Somatosensorischer Cortex: Unterschied zwischen den Versionen

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 8: Zeile 8:
 
[[Datei:Somatosensorischer_Cortex.png|mini|250px|Schematische Darstellung der Funktionen des somatosensorischen Cortex.]]
 
[[Datei:Somatosensorischer_Cortex.png|mini|250px|Schematische Darstellung der Funktionen des somatosensorischen Cortex.]]
  
Der '''somatosensible''' oder '''somatosensorische Cortext''' (von {{ELSalt|σώμα}} ''soma'' „Körper“ und [[lat.]] ''sensus'' „Empfindung, Gefühl, (Sinnes-)Eindruck, (Sinnes-)Wahrnehmung“<ref>{{PONS-Latein|sensus}}</ref>) verarbeitet auf den eigenen [[Körper]] und dessen unmittelbare Berührung mit der [[Umwelt]] bezogene [[Reiz]]e, die von entsprechenden [[Sinneszelle]]n im Körperinneren und an der Körperoberfläche ([[Haut]]) aufgenommen werden. Er empfängt seine sensorischen Daten von verschiedenen [[Rezeptorzelle]]n der [[Haut]] und aus dem Inneren des [[Körpers]]. Er vermittelt so die [[Haptische Wahrnehmung|haptischen]] und [[Wärmesinn|thermischen Wahrnehmungen]], Berührung, Druck und Vibration, sowie die [[Propriozeption]]en, die vor allem mit dem [[Eigenbewegungssinn]] zusammenhängen und teilweise auch [[Schmerz]]empfindungen.  
+
Der '''somatosensible''' oder '''somatosensorische Cortext''' (von {{ELSalt|σώμα}} ''soma'' „Körper“ und [[lat.]] ''sensus'' „Empfindung, Gefühl, (Sinnes-)Eindruck, (Sinnes-)Wahrnehmung“<ref>{{PONS-Latein|sensus}}</ref>) verarbeitet auf den eigenen [[Körper]] und dessen unmittelbare Berührung mit der [[Umwelt]] bezogene [[Reiz]]e, die von entsprechenden [[Sinneszelle]]n im Körperinneren und an der Körperoberfläche ([[Haut]]) aufgenommen werden. Er empfängt seine sensorischen Daten von verschiedenen [[Sinneszelle]]n der [[Haut]] und aus dem Inneren des Körpers. Er vermittelt so die [[Haptische Wahrnehmung|haptischen]] und [[Wärmesinn|thermischen Wahrnehmungen]], Berührung, Druck und Vibration, sowie die [[Propriozeption]]en, die vor allem mit dem [[Eigenbewegungssinn]] zusammenhängen und teilweise auch [[Schmerz]]empfindungen.  
  
 
Der somatosensorische Cortex gliedert sich in folgende Bereiche:
 
Der somatosensorische Cortex gliedert sich in folgende Bereiche:

Version vom 28. Mai 2018, 13:59 Uhr

Funktionelle Organisation der Großhirnrinde:
  • Primär-motorisches Areal
  • Prä/Supplementär-motorische Areale
  • Primär-sensible Areale
  • Sensible Assoziationsareale
  • Hörfelder
  • Sehfelder
  • Schematische Darstellung der Funktionen des somatosensorischen Cortex.

    Der somatosensible oder somatosensorische Cortext (von griech. σώμα soma „Körper“ und lat. sensus „Empfindung, Gefühl, (Sinnes-)Eindruck, (Sinnes-)Wahrnehmung“[1]) verarbeitet auf den eigenen Körper und dessen unmittelbare Berührung mit der Umwelt bezogene Reize, die von entsprechenden Sinneszellen im Körperinneren und an der Körperoberfläche (Haut) aufgenommen werden. Er empfängt seine sensorischen Daten von verschiedenen Sinneszellen der Haut und aus dem Inneren des Körpers. Er vermittelt so die haptischen und thermischen Wahrnehmungen, Berührung, Druck und Vibration, sowie die Propriozeptionen, die vor allem mit dem Eigenbewegungssinn zusammenhängen und teilweise auch Schmerzempfindungen.

    Der somatosensorische Cortex gliedert sich in folgende Bereiche:

    • Die primär-sensiblen Areale (S1) umfassen die Brodmann-Areale 1, 2 und 3 (untergliedert in 3a und 3b) und liegen überwiegend auf der ersten Hirnwindung hinter der Zentralfurche, dem Gyrus postcentralis. Auffallend ist, dass hier der ganze Körper - ähnlich wie beim benachbarten motorischen Cortex - als verkleinerter, auf dem Kopf stehender und je nach funktioneller Bedeutung in seinen Dimensionen teils stark verzerrter „Homunculus“ abgebildet ist.
    • Die sekundär-sensiblen oder sensiblen Assoziationsareale (S2) entsprechen den Brodmann-Arealen 40 und 43 und schließen sich nach hinten und unten an die primären Areale an.

    Einzelnachweise

    1. sensus“ im PONS Online-Wörterbuch Latein/Deutsch