Computationalismus

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Als Computationalismus oder auch als Computertheorie des Geistes wird eine in der Kognitionswissenschaft bzw. in den Neurowissenschaften vertretene Theorie bezeichnet, wonach die kognitiven Fähigkeiten und das Bewusstsein des menschliche Geistes - im Sinn des englischen Begriffs „Mind“ - auf Berechnungsvorgängen beruht, die von den neuronalen Netzwerken des Gehirns vollzogen werden. Diese Idee hatte schon der englische Mathematiker und Philosoph Thomas Hobbes (1588-1679) vertreten:

„Unter rationeller Erkenntnis vielmehr verstehe ich Berechnung. Berechnen heißt entweder die Summe von zusammengefügten Dingen finden oder den Rest erkennen, wenn eins vom andern abgezogen wird. Also ist rationelle Erkenntnis dasselbe wie Addieren und Subtrahieren; wenn jemand Multiplizieren, und Dividieren hinzufügen will, so habe ich nichts dagegen, da Multiplikation dasselbe ist wie Addition gleicher Posten, Division dasselbe wie eine bestimmte Subtraktion gleicher Posten. Aber rationelle Erkenntnis geht jedenfalls auf zwei Geistesoperationen zurück: Addition und Subtraktion.“

Thomas Hobbes: Grundzüge der Philosophie, 1. Teil: Lehre vom Körper, S. 14

Literatur