42 (Zahl)

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42

Die Zahl Zweiundvierzig (42) hat eine besondere okkulte Bedeutung, die mit der Verwandlung des Astralleibs zum Geistselbst zusammenhängt. Im Erdenleben des Menschen erwacht diese Fähigkeit im 42. Lebensjahr, mit dem das siebente Lebensjahrsiebent beginnt. Betrachtet man nicht den individuellen Menschen, sondern ein ganzes Volk, so muss man durch die ganze Ahnenreihe durch 6 X 7 = 42 Generationen hinaufsteigen, um geistig zur gemeinsamen Volksseele hinaufzusteigen. Gemäß der ägyptischen Mythologie wurde der Mensch daher nach dem Tod vor die 42 Totenrichter gestellt, ehe er selbst zum Osiris werden konnte und in die Seelenwelt eingehen durfte. Der Pharao erlebte das bereits durch seine Einweihung und wurde so befähigt, das Volk im Einklang mit der Volksseele zu führen.

„Es bekam der einzelne Pharao vor der Initiation einen Unterricht, damit er das nicht nur mit dem Verstände begriff, sondern damit für ihn das eine Wahrheit, eine Realität wurde. Er mußte soweit gebracht werden, daß er sich sagen konnte: Will ich regieren das Volk, so muß ich hinopfern von meiner Geistigkeit einen Teil, muß einen Teil meines Astralleibes, einen Teil meines Ätherleibes auslöschen. In mir müssen wirken das Osiris- und das Isisprinzip. Ich persönlich darf nichts wollen: wenn ich etwas spreche, muß Osiris sprechen; wenn ich etwas tue, muß Osiris es tun; wenn ich die Hand bewege, muß Isis und Osiris wirken. Darstellen muß ich den Sohn der Isis und des Osiris, den Horus.

Initiation ist keine Gelehrsamkeit. Aber so etwas zu können, sich so hinopfern zu können wie der Pharao, das hängt mit der Initiation zusammen. Denn, was er hinopferte von sich, das konnte ausgefüllt werden mit Teilen der Volksseele. Der Teil, dessen sich der Pharao begab, den er hinopferte, dieser Teil gab ihm gerade Macht. Denn die berechtigte Macht entsteht nicht dadurch, daß man die Persönlichkeit als eigene Persönlichkeit erhöht, sondern die berechtigte Macht entsteht dadurch, daß man in sich aufnimmt, was überragt die Grenzen der Persönlichkeit: eine höhere geistige Macht. Der Pharao hatte in sich aufgenommen eine solche Macht, und die wurde repräsentiert nach außen durch die Uräusschlange.

So haben wir wiederum in ein Mysterium hineingeschaut. Wir haben etwas viel Höheres gesehen, als gegeben wird heute als Erklärungen, wenn man heute von den Pharaogestalten spricht.

Wenn nun der Ägypter solche Gefühle hegte, woran mußte ihm da im besonderen liegen? Es mußte ihm daran liegen, daß die Volksseele so stark wie möglich wurde, daß sie möglichst reich an guten Kräften wurde, daß sie nicht vermindert wurde. Mit dem, was die Menschen durch die Blutsverwandtschaft hatten, mit dem konnten die ägyptischen Eingeweihten nicht rechnen. Aber dasjenige, was als geistige Güter die Vorväter gesammelt hatten, das sollte Gut werden der einzelnen Seele. Das wird uns angedeutet im Totengericht da, wo der Mensch den zweiundvierzig Totenrichtern gegenübergestellt wird. Da werden abgewogen die Taten der einzelnen. Wer sind die zweiundvierzig Totenrichter? Es sind die Ahnen. Man hatte den Glauben, daß das Leben des Menschen sich verwoben habe mit dem von zweiundvierzig Ahnen. Drüben sollte er sich vor ihnen verantworten, ob er wirklich aufgenommen hatte, was sie ihm geistig geboten hatten. So war das, was die ägyptischen Mysterienlehren enthielten, etwas, was praktisch werden sollte für das Leben, was aber auch verwertet werden sollte für die Zeit jenseits des Todes, für das Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt. In der ägyptischen Epoche hatte sich der Mensch schon verstrickt mit der physischen Welt. Zugleich aber mußte er aufschauen zu seinen Ahnen in der anderen Welt und mußte das von ihnen Ererbte in der physischen Welt kultivieren. Durch dies Interesse wurde er an den physischen Plan gefesselt, indem er mitwirken mußte an dem, was die Väter gewirkt hatten.“ (Lit.:GA 106, S. 168f)

In ähnlicher Weise musste das israeltische Volk durch 42 Generationen so vorbereitet werden, dass sich der Christus in dessen Mitte inkarnieren konnte. Im Matthäusevangelium wird darum der Stammmbau des salomonischen Jesus durch 42 Generationen bis zu Abraham zurückgeführt.

