Stein der Weisen: Unterschied zwischen den Versionen

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Von einer eigentlichen irdischen [[Verkörperung]] des Menschen konnte damals noch nicht gesprochen werden, denn das feste Erdelement, das für eine irdische [[Inkarnation]] im eigentlichen Sinn nötig ist, gab es damals noch gar nicht. Der Mensch konnte zu dieser Zeit auch noch nicht sein eigenständiges Ich entfalten. Es lebte zwar der göttliche Ich-Funke in ihm, indem die 7 [[Elohim]] ihr [[Ich]] hingeopfert an die Menschheit hatten, aber das war eben noch kein individuelles Ich für jeden einzelnen Menschen, sondern es lebten in der gesamten Menschheit zunächst nur die 7 Facetten des göttlichen Ich-Seins.
 
Von einer eigentlichen irdischen [[Verkörperung]] des Menschen konnte damals noch nicht gesprochen werden, denn das feste Erdelement, das für eine irdische [[Inkarnation]] im eigentlichen Sinn nötig ist, gab es damals noch gar nicht. Der Mensch konnte zu dieser Zeit auch noch nicht sein eigenständiges Ich entfalten. Es lebte zwar der göttliche Ich-Funke in ihm, indem die 7 [[Elohim]] ihr [[Ich]] hingeopfert an die Menschheit hatten, aber das war eben noch kein individuelles Ich für jeden einzelnen Menschen, sondern es lebten in der gesamten Menschheit zunächst nur die 7 Facetten des göttlichen Ich-Seins.
  
=== Der [[Kristallhimmel]] und die [[Mineralwelt]] ===
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=== Der [[Kristallhimmel]] und das [[Mineralreich]] ===
Mit dem Heraustritt des Mondes geschah eine gewaltige Umgestaltung der Erdenwelt. Jetzt erst entstand das kristalline Erdelement und jetzt erst begannen die wirklich irdischen Verkörperungen des Menschen – und wurde es auch möglich, dass jeder Mensch beginnen konnte, sein individuelles Ich zu entwickeln.
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Mit dem Heraustritt des Mondes geschah eine gewaltige Umgestaltung der Erdenwelt. Jetzt erst entstand mit dem kristallinen [[Erdelement]] die höchste Ausprägung des [[Mineralreich]]s und jetzt erst begannen die wirklich irdischen Verkörperungen des Menschen – und jetzt erst wurde es möglich, dass jeder Mensch beginnen konnte, sein individuelles Ich zu entwickeln.
  
 
Das kristalline Erdelement ist ganz anders geartet als die erstarrende zähflüssige Mondensubstanz, die es bis dahin gegeben hatte. Die nun entstehende kristalline Erdensubstanz ist zwar härter und dichter als die alte mondenhafte Materie, aber sie ist völlig offen und durchsichtig für höchste geistige Kräfte, die aus kosmischen Bereichen kommen, die weit über die Grenzen unseres [[Planetensystem]]s hinausreichen in die Region des [[Tierkreis]]es, ja die letztlich sogar aus Bereichen kommen, die überhaupt jenseits von [[Raum]] und [[Zeit]] liegen. In den mittelalterlichen Mysterien sprach man zurecht vom [[Kristallhimmel]], der die Grenze zur überräumlichen und überzeitlichen Welt bildet.  
 
Das kristalline Erdelement ist ganz anders geartet als die erstarrende zähflüssige Mondensubstanz, die es bis dahin gegeben hatte. Die nun entstehende kristalline Erdensubstanz ist zwar härter und dichter als die alte mondenhafte Materie, aber sie ist völlig offen und durchsichtig für höchste geistige Kräfte, die aus kosmischen Bereichen kommen, die weit über die Grenzen unseres [[Planetensystem]]s hinausreichen in die Region des [[Tierkreis]]es, ja die letztlich sogar aus Bereichen kommen, die überhaupt jenseits von [[Raum]] und [[Zeit]] liegen. In den mittelalterlichen Mysterien sprach man zurecht vom [[Kristallhimmel]], der die Grenze zur überräumlichen und überzeitlichen Welt bildet.  

Version vom 4. März 2007, 21:22 Uhr

Die Bereitung des Steins der Weisen, von der in den Schriften der Alchemisten gesprochen wird, weist nicht, wie es oft mißverständlich aufgefaßt wird, auf bestimmte Hantierungen mit äußeren Substanzen hin, sondern bedeutet vielmehr eine schrittweise zu entwickelnde Arbeit, die einmal zur völligen Vergeistigung des physischen Leibes führen soll.

