Gesetzen, sondern werden von bestehenden Gesetzen abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exekutive wird oftmals mit dem [[Staatspräsident|Präsidenten]] eines Landes in Verbindung gebracht (siehe [[#Vereinigte Staaten|Vereinigte Staaten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen hat zum Beispiel [[Politisches System der Bundesrepublik Deutschland|in Deutschland]] und [[Politisches System Österreichs|in Österreich]] der Präsident eine vor allem repräsentative Rolle. An seiner Stelle wird häufig der [[Kanzler]] (in den Fällen Deutschland und Österreich) oder der [[Ministerpräsident]] angenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesregierung (Tobias Koch).jpg|mini|Die Bundesregierung (2014) ist in Deutschland ein Teil der Exekutive auf [[Bundesebene (Deutschland)|Bundesebene]].]]&lt;br /&gt;
Zur Exekutive gehören in Deutschland die [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] sowie alle verwaltungstätigen Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen, zum Beispiel [[Landesverwaltung]]en und alle nachgeordneten Vollzugsorgane wie [[Staatsanwaltschaft]], [[Polizei]], [[Justizvollzugsanstalt]] und [[Finanzamt]]. Aber auch die hauptamtlichen [[Landkreis|Kreisverwaltungen]] ([[Landratsamt]]), [[Stadtverwaltung]]en und [[Gemeinde]]&amp;amp;shy;verwaltungen sowie die ehrenamtlichen [[Kreistag]]e und [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeindevertretungen]] gehören zur vollziehenden Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für exekutives Handeln durch [[Verwaltungsbehörde]]n ist die Erteilung eines Bußgeldbescheids wegen Falschparkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei werden Gesetze durch den Staat ausgeführt. Ein exekutives Handeln (Exekutivakt) liegt immer dann vor, wenn eine öffentliche Verwaltungsbehörde einen Beschluss fasst und diesen dem Bürger, zum Beispiel durch einen Brief, mitteilt. Diese [[Verwaltungsakt (Deutschland)|Verwaltungsakte]] betreffen generell das Verhältnis zwischen Bürger und Staat ([[Subordinationstheorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen jeden Verwaltungsakt kann der Bürger Beschwerde einlegen: Er klagt vor einem [[Verwaltungsgericht (Deutschland)|Verwaltungsgericht]], das im Folgenden den Beschluss gegen den Bürger im Einzelnen auf seine [[Rechtmäßigkeit]] prüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollziehende Gewalt ist an [[Gesetz]] und [[Recht]] gebunden (vgl. auch {{Art.|20|gg|juris}} Abs. 3 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]]): [[Rechtsstaatsprinzip]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundeswehr]] kann in manchen Hinsichten ebenfalls als der Exekutive zugehörig angesehen werden, wobei diese Sicht aber nicht eindeutig bzw. nicht ausschließlich zutreffend ist: Zwar ist die Bundeswehr direkt der Bundesregierung bzw. genauer dem [[Bundesministerium der Verteidigung]] unterstellt, doch handelt es sich bei ihr um eine so genannte „[[Parlamentsarmee]]“, über deren Einsatz nicht in allen Fällen ausschließlich die jeweilige Bundesregierung entscheiden kann. Bezüglich bewaffneter Einsätze der Bundeswehr hat der [[Bundestag]] in seiner Gesamtheit (insofern die [[Legislative]]) über das normale Maß der üblichen Exekutivkontrolle hinausreichende, umfangreiche Mitentscheidungsrechte und Kontrollmöglichkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=BVerfG|hrsg=Axel Tschentscher|titel=Urteil zu out-of-area Einsätzen|url=http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv090286.html |werk=Deutschsprachiges Fallrecht (DFR)|datum=1994-07-12 |zugriff=2008-09-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;parlKtrl&amp;quot;&amp;gt;Vgl. diesbezüglich zusammenfassend [http://www.cloeser.org/pub/Parlamentarische_Kontrolle_der_Exekutive.pdf Die parlamentarische Kontrolle der Exekutive], S. 13 f. (PDF; 381&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinsichtlich nichtbewaffneter Einsätze der Bundeswehr im Inland im Rahmen von {{Art.|35|gg|juris}} des Grundgesetzes, etwa zur Katastrophenhilfe wie im Falle der [[Elbehochwasser 2002|Flutkatastrophe im Jahr 2002]], ist die Kategorisierung der Bundeswehr als Bestandteil der Exekutive hingegen zutreffend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
In Österreich ist die Exekutive in politischem Sinn auf Bundesebene die Bundesregierung und der Bundeskanzler. Verfassungsrechtlich ist der Bundespräsident Oberhaupt der Exekutive, da er den Kanzler und die Regierung ernennt. Bei der Ernennung ist er de-jure nicht an den Nationalrat gebunden, weswegen man von einem theoretisch starken Präsidenten spricht (siehe auch semi-präsidentielles Regierungssystem). Er verfügt außerdem über etliche Sonderkompetenzen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Österreichische Präsidentschaftskanzlei|titel=Kompetenzen im Detail|url=http://www.bundespraesident.at/aufgaben/aufgaben-und-rechte/kompetenz-im-detail |zugriff=2016-05-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die seit dem Bestehen des Amtes noch nie ausgeübt wurden. Jedes Bundesland hat eine Exekutive, die Landesregierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich versteht man aber im Besonderen unter „der Exekutive“ die Polizei. Dies lässt sich z.&amp;amp;nbsp;B. daran zeigen, dass der gesetzliche Amtstitel von Polizisten Exekutivbediensteter lautet. Unter dem Begriff &#039;&#039;Sicherheitsexekutive&#039;&#039; versteht man die Sicherheitsbehörden und die ihnen unterstellten oder beigegebenen Wachkörper. Für die Sicherheitsbehörden versehen die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes den &#039;&#039;Exekutivdienst&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Exekutivkörper&#039;&#039; gelten die beiden Wachkörper Bundespolizei und Justizwache sowie kleine Gemeindewachkörper. Auch das Bundesheer ist ein Exekutivkörper, aber kein Wachkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesrat der Schweiz 2017b.png|mini|hochkant|Die Exekutive der Schweiz auf Bundesebene&amp;amp;nbsp;– der [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] (offizielles [[Bundesratsfoto|Foto des Bundesrates]] 2017)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] ist die Exekutive auf Bundesebene der [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]], bestehend aus sieben Mitgliedern. Auf [[Kanton (Schweiz)|kantonaler Ebene]] bildet die [[Kantonsregierung]] (in den meisten Kantonen Regierungsrat oder Staatsrat genannt) die ausführende Gewalt. Dieser Rat besteht in der Regel aus fünf bis sieben Mitgliedern. Auf [[Gemeinde (Schweiz)|Gemeindeebene]] bildet, je nach Region, der [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]] bzw. der Stadtrat (oder auch der Kleine Stadtrat) die Exekutive. Die Exekutive wird durch einen „schwachen Chef“ regiert, d.&amp;amp;nbsp;h. der [[Stadtpräsident|Stadt-]] oder [[Gemeindepräsident]] hat nicht mehr Rechte als die anderen Mitglieder der Exekutive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europa ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Europäische Union|Europäischen Union]] nimmt die [[Europäische Kommission]] Aufgaben der Exekutive wahr. Andere europäische Organisationen, wie [[ESA]] oder [[EUMETSAT]], sind ebenfalls Exekutivorgane, die durch die Mitgliedsstaaten kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigte Staaten ==&lt;br /&gt;
In den Vereinigten Staaten ist auf [[Föderalismus|föderaler]] Ebene das Amt des [[Präsident der Vereinigten Staaten|Präsidenten der Vereinigten Staaten]] das Oberhaupt der Exekutive. Festgelegt ist dies durch den Artikel 2 der [[Verfassung der Vereinigten Staaten|amerikanischen Verfassung]]. Darin wird die Macht des Amtes, die Qualifikationen für das passive Wahlrecht und die Art und Weise der Präsidentenwahl beschrieben. Der Präsident hat kein formelles Initiativrecht im Gesetzgebungsverfahren des [[Kongress der Vereinigten Staaten|Kongresses der Vereinigten Staaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Exekutive}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Exekutive}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Föderative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Prärogative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Lobbyismus}} – als &#039;&#039;Fünfte Gewalt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Öffentlicher Dienst}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Presse (Medien)}} – als &#039;&#039;* {{WikipediaDE|Vierte Gewalt}}&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4131719-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exekutive|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Legislative&amp;diff=612954</id>
		<title>Legislative</title>
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		<updated>2024-01-17T21:57:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Legislative&#039;&#039;&#039; (spätantik {{laS|&#039;&#039;legis latio&#039;&#039;}} ‚Beschließung des Gesetzes‘, von {{laS|&#039;&#039;lex&#039;&#039;}} ,Gesetz‘ und {{lang|la|&#039;&#039;ferre&#039;&#039;}} ,tragen‘, davon das [[Partizip Perfekt Passiv|PPP]] {{lang|la|&#039;&#039;latum&#039;&#039;}} ,getragen‘; auch gesetzgebende [[Staatsgewalt|Gewalt]]) ist in der [[Staatstheorie]] neben der [[Exekutive]] (ausführenden Gewalt) und [[Judikative]] ([[Rechtsprechung]]) eine der drei – bei [[Gewaltenteilung]] voneinander unabhängigen – Gewalten. Die Legislative ist zuständig für die Beratung und Verabschiedung von Gesetzen ([[Gesetzgebung]]) im inhaltlichen und formellen Sinn sowie für die Kontrolle der Exekutive und der Judikative, wobei sie in Österreich nur die Exekutive kontrolliert und die Judikative unabhängig bleibt. In einer [[Repräsentative Demokratie|repräsentativen Demokratie]] bilden die [[Parlament]]e die Legislative. In [[Staat]]en mit Elementen [[Direkte Demokratie|direkter Demokratie]] tritt im Einzelfall auch das [[Volk]] als Gesetzgeber auf ([[Volksgesetzgebung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] wird die Legislative wie folgt ausgeübt:&lt;br /&gt;
* auf Bundesebene durch den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] als Einkammerparlament, den [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrat]] als [[Vertretung der Gliedstaaten|Organ des Bundes zur Mitwirkung der Länder]] u.&amp;amp;nbsp;a. an der Bundesgesetzgebung sowie (notfalls) den [[Gemeinsamer Ausschuss|Gemeinsamen Ausschuss]].&lt;br /&gt;
* auf Landesebene durch das jeweilige [[Landesparlament]] oder (soweit die Landesverfassung dies vorsieht) durch die Wahlberechtigten selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesetzgebung ist an die [[verfassungsmäßige Ordnung]] gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Ebene der Kreise und Gemeinden gibt es nach herrschender Meinung keine Legislative, da es sich bei den Kommunen insgesamt aus staatsrechtlicher Sicht lediglich um Selbstverwaltungskörperschaften innerhalb der Landesexekutive handele. [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderäte]] sind nach dieser Ansicht mithin auch keine Parlamente; die Selbstverwaltungsorgane der Gemeinde seien lediglich Verwaltungsorgane, denen es an legislativen Befugnissen mangele. Wesentliches Indiz hierfür sei neben dem Fehlen der [[Judikative]] die landesgesetzliche Vorgabe einer [[Gemeindeordnungen in Deutschland|Gemeindeordnung]] an Stelle einer selbst gewählten [[Verfassung]]. Die Mitglieder der Organe genießen auch nicht den für [[Abgeordneter|Abgeordnete]] von Parlamenten verfassungsgemäß garantierten Schutz der [[Politische Immunität|Immunität]] und [[Indemnität]]. Die Entscheidungen dieser Organe können zudem durch die [[Kommunalaufsicht]] aufgehoben oder ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter der Gegenmeinung argumentieren wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Art.|28|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 S. 2 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] besagt, dass „in den Ländern, Kreisen und Gemeinden […] das Volk eine Vertretung haben [muss], die aus allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen ist“. In dieser Vorschrift seien nicht nur die Kreise und Gemeinden auf gleicher Ebene mit den Ländern genannt, sondern es wird davon gesprochen, dass dort jeweils das Volk eine „Vertretung“ haben müsse, die nach den allgemeinen Wahlgrundsätzen gewählt sein muss. Dieselbe Vorschrift, aus der sich ergebe, dass es den Ländern nicht gestattet ist, landesrechtlich die Wahlen für die Landesparlamente anders als allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim zu regeln, bestimme auch die Wahlregeln für die Volksvertretungen in den Kommunen. Es sei nicht einzusehen, weshalb dann die Gemeinderäte eine andere, nämlich keine legislative, Kompetenz als die Landesparlamente haben sollten, denen niemand die Legislativfunktion abspreche. Auch die Existenz der Gemeindeordnungen als verbindliches Regelwerk wird nicht als Gegenbeleg zugelassen, da mit dem Grundgesetz genauso den Ländern Vorgaben für ihre Landesverfassungen gemacht würden. Die Regelungsdichte der Gemeindeordnungen sei zwar höher, doch sei dies traditionell bestimmt. Vor allem aber gebe es auch auf kommunaler Ebene Verfassungen, nämlich in Form der Hauptsatzung, die sich jede Gemeinde in jedem Bundesland geben müsse um ihre grundsätzliche Ordnung zu regeln. Schließlich sei auch die Existenz der Kommunalaufsicht kein Ausschlussgrund; so sei auch für die Länder in {{Art.|28|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 GG sowie in {{Art.|37|gg|juris}} GG eine – eingeschränkte – Aufsicht durch den Bund vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
In der Schweiz bildet sich die Legislative auf Bundesebene aus der vereinigten [[Bundesversammlung (Schweiz)|Bundesversammlung]], bestehend aus [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] und [[Ständerat]]. Auf Kantonsebene bildet der [[Kantonsrat]] (je nach Kanton auch Grosser Rat oder Landrat genannt) die Legislative. Die gesetzgebende Gewalt auf Gemeindeebene ist die [[Gemeindeversammlung]] oder der [[Einwohnerrat]] (je nach Gemeinde auch [Grosser] Gemeinderat, [Grosser] Stadtrat oder Generalrat genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
