42 (Zahl): Unterschied zwischen den Versionen

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Die Zahl '''Zweiundvierzig''' ('''42''') hat eine besondere [[okkult]]e Bedeutung, die mit der Verwandlung des [[Astralleib]]s zum [[Geistselbst]] zusammenhängt. Im Erdenleben des [[Mensch]]en erwacht diese Fähigkeit im [[42. Lebensjahr]].
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Die Zahl '''Zweiundvierzig''' ('''42''') hat eine besondere [[okkult]]e Bedeutung, die mit der Verwandlung des [[Astralleib]]s zum [[Geistselbst]] zusammenhängt. Im Erdenleben des [[Mensch]]en erwacht diese Fähigkeit im [[42. Lebensjahr]], mit dem das [[Siebentes Lebensjahrsiebent|siebente Lebensjahrsiebent]] beginnt. Betrachtet man nicht den individuellen [[Mensch]]en, sondern ein ganzes [[Volk]], so muss man durch die ganze [[Ahnen]]reihe durch 6 X 7 = 42 [[Generation]]en hinaufsteigen, um geistig zur gemeinsamen [[Volksseele]] hinaufzusteigen. Gemäß der [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen Mythologie]] wurde der Mensch daher nach dem Tod vor die 42 [[Totenrichter]] gestellt, ehe er in die [[Seelenwelt]] eingehen durfte. Der [[Pharao]] erlebte das bereits durch seine [[Einweihung]] und wurde so befähigt, das Volk im Einklang mit der Volksseele zu führen.
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* [[Rudolf Steiner]]: ''Ägyptische Mythen und Mysterien'', [[GA 106]] (1992), ISBN 3-7274-1060-4 {{Vorträge|106}}
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Version vom 13. November 2020, 08:47 Uhr

42

Die Zahl Zweiundvierzig (42) hat eine besondere okkulte Bedeutung, die mit der Verwandlung des Astralleibs zum Geistselbst zusammenhängt. Im Erdenleben des Menschen erwacht diese Fähigkeit im 42. Lebensjahr, mit dem das siebente Lebensjahrsiebent beginnt. Betrachtet man nicht den individuellen Menschen, sondern ein ganzes Volk, so muss man durch die ganze Ahnenreihe durch 6 X 7 = 42 Generationen hinaufsteigen, um geistig zur gemeinsamen Volksseele hinaufzusteigen. Gemäß der ägyptischen Mythologie wurde der Mensch daher nach dem Tod vor die 42 Totenrichter gestellt, ehe er in die Seelenwelt eingehen durfte. Der Pharao erlebte das bereits durch seine Einweihung und wurde so befähigt, das Volk im Einklang mit der Volksseele zu führen.

„Es bekam der einzelne Pharao vor der Initiation einen Unterricht, damit er das nicht nur mit dem Verstände begriff, sondern damit für ihn das eine Wahrheit, eine Realität wurde. Er mußte soweit gebracht werden, daß er sich sagen konnte: Will ich regieren das Volk, so muß ich hinopfern von meiner Geistigkeit einen Teil, muß einen Teil meines Astralleibes, einen Teil meines Ätherleibes auslöschen. In mir müssen wirken das Osiris- und das Isisprinzip. Ich persönlich darf nichts wollen: wenn ich etwas spreche, muß Osiris sprechen; wenn ich etwas tue, muß Osiris es tun; wenn ich die Hand bewege, muß Isis und Osiris wirken. Darstellen muß ich den Sohn der Isis und des Osiris, den Horus.

Initiation ist keine Gelehrsamkeit. Aber so etwas zu können, sich so hinopfern zu können wie der Pharao, das hängt mit der Initiation zusammen. Denn, was er hinopferte von sich, das konnte ausgefüllt werden mit Teilen der Volksseele. Der Teil, dessen sich der Pharao begab, den er hinopferte, dieser Teil gab ihm gerade Macht. Denn die berechtigte Macht entsteht nicht dadurch, daß man die Persönlichkeit als eigene Persönlichkeit erhöht, sondern die berechtigte Macht entsteht dadurch, daß man in sich aufnimmt, was überragt die Grenzen der Persönlichkeit: eine höhere geistige Macht. Der Pharao hatte in sich aufgenommen eine solche Macht, und die wurde repräsentiert nach außen durch die Uräusschlange.

So haben wir wiederum in ein Mysterium hineingeschaut. Wir haben etwas viel Höheres gesehen, als gegeben wird heute als Erklärungen, wenn man heute von den Pharaogestalten spricht.

Wenn nun der Ägypter solche Gefühle hegte, woran mußte ihm da im besonderen liegen? Es mußte ihm daran liegen, daß die Volksseele so stark wie möglich wurde, daß sie möglichst reich an guten Kräften wurde, daß sie nicht vermindert wurde. Mit dem, was die Menschen durch die Blutsverwandtschaft hatten, mit dem konnten die ägyptischen Eingeweihten nicht rechnen. Aber dasjenige, was als geistige Güter die Vorväter gesammelt hatten, das sollte Gut werden der einzelnen Seele. Das wird uns angedeutet im Totengericht da, wo der Mensch den zweiundvierzig Totenrichtern gegenübergestellt wird. Da werden abgewogen die Taten der einzelnen. Wer sind die zweiundvierzig Totenrichter? Es sind die Ahnen. Man hatte den Glauben, daß das Leben des Menschen sich verwoben habe mit dem von zweiundvierzig Ahnen. Drüben sollte er sich vor ihnen verantworten, ob er wirklich aufgenommen hatte, was sie ihm geistig geboten hatten. So war das, was die ägyptischen Mysterienlehren enthielten, etwas, was praktisch werden sollte für das Leben, was aber auch verwertet werden sollte für die Zeit jenseits des Todes, für das Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt. In der ägyptischen Epoche hatte sich der Mensch schon verstrickt mit der physischen Welt. Zugleich aber mußte er aufschauen zu seinen Ahnen in der anderen Welt und mußte das von ihnen Ererbte in der physischen Welt kultivieren. Durch dies Interesse wurde er an den physischen Plan gefesselt, indem er mitwirken mußte an dem, was die Väter gewirkt hatten.“ (Lit.:GA 106, S. 168f)

Literatur

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