Die Vergeistigung des physischen Leibes

Ein neues geistiges Wesensglied wird sich der Mensch durch die Vergeistigung des physischen Leibes erwerben, das von Rudolf Steiner als Geistesmensch bezeichnet wird und in den morgenländischen Weisheitslehren als Atma bekannt ist. Nicht zufällig ist der Ausdruck Atma mit unserem deutschen Wort Atem verwandt: Die Vergeistigung des physischen Leibes - gleichbedeutend mit der Bereitung des Steins der Weisen - hängt mit der systematischen Schulung des Atemprozesses wesentlich zusammen:

"Um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert sickerte manches über okkulte Entwickelung durch. Da wurde viel von dem Stein der Weisen in öffentlichen Schriften geschrieben, aber man merkt, daß die Verfasser selbst nicht viel davon verstanden, wenn auch alles aus richtiger Quelle stammte. In einer Thüringer Staatszeitung erschien im Jahre 1796 ein Artikel über den Stein der Weisen, in dem unter anderm folgendes gesagt wurde: Der Stein der Weisen ist etwas, das man nur kennen muß, denn gesehen hat es jeder Mensch. Es ist etwas, was alle Menschen eine gewisse Zeit hindurch fast jeden Tag in die Hand nehmen, was man überall finden kann, nur wissen die Menschen nicht, daß es der Stein der Weisen ist. - Das ist eine geheimnisvolle Andeutung : überall soll der Stein der Weisen zu finden sein. Aber diese sonderbare Ausdrucksweise ist wörtlich wahr.

Die Sache ist nämlich so: Wenn die Pflanze ihren Leib bildet, nimmt sie die Kohlensäure auf und behält den Kohlenstoff zurück, aus dem sie sich ihren Körper aufbaut. Mensch und Tier essen nun die Pflanze, nehmen dadurch den Kohlenstoff in sich wieder auf und geben ihn im Atem als Kohlensäure wieder ab. So besteht ein Kreislauf des Kohlenstoffes. In der Zukunft wird es anders sein. Da wird der Mensch lernen, sein Selbst immer mehr zu erweitern und das, was er jetzt der Pflanze überläßt, das wird er selbst einmal zustande bringen. Wie der Mensch durch das Mineral- und Pflanzenreich hindurchgeschritten ist, so schreitet er auch wiederum zurück. Er selbst wird Pflanze, nimmt das Pflanzendasein in sich auf und wird den ganzen Prozeß in sich selbst durchmachen: er wird den Kohlenstoff in sich behalten und bewußt damit seinen Körper aufbauen, wie es heute die Pflanze unbewußt tut. Den notwendigen Sauerstoff bereitet er dann sich selbst in seinen Organen, verbindet ihn mit dem Kohlenstoff zur Kohlensäure und lagert dann in sich selbst den Kohlenstoff wieder ab. Damit kann er also an seinem körperlichen Gerüst selbst fortbauen. Das ist eine große perspektivische Idee der Zukunft. Dann tötet er nichts anderes mehr.

Nun ist bekanntlich Kohlenstoff und Diamant derselbe Stoff. Diamant ist kristallisierter, durchsichtiger Kohlenstoff. Also brauchen Sie nicht zu denken, daß der Mensch später als Schwarzer herumlaufen wird, sondern sein Leib wird aus durchsichtigem, und zwar weichem Kohlenstoff bestehen. Dann hat er den Stein der Weisen gefunden. Er verwandelt seinen eigenen Leib in den Stein der Weisen.

Diesen Prozeß muß derjenige, der sich okkult entwickelt, so viel als möglich vorausnehmen, das heißt er muß seinem Atem die Fähigkeit des Tötens nehmen, er muß ihn so gestalten, daß die ausgeatmete Luft wieder brauchbar wird, so daß er sie immer wieder einatmen kann. Und wodurch geschieht das? Dadurch, daß man in den Atmungsprozeß Rhythmus hineinbringt. Dazu gibt der Lehrer Anweisung. Einatmen, Atemanhalten und Ausatmen, darin muß, wenn auch nur für kurze Zeit, Rhythmus liegen. Mit jedem rhythmisch ausgeatmeten Atemzug wird die Luft verbessert, ganz langsam, aber sicher. Man kann fragen: Was macht das aus? - Hier gilt der Satz: Steter Tropfen höhlt den Stein. Jeder Atemzug ist solch ein Tropfen. Der Chemiker kann das noch nicht nachweisen, weil seine Mittel zu grob sind, um die feinen Stoffe wahrzunehmen, aber der Okkultist weiß, daß dadurch in der Tat der Atem lebensfördernd wird und mehr Sauerstoff enthält als unter gewöhnlichen Umständen. Nun wird aber der Atem gleichzeitig noch durch etwas anderes rein gemacht, nämlich durch Meditieren. Auch dadurch wird, wenn auch nur äußerst wenig, dazu beigetragen, daß die Pflanzennatur wieder hereingenommen wird in die menschliche Natur, so daß der Mensch zu dem Nicht-Toten kommt." (Lit.: GA 95, 13.Vortrag)

