Geister des Willens: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Geister des Willens''', von [[Dionysius Areopagita]] als '''Throne'''<ref>[http://www.odysseetheater.org/jump.php?url=http://www.odysseetheater.org/ftp/bibliothek/Philosophie/Areopagita/Dionysius_Areopagita_Himmlische_Hierarchien.pdf#page=32 Dionysius Areopagita: ''Himmlische Hierarchie'']. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, S. 32</ref> bezeichnet, gehören gemeinsam mit den [[Cherubim]] und [[Seraphim]] der [[Erste Hierarchie|ersten Hierarchie]] an, deren physischer Ausdruck der [[Tierkreis]] ist. Wie alle [[Wesen]]heiten der ersten Hierarchie haben sie den "unmittelbaren Anblick der Gottheit" und handeln nicht aus sich heraus, sondern sind die Vollstrecker des göttlichen Willens. Ihr [[Herrschaftsgebiete der Hierarchien|Herrschaftsgebiet]] ist die [[Saturnsphäre]].
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Die '''Geister des Willens''', von [[Dionysius Areopagita]] '''Throne'''<ref>Dionysius Areopagita: ''Himmlische Hierarchie''. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, [https://www.odysseetheater.org/ftp/bibliothek/Philosophie/Areopagita/Dionysius_Areopagita_Himmlische_Hierarchien.pdf#page=32 S. 32]</ref> ({{ELSalt|θρόνοι}} ''thrónoi''; [[lat.]] ''throni'') genanntt, gehören gemeinsam mit den [[Cherubim]] und [[Seraphim]] der [[Erste Hierarchie|ersten Hierarchie]] an, deren physischer Ausdruck der [[Tierkreis]] ist. Wie alle [[Wesen]]heiten der ersten Hierarchie haben sie den "unmittelbaren Anblick der Gottheit" und handeln nicht aus sich heraus, sondern sind die Vollstrecker des göttlichen Willens. Ihr [[Herrschaftsgebiete der Hierarchien|Herrschaftsgebiet]] ist die [[Saturnsphäre]]. Von den [[Hebräer]]n werden sie als [[Galgalim]] ({{HeS|גלגלים}} „Räder“, von {{He|גַּלְגַּל}} ''Galgal'' „Rad“) bezeichnet oder auch als [[Aralim]] ({{HeS|ערלים}}<ref>Außer auf die Throne werden die [[Aralim]] im christlichen Zusammenhang auch auf die  [[Kyriotetes]], die [[Geister der Weisheit]], bezogen.</ref> „Krieger, Helden, Tapfere“). Gelegentlich werden sie auch mit den [[Ophanim]] ({{HeS|אוֹפַנִּים}} „Räder“) gleichgesetzt, den Räder der [[Merkaba]], des [[Thronwagen Gottes|Thronwagens Gottes]].
  
 
{{Zitat|Der Name der höchsten und erhabenen Throne bezeichnet, daß sie jeder erdhaften Niedrigkeit ungetrübt enthoben sind, daß sie überweltlich nach oben streben und von jedem untersten Gliede unerschütterlich weggerückt  
 
{{Zitat|Der Name der höchsten und erhabenen Throne bezeichnet, daß sie jeder erdhaften Niedrigkeit ungetrübt enthoben sind, daß sie überweltlich nach oben streben und von jedem untersten Gliede unerschütterlich weggerückt  
sind, daß sie um das wahrhaft Höchste mit ganzer Vollkraft ohne Wanken und sicherstehend gestellt sind, daß sie der Einkehr Gottes in aller Freiheit von sinnlichen, materiellen Störungen genießen, daß sie Gottesträger und für den Empfang der göttlichen Erleuchtungen ehrfurchtsvoll erschlossen sind.|[[Dionysius Areopagita]]|''Himmlische Hierarchie'', 7. Kapitel|ref=<ref>[http://www.odysseetheater.org/jump.php?url=http://www.odysseetheater.org/ftp/bibliothek/Philosophie/Areopagita/Dionysius_Areopagita_Himmlische_Hierarchien.pdf#page=33 Dionysius Areopagita: ''Himmlische Hierarchie'']. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, S. 33</ref>}}
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sind, daß sie um das wahrhaft Höchste mit ganzer Vollkraft ohne Wanken und sicherstehend gestellt sind, daß sie der Einkehr Gottes in aller Freiheit von sinnlichen, materiellen Störungen genießen, daß sie Gottesträger und für den Empfang der göttlichen Erleuchtungen ehrfurchtsvoll erschlossen sind.|[[Dionysius Areopagita]]|''Himmlische Hierarchie'', 7. Kapitel|ref=<ref>ebd. [https://www.odysseetheater.org/ftp/bibliothek/Philosophie/Areopagita/Dionysius_Areopagita_Himmlische_Hierarchien.pdf#page=33 S. 33]</ref>}}
  
 
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In dem die Geister des Willens ihre Willens-Substanz als Wärme hingeopfert haben, konnte der der [[Alter Saturn|alte Saturn]], mit dem die Entwicklung unseres [[Planetensystem]]s begonnen hat, entstehen. Sie lieferten damit die [[Mineral|mineralische]] Grundsubstanz für die weitere Entwicklung, die sich zunächst aber nur als mineralische [[Wärme]] offenbarte und zugleich die substanzielle Grundlage für den [[Physischer Leib|physischen Leib]] des [[Mensch]]en bildete. Auf der [[Alte Sonne|alten Sonne]] haben sie diese Grundsubstanz zum Luftelement verdichtet, auf dem [[Alter Mond|alten Mond]] zum Wässerigen und auf der [[Erde]] bis zum festen [[Erdelement]]. Die Bezeichnung „Throne“ leitet sich gerade davon ab, weil sie mit dem Festen die Throne gebaut haben, auf die sich alles Erdensein stützen kann.
  
