Qualitätsopfer

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Unter einem Qualitätsopfer versteht man im Schach das Opfer eines Turmes für einen Läufer oder einen Springer. Qualität bezeichnet dabei den Mehrwert des Turmes gegenüber der jeweils eingetauschten Figur.

Qualitätsopfer können – wie die übrigen Opfer im Schach auch – taktisch oder strategisch motiviert sein. Während ein taktisches Qualitätsopfer dem Zweck eines Materialgewinns oder direkten Angriffs auf den gegnerischen König dienen kann, ist ein strategisches (oder positionelles) Qualitätsopfer auf längerfristige, strategische Ziele ausgerichtet. Es dient beispielsweise der Schwächung der gegnerischen Bauernstruktur oder von Felderkomplexen; man opfert für eine langanhaltende Initiative oder auch strategische Merkmale wie den Besitz des Läuferpaars.

Der frühere Schachweltmeister Tigran Petrosjan war in den 1950er und 1960er Jahren berühmt für seine positionellen, oft defensiv motivierten Qualitätsopfer. In jüngerer Zeit machte der FIDE-Weltmeister von 2005, Wesselin Topalow, mit vergleichsweise häufigen Qualitätsopfern Furore.

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Literatur

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