In Österreich bilden der [[Nationalrat (Österreich)|Nationalrat]] und der [[Bundesrat (Österreich)|Bundesrat]] die Legislative auf Bundesebene. Auf Landesebene ist die gesetzgebende Gewalt der [[Landtag (Österreich)|Landtag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigte Staaten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Politisches System der Vereinigten Staaten#Legislative|titel1=„Legislative“ im Artikel Politisches System der Vereinigten Staaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Bundesstaat (Föderaler Staat)|föderaler Staat]] üben die USA auf [[Politisches System der Vereinigten Staaten#Gewalten auf Bundesebene|nationaler Ebene]] ihre gesetzgebende Gewalt durch den [[Kongress der Vereinigten Staaten|Kongress]] (&#039;&#039;[[id est|i.&amp;amp;nbsp;e.]]&#039;&#039; das [[Parlament]] der USA) aus und auf [[Verwaltungseinheit in den Vereinigten Staaten|subnationaler Ebene]] durch die Parlamente der einzelnen [[Bundesstaat der Vereinigten Staaten|Bundesstaaten]] (→&amp;amp;nbsp;&#039;&#039;[[State Legislature]]&#039;&#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Gesetzgebungsverfahren (Vereinigte Staaten)|Verfahren zur Verabschiedung von Bundesgesetzen]] (für deren Erlassung sämtlich der Kongress (zusammen mit dem [[Präsident der Vereinigten Staaten|US-Präsidenten]]) zuständig ist) ist in der [[Verfassung der Vereinigten Staaten|US-Verfassung]] festgeschrieben; für das Verfahren bei Gesetzen, die in die Zuständigkeit eines Bundesstaats fallen, ist &#039;&#039;dessen&#039;&#039; jeweilige Verfassung maßgeblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl der Kongress als auch die [[State Legislature|Parlamente der Bundesstaaten]] (außer das von [[Nebraska]]) verfügen über jeweils [[Zweikammersystem|zwei Kammern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigtes Königreich ==&lt;br /&gt;
Die Legislative des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland]] wird ausgeübt durch das [[Britisches Parlament|Parlament]], das formal aus drei Teilen besteht: [[Britische Monarchie|Krone]], [[House of Lords|Oberhaus]] und [[House of Commons (Vereinigtes Königreich)|Unterhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frankreich ==&lt;br /&gt;
In Frankreich bildet die [[Nationalversammlung (Frankreich)|Nationalversammlung]] zusammen mit dem [[Senat (Frankreich)|Senat]] die Legislative. Beide Kammern sind gleichberechtigt. Bei Uneinigkeit kann aber die Nationalversammlung den Senat überstimmen. Dieser besitzt ein Vetorecht bei Verfassungsänderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäische Union ==&lt;br /&gt;
Supranationale legislative Funktionen werden in der [[Europäische Union|Europäischen Union]] durch den [[Rat der Europäischen Union]] sowie das [[Europäisches Parlament|Europäische Parlament]] ausgeübt. Dabei kommt jedoch der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] durch ihr Initiativrecht eine Schlüsselkompetenz zu, obwohl die Kommission gewöhnlich der Exekutive zugeordnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Legislative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Legislative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Presse (Medien)}} – als &#039;&#039;* {{WikipediaDE|Vierte Gewalt}}&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Lobbyismus}} – als &#039;&#039;Fünfte Gewalt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Föderative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Prärogative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Öffentliche Verwaltung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Legislative}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gesetzgeber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4131717-8}}&lt;br /&gt;
]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Legislative|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Judikative&amp;diff=612953</id>
		<title>Judikative</title>
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		<updated>2024-01-17T21:56:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der [[Rechtsbegriff]] der &#039;&#039;&#039;Judikative&#039;&#039;&#039; ([[Latein|lat.]]: iudicare, „Recht sprechen“; früher auch Jurisdiktion genannt) bezeichnet die  „[[richter]]liche Gewalt“ im [[Staat]], ausgehend von der klassischen dreigliedrigen [[Gewaltenteilung]] in  [[Legislative]] (Parlament als [[gesetzgebende Gewalt]]), [[Exekutive]] (Regierung und Verwaltung als vollziehende Gewalt) und &#039;&#039;&#039;rechtsprechende Gewalt&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Rechtsstaat]]en wird die Judikative durch unabhängige [[Richter]] ausgeübt. Die [[Rechtsprechung]] ist an [[Gesetz]] und [[Recht]] gebunden. Die Unabhängigkeit der Justiz ist teilweise [[Positives Recht|positivrechtlich]] verankert (so zum Beispiel für die [[schweiz]]erische [[Militärjustiz (Schweiz)|Militärjustiz]] in dem Artikel 1 des Militärstrafprozesses).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Judikative ist nicht identisch mit den Begriffen [[Gerichtsbarkeit]], [[Justiz]] oder [[Rechtspflege]], die [[Verfassungsrecht|staatsrechtlich]] betrachtet zum Teil auch der vollziehenden Gewalt (Exekutive) zuzuordnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Bundesverfassungsgericht]] (BVerfG) ist die rechtsprechende Gewalt im Sinne des {{Art.|92|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] (GG) nicht in einem formellen, sondern in einem materiellen Sinn zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinn und Zweck des {{Art.|92|gg|juris}} GG sei es, {{&amp;quot;|eine besondere Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Willensbildung im System der Gewaltenteilung [zu] gewährleisten.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVG&amp;quot;&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 8. Februar 2001; Az. 2 BvF 1/00 – Wahlprüfung Hessen, Rn 95 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechtsprechende Gewalt liege daher nicht schon dann vor, {{&amp;quot;|wenn ein staatliches Gremium mit unabhängigen Richtern im Sinne der Art. 92 ff. GG besetzt}} sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtsprechung in funktioneller Hinsicht liege vor, wenn der Gesetzgeber ein gerichtsförmiges Verfahren hoheitlicher Streitbeilegung vorsehe und den dort zu treffenden Entscheidungen eine Rechtswirkung verleihe, die nur unabhängige Gerichte herbeiführen könnten. Wesentliche Merkmale der Rechtsprechung ([[Judikatur]]) seien {{&amp;quot;|das Element der Entscheidung, der letztverbindlichen, der Rechtskraft fähigen Feststellung und des Ausspruchs dessen, was im konkreten Fall rechtens ist.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVG&amp;quot; /&amp;gt; {{&amp;quot;|Kennzeichen rechtsprechender Tätigkeit ist daher typischerweise die letztverbindliche Klärung der Rechtslage in einem Streitfall im Rahmen besonders geregelter Verfahren.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die rechtsprechende Gewalt in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Nach {{Art.|92|gg|juris}} GG gilt: {{&amp;quot;|Die rechtsprechende Gewalt ist den Richtern anvertraut; sie wird durch das Bundesverfassungsgericht, durch die in diesem Grundgesetze vorgesehenen Bundesgerichte und durch die Gerichte der Länder ausgeübt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Halbsatz des {{Art.|92|gg|juris}} GG bedeutet einen Gerichtsvorbehalt: {{&amp;quot;|Der Gesetzgeber, auch der Landesgesetzgeber, darf deshalb eine Angelegenheit, die Rechtsprechung im Sinne von {{Art.|92|gg|juris}} erster Halbsatz GG ist, nicht anderen Stellen als Gerichten zuweisen.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Kategorie:Judikative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Judikative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Presse (Medien)|Presse}} – als * {{WikipediaDE|Vierte Gewalt}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Lobbyismus}} – als Fünfte Gewalt&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Föderative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Prärogative}}&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Öffentliche Verwaltung}} (Administrative)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* André Brodocz: &#039;&#039;Die Macht der Judikative&#039;&#039;, VS Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16758-9. (Verfassung und Politik)&lt;br /&gt;
* Axel Hopfauf, Vorb. vor Art. 92 und Art. 92 GG, in: Schmidt-Bleibtreu/Hofmann/Hopfauf, Kommentar zum Grundgesetz, 12. Auflage, Köln 2011, ISBN 978-3-452-27076-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4177253-2}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judikative|!]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Finanztransaktionssteuer&amp;diff=612942</id>
		<title>Finanztransaktionssteuer</title>
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		<updated>2024-01-17T21:41:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine &#039;&#039;&#039;Finanztransaktionssteuer&#039;&#039;&#039;, gelegentlich auch &#039;&#039;&#039;Finanzmarkttransaktionssteuer&#039;&#039;&#039; ({{enS|financial transaction tax}}, &#039;&#039;FTT&#039;&#039;), ist eine [[Steuer]] auf [[Börse|börsliche]] und außerbörsliche [[Finanztransaktion]]en. Sie gehört zu den [[Verkehrsteuer]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Keynes 1933.jpg|mini|hochkant|John Maynard Keynes (1933)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der ersten Überlegungen zu einer Finanztransaktionssteuer in Bezug auf den [[Aktienmarkt]] geht auf [[John Maynard Keynes]] nach der [[Great Depression]] aus dem Jahre 1936 zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keynes&amp;quot;&amp;gt;John Maynard Keynes: &#039;&#039;The General Theory of Employment, Interest and Money.&#039;&#039; 1936, S. 105. [http://biblioeconomicus.googlepages.com/KeynesJohnMaynard-TheGeneralTheoryOfEmploymentInterestAndMoney.pdf Online (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Spratt: &#039;&#039;A Sterling Solution.&#039;&#039; 2006, S. 17.  {{Webarchiv |url=http://www.stampoutpoverty.org/download.php?id=343 |text=Online (pdf) |wayback=20120210194927}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Keynes argumentierte, dass durch die Verminderung der kurzfristigen [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]] durch die Finanztransaktionssteuer sich Unternehmen mehr auf langfristige nachhaltige Gewinnmaximierung fokussieren könnten.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Einführung einer nicht unerheblichen Verkehrssteuer auf alle Transaktionen könnte sich als die brauchbarste Reform im Hinblick auf die Abschwächung der Vorherrschaft der Spekulation über Unternehmen in den Vereinigten Staaten, die zur Verfügung steht, erweisen.&lt;br /&gt;
 |Autor=John Maynard Keynes&lt;br /&gt;
 |Quelle=The General Theory of Employment, Interest and Money&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„The introduction of a substantial government transfer tax on all transactions might prove the most serviceable reform available, with a view to mitigating the predominance of speculation over enterprise in the United States.“&#039;&#039; In: J. M. Keynes (1936): &#039;&#039;General Theory of Employment, Interest and Money.&#039;&#039; Atlantic Publishers &amp;amp; Distributors, 2006. Chapter 12, VI, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Keynes sah aber auch gleichzeitig die bis ins 21. Jahrhundert anhaltende Diskussion und das von Gegnern der Finanztransaktionssteuer immer wieder angeführte Problem, dass eine Finanztransaktionssteuer zu geringerem [[Handelsvolumen (Börse)|Handelsvolumen]] und geringerer [[Liquidität]] führen könne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hemmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sollten einzelne Käufe von Investments &#039;&#039;[durch die Finanztransaktionssteuer (Anm.)]&#039;&#039; illiquide werden, könnte dies ernsthaft neue [[Investition]]en behindern […]. Dies ist das Dilemma.&lt;br /&gt;
 |Autor=John Maynard Keynes&lt;br /&gt;
 |Quelle=The General Theory of Employment, Interest and Money&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;„If individual purchases of investments were rendered illiquid, this might seriously impede new investment, so long as alternative ways in which to hold his savings are available to the individual. This is the dilemma. John Maynard Keynes: The General Theory of Employment, Interest and Money“.&#039;&#039; In: J. M. Keynes (1936): &#039;&#039;General Theory of Employment, Interest and Money.&#039;&#039; Atlantic Publishers &amp;amp; Distributors, 2006. Chapter 12, VI, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner wird das Prinzip der Finanztransaktionssteuer häufig auch mit der 1972 von [[James Tobin]] vorgeschlagenen [[Tobin-Steuer]] verbunden. Tobin war der Auffassung, dass eine Finanztransaktionssteuer auf [[Devisen]]geschäfte eine wirksame Möglichkeit wäre, die Auswirkungen einzudämmen, die das [[Finanzkapital]] durch die ungehemmte Möglichkeit der Verschiebung – insbesondere nach dem Ende des [[Bretton-Woods-System]]s – auf die realen wirtschaftlichen Kosten der Länder beziehungsweise Volkswirtschaften haben kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hemmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa geriet die Diskussion über die Finanztransaktionssteuer mit der Einführung des [[Euro]]s Ende des 20. Jahrhunderts in den Hintergrund, da die einheitliche Währung Währungsspekulationen unmöglich machte. Die [[Russlandkrise]]n und die [[Asienkrise]] in den 1990er Jahren führten jedoch zum Wiederaufleben der Diskussion über die potenziellen Vorteile einer Finanztransaktionssteuer primär im Bereich der Devisentransaktionen. Im Zuge der [[Weltfinanzkrise|weltweiten Finanzkrise ab 2007]] wurde insbesondere in Europa und dort insbesondere in Deutschland eine politische Diskussion bezüglich einer Einführung einer Finanztransaktionssteuer angeregt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8236 Petition auf Einführung einer Finanztransaktionssteuer (abgefragt am 18. Mai 2010)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hemmel&amp;quot; /&amp;gt; Die entsprechenden Verhandlungen der EU-Kommission führten jedoch bisher nicht zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, was Beobachter auf [[Lobbyismus|Lobbyarbeit]] der Finanzindustrie zurückführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;S. Schulmeister: &#039;&#039;Die vernünftigste Steuer in unserer Zeit.