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Drogen-Glossar

Aus AnthroWiki

Jede Subkultur hat ihre eigene Sprache.[1] In der Drogenszene hat sich über Jahre eine eigene Szenesprache entwickelt. Die Szene- bzw. Straßensprache ergänzt bzw. ersetzt im Drogenmilieu die Umgangssprache. Mittlerweile ist in diese Terminologie auch der Sprachschatz der Halb- und Unterwelt eingegangen.[2] Die Szeneausdrücke (Drogenjargon), von denen viele aus dem Englischen stammen, haben einen „Fachsprachencharakter“. Sie schotten Szeneangehörige gegenüber der Außenwelt (z. B. Lehrer, Eltern, Nicht-Konsumenten) ab.

Gegenüber Außenstehenden dient die Sprache als Tarnung, damit sie diese Gesprächsinhalte nicht verstehen können, zudem werden die Ausdrücke gegenüber Gleichgesinnten gewählt, um zu beweisen, dass man dazugehört und Insider ist. Manche Kinder und Jugendliche, die keinen Kontakt zum Milieu haben, verwenden aus dem letztgenannten Grund die Szeneausdrücke, um bei Altersgenossen ihr Ansehen zu steigern. Einige Ausdrücke sind sogar schon Allgemeingut geworden.[3]

Siehe auch

Weiterführende Literatur

  • Holger Harfst: Die Internationale Drogenszene. Der Geheimcode. Über 7000 Begriffe. 1987, ISBN 3-926557-00-1.
  • Drogen-Glossar. In: Berndt Georg Thamm, Walter Katzung: Drogen – legal – illegal. Verlag Dt. Polizeiliteratur, Hilden 1994, ISBN 3-8011-0286-6, S. 94 ff.
  • Bernhard van Treeck: Das Drogen- und Suchtlexikon. Schwartzkopf & Schwartzkopf, Berlin, ISBN 3-89602-542-2.
  • Der Slang der Drogen-Szene. In: Wolfgang Schmidbauer, Jürgen vom Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen. 4. Auflage, 1999, ISBN 3-596-13980-5, S. 410 ff.
  • Kleines Lexikon der Drogen. In: Brigitte Vetter: Psychiatrie. Ein systematisches Lehrbuch. Schattauer, 2007, ISBN 3-7945-2566-3, S. 328 ff. (Anhang 1).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bernhard van Treeck: Das Drogen- und Suchtlexikon, S. 6
  2. Drogen-Glossar. In: Berndt Georg Thamm, Walter Katzung: Drogen – legal – illegal. Verlag Dt. Polizeiliteratur, Hilden 1994, ISBN 3-8011-0286-6, S. 94.
  3. Sprache der Drogenszene. (Memento vom 10. Juni 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft (bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis) Polizei Luxemburg, abgerufen am 6. Oktober 2010.
Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Drogen-Glossar aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.