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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

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Bibliothek:Goethe/Gespräche/1829/1180

Aus AnthroWiki

1180.

1829, 10. Februar

Mit Johann Peter Eckermann

Ich fand Goethe umringt von Karten und Plänen in Bezug auf den Bremer Hafenbau, für welches großartige Unternehmen er ein besonderes Interesse zeigte.
Sodann viel über Merck gesprochen, von welchem er mir eine poetische Epistel an Wieland vom Jahre 1776 vorliest, in höchst geistreichen aber etwas derben Knittelversen. Der sehr heitere Inhalt geht besonders gegen Jacobi, den Wieland in einer zu günstigen Recension im ›Merkur‹ überschätzt zu haben scheint, welches Merck ihm nicht verzeihen kann.
Über den Zustand damaliger Cultur, und wie schwer es gehalten, aus der sogenannten Sturm- und Drangperiode sich zu einer höhern Bildung zu retten.
Über seine ersten Jahre in Weimar. Das poetische Talent im Conflikt mit der Realität, die er durch seine Stellung zum Hofe und verschiedenartige Zweige des Staatsdienstes zu höherm Vortheil in sich aufzunehmen genöthigt ist. Deshalb in den ersten zehn Jahren nichts Poetisches von Bedeutung hervorgebracht. Fragmente vorgelesen. Durch Liebschaften verdüstert. Der Vater fortwährend ungeduldig gegen das Hofleben.
Vortheile, daß er den Ort nicht verändert, und daß er dieselben Erfahrungen nicht nöthig gehabt zweimal zu machen.
Flucht nach Italien, um sich zu poetischer Productivität wiederherzustellen. Aberglaube, daß er nicht hinkomme, wenn jemand darum wisse. Deshalb tiefes Geheimniß. Von Rom aus an den Herzog geschrieben.
Aus Italien zurück mit großen Anforderungen an sich selbst.
Herzogin Amalie. Vollkommene Fürstin mit vollkommen menschlichem Sinne und Neigung zum Lebensgenuß. Sie hat große Liebe zu seiner Mutter und wünscht, daß sie für immer nach Weimar komme. Er ist dagegen.
Über die ersten Anfänge des ›Faust‹:
»Der ›Faust‹ entstand mit meinem ›Werther‹; ich brachte ihn im Jahre 1775 mit nach Weimar. Ich hatte ihn auf Postpapier geschrieben und nichts daran gestrichen; denn ich hütete mich, eine Zeile niederzuschreiben, die nicht gut war und die nicht bestehen konnte.«