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Iatrotheologie
Iatrotheologie (von griech. ιατρός iatrós „Arzt, Heilkundiger“) ist der von Karl Eduard Rothschuh (1908-1984) Begriff so benannte Versuch, Krankheit als Teil göttlichen Wollens und Handelns zu verstehen, auch wenn natürliche Ursachen möglicherweise erkennbar sind. Krankheit wird dabei als göttliche Strafe oder Weg verstanden.[1] Ausprägungen der christlichen Iatrotheologie sehen Krankheitsursachen in der Erbsünde oder in kollektiven oder individuellen „Verfehlungen“.[2] Im christlich geprägten Kulturkreis wird andererseits Jesus Christus zur Leitfigur der Iatrotheologie als „Heiland der Welt“, als „großer Arzt“ (christus medicus), der Wunder-Heilungen vollbringt.[3]
Als ein Vertreter der iatrotheologischen Richtung werden der Hallenser Arzt Michael Alberti und der Münchener Arzt Johann Nepomuk von Ringseis angesehen.
Siehe auch
Literatur
- Christa Habrich: Iatrotheologie (Neuzeit). In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 657 f.
- K. E. Rothschuh: Konzepte der Medizin in Vergangenheit und Gegenwart. Stuttgart 1978, S. 47–72.
Einzelnachweise
- ↑ Wolfgang Eckart, Geschichte der Medizin, 1990, S. 83
- ↑ Axel W. Bauer: Axiome des systematischen Erkenntnisgewinns in der Medizin, in: Der Internist 38 (1997) 299-306 (Memento vom 8. Oktober 2009 im Internet Archive)
- ↑ Heinz Schott: Die Chronik der Medizin, Chronik Verlag 2000, S. 36
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