Caspar Friedrich Wolff

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Caspar Friedrich Wolff (Scherenschnitt, nach 1770)

Caspar Friedrich Wolff (* 18. Januar 1734 in Berlin; † 5. März (nach julianischem Kalender: 22. Februar[1]) 1794 in Sankt Petersburg) war ein deutscher Anatom, Physiologe und Botaniker sowie einer der Begründer der modernen Embryologie (Entwicklungslehre) und Histologie (Gewebelehre). Er konnte anhand mikroskopischer Untersuchungen bei Pflanzen und Tieren die Auffassung der Präformationslehre der Embryonen widerlegen und zeigen, wie diese sich während der Embryogenese entwickeln.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Caspar Friedrich Wolff hat in seiner akademischen Laufbahn etwa 40 Veröffentlichungen publiziert, die vor allem in den Zeitungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg erschienen sind. Eine Auswahl stellen folgende Titel dar:

  • Theoria generationis, Halle 1759 (deutsche Übersetzung: Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Band 84/85, Leipzig 1896, Nachdruck 1999)
  • Theorie von der Generation, in zwei Abhandlungen erklärt und bewiesen, Berlin 1764 (Digitalisat und Volltext)
  • De formatione intestinorum, Sankt Petersburg 1769
  • De leone observationes anatomicae, Sankt Petersburg 1771
  • Von der eigenthümlichen und wesentlichen Kraft der vegetablischen sowohl, als auch der animalischen Substanz, als Erläuterung zu zwo Preisschriften über die Nutritionskraft, Sankt Petersburg 1789
  • Explicatio tabularum anatomicarum VII, VIII et IX, Sankt Petersburg 1801
  • Über die Bildung des Darmkanals in bebrüteten Hühnchen, Halle 1812

Siehe auch

Literatur

  • Werner E. Gerabek: Wolff, Caspar Friedrich. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsgg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1502 f.
  • Ilse Jahn: Caspar Friedrich Wolff. In: Ilse Jahn, Michael Schmitt (Hrsg.): Darwin & Co. Die Geschichte der Biologie in Porträts. C.H. Beck, München 2001. ISBN 3-406-44642-6 (2 Bde.)
  • Ilse Jahn: Geschichte der Biologie. Theorien, Methoden, Institutionen, Kurzbiographien. Nikol VG Spektrum, Hamburg 2004, ISBN 3-937872-01-9
  • Richard Toellner (Hrsg.): Illustrierte Geschichte der Medizin. Bechtermünz Verlag, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-1875-1 (6 Bde.).
  • Georg Uschmann: Caspar Friedrich Wolff. Ein Pionier der modernen Embryologie. Leipzig u.a. 1955.
  • Ernst Wunschmann: Wolff, Kaspar Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd. 44, Leipzig 1898, S. 41–43.

Weblinks

Commons-logo.png Commons: Caspar Friedrich Wolff - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema
 Wikisource: Caspar Friedrich Wolff – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bis 1923 galt in Russland der Julianische Kalender.
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