Kalki: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Kalki''' ([[Sanskrit]], m., कल्कि, Kalki - in der Literatur auch als कल्किन्, '''Kalkin''' oder '''Kalaki''' überliefert) gilt als zehnte und letzte [[Inkarnation]] [[Vishnu]]s. Er ist ein zukünftiger [[Avatar]], der gemäß dem Bhagavad Purana<ref>Bhagavad Purana, Canto 1, Kapitel 3 und Canto 12, Kapitel 12</ref>, Agni Purana<ref> Agni Purana, Kapitel 16 und Bhasa Bharata, Kapitel 190</ref>, Visnu Purana<ref>Visnu Purana Canto 4</ref> und Padama Purana<ref>Padma Purana, Canto 6, Kapitel 71</ref> am Ende des gegenwärtigen ''Kali-Yugas''  als Sohn Vishnuyasas erscheint, um die korrupten Herrscher und ''Mlecchas'' (Barbaren) zu töten und den  [[Dharma]] (Gesetz und Tugend) wieder herzustellen. Darauf soll das nächste Zeitalter, das ''Krita-Yuga'', beginnen. Nach einer südindischen, volkstümlichen Überlieferung wird Vishnu in der Gestalt des weißen Pferdes Kalki, nach der literarischen Tradition der [[Brahmanen]] aber als Reiter mit dem Namen Kalki auf dem weißen Pferd '''Devadatta''' erscheinen<ref>Harry Eilenstein: ''Die Entwicklung der indogermanischen Religionen'' [https://books.google.at/books?id=7ucEvdUobLoC&pg=PA213 google]</ref>.
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'''Kalki''' ([[Sanskrit]], m., कल्कि, Kalki - in der Literatur auch als कल्किन्, '''Kalkin''' oder '''Kalaki''' überliefert) gilt als zehnte und letzte [[Inkarnation]] [[Vishnu]]s. Er ist ein zukünftiger [[Avatar]], der gemäß dem Bhagavad Purana<ref>Bhagavad Purana, Canto 1, Kapitel 3 und Canto 12, Kapitel 12</ref>, Agni Purana<ref> Agni Purana, Kapitel 16 und Bhasa Bharata, Kapitel 190</ref>, Visnu Purana<ref>Visnu Purana Canto 4</ref> und Padama Purana<ref>Padma Purana, Canto 6, Kapitel 71</ref> am Ende des gegenwärtigen ''Kali-Yugas''  als Sohn Vishnuyasas erscheint, um die korrupten Herrscher und ''Mlecchas'' (Barbaren) zu töten und den  [[Dharma]] (Gesetz und Tugend) wieder herzustellen. Darauf soll das nächste Zeitalter, das ''Krita-Yuga'', beginnen. Nach einer südindischen, volkstümlichen Überlieferung wird Vishnu in der Gestalt des weißen Pferdes Kalki, nach der literarischen Tradition der [[Brahmanen]] aber als Reiter mit dem Namen Kalki auf dem weißen Pferd '''Devadatta''' erscheinen<ref>Harry Eilenstein: ''Die Entwicklung der indogermanischen Religionen'', Books on Demand 2014, ISBN 978-3738687064 [https://books.google.at/books?id=7ucEvdUobLoC&pg=PA213 google]</ref>.
  
 
Einige indische Autoren wie [[Sri Aurobindo]] sehen in den zehn [[Vishnu#Die 10 Avataras|Avataras]] ein Symbol für die Stufen der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins, d.h. von der tierischen Stufe bis zum erwachten Geist in seiner höchsten Vollendung. Kalki repräsentiert für sie die zukünftige Bewusstseinsstufe. Der [[Theosoph]] [[Benjamin Creme]] sieht in Kalki das hinduistische Pendant zum buddhistischen [[Maitreya]], dem zukünftigen [[Buddha]], dem [[Imam Mahdi]] des Islam und dem [[Die Wiederkehr des Christus im Ätherischen|wiederkehrenden Christus]].
 
Einige indische Autoren wie [[Sri Aurobindo]] sehen in den zehn [[Vishnu#Die 10 Avataras|Avataras]] ein Symbol für die Stufen der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins, d.h. von der tierischen Stufe bis zum erwachten Geist in seiner höchsten Vollendung. Kalki repräsentiert für sie die zukünftige Bewusstseinsstufe. Der [[Theosoph]] [[Benjamin Creme]] sieht in Kalki das hinduistische Pendant zum buddhistischen [[Maitreya]], dem zukünftigen [[Buddha]], dem [[Imam Mahdi]] des Islam und dem [[Die Wiederkehr des Christus im Ätherischen|wiederkehrenden Christus]].

