Geschlechtergeschichte

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Die Geschlechtergeschichte ist eine spezielle Geschichtswissenschaft, die sich mit der historischen Ausprägung und Veränderlichkeit von Weiblichkeit, Männlichkeit und des Verhältnisses der Geschlechter zueinander befasst. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie kulturelle Geschlechterrollen das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen geprägt haben.

Somit befasst sich die Geschlechtergeschichte prinzipiell mit allen Teilbereichen der Geschichtswissenschaft und ist nicht über einen Gegenstandsbereich definiert (wie z. B. die Geschichte des Militärs, des Sports, der Arbeiterbewegung). Sie stellt stattdessen eher eine spezifische Herangehensweise dar, in der der Kategorie „Geschlecht“ eine zentrale Rolle zukommt.

Ausgehend von einer Frauen- und Geschlechtergeschichte, die die männlich dominierte und vielfach androzentrische Geschichtsschreibung um weibliche Blickwinkel und Fragestellungen nach der historischen Bedeutung von Frauen an der Menschheitsgeschichte erweitert hat, hat sich dabei in den letzten Jahrzehnten auch eine „Männergeschichte“ entwickelt. Sie versucht, das Verhalten von Männern nicht als „Normalfall“, sondern als geschlechtsspezifisch bedingt zu betrachten (siehe auch Männerforschung).

Siehe auch

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