Gesamtwirtschaftliche Nachfrage

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Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage (auch aggregierte Nachfrage, Gesamtnachfrage) ist der auf eine ganze Volkswirtschaft aggregierte von Nachfragern am Markt geäußerte Bedarf nach Gütern. Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wird je nach Modellansatz aus der gesamten Nachfrage nach inländischen Gütern oder aus der gesamten Güternachfrage der Inländer abgeleitet. Dabei werden neben Waren auch Dienstleistungen unter den Güterbegriff subsumiert.

Elemente

In einer geschlossenen Volkswirtschaft entspricht die gesamtwirtschaftliche Nachfrage der Inländer der Summe von Konsumgüternachfrage C, Investitionsgüternachfrage I und den staatlichen Ausgaben G. C und I umfassen die privaten Güternachfragen. Die staatlichen Investitionen werden G zugerechnet. In einer offenen Volkswirtschaft kommen noch die Exporte Ex zur Güternachfrage hinzu. Die Importe werden dem Güterangebot zugezählt. Der Exportüberschuss entspricht dem Export Ex von Gütern minus dem Import Im von Waren und Dienstleistungen.

Aus der Inländersicht gilt damit als gesamtwirtschaftliche Nachfrage: Yn = C + I + G + Ex

Die beiden Konsumgrößen und die Bruttoinvestitionen bilden die Inlandsnachfrage, die Exporte die Auslandsnachfrage (Exportnachfrage). Zieht man von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage N die Importe ab, ergibt sich das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen BIP = Y = C + I + G + (Ex - Im).

Dabei ist die Wirtschaft dann im Gleichgewicht, wenn Ex = Im, also wenn Ex - Im = 0

Elemente aus goetheanistischer Sicht

Aus Goetheansitischer Sicht können die staatlichen Ausgaben G unberücksichtigt bleiben, da sie sonst doppelt gerechnet werden, so der Philosoph und Anthroposoph Joachim Stiller.

Für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ergibt sich dann: Yn = C + I + Ex.

Und für das Bruttinlandsprodukt ergibt sich dann: BIP = Y = C + I + (Ex - Im)

Dabei ist die Wirtschaft ebenfalls dann im Gleichgewicht, wenn Ex = Im, also wenn Ex - Im = 0

Gesamtwirtschaftliche Nachfrage und Gütermarktgleichgewicht

In der volkswirtschaftlichen Modellbildung wird die Güternachfrage der Güterangebotsmenge gleichgesetzt, d. h., es wird in einem ersten einfachen Modell ein Gütermarktgleichgewicht postuliert. Allerdings müssen dann noch die zeitlichen Einkommensverschiebungen durch das Sparen, sowie die Kapitalzu- und abflüsse von In- und Ausländern berücksichtigt werden. Preis- und Kapitaleffekte wie Inflation, Deflation und Geldillusion sollten in der weiteren Diskussion ebenfalls mit berücksichtigt werden.

Siehe auch

Literatur

Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.