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Bibeltextvergleich Emil-Bock Luther Elberfelder

Aus AnthroWiki

Emil Bock gab eine Übersetzung des Neuen Testamentes, die in Folge seines Bemühens, den eigentlichen Sinn der Worte richtiger oder tiefer zu erfassen, und im Deutschen adäquat zu formulieren, im Wortlaut teilweise stark von der Lutherbibel bzw. der Elberfelder Bibel abweicht.

Zum Beleg, daß neben dem Lesen im Neuen Testament nach Emil Bock auch ein Parallel-Studium anders lautender Übersetzungen, besonders der Elberfelder Übersetzung, sinnvoll sein kann, seien in der Folge einige Passagen der Bibel, in der Übersetzung Bocks, Luthers, und nach der Elberfelder Übersetzung, verglichen.

Sofern bei den Zitaten nichts anderes angegeben ist, gilt für die Lutherbibel die Revision 1984, für die Elberfelder Bibel die von 2006, und die Übersetzung von Emil Bock in der zweiten Fassung.

Johannes 1,1-14

Luther

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 2 Dasselbige war im Anfang bei Gott. 3 Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. 4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. 6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. 7 Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. 8 Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. 9 Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in diese Welt kommen. 10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben. 13 Welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. 14 Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Elberfelder

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. 4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. 6 Da war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name Johannes. 7 Dieser kam zum Zeugnis, dass er zeugte von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. 8 Er war nicht das Licht, sondern [er kam,] dass er zeugte von dem Licht. 9 Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. 10 Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. 11 Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; 12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. -

Emil Bock

Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein göttliches Wesen war das Wort. 2 Dieses war im Urbeginne bei Gott. 3 Durch es sind alle Dinge geworden, und nichts von allem Enstandenen ist anders als durch das Wort geworden. 4 In ihm war das Leben, und das Leben was das Licht der Menschen. 5 Und das Licht scheint in der Finsternis; aber die Finsternis hat es nicht aufgenommen. 6 Es kam ein Mensch, von Gott war er gesandt, sein Name war Johannes. 7 Er kam, um Zeugnis abzulegen. Er sollte von dem Lichte zeugen, und so in allen Herzen den Glauben erwecken. 8 Er war nicht selbst das Licht, er sollte ein Zeuge des Lichtes sein. 9 Das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. 10 Es war in der Welt, denn die Welt ist durch es geworden, aber die Welt hat es nicht erkannt. 11 Zu den Ich-Menschen kam es, aber die Ich-Menschen nahmen es nicht auf. 12 Allen aber, die es aufnahmen, gab es die freie Kraft, Gotteskinder zu werden. Das sind die, die vertrauensvoll seine Kraft in sich aufnehmen. 13 Sie empfangen ihr Leben nicht aus dem Blute, und nicht aus dem Willen des Fleisches und nicht aus menschlichem Willen; denn sie sind aus Gott geboren. 14 Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und wir haben seine Offenbarung geschaut, die Offenbarung des eingeborenen Sohnes des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit.


Kommentare zu den Unterschieden der Übersetzung sollen generell hier nicht weiter erfolgen, außer bei besonderen Merkwürdigkeiten, und eine solche ist schon die Übersetzung Bocks Joh. 1,1 mit der Variation statt "Gott" "göttliches Wesen" zu schreiben. Er bringt damit in den Anfang des Prologs eine begriffliche Verkomplizierung hinein, die dazu auch rhythmisch weniger gut scheint.

Matthäus 19,9

Hurerei, Unzucht: πορνειας: Hurerei, Unzucht, Prostitution, illegale sexuelle Verbindung mit einem Menschen, jegliche Art von außerehelichem Geschlechtsverkehr Bildhaft: Abgötterei, Götzendienst, Abfall von Gott

Gemäß der kritischen Bibelforschung ist "ausser wegen Hurerei" ein späterer Zusatz, der nicht von Matthäus stammt, dieser Zusatz fehlt bei den entsprechenden Textstellen Markus 10,11 und Lukas 16,18

Luther

9 Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe.

Elberfelder

9 Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlassen wird, ausser wegen Hurerei, und eine andere heiraten wird, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

Emil Bock

9 Ich sage Euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet, außer wegen Unzucht, bricht die Ehe, wenn er ein anderes Weib nimmt.

