Hämolymphe

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Die Hämolymphe kommt bei einigen Tiergruppen als zirkulierende Körperflüssigkeit vor. Ein hoch entwickeltes Atmungssystem ermöglicht eine fast vollständige Reduzierung des Blutgefäßsystems. Dieses Phänomen kann man bei einigen Gliederfüßern, wie den Krebstieren (Kiemenatmungssystem) oder Insekten (Tracheensystem), beobachten. Bei diesen kommt es zu einer Verschmelzung der sekundären Leibeshöhle (Coelom) und der primären Leibeshöhle zum sogenannten Mixocoel. Im Mixocoel liegen die Organe, die von einer meist farblosen Flüssigkeit umspült werden. Da ein offenes Blutkreislaufsystem vorliegt, kommt es zu einer Vermengung der Mixocoelflüssigkeit mit dem ursprünglichen Blut. Daher wird die Hämolymphe oft auch als „Blut der Insekten“ oder „Blut der Krebstiere“ bezeichnet.

Die Hämolymphe enthält keine roten Blutkörperchen und ähnelt einer Mischung von Blutplasma und Lymphe. Die meist farblose Flüssigkeit transportiert u.a. Nährstoffen, Hormonen und Stoffwechselprodukten. sie vermittelt den Temperaturausgleich und hat bei der Abwehr von Krankheitserregern oder dem Wundverschluss eine ähnliche Funktion wie das menschliche Blut.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Haben Fliegen ein Herz? auf: RP Online. 4. Mai 2005.


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