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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
Das Neue Jerusalem

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

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Psychologische Gebärden

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List, Psychologische Gebärde nach Michael Tschechow.
Bedrücktheit, Psychologische Gebärde nach Michael Tschechow.

Die psychologischen Gebärden wurden von dem Schauspieler und Anthroposophen Michail Tschechow zu Übungszwecken entwickelt, um die in der Imagination innerlich geschaute Bühnenpersönlichkeit glaubhaft verkörpern zu können. Sie sollen dem Schauspieler helfen, die Hindernisse der eigenen Bewegungsgewohnheiten zu überwinden und eine dem Bühnencharakter entsprechende Körperhaltung und -bewegung hervorzubringen. Er nahm dazu wesentliche Impulse aus der Eurythmie auf, insbesondere die sogenannten Seelengesten, die er eigenständig zu psychologischen Gebärden verarbeitete:

"Es gibt eine Art von Bewegungen und Gebärden, die sich von naturalistischen Gebärden so unterscheiden wie das GANZE von seinem TEIL. Sie sind gewissermaßen der Quell, aus dem die einzelnen naturalistischen Ausdrucksgebärden entspringen. So gibt es beispielsweise allgemeine Gebärden der Abstoßung, der Anziehung, der Öffnung, Schließung etc. Aus ihnen heraus entstehen alle individuellen Gebärden des Abstoßens, der Anziehung, Öffnung usw., die Sie auf Ihre Weise machen und ich auf meine. Die allgemeinen Gebärden vollführen wir stets, ohne davon etwas zu merken, in unserer Seele." (Lit.: Cechov, S 45)

Dabei darf es keine rein physischen Übungen geben, alle Bewegungsübungen müssen beseelt sein:

"Jeder Schauspieler leidet mehr oder weniger unter dem Widerstand, den ihm sein eigener Körper leistet. Leibesübungen sind notwendig, müssen aber auf anderen Grundsätzen beruhen als die an Schauspielschulen übliche Praxis. Der Entwicklung des Körpers als Ausdrucksmittel seelischen Erlebens auf der Bühne helfen Turnen, Gymnastik, Fechten, Tanz und Akrobatik wenig. Bei übermäßiger Anwendung schaden sie dem Körper sogar, indem sie ihn grob und unsensibel für die Subtilitäten des inneren Erlebens machen. Der Leib des Schauspielers muß sich unter der Einwirkung seelischer Impulse entwickeln. Die Schwingungen des Denkens (der Imagination), des Fühlens und Wollens durchdringen den Leib des Schauspielers und machen ihn beweglich, feinnervig und geschmeidig." (Lit.: Cechov (1990), S 83)

Literatur

  1. Michail A. Cechov, Die Kunst des Schauspielers - Moskauer Ausgabe, Urachhaus Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-87838-671-0