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Fasciculus arcuatus

Aus AnthroWiki
Fasciculus arcuatus

Als Fasciculus arcuatus (lat. für „Bogenstrang“) bezeichnet man eine Nervenbahn, die das Wernicke-Areal (WA) und das Broca-Zentrum (BZ) im menschlichen Gehirn verbinden soll. Der Begriff wurde 1822 von Karl Burdach aufgrund des bogenförmigen Verlaufs der längeren Nervenfasern geprägt. Obwohl weitere Studien die Existenz dieser Nervenbahn zu bestätigen schienen und Schädigungen in diesem Bereich zu charakteristischen Sprachstörungen (Leitungsaphasie) führen, wird nach neueren Untersuchungen eine komplexere Verschaltung der beiden Hirnareale angenommen.[1] Heute weiß man, dass auch benachbarte Hirnstrukturen wie der Fasciculus longitudinalis superior und Faserbündel der Capsula extrema an der Verschaltung von Sprachinformationen beteiligt sind.[2]

Einzelnachweise

  1. Heidi Johansen-Berg, Timothy E.J. Behrens: Diffusion MRI: From quantitative measurement to in-vivo neuroanatomy. Academic Press, 2009 ISBN 9780080878515, S. 404.
  2. Karl Zilles, Bernhard Tillmann: Anatomie. Springer-Verlag, 2011, ISBN 9783540694830, S. 757.
Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Fasciculus arcuatus aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.