Ich der Mineralien

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Das Ich der Mineralien befindet sich im höheren Devachan als wesenhafte geistige Realität. Ihr Astralleib hingegen lebt im niederen Devachan und ihr Ätherleib in der Astralwelt. Nur ihr physischer Leib befindet sich naturgemäß in der physischen Welt. Die Gruppen-Iche der Mineralien strömen ihre Wirkungen von außerhalb des Sonnensystems aus der Tierkreisregion strahlenförmig von allen Seiten herein; ein äußeres Zeichen dafür sind die Meteore und Kometen. Die Gruppen-Iche der Minerale stammen von den Geistern des Willens (Throne) und deren Nachkommen ab, die auf dem alten Saturn die Grundlage für den physischen Leib des Menschen geschaffen haben.

„Andeutend möchte ich wenigstens bemerken, daß tatsächlich der Komet etwas ist, was von außen hereinkommt, was sich aber in gewisser Weise das Mineralische angliedert Indem der Komet das Planetensystem durchfährt, gliedert sich an, was auch von den Geistern des Willens herstammt, das Mineralische. Und die Folge kann sein, daß, indem der Komet das Planetensystem durchsaust, sich Mineralisches angliedert, das dann von der Erde angezogen wird und hinunterfällt. Das ist natürlich nicht der Komet; es verhält sich vielmehr so, daß er in irgendeiner Weise durch Meteorsteinauswürfe sich auf der Erde ankündigt.“ (Lit.:GA 136, S. 199)

„Wenn man fragen wollte: Wo ist das Ich der Gesteinswelt? - so würde man nicht mehr imstande sein, ein solches einen Mittelpunkt bildendes Wesen in der Geisteswelt zu finden. Als Kraft des ganzen Kosmos überall verbreitet, ist das Ich der Mineralien in der übergeistigen Welt, theosophisch höhere Devachanwelt genannt, zu finden. In der christlichen Geheimlehre bezeichnet man die Welt, in welcher sich das Ich der Tiere befindet, die Astralwelt, als die Welt des Heiligen Geistes; die Welt, in der das Ich der Pflanzen ist, die geistige oder devachanische Welt, als die Welt des Sohnes. Wenn der Seher anfangt, in dieser Welt zu fühlen, so spricht zu ihm das «Wort», der Logos. Die Welt des mineralischen Ich, die übergeistige Welt, wird in der Geheimlehre die Welt des Vatergeistes genannt.“ (Lit.:GA 100, S. 205f)

„Im oberen Devachan, über der vierten Stufe - man nennt sie Arupa [= formlos] - , da wo diese Antimaterie beginnt, die man die Akasha nennt, da hat das Bewußtsein der Mineralien seinen Sitz.“ (Lit.:GA 94, S. 94)

Wenn Steine, wenn Mineralien zerschlagen werden, so empfindet ihre Gruppenseele ein großes Wohlgefühl.

„Beim Mineral haben wir — nun, das ist leicht einzusehen — in der physischen Welt nur den physischen Leib. Dadurch erscheint uns ja gerade das Mineral als das Unorganische, Unlebendige. Dagegen haben wir beim Mineral in derselben Welt, in welcher die Gruppen-Iche der Tiere und die Astralleiber der Pflanzen sind, den ätherischen Leib der Mineralien. Aber noch nichts finden wir davon, daß das Mineralwesen irgend etwas von Empfindung zeigt. Dennoch, auch das Mineral erweist sich als etwas Lebendiges. Wir lernen das langdauernde Leben von Mineralien, das Wachsen, das Sichentwickeln, sagen wir, von Erzen oder dergleichen, kurz, wir lernen das vielgestaltige mineralische Leben unseres Planeten auf dem astralischen Plan kennen. Wir lernen erkennen, wenn uns ein einzelnes Mineral entgegentritt, daß es nicht viel anders ist als unsere eigenen mineralähnlichen Knochen, die aber doch mit unserem Leben zusammenhängen. So hängt auch alles Mineralische mit einem Lebendigen zusammen, nur ist dieses Lebendige erst auf dem astralischen Plan zu finden. So ist also der ätherische Leib der mineralischen Welt auf dem Astralplan zu finden. Wenn wir nun in derselben Welt, in welcher die Gruppen-Iche der Pflanzen sind, uns sozusagen okkult aufhalten, dann merken wir, daß die mineralische Welt auch mit etwas zusammenhängt, dem die Empfindung möglich ist, mit etwas Astralischem. Wenn Steine geklopft werden in einem Steinbruch, merkt man es freilich auf dem astralischen Plan nicht, daß da irgend etwas von einer Empfindung vorhanden ist, aber auf dem Devachanplan, da fällt es einem sofort auf, daß, wenn man die Steine zerklopft, wenn Teile abspringen, dann in der Tat etwas auftritt wie eine Wohlempfindung, wie eine Art Genuß. Das ist auch eine Empfindung; sie ist eben entgegengesetzt der Empfindung, wie sie die Tiere und Menschen in solchem Falle haben. Wenn man die zerklopfen würde, würden sie Schmerzen haben. Bei den Mineralien ist das Gegenteil der Fall: wenn man sie zerklopft, dann empfinden sie Wohlgefühle. Wenn man in einem Wasserglas Kochsalz aufgelöst hat und man verfolgt mit dem Blick, der auf die devachanische Welt gerichtet ist, wie sich das Kochsalz wieder in Kristalle zusammenfügt, dann sieht man, wie das unter Schmerzen geschieht; dann fühlt man Schmerz an den betreffenden Stellen. So ist es überall in dem mineralischen Leben, wo aus dem Wässerigen heraus durch Kristallisation ein Festes sich bildet. So war es im Grunde genommen auch bei unserer Erde, die einmal in einem weicheren und flüssigeren Zustand war. Das Feste hat sich erst nach und nach herausgebildet aus dem Flüssigen, und jetzt gehen wir auf dem festen Erdboden herum und führen unseren Pflug über den Erdboden hin. Dadurch tun wir allerdings der Erde nicht weh, das tut ihr sehr wohl. Aber das tat nicht wohl den Wesenheiten, die mit der Erde verbunden sind und die als astralisches Reich zum Planeten gehören, daß sie sich kompakt zusammenballen mußten, damit das menschliche Leben auf dem Planeten möglich würde. Da mußten die Wesenheiten, die als Astralleiber hinter den Steinen stehen, Schmerz über Schmerz aushalten. Im Mineralreich leidet die Wesenheit, die Kreatur mit dem fortschreitenden Erdenprozeß. Es wird einem ganz sonderbar zumute, wenn man dies aus der okkulten Untersuchung heraus erkennt und dann einmal wiederum stößt an die berühmte Stelle bei einem Eingeweihten: «Alle Kreatur seufzet und leidet unter Schmerzen, der Erlösung harrend, der Annahme an Kindes Statt harrend.» Über solche Dinge liest man hinweg in den auf okkulter Anschauung begründeten Schriften. Wenn man aber diesen Schriften gegenübersteht mit dem okkulten Blick, dann weiß man erst: sie geben dem einfachsten Gemüte viel, noch mehr aber dem, der alles, was in ihnen liegt, oder wenigstens vieles davon wahrnehmen kann. Das Seufzen und Stöhnen des mineralischen Reiches, das da sein muß, weil der Kulturprozeß unserer Erde einen festen Boden unter seinen Füßen braucht, das stellt Paulus dar, indem er von dem Seufzen der Kreatur spricht.

Das alles geht vor in jenen Wesenheiten, die zugrunde liegen dem mineralischen Reich als der astralische Leib und die wir finden in der devachanischen Welt. Das eigentliche Ich, das wirkliche Gruppen-Ich des Mineralreiches, ist in einer höheren Welt zu suchen, die wir die höhere devachanische Welt nennen wollen. Hier erst finden sich die Gruppen-Iche des Mineralreiches. Sie müssen sich nämlich ganz freimachen von der Vorstellung, dasjenige, was wir an einer Wesenheit, sagen wir, den astralischen Leib nennen, zu identifizieren mit der astralischen Welt. Bei den Mineralien ist der astralische Leib auf dem Devachanplan zu suchen, der Ätherleib der Mineralien dagegen in der Astralwelt, das Gruppen-Ich der Tiere auf dem astralischen Plan, der Astralleib der Tiere auf dem physischen Plan. So wie die Welt uns entgegentritt, müssen wir sagen: Wir dürfen, was wir an den Wesenheiten als die einzelnen Glieder finden, nicht identifizieren mit den entsprechenden Welten, sondern wir müssen uns eben daran gewöhnen, Differenzierungen bei den verschiedenen Wesenheiten vorauszusetzen.“ (Lit.:GA 136, S. 157ff)

Literatur

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