Heuschreckenmenschen: Unterschied zwischen den Versionen

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verhalten. Es ist in jedem einzelnen Fall zu entscheiden,
 
verhalten. Es ist in jedem einzelnen Fall zu entscheiden,

Version vom 1. November 2011, 11:44 Uhr

Der Terminus Heuschreckenmenschen wurde von Rudolf Steiner im sogenannten Priester-Apokalypsekurs (GA 346) in Anklang an entsprechende Motive in der Apokalypse des Johannes benutzt und verweist auf Menschen, die der Reinkarnation nicht unterliegen: sogenannte Ichlose Menschen. Damit ist durch Rudolf Steiner eine von mehreren denkbaren Erklärungen für die derzeitige Überbevölkerung des Planeten Erde gegeben worden.

"Sie werden finden können, wie unter dem Hereinbrechen des Materialismus, sagen wir zum Beispiel, als der Kopernikanismus heranrückte, ein Drittel der Menschen eigentlich geistig getötet wurde, das heißt, aufhörte, volle Geistigkeit zu entwickeln. Und wirklich furchtbar erschütternd ist ja die in der Apokalypse geschilderte Heuschreckenplage.

Da kommen wir aber auf eine Sache, die man, ich möchte sagen, nicht gern sagt, die aber natürlich zu den Dingen gehört, die gerade in das Priesterwirken hereinschlagen. Diese Heuschreckenplage ist ja, vom reinen Bewußtseins Standpunkt aus gesehen, im allereminentesten Sinne schon eingetreten, nicht wahr, wenn wir theoretisch sprechen. Wenn wir zu Menschen sprechen, wo ja immer Gesundungen eintreten können bei kranken Verhältnissen, dann dürfen solche Dinge nicht erörtert werden; aber wenn es sich um priesterliches Wirken handelt, dann muß man doch wissen, mit wem man es bei den Menschen in der Regel zu tun hat. Es ist ja so, daß in der Regel ungeheure Fröhlichkeit besteht bei denen, die sich heute liberale oder demokratische Menschen nennen, wenn sie wieder und wieder anführen können, daß sich die Menschheit in einem bestimmten Gebiet der Erde so ungeheuer vermehrt. Bevölkerungszunahme ist ja das, was so stark ersehnt wird besonders von demokratisch-liberalen Menschen, ich meine im politischen Sinn, auch von allen, wie sie meinen, geistig frei Denkenden.

Nun, sehen Sie, erstens ist das nicht ganz richtig, weil die Statistiken auf Irrtümern beruhen; man nimmt bei den statistischen Vergleichsrechnungen nicht die ganze Erde, man nimmt immer nur ein Stück der Erde und denkt nicht daran, daß die anderen Teile der Erde zu anderen Zeiten eben dichter bevölkert waren als heute. Es ist also im einzelnen nicht immer ganz richtig, aber im ganzen ist es schon richtig, daß in unserer Zeit eine Art überzähliger Menschen erscheinen, die ichlos sind, die keine Menschen in Wirklichkeit sind. Das ist eine furchtbare Wahrheit. Sie gehen herum, sie sind keine Inkarnationen eines Ich, sie werden hereingestellt in die physische Vererbung, bekommen Ätherleib und Astralleib, sie werden in gewissem Sinne innerlich ausstaffiert mit einem ahrimanischen Bewußtsein; sie machen den Eindruck von Menschen, wenn man nicht genau hinsieht, aber sie sind nicht im vollen Sinne des Wortes Menschen.

Das ist eine schreckliche Wahrheit, das ist vorhanden, das ist eine Wahrheit. Und direkt auf Menschen selber weist der Apokalyptiker hin, wenn er in der fünften Posaunenepoche von der Heuschreckenplage spricht. Und wiederum kann man den Apokalyptiker in seinem Schauen erkennen. Denn in ihrem astralischen Leib erscheinen solche Menschen durchaus so, wie sie der Apokalyptiker beschreibt: als ätherische Heuschrecken mit Menschengesichtern. Es ist durchaus so, daß man über solche übersinnlichen Dinge so zu denken hat, daß der Priester solche Dinge wissen muß. Denn er ist der Seelsorger. Er muß also auch die Worte finden können für alles das, was in einer solchen Seele vorgeht. Es brauchen durchaus nicht immer böse Seelen zu sein, es können eben Seelen sein, die bis zum Seelischen kommen, aber des Ichs entbehren. Man wird schon darauf kommen, wenn man auf diese Menschen stößt. Der Priester muß dies wissen, denn das beeinflußt ja die Gemeinschaft unter den Menschen. Und vor allen Dingen leiden diejenigen Menschen, die echt beseelt sind, von solchen Personen, die eigentlich als Menschen-Heuschrecken durch die Welt gehen. Und es kann und muß sogar die Frage entstehen: Wie hat man sich solchen Menschen gegenüber zu verhalten?

Solchen Menschen gegenüber hat man oftmals eine recht schwierige Aufgabe, weil sie durchaus tief fühlend sind; sie können außerordentlich tief fühlend sein, man merkt aber, es steckt nicht eine eigentliche Individualität in ihnen. Nur hat man ihnen das natürlich sorgfältig zu verbergen, daß keine Individualität in ihnen steckt, denn sonst wäre ja die notwendige Folge der Wahnsinn. Aber trotzdem man ihnen das zu verbergen hat, handelt es sich darum, daß man für solche Seelen - Seelen sind es ja doch, wenn auch nicht Geister -, alles so einrichtet, daß diese Menschen den Anschluß finden an andere Menschen, in deren Gefolge sie sich entwickeln können, daß sie also gewissermaßen Mitgehende dieser anderen werden. Diese Menschen zeigen eigentlich ziemlich genau die Natur und Wesenheit des Menschen bis zum zwanzigsten Lebensjahr. Denn beim zwanzigsten Lebensjahr wird ja erst die Gemüts- oder Verstandesseele geboren und damit die Möglichkeit des irdischen Auslebens des Ich gegeben.

Derjenige, der behaupten wollte, solchen ichlosen, individualitätslosen Menschen gegenüber solle man sich nicht teilnahmsvoll verhalten, da sie eine künftige Inkarnation nicht hätten, weil ja keine Individualität da sei, der irrt gar sehr. Er müßte dann auch behaupten, man solle sich den Kindern gegenüber nicht teilnahmsvoll verhalten. Es ist in jedem einzelnen Fall zu entscheiden, was eigentlich in einem solchen Menschen steckt. Manchmal stecken postume Seelen in solchen Menschen, postum gegenüber den Menschenseelen, die in einem bestimmten Zeitalter der Entwickelung entstanden sind und sich als Menschen immer wiederholt verkörperten. Aber es können auch zurückgebliebene Seelen sein, solche, die später von einem anderen Planeten wieder zurückgekommen sind, wohin in einem bestimmten Zeitalter fast die ganze Menschheit gegangen war. Auch solche Seelen können in solchen Menschenleibern stecken. Wir müssen also mit vollem Bewußtsein diese Menschen wie bleibende Kinder erziehen." (Lit.: GA 346, S. 184f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346, S. 184 - 187
  2. Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen, BOD, Norderstedt 2010
  3. Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen Band II, BOD, Norderstedt 2011