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Brustmensch
Der Brustmnsch
"Die Energie der so genannten Herzmenschen (Horneys "Hinwendungstypen") bewegt sich auf andere zu. Die Welt der subjektiven Gefühle ist ihre Domäne: ihr Thema sind zwischen-menschliche Beziehungen. Suzanne Zuercher kritisiert die Bezeichnung "Herztypen", weil diese Menschen zu den eigenen Gefühlen gerade "keinen" echten Zugang haben. Sie erleben sich in Reaktion auf Gefühle oder Verhaltensweisen anderer. Sie können nicht bei sich selbst sein und entfalten unaufhörlich Aktivitäten, um sich die Zuwendung oder Aufmerksamkeit anderer Menschen zu sichern. Herz und Kreislaufsystem sind ihr Leibeszentrum. Bei ihnen sind Tatsinn und Geschmack besonders ausgeprägt. So wie es bei den Bauchmenschen um die Macht geht, geht es bei ihnen um das Fürsein. In einer neuen Situation fragen sie zunächst: "Werdet ihr mich mögen?" oder "Mit wem bin ich zusammen?". Sie sehen das Leben als Auf-gabe, die bewältigt werden muss, was einen unaufhörlichen Aktivismus zeitigt. Dabei geht es ihnen (oft nicht bewusst) um Prestige und Image. Die positive Seite davon ist, dass sie meist ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl haben. Sie neigen dazu, sich anzupassen, Aufmerk-samkeit und Platz zu beanspruchen und besserwisserisch zu sein. Sie werden von dem be-herrscht, was andere über sie denken, und meinen oft zu wissen, was für andere gut ist. Wäh-rend sie ihre Besorgtheit übertriebe0n ausleben, unterdrücken sie Aggressionen und verstecken sich hinter der Fassade von Güte und Aktivität. Nach außen wirken sie oft selbstsicher, fröhlich und harmonisch, innerlich erleben sie sich aber oft als leer, unfähig, traurig und be-schämt. Frömmigkeitsformen, die mit sozialer Wärme und Geborgenheit verbunden sind (z.B. Ge-betsgemeinschaften) ziehen diese Gruppe besonders an. Sie müssen aber vor allem lernen, allein zu sein und in einer Weise zu beten, die von ihren Mitmenschen weder bemerkt noch belohnt wird. Das Jesuswort: "Wenn du betest, dann geh in dein Kämmerlein, schließe die Tür ab und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist" (Matthäus 6,6) gilt ihnen ganz be-sonders. Ihr Zugang zu Gott geschieht oft über eine Gemeinschaftserfahrung. Irgendwann muss aber der Schritt in die Stille und ins Alleinsein folgen, damit das Gebetsleben nicht zum Selbstbetrug wird. Dietrich Bonhoeffer sagte: "Wer nicht allein sein kann, der hüte sich vor der Gemeinschaft." Der beste Lehrmeister für "Herzmenschen" ist der eigene Körper, zu dem sie oft ein gespaltenes Verhältnis haben. Wenn sie lernen, den eigenen Körper wahrzunehmen und wertzuschätzen, kommen sie allmählich zu sich selbst. Da Herzensmenschen alles selbst zu können meinen, fällt es ihnen schwer, die Erlösung als reines Geschenk anzunehmen. (...)" (Rohr, Ebert: Das Enneagramm, S.52 f.) Der Herzmensch ist zumeist Sanguiniker oder Melancholiker









