Ion

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Das Ionengitter des im kubischen System kristallisierenden Natriumchlorids. Die Natriumionen sind grün, die Chloridionen blau dargestellt

Ein Ion (von griech. ἰόν ión „das Gehende oder Wandernde“) ist ein elektrisch geladenes Atom oder Molekül, dessen resultierende elektrische Ladung - die Ionenladung - dadurch entsteht, dass ein oder mehrere Elektronen aus der Elektronenhülle abgegeben oder in diese aufgenommen werden. Im ersteren Fall ist das Ion durch den Überschuss der positiven Kernladung positiv elektrisch geladen und wird als Kation bezeichnet (z.B. LaTeX: H^{+}, LaTeX: Na^{+}, LaTeX: Ca^{2+} usw.), da es in einem elektrischen Feld zur negativ geladenen Kathode wandert. Im anderen Fall ist das Ion negativ geladen und wird Anion genannt (z.B. LaTeX: Cl^{-}, LaTeX: SO_4^{2-}), weil es zur positiv geladenen Anode wandert. Die Bezeichnungen wurden 1834 von William Whewell auf Bitte von Michael Faraday vorgeschlagen und rasch in die wissenschaftliche Nomenklatur übernommen. Die Ionenladung wird als Hochzahl in arabischen Ziffern mit nachstehendem positiven oder negativen Vorzeichen angeschrieben, um eine Verwechslung mit der rein formalen Oxidationszahl auszuschließen.

Bei anorganischen Salzen liegen zwischen den Ionen Ionenbindungen vor, die auf den elektrostatischen Kräften zwischen den Ionen beruhen. Eine sehr hohe Zahl von Ionen bilden dabei unter Einhaltung der jeweiligen Verhältnisformel (z.B. NaCl) ein regelmäßig geordnetes Ionengitter mit einer bestimmten Kristallstruktur.

Siehe auch

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