Römer 7,1-3

Luther

1 Wisset ihr nicht, liebe Brüder (denn ich rede mit denen, die das Gesetz wissen), daß das Gesetz herrschet über den Menschen, solange er lebet? 2 Denn ein Weib, das unter dem Manne ist, dieweil der Mann lebet, ist sie gebunden an das Gesetz; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom Gesetz, das den Mann betrifft. 3 Wo sie nun bei einem andern Manne ist, weil der Mann lebet, wird sie eine Ehebrecherin geheißen; so aber der Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wo sie bei einem andern Manne ist.

Elberfelder

1 Oder wisst ihr nicht, Brüder - denn ich rede zu denen, die Gesetz kennen -, dass das Gesetz über den Menschen herrscht, solange er lebt? 2 Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes. 3 So wird sie nun, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin genannt, wenn sie eines anderen Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird.

Emil Bock

1 Wißt ihr nicht, liebe Brüder - ich spreche ja zu Kennern des Gesetzes -, daß das Gesetz nur solange der Gebieter des Menschen ist, als er im physischen Leibe lebt? 2 Durch das Gesetz ist eine Frau, die verheiratet ist, an den Mann gebunden, solange er lebt. Wenn der Mann stirbt, verliert das Gesetz, das sie an den Mann gebunden hat, seine Geltung. 3 Solange der Mann lebt, gilt sie als Ehebrecherin, wenn sie die Frau eines anderen Mannes wird. Stirbt aber der Mann, so läßt das Gesetz sie frei, und sie gilt nicht als Ehebrecherin, wenn sie die Frau eines anderen Mannes wird.

Matthäus 5,27-28

begehren: επιθυμησαι (begehren, haben wollen, wünschen, (nach etwas) verlangen, aufbegehren, kämpfen, großes Verlangen haben, nach etwas streben επιθυμεω beschreibt ein Verlangen das auf eine bestimmte Sache gerichtet ist.)

Luther

27 Ihr habt gehöret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. 28 Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

Elberfelder

27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. 28 Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.

Emil Bock

27 Ihr habt das Wort gehört, das zu den Menschen der Vergangenheit gesprochen worden ist: 'Du sollst nicht die Ehe brechen'. 28 Aus dem Ich heraus jedoch sage ich euch: Schon wer ein Weib mit begierdevollem Blick betrachtet, hat sich in seinem Herzen mit ihr ehebrecherisch verbunden.


Markus 10,11

Luther

11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr. 12 Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe.

Elberfelder

11 und er spricht zu ihnen: Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegen sie. 12 Und wenn sie ihren Mann entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.

Emil Bock

11 Und er sprach zu ihnen: Wer sein Weib verläßt und eine andere zur Frau nimmt, bricht mit ihr die Ehe; 12 und wenn eine Frau, die ihren Mann verlassen hat, einen anderen Mann nimmt, so bricht sie die Ehe.

Lukas 16,18

Luther

18 Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe; und wer die Abgeschiedene von dem Manne freiet der bricht auch die Ehe.

Elberfelder

18 Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

Emil Bock

18 Jeder, der sein Weib verläßt und eine andere zur Frau nimmt, ist ein Ehebrecher. Und wer eine Frau nimmt, die von ihrem Manne verlassen worden ist, ist auch ein Ehebrecher.

Matthäus 5,32

Hurerei, Unzucht: πορνειας: Hurerei, Unzucht, Prostitution, illegale sexuelle Verbindung mit einem Menschen, jegliche Art von außerehelichem Geschlechtsverkehr Bildhaft: Abgötterei, Götzendienst, Abfall von Gott

Luther

32 Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe.

Elberfelder

32 Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlassen wird, ausser aufgrund von Hurerei, macht, dass sie Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

Emil Bock

Aus dem Ich heraus sage ich euch: Jeder, der sich von seinem Weibe scheidet, außer wegen Unzucht, macht sie zu einer Ehebrecherin; und jeder, der eine Frau zum Weibe nimmt, die ihr Mann verlassen hat, wird zum Ehebrecher.

Zitat

Luther

Elberfelder

Emil Bock