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Inkarnation Rudolf Steiners

Aus AnthroWiki

Ehrenfried Pfeiffer zitiert dazu einen Eintrag im Tagebuch W. J. Steins, welche wiederum eine Lehrerkollegin zitiert, welche Rudolf Steiner eine Aussage zu seiner nächsten Inkarnation entlockt haben soll[1]:

Eine ihn selbst betreffende, ganz direkte Äußerung machte Rudolf Steiner 1922 in Stratford-upon-Avon. Eine Tagebuchaufzeichnung von W. J. Stein lautet: «Caroline von Heydebrand [eine Lehrerkollegin an der Stuttgarter Waldorfschule] sagt: in Stratford (on Even) 1922 sagte Dr. Steiner, er komme in 80 Jahren in Amerika wieder, das wäre auf das Jahr 2002.»

(Rudolf Steiner wäre demnach derzeit im 21. Lebensjahr. Da sich ein Meister frühestens erst mit 40 Jahren, als solcher offenbaren kann, und äußerlich wahrgenommenes prominentes Wirken entfaltet, so würde sich demzufolge sein weltweites Wirken der Öffentlichkeit erst ab 2042 zeigen.)

Es ist jedoch fraglich, ob den auf solchen Wegen von Steiner erlangten Zitaten eine Authentizität eingeräumt werden kann, aber auch ob jemandem ein "Warten auf Rudolf Steiner" im Sinne einer Heilsversprechung nützlich ist. Da Steiner laut eigenem Anspruch nicht nur Wert auf Genauigkeit sondern auch auf Vollständigkeit legte, ist davon auszugehen, dass er seine nächste Inkarnation auf andere Weise mitgeteilt hätte, wenn diese Information von Bedeutung gewesen wäre. Außerdem äußerte sich Steiner äußerst kritisch gegenüber der Neigung, einen "Personenkult" zu errichten; das legt auch die Betonung der Freiheit (Eigenständigkeit, Unabhängigkeit) und die Abkehr von jeglicher Dogmatik nahe, welche Steiner immer wichtig war zu betonen. Die Relevanz einer Diskussion um Rudolf Steiners nächste Inkarnation wäre seiner eigenen Meinung nach vermutlich gering.

Hermann Keimeyer schrieb von Rudolf Steiners Neuinkarnation im Jahre 1985/1986.[2]

Einzelnachweise

  1. ↑ Ein Leben für den Geist. Ehrenfried Pfeiffer (1899 - 1961), Perseus Vlg., Basel 1999, S. 217
  2. ↑ Rudolf Steiners Martyrium und Auferstehung (Hermann Keimeyer), Selbstverlag Owingen 1994, S. 33

Literatur

  • Thomas Meyer: Der unverbrüchliche Vertrag. Roman zur Jahrtausendwende, Perseus Vlg., Basel 1998

Weblinks