„1 Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: 2 Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder. 3 Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar. Perez zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram, 4 Aram zeugte den Amminadab, Amminadab zeugte den Nachschon, Nachschon zeugte den Salmon. 5 Salmon zeugte den Boas mit der Rahab. Boas zeugte den Obed mit der Rut. Obed zeugte den Isai, 6 Isai zeugte David, den König. David zeugte den Salomo mit der Frau des Urija. 7 Salomo zeugte den Rehabeam, Rehabeam zeugte den Abija, Abija zeugte den Asa, 8 Asa zeugte den Joschafat, Joschafat zeugte den Joram, Joram zeugte den Usija. 9 Usija zeugte den Jotam, Jotam zeugte den Ahas, Ahas zeugte den Hiskija, 10 Hiskija zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amos, Amos zeugte den Joschija. 11 Joschija zeugte den Jojachin und seine Brüder; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. 12 Nach der Babylonischen Gefangenschaft zeugte Jojachin den Schealtiël, Schealtiël zeugte den Serubbabel, 13 Serubbabel zeugte den Abihud, Abihud zeugte den Eljakim, Eljakim zeugte den Azor. 14 Azor zeugte den Zadok, Zadok zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud, 15 Eliud zeugte den Eleasar, Eleasar zeugte den Mattan, Mattan zeugte den Jakob. 16 Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. 17 Im Ganzen sind es also von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.“

1,1-17 LUT

Rudolf Steiner gibt dazu folgende Erläuterung:

„Die Söhne Abrahams hatten darauf verzichtet, von innen heraus Eingebungen zu erhalten; so mußten sie das, was sonst diesen Eingebungen verdankt wird, was sonst als Kunde von innen erlangt wird, von außen empfangen. Als sie nach Ägypten hinübergeführt werden, da bekommen sie es durch Moses, sie, die jetzt die Missionare sind des äußeren physischen Denkens. Das, was die andern Völker durch Eingebung erhalten haben, das bekommen sie jetzt von außen als Gesetz. Es ist in der Tat so, daß das, was wir die Zehn Gebote nennen, dasselbe ist, was die andern Menschen durch innere Eingebung erlangt haben. Die Juden empfangen von Ägypten her durch Moses als Gebote von außen das, was eigentlich himmlische Eingebungen sein sollten. Nachdem dieses Volk die Eingebungen von Ägypten erhalten hat, siedelt es sich in Palästina an. Dieses Volk war berufen, aus sich heraus den einen Träger des Christus zu gebären. Diese Eigenschaften, welche sich von Generation zu Generation vererbten, sollten herstellen die Leiblichkeit des Jesus; deshalb müssen sich summieren alle die Fähigkeiten, die in Abraham in erster Anlage da waren. Das ganze Judenvolk muß reifen, sich so weit entwickeln, daß das, was in Abraham als Anlage vorhanden ist, in einem Nachkommen auf die höchste Spitze gebracht wird. Um dies zu verstehen, müssen wir einen Vergleich ziehen mit der Entwickelung eines einzelnen Menschen. In den ersten sieben Jahren ist es vorzugsweise der physische Körper, der sich entwickelt. Vom siebenten bis vierzehnten oder fünfzehnten Jahr, also im zweiten Lebenszyklus, ist es der Ätherleib, der sich entwickelt, dann der Astralleib; dann erst kommt das Ich heraus. Was zuerst als Anlage vorhanden ist, das kommt erst dann heraus, wenn diese drei Leiber sich entwickelt haben. Auch für ein ganzes Volk ist dies zutreffend. Die Abraham-Anlage mußte sich erst in den physischen, Äther- und Astralleib eingliedern, dann konnte sie erst vom Ich aufgenommen werden. Wir müssen die Entwickelung des JudenVolkes auf drei Epochen verteilen. Was beim einzelnen Menschen sich auf sieben Jahre erstreckt, das ist bei einem Volke auf sieben Generationen verteilt. Oder, Sie wissen, daß in den vererbten Eigenschaften nicht so sehr der Sohn dem Vater, sondern dem Großvater gleicht. Daher sind eigentlich zwei mal sieben, also vierzehn Generationen nötig, um das innerhalb eines Volkes heranreifen zu lassen, was beim einzelnen Menschen zwischen Geburt und Zahnwechsel sich entfaltet. Vierzehn Generationen entwickelten die Eigenschaften, die in Abraham im physischen Leib veranlagt waren; vierzehn weitere Generationen im Ätherleib und vierzehn weitere im Astralleib. Dann erst war die Möglichkeit gegeben, einen solchen Menschen heranreifen zu lassen, wie er gebraucht wurde von der Christus-Wesenheit. Dies schildert Matthäus im ersten Kapitel seines Evangeliums, indem er sagt, daß von Abraham bis auf David vierzehn Glieder, von David bis auf die babylonische Gefangenschaft vierzehn, und von da bis Jesus vierzehn weitere Generationen, also drei mal vierzehn oder sechs mal sieben Generationen verfließen mußten. Diese tiefen Weisheiten hat der Schreiber des Matthäus-Evangeliums seinem Buche zugrunde gelegt. Das, was in Abraham als seine bestimmte Mission war, sollte auch einfließen in den Leib des Christus Jesus; aber nur durch die Generationenfolge in gesetzmäßiger Weise durfte dies geschehen. Dann konnte dieses Jesuskind, das sich durch zweiundvierzig Generationen von Abraham herleitete, die Mission des Stammvaters vollenden. Matthäus schildert uns eben die wunderbare Gesetzmäßigkeit, mit der dies geschah.“ (Lit.:GA 117, S. 142f)

Literatur

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