&#039;&#039; Le Monde Diplomatique, deutsche Ausgabe, Dezember 2014, S. 1+10ff. ([http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/FTT_Diplo_12_14.pdf online], abgefragt am 2. Juni 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung von Finanztransaktionssteuern ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für Finanztransaktionssteuern sind die [[Stempelsteuer]] des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reiches]] auf Wertpapiere oder Urkunden nach dem Gesetz über die Reichsstempelabgabe vom 1. Juli 1881&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Börsensteuer.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Meyers Konversations-Lexikon 1888.&#039;&#039; Band 3, Bibliographisches Institut, Leipzig/ Wien 1885–1892. [http://peterhug.ch/lexikon/boersensteuer (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Reformierung durch die [[Kapitalverkehrsteuer]] nach dem Kapitalverkehrsteuergesetz vom 8. April 1922&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Bayer, Mathias Habersack: &#039;&#039;Aktienrecht im Wandel.&#039;&#039; Mohr Siebeck, 2007, ISBN 978-3-16-149242-6, S. 518.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zum Außerkrafttreten am 1. Januar 1992 im Zuge des [[Finanzmarktförderungsgesetz]]es vom 22. Februar 1990.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39852/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/U/002__Uebersicht__ueber__abgeschaffte__oder__ausgelaufene__Steuern.html |text=www.bundesfinanzministerium.de |wayback=20090514143916 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute wurden in vielen Ländern verschiedene Kapitalverkehrsteuern eingeführt, die allerdings immer nur Teilaspekte des Finanzmarktes abdeckten bzw. abdecken. Am häufigsten ist die [[Börsenumsatzsteuer]], die auf Umsätze an [[Wertpapierbörse]]n erhoben wird. Nur für [[Emission (Wirtschaft)|Neuemissionen]] greift die [[Bundesgesetz über die Stempelabgaben|Emissionsabgabe]] in der Schweiz, während die [[Bundesgesetz über die Stempelabgaben|Umsatzabgabe]] den Handel mit Wertpapieren erfasst, aber umfassende Ausnahmetatbestände kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finanztransaktionssteuern gibt es derzeit nur in zwei Ländern: Im August 2012 führte [[Frankreich]] eine begrenzte Finanztransaktionssteuer ein (siehe Abschnitt [[#Situation in Frankreich|Situation in Frankreich]]),&amp;lt;ref name=&amp;quot;spon-fts&amp;quot; /&amp;gt; im März 2013 folgte [[Italien]] bei Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 500 Millionen Euro (siehe Abschnitt [[#Situation in Italien|Situation in Italien]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;avl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Entwurf für den [[Mehrjähriger Finanzrahmen|mehrjährigen Finanzrahmen]] der [[Europäische Union|Europäischen Union]] im Zeitraum 2014–2020 hat die [[Europäische Kommission]] die Einführung einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer (siehe Abschnitt [[#EU-Finanztransaktionssteuer|EU-Finanztransaktionssteuer]]) vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1308680045849/Entwurf-EU-plant-Finanzsteuer &#039;&#039;EU plant Finanzsteuer.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[Der Standard]].&#039;&#039; 30. Juni 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;aktueller Vorschlag der EU-Kommission&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://ec.europa.eu/taxation_customs/resources/documents/taxation/other_taxes/financial_sector/com%282011%29594_de.pdf |text=Aktueller Vorschlag der EU-Kommission |wayback=20111031000256}} (PDF; 147&amp;amp;nbsp;kB) vom 28. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine konkreten Finanztransaktionssteuern, sondern in der Diskussion befindliche Modelle sind die [[Tobin-Steuer]] und die [[Robin-Hood-Steuer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanztransaktionssteuern in der Europäischen Union ==&lt;br /&gt;
=== EU-Finanztransaktionssteuer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:EU financial transaction tax.svg|mini|&amp;lt;div class=&amp;quot;boilerplate&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0.25em; padding: 0.25em; text-align: left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;EU-Finanztransaktionssteuer (Stand: März 2012):&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;{{Farblegende|#008000|EU-Länder dafür}} {{Farblegende|#d40000|EU-Länder dagegen}} {{Farblegende|#464646|Unentschlossene EU-Länder|}} {{Farblegende|#787878|Nicht-EU-Länder|}}&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Eurobarometer]] 2010 befürworteten 61 % der EU-Bürger die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im September 2011 legte die EU-Kommission einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der EU vor, {{&amp;quot;|damit auch der Finanzsektor seinen fairen Beitrag leistet}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EC-FTT&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1085&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en |titel=Financial Transaction Tax: Making the financial sector pay its fair share |hrsg=European Commission |datum=2011-09-28 |abruf=2011-11-22}} Original: „to make the financial sector pay its fair share“&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EU-Kommission wies darauf hin, dass der gering besteuerte Finanzsektor im Zuge der Finanzkrise mit 4600 Milliarden Euro unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Steuersatz sollte 0,1&amp;amp;nbsp;Prozent auf den Handel von Aktien und Anleihen und 0,01 Prozent für Derivate von Aktien und Anleihen betragen. Devisengeschäfte am [[Spotmarkt]] sowie andere Derivate sollen von der Steuer befreit sein. In Summe ließen sich laut internen Berechnungen der Europäischen Kommission dadurch rund 50 Milliarden Euro einnehmen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1316733427008/EU-Direktive-Bruessel-will-Finanztransaktionssteuer-schon-2014 &#039;&#039;EU-Direktive: Brüssel will Finanztransaktionssteuer schon 2014.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;[[Der Standard]],&#039;&#039; 23.&amp;amp;nbsp;September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; die großteils den Mitgliedsländern zugutekommen sollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Semeta&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Harry Wilson |url=http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/banksandfinance/9087264/Financial-transaction-tax-would-raise-10bn.html |titel=Financial transaction tax would raise €10bn |hrsg=Telegraph |datum=2012-02-16 |abruf=2012-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2012 starteten neun EU-Länder einen neuen Vorstoß, eine Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene einzuführen, scheiterten aber vor allem&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORFat-09102012-65&amp;quot; /&amp;gt; am Widerstand der beiden Nicht-Euro-Länder [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und [[Schweden]]. Die Alternative, die Steuer nur in der Eurozone einzuführen, scheiterte wiederum am Widerstand von [[Luxemburg]] und den [[Niederlande]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ-2012-03-13&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Cerstin Gammelin]] |url=http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schuldenkrise-in-europa-finanzmarktsteuer-in-der-eu-gescheitert-vorerst-1.1308125 |titel=Finanzmarktsteuer in der EU gescheitert – vorerst |hrsg=[[Süddeutsche Zeitung|Sueddeutsche]] |datum=2012-03-13 |abruf=2012-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2012 wurde die Zielsetzung einer Einführung in der gesamten Eurozone aufgegeben. Die verbleibenden EU-Länder einigten sich darauf, die Finanztransaktionssteuer nunmehr nur in den befürwortenden Ländern einzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/konjunktur-merkel-will-finanztransaktionssteuer-vorantreiben_aid_773683.html &#039;&#039;Merkel will Finanztransaktionssteuer vorantreiben.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;focus.de.&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-06/finanzsteuer-bruessel &#039;&#039;Schäuble sucht die Koalition der Willigen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;zeit.de.&#039;&#039; Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Basis dafür findet sich im EU-rechtlichen Rahmen einer sogenannten „[[Verstärkte Zusammenarbeit|verstärkten Zusammenarbeit]]“ von mindestens neun EU-Ländern, die sich daran beteiligen. Anfang Oktober hatten mit [[Belgien]], [[Deutschland]], [[Frankreich]], [[Griechenland]], [[Österreich]], [[Portugal]] und [[Slowenien]] jedoch erst sieben Länder ihre Beteiligung zugesagt und auch ihren diesbezüglichen schriftlichen Antrag bei der EU-Kommission eingebracht. Am EU-Finanzministerrat in Luxemburg am 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012 sollten – um die Mindestzahl von neun zu erreichen – noch [[Italien]] und [[Spanien]] umgestimmt werden, um sich an der Finanztransaktionssteuer zu beteiligen. Nicht nur wurde dieses Ziel zum Ende des Ministerrates erreicht, es schlossen sich auch noch [[Estland]] und die [[Slowakei]] an, sodass nun insgesamt elf EU-Länder die Transaktionssteuer einführen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORFat-09102012-65&amp;quot;&amp;gt;[http://orf.at/stories/2145065/ &#039;&#039;Überraschende Einigung:&#039;&#039;] &#039;&#039;Die Finanztransaktionssteuer kann starten – zumindest im Rahmen einer verstärkten Zusammenarbeit innerhalb der EU.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Österreichischer Rundfunk|ORF]].at,&#039;&#039; 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012. Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-10/eu-finanzmarktsteuer-euro-staaten &#039;&#039;Elf EU-Staaten wollen Finanzmarktsteuer einführen.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;zeit.de.&#039;&#039; 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/finanzen/article109710362/Durchbruch-bei-Finanzsteuer-Elf-Laender-sind-dabei.html &#039;&#039;Durchbruch bei Finanzsteuer – Elf Länder sind dabei.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;welt.de.&#039;&#039; 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Details sollten bis Weihnachten 2012 ausgearbeitet werden. Offen waren u.&amp;amp;nbsp;a. die Fragen danach, was konkret wie besteuert werden soll und in welche Budgets die Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer fließen sollen: Ob die Erträge in den nationalen Budgets bleiben oder dem gemeinsamen EU-Budget zugeführt werden sollen, wobei sich bei letzterem auch die Frage stellt, ob die nationalen Zahlungsverpflichtungen der beteiligten Länder gegenüber dem EU-Haushalt um diese Beträge reduziert werden. Nach Meinung der damaligen österreichischen Finanzministerin [[Maria Fekter|Fekter]] wäre dies auch ein Anreizsystem, dass sich doch noch weitere Länder an der Transaktionssteuer beteiligen. Großbritannien und Polen hingegen forderten von den Ländern der verstärkten Zusammenarbeit, dass die fertigen Konzepte den nicht beteiligten Ländern zur Prüfung auf EU-Auswirkungen vorgelegt werden – und sogar (so von Seite Polens geäußert) dem Paket von allen EU-Ländern zugestimmt werden müsste.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://orf.at/stories/2145126/ &#039;&#039;Fekter will Entlastung für Österreich: „Haben erst Autobahnauffahrt geschafft“.&#039;&#039;] In: &#039;&#039;ORF.at.&#039;&#039; 9.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012. Abgerufen am 10.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Januar 2013 beschloss der Rat der EU-Finanz- und Wirtschaftsminister in Brüssel, dass die elf Staaten Belgien, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien und Spanien die Finanztransaktionssteuer einführen dürfen. Die Steuer soll möglichst alle Finanzinstrumente erfassen und eine breite Bemessungsgrundlage mit einem niedrigen Steuersatz haben.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_Data/docs/pressdata/en/ecofin/134949.pdf PDF-Datei; 76&amp;amp;nbsp;kB&amp;lt;/ref&amp;gt; Im gleichen Jahr beendete Frankreich seine Unterstützung für eine so umfassende Steuer nach dem Widerstand aus der Lobby der Finanzdienstleister,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; aus Sicht von Kritikern vor allem durch [[Goldman Sachs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Klage Großbritanniens gegen eine Einführung der Finanztransaktionssteuer in den elf Staaten im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit wies der [[Europäischer Gerichtshof|Europäische Gerichtshof]] am 30. April 2014 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wiwo.de/politik/europa/finanztransaktionssteuer-eugh-weist-britische-klage-ab/9826132.html |titel=EuGH weist britische Klage ab |hrsg=Wirtschaftswoche |datum=2014-04-30 |abruf=2014-05-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Estland im Dezember 2015 aus den Verhandlungen ausstieg,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/finanztransaktionssteuer-europaeische-boersensteuer-wird-offenbar-aufgeschoben-a-1157247.html |titel=Steuer auf Finanzgeschäfte in Europa wird offenbar aufgeschoben |hrsg=SPIEGEL ONLINE |datum=2017-07-11 |abruf=2017-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; befinden sich die verbleibenden 10 Länder weiterhin in Verhandlungen (Stand November 2017). Im Zusammenhang mit der [[Bundestagswahl 2017]] stellten einige Parteien ihre Haltung zu einer Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene klar: Während die Grünen und die CDU weiterhin an der Einführung einer solchen Steuer festhalten wollen, zeigte sich die FDP eher skeptisch. Vor dem Hintergrund des [[EU-Austritt des Vereinigten Königreichs|EU-Austritts des Vereinigten Königreichs]] und der somit vermuteten Verlagerung von Finanzinstitutionen aus London weg hin zu anderen Finanzstandorten in der EU gibt es Anzeichen, dass einige Regierungen die Attraktivität nationaler Standorte nicht durch die Einführung einer solchen Steuer mindern wollen. Nachdem Frankreichs Präsident [[Emmanuel Macron]] im Rahmen einer Grundsatzrede zur Europäischen Union zwar die Einführung einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer befürwortete, sie jedoch nur auf Aktien, nicht jedoch auf Derivate anwenden wollte, herrschte weiterhin Uneinigkeit über