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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
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Herostratos

Aus AnthroWiki

Herostratos (griech.: Ἡρόστρατος, seltener Ἡροστράτης; lat. Herostratus, auch Herostrates) war ein antiker ionischer Hirte, der als Brandstifter Berühmtheit erlangte.

Um unsterblichen Ruhm zu ernten, setzte er im Jahre 356 v. Chr., angeblich in der Nacht, als Alexander der Große geboren wurde, ohne Rücksicht auf die Folgen für ihn, den 200 Jahre alten, von König Kroisos erbauten Tempel der Artemis in Ephesos, das Zentrum der Mysterien von Ephesos, in Brand, eines der später gelisteten sieben Weltwunder der Antike. Die Stadt verhängte ein Nennungsverbot seiner Brandstiftung und selbst seines Namens, nachdem er unter Folter seine Tat und sein Motiv genannt hatte und hingerichtet worden war. Der Perserkönig Artaxerxes III. selbst soll sich in die Gerichtsverhandlung eingeschaltet haben. Trotz der verfügten damnatio memoriae überlieferte der zeitgenössische Historiker Theopompos von Chios die Taten des Herostratos in seinen Werken, so dass dieser sein Ziel erreichte und mit seiner Tat bis zum heutigen Tag unvergessen blieb. Jahrhunderte später erwähnten und zitierten Cicero, Plutarchos, Strabon, Valerius Maximus und andere antike Autoren ihn und seine Tat in ihren Werken.

Sein Name wurde zum Synonym für einen Menschen, der aus Geltungssucht Kulturgüter zerstört oder andere irrationale Taten begeht. Als Herostrat wird dementsprechend ein Mensch bezeichnet, der Untaten begeht, allein um berühmt zu werden (Herostratentum).

Immer wieder wurde die Tat des Herostratos und seine Beweggründe dafür in Kunst und Literatur verarbeitet, unter anderem von Juan Hidalgo (Oper Celos aun del aire matan), Georg Heym (Gedicht Der Wahnsinn des Herostrat), Ernest Reyer (Oper Érostrate) und Jean-Paul Sartre (Erzählung Érostrate in der Sammlung Le Mur). Sein Name wird auch im Zusammenhang mit philosophischen oder politischen Ideen verwendet, die sich auf seine Tat beziehen (so etwa in Fernando Pessoas Essay Herostrat).

Im Bereich der Belletristik nimmt sich beispielsweise Oliver Henkel der Figur des Herostratos an und erzählt in Die Unsterblichkeit des Harold Strait (enthalten im Erzählband Wechselwelten) die Geschichte um die Brandstiftung des Artemis-Tempels und Herostratos' Motiven aus einer gänzlich anderen Sicht. Von Karl Kraus stammt der Aphorismus: „Bevor ich ein endgültiges Urteil über Herostrat abgebe, würde ich gerne ein Bild des Tempels sehen.“

Weblinks

Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Herostratos aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.