Lebensdauer des Menschen

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Der durchschnittlichen Lebensdauer des Menschen liegt das kosmische Maß von 72 Jahren zugrunde, wobei 72 * 360 = 25920 etwa die Länge des Platonischen Weltenjahres ist. Das entspricht auch ungefähr der gegenwärtigen weltweiten durchschnittlichen Lebenserwartung, die bei Frauen etwas höher liegt als bei Männern. Es gibt aber große Abweichungen in den verschiedenen Staaten der Erde (→ Liste der durchschnittlichen Lebenserwartung in den Staaten der Erde).

Betrachtet man nicht nur den physischen Leib, sondern auch den Ätherleib, so erreichen alle Menschen in gewissem Sinn ein annähernd gleiches Alter:

„Wir tragen ja, nachdem wir durch die Pforte des Todes geschritten sind, diesen Ätherleib nur noch wenige Tage; dann müssen wir ihn wieder zurückgeben an den Kosmos. Nur wie ein Bild im Kosmos, im Geistigen, bleibt der Ätherleib für unser ferneres Leben, das wir durchmachen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Aber dem Kosmos wird unser Ätherleib einverleibt, einverleibt in der verschiedensten Weise: in anderer Weise bei denjenigen Menschen, die durch ein Unglück früh sterben oder die sonst früh sterben, in einer anderen Weise bei denjenigen Menschen, die ein hohes Alter erreichen. Aber gerade wenn man hinübersieht in diejenige Welt, die jenseits der Schwelle liegt, so weiß man, daß sowohl das eine wie das andere, der frühere Tod und der spätere Tod, im ganzen kosmischen Zusammenhang eine große Bedeutung hat. Denn das, was wir als unseren Ätherleib abgeben, das wirkt weiter fort, wirkt nun geistig fort.

Ja, im Grunde genommen, tiefer betrachtet, werden wir, alle Menschen, gleich alt. Physisch stirbt einer früher, der andere später. Geistig betrachtet werden wir im Grunde genommen alle gleich alt. Sterben wir früh, so geht unser physischer Leib früh zugrunde; aber der Ätherleib lebt weiter für den Kosmos, und gerade dadurch, daß wir früh gestorben sind, hat dieser Ätherleib andere Funktionen für den Kosmos, als wenn wir spät sterben. Wenn wir zusammenzählen die Jahre, die wir durchleben im physischen Leib und im Ätherleib als Menschen, und das, was wir im physischen Leib verrichten, als Erdentaten ansehen, das, was wir im Ätherleib verrichten, auch nach dem Tode, und was wir nicht für uns, sondern für den Kosmos leben, für die Welt, als Himmelstaten, wenn wir das zusammenzählen nach den Jahren: bei allen Menschen finden wir ein gleiches Alter ungefähr.“ (Lit.:GA 171, S. 208f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit. Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts, GA 171 (1984), ISBN 3-7274-1710-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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