die konkrete Ausgestaltung einer Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ruth Berschens, Martin Greive |url=http://app.handelsblatt.com/my/politik/international/finanztransaktionssteuer-finaler-todesstoss-durch-macron/20521018.html |titel=Finanztransaktionssteuer: Finaler Todesstoß durch Macron |werk=Handelsblatt |datum=2017-11-01 |abruf=2017-11-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2019 verständigten sich die zehn Länder auf einen Vorschlag aus Frankreich und Deutschland,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claire Stam |url=https://www.euractiv.de/section/eu-innenpolitik/news/mep-larrouturou-im-hungerstreik-fuer-gesundheit-klima-und-arbeit/ |titel=MEP Larrouturou: Im Hungerstreik für Gesundheit, Klima und Arbeit |werk=www.euractiv.de |datum=2020-11-09 |abruf=2020-11-26 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach dem die Finanztransaktionssteuer lediglich Käufe und Verkäufe von Aktien betrifft und ab 2021 gelten soll. Die Höhe steht noch nicht fest; nach der von Finanzminister [[Olaf Scholz]] vorangetriebenen Vereinbarung sollen mindestens 0,2 Prozent pro Transaktion erhoben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniel Eckert |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article195725527/Regierungsplaene-Finanzexperten-fordern-Stopp-der-Aktiensteuer.html |titel=Regierungspläne: Finanzexperten fordern Stopp der Aktiensteuer |werk=www.welt.de |datum=2019-06-23 |abruf=2019-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker wenden ein, dass nur 10 % aller Finanztransaktionen von der in dieser Form vorgeschlagenen Steuer betroffen seien. Ein Gutachten im Auftrag der österreichischen Regierung geht sogar von nur 1 % aus. Demnach wäre das Aufkommen durch die Steuer nur 2,3 Milliarden Euro statt mindestens 28,3 Milliarden Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/finanztransaktionssteuer-der-lobby-die-stirn-bieten.724.de.html?dram:article_id=472495 |titel=Finanztransaktionssteuer - &amp;quot;Der Lobby die Stirn bieten&amp;quot; |abruf=2020-05-11 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der [[Bundeskanzler (Österreich)|österreichische Bundeskanzler]] [[Sebastian Kurz|Kurz]] bemängelte, dass hochspekulative Geschäfte und Derivate von der Steuer ausgenommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/finanztransaktionssteuer-kurz-scholz-1.4782484 |titel=Kurz gegen deutsche Pläne für Finanztransaktionssteuer |abruf=2020-06-07 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Österreichs Finanzminister [[Gernot Blümel|Blümel]] kritisierte, der Vorschlag aus Paris und Berlin sei „genau das Gegenteil von dem, was die [EU-]Kommission vor einigen Jahren vorgeschlagen hat.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Der Befürworter&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; der Finanztransaktionsteuer [[Stephan Schulmeister]] macht die erfolgreiche Lobbyarbeit von Goldman Sachs dafür verantwortlich,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan Schulmeister |Titel=Debatte Finanztransaktionssteuer: Top Secret! |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2013-06-06 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Debatte-Finanztransaktionssteuer/!5065905/ |Abruf=2020-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dass spezielle Finanztransaktionen (bei denen Wertpapiere von den Beteiligten [[Rückkaufvereinbarung|hin- und wieder zurückwechseln]]) von den Plänen der kooperierenden Ländern ausgenommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/transaktionssteuer-banken-wehren-sich-auch-gegen-schmalspur-boersensteuer-/8281510.html |titel=Transaktionssteuer: Banken wehren sich auch gegen Schmalspur-Börsensteuer |abruf=2020-05-23 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Mussler, Hendrik Kafsack, Brüssel |Titel=Neue Verhandlungsrunde: Nächster Anlauf für die Finanztransaktionssteuer |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/neue-verhandlungsrunde-naechster-anlauf-fuer-die-finanztransaktionssteuer-12547627.html |Abruf=2020-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation in Frankreich ===&lt;br /&gt;
Seit dem 1. August 2012 besteht in [[Frankreich]] für den Erwerb sogenannter &#039;&#039;Kapitalwertpapiere&#039;&#039; die Pflicht eine Finanztransaktionssteuer zu entrichten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;clearstream&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Besteuert wird der Erwerb von Wertpapieren von börsennotierten Unternehmen, die ihren [[Sitz (juristische Person)|Hauptsitz]] in Frankreich haben und die über eine [[Marktkapitalisierung]] von mehr als einer Milliarde Euro verfügen (etwa 100 Aktiengesellschaften). Ob eine Aktiengesellschaft dieses Kriterium erfüllt, wird jeweils zum 1. Dezember des Vorjahres festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Information von Juli 2012 für die Depotkunden bei Cortal Consors und BNP Aribas&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Besteuerung erfolgt unabhängig vom Ort der Transaktion, erfasst werden somit auch Transaktionen französischer Wertpapiere an ausländischen Börsenplätzen.&lt;br /&gt;
* Der Steuersatz beträgt 0,3 % (seit 1. Januar 2017) des Kaufpreises der Wertpapiere bei Erwerb.&lt;br /&gt;
* Als Erwerb gelten sowohl der direkte Wertpapierkauf als auch die Wertpapierlieferung bei Ausübung von Derivaten. Erfasst werden jedoch nur Aktien am [[Regulierter Markt|regulierten Markt]].&lt;br /&gt;
* Käufe und Verkäufe innerhalb eines Tages können [[Netting (Finanzen)|genettet]] werden, sodass dieser Steuersatz nicht Day-Trader und den [[Hochfrequenzhandel]] trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich erhebt alternativ eine weitere neue Steuer in Höhe von 0,01 % auf bestimmte Transaktionen im Hochfrequenzhandel und bestimmte [[Credit Default Swap]]s. Im Gegensatz zur Abgabe auf Kapitalwertpapiere betrifft diese allerdings nur Unternehmen und Personen, die in Frankreich steuerpflichtig sind. Die Steuer ist nicht darauf angelegt, diesen Handel zu unterbinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spon-fts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation in Italien ===&lt;br /&gt;
Zum 1. März 2013 führte [[Italien]] eine Finanztransaktionssteuer auf den Erwerb von Aktien (und ähnlichen Wertpapieren im Sinne des italienischen Rechts) ein:&amp;lt;ref name=&amp;quot;avl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Besteuert wird der Erwerb von Wertpapieren italienischer Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 500 Millionen Euro (mindestens 70 Aktiengesellschaften). Das italienische Finanzministerium veröffentlichte zum ersten Mal am 20. Dezember 2012 eine Liste von Unternehmen, die nicht besteuert werden – eine sogenannte Negativliste. Hieraus kann gefolgert werden, welche Papiere besteuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Besteuerung erfolgt unabhängig vom Ort der Transaktion.&lt;br /&gt;
* Als Erwerb gilt der direkte Wertpapierkauf. Nach einer Verschiebung um 2 Monate gilt die Steuer ab dem 1. September 2013 auch bei Derivaten.&lt;br /&gt;
* Der Steuersatz beträgt zwischen 0,12 % des Kaufpreises am regulierten Markt und 0,22 % an anderen Börsenplätzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Information von März 2013 für die Depotkunden bei Cortal Consors und BNP Aribas&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 2014 sinkt der Steuersatz auf 0,10 % bzw. 0,20 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation in Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland forderte seit 2000 als eine der ersten die globalisierungskritische [[Nichtregierungsorganisation|NGO]] [[Attac#Attac Deutschland|Attac Deutschland]] die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/frankfurt/attac-20-jahre-einsatz-gerechtere-welt-13536538.html |titel=20 Jahre Attac: Einsatz für eine gerechtere Welt |datum=2020-02-13 |sprache=de |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/kosten-der-finanzkrise-wie-banken-gegen-die-finanztransaktionssteuer-kaempfen/11059896.html |titel=Wie Banken gegen die Finanztransaktionssteuer kämpfen |sprache=de |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiedereinführung einer Finanztransaktionssteuer wird seit Jahren in Deutschland von den Parteien [[Die Linke]], [[Bündnis 90/Die Grünen]] und [[SPD]] gefordert. Seit Sommer 2011 befürwortet auch die [[CDU]]/[[CSU]] die Finanztransaktionssteuer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stern.de/politik/deutschland/finanztransaktionssteuer-schaeuble-plant-alleingang-der-eurozone-1745423.html |titel=Schäuble plant Alleingang der Eurozone |hrsg=[[Stern.de]] |datum=2011-10-31 |abruf=2016-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die AfD befürwortet die Finanztransaktionssteuer ebenfalls.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.facebook.com/alternativefuerde/posts/656036707760005 |titel=AfD |abruf=2019-05-22 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die FDP lehnt hingegen eine Finanztransaktionssteuer ab. Der [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrat]] hat sich im November 2011 in einer Stellungnahme für die EU-weite Einführung einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen, er hält es jedoch für erforderlich, auf die Festlegung einheitlicher Sätze hinzuwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;Pressemitteilung des Bundesrats  {{Webarchiv |url=http://www.bundesrat.de/DE/presse/pm/2011/175-2011.html |text=Bundesrat unterstützt EU-weite Finanztransaktionssteuer |wayback=20111127185317}} vom 25. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 2013]] fand die Finanztransaktionssteuer sehr schnell Eingang in die Koalitionsverhandlungen. Die Formulierung lehnte sich sehr eng an den Kompromiss zum Fiskalpakt an: Eine breite Finanztransaktionssteuer auf den Handel mit Aktien, Anleihen, Devisen und Derivate, die im Rahmen einer verstärkten Zusammenarbeit in Europa eingeführt werden soll. Die Koalition hat eine Zweckbindung der Einnahmen abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Greive |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article123557721/Finanzabgabe-koennte-am-Koalitionsvertrag-scheitern.html |titel=Finanzabgabe könnte am Koalitionsvertrag scheitern |hrsg=[[Die Welt]] |datum=2014-01-06 |abruf=2016-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer mit anderen europäischen Partnern befürworteten 57 % der Deutschen im Jahr 2016.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=EURACTIV mit Agenturen |url=https://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/news/umfrage-deutschland-will-die-finanztransaktionssteuer/ |titel=Umfrage: Deutschland will die Finanztransaktionssteuer |werk=www.euractiv.de |datum=2016-06-16 |abruf=2020-05-22 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Koalitionsvertrag der 19. Wahlperiode des Bundestages]], der zwischen der CDU/CSU und der SPD nach der [[Bundestagswahl 2017]] ausgehandelt wurde, ist vereinbart: „Die Einführung einer substanziellen Finanztransaktionsteuer wollen wir zum Abschluss bringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1 |titel=Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD - 19. Legislaturperiode |datum=2018-03-12 |abruf=2018-12-04 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls eine EU-weite Finanztransaktionssteuer (s.&amp;amp;nbsp;o.) scheitert, befürworten im Frühjahr 2020 Vertreter des [[Institut für Weltwirtschaft|IfW]] die Einführung einer umfassenden Version der Steuer in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mdr.de |url=https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/inland/finanztransaktionssteuer-finanzministerium-boerse-plan-100.html |titel=Wann kommt die geplante Finanztransaktionssteuer? {{!}} MDR.DE |abruf=2020-06-07 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation in anderen EU-Ländern ===&lt;br /&gt;
Gewisse Formen einer Finanztransaktionssteuer ([[Börsenumsatzsteuer]]) gibt es u. a. in [[Belgien]], [[Zypern]], [[Finnland]], [[Griechenland]] und [[Irland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die Welt: [https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article108450479/Frankreich-wagt-den-Alleingang.html &#039;&#039;Frankreich wagt den Alleingang.&#039;&#039;] abgerufen am 2. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spanien hat eine Finanztransaktionssteuer (FTT) in Höhe von 0,2 % eingeführt, u.&amp;amp;nbsp;a. auf Aktien spanischer Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 1 Mrd. €. Die Steuer muss z.&amp;amp;nbsp;B. auch von deutschen Anlegern bezahlt werden, die diese spanische Aktien kaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.clearstream.com/clearstream-en/products-and-services/market-coverage/europe-t2s/spain/spain-financial-transaction-tax-ftt--2726042 |titel=Spain: Financial Transaction Tax (FTT) |abruf=2022-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Aspekte von Finanztransaktionssteuern ==&lt;br /&gt;
=== Beabsichtigte Wirkung auf den Finanzmarkt ===&lt;br /&gt;
Erklärtes Ziel von Finanztransaktionssteuern sind die Stabilisierung und [[Marktregulierung]] von [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] durch die Verringerung des [[Spekulation (Wirtschaft)|spekulativen]] und technischen Handels durch höhere [[Transaktionskosten]]. Im Besonderen soll auch der zunehmende, sogenannte [[Hochfrequenzhandel]] eingedämmt werden, dessen volkswirtschaftlicher Nutzen umstritten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Wittenberg |Titel=„Die Finanztransaktionssteuer kann Krisen vorbeugen“ – Fünf Fragen an Dorothea Schäfer |TitelErg=Interview |Sammelwerk=DIW Wochenbericht |Nummer=7 |Datum=2012 |Seiten=13 |Online=[http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.393341.de/12-8-2.pdf online auf DIW.de] |Format=PDF |KBytes=117}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überwiegende Zahl der Transaktionen stellen margenschwache [[Arbitrage]]geschäfte dar. Diese würden durch eine Finanztransaktionssteuer nicht mehr rentabel und entfielen daher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a07/anhoerungen/2011/071/Stellungnahmen/03_-_Baden-W_-Wertpapierb__rse.pdf |text=&#039;&#039;Finanztransaktionssteuer verantwortungsvoll gestalten.&#039;&#039; (PDF; 110 kB) Stellungnahme der Börse Stuttgart zur Sachverständigenanhörung, Finanzausschuss Bundestag, 30. November 2011. |wayback=20131102121028}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fiskalische Wirkungen ===&lt;br /&gt;
