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Kinetische Kunst

Aus AnthroWiki
Michael Hischer, WV 260
Jean Tinguely, Eos
George Rickey, Vier Vierecke im Geviert, 1969

Kinetische Kunst ist eine Ausdrucksform, in der die Bewegung als integraler ästhetischer Bestandteil des Kunstobjekts Beachtung findet. Auch dann, wenn sich das Objekt scheinbar verändert, weil sich der Betrachter bewegt (Carlos Cruz-Diez) oder auch eine Illusion eine Bewegung vortäuscht (Youri Messen-Jaschin). Daher gilt die Op-Art manchen Betrachtern als kinetische Kunst.

Geschichte

Die kinetische Kunst wurde in den 1950er und 1960er-Jahren populär. Ihre vormodernen Ursprünge liegen in den kunstgewerblichen mechanischen Apparaten und ästhetischen Wasserspielen der Barockzeit. In der Moderne sind ihre Anfänge in den kinetischen Licht- und Bewegungsobjekten Marcel Duchamps und Man Rays ebenso zu finden wie in den konstruktivistischen Maschinen der Künstler Wladimir Tatlin, Naum Gabo, Alexander Rodtschenko und László Moholy-Nagy.

Eine Weiterführung der kinetischen Kunst ist die kybernetische Kunst, in der das Kunstwerk auf äußere Einflüsse, insbesondere auch auf Manipulationen von Personen reagiert (z. B. Nicolas Schöffers Spatiodynamische Türme).

Die technischen Konstruktionen werden oft durch die Naturkräfte Wind, Wasser und Gravitation (siehe Kugelbahnen) angetrieben. Aber auch Motoren, Uhrwerke und manuelle Antriebe kommen zum Einsatz. Heutige Künstler kinetischer Kunst sind oft auf dem neusten Stand der Technik, computergesteuerte Objekte sind keine Seltenheit mehr.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Hans-Jürgen Buderer:Kinetische Kunst: Konzeptionen von Bewegung und Raum = Heidelberger kunstgeschichtliche Abhandlungen, N.F. 19. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1992. ISBN 978-3-88462-066-3

Weblinks

Commons: Kinetic art – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Kinetische Kunst aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.