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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
Das Neue Jerusalem

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
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Rheginusbrief

Aus AnthroWiki

Der Rheginusbrief ist auch als Abhandlung über die Auferstehung bekannt. Er ist überliefert in den Nag-Hammadi-Schriften, einer Sammlung gnostischer Texte. Dort ist es die vierte Schrift des auch als Jung-Kodex bekannten ersten Kodex (NHC I,4). Die Handschrift stammt aus der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts, das Werk selbst stammt vermutlich aus dem frühen 2. Jahrhundert.

Inhalt und Einordnung

Der relativ kurze Brief eines ungenannten Lehrers an seinen Schüler beschäftigt sich mit der Auferstehung des Gläubigen. Verhandelt wird, welcher Art diese ist bzw. sein kann, ob als Unsterblichkeit der Seele, als Auferstehung des Fleisches oder als Wiedergeburt. Diskutiert wird auch, wann die Auferstehung sich vollzieht, ob im Augenblick des Todes, bei Christi Wiederkehr, oder gar noch im Leben, und ob sie gewiss ist bzw. ob sie im philosophischen Sinn "beweisbar" ist:

Was also ist die Auferstehung? Sie ist das fortwährende Sichtbarwerden derer, die auferstanden sind. Wenn du dich nämlich erinnerst, im Evangelium zu lesen: "Elia erschien und Mose mit ihm", so glaube nicht, daß die Auferstehung eine Illusion sei. Sie ist keine Illusion, sondern sie ist Wahrheit. Vielmehr ist es passend zu sagen, dass die Welt eine Illusion ist – eher als die Auferstehung, die zustande gekommen ist durch unseren Herrn, den Erlöser, Jesus, den Christus. (Bl. 48, Übers. M. Janßen)

Der Autor folgt einerseits Vorstellungen neutestamentlicher Briefe (Eph, Kol) und entwickelt diese weiter, andererseits bedient er sich der Begriffe und Konzepte der Gnosis, insbesondere des Valentinianismus.

Ausgaben

Originaltexte und Übersetzung wurden in der Reihe

Nag Hammadi Studies (NHS) in Bd. XII und Bd. XIII

publiziert.

Eine englische Übersetzung erschien in

Robinson, The Nag Hammadi Library in English, San Francisco 1990, S. 52-54

Eine deutsche Übersetzung erschien in

Gerd Lüdemann, Martina Janßen, Die Bibel der Häretiker, Stuttgart 1997, S. 42-46

Weblinks

Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Rheginusbrief aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.