Durch die Bereitung des Steins der Weisen kann es dem Adepten tatsächlich gelingen, die Bedeutung des physischen Todes im gewöhnlichen Sinn zu überwinden:

"Der Stein der Weisen hat einen bestimmten Zweck, der von Cagliostro angegeben wurde: er sollte das menschliche Leben auf 5527 Jahre verlängern. Das erscheint dem Freigeist lächerlich. Tatsächlich ist es aber möglich, durch besondere Schulung das Leben ins Unermeßliche zu verlängern dadurch, daß der Mensch lernt, nicht mehr in seinem physischen Körper zu leben. Derjenige, der sich aber vorstellen wollte, daß den Adepten kein Tod im gewöhnlichen Sinne des Wortes treffe, der würde sich etwas Falsches darunter vorstellen. Auch wer glaubt, daß ein Adept nicht von einem Ziegelstein getroffen und erschlagen werden kann, auch der würde sich etwas Falsches vorstellen. Das würde allerdings nur dann gewöhnlich eintreten, wenn der Adept es zuläßt. Nicht um den physischen Tod handelt es sich, sondern um Folgendes. Der physische Tod desjenigen, der für sich selbst den Stein der Weisen erkannt und ihn herauszusetzen verstanden hat, ist für ihn nur ein scheinbares Ereignis. Für die anderen Menschen ist er ein wirkliches Ereignis, das einen großen Abschnitt in seinem Leben bedeutet. Für den, der in der Weise, wie Cagliostro es mit seinen Schülern gewollt hat, es versteht, den Stein der Weisen zu benützen, ist der Tod nur ein scheinbares Ereignis. Er bildet nicht einmal einen besonders wichtigen Abschnitt im Leben; er ist nämlich etwas, was nur für die anderen da ist, die etwa den Adepten beobachten können, und die sagen, daß er stirbt. Er selbst stirbt aber in Wirklichkeit gar nicht. Die Sache ist vielmehr so, daß der Betreffende gelernt hat, überhaupt nicht in seinem physischen Körper zu leben; daß er gelernt hat, alle diejenigen Vorgänge, die im Momente des Todes im physischen Körper plötzlich vor sich gehen, nach und nach während seines Lebens vor sich gehen zu lassen. Es hat sich mit dem Körper des Betreffenden alles schon vollzogen, was sich sonst im Tode vollzieht. Dann ist der Tod nicht mehr möglich, denn der Betreffende hat längst gelernt, ohne den physischen Körper zu leben. Er legt den physischen Körper in ähnlicher Weise ab, wie man einen Regenmantel auszieht, und zieht einen neuen Körper an, wie man einen neuen Regenmantel anzieht." (Lit.: GA 93, S 104f)

