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Pekuliäre Galaxie

Aus AnthroWiki

Eine pekuliäre Galaxie ist eine Galaxie von ungewöhnlicher Größe, Form oder Zusammensetzung.[1] Zwischen fünf und zehn Prozent der bekannten Galaxien werden als pekuliär eingestuft[2], weil sie nicht in die traditionellen Klassen der Hubble-Sequenz passen, wie Spiral-, Balkenspiral-, elliptische und irreguläre Galaxien. Sie haben oft ungewöhnliche oder einzigartige Merkmale, die sie von den "normalen" Galaxien unterscheiden.

Übersicht

Astronomen haben zwei Arten von pekuliären Galaxien identifiziert: wechselwirkende Galaxien und aktive galaktische Kerne (AGN).[3] Der Begriff wurde erstmals vom Astronomen Halton Arp in seinem Atlas of Peculiar Galaxies eingeführt, der 1966 veröffentlicht wurde.[4] Arp erstellte einen Katalog von über 300 pekuliären Galaxien, die seltsame oder ungewöhnliche Eigenschaften aufwiesen, wie zum Beispiel Gezeitenarme, Ringe, Brücken oder Schwänze, die vermutlich auf gravitative Wechselwirkungen mit anderen Galaxien zurückzuführen sind. Arp erklärt, dass "die pekuliären Galaxien, die in diesem Atlas abgebildet sind, Störungen, Verformungen und Wechselwirkungen darstellen, die es uns ermöglichen sollten, die Natur der realen Galaxien zu analysieren, die wir beobachten und die zu weit entfernt sind, um sie direkt zu untersuchen."

Entstehung

Ströme von Sternen und Staub, die Insektenantennen ähneln, werden von beiden Galaxien ausgestoßen. Der Name "Antennengalaxien" kommt von dieser Ähnlichkeit.
NGC 4676 („die Mäuse“): IC 820 (links) und IC 819 sind im Begriff miteinander zu verschmelzen und bilden Gezeitenarme

Wissenschaftler vermuten, dass viele pekuliäre Galaxien durch die Kollision von zwei oder mehr Galaxien entstanden sind.[4] Wenn sich zwei Galaxien einander nähern, können ihre gegenseitigen Gravitationskräfte dazu führen, dass sie höchst unregelmäßige Formen annehmen. Die Begriffe "pekuliäre Galaxie" und "wechselwirkende Galaxie" sind inzwischen zu Synonymen geworden, da die meisten pekuliären Galaxien ihre Form auf solche Gravitationskräfte zurückführen.[2] Pekuliäre Galaxien beherbergen in der Regel mehr aktive galaktische Kerne als normale Galaxien, was darauf hindeutet, dass sie supermassereiche schwarze Löcher enthalten. Viele pekuliäre Galaxien erleben Starbursts oder Episoden schneller Sternentstehung, die auf die Verschmelzung der Galaxien zurückzuführen sind.[2] Die Perioden erhöhter Sternentstehung und die Leuchtkraft, die aus aktiven galaktischen Kernen resultiert, führen dazu, dass pekuliäre Galaxien eine etwas bläulichere Farbe als andere Galaxien haben.[2]

Das Studium pekuliärer Galaxien kann Einblicke in andere Galaxientypen geben, indem es nützliche Informationen über die galaktische Entstehung und Entwicklung und insbesonder über die Verschmelzung von Galaxien liefert.[2]

Beispiele

Zu den bekanntesten pekuliären Galaxien gehören die Antennengalaxien (Arp 244), ein Paar kollidierender Galaxien, das wegen seiner langen gezeitenbedingten "Antennen" so benannt wurde. Ein weiteres Beispiel ist die "Mäuse-Galaxie" (Arp 242 bzw. NGC 4676), die aufgrund ihrer einzigartigen Form, die an die Silhouette von zwei Mäusen erinnert, so benannt wurde.

Schreibweise

Pekuliäre Galaxien werden mit einem zusätzlichen "p" oder "pec" (je nach der genauen Konvention) nach dem Hubble-Typ der Galaxie notiert.[1]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 peculiar galaxy. Daviddarling.info (1. Februar 2007).
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Vorlage:Cite book
  3. Peculiar Galaxies. www.cliffsnotes.com. Abgerufen am 2. Juni 2023
  4. 4,0 4,1 Arp, H. (1966). Atlas of Peculiar Galaxies. Pasadena, California Institute of Technology
Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Peculiar galaxy aus der freien Enzyklopädie en.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.