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Drei Geistesgifte

Aus AnthroWiki
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Die Drei Geistesgifte sind ein zentraler Begriff des Buddhismus. Gier (lobha), Hass (dosa) und Unwissenheit (skt. avidhya; tib. ma.rig.pa) oder Verblendung (moha, avijj) sind die drei grundlegenden 'Geistesverschmutzungen' (p. kilesa, skr. kleśa). Mitunter werden sie im Deutschen mit Gier , Hass und Wahn übersetzt. Auch die Benennungen Ignoranz, Gier und Zorn sind anzutreffen.

Im tibetischen Buddhismus spricht man auch von fünf Giften (nyon mongs pa lnga): Verblendung, Hass, Begierde, Stolz und Neid. Unwissenheit, Hass, Begierde sowie Stolz und Eifersucht benennen sie andere.

Das Wort Klesha (Sanskrit, m., क्लेश, kleśa, Leiden) bezeichnet in der indischen Philososphie, insbesondere im Buddhismus und Hinduismus, eine Ursache des Leidens. Es gibt fünf Kleshas: Avidya (Unwissenheit), Asmita (Identifizierung, Ego), Raga (Wunsch), Dvesha (Abneigung), Abhinivesha (Furcht).

Das Gegenstück zu diesen Wurzeln (mūla) unheilsamer (akusala) Handlungen, sind die Wurzeln heilsamer (kusala) Handlungen: Gierlosigkeit, Hasslosigkeit, Unverblendetheit (alobha, adosa, amoha). Dem entsprechen die Haltungen von Großzügigkeit (dāna), Güte (metta) und Weisheit (pañña), die als die Heilmittel gegen die Drei Geistesgifte gelten. Die Qualität des Kamma (skr. Karma) hängt von diesen unheilsamen oder heilsamen Wurzeln ab ('die Wesen werden zu Erben ihrer Werke').

Auf die Drei Geistesgifte (jap. bonno) bezieht sich auch das Prinzip 'Hendoku Iyaku' (Gift in Medizin umwandeln), das den dialektischen Umgang des Mahayana bei der Überwindung von Hindernissen zur geistigen Entfaltung zeigt.

Im Lebensrad des tibetischen Buddhismus werden die Drei Geistesgifte als die Triebkraft des Samsara dargestellt: ein Hahn (Unwissenheit), eine Schlange (Hass) und ein Schwein (Gier) hetzen einander im endlos scheinenden Kreislauf des Leidens.

Siehe auch

Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Drei Geistesgifte aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.