Die Prognosen der fiskalischen Wirkungen einer Finanztransaktionssteuer gehen weit auseinander und hängen stark davon ab, ob eine Finanztransaktionssteuer lediglich in einzelnen Ländern oder in allen wichtigen Handelsplätzen eingeführt wird. Die Voraussage der Gesamteinnahmen bei einem konkreten Steuersatz ist deshalb schwierig, da das Ausmaß möglicher Reaktionen der Finanzmarktteilnehmer nach Einführung der Steuer (Reduktion des Handelsvolumens, räumliches Ausweichen auf andere Finanzplätze, Entwicklung neuer steueroptimierter Finanzprodukte) schwer abzuschätzen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befürworter einer Finanztransaktionssteuer versprechen sich erhebliche [[Steuereinnahme]]n ohne größere Verzerrungen in der realen Wirtschaft auszulösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hemmel&amp;quot;&amp;gt;Hemmelgarn, Thomas, Nicodeme, Gaetan: &#039;&#039;The 2008 Financial Crisis and Taxation Policy.&#039;&#039; Januar 2010, CESifo, Working Paper Series No. 2932.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung ([[Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung|WIFO]]) z.&amp;amp;nbsp;B. lägen die Einnahmen, bei einem Steuersatz von 0,05 Prozent auf alle Finanztransaktionen, in Deutschland zwischen 0,7 und 1,5 Prozent des [[BIP]]s, in der [[EU]] zwischen 0,9 und 2,1 Prozent des BIPs.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gustav Horn (Wirtschaftswissenschaftler)|Gustav Horn]], [[Till van Treeck]]: Stellungnahme zur Finanztransaktionssteuer, [[Bundesdrucksache]] 17/527, 17/518, 17/1422 und 17/471, Mai 2010,  {{Webarchiv |url=http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a07/anhoerungen/2010/014/Stellungnahmen/16-Horn.pdf |text=online(PDF; 48&amp;amp;nbsp;kB) |wayback=20110125032129}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wären dies rund 17 bis 36 Milliarden [[Euro]], für die gesamte EU etwa 110 bis 250 Milliarden Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Horn, Till van Treeck: Stellungnahme zur Bundestagsanhörung, 17. Mai 2010, [http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_pb_2_2010.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Skeptiker der Steuer nehmen höhere Verhinderungseffekte der Finanztransaktionssteuer auf den Derivatehandel an. Bei entsprechend nicht stattfindendem hochvolumigem Kurzfristhandel werden auch keine Steuern daraus generiert. Sie prognostizieren des Weiteren eine Umgehung der Steuer durch Geschäftsverlagerungen an Handelsplätze ohne Steuer. Als historisches Beispiel für eine derartige Entwicklung wird in der politischen Debatte die Einführung der 1992 wieder abgeschafften [[Börsenumsatzsteuer]] in [[Schweden]] 1985 herangezogen, bei der die Steuerpflicht nur vom Ort der Transaktionsdurchführung abhing und anstelle der von der Regierung geschätzten Einnahmen von umgerechnet jährlich 165 Mio. Euro nicht mehr als 9 Mio. Euro erlöst wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/125/1612571.pdf Bundestagsdrucksache 16/12571, wobei die Beschreibung des schwedischen Fallbeispiels auf folgender Quelle basiert: Umlauf, 1993, „Transactions Taxes and the Behavior of the Swedish Stock Market“, Journal of Financial Economics] (PDF; 138&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ferner Nikolas Neuhaus: [http://www.n-tv.de/wirtschaft/kolumnen/Boersensteuer-ein-Sommermaerchen-article520522.html &#039;&#039;Börsensteuer, ein Sommermärchen.&#039;&#039;] in N-TV vom 25. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steuervermeidungsstrategien ===&lt;br /&gt;
Wie bei jeder Steuer würden die Steuerpflichtigen auch bei einer Finanztransaktionssteuer versuchen, Maßnahmen zur [[Steuervermeidung]] zu treffen. Die Finanzwissenschaft nennt hier zwei grundsätzliche Strategien: Die Vermeidung der Sachverhalte, an die die Steuerpflicht anknüpft (darunter die Verlagerung von Geschäften in [[Steueroase]]n) und die Wahl der steuerlich günstigsten Form.&amp;lt;ref&amp;gt;vergl. Stefan Bajohr: &#039;&#039;Grundriss staatliche Finanzpolitik: Eine praktische Einführung.&#039;&#039; Ausgabe 2, 2007, ISBN 978-3-531-15526-5, S. 142–144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verlagerung auf andere Handelsplätze ====&lt;br /&gt;
Die in Bezug auf die Finanztransaktionssteuer am intensivsten diskutierte Steuervermeidungsstrategie ist die Verlagerung der Handelsgeschäfte an Handelsplätze, an denen diese Steuer nicht erhoben wird. Daher geben die Gegner einer Finanztransaktionssteuer zu bedenken, dass diese Art von Steuer sehr schwer zu implementieren sei, da die Finanzmarktteilnehmer Wege fänden, diese zu umgehen und eine Finanztransaktionssteuer nur ihre Wirksamkeit erreichen könnte, wenn internationaler Konsens bezüglich deren Einführung und Umsetzung herrschen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. P. M. Garber: &#039;&#039;Issues of Enforcement and Evasion in a Tax on Foreign Exchange Transactions.&#039;&#039; In: M. Haq, I. Kaul, I. Grunberg (Hrsg.): &#039;&#039;The Tobin Tax: Coping with Financial Volatility.&#039;&#039; Oxford University Press, New York/ Oxford 1996, S. 129–142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um dieses Schlupfloch zu verhindern, sieht die von der [[EU-Kommission]] vorgeschlagene EU-Finanztransaktionssteuer vor, „dass die Steuer in dem europäischen Land zu entrichten ist, in dem der Finanzakteur ansässig ist. Das bedeutet, dass für jedes Geschäft, das eine französische oder deutsche Bank irgendwo auf der Welt abwickelt, in Frankreich oder Deutschland eine Transaktionssteuer fällig wird.“ Durch Abwanderung ließe sich diese Steuer daher nicht umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Avinash Persaud |url=http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/diskussion-um-transaktionssteuer-warum-roesler-falsch-liegt-1.1254914-2 |titel=Warum Rösler falsch liegt |hrsg= [[Sueddeutsche Zeitung|Sueddeutsche]] |datum=2012-01-10 |abruf=2012-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verzicht auf auslösende Transaktionen ====&lt;br /&gt;
Eine weitere Vermeidungsstrategie ist der – rechtspolitisch zumindest zum Teil beabsichtigte – Verzicht auf auslösende Transaktionen, da diese nach Einführung der Finanztransaktionssteuer unprofitabel werden. Dies sind in erster Linie die Arbitragegeschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es betrifft im Bereich der Derivate beispielsweise die [[Glattstellung]]spraxis. Es ist üblich, dass Kreditinstitute offene Anlagebuch- oder Handelsbuchpositionen durch eine genau entgegengesetzte Transaktion neutralisieren. Bei einer Transaktionssteuer auf Derivate würde hier durch das Sicherungsgeschäft erneut Steuerpflicht entstehen. Zur Vermeidung tragen hier Vereinbarungen über die vorzeitige Auflösung bestehender Geschäfte bei. Weiterhin erfolgen Finanztransaktionen oftmals über mehrere Stufen, z.&amp;amp;nbsp;B. Verkäufer, Bank, Investmentbank, Broker, Käufer. Bei Belastung jeder dieser Stufen entsteht ein Anreiz, auf Zwischenstufen zu verzichten. Insbesondere wenn die beteiligten Unternehmen Teil eines gemeinsamen Konzerns sind, ist eine Internalisierung bisher externer Geschäfte möglich. Das Gleiche gilt für mehrstufige [[Strukturiertes Finanzprodukt|Strukturierte Finanzprodukte]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Schäfer, Marlene Karl: &#039;&#039;Finanztransaktionssteuer: Ökonomische und fiskalische Effekte der Einführung einer Finanztransaktionssteuer für Deutschland.&#039;&#039; Studie des DIW Berlin, 2012, S. 2 ff. [http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.405812.de/diwkompakt_2012-064.pdf (online)] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überwälzung auf die Endkunden ===&lt;br /&gt;
Mit der Steuer werden zunächst einmal die [[Finanzintermediär]]e belastet, die diese den Kunden, die Handelsgeschäfte beauftragt haben, als [[Indirekte Steuern#Indirekte Steuern|indirekte Steuern]] weiterbelasten (lediglich beim [[Eigenhandel]] sind sie selbst direkt belastet). Jedoch erfolgt wie bei allen Steuern eine (teilweise) [[Steuerüberwälzung]], so dass die Kosten im Endeffekt (durch höhere Preise oder Zinsen) teilweise durch die Anleger und Verbraucher getragen werden. In welchem Umfang eine Überwälzung auf den Endverbraucher möglich ist, kann nicht allgemein angegeben werden, sondern hängt von der Marktsituation ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Überwälzung von Steuern siehe: Gernot Sieg: &#039;&#039;Volkswirtschaftslehre.&#039;&#039; 2007, ISBN 978-3-486-58231-4, S. 36 ff. [http://books.google.de/books?id=xL2dYPKnxvYC&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;lpg=PA36&amp;amp;dq=%C3%9Cberw%C3%A4lzung+Steuer&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=hRMNVdlcb0&amp;amp;sig=u6tpzr_wJUKhYHjvljgx1uErbb0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=Hof-S4b3IJCU4gbw_IybDg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=8&amp;amp;ved=0CDAQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=%C3%9Cberw%C3%A4lzung%20Steuer&amp;amp;f=false (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Finanztransaktionssteuer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. W. Schwert, P. J. Seguin: &#039;&#039;Security Transaction Taxes: An Overview of Costs and Benefits and Unresolved Questions.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Financial Analysts Journal.&#039;&#039; 49(5) 1993, S. 27–35.&lt;br /&gt;
* J. Stiglitz: &#039;&#039;Using Tax Policy to Curb Speculative Short-term Trading.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Journal of Financial Service Research.&#039;&#039; 3(2-3) 1989, S. 101–115.&lt;br /&gt;
* P. Arestis, M. Sawyer: &#039;&#039;The Tobin Financial Transactions Tax: Its Potential and Feasibility.&#039;&#039; In: P. Arestis, M. Sawyer (Hrsg.): &#039;&#039;The Political, Economy of Economic Policies.&#039;&#039; Macmillan Press, London 1998, S. 248–287.&lt;br /&gt;
* Stephan Schulmeister: &#039;&#039; Die vernünftigste Steuer in diesen Zeiten.&#039;&#039; In: Deutsche Ausgabe &#039;&#039;Le Monde diplomatique&#039;&#039;, Dezember 2014, S. 1 und 10-11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://ec.europa.eu/info/strategy/eu-budget/long-term-eu-budget/2021-2027/revenue/next-generation-eu-own-resources_de Informationsseite der Europäischen Kommission (Sonstige mögliche neue Einnahmequellen)]&lt;br /&gt;
* [http://dsp-psd.tpsgc.gc.ca/Collection-R/LoPBdP/BP/bp419-e.htm Kanadische Studie zu Finanztransaktionssteuern mit internationalen Beispielen] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;avl&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.avl-investmentfonds.de/mitteilungen/Italien+f%C3%BChrt+Finanztransaktionssteuer+ein/340/ |titel=Italien führt Finanztransaktionssteuer ein |datum=2013-02-26 |abruf=2013-03-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;clearstream&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://archive.today/2013.01.19-075558/http://www.clearstream.com/ci/dispatch/en/cic/CIC/Annnouncements/ICSD/Tax/France/A12106.htm?yawlang=de |titel=Frankreich: Finanztransaktionssteuer – Aktualisierung |titelerg=Ankündigung A12106 |hrsg=Clearstream |datum=2012-06-01 |abruf=2013-03-01 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;spon-fts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/frankreich-fuehrt-finanztransaktionsteuer-ein-a-847555.html |titel=Frankreich prescht mit eigener Finanzsteuer vor |werk=Spiegel Online |abruf=2013-03-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1156539803}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanztransaktionssteuerfinanziertes BGE]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophische Wirtschaftswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Dreigliederung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwissenschaft|E]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanztransaktionssteuer|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen|E]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Familienaufstellung&amp;diff=612940</id>
		<title>Familienaufstellung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthrowiki.at/index.php?title=Familienaufstellung&amp;diff=612940"/>