 
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Manchmal werden die Throne gleichgesetzt mit den im [[apokryphen]] Buch [[Henoch]] beschriebenen [[Ophanim]] ({{HeS|אוֹפַנִּים|Räder}}), die die ''Räder'' des [[Thronwagen Gottes|Thronwagens Gottes]] sind, wie sie ähnlich auch in der [[Apokalypse]] des [[Buch Daniel|Daniel]] {{Bibel|Dan|7|9|LUT}} und in der [[Vision]] des [[Hesekiel]] {{Bibel|Hes|1|1|LUT}} geschildert werden.
 
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== Literatur ==
 
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* [[Rudolf Steiner]]: ''Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen'', [[GA 136]] (1996), ISBN 3-7274-1361-1 {{Vorträge|136}}
  
#Rudolf Steiner: ''Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen'', [[GA 136]] (1996), ISBN 3-7274-1361-1 {{Vorträge|136}}
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Aktuelle Version vom 10. März 2021, 17:38 Uhr

Die Geister des Willens, von Dionysius Areopagita Throne[1] (griech. θρόνοι thrónoi; lat. throni) genanntt, gehören gemeinsam mit den Cherubim und Seraphim der ersten Hierarchie an, deren physischer Ausdruck der Tierkreis ist. Wie alle Wesenheiten der ersten Hierarchie haben sie den "unmittelbaren Anblick der Gottheit" und handeln nicht aus sich heraus, sondern sind die Vollstrecker des göttlichen Willens. Ihr Herrschaftsgebiet ist die Saturnsphäre. Von den Hebräern werden sie als Galgalim (hebr. גלגלים „Räder“, von גַּלְגַּל Galgal „Rad“) bezeichnet oder auch als Aralim (hebr. ערלים[2] „Krieger, Helden, Tapfere“). Gelegentlich werden sie auch mit den Ophanim (hebr. אוֹפַנִּים „Räder“) gleichgesetzt, den Räder der Merkaba, des Thronwagens Gottes.

„Der Name der höchsten und erhabenen Throne bezeichnet, daß sie jeder erdhaften Niedrigkeit ungetrübt enthoben sind, daß sie überweltlich nach oben streben und von jedem untersten Gliede unerschütterlich weggerückt sind, daß sie um das wahrhaft Höchste mit ganzer Vollkraft ohne Wanken und sicherstehend gestellt sind, daß sie der Einkehr Gottes in aller Freiheit von sinnlichen, materiellen Störungen genießen, daß sie Gottesträger und für den Empfang der göttlichen Erleuchtungen ehrfurchtsvoll erschlossen sind.“

Dionysius Areopagita: Himmlische Hierarchie, 7. Kapitel[3]

Die niederste Substanz, aus der die Throne bestehen, ist Wille.

„Wir nehmen dann Wesenheiten wahr, die wir nicht anders charakterisieren können, als indem wir sagen: Sie bestehen nicht aus Fleisch und Blut, auch nicht aus Licht oder Luft, sondern sie bestehen aus dem, was wir nur in uns selber wahrnehmen können, wenn wir uns bewußt werden, daß wir einen Willen haben. Sie bestehen in bezug auf ihre niedrigste Substanz nur aus Wille.“ (Lit.:GA 136, S. 79)

In dem die Geister des Willens ihre Willens-Substanz als Wärme hingeopfert haben, konnte der der alte Saturn, mit dem die Entwicklung unseres Planetensystems begonnen hat, entstehen. Sie lieferten damit die mineralische Grundsubstanz für die weitere Entwicklung, die sich zunächst aber nur als mineralische Wärme offenbarte und zugleich die substanzielle Grundlage für den physischen Leib des Menschen bildete. Auf der alten Sonne haben sie diese Grundsubstanz zum Luftelement verdichtet, auf dem alten Mond zum Wässerigen und auf der Erde bis zum festen Erdelement. Die Bezeichnung „Throne“ leitet sich gerade davon ab, weil sie mit dem Festen die Throne gebaut haben, auf die sich alles Erdensein stützen kann.

Die Gruppen-Iche der Mineralien sind ihre Nachkommen.

Manchmal werden die Throne gleichgesetzt mit den im apokryphen Buch Henoch beschriebenen Ophanim (hebr. אוֹפַנִּים Räder), die die Räder des Thronwagens Gottes sind, wie sie ähnlich auch in der Apokalypse des Daniel (Dan 7,9 LUT) und in der Vision des Hesekiel (Hes 1,1 LUT) geschildert werden.

Literatur

Steiner big.jpg
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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Einzelnachweise

  1. Dionysius Areopagita: Himmlische Hierarchie. Aus dem Griechischen übersetzt von Josef Stiglmayr. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 2) München 1911, S. 32
  2. Außer auf die Throne werden die Aralim im christlichen Zusammenhang auch auf die Kyriotetes, die Geister der Weisheit, bezogen.
  3. ebd. S. 33