Visuelle Wahrnehmung: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Gesichtssinn''' und die damit verbundene '''visuelle Wahrnehmung''' beruht vorwiegend auf einer Tätigkeit der [[Auge|Auge]]n, an der aber nicht nur der eigentliche [[Sehsinn]], der nur Hell und Dunkel und verschiedene [[Farbe]]n unterscheidet, sondern auch andere [[Sinne]] maßgeblich beteiligt sind. So werden [[Form]]en erst durch den [[Eigenbewegungssinn]] des Auges wahrgenommen. Das '''Sehvermögen''' bzw. die '''Sehfähigkeit''', wird veraltet, aber im [[Okkultismus|okkulten]] Sinn durchaus zutreffend, auch als '''Augenlicht''' bezeichnet, weil bei der visuellen Wahrnehmung das ''innere'' [[Licht]] dem ''äußeren'' begegnet, worauf auch [[Goethe]] in seiner [[Farbenlehre (Goethe)|Farbenlehre]] hingewiesen hat.  
 
Der '''Gesichtssinn''' und die damit verbundene '''visuelle Wahrnehmung''' beruht vorwiegend auf einer Tätigkeit der [[Auge|Auge]]n, an der aber nicht nur der eigentliche [[Sehsinn]], der nur Hell und Dunkel und verschiedene [[Farbe]]n unterscheidet, sondern auch andere [[Sinne]] maßgeblich beteiligt sind. So werden [[Form]]en erst durch den [[Eigenbewegungssinn]] des Auges wahrgenommen. Das '''Sehvermögen''' bzw. die '''Sehfähigkeit''', wird veraltet, aber im [[Okkultismus|okkulten]] Sinn durchaus zutreffend, auch als '''Augenlicht''' bezeichnet, weil bei der visuellen Wahrnehmung das ''innere'' [[Licht]] dem ''äußeren'' begegnet, worauf auch [[Goethe]] in seiner [[Farbenlehre (Goethe)|Farbenlehre]] hingewiesen hat.  
  
Durch die Blickbewegungen folgt die [[Wikipedia:Sehgrube|Sehgrube]] ([[Wikipedia:Fovea centralis|Fovea centralis]]), als der Stelle des schärfsten Sehens auf der [[Wikipedia:Netzhaut|Netzhaut]] des Auges, den Linien des stärksten [[Wikipedia:Kontrast (Optik)|Kontrasts]], wobei die so gleichsam mit den Augen abgetasteten Formen, meist weitgehend unbewusst, mit bekannten, einfachen geometrischen Formen verglichen werden. Durch den [[Gleichgewichtssinn]] werden die visuellen [[Wahrnehmung]]en auf die [[Wikipedia:Lotrichtung|Lotrechte]] bezogen und erst die koordinierte Bewegung beider Augen ermöglicht das [[Raum|räumliche]], [[Wikipedia:Stereoskopisches Sehen|steroskopische Sehen]].
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Durch die Blickbewegungen folgt die [[Wikipedia:Sehgrube|Sehgrube]] ([[Wikipedia:Fovea centralis|Fovea centralis]]), als der Stelle des schärfsten Sehens auf der [[Wikipedia:Netzhaut|Netzhaut]] des Auges, den Linien des stärksten [[Wikipedia:Kontrast (Optik)|Kontrasts]], wobei die so gleichsam mit den Augen abgetasteten Formen, meist weitgehend unbewusst, mit bekannten, einfachen geometrischen Formen verglichen werden. Durch den [[Gleichgewichtssinn]] werden die visuellen [[Wahrnehmung]]en auf die [[Lotrichtung|Lotrechte]] bezogen und erst die koordinierte Bewegung beider Augen ermöglicht das [[Raum|räumliche]], [[Wikipedia:Stereoskopisches Sehen|steroskopische Sehen]].
  
 
== Blick ==
 
== Blick ==

Version vom 19. August 2018, 07:32 Uhr

Das menschliche Auge

Der Gesichtssinn und die damit verbundene visuelle Wahrnehmung beruht vorwiegend auf einer Tätigkeit der Augen, an der aber nicht nur der eigentliche Sehsinn, der nur Hell und Dunkel und verschiedene Farben unterscheidet, sondern auch andere Sinne maßgeblich beteiligt sind. So werden Formen erst durch den Eigenbewegungssinn des Auges wahrgenommen. Das Sehvermögen bzw. die Sehfähigkeit, wird veraltet, aber im okkulten Sinn durchaus zutreffend, auch als Augenlicht bezeichnet, weil bei der visuellen Wahrnehmung das innere Licht dem äußeren begegnet, worauf auch Goethe in seiner Farbenlehre hingewiesen hat.

Durch die Blickbewegungen folgt die Sehgrube (Fovea centralis), als der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut des Auges, den Linien des stärksten Kontrasts, wobei die so gleichsam mit den Augen abgetasteten Formen, meist weitgehend unbewusst, mit bekannten, einfachen geometrischen Formen verglichen werden. Durch den Gleichgewichtssinn werden die visuellen Wahrnehmungen auf die Lotrechte bezogen und erst die koordinierte Bewegung beider Augen ermöglicht das räumliche, steroskopische Sehen.

Blick

Der Blick bzw. der wechselseitige Blickkontakt zweier Personen ist von zentraler Bedeutung für die nonverbale Kommunikation. Kaum eine andere Mimik offenbart so facettenreich das innere seelische Erleben. Deshalb gilt auch das Auge geradezu als Spiegel der Seele, durch den der Mensch den Anderen und zugleich auch sich selbst erkennt, wie es etwa Jean-Paul Sartre in seiner berühmten phänomenologischen Analyse des Blicks in seinem philosophischen Hauptwerk «Das Sein und das Nichts» geschildert hat.

Literatur