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Griechisches Kreuz

Aus AnthroWiki
Griechisches Kreuz im Wappen des Königreichs Griechenland (bis 1974)

Das griechische Kreuz, auch gemeines Kreuz ist ein Kreuz mit vier gleich langen Seiten, die im rechten Winkel zueinander stehen. Aus ihm leiteten sich zahlreiche weitere Formen ab (Jerusalemer Kreuz, Wiederkreuz, Kruckenkreuz, Tatzenkreuz, Tolosanerkreuz, u. a.). In speziellem Zusammenhang wird es Balkenkreuz genannt.

Geschichte

Das griechische Kreuz wurde in verschiedenen Kontexten verwendet. In Skandinavien war es auf Bild- und Runensteinen das christliche Symbol.

Heraldik

Das griechische Kreuz kommt u. a. im Staatswappen von Griechenland, Malta und in der Flagge der Schweiz vor. Von dort wurde es zu Ehren Henri Dunants Herkunft als Symbol des Roten Kreuzes übernommen.

Das Kreuz kann als gemeine Figur in der Heraldik, wie das gemeine Kreuz, abgewandelt werden. Beispielsweise stehen in einigen historischen Formen des Staatswappens Griechenlands die Längen der senkrechten und waagerechten Kreuzarme im Verhältnis 7:6 zueinander.

Architektur

In der Architektur spielt das griechische Kreuz als Grundriss eine bedeutende Rolle, es symbolisiert den christlichen Glauben. Es ist eines der ältesten christlichen Symbole und die Balken bedeuten Erde und Himmel oder Raum und Zeit. Die ersten Bauten waren byzantinische und syrische Kirchen, in Europa entstanden auf dem Grundriss des griechischen Kreuzes große Bauwerke, meist als Zentralbauten. Als Zentralbau konzipierte Kirchen vor allem des christlichen Ostens haben oft den Grundriss eines griechischen Kreuzes, in der Renaissance wird das Motiv ebenfalls aufgegriffen, etwa durch Palladio bei seiner Villa La Rotonda.

Diese Kreuzform fand auch bei Sühnekreuzen Anwendung, kennzeichnend ist hierbei eine niedrige Gestalt des Kreuzes.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Romuald Bauerreiß: Das „Lebenszeichen“. Studien zur Frühgeschichte des griechischen Kreuzes und zur Ikonographie des frühen Kirchenportals (= Veröffentlichungen der Bayerische Benediktinerakademie. Bd. 1, ZDB-ID 501875-4). Birkenverlag, Birkeneck bei Freising 1961.

Weblinks

Commons: Griechische Kreuze in der Heraldik – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. ↑ Denkmal-Typographie: Steinkreuze. Sühnekreuzformen auf www.suehnekreuz.de (abgerufen am 20. Mai 2018).
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Griechisches Kreuz aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.