Der Kohlenstoff als physische Grundlage der Ich-Entwicklung des Menschen

Die Trennung von Sonne, Mond und Erde

Am Beginn der Erdenentwicklung, noch lange vor der lemurischen Zeit, in die der Sündenfall fällt, waren Sonne, Mond und Erde noch ein gemeinsamer Himmelskörper, in dem die Menschenvorfahren gemeinsam mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien lebten. Durch die verhärtenden Monden- und Erdenkräfte fanden die höheren Hierarchien aber bald nicht mehr die geeigneten Bedingungen, um in ihrer geistigen Entwicklung genügend rasch voranzuschreiten. Je dichter und spröder die Stofflichkeit ist, in der ein geistiges Wesen leben muss, umso mehr wird es in seiner geistigen Entwicklung zurückgehalten. Das ist die eine Seite; anderseits ist aber auch eine gewisse Dichte der Stofflichkeit notwendig, damit sich das Bewusstsein in rechter Weise entfalten kann. Je freier und unabhängiger ein geistiges Wesen werden soll, umso tiefer muss es in die dichteste Materie herabsteigen. Gerade das, was durch die eigenen geistigen Kräfte nicht oder nur schwer umgeformt werden kann, bildet gleichsam den notwendigen Spiegel, in dem sich das geistige Wesen selbst betrachten und sich seiner eigenen geistigen Kräfte bewusst werden kann. Jedes geistige Wesen bedarf eines ganz bestimmten Verhältnisses zwischen den bewusstseinsschaffenden materiellen und den geistbefreienden ätherischen Kräften, um sich in rechter Weise entwickeln zu können. Die höheren Hierarchien konnten in dem gemeinsamen, aus Sonne, Mond und Erde bestehenden Himmelskörper solche geeigneten Bedingungen nicht mehr finden. Unter der Führung des Christus zogen die höheren Hierarchien die feinsten Substanzen mit der Sonne heraus und schufen sich dadurch einen ihnen angemessenen Wohnsitz. Zurück blieb die Erde mit den noch darin befindlichen Mondenkräften. In dieser Welt lebte der Mensch in der Zeit vor dem Sündenfall.

Der Mondenaustritt und die Entstehung des Mineralreichs

Solange der Mond noch mit der Erdenwelt verbunden war, schritt die Verhärtung der Erde immer weiter fort. Die Erde wurde immer mehr zu einer zähflüssigen amorphen glasartigen Masse. Diese erstarrende Flüssigkeit war das materielle Abbild der dahinter wirkenden niederen begierdehaften Astralkräfte des Mondes. Diese niedern Astralkräfte wirkten verdunkelnd auf das Geistige, das nun nur mehr sehr begrenzt in die Erdenwelt hereinwirken konnte. Für den Menschen wurde es, wie schon früher beschrieben, immer schwerer, sich hier zu verkörpern. Und das, obwohl der Mensch damals, als er sich ja noch im Paradieseszustand befand, noch gar nicht einmal bis zum flüssigen Element herabgestiegen war, sondern nur bis zum Luftelement herunterreichte. Aber auch dieses war schon zu stark von den erstarrenden Mondenkräften erfasst.

Von einer eigentlichen irdischen Verkörperung des Menschen konnte damals noch nicht gesprochen werden, denn das feste Erdelement, das für eine irdische Inkarnation im eigentlichen Sinn nötig ist, gab es damals noch gar nicht. Der Mensch konnte zu dieser Zeit auch noch nicht sein eigenständiges Ich entfalten. Es lebte zwar der göttliche Ich-Funke in ihm, indem die 7 Elohim ihr Ich hingeopfert an die Menschheit hatten, aber das war eben noch kein individuelles Ich für jeden einzelnen Menschen, sondern es lebten in der gesamten Menschheit zunächst nur die 7 Facetten des göttlichen Ich-Seins.

Der Kristallhimmel und das Mineralreich

Mit dem Heraustritt des Mondes geschah eine gewaltige Umgestaltung der Erdenwelt. Jetzt erst entstand mit dem kristallinen Erdelement die höchste Ausprägung des Mineralreichs und jetzt erst begannen die wirklich irdischen Verkörperungen des Menschen – und jetzt erst wurde es möglich, dass jeder Mensch beginnen konnte, sein individuelles Ich zu entwickeln.

Das kristalline Erdelement ist ganz anders geartet als die erstarrende zähflüssige Mondensubstanz, die es bis dahin gegeben hatte. Die nun entstehende kristalline Erdensubstanz ist zwar härter und dichter als die alte mondenhafte Materie, aber sie ist völlig offen und durchsichtig für höchste geistige Kräfte, die aus kosmischen Bereichen kommen, die weit über die Grenzen unseres Planetensystems hinausreichen in die Region des Tierkreises, ja die letztlich sogar aus Bereichen kommen, die überhaupt jenseits von Raum und Zeit liegen. In den mittelalterlichen Mysterien sprach man zurecht vom Kristallhimmel, der die Grenze zur überräumlichen und überzeitlichen Welt bildet.

Diese kristallbildenden Kräfte sind eng verwandt mit den Ich-Kräften, die sich die Menschen von nun an immer mehr zueigen machen konnten.

Der Kohlenstoff – der Stein der Weisen

Der Koh-I-Noor („Berg des Lichts“), ein knapp 110-karätiger Diamant, ist heute Teil der Britischen Kronjuwelen.

Damit der Mensch sein individuelles Ich entwickeln konnte, bedurfte er eines physischen Leibes, der für die kosmischen kristallisierenden Kräfte in höchstem Maße offen war. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Kohlenstoff, das wunderbarste aller chemischen Elemente. Der Kohlenstoff kann eine solche Fülle verschiedenster chemischer Verbindungen eingehen wie kein anderes chemisches Element. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, dass der physische Leib des Menschen bis hinein in die Substanzen, die ihn erfüllen, immer individueller durchgestaltet wird.

Zurecht nimmt der Kohlenstoff im Periodensystem der chemischen Elemente eine zentrale Stellung ein. In gewissem Sinn sind alle anderen chemischen Elemente als Modifikationen, als Variationen des Kohlenstoffs aufzufassen. Es ist hier nicht der Platz, dieses Thema ausführlicher zu behandeln, nur eine kurze Andeutung soll gegeben werden. So hat der Graphit beispielsweise metallischen Charakter, ist glänzend wie die Metalle und leitet den elektrischen Strom. Während aber dem Graphit nur die aller niedersten astralen Kräfte entsprechen, hängen die anderen Metalle, namentlich die sog. Planetenmetalle, mit stufenweise höheren astralen Kräften zusammen, die den verschiedenen Planetensphären entsprechen: Das flüssige Quecksilber mit der Merkursphäre, das rötliche Kupfer mit der Venus usw. Die verschiedenen Farben der Metalle und Metallverbindungen entstehen dabei letztlich dadurch, dass die reinen kristallisierenden lichtoffenen kosmischen Kräfte durch niedrigere Astralkräfte teilweise verdunkelt werden, so wie Goethe in seiner Farbenlehre ja zurecht beschrieben hat, wie die Farben durch stufenweise Abdunklung des Lichts entstehen.

Schwarzer Diamant - Die schwarze Färbung entsteht durch eine Vielzahl fein verteilter kleiner schwarzer Einschlüsse, die meist aus Graphit bestehen.

Schon in seinen äußeren mineralischen Erscheinungen zeigt der Kohlenstoff, dass seine Gestaltbarkeit von der niedersten mondenhaften Materie bis hin zur völlig geistoffenen Substanz reicht. Der schmutzige, schmierige Graphit steht am untersten Ende dieser Substanzreihe und der lichtoffene Diamant am obersten. Es gibt aber auch farbige Diamanten. Die Farben sind aber nicht, wie bei den meisten Mineralien, durch metallische Verunreinigungen bedingt, sondern entstehen oft durch Einschlüsse von Stickstoff, dem materiellen Repräsentanten der astralen Kräfte, aber auch durch Kristallbaufehler. Braune Farbtöne treten dabei am häufigsten auf, aber es gibt gefärbte Diamanten in allen Regenbogenfarben. Sogar schwarze Diamanten gibt es, deren Schwärzung durch Graphiteinschlüsse entsteht.

In der Kristallstruktur des lupenreinen Diamanten zeigt sich gleichsam ein mineralisches Abbild der höchsten Ich-Kräfte, währen der dunkle, metallisch glänzende Graphit ein treffendes Bild der niedersten begierdenhaften Seelenkräfte ist. Die beinahe unzerstörbar scheinende feste Raumesgestalt des Diamanten ist ein irdisches Abbild der Ewigkeit, der Welt der Zeitlosigkeit und Dauer; der bewegliche, gleitfähige Graphit, der aufgrund dieser Eigenschaft sogar ein perfektes Schmiermittel ist, bildet hingegen die Welt der Zeitlichkeit, der irdischen Vergänglichkeit ab.

Die Aufgabe des Menschen im Laufe seiner wiederholten irdischen Inkarnationen besteht darin, gleichsam seine physische Leibessubstanz von ihrer ursprünglich graphitartigen Natur immer mehr zu einem diamantartigen Zustand zu veredeln, indem er die Stoffe, die seinen Leib erfüllen, immer mehr mit seiner individuellen Ich-Kraft durchdringt. In dem der Mensch das tut, bereitet er den "Stein der Weisen".

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Tempellegende und die Goldene Legende, GA 93 (1982), Berlin, 16. Dezember 1904
  2. Rudolf Steiner: Vor dem Tore der Theosophie, GA 95 (1978), Dreizehnter Vortrag, Stuttgart, 3. September 1906
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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