Lithosphäre

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Die äußeren Schichten der Erde mit den auf der plastischen Asthenosphäre schwimmenden Lithosphärenplatten.
Die Lithosphärenplatten der Erde

Die Lithosphäre (von griech. λίθος líthos, „Stein“ und σφαίρα sphära, „Kugel“) bildet als feste, mechanisch elastische mineralische Gesteinshülle die äußerste Schicht der physischen Erde und besteht aus der Erdkruste und dem äußersten Teil des äußeren Erdmantels. Dieser lithosphärische Mantel ist von der Erdkruste durch die seismologisch nachweisbare Mohorovičić-Diskontinuität (kurz: Moho) getrennt. Die Lithosphäre gliedert sich in sieben große und eine Reihe kleinerer Lithosphärenplatten, die gleichsam auf der darunterliegenden dichteren und plastisch fließenden Asthenosphäre (von griech. a + sthenos „ohne Festigkeit“) schwimmen und sich gemäß dem Modell der Plattentektonik durch die endogene Dynamik der Erde gegeneinander bewegen. Die Lithosphärenplatten bestehen teils aus kontinentalen und teils aus ozeanischen Anteilen.

An den mittelozeanischen Rücken beträgt die Mächtigkeit der Lithosphäre nur wenige Kilometer und erreicht bei den Kontinenten eine Tiefe von 100 km bis 200 km.

Lithosphärenplatten

Die sieben großen Lithosphärenplatten, die auch als tektonische Platten oder Kontinentalplatten bezeichnet werden, sind:

Kleinerer Platten sind z. B. die Nazca-Platte, die Indische Platte, die Philippinische Platte, die Arabische Platte, die Karibische Platte, die Cocosplatte, die Scotia-Platte sowie noch weitere, teilweise noch hypothetisch angenommene Mikroplatten, deren genaue Abgrenzung noch wenig erforscht sind.

Die Lage der Kontinente als Ausdruck kosmischer Kräfte

Rudolf Steiner ging davon aus, dass die Kontinente durch kosmische Kräfte in ihrer jeweiligen Position festgehalten werden. In der Lehrerkonferenz vom 25.4.1923 erläuterte er:

"... was ich selbst bei meinen Arbeitern in Dornach[1] angestrebt habe, denen ich schon klarmachen konnte, daß ja eigentlich, sagen wir, solch eine Insel, wie zum Beispiel die britische Insel, im Meere schwimmt und festgehalten wird von außen durch Sternenkräfte. Man hat es zu tun mit einer Insel, die sitzt nicht auf Grund auf, sie schwimmt, sie wird von außen festgehalten. Im ganzen, im Prinzip wird die kontinentale Gestaltung und Inselgestaltung von außen durch den Kosmos bewirkt. Das ist bei der Konfiguration der Festländer überhaupt der Fall. Das sind Wirkungen des Kosmos, Wirkungen der Sternenwelt. Die Erde ist durchaus ein Spiegelbild des Kosmos, nicht etwas, was von innen bewirkt wird." (Lit.: GA 300c, S. 34f)

"In der Regel denkt man doch nicht darüber nach, wie es ausschaut, wenn man dem Mittelpunkt der Erde zukommt. Man kommt sehr bald in Schichten, wo es flüssig ist, gleich ob Wasser oder etwas anderes. Also schon nach dem, was man immerhin annimmt, schwimmen die Kontinente. Nun fragt es sich, warum sie nicht durcheinander purzeln, warum es nicht hin und hergeht, warum sie immer gleich weit voneinander entfernt sind, da doch die Erde allen möglichen Einflüssen ausgesetzt ist. Warum stoßen sie sich nun nicht; warum ist der Kanal zum Beispiel immer gleich breit? Da gibt es aus dem Inneren der Erde keine Erklärung dafür. Das kommt von außen. Es schwimmt ja alles Festland, das ist von den Sternen festgehalten. Es würde zerbrechen. Die Grundform des Meeres tendiert nach dem Sphärischen.

Es wird noch eine Frage gestellt nach näheren Einzelheiten. Dr. Steiner nimmt das Heft eines Lehrers, zeichnet die nachstehende Skizze hinein und gibt dabei Erklärungen:

Zeichnung aus GA 300c, S 43

Es ist interessant, der Gegensatz. Die Kontinente schwimmen, sie sitzen nicht auf. Die Kontinente auf der Erde werden von außen festgehalten durch Fixsternkonstellationen. Wenn die sich ändern, ändern sich auch die Kontinente. Auf alten Tellurien und Atlanten sind auch noch die Tierkreisbilder richtig eingezeichnet, mit diesen Beziehungen zwischen Fixsternkonstellation und Konfiguration der Erdoberfläche. Die Kontinente sind von der Peripherie herein gehalten; die große Sphäre hält die Erdteile. Der Mond dagegen wird dynamisch von der Erde gehalten, wie auf einem Zapfen. Der Mond geht so mit, wie wenn er einen richtigen Zapfen hätte." (Lit.: GA 300c, S. 43f)

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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Einzelnachweise

  1. vgl. GA 349, S. 204ff