Miradschname

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Timuridische Darstellung Mohammeds in der Miradschname, 1436, Herat, Afghanistan.

Miradschname. Das Buch der Himmelfahrt des Propheten Mohammed (persisch معراج نامه, DMG Miʿrāǧ-Nāme, ‚Himmelfahrtsbuch‘), auch als Apokalypse des Mohammed bezeichnet, ist ein im Jahr 1436 in Herat im heutigen westlichen Afghanistan entstandenes Buch, das 61 persische Miniaturen enthält, die die Himmelfahrt Mohammeds und des Erzengels Gabriel illustrieren. Es wurde 1436–1437 vom timuridischen Herrscher Schah Ruch in Auftrag gegeben und befand sich seitdem in seinem Privatbesitz. Besonders deutlich wird der Synkretismus der Stile in der islamischen Malerei Irans und Zentralasiens während der timuridischen Epoche (ca. 1307–1507) deutlich. Dabei spielt vor allem der Einfluss der chinesischen Kunst eine wichtige Rolle. Auch wenn die Darstellungen dem Muster der biographischen islamischen Erzählung entsprechen, sind in ihrer Ikonographie zweifellos Einflüsse Zentralasiens und des chinesischen Buddhismus zu finden. Ein Exemplar befindet sich in der Sammlung der Bibliothèque Nationale in Paris.

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