		<updated>2024-01-17T21:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Löschkandidat hinzugefügt (Meinung von Joachim Stiller)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Family Board.JPG|mini|Eine reduzierte Variante des Familienstellens mittels [[Systembrett]]. Als primär relevant werden Distanz, Winkel und Blickrichtung unter den repräsentierend aufgestellten Personen verstanden.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Familienaufstellung&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;&#039;Familienstellen&#039;&#039;&#039;) bezeichnet ein Verfahren, bei dem Personen stellvertretend für Mitglieder des Familiensystems eines Klienten konstellativ angeordnet (gestellt) werden, um aus einer dazu in Beziehung gesetzten Wahrnehmungsposition gewisse Muster innerhalb jenes Systems erkennen zu können. Das Familienstellen gründet auf der Vermutung, dass innerlich-grundlegende Beziehungen auch innerlich räumlich abgespeichert wirken – je nach Ausprägung funktional bis [[dysfunktion]]al. Es handelt sich bei Aufstellungen &#039;&#039;nicht&#039;&#039; um Rollenspiele.&amp;lt;ref&amp;gt;Falko von Ameln, Josef Kramer: &#039;&#039;Organisationen in Bewegung bringen. Handlungsorientierte Methoden für die Personal-, Team- und Organisationsentwicklung.&#039;&#039; Berlin und Heidelberg 2016, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Familienaufstellung findet meist in Gruppen von zehn bis zwanzig Personen statt. Jemand, der eine persönliche Thematik lösen möchte, meldet sich, um für sich eine Aufstellung durchführen zu lassen. Der Aufstellungsleiter befragt diesen Klienten zu seiner Situation, zu seinem System (Gegenwarts- und/oder Herkunftssystem) und zu seinem Anliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für manche Familienmitglieder (welche als wesentlich für das Anliegen des Klienten vermutet werden) werden dann aus der anwesenden Seminargruppe &#039;&#039;Stellvertreter&#039;&#039; ausgewählt, die zueinander in Beziehung positioniert werden. Auch für den Klienten selbst gibt es einen Stellvertreter, der für dessen eigenes Ich (&#039;&#039;Fokus&#039;&#039;) steht und zu den anderen repräsentierten Familienmitgliedern in räumlichen Bezug gestellt wird. Mittels des intuitiven Positionierens von Stellvertretern „stülpt“ der Klient gewissermaßen sein &#039;&#039;inneres Bild&#039;&#039; hinsichtlich unbewusst abgebildeter &#039;&#039;Relationen&#039;&#039; (untereinander und in Relation zu seinem &#039;&#039;Fokus&#039;&#039;) nach außen in den Raum (&#039;&#039;Erstbild&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil bei der systemischen Aufstellungsarbeit davon ausgegangen wird, dass Symptomatik in loyalem Bezug (zu Einzelnen aus dem Familiensystem) entwickelt werde und „verstrickte“ Bezüge (innerhalb des Erstbildes) räumlich darauf hinweisen, können diese [[Relation|System-Relationen]], weil von außerhalb, innerlich distanziert erlebt werden (dissoziiert über den Stellvertreter des eigenen &#039;&#039;Fokus&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus ihrer Position heraus können die Stellvertreter Gefühle und Gedanken entwickeln, die denjenigen der repräsentierten Personen aus dem Familiensystem des Klienten entsprechen. Dieses Phänomen wird als [[repräsentierende Wahrnehmung]] bezeichnet. Die Angehörigen des Klienten werden im so strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam zu psychisch Anwesenden. Dabei können &#039;&#039;Verstrickungen&#039;&#039; (dysfunktionale Systemdynamiken)&amp;lt;ref&amp;gt;Falko von Ameln, Josef Kramer: &#039;&#039;Organisationen in Bewegung bringen. Handlungsorientierte Methoden für die Personal-, Team- und Organisationsentwicklung.&#039;&#039; Berlin und Heidelberg 2016, S. 273: „Aufstellungen können Systemdynamiken (z. B. Beziehungsstrukturen und Konflikte) schneller deutlich machen [...]“&amp;lt;/ref&amp;gt; erkannt werden: Beispielsweise Aufgaben, die dem Klienten (unbewusst) aufgebürdet worden sind („Delegation“) oder eine dysfunktionale Systemdynamik, die der Klient unbewusst (aus Loyalität und „Stolz“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Osten: &#039;&#039;Integrative Diagnostik bei Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Integrative Suchttherapie. Theorie, Methoden, Praxis, Forschung&#039;&#039; (Hg. Petzold, Schay, Ebert), Wiesbaden 2007, S. 247: „Im infantilen Erleben [jenes Kindes] sorgt das zunächst für eine Beruhigung, eine gewisse Befriedigung, manchmal sogar für „Stolz“, weil die Kinder sich glücklich fühlen, etwas tun zu können oder zumindest froh sind, nicht dadurch schuldig zu werden, daß sie nichts tun (ein verhaltensauffälliges Kind: „wenn ich Mama glücklich mache, wird alles gut“). Wenn sich diese Konstellation im Erwachsenen dysfunktional stabilisiert, wirkt sie von daher nach innen hin wie ein „Versprechen“ des Kindes, das nicht leicht – und nur von innen heraus – aufzulösen ist (wie ein Loyalitätskonflikt).“&amp;lt;/ref&amp;gt; zu Einem aus dem System) ursprünglich selbst ([[Intrinsische Motivation|intrinsisch]]) entwickelte. Unterschiedliche Verstrickungsmuster können bei der [[Aufstellungsarbeit]] ersichtlich werden – um aber nicht einer „falschen Fährte“ zu folgen, werden bei Familienaufstellungen idealerweise Offenlegungstests zu der vermuteten &#039;&#039;Kern-Systemdynamik&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.open-mind.at/index.php/Bild:KERN-Systemdynamik.jpg | wayback=20151208170429 | text=&#039;&#039;Abbildung(en) zu Kern-Systemdynamik&#039;&#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; durchgeführt; &#039;&#039;erst dann&#039;&#039; kann in Richtung einer Initiierung einer Lösung weitergegangen werden. Der innere Ablauf klassischer Aufstellungsarbeit stellt sich – falls so vorgegangen wird – in drei Schritten dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Interview mit dem Klienten (zu seiner Symptomatik und zu Ungewöhnlichkeiten in seiner Familie)&lt;br /&gt;
* Offenlegung (Testen jeweiliger Kern-Systemdynamik und zur Veranschaulichung von Loyalitätsbezügen)&lt;br /&gt;
* Lösung (initiierende Intervention)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Familienaufstellen in einer Gruppe gibt es auch die Möglichkeit, die räumlichen &#039;&#039;Korrelationen&#039;&#039; und relationalen Abhängigkeiten unter den Familienmitgliedern figürlich (siehe auch [[Systembrett|Familienbrett]]) abzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Entscheidend für den sinnvollen Verlauf einer Familienaufstellung ist, dass der jeweilige Klient ein ernsthaftes Anliegen hat (Leidensdruck). Zur Vorbereitung auf eine eigene Familienaufstellung empfiehlt sich die Auseinandersetzung mit dem eigenen Herkunftssystem und auch, im Vorfeld ein [[Genogramm]] (inklusive Ungewöhnlichkeiten innerhalb des Systems) anzufertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme an Familienaufstellungen auch als Stellvertreter setzt im Allgemeinen normale körperliche und psychische Belastbarkeit voraus. Eine Familienaufstellung hat nicht a priori eine psychotherapeutische Wirkung, ebenso wenig wie dies z.&amp;amp;nbsp;B. für ein Gespräch gelten kann. Wenn Familienaufstellungen angeboten werden, so bedarf es im Allgemeinen zur psychotherapeutischen Wirksamkeit noch der fachkundigen Intervention des entsprechend ausgebildeten Aufstellungsleiters. Das Ziel bei der Aufstellungsarbeit (in abgeänderter Variante auch bei Einzelsitzungen) ist nicht generell und a priori ein therapeutisches. Gleichwohl sollte die Tiefenwirkung, die eine Aufstellung haben kann, nicht unterschätzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge, ähnliche Verfahren und Weiterentwicklungen ==&lt;br /&gt;
* Der österreichische Arzt [[Jacob Levy Moreno|Jakob Moreno]] wählte im [[Psychodrama]] Stellvertreter für die betreffenden Personen eines zu bearbeitenden Konflikts. Die Stellvertreter hatten jenen Konflikt in ihren Rollen dramaturgisch darzustellen (im Unterschied zum &#039;&#039;Familien-Stellen&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* Die „[[Skulptur (Familientherapie)|Familienskulptur]]“, entwickelt von [[Virginia Satir]] ([[Palo-Alto-Gruppe]]). Dieses Verfahren nutzte bereits räumliche Anordnungen unter den (teilweise real anwesenden) Familienmitgliedern, wobei das Hauptaugenmerk anfangs auf dem &#039;&#039;aktuellen Beziehungssystem&#039;&#039; der Familie des jeweiligen Klienten lag/liegt und weniger auf der räumlichen Anordnung allein, als vielmehr auf Art und Weise der körperlichen Skulpturen bzw. Haltungen, die (aus sprachlich metaphorischen Hinweisen des Klienten bei Beziehungsproblembeschreibungen) nach- bzw. abgebildet wurden/werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Tillmetz: &#039;&#039;Familienaufstellungen. Sich selbst verstehen – die eigenen Wurzeln entdecken.&#039;&#039; Stuttgart 2012, S. 17 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ermöglicht(e) die kreierte &#039;&#039;Familienskulptur&#039;&#039; (deren externe Abbildung) dem jeweiligen Klienten, Familienbeziehungen nonverbal darzustellen und (innere, tw. sprachlich repräsentierte) Konflikte (aus dem Bild der Familienskulptur) nachzuvollziehen. Auf dieser (symptomatischen) Basis erfolgte die Prozessarbeit (häufig [[Reframing]])&amp;lt;ref&amp;gt;Amir Levy and Uri Merry: &#039;&#039;Organizational Transformation. Approaches, Strategies, Theories.&#039;&#039; New York 1986, p. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch Virginia Satir. Bei der „[[Familienrekonstruktion]]“ wurde von Virginia Satir dann die Mehrgenerationenperspektive hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Freda Eidmann: &#039;&#039;Trauma im Kontext. Integrative Aufstellungsarbeit in der Traumatherapie.&#039;&#039; Göttingen 2009, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Anwendungen aus der [[Hypnotherapie]] nach [[Milton H. Erickson]] waren prägend für den Sprachgebrauch (Semantik) innerhalb der Familienaufstellung.&lt;br /&gt;
* Ausgleich und Ordnung: [[Iván Böszörményi-Nagy]], Geraldine M. Spark (&#039;&#039;Unsichtbare Bindungen. Die Dynamik familiärer Systeme&#039;&#039;), USA 1965 (dt. 1973); siehe auch [[Parentifizierung]]. Auf [[Bert Hellinger]] ist die zu &#039;&#039;Ausgleich&#039;&#039; und &#039;&#039;Ordnung&#039;&#039; ergänzte &#039;&#039;Zugehörigkeit&#039;&#039; (Bindung) zum jeweiligen System zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* Die [[Strukturelle Familientherapie]] ([[Salvador Minuchin]], 1967/77) fokussiert auf dysfunktionale &#039;&#039;Grenzverletzungen&#039;&#039; von Subsystemen untereinander und innerhalb jenes des Klienten.&amp;lt;ref&amp;gt;Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer: &#039;&#039;Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen.&#039;&#039; Göttingen 2013, S. 45 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auf [[Kurt Ludewig]] und [[Thea Schönfelder]] basiert u. a. das [[Systembrett|Familienbrett]]. Von Thea Schönfelder wurde erstmals das Stellen von Stellvertretern ohne Angabe von Gesten, Sätzen und ohne nähere Informationen zur ersten Informationsgewinnung genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Freda Eidmann: &#039;&#039;Trauma im Kontext. Integrative Aufstellungsarbeit in der Traumatherapie.&#039;&#039; Göttingen 2009, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei einem Kurs (Lindauer Psychotherapiewochen) von [[Thea Schönfelder]] lernte Bert Hellinger die Effekte einer Familienaufstellung ursprünglich kennen, bei Ruth McClendon und Leslie B. Kadis (Carmel Institute for Family Business, California, USA) lernte er Hintergründe der Methode und baute diese weiter aus. Ab 1999/2000 entwickelte er das Aufstellungsformat „Bewegungen der Seele“,&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Grochowiak:  {{Webarchiv|text=&#039;&#039;Ordnungen der Macht&#039;&#039; |url=http://www.cnlpa.de/downloads/Fachartikel/2002-11-KG-Ordnungen-der-Macht-I.pdf |wayback=20150923205037 |archiv-bot=2018-04-09 12:59:16 InternetArchiveBot }} (PDF), S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo entweder nur manchen oder allen Stellvertretern erlaubt wird, ihren innerlich auftretenden Bewegungstendenzen nach-zu-gehen (Hin-, Zu- oder Abwendung etc.). Bei einer reduzierten Variante von &#039;&#039;Bewegungen der Seele&#039;&#039; wird nur der Stellvertreter des Klienten (Fokus) gestellt – in Erwartung „seiner“ nach außen repräsentierten (inneren) Bewegungstendenz.&lt;br /&gt;
* Die Weiterentwicklung zur [[Organisationsaufstellung]] (durch [[Gunthard Weber]] und [[Klaus Grochowiak]]) entstand auf Basis der Erkenntnisse aus der Familienaufstellung. Global gelten idente Parameter (Ausgleich/Ordnung/Zugehörigkeit) in Systemen, Details differieren. Hinsichtlich &#039;&#039;Zugehörigkeit&#039;&#039; differiert im Organisationssystem freilich das Recht auf &#039;&#039;unbedingte&#039;&#039; Zugehörigkeit (leichtfertiger Ausschluss gilt dennoch als dysfunktionales Risiko).&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Grochowiak, 2002:  {{Webarchiv|text=&#039;&#039;Ordnungen der Macht&#039;&#039; |url=http://www.cnlpa.de/downloads/Fachartikel/2002-11-KG-Ordnungen-der-Macht-I.pdf |wayback=20150923205037 |archiv-bot=2018-04-09 12:59:16 InternetArchiveBot }} (PDF), S. 4: „Daraus ist aber nicht zu schließen, dass es ein absolutes Recht auf &#039;&#039;Zugehörigkeit&#039;&#039; gibt, sondern dass die Bindung an die entlassenen Kollegen dann ins Spiel kommt, wenn es sich um eine leichtfertige Entlassung handelt.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Entwicklung zur [[Systemische Strukturaufstellung|Strukturaufstellung]] (durch [[Matthias Varga von Kibéd]]) abstrahiert (bzw. entkonkretisiert) eine evtl. personale (System-)Ebene. Damit ist die [[Aufstellungsarbeit]] auf einer vagen (Symptom-)Kontext-Ebene (zur Intervention und/oder in Form einer ersten Annäherung) ebenso grundsätzlich möglich. Die Möglichkeit der (intra-)personalen Abstraktion fand bereits bei Virgina Satir statt („[[Parts Party]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph L. Wetchler and Fred P. Piercy: &#039;&#039;Experiential Family Therapies.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Family Therapy Sourcebook.&#039;&#039; New York 1996, p. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auch die sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting angewandte Methode der [[Identitätsorientierte Psychotraumatherapie|Identitätsorientierten Psychotraumatherapie]] (IoPT) nach [[Franz Ruppert]] hat Ursprünge im Familienstellen. Statt äußere Systeme aufzustellen, arbeitet man hier allerdings mit dem inneren System der eigenen Psyche und ihren Anteilen. Auch in der IoPT macht man sich das Phänomen der stellvertretenden Wahrnehmung zunutze, spricht aber von &#039;&#039;Resonanzgebern&#039;&#039; statt von Stellvertretern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Während der Verein &#039;&#039;Pro Psychotherapie&#039;&#039; die klassische Familienaufstellung nach Hellinger ablehnt,&amp;lt;ref&amp;gt;Pro Psychotherapie: [http://www.therapie.de/psyche/info/glossar/familienaufstellung/die-klassische-familienaufstellung/ &#039;&#039;Die klassische Familienaufstellung&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt der Verein jedoch, dass Familienaufstellungen positive Auswirkungen haben können,&amp;lt;ref&amp;gt;Pro Psychotherapie: [http://www.therapie.de/psyche/info/glossar/familienaufstellung/neuere-ansaetze-der-familienaufstellung/ &#039;&#039;Neuere Ansätze der Familienaufstellung&#039;&#039;] Abgerufen am 4. Jänner 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; sofern diese „eingebettet in eine Psychotherapie bei einem qualifizierten Therapeuten und in einem Methodenmix eingesetzt“ würden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pro Therapie: [http://www.therapie.de/psyche/info/glossar/familienaufstellung/fazit-und-tipp/ &#039;&#039;Fazit und Tipp&#039;&#039;] Abgerufen am 4. Jänner 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Methodik nach Hellinger wird ebenso von der [[Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie|Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie]] vehement abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stellungnahme der DGSF zum Thema Familienaufstellungen (25. November 2011): [http://www.dgsf.org/themen/berufspolitik/hellinger.htm] Abgerufen am 5. April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Psychologe und Psychotherapeut [[Michael Utsch]] erklärt, es komme darauf an, wer und zu welchem Zweck damit arbeite. „Als diagnostisches Hilfsmittel kann sie (die Hellingersche Familienaufstellung) in erfahrenen Händen hilfreich sein, als rigoroses Deutungsinstrument hingegen auch gefährlich werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Utsch: [http://ezw-berlin.de/html/15_897.php &#039;&#039;Die Hellinger-Szene driftet auseinander: Streit um Methode und Ausbildung.&#039;&#039;] Abgerufen am 4. Jänner 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Wolfgang Hantel-Quitmann]] gehe es bei der klassischen Familienaufstellung nicht darum, Klienten zu helfen, sondern bloß darum, „ihnen eine Einsicht in die Lehren Hellingers zu suggerieren und sie von diesen abhängig zu machen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Von der Psychologin Heike Dierbach zitiert in: Zeit Online, 21. Juni 2011: [http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Dossier-Esoterik-Seelenpfuscher/seite-3 &#039;&#039;Esoterik: Depression mit Engeln&#039;&#039;], S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen erklärt der Psychotherapeut Martin Baierl: „Wie bei den meisten Vorgehensweisen steht und fällt die Qualität dieser Arbeit [Familien- bzw. Systemaufstellungen] mit der Person, die sie anwendet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Baierl: &#039;&#039;Herausforderung Alltag. Praxishandbuch für die pädagogische Arbeit mit psychisch gestörten Jugendlichen.&#039;&#039; Göttingen 2014, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen der [[repräsentierende Wahrnehmung|repräsentierenden Wahrnehmung]] kann bis heute nicht restlos erklärt werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Marco de Carvalho, Jörgen Klußmann, Bahram Rahman, 2010: [http://library.fes.de/pdf-files/iez/07030.pdf &#039;&#039;Konfliktbearbeitung in Afghanistan. Die Systemische Konflikttransformation im praktischen Einsatz bei einem Großgruppenkonflikt&#039;&#039;] (PDF; 791&amp;amp;nbsp;kB), S. 35 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch konnte Peter Schlötter in seiner Dissertation (Universität Witten/Herdecke, 2005) mit einer groß angelegten Untersuchung (2800 Einzelversuche) empirisch nachweisen, dass bestimmte &#039;&#039;repräsentierende Wahrnehmungen&#039;&#039; überindividuell reproduzierbar sind, dass also unterschiedlichste Personen (Stellvertreter) tendenziell gleiche Wahrnehmungen in [[Systemaufstellung]]en äußern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=YBlr4yzXJXQ Video zum Forschungsprojekt zur Aufstellungsarbeit von Peter Schlötter: &#039;&#039;Vertraute Sprache und ihre Entdeckung.&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=U6XxWzvHSEA Video zum Forschungsprojekt zur Aufstellungsarbeit von Peter Schlötter: &#039;&#039;Epilog – Vertraute Sprache und ihre Entdeckung.&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.p-schloetter.de/research/1 Forschungsarbeiten zur Aufstellungsarbeit von Peter Schlötter: &#039;&#039;Übersicht zur Forschung&#039;&#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Universitätsklinikum Heidelberg]] wurde im Zeitraum von 2009 bis 2013 eine von der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] unterstützte empirische Studie (208 Teilnehmer; mit Experimentalgruppe und Kontrollgruppe) zur Wirksamkeit von Aufstellungen durchgeführt. Diese Studie deutet auf verbesserte psychische Befindlichkeiten der Teilnehmer nach Aufstellungen hin&amp;lt;ref&amp;gt;Universitätsklinikum Heidelberg:  {{Webarchiv|text=&#039;&#039;Forschungsprojekt Systemaufstellungen&#039;&#039; |url=http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Aufstellungsforschung.116475.0.html |wayback=20131226123354 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; (auch wenn diese „nur“ [[Placebo#Placeboeffekt, Placeboantwort und Placebowirkung|Placebo-Effekten]] geschuldet sein sollten, was nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;Spiegel Online, 20. Oktober 2014: [http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/familienaufstellung-psychologen-streiten-um-umstrittenes-verfahren-a-995917.html &#039;&#039;Umstrittene Familienaufstellung: Psychokurs im Schnelldurchlauf&#039;&#039;]: „Auch die Heidelberger Forscher schließen nicht aus, dass die positiven Effekte auf eine entsprechende Erwartungshaltung zurückzuführen seien. Allerdings sei die Methode anders kaum zu testen, sagt der Psychologe und Koautor Jan Weinhold. Anders als in Medikamentenstudien mit Placebo-Pillen gebe es kaum eine Möglichkeit, die Studie zu „verblinden“, also Teilnehmer darüber im Unklaren zu lassen, ob sie die Therapie bekommen oder nicht.“&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familienaufstellung und Anthroposophie ==&lt;br /&gt;
Familienaufstellungen werden in etlichen Zweigen der Anthroposophie praktiziert... Leider... Diese Pseudopraxis ist hochgradig gefährlich und hat mit wahrer Anthroposophie nicht das Geringste zu tun... Wahre Anthroposophie muss der prozessorientieren Psychologie und den Familienaufstellungen eine klare Absage erteilen.  ([[Joachim Stiller]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ivan Boszormenyi-Nagy, Geraldine M. Spark: &#039;&#039;Unsichtbare Bindungen. Die Dynamik familiärer Systeme.&#039;&#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1981 (dt. Erstausgabe 1973), ISBN 3-608-91297-5.&lt;br /&gt;
* Gunthard Weber (Hg.): &#039;&#039;Zweierlei Glück. Die systemische Psychotherapie Bert Hellingers.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 1993, ISBN 3-927809-19-5.&lt;br /&gt;
* Bertold Ulsamer: &#039;&#039;Ohne Wurzeln keine Flügel. Die systemische Therapie von Bert Hellinger.&#039;&#039; Goldmann, München 1999, ISBN 3-442-14166-4.&lt;br /&gt;
* Gert Höppner: &#039;&#039;Heilt Demut, wo Schicksal wirkt? Evaluationsstudie zu Effekten des Familien-Stellens nach Bert Hellinger.&#039;&#039; Profil, München 2001 (Diss. Univ. München), ISBN 3-89019-508-3; Online-Ausgabe bei Carl-Auer, Heidelberg 2006, ISBN 978-3-89670-566-2.&lt;br /&gt;
* Franz Ruppert: &#039;&#039;Verwirrte Seelen. Der verborgene Sinn von Psychosen. Grundzüge einer systemischen Psychotraumatologie.&#039;&#039; Kösel, München 2002, ISBN 3-466-30600-0.&lt;br /&gt;
* Bert Hellinger: &#039;&#039;Ordnungen des Helfens. Ein Schulungsbuch.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 2003, ISBN 3-89670-421-4.&lt;br /&gt;
* Barbara Innecken, Eva Madelung: &#039;&#039;Im Bilde sein. Vom kreativen Umgang mit Aufstellungen in Einzeltherapie, Beratung, Gruppen und Selbsthilfe.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 2003. ISBN 3-89670-419-2.&lt;br /&gt;
* Marianne Franke-Gricksch: &#039;&#039;Du gehörst zu uns! Systemische Einblicke und Lösungen für Lehrer, Schüler und Eltern.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 2004, ISBN 3-89670-397-8.&lt;br /&gt;
* Thomas Schäfer: &#039;&#039;Was die Seele krank macht und was sie heilt. Die psychotherapeutische Arbeit Bert Hellingers.&#039;&#039; Droemer-Knaur, München 2004. ISBN 3-426-77769-X.&lt;br /&gt;
* Peter Schlötter: &#039;&#039;Vertraute Sprache und ihre Entdeckung. Systemaufstellungen sind kein Zufallsprodukt – der empirische Nachweis.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 2005, ISBN 3-89670-338-2.&lt;br /&gt;
* Stephan Hausner: &#039;&#039;Auch wenn es mich das Leben kostet! Systemaufstellungen bei schweren Krankheiten und lang anhaltenden Symptomen.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-89670-653-9.&lt;br /&gt;
* Weinhold/Bornhäuser/Hunger/Schweitzer: &#039;&#039;Dreierlei Wirksamkeit. Die Heidelberger Studie zu Systemaufstellungen.&#039;&#039; Carl-Auer, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8497-0047-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Familienaufstellung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Klein: [http://www.systemagazin.de/bibliothek/texte/klein_profanisierungen.pdf &#039;&#039;Profanisierungen und Sakralisierungen – zur Bedeutung von Familienaufstellungen in der Systemischen Therapie&#039;&#039;] (PDF; 417&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Stavros Mentzos: [https://www.zist.de/de/veroeffentlichung/familienaufstellungen-versuch-einer-kritik-aber-auch-einer-wuerdigung-vom-psychoanalytischen-Gesichtspunkt-aus &#039;&#039;Familienaufstellungen – Versuch einer Kritik, aber auch einer Würdigung vom psychoanalytischen Gesichtspunkt aus&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* William Sax, Jan Weinhold, Jochen Schweitzer: [https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/zpm/systemaufstellung/Sax_Weinhold_Schweitzer_2010_Ritual_Healing_East_and_West.pdf &#039;&#039;A Comparison of Ritual Healing in the Garhwal Himalayas and “Family Constellation” in Germany&#039;&#039;] (PDF; 123&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Fernsehsendung über die Aufstellungsmethode auf BRAlpha: [https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/was-wir-noch-nicht-wissen/gefuehle100.html &#039;&#039;Was wir noch nicht wissen: Woher weißt du, was ich fühle?&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
* Offizielle Homepage der [http://www.familienaufstellung.org/ &#039;&#039;Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotherapie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotherapeutische Methode]]&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthrowiki.at/index.php?title=Max_Scheler&amp;diff=612924</id>
		<title>Max Scheler</title>
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		<updated>2024-01-17T11:20:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Löschkandidat? (Unter Litaratur sollte Joachim Stiller entfernt werden)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Scheler max.jpg|miniatur|rechts|Max Scheler (1874-1928)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:MaxScheler.jpg|thumb|Max Scheler (Gemälde von [[wikipedia:Otto Dix|Otto Dix (1926)]])]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Max Scheler&#039;&#039;&#039; (* [[Wikipedia:22. August|22. August]] [[Wikipedia:1874|1874]] in [[Wikipedia:München|München]];   [[Wikipedia:19. Mai|19. Mai]] [[Wikipedia:1928|1928]] in [[Wikipedia:Frankfurt am Main|Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[Philosoph]] und [[Wikipedia:Soziologie|Soziologe]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- sowie Vater des Fotografen [[Wikipedia:Max Scheler (Fotograf)|Max Scheler|]] ([[Wikipedia:1928|1928]]-[[Wikipedia:2003|2003]]).--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheler war der Sohn eines Domänenverwalters und einer streng jüdischen Mutter. Er konvertierte 1899 zum [[Katholizismus]]. Er studierte Medizin, Philosophie und Psychologie in München und Berlin. In Berlin studierte er noch Soziologie, u.a. bei [[Wikipedia:Wilhelm Dilthey|Wilhelm Dilthey]], [[Wikipedia:Carl Stumpf|Carl Stumpf]] und [[Wikipedia:Georg Simmel|Georg Simmel]]. In [[Wikipedia:Jena|Jena]] lernte er den [[Wikipedia:Neukantianismus|Neukantianismus]] mit den Bereichen Ethik und Erkenntnistheorie kennen und promovierte bei [[Wikipedia:Rudolf Eucken|Rudolf Eucken]] 1897 mit dem Thema &#039;&#039;Beiträge zur Feststellung der Beziehungen zwischen den logischen und ethischen Beziehungen&#039;&#039;. Danach erfolgte 1899 ebendort die Habilitation über das Thema &#039;&#039;Die transzendentale und die psychologische Methode&#039;&#039;. Sein Studium von 1900 bis 1901 des Werkes &#039;&#039;Logische Untersuchungen&#039;&#039;  von [[Edmund Husserl]] führten bei ihm zu ersten Momenten des Umdenkens. Bis 1905 lehrte er in Jena als Privatdozent. Weil seine krankhaft eifersüchtige Frau Amélie von Dewitz-Krebs einen Eheskandal herbeigeführt hatte, mußte er seine Position in Jena aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Umhabilitation in 1906 nach München machte er die Bekanntschaft der dort ansässigen [[Phänomenologie|Phänomenologen]] als Schüler von [[Wikipedia:Theodor Lipps|Theodor Lipps]]. Neben Husserl wird er in dieser Periode von [[Immanuel Kant]], [[Wikipedia:Henri Bergson|Henri Bergson]] und [[Friedrich Nietzsche]] beeinflußt. Im Jahre 1909 wird er durch seine Frau wiederum in einen Skandal, den Prozess &amp;quot;über die Würde des Hochschullehrers&amp;quot;, verwickelt, so dass er 1910 auch dort seine Position als Dozent aufgeben muß. Er geht nach [[Wikipedia:Göttingen|Göttingen]] und Berlin und nimmt dort eine freie Lehrtätigkeit auf. Ab 1911 beginnt seine fruchtbare Schaffensperiode mit zahlreichen Publikationen, beginnend mit seinem Hauptwerk über einen ethischen [[Wikipedia:Personalismus|Personalismus]]. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau heiratet er 1912 Märit Furtwängler, die Tochter des Archäologen [[Wikipedia:Alfred Furtwängler|Alfred Furtwängler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]] berichtet über seine Begegnung mit Max Scheler:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Ich hatte in Weimar Vorträge über anthroposophische Themen zu halten. Es wurde auch ein Vortrag in kleinerem Kreise in Jena veranlaßt. Nach demselben gab es noch ein Zusammensein mit einem ganz kleinen Kreise. Man wollte über dasjenige diskutieren, was Theosophie zu sagen hatte. In diesem Kreise war Max Scheler, der damals in Jena als Dozent für Philosophie wirkte. In eine Erörterung über dasjenige, was er an meinen Ausführungen empfand, lief bald die Diskussion ein. Und ich empfand sogleich den tieferen Zug, der in seinem Erkenntnisstreben waltete. Es war innere Toleranz, die er meiner Anschauung entgegenbrachte. Diejenige Toleranz, die für denjenigen notwendig ist, der wirklich erkennen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir diskutierten über die erkenntnistheoretische Rechtfertigung des Geist-Erkennens. Wir sprachen über das Problem, wie sich das Eindringen in die Geistwirklichkeit nach der einen Seite ebenso erkenntnistheoretisch müsse begründen lassen, wie dasjenige in die Sinnes-Wirklichkeit nach der ändern Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schelers Art, zu denken, machte auf mich einen genialischen Eindruck. Und bis heute verfolge ich seinen Erkenntnisweg mit dem tiefsten Interesse. Innige Befriedigung gewährte es mir immer, wenn ich - leider ganz selten - dem Manne, der mir damals so sympathisch geworden war, wieder begegnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich waren solche Erlebnisse bedeutsam. Jedesmal, wenn sie kamen, war wieder eine innere Notwendigkeit da, die Sicherheit des eigenen Erkenntnisweges aufs neue zu prüfen. Und in diesem immer wiederkehrenden Prüfen entfalten sich die Kräfte, die dann auch immer weitere Gebiete des geistigen Daseins erschließen.|28|441f|477}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hält Steiner allerdings nicht davon ab, sich auch kritisch zu äußern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Scheler ist ein begabter Mensch, aber ich frage mich doch immer, warum Scheler - der zum Beispiel über die unmittelbare Wahrnehmung des Fühlens, also über das unmittelbare Erleben des Mitgefühles sehr schöne Abhandlungen geschrieben hat -, warum er nicht dazu kommt, nun wirklich eine selbständige Weltanschauung irgendwie zu gewinnen? Warum katholisiert er so furchtbar stark? Warum sucht er die Anlehnung an den alten Katholizismus? Das ist etwas, was mir doch zeigt, daß diese Philosophen [[Franz Brentano|Brentanoschüler]] sind.|73a|503}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1913 veröffentlicht er die Arbeit &#039;&#039;Der Formalismus in der Ethik und materiale Wertethik&#039;&#039;. Hier beschreitet er neue Wege abseits von Husserl mit ontologischen und/oder realistischen Tendenzen, beginnend mit einem &#039;&#039;materialen Apriori&#039;&#039;. Ausgangspunkt sind bei ihm die Erfahrungen der Sachen und ihren Wesensgesetzen. Er löst hierbei die Kantsche [[Wikipedia:Pflichtethik|Pflichtethik]] durch seine Wertethik ab, indem er zum Theoretischen und Praktischen das emotionale Wertgefühl einbringt. Das Sittliche baut nun bei ihm personalistisch auf einer konkreten Wertbestimmung auf. Damit führte er die phänomenologsiche Philosophie weiter, wichtige Momente der Zeit aufnehmend.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheler hat damit ein objekiv stufenförmiges System der Werte aufgebaut(als Selbstwertmodi):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;sinnliche Werte&#039;&#039; : angenehm - unangenhem&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;vitale Werte&#039;&#039; : edel - gemein (Lebenswerte) &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;geistige Werte&#039;&#039; : recht - unrecht, schön - häßlich, wahr - falsch : &amp;quot;reine Wahrheitserkenntnis&amp;quot; (Funktionen des geistigen Fühlens) &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;heilige und profane Werte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Konsekutivwert&#039;&#039; : die Nützlichkeit  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus gesundheitlichen Gründen brauchte er nicht im [[Wikipedia:Erster Weltkrieg | Ersten Weltkrieg]] dienen. Er vertrat aber zu Beginn des Krieges wie viele andere Akademiker eine nationale Position, die er im Verlaufe der Kriegsjahre aber revidierte.  So äußerte er 1915 in seiner Schrift &amp;quot;Der Genisus des Krieges&amp;quot;, dass der Weltkrieg ein Aufruf zur geistigen Wiedergeburt des Menschen sei und ein eine Zerfallserscheinung des [[Kapitalismus]] sei. Er kam zu der Auffassung, dass für Europa eine christlicher Sozialismus oder Solidarismus der geeignete Weg wäre, um auch einen Weg zwischen dem kapitalistischen Westen und dem kommunistischen Osten zu finden. In der Beschäftigung des Geistes der &#039;&#039;platonisch-augustinischen Liebe&#039;&#039; im Katholizismus entwickelte er sich zu einer weltoffenen Glaubenshaltung. Der [[Wikipedia:Köln|Köln]]er Oberbürgermeister [[Wikipedia:Konrad Adenauer|Konrad Adenauer]] holte ihn an die neu gegründete Universität, wo er Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften wurde, womit er zum Aufbau einer neuen Soziologie beitrug. In dieser Lehre verknüpfte er zwei historische Momente der Gesellschafts- und Wisssenschaftsentwicklung in Europa: die neue Physik des 17. Jahrhunderts und die Herausbildung der kapitalistischen Wirtschaft. In seiner [[wikipedia:Wissenssoziologie|Wissenssoziologie]] traf er die Unterscheidung von drei Arten oberster Wissensformen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Leistungs- und Herrschaftswissen der positiven Wissenschaften&lt;br /&gt;
* das Bildungswissen der Philosophie&lt;br /&gt;
* das Erlösungs- und Heilswissen der Religionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede dieser Wissensformen zeichnet sich durch spezifische Motivation, Erkenntnisziele, Erkenntnisakte, vorbildhafte Persönblichkeitstypen, soziale Gruppen des Wissenserwerbs und der Wissensverbreitung und historischer Bewegungsformen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Publikation &#039;&#039;Vom Ewigen im Menschen&#039;&#039; von 1921 wurde er zur Führungsperson der geistigen religiösen Erneuerungsbewegung in der katholischen Tradition. Doch seine eigenpersönliche Entwicklung band ihn selber in diese Bewegung nicht ein. Auf einer Gedenkfeier zum 250. Geburtstag von [[Spinoza]] hielt er eine Rede, die zeigte, dass er sich inzwischen dem [[Wikipedia:Neuspinozismus|Neuspinozismus]] der Goethezeit und den Ideen von [[Friedrich Nietzsche]] zugewandt hatte. Nach seiner Berufung 1921/1922 zum Professor für Philosophie und Soziologie an die Universität Köln distanzierte er sich öffentlich vom katholischen Glauben. Als er 1924 nach erneuter Scheidung eine Ehe mit Maria Scheu einging, wurde er von konservativen Katholiken als ein labiler Charaktermensch beurteilt, der zwischen Triebhaftigkeit und Geistigem schwanken würde. Sein Hang zur geistigen Bewältigung der Zeitkrisen drängte ihn zu neuen Auffassungen. So nahm er eine Einladung des Reichskanzlers an und sprach vor den Generälen der [[Wikipedia:Reichswehr|Reichswehr]] zum Thema der Friedenssicherung. An der Deutschen Hochschule für Politik hielt er einen Vortrag zum Thema &amp;quot;Der Mensch im Zeitalter des Ausgleichs&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Thema wollte er den &amp;quot;uralten tragischen deutschen Gegensatz von Macht und Geist überwinden&amp;quot;.  Er hatte die Absicht, die parlamentarische Demokratie gegen Angriffe von Rechts und Links zu verteidigen. Den Ausgleich wollte er auch gegenüber den &amp;quot;Panromantikern&amp;quot; wie [[Wikipedia:Ludwig Klages|Ludwig Klages]] suchen, eine Brücke zwischen dem Männlichen und Weiblichen, der westlichen und östlichen Welt, den apollinischen und dionysischen Tendenzen im Geiste der Idee von Nietzsche schlagen. Er vertrat die Ansicht, dass ohne diese geistige Brückenbildung des Ausgleichs es zu einer verhängnisvollen Entwicklung kommen müßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hervorragendste Wirkung seines Schaffens bewirkte er mit seiner Veröffentlichung von 1928: &#039;&#039;Die Stellung des Menschen im Kosmos&#039;&#039;, die auf einen Vortrag im April 1927 zurückgeht, wo er auf der Tagung &amp;quot;Mensch und Erde&amp;quot; in [[Wikipedia:Darmstadt|Darmstadt]] an der &amp;quot;Schule der Weisheit&amp;quot; von [[Wikipedia:Hermann von Keyserling|Hermann von Keyserling]] einen Vortrag hielt, zusammen mit dem Ethnologen [[Wikipedia:Leo Frobenius|Leo Frobenius]], dem Sinologen [[Wikipedia:Richard Wilhelm|Richard Wilhelm]] und dem Psychologen [[Carl Gustav Jung]]. In dieser Schrift zeichnete er die menschliche Psyche in vier Schichten nach dem Stufenbau der organischen Natur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gefühlsdrang&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Instinkt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;assoziatives Gedächtnis&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;praktische Intelligenz&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen setzte er ein gänzlich anderes Prinzip des Geistes entgegen, wodurch der Mensch dem Naturzusammenhang vollkommen &amp;quot;enthoben&amp;quot; sei. Allerdings seien das Leben und der Geist aufeinander angewiesen: der Geist durchdringe das Leben mit Ideen, die dem Leben erst seine Bedeutung geben würden. Dagegen würde das Leben erst dem Geist ermöglichen, sich eine Tätigkeit zu geben und diese im Leben zu verwirklichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag nimmt er zum Standpunkt der technischen Intelligenz eine radikale Position ein. So behauptete er, dass die Intelligenz von [[Wikipedia:Thomas Edison|Thomas Edison]] als Physiker, den Menschen nicht über die Leistungen eines Schimpansen erhöhe, wenn man von den Untersuchungen von [[Wikipedia:Wolfgang Köhler|Wolfgang Köhler]] ausgehen würde. Er bezeichnete den [[Wikipedia:Weltgrund|Weltgrund]] als bipoplar. Dieser würde in der Selbstbehauptung des Lebensdrangs einerseits und der Ausrichtung des Geistes auf Wesenheiten andererseits bestehen. So würden die technischen Leistungen sich in einem &amp;quot;Weltauftrag&amp;quot; bestimmen und begrenzen lassen.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Zur Phänomenologie und Theorie der Sympathiegefühle und von Liebe und Haß&#039;&#039;, 1913&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Genius des Kriegs und der Deutsche Krieg&#039;&#039;, 1915&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik&#039;&#039;, 1913 - 1916 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vom Umsturz der Werte&#039;&#039;, 1919&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Neuer Versuch der Grundlegung eines ethischen Personalismus&#039;&#039;, 1921 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vom Ewigen im Menschen&#039;&#039;, 1921&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Probleme der Religion. Zur religiösen Erneuerung&#039;&#039;, 1921&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Wesen und Formen der Sympathie&#039;&#039;, 1923 (neu aufgelegt als Titel von 1913: Zur Phänomenologie ...)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Schriften zur Soziologie und Weltanschauunslehre&#039;&#039;, 3 Bände, 1923/1924&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Wissensformen und die Gesellschaft&#039;&#039;, 1926&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der Mensch im Weltalter des Ausgleichs&#039;&#039;, 1926&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Stellung des Menschen im Kosmos&#039;&#039;, 1928&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Philosophische Weltanschauung&#039;&#039;, 1929&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gesammelte Werke&#039;&#039;, 15 Bände, 1954 - 1998&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Von der Ganzheit des Menschen: Ausgewählte Schriften: Liebe, Ethik, Erkenntnis, Leiden, Zukunft, Realität, Soziologie, Philosophie&#039;&#039;, Bouvier 1991, ISBN 341602253X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{WikipediaDE|Max Scheler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angelika Sander: &#039;&#039;Max Scheler zur Einführung&#039;&#039;, Hamburg: Junius, 2001, ISBN 3885063387&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Mein Lebensgang&#039;&#039;, [[GA 28]] (2000), ISBN 3-7274-0280-6; &#039;&#039;&#039;Tb 636&#039;&#039;&#039;, ISBN 978-3-7274-6361-7 {{Schriften|028}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Fachwissenschaften und Anthroposophie&#039;&#039;, [[GA 73a]] (2005), ISBN 3-7274-0735-2 {{Vorträge|073a}}&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/download/philosophie_wertphilosophie.pdf Zur Wertphilosophie] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.max-scheler.de&lt;br /&gt;
* http://www.maxscheler.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheler, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophischer Anthropologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phänomenologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat?]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Vernunft</title>
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		<updated>2024-01-17T10:24:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Kategorie:Löschkandidat geändert in Löschkandidat?. Da Artikel zwar durch Joachim Stillers Literaturhinweise missbraucht wurde. Aber der Artikel als solches brauchbar ist. Evtl. Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Vernunft&#039;&#039;&#039; (von {{ELSalt|νοῦς}} &#039;&#039;[[nous]]&#039;&#039;, womit auf das Ver&#039;&#039;nehmen&#039;&#039; des Geistigen gedeutet wird; {{EnS|reason}}) wird im [[Philosophie|philosophischen]] Sinn die [[mensch]]liche [[Fähigkeit]] bezeichnet, universelle Weltzusammenhänge [[Bewusstsein|bewusst]] zu erfassen und ihnen gemäß zu handeln. Vernunft ist aber &#039;&#039;nicht&#039;&#039;, wie oft fälschlich angenommen, &#039;&#039;[[Identität|identisch]]&#039;&#039; mit dem [[Geist]], der als [[schöpferisch]]er [[Wille]] bedingungslos [[Schöpfung aus dem Nichts|aus dem Nichts heraus schaffend]] tätig ist, sondern Vernunft ist das &#039;&#039;Vernehmen&#039;&#039; des Geistes im menschlichen [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vernunft ist dem [[Verstand]], der auf die [[Erkenntnis]] des Einzelnen gerichtet ist, übergeordnet und soll letzteren so lenken und leiten, dass sich die Ergebnisse seiner Tätigkeit harmonisch in das Weltganze einfügen. Während die Verstandestätigkeit der [[Verstandes- oder Gemütsseele]], von [[Aristoteles]] [[Kinetikon]] genannt, entspringt, gründet sich die Vernunft auf die auf das [[Geist]]ige gerichtete Tätigkeit der [[Bewusstseinsseele]]. Sie wurde von [[Aristoteles]] als [[Dianoetikon]] bezeichnet und ist seiner Ansicht nach die einzig wahre Quelle der [[Ethik]], an der sich die [[moral]]ische Qualität des [[mensch]]lichen Tuns bemisst.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Joachim Stiller]]: [http://joachimstiller.de/download/philosophie_verstand_und_vernunft.pdf Eine Untersuchung zu Verstand und Vernunft] PDF&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Eisler|Vernunft}}&lt;br /&gt;
* {{Kirchner|Vernunft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vernunft|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschkandidat?]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<updated>2024-01-17T09:23:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Neuerstellung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hier werden sämtliche Löschkandidaten gesammelt und dann gegebenenfalls bearbeitet, die nochmals durch einen erfahrenen User gegengeprüft werden sollten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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