Version vom 5. August 2018, 12:37 Uhr

Kalki, die zehnte und letzte Inkarnation Vishnus, Kupferstich (um 1790)

Kalki (Sanskrit, m., कल्कि, Kalki - in der Literatur auch als कल्किन्, Kalkin oder Kalaki überliefert) gilt als zehnte und letzte Inkarnation Vishnus. Er ist ein zukünftiger Avatar, der gemäß dem Bhagavad Purana[1], Agni Purana[2], Visnu Purana[3] und Padama Purana[4] am Ende des gegenwärtigen Kali-Yugas als Sohn Vishnuyasas erscheint, um die korrupten Herrscher und Mlecchas (Barbaren) zu töten und den Dharma (Gesetz und Tugend) wieder herzustellen. Darauf soll das nächste Zeitalter, das Krita-Yuga, beginnen. Nach einer südindischen, volkstümlichen Überlieferung wird Vishnu in der Gestalt des weißen Pferdes Kalki, nach der literarischen Tradition der Brahmanen aber als Reiter mit dem Namen Kalki auf dem weißen Pferd Devadatta erscheinen[5].

Einige indische Autoren wie Sri Aurobindo sehen in den zehn Avataras ein Symbol für die Stufen der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins, d.h. von der tierischen Stufe bis zum erwachten Geist in seiner höchsten Vollendung. Kalki repräsentiert für sie die zukünftige Bewusstseinsstufe. Der Theosoph Benjamin Creme sieht in Kalki das hinduistische Pendant zum buddhistischen Maitreya, dem zukünftigen Buddha, dem Imam Mahdi des Islam und dem wiederkehrenden Christus.

Das Motiv findet sich in ähnlicher Form auch in der Apokalypse des Johannes:

„Da ist ein Pferd mit erhobenem Vorderfuß. Auf diesem Pferd ist eine Göttergestalt mit einem Bogen. Sie gibt ein gewisses Zeichen, dann tritt das Pferd mit dem Vorderfuß einer Schlange auf den Kopf. Das ist das Pferd Kalki. Dadurch wird dargestellt, dass alles dasjenige, was noch niederer Natur ist, abfällt, dass eine Zukunft kommen wird, wo der Göttersohn - das ist derjenige, der auf dem Pferde sitzt -, kommen wird und als König, mit der Krone geschmückt, die Offenbarung dessen bringen wird, was in dem Buche mit den sieben Siegeln versteckt ist. Das ist ein Mysterium, das Sie überall finden können.

Nur ganz äußerlich konnte ich es andeuten. Das ist aber heute noch etwas, was als Mysterium nur erlebt und geschaut werden kann von einem Apokalyptiker, das aber in derselben Weise in der Zukunft in uns erschlossen werden wird, wie ja auch Johannes uns die Entsiegelung der alten Welt erschlossen und aufgeschrieben hat. Dann werden wir begreifen, dass es hindeutet auf die Zeit, wo die Ältesten, die Väter, die Offenbarung dessen empfangen, was diesem Mysterium zugrunde liegt und bei seiner Entsiegelung erscheint.“ (Lit.:GA 90a, S. 368)

Im sechsten Kapitel der Apokalypse, als bei der Öffnung des ersten Siegels der erste der vier apokalyptischen Reiter erscheint, wird dieses Bild so geschildert:

„1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eines der vier Wesen sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm! 2 Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen.“

Offenbarung des Johannes: 6,1-2 LUT

Literatur

Steiner big.jpg
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.

Einzelnachweise

  1. Bhagavad Purana, Canto 1, Kapitel 3 und Canto 12, Kapitel 12
  2. Agni Purana, Kapitel 16 und Bhasa Bharata, Kapitel 190
  3. Visnu Purana Canto 4
  4. Padma Purana, Canto 6, Kapitel 71
  5. Harry Eilenstein: Die Entwicklung der indogermanischen Religionen, Books on Demand 2014, ISBN 978-3738687064 google

Weblinks


Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Kalki aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.