Äquinoktium

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Ein Äquinoktium ist der Moment, in dem die Sonne bei ihrer scheinbaren Jahresbewegung auf der Ekliptik den Himmelsäquator überschreitet. Die Schnittpunkte von Ekiptik und Äquator werden als Frühlings- und Herbst- bzw. Widder- und Waagepunkt bezeichnet.

Äquinoktium (Plural Äquinoktien, von lat. aequus ‚gleich‘ und nox ‚Nacht‘) oder Tagundnachtgleiche (auch Tag-und-Nacht-Gleiche) werden die beiden Tage im Jahr genannt, an denen der lichte Tag und die Nacht gleich lange dauern. Die Tagundnachtgleichen fallen auf den 19., 20. oder 21. März[1] und den 22., 23. oder 24. September.[2] Sie markieren den kalendarischen Anfang der Jahreszeiten Frühling und Herbst.

In der Astronomie wird das Datum eines Äquinoktiums über die Einheit Tag hinaus näher bestimmt und als sekundengenauer Zeitpunkt angegeben. Dabei handelt es sich um jenen Moment, zu dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlings- beziehungsweise im Herbstpunkt passiert, womit der Beginn dieser Jahreszeiten astronomisch definiert ist. Sowohl diese beiden genauen Zeitpunkte als auch die jeweiligen Lagen des passierten Frühlings- bzw. Herbstpunkts heißen Äquinoktien.

Im Jahr 2018 steht die Sonne am 23. September um 03:53 MESZ im Herbstpunkt.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Christoph Neumüller: Frühlingsanfang von 1900 bis 2100. Bei: dasinternet.net.
  2. Christoph Neumüller: Herbstanfang von 1900 bis 2100. Bei: dasinternet.net.
  3. Institut de Mecanique Celeste et de Calcul des Ephemerides (IMCCE). Abgerufen